Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Lehrpläne für die Handelsakademie und die Handelsschule; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht
– ihre individuelle Lebenssituation in Bezug auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik reflektieren.
Lehrstoff:
Konfliktfelder in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und ihre historischen Wurzeln
Aktuelle Herausforderungen in der modernen Gesellschaft: Gender und Diversität, multikulturelle Gesellschaft, interkulturelles Lernen, Integration
MATHEMATIK UND NATURWISSENSCHAFTEN
Bildungsziele des Clusters „Mathematik und Naturwissenschaften“
Der Cluster umfasst die Unterrichtsgegenstände „Mathematik und angewandte Mathematik“, „Naturwissenschaften“ sowie „Ökologie, Technologie und Warenlehre“. Die Verbindung mit den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“ fördert das interdisziplinäre und vernetzte Denken.
Die Schülerinnen und Schüler
– kennen die für die Berufspraxis und für weiterführende Ausbildungen notwendigen mathematischen und naturwissenschaftlichen Begriffe, Methoden und Denkweisen und können diese anwenden,
– können einfache Sachverhalte, im Besonderen auch aus der Wirtschaft, mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Modellen beschreiben und analysieren,
– können in der jeweiligen Fachsprache kommunizieren, argumentieren, Ergebnisse dokumentieren und interpretieren,
– können den Zusammenhang zwischen Mathematik, Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften durch eine ganzheitliche Sichtweise von Ökologie, Technologie und Warenlehre erkennen,
– sind sich der Bedeutung der Mathematik und der Naturwissenschaften für Wirtschaft, Technik und Umwelt bewusst und können dadurch verantwortungsvoll und nachhaltig handeln.
Mathematik und angewandte Mathematik:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die für die Berufspraxis und für weiterführende Ausbildungen notwendigen mathematischen Begriffe, Methoden und Denkweisen anwenden,
– einfache Sachverhalte, im Besonderen auch aus der Wirtschaft, mit mathematischen Modellen beschreiben, analysieren und interpretieren,
– unter Verwendung einer exakten mathematischen Ausdrucksweise Sachverhalte kommunizieren, argumentieren, kritisieren und beurteilen,
– die Ergebnisse mathematischer Analysen in Bezug auf die Ausgangssituation bewerten,
– allgemeine Rechenverfahren auf unterschiedliche Problemstellungen (Naturwissenschaften, Technik, Wirtschaft usw.) anwenden,
– zeitgemäße technische Hilfsmittel zielorientiert einsetzen.
Naturwissenschaften sowie Technologie, Ökologie und Warenlehre:
Die Schülerinnen und Schüler können
– Vorgänge und Erscheinungsformen der Natur und Umwelt beobachten, mit Hilfe von Formeln, Größen und Einheiten systematisch und in der entsprechenden Fachsprache beschreiben, berechnen, darstellen und erläutern,
– die Bedeutung naturwissenschaftlicher Vorgänge für Wirtschaft, Technik und Umwelt erfassen und verstehen,
– aus unterschiedlichen Medien fachspezifische Informationen beschaffen, naturwissenschaftliche Fragestellungen formulieren und analysieren,
– einfache naturwissenschaftliche Untersuchungen planen, Lösungsansätze formulieren, typische naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden anwenden und Untersuchungsergebnisse interpretieren und dokumentieren,
– gewonnene Ergebnisse der Naturwissenschaften mit gültigen wissenschaftlichen sowie aktuellen kulturellen, wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Kriterien bewerten und den Nutzen für die Gesellschaft erkennen und begründen,
– die Verlässlichkeit einer naturwissenschaftlichen Aussage abschätzen, Gültigkeitsgrenzen erkennen und Schlussfolgerungen daraus ziehen,
– die förderliche Anwendung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Prognosen für sich sowie für die Gesellschaft (Wirtschaft, Umwelt und Technik) erkennen und diese beschreiben,
– anhand ausgewählter Beispiele den Lebenszyklus von Waren erklären und Zusammenhänge zwischen seinen Abschnitten herstellen,
– naturwissenschaftliche, wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte von Waren und Technologien erfassen und in der entsprechenden Fachsprache beschreiben,
– durch Untersuchen von Warenproben mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden deren Eigenschaften und Qualitäten ermitteln,
– das Marktangebot von Waren aus Sicht des Handels und als Konsumentin und Konsument zielgerichtet untersuchen und bewerten.
5.1 Mathematik und angewandte Mathematik
Didaktische Grundsätze:
Die Handlungsdimensionen Modellieren/Transferieren, Operieren/Technologieeinsatz, Interpretieren/Dokumentieren, Argumentieren/Kommunizieren sind ausgewogen in den Unterricht zu integrieren.
Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, die mathematische Symbolik und Fachsprache zu verstehen und aktiv zur Argumentation einzusetzen.
Zur Bearbeitung von Aufgabenstellungen sollen zeitgemäße Technologien eingesetzt werden. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler die Technologien sowohl als Rechenwerkzeug als auch als didaktisches Medium für die Erarbeitung von Lerninhalten kennenlernen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen verschiedene Unterrichtsmethoden und Lernformen kennenlernen, die zu selbstständigem und eigenverantwortlichen Arbeiten sowie zur Teamarbeit führen.
I. Jahrgang (1. und 2. Semester):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Zahlen und Maße – Zahlenbereiche und Zahlenmengen
– die Zahlenbereiche der natürlichen, ganzen, rationalen und reellen Zahlen beschreiben und damit rechnen,
– die Zahlenmengen auf der Zahlengeraden veranschaulichen,
– die Zahlenmengen mit Hilfe mathematischer Symbole beschreiben,
– die Beziehungen zwischen den Zahlenmengen herstellen und erklären.
Bereich Zahlen und Maße – Berechnungen und Umwandlungen
– Zahlen in Fest- und Gleitkommaschreibweise darstellen, die Darstellungsform wechseln und damit rechnen,
– grundlegende Maßeinheiten (Längen-, Flächen-, Raum- und Hohlmaße, Zeit, Masse) beschreiben, diese zueinander in Beziehung setzen und damit rechnen,
– beliebige Maßeinheiten nach vorgegebenen Kriterien umwandeln,
– Ergebnisse von Berechnungen abschätzen,
– Zahlenangaben in Prozent und Promille verstehen, Prozente bzw. Promille berechnen und mit Prozent- bzw. Promilleangaben in unterschiedlichem Kontext rechnen,
– Berechnungen mit sinnvoller Genauigkeit durchführen und Ergebnisse angemessen runden.
Bereich Algebra und Geometrie – Potenzen, Terme und lineare Gleichungen
– die Rechengesetze von Potenzen mit ganzzahligen Exponenten anwenden und begründen,
– mit Termen rechnen, Terme umformen und dies durch Rechenregeln begründen,
– die Struktur eines Terms erkennen, um Terme mit der jeweiligen Technologie gezielt verarbeiten zu können,
– lineare Gleichungen für Aufgaben aus den Bereichen Prozentrechnung und Bewegung aufstellen,
– lineare Gleichungen in einer Variablen lösen,
– die Lösungsmenge einer linearen Gleichung in einer Variablen interpretieren, dokumentieren und in Bezug auf die Aufgabenstellung argumentieren,
– lineare Gleichungen (Formeln) in mehreren Variablen nach einer variablen Größe explizieren, die gegenseitige Abhängigkeit der Größen interpretieren und erklären.
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Funktionsbegriff und lineare Funktionen
– die Definition der Funktion als eindeutige Zuordnung beschreiben,
– Funktionen als Modelle zur Beschreibung von Zusammenhängen zwischen Größen verstehen und erklären,
– Funktionen in einer Variablen in einem kartesischen Koordinatensystem darstellen,
– das Modell der linearen Funktion in unterschiedlichen Kontexten, insbesondere mit Wirtschaftsbezug (Kostenfunktion, Erlös- bzw. Umsatzfunktion, Gewinnfunktion, Fixkosten, variable Kosten und Break Even Point) beschreiben und selbstständig lineare Modellfunktionen bilden,
– lineare Funktionen implizit und explizit darstellen und zwischen diesen wechseln,
– die Darstellungsformen linearer Funktionen interpretieren und erklären, insbesondere die Bedeutung der Parameter „Steigung“ und „Achsenabschnitt“,
– den Begriff der Umkehrfunktion auf lineare Funktionen anwenden.
Lehrstoff:
Zahlen und Maße:
Zahlenmengen N, Z, Q, R, Symbole der mathematischen Schreibweise, Rechnen mit Zahlen, Dezimal- und Gleitkommadarstellung, Prozentrechnung, Maßeinheiten
Algebra und Geometrie:
Potenzen mit ganzzahligen Exponenten (inkl. Rechenregeln), Rechnen mit Termen, lineare Gleichungen
Funktionale Zusammenhänge:
Funktionsbegriff, Umkehrfunktion, lineare Funktionen
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten
II. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 3:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Algebra und Geometrie – Potenzen
– die Potenzschreibweise mit rationalen Exponenten beschreiben, die damit zusammenhängenden Rechengesetze anwenden und begründen,
– Potenz- und Wurzelschreibweise ineinander überführen,
– in Formeln, die auch Potenzen mit rationalen Exponenten enthalten, die gegenseitige Abhängigkeit der Größen interpretieren, erklären und nach einer variablen Größe explizieren.
Bereich Algebra und Geometrie – Lineare Gleichungssysteme
– lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen für Aufgaben aus den Bereichen Prozentrechnung und Bewegung aufstellen,
– verschiedene Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen anführen,
– lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen lösen,
– die Lösungsmenge linearer Gleichungssysteme interpretieren, dokumentieren (auch grafisch) und in Bezug auf die Aufgabenstellung argumentieren,
– Probleme aus verschiedenen Anwendungsbereichen in lineare Gleichungssysteme mit mehreren Variablen übersetzen, mit Hilfe von Technologieeinsatz lösen und das Ergebnis in Bezug auf die Problemstellung interpretieren und argumentieren.
Bereich Algebra und Geometrie – Matrizen
– die Matrizenschreibweise als Darstellungsform nennen, die Matrixelemente interpretieren und deuten,
– lineare Gleichungssysteme in Matrizenschreibweise darstellen, mit Hilfe der Matrizenrechnung umformen und technologieunterstützt lösen,
– Addition, Subtraktion, Multiplikation sowie die Berechnung der Inversen von Matrizen mit Hilfe der Technologie durchführen,
– die Matrizenrechnung auf wirtschaftliche Aufgabenstellungen anwenden und Gozintographen deuten.
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Lineare Funktionen und lineare Gleichungen
– den Zusammenhang zwischen linearer Funktion und linearer Gleichung in zwei Variablen beschreiben,
– die Lösungsmenge eines linearen Gleichungssystems in zwei Variablen als Schnittpunkt zweier Geraden interpretieren.
Lehrstoff:
Algebra und Geometrie:
Potenzen mit rationalen Exponenten, lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen, Matrizen, lineare Gleichungssysteme in mehr als zwei Variablen
Funktionale Zusammenhänge:
Lineare Funktionen
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit
Semester – Kompetenzmodul 4:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Zahlen und Maße – Winkelmaße
– die verschiedenen Winkelmaße nennen und mit Altgrad und Bogenmaß rechnen.
Bereich Algebra und Geometrie – Quadratische Gleichungen
– quadratische Gleichungen in einer Variablen lösen,
– die Lösungsmenge einer quadratischen Gleichung in einer Variablen über der Grundmenge R interpretieren, dokumentieren und in Bezug auf die Aufgabenstellung argumentieren.
Bereich Algebra und Geometrie – Sinus, Cosinus, Tangens im rechtwinkeligenDreieck
Sinus, Cosinus und Tangens eines Winkels als Seitenverhältnisse im rechtwinkeligen Dreieck modellieren, interpretieren und argumentieren,
– zumindest rechtwinkelige Dreiecke mit Hilfe der Winkelfunktionen auflösen.
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Potenz-, Polynom- und Winkelfunktionen
– Potenz- und Polynomfunktionen grafisch darstellen und ihre Eigenschaften interpretieren,
– quadratische Funktionen aus drei gegebenen Punkten bzw. aus dem Scheitel und einem weiteren Punkt des Funktionsgraphen aufstellen,
– die Bedeutung der Koeffizienten einer quadratischen Funktion f mit f(x)=ax^2+bx+c auf deren Verlauf ihres Graphen beschreiben und interpretieren,
– den Zusammenhang zwischen der Lösungsmenge einer quadratischen Gleichung und den Nullstellen einer quadratischen Funktion interpretieren und damit argumentieren,
– das Modell der quadratischen Funktion in unterschiedlichen Kontexten, insbesondere mit Wirtschaftsbezug, anwenden,
– mit Hilfe des Einheitskreises die Sinus-, Cosinus- und Tangensfunktion eines Winkels modellieren, interpretieren und grafisch darstellen.
Lehrstoff:
Zahlen und Maße:
Altgrad und Bogenmaß (rad)
Algebra und Geometrie:
Quadratische Gleichungen, Sinus, Cosinus, Tangens im rechtwinkeligen Dreieck
Funktionale Zusammenhänge:
Potenzfunktionen, quadratische Funktionen und Polynomfunktionen höheren Grades, Sinus, Cosinus, Tangens im Einheitskreis
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Algebra und Geometrie – Logarithmen und Exponentialgleichungen
– den Begriff des Logarithmus beschreiben,
– logarithmische Rechengesetze anwenden,
– mit Hilfe des Logarithmus Exponentialgleichungen vom Typ a^(k*x)=b nach der Variablen x auflösen,
– komplexere Exponentialgleichungen mit Einsatz von Technologie lösen.
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Wachstums- und Abnahmeprozesse
– den Begriff der Exponentialfunktion und deren Eigenschaften beschreiben,
– den Begriff der Logarithmusfunktion als Umkehrfunktion der Exponentialfunktion und ihre Eigenschaften beschreiben,
– Exponentialfunktionen grafisch darstellen,
– Exponentialfunktionen als Modelle für Zu- und Abnahmeprozesse interpretieren und damit Berechnungen durchführen,
– die Bedeutung der einzelnen Parameter der Exponentialfunktionen der Form f(x)=ab^x bzw. f(x)=ae^(k*x) beschreiben, diese in unterschiedlichen Kontexten deuten und damit argumentieren,
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Wachstumsmodelle
– die stetigen Modelle für lineares, exponentielles und logistisches Wachstum sowie das stetige Modell für beschränktes Wachstum der Form f(x)=S-ae^(-lambdax) bzw. f(x)=S+ae^( lambdax) beschreiben,
– mit diesen Modellen rechnen, diese grafisch darstellen, interpretieren und im allgemeinen und wirtschaftlichen Kontext deuten,
– die verschiedenen Modelle strukturell vergleichen und die Angemessenheit bewerten
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Zins- und Zinseszinsrechnung
– die einfache dekursive Verzinsung und die dekursive Verzinsung mittels Zinseszins für ganz- und unterjährige Zinsperioden sowie die stetige Verzinsung beschreiben,
– diese Verzinsungsmodelle kontextbezogen anwenden.
Lehrstoff:
Algebra und Geometrie:
Logarithmen und zugehörige Rechenregeln, Exponentialgleichungen
Funktionale Zusammenhänge:
Wachstums- und Abnahmeprozesse (Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, lineares, exponentielles, beschränktes und logistisches Wachstum im stetigen Modell), Zins- und Zinseszinsrechnung (dekursive Verzinsung – ganzjährige und unterjährige Verzinsung, einfacher Zins, Zinseszins, stetige Verzinsung)
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Rentenrechnung und Schuldtilgung
– den Zusammenhang zwischen geometrischen Reihen und der Rentenrechnung beschreiben,
– die charakteristischen Größen der Rentenrechnung berechnen, interpretieren und im Kontext deuten,
– den Begriff des Effektivzinssatzes erklären, mittels Technologie berechnen und das Ergebnis interpretieren,
– Zahlungsströme grafisch darstellen und gegebene grafische Darstellungen des Zahlungsstroms interpretieren,
– die Annuitätenschuld als eine Möglichkeit der Schuldtilgung beschreiben und diese auf wirtschaftliche Aufgabenstellungen anwenden,
– Rentenumwandlungen und Schuldkonvertierungen durchführen und deren Ergebnisse interpretieren,
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Investitionsrechnung
– verschiedene Methoden der dynamischen Investitionsrechnung, zumindest Kapitalwertmethode, Methode des internen Zinssatzes und Methode des modifizierten internen Zinssatzes beschreiben,
– mit diesen Methoden Investitionsanalysen durchführen und Investitionen bewerten,
Bereich Funktionale Zusammenhänge – Kurs- und Rentabilitätsrechnung
– die Begriffe der Kurs- und Rentabilitätsrechnung erklären und damit argumentieren,
– Rendite, Barwert, Kauf- und Verkaufspreis (am Tag der Kuponzahlung), zumindest bei jährlicher Kuponzahlung, auf Basis festverzinslicher Wertpapiere berechnen, interpretieren und im Kontext deuten.
Lehrstoff:
Funktionale Zusammenhänge:
Rentenrechnung, Schuldentilgung, Investitionsrechnung, Kurs- und Rentabilitätsrechnung
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Analysis – Differenzen- und Differentialquotient
– die Begriffe Grenzwert und Stetigkeit von Funktionen intuitiv erfassen und damit argumentieren,
– den Zusammenhang zwischen Differenzen- und Differenzialquotienten beschreiben und diese sowohl als mittlere/lokale Änderungsraten als auch als Sekanten-/Tangentensteigung interpretieren,
– den Differenzenquotienten auf Problemstellungen anwenden, Berechnungen durchführen und die Ergebnisse interpretieren.
Bereich Analysis – Ableitungsfunktionen und Ableitungsregeln
– den Begriff der Ableitungsfunktion beschreiben, diese grafisch darstellen und deren Verlauf deuten,
– Ableitungsfunktionen zur Beschreibung von Sachverhalten aus unterschiedlichen Themengebieten einsetzen, damit lokale Änderungsraten berechnen und interpretieren,
– mit Hilfe der Summen-, Faktor-, Ketten-, Produkt- und Quotientenregel, Potenz- und Polynomfunktionen sowie Exponentialfunktionen zur Basis e und die natürlichen Logarithmusfunktionen ableiten,
– Eigenschaften von Funktionen, insbesondere Monotonie- und Krümmungsverhalten mit Hilfe der Ableitungsfunktionen erklären und berechnen.
Bereich Analysis – Optimierung und Regressionsrechnung
– die Idee der Optimierung unter einschränkenden Bedingungen erklären und anhand des Modells: Hauptbedingung ab unter Nebenbedingung a+b=konst. bzw. Hauptbedingung a+b unter Nebenbedingung ab=konst., modellieren und berechnen,
– das Prinzip der Methode der kleinsten Quadrate und die zugrundeliegenden Ideen erläutern und die Güte der Ergebnisse bewerten,
– mit Technologieeinsatz für vorgegebene Modellfunktionen mit Hilfe der Methode der kleinsten Quadrate Funktionsgleichungen bestimmen.
Bereich Analysis – Kosten- und Preistheorie
– Nachfrage- und Angebotsfunktionen bestimmen, deren Eigenschaften erklären und markante Punkte (Mindestpreis, Höchstpreis, Sättigungsmenge, Marktgleichgewicht) ermitteln, grafisch darstellen und interpretieren,
– die Begriffe der (Punkt-)Elastizität und Bogenelastizität im wirtschaftlichen Kontext erklären,
– Elastizitäten berechnen und die Ergebnisse interpretieren,
– den Begriff und die Eigenschaften der ertragsgesetzlichen Kostenfunktion beschreiben und diese als Polynomfunktion 3. Grades berechnen,
– die typischen Kostenverläufe (degressiv, progressiv) beschreiben und interpretieren,
– typische Begriffe der Kosten- und Preistheorie (insbesondere Kostenkehre, Betriebsoptimum, langfristige Preisuntergrenze, Betriebsminimum, kurzfristige Preisuntergrenze, Break Even Point, Gewinnzone, Cournot’scher Punkt, Deckungsbeitrag, Erlösmaximum) berechnen und interpretieren,
– den Begriff der Grenzfunktion beschreiben, diese im wirtschaftlichen Kontext erklären und anwenden.
Lehrstoff:
Analysis:
Intuitiver Grenzwertbegriff, Intuitiver Begriff der Stetigkeit, Differenzen- und Differentialquotient, Ableitungsregeln, Eigenschaften von Funktionen, Regressionsrechnung, Kosten- und Preistheorie
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Analysis – Stammfunktionen
– den Begriff der Stammfunktion sowie den Zusammenhang zwischen Funktion, Stammfunktion und ihrer grafischen Darstellung beschreiben,
– den Begriff des unbestimmten Integrals und den Zusammenhang mit der Stammfunktion beschreiben,
– Stammfunktionen von Potenz- und Polynomfunktionen sowie der Funktionen f mit f(x)=1/x und g mit g(x)=ae^(kx) mit Hilfe der notwendigen Integrationsregeln berechnen.
Bereich Analysis – Integral und Integralrechnung
– den Begriff des bestimmten Integrals auf Grundlage des intuitiven Grenzwertbegriffes erläutern, diesen als Grenzwert einer Summe von Produkten deuten und beschreiben,
– das bestimmte Integral als orientierten Flächeninhalt deuten und damit Berechnungen durchführen,
– die Integralrechnung auf wirtschaftliche Anwendungen, insbesondere auf Stammfunktionen von Grenzfunktionen und kontinuierliche Zahlungsströme anwenden, Berechnungen durchführen sowie die Ergebnisse interpretieren und damit argumentieren.
Bereich Stochastik – Daten und Darstellung von Daten
– die unterschiedlichen Datentypen (nominalskaliert, ordinalskaliert, metrisch) beschreiben und erhobene Daten entsprechend zuordnen,
– Daten erheben, Häufigkeitsverteilungen (absolute und relative Häufigkeiten) grafisch darstellen und interpretieren,
– die Auswahl einer bestimmten Darstellungsweise problembezogen argumentieren.
Bereich Stochastik – Zentral- und Streumaße
– verschiedene Zentralmaße (arithmetisches Mittel, Median, Modus, geometrisches Mittel) berechnen, interpretieren und ihre Verwendung unter anderem in Bezug auf die verschiedenen Datentypen argumentieren,
– unterschiedliche Streumaße (Standardabweichung und Varianz, Spannweite, Quartile) berechnen und interpretieren,
– Median, Quartile und Spannweite in einem Boxplot darstellen und interpretieren,
Bereich Stochastik – Korrelations- und Gini-Koeffizient
– den Korrelationskoeffizienten nach Pearson berechnen und interpretieren,
– die Lorenzkurve und den Gini-Koeffizienten als Konzentrationsmaß nennen, die zugrundeliegende Idee erklären, berechnen und die Ergebnisse im Kontext deuten.
Lehrstoff:
Analysis:
Integralrechnung
Stochastik:
Beschreibende Statistik
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Stochastik – Wahrscheinlichkeitsrechnung
– den klassischen und statistischen Wahrscheinlichkeitsbegriff beschreiben, diesen verwenden und deuten,
– die Additions- und Multiplikationsregel auf Ereignisse anwenden, die Ergebnisse interpretieren und damit argumentieren,
– die Begriffe des Binomialkoeffizienten und der „Fakultät“ beschreiben, diese berechnen und deuten.
Bereich Stochastik – Wahrscheinlichkeitsfunktion, Wahrscheinlichkeitsdichte- und Verteilungsfunktion
– den Unterschied zwischen diskreten und kontinuierlichen Zufallsvariablen, die Begriffe Wahrscheinlichkeits- bzw. Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion, Verteilungsfunktion sowie Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung erklären,
– die Modelle der Binomial- und Normalverteilung erklären, anwenden und interpretieren,
– die Normalverteilung als Näherung der Binomialverteilung beschreiben und die Binomialverteilung in die Normalverteilung überführen,
– die Auswirkung von Erwartungswert und Standardabweichung auf die Normalverteilungskurve erklären und damit argumentieren.
Lehrstoff:
Stochastik:
Wahrscheinlichkeitsrechnung
Wiederholende Aufgabenstellungen der vorhergehenden Jahrgänge entsprechend der festgelegten Kompetenzen
Schularbeiten:
Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig)
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich – Wiederholung der vorhergehenden Jahrgänge entsprechend der festgelegten Kompetenzen
– einfache Sachverhalte, im Besonderen auch aus der Wirtschaft, mit mathematischen Modellen beschreiben, analysieren und interpretieren,
– unter Verwendung einer exakten mathematischen Ausdrucksweise Sachverhalte kommunizieren, argumentieren, kritisieren und beurteilen,
– die Ergebnisse mathematischer Analysen in Bezug auf die Ausgangssituation bewerten,
– allgemeine Rechenverfahren auf unterschiedliche Problemstellungen anwenden,
– zeitgemäße technische Hilfsmittel zielorientiert einsetzen.
Lehrstoff:
Wiederholende Aufgabenstellungen der vorhergehenden Jahrgänge entsprechend der festgelegten Kompetenzen
Schularbeiten:
Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig)
5.2 Naturwissenschaften
Didaktische Grundsätze:
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch den Unterricht ein ganzheitliches naturwissenschaftliches Weltbild erhalten, wofür das Wissen über die Grundlagen der Biologie, Physik und Chemie Voraussetzung ist.
Dabei soll dem Lernen durch methodische Anschaulichkeit über Experimente, Übungen, Projekte und andere praxisorientierte Umsetzungen Rechnung getragen werden.
Aspekte von Biologie, Chemie, Physik, Ökologie und Warenlehre sollen jeweils thematisch vernetzt werden, damit die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen Struktur, Funktion und Information in der Natur erkennen können.
Die Beziehung zur Mathematik ist innerhalb des Clusters insofern herzustellen, als in der Mathematik erlernte Methoden in den Naturwissenschaften zur Anwendung kommen, und naturwissenschaftliches Wissen aufgebaut wird, das zur Lösung mathematischer Problemstellungen verwendet werden kann.
Das naturwissenschaftliche Arbeiten soll den Schülerinnen und Schülern eine Betrachtung der Welt in analytischer und rationaler Weise ermöglichen. Naturwissenschaftliche Grundbildung soll des Weiteren zu einer Orientierung in naturwissenschaftlichen, technischen Berufsfeldern und Studienrichtungen befähigen und gleichzeitig die Grundlage für lebenslanges Lernen in diesem Bereich legen. Daher sind das selbstständige Recherchieren und das Bewerten von Informationen von großer Bedeutung und sind deshalb den Schülerinnen und Schülern auch im Unterricht immer wieder zu ermöglichen.
I. Jahrgang (1. und 2. Semester):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– naturwissenschaftliche Fragestellungen erkennen und deren Phänomene den einzelnen Teilbereichen (Biologie, Chemie, Physik) zuordnen,
– einfache naturwissenschaftliche Untersuchungen (Beobachtung, Messung, Experiment) planen und durchführen sowie die Ergebnisse dokumentieren und präsentieren,
– die Grundgrößen und die entsprechenden Einheiten des Internationalen Einheitensystems benennen,
– den Aufbau der Materie aus Teilchen verstehen und dieses Modell zur Beschreibung physikalischer Phänomene verwenden,
– Eigenschaften von Stoffen beschreiben,
– den Aufbau der Atome erklären und dazu das Periodensystem als Informationsquelle nutzen,
– einfache chemische Formeln erklären,
– Vorschriften im Umgang mit gefährlichen Stoffen sowie die dazu passenden Gefahrensymbole benennen und die entsprechenden Informationen aus den Medien selbstständig beschaffen und Produkte des täglichen Gebrauchs mit diesem Wissen bewerten,
– den Aufbau von Lebewesen (Bakterien, Pflanzen, Pilze, Tiere und Menschen) aus Molekülen, Zellen, Organen und Organsystemen beschreiben,
– die Kennzeichen des Lebens beschreiben und Lebewesen von Viren abgrenzen,
– Aufbau und Funktionsweise von Ökosystemen erklären,
– sich zu aktuellen ökologischen Fragen selbstständig mit Hilfe von Freilanduntersuchungen und Daten sowie aus Medien Informationen beschaffen, die Ergebnisse dokumentieren und bewerten.
Lehrstoff:
Arbeitsweise und Methoden in den Naturwissenschaften:
Teilbereiche (Biologie, Chemie, Physik), Beobachtungen, Experimente, Messungen, Modelle, Naturgesetze, Größen, Einheiten, Größenordnungen, internationales Einheitensystem
Grundlagen der Physik:
Stoffeigenschaften, Aggregatzustände, Dichte, Materie, Energie, Kräfte (Adhäsion, Kohäsion, Auftrieb, Luftdruck usw.), Stromleitung, Stromkreis anhand einfacher Experimente
Grundlagen der Chemie:
Atome, Moleküle, Makromoleküle, Atombau und Periodensystem, Isotope, Formelschreibweise, Nomenklatur, chemische Reaktionen als Stoffumwandlungen anhand einfacher Experimente, Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Stoffen
Allgemeine Biologie:
Kennzeichen des Lebens, Zellen, Viren, Bakterien, Pilze, Organismen, Untersuchungen biologischer Objekte (Mikroskopieren usw.), Organe und Organsysteme von Pflanzen, Tieren und Menschen
Ökologie:
Ökosysteme, Nahrungsketten und Nahrungsnetze, Wasserkreislauf, Wasserwirtschaft, Freilanduntersuchungen
II. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 3:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– den Aufbau der Atome mit Modellen erklären,
– die Entstehung von chemischen Bindungen erklären,
– den Zusammenhang von chemischer Bindung und Stoffeigenschaften erkennen,
– beschreiben, wie sich Masse und Energie im Verlauf von chemischen Reaktionen verändern,
– Redoxreaktionen als Aufnahme und Abgabe von Elektronen beschreiben und in Form von chemischen Gleichungen darstellen,
– Säure-Basen-Reaktionen als Aufnahme und Abgabe von Protonen beschreiben und in Form von chemischen Gleichungen darstellen,
– einfache Experimente zu chemischen Reaktionen planen, durchführen und dokumentieren,
– ihr Wissen über chemische Bindungen und chemische Reaktionen bei der Beschreibung anorganischer Rohstoffe und ihrer Nutzung anwenden,
– Informationen über anorganische Rohstoffe beschaffen und die Ergebnisse bewerten und präsentieren.
Lehrstoff:
Chemische Bindungen und Reaktionen:
Atommodelle, chemische Bindungen, Energie bei chemischen Reaktionen, endotherme und exotherme Reaktionen, Redoxreaktionen, Elektrochemie, Säuren und Basen
Anorganische Rohstoffe:
Metallgewinnung und Metallindustrie, Salze und Kunstdünger, Mineralien und Gesteine, Glas und Tonwaren usw.
Semester – Kompetenzmodul 4:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– den Aufbau von Kohlenwasserstoffen erklären und die Regeln der Nomenklatur anwenden,
– funktionelle Gruppen erkennen und Formeln sowie Namen den unterschiedlichen Stoffklassen der organischen Chemie zuordnen,
– den Zusammenhang zwischen dem chemischen Aufbau organischer Stoffe und deren Eigenschaften erklären,
– Produkte der Erdölchemie und fossile Rohstoffe (Erdgas und Rohöl) als beschränkte Ressourcen erkennen,
– Gärungsprozesse als Stoffwechselvorgänge von Mikroorganismen erklären und dazu passende Versuche durchführen und dokumentieren,
– die Eigenschaften und Reaktionen unterschiedlicher Alkohole bewerten,
– ihr Wissen über Kohlenwasserstoffe und deren Derivate bei der Beschreibung organischer Rohstoffe und deren Nutzung anwenden,
– Informationen über organische Rohstoffe beschaffen und die Ergebnisse interpretieren und präsentieren.
Lehrstoff:
Grundlagen der organischen Chemie:
Kohlenwasserstoffe, Nomenklatur, Erdölchemie, Derivate der Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Karbonsäuren und Gärungsprozesse, Reaktionen der Kohlenwasserstoffe, Seifen und Reinigungsmittel
Organische Rohstoffe:
Textilien, Holz, Papier, Kunststoffe, Farbstoffe usw.
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die für den Aufbau von biologischen Strukturen und den Stoffwechsel wesentlichen biochemischen Moleküle erklären und vergleichen,
– Stoffwechselprozesse verschiedener Lebewesen hinsichtlich Massen- und Energieumsatz erklären, miteinander vergleichen und verknüpfen,
– die verschiedenen Formen der Landwirtschaft in Bezug auf Bodenbearbeitung, Verwendung von Chemikalien, Kulturformen und Tierhaltung vergleichen,
– einen Überblick zum Marktangebot von Nahrungs- und Genussmitteln geben und anhand ausgewählter Beispiele deren Produktion und Verarbeitung erklären sowie deren physiologischen Wert und Qualität beurteilen,
– verschiedene Ernährungsformen erklären, miteinander vergleichen und deren Auswirkungen reflektieren,
– Bau und Funktionsweise von exemplarisch ausgewählten Organsystemen des Menschen beschreiben, ergänzende medizinische Informationen selbstständig beschaffen und die Ergebnisse dokumentieren,
– funktionelle Zusammenhänge von Organsystemen des Menschen erklären,
– humanökologische Inhalte analysieren, deren Standpunkte darlegen und begründen sowie Schlüsse für die eigene Lebensweise ziehen.
Lehrstoff:
Biochemie:
Fette, Proteine, Kohlenhydrate, Zelle als biochemisches System (Membranen, Diffusion, Osmose), Stoffwechsel (Fotosynthese, Atmung, Verdauung)
Landwirtschaft und Ernährung:
Formen der Landwirtschaft, Nahrungs- und Genussmittel (Molkereiprodukte, Fisch, Fleisch und Wurstwaren, Obst und Gemüse, Getreide und Getreideprodukte, Fette und Öle, Tee, Kaffee, Kakao und alkoholische Genussmittel), Ernährungsweisen
Organsysteme des Menschen:
Atmungssystem, Verdauungs- und Ausscheidungssystem, Herz- und Kreislaufsystem usw.
Gesamtsicht und funktionelle Zusammenhänge
Humanökologie:
Immunsystem, Gesundheit und Krankheit, Abhängigkeit und Suchtmittel, Psychohygiene und Stress, Lernbiologie, Ergonomie und Bewegungsapparat, Ethologie usw.
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die Methoden und Prinzipien der Naturwissenschaften anhand von Beispielen erklären,
– die wichtigsten Größen der Mechanik und die dazu passenden Einheiten erklären sowie deren Zusammenhänge in Form von Tabellen, Diagrammen und Gleichungen herstellen sowie dazu passende Experimente planen,
– mathematische Verfahren zur Lösung physikalischer Probleme aus der Mechanik anwenden,
– die Relativitätstheorie als Erweiterung der klassischen Mechanik erkennen,
– die wichtigsten Energieformen und Energieumwandlungen beschreiben,
– die Hauptsätze der Thermodynamik als Spezialfälle des Energieerhaltungssatzes verstehen,
– die wichtigsten Energieträger und deren Einsatz in Technik und Wirtschaft benennen,
– Energieträger in Hinblick auf Nachhaltigkeit beurteilen, mögliche Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln sowie für die Gesellschaft daraus ziehen und diese auch begründen,
– einige Phänomene des Mikro- und Makrokosmos physikalisch erklären.
Lehrstoff:
Methoden und Prinzipien der Naturwissenschaften:
Gesetze, Hypothesen, Modellbildungen, Theorien, Weltbilder
Mechanik:
Geschwindigkeit, Beschleunigung, Kraft, Arbeit, Energie, Leistung, Newton´sche Gesetze, Relativitätstheorie
Energie und Energiewirtschaft:
Energieformen, Energieerhaltung (Hauptsätze der Thermodynamik), Energieumwandlung, Wirkungsgrad, Energieträger (fossile und regenerative Energieträger, Kernenergie), Klima, Treibhauseffekt, Nachhaltigkeit
Mikro- und Makrokosmos:
Kern- und Teilchenphysik, Radioaktivität, Quantenphysik, Kepler´sche Gesetze, Gravitation, Astrophysik usw.
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die wichtigsten Größen zur Beschreibung elektrischer und magnetischer Phänomene benennen und dazu passende Experimente durchführen,
– aktuelle technische Entwicklungen aus der Elektrotechnik erklären und dazu passende Informationen aus den Medien beschaffen sowie präsentieren,
– die wichtigsten Größen zur Beschreibung von Schwingungen und Wellen benennen und dazu passende Experimente durchführen,
– einen Überblick über die Bereiche des elektromagnetischen Spektrums geben sowie die Wirkung und Bedeutung elektromagnetischer Wellen in Technik und Natur erklären,
– mathematische Verfahren zur Lösung physikalischer Problemstellungen aus den Themengebieten Elektrizität, Magnetismus, Schwingungen und Wellen anwenden,
– aktuelle Entwicklungen der Informationstechnologie und deren Bedeutung für ihr Umfeld sowie für die Gesellschaft reflektieren,
– die Funktionsweise von Nervensystem und Sinnesorganen erklären,
– biophysikalische Phänomene erklären und Zusammenhänge mit medizinischen und technischen Anwendungen herstellen sowie deren Bedeutung für die Gesellschaft reflektieren.
Lehrstoff:
Elektrizität und Magnetismus:
Elektrostatik, Feldbegriff, Elektrodynamik, Gleichstrom, Wechselstrom, Ohm´sches Gesetz, Magnetismus, Elektromagnetismus, Arten der Stromleitung, Halbleiter (Dioden und Transistoren), technische Anwendungen
Schwingungen und Wellen:
Grundbegriffe der Wellenlehre (Optik, Akustik), elektromagnetisches Spektrum
Biologische Steuerung beim Menschen:
Nervensystem, Bau und Funktionsweise von Sinnesorganen, Biophysik
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die Bedeutung des Hormonsystems zur Steuerung von Stoffwechselvorgängen im menschlichen Körper erklären,
– Vor- und Nachteile von Verhütungsmethoden einschätzen,
– Methoden der Reproduktionsbiologie nach ethischen und eigenen Gesichtspunkten beurteilen,
– die wesentlichen Begriffe der Genetik und Gentechnik erklären, weiterführende Informationen beschaffen und deren Bedeutung für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt erläutern,
– wesentliche Aussagen der Evolutionslehre als eine naturwissenschaftlich begründete Theorie verstehen,
– für das Ökosystem wesentliche Faktoren erklären und diese zueinander in Beziehung setzen,
– den Produktlebenszyklus anhand von Beispielen erklären,
– die wichtigsten Bestimmungen des Konsumentenschutzes nennen und facheinschlägig recherchieren.
Lehrstoff:
Biologische Steuerung beim Menschen:
Hormonsystem, Fortpflanzung und Reproduktionsbiologie
Genetik und Evolution:
DNA, molekulargenetisches Prinzip, Zellteilung, Vererbungslehre, Mutationen, Phylogenie und Evolution, Gentechnik
Ökosysteme:
Ökosphäre, natürliche und künstliche Systeme, abiotische und biotische Faktoren, Energie- und Stoffkreisläufe, ökologisches Gleichgewicht, Biodiversität
Waren:
Produktlebenszyklus, Konsumenteninformation und Konsumentenschutz
5.3 Technologie, Ökologie und Warenlehre
Didaktische Grundsätze:
Den Schülerinnen und Schülern ist der interdisziplinäre Charakter des Unterrichtsgegenstandes, der naturwissenschaftliche, ökonomische, ökologische und soziologische Aspekte anspricht, durch vernetzte Darstellung von Inhalten aus Ökologie, Technologie und Warenlehre aufzuzeigen. Diese Erkenntnisse sollen durch den Einsatz verschiedener Sozialformen im Unterricht vertieft werden.
Die Grundzüge ökologischen Wirtschaftens sind inhaltlich vollständig zu behandeln, da sie Basis für Themen aus den Bereichen der Angewandten Ökologie, der Angewandten Technologie und der Angewandten Warenlehre bilden. Aus diesen sind unter Berücksichtigung von Regionalität und Aktualität exemplarisch Beispiele zu wählen, die zur Abstraktion und Übertragung auf andere Problem- und Fragestellungen geeignet sind.
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch eine ganzheitliche Betrachtung von Themenfeldern Inhalte der Naturwissenschaften, der Ökologie, der Technologie und der Warenlehre miteinander vernetzen. Damit soll Einschätzungsvermögen als Voraussetzung für Handlungskompetenz in komplexen Fragestellungen erworben werden.
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die Grundlagen, Instrumente und Prinzipien ökologischen Wirtschaftens analysieren,
– ökologisches Wissen bei wirtschaftlichen Fragestellungen anwenden,
– ökologisches Wissen zur Interpretation und Risikoabschätzung aktueller Umweltsituationen heranziehen,
– einige aktuelle technologische Verfahren erklären,
– nachhaltige Entwicklungen der Wirtschaft hinsichtlich deren globalen Auswirkungen analysieren und bewerten,
– Fragen der Wirtschaftsethik im Hinblick auf ihr eigenes Handeln bewerten,
– ökologische, technologische und warenbezogene Inhalte vernetzt betrachten und Schlüsse für sich und die Gesellschaft daraus ziehen.
Lehrstoff:
Ökologisches Wirtschaften:
Prinzip der Nachhaltigkeit, Ökodesign, Ökobilanz, ökologisches Management, Ethik des Wirtschaftens, Fair-Trade, Globalisierung
Angewandte Ökologie:
Ausgewählte Beispiele: Wald- und Holzwirtschaft, Agrarindustrie und ökologische Landwirtschaft, Naturschutz und geschützte Gebiete (Naturreservate und Nationalparks usw.), Klimaveränderung, Umweltbelastungen (Luft, Wasser, Boden)
Angewandte Technologie:
Ausgewählte Beispiele: Informationstechnologie, Biotechnologie, Solartechnologie, Wasserstofftechnologie, Umwelttechnologie usw.
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– naturwissenschaftliches Grundwissen mit Beispielen aus der angewandten Warenlehre verknüpfen,
– ökologische, technologische und warenbezogene Inhalte analysieren und vernetzt betrachten,
– Entwicklungen im ökologischen, technologischen und warenbezogenen Bereich bewerten und Schlüsse für sich und die Gesellschaft daraus ziehen.
Lehrstoff:
Angewandte Warenlehre:
Ausgewählte Beispiele: Baustoffe und Bauphysik, Nahrungsmittel und Nahrungsmittelindustrie, Nanotechnologie, Bionik, Verpackung und Abfallwirtschaft
Themenfelder zur Wahl:
Sport und Freizeitgestaltung, Gesundheit, Verkehr und Mobilität, Wohnen, Haushalt, Tourismus, Globalisierung, Ernährung, Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Rohstoffwirtschaft, Forschung, Telekommunikation
A. 2 Schulautonomer Erweiterungsbereich
Didaktische Grundsätze:
Im Sinne der Entrepreneurship Education ist ein umfassend interdisziplinär vernetztes betriebswirtschaftliches Wissen zu entwickeln. Aufgabenstellungen sind in praktische Kontexte zu stellen. Die betriebswirtschaftlichen Problemstellungen sind fächerübergreifend unter Anwendung der geeigneten Qualitäts- und Projektmanagementinstrumente zu bearbeiten.
Aktuelle Entwicklungen im Fachgebiet sind zu berücksichtigen. Der Einsatz unterschiedlicher Lehr- und Lernmethoden ist anzustreben. Moderne IT-Techniken zur Bewältigung betriebswirtschaftlicher Aufgabenstellungen sind einzusetzen. Sämtliche Lehrplaninhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.
Soweit als möglich und zielführend sind zwischen den verschiedenen Unterrichtsgegenständen Beziehungen herzustellen, die den Erwerb fächerübergreifender Kompetenzen fördern.
A. 2. 1 Ausbildungsschwerpunkt
2.1.1 Informations- und Kommunikationstechnologie – E-Business
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Social Media
– die Funktionsweise und Dienste des Internets beschreiben,
– einen Überblick über gängige Social Media Plattformen geben,
– Inhalte plattformübergreifend bereitstellen,
– eine Social Media Kampagne planen.
Bereich Fotografie und Bildbearbeitung
– Fotos unter Berücksichtigung der technischen Grundlagen erstellen,
– vorhandenes Bildmaterial bearbeiten und für verschiedene Anwendungsbereiche aufbereiten.
Lehrstoff:
Social Media, Fotografie und Bildbearbeitung
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Webdesign
– HTML-Quelltext interpretieren und manuell erstellen,
– HTML-Dokumente mit Hilfe von CSS formatieren.
Lehrstoff:
HTML-Grundlagen, CSS-Grundlagen
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Web-Projekte mit CMS
– einen Überblick über die gängigen webbasierten CMS-Systeme geben,
– ein CMS redaktionell bedienen,
– Anforderungen analysieren und dokumentieren,
– ein Web-Projekt mit CMS planen,
– einen den Anforderungen entsprechenden Provider auswählen,
– das Layout und Design des CMS-Frontends anpassen,
– das Web-Projekt publizieren.
Lehrstoff:
Web-Projekt mit CMS.
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Audio-, Videobearbeitung und Animation
– Videomaterial bearbeiten und mit Tonelementen versehen,
– Ton aufnehmen und bearbeiten,
– Animationen für Webseiten erstellen,
– ein Multimediaprojekt planen und umsetzen.
Lehrstoff:
Audio-, Videobearbeitung und Animation
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Webserver und Domain
– einen Webspace einrichten und verwalten,
– eine Website bereitstellen,
– eine Domain verwalten.
Bereich Websites mit dynamischen Elementen
– einen bestehenden Skriptcode in eine Website einbinden und anpassen.
Bereich Websites mit Datenbankanbindung
– Webseiten mit Datenbankanbindung erstellen und in bestehende Webprojekte integrieren.
Lehrstoff:
Webserver und Domain, Websites mit dynamischen Elementen, Webseiten mit Datenbankanbindung
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Websites mit Datenbankanbindung
– Webseiten mit Datenbankanbindung erstellen und in bestehende Webprojekte integrieren.
Bereich Security
– mit aktuellen Sicherheitstechnologien den elektronischen Datenaustausch absichern,
– durch Sicherheitseinstellungen und Privatsphäreneinstellungen Inhalte schützen und freigeben.
Lehrstoff:
Security, Webseiten mit Datenbankanbindungen
2.1.2 Management, Controlling und Accounting
Didaktische Grundsätze:
Der Ausbildungsschwerpunkt „Management, Controlling und Accounting“ ist eng verknüpft mit den Unterrichtsgegenständen „Betriebswirtschaft“, „Unternehmensrechnung“, „Business Training, Projektmanagement, Übungsfirma und Case Studies“.
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Grundlagen, Begriffsklärung, Abgrenzung Teilbereiche des Controllings
– notwendige Informationen zu wirtschaftlichen Sachverhalten selbstständig beschaffen, abteilungsübergreifend und zielorientiert handeln,
– Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Management und Controlling gegenüberstellen,
– die Anforderungen an die Controllerin und an den Controller systematisiert darstellen,
– das Controlling im Unternehmen einordnen,
– Teilbereiche des Controllings definieren,
– Zielsetzungen den Teilbereichen zuordnen,
– den Stellenwert des Controllings für die Unternehmensentwicklung erläutern und beurteilen.
Bereich Grundlagen des strategischen Controllings
– notwendige Informationen zu wirtschaftlichen Sachverhalten selbstständig beschaffen,
– Unternehmensleitbilder analysieren,
– strategische Zielsetzungen diskutieren und reflektieren,
– Instrumente der internen und externen Analysen anwenden und Entscheidungsalternativen entwickeln.
Lehrstoff:
Grundlagen, Begriffsklärung, Abgrenzung Teilbereiche des Controllings:
Managementfunktionen, Berufsbild, Stellenbeschreibung, Anforderungen an Controllerinnen und Controller, Definition, Teilbereiche und Zielsetzungen des Controllings
Grundlagen des strategischen Controllings:
Leitbild, Instrumente der strategischen Planung und Kontrolle
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Accounting
– die formalen Vorschriften für die Bilanz und die staffelförmige Gewinn- und Verlustrechnung anwenden,
– englische Bezeichnungen für den Jahresabschluss verwenden,
– beurteilen, ob die Jahresabschlüsse den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Auswirkung von Bewertungsvorschriften aufzeigen.
Bereich Operative Planung
– Investitionsentscheidungen analysieren und interpretieren.
Bereich Operative Steuerung
– Stundensätze berechnen.
Lehrstoff:
Accounting:
Formale Vorschriften für die Bilanz und die staffelförmige Gewinn- und Verlustrechnung, Englische Bezeichnungen für den Jahresabschluss, gesetzliche Vorschriften der Rechnungslegung
Operative Planung:
Investitionscontrolling
Operative Steuerung:
Stundensätze berechnen
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Operative Planung
– Einflussfaktoren auf die Kosten- und Erlösplanung darstellen, auswerten und analysieren,
– die integrierte Unternehmensplanung mittels einer Controlling-Software durchführen und die Ergebnisse interpretieren,
– die Liquidität berechnen und deren Bedeutung auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens darstellen und beurteilen.
Bereich Operative Steuerung
– Soll-Ist-Vergleiche durchführen,
– Abweichungsanalysen interpretieren,
– Korrekturmaßnahmen entwickeln,
– die Zuständigkeiten zuordnen.
Lehrstoff:
Operative Planung:
Planung und Planungsrechnung, Unternehmensbudget, integrierte Erfolgs- und Finanzplanung, Liquiditätsplanung
Operative Steuerung:
Soll-Ist-Vergleiche, Abweichungsanalysen, Korrekturmaßnahmen
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Accounting
– einen Jahresabschluss in Hinblick auf ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erstellen (Anschaffungs- und Herstellungskosten, Gebäude im Betriebsvermögen, Pkw im Betriebsvermögen, Rückstellung für nicht konsumierte Urlaube, Rückstellung für Produkthaftung, sonstige langfristige Rückstellungen, KSt-Rückstellung),
– Kenntnisse des Unternehmens- und Steuerrechts sowie anderer rechtlicher Bestimmungen selbstständig vertiefen und anwenden,
– aus einem Jahresabschluss mit Hilfe von Analyseinstrumenten betriebswirtschaftliche Kennzahlen berechnen, diese interpretieren und daraus Handlungsalternativen für das Management erstellen,
– reflektieren, dass die Arbeit in diesem Bereich in besonderem Maße die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation voraussetzt.
Bereich Internationale Rechnungslegung
– ausgewählte Begriffe der internationalen Rechnungslegung erläutern.
Lehrstoff:
Accounting:
Gesetzliche Vorschriften der Rechnungslegung, Sonderfälle der Bewertung, Bildung und Auflösung von Gewinn- und Kapitalrücklagen, Abschlüsse verschiedener Rechtsformen, steuerliche Mehr-Weniger-Rechnung
Berechnung und Interpretation von Kennzahlen, Interpretation von Jahresabschlüssen
Internationale Rechnungslegung:
Begriffe der internationalen Rechnungslegung und Unterschiede zur österreichischen Rechtslage
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Reporting
– Informationen aufbereiten und regelmäßig, bedarfsbezogen, termingerecht und empfängerorientiert bereitstellen.
Bereich Instrumente des strategischen Controllings
– Stellung nehmen zur Notwendigkeit von strategischen Konzepten,
– die laufenden Veränderungen im dynamischen Wirtschaftsumfeld bewerten,
– unterschiedliche Instrumente des strategischen Controllings auswählen und anwenden sowie Schlussfolgerungen aus den verwendeten Konzepten ableiten,
– die Verbindung zwischen Strategie und operativer Unternehmenssteuerung herstellen.
Lehrstoff:
Reporting:
Informationen aufbereiten und bereitstellen
Instrumente des strategischen Controllings:
Strategieplanungsprozess, interne und externe Analysen, Anwendung verschiedener Instrumente anhand von Fallbeispielen (Benchmarking, Branchenstrukturanalyse, Balanced Scorecard usw.)
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– ihre erworbenen Fach-, Methoden-. Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.
Lehrstoff:
Wiederholende Aufgabenstellungen unter Einbeziehung des Lehrstoffes aller Jahrgänge, Aktualisierung
2.1.3 Finanz- und Risikomanagement
Didaktische Grundsätze:
Der Ausbildungsschwerpunkt „Finanz- und Risikomanagement“ ist eng verknüpft mit dem Unterrichtsgegenständen „Betriebswirtschaft“, „Unternehmensrechnung“, „Business Training, Projektmanagement, Übungsfirma und Case Studies“.
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Grundlagen
– die Bedeutung der Banken für die Volkswirtschaft erklären,
– die Notwendigkeit einer Bankenaufsicht aufzeigen,
– einen allgemeinen Überblick über das Bankwesengesetz und die Bestimmungen gegen Geldwäsche geben.
Bereich Zahlungsverkehr
– die Bedeutung und die Merkmale des Girokontos nennen,
– die gesetzlichen Voraussetzungen bei einer Kontoeröffnung berücksichtigen,
– die Zahlungsverkehrsprodukte anwenden und begründen,
– einen Kontoauszug interpretieren,
– Inlands- und Auslandsüberweisungen (SEPA und Drittland) durchführen,
– Devisen und Valuta erklären und abrechnen.
Bereich Spareinlagen
– die Bedeutung des Sparens für die Volkswirtschaft erklären,
– Sparbuchtypen und -arten unterscheiden und zuordnen,
– Verfügungsmöglichkeiten über eine Spareinlage erklären.
Lehrstoff:
Grundlagen:
Bedeutung der Banken in der Volkswirtschaft, Aufgaben der OENB und Finanzmarktaufsicht (FMA), Bankwesengesetz (BWG), Geldwäschebestimmungen
Zahlungsverkehr:
Girokonto, Zahlungsverkehr (SEPA und Drittland), Zahlungsverkehrsprodukte, Devisen und Valuten
Spareinlagen:
Typen von Sparbüchern, Arten von Sparkonten, Verzinsung und Realisierung, Sparbuchverlust
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Finanzierung
– die Bedeutung für Bank, Kunde und Volkswirtschaft erklären,
– Finanzierungsformen inklusive Leasing und Bausparkredit erklären und anwenden,
– Kreditgespräche vorbereiten und die Phasen eines Kreditgesprächs erläutern,
– die notwendigen Informationen selbstständig beschaffen und zielorientiert anwenden,
– die adäquaten Sicherheiten (Bürgschaft, Hypothek, Verpfändung, Eigentumsvorbehalt) anwenden,
– den Stellenwert und Nutzen einschlägiger Verbraucherschutzbestimmungen einschätzen,
– die Instrumente der Kreditüberwachung nennen.
Lehrstoff:
Finanzierung:
Finanzierung, Finanzierungsformen (inklusive Leasing und Bausparkredit), Kreditantrag, Bonitätsprüfung (Kreditwürdigkeit und -fähigkeit), Sicherheiten, Verbraucherbestimmungen, Kreditüberwachung
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Grundlagen
– die wirtschaftliche Bedeutung der Versicherungen für Kunden und Volkswirtschaft erklären,
– die wesentlichen Begriffe im Versicherungsbereich erklären und anwenden,
– wesentliche rechtliche Bestimmungen nennen,
– den Geltungsbereich der einzelnen Versicherungssparten nennen und an konkreten Beispielen anwenden.
Bereich Versicherungsvertrag und Personen
– die einschlägigen Formulare (Antrag und Polizze) interpretieren,
– eine Schadensmeldung erstellen,
– den Zusammenhang zwischen Leistung und Prämie aufzeigen,
– den Sinn der Obliegenheiten erklären,
– Rechte und Pflichten des Versicherers und der Versicherungsnehmerin sowie des Versicherungsnehmers interpretieren und anwenden,
– den ausreichenden Versicherungsschutz beurteilen,
– die beteiligten Personen im Versicherungsfall zuordnen.
Bereich Haftpflichtsparten, KFZ-Versicherung und Rechtsschutz
– die Doppelfunktion der Haftpflichtversicherung erklären,
– die verschiedenen Haftpflichtformen nennen und erklären,
– am konkreten Versicherungsfall Deckung und Haftung unterscheiden,
– die wesentlichen Versicherungen im KFZ-Bereich erklären und sinnvoll anwenden,
– die Anmeldung eines KFZ als Konsumentin und als Konsument durchführen,
– das Bonus-Malus-System anwenden,
– die Einsatzmöglichkeiten der Rechtsschutzversicherung nennen.
Lehrstoff:
Grundlagen:
Risikomanagement, Konsumentenschutzgesetz, Versicherungsaufsichtsgesetz, Versicherungsvertragsgesetz
Versicherungsvertrag und Personen:
Formularwesen (Antrag und Polizze), Versicherungsprämie, Versicherungsschutz, Rechte und Pflichten des Versicherers und Versicherungsnehmerin sowie Versicherungsnehmers
Haftpflichtversicherung, KFZ-Versicherung und Rechtsschutz
Allgemeine Haftpflicht, KFZ-Haftpflicht, KFZ-Kasko, Bonus-Malus-System, KFZ-Rechtsschutz und allgemeiner Rechtsschutz
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Personenversicherung
– die Grundzüge der gesetzlichen Sozialversicherung in Österreich (Pflichtversicherung, gesetzliche Mitversicherung) erläutern,
– die Bereiche der gesetzlichen Sozialversicherung erklären,
– die gesetzliche Sozialversicherung von der privaten Personenversicherung unterscheiden,
– eine Personenversicherungspolizze interpretieren,
– die Leistungen der privaten Unfall-, Kranken- sowie der Lebensversicherung erklären und vergleichen,
– die wesentlichen Begriffe in der Personenversicherung interpretieren,
– Ausschlüsse benennen und begründen,
– die Obliegenheiten von Versicherer und Versicherungsnehmerin sowie Versicherungsnehmer benennen.
Bereich Sachversicherung
– die Sparten benennen, unterteilen und unterscheiden,
– die Zweckmäßigkeit der Bündelung von Sparten beurteilen,
– die in diesen Sparten verwendeten Fachbegriffe anwenden und erläutern,
– die Obliegenheiten von Versicherer und Versicherungsnehmerin sowie Versicherungsnehmer benennen,
– die Leistungen am konkreten Beispiel interpretieren und begründen,
– in den einzelnen Sparten die Ermittlung der Versicherungssumme nachvollziehen,
– die Leistungen der Haushalts- und Eigenheimversicherung zuordnen.
Lehrstoff:
Personenversicherung:
Grundzüge des österreichischen Sozialversicherungssystems, gesetzliche Kranken-, Unfall- und Personenversicherung, private Unfall- und Krankenversicherung, Lebensversicherung
Sachversicherung:
Haushaltsversicherung und Eigenheimversicherung
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Veranlagung
– die Kriterien der Veranlagung und das Anlegerprofil in den Grundzügen erklären,
– die Wertpapiere im Überblick erklären und unterscheiden,
– ein Wertpapierprospekt interpretieren,
– die Vor- und Nachteile der einzelnen Veranlagungsprodukte erklären,
– die Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit den einzelnen Wertpapierarten benennen und interpretieren,
– einen Kauf und Verkauf von Wertpapieren nachvollziehen,
– zur Funktion der Depotverwahrung Stellung nehmen,
– die Grundzüge des Steuerrechts in der Veranlagung erläutern und anwenden,
– das Bausparprinzip und die wichtigsten Grundmerkmale (Anspar- und Darlehensphase) erklären,
– die Vorteile des Bausparens und die Konsequenzen bei Nichteinhaltung des Vertrages erklären,
– einen Überblick über das Börsengeschäft geben und deren Bedeutung erklären.
Lehrstoff:
Veranlagung:
Anlageberatung und –grundsätze, Anlegerprofil und Kriterien, Wertpapierarten, Kauf und Verkauf sowie Verwahrung von Wertpapieren, Grundzüge der Börse, Steuerrecht in der Veranlagung, Bausparen
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Finanz- und Risikomanagement
– vernetzte Beispiele in Form von Fallbeispielen lösen.
Lehrstoff:
Vernetzung anhand von Fallbeispielen
2.1.4 Controlling, Wirtschaftspraxis und Steuern
Didaktische Grundsätze:
Im Ausbildungsschwerpunkt „Controlling, Wirtschaftspraxis und Steuern“ ist eine enge Verknüpfung mit den Unterrichtsgegenständen „Betriebswirtschaft“, „Unternehmensrechnung“, „Business Training, Projektmanagement, Übungsfirma und Case Studies“ herzustellen.
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Grundlagen, Begriffsklärung, Abgrenzung, Teilbereiche des Controllings
– die Berufsbilder der Controllerinnen und Controller, Steuerberaterinnen und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer laut Wirtschaftstreuhandberufsgesetz (WTBG) sowie Bilanzbuchhaltungsberufe laut Bilanzbuchhaltungsgesetz (BibuG) definieren,
– notwendige Informationen zu wirtschaftlichen Sachverhalten selbstständig beschaffen, abteilungsübergreifend und zielorientiert handeln,
– die Anforderungen an die Controllerin und den Controller systematisiert darstellen,
– das Controlling im Unternehmen einordnen,
– Teilbereiche des Controllings definieren,
– Zielsetzungen den Teilbereichen zuordnen,
– den Stellenwert des Controllings für die Unternehmensentwicklung erläutern und beurteilen.
Bereich Grundlagen des Arbeits- und Sozialrechts
– notwendige Informationen zu wirtschaftlichen Sachverhalten selbstständig beschaffen und anwenden,
– Beiträge und Leistungen den unterschiedlichen Sozialversicherungsträgern zuordnen,
– Arbeitsverhältnisse den entsprechenden Kollektivverträgen zuordnen,
– Arbeitsverhältnisse von deren Begründung bis zur Auflösung darstellen, die daraus folgenden Rechte und Pflichten ableiten und beurteilen,
– mit Rechts- und Wirtschaftsfachleuten fachbezogen kommunizieren,
– komplexe Aufgaben der Personalverrechnung lösen.
Lehrstoff:
Grundlagen:
Berufsbild Controllerin und Controller, Bilanzbuchhaltungsberufe, Wirtschaftstreuhandberufe, Stellenbeschreibung Controllerin und Controller, Wirtschaftstreuhänderinnen und Wirtschaftstreuhänderin der Beratung, Kommunikation mit den Klientinnen und Klienten
Begriffe des Controllings, Teilbereiche und Zielsetzungen
Grundlagen des Arbeits- und Sozialrechts:
Arbeitsverhältnisse, arbeitsrechtliches Normensystem, Kollektivverträge und deren Folgen, Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis, Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Kommunikation mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Sozialversicherungsträgern
Besondere Fälle der Personalverrechnung
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
– die formalen Vorschriften für die Erstellung der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung anwenden,
– alle mit der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung verbundenen Aufzeichnungen (Anlagenverzeichnis, Wareneingangsbuch, Kassa- und Bankbuch, Reisekostenabrechnung) erstellen,
– das Umsatzsteuerrecht anwenden,
– die erforderlichen Steuererklärungen ausfüllen.
Bereich Operative Planung
– Investitionsentscheidungen analysieren und interpretieren.
Lehrstoff:
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung
Operative Planung:
Investitionscontrolling
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Operative Planung
– Einflussfaktoren auf die Kosten- und Erlösplanung darstellen, auswerten und analysieren,
– die integrierte Unternehmensplanung mittels einer Controlling-Software durchführen und die Ergebnisse interpretieren,
– die Liquidität berechnen und deren Bedeutung auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens darstellen und beurteilen.
Bereich Operative Steuerung
– Soll-Ist-Vergleiche durchführen,
– Abweichungsanalysen interpretieren,
– Korrekturmaßnahmen entwickeln,
– die Zuständigkeiten zuordnen.
Lehrstoff:
Operative Planung:
Planung und Planungsrechnung, Unternehmensbudget, integrierte Erfolgs- und Finanzplanung, Liquiditätsplanung
Operative Steuerung:
Soll-Ist-Vergleiche, Abweichungsanalysen, Korrekturmaßnahmen
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Accounting
– einen Jahresabschluss in Hinblick auf ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erstellen (zB Anschaffungs- und Herstellungskosten, Gebäude im Betriebsvermögen, Pkw im Betriebsvermögen, Rückstellung für nicht konsumierte Urlaube, Rückstellung für Produkthaftung, sonstige langfristige Rückstellungen, KSt-Rückstellung),
– Kenntnisse des Unternehmens- und Steuerrechts sowie andere rechtliche Bestimmungen selbstständig vertiefen und anwenden,
– aus einem Jahresabschluss mit Hilfe von Analyseinstrumenten betriebswirtschaftliche Kennzahlen berechnen, diese interpretieren und daraus Handlungsalternativen für das Management erstellen,
– reflektieren, dass die Arbeit in diesem Bereich in besonderem Maße die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation voraussetzt.
Bereich Internationale Rechnungslegung
– ausgewählte Begriffe der internationalen Rechnungslegung erläutern.
Lehrstoff:
Accounting:
Gesetzliche Vorschriften der Rechnungslegung, Sonderfälle der Bewertung, Bildung und Auflösung von Gewinn- und Kapitalrücklagen, Abschlüsse verschiedener Rechtsformen, steuerliche Mehr-Weniger-Rechnung
Berechnung und Interpretation von Kennzahlen, Interpretation von Jahresabschlüssen
Internationale Rechnungslegung:
Begriffe der internationalen Rechnungslegung und Unterschiede zur österreichischen Rechtslage
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Steuerrecht
– mit Online-Informationssystemen arbeiten,
– Kenntnisse des Steuerrechts, der Bundesabgabenordnung sowie andere rechtliche Bestimmungen anwenden sowie den einschlägigen Schriftverkehr mit den Abgabenbehörden (FinanzOnline) führen,
– laufende Buchungsmitteilungen verbuchen und abstimmen,
– Sachverhalte aus dem Umsatzsteuerrecht (Aufzeichnungspflichten, buchmäßiger Nachweis, Voranmeldung, Vorauszahlung, Veranlagung, Binnenmarktregelung, Reverse Charge) anwenden,
– die Bestimmungen der Bundesabgabenordnung (Entstehung des Abgabenanspruches, Abgabenbehörden und Parteien, Ermittlung der Grundlagen für die Abgabenerhebung und Festsetzung der Abgaben, Einhebung der Abgaben) in Grundzügen anwenden und Konsequenzen abschätzen,
– die Körperschaftsteuer und die KSt-Rückstellung berechnen,
– Steuererklärungen erstellen.
Lehrstoff:
Steuerrecht:
Kommunikation mit dem Finanzamt, Umsatzsteuerrecht, Bundesabgabenordnung, Körperschaftsteuer, Steuererklärungen
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– ihre erworbenen Fach-, Methoden-. Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.
Lehrstoff:
Wiederholende Aufgabenstellungen unter Einbeziehung des Lehrstoffes aller Jahrgänge, Aktualisierung
2.1.5 Entrepreneurship und Management
Didaktische Grundsätze:
Entrepreneurship Education verknüpft Individualisierung mit Lernen durch Herausforderungen. Unternehmerisch angelegte Lernarrangements regen die Lernenden an, sich mit eigenen Denkmustern zu beschäftigen und die Problemlösungsfähigkeit weiterzuentwickeln. Das fordert die Stärkung des Selbstvertrauens durch Lernarrangements, in denen Erfahrungen gemacht und eigenständige Lösungen erarbeitet werden können. Einen hohen Stellenwert hat das Entwickeln von Geschäftsmodellen unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeit (Sustainability) und die Stärkung der sozialen Kompetenz (zB mit Hilfe von Networking, Projektmanagement und Argumentationstechnik).
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Allgemeine Grundlagen des unternehmerischen Handelns
– unternehmerische Persönlichkeiten und ihre Vorgehensweise reflektieren und diskutieren,
– Wege in die Selbstständigkeit analysieren.
Bereich Wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Umfeld
– die Relevanz neuer Geschäftsideen und von KMU´s für die wirtschaftliche Entwicklung analysieren,
– zeigen, wie durch Social Entrepreneurship soziale Probleme gelöst werden,
– die Marktchancen von nachhaltigem Wirtschaften erläutern.
Bereich Unternehmerische Haltung
– mit Kreativitätstechniken eigene Ideen entwickeln,
– mit Verkaufstechniken Kundinnen und Kunden gewinnen.
Bereich Vorgründungsphase
– den Unterschied zwischen Geschäftsidee und Marktchance erläutern,
– eine Analyse der Marktattraktivität und des relativen Wettbewerbsvorteils durchführen.
Lehrstoff:
Allgemeine Grundlagen des unternehmerischen Handelns:
Gesellschaftliche Rolle und Image des Entrepreneurs, individuelle Voraussetzungen, Wege in die Selbstständigkeit
Wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Umfeld:
Wirtschaftliche Entwicklung, Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), Social Entrepreneurship, Nachhaltigkeit (Sustainability) mit ihren aktuellen Entwicklungen und deren kritische Betrachtung
Unternehmerische Haltung:
Kreativitätstechniken, Verkaufstechniken
Vorgründungsphase:
Marktchancen, Umfeldanalyse, Marktattraktivität, Wettbewerbsvorteile
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Gründungsphase
– aus einer Geschäftsidee eine Geschäftsmodell entwickeln,
– die grundlegenden Entscheidungen im Bereich Unternehmensgründung treffen,
– einen Businessplan formulieren.
Bereich Marketing in der Gründungsphase
– die Marktpositionierung auf Basis der Marktforschung vornehmen,
– ein Marketingkonzept als Teil des Businessplans erstellen,
– Marketingmaßnahmen insbesondere für EPUs und Kleinunternehmen erarbeiten.
Bereich Rechtliche Rahmenbedingungen in der Gründungsphase
– die rechtlichen Aspekte der Unternehmensgründung diskutieren,
– sich für die eigene Idee notwendige externe Ressourcen (zB Beratung) erschließen.
Bereich Finanzierung in der Gründungsphase
– im Internet geeignete Softwaretools finden, die die Erstellung eines Finanzplans unterstützen,
– Finanzierungsalternativen analysieren.
Bereich Chancen und Risiken in der Gründungsphase
– eine SWOT-Analyse erstellen,
– Businesspläne analysieren.
Bereich Unternehmerische Haltungen
– ihren Businessplan präsentieren und argumentieren,
– Networking erläutern und anwenden.
Lehrstoff:
Gründungsphase:
Geschäftsidee, Geschäftsmodell, Businessplan, Unternehmensgründung
Marketing in der Gründungsphase:
Marktforschung, Marktpositionierung, Marketingmix, Marketingkonzept, kommunikationspolitische Maßnahmen für EPUs
Rechtliche Rahmenbedingungen in der Gründungsphase:
Rechtliche Grundlagen (Gewerberecht, UGB, Steuerrecht, Marken- und Patentrecht), Behörden und Institutionen (Gewerbebehörde, Abgabenbehörden, Interessenvertretungen, Serviceeinrichtungen, Finanzierungs- und Förderinstitutionen, Versicherungen)
Finanzierung in der Gründungsphase:
Finanzierungsarten (Eigenfinanzierung, Business Angels, Förderungen usw.), Softwaretool für Finanzplanung
Chancen und Risiken in der Gründungsphase:
Analyse von Businessplänen, SWOT-Analyse
Unternehmerische Haltungen:
Präsentation- und Argumentationstraining, Networking
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
Bereich Strategien in der Wachstumsphase
– Wachstumsstrategien entwickeln,
– eine Wachstumsstrategie bzw. ein Projekt analysieren und Empfehlungen für weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen,
– einen Businessplan bei einem Wettbewerb einreichen.
Bereich Rechtliche Rahmenbedingungen in der Wachstumsphase
– die rechtlichen Aspekte der Unternehmensgründung diskutieren.
Bereich Finanzierung in der Wachstumsphase
– unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten vergleichen.
Bereich Chancen und Risiken in der Wachstumsphase
– unternehmerische Risiken erkennen, analysieren und bewerten.
Bereich Unternehmerische Haltungen
– Probleme gemeinsam lösen und Entscheidungen ausverhandeln,
– für das Aufsetzen eines Projektes zentrale Schritte des Projektmanagements nutzen,
– Planungstechniken einsetzen.
Lehrstoff:
Strategien in der Wachstumsphase:
Mittel- und langfristige Planung unter Einbeziehung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien, Expansionsstrategien (zB Franchising), Entrepreneurial Marketing, Markterschließung, Kundinnen-und Kundenakquisition sowie Kundinnen- und Kundenpflege, Businessplan
Rechtliche Rahmenbedingungen in der Wachstumsphase:
Umgründung eines Unternehmens, Unternehmensübernahme, Vertragsrecht (zB Franchising), Europäische Aktiengesellschaft (SE)
Finanzierung in der Wachstumsphase:
Wachstumsfinanzierung (zB Venture Capital, Private Equity, Going Public, Crowd Funding, Mezzanin Kapital), Eigenkapitalvorschriften bei Fremdfinanzierung (Basel)
Chancen und Risiken in der Wachstumsphase:
Markteinschätzung, Szenariotechnik, Investitionsrechnung
Unternehmerische Haltungen:
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