SATZUNG DER INTERNATIONALEN ORGANISATION FÜR WANDERUNG

Typ Staatsvertrag
Veröffentlichung 1990-01-25
Status Aufgehoben · 2013-11-20
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 67
Änderungshistorie JSON API

Sprachen

Englisch, Französisch, Spanisch

Vertragsparteien

Australien 133/1990 Bolivien 133/1990 Dänemark 133/1990 Deutschland/BRD 133/1990 El Salvador 133/1990 Griechenland 133/1990 Guatemala 133/1990 Honduras 133/1990 Israel 133/1990 Kenia 133/1990 Kolumbien 133/1990 Korea/R 133/1990 Luxemburg 133/1990 Nicaragua 133/1990 Niederlande 133/1990 Norwegen 133/1990 Peru 133/1990 Philippinen 133/1990 Portugal 133/1990 Schweiz 133/1990 Thailand 133/1990 Uruguay 133/1990 USA 133/1990 Venezuela 133/1990 *Zypern 133/1990

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Anlage wird genehmigt.

Der Bundespräsident erklärt im Namen der Republik Österreich die Annahme der mit Entschließung des Rates Nr. 724 (LV) vom 20. Mai 1987 beschlossenen Änderungen der Satzung des Zwischenstaatlichen Komitees für Auswanderung.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Annahmeurkunde wurde am 25. Jänner 1990 beim Generaldirektor der Internationalen Organisation für Wanderung hinterlegt; die Resolution ist für Österreich mit 25. Jänner 1990 in Kraft getreten.

Nach Mitteilung des Generaldirektors der IOM haben folgende weitere Staaten die Resolution angenommen:

Australien, Bolivien, Bundesrepublik Deutschland, Dänemark, El Salvador, Griechenland, Guatemala, Honduras, Israel, Kenia, Kolumbien, Republik Korea, Luxemburg, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Peru, Philippinen, Portugal, Schweiz, Thailand, Uruguay, Venezuela, Vereinigte Staaten und Zypern.

Präambel/Promulgationsklausel

PRÄAMBEL

DIE HOHEN VERTRAGSPARTEIEN -

EINGEDENK

der am 5. Dezember 1951 von der Auswanderungskonferenz in Brüssel angenommenen Entschließung,

IN DER ERKENNTNIS,

daß für die Sicherstellung eines geordneten Verlaufs der Wanderungsbewegungen überall in der Welt und für die Erleichterung der unter den günstigsten Bedingungen durchzuführenden Ansiedlung und Eingliederung der Einwanderer in das wirtschaftliche und soziale Gefüge des Aufnahmelandes oftmals die Bereitstellung von Ein- und Auswanderungsdiensten auf internationaler Ebene erforderlich ist,

daß ähnliche Ein- und Auswanderungsdienste auch für die zeitlich begrenzte Auswanderung, die Rückwanderung und die Wanderung innerhalb einer Region erforderlich sein können,

daß zur internationalen Wanderung auch diejenige von Flüchtlingen, Verschleppten und anderen Personen gehört, die zum Verlassen ihrer Heimatländer gezwungen sind und internationale Ein- und Auswanderungsdienste benötigen,

daß es erforderlich ist, die Zusammenarbeit von Staaten und internationalen Organisationen zur Erleichterung der Auswanderung von Personen zu fördern, die nach Ländern auswandern wollen, wo sie durch ihre Arbeit ihr Auskommen finden und mit ihren Familien in Würde und Selbstachtung leben können,

daß die Wanderung die Schaffung neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten in Aufnahmeländern fördern könnte und daß zwischen der Wanderung und den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedingungen in den Entwicklungsländern ein Zusammenhang besteht,

daß bei der Zusammenarbeit und anderen internationalen Maßnahmen in bezug auf die Wanderung die Bedürfnisse der Entwicklungsländer berücksichtigt werden sollten,

daß es erforderlich ist, die Zusammenarbeit von Staaten und staatlichen und nichtstaatlichen internationalen Organisationen auf dem Gebiet der Forschung und Konsultation im Zusammenhang mit Wanderungsfragen nicht nur in bezug auf den Vorgang der Wanderung, sondern auch in bezug auf die konkrete Lage und die konkreten Bedürfnisse des Ein- und Auswanderers als menschliches Wesen zu fördern,

daß die Beförderung der Auswanderer soweit wie möglich mit den normalen Verkehrslinien durchgeführt werden sollte, daß jedoch gelegentlich zusätzliche oder andersartige Einrichtungen notwendig sind,

daß zwischen Staaten und staatlichen und nichtstaatlichen internationalen Organisationen in bezug auf Wanderungs- und Flüchtlingsfragen eine enge Zusammenarbeit und Koordinierung bestehen sollte,

daß die internationale Finanzierung von Tätigkeiten im Zusammenhang mit der internationalen Wanderung erforderlich ist -

ERRICHTEN HIERMIT

die INTERNATIONALE ORGANISATION FÜR WANDERUNG, im folgenden als Organisation bezeichnet, und NEHMEN DIESE SATZUNG AN.

Sprachen

Englisch, Französisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 221/2014, III 2/2023 Ägypten III 221/2014, III 2/2023 Albanien III 221/2014, III 2/2023 Algerien III 221/2014, III 2/2023 Angola III 221/2014, III 2/2023 Antigua/Barbuda III 221/2014, III 2/2023 Argentinien III 221/2014, III 2/2023 Armenien III 221/2014, III 2/2023 Aserbaidschan III 221/2014, III 2/2023 Äthiopien III 221/2014, III 2/2023 Australien 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Bahamas III 221/2014, III 2/2023 Bangladesch III 221/2014, III 2/2023 Barbados III 2/2023 Belarus III 221/2014, III 2/2023 Belgien III 221/2014, III 2/2023 Belize III 221/2014, III 2/2023 Benin III 221/2014, III 2/2023 Bolivien 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Bosnien-Herzegowina III 221/2014, III 2/2023 Botsuana III 221/2014, III 2/2023 Brasilien III 221/2014, III 2/2023 Bulgarien III 221/2014, III 2/2023 Burkina Faso III 221/2014, III 2/2023 Burundi III 221/2014, III 2/2023 Cabo Verde III 221/2014, III 2/2023 Chile III 221/2014, III 2/2023 China III 2/2023 Costa Rica III 221/2014, III 2/2023 Côte d`Ivoire III 221/2014, III 2/2023 Dänemark 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Deutschland/BRD 133/1990, III 2/2023 Dominica III 2/2023 Dominikanische R III 221/2014, III 2/2023 Dschibuti III 221/2014, III 2/2023 Ecuador III 221/2014, III 2/2023 El Salvador 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Eritrea III 2/2023 Estland III 221/2014, III 2/2023 Eswatini III 221/2014, III 2/2023 Fidschi III 221/2014, III 2/2023 Finnland III 221/2014, III 2/2023 Frankreich III 221/2014, III 2/2023 Gabun III 221/2014, III 2/2023 Gambia III 221/2014, III 2/2023 Georgien III 221/2014, III 2/2023 Ghana III 221/2014, III 2/2023 Grenada III 2/2023 Griechenland 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Guatemala 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Guinea III 221/2014, III 2/2023 Guinea-Bissau III 221/2014, III 2/2023 Guyana III 221/2014, III 2/2023 Haiti III 221/2014, III 2/2023 Heiliger Stuhl III 221/2014, III 2/2023 Honduras 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Indien III 221/2014, III 2/2023 Iran III 221/2014, III 2/2023 Irland III 221/2014, III 2/2023 Island III 221/2014, III 2/2023 Israel 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Italien III 221/2014, III 2/2023 Jamaika III 221/2014, III 2/2023 Japan III 221/2014, III 2/2023 Jemen III 221/2014, III 2/2023 Jordanien III 221/2014, III 2/2023 Kambodscha III 221/2014, III 2/2023 Kamerun III 221/2014, III 2/2023 Kanada III 221/2014, III 2/2023 Kasachstan III 221/2014, III 2/2023 Kenia 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Kirgisistan III 221/2014, III 2/2023 Kiribati III 2/2023 Kolumbien 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Komoren III 221/2014, III 2/2023 Kongo III 221/2014, III 2/2023 Kongo/DR III 221/2014, III 2/2023 Korea/R 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Kroatien III 221/2014, III 2/2023 Kuba III 2/2023 Laos III 2/2023 Lesotho III 221/2014, III 2/2023 Lettland III 221/2014, III 2/2023 Liberia III 221/2014, III 2/2023 Libyen III 221/2014, III 2/2023 Litauen III 221/2014, III 2/2023 Luxemburg 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Madagaskar III 221/2014, III 2/2023 Malawi III 221/2014, III 2/2023 Malediven III 221/2014, III 2/2023 Mali III 221/2014, III 2/2023 Malta III 221/2014, III 2/2023 Marokko III 221/2014, III 2/2023 Marshallinseln III 221/2014, III 2/2023 Mauretanien III 221/2014, III 2/2023 Mauritius III 221/2014, III 2/2023 Mexiko III 221/2014, III 2/2023 Mikronesien III 221/2014, III 2/2023 Moldau III 221/2014, III 2/2023 Mongolei III 221/2014, III 2/2023 Montenegro III 221/2014, III 2/2023 Mosambik III 221/2014, III 2/2023 Myanmar III 221/2014, III 2/2023 Namibia III 221/2014, III 2/2023 Nauru III 221/2014, III 2/2023 Nepal III 221/2014, III 2/2023 Neuseeland III 221/2014, III 2/2023 Nicaragua 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Niederlande 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Niger III 221/2014, III 2/2023 Nigeria III 221/2014, III 2/2023 Nordmazedonien III 2/2023 Norwegen 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Pakistan III 221/2014, III 2/2023 Palau III 2/2023 Panama III 221/2014, III 2/2023 Papua-Neuguinea III 221/2014, III 2/2023 Paraguay III 221/2014, III 2/2023 Peru 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Philippinen 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Polen III 221/2014, III 2/2023 Portugal 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Ruanda III 221/2014, III 2/2023 Rumänien III 221/2014, III 2/2023 Russische F III 2/2023 Salomonen III 2/2023 Sambia III 221/2014, III 2/2023 Samoa III 2/2023 São Tomé/Príncipe III 2/2023 Schweden III 221/2014, III 2/2023 Schweiz 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Senegal III 221/2014, III 2/2023 Serbien III 221/2014, III 2/2023 Seychellen III 221/2014, III 2/2023 Sierra Leone III 221/2014, III 2/2023 Simbabwe III 221/2014, III 2/2023 Slowakei III 221/2014, III 2/2023 Slowenien III 221/2014, III 2/2023 Somalia III 221/2014, III 2/2023 Spanien III 221/2014, III 2/2023 Sri Lanka III 221/2014, III 2/2023 St. Kitts/Nevis III 2/2023 St. Lucia III 2/2023 St. Vincent/Grenadinen III 221/2014, III 2/2023 Südafrika III 221/2014, III 2/2023 Sudan III 221/2014, III 2/2023 Südsudan III 221/2014, III 2/2023 Suriname III 221/2014, III 2/2023 Tadschikistan III 221/2014, III 2/2023 Tansania III 221/2014, III 2/2023 Thailand 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Timor-Leste III 221/2014, III 2/2023 Togo III 221/2014, III 2/2023 Tonga III 2/2023 Trinidad/Tobago III 221/2014, III 2/2023 Tschad III 221/2014, III 2/2023 Tschechische R III 221/2014, III 2/2023 Tunesien III 221/2014, III 2/2023 Türkei III 221/2014, III 2/2023 Turkmenistan III 221/2014, III 2/2023 Tuvalu III 2/2023 Uganda III 221/2014, III 2/2023 Ukraine III 221/2014, III 2/2023 Ungarn III 221/2014, III 2/2023 Uruguay 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 USA 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Usbekistan III 2/2023 Vanuatu III 221/2014, III 2/2023 Venezuela 133/1990, III 221/2014, III 2/2023 Vereinigtes Königreich III 221/2014, III 2/2023 Vietnam III 221/2014, III 221/2014, III 2/2023 Zentralafrikanische R III 221/2014, III 2/2023 *Zypern 133/1990, III 221/2014, III 2/2023

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Anlage wird genehmigt.

Der Bundespräsident erklärt im Namen der Republik Österreich die Annahme der mit Entschließung des Rates Nr. 724 (LV) vom 20. Mai 1987 beschlossenen Änderungen der Satzung des Zwischenstaatlichen Komitees für Auswanderung.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Annahmeurkunde wurde am 25. Jänner 1990 beim Generaldirektor der Internationalen Organisation für Wanderung hinterlegt; die Resolution ist für Österreich mit 25. Jänner 1990 in Kraft getreten.

Nach Mitteilung des Generaldirektors der IOM haben folgende weitere Staaten die Resolution angenommen:

Australien, Bolivien, Bundesrepublik Deutschland, Dänemark, El Salvador, Griechenland, Guatemala, Honduras, Israel, Kenia, Kolumbien, Republik Korea, Luxemburg, Nicaragua, Niederlande, Norwegen, Peru, Philippinen, Portugal, Schweiz, Thailand, Uruguay, Venezuela, Vereinigte Staaten und Zypern.

Präambel/Promulgationsklausel

PRÄAMBEL

DIE HOHEN VERTRAGSPARTEIEN –

EINGEDENK

der am 5. Dezember 1951 von der Auswanderungskonferenz in Brüssel angenommenen Entschließung,

IN DER ERKENNTNIS,

daß für die Sicherstellung eines geordneten Verlaufs der Wanderungsbewegungen überall in der Welt und für die Erleichterung der unter den günstigsten Bedingungen durchzuführenden Ansiedlung und Eingliederung der Einwanderer in das wirtschaftliche und soziale Gefüge des Aufnahmelandes oftmals die Bereitstellung von Ein- und Auswanderungsdiensten auf internationaler Ebene erforderlich ist,

daß ähnliche Ein- und Auswanderungsdienste auch für die zeitlich begrenzte Auswanderung, die Rückwanderung und die Wanderung innerhalb einer Region erforderlich sein können,

daß zur internationalen Wanderung auch diejenige von Flüchtlingen, Verschleppten und anderen Personen gehört, die zum Verlassen ihrer Heimatländer gezwungen sind und internationale Ein- und Auswanderungsdienste benötigen,

daß es erforderlich ist, die Zusammenarbeit von Staaten und internationalen Organisationen zur Erleichterung der Auswanderung von Personen zu fördern, die nach Ländern auswandern wollen, wo sie durch ihre Arbeit ihr Auskommen finden und mit ihren Familien in Würde und Selbstachtung leben können,

daß die Wanderung die Schaffung neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten in Aufnahmeländern fördern könnte und daß zwischen der Wanderung und den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedingungen in den Entwicklungsländern ein Zusammenhang besteht,

daß bei der Zusammenarbeit und anderen internationalen Maßnahmen in bezug auf die Wanderung die Bedürfnisse der Entwicklungsländer berücksichtigt werden sollten,

daß es erforderlich ist, die Zusammenarbeit von Staaten und staatlichen und nichtstaatlichen internationalen Organisationen auf dem Gebiet der Forschung und Konsultation im Zusammenhang mit Wanderungsfragen nicht nur in bezug auf den Vorgang der Wanderung, sondern auch in bezug auf die konkrete Lage und die konkreten Bedürfnisse des Ein- und Auswanderers als menschliches Wesen zu fördern,

daß die Beförderung der Auswanderer soweit wie möglich mit den normalen Verkehrslinien durchgeführt werden sollte, daß jedoch gelegentlich zusätzliche oder andersartige Einrichtungen notwendig sind,

daß zwischen Staaten und staatlichen und nichtstaatlichen internationalen Organisationen in bezug auf Wanderungs- und Flüchtlingsfragen eine enge Zusammenarbeit und Koordinierung bestehen sollte,

daß die internationale Finanzierung von Tätigkeiten im Zusammenhang mit der internationalen Wanderung erforderlich ist –

ERRICHTEN HIERMIT

die INTERNATIONALE ORGANISATION FÜR MIGRATION, im folgenden als Organisation bezeichnet, und NEHMEN DIESE SATZUNG AN.

KAPITEL I ZIELE UND AUFGABEN

Artikel 1

1.

Die Organisation hat folgende Ziele und Aufgaben:

a)

Maßnahmen für die organisierte Beförderung von Auswanderern, für welche die bestehenden Einrichtungen unzureichend sind oder die sonst nicht ohne besondere Unterstützung ausreisen könnten, nach Ländern zu treffen, in denen sich Möglichkeiten für eine geordnete Einwanderung bieten;

b)

sich mit der organisierten Beförderung von Flüchtlingen, Verschleppten und anderen internationale Ein- und Auswanderungsdienste benötigenden Personen zu befassen, für die Vereinbarungen zwischen der Organisation und den beteiligten Staaten einschließlich derjenigen getroffen werden können, die sich zur Aufnahme verpflichten;

c)

auf Ersuchen der beteiligten Staaten und im Einvernehmen mit ihnen Ein- und Auswanderungsdienste wie Anwerbung, Auswahl, Vorbereitung, Sprachunterricht, Orientierungsveranstaltungen, ärztliche Untersuchung, Arbeitsvermittlung, Tätigkeiten zur Erleichterung der Aufnahme und Eingliederung und Beratungsdienste für Wanderungsfragen zur Verfügung zu stellen sowie sonstige Hilfe zu leisten, die mit den Zielen der Organisation in Einklang steht;

d)

auf Ersuchen von Staaten oder in Zusammenarbeit mit anderen interessierten internationalen Organisationen ähnliche Dienste für die freiwillige Rückwanderung einschließlich der auf der Grundlage der Freiwilligkeit erfolgenden Heimschaffung zur Verfügung zu stellen;

e)

Staaten sowie internationalen und anderen Organisationen ein Forum für den Austausch von Ansichten und Erfahrungen und für die Förderung der Zusammenarbeit und der Koordinierung von Maßnahmen im Hinblick auf internationale Wanderungsfragen einschließlich Untersuchungen über solche Fragen zur Erarbeitung praktischer Lösungen zur Verfügung zu stellen.

2.

Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben arbeitet die Organisation mit staatlichen und nichtstaatlichen internationalen Organisationen, die sich mit Wanderungs- und Flüchtlingsfragen sowie mit Fragen des Arbeitskräftepotentials befassen, eng zusammen, u. a. um die Koordinierung internationaler Tätigkeiten auf diesen Gebieten zu erleichtern. Diese Zusammenarbeit wird unter gegenseitiger Achtung der Zuständigkeiten der beteiligten Organisationen durchgeführt.

3.

Die Organisation erkennt an, daß die Überwachung der Zulassungsbedingungen und die Zahl der zuzulassenden Einwanderer in die Zuständigkeit der einzelnen Staaten fällt; sie wird bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben die Rechts- und sonstigen Vorschriften sowie die Politik der beteiligten Staaten beachten.

KAPITEL II - MITGLIEDSCHAFT

Artikel 2

Mitglieder der Organisation sind

a)

die Staaten, die Mitglieder der Organisation sind und diese Satzung nach Artikel 34 angenommen haben oder auf die Artikel 35 Anwendung findet;

b)

andere Staaten, die ihr Interesse am Grundsatz der Freizügigkeit bewiesen haben und sich zumindest verpflichten, zu den Verwaltungsausgaben der Organisation einen finanziellen Beitrag zu leisten, dessen Satz zwischen dem Rat und dem betreffenden Staat vereinbart wird; hierzu ist ein mit Zweidrittelmehrheit gefaßter Beschluß des Rates und die vorherige Annahme dieser Satzung durch den betreffenden Staat erforderlich.

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