Verordnung des Bundesministers für Handel, Gewerbe und Industrie vom 2. Juni 1975, betreffend die Kennzeichnung von Textilerzeugnissen (Textilkennzeichnungsverordnung)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1975-07-01
Letzte Aktualisierung 1900-01-01
Status Aufgehoben · 1993-12-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 5
Änderungshistorie JSON API

Tritt gleichzeitig mit Inkraftreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 32 des Bundesgesetzes vom 26. September 1923, BGBl. Nr. 531, gegen den unlauteren Wettbewerb, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. Nr. 88/1975 wird verordnet:

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Kennzeichnungspflicht

§ 1. (1) Zur Abgabe an Letztverbraucher bestimmte Textilerzeugnisse sind, sofern sie im Inland gewerbsmäßig verkauft, feilgehalten oder sonst in Verkehr gesetzt werden, nach den Bestimmungen dieser Verordnung zu kennzeichnen, unabhängig davon, ob sie inländischer oder ausländischer Herkunft sind. Die Kennzeichnungspflicht erstreckt sich weiters auf Muster, Proben, einen Hinweis auf mögliche Bestellungen enthaltende Abbildungen oder Beschreibungen von Textilerzeugnissen sowie Kataloge und Prospekte mit derartigen Abbildungen oder Beschreibungen, sofern sie im Inland gewerbsmäßig Letztverbrauchern gezeigt oder überlassen werden.

(2) Textilerzeugnisse, die auf Grund von Ausschreibungen einer Gebietskörperschaft oder einer sonstigen juristischen Person des öffentlichen Rechtes geliefert werden, sowie die in der Anlage 1 angeführten Textilerzeugnisse unterliegen nicht den Bestimmungen dieser Verordnung.

(3) Textilerzeugnisse im Sinne dieser Verordnung sind Erzeugnisse mit einem Gewichtsanteil von mindestens 80 % an textilen Rohstoffen.

(4) Textile Rohstoffe sind Fasern, die sich verspinnen oder zu textilen Flächengebilden verarbeiten lassen.

(5) Das Nettotextilgewicht ist das Gesamtgewicht der in einem Textilerzeugnis, im Falle des § 3 Z. 12 in den einzelnen Teilen, enthaltenen textilen Rohstoffe, vermindert um das darin enthaltene Gewicht von

1.

ausschließlich der Verzierung dienenden sichtbaren und mechanisch trennbaren Fasern, sofern deren Anteil 7 % des Gesamtgewichtes der textilen Rohstoffe nicht übersteigt;

2.

Versteifungen, Verstärkungen, Einlage- und Füllstoffen, Verbindungsfäden, Nähmitteln, Webkanten, Etiketten, Markendarstellungen, Bordüren sowie Verzierungen, die nicht Bestandteile des Erzeugnisses sind; ferner von Bezügen und ähnlichen Teilen von Knöpfen, Schnallen und Schmuckbesatz und sonstigem Zubehör, eingearbeiteten Gummifäden und Bändern sowie Futterstoffen, außer Hauptfutter (z. B. Rumpffutter);

3.

Bindeketten und -schüssen für Decken sowie Doppelgewebe, Binde- und Füllketten und Binde- und Füllschüssen für textile Fußbodenbeläge und Möbelbezugsstoffe;

4.

Grundschichten von Samten und Plüschen sowie mehrschichtigen Fußbodenbelägen, sofern sie nicht den gleichen textilen Rohstoffgehalt wie die Nutzschicht haben;

5.

Fettstoffen, Bindemitteln, Beschwerungen und sonstigen Mitteln technischer Ausrüstung sowie Färbe- und Druckhilfsmitteln.

(6) Das Nettotextilgewicht ist unter Anwendung der in der Anlage 2 vorgesehenen Feuchtigkeitszuschläge auf die Trockenmasse der Fasern zu berechnen. Das gleiche gilt sinngemäß für die Berechnung des Gewichtsanteiles gemäß § 1 Abs. 3 und des Gesamtgewichtes gemäß § 3 Z. 12.

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Kennzeichnung

§ 2. (1) Die Kennzeichnung hat deutlich sicht- und lesbar am oder im Textilerzeugnis zu erfolgen. Bei Textilerzeugnissen, die Letztverbrauchern gegenüber in für die Abgabe an diese bestimmten Verpackungen feilgehalten werden, kann die Bezeichnung auf der Verpackung erfolgen. Bei Meterware ist die Kennzeichnung am Ballen (Rolle, Stück usw.) anzubringen und auf Verlangen des Käufers beim Kauf überdies auf der Rechnung anzuführen. Bei der zollamtlichen Eingangsabfertigung von Meterware genügt die Kennzeichnung auf der Faktura.

(2) Die Kennzeichnung hat in deutscher Sprache, lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern zu erfolgen; die Verwendung von Abkürzungen ist nicht zulässig. Bei der Kennzeichnung dürfen

a)

anstelle folgender deutschsprachiger Ausdrücke folgende fremdsprachige Ausdrücke:

"Wolle" "wool"

"reine Wolle" "pure wool"

"ganz Wolle" "all wool"

"Baumwolle" "cotton"

"reine Baumwolle" "pure cotton"

"ganz Baumwolle" "all cotton"

und

```

b)

zusätzliche fremdsprachige Ausdrücke verwendet werden.

```

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Kennzeichnungselemente

§ 3. Kennzeichnungselemente sind:

1.

die Bezeichnung der textilen Rohstoffe nach den in der Anlage 3 festgelegten Gattungsnamen; textile Rohstoffe, für die Gattungsnamen in der Anlage 3 nicht angeführt sind, sind nach dem Rohstoff, aus dem sie bestehen, zu bezeichnen;

2.

die Angabe der Nettotextilgewichtsanteile der in einem Textilerzeugnis enthaltenen textilen Rohstoffe in Prozenten, und zwar bei Textilerzeugnissen aus mehreren Fasern in absteigender Reihenfolge der Anteile; technisch oder technologisch bedingte Abweichungen zwischen den angegebenen und den tatsächlichen Nettotextilgewichtsanteilen dürfen nicht mehr als 3 % des Nettotextilgewichts betragen (Mischungstoleranz); ein Anteil bis zu 2 % an Fasern, die in der Angabe des textilen Rohstoffes nicht genannt sind, ist zulässig, wenn dies herstellungstechnisch bedingt und nicht Ergebnis einer systematischen Hinzufügung ist (Fremdfasertoleranz); bei im Streichverfahren hergestellten Textilerzeugnissen beträgt dieser Satz 5 %; bei Erzeugnissen, deren Angabe des textilen Rohstoffes die Bezeichnung "Schurwolle" enthält, beträgt dieser Satz 0.3 %, auch wenn sie im Streichverfahren hergestellt worden sind;

3.

statt der Angabe aller Nettotextilgewichtsanteile in Prozenten genügt bei einem Textilerzeugnis, das aus mehreren Fasern besteht, von denen

a)

eine 85 % des Nettotextilgewichts erreicht, die Bezeichnung dieser Faser unter der Angabe ihres Nettotextilgewichtsanteils in Prozenten oder unter der Angabe "85 % Mindestgehalt";

b)

keine 85 % des Nettotextilgewichts erreicht, neben jeder vorherrschenden Faser, deren Nettotextilgewichtsanteil in Prozenten anzugeben ist, die Aufzählung der weiteren Fasern in absteigender Reihenfolge ihres Anteils ohne Angabe von Prozentsätzen;

4.

als "sonstige Fasern" dürfen textile Rohstoffe bezeichnet werden, deren jeweilige Nettotextilgewichtsanteile unter 10 % liegen; der Gesamtanteil der als "sonstige Fasern" bezeichneten textilen Rohstoffe ist anzugeben; falls die Bezeichnung eines textilen Rohstoffes angegeben wird, dessen Anteil unter 10 % liegt, sind die Nettotextilgewichtsanteile aller verwendeten textilen Rohstoffe in Prozentsätzen anzugeben.

5.

statt der Angabe des Gewichtsanteiles eines textilen Rohstoffes mit 100 % kann der Bezeichnung des Rohstoffes der Zusatz "rein" oder "ganz" hinzugefügt werden; die Verwendung ähnlicher Zusätze ist nicht zulässig;

6.

Erzeugnisse mit einer Kette aus reiner Baumwolle und einem Schuß aus reinem Leinen, bei denen der Anteil des Leinens nicht weniger als 40 % des Gesamtgewichts des entschlichteten Gewebes ausmacht, können als "Halbleinen" bezeichnet werden, wobei die Angabe "Kette reine Baumwolle - Schuß reines Leinen" hinzugefügt werden kann;

7.

die Bezeichnungen "Textilreste" oder "Erzeugnis unbestimmter Zusammensetzung" dürfen für Textilerzeugnisse verwendet werden, deren textiler Rohstoffgehalt nur mit Schwierigkeiten bestimmt werden kann;

8.

die Bezeichnung "Schurwolle" darf für ein Wollerzeugnis nur dann verwendet werden, wenn dieses ausschließlich aus einer Faser besteht, die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder einem anderen als dem zur Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozeß noch einer faserschädigenden Behandlung ausgesetzt war; für die in einer Fasermischung enthaltene Wolle darf die Bezeichnung "Schurwolle" nur dann verwendet werden, wenn

a)

die gesamte in der Fasermischung enthaltene Wolle den genannten Voraussetzungen entspricht,

b)

der Anteil dieser Wolle am Nettotextilgewicht der Fasermischung mindestens 25 % beträgt,

c)

die Wolle im Falle einer mechanisch nicht trennbaren Fasermischung nur mit einer einzigen anderen Faser gemischt ist und

d)

die Nettotextilgewichtsanteile aller verwendeten textilen Rohstoffe in Prozentsätzen angegeben werden;

9.

bei Stickereien als Meterware können Grundgewebe und Stickgarne gesondert gekennzeichnet werden;

10.

bei Samten, Plüschen, mehrschichtigen textilen Fußbodenbelägen und Möbelbezugsstoffen ist anzugeben, daß sich die Angabe des textilen Rohstoffes nur auf die Nutzschicht bezieht, es sei denn, daß alle Schichten den gleichen textilen Rohstoff aufweisen;

11.

die Bezeichnung "Seide" ist alleinstehend oder in Wortverbindungen nur für die Kennzeichnung der Kokonseide zulässig;

12.

bei Textilerzeugnissen, die aus mehreren Teilen mit unterschiedlichem textilem Rohstoffgehalt zusammengesetzt sind, ist der textile Rohstoffgehalt der einzelnen Teile jeweils gesondert anzugeben; Angaben über Teile, deren Anteil am Gesamtgewicht des Textilerzeugnisses weniger als 30 % beträgt, können unterbleiben, jedoch ist der textile Rohstoffgehalt von Hauptfutterstoffen auch anzugeben, wenn deren Anteil am Gesamtgewicht des Textilerzeugnisses weniger als 30 % beträgt; die Angabe des textilen Rohstoffes muß erkennen lassen, auf welche Teile sie sich bezieht;

13.

bilden mehrere Textilerzeugnisse ihrer Bestimmung nach eine Einheit, so braucht nur eines von ihnen mit einer Angabe des textilen Rohstoffes versehen zu werden; weisen diese Textilerzeugnisse einen unterschiedlichen textilen Rohstoffgehalt auf, so ist dieser gesondert anzugeben; die Angabe des textilen Rohstoffes muß erkennen lassen, auf welche Teile sie sich bezieht.

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Verantwortlichkeit

§ 4. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Kennzeichnungsangaben auf Grund dieser Verordnung ist der Unternehmer, in dessen Betrieb oder in dessen Auftrag die Kennzeichnung erfolgt ist, bei Importware der Importeur verantwortlich.

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Übergangs- und Schlußbestimmungen

§ 5. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. Juli 1975 in Kraft.

(2) Diese Verordnung gilt nicht für Meterware, die vor dem 1. Jänner 1976, und für die übrigen Textilerzeugnisse, die vor dem 1. Juli 1976 vom Erzeuger oder Importeur unmittelbar an Letztverbraucher oder Wiederverkäufer geliefert werden. Dasselbe gilt entsprechend für die gemäß § 1 Abs. 1 kennzeichnungspflichtigen Muster, Proben, Abbildungen oder Beschreibungen von Textilerzeugnissen.

(3) Auf die gemäß Abs. 2 vom Anwendungsbereich dieser Verordnung ausgenommenen Textilerzeugnisse, die bisher den Bestimmungen der Verordnung über die Ersichtlichmachung der Beschaffenheit von wollhältigen Geweben und daraus gefertigten, Bekleidungszwecken dienenden Waren, BGBl. Nr. 40/1962, unterlagen, ist die genannte Verordnung weiterhin anzuwenden; im übrigen tritt sie mit dem Inkraftreten dieser Verordnung außer Kraft.

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Anlage 1

```

```

Ausgenommene Textilerzeugnisse

1.

Einzelanfertigungen

2.

Uhrenarmbänder aus Spinnstoffen

3.

Etiketten und Warenschilder

4.

Künstliche Blumen, Früchte, Blätter, Schmuckfedern

5.

Nadelkissen

6.

Stoffe für Verstärkungen und Versteifungen

7.

Technische Filze

8.

Gebrauchte, konfektionierte Textilerzeugnisse, sofern sie ausdrücklich als solche bezeichnet sind

9.

Gamaschen

10.

Waren für den technischen Bedarf (z. B. Chemiehandschuhe, Feuerwehrschläuche, Putzwolle, Schreibmaschinenbänder, Treibriemen usw.)

11.

Verpackungsmaterial

12.

Hüte, Kappen, Mützen, Braut-, Hut- und Trauerschleier, Trauerflor, Haarnetze und Frisierhauben

13.

Taschner- und Sattlerwaren aus Spinnstoffen

14.

Handgestickte Tapisserien

15.

Reißverschlüsse

16.

Mit Spinnstoffen überzogene Knöpfe und Schnallen

17.

Buchhüllen aus Spinnstoffen

18.

Spielzeug

19.

Deckchen aus mehreren Bestandteilen mit einer Oberfläche von weniger als 500 cm2

20.

Schutzartikel für den Sport, ausgenommen Handschuhe (z. B. Knie-, Bein- und Ellenbogenschoner, Öltücher zum Segeln, Fischereischutzartikel usw.)

21.

Toilettennecessaires

22.

Posamentierwaren und Stickereien im Stück angefertigt

23.

Taschentücher und Stecktücher

24.

Scheuertücher, Putztücher, Staubtücher, Wasch- und Topflappen

25.

Bordüren und Besatz

26.

Borten

27.

Gürtel

28.

Hosenträger

29.

Strumpf- und Sockenhalter

30.

Schnürriemen

31.

Bänder

32.

Gummielastische Bänder, Litzen, Kordeln

33.

Schnüre für Verpackungen

34.

Fahnen, Wimpeln und Fallschirme

35.

Pferde- und Viehdecken

36.

Säcke, Zelte, Wagenplanen, Zeltplanen, Segeltuchwaren

37.

Bestattungsartikel

38.

Petit-Point- und Gros-Point-Stickereien und -Taschen

39.

Handgetuftete Ereugnisse

40.

Handgefertigte Teppiche

41.

Verbandstoffe und Watte

42.

Seilerwaren

43.

Maschen gebunden und ungebunden

44.

Windeln

45.

Textile Wandbeläge

46.

Hemdärmelhalter

47.

Polstergriffe

48.

Kaffee-, Tee-, Eierwärmer

49.

Schutzärmel

50.

Muffe

51.

Schminketuis, Tabaketuis, Tabakbeutel, Etuis für Brillen, Zigarren, Zigaretten, Feuerzeuge und Kämme

52.

Schuhbeutel

53.

Meterwarenreste unter 1 m Länge

54.

Einmalslips, Unterwäsche aus textilem Vliesstoff für Spitäler

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Anlage 2

```

```

Feuchtigkeitszuschläge

```

```

Nummer der Faser Rohstoffe %

in der Anlage 3

```

```

1-2 Wolle und Haare:

gekämmte Fasern ........................... 18.25

gekrempelte Fasern ........................ 17.00

3 Haare:

gekämmte Fasern ........................... 18.25

gekrempelte Fasern ........................ 17.00

Schweif- und Mähnenhaare:

gekämmte Fasern ........................... 16.00

gekrempelte Fasern ........................ 15.00

4 Seide ....................................... 11.00

5 Baumwolle:

übliche Fasern ............................ 8.50

merzerisierte Fasern ...................... 10.50

6 Kapok ....................................... 10.90

7 Flachs oder Leinen .......................... 12.00

8 Hanf ........................................ 12.00

9 Jute ........................................ 17.00

10 Manila ...................................... 14.00

11 Alfa ........................................ 14.00

12 Kokos ....................................... 13.00

13 Ginster ..................................... 14.00

14 Kenaf ....................................... 17.00

15 Ramie (entfettete Fasern) ................... 8.50

16 Sisal ....................................... 14.00

Sunn ........................................ 12.00

Henequen .................................... 14.00

Maguey ...................................... 14.00

17 Acetat ...................................... 9.00

18 Alginat ..................................... 20.00

19 Cupro ....................................... 13.00

20 Modal ....................................... 13.00

21 Regenerierte Proteinfaser ................... 17.00

22 Triacetat ................................... 7.00

23 Viscose ..................................... 13.00

24 Polyacryl ................................... 2.00

25 Polychlorid ................................. 2.00

26 Fluorfaser .................................. 0.00

27 Modacryl .................................... 2.00

28 Polyamid (6.6):

Spinnfaser ................................ 6.25

Endlosfaser ............................... 5.75

Polyamid 6:

Spinnfaser ................................ 6.25

Endlosfaser ............................... 5.75

Polyamid 11:

Spinnfaser ................................ 3.50

Endlosfaser ............................... 3.50

29 Polyester:

Spinnfaser ................................ 1.50

Endlosfaser ............................... 3.00

30 Polyäthylen ................................. 1.50

31 Polypropylen ................................ 2.00

32 Polyharnstoff ............................... 2.00

33 Polyurethan:

Spinnfaser ................................ 3.50

Endlosfaser ............................... 3.00

34 Vinylal ..................................... 5.00

35 Trivinyl .................................... 3.00

36 Elastodien .................................. 1.00

37 Elasthan .................................... 1.50

38 Glasfaser

(Endlosfaser von mehr als

5 Mikrometer Durchschnitt) ................ 2.00

(Endlosfaser von höchstens

5 Mikrometer Durchschnitt) ................ 3.00

39 Metallfaser ................................. 2.00

Metallisierte Faser ......................... 2.00

Asbestfaser ................................. 2.00

Papiergarn .................................. 13.75

Tritt gleichzeitig mit Inkrafttreten des EWR-Abkommen außer Kraft.

Anlage 3

```

```

Bezeichnung der textilen Rohstoffe

```

```

Nummer Gattungsnamen Beschreibung der Rohstoffe

```

```

1 Wolle Faser vom Fell des Schafes (Ovis

aries)

2 Alpaka, Lama, Kamel, Haare nachstehender Tiere: Alpaka

Kaschmir, Mohair, Lama, Kamel, Kaschmirziege,

Angora(-kanin), Vicunja Angorakanin, Vicunja, Yak,

Yak, Guanako, Biber, Guanako, Biber, Otter

Otter, mit oder ohne

zusätzliche Bezeichnung

"Wolle" oder "Haar"

3 Haar, mit oder ohne Angabe Haare von verschiedenen Tieren,

der Tiergattung (z. B. soweit diese nicht unter den

Rinderhaar, Nummern 1 und 2 genannt sind

Hausziegenhaar,

Roßhaar)

4 Seide Faser, die ausschließlich aus

Kokons seidenspinnender Insekten

gewonnen wird

5 Baumwolle Faser aus dem Samen der

Baumwollpflanze (Gossypium)

6 Kapok Faser aus dem Fruchtinneren das

Kapok (Ceiba pentandara)

7 Flachs bzw. Leinen Bastfaser aus Stengeln des

Flachses (Linum usitatissimum)

8 Hanf Bastfaser aus den Stengeln des

Hanfes (Cannabis sativa)

9 Jute Bastfaser aus den Stengeln des

Corchorus olitorius und Chororus

capsularis

10 Manila Faser aus den Blattscheiden der

Musa textilis

11 Alfa Faser aus den Blättern der Stipa

tenacissima

12 Kokos Faser aus der Frucht der Cocos

nucifera

13 Ginster Bastfaser aus den Stengeln des

Cytisus scoparius oder des

Spartium junceum

14 Kenaf Bastfaser aus den Stengeln des

Hibiscus cannabinus

15 Ramie Faser aus dem Bast der Boehmeria

nivea und der Boehmeria

tenacissima

16 Sisal Faser aus den Blättern der Agave

sisalana

Sunn Faser aus der Crotalaria juncea

Henequen Faser aus der Pflanze

fourcroydes

Maguey Faser aus der Agave cantala

17 Acetat Faser aus Zellulose-Acetat mit

weniger als 92 %, jedoch

mindestens 74 % acetylierter

Hydroxylgruppen

18 Alginat Faser aus den Metallsalzen der

Alginsäure

19 Cupro Regenerierte Zellulosefaser nach

dem Kupfer-Ammoniak-Verfahren

20 Modal Regenerierte Zellulosefaser

mit hoher Reißkraft und hohem

Modul in freuchtem Zustand. Die

Reißkraft (Bc) in aufgemachten

Zustand und die Kraft (BM), die

erforderlich ist, um in feuchtem

Zustand eine Dehnung von 5 % zu

erzielen, sind folgende:

(Anm.: Formeln nicht darstellbar.)

wobei T die mittlere

längenbezogene Masse in mg/m oder

oder g/km ist. Dem entspricht

folgende in der EG-Richtlinie

83/623/EWG vom 25. November 1983,

veröffentlicht im Amtsblatt der

Europäischen Gemeinschaften am

```

15.

Dezember 1983, verwendete

```

Schreibweise:

(Anm.: Formeln nicht darstellbar.)

wobei T die mittlere

längenbezogene Masse in Dezitex

ist. (1 dtex=0,1 mg/m oder

0,1 g/km).

21 Regenerierte Proteinfaser Faser aus regeneriertem und

durch chemische Agenzien

stabilisiertem Eiweiß

22 Triacetat Aus Zellulose-Acetat

hergestellte Faser, bei der

mindestens 92 % der

Hydroxylgruppen acetyliert sind

23 Viscose Bei Endlosfasern und Spinnfasern

nach dem Viscoseverfahren

hergestellte regenerierte

Zellulosefasern

24 Polyacryl Faser aus linearen

Makromolekülen, deren Kette aus

mindestens 85 Gewichtsprozenten

Acrylnitril aufgebaut wird

25 Polychlorid Faser aus linearen

Makromolekülen, deren Kette aus

mehr als 50 Gewichtsprozenten

chloriertem Olefin (z. B.

Vinylchlorid, Vinylidenchlorid)

aufgebaut wird.

26 Fluorfaser Faser aus linearen

Makromolekülen, die aus

aliphatischen

Fluor-Kohlenstoff-Monomeren

gewonnen wird

27 Modacryl Faser aus linearen

Makromolekülen, deren Kette aus

mehr als 50 und weiger als

85 Gewichtsprozent Acrylnitril

aufgebaut wird

28 Polyamid Faser aus linearen

Makromolenkülen, deren Kette eine

Wiederholung der funktionellen

Amidgruppe aufweist

29 Polyester Faser aus linearen

Makromolekülen, deren Kette aus

mindestens 85 Gewichtsprozent

aus dem Ester eines Diols mit

Terephtalsäure besteht

30 Polyäthylen Faser aus gesättigten liniearen

Makromolekülen nicht

substituierter aliphatischer

Kohlenwasserstoffe

31 Polypropylen Faser aus linearen gesättigten

aliphatischen

Kohlenwasserstoffen, in denen

jeder zweite Kohlenstoff eine

Methylgruppe in isotaktischer

Anordnung trägt, ohne weitere

Substitution

32 Polyharnstoff Faser aus linearen

Makromolekülen, deren Kette eine

Wiederkehr der funktionellen

Harnstoffgruppe aufweist

33 Polyurethan Faser aus linearen

Makromolekülen, deren Kette eine

Wiederkehr der funktionellen

Urethangruppen aufweist.

34 Vinylal Faser aus linearen

Makromolkülen, deren Kette aus

Polyvinylalkohol mit variablem

Acetalisierungsgrad aufgebaut

wird

35 Trivinyl Faser aus drei verschiedenen

Vinylmonomeren, die sich aus

Acrylnitrit, aus einem

chlorierten Vinylmonomer und aus

einem dritten Vinylmonomer

zusammensetzt, von denen keines

50 % der Gewichtsanteile

aufweist

36 Elastodien (Gummi) Elastische Faser, die aus

natürlichem oder synthetischem

Polyisopren besteht, entweder

aus einem oder mehreren

polymerisierten Dienen, mit oder

ohne einem oder mehreren

Vinylmonomeren, und die, unter

Einwirkung einer Zugkraft um

dreifache ursprüngliche Länge

gedehnt nach Entlastung sofort

wieder nahezu in ihre

Ausgangslage zurückkehrt

37 Elasthan Elastische Faser, die aus

mindestens 85 Gewichtsprozent

von segmentiertem Polyurethan

besteht, und die, unter

Einwirkung einer Zugkraft um die

dreifache ursprüngliche Länge

gedehnt, nach Entlastung sofort

wieder nahezu in ihre

Ausgangslage zurückkehrt

38 Glasfaser Faser aus Glas

39 Bezeichnung entsprechend Fasern aus verschiedenen oder

dem Stoff, aus dem sich neuartigen Stoffen, die

die Fasern zusammensetzen, vorstehend nicht aufgeführt sind

z. B. Metall (metallisch,

metallisiert), Asbest,

Papier, mit oder ohne

Zusatz "Faser" oder

"Garn"

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