Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über den Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule
Für den Religionsunterricht haben die Unterrichtsprinzipien der Schultype Geltung wie für jeden anderen Unterrichtsgegenstand. Der Religionsunterricht dient dem Wissenserwerb im Sinne der Allgemeinbildung, der berufsvorbereitenden Ausbildung und ist den Erziehungsaufgaben der österreichischen Schule (siehe § 2 SchOG) verpflichtet.
Er nimmt diese Aufgaben im besonderen durch Beachtung folgender Unterrichtsprinzipien und Erziehungsanliegen wahr.
Theologische Unterrichtsprinzipien:
1.1. Das Prinzip der doppelten Treue zu Gott und zum Menschen in ihrer unaufhebbaren Spannung:
Es wird verwirklicht durch die Zuordnung jedes Themas sowohl zu einem theologisch wie auch zu einem anthropologisch begründeten Richtziel.
1.2. Das Prinzip der inkarnatorischen Grundstruktur des christlichen Glaubens:
Im Zentrum des Religionsunterrichtes steht die Person und das Anliegen Jesu Christi (Christozentrik). Daraus ergibt sich, daß der Glaube als personale Beziehung zu sehen ist und nicht nur als die Kenntnis einer mehr oder minder großen Summe von Einzelwahrheiten (vgl. Catechesi tradendae 5-9). In Person und Werk Jesu Christi findet sich alles aufgenommen und angenommen, was gut ist im Bereich der irdischen Wirklichkeiten. Person und Werk Jesu Christi sind auch nicht nur ein der Vergangenheit angehörendes Ereignis, sondern lebendige und fortwirkende Gegenwart. Die Gemeinschaft der Glaubenden, in der diese Wirklichkeit Christi anwesend bleibt, ist somit Bezugswirklichkeit des Religionsunterrichtes (Ekklesiozentrik). Inkulturation des Christentums durch Aufnahme alles Wertvollen in den christlichen Lebensvollzug und das Einbringen des Geistes Christi in alle Lebensbereiche des einzelnen der Gemeinschaften, Völker und Kulturen zeigen sich so als Grundanliegen, für die der Schüler sensibilisiert werden soll.
1.3. Das Prinzip der eschatologischen Dimension:
Die in allen menschlichen und christlichen Lebenswirklichkeiten und Wahrheiten enthaltene eschatologische Dimension ist in jedem Themenkreis enthalten. Sie darf daher auch nicht auf jene Themenfelder beschränkt werden, wo sie schwerpunktmäßig behandelt wird.
1.4. Christliche Grundhaltungen als Antwort und Nachahmung der Liebe Gottes zur Welt:
Alle Themen sollen unter diesem Gesichtspunkt unterrichtet werden. Es besagt, daß Liebe Motor und Motiv christlichen Handelns ist und daß jedem menschlichen Handeln in Liebe das Liebesangebot Gottes zuvorgeht.
1.5. Das Prinzip der ökumenischen Dimension:
„Die Katechese darf von dieser ökumenischen Dimension nicht absehen; denn alle Gläubigen sind aufgerufen, sich je nach ihrer Fähigkeit und Stellung in der Kirche in die Bewegung zur Einheit einzureihen.” (Catechesi tradendae 32).
1.6. Das Prinzip der Integration der Einzelthemen in eine Gesamtschau:
Der Religionsunterricht soll erreichen, daß die Einzelkenntnisse, die er vermittelt, nicht unverbunden für den Schüler nebeneinanderstehen. Er soll sie in sein Leben, aber auch in eine der Hierarchie der Wahrheiten (Oek. 11.) entsprechende Gesamtschau integrieren. Nach Catechesi tradendae sind die „Glaubensbekenntnisse” (beachte: Plural) geglückte Synthesen einer solchen Gesamtschau. Die in den Glaubensbekenntnissen gegebenen Formulierungen der Glaubensinhalte sind gleichsam das „Gefäß”, in das der Schüler die Erfahrung und die Erkenntnis dieser Glaubensinhalte einbringen und festhalten kann. Die Systematik der Glaubensbekenntnisse wird dabei im Lehrplan nicht als Form der Anordnung des Lehrstoffes oder der Lehrgänge gesehen, sondern - der ursprünglichen christlichen Tradition entsprechend - als Endpunkt, in den Einzelthemen münden.
Religionspädagogische Unterrichtsprinzipien:
2.1. Das Prinzip der Symbolerschließung:
Menschliches Leben braucht sinnvoll erfahrbare Zeichen. Sie repräsentieren Wirklichkeit und stiften Gemeinschaft. Sie stellen Entscheidendes dar und sind als Geschehen wirksam. Für die religionspädagogische Arbeit erschließen Symbole elementare Glaubensinhalte, wie die Geheimnisse des Glaubens. Der künftige Kindergärtner soll Symbole entdecken und erschließen können, für sein eigenes Leben und für die Kinder, die seiner erzieherischen Verantwortung anvertraut sind.
2.2. Das Prinzip der ganzheitlichen Erziehung:
Erziehung ist das Geschehen, das den Menschen in seiner Ganzheit betrifft. Menschsein verwirklicht sich in der dauernden Bezogenheit von leiblichen, gefühlsmäßigen und geistigen Vorgängen. Das Kind nimmt sich und diese Beziehungen zu anderen Personen als Ganzheit wahr und darf deshalb nicht spezialisiert und eindimensional (zB nur Wissensvermittlung) erzogen und gebildet werden. Der künftige Kindergärtner soll diesen Ansatz einer ganzheitlichen Erziehung und Bildung für sich beanspruchen und anwenden können. Er legt damit die Basis, ganzheitliche Erziehungsprozesse gestalten zu können.
2.3. Das Prinzip der Schulung religiöser Grundfähigkeiten („Kräfteschulung”):
Die im Menschen grundgelegten Kräfte (im Sinne von Anlagen, Fähigkeiten, Tugenden), wie zB ehrfürchtiges Handeln, danken, staunen können, Meditationsfähigkeit usw., brauchen, damit sie wirksam werden, Entfaltung und Schulung. Dabei geht es nicht nur um das „passive” Training einer Kraft. Im Rahmen verschiedenster Begegnungen und Erlebnisse soll eigenes Verhalten aufgebaut werden und damit die Fähigkeit gefördert werden, einzelne Kräfte selbständig in Gebrauch zu nehmen.
2.4. Das Prinzip der situationsorientierten Erziehung:
Lebenssituation der Lernenden und zu Erziehenden stehen im Mittelpunkt jedes Erziehungs- und Lernvorgangs. Dieser Ansatz braucht das Wissen um den Entwicklungsstand, die Kenntnis von der jeweiligen Lebenssituation des Schülers bzw. des Kindes. Tradition und erlernbare Inhalte verlieren nicht an Bedeutung. Sie werden zum „Sinn” für den Menschen, indem sie aus der und in die Situation des zu Erziehenden gedeutet und damit angemessen bewältigt werden. Vorgegebene Situationen werden interpretiert, fehlende Situationen müssen ermöglicht werden, und zwar in der Art, daß sich Schüler und Kinder darin selbst wiederfinden können („echte Situationen”).
2.5. Das Prinzip der Elternbildung aus der Sicht der erzieherischen Verantwortung:
Eltern sind die ersten Erziehungsberechtigten ihres Kindes. Dieses Recht gilt auch dann, wenn das Kind anderen Erziehungsverantwortlichen (zB im Kindergarten oder in der Schule) überantwortet wird. Eltern bejahen mit ihrer Wahl einer Erziehungsstätte deren Erziehungskonzept und -ziel, dürfen aber auch von dieser Respekt vor ihrer Erziehungskompetenz erwarten. Der Religionsunterricht soll diese Kompetenzverteilung ernst nehmen, das wechselseitige Einwirken aller an der Erziehung des Kindes beteiligten Personen ansprechen, zur Kooperation und zur Lösung der damit verbundenen Probleme anregen.
2.6. Das Prinzip der Zeugnisgabe durch den Kindergärtner:
Die Glaubensüberzeugung des Kindergärtners hat Vorbildfunktion. Der Religionsunterricht soll diesen Grundvorgang im erzieherischen Bemühen theologisch und pädagogisch transparent machen. Der künftige Kindergärtner soll sich bewußt werden, daß jede Qualität der Lebensdeutung auf die Handlungsmuster der Kinder Einfluß nimmt.
Anthropologische Unterrichtsprinzipien:
3.1. Das Prinzip der Beachtung der individuellen und sozialen Beziehungen:
Die Treue zum Menschen verlangt die Beachtung der jeweiligen Reifestufe des Schülers. Noch mehr als in anderen Unterrichtsgegenständen muß dieses Prinzip die konkrete Arbeit in den einzelnen Klassen bestimmen. Es schließt nicht nur das Bemühen um einen partnerschaftlichen Unterrichtsstil ein, es ist auch Fundament für andere anthropologische (zB Schülergemäßheit) und schulisch-didaktische (zB Schülerselbsttätigkeit) Unterrichtsprinzipien.
3.2. Das Prinzip der Schülergemäßheit:
Wie das gesamte katechetische Wirken der Kirche ist auch der Religionsunterricht Dienst am Menschen (Österreichisches Katechetisches Direktorium 1.1.). Die Beachtung des Schülers, seiner Anliegen, Fragen, Nöte, Sehnsüchte, seiner Bedürfnisse und seines Bedarfes müssen daher die Arbeitsweisen und das Ausmaß der Intensität einzelner Themen mitbestimmen. Die Aufmerksamkeit des Religionslehrers muß jedem einzelnen Schüler gelten. Jeder sollte sich angesprochen fühlen und seine Anliegen einbringen können. Der Schüler ist nach der Bischofssynode 1977 nicht Objekt, sondern Subjekt der Katechese.
3.3. Das Prinzip der Lehrergemäßheit:
Aus der obengenannten Struktur des christlichen Glaubens und aus der Tatsache, daß Unterricht und Erziehung immer ein dialogisches Geschehen sind, darf der Lehrer sich nicht nur als Organisator von Lernprozessen sehen. Er hat das Recht und die Pflicht, seine eigene Persönlichkeit mit ihren Charismen und Begabungen in den Religionsunterricht einzubringen. Eine Grenze findet dieses Prinzip in der Tatsache, daß der Religionslehrer nicht nur seine eigene Meinung, sondern die Lehre Christi und die der Kirche zu vermitteln hat.
3.4. Das Prinzip der Erfahrungsorientierung:
Bei jedem Themenfeld sind die einschlägigen Erfahrungen, die die Schüler mitbringen, aufzugreifen. Aufgabe des Religionsunterrichtes ist es, diese Erfahrungen auch zu deuten und eine kritische Reflexion zu ermöglichen. Der Religionsunterricht soll aber auch neue Erfahrungen vorbereiten und ermöglichen (vgl. dazu Religionspädagogische Prinzipien, 2.4.).
3.5. Das Prinzip der Sprachbildung:
Als geschichtliche Religion wird christlicher Glaube in Worten und Sprachgestalten weitergegeben und bezeugt. Viele dieser Sprachgestalten sind nur aus dem Lebenskontext verständlich, in dem sie ihre Ausprägung erfuhren (vgl. Redegattungen in der Bibel; philosophische Fachausdrücke in dogmatischen Texten). In höheren Schulen soll der Religionsunterricht die damit verbundenen Verstehensprobleme bewußtmachen und Hilfen zum richtigen Verständnis anbieten. Der Verbalisierung eigener religiöser Erfahrungen und dem Glaubensgespräch kommen zudem immer größere Bedeutung zu, besonders im Hinblick auf den den Glauben vermittelnden Beruf eines Kindergärtners. Das Prinzip der Sprachbildung besagt, daß bei allen Themenkreisen diese Anliegen zu beachten sind.
3.6. Das Prinzip der Gesellschaftsbezogenheit:
Christlicher Glaube realisiert sich nicht nur im privaten Bereich. Er nimmt auch im gesellschaftlichen Bereich einen großen Raum ein. Wo immer dies möglich ist, soll auf einschlägige Probleme und Fragen der Gesellschaft und der künftigen Verantwortung des Schülers gegenüber der Gesellschaft Bezug genommen werden.
3.7. Das Prinzip des geschichtlichen Denkens:
Christentum ist eine historisch gewordene und wachsende Religion. Christliches Leben schließt darum wesentlich das Gedächtnis an das Heilswirken Gottes in der Geschichte (Ahamnese) ein. Soweit möglich, sollten die Themen aus ihrem Gewordensein heraus verständlich werden. Daher können Teilabschnitte und Anliegen der Kirchengeschichte bei anderen Themen eingebracht werden. Da Zukunft immer auch Herkunft ist (Heidegger), umfaßt das Prinzip des geschichtlichen Denkens neben dem kritischen Blick auf die Vergangenheit immer auch den planenden Blick auf die Zukunft.
3.8. Elternarbeit - Familienbezogenheit:
Nach soziologischen Untersuchungen urteilen und handeln junge Menschen gerade im religiösen Bereich stark familienkonform (L. A. Vaskovics). Deshalb ist bei jedem Themenfeld auch die Familie des Schülers zu beachten. Unter Beachtung der psychischen Situation des jungen Menschen, seiner fortschreitenden Selbständigkeit und seiner Religionsmündigkeit ist eine Zusammenarbeit des Religionsunterrichtes mit den Familien und Eltern zu suchen. Dem jungen Menschen sollen sowohl Hilfen zur Selbständigkeit wie auch zur Wahrnehmung seiner Aufgaben in der eigenen gegenwärtigen Familie und in seiner zukünftigen Familie angeboten werden. Bewährt haben sich gemeinsame Veranstaltungen von Schülern und Eltern (Seminare, Feiern, Aktionen). Die Sprechstunde und der Elternsprechtag behalten als Mittel der Kooperation von Religionsunterricht und Elternhaus ihre Bedeutung und sind gewissenhaft vorzubereiten und durchzuführen.
Schulisch-didaktische Unterrichtsprinzipien:
4.1. Das Prinzip der Lebensnähe:
Der Religionsunterricht soll „vom Leben her” und „zum Leben hin” erziehen. Dabei sind nicht nur das individuelle Leben des Schülers und die Klassengemeinschaft zu sehen, sondern die Gesamtheit des Lebens in der modernen Welt mit ihren Strukturen, Problemen, Möglichkeiten und Aufgaben (vgl. auch § 2 SchOG).
4.2. Das Prinzip der Anschaulichkeit:
Im traditionellen Verständnis fordert dieses Prinzip eine konkrete Unterrichtsgestaltung, die Einbeziehung von Veranschaulichungshilfen, der Erfahrungen aus der Kindergartenpraxis und der berufsbezogenen Gegenstände. Im Religionsunterricht ist darüber hinaus zu beachten, daß es neben der äußeren Anschauung, neben sinnenhaft Faßbarem und neben der konkreten Vorstellungswelt auch das breite Gebiet der „inneren Anschauung” (Erfahrung, Meditation, Innerlichkeit), der geistig-geistlichen Anschaulichkeit und Veranschaulichung gibt. Der Schüler höherer Schulstufen ist zwar zu abstrakten Denkleistungen fähig und fordert sie auch in vielen Bereichen. Dennoch sollte das Anliegen des Konkreten und der Konkretisierung auch dort ernstgenommen werden.
4.3. Das Prinzip der Schülerselbsttätigkeit:
In allen Schulstufen hat das „Lernen durch Tun” seine große Berechtigung. In der Oberstufe fordert die zunehmende Selbständigkeit und Selbstverantwortung und die Religionsmündigkeit ein spezifisches Beachten dieses Unterrichtsprinzips. Formen der Wahrung dieses Prinzips sind nicht nur die Arbeitsweisen und Methoden der Schülerselbsttätigkeit. Soweit möglich sind die Schüler auch bei der Wahl der Methoden, bei der Erarbeitung der Themenreihung und ähnlichem heranzuziehen. Das Bemühen um größtmögliche Schülerselbsttätigkeit innerhalb des Unterrichts steht im Dienst der Hilfe zu Selbständigkeit in Glaube und Leben. Vom Religionslehrer erfordert die Beachtung dieses Prinzips das Ernstnehmen der Schüler und den damit verbundenen Takt, aber auch das Bewußtsein, daß er nur bezeugen, appellieren, anbieten kann, daß die letzten religiösen und ethischen Entscheidungen aber nicht in seine Hand gegeben sind.
4.4. Das Prinzip des exemplarischen und orientierenden Lernens:
Religionsunterricht kann und will nicht die gesamte Theologie vermitteln. Unbeschadet der Forderung nach einer Gesamtschau macht es die Situation der Schüler und der Klassen notwendig, das Prinzip des Exemplarischen zu beachten. Was etwa am Beispiel eines Sakramentes erschlossen wurde, kann man auf andere Sakramente beziehen. Viele Anliegen können auf Grund der zur Verfügung stehenden Zeit nur in exemplarischer Auswahl behandelt werden. Die Auswahl muß immer im Blick auf die Gesamtheit des Stoffbereiches und die Situation des Schülers erfolgen. Zu beachten ist, welche Einzelinhalte und Einzelziele in der zur Verfügung stehenden Zeit behandelt werden können. Die Auswahl ist immer auch fachspezifisch zu rechtfertigen. Orientierendes Lernen verhilft dem Schüler dazu, sich in einem Thema selbst zurechtzufinden. Es bietet Hilfen zu eigenem Weiterdenken und Weiterlernen an.
4.5. Das Prinzip der Methodenvielfalt:
Grundsätzlich ist jeder Religionslehrer in der Methode frei. Die gewählte Methode muß jedoch dem Inhalt, dem Schüler, dem Ziel und dem Lehrer entsprechen. Zu beachten ist der sinnvolle Einsatz verschiedener Methoden (Abwechslung). Dies kommt vor allem den unterschiedlichen Persönlichkeiten bei den Schülern (vgl. visuelle, auditive und kinästhetische Typen) entgegen.
4.6. Das Prinzip der Fächerverbindung und der Kooperation; Wo immer es möglich ist, sollten Querverbindungen und Kontakte zu den anderen Unterrichtsgegenständen gesucht und hergestellt werden, ohne aber das eigenständige Ziel des Religionsunterrichtes aus dem Auge zu verlieren. Für den Religionsunterricht an den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist gerade im berufsbezogenen Teil (Religionspädagogik) mit den berufsbildenden Fächern, wie zB Pädagogik, Kindergarten- bzw. Hortpraxis, Didaktik, notwendig. Die Zusammenarbeit von Vertretern verschiedener Unterrichtsgegenstände ist gerade in diesem Schultyp geboten, dh. eigentlich Anliegen aller Lehrpersonen. An möglichen Maßnahmen sind beispielhaft zu nennen: Kooperation im geplanten fächerübergreifenden Unterricht, Beratung und Ergänzung in „Grenzgebieten”, Beteiligung an Klassenkonferenzen.
4.7. Das Prinzip der Festigung des Unterrichts- und Erziehungsertrages;
Neben der Motivation und der Anleitung zur eigenen außerschulischen Arbeit des Schülers dienen diesem Anliegen Wiederholungen und das Prinzip der Themenwiederkehr: Zentrale Anliegen kehren unter unterschiedlichem Aspekt in mehreren Schuljahren wieder.
Erziehungsanliegen:
5.1. Als integrierender Teil der österreichischen Schule hat der Religionsunterricht seine spezifischen Beiträge zu den Erziehungs- und Bildungsaufgaben der österreichischen Schule zu leisten. Vor allem trifft dies für folgende Bereiche zu:
- Medienerziehung,
- Politische Bildung,
- Sexualerziehung,
- Erziehung zur Partner- und Elternschaft,
- Gewissensbildung,
- Friedenserziehung,
- Erziehung zu verantwortlicher Haltung im Beruf,
- Erziehung zu einem integrativen Lebensstil.
5.2. Die religionspädagogische Zielsetzung erfordert ua. eine besondere Beachtung der Gebetserziehung und der liturgischen Bildung (im Sinne der Eigenerfahrung des Schülers und künftigen Kindergärtners).
Lehrinhalte
Verbindliches Minimum an Lehrinhalt stellen die Themenfelder der einzelnen Klassen dar. Diese Themenfelder müssen in den Klassen, wo sie vorgesehen sind, zur Sprache kommen. Das Ausmaß und die Intensität wird durch die Situation der Schüler (Vorwissen, Aufnahmebereitschaft und ähnliches) bestimmt. Es ist möglich, einzelne Aspekte eines Themas oder ein Themenfeld zur Gänze im Rahmen der übrigen Themen einzubringen.
Bei begründeten Raffungen (Stundenentfall) wird der Minimallehrplan erfüllt, wenn jedes der Themen mindestens im Ausmaß einer Unterrichtseinheit zur Sprache kommt. Die in diesem Fall notwendigen Beschränkungen müssen jedoch die Grundaussage des Kernstoffes wahren.
Diese Beschränkung bietet dem Religionslehrer die Möglichkeit, neben dem Verpflichtenden Lehrstoff auf andere Anliegen einzugehen, die die Schüler bewegen oder brauchen. Dabei werden in den meisten Fällen Inhalte aufgegriffen werden, die im Lehrplan an anderer Stelle oder in anderem Zusammenhang genannt sind.
Die Summe des bei den Lehrinhalten angegebenen Kernstoffes und des Erweiterungsstoffes ergibt einen Maximallehrplan, der zur Gänze nicht durchgeführt werden kann. Die im Erweiterungsstoff angegebenen Inhalte sind mögliche Erweiterungen, aus denen der Religionslehrer je nach Situation der Klasse eine Auswahl treffen kann.
Die beim Kernstoff angegebenen Inhalte sind nicht mit Stundenthemen identisch. Ein Teil dieser Inhalte ist für den Schüler eine Wiederholung aus früheren Schulstufen. Der Kernstoff umfaßt auch das erwartete Maturawissen im Sinne einer dem Schüler zumutbaren Gesamtschau.
In der folgenden Lehrstoffangabe sind die Kapitel, die sich auf den Schüler beziehen, in Normalschrift, jene, die die Berufspraxis des Kindergärtners zum Gegenstand haben, in Kursivschrift gesetzt.
Klasse (2 Wochenstunden):
GEMEINSAM UNTERWEGS
FRAGEN AN MEIN LEBEN
1.1. Religionsunterricht und religiöse Erziehung (E 2, E 3) Kernstoff:
Schule: Lebens- und Arbeitsraum des Schülers (E 2).
Religion als Unterrichtsthema und Religion als Lebensvollzug (E 3).
Aufgaben und Gestaltung des Religionsunterrichtes an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (B 4).
Religiöse Erziehung im Kleinkindalter - Thema des Religionsunterrichtes an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Überblick) (E 2).
Die Kirche als Bildungsträger und Träger von Erziehungseinrichtungen (D 2) (Bedeutung der Kirche für Bildungsarbeit, Leistung für Kultur, für die Erziehung, für die Schulen usw.).
1.2. Der Mensch auf der Suche nach Glück und Sinn (A 4, B 4) Kernstoff:
Der Jugendliche in der Umbruchsituation (B 2).
Die Suche des Menschen (des Kindes) nach dem Glück und Sinn (A 4).
Der Zusammenhang von Glück und Lebenssinn (A 4).
Gott - Urheber des Glücks (B 4).
Zeichen und Symbole für das Glück (A 4).
Zukunftserwartungen und Sinnfrage des Menschen (A 4).
Scheinantworten auf die Sinnfrage (A 4).
Beispiele menschlicher Sinnfindung (biblische Texte, Geschichten, Märchen, Bilder ...) (A 4).
1.3. Berufung zum Leben aus dem Glauben (A 1,E 1)
Kernstoff:
Leben als Ruf und Antwort, als Gabe und Aufgabe (A 1).
Vorfelder des Glaubens (Vertrauen, Zuwendung, Geborgenheit, Aufbruch, Hören, Miteinander sprechen usw.) (A 1).
Glaube - Glaubensschwierigkeiten - Zweifel - Unglaube (A 1/E 1).
Verständnis von und Beispiele für Glauben aus der Bibel (C 2).
Glaubenszeugnis - Glaubensfeier - Glaubenstat (E 1).
Beispiele von gläubigen Menschen aus Geschichte und Gegenwart - Heilige (D 2, E 2).
Die Bedeutung des Vorbildes für die Entwicklung des Glaubens (E 2).
1.4. Leben mit Leid und Tod (A 4, C 4, E 4)
Kernstoff:
Lebensverlust und Lebensgewinn (Erhebung von Erfahrungen) (A 4).
Der Umgang des heutigen Menschen mit Leid und Tod (E 4).
Leid und Tod im Leben eines Kindes (A 4).
Verdrängung und Bearbeitung von Leid und Tod (A 4).
Eschatologie (B 4, D 4).
Das Sakrament der Krankensalbung (B 4).
NACH GOTT FRAGEN
1.5. Der Glaube an den einen Gott (A 1, B 1, D 1)
Kernstoff:
Gottesvorstellungen junger Menschen (A 1).
Möglichkeiten der Gotteserfahrung (A 1).
Gott im Mitmenschen begegnen - Zeugen der Gotteserfahrung (A 1).
Gotteserfahrungen des Kleinkindes - „Spuren Gottes” in der kindlichen Welt (A 1).
Das Verhältnis von Glaube und Wissen (D 1).
Gotteserfahrungen in Kunst und Literatur (D 3).
Das Gottesbild in Kinderbüchern (D 3).
1.6. Gotteserfahrungen in der Bibel (C 1)
Kernstoff:
Beispiele der Gotteserfahrung im Alten Testament (C 2).
Jesu Gottesbild und Gottesbeziehung (C 1).
Gott, der befreit und mitgeht: (Dtn. 6,20-25; Lk. 1,46-55 ...) (C 4).
Der nahe und der ferne Gott (zB Ps. 22) (C 1).
Biblische Vorstellungen über Gott für das Kleinkind (C 1).
Die Schöpfung - der schaffende Gott (C 3).
Vaterbild und Gottesbild (A 1, C 1).
Der Monotheismus - das erste Gebot (C 4).
1.7. Glaube und Gottesbild in den Konfessionen und Religionen (A 4, B 4)
Kernstoff:
Überblick über die wichtigsten christlichen Konfessionen (D 4).
Wesensmerkmale der außerchristlichen Religionen: Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus, Universismus (A 2).
Verbreitung der Konfessionen und Weltreligionen (A 2).
Die Aussagen des 2. Vatikanums zu den Andersgläubigen (D 4).
DER EINZELNE UND DIE GEMEINSCHAFT
1.8. Grundbedürfnisse des Menschen (A 1)
Kernstoff:
Grundlegende Bedürfnisse des Menschen in materieller, geistiger, sozialer und religiöser Hinsicht (A 1, B 1).
Grundbedürfnisse des Kindes, wie Angenommensein, Geborgenheit, Vertrauen, Versöhnung, Gemeinschaft, Liebe ua. (A 2, B 2).
Leben mit christlichen Grundwerten (E 4).
Allgemein anerkannte Werte in den Religionen (B 4).
Die Bedürfnisse des Schülers gegenüber der Klassengemeinschaft (E 2).
Werterziehung nach christlichen Grundsätzen (E 4).
1.9. Leben in Gemeinschaft (E 2)
Kernstoff:
Bedeutung und Aufgaben von Gemeinschaften: Familie, Schule, Kirche, Staat (E 2).
Das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft (A 2, E 2).
Die Gemeinschaft der Glaubenden - Kirche (D 2).
Probleme, die in und durch die Gemeinschaft entstehen und deren Bewältigung (E 2).
Die Bedeutung und die Möglichkeiten gemeinschaftlichen Lebens im Kindergarten (E 2).
Kirchliche Jugendgemeinschaften (E 2).
Kirchliche Erneuerungsbewegungen (D 2).
Die Gemeinschaft der Heiligen (D 2).
Das „ausgeschlossene” Kind (E 2).
VOLLZÜGE DES GLAUBENS
1.10. Gestalt des christlichen Lebens (D 1, E 1)
Kernstoff:
Die eigene Glaubensgeschichte (E 1).
Ausdrucksformen und Grundzüge des katholischen Glaubenlebens (D 1, E 1).
Leben mit der Kirche (E 2).
Feste des katholischen Glaubens und das Kirchenjahr (D 4).
Kirchliche Feste in der Kindergartenarbeit (E 4).
Möglichkeiten christlichen Lebens für das Kleinkind (E 2).
Möglichkeiten religiöser Bildung (E 2).
Klasse (2 Wochenstunden):
FREIHEIT UND SINNVOLLE BINDUNG
FREI WERDEN UND FREI SEIN
2.1. Freiheit und Verantwortung (A 4, E 1)
Kernstoff:
Freiheit als Wesensmerkmal des Menschen (A1).
Freiheit für und Freiheit von (A 4).
Freiheit und Normen (A 2, E 2).
Freiheit und Gewissen (E 1).
Menschliche Entscheidungsfreiheit (A 1, E 1).
Freiheit und Verantwortung (E 2).
Jesus Christus und seine Freiheit bewirkende Botschaft (C 4).
Das Kind und dessen persönliche Freiheit (A 4).
Freiheit durch Regeln geschützt (E 2).
Fehlformen der Freiheit (A 2).
Freiheitsberaubung in unserer Zeit (A 2).
AUFBRÜCHE UND PROTEST
2.2. Jugend im Aufbruch (A 2)
Kernstoff:
Jugendliche auf der Suche nach neuen Lebensformen (A 4).
Jugendkultur als Protest gegen Erstarrung in der Gesellschaft (A 2).
Aufbruch und Protest Jesu gegen verschiedene Strömungen und Verhaltensweisen seiner Zeit (C 1).
Flucht in die Sucht: Drogen, Alkohol, Medikamente ... (A 4).
Die „Eigenart” des Kindes im religiösen Verhalten (A 4, E 4).
Jugend zwischen Aufbruch und Flucht: Alternativgruppen und Aussteiger (A 2).
Das Engagement der Jugend für den Frieden (E 2, A 2).
2.3. Sekten und religiöse Bewegungen (A 4)
Kernstoff:
Sekten: Eine Herausforderung für die großen Kirchen (A 2).
Sekten und Neue religiöse Bewegungen (Jugendreligionen) (A 2).
Umgang mit Vertretern der Sekten und Jugendreligionen (E 4).
Gespräche mit betroffenen Eltern und Kindern, die mit diesen Gruppen in Berührung gekommen sind (E 2).
Der Unterschied zwischen kirchlichem und sektiererischem Umgang mit der Bibel (C 4).
Die im Bundesland/in der Diözese tätigen Sekten und Neuen religiösen Bewegungen (D 4).
Sekten als kirchengeschichtliches Phänomen (Längsschnitt) (D 4).
2.4. Aufbrüche im Geist Gottes (D 2, E 2)
Kernstoff:
Berufungen, Charismen, Aufbrüche im Geiste Gottes (C 2).
Berufungen, Impulse, Aufbrüche in der Geschichte der Kirche:
Das Pfingsereignis als Aufbruchserfahrung (B 2, C 2).
Umkehr und Reform als dauernder Auftrag der Kirche (D 2, E 2).
Veränderungen im Glaubensverhalten des Erziehers durch das Kind (E 2).
Neue Wege in der religiösen Erziehung im Kleinkindalter (E 4).
Jugend in der Erwachsenenkirche (E 2).
Charismatische Bewegungen (D 2).
Basisgemeinden in der Kirche (D 4).
Gelebte Ökumene am Beispiel von Taize (D 2).
PARTNER SEIN - GEMEINSCHAFT
2.5. Vielfalt der Berufungen durch Gott und die Antworten des Menschen (D 2, E 2)
Kernstoff:
Gezielte Lebensgestaltung und Berufsvorbereitung als Auftrag und Aufgabe (E 2).
Berufung zum Dienst im Licht der Bibel (C 2).
Das allgemeine Priestertum als Berufung zu verschiedenen Diensten in und an der Kirche, in und an der Welt (E 2).
Das Weihesakrament als Berufung zum Dienst (D 2, E 2).
Leben nach evangelischen Räten (E 2).
Laientheologen - Form des kirchlichen Dienstes (E 2).
Berufen zum Beruf eines Kindergärtners (E 2).
Die Aufgabe der Frau in der Kirche (E 2).
Berufungsgeschichten in der Bibel (C 4).
2.6. Sinn und Bedeutung von Freundschaft (A 2)
Kernstoff:
Freundschaft als Weg der Selbstfindung und Glückserfahrung (A 1).
Merkmale von Freundschaft: Treue, Wahrhaftigkeit, Achtung, Rücksichtnahme, Verzicht, Hingabe (A 4).
Gefährdung und Fehlformen der Freundschaft (A 2).
Nähe und Distanz des Kindergärtners zum Kind (E 2).
Beispiele für Freundschaft in der Bibel (C 2).
Symbole für Freundschaft (D 4).
Freundschaft, Kameradschaft, Liebe (A 2).
Wert der Beziehungen im Kindergarten für die religiöse Entwicklung des Kindes (E 4).
2.7. Familie und Gruppe als Orte sozialen Lernens (A 2) Kernstoff:
Die Familie - die erste soziale Erfahrung im menschlichen Leben (A 2).
Vermittlung von Werten durch die Familie (A 4).
Familie und Gruppe als Orte der Identitätsfindung (A 1).
Aufgabe des Jugendlichen in der Familie und Gruppe (E 1).
Die Bedeutung des Kindes für die Familie (A 2).
Unvollständige Familien (E 2).
Gefährdung der Familie in der heutigen Zeit (A 2).
Kommunikationsformen in Gruppe und Familie (A 2).
Sicht und Ernstnahme familienbedingter Probleme im Leben eines Kindes (Hilfestellung aus christlichen Überlegungen) (E 2).
2.8. Gemeinschaftsbildung in Schule und Kirche (A 2, E 2) Kernstoff:
Schülererfahrungen von Gemeinschaft in Schule und Kirche (A 2, E 2).
Kirche als Gemeinschaft und Institution (D 2, E 2).
Notwendigkeit personaler Beziehungen für den Aufbau kirchlicher Gemeinschaft (B 2, E 2).
Gemeinschaftsbildung in der Schule (Schülervertretung, Freundschaften, Interessensgruppen, Schulpartnerschaft) (A 2).
Außenseiter in der Schule (A 2).
Formen der Gemeinschaftsbildung in der Kirche (E 2).
MIT JESUS IN FREIHEIT VERBUNDEN
2.9. Jesus von Nazareth in seiner Zeit und Umwelt (C 2) Kernstoff:
Biblische und außerbiblische Zeugnisse (C 2, D 2).
Jesus als historische Persönlichkeit (C 1).
Das Leben und das Land Jesu für das Kleinkind (C 2).
Gruppierungen und Parteien im Judentum zur Zeit Jesu und deren Messiaserwartungen (C 2).
Die Religionskritik Jesu (C 4).
Palästina zur Zeit Jesu (C 2).
Unterschiedliche Vorstellungen von Jesus und Erwartungen an ihn (Geschichte und Gegenwart) (A 2, D 2).
Verhältnis zwischen Judentum und Christentum (E 2).
2.10. Jesus Christus - Der Erlöser (B 4, C 4, E 2)
Kernstoff:
Jesus Christus - Gottes Sohn (B 4).
Menschen begegnen Jesus und finden in ihm Christus (B 2, E 2).
Leben, Sterben und Auferstehen als Erlösungsgeschehen (C 4, B 4).
Erlösungserfahrungen für das Kind (A 1, B 1).
Christen in der Nachfolge Jesu (E 2).
Das Jesusbild in den Evangelien (C 4).
Der Christusglaube in Geschichte und Gegenwart (D 4).
2.11. Die Bibel im Leben eines Christen (C 4, E 4)
Kernstoff:
Frohbotschaft und Zeugnis als Grundstruktur der Bibel (C 4).
Die Entstehung der biblischen Schriften (C 2).
Die Schriften des Alten und des Neuen Testaments (C 2).
Methodische Zugänge zu biblischen Texten (C 4).
Die Bedeutung der Bibel im kirchlichen Leben und im Leben einzelner Menschen (C 4, E 4).
Biblische Inhalte für Kinder (C 2).
Die Bibel als Literatur (C 2).
Wichtige bibelwissenschaftliche Informationen: Offenbarung, Kanon, Irrtumslosigkeit, Inspiration ... (B 2).
Entfaltung der biblischen Wahrheit durch das Lehramt der Kirche (B 2, C 2).
Christen leben mit und nach der Schrift (Beispiele und Formen) (E 4).
Klasse (2 Wochenstunden):
DEN GLAUBEN LEBEN - HANDELN AUS
DEM GLAUBEN
GLAUBE: URSPRUNG UND GESTALT
3.1. Zum Glauben kommen - Taufe (B 2, D 2)
Kernstoff:
Wege zum Glauben (B 4).
Die religiöse Entwicklung des Kindes (E 2).
Vermittlungsprozesse von Glauben an das Kind (E 2).
Die erste Glaubensentscheidung: die Taufe (B 3).
Jesus Christus: Grund des Glaubens (C 2).
Urvertrauen - Urangst (A 4).
Das ungetaufte Kind im Kindergarten (E 2).
Taufe und Ökumene (D 3).
Das Patenamt (E 2).
Die Kindertaufe (B 2, D 2).
Markante Glaubensgestalten für das Kleinkind (D 2).
3.2. Glaube als Haltung und Tat - Firmung (B 2, E 2) Kernstoff:
Gelebter Glaube (E 1).
Die Glaubensfähigkeit des Kindes (A 2, E 2).
Firmung als bewußte Entscheidung für den Glauben (B 1, E 1).
Leben mit dem Hl. Geist (B 2).
Mit Kindern Pfingsten feiern (D 2).
Zeichen religiöser Mündigkeit (E 4).
Der Glaube und Krisen des Glaubens (A 4).
Firmung und Pfarre (E 2).
Symbole aus der Firmliturgie (B 4).
Einheit in Glaube, Hoffnung und Liebe (E 1).
Die Beziehung des Erwachsenenglaubens zur kindlichen Glaubensfähigkeit (A 4, E 4).
GLAUBENSERFAHRUNG FÜR DAS
KLEINKIND
3.3. Schulung religiöser Grundfähigkeiten (Kräfteschulung) (A 4, B 4) Kernstoff:
Die Bedeutung der vollen Wirklichkeitserfassung für den Glauben (D 4).
Die Bedeutung des Handelns für den Glauben (E 4).
Die Bedeutsamkeit religiöser Grundfähigkeiten (zB Ehrfurcht haben, Toleranz zeigen ...) für den Glauben (A 4,D 4).
Die „Kräfteschulung” als Weg zur Glaubenserfahrung (A 4).
Methoden der Kräfteschulung (A 4).
Kräfte (= Grundfähigkeiten), die für Glaubensverhalten von Bedeutung sind (A 4).
3.4. Symbolerziehung (A 4)
Kernstoff:
Die Bedeutung der Symbole im kindlichen Leben (A 4).
Symbole im Leben des heutigen Menschen (A 4).
Vorgang der Symbolentdeckung und -verarbeitung (D 4).
Begriffserklärung und Differenzierung: Zeichen, Symbole, Verwendungsmerkmale usw. (A 4).
Vorsakramentale Erziehung (B 4).
Die Symbole in den Sakramenten (D 4).
Die Symbole in der katholischen Liturgie (D 4).
3.5. Jesusverkündung für das Kind (C 2)
Kernstoff:
Der Beziehungsaufbau zwischen Kind und Jesus (E 2, C 2).
Kindgemäße Inhalte aus den Evangelien (Auswahl, Ausmaß und Kriterien) (C 4).
Möglichkeiten des persönlichen Umgangs mit der Bibel (C 1).
Gleichnisse (Neues Testament) und Wunderberichte für die Kleinkindererziehung (C 2).
Gleichnisse und Wunder für den Glauben des Christen (C 1).
Die Herausforderung von Kreuz und Auferstehung für den Glauben (C 1).
LEBEN ALS ANTWORT
3.6. Menschenwürde und Menschenrechte (A 4, C 2, E 4) Kernstoff:
Anthropologische Begründung: Rechte und Pflichten des Menschen (A 2).
Das Recht des Menschen auf Leben (A 4).
Die Rechte und die Würde des Kindes aus christlicher Perspektive (A 4, B 4).
Gefährdung der Menschenwürde (A 2).
Die christliche Begründung der Menschenrechte und die daraus resultierenden Verpflichtungen (B 4, C 4).
Das christliche Menschenbild (B 4).
Verbriefte Menschenrechte (A 4).
Abtreibung und Euthanasie (E 4).
Das behinderte Leben (A 4).
Gefährdungen des Kindes durch die Gesellschaft (E 4).
Die Begegnung des Kindes mit dem behinderten Leben (A 2).
3.7. Das Gewissen und die Gewissensbildung des Kindes (A 4, E 4) Kernstoff:
Das Wesen und die Formen des Gewissens (A 4).
Inhalte der kindlichen Gewissensbildung (A 2).
Wege der Gewissensbildung beim Kind (A 2, E 2).
Gewissensfunktion und Gewissensentscheidung (E 4).
Gewissen und Gesetz (= soziales Gewissen).
Gewissen und Verantwortung (A 2, E 2).
Gewissenskonflikt (E 2).
Die Bedeutung des Vorbildes für das Kind (E 2).
Moralisches Lernen (Piaget - Kohlberg) (A 4).
Die Frage der Strafe (E 4).
3.8. Gott befreit zur Liebe - Dekalog und Bergpredigt (C 4) Kernstoff:
Menschliche Sehnsucht nach Befreiung und Liebe (A 4).
Das biblische Modell dieser Sehnsucht und deren Erfüllung (C 4).
Biblische Texte für das Kind, die befreiende Erlebnisse bewirken (E 4).
Gottes und Nächstenliebe (B 4, E 4).
Dekalog (C 4).
Bergpredigt (C 4).
Einübung des Kindes in christliche Gebote und Verhaltensweisen (E 2).
Möglichkeiten befreiender Erlebnisse und Schritte im Kindergarten (E 2).
Bibelwissenschaftliche Ergebnisse zu den Dokumenten der Bergpredigt und des Dekalogs (C 4).
Dekalog und Bergpredigt im Vergleich mit ähnlichen Texten aus anderen Religionen und Weltanschauungen (A 4).
BEFREIENDE ERFAHRUNGEN IM GLAUBEN
3.9. Schuld und Versöhnung (A 3, D 4, E 2)
Kernstoff:
Menschliche Erfahrungen von Heil und Unheil (A 3, B 3).
Heil- und Unheilserfahrungen in biblischen Texten, besonders in der Urgeschichte (C 4).
Texte der Urgeschichte für das Kleinkind (C 2).
Formen der Schuldbewältigung (A 2).
Bewältigung von Schuld aus dem Geist des Evangeliums (aus der Praxis Jesu und der Kirche) (C 4, D 4).
Das Bußsakrament (E 1).
Kindliche Bewältigung von „Schuld” und Fähigkeit zur Umkehr (E 2).
Die Lehre vom Teufel (D 3).
Die Bedeutung des Ablasses (D 4).
Der strafende Gott in der Erziehung (D 4).
Kollektivschuld (A 3).
Bußerziehung im Kleinkindalter (E 2).
3.10. Feste und Feiern (D 3)
Kernstoff:
Die Fähigkeit zu feiern im Menschen (A 4).
Anlässe und Bedingungen für das Feiern im Kindergarten (A 4).
Prinzipien der religiös orientierten Festgestaltung (A 4, E 4).
Der kirchliche Festkalender - seine Berücksichtigung im Kindergarten (D 4).
Der religiöse Ursprung des Festes (B 4).
Das Leben Jesu im Kirchenjahr (C 4, D 4).
Funktionen des Festes für den Glauben (B 4).
3.11. Eucharistie (B 3, D 3, E 3)
Kernstoff:
Wesen und Verständnis der Eucharistie (B 3).
Aufbau und Gestaltung der Eucharistiefeier (B 4).
Voreucharistische Erziehung (E 4).
Kinderliturgie (D 4).
Gestaltung von Kindermessen (E 4).
Der Sonntag (D 3).
Die Hinführung des Kindes zum Gemeindegottesdienst (E 2).
Vom Sabbat zum Sonntag (C 3, D 3).
Die Liturgiereform des 2. Vatikanums (D 4).
Leben mit der Eucharistie (E 4).
Klasse (2 Wochenstunden):
DER EINZELNE UND DIE GESELLSCHAFT
LEBEN IN PERSONALER BEZIEHUNG
4.1. Partnerschaft als christliches Anliegen (B 2, E 2) Kernstoff:
Charakteristika menschlicher Partnerschaft (Solidarität, Toleranz, Gleichwertigkeit, gegenseitige Anerkennung ...) (A 2, E 2).
Theologische Begründung von Partnerschaft (B 4, C 4).
Partnerschaft als christliches Anliegen im Kindergarten (E 2).
Partnerschaft in der Kirche (D 2).
Kind als „Partner” in der kirchlichen Gemeinschaft (D 2).
Gefährdungen der Partnerschaft (E 2).
Ökumene als Partnerschaft (D 2).
Verschiedengläubige Kinder im Kindergarten (D 2, E 2).
Die Bedeutung des Gesprächs für die Partnerschaft (A 2).
4.2. Sinn der Geschlechtlichkeit (A 1, D 1)
Kernstoff:
Menschliche Geschlechtlichkeit aus christlicher Sicht (A 4, E 4).
Achtung und Mißachtung des Menschen in seiner geschlechtlichen Rolle (A 1, E 1).
Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit (A 1, E 1).
Das sechste Gebot (E 4).
Christlich orientierte Geschlechtserziehung (E 2).
Aufklärungsliteratur für das Kind und deren Bewertung (A 2).
Mißbrauch menschlicher Sexualität (E 4).
4.3. Ehe und Familie (A 2, E 3)
Kernstoff:
Wesen und Sinn der Ehe (E 2).
Das Sakrament der Ehe (B 2, C 2).
Die Bedeutung der Familie für die Lebensgeschichte des einzelnen (A 4, E 4).
Die Feier der katholischen Trauung (B 2, D 2).
Voreheliche Beziehungen und nichteheliche Gemeinschaften aus der Sicht christlicher Verantwortung (E 2).
Die Wechselwirkung zwischen Kindergarten und Familie (E 2).
Ehe und Familie im Wandel der Zeit (A 4, E 2)
Verantwortung für Geschiedene und Wiederverheiratete (E 4).
Die Verantwortung der Kirche für unvollständige Familien (A 2, E 2).
Das Kind in schwierigen Familienverhältnissen (E 2).
AUSEINANDERSETZUNG MIT DER
UMWELT
4.4. Eltern als Katecheten (E 2)
Kernstoff:
Verantwortete Elternschaft (A 4).
Familie = Form der kirchlichen Gemeinschaft (D 4).
Die religiöse Entwicklung des Kleinkindes (B 2).
Die Bedeutung des elterlichen Vorbildes und der elterlichen Glaubensgeschichte für das Leben des Kindes (B 2, E 2).
Wesen der religiösen Erziehung in der Familie (E 2).
Elternarbeit in Zusammenhang mit religiöser Erziehung (E 2).
Das Kind und der elterliche Alleinerzieher (A 2).
Förderung der katechetischen Rolle der Eltern durch kirchliche Maßnahmen (D 2).
Literatur zur religiösen Erziehung (A 4).
4.5. Beruf - Arbeit - Freizeit (E 3)
Kernstoff:
Situation und Probleme der heutigen Berufswelt (A 4, E 4).
Arbeit und Beruf im Lichte der katholischen Soziallehre (A 3, C 3, E 3).
Berufsehtos des Kindergärtners (E 2).
Wert der Freizeit und ihre Gestaltung (A 4).
Bewältigung der Situation der Arbeitslosigkeit (E 3).
Freizeit als freie Zeit für andere (E 2).
Erholung des ganzen Menschen: Anliegen und Möglichkeiten (E 1).
Schöpfungsauftrag und Arbeit (C 4, E 3).
Kirchliche Berufe und Arbeitsbereiche (D 3).
Berufliche Fortbildung (E 4).
4.6. Die religiöse Erziehung im Pflichtschulalter (E 3) Kernstoff:
Die religiöse Entwicklung des Pflichtschulkindes (E 4).
Die Sozialisationsnormen im Pflichtschulalter (E 4).
Der katholische Religionsunterricht im Pflichtschulalter (B 4).
Formen kirchlicher Jugendarbeit (E 2, E 4).
Zusammenarbeit Kindergarten - Volksschule (E 2).
Lehrplan und Arbeitshilfen im Religionsunterricht der Volksschule (B 4, E 4).
Angebote kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit im Pflichtschulalter (E 4).
4.7. Soziale Gerechtigkeit (D 2, E 2)
Kernstoff:
Armut und Reichtum als Herausforderung zur sozialen Gerechtigkeit (A 2, E 2).
Entwicklung und Grundlage katholischer Soziallehre (D 2, E 2).
Sinn und Inhalt der sozialen Gerechtigkeit ( A 2, E 2).
Inhalt und Anliegen des 7. Gebotes (C 4, E 4).
Einüben sozialen Verhaltens im Kindergarten (E 3).
Auswirkungen sozialer Gegebenheiten im Kindergarten (E 4).
Sozialbewegungen und -einrichtungen in der Kirche (A 2, D 2).
Soziale Gerechtigkeit und Dritte Welt (E 4, D 4).
Auseinandersetzung mit den Sozialismen dieser Zeit (A 1).
Caritas als Lebenshaltung (E 4).
4.8. Frieden - Grundlage menschlicher Gemeinschaft (B 3, E 4) Kernstoff:
Der Wille zum Frieden als persönliche Grundhaltung (A 1, E 1).
Das Wesen der christlichen Friedensbotschaft (B 3, C 3).
Christliche Konfliktlösungsvorschläge (E 2).
Persönlichkeiten - für den Frieden engagiert (A 4, E 4).
Aktuelle Themen, wie: Gerechter Krieg, Landesverteidigung, Atomwaffe (A 4, E 4).
Friedenserziehung (A 4, E 4).
4.9. Ideologien und Weltanschauungen (A 1, D 4)
Kernstoff:
Begriffe: Weltanschauung - Weltbild - Ideologie (A 4).
Weltanschauliche Strömungen der Gegenwart und deren Beziehung zum Christentum (A 4, D 4).
Das christliche Weltbild (B 4).
Aufbau eines christlichen Weltbildes im Kind (E 4).
Glaube und Wissenschaften (in Beispielen, Unterschiede, Konflikte) (B 4).
Verschiedene Erziehungsansätze und deren Beziehung zu Religion (zB Montessoripädagogik, emanzipatorische P ...) (A 4).
Der durch Weltanschauungen herausgeforderte Glaube (A 4, B 4).
4.10. Kirche - Gemeinschaft der Getauften (D 2, E 2) Kernstoff:
Erfahrungen mit kirchlicher Gemeinschaft (D 2).
Kirche als gesellschaftliche Institution (D 2).
Biblische und lehramtliche Aussagen zur Kirche (C 4, D 4).
Kindliches Erleben von Kirche (D 4).
Kirche und Kindergarten (E 2).
Reich-Gottes-Gleichnisse (C 4).
Eine Kirche - viele Kirchen (D 4).
Das Kirchenbild im Wandel der Geschichte (D 4).
Kind und Pfarrgemeinde (E 2).
Erleben der Kirche im Gottesdienst (D 2).
Klasse (2 Wochenstunden):
LEBEN IN CHRISTLICHER
VERANTWORTUNG
RELIGIÖSE ERZIEHUNG
5.1. Religiöse Erziehung - Inhalte und Wege (E 3)
Kernstoff:
Verständnis und Ziele der religiösen Erziehung (A 3).
Wesentliche Inhalte religiöser Erziehung (B 3, C 3, D 3).
Kennzeichen kindlicher Religiosität (A 3, B 3).
Entfaltung des Religiösen im Kleinkindalter (A 3).
Vermittlungshilfen für die religiöse Erziehung (E 3).
Verantwortliche für die religiöse Erziehung (E 2).
Das Glaubenszeugnis des Erziehers (E 1).
Religiöse Weiterbildung (E 1).
Religiöse Sozialisation (A 2, B 2).
5.2. Gebetserziehung (D 1)
Kernstoff:
Gebet als wesentlicher Ausdruck des Glaubens (B 1, D 1).
Begründung für die Gebetserziehung (E 3).
Möglichkeiten der Gebetserziehung beim Kleinkind (Formen, Gebetshaltung, Sprache, Gebetszeiten usw.) (E 2).
Gebet und Gottesbeziehung (B 1, D 1).
Gebetspraxis des Jugendlichen und des Erwachsenen (Situation, Probleme, Möglichkeiten und Beispiele) (D 1, E 2).
Meditation (D 4).
Mit Kindern meditieren (E 2).
Das biblische Gebet (C 4).
Die christliche Gebetstradition (D 3).
5.3. Kind und Bibel (C 4)
Kernstoff:
Zugänge zur Bibel (C 3).
Die Bibel im Kindergarten und in der religiösen Kleinkinderziehung (E 3).
Das biblische Gottesbild (C 4).
Methoden der Bibelarbeit für das Kleinkindalter (Erzählen, Elementarisieren, Spiel ...) (C 2, E 2).
Biblische Texte in Feiern (D 4).
Gottesverkündigung durch biblische Texte und Inhalte (B 3, C 3).
Auslegungshilfen für biblische Texte (Lexika, Kommentare, Methoden) (D 4).
Bibelausgaben für das Kind (Auswahlkriterien, Beispiele) (C 2, E 2).
Elternbildung zum Thema (Bibel in der Familie) (E 2).
ZUSAMMENSCHAU CHRISTLICHEN
LEBENS UND GLAUBENS
5.4. Credo - Bezeugung des Glaubens im Wort (B 4)
Kernstoff:
Grundstrukturen und -aussagen des katholischen Credo (B 4, E 1).
Die Bedeutung des Glaubenszeugnisses für das eigene Leben und das der Umwelt (E 1).
Persönlicher und kirchlicher Glaube (D 2).
Das Glaubensbekenntnis der großen christlichen Kirchen (D 4).
Möglichkeiten eines kindlichen Glaubensbekenntnisses (E 4).
Credoformen des jungen Menschen in der heutigen Zeit (Beispiele und Einübung) (B 2).
Ursprung und Entwicklung christlicher Konfessionen - im Überblick (D 3).
Der Glaube an den Schöpfergott (C 3).
Die Ökumene (E 4).
Die Verschiedengläubigkeit im Kindergarten als erzieherische Aufgabe (E 4).
5.5. Sakramente - Bezeugung des Glaubens im Feiern (B 4) Kernstoff:
Sakramente als kirchlicher Lebensvollzug (D 4).
Der heilsanzeigende und -schaffende Charakter der Sakramente (D 4).
Die Symbolfähigkeit des Kindes (A 4).
Das Feiern von Festen (D 4, E 4).
Sakramentale Erziehung im Vorschulalter (E 4).
Inkarnatorische Grundstruktur des Heils: Christus - Kirche - Sakramente (B 2, D 4).
Heilige Zeichen und Riten in anderen Religionen (A 4).
Sakramentalien (B 4).
Feier des christlichen Brauchtums (A 4, D 4).
5.6. Diakonie - Bezeugung des Glaubens in der Tat (E 2) Kernstoff:
Menschsein in Mitmenschlichkeit (A 4).
Christsein in brüderlich-schwesterlicher Liebe: Diakonie (E 2).
Die Bedeutung des in Taten gelebten Glaubens für die Berufstätigkeit des Kindergärtners (E 2).
Die Bezeugungsfähigkeit des Kindes im Handeln (E 2).
Formen und Beispiele christlicher Diakonie heute (E 2).
Leben nach christlichen Normen (E 4).
Diakonie als individuelle und gemeindliche Verwirklichung von Glaube, Hoffnung und Liebe (E 2, C 4).
Die österreichische Caritas (E 2).
Beispiele für Diakonie in der kirchlichen Geschichte (D 2).
5.7. Leben auf die Zukunft hin (E 4)
Kernstoff:
Leben aus dem Glauben (E 2).
Die Lehre von der Zukunft (Eschatologie) (D 4).
Die Verantwortung im Beruf (E 2).
Die politische Verantwortung des Christen (E 4).
Ehe und Familie (A 4, E 2).
Ethische Verantwortung gegenüber Zukunftsproblemen der Menschheit (E 2).
Die Verantwortung für das Kind (E 2).
Persönliches Engagement in der Kirche (E 2).
Das Problem der Arbeitslosigkeit (E 4).
Evangelischer Religionsunterricht
Didaktische Grundsätze:
Der Rahmenlehrplan für den evangelischen Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist ein Lehrplan, der sich der theologischen Korrelationsmethode verpflichtet weiß. Insofern sind in diesem Lehrplan die spezifischen Anliegen evangelischer Theologie genauso berücksichtigt wie die unterschiedlichen möglichen religionspädagogischen Ansätze. Damit soll der Lehrplan für die Kindergartenpädagogik einen spezifischen evangelischen Beitrag in diesem Schultyp darstellen und es dem Lehrer ermöglichen, diesen spezifischen evangelischen Beitrag im Erziehungsanliegen der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik einzubringen und zu vertreten. Dabei wird in besonderer Weise darauf Bedacht genommen, daß die Schülerinnen und Schüler der Bildungsanstalten in doppelter Weise unterrichtet werden müssen, einerseits sollen sie für ihre persönliche und religiöse Entwicklung die notwendigen Impulse und Hilfestellungen erhalten, andererseits soll aber auch bedacht werden, daß die Schülerinnen und Schüler in Zukunft in Kindergärten arbeiten werden und von daher gefordert sind, christliche Vorstellungen, Lebensweisen und auch Inhalte vertreten sowie vermitteln zu können.
Weiters ist der Lehrplan dadurch gekennzeichnet, daß die klassischen religionspädagogischen Disziplinen wie Bibelkunde, Kirchengeschichte und so weiter nicht als eigene Themenbereiche ausgewiesen werden, sondern daß Bibel- und Kirchengeschichte sowie die anderen klassischen Gegenstandsbereiche als didaktische Prinzipien in jedem Themenfeld und in jedem Themenvorschlag vorauszusetzen sind. Dabei wird dem korrelativen Ansatz Rechnung getragen, der besagt, daß religiöse und theologische Aussagen eingebettet sein sollen in den Lebensvollzug der Lernenden und in diesem Fall auch der später Lehrenden, um auf diese Weise sowohl Daseinserhellung als auch Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Es ist also strikt davon auszugehen, daß die angegebenen Themenfelder auf einer theologischen Folie zu sehen sind, wobei diese Folie explizit ausgewiesen werden muß, weil sie in einzelnen Themenfeldern von ihrer inneren Logik her bestimmend ist. Weiters ist als didaktischer Grundsatz zu beachten, daß der/die Lehrer/in entsprechend der vorhandenen Lerngruppe aus den Themenfeldern die einzelnen Themen auswählt und von daher die Inhalte vermittelt. Diese Freiheit des Lehrers/der Lehrerin bedeutet aber gleichzeitig die Bindung an eine verantwortete Lehrstoffverteilung, die von dem/der Lehrer/in genau zu führen ist und alle Klassen zu umfassen hat. In diesem Zusammenhang soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, daß die einzelnen Themenfelder natürlich auf Grund entwicklungspsychologischer und schulpädagogischer sowie religionspädagogischer Vorgaben einzelnen Schulstufen zugewiesen werden, daß die Themenfelder aber von ihrer Konzeption her alle miteinander eng verknüpft sind und von daher ein Netzwerk ergeben, das die Beziehungen der einzelnen Themenfelder zueinander sichert und die Stringenz der Unterrichtsinhalte in ihren gegenseitigen Verknüpfungen immer wieder neu aufweist. Es sind also die einzelnen Themenfelder in ihrer schulstufenübergreifenden und allgemeinbildenden Perspektive zu sehen. Damit ist der evangelische Religionsunterricht in seinem Ansatz als fächerverbindender Unterricht definiert, der auf die Zusammenarbeit und die Impulse der anderen Lehrgegenstände in der Bildungsanstalt in der Kindergartenpädagogik hinweist. Gleichzeitig ist damit aber auch festgelegt, daß die Inhalte der einzelnen Schulstufen in aufbauender und, wie schon gesagt, in verknüpfender Weise zur Vorbereitung auf die Matura dienen. Insofern ist der evangelische Religionsunterricht zielgeleitet, um den Schülerinnen und Schülern die notwendigen Unterlagen für die Berufsberechtigung, die mit der Matura erworben wird, zu liefern.
Die Themenfelder sind nach drei übergeordnete Gesichtspunkten geordnet nämlich nach: I. Individualen Themen, II. Sozialen Themen und III. Globalen Themen. Diese Zuordnung bedeutet für die einzelnen Themenfelder eine Schwerpunktsetzung bedeutet aber nicht, daß sie sachlich, geschweige denn theologisch auf diesen Themenbereich eingeschränkt sind, sondern natürlich weisen die individualen Themenfelder genauso soziale und globale Momente auf wie dies bei den anderen Themenfeldern umgekehrt auch der Fall ist. Es wird in der didaktischen Reflexion notwendig sein, die dauernden Querverbindungen der einzelnen Themenfelder untereinander und auch der einzelnen Themenfelderbereiche zu suchen, aufzuzeigen und für die Schüler/innen transparent zu machen. Auf diese Weise wird die Kompetenz des Lehrers im Gefüge der relevanten Themenfelder einerseits und im Gefüge der übrigen Gegenstände gesichert, andererseits wird aber durch die konsequente Verarbeitung der einzelnen Themenfelder der spezifische Beitrag des evangelischen Religionsunterrichtes in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik festgeschrieben.
Schulpraktische Prinzipien
Der evangelische Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist bestimmt durch die Anzahl der Schüler/innen und daher die Möglichkeit, welche die zur Verfügung stehende Zeit dem Unterrichtsverlauf gibt. Der/die Lehrer/in hat also stärker als in anderen Gegenständen aus didaktischen Prinzipien heraus, die dargestellt worden sind, auszuwählen und den Lehrstoffverteilungsplan für die einzelne Schulstufe zu erstellen. Dabei werden die didaktischen Prinzipien, die für die anderen Gegenstände im Bereich der Bildungsanstalten gelten, zB vom Einfachen zum Komplizierten, vom Anschaulichen zum Abstrakten ebenfalls für den evangelischen Religionsunterricht gelten und von daher die Vergleichbarkeit dieses Unterrichtes mit anderen Unterrichtsgegenständen und Unterrichtsformen innerhalb der Bildungsanstalt herzustellen. Die zeitliche Begrenzung des Unterrichtes bedeutet aber keine Beschränkung in der Auswahl der Themenfelder und im Angebot der zu besprechenden Einzelthemen, sondern eine Konzentration auf wesentliche Themenfelder. Diese didaktische Entscheidung hat der/die jeweilige Lehrer/in aus schulpraktischen Erwägungen, die von der pädagogischen Soziologie, Psychologie und von der Lernpsychologie her begründbar sein müssen, zu treffen. Damit soll das Prinzip der Schülerorientierung des Unterrichtes besonders noch einmal angesprochen werden, weil natürlich der evangelische Religionsunterricht stark motivierenden Charakter hat und von daher auf die intensive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler angelegt ist. Insofern bietet sich auch als ein Bereich der didaktischen Entscheidung die Möglichkeit an, die Mitbestimmung der Schüler/innen bei der Reihung der einzelnen Themenfelder und bei der Auswahl konkreter Themen zu fördern. Gleichzeitig sind die angegebenen Themen im Rahmen der Themenfelder entsprechend der schulpädagogischen Situation zu modifizieren oder zu erweitern; allerdings unter Bedachtnahme auf die vorangestellten Lernziele. Die vorangestellten Lernziele in jedem Themenbereich nehmen das grundsätzliche didaktische Anliegen wieder auf, indem sie einerseits den daseinsauslegenden und daseinserhellenden Aspekt betonen (Lernziele 1-4) und andererseits aber auch den berufspraktischen Aspekt (Lernziel Nr. 5) jeweils aufnehmen.
Praktische Unterrichtsgestaltung
Die Frage nach der praktischen Unterrichtsgestaltung, die gewählte Methode und der Einsatz von Medien und anderen Lehr- und Lernmitteln richtet sich nach den oben genannten didaktischen Kriterien. Es soll also zwischen didaktischen Vorüberlegungen und deren Umsetzung in praktische Unterrichtsarbeit mit Hilfe von methodischen Hilfsmitteln unterschieden werden. Die jeweiligen methodischen Ansätze werden sich nach den didaktischen Überlegungen richten und nicht umgekehrt. Dabei ist das Prinzip der Schülerorientierung ein weiteres Mal zu beachten, damit einerseits sowohl Unter- wie auch Überforderungen vermieden werden und andererseits die Aktualität und Lebendigkeit des evangelischen Religionsunterrichtes nicht aufs Spiel gesetzt wird. An dieser Stelle wird die pädagogische Arbeit des Lehrers nach der Erstellung des verantworteten Lehrstoffverteilungsplanes ihre weitere Aufgabe erhalten, nämlich die adäquaten Unterrichtsmittel für den Unterricht zur Verfügung zu stellen, wobei Unterrichtsmittel grundsätzlich so zu wählen und einzusetzen sind, daß durch sie die zunehmende Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler gewährleistet wird. Gerade hier wird das fächerverbindende Denken, das dem evangelischen Religionsunterricht zugrunde liegt, seine besondere Bedeutung haben, weil der Lehrer bzw. die Lehrerin sich von dem methodischen Vorgaben der anderen in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik gelernten Gegenstände inspirieren läßt. Die allgemeinen didaktischen Grundsätze für den Gesamtlehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik bieten hierfür die besten Voraussetzungen.
Übersicht über die Themenfelder des Lehrplans
I. Individualer Aspekt
Frage nach Gott
Glück und Leid
Gewissen
Lebensgeschichte
Wahrheit und Lüge
Hoffnung
Glauben „lernen”
II. Sozialer Aspekt
Die Bedeutung der Gemeinschaft
Religiöse Ausdrucksformen
Beziehungen
Leben in Kirchen und Konfessionen
Fremde Kinder
Spiele und Feste
Glauben „lehren”
Macht
III. Globaler Aspekt
Arbeit und Leben
Leistung
Freizeit
Friede
Gerechtigkeit
Leben
Medien
Themenfelder geordnet nach Schulstufen
Klasse
Klasse
Klasse
Klasse
Klasse
THEMENFELDER
Die Frage nach Gott
Gottesvorstellungen und entsprechende Anbetungsformen kennen.
Die Formen von Religionskritik, Atheismus und religiöse Indifferenz kennen und miteinander in Beziehung setzen können.
Motive für einen christlichen Gottesbegriff und eine christliche Gotteserfahrung sowie den daraus folgenden Glauben erwägen und darstellen können.
Eine eigene Stellung zu Gottesbildern und Glaubenserfahrungen gewinnen können.
Die Bedeutung von Gottesvorstellung, Glauben an Gott und der entsprechenden Sozialisation bzw. Erziehung darstellen und beurteilen können.
Mögliche Themen
Religion und Religionskritik (Feuerbach, Freud, Nitzsche, Marx, Sartre)
Die Gottesvorstellungen in Kindergebetsbüchern
Die Gottesvorstellungen und Formen des Gottesglaubens in den Veröffentlichungen zum Kindergottesdienst
Die Gottesvorstellungen der kirchlichen Feste
Probleme beim Erzählen von Gott
Eltern - Gott und Kinder - Gott
Formen der Anbetung und des kindgemäßen Gebetes
Gott: der Schöpfer - der Vertraute - der Tröster - der Helfer
Die Frage nach Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit im Leben der Kinder
Religiöse Stereotypen
Glück und Leid
Persönliche Glücksvorstellungen einordnen können.
Den Zusammenhang zwischen Glück und Wohlbefinden und die daraus entstehende Lebensauffassung darstellen können.
Glück und Leid als Gegensatzpaar in Weltanschauungen erkennen und als Grundlage theologischer Anthropologie ausführen können.
Möglichkeiten und Grenzen des Wunsches nach dem persönlichen Glück darstellen können.
Weinen und Lachen bei Kindern verstehen können.
Mögliche Themen
Die Frage nach dem Lustgewinn
Geschenke und Liebe: Quellen allen Glücks?
Widerspruch und Widerstand - Ursachen für Leid
Regeln, Ordnungen und Grundeinstellungen als Begrenzungen und Hilfen menschlichen Lebens
Erzieherisches Handeln und Freiheitsstreben von Kindern
Die Frage nach dem Tod im Leben von Kindern
Familie: Glück für das Kind - keine Familie: Unglück für das Kind?
Umgang mit kindlichen Vorbildern
Glück in Werbung oder Spiel
Glück im Leben der Kinder
Gewissen
Die Bereiche des Guten und des Bösen benennen und nach den Begründungen für gutes Handeln und böses Handeln fragen können.
Die Freiheit menschlichen Handelns darstellen können.
Gewissen als Widerspruch zwischen Zielen und Wirklichkeit darstellen können.
Den christlichen Glauben als Dialektik des Handelns darstellen können.
Die Schuldproblematik im menschlichen Leben erkennen und akzeptieren können.
Unschuld und Schuld in der Gewissenserziehung bei Kindern darstellen können.
Mögliche Themen
Das Böse als Thema in der Literatur
Das Böse als Erfahrung in der Geschichte
Das Böse, ein verfehlter Begriff (Verhaltensforschung, Gesellschaftstheorien usw.)
Die Frage nach dem guten Menschen (Beispiele aus der Literatur) „Das Dichten und Trachten des Menschen ist böse von Jugend an” Strafe bei Kindern
Die Frage von Gut und Böse in den Märchen
Gewalt in der Erziehung
Gewalt in Beziehungen
Mut zum Widerstand
Lebensgeschichte
Die verschiedenen Wege der Identitäsbildung (Anm.: richtig: Identitätsbildung) aufzeigen können.
Lebensgeschichtliche Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Heranwachsende darstellen können.
Vorstellungen von unterschiedlichen Arten der Lebensgestaltung aufzählen und ihre Begründungen benennen können.
Die Möglichkeiten der Selbstbestimmung erkennen und deren christliche Motivation aufzeigen.
Die Lebensgeschichte von Kindern darstellen und die Möglichkeiten erzieherischen Einwirkens benennen können.
Mögliche Themen
Die Begründungen und die Folgen unterschiedlicher Erziehungsstile Lebensmöglichkeiten, Lebensinhalte und Statussymbole
Der ganz normale Alltag: Lebensläufe von Kindern
Die Frage nach Leistung und Belohnung
Wenn Kinder einmal erwachsen werden
Spiele für Kinder und die damit vermittelten sozialen Beziehungen
Bücher für Mädchen, Bücher für Buben: Welche Verhaltensmuster
werden vorgegeben?
Bilderbücher, die Lebensläufe schildern
Die Kinder und die Alten: Zwei Seiten der gleichen Sache?
Spiel, Tanz und Gebet: Reservate menschlichen Handelns?
Gottesdienst für Kinder: Gott für die Kleinen - Gott für die Großen
Wahrheit und Lüge
Die Frage nach der Wahrheit als Frage nach zuverlässigen Leitlinien für das Leben verstehen.
Verschiedene Theorien der Wahrheit miteinander in Beziehung setzen können.
Glaube auf dem Hintergrund der Frage nach der Wahrheit betrachten können.
Die Bedeutung der Wahrheit für Glauben und Existenzfragen darstellen können.
Wahrheit und Lüge - Geschwister der gleichen Sache?
Mögliche Themen
Die Wahrheitsfrage in der Literatur
Wahrheit - nur eine Frage des Standpunktes
Lüge in Kinderkatechismen und religiöser Kinderliteratur
Das Verhältnis von Glaube, Wahrheit und Vertrauen bei Kindern Fehler menschlichen Verhaltens und die Angst vor den Folgen „Notlüge”
Wahrheit und Lüge in Märchen und Sagen
Streit um die Wahrheit als Zusammenhang von Einsicht, Liebe und Vertrauen
Durchsetzungswillen
Die Anthropologie der Lüge
Meine phantastische Welt
Ich baue ein neues Paradies
Hoffnung
Zukunftsentwürfe und deren Bedeutung für gegenwärtiges Handeln darstellen können.
Hoffnung als tragenden Sinn erkennen.
Weltprobleme und die Chancen ihrer Lösung benennen können.
Den christlichen Begriff Hoffnung beschreiben und auf das eigene Leben hin befragen können.
Den Begriff Hoffnung als Grundaussage für das Leben von Kindern benennen können.
Mögliche Themen
Utopien und künftige Weltvorstellungen
Die Bedeutung der Offenbarung und der Apokalypse
Das Prinzip Hoffnung und seine Bedeutung für die politische
Diskussion
Stadtplanung: Kindergärten und Spielplätze
Hoffnung in Theaterstücken für Kinder
Kinder als Zeichen der Hoffnung
Glauben „lernen”
Glaubensformen kennen und unterscheiden können.
Glaubensbegriffe miteinander vergleichen und gegeneinander abwägen können.
Den evangelischen Glaubensbegriff definieren und in seinen Folgewirkungen darstellen können.
Den Zusammenhang von „Kopf-Herz-Hand” beschreiben können.
Glaubenswelten von Kindern beobachten und beschreiben können.
Mögliche Themen
Methoden der Bibelauslegung
Offenbarungs- bzw. Buchreligionen
Literatur über die Bibel
Das Entstehen dogmatischer Aussagen
Schrift als Bekenntnis - Bekenntnisschriften
Glaube ist Mut und Vertrauen
Das Lebensmodell Jesu
Die Bedeutung der Gemeinschaft
Die Erwartungen an und die Verbindlichkeit für menschliche Beziehungen darstellen können.
Die Bedeutung der Gemeinschaft als Ausdruck grundsätzlicher anthropologischer Aussagen.
Die Ausformungen des Gemeinschaftsbegriffes und das jeweils daraus resultierende Menschenbild in religiösen Gruppierungen darstellen können.
Auffassungen des Gemeinschaftsbegriffes darstellen können und den eigenen Standpunkt dazu nennen können.
Die Bedeutung von Gemeinschaft in der Biographie von Kindern.
Mögliche Themen
Die Krise des Gemeinschaftsbegriffes in den verschiedenen Kulturen und in verschiedenen politischen Strukturen
Freunde, Gegner und Feinde bei Kindern Spielgemeinschaften als Probe für Lebensgemeinschaften
Die Anforderungen verschiedener Gemeinschaften für den Einzelnen Was will ich von der Gemeinschaft?
Das Mitmachen bei Gebeten, Feiern und Festen
Außenseiter und Insider
Die Gemeinschaft der Glaubenden - Gemeinschaft von Kindern
Die Bedeutung der Familienstrukturen für die Gemeinschaft
Kindergarten, Kinderspielplätze und Wohnbau
Die Frage nach dem Teilen und nach dem Eigentum
Religiöse Ausdrucksformen
Formen religiöser Äußerungen beschreiben, einordnen und verstehen können.
Religiöse Transzendenzerfahrungen in der Alltagssprache und in der Alltagssprache und in der Lebenswelt hören und verstehen können.
Die Schwierigkeiten in der Übereinstimmung von religiösen Ausdrucksformen und christlichen Grundaussagen darstellen können.
Grundformen für religiöse Sprache entwickeln können.
Kinder in ihren religiösen Bedürfnissen verstehen und fördern können.
Mögliche Themen
Religiöse Ausdrucksformen und Erscheinungsformen wie zB New Age,
Esoterik, Okkultismus
Die Alltagssprache in ihrer religiösen Bedeutung
Die religiöse Erziehung durch die Eltern
Wie sind die Eltern religiös erzogen worden
Die Bedeutung von Glaubensbekenntnissen, Gebeten und festen Formeln
Die Frage nach der privaten und nach der öffentlichen Frömmigkeit
Die Frage nach Gott im Lebenshorizont der Kinder
Die Frage von Schöpfung und Umwelt im Verständnishorizont von Kindern
Die Bedeutung kirchlicher bzw. religiöser Feiertage
Die Frage nach der Religion als Frage nach Bindung und Freiheit Religiöse Entwicklungsstufen im Leben der Kinder
Vater- und Mutterstrukturen in der heutigen Gesellschaft
Die Bedeutung von Symbolen
Beziehungen
Bekannte und neue Formen des Zusammenlebens darstellen können.
Die sozialen und psychologischen Voraussetzungen für neue Lebensformen darstellen können.
Die Option der Gesellschaft für bestimmte Gemeinschafts- und Lebensformen argumentieren können und mit dem biblischen Menschenbild in Beziehung setzen.
Die eigenen Beziehungswünsche und Beziehungslosigkeiten reflektieren und begründen können.
Die Beziehungen unter Kindern bzw. zwischen Kindern und Erwachsenen beschreiben können.
Mögliche Themen
Die Bedeutung der Freundschaft für das Leben
Sexualität als Liebe - Leistung - Tabu?
Kindliche Sexualität und deren Bedeutung für die Entwicklung
Kinder und Geschwister
Kinder in familiären Strukturen
Die Beziehungen von Kindern zu Neugeborenen
Die Eheauffassungen der christlichen Konfessionen Kraft, Stärke und Gewalt in menschlichen Beziehungen Kampfspiele und Sozialisationsspiele für Kinder
Egoismus, Durchsetzungsvermögen und Verzicht als soziale Tugenden?
Leben in Kirchen und Konfessionen
Die Ausformung religiöser Anschauungen in christlichen Konfessionen darstellen können.
Grundsätzliche Unterschiede der verschiedenen Konfessionen kennen.
Die Gemeinsamkeiten der Konfessionen darstellen können und ihren Beitrag zur Lösung von übergreifenden Sachfragen beschreiben können.
Den eigenen konfessionellen Standpunkt als Beitrag zu der einen Welt artikulieren können.
Die Konfessionsgebundenheit von Kindern und Eltern kennen und damit umgehen können.
Mögliche Themen
Die Entstehung der verschiedenen Konfessionen
Evangelisch-Katholisch im Alltagsleben
Wie erleben Kinder die unterschiedlichen Kirchen
Die Wünsche von Kindern an ihre Kirchen
Kinderkirche gegen Erwachsenenkirche
Die Bedeutung des Sonntages
Mission als Utopie der einen Weltfamilie
Grundzüge für einen Katechismus der Kinder
Die Frage nach der Taufe
Die Rolle von Mann und Frau in den Kirchen
Konfessionelles Selbstbewußtsein
Fremde Kinder
Wahrnehmen, daß es in der Umwelt verschiedene Gruppen gibt, die selber und deren Kinder benachteiligt sind.
Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als gesellschaftliche Aufgabe erkennen.
Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als Humanitätsbeitrag des Christentums argumentieren können.
Bereitschaft für den Einsatz für andere Gruppen und Benachteiligte in unserer Gesellschaft entwickeln.
Durch den Kontakt mit fremden Kindern fremde und eigene Kulturen kennenlernen.
Mögliche Themen
Ausländerkinder in der Umwelt
Mädchenerziehung in verschiedenen Kulturen
Erziehung von Buben in verschidenen (Anm.: richtig: verschiedenen)
Kulturen
Rolle von Mann und Frau in verschiedenen Kulturen und Religionen Küche und Eßgewohnheiten in anderen Kulturen
Wohnen und leben von Fremden in unserer Gesellschaft Freuden und Leiden von Fremden und Randgruppen in unserer
Gesellschaft
Gastfreundschaft als biblischer Auftrag
Spiele und Feste
Spiele und Feste als Ausdrucksformen menschlicher Gemeinschaft beschreiben können.
Spiele und Feste als Entfaltung menschlicher Fähigkeiten und Lebensfreude ausdrücken können.
Spiele und Feste als Ausdrucksformen von Gotteserfahrungen in unserer Gesellschaft darstellen können.
Bereitschaft entwickeln, mit Spielen und Festen entsprechend ihren Spielregeln und ihren Formen umzugehen.
Spielen mit Kindern einüben und weiterführen.
Mögliche Themen
Die Bedeutung von Sport und Spiel für Kinder
Die Bewegung für Kinder als Abbau von Aggressionen
Der Einzelne und die Gemeinschaft im Spiel
Erwünschte und unerwünschte Spiele
Spiele und Feste als Zeichen von Sensationslust
Die Vermarktung von Spielen und Festen
Die Bedeutung von Spielen und Festen in der Politik
Feste in der Kirche
Spiele in Religion und Kirche
Lebensfeste: Taufe, Geburtstag, Weihnachten, Ostern
Besondere Feste im Jahr: Feste von Vereinen, Geburtstagsfeste und
anderes
Die Ritualisierung von christlichen Festen
Tanz, Bewegung und Animation bei Spielen und Festen Feste und Spiele als Einübung in Alltagserfahrungen Spiele, Feste und Feiern in Kinderbüchern
Literatur über Spiele und Feste und deren Intentionen
Der Wunsch nach Harmonie und die Erfahrung des Spielverderbers Spiel, Tanz und (Anm.: richtig: Ekstase) Extase
Lieder und Psalmen in der Bibel
Glauben „lehren”
Die Problematik der Vermittlung von Religion beschreiben können.
Lehraussagen verschiedener Religionen zueinander in Beziehung setzen können.
Die Differenz von Lehraussagen und Lebensvollzug beschreiben können.
Lehraussagen der christlichen Kirchen sichten und beurteilen können.
Lehraussagen mit Lebensäußerungen von Kindern verbinden und beurteilen können.
Mögliche Themen
„Klassische” evangelische Pädagogik
Konzepte evangelischer Religionspädagogik
Der Zusammenhang von Didaktik und Methodik
Die Frage des Kinderabendmahls
Religiöse Sprache und Alltagssprache
Das Erzählen von biblischen Geschichten
Fragen und zweifeln als Wege des Glaubens
Bausteine für einen Katechismus für Kinder
Macht
Die Schüler sollen Machtstrukturen im persönlichen und im gesellschaftlichen Bereich benennen können.
Die Schüler sollen den biblischen Begriff der Macht und den politischen Machtbegriff diskutieren können.
Die Schüler sollen Ohnmachtserfahrungen in ihrer Lebenswelt benennen und darstellen können.
Die Schüler sollen den Zusammenhang von Macht, Autorität und Freiheit diskutieren können.
Die Schüler sollen Machtmißbrauch an und Ohnmacht von Kindern darstellen können.
Mögliche Themen
Wenn ich krank bin, dann bete ich
Mein Kuscheltier versteht mich
Der Umgang von Kindern mit ihren Spielsachen
Sieger und Verlierer beim Spiel
Geprügelte und mißbrauchte Kinder
Wenn du mein Freund sein willst, dann ...
„Unsere Kinder sollen es besser haben”
Mein Vater ist der Stärkste
Was ich alles nicht darf
Wenn ich groß bin, dann werde ich
Arbeit und Leben
Die verschiedenen Konzeptionen und Konstellationen von Arbeit kennen.
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