Kundmachung des Bundeskanzlers vom 29. Jänner 1990 über den Ausspruch des Verfassungsgerichtshofes, daß Art. II § 4 Abs. 2 des Erdöl-Bevorratungs- und Meldegesetzes 1982 verfassungswidrig war und die Aufhebung einer Wortfolge in Art. II § 2 Abs. 1 sowie des Art. II § 3 Abs. 1 des Erdöl-Bevorratungs- und Meldegesetzes 1982 durch denVerfassungsgerichtshof
Präambel/Promulgationsklausel
Gemäß Art. 140 Abs. 4, 5, 6 und 7 B-VG und gemäß § 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953, BGBl. Nr. 85, wird kundgemacht:
(1) Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 30. November 1989, G 139/88-13, G 140/88-12, G 141/88-12, G 146/88-12,
G 177/88-13, G 16/89-10, G 17/89-10, G 74/89-10, G 75/89-12,
G 76/89-12, G 77/89-12, G 231/89-12, G 232/89-13, dem Bundeskanzler zugestellt am 15. Jänner 1990,
ausgesprochen, daß Art. II § 4 Abs. 2 des Erdöl-Bevorratungs- und Meldegesetzes 1982, BGBl. Nr. 546, in der Fassung der Bundesgesetze BGBl. Nr. 266/1984 und 652/1987 verfassungswidrig war und
die Wortfolge „1. Verträge über die Lagerung von Pflichtvorräten an Erdöl und Erdölprodukten mit einem mit Bundeshaftung ausgestatteten behördlich genehmigten Lagerhalter abzuschließen (Lagervertragspflicht) sowie“ in Art. II § 2 Abs. 1 des Erdöl-Bevorratungs- und Meldegesetzes 1982, BGBl. Nr. 546, in der Fassung der Bundesgesetze BGBl. Nr. 266/1984, 652/1987 und 339/1988 sowie Art. II § 3 Abs. 1 desselben Gesetzes als verfassungswidrig aufgehoben.
(2) Die Aufhebung tritt mit Ablauf des 15. Dezember 1990 in Kraft.
(3) Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.
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