Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Automatisierung” liegt die Betonung auf der Verbindung von Mechanik und Automation, wobei Fragestellungen der Mess- Steuerungs- und Regelungstechnik, der Sensorik und Aktorik sowie der Prozessrechentechnik behandelt werden. Im Prozess der Automatisierung kommt den Verfahren und Methoden des Qualitätsmanagements besondere Bedeutung zu.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE; AUFTEILUNG
DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
„Deutsch”, „Englisch”, „Geschichte und politische Bildung”, „Bewegung und Sport”, „Geographie und Wirtschaftskunde” und „Wirtschaft und Recht”:
Siehe Anlage 1.
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Anlage 1.
Lehrstoff:
I. und II. Jahrgang:
Siehe Anlage 1.
III. bis V. Jahrgang:
Siehe Anlage 1.1.5, aufgeteilt auf den III. bis V. Jahrgang.
DARSTELLENDE GEOMETRIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- aus Rissen eines Objektes dessen Aufbau ablesen und die in der Zeichnung enthaltenen Informationen deuten, konstruktiv verwerten und räumliche Gegebenheiten in Handskizzen darstellen können;
- geometrische Formen an technischen Objekten gemäß den Erfordernissen der einzelnen Fachrichtungen erkennen und mit Hilfe einer Konstruktionszeichnung erfassen sowie eigenständiges technisch-konstruktives Denken unter Anwendung geeigneter Abbildungsmethoden zeichnerisch umsetzen können;
- durch Modellbildungen konstruktive Sachverhalte in Teilprobleme zerlegen und Lösungsalgorithmen entwickeln können;
- mit der Erzeugung und den Gesetzmäßigkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut sein.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Räumliches Koordinatensystem.
Abbildungsmethoden (Projektionsarten).
Hauptrisse einfacher geometrischer und technischer Körper sowie
Axonometrie zur Übung im Erfassen der Gestalt eines Objekts aus
gegebenen Rissen.
Konstruieren in zugeordneten Normalrissen:
Strecke und Gerade, ebene Figur und Ebene in Hauptlage, in projizierender und allgemeiner Lage; Länge einer Strecke, Größe und Gestalt einer projizierenden Figur, Projizierendmachen einer Geraden und einer Ebene; orthogonale Lage einer Geraden und einer Ebene;
Schnitte ebenflächig begrenzter Objekte mit projizierenden Ebenen;
Kreis in Hauptlage und in projizierender Lage.
Normale Axonometrie eben- und krummflächig begrenzter Objekte. Drehflächen. Ebene Schnitte von Drehflächen.
ANGEWANDTE PHYSIK
Siehe Anlage 1.
ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE
ANGEWANDTE INFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Aufbau, Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten elektronischer Informationsverarbeitungsanlagen kennen und diese Geräte bedienen können;
- Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis auswählen und einsetzen können;
- mit Hilfe einer höheren Programmiersprache einfache Probleme der Berufspraxis lösen können;
- Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben können;
- die gesellschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes der elektronischen Informationsverarbeitung kennen.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Informationsverarbeitungssysteme:
Aufbau, Funktion, Zusammenwirken der Komponenten. Betriebssysteme.
Bedienung.
Standardsoftware:
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation.
Programmieren:
Lösung einfacher Probleme durch Algorithmen. Umsetzung in Programme.
III. Jahrgang:
Programmentwicklung:
Methoden des Softwareentwurfes. Strukturierte Programmierung,
Strukturelemente; Datenstrukturen; Objekte.
Kommunikationstechnik:
Netzwerke; Informationsbeschaffung.
Standardsoftware:
Datenbankanwendungen; Graphik; Zusammenwirken von Softwarepaketen.
Informatik und Gesellschaft:
Auswirkungen der Informatik; Datenschutz.
MECHANIK UND ELEMENTE DER MECHATRONIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die theoeretischen Grundlagen für die technische Berechnung von Problemen der Fachrichtung beherrschen;
- die gebräuchlichen Maschinenelemente und Baugruppen der Elektronik unter Berücksichtigung technischer Erfordernisse, einschlägiger Normen, der Wirtschaftlichkeit und des Umweltschutzes berechnen und gestalten können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Statik:
Kraft, Drehmoment. Freimachen von Bauteilen. Ebene Kräftesysteme, resultierende Kraft und resultierendes Moment. Zerlegung von Kräften in Komponenten, statisches Gleichgewicht. Bestimmung von Lagerkräften. Schwerpunkt.
Festigkeit:
Beanspruchungsarten, Spannungsarten, Belastungsfälle und Festigkeitswerte.
Verbindungstechnik:
Kraft- und formschlüssige Elemente. Mechanische und elektrische
Verbindungselemente.
II. Jahrgang:
Statik:
Schnittgrößen und deren Verlauf.
Reibung:
Haft- und Gleitreibung, Seilreibung, Rollwiderstand.
Festigkeit:
Biegung, Abscherung, Torsion (bei kreisförmigen Querschnitt).
Formänderung.
Führungselemente:
Achsen und Wellen, Gleitlager, Wälzlager, Führungen.
FERTIGUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Eigenschaften, die Verwendung und die Bearbeitung der im jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt gebräuchlichen Werk- und Hilfsstoffe sowie die Fertigungsverfahren kennen;
- die Auswahl dieser Verfahren nach der Wirtschaftlichkeit ihres Einsatzes beurteilen können;
- den Einsatz von Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen der Fertigung planen können;
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Begriffe:
Spanlose und spanende Bearbeitungsverfahren, Maschinen und Geräte.
Werkstoffe:
Einteilung (Eisenwerkstoffe, Nichteisenmetalle und ihre Legierungen, nichtmetallische Werkstoffe, Pulvermetallurgie, Kunststoffe, Isolierstoffe, Gläser, Keramik, Halbleiterwerkstoffe. Pulvermetallurgie). Normgemäße Bezeichnung, Aufbau und Herstellung, Eigenschaften und Verwendung. Wärmebehandlung. Werkstoffprüfung und Prüfverfahren.
Fügeverfahren:
Stoff- und formschlüssige Verfahren.
II. Jahrgang:
Spanlose Fertigung:
Urformen. Umformen. Trennen.
Abtragende Verfahren:
Erodieren. Strahlbearbeitung.
Spanende Fertigung:
Fertigungsverfahren, Fertigungswerkzeuge. Schneidwerkstoffe.
Elemente der CNC-Verfahren.
Beschichten:
Oberflächen- und Beschichtungstechnik.
Leiterplatten:
Arten, Materialien, Fertigungsverfahren.
ELEKTROTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die Fachrichtung bedeutsamen Gesetze der Elektrotechnik kennen;
- elektrotechnische Probleme selbständig lösen können;
- die einschlägigen Vorschriften, Normen und Sicherheitsmaßnahmen kennen und beachten.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Begriffe:
Größen und Einheiten. Größen- und Einheitengleichungen.
Stromkreis:
Elektrische Ladung, Widerstände, Ohm`sches Gesetz, Kirchhoffsche Gesetze, Schaltung von Widerständen; Spannungs- und Stromquellen, Ersatzschaltbilder. Stromleitung in Metallen, Halbleitern, Elektrolyten und Gasen. Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad. Anpassung.
Elektrisches Feld:
Größen und Gesetze, Energie und Kraftwirkung.
Magnetisches Feld:
Größen und Gesetze, Energie und Kraftwirkung.
Zeitlich veränderliche Größen:
Zeitlich veränderliche elektrische und magnetische Felder;
Zeitverhalten elektrischer Bauelemente.
III. Jahrgang:
Wechselstrom:
Analytische und graphische Darstellung von sinusförmigen Größen. Mittelwerte. Wechselstromwiderstände. Wechselstromleistung. Resonanz; Ortskurve, Bodediagramm, Zeit- und Zeigerdiagramm. Frequenzgang einfacher Zweipole, einfache Übertragungsfunktionen.
Dreiphasensystem:
Dreileiter- und Vierleitersysteme. Wirk-, Blind- und Scheinleistung, Drehfeld.
Elektrische Maschinen:
Funktionsprinzip, Betriebsverhalten, Auswahlkriterien.
Elektrische Antriebe:
Kennlinien und Kenndaten von Antriebsaggregaten, Drehzahlsteuerung und -regelung; Einsatzbereiche; Zusammenwirken mit Arbeitsmaschinen.
BETRIEBSTECHNIK UND QUALITÄTSMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- einzelne und vernetzte Aufgaben der betrieblichen Planung, Entscheidung und Kontrolle analysieren, beurteilen und lösen können;
- die Managementfunktionen, Organisation, Kommunikation, Motivation, Mitarbeiterführung und Konfliktlösung kennen lernen;
- statistische Gesetzmäßigkeiten des Qualitätsmanagement erfassen und interpretieren können;
- den betriebswirtschaftlichen Einsatz des Qualitäts- und Umweltmanagements kennen;
- die für die Berufspraxis notwendige Sicherheit in der Anwendung von Techniken des Qualitäts- und Umweltmanagements besitzen.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Arbeitswissenschaft und Personalwirtschaft:
Grundlagen der Arbeitswirtschaft; Personalauswahl und Entlohnungssysteme; Arbeitszeitmodelle. Mitarbeiterführung.
Betriebsorganisation:
Betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation.
Kommunikationssysteme; Projektorganisation (Projektmanagement,
Projektplanung, Netzplantechnik, EDV-Unterstützung, Projektsteuerung
und -überwachung).
Betriebsabrechnung:
Kostenrechnung, Kalkulation, einfache Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Qualitätsmanagement:
Qualitätskennzahlen, Verteilungen und Auswertung in der
betrieblichen Praxis.
V. Jahrgang:
Qualitätsmanagement:
Zuverlässigkeitsprüfung (Zuverlässigkeit von Geräten und Baugruppen, Lebensdauer, Versuchsmethodik). Produktentwicklung und Fertigung (Vorlaufparameter, Prozesskontrolle, Prozessfähigkeit, Zulieferqualität). Erfassen von Qualitätsdaten (Methodik, Auswertung, Präsentation).
KONSTRUKTIONSÜBUNGEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Entwurfs-, Konstruktions- und Entwicklungsaufgaben des jeweiligen Ausbildungsschwerpunktes mit und ohne Rechnerunterstützung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und ökologischen Gegebenheiten sowie der Fertigung auf Grund praxisüblicher Konstruktionsunterlagen lösen, dokumentieren und präsentieren können;
- selbständig sowie in Gruppen unter Einhaltung der gültigen Vorschriften und Normen arbeiten können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Grundlagen:
Zeichengeräte, Zeichentechniken mit Hand und Rechnerunterstützung, Normen, Bemaßung und Beschriftung, Toleranzen, ISO-Passungssystem; Form und Lagetoleranzen, Bezeichnung technischer Oberflächen.
Methoden:
Herstellung von Skizzen und normgerechten Werkzeichnungen mit der Hand und mit Rechnerunterstützung.
Konstruktion:
Werkzeichnungen von Bauteilen und einfachen Baugruppen nach
Zeichnungsvorlage und Modell; Stücklisten.
II. Jahrgang:
Methoden:
Aufgabenanalyse, Entwurf, Berechnung und Konstruktion.
Konstruktion:
Werkzeichnungen von Bauteilen und einfachen Baugruppen grundlegender Verbindungselemente.
III. Jahrgang:
Methoden:
Aufgaben- und Funktionsanalyse. Arbeiten mit Norm- und Herstellerdatenblättern sowie Katalogen. Vertiefung der CAD-Kenntnisse. Einführung in die Teamarbeit.
Konstruktion:
Konstruktionen von Baugruppen und einfachen Geräten.
IV. Jahrgang:
Methoden:
Teamarbeit und Vertiefung der methodischen Konstruktionslehre. Kreativitätsmethoden als Grundlage für Entwurf, Berechnung und Konstruktion. Technische Beschreibung und Dokumentation. Verwendung von computergestützten Arbeitshilfen.
Konstruktion:
Komplexe Baugruppen oder Geräte aus den jeweiligen Fachgebieten.
V. Jahrgang:
Methoden:
Pflichtenheft; Termin- und Zeitplan; Variantenkonstruktion;
eventuell Detailausarbeitung der ausgewählten Variante;
Kostenberechnungen; Dokumentation.
Konstruktion:
Mindestens ein komplexes Projekt, das die wesentlichen typenbildenden Fächer aus dem Ausbildungsschwerpunkt mit einschließt.
WERKSTÄTTE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die im Fachgebiet verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsbehelfe wirtschaftlich handhaben und instandhalten können;
- die Eigenschaften sowie die Bearbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten der für die Fachrichtung bedeutsamen Werk- und Hilfsstoffe kennen;
- facheinschlägige Erzeugnisse nach normgerechten Zeichnungen und Schaltplänen herstellen sowie facheinschlägige praktische Tätigkeiten ausführen können;
- die Arbeitsgänge und Arbeitsergebnisse in exakter Fachsprache analysieren können;
- die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften und umweltrelevante Bestimmungen kennen und beachten.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Arbeitsmethoden:
Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung; Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen. Führung von Aufzeichnungen und Arbeitsprotokollen.
Mechanische Grundausbildung:
Manuelle und mechanische Bearbeitung von verschiedenen Werkstoffen. Maschinenbauliche Fertigkeiten (Messen, Anreißen, Körnen, Feilen, Meißeln, Sägen, Schneiden, Bohren, Senken, Reiben, Passen, Schleifen, Schärfen, Gewindeschneiden von Hand).
Elektrotechnische Grundausbildung:
Zurichten und Verlegen von blanken und isolierten Leitungen, Herstellen von Verbindungen (Klemm-, Schraub- und Lötverbindungen; Anschluss von SMT-Bauteilen). Anfertigen von Draht- und Kabelformen. Isolieren und einfache Installationsschaltungen. Visuelles Erkennen verschiedener elektrischer und elektronischer Bauteile.
Mechanische Werkstätte:
Drehen (Längs-, Plan- und Innendrehen, Einstechen, Abstechen). Hobeln von Flächen und Nuten. Fräsen verschiedener Werkstoffe nach Anriss und Maß unter Einhaltung vorgegebener Toleranzen.
Kunststofftechnik:
Manuelle und maschinelle Be- und Verarbeitung von Kunststoffen. Oberflächenbearbeitung, Gießharz- und Klebetechniken. Wiederverwertung von Kunststoffen.
Blechbearbeitung:
Zuschneiden, Bohren, Biegen, Richten, Stanzen, Verschrauben und Vernieten von Blechteilen. Arbeiten mit Blechbearbeitungsmaschinen. Verformen und Herstellen von Blechteilen. Gehäusebau aus vorgefertigten Materialien (inklusive EMV- und Sicherheitsvorschriften).
II. Jahrgang:
Niederspannungsinstallation:
Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Reparatur von Schalteinrichtungen unter Beachtung der elektrischen und mechanischen Schutzmaßnahmen.
Herstellung von Transformatoren und Spulen. Wickeln, Isolieren,
Schichten, Vergießen, Überprüfen.
Montage und Wartung:
Zerlegen und Zusammenbau, Feststellen und Beheben von mechanischen und elektrischen Störungen an Maschinen, Baugruppen und Geräten (insbesondere der Automatisierungstechnik). Justieren, Prüfen, Instandsetzen und Warten von Automatisierungseinrichtungen. Zurichten, Verlegen und Prüfen von druckmittelführenden Leitungen.
Mechanische Werkstätte:
Stirn- und Umfangfräsen. Einfache Teilkopfarbeiten. Dreharbeiten nach vorgegebenen Toleranzen. Dreharbeiten zwischen Spitzen, mit Setzstöcken, Planscheiben und Drehdornen. Herstellen von Innen- und Außengewinden. Einfache Arbeiten an programmgesteuerten Maschinen.
Oberflächentechnik:
Vorbereiten der Ware (Entfetten, Beizen, Schleifen, Polieren). Herstellen von Metallüberzügen und Eloxieren. Herstellen von nichtmetallischen Überzügen. Nachbehandlung der Ware. Sicherheitsvorschriften und Entsorgung der Abwässer.
Schweißen:
Sicherheitsvorschriften für die Durchführung von Schweißarbeiten. Gasschmelz-, Elektro- und Schutzgasschweißen. Hartlöten, Brennschneiden.
III. Jahrgang:
Arbeitsvorbereitung:
Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung. Arbeitsaufträge. Vor- und Nachkalkulation. Werkstattzeichnungen. Beschaffungswesen. Berechnung der Produktionskosten aller Aufträge der Schulwerkstätte. Bearbeitung von Fertigungsunterlagen mittels CAD.
Werkstätte für Elektronik:
Fertigung, Programmierung und Inbetriebnahme digitaler und analoger Baugruppen und Geräte. Fehlersuche und Fehlerbehebung an Geräten der industriellen Elektronik. Zusammenbau, Wartung und Vernetzung von Computersystemen und Peripheriegeräten.
Werkstätte für Steuerungstechnik:
Elemente der Steuerungstechnik. Bausteine, logische Grundfunktionen. Schaltplanentwurf, Darstellung von Bewegungsabläufen. Weg- und zeitabhängige Steuerungen. Aufbau, Programmierung, Prüfung und Fehlersuche an speicherprogrammierbaren Steuerungen. Aufbau einfacher pneumatischer und hydraulischer Steuerungen.
Werkzeug- und Vorrichtungsbau:
Fräs-, Bohr- Schleif- und Dreharbeiten mit steigendem Schwierigkeitsgrad; auch unter Anwendung von Hartmetallwerkzeugen. Arbeiten an numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen. Erosives Bearbeiten von Metallen. Wärmebehandlung des Stahls. Bau und Erprobung von Spritzguss- und Extrusionswerkzeugen.
Werkstätte für Leiterplattentechnik:
Grundbegriffe der Leiterplattenherstellung. Erstellen von Layouts. Siebdruck zur Erstellung von Ätzmasken und Frontplatten. Aufbringen von Ätzmasken. Herstellen von gedruckten Schaltungen. Ätzen. Mechanisches Herstellen von Leiterplatten (Fräsen). Entsorgung.
B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE
B.1 PRÄZISIONSTECHNIK
1.1 MECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für das Fachgebiet bedeutsamen mechanischen Grundlagen beherrschen;
- Zusammenhänge zwischen mechanischen Gesetzen und technischen Gegebenheiten erkennen und auf Probleme des Fachgebietes anwenden können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Festigkeitslehre:
Schiefe Biegung, Abscherung, zusammengesetzte Beanspruchung,
Knickung.
Hydromechnik:
Hydrostatik. Kontinuitätsgleichung, Bernoulli`sche Gleichung.
Flüssigkeitsreibung, Ähnlichkeitsgesetze.
IV. Jahrgang:
Kinematik:
Kinematik des Massenpunktes und des starren Körpers.
Dynamik:
Dynamik des Massenpunktes (dynamisches Grundgesetz, d`Alembertsches Prinzip, Energiesatz, Leistung, Impulssatz), Dynamik des starren Körpers (Schwerpunktsatz, Drehimpulssatz, Drehung um raumfeste Achsen, Kreisel).
V. Jahrgang:
Statik:
Biegelinie, Statisch unbestimmte Systeme.
Schwingungslehre:
Freie, gedämpfte und erzwungene Schwingungen, Torsions- und Biegeschwingungen.
Computerunterstützte Rechenmethoden der Mechanik:
Numerische Methoden. Finite-Elemente-Methode.
1.2 FERTIGUNGSTECHNIK
Fortführung des Pflichtgegenstandes „Fertigungstechnik” im Abschnitt A.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Kunststoffe:
Grundlagen der chemischen und physikalischen Technologie der Kunststoffe, Kunststoffe und ihre Anwendungen Fertigungsverfahren.Pulvermetallurgie, Keramische Werkstoffe.
Werkstoffe:
Zustandsdiagramme, Wärmebehandlung von Eisen- und Nichteisenmetallen. Werkstoffprüfung. Pulvermetallurgie. Keramische Werkstoffe.
Stoffschlüssiges Fügen:
Löten, Schweißen, Kleben.
Feinwerktechnische Fertigungsverfahren:
Funkenerodieren, Elysieren, Metallätzen, Mikrofügen, Herstellung von Schichten, Planarstrukturen und optischen Flächen. Herstellung von Prototypen (Rapid Prototyping).
IV. Jahrgang:
Trennen:
Spanen mit geometrisch bestimmten Schneiden (Drehen, Bohren, Fräsen, Räumen), Spanen mit geometrisch unbestimmten Schneiden (Schleifen, Honen, Läppen, Strahlspanen).
Vorrichtungs- und Werkzeugbau:
Spannmittel und Spanneinrichtungen, Magazinieren, Zuführen,
Vereinzeln, Werkzeuge für spanlose Fertigung.
V. Jahrgang:
Werkzeugmaschinen:
Aufbau, CNC-Verfahren. Werkstück- und Werkzeugtransport (Magazine und Speicher, Greifereinrichtungen, Transporteinrichtungen). Verkettung von Bearbeitungsmaschinen (Bearbeitungszentren, Fertigungsstraßen).
1.3 FEINWERK- UND MIKROSTRUKTURTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für das Fachgebiet bedeutsamen Bauelemente, Baugruppen und Verfahren beherrschen;
- soll die Prinzipien der Geräteentwicklung, des Geräteaufbaues sowie der Produktgestaltung auch unter wirtschaftlichen Aspekten kennen und anwenden können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Speicherelemente:
Federn und Federsysteme.
Maschinenelemente:
Kupplungen, Bremsen.
Umformerelemente:
Reibradgetriebe, Zugmittelgetriebe, Zahnradgetriebe,
Schraubengetriebe, Koppel- und Kurvengetriebe.
Schaltelemente:
Gesperre, Schalt-, Spann- und Sprungwerke.
Lagerelemente:
Spezielle Lagerungen der Feinwerktechnik.
IV. Jahrgang:
Gerätekonstruktion:
Konstruktionsregeln, Konstruktionssystematik, Projektabläufe und -strukturen, automatisierungsgerechte Produktgestaltung, Aufbau elektrischer und elektronischer Schaltungen, Wärmeableitung, Dämpfung und Schwingungsisolierung, Sicherheitsmaßnahmen.
Ein- und Ausgabegeräte:
Bedienelemente, Lesegeräte, Anzeigeelemente, Drucker.
Optische Geräte:
Fassung und Justierung optischer Elemente und Systeme, Toleranzen optischer Einzelteile.
V. Jahrgang:
Robotik:
Aufbau von Robotern, Steuerungen, Wegmesssysteme, Greifer.
Medizinische Geräte:
Diagnose- und Therapiegeräte, Funktionsmessung.
Geräte der Massenfertigung:
Geräte der Unterhaltungs-, Büro- und Haushaltstechnik.
Mikrostrukturtechnik:
Mikrotechnische Bauelemente und Verfahren. Mechanische, optische, elektrotechnische, fluidtechnische und biochemische Funktionselemente.
1.4 ANGEWANDTE ELEKTRONIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die gebräuchlichen Bauelemente der Elektronik und deren Eigenschaften kennen;
- elektronische Schaltungen auswählen, dimensionieren und analysieren können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Halbleiter:
Leitungsmechanismen, Technologie, sperrschichtfreie Halbleiter,
pn-Übergang, Diodenarten.
Stromversorgung:
Netzgleichrichtung, Stabilisierung.
Vierpole:
Vierpolgleichungen, Impuls und Frequenzverhalten.
Transistor:
Bipolar, unipolar, Funktion, Kennlinien und Kenndaten,
Anwendungsschaltungen.
Logik:
Grundverknüpfungen, Entwurfsmethoden logischer Schaltungen.
Optoelektronik:
Sender, Empfänger.
IV. Jahrgang:
Digitaltechnik:
Kombinatorische und sequenzielle Schaltungen, Zahlencodes, Zähler,
Logikfamilien.
Mikrocomputer:
Prozessor, Speicher, Befehlssatz. Peripheriegeräte,
Schnittstellen.
V. Jahrgang:
Verstärker:
Differenzverstärker. Operationsverstärker, lineare und
nichtlineare Schaltungen.
Nachrichtentechnik:
Modulationsverfahren, Übertragungsverfahren, Übertragungsmedien.
Breitbandkommunikationstechnik.
1.5 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die für die Fachrichtung bedeutsamen Verfahren der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Bauarten und die Wirkungsweise der in der Praxis verwendeten Geräte kennen;
- die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und beachten.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Grundlagen der Messtechnik:
Begriffe, Kenngrößen von Messgeräten, Maß- und Eichgesetz, Arten
von Messgrößen.
Steuerungstechnik:
Merkmale und Grundstrukturen von Steuerungen. Entwurfsmethoden, Bauelemente und Steuerungen. Elektromechanische, elektronische, pneumatische und hydraulische Steuerungssysteme. Programmierbare Steuerungen.
IV. Jahrgang:
Messtechnik:
Messabweichungen, Auswertung von Messungen (Vertrauensbereiche, Messunsicherheit).
Analoge Messverfahren:
Verfahren für elektrische und nichtelektrische Größen. Anzeigende und übertragende Messgeräte. Sensoren und Messwertumformer.
Digitale Messtechnik:
Kenngrößen. Messverfahren und Messgeräte. Prozessrechentechnik.
Regelungstechnik:
Begriffe, Regelkreisglieder.
V. Jahrgang:
Übertragungsglieder:
Mathematische Beschreibung im Zeit- und Bildbereich, dynamisches
Verhalten, Kenngrößen, Stabilität.
Regelungstechnik:
Stetige Regelung (Inbetriebnahme, Abgleich, Stabilität, Optimierung). Mehrpunktregelung, digitale Regelung.
1.6 TECHNISCHE OPTIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Konstruktions- und Berechnungsgrundlagen optischer Geräte beherrschen;
- die Qualitätsrichtlinien optischer Systeme sowie den Aufbau und die Anwendungen optischer Geräte kennen.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Geometrische Optik:
Begriffe, Abbildungen, Bildkonstruktionen, Abbildungsgleichungen, Berechnungen des Strahlverlaufes, Abbildungsfehler (Arten; Korrekturmöglichkeiten).
Werkstoffe:
Optische Gläser, Kunststoffe, Kristalle und Sonderwerkstoffe, dielektrische dünne Schichten, Absorptionsschichten.
Optische Bauelemente:
Planoptik. Bauelemente mit brechenden und reflektierenden Sphären und Asphären. Zylinderlinsen, Fresnellinsen, Lichtleiter und Endoskope. Gradientenoptik.
Bündelbegrenzung:
Blenden, Luken und Pupillen. Kenngrößen, Feldlinsen und Kondensoren.
Lichttechnik:
Lichtquellen und Lichtempfänger, menschliches Auge, Sehfehler
(Arten, Behebung). Farbmetrik, Spektralgeräte.
Beleuchtungssysteme:
Signalgeber, Scheinwerfer und faseroptische Geräte.
V. Jahrgang:
Optische Instrumente:
Projektoren; Lupen und Okulare; Mikroskope; Fernrohre und Kollimatoren; fotographische Optik und Objektivtypenkunde; Entfernungsmesser; Sucher.
Kohärente Optik:
Laser - Interferometrie und Holographie.
Optoelektronische Geräte:
Lichtschranken und Lichttaster; optische Systeme digitaler Datenträger; Elemente der Lichtwellenleitertechnik.
1.7 LABORATORIUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis selbstständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten können;
- für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen können;
- Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die Ergebnisse interpretieren können.
Lehrstoff:
IV. und V. Jahrgang:
Methoden:
Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen. Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.
Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände „Mechanik und Elemente der Mechatronik”, „Fertigungstechnik”, „Elektrotechnik”, „Feinwerk- und Mikrostrukturtechnik”, „Angewandte Elektronik”, „Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik” und „Technische Optik”.
1.8 WERKSTÄTTENLABORATORIUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und dokumentieren können;
- praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung, Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Optik:
Glasbearbeitung (Schneiden, Rundieren, Fräsen, Vorschleifen, Feinschleifen, Polieren, Zentrieren), Reinigen, Messen und Prüfen von Linsen und optischen Elementen mit Planflächen; Kitten und Gipsen von optischen Elementen.
Arbeitsvorbereitung:
Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung,
Erstellung von Wartungsplänen, Beschaffungswesen; Lagerhaltung. Vor- und Nachkalkulation.
Fertigungstechnik:
Manuelle und rechnergestützte CNC-Programmierung. Einsätze
verschiedener Werkzeuge an CNC-Maschinen.
V. Jahrgang:
Fertigungsmesstechnik und Qualitätssicherung:
Messen mit mechanischen und elektronischen Längenmessgeräten. Lehren, Oberflächenmessung, Qualitätsdaten, Aufbereitung, Qualitätsregelkarten, Qualitätsberichterstattung.
Elektronik:
Entwerfen, Herstellen und Prüfen komplexer elektronischer Systeme.
Messen an elektronischen Systemen.
Steuerungs- und Regelungstechnik:
Aufbau, Inbetriebnahme und Reparatur einfacher Steuerungen und Regelkreise. Prüfung von steuerungs- und regelungstechnischen Systemen; auch unter Verwendung von analogen und digitalen Messgeräten. Erstellen einfacher Programme.
B.2 AUTOMATISIERUNG
2.1 ELEKTRONIK UND DIGITALTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Eigenschaften der gebräuchlichen Bauelemente der Elektronik und der Digitaltechnik kennen;
- elektronische Schaltungen entwerfen und dimensionieren können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Halbleiter:
Leitungsmechanismen, pn-Übergang, Durchlass- und Sperrverhalten.
Halbleiterdioden:
Kennlinien, Kenngrößen; Ersatzschaltung. Arbeitspunkteinstellung,
Temperatureinfluss.
Stromversorgung:
Netzgleichrichterung, Glättung, Stabilisierung.
Logik:
Grundverknüpfungen, Entwurfsmethoden logischer Schaltwerke; Minimierung. Speicherglieder, Zähler. Logikfamilien.
Bipolartransistor:
Kennlinien, Schalteranwendung für ohmsche und induktive Last.
IV. Jahrgang:
Passive Vierpole:
Frequenz- und Impulsverhalten, Bode-Diagramm.
Transistorverstärker:
Arbeitspunkteinstellung und -stabilisierung, Ersatzschaltbild;
Grundschaltungen, Differenzverstärker.
Operationsverstärker:
Aufbau, Kenngrößen, Kennlinien. Lineare und nichtlineare
Schaltungen.
Leistungselektronik:
Lineare Verstärker, Schaltverstärker, Thyristorstromsteller.
Optoelektronik:
Sender, Empfänger, Koppler, Anzeigen; Kenngrößen, Kennlinien.
V. Jahrgang:
Digitaltechnik:
Filter, Signalprozessoren. Fuzzylogik (Prinzipien, Bauelemente).
Übertragungstechnik:
Übertragungsstrecken. Mehrfachübertragung. Periodische und
nichtperiodische Vorgänge. Impulsverhalten.
Schaltnetzteile:
Primär und sekundär getaktete Wandler, Ansteuerungsschaltungen;
Störstrahlung.
2.2 MESS-, STEUERUNGS- UND REGELUNGSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- gebräuchliche elektrische und elektronische Messgeräte handhaben und mit den gängigen Verfahren der Messtechnik vertraut sein;
- für eine gegebene Aufgabe die geeigneten Geräte und Verfahren in günstiger Kombination von Messgenauigkeit und Aufwand auswählen können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Grundbegriffe:
Messen:
Messprinzip (analog, digital, direkt, indirekt),
Messfehler(arten), Genauigkeit, Empfindlichkeit; Reproduzierbarkeit,
Fehlerfortpflanzung.
Messinstrumente:
Eigenverbrauch, Messbereichserweiterung, Messzubehör.
Gleichstrommesstechnik:
Spannungs-, Strom- und Leistungsmessung , Widerstandsbestimmung.
Kompensation.
Sensorik:
Wandlungsprinzip, Empfindlichkeit, Genauigkeit, Störeinflüsse,
Ausführungsformen.
Oszilloskop:
Messanwendung, Messzubehör. Ausführungsformen.
IV. Jahrgang:
Signalwandler:
Analog/Digital- und Digital/Analogwandler. Abtastschaltung.
Wechselstrommesstechnik:
Spannungs-, Strom- und Leistungsmessung. Bestimmung von
Wechselstromwiderständen.
Steuerungstechnik:
Begriffe, Elemente. Steuerungsarten, Entwurfsmethoden. Pläne.
Realisierungsmöglichkeiten.
Regelungstechnik:
Begriffe, Regelkreisglieder.
Regelkreis:
Mathematische Beschreibung, dynamisches Verhalten, Stabilität.
Regelstrecken:
Identifikation, Beschreibung im Zeit- und Bildbereich.
V. Jahrgang:
Regelstrecken:
Rotierende und lineare Antriebe, thermische Strecken.
Stetige Regelung:
Inbetriebnahme, Abgleich, Stabilität, Optimierung. Kaskadierte
Regelung. Proportional- und Servohydraulik.
Unstetige Regelung:
Zweipunktregler, Dreipunktregler,Anwendungskriterien.
Regelsysteme:
Rechnergestützte Regelung; zentrale und dezentrale Systeme.
Fernmessung und Datenübertragung:
Analoge und digitale Verfahren; elektromagnetische Verträglichkeit.
2.3 MECHANIK UND AUTOMATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die theoretischen Grundlagen für mechanisch-technische Berechnungen und rechnergestützte Problemlösungen des Fachgebietes beherrschen;
- aktuelle Verfahren der mechanischen Automation kennen und anwenden können;
- logische Zusammenhänge erkennen und auf Probleme des Fachgebietes anwenden können;
- die einschlägigen Normen und Vorschriften beachten.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Kinematik bei allgemeiner Bewegung:
Geschwindigkeit, Beschleunigung, Relativbewegung.
Dynamik:
Impuls, Stoß, Massenträgheit, Energie, allgemeine Bewegung.
Festigkeit:
Knickung, zusammengesetzte Beanspruchung.
Maschinenelemente:
Getriebe, Gewindetriebe, Zugmitteltriebe. Kupplungen, Bremsen,
Dämpfungen.
IV. Jahrgang:
Mechanik der Flüssigkeiten und Gase:
Hydrostatik. Hydrodynamik. Strömungsarten, Flüssigkeitsreibung, Bernoulli`sche Gleichung. Ähnlichkeitsgesetze. Gasgesetze, Zustandsänderungen.
Maschinenelemente:
Positioniersysteme, Antriebe. Elemente der Hydraulik (Pumpen,
Motore, Ventile, Zylinder, Speicher, Leitungen, Proportional- und Servoelemente).
Wärmeübertragung:
Leistung, Konvektion, Strahlung.
V. Jahrgang:
Schwingungen:
Freie und erzwungene Schwingungen mit und ohne Dämpfung; Biege- und Torsionsschwingungen, Anwendungen der Modalanalyse.
Rechnergestützte Methoden der Mechanik:
Numerische Methoden. Finite Elemente, Roboterkinematik.
Montageautomatisierung:
Teilezubringung, flexible Fertigungssysteme, Transfersysteme.
2.4 PROZESSRECHENTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- typische, logische und technische Strukturen der Hardware und Software von Systemen der Prozessdatenverarbeitung und deren Anwendung kennen;
- die Eignung von Systemen der Prozessdatenverarbeitung für eine gegebene Anwendung beurteilen können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Anwendungen:
Prozesse und Automatisierungsstrukturen. Ebenen der Automatisierung. Erfassen und Verarbeiten analoger Messwerte. Ausgaben von Analogen Signalen. Erfassen und Verarbeiten von Binärwerten.
Hardware:
Prozessrechner und Mikrocomputer. Periphere Geräte (Standardperipherie). Geräteanschlüsse (Busschnittstelle, Geräteschnittstellen). Betriebsarten. Prozessperipherie.
Software:
Assembler, Hochsprachen. Programme mit Zugriff auf Schnittstellen und Prozessperipherie. Anwendersoftware für Echtzeitaufgaben.
V. Jahrgang:
Anwendungen:
Erfassen und Verarbeiten von Analog- und Digitalwerten mit standardisierten Bussystemen. Regeln mit dem Mikrocomputer. Prozessvisualisierung. Verknüpfung von Prozessrechner und anderen Automatisierungsmitteln.
Hardware:
Lokale Netze in der Automatisierungstechnik. Standardisierte
Bussysteme.
Software:
Verknüpfung von Assembler und Hochsprachen. Software zum Betreiben
von Netzen und Bussystemen.
Kenngrößen von Systemen der Prozessdatenverarbeitung:
Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Reaktionszeit, Wirtschaftlichkeit.
Informationsverarbeitung:
Kanalkapazität. Codierung von Nachrichten, Störsicherheit.
Gebräuchliche Datenübertragungssysteme.
Breitbandkommunikationsnetze.
2.5 LABORATORIUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Planungs-, Mess- und Prüfaufgaben der betrieblichen Praxis selbstständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten können;
- für die jeweilige Aufgabe geeignete Methoden und Geräte unter Beachtung der Sicherheits- und Qualitätserfordernisse auswählen können;
- Untersuchungsberichte zusammenstellen, auswerten und die Ergebnisse interpretieren können.
Lehrstoff:
III. bis V. Jahrgang:
Methoden:
Führung eines Übungsprotokolls und die Ausarbeitung eines Laboratoriumsberichtes. Qualitätsbewusstsein. Schutzmaßnahmen. Übungen zur Vertiefung von wirtschaftlichen, technischen und naturwissenschaftlichen Fachgegenständen entsprechend dem Reife- und Ausbildungsgrad der Schüler, vor allem auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.
Übungen aus den Lehrstoffbereichen der Pflichtgegenstände „Mechanik und Elemente der Mechatronik”, „Fertigungstechnik”, „Elektronik und Digitaltechnik”, „Elektrotechnik”, „Betriebstechnik und Qualitätsmanagement”, „Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik”, „Mechanik und Automation” und „Prozessrechentechnik”.
2.6 WERKSTÄTTENLABORATORIUM
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die in der Praxis des Fachgebietes anfallenden Mess- und Prüfaufgaben sowie Sonderprobleme der Fertigung, die über den Rahmen der Werkstättenausbildung hinausgehen, lösen und dokumentieren können;
- praxisnahe Projekte mit den Instrumenten der Planung, Kostenrechnung, Fertigung und Qualitätssicherung abwickeln können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Arbeitsvorbereitung:
Rechnerunterstützte Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung, Erstellung von Wartungsplänen, Beschaffungswesen; Lagerhaltung. Vor- und Nachkalkulation.
Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement:
Messen mit mechanischen und elektronischen Längenmessgeräten.
Lehren, Oberflächenmessung, Qualitätsdaten, Aufbereitung,
Qualitätsregelkarten, Qualitätsberichterstattung.
Fertigungstechnik:
CNC-Programmierung. Anwendung von verschiedenen Werkzeugen an
CNC-Maschinen.
V. Jahrgang:
Steuerungs- und Regelungstechnik:
Aufbau, Inbetriebnahme und Reparatur einfacher Steuerungen und Regelkreise. Prüfung, Abgleich und Optimierung von steuerungs- und regelungstechnischen Systemen auch unter Anwendung von analogen und digitalen Messgeräten.
Flexible Automation:
CAD-CAM-Kopplung. Anwendung von flexiblen Werkzeugsystemen und Handhabungseinrichtungen in der Fertigung.
Mikrocomputerrechnik:
Messungen und Fehlersuche an Mikrocomputersystemen. Aufbau und Inbetriebnahme von Mikrocontrollern und Signalprozessoren. Erstellen von Programmen für einfache Robotiksysteme.
PFLICHTPRAKTIKUM
Siehe Anlage 1.
C. FREIGEGENSTÄNDE, UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN, FÖRDERUNTERRICHT
C.1 FREIGEGENSTÄNDE
KOMMUNIKATION UND PRÄSENTATIONSTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Sprache und nonverbale Signale gezielt einsetzen, Emotionen in der Diskussion kontrollieren sowie Gespräche, Vorträge und Präsentationen in deutscher und englischer Sprache führen können;
- seine eigene Persönlichkeit sowie Inhalte mit technischen Hilfsmitteln wirksam präsentieren können;
- Diskussionen, Arbeitsbesprechungen und Konferenzen gezielt leiten und koordinieren können.
Lehrstoff:
I. bis V. Jahrgang:
Kommunikation, Rhetorik und Redetechnik:
Rede- und Referatsvorbereitung, Sprachformulierungen,
Präsentationshilfen.
Präsentation:
Technischer und strategischer Aufbau, Gestaltung von
Präsentationsmitteln, technische Hilfsmittel.
Moderation:
Diskussionsführung, Zusammenfassen von Statements, Zeit- und Konfliktmanagement.
ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE
Siehe Anlage 1.
C.2 UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN
BEWEGUNG UND SPORT
Siehe Anlage 1.
C.3 FÖRDERUNTERRICHT
Siehe Anlage 1.
Jahrgangsweise gestaffeltes Inkrafttreten vgl. § 4 idF BGBl. II
Nr. 382/1998.
Anlage 1.3.1
LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR ELEKTRONISCHE DATENVERARBEITUNG
UND ORGANISATION
I. STUNDENTAFEL *1)
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände)
```
```
Wochenstunden Lehrver-
A. Pflichtgegenstände pflich-
Jahrgang Summe tungs-
I. II. III. IV. V. gruppe
```
```
```
Religion ............. 2 2 2 2 2 10 (III)
```
```
Deutsch .............. 3 2 2 2 2 11 (I)
```
```
Englisch ............. 2 2 2 3 2 11 (I)
```
```
Geschichte und
```
politische Bildung ... - - - 2 2 4 III
```
Leibesübungen ........ 2 2 2 1 1 8 (IVa)
```
```
Geographie und
```
Wirtschaftskunde ..... 2 2 - - - 4 (III)
```
Wirtschaft und Recht . - - - - 2 2 III
```
```
Angewandte Mathematik 4 4 3 2 2 15 (I)
```
```
Angewandte Physik .... 2 2 2 2 - 8 (II)
```
```
Angewandte Chemie und
```
Ökologie ............. 3 2 - - - 5 II
```
Grundlagen der
```
Elektronischen
Datenverarbeitung .... 4 5 - - - 9 I
```
Prozessregelung und
```
Rechnerverbund mit
Laborübungen *2) ..... - - 4 4 2 10 I
```
Programmieren *3) .... 4 7 4 - - 15 I
```
```
EDV-Betriebssysteme .. - - 3 - - 3 I
```
```
Angewandte
```
Datentechnik ......... - - 4 - - 4 I
```
Projektentwicklung *4) - - 2 3 7 12 I
```
```
Rechnungswesen *5) ... 2 3 2 - - 7 I
```
```
Betriebliche
```
Organisation ......... 2 2 3 - - 7 II
```
Computergestützte
```
Textverarbeitung ..... 3 - - - - 3 III
Pflichtgegenstände der
schulautonomen
Ausbildungsschwerpunkte
gemäß Abschnitt B ........ - - - 14 13 27
```
```
Gesamtwochenstundenzahl .. 35 35 35 35 35 175
```
```
Wochenstunden Lehrver-
B. Pflichtgegenstände pflich-
der schulautonomen Jahrgang Summe tungs-
Ausbildungsschwerpunkte IV. V. gruppe
```
```
B.1 Kommerzielle
Datenverarbeitung
1.1 Programmieren *3) ...... 3 2 5 I
1.2 Angewandte Datentechnik
*6) .................... 3 2 5 I
1.3 System- und
Einsatzplanung *7) ..... 3 3 6 I
1.4 Rechnungswesen ......... 3 2 5 I
1.5 Betriebliche
Organisation ........... 2 2 4 II
1.6 Betriebs- und
Führungspraxis ......... - 2 2 III
Wochenstundenzahl B.1 .. 14 13 27
B.2 Netzwerktechnik
2.1 Datenbanksysteme ....... 2 - 2 I
2.2 Netzwerktechnologien *8) 3 4 7 I
2.3 Telekommunikation *7) .. 2 3 5 I
2.4 Hardwarepraktikum *9) .. 3 - 3 I
2.5 Komplexe Systeme *7) ... 2 2 4 I
2.6 Datensicherheit und
Datenschutz ............ 2 - 2 I
2.7 Kommunikation in Netzen - 2 2 II
2.8 Qualitätsmanagement .... - 2 2 II
Wochenstundenzahl B.2 .. 14 13 27
B.3 Medientechnik und
Medienwirtschaft
3.1 Datenbanksysteme ....... 2 - 2 I
3.2 Multimediatechniken *8) 3 4 7 I
3.3 Telekommunikation *7) .. 2 3 5 I
3.4 Multimedia-Hardware *9) 3 - 3 I
3.5 Multimediapublikationen
in Netzen *7) .......... 2 2 4 II
3.6 Kommunikation in Netzen - 2 2 II
3.7 Medienwirtschaft ....... 2 2 4 III
Wochenstundenzahl B.3 .. 14 13 27
```
```
Pflichtpraktikum ....... mindestens 8 Wochen in der
unterrichtsfreien Zeit vor Eintritt
in den V. Jahrgang
```
```
Wochenstunden Lehrver-
C. Freigegenstände, pflich-
Unverbindliche Übungen Jahrgang tungs-
Förderunterricht I. II. III. IV. V. gruppe
```
```
C.1 Freigegenstände
Zweite lebende
Fremdsprache *10) .... 2 2 2 2 2 (I)
Kommunikation und
Präsentationstechnik . 2 2 2 2 2 (I)
C.2 Unverbindliche
Übungen
Leibesübungen ....... 2 2 2 2 2 (IVa)
C.3 Förderunterricht *11)
Deutsch
Englisch
Angewandte Mathematik
Fachtheoretische
Pflichtgegenstände
```
```
1) Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann von dieser Stundentafel im Rahmen des Abschnittes III abgewichen werden. 2) Mit Übungen im Laboratorium im Ausmaß von 2 Wochenstunden im III. Jahrgang und 2 Wochenstunden im IV. Jahrgang.
3) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von je 4 Wochenstunden im I., II. und III. Jahrgang und im schulautonomen Ausbildungsschwerpunkt „Kommerzielle Datenverarbeitung'' im Ausmaß von 3 Wochenstunden im IV. und 2 Wochenstunden im V. Jahrgang. 4) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im IV. und 5 Wochenstunden im V. Jahrgang. *5) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im II. Jahrgang.
*6) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im IV. und V. Jahrgang.
*7) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im V. Jahrgang.
8) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 3 Wochenstunden im IV. und 2 Wochenstunden im V. Jahrgang. 9) Mit Übungen in Elektronischer Datenverarbeitung im Ausmaß von 2 Wochenstunden im IV. Jahrgang.
*10) In Amtsschriften ist die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.
*11) Bei Bedarf parallel zum jeweiligen Pflichtgegenstand bis zu 16 Wochenstunden pro Schuljahr; Einstufung wie der entsprechende Pflichtgegenstand.
II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Siehe Anlage 1.
Fachrichtungsspezifische Bildungsziele:
Die Höhere Lehranstalt für Elektronische Datenverarbeitung und Organisation vermittelt neben einer fundierten Allgemeinbildung - ua. technischem Englisch - EDV-Kenntnisse sowohl auf dem Gebiet der Software als auch Hardware, Planung und Abwicklung von Projekten, insbesondere auf dem Gebiet der Softwareentwicklung, sowie kaufmännische Kenntnisse in betrieblicher Organisation und Rechnungswesen. Durch die praxisnahe Ausbildung erfolgt eine Vorbereitung auf Führungsaufgaben in verschiedensten Betrieben, Planungsbüros und öffentlichen Ämtern.
Diese allgemeine Fachausbildung wird durch drei alternative Ausbildungsschwerpunkte vertieft:
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Kommerzielle Datenverarbeitung'' wird speziell auf Software-Engineering, Datenbanksysteme und Netzwerkstrukturen, wie sie in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden, eingegangen. Im kommerziellen Bereich erfolgt eine Vertiefung auf den Gebieten Rechnungswesen und Betriebliche Organisation.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Netzwerktechnik'' stehen vor allem die technischen Aspekte wie Kommunikationstechniken, Prozesssteuerungen und Programmierung technisch komplexer Systeme im Vordergrund.
- Im Ausbildungsschwerpunkt „Medientechnik und Medienwirtschaft'' werden die technischen und kaufmännischen Fähigkeiten für die Planung, die Entwicklung und den praktischen Einsatz von Multimediaprodukten vermittelt, wobei besonderes Gewicht auf die aktuellen Soft- und Hardwareumgebungen dieser Produkte gelegt wird.
Die Haupteinsatzgebiete der Absolventen liegen in der Analyse, Betreuung und Administration von Computer- und Netzwerksystemen, Erstellung, Test und Wartung von Software, sowie als Organisator und Controller in verschiedensten Unternehmensbereichen.
Das Tätigkeitsspektrum reicht von der Sachbearbeitung bis zur leitenden Funktion im mittleren Management eines Klein-, Mittel- oder Großbetriebes.
III. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN, DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Siehe Anlage 1.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe Anlage 1.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE; AUFTEILUNG
DES LEHRSTOFFES AUF DIE SCHULSTUFEN
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
„Deutsch'', „Englisch'', „Geschichte und politische Bildung'', „Leibesübungen'' und „Geographie und Wirtschaftskunde'':
Siehe Anlage 1.
WIRTSCHAFT UND RECHT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll die im Fachgebiet bedeutsamen Rechtsvorschriften kennen.
Lehrstoff:
V. Jahrgang:
Unternehmerrecht:
Privatrecht, Handelsrecht (Kaufmann, Firmenbuch, Dienstleistungen, Handelsgeschäfte, Handelskauf). Wettbewerbsrecht. Gewerberecht (Antritt und Ausübung eines Gewerbes). Schutz geistigen Eigentums.
Vertragsrecht:
Formale Gesichtspunkte (Zustandekommen von Verträgen, Auslegungsfragen, Nebenabreden, Rücktritt, Vertragsbruch, Schadenersatz).
Verträge der Eigentumsübertragung, der Arbeitsleistung (Werkvertrag, Werklieferungsvertrag, Beförderungsvertrag, besondere Probleme von EDV-Leistungsverträgen, der Gebrauchsüberlassung (Mietvertrag, Pachtvertrag, Verwahrungsvertrag, Darlehensvertrag), der Geschäftsbesorgung, der Risikoübernahme.
Datenschutzgesetz:
Bestimmungen, Auslegungen, Verfahren.
Arbeitnehmerrecht:
Arbeitsrecht (Arbeitsvertrag, Rechte und Pflichten der Vertragspartner, Auflösung von Arbeitsverhältnissen; Angestelltengesetz; Arbeiter, Lehrling), Arbeitsschutz (Arbeitszeitschutz, allgemeiner und besonderer technischer Arbeitsschutz, Aushangpflicht; Sozialversicherung).
Fertigkeiten:
Handhabung von Gesetzen, Gesetzeskommentaren und öffentlichen Verzeichnissen. Abfassung einfacher Schriftstücke zu Problemen des Arbeitsrechts.
Weiterbildung:
Nachschlagwerke, Zeitschriften, Institutionen.
ANGEWANDTE MATHEMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Anlage 1.
Lehrstoff:
I. und II. Jahrgang:
Siehe Anlage 1.
III. Jahrgang:
Analysis: Zahlenfolgen, Grenzwert, Stetigkeit.
Differenzialrechnung (Differenzen- und Differenzialquotient, Ableitungsregeln, Anwendungen der Differenzialrechnung). Integralrechnung (bestimmtes und unbestimmtes Integral, Integration elementarer Funktionen, Anwendungen der Integralrechnung). Funktionen in zwei unabhängigen Variablen.
Numerische Mathematik:
Fehlerabschätzung und -fortpflanzung; Konditionsproblematik; numerische Methoden zum Lösen von Gleichungen, numerische Integration; Interpolation.
IV. Jahrgang:
Analysis:
Einfache Differenzen- und Differenzialgleichungen.
Lineare Algebra und analytische Geometrie:
Matrizen (Operationen, Anwendungen), Determinanten. Geraden und Ebenen; Kegelschnitte in Hauptlage.
V. Jahrgang:
Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:
Diskrete und stetige Verteilungen, induktive Statistik (Parameterschätzung, Signifikanzprüfung). Statistische Methoden des Qualitätsmanagments. Anwendungen.
Aktuelle Themen der angewandten Mathematik mit besonderer Berücksichtigung der Fachrichtung.
III. bis V. Jahrgang:
Anwendungen aus dem Fachgebiet; Gebrauch der in der Praxis üblichen Rechenhilfen, rechnerunterstütztes Arbeiten in der Mathematik.
In Jahrgängen mit mindestens drei Wochenstunden vier Schularbeiten, sonst zwei Schularbeiten.
ANGEWANDTE PHYSIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Vorgänge in der Natur beobachten, beschreiben und Arbeitsbereichen der Physik zuordnen können;
- wesentliche physikalische Zusammenhänge an Experimenten und Simulationen unter Einsatz moderner medialer Hilfen erfahren;
- physikalische Methoden verstehen, anwenden und auf physikalisch-technische Aufgabenstellungen unter Verwendung (einfacher) mathematischer Symbolik übertragen können;
- Zusammenhänge verbal, in der Symbol- und Fachsprache, grafisch und in Form von Tabellen und Formeln beschreiben können;
- Größenordnungen abschätzen und die Plausibilität von Ergebnissen beurteilen können;
- die physikalischen Gesetze, die für die Herstellung und Anwendung der in der Berufspraxis gebräuchlichen Werkstoffe, Geräte, Maschinen, Anlagen und Verfahren bedeutsam sind, kennen und anwenden können, insbesondere die Technologien der Energienutzung kennen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt beschreiben können;
- die Denk- und Arbeitsweise der klassischen modernen Physik kennen, sich der Natur physikalischer Modellvorstellungen und ihrer Grenzen bewusst sein und zu aktuellen naturwissenschaftlichen Themen kritisch Stellung nehmen können;
- grundlegende Kenntnisse auf den für die elektronische Datenverarbeitung wichtigen Teilgebieten der Physik, insbesondere der Halbleiterphysik und Digitalelektronik aufweisen.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Allgemeine Physik:
Bedeutung und Arbeitsweise der Physik. Internationales
Einheitensystem (SI).
Mechanik des Massenpunktes:
Kinematik (Geschwindigkeit, Beschleunigung, drehende Bewegung, zusammengesetzte Bewegung). Dynamik (Trägheit, Kraft, Masse, die Newton'schen Axiome). Arbeit, Energie, Impuls, Energiesatz, Impulssatz, Leistung, Reibung. Zentralkräfte, Gravitation. Aeromechanik und Hydromechanik:Druck, Auftrieb, Strömungen. Molekularkräfte.
Elektrizität:
Elektrische Ladung, elektrisches Feld.
II. Jahrgang:
Schwingungen und Wellen:
Schwingungen und Wellen in Mechanik, Optik und Elektromagnetismus; Resonanz; Ausbreitung von Wellen, stehende Wellen, Interferenz, Beugung und Streuung; Modulation; Akustik.
Wellen- und Strahlenoptik:
Interferenz, Beugung, Reflexion, Brechung, Polarisation,
Dispersion, Auflösungsvermögen optischer Geräte, Dualismus des Lichtes.
Optik:
Reflexion, Brechung, Totalreflexion, Lichtgeschwindigkeit; Abbildung durch optische Systeme. Beugung am Spalt und am Gitter, Auflösungsvermögen optischer Geräte, Interferenz dünner Schichten, Polarisation, Spannungsoptik, Streuung. Licht und Farbe, Emissions- und Absorptionsspektren; Photometrie.
III. Jahrgang:
Elektrizität und Magnetismus:
Elektrischer Strom. Wirkungen des elektrischen Stromes.
Elektrische Leitung in Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen. Aufbau des magnetischen Feldes, magnetische Eigenschaften der Stoffe, magnetische Felder von Strömen. Elektromagnetische Induktion.
Elektrische Leitung im Vakuum. Elektromagnetische Schwingungen und Wellen. Technische Anwendungen der Elektrodynamik und Impulstechnik.
Digitalelektronik:
Bauelemente, Gatter, Schaltungen. Optoelektronik.
IV. Jahrgang:
Thermodynamik:
Temperatur; Wärmeenergie, Wärmetransport, Wärmedämmung; Zustandsgleichung der idealen Gase (Aggregatszustände, Zustandsdiagramme); Hauptsätze der Wärmelehre, Gaskinetik, Diffusion. Gesetze der Temperaturstrahlung.
Grundgedanken der Quantenmechanik:
Welle-Teilchen-Dualismus, Energiequantisierung, Unschärferelation,
Materiewellen. Laser.
Grundgedanken der Relativitätstheorie:
Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, Äquivalenz von Masse und Energie, Raum-Zeit-Kontinuum, Gedankenexperimente.
Atom- und Kernphysik:
Aufbau der Atome und Kerne, Radioaktivität; Kernspaltung,
Kernverschmelzung; Wirkung radioaktiver Strahlung, Strahlenschutz,
Anwendung radioaktiver Isotope.
Energienutzung:
Technologien der Energienutzung und -umwandlung;
Energieversorgung; Nutzung der Solarenergie; Entropie und ökologisches Gleichgewicht; Energiehaushalt der Erde.
ANGEWANDTE CHEMIE UND ÖKOLOGIE
GRUNDLAGEN DER ELEKTRONISCHEN DATENVERARBEITUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Aufbau und Wirkungsweise von Anlagen der elektronischen Datenverarbeitung kennen;
- die den Programmiersprachen zu Grunde liegenden algorithmischen, maschinen- und problemorientierten Überlegungen nachvollziehen und die wesentlichen Merkmale der am häufigsten verwendeten Programmiersprachen angeben können;
- Umformungen aus verbaler in symbolische Darstellungsweise und umgekehrt vornehmen können;
- er soll Widersprüche und Mehrdeutigkeiten im Ausgangsmaterial identifizieren und beheben und je nach Aufgabenstellung ein geeignetes Strukturmodell erstellen können;
- neu hinzugekommene Informationen sicher in eine bestehende Struktur einordnen bzw. diese erforderlichenfalls abändern können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Daten und Datenträger:
Begriff der Datenverarbeitung, Daten und Programme, Codes, Arten der Datenträger, periphere Geräte zur Erfassung und Verwaltung von Daten.
EDV-System:
Funktion und Aufbau der Bestandteile, Betriebsarten, Anwendungsbereiche. Zusammenwirken von Hard- und Software.
Zahlensysteme:
Darstellung, Verknüpfung und Umrechnung von Zahlen in beliebigen Zahlensystemen, rechnerinterne Zahlendarstellung und Zahlenverarbeitung.
Aussagenlogik:
Boolesche Algebra. Aussagenlogische Verknüpfungen, Übertragung von Sachverhaltsdarstellungen im Deutschen in aussagenlogische Symbolik und umgekehrt, Wahrheitsfunktionen, Tautologien, Kontradiktionen, Einsetzung und Ersetzung; Junktorenbasen und Normalformen. Vereinfachung von aussagenlogischen Ausdrücken.
II. Jahrgang:
Schaltalgebra:
Anwendung der Aussagenlogik auf Schaltkreise, Analyse und Synthese von Schaltungen, kombinatorische und sequenzielle Bausteine, Darstellungsarten.
Hardware:
Rechnerarchitekturen; Überblick über den aktuellen
Entwicklungsstand.
Softwaretechnik:
Grundlegende Algorithmen; Standard-Software, Individual-Software;
System- und Anwendungs-Software.
Programmiersprachen:
Übersicht, Merkmale, Anwendungsbereiche, Meta- und Objektsprache,
syntaktische Beschreibungsmethoden von Programmiersprachen.
Syntaxanalyseverfahren für Sprachen.
Logik:
Prädikatenlogik, mehrwertige Logik.
PROZESSREGELUNG UND RECHNERVERBUND MIT LABORÜBUNGEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Computer in Regelungs- und Datenkommunikationssystemen einsetzen können;
- die Funktion und Struktur von Computernetzen verstehen und solche einrichten und administrieren können;
- die Sicherheitsprobleme bei Netzwerken und die Maßnahmen zur Gewährleitung von Datensicherheit und Datenschutz kennen;
- Netzwerkdienste einrichten und administrieren, sowie verteilte Anwendungen programmieren können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Datenaustausch zwischen Rechner und Peripherie, (Aufbau und Programmierung von Bussystemen und Schnittstellen). Grundlagen der Mess- und Prozesstechnik. Grundlagen der Datenkommunikation. DFÜ-Softwareschichten (Grundlagen und Implementierung von Protokollen). Hardware- und Softwarekomponenten von DFÜ-Systemen. Öffentliche Telekommunikations- und Datendienste.
IV. Jahrgang:
Netzwerkplanung.
Implementierung und Administration von Netzwerken.
Programmieren verteilter Anwendungen in lokalen und Weitverkehrsnetzwerken. Netzwerkdienste. Netzwerksicherheit.
V. Jahrgang:
Netzwerkmanagement.
Steuerung und Regelung:
Begriffe. Automatisierung. Der Computer als Steuer- und Regelorgan, Aufbau von Steuer- und Regelkreisen.
Im IV. und V. Jahrgang spezifische Themen des jeweiligen schulautonomen Ausbildungsschwerpunkts.
PROGRAMMIEREN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- in mindestens drei aktuellen, unabhängigen Programmiersprachen für kaufmännisch-administrative Aufgaben und deren mathematische und technische Teilaspekte selbständig Programme entwerfen, verknüpfen, kodieren, testen, von Fehlern befreien und dokumentieren können;
- die Anwendbarkeit von Programmstrukturen und deren Notation sowie von Programmiersprachen auf ein gegebenes Problem beurteilen können;
- Standards und Methoden für Entwurf und Erstellung von Programmabläufen und Dokumentationen kennen und ökonomisch anwenden können;
- bei der Problemlösung in Gruppenarbeit das Gruppenziel unterstützen und die ihm zugeteilte Rolle erfüllen;
- bei langwierigen Aufgaben Mut und Geduld nicht verlieren;
- auch genügend theoretisches Wissen besitzen, um neuere Entwicklungen von Programmiersprachen zu verstehen.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Algorithmik:
Logischer Ablauf von Programmen (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe). Konstrukte der Ablaufsteuerung, Darstellungsformen.
Erste Programmiersprache:
Semantik und Syntax. Entwerfen, Kodieren, Testen von Programmen, Fehlersuche, Programmdurchführung. Zusammenhang mit dem verwendeten Betriebssystem.
Programmiermethoden:
Hilfsmittel, Standards und unterstützende Software für die Erstellung von Programmabläufen.
II. Jahrgang:
Algorithmik:
Vergleichende Betrachtung von verschiedenen Strukturdiagrammen,
Problemanalysen, Modellbildung.
Programmiersprachen:
Semantik und Syntax ohne Organisation größerer Datenmengen. Entwerfen, Kodieren, Testen von Programmen, Fehlersuche, Programmdurchführung.
Verbindung von Programmteilen und Integration von Bibliotheken.
Programmiermethoden:
Modularisierung. Softwarelebenszyklus. Prinzipien der modernen Programmiermethoden. Einsatzmöglichkeiten von Programmierwerkzeugen.
III. Jahrgang:
Programmiersprachen:
Organisation größerer Datenmengen. Programmoptimierung hinsichtlich Laufzeit, Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit. Programmdokumentation. Jeweilige Besonderheiten der bisher erlernten Sprachen. Ableiten von Kriterien zur Wahl der für ein Problem geeignetsten Programmiersprache.
Abfragesprachen. Dialogverarbeitung.
Programmieranwendungen:
Programme und Programmodule (kaufmännische und technische Themen),
Anwendung der Speicherung von Massendaten.
EDV-BETRIEBSSYSTEME
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- den Aufbau und die Wirkungsweise der Systemsoftware in ihren Grundzügen sowie für aktuelle Betriebssysteme ausführlich kennen, indem er über den modularen Aufbau und die Funktionsweise Bescheid weiß;
- Unterschiede der Betriebssysteme und ihre Vor- und Nachteile im Hinblick auf deren Einsatzbereich beurteilen können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Aufgaben des Betriebssystems:
Programmübersetzung, Datenmanagement (physische Speicherung, Umsetzen der logischen in die physische Ein- und Ausgabe), Jobsteuerung, Systemsteuerung, Verbesserung von Durchsatz und Auslastung zur Programm- und Datenpflege, Netzwerkfähigkeit.
Betriebssystemaufbau:
Systemkern, Monitore, Bibliothekskonzepte, Systemdateien, betriebsicherheitsrelevante Schutzmechanismen. Konzepte der Systemprogrammierung, relevante Dienst- und Hilfsprogramme.
Arten von Betriebssystemen:
Unterschiede von Betriebsformen und ihre technische Realisierung, Betriebssysteme und Anwendungen, anwendungsoptimale Betriebssysteme, anwendungspezifische Betriebssysteme.
Systemdesign:
Hardwarebedarf, modularer Aufbau von Betriebssystemen,
Systemgenerierung.
ANGEWANDTE DATENTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Methoden der Datenerfassung, der internen und externen Datenspeicherung, der Datenwiedergewinnung und der Datenorganisation kennen;
- den elementaren Datenbankentwurf beherrschen.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Datenerfassungssysteme im betrieblichen Umfeld. Datenträger. Dateiverwaltung auf Betriebssystemebene. Interne und externe Speicherungs- und Adressierungsformen. Organisations- und Zugriffsformen bei Dateien. Grundlagen der Datenmodellierung. Sprachen für die Datendefinition und -verwaltung. Grundlagen der Datenintegrität.
PROJEKTENTWICKLUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Methoden zur Planung, Durchführung und Steuerung von EDV-Projekten beherrschen;
- die Notwendigkeit sowie die Vorteile projektorientierten Arbeitens erkennen;
- in der Lage sein, Projektaufgabe und -ablauf zu strukturieren und dabei sowohl Einzelheiten als auch Gesamtzusammenhänge zu berücksichtigen;
- bei der Durchführung der Projekte die einschlägigen Standards berücksichtigen und symbolische und grafische Darstellungen sowie Hilfsmittel zweckmäßig verwenden können;
- bei der Problemlösung in Gruppenarbeit das Gruppenziel unterstützen, die für ihn geeignete Rolle erkennen und übertragene Aufgaben erfüllen können;
- die Kommunikation in der Gruppe fördern, Konflikte handhaben und Verantwortung übernehmen können;
- getroffene Entscheidungen vertreten und Ergebnisse in geeigneter Form präsentieren können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Methoden des Projektmanagement:
Methoden zur Findung, Setzung und Bewertung von Zielen;
Projektorganisation (Teambildung, Funktionen, Verantwortungen);
Steuerung und Kontrolle; Kommunikation und Dokumentation (Projektberichte).
Projektphasen:
Projektidee, Vorstudie (Machbarkeitsstudie, Variantenbildung, Projektentscheid, Projektauftrag), Projektplanung (Definition, Analyse, Realisierungsplanung), Projektdurchführung (Implementierung, Test, Integration), Wartung. Phasenmodelle.
Methoden im Software-Engineering-Projekt:
Zeit- und Kostenplanung, Methoden zur Istzustands-Aufnahme und Istzustands-Analyse, Darstellungstechniken, Methoden zur Strukturierung und für den Entwurf. Testen und Qualitätssicherung.
Kommunikation und Dokumentation:
Pflichtenheft, Projektdokumentation, Produktdokumentation, Online-Hilfe; Kommunikation im Team, Verhandeln mit Partnern, Moderation und Präsentation.
IV. Jahrgang:
Computerunterstützte Projektentwicklung:
Computerunterstützung bei Teamarbeit, Kosten- und Zeitschätzung, bei Entwurf, Realisierung, Wartung und Dokumentation.
Fallstudien:
Fallstudien aus den Bereichen der Betriebswirtschaft, der betrieblichen Organisation und technischen Teilbereichen. Einfache, angeleitete Projekte; Projektreflexion.
V. Jahrgang:
Fallstudien:
Komplexe Fallstudien (betriebliche Funktionsbereiche, integrierte Datenverarbeitung, bereichsübergreifende Aufgaben. Mitwirkung an interdisziplinären Aufgaben.)
Praxisprojekt:
Durchführung eines komplexen, arbeitsteilig zu bewältigenden Projektes für betriebswirtschaftlich-technisch orientierte Endbenutzer, Integration beim Kunden.
Im IV. und V. Jahrgang spezifische Themen des jeweiligen schulautonomen Ausbildungsschwerpunkts.
RECHNUNGSWESEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- die Rechtsgrundlagen des Rechnungswesens kennen;
- die verschiedenen Buchhaltungssysteme kennen, die häufigsten Geschäftsfälle verbuchen können und einen einfachen Jahresabschluss vornehmen können;
- die auf häufige wirtschaftliche Vorgänge anwendbaren Teile des Steuerrechts kennen und anwenden können;
- die gebräuchlichsten Kostenrechnungssysteme kennen und einschlägige Berechnungen durchführen können;
- Datenverarbeitungsanlagen im Rechnungswesen einsetzen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Grundlagen des Rechnungswesens:
Begriff, Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens. Rechtliche Grundlagen mit besonderer Berücksichtigung der EDV-Buchhaltung. Belegwesen. Buchhaltungssysteme.
Doppelte Buchhaltung:
Begriff und Merkmale, Arten der Bücher, Bilanz. Kontenrahmen und Kontenplan.
Eröffnung der Konten, Verbuchung laufender Geschäftsfälle im Hauptbuch, Hauptbuchabschluss.
Steuern:
Umsatzsteuer (Begriff, rechtliche Grundlagen, Auswirkungen im Beschaffungs- und Absatzbereich)
II. Jahrgang:
Bilanzlehre:
Bilanzierungsgrundsätze, Bewertung der einzelnen Aktiva und Passiva, ausgewählte Kennzahlen.
Doppelte Buchhaltung (mit Buchhaltungsprogrammen):
Vertiefung der Verbuchung laufender Geschäftsfälle im Hauptbuch.
Einsatz von Buchhaltungsprogrammen.
III. Jahrgang:
Kostenrechnung:
Aufgaben und Stellung der Kostenrechnung im Rechnungswesen, Kostenbegriff, Kostenarten, Vollkostenrechnung (Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung), Erfolgsrechnung, Teilkostenrechnung als Instrument der Unternehmensführung (Begriffe, Anwendungen).
Grundzüge der Personalverrechung.
BETRIEBLICHE ORGANISATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Aufgaben und Struktur eines Wirtschaftsbetriebs kennen;
- Methoden und Techniken zur Durchführung von Organisationsaufgaben kennen und anwenden können;
- Methoden kennen, die der Realisierung der betrieblichen Zielvorstellungen, der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und der Humanisierung der menschlichen Arbeit dienen.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Wirtschaftliche Grundbegriffe:
Elemente der Wirtschaft, Markt, Betrieb, Unternehmen.
Rechtliche Grundlagen der betrieblichen Leistungserstellung:
Rechtsformen der Unternehmung, Kaufmann, Firma, Firmenbuch; Mitarbeiter.
Kaufvertrag.
II. Jahrgang:
Grundlagen der Organisation:
Organisationsbegriff, Grundlagen, Aufbau- und Ablauforganisation.
Betriebliche Leistungserstellung und deren Organisation allgemein:
Materialwirtschaft, Marketing.
Betriebliche Leistungsbereiche unter besonderer Berücksichtigung des EDV-Einsatzes (warenproduzierende Betriebe):
Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätskontrolle, Auftragsbearbeitung.
Lösung funktioneller Problemstellungen; Einsatz von EDV-Systemen, die diesen Bereich unterstützen.
III. Jahrgang:
Branchenspezifische Besonderheiten der betrieblichen Leistungsbereiche unter besonderer Berücksichtigung des EDV-Einsatzes (nicht warenproduzierende Betriebe):
Die Erstellung von Dienstleistungen, Handel (mit Warenwirtschaftssystem), Banken, Versicherungen, öffentliche Verwaltung und sonstige Dienstleistungsbereiche.
Organisation:
Organisationsmodelle und deren Darstellung, Phasen der Organisation (Organisationskreislauf, Reorganisation), Widerstände, formale und informale Organisation, Methoden und Techniken der Durchführung und Dokumentation in den einzelnen Phasen; Organisationsprojekte.
Lösung organisatorischer Problemstellungen; Einsatz von EDV-Systemen, die diesen Bereich unterstützen.
COMPUTERUNTERSTÜTZTE TEXTVERARBEITUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Texte im Zehnfingersystem unter Verwendung einer computerunterstützten Textverarbeitung schreiben können;
- Texte aus dem Geschäfts-, Behörden- und Privatbereich unter praxisgerechter Anwendung der computerunterstützten Textverarbeitung sicher und einwandfrei nach den geltenden Normen unter verschiedensten computergerechten Formgestaltungsmöglichkeiten erstellen können;
- Schriftstücke unter Verwendung bzw. Einbindung von aktuellen Tabellenkalkulations- und Grafikprogrammen gestalten können;
- die Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen selbstständig vornehmen und ergonomische Aspekte erkennen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Normen und Usancen:
Wesen und Art der Formatanordnung und der formalen Gliederung; äußere Form kaufmännischer Schriftstücke; genormte und ungenormte Geschäftsbriefe; Ausführung von Schriftstücken nach Konzepten und ungegliederten Vorlagen.
Textverarbeitung:
Computerunterstütztes Anlegen, Bearbeiten, Speichern, Ausdrucken und Versenden von Schriftstücken nach handschriftlichen und maschinschriftlichen Unterlagen sowie nach Diktat und von Datenträgern.
Erstellen von Serien- und Standardbriefen; Bausteinkorrespondenz. Einbindung von aktuellen Tabellenkalkulations- und Grafikprogrammen. Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz.
B. PFLICHTGEGENSTÄNDE DER SCHULAUTONOMEN AUSBILDUNGSSCHWERPUNKTE
B.1 KOMMERZIELLE DATENVERARBEITUNG
1.1. PROGRAMMIEREN
Fortführung des Pflichtgegenstandes „Programmieren'' im Abschnitt A.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Programmieranwendungen:
Programme und Programmodule (kaufmännische und technische Themen), Anwendung der Speicherung von Massendaten. Bildschirmprogrammierung.
Unterstützende Software:
Benutzeroberflächen. Anwendung und Adaptierung von Generatoren und Fremdsoftware. Bibliotheken. Prototyping.
Systemprogrammierung:
Interprozesskommunikation. Systemnahe Software.
V. Jahrgang:
Aktuelle Anwendungen (Aufgabenarten, praktische Umsetzung). Portabilitätsüberlegungen. Vertiefung der praktischen Kenntnisse durch theoretischen Unterbau.
1.2 ANGEWANDTE DATENTECHNIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- den Umgang mit in der Praxis verwendeten Datenbanksystemen beherrschen und mit dem einschlägigen Fachvokabular vertraut sein. Dabei sind die Gesichtspunkte der Datensicherheit, der Datenpflege, des Datenschutzes sowie der Verarbeitungszeiten bei Massendaten zu beachten;
- die Techniken des konzeptionellen und physischen Datenbankentwurfs praktisch umsetzen können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Datenmodelle mit Implementierungen. Relationenmodell und Normalformen. Konzeptioneller Datenbankentwurf. Datenmodellierung für Standardaufgaben der betrieblichen Datenorganisation. Sprachen für die Datenbankadministration, für komplexe Datenkbankabfragen und Datenmanipulationen; Schnittstellen zu Programmiersprachen. Datenverschlüsselung und Datenkomprimierung.
V. Jahrgang:
Transaktionsverarbeitung und Datenkonsistenz. Interne Organisation von Datenbanksystemen unter Berücksichtigung von Massendaten und hohem Transaktionsvolumen. Performance-Analyse und -Verbesserung. Verteilte Datenhaltung. Sicherheits- und Sicherungsstrategien. Datenbank-Programmiertechniken mit Implementierungsbeispielen. Realisierung von betrieblichen Anwendungen vom Entwurf bis zur Implementierung.
1.3 SYSTEM- UND EINSATZPLANUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Schüler soll
- Begriffe, Grundlagen und Methoden beherrschen und sowohl die technischen Möglichkeiten, als auch die praxisorientierten und betrieblichen Gesichtspunkte kennen, um den Einsatz der EDV organisieren zu können;
- alle für eine EDV-Ausschreibung notwendigen Begriffe, Richtlinien, Normen und Standards kennen;
- die Aufbau- und Ablauforganisation bezüglich der EDV planen können;
- Konzepte für Datensicherheit, -schutz und -sicherung erstellen können;
- Abschätzungen und Kalkulationen für Systemkomponenten abwägen können;
- Rechnersysteme installieren und integrieren können.
Lehrstoff:
Dieses Dokument ersetzt nicht die offizielle Publikation im Bundesgesetzblatt. Für eventuelle Ungenauigkeiten bei der Übertragung in dieses Format wird keine Haftung übernommen.
Dieser Text wird zu den eigenen Weiterverwendungsbedingungen von RIS veröffentlicht, nicht unter einer Legalize-Lizenz oder einer Public-Domain-Lizenz.
RIS
CC BY 4.0 (Creative Commons Namensnennung 4.0 International)
Quelle: RIS – Rechtsinformationssystem des Bundes, Bundeskanzleramt der Republik Österreich (https://www.ris.bka.gv.at/). Lizenziert unter CC BY 4.0 (Creative Commons Namensnennung 4.0 International). Aus den Daten können keinerlei Rechtsansprüche abgeleitet werden.