Übereinkommen (Nr. 98) über die Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu Kollektivverhandlungen

Typ Staatsvertrag
Veröffentlichung 1952-11-10
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 16
Änderungshistorie JSON API

Unterzeichnungsdatum

Sprachen

Englisch, Französisch

Vertragsparteien

Ägypten 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Albanien III 147/2014 Ü Algerien III 147/2014 Ü Angola III 147/2014 Ü Antigua/Barbuda III 147/2014 Ü Äquatorialguinea III 147/2014 Ü Argentinien III 147/2014 Ü Armenien III 147/2014 Ü Aserbaidschan III 147/2014 Ü Äthiopien III 147/2014 Ü Australien 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Bahamas III 147/2014 Ü Bangladesch III 147/2014 Ü Barbados III 147/2014 Ü Belarus III 147/2014 Ü Belgien III 147/2014 Ü Belize III 147/2014 Ü Benin III 147/2014 Ü Bolivien III 147/2014 Ü Bosnien-Herzegowina III 147/2014 Ü Botsuana III 147/2014 Ü Brasilien III 147/2014 Ü Bulgarien III 147/2014 Ü Burkina Faso 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Burundi III 147/2014 Ü Cabo Verde III 147/2014 Ü Chile III 147/2014 Ü China 39/1964 Ä1 Costa Rica III 147/2014 Ü Côte d’Ivoire 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Dänemark 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Deutschland III 147/2014 Ü Deutschland/BRD 39/1964 Ä1 Dominica III 147/2014 Ü Dominikanische R III 147/2014 Ü Dschibuti III 147/2014 Ü Ecuador III 147/2014 Ü El Salvador III 147/2014 Ü Eritrea III 147/2014 Ü Estland III 147/2014 Ü Eswatini III 147/2014 Ü Fidschi III 147/2014 Ü Finnland III 147/2014 Ü Frankreich 20/1952 Ü; III 147/2014 Ü Gabun III 147/2014 Ü Gambia III 147/2014 Ü Georgien III 147/2014 Ü Ghana 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Grenada III 147/2014 Ü Griechenland III 147/2014 Ü Guatemala III 147/2014 Ü Guinea III 147/2014 Ü Guinea-Bissau III 147/2014 Ü Guyana III 147/2014 Ü Haiti III 147/2014 Ü Honduras III 147/2014 Ü Indien 39/1964 Ä1 Indonesien III 147/2014 Ü Irak 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Irland 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Island III 147/2014 Ü Israel 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Italien III 147/2014 Ü Jamaika III 147/2014 Ü Japan III 147/2014 Ü Jemen III 147/2014 Ü Jordanien 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Kambodscha III 147/2014 Ü Kamerun III 147/2014 Ü Kanada 39/1964 Ä1; III 215/2019 Ü, Ä1 Kasachstan III 147/2014 Ü Kenia III 147/2014 Ü Kirgisistan III 147/2014 Ü Kiribati III 147/2014 Ü Kolumbien III 147/2014 Ü Komoren III 147/2014 Ü Kongo III 147/2014 Ü Kongo/DR III 147/2014 Ü Korea/R III 135/2021 Ü, Ä1 Kroatien III 147/2014 Ü Kuba III 147/2014 Ü Kuwait 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Lesotho III 147/2014 Ü Lettland III 147/2014 Ü Libanon III 147/2014 Ü Liberia III 147/2014 Ü Libyen III 147/2014 Ü Litauen III 147/2014 Ü Luxemburg III 147/2014 Ü Madagaskar III 147/2014 Ü Malawi III 147/2014 Ü Malaysia III 147/2014 Ü Malediven III 147/2014 Ü Mali III 147/2014 Ü Malta III 147/2014 Ü Marokko 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Mauretanien III 147/2014 Ü Mauritius III 147/2014 Ü Mexiko III 215/2019 Ü, Ä1 Moldau III 147/2014 Ü Mongolei III 147/2014 Ü Montenegro III 147/2014 Ü Mosambik III 147/2014 Ü Namibia III 147/2014 Ü Nepal III 147/2014 Ü Neuseeland 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Nicaragua III 147/2014 Ü Niederlande III 147/2014 Ü Niger 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Nigeria 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Nordmazedonien III 147/2014 Ü Norwegen 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Pakistan III 147/2014 Ü Panama III 147/2014 Ü Papua-Neuguinea III 147/2014 Ü Paraguay III 147/2014 Ü Peru III 147/2014 Ü Philippinen III 147/2014 Ü Polen III 147/2014 Ü Portugal III 147/2014 Ü Ruanda III 147/2014 Ü Rumänien III 147/2014 Ü Russische F III 147/2014 Ü Salomonen III 147/2014 Ü Sambia III 147/2014 Ü Samoa III 147/2014 Ü San Marino III 147/2014 Ü São Tomé/Príncipe III 147/2014 Ü Schweden 20/1952 Ü; 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Schweiz 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Senegal III 147/2014 Ü Serbien III 147/2014 Ü Seychellen III 147/2014 Ü Sierra Leone III 147/2014 Ü Simbabwe III 147/2014 Ü Singapur III 147/2014 Ü Slowakei III 147/2014 Ü Slowenien III 147/2014 Ü Somalia III 147/2014 Ü Spanien 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Sri Lanka III 147/2014 Ü St. Kitts/Nevis III 147/2014 Ü St. Lucia III 147/2014 Ü St. Vincent/Grenadinen III 147/2014 Ü Südafrika III 147/2014 Ü Sudan III 147/2014 Ü Südsudan III 147/2014 Ü Suriname III 147/2014 Ü Syrien III 147/2014 Ü Tadschikistan III 147/2014 Ü Tansania III 147/2014 Ü Thailand 39/1964 Ä1 Timor-Leste III 147/2014 Ü Togo III 147/2014 Ü Trinidad/Tobago III 147/2014 Ü Tschad 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Tschechische R III 147/2014 Ü Tunesien 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Türkei III 147/2014 Ü Turkmenistan III 147/2014 Ü Uganda III 147/2014 Ü Ukraine III 147/2014 Ü Ungarn III 147/2014 Ü Uruguay III 147/2014 Ü Usbekistan III 147/2014 Ü Vanuatu III 147/2014 Ü Venezuela III 147/2014 Ü Vereinigtes Königreich 20/1952 Ü; 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü Vietnam III 215/2019 Ü, Ä1 Zentralafrikanische R 39/1964 Ä1; III 147/2014 Ü *Zypern III 147/2014 Ü

Sonstige Textteile

Zu Urkund dessen ist die vorliegende Ratifikationsurkunde vom Bundespräsidenten unterfertigt, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für soziale Verwaltung und vom Bundesminister für die Auswärtigen Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.

Geschehen zu Wien, den 23. Oktober 1951.

Ratifikationstext

Da die österreichische Ratifikationsurkunde für die Übereinkommen Nr. 94, 95 und 98 dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes am 10. November 1951 übermittelt worden ist, werden diese Übereinkommen am 10. November 1952 für Österreich in Kraft treten, und zwar das Übereinkommen Nr. 94 gemäß seinem Art. 11, Abs. 3, das Übereinkommen Nr. 95 gemäß seinem Art. 19, Abs. 3, und das Übereinkommen Nr. 98 gemäß seinem Art. 8, Abs. 3.

Bis zum 10. November 1951 sind die Ratifikationsurkunden für das Übereinkommen Nr. 94 von Frankreich und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, für das Übereinkommen Nr. 95 von Norwegen und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien, und Nordirland und für das Übereinkommen Nr. 98 von Frankreich, Schweden und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland beim Internationalen Arbeitsamt hinterlegt worden.

Präambel/Promulgationsklausel

Nachdem die auf der 32. Internationalen Arbeitskonferenz in Genf angenommenen Übereinkommen: Übereinkommen (Nr. 94) über die Arbeitsklauseln in den von Behörden abgeschlossenen Verträgen; Übereinkommen (Nr. 95) über den Lohnschutz; Übereinkommen (Nr. 98) über die Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu Kollektivverhandlungen, welche also lauten: ...

die verfassungsmäßige Genehmigung des Nationalrates erhalten haben, erklärt der Bundespräsident diese Übereinkommen für ratifiziert und verspricht im Namen der Republik Österreich deren gewissenhafte Erfüllung.

Die Allgemeine Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation,

die vom Verwaltungsrate des Internationalen Arbeitsamtes nach Genf einberufen wurde und am 8. Juni 1949 zu ihrer zweiunddreißigsten Tagung zusammengetreten ist,

hat beschlossen, verschiedene Anträge anzunehmen, betreffend die Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu Kollektivverhandlungen, eine Frage, die den vierten Gegenstand ihrer Tagesordnung bildet,

und hat dabei bestimmt, daß diese Anträge die Form eines internationalen Übereinkommens erhalten sollen.

Die Konferenz nimmt heute, am 1. Juli 1949, das folgende Übereinkommen an, das als Übereinkommen über das Vereinigungsrecht und das Recht zu Kollektivverhandlungen, 1949, bezeichnet wird.

Artikel 1

1.

Die Arbeitnehmer sind vor jeder gegen die Vereinigungsfreiheit gerichteten unterschiedlichen Behandlung, die im Zusammenhange mit ihrer Beschäftigung steht, angemessen zu schützen.

2.

Dieser Schutz ist insbesondere gegenüber Handlungen zu gewähren, die darauf gerichtet sind,

a)

die Beschäftigung eines Arbeitnehmers davon abhängig zu machen, daß er keiner Gewerkschaft beitritt oder aus einer Gewerkschaft austritt,

b)

einen Arbeitnehmer zu entlassen oder auf sonstige Weise zu benachteiligen, weil er einer Gewerkschaft angehört oder weil er sich außerhalb der Arbeitszeit oder mit Zustimmung des Arbeitgebers während der Arbeitszeit gewerkschaftlich betätigt.

Artikel 2

1.

Den Organisationen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber ist in bezug auf ihre Bildung, Tätigkeit und Verwaltung gebührender Schutz gegen jede Einmischung von der anderen Seite, sowohl seitens der Organisationen wie auch ihrer Vertreter oder Mitglieder, zu gewähren.

2.

Als Einmischung im Sinne dieses Artikels gelten insbesondere Handlungen, die darauf gerichtet sind, von einem Arbeitgeber oder von einer Organisation von Arbeitgebern abhängige Organisationen von Arbeitnehmern ins Leben zu rufen oder Organisationen von Arbeitnehmern durch Geldmittel oder auf sonstige Weise zu unterstützen, um sie unter den Einfluß eines Arbeitgebers oder einer Organisation von Arbeitgebern zu bringen.

Artikel 3

Soweit erforderlich, sind den Landesverhältnissen angepasste Einrichtungen zu schaffen, um den Schutz des Vereinigungsrechtes im Sinne der vorangehenden Artikel zu gewährleisten.

Artikel 4

Soweit erforderlich, sind den Landesverhältnissen angepasste Maßnahmen zu treffen, um im weitesten Umfang Entwicklung und Anwendung von Verfahren zu fördern, durch die Arbeitgeber oder Organisationen von Arbeitgebern einerseits und Organisationen von Arbeitnehmern anderseits freiwillig über den Abschluß von Gesamtarbeitsverträgen zur Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen verhandeln können.

Artikel 5

1.

Die Gesetzgebung bestimmt, inwieweit die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Rechte auf das Heer und die Polizei Anwendung finden.

2.

Die Ratifikation dieses Übereinkommens durch ein Mitglied läßt bereits bestehende Gesetze, Entscheidungen, Gewohnheiten oder Vereinbarungen, die den Angehörigen des Heeres und der Polizei irgendwelche in diesem Übereinkommen vorgesehene Rechte einräumen, gemäß dem Grundsatze des Artikels 19, Abs. 8, der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation unberührt.

Artikel 6

Dieses Übereinkommen lässt die Stellung der öffentlichen Beamten unberührt und darf in keinem für die Rechte und die Rechtsstellung dieser Beamten irgendwie nachteiligen Sinn ausgelegt werden.

Artikel 7

Die förmlichen Ratifikationen dieses Übereinkommens sind dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes zur Eintragung mitzuteilen.

Artikel 8

1.

Dieses Übereinkommen bindet nur diejenigen Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation, deren Ratifikation durch den Generaldirektor eingetragen ist.

2.

Es tritt in Kraft zwölf Monate, nachdem die Ratifikationen zweier Mitglieder durch den Generaldirektor eingetragen worden sind.

3.

In der Folge tritt dieses Übereinkommen für jedes Mitglied zwölf Monate nach der Eintragung seiner Ratifikation in Kraft.

Artikel 9

1.

In den dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes gemäß Artikel 35, Abs. 2, der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation übermittelten Erklärungen hat das beteiligte Mitglied die Gebiete bekanntzugeben,

a)

für die es die Verpflichtung zur unveränderten Durchführung der Bestimmungen des Übereinkommens übernimmt,

b)

für die es die Verpflichtung zur Durchführung der Bestimmungen des Übereinkommens mit Abweichungen übernimmt, unter Angabe der Einzelheiten dieser Abweichungen,

c)

in denen das Übereinkommen nicht durchgeführt werden kann, und in diesem Falle die Gründe dafür,

d)

für die es sich die Entscheidung bis zu einer weiteren Prüfung der Lage in bezug auf die betreffenden Gebiete vorbehält.

2.

Die Verpflichtungen nach Abs. 1 a und b dieses Artikels gelten als wesentlicher Bestandteil der Ratifikation und haben die Wirkung einer solchen.

3.

Jedes Mitglied kann die in der ursprünglichen Erklärung nach Abs. 1 b, c und d dieses Artikels mitgeteilten Vorbehalte jederzeit durch eine spätere Erklärung ganz oder teilweise zurückziehen.

4.

Jedes Mitglied kann dem Generaldirektor zu jedem Zeitpunkt, in dem das Übereinkommen nach Artikel 11 gekündigt werden kann, eine Erklärung übermitteln, durch die der Inhalt jeder früheren Erklärung in sonstiger Weise abgeändert und die in dem betreffenden Zeitpunkt in bestimmten Gebieten bestehende Lage angegeben wird.

Artikel 10

1.

In den dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes nach Artikel 35 Abs. 4 und 5 der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation übermittelten Erklärungen ist anzugeben, ob das Übereinkommen in dem betreffenden Gebiete mit oder ohne Abweichungen durchgeführt wird; teilt die Erklärung mit, daß die Durchführung des Übereinkommens mit Abweichungen erfolgt, so sind die Einzelheiten dieser Abweichungen anzugeben.

2.

Das beteiligte Mitglied, die beteiligten Mitglieder oder die beteiligte internationale Behörde können jederzeit durch eine spätere Erklärung auf das Recht der Inanspruchnahme jeder in einer früheren Erklärung mitgeteilten Abweichung ganz oder teilweise verzichten.

3.

Das beteiligte Mitglied, die beteiligten Mitglieder oder die beteiligte internationale Behörde können dem Generaldirektor zu jedem Zeitpunkt, in dem dieses Übereinkommen gemäß Artikel 11 gekündigt werden kann, eine Erklärung übermitteln, durch die der Inhalt jeder früheren Erklärung in sonstiger Weise abgeändert und die in dem betreffenden Zeitpunkte bestehende Lage in bezug auf die Durchführung dieses Übereinkommens angegeben wird.

Artikel 11

1.

Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat, kann es nach Ablauf von zehn Jahren, gerechnet von dem Tag, an dem es zum erstenmal in Kraft getreten ist, durch Anzeige an den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes kündigen. Die Kündigung wird von diesem eingetragen. Ihre Wirkung tritt erst ein Jahr nach der Eintragung ein.

2.

Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat und innerhalb eines Jahres nach Ablauf des im vorigen Absatze genannten Zeitraumes von zehn Jahren von dem in diesem Artikel vorgesehenen Kündigungsrechte keinen Gebrauch macht, bleibt für einen weiteren Zeitraum von zehn Jahren gebunden. In der Folge kann es dieses Übereinkommen jeweils nach Ablauf eines Zeitraumes von zehn Jahren nach Maßgabe dieses Artikels kündigen.

Artikel 12

1.

Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes gibt allen Mitgliedern der Internationalen Arbeitsorganisation Kenntnis von der Eintragung aller Ratifikationen, Erklärungen und Kündigungen, die ihm von den Mitgliedern der Organisation mitgeteilt werden.

2.

Der Generaldirektor wird die Mitglieder der Organisation, wenn er ihnen von der Eintragung der zweiten Ratifikation, die ihm mitgeteilt wird, Kenntnis gibt, auf den Zeitpunkt aufmerksam machen, in dem dieses Übereinkommen in Kraft tritt.

Artikel 13

Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes übermittelt dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zwecks Eintragung nach Artikel 102 der Charter der Vereinten Nationen vollständige Auskünfte über alle von ihm nach Maßgabe der vorausgehenden Artikel eingetragenen Ratifikationen, Erklärungen und Kündigungen.

Artikel 14

Der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes hat nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens jeweils bei Ablauf eines Zeitraumes von zehn Jahren der Allgemeinen Konferenz einen Bericht über die Durchführung dieses Übereinkommens zu erstatten und darüber zu entscheiden, ob die Frage seiner gänzlichen oder teilweisen Abänderung auf die Tagesordnung der Konferenz gesetzt werden soll.

Artikel 15

1.

Nimmt die Konferenz ein neues Übereinkommen an, welches das vorliegende Übereinkommen ganz oder teilweise abändert, und sieht das neue Übereinkommen nichts anderes vor, so gelten folgende Bestimmungen:

Dieses Dokument ersetzt nicht die offizielle Publikation im Bundesgesetzblatt. Für eventuelle Ungenauigkeiten bei der Übertragung in dieses Format wird keine Haftung übernommen.