(Übersetzung)ÜBEREINKOMMEN (NR. 100) ÜBER DIE GLEICHHEIT DES ENTGELTS MÄNNLICHER UND WEIBLICHER ARBEITSKRÄFTE FÜR GLEICHWERTIGE ARBEIT
Unterzeichnungsdatum
Sprachen
Englisch, Französisch
Vertragsparteien
Afghanistan III 227/2019 Ägypten III 227/2019 Albanien III 227/2019 Algerien III 227/2019 Angola III 227/2019 Antigua/Barbuda III 227/2019 Äquatorialguinea III 227/2019 Argentinien III 227/2019 Armenien III 227/2019 Aserbaidschan III 227/2019 Äthiopien III 227/2019 Australien III 227/2019 Bahamas III 227/2019 Bangladesch III 227/2019 Barbados III 227/2019 Belarus III 227/2019 Belgien 39/1954, III 227/2019 Belize III 227/2019 Benin III 227/2019 Bolivien III 227/2019 Bosnien-Herzegowina III 227/2019 Botsuana III 227/2019 Brasilien III 227/2019 Brunei III 173/2025 Bulgarien III 227/2019 Burkina Faso III 227/2019 Burundi III 227/2019 Cabo Verde III 227/2019 Chile III 227/2019 China III 227/2019 Costa Rica III 227/2019 Côte d’Ivoire III 227/2019 Dänemark III 227/2019 Deutschland III 227/2019 Dominica III 227/2019 Dominikanische R 39/1954, III 227/2019 Dschibuti III 227/2019 Ecuador III 227/2019 El Salvador III 227/2019 Eritrea III 227/2019 Estland III 227/2019 Eswatini III 227/2019 Fidschi III 227/2019 Finnland III 227/2019 Frankreich 39/1954, III 227/2019 Gabun III 227/2019 Gambia III 227/2019 Georgien III 227/2019 Ghana III 227/2019 Grenada III 227/2019 Griechenland III 227/2019 Guatemala III 227/2019 Guinea III 227/2019 Guinea-Bissau III 227/2019 Guyana III 227/2019 Haiti III 227/2019 Honduras III 227/2019 Indien III 227/2019 Indonesien III 227/2019 Irak III 227/2019 Iran III 227/2019 Irland III 227/2019 Island III 227/2019 Israel III 227/2019 Italien III 227/2019 Jamaika III 227/2019 Japan III 227/2019 Jemen III 227/2019 Jordanien III 227/2019 Jugoslawien 39/1954 Kambodscha III 227/2019 Kamerun III 227/2019 Kanada III 227/2019 Kasachstan III 227/2019 Kenia III 227/2019 Kirgisistan III 227/2019 Kiribati III 227/2019 Kolumbien III 227/2019 Komoren III 227/2019 Kongo III 227/2019 Kongo/DR III 227/2019 Korea/R III 227/2019 Kroatien III 227/2019 Kuba III 227/2019 Laos III 227/2019 Lesotho III 227/2019 Lettland III 227/2019 Libanon III 227/2019 Liberia III 136/2022 Libyen III 227/2019 Litauen III 227/2019 Luxemburg III 227/2019 Madagaskar III 227/2019 Malawi III 227/2019 Malaysia III 227/2019 Malediven III 227/2019 Mali III 227/2019 Malta III 227/2019 Marokko III 227/2019 Mauretanien III 227/2019 Mauritius III 227/2019 Mexiko 39/1954, III 227/2019 Moldau III 227/2019 Mongolei III 227/2019 Montenegro III 227/2019 Mosambik III 227/2019 Namibia III 227/2019 Nepal III 227/2019 Neuseeland III 227/2019 Nicaragua III 227/2019 Niederlande III 227/2019 Niger III 227/2019 Nigeria III 227/2019 Nordmazedonien III 227/2019 Norwegen III 227/2019 Pakistan III 227/2019 Panama III 227/2019 Papua-Neuguinea III 227/2019 Paraguay III 227/2019 Peru III 227/2019 Philippinen 39/1954, III 227/2019 Polen III 227/2019 Portugal III 227/2019 Ruanda III 227/2019 Rumänien III 227/2019 Russische F III 227/2019 Salomonen III 227/2019 Sambia III 227/2019 Samoa III 227/2019 San Marino III 227/2019 São Tomé/Príncipe III 227/2019 Saudi-Arabien III 227/2019 Schweden III 227/2019 Schweiz III 227/2019 Senegal III 227/2019 Serbien III 227/2019 Seychellen III 227/2019 Sierra Leone III 227/2019 Simbabwe III 227/2019 Singapur III 227/2019 Slowakei III 227/2019 Slowenien III 227/2019 Spanien III 227/2019 Sri Lanka III 227/2019 St. Kitts/Nevis III 227/2019 St. Lucia III 227/2019 St. Vincent/Grenadinen III 227/2019 Südafrika III 227/2019 Sudan III 227/2019 Südsudan III 227/2019 Suriname III 227/2019 Syrien III 227/2019 Tadschikistan III 227/2019 Tansania III 227/2019 Thailand III 227/2019 Timor-Leste III 227/2019 Togo III 227/2019 Trinidad/Tobago III 227/2019 Tschad III 227/2019 Tschechische R III 227/2019 Tunesien III 227/2019 Türkei III 227/2019 Turkmenistan III 227/2019 Uganda III 227/2019 Ukraine III 227/2019 Ungarn III 227/2019 Uruguay III 227/2019 Usbekistan III 227/2019 Vanuatu III 227/2019 Venezuela III 227/2019 Vereinigte Arabische Emirate III 227/2019 Vereinigtes Königreich III 227/2019 Vietnam III 227/2019 Zentralafrikanische R III 227/2019 *Zypern III 227/2019
Sonstige Textteile
Nachdem das auf der 34. Internationalen Arbeitskonferenz in Genf am 29. Juni 1951 angenommene Übereinkommen (Nr. 100) über die Gleichheit des Entgeltes männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit, welches also lautet: ...
die verfassungsmäßige Genehmigung des Nationalrates erhalten hat, erklärt der Bundespräsident dieses Übereinkommen für ratifiziert und verspricht im Namen der Republik Österreich dessen gewissenhafte Erfüllung.
Zu Urkund dessen ist die vorliegende Ratifikationsurkunde vom Bundespräsidenten unterfertigt, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für soziale Verwaltung und vom Bundesminister für die Auswärtigen Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.
Geschehen zu Wien, den 30. September 1953.
Ratifikationstext
Da die Ratifikationsurkunde am 29. Oktober 1953 beim Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes hinterlegt worden ist, wird das Übereinkommen für Österreich gemäß seinem Artikel 6 am 29. Oktober 1954 in Kraft treten.
Folgende Staaten haben bis zum 24. Dezember 1953 das Übereinkommen (Nr. 100) über Gleichheit des Entgeltes männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit ratifiziert:
Frankreich, Belgien, Jugoslawien, Mexiko, die Dominikanische Republik und die Philippinen.
Präambel/Promulgationsklausel
Die Allgemeine Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation, die vom Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes nach Genf einberufen wurde und am 6. Juni 1951 zu ihrer vierunddreißigsten Tagung zusammengetreten ist,
hat beschlossen, verschiedene Anträge anzunehmen betreffend den Grundsatz der Gleichheit des Entgelts männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit, eine Frage, die den siebenten Gegenstand ihrer Tagesordnung bildet, und hat dabei bestimmt, daß diese Anträge die Form eines internationalen Übereinkommens erhalten sollen.
Die Konferenz nimmt heute, am 29. Juni 1951, das folgende Übereinkommen an, das als Übereinkommen über die Gleichheit des Entgeltes, 1951, bezeichnet wird.
Artikel 1.
Für dieses Übereinkommen gelten folgende Begriffsbestimmungen:
Der Ausdruck „Entgelt“ umfaßt den üblichen Lohn, den Grund- oder Mindestlohn oder das übliche Gehalt, das Grund- oder Mindestgehalt sowie alle zusätzlichen Vergütungen, die der Arbeitgeber auf Grund des Dienstverhältnisses dem Arbeitnehmer mittelbar oder unmittelbar in bar oder in Sachleistungen zu zahlen hat.
Der Ausdruck „Gleichheit des Entgelts männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit“ bezieht sich auf Entgeltsätze, die ohne Rücksicht auf den Unterschied des Geschlechts festgesetzt sind.
Artikel 2.
Jedes Mitglied hat mit den Mitteln, die den bestehenden Verfahren zur Festsetzung der Entgeltsätze entsprechen, die Anwendung des Grundsatzes der Gleichheit des Entgelts männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit auf alle Arbeitnehmer zu fördern und, soweit es mit diesen Verfahren vereinbar ist, sicherzustellen.
Dieser Grundsatz kann verwirklicht werden durch
die Gesetzgebung,
gesetzlich geschaffene oder anerkannte Einrichtungen zur Lohnfestsetzung,
Gesamtarbeitsverträge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder
eine Verbindung dieser verschiedenen Mittel.
Artikel 3.
Wird die Anwendung dieses Übereinkommens dadurch erleichtert, so sind Maßnahmen zu treffen, die einer objektiven Bewertung der Beschäftigungen auf Grund der dabei erforderlichen Arbeitsleistung dienlich sind.
Die bei dieser Bewertung anzuwendenden Methoden können entweder von den für die Festsetzung der Entgeltsätze zuständigen Behörden oder, wenn die Entgeltsätze auf Grund von Gesamtarbeitsverträgen festgesetzt werden, von den Vertragsparteien bestimmt werden.
Unterschiede zwischen den Entgeltsätzen, die ohne Rücksicht auf das Geschlecht des Arbeitnehmers derart objektiv festgestellten Unterschieden der Arbeitsleistung entsprechen, sind nicht als Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichheit des Entgelts männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit anzusehen.
Artikel 4.
Jedes Mitglied hat in geeigneter Weise mit den beteiligten Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden bei der Durchführung der Bestimmungen dieses Übereinkommens zusammenzuarbeiten.
Artikel 5.
Die förmlichen Ratifikationen dieses Übereinkommens sind dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes zur Eintragung mitzuteilen.
Artikel 6.
Dieses Übereinkommen bindet nur diejenigen Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation, deren Ratifikation durch den Generaldirektor eingetragen ist.
Es tritt in Kraft zwölf Monate, nachdem die Ratifikationen zweier Mitglieder durch den Generaldirektor eingetragen worden sind.
In der Folge tritt dieses Übereinkommen für jedes Mitglied zwölf Monate nach der Eintragung seiner Ratifikation in Kraft.
Artikel 7.
In den dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes gemäß Artikel 35, Absatz 2, der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation übermittelten Erklärungen hat das beteiligte Mitglied die Gebiete bekanntzugeben,
für die es die Verpflichtung zur unveränderten Durchführung der Bestimmungen des Übereinkommens übernimmt,
für die es die Verpflichtung zur Durchführung der Bestimmungen des Übereinkommens mit Abweichungen übernimmt, unter Angabe der Einzelheiten dieser Abweichungen,
in denen das Übereinkommen nicht durchgeführt werden kann, und in diesem Falle die Gründe dafür,
für die es sich die Entscheidung bis zu einer weiteren Prüfung der Lage in bezug auf die betreffenden Gebiete vorbehält.
Die Verpflichtungen nach Absatz 1, a) und b), dieses Artikels gelten als wesentlicher Bestandteil der Ratifikation und haben die Wirkung einer solchen.
Jedes Mitglied kann die in der ursprünglichen Erklärung nach Absatz 1, b), c) und d), dieses Artikels mitgeteilten Vorbehalte jederzeit durch eine spätere Erklärung ganz oder teilweise zurückziehen.
Jedes Mitglied kann dem Generaldirektor zu jedem Zeitpunkt, in dem dieses Übereinkommen nach Artikel 9 gekündigt werden kann, eine Erklärung übermitteln, durch die der Inhalt jeder früheren Erklärung in sonstiger Weise abgeändert und die in dem betreffenden Zeitpunkt in bestimmten Gebieten bestehende Lage angegeben wird.
Artikel 8.
In den dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes nach Artikel 35, Absätze 4 und 5, der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation übermittelten Erklärungen ist anzugeben, ob das Übereinkommen in dem betreffenden Gebiet mit oder ohne Abweichungen durchgeführt wird; besagt die Erklärung, daß die Durchführung des Übereinkommens mit Abweichungen erfolgt, so sind die Einzelheiten dieser Abweichungen anzugeben.
Das beteiligte Mitglied, die beteiligten Mitglieder oder die beteiligte internationale Behörde können jederzeit durch eine spätere Erklärung auf das Recht der Inanspruchnahme jeder in einer früheren Erklärung mitgeteilten Abweichung ganz oder teilweise verzichten.
Das beteiligte Mitglied, die beteiligten Mitglieder oder die beteiligte internationale Behörde können dem Generaldirektor zu jedem Zeitpunkt, in dem das Übereinkommen nach Artikel 9 gekündigt werden kann, eine Erklärung übermitteln, durch die der Inhalt jeder früheren Erklärung in sonstiger Weise abgeändert und die in dem betreffenden Zeitpunkt bestehende Lage in bezug auf die Durchführung dieses Übereinkommens angegeben wird.
Artikel 9.
Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat, kann es nach Ablauf von zehn Jahren, gerechnet von dem Tag, an dem es zum erstenmal in Kraft getreten ist, durch Anzeige an den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes kündigen. Die Kündigung wird von diesem eingetragen. Ihre Wirkung tritt erst ein Jahr nach der Eintragung ein.
Jedes Mitglied, das dieses Übereinkommen ratifiziert hat und innerhalb eines Jahres nach Ablauf des im vorigen Absatz genannten Zeitraumes von zehn Jahren von dem in diesem Artikel vorgesehenen Kündigungsrecht keinen Gebrauch macht, bleibt für einen weiteren Zeitraum von zehn Jahren gebunden. In der Folge kann es dieses Übereinkommen jeweils nach Ablauf eines Zeitraumes von zehn Jahren nach Maßgabe dieses Artikels kündigen.
Artikel 10.
Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes gibt allen Mitgliedern der Internationalen Arbeitsorganisation Kenntnis von der Eintragung aller Ratifikationen, Erklärungen und Kündigungen, die ihm von den Mitgliedern der Organisation mitgeteilt werden.
Der Generaldirektor wird die Mitglieder der Organisation, wenn er ihnen von der Eintragung der zweiten Ratifikation, die ihm mitgeteilt wird, Kenntnis gibt, auf den Zeitpunkt aufmerksam machen, in dem dieses Übereinkommen in Kraft tritt.
Artikel 11.
Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes übermittelt dem Generalsekretär der Vereinten Nationen zwecks Eintragung nach Artikel 102 der Satzung der Vereinten Nationen vollständige Auskünfte über alle von ihm nach Maßgabe der vorausgehenden Artikel eingetragenen Ratifikationen, Erklärungen und Kündigungen.
Artikel 12.
Der Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes hat, sooft er es für nötig erachtet, der Allgemeinen Konferenz einen Bericht über die Durchführung dieses Übereinkommens zu erstatten und zu prüfen, ob die Frage seiner gänzlichen oder teilweisen Abänderung auf die Tagesordnung der Konferenz gesetzt werden soll.
Artikel 13.
Nimmt die Konferenz ein neues Übereinkommen an, welches das vorliegende Übereinkommen ganz oder teilweise abändert, und sieht das neue Übereinkommen nichts anderes vor, so gelten folgende Bestimmungen:
Die Ratifikation des neugefaßten Übereinkommens durch ein Mitglied schließt ohne weiteres die sofortige Kündigung des vorliegenden Übereinkommens in sich, ohne Rücksicht auf Artikel 9, vorausgesetzt, daß das neugefaßte Übereinkommen in Kraft getreten ist.
Vom Zeitpunkt des Inkrafttretens des neugefaßten Übereinkommens an kann das vorliegende Übereinkommen von den Mitgliedern nicht mehr ratifiziert werden.
Indessen bleibt das vorliegende Übereinkommen nach Form und Inhalt jedenfalls in Kraft für die Mitglieder, die dieses, aber nicht das neugefaßte Übereinkommen ratifiziert haben.
Artikel 14.
Der französische und der englische Wortlaut dieses Übereinkommens sind in gleicher Weise maßgebend.
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