Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, mit welcher die Lehrpläne der Volksschule und der Sonderschulen erlassen werden; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen:
| Schulstufen und Wochenstunden | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Pflichtgegenstände | 5. | 6. | 7. | 8. | Gesamt |
| Religion | 2 | 2 | 2 | 2 | 8 |
| Deutsch | 5 | 4 | 4 | 4 | 17 |
| Lebende Fremdsprache | 4 | 4 | 3 | 3 | 14 |
| Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung | – | 2 | 2 | 2 | 6 |
| Geographie und Wirtschaftskunde | 2 | 1 | 2 | 2 | 7 |
| Mathematik | 4 | 4 | 4 | 4 | 16 |
| Geometrisches Zeichnen | – | – | – | 2 | 2 |
| Biologie und Umweltkunde | – | 1 | 2 | 2 | 5 |
| Physik und Chemie | 1 | 1 | 1 | 1 | 4 |
| Musikerziehung | 2 | 2 | 1 | 1 | 6 |
| Bildnerische Erziehung | 2 | 2 | 2 | 1 | 7 |
| Technisches Werken | 2 | 1 | 2 | 2 | 7 |
| Textiles Werken | |||||
| Ernährung und Haushalt | – | 1,5 | 1,5 | – | 3 |
| Bewegung und Sport | 4 | 3 | 3 | 3 | 13 |
| Verbindliche Übung | |||||
| Berufsorientierung | – | – | x3) | x3) | x3) |
| Gesamtwochenstundenzahl | 29 | 29,5 | 29,5 | 32 | 120 |
Förderunterricht
| Deutsch | 1 |
|---|---|
| Mathematik | |
| Lebende Fremdsprache | |
Freigegenstände und unverbindliche Übungen:
Wie Anlage 1 zur Verordnung über die Lehrpläne der Hauptschulen, BGBl. II Nr. 134/2000, in der jeweils geltenden Fassung, vierter Teil (Stundentafel).
Als alternativer Pflichtgegenstand
Kann geblockt geführt werden, wobei Schulveranstaltungen zur „Berufsorientierung“ bis zur Hälfte des in den einzelnen Schulstufen vorgesehenen Stundenausmaßes eingerechnet werden dürfen. Die verbindliche Übung „Berufsorientierung“ kann integriert in den Unterricht der Pflichtgegenstände geführt werden.
In der 7. und 8. Schulstufe je 32 Jahresstunden integriert in den Unterricht der Pflichtgegenstände, wobei Schulveranstaltungen zur „Berufsorientierung“ bis zur Hälfte des in den einzelnen Schulstufen vorgesehenen Stundenausmaßes eingerechnet werden dürfen. Die Gesamtwochenstundenzahl wird dadurch nicht verändert.
Bemerkungen zur Stundentafel:
Unterrichtsgegenstände mit einer Wochenstunde können mit zwei Stunden in jeder zweiten Woche während des ganzen Unterrichtsjahres geführt werden.
Der Unterricht in Ernährung und Haushalt kann in der 3. und 4. Klasse statt mit 1,5 Wochenstunden zB mit 3 Wochenstunden in jeder zweiten Woche oder nach den standortbezogenen Möglichkeiten auch in anderer Zusammenfassung während des ganzen Unterrichtsjahres geführt werden. Er ist in koedukativ zu führenden Schülergruppen zu erteilen.
Das Stundenausmaß für Religion in der geteilt geführten einklassigen Volksschule beträgt für die Untergruppe und für die Obergruppe je zwei Wochenstunden. In gleicher Weise ist die ungeteilte einklassige Volksschule für den Religionsunterricht in zwei Gruppen mit je zwei Wochenstunden zu teilen.
Der Förderunterricht in der Volksschuloberstufe ist als fachübergreifende Unterrichtsveranstaltung je Unterrichtsjahr und Klasse bei Bedarf anzubieten. Bei Feststellung der Förderbedürftigkeit durch den Lehrer gemäß § 12 Abs. 7 des Schulunterrichtsgesetzes sind die voraussichtliche Dauer (Kursdauer) des Förderunterrichtes sowie der Unterrichtsgegenstand, auf den sich der Förderunterricht bezieht („Deutsch“, „Mathematik“ und/oder „Lebende Fremdsprache"), anzugeben.
Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen können bei Vorliegen folgender Bedingungen bis zu sechs Wochenstunden in zusätzliche Angebote umgewandelt werden:
– außerordentlich schwierige regionale Bedingungen (zB Erreichbarkeit der Schule) und
– ausreichende Nachfrage nach zusätzlichen Angeboten und
– Vorliegen eines anspruchsvollen Konzeptes, das der Förderung der Interessen, Begabungen und Lernmotivation der Schüler und der Steigerung der Vielfalt der Angebote, auch in Form eines wohnortnäheren Unterrichts, dient.
Im Übrigen gelten die Bemerkungen zur Stundentafel der Hauptschule gemäß Anlage 1 der Verordnung über die Lehrpläne der Hauptschulen, BGBl. II Nr. 134/2000, in der jeweils geltenden Fassung.
Stundentafeln der Deutschförderklassen
Stundentafel der Vorschulstufe
| Verbindliche Übungen | Wochenstunden pro Semester |
|---|---|
| Deutsch in der Deutschförderklasse | 15 |
| Religion | 2 |
| Weitere verbindliche Übungen1 | 3 |
| Gesamtwochenstundenzahl | 20 |
Einzelne oder mehrere verbindliche Übungen (mit Ausnahme der verbindlichen Übung Religion) gemäß der Stundentafel der Vorschulstufe; die Festlegung der verbindlichen Übungen sowie der Anzahl der Wochenstunden, die auf die einzelnen verbindlichen Übungen entfallen, erfolgt durch die Schulleitung.
Stundentafel der 1. bis 4. Schulstufe
| Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen | Wochenstunden pro Semester |
|---|---|
| Deutsch in der Deutschförderklasse | 15 |
| Religion | 2 |
| Weitere Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen1 | x2 |
| Gesamtwochenstundenzahl | x3 |
Freigegenstände und unverbindliche Übungen:
Wie Stundentafel der 1. bis 4. Schulstufe (Abschnitt b)
Einzelne oder mehrere Pflichtgegenstände (ausgenommen den Pflichtgegenstand Religion) und verbindliche Übungen gemäß der Stundentafel der 1. bis 4. Schulstufe; die Festlegung der weiteren Pflichtgegenstände und der verbindlichen Übungen sowie der Anzahl der Wochenstunden, die auf die einzelnen Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen entfallen, erfolgt durch die Schulleitung.
Die Anzahl der Wochenstunden ergibt sich aus der Differenz zur Gesamtwochenstundenzahl.
Die Gesamtwochenstundenzahl entspricht jener der jeweiligen Schulstufe gemäß der Stundentafel der 1. bis 4. Schulstufe
Stundentafel der Volksschuloberstufe
| Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen | Wochenstunden pro Semester |
|---|---|
| Deutsch in der Deutschförderklasse | 20 |
| Religion | 2 |
| Weitere Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen1 | x2 |
| Gesamtwochenstundenzahl | x3 |
Freigegenstände und unverbindliche Übungen:
Wie Anlage 1 zur Verordnung über die Lehrpläne der Hauptschule, BGBl. II Nr. 134/2000, in der jeweils geltenden Fassung, Vierter Teil (Stundentafel).
Einzelne oder mehrere Pflichtgegenstände und verbindliche Übungen gemäß der Stundentafel der Volksschuloberstufe; die Festlegung der weiteren Pflichtgegenstände und der verbindlichen Übungen sowie der Anzahl der Wochenstunden, die auf die einzelnen Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen entfallen, erfolgt durch die Schulleitung.
Die Anzahl der Wochenstunden ergibt sich aus der Differenz zur Gesamtwochenstundenzahl.
Die Gesamtwochenstundenzahl entspricht jener der jeweiligen Schulstufe gemäß der Stundentafel der Volksschuloberstufe.
FÜNFTER TEIL.
LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT AN HAUPTSCHULEN.
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes.)
Katholischer Religionsunterricht
Bildungs- und Lehraufgabe:
Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung
Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in besonderer Weise ihren Auftrag zur Mitwirkung an der religiösen Bildung (Art. 14 Abs. 5a des Bundes-Verfassungsgesetzes und § 2 des Schulorganisationsgesetzes) in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes. Dieser versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule.
Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen.
Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die entsprechend dem christlichen Menschenbild davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.
Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt seinen Standpunkt aus der Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition.
Ökumenische und interreligiöse Anliegen sollen nach Möglichkeit Berücksichtigung finden und so ein gelebtes Zeichen des Dialogs zwischen Konfessionen und Religionen sein.
Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts
In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube.
Daher sind Inhalt des Religionsunterrichts sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte.
Zugleich werden Schülerinnen und Schüler ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung sowie zur Gestaltung des Schullebens und der Schulkultur.
Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft
Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen, als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch.
Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft zu engagieren.
Die Stellung des Religionsunterrichts an der Volksschule
Religiöse Bildung im Religionsunterricht ist ein kommunikatives und prozessorientiertes Geschehen und bringt die dem christlichen Glaubensverständnis eigene Sicht von Gott, Mensch und Welt ein. Sie nimmt dabei Rücksicht auf biografische, geschlechtsspezifische und entwicklungspsychologische Gegebenheiten.
Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung und Entwicklung der eigenen Identität durch die Erschließung des Lebens aus der christlichen Perspektive.
Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Volksschule. Die allgemeinen Unterrichtsprinzipien gelten auch für den Religionsunterricht. Als Pflichtgegenstand leistet er einen wesentlichen Beitrag zur Allgemein- und Persönlichkeitsbildung.
Der Religionsunterricht lädt ein, aus christlichen Wurzeln zu leben, eine persönliche Spiritualität zu entwickeln und den Glauben in unterschiedlichen Ausdrucksformen zu feiern.
Beiträge zu den Aufgaben der Schule
Der Unterricht in Katholischer Religion leistet auf dem Hintergrund der christlichen Botschaft einen eigenständigen Beitrag zu den wesentlichen Aufgaben der Schule:
– zur Werteerziehung und zur Gestaltung kultureller Werte
– zur Entwicklung und Vermittlung grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten, Einsichten und Einstellungen
– zur Entwicklung der Persönlichkeit
– zum sozialen Lernen
– zur individuellen Förderung eines jeden Kindes
– zur Konfliktbewältigung und zur Friedenserziehung und
– zu interreligiösem, ökumenischem und interkulturellem Lernen
Integration
In der Regel sind der Lehrplan der Grundschule und die individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder und ihre spezifischen Bedürfnisse Ausgangspunkte der Unterrichtsplanung (siehe Lehrplan der Volksschule, Zweiter Teil, I, Z 7 zu „Integration“). Inklusiver Unterricht eröffnet neue Perspektiven schulischen Lernens und ermöglicht Unterrichtsqualitäten zu entwickeln, die im Sinne des gemeinsamen lebensbegleitenden Lernens von Bedeutung sind.
Didaktische Grundsätze:
Allgemeine didaktische Grundsätze
Die allgemeinen didaktischen Grundsätze des Lehrplans der Grundschule gelten auch für den Religionsunterricht:
– Kindgemäßheit und Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen
– Soziales Lernen
– Lebensbezogenheit und Anschaulichkeit
– Konzentration der Bildung
– Sachgerechtheit
– Aktivierung und Motivierung
– Individualisieren, Differenzieren und Fördern
– Sicherung und Kontrolle des Unterrichtertrages
Religionsdidaktische Grundsätze
Basis für die religionsdidaktischen Grundsätze bildet die theologische Korrelation als wechselseitige Erschließung von Glauben und Leben. Das Prinzip „der doppelten Treue, der Treue zu Gott und der Treue zu den Menschen“, wie es in Catechesi Tradendae (Nr. 55) festgehalten ist, ist Grundlage für die religionspädagogische Arbeit in der Grundschule.
Theologisieren – Den Glauben gemeinsam reflektieren lernen
Im Theologisieren wird Sprache für Religiöses gefunden, vielfältig vernetztes Wissen aufgebaut und Raum gegeben für existenzielle Fragen der Menschheit.
Traditionen – Aus den christlichen Wurzeln lernen
Die christliche Tradition bietet Antworten auf die Sinnfragen des Menschen. Glaubenswissen, tragende Rituale, Grundgebete und Brauchtum zeigen, wie Menschen leben und gelebt haben.
Biblische Texte – Aus Biografien lernen
Im Religionsunterricht kommt das Leben zur Sprache. Wie Gott im Leben der Menschen wirkt, wird in der Bibel offenbar. Der Zugang zu biblischen Texten, das Erzählen und Lebendigwerden des Textes sind wesentliche Grundzüge eines Religionsunterrichts, der sich seiner biblischen Schätze bewusst ist.
Kräfteschulung – Mit allen Sinnen lernen
Die Schulung menschlicher Grundkräfte – staunen, bitten, loben, danken, sich freuen, Empathie üben, achtsam sein, trösten – gehört zu den Aufgaben des Religionsunterrichts.
Beziehungen – Beten lernen
Beziehung und Kommunikation beeinflussen entscheidend das Gelingen von Lernprozessen. Der Religionsunterricht hilft, eine Sprache zu finden für die Hinwendung zum DU und für das Gebet.
Symbole, Rituale und Sakramente – Feiern lernen
Symbolerziehungträgt dazu bei, dass Wirklichkeit mehrdimensional wahrgenommen werden kann. Im Religionsunterricht werden die Symbole des Glaubens erschlossen und Möglichkeiten eröffnet, Leben und Glauben zu feiern (Kirchenjahr, Sakramente, Rituale für unterschiedliche Lebenssituationen, Brauchtum, Schulkultur).
Bild und Sprache – Ästhetisches Lernen
Ästhetische Erziehung bemüht sich um eine erhöhte Wahrnehmungskompetenz und einen differenzierten und kritischen Zugang zur Wirklichkeit. Religionsunterricht erschließt die vielfältige Sprache von Kunst, unterstützt ein Lernen mit allen Sinnen und fördert kreative Ausdrucksformen.
Gewissensbildung – Versöhnung lernen
Aufbauend auf christlichen Werten ermöglicht ethisches Lernen einen konstruktiven Umgang mit Konflikten und Krisen, Schuld und Sünde, gibt Orientierung und wirkt gemeinschaftsstiftend. Das Lernen einer solidarischen und empathischen Grundhaltung und die Bereitschaft zur Versöhnung angesichts der Brüchigkeit des Lebens sind wichtige Beiträge des Religionsunterrichts für die Herzensbildung der Schülerinnen und Schüler.
Multireligiosität – Von der Vielfalt lernen
Schule spiegelt die multikulturelle Gesellschaft wider. Das Wissen um die eigene Identität und Religion und um andere Religionen und Bekenntnisse, sowie die Akzeptanz des bleibenden Fremdseins fördern den Dialog. Sie bauen mit an einer ökumenischen Grundhaltung, die von gegenseitiger Achtung getragen ist. Sie sind ein wesentlicher Beitrag zur Friedenserziehung.
Art und Gliederung des Lehrplans
Der Lehrplan für den Religionsunterricht der Grundschule ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter. Er beinhaltet verpflichtende Themenfelder und Grundanliegen. Die Themenfelder und Inhalte der einzelnen Schulstufen sind so angeordnet, dass Differenzierung und Individualisierung in Planung und Umsetzung erleichtert werden.
Der Lehrplan gliedert sich in Grundstufe I (Vorschulstufe, erste und zweite Schulstufe) und Grundstufe II (dritte und vierte Schulstufe) und ermöglicht den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Entscheidungsfreiräume hinsichtlich der zeitlichen Verteilung, der Konkretisierung und Strukturierung der Lehrinhalte.
Besondere schulische und pastorale Gegebenheiten können eine Verschiebung der Themenfelder notwendig machen.
Durch fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten unter Wahrung der fachspezifischen Ziele und Inhalte wird ein ganzheitlicher Lernprozess angestrebt.
Der Lehrplan der Vorschulstufe ermöglicht einen Schulstufenwechsel entsprechend dem Entwicklungsstand des Kindes.
Das Kirchenjahr, bestimmte Feste und Festzeiten sowie Gedenktage der Heiligen prägen das schulische Geschehen der Grundschule. Dies wird auf allen vier Schulstufen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung berücksichtigt und gilt ebenso für die Gebets- und Sakramentenerziehung.
Die Schulstufen gliedern sich jeweils in
– ein Leitmotiv
– sieben Themenfelder mit einem Grundanliegen
– Themen und exemplarische Inhalte
Vorschulstufe
GEBORGENHEIT SUCHEN – GOTT SCHENKT MIR VERTRAUEN
Themenfeld 1
ICH BIN – GOTT IST MIT MIR
Grundanliegen:
Sich selbst und andere wahrnehmen und vertrauen – Gott ist bei mir
– Ich und mein Name
– Ich und die Anderen
– Gott ist bei mir
Themenfeld 2
ICH ENTDECKE DIE WELT – GOTT IST DA
Grundanliegen:
Auf die Schöpfung Gottes schauen und vertrauen – Gott ist da
– Die Welt ist voller Wunder – entdecken und staunen
– Die Welt ist voller Geheimnisse – wachsen und vergehen
– Gott ist da – loben und danken
Themenfeld 3
ICH ERLEBE LICHT – GOTT SCHENKT LICHT
Grundanliegen:
Jesus, das Licht Gottes, erwarten und feiern
– Licht und Dunkelheit erfahren
– Heilige Menschen bringen Licht in unsere Welt
– Jesus, das Licht von Gott
Themenfeld 4
ICH ENTDECKE MEINE RELIGION – GOTT TEILT SICH MIT
Grundanliegen:
Still werden und von Jesus hören, wie Gott ist
– Still werden und hören
– Durch die Bibel von Jesus erfahren, wie Gott ist
– Miteinander beten
Themenfeld 5
ICH ERLEBE LEID UND FREUDE – GOTT TRÄGT
Grundanliegen:
Freude und Leid in unserem Leben und im Leben Jesu zur Sprache bringen, bedenken und feiern
– Ablehnung und Angenommensein
– Jesus geht einen schweren Weg – Gott trägt
– Die Freude der Osterbotschaft
Themenfeld 6
ICH BIN GERUFEN – GOTT SCHENKT MIR NEUES LEBEN
Grundanliegen:
Durch die Taufe zur Gemeinschaft der Christinnen und Christen gehören
– Wachsen und sich verändern
– Gott ruft mich beim Namen
– Die Taufe
Themenfeld 7
ICH LEBE IN GEMEINSCHAFT– GOTTES GEIST VERBINDET
Grundanliegen:
Freude und Begeisterung erleben
Gottes Geist verbindet und hält lebendig
– Freude und Begeisterung stecken an
– Das Leben feiern – der Sonntag
– Gottes Geist wirkt
Schulstufe
GEBORGENHEIT SUCHEN – GOTT SCHENKT VERTRAUEN
Themenfeld 1.1
NICHT ALLEIN SEIN – GOTTES ZUWENDUNG ERFAHREN
Grundanliegen:
Die Sehnsucht nach Geborgenheit wahrnehmen und vertrauen, dass Gott da ist
Ich bin beim Namen gerufen
– Ich bin einmalig – ich habe einen Namen (Jes 43,1)
Erfahrung von Zuwendung und Sehnsucht nach Geborgenheit
– Ich bin nicht allein – ich habe meinen Platz
– Aufeinander zugehen
Menschen erfahren Gottes Zuwendung
– Gott segnet Abraham (Gen 15,1–7)
– Ich bin da (Ex 3,1–17)
– Gott geht mit (Buch Jona); Hannah (1 Sam 1,1–2,1); Elija (1 Kön 19)
– Zeichen des Segens – das Kreuzzeichen
Themenfeld 1.2
DIE WELT STAUNEND ENTDECKEN – GOTT FÜR DIE SCHÖPFUNG LOBEN UND DANKEN
Grundanliegen:
Auf die Schöpfung Gottes schauen: Staunen – Loben – Danken
Die Welt staunend entdecken
– Fülle des Lebens: Die Natur mit allen Sinnen erfahren – Erntedank
– Geheimnis des Lebens: Werden und Vergehen – Allerheiligen und Allerseelen
Die Welt als kostbares Geschenk Gottes sehen
– Menschen glauben: Gott hat die Welt erschaffen und uns anvertraut (Gen 1–2,4a)
– Im Gebet Gott loben und danken (Ps 148)
Themenfeld 1.3
LICHT UND FINSTERNIS ERLEBEN – GOTT SCHENKT LICHT
Grundanliegen:
Erfahrungen von Licht und Dunkelheit mitteilen und deuten
Jesus, das Licht Gottes, erwarten und feiern
Licht und Finsternis erfahren
– Erfahrungen von Licht und Dunkelheit deuten
– Menschen bringen Licht in die Welt
– Heilige
Jesus ist das Licht Gottes für die Menschen
– Menschen warten auf Jesus – Advent (Jes 9,1.5–6a)
– Jesus, das verheißene Licht (Lk 1,26–38)
– Die Geburt Jesu (Lk 2,1–20)
Themenfeld 1.4
HÖREN UND ERZÄHLEN – GOTT TEILT SICH MIT
Grundanliegen:
Still werden, Hören und Erzählen einüben und offen werden für die Erfahrung, dass Gott sich den Menschen in Jesus mitteilt
Worte berühren
– Aufmerksamkeit und Stille üben
– Bedeutsame Worte und Geschichten miteinander teilen
Die Frohe Botschaft berührt
– Die Bibel – das Buch des Lebens für Christinnen und Christen
– Begegnungen mit Jesus
– Jesus und die Kinder (Mk 10,13–16)
– Jesus macht sehend – Bartimäus (Mk 10,46–52
– Wer ist dieser Jesus – Seesturm (Lk 8,22–25)
Beten – Dasein vor Gott
– Vom Vertrauen beim Beten (Mt 7,7–10)
– Das Vater unser (Mt 6,9–13)
– Gebetshaltungen
Themenfeld 1.5
NÄHE ERSEHNEN – GOTT WILL UNSER HEIL
Grundanliegen:
Angenommensein und Abgelehntwerden zur Sprache bringen und die Auferstehung Jesu als Ja zum Leben feiern
Sehnsucht nach Angenommensein
– Erfahrungen von Ablehnung und Angenommensein
– Jesus heilt einen Aussätzigen (Lk 5,12–16)
Österliche Bußzeit – Fastenzeit
– Jesus erfährt Ablehnung und liebt bis in den Tod
– Die Heilige Woche
Ostern – Auferstehung feiern
– Jesus lebt (Joh 20,11–18)
– Das Osterfest
Themenfeld 1.6
DEM LEBEN VERTRAUEN – GOTT SCHENKT NEUES LEBEN
Grundanliegen:
Wachsen und Werden erleben und beobachten
Die Taufe als Aufnahme in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen verstehen
Freude am Wachsen und Werden
– Lebenskraft Erde – vom Aufblühen der Natur
– Lebenskraft Liebe – von der Verwandlung der Menschen
Gott schenkt in der Taufe neues Leben
– Die Symbole der Taufe
– Gott ruft mich beim Namen
– Aufgenommen in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen (Apg 16,13–15)
Themenfeld 1.7
FREUDE WEITERGEBEN – VON GOTTES GEIST ERFÜLLT SEIN
Grundanliegen:
Freude und Begeisterung zur Sprache bringen und das Wirken des Heiligen Geistes als ansteckende und verändernde Kraft erleben
Freude und Begeisterung erleben
– Worüber ich mich freue – was mich begeistert
– Begeisterung steckt an
Pfingsten feiern
– Gott sendet seinen Geist (Apg 2,1–6)
– Gottes Geist erfüllt die Herzen der Menschen und verändert sie
Die Botschaft Jesu breitet sich aus
– Christinnen und Christen leben und feiern miteinander – Sonntag
Schulstufe
MITEINANDER LEBEN UND FEIERN – GOTT BEGEGNEN
Themenfeld 2.1
ZU JEMANDEM GEHÖREN – VON GOTT GETRAGEN SEIN
Grundanliegen:
Erfahrungen von Geborgenheit wahrnehmen, darin für Gottes Gegenwart offen werden und darauf antworten
Menschen, die mein Leben prägen
– Wohin ich gehöre – wem ich vertraue
– Ich brauche jemanden, der mich annimmt (Sir 6,14)
Menschen erleben: Gott liebt uns, er hält zu uns
– Gott sorgt – der gute Hirte (Ps 23; Lk 15,3–7)
– Gott segnet – die Jakobserzählung (Gen 27–33)
Auf die Gegenwart Gottes antworten
– Beten: danken, bitten, loben, schweigen, klagen, singen, tanzen, …
– Gebetsräume, Gebetszeiten
Themenfeld 2.2
MITEINANDER LEBEN – IN JESUS GOTT BEGEGNEN
Grundanliegen:
Sich der Vielfalt von Begegnungen bewusst werden
Gottes Liebe im Umgang Jesu mit den Menschen entdecken und neue Handlungsmöglichkeiten sehen
Miteinander leben
– Auf vielfältige Weise einander begegnen
– Einander zum Segen werden
In Jesus Gott begegnen
– Sehend werden – Heilung eines Blinden bei Betsaida (Mk 8,22–25)
– Heil werden – Tochter des Jairus (Mk 5,21–24.35–43)
– Aufbrechen – Männer und Frauen gehen mit Jesus mit (Lk 8,1–3; Mt 4,18–22)
Themenfeld 2.3
EMPFANGEN UND GEBEN – GOTT SCHENKT UNS SEINEN SOHN
Grundanliegen:
Empfangen und Schenken als Grunderfahrungen des Menschen wahrnehmen
Die Geburt Jesu als Geschenk Gottes feiern
Beschenkt werden und schenken
– Grunderfahrung des Schenkens und des Beschenktwerdens
– Leben ist Geschenk
Gott schenkt Leben – Unerwartetes geschieht
– Elisabet und Maria (Lk 1,5–45)
– Gegrüßet seist Du, Maria
Gott schenkt sich selbst – in Jesus ist er uns ganz nahe
– Weihnachtsevangelium (Lk 2,1–20)
Themenfeld 2.4
SICH NACH DEM HEIL SEHNEN – GOTT ERMÖGLICHT VERSÖHNUNG
Grundanliegen:
Auf die Auswirkungen des eigenen Handelns aufmerksam werden
Neue Wege suchen und sich von Gottes Liebe aufrichten lassen
Menschen sehnen sich nach dem Guten
– Wahrnehmen, wer ich bin
– Schuldig werden
– Versöhnung erfahren: Zeichen und Gesten der Versöhnung
Jesus sagt den Menschen Gottes Vergebung zu
– „Deine Sünden sind dir vergeben“ (Lk 5,17–26)
– „Dein Glaube hat dir geholfen“ (Lk 7,36–50)
– „Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt“ (Lk 19,1–10)
Gottes Vergebung erfahren
– Wege der Versöhnung
– Der barmherzige Vater (Lk 15,11–32)
– Das Sakrament der Versöhnung
Themenfeld 2.5
FÜREINANDER DASEIN – JESUS LEBT FÜR UNS
Grundanliegen:
Brot in seiner Bedeutung wahrnehmen
Die geheimnisvolle Gegenwart Jesu in Brot und Wein feiern
Brot – Nahrung für das Leben
– Brot für Leib und Seele
Jesus – das Brot des Lebens
– Brot für alle (Joh 6,1–15)
– Die Gegenwart Jesu – das letzte Abendmahl (Lk 22,14–20)
Jesu Leben für andere – über den Tod hinaus
– Jesus, das lebendige Brot – Emmaus (Lk 24,13–35)
Themenfeld 2.6
MAHL FEIERN – JESUS IN DER EUCHARISTIE BEGEGNEN
Grundanliegen:
Über die Erfahrungen des Miteinander-Mahlfeierns die Bedeutung der Eucharistiefeier verstehen lernen
Um einen Tisch versammelt
– Gemeinsames Essen verbindet
– Miteinander feiern
Mit dem Auferstandenen Mahl feiern
– Jesus lädt uns ein
– Das Wort Gottes hören
– Jesus begegnet uns in Brot und Wein (Apg 2, 46–47)
– Gesegnet in den Alltag gehen
Fronleichnam – Feier der bleibenden Gegenwart Jesu unter uns
Themenfeld 2.7
EINANDER BESTÄRKEN – GOTT BEGLEITET UNS
Grundanliegen:
Sich der eigenen Fähigkeiten und Stärken bewusst werden und für eine gerechte Gesellschaft eintreten
Gott geht alle Wege mit
– Josefsgeschichte (Gen 37–50)
Meinen Stärken auf der Spur
– Was mich stark macht
– Wie wir einander bestärken können
Der Geist der Stärke
– Die Apostel handeln im Geist Jesu (Apg 5,12–16)
– Menschen handeln heute im Geist Jesu
Schulstufe
MITEINANDER UNTERWEGS SEIN – GOTT BEGLEITET UNS
Themenfeld 3.1
GEMEINSAM LEBEN – MIT GOTT VERBUNDEN SEIN
Grundanliegen:
Das Leben in Gemeinschaft als Gabe und Aufgabe sehen und Gott als geheimnisvolle Mitte erahnen
Gemeinschaft stärkt und fordert heraus
– Leben in Gemeinschaften als Gabe und Aufgabe
– Glaube lebt in Gemeinschaft
Gott inmitten der Menschen
– Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst (Ps 8)
– Jesu Versprechen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20)
– Jesu Zusage und Auftrag: „Der Friede sei mit euch“ (Joh 20,19–23)
Themenfeld 3.2
GEMEINSAM UNTERWEGS SEIN – GOTT GEHT MIT
Grundanliegen:
Das eigene Leben als Glaubensweg deuten und in der Exoduserzählung Rettung und Befreiung durch Gott erkennen
Wegerfahrungen
– Spuren des Glaubens im Alltag
– Persönliche Wegerfahrungen
Gott geht mit – die Exodusgeschichte
– Mit Jahwe den Aufbruch wagen (Ex 1–11)
– Jahwe rettet und befreit (Ex 12–20; Num 13,18–20.25–28)
– Gott geht auch meine Wege mit
Themenfeld 3.3
EINE HEILE WELT ERSEHNEN – GOTT RETTET
Grundanliegen:
Die Welt in ihrer Brüchigkeit und die Sehnsucht nach Rettung wahrnehmen
Jesus als den von Gott verheißenen Retter feiern
Wenn Wege auseinander führen
– Brüche und Aufbrüche
– Auf Herbergssuche sein
Menschen sehnen sich nach Heil
– Hoffnungsbilder
– Propheten verheißen den Messias (Jes 7,14b; Jes 11,1–10)
Weihnachten: Christus, der Retter ist da
– Erfüllte Verheißung (Lk 1,46–56)
– Der freudenreiche Rosenkranz
– Gott rettet (Mt 1,18–25)
Menschen auf der Suche nach Gott
– Huldigung der Sterndeuter (Mt 2,1–12)
Themenfeld 3.4
EINANDER ERMUTIGEN – AUS GOTTES FÜLLE LEBEN
Grundanliegen:
In biblischen Erzählungen die Zusage Gottes entdecken: Gott will ein Leben in Fülle für alle
Spuren des Reiches Gottes im eigenen Leben finden
Einander ermutigen und aufrichten
– Erfahrung von Ermutigung und Zuspruch
– Liebe lernen (Buch Rut)
– Jesus richtet auf – die gekrümmte Frau (Lk 13,10–17)
Gott will ein Leben in Fülle
– Senfkorn und Sauerteig (Mt 13,31–33)
– Vom Schatz im Acker und von der Perle (Mt 13,44–46)
– Die Seligpreisungen (Mt 5,1–12)
Themenfeld 3.5
MIT GRENZEN LEBEN – GOTTES ERLÖSENDER KRAFT VERTRAUEN
Grundanliegen:
Grenzen erkennen und mit ihnen leben lernen
Aus dem Glauben an die Auferstehung neue Kraft gewinnen
Wenn ein Lebensweg zum Kreuzweg wird
– Grenzen erleben
– Leidvolle Wege
– Der Kreuzweg Jesu
– Der schmerzhafte Rosenkranz
Jesus überwindet Sünde und Tod
– Die Botschaft des Engels: „Er ist auferstanden“ (Mt 28,1–8)
– Die Botschaft des Auferstandenen: „Fürchtet euch nicht“ (Mt 28,9–10)
– Christi Himmelfahrt (Apg 1,1–11)
Neues bricht auf – das Leben feiern
Neuanfänge im Alltag
Themenfeld 3.6
ALS BESCHENKTE DANKBAR SEIN – ERLÖSUNG FEIERN
Grundanliegen:
Mit dem Aufbau der Heiligen Messe vertraut werden und diese als Feier des neuen Lebens verstehen
Eucharistie feiern – Geschenk der Erlösung
– Die Frohe Botschaft hören
– Geheimnis des Glaubens: „Deinen Tod o Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit“
– „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lk 22,19b)
Der Aufbau der Heiligen Messe
Themenfeld 3.7
IN GEMEINSCHAFT DAS LEBEN WAGEN – DURCH GOTTES GEIST VEREINT UND ERMUTIGT
Grundanliegen:
Die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden in ihren Anfängen und ihrem bleibenden Auftrag kennen lernen und von ihren Aufgaben, Visionen und Taten hören
Lebendige Gemeinschaft wird sichtbar
– Was eine Gemeinschaft lebendig macht
– Das Leben der Urgemeinde: Gemeinschaft, Teilen, Mahl halten, Lobpreis (Apg 2,42–47)
Menschen verkünden das Wort Gottes, handeln in seinem Geist und werden Gemeinde
– Die Berufung des Saulus (Apg 9,1–30)
– Gottes Geist führt zusammen (Apg 13–28)
Kirche – Volk Gottes unterwegs – Haus aus lebendigen Steinen
– Was eine Pfarrgemeinde lebendig macht
Schulstufe
DIE WELT MITGESTALTEN – GOTT RUFT UND ERMUTIGT UNS
Themenfeld 4.1
WUNDER IN DER WELT ENTDECKEN – DIE SCHÖPFUNG ALS GESCHENK GOTTES BEGREIFEN
Grundanliegen:
Die Welt in ihrer Vielfalt entdecken, dankbar und verantwortungsvoll mitgestalten und Gott als Schöpfer bekennen
Unsere Welt – vielfältig und geheimnisvoll
– Die Welt entdecken, ergründen und bestaunen
– Menschen fragen: Woher kommen wir und wohin gehen wir
Die Welt ist Gottes Schöpfung und Geschenk
– Gottes Atem schafft Leben (Gen 2,4b–25)
– „Lobe den Herrn, meine Seele“ (Ps 104)
– „Preist den Herrn, all ihr Werke des Herrn“ (Dan 3,57–82)
– Menschen übernehmen Verantwortung für die Schöpfung
Christinnen und Christen bekennen:
„Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.“
Themenfeld 4.2
DAS LEBEN GESTALTEN – AUF GOTTES WEISUNGEN ACHTEN
Grundanliegen:
In den Geboten Gottes Orientierung und Hilfe für ein geglücktes Leben finden
Mein Leben – meine Welt
– In verschiedenen Welten leben
– Die Gestaltung unseres Lebensraumes
– Sich nach geglücktem Leben sehnen – Allerheiligen, Allerseelen
Gottes Gebote als Weisung für ein Leben in Freiheit und Verantwortung
– Gott will, dass es den Menschen gut geht (Joh 5,1–9; Mk 2,23–28)
– Gott führt in die Freiheit (Gal 5,1; Ex 20,1–2)
– Die zehn Gebote (Ex 20,1–17)
Themenfeld 4.3
VIELE STIMMEN RUFEN – AUF GOTTES RUF HÖREN
Grundanliegen:
Sich von Gott gerufen wissen und die Menschwerdung Gottes feiern
Vieles spricht an und fordert heraus
– Ich bin gerufen und gemeint
– Ich kann entscheiden und antworten
Gott spricht Menschen an – sie hören sein Wort und antworten
– Abraham, Sara, Hagar (Gen 12–22)
– Johannes der Täufer (Lk 3,1–20)
Gott wird Mensch – Weihnachten
– Der Engel des Herrn
– Simeon und Hanna bezeugen die Menschwerdung Gottes (Lk 2,25–38)
– Gott wird Mensch, auch heute
Christinnen und Christen bekennen:
„Ich glaube (…) an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.“
Themenfeld 4.4
ORIENTIERUNG SUCHEN – SICH NACH DER BOTSCHAFT JESU RICHTEN
Grundanliegen:
In der Nachfolge Jesu Orientierung für die eigene Lebensgestaltung finden
Ins Leben gehen – Orientierung suchen
– Traditionen prägen
– Menschen als Wegweiser
– Menschenrechte – Kinderrechte
– Die Goldene Regel (Mt 7,12)
Auf Jesus schauen – Orientierung finden
– Jesus lebt in der Tradition des Judentums – der zwölfjährige Jesus im Tempel (Lk 2,41–52)
– Jesus hört die Not (Mt 15,21–28)
Jesus nachfolgen – Lieben lernen
– Das Gebot der Liebe (Mk 12,28–34)
– Der barmherzige Samariter (Lk 10,25–37)
– Die Werke der Barmherzigkeit (Mt 25,35–40)
Themenfeld 4.5
DEM LEID BEGEGNEN – SICH IN DUNKLEN STUNDEN VON GOTT BEGLEITET WISSEN
Grundanliegen:
Leid als Teil unseres Lebens sehen und in der Botschaft vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu den Grund unseres Glaubens und unserer Hoffnung erkennen
Leid und Unheil fordern heraus
– Erfahrungen von Abschied, Verlust und Sterben
– Menschen stehen einander bei – mitfühlen, mittragen und trösten
Menschen fragen – Warum lässt Gott uns leiden?
– Klagepsalmen (Ps 13; Ps 22,2)
Jesus vertraut im Leid auf Gott
– Die Leidensgeschichte (Mt 26–27)
Der Auferstandene gibt Hoffnung über den Tod hinaus
– Die Feier der Osternacht
– Die Auferweckung Jesu (1 Kor 15,1–7)
– Dem Auferstandenen begegnen – Jesus und Thomas (Joh 20,24–29)
– Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,1–6)
Christinnen und Christen bekennen:
„(…), gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“
Themenfeld 4.6
VON GEMEINSAMEN IDEEN GETRAGEN SEIN – MIT CHRISTUS KIRCHE WERDEN
Grundanliegen:
Die Kraft gemeinsamer Ideen entdecken, den Glauben bekennen und das Heilshandeln für die Menschen als Auftrag der Kirche begreifen
Der Glaube an Jesus Christus breitet sich aus und lebt in der Kirche fort
– Der Auftrag des Auferstanden (Mt 28,16–20)
– Begabungen, Berufungen, Dienste und Ämter (1 Kor 12,4–11)
– Miteinander verbunden – Ortskirche und Weltkirche
Christinnen und Christen bekennen und feiern den gemeinsamen Glauben
– Gebetsschatz der Kirche
– Liturgische Feiern
Christinnen und Christen bekennen:
„Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige Katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen“
Themenfeld 4.7
UNTERWEGS MIT ALLEN MENSCHEN – MIT GOTT DEN FRIEDEN WAGEN
Grundanliegen:
Gemeinsames und Unterscheidendes der Konfessionen und Religionen entdecken und in Solidarität für Mensch und Welt gemeinsam handeln
Menschen suchen und fragen nach Gott
– Die Christlichen Konfessionen – Ökumene
– Die Abrahamitischen Religionen
– In Wertschätzung einander begegnen
Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung als gemeinsame Aufgaben aller Menschen
– Menschen sehnen sich nach Gerechtigkeit und Frieden
– Menschen arbeiten für eine gerechte Welt und für die Bewahrung der Schöpfung
Gottes Verheißung
– Am Ende der Tage wird es geschehen (Mi 4,1–5)
– Ein neuer Himmel und eine neue Erde (Offb 21,1–4)
Volksschule Oberstufe
Für die Volksschule Oberstufe siehe die Bekanntmachung für den Katholischen Religionsunterricht an Hauptschulen, BGBl. II Nr. 571/2003.
Evangelischer Religionsunterricht
Siehe die Bekanntmachung BGBl. II Nr. 395/2019 in der jeweils geltenden Fassung
Altkatholischer Religionsunterricht.
Allgemeine Bestimmungen und didaktische Grundsätze.
Die allgemeinen Bestimmungen und die didaktischen Grundsätze der vom Bundesministerium für Unterricht durch Verordnung festgesetzten Lehrpläne für die allgemeinbildenden Pflichtschulen sind nach gegebener Möglichkeit anzuwenden.
Werden Schüler von mehreren Schulstufen zu einer Religionsunterrichtsgruppe zusammengezogen, so kann eine entsprechende Wechselfolge der Lehrpläne einsetzen.
Es liegt in der Verantwortung der Religionsunterrichtsleitung und der Religionslehrkraft, die Lehrstoffverteilung jeweils unter Beobachtung des Stundenausmaßes, der Leistungsfähigkeit und der Stufenzusammensetzung der Religionsunterrichtsgruppe zu erstellen.
Allgemeines Bildungsziel.
Das Ziel des altkatholischen Religionsunterrichtes ist es, Persönlichkeiten heranzubilden, die sich ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen bewußt sind. Der Religionsunterricht hat daher die Aufgabe, die Schüler mit Kenntnissen und Werthaltungen auszustatten, die sie befähigen, ihr Leben nach christlichen Grundsätzen einzurichten sowie aktive und wertvolle Mitglieder ihrer Kirche, des Staates und der menschlichen Gesellschaft zu werden.
Bildungs- und Lehraufgaben.
Grundstufe I (erste und zweite Schulstufe):
Lehrstoff:
Die Einführung in den Religionsunterricht soll vom Lebenskreis des Kindes, dem Elternhaus, sowie der Schule ausgehen und die Grundbegriffe einer christlichen Persönlichkeitsbildung an das Kind herantragen.
(Sofern Schüler der zweiten Schulstufe zu einer Religionsunterrichtsgruppe zusammengezogen werden, ist nach den Bildungs- und Lehraufgaben eine Vertiefung und Erweiterung der in der ersten Schulstufe erworbenen Bildung anzustreben.)
Es soll der Schüler mit dem Beten (Anlaß, Form, Inhalt und Ort des Betens im allgemeinen Sinne) und der Kirche als Ort des gemeinsamen Gottesdienstes vertraut gemacht werden.
Die christlich-sittliche Erziehung soll die Glaubens- und Sozialbeziehungen des Schülers berücksichtigen.
In den Mittelpunkt des Unterrichtes ist zu
stellen:
Gott und die Schöpfung (Mensch, Tier und Pflanze, das Lebende in Gottes Welt).
Das Heilighalten Gottes (der Sonntag, Feste des Kirchenjahres, der Kindergottesdienst und das „Vaterunser“).
In diesem Rahmen sind Gottes Gebote zu behandeln, ohne deren Wortlaut zum Gegenstande des Unterrichtes zu machen.
Im Hinblick auf den umschriebenen Lehrstoff sind Geschichten aus dem Neuen Testament auszuwählen.
Ebenso ist in Verbindung mit dem Lehrstoff eine Auswahl von Gebeten und Liedern zu treffen.
Grundstufe II (dritte und vierte Schulstufe):
Lehrstoff:
Die Hauptaufgabe der Lehrplan-Mittelstufe ist es, den Schülern das Verständnis christlicher Glaubens- und Lebensgrundlagen an Hand der Bibel im allgemeinen zu vermitteln. Dabei sind die Feste und Festkreise des Kirchenjahres zu beachten. Eine Auswahl von Liedern und Gebeten ist in Verbindung mit dem Lehrstoff zu treffen.
D r i t t e S c h u l s t u f e:
Das Alte Testament in Auswahl, soweit es für die Darstellung der Glaubensumwelt von Jesus, dem Christus, und seinem Wirken von Bedeutung ist.
Der Kindergottesdienst in Einzelauswertung.
V i e r t e S c h u l s t u f e :
Das Neue Testament in Auswahl.
Gottes Gebote und Sakramente im Überblick.
Lehrplan der Volksschuloberstufe.
Für die Erteilung des Religionsunterrichtes an der Volksschuloberstufe sind die Bildungs- und Lehraufgaben der entsprechenden Hauptschulstufen nach Möglichkeit in Anwendung zu bringen.
Israelitischer Religionsunterricht.
Lehrziel:
Der israelitische Religionsunterricht an allen Lehranstalten, in allen Klassen, bei allen Altersstufen hat die Aufgabe, die jüdische Jugend religiös-sittlich zu erziehen, sie zur Teilnahme am religiösen Leben zu befähigen, von der Erhabenheit unseres Glaubens zu überzeugen, sie in ihrer Selbstachtung zu bestärken schon im Hinblick auf die Größe unserer mehrtausendjährigen Geschichte, auf den unüberbietbaren Opfermut und Opferwillen des jüdischen Volkes, dessen Mentalität sich auch in unseren Tagen beim Werden des altneuen ISRAEL dokumentierte.
Zur Erreichung dieses Lehrzieles dienen an der vierklassigen Volksschule die Unterweisung in der Biblischen Geschichte, in den wichtigsten Lehren des Judentums, die Einführung in das Verständnis des Gebetbuches durch Unterricht der hebräischen Sprache, durch Teilnahme am Jugendgottesdienst, durch Anschauungsunterricht biblischer Themen und der Aufbauarbeit im Lande ISRAEL.
Lehrstoff:
Die nachstehende Lehrstoffverteilung hat in vollem Ausmaße nur an jenen Lehranstalten Geltung, an denen der israelitische Religionsunterricht klassenweise erteilt wird. In Abteilungen, die infolge Schülermangels, zwei oder mehrere Klassengruppen umfassen, hat der Religionslehrer auf Grund der ihm von seiner Religionsbehörde erteilten Instruktion eine dem Schülermaterial entsprechende Auswahl zu treffen.
Vierklassige Volksschule:
E r s t e K l a s s e:
Erzählungen aus der Biblischen Geschichte:
Gott ist Schöpfer der Welt. Der Sabbat
Adam und Eva. Kain und Abel.
Die Sintflut — Noah.
Turmbau zu Babel.
Abraham: seine Berufung. Abrahams Friedensliebe und Gastfreundlichkeit.
Hebräisch: Bei Beginn des dritten Quartals:
Leseübung in der Fibel — ungefähr die Hälfte der vorhandenen Leseübungen der Buchstaben. Memorieren des „Schma-Gebetes“ bis „Modecha“ mit der Übersetzung. Einige Wortbegriffe aus dem jüdischen Leben. Segensspruch über Brot. Sprechübungen: die hebräische Benennung der Gegenstände im Schulzimmer.
Z w e i t e K l a s s e:
Erzählungen aus der Biblischen Geschichte. Nach der Wiederholung des Lehrstoffes der ersten Klasse, wobei die Schöpfungsgeschichte mit den einzelnen Tagen angeführt wird.
Abrahams Menschenliebe, Untergang Sodoms.
Abrahams Opferbereitschaft — Isaak.
Sarahs Tod — Höhle Machpela.
Elieser, der treue Diener — Rebekka.
Esau und Jakob.
Erzählungen aus dem Leben Jakobs bis zu seiner Heimkehr. Der Name Israel — jetzt auch der Name des Landes.
Hebräisch: Wiederholung des Lehrstoffes der ersten Klasse. Beendigung der Leseübungen in der Fibel. Das „Sch`ma-Gebet“, erster Abschnitt mit der Übersetzung. Segenssprüche beim Händewaschen und beim Genuß von Baum- und Erdfrüchten. Einige Anschauungsbegriffe aus dem religiösen Leben, zum Beispiel Benennung der Feiertage, Hagadah, Seder, Thora. Sprechübungen aus dem durchgenommenen hebräischen Lehrstoff und Benennung von Gegenständen im Elternhaus.
D r i t t e K l a s s e:
Erzählungen aus der Biblischen Geschichte: Wiederholung des bisher durchgenommenen Lehrstoffes. Aus dem Lehrbuch „Biblische Geschichte“ die Erzählungen der Bibel von Joseph und seine Brüder“ bis zum „Durchzug durch das Rote Meer“.
Hebräisch: Leseübungen aus dem Jugendgottesdienstbuch. Einzelne Stücke des Jugendgottesdienstes, und zwar „Aschre“ — die „Tefilla“ (die ersten drei Benediktionen). Tischgebet — erster Abschnitt. Die Chanuka — Segenssprüche, Wiederholung der Segenssprüche über Genußmittel. Wortbegriffe und Sprechübungen aus dem durchgenommenen Lehrstoff.
V i e r t e K l a s s e:
Erzählungen aus der Biblischen Geschichte. Wiederholungen des bisher durchgenommenen Lehrstoffes. Aus dem Lehrbuch „Biblische Geschichte“ die „Wanderung der Israeliten durch die Wüste“ bis zum „Tode Mosis“, die Zehn Gebote. Die Fest- und Gedenktage sind jeweils vor dem Eintritte derselben in allen Klassen der Volksschule zu behandeln, ebenso ist der Anschauungsunterricht unter Benützung von Illustrationen biblischer und nachbiblischer Themen zu pflegen.
Hebräisch: Wiederholung des bisher durchgenommenen Lehrstoffes. Im Jugendgottesdienstbuch der Freitag-Abend-Gottesdienst an der Hand der deutschen Übersetzung. Einübung der synagogalen Gesänge. Beim Unterricht der Mädchen auch die Segenssprüche beim Anzünden der Sabbat- und Feiertagslichter; bei den Knaben die Segenssprüche beim Aufruf zur Thora. Erzählungen aus dem Lande Israel in biblischer und neuer Zeit.
SECHSTER TEIL.
BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN, LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE DER VERBINDLICHEN ÜBUNGEN DER VORSCHULSTUFE
Sachbegegnung
Bildungs- und Lehraufgabe:
Aufgabe der verbindlichen Übung Sachbegegnung ist das Bewusstmachen sozialer und gegenständlicher Sachverhalte der unmittelbaren Umwelt des Kindes, Grundlegung von Einsichten und Einstellungen, sowie eine allmähliche Erweiterung des Verhaltens, des Wissens und Könnens sowie der Lern- und Arbeitsweisen in diesem Bereich auf Grund eigener Erfahrungen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen
– ausgehend vom natürlichen Neugierverhalten zunehmend zum Klären, Deuten und Handeln in ihrer sozialen und gegenständlichen Umwelt angeregt werden,
– ihre eigenen Lernerfahrungen durch neue Arbeitsweisen erweitern,
– Entwicklungsrückstände im Erfassen der sozialen und gegenständlichen Umwelt verringern bzw. aufholen,
– zunehmend befähigt werden, Umwelteindrücke und Erfahrungen zu verbalisieren.
Die verbindliche Übung Sachbegegnung nimmt ihre Inhalte aus folgenden Erfahrungs- und Lernbereichen:
– Gemeinschaft
– Natur
– Raum
– Zeit
– Wirtschaft
– Technik
Lehrstoff:
Bei der Auswahl der Lehrstoffe sind Themenbereiche aufzugreifen, die bereichs- und fachübergreifendes Lernen zulassen.
| Erfahrungs- und Lernbereich Gemeinschaft | |
|---|---|
| Orientierung im neuen Lebensraum | – In kontaktbehaglicher Atmosphäre einander vorstellen und kennen lernen – Die Klasse als neue Gemeinschaft akzeptieren |
| Zusammenleben | – Spiel- und Arbeitsregeln finden und einhalten – Die Gemeinschaft mitgestalten – Arbeiten gemeinsam ausführen – Umgangsformen beachten (einander helfen, zuhören, aufeinander Rücksicht nehmen, …) |
| Schule als Gemeinschaft | – Andere Personen bzw. andere Klassen im Schulhaus kennen lernen – An der Schulgemeinschaft mitwirken |
| Die Familie als Lebensgemeinschaft | – Das Zusammenleben in der Familie Familienmitglieder – Gleichberechtigung von Frau und Mann, Aufgabenteilung – Liebe und Partnerschaft – Wenn ein Baby kommt (Schwangerschaft, Geburt, Säuglingsalter, …) |
| Erfahrungs- und Lernbereich Natur | |
| Begegnung mit Tieren und Pflanzen um uns | – Kinder betreuen Tiere und Pflanzen und berichten darüber (Tiere und Pflanzen in der Wohnung, in der Klasse, …) – Tiere und Pflanzen, die wir beobachtet haben (im Park, im Wald, auf der Wiese, am Wasser, …) – Gemeinsame Merkmale und Unterschiede finden (zB Tiere mit Fell; Tiere, die schwimmen können usw.) – Tiere und Pflanzen bringen Freude, aber auch Gefahren (sachgemäßer Umgang mit Tieren, gefährliche Tiere bzw. Pflanzen, …) |
| Naturerscheinungen | – Beobachtungen und einfache Versuche machen – Tageszeiten (Tag, Nacht) – Himmelskörper – Wetter – Jahreszeiten |
| Natur- und Umweltschutz | – Zum Natur- und Umweltschutz beitragen (Abfall richtig trennen; Energie sparen) |
| Kind und Gesundheit | |
| Der eigene Körper | – Körperteile benennen, Sinneseindrücke bewusst erleben – Regelmäßige Körperpflege/Zahnpflege – Bewegung und Sport – Freude und Wohlbefinden |
| Ernährung | – Vom Essen und Trinken (vielseitige Ernährung, Flüssigkeitsbedarf,…) – Richtiger Umgang mit Lebensmitteln (Sauberkeit, Frische) |
| Gefahren für unsere Gesundheit | – Umgang mit technischen Geräten, mit elektrischem Strom; mit Medikamenten; Reinigungsmitteln; mit alkoholischen Getränken, …) |
| Krank sein | – Von verschiedenen Krankheiten – Ärztin bzw. Arzt, Zahnärztin bzw. Zahnarzt, Krankenhaus,… |
| Abbau übertriebener Ängste | – Wovor wir Angst haben – Verhalten in Situationen, die Kindern Angst machen |
| Erfahrungs- und Lernbereich Raum | |
| Orientierung – in der neuen Umgebung – auf dem Schulweg | – Einrichtung der Klasse (Bezeichnung, Lage und Funktion der Einrichtungsgegenstände) – Räumlichkeiten der Schule (deren Lage und Funktion) – Orientierungsspiele und -aufgaben in Klasse und Schule – Orientierungsgesichtspunkte finden und beschreiben Wege beschreiben – (Querverbindungen zur Verkehrserziehung herstellen) |
| Raumlagebegriffe und Raumlagebeziehungen | – Links, rechts, oben, unten, … (Querverbindungen zur Mathematischen Früherziehung herstellen) |
| Arbeit mit Modellen | – Räumliche Gegebenheiten mit Bausteinen darstellen – Selbst hergestellte Modelle verwenden (Einrichtung der Klasse planen; mein Wunschzimmer; …) |
| Erfahrungs- und Lernbereich Zeit | |
| Tagesablauf erfassen | – Den Tagesablauf gliedern (am Morgen; am Nachmittag; in der Klasse; in den Ferien; … ) – Zeitliche Begriffe wie heute, gestern, morgen, … verwenden |
| Die Uhr | – Verschiedene Uhren – Erkennen der Uhrzeit vorbereiten (Stunden, halbe Stunde,…) |
| Größere Zeitabschnitte | – Wochenablauf, Wochentage, Jahreszeiten, – Gliedern des Jahres durch Feste und Feiern |
| Erinnerungen | – Sich an Kindergartenzeit, an Geburtstage, Feste, Ereignisse erinnern … – Woran sich andere Menschen erinnern (Großeltern, Eltern, Verwandte, Bekannte) – Viele Dinge sahen früher anders aus (Spielsachen, Kleidung, Fahrzeuge, Wohnung) |
| Erfahrungs- und Lernbereich Wirtschaft | |
| Die Familie als Wirtschaftsgemeinschaft | – Wirtschaften in der Familie (Zusammenhang Arbeit – Verdienst – Geld ausgeben) – Dinge, die wir zum täglichen Leben brauchen (Lebensmittel, Kleidung, …) – Unterschiedliche Wohn- und Lebensbedingungen – Wünsche und Wunscherfüllung |
| Arbeit und Arbeitsstätten | – Arbeit der Eltern – Ausgewählte Berufe und Arbeitsstätten kennen lernen (zB Polizistin bzw. Polizist, Ärztin bzw. Arzt, Handwerksberufe; Post, Feuerwehr, …) – Erstes Kennen lernen der Arbeitswelt |
| Erfahrungs- und Lernbereich Technik | |
| Wie Dinge funktionieren | – Funktionsweise ausgewählter Geräte und Maschinen aus der Umgebung des Kindes kennen lernen (Haushaltsgeräte, Taschenlampe, Rad, …) |
| Gefahren der Technik | – Sachgemäßer, sicherer Umgang mit einfachen Geräten – Handhabung von Werkzeug – Umgang mit elektrischem Strom (zB Steckdose, elektrische Geräte, Spielsachen, PC …) |
| Medien informieren und unterhalten | – Bewusstes Ansehen bzw. Anhören von Fernseh-, Rundfunksendungen, CD, Kassetten, Videos, … – Spiele und Lernen mit dem Computer |
| Gefahren der Medien | – Anbahnen einer kritischen Haltung beim Gebrauch der Medien |
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht geht von den sehr unterschiedlichen Lebens- und Lernerfahrungen der Kinder aus, hebt sie ins Bewusstsein, verdeutlicht, klärt bzw. ordnet sie und erweitert sie durch neue Erfahrungen und Einsichten. Dabei ist auf die Weckung und Pflege der Motivation, auf die Förderung der Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeit, auf das soziale Lernen, auf die Erweiterung des Sprachgebrauchs sowie auf das Gewinnen und Sichern von Grundeinsichten und -einstellungen besonderer Wert zu legen. In diesem Zusammenhang sind die zahlreichen Möglichkeiten des Beobachtens, Vergleichens und Erprobens zu konkreten Sachverhalten in und außerhalb der Klasse zu nützen.
Verkehrserziehung
Bildungs- und Lehraufgaben
In der Vorschulstufe soll Verkehrserziehung eine kritische und verantwortungsbewußte Einstellung zum Straßenverkehr wecken.
Im einzelnen soll Verkehrserziehung
– die optische und akustische Wahrnehmungsfähigkeit gezielt fördern,
– Motorik, Reaktions- und Konzentrationsvermögen schulen,
– verkehrsgerechtes soziales Verhalten anbahnen,
– zu richtigem Verhalten als Fußgänger und als Mitfahrer hinführen
– entsprechende Kenntnisse vermitteln,
– dazu führen, Polizeibeamtinnen als Helferinnen bzw. Polizeibeamte als Helfer anzuerkennen (Abbau von Angst).
Lehrstoff
| Verkehrserziehung als soziales Lernen | |
|---|---|
| Partnerverständnis aufbauen und angstfrei gestalten | Verschiedene Verkehrspartner in verschiedenen Verkehrssituationen Behinderte im Verkehrsgeschehen Einsatzpersorial – Funktionserklärung,,,Angstabbau“ |
| Kontaktaufnahme mit Verkehrsteilnehmern | Verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme besprechen |
| Vorbildfunktion anderer Menschen kritisch sehen und beurteilen und im Spiel erfahren (Blickkontakt, Handzeichen, ... ) | Im Spiel und in der Realität bestimmte (richtige und falsche) Verhaltensweisen darstellen, verbalisieren und kritisch beurteilen |
| Verständnis für die Notwendigkeit von Verkehrsregeln wecken | In unterschiedlichen Situationen einfache Verkehrsregeln beobachten, üben und unter dem Gesichtspunkt der gegenseitigen Rücksichtnahme anwenden |
Umwelterfahrung
| Der Schulweg | Mein sicherer täglicher Schulweg (der sichere Umweg) Mögliche Veränderungen auf dem Schulweg (Witterungseinflüsse, Licht- und Sichtverhältnisse, besondere Verkehrssituationen,...) |
|---|---|
| Das Verkehrsgeschehen unter besonderen Bedingungen | Veränderungen bringen Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer (Straßenglätte, Nebel, ...) Besondere Reaktionen anderer erwarten (Straßenglätte – Bremsweg, Nebel – Sichtweite, .. ) Baustelle |
Seh- und Hörerziehung
| Schulung der optischen und akustischen Wahrnehmungsfähigkeit | Spezifische Zeichen und Signale unterscheiden, bewußt wahrnehmen und darauf entsprechend reagiere |
|---|---|
| Schulung des Bewegungssehens | Bewegungsabläufe bewußt wahrnehmen und verfolgen (die Bewegung eines Fahrzeuges, ... ) |
| Schätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten | Begriffe klären: weit – nahe, langsam – schnell,... Größe und Entfernung vergleichen Verschieden lange Strecken abgehen (Schritte zählen, schätzen,…) |
| Sehen und gesehen werden | Verschiedene Spiele (,,blinde Kuh“,…) Bestimmte Situationen besprechen, spielen und in der Realität erleben (Dunkelheit – helle Kleidung, ... ) |
Bewegungserfahrung – Bewegungserziehung
| Kontrolliertes Bewegen | Gehen, laufen, springen, ... dabei ausweichen, nicht zusammen oder anstoßen Nebeneinander, hintereinander gehen ... Jemanden führen, jemandem folgen (Querverbindung auch zu Bewegung und Sport) |
|---|---|
| Gleichgewichtsübungen | Balanceübungen auf Bodenmarkierungen und auf Schnüren und Bänken (Querverbindung auch zu Bewegung und Sport) |
| Begriffsverständnis | Rechts – links, oben – unten, vorne – hinten, davor – dahinter, geradeaus – schräg, vorwärts – rückwärts, ... |
| Schulung des Reaktionsvermögens | Vielfältige Reaktionsübungen (Querverbindung auch zu rhythmisch-musikalischer Erziehung) Richtig reagieren lernen (Mutter wartet auf der anderen Straßenseite, Ball auf der Straße, ...) |
Verhalten im Straßenverkehr
| Verkehrsteilnehmer: | |
|---|---|
| Der Mensch als Teilnehmer am Straßenverkehr in verschiedenen Rollen | Kinder als Fußgänger und Mitfahrer, ihr Verhalten gegenüber Fahrzeuglenkern |
| Begegnung verschiedener Verkehrsteilnehmer | Beobachten und Einschätzen verschiedener Verhalten im Straßenverkehr (Aggressionen, Ängstlichkeit, Hilfsbereitschaft, Vorsicht, partnerschaftliches Verhalten,...) Aufzeigen und Besprechen von Gründen für bestimmte Verhaltensweisen |
| Verhalten in Unfallsituationen | Situationsgerechtes, altersgemäßes Handeln anbahnen (Hilfe holen, durch Neugier nicht behindern, sich selbst nicht in Gefahr bringen,...) |
| Verhalten bei der Überquerung (grundsätzliches Verhalten) | Stehenbleiben am Gehsteigrand oder an der Sichtlinie, Blicke nach allen Seiten, Beobachten der Verkehrssituation, Entscheidung zum Überqueren treffen, zugig gehen (bei Unsicherheit nicht zurückgehen, Fahrbahn nicht diagonal, sondern auf dem kürzesten Weg überqueren) |
| Überqueren an gesicherten Übergängen | Ampel und Handzeichen von Exekutive und Schülerlotsen als Überquerungshilfe Funktion der Fußgängerampel ,,Grün“ heißt nicht unbedingt gehen (abbiegende Fahrzeuge) Negatives Vorbild der Erwachsenen nicht übernehmen |
| Überqueren an ungesicherten Übergängen (siehe Verhalten bei der Uberquerung) | Achtung, Zebrastreifen ist kein „Schutzweg"! |
| Bodenmarkierungen (,,Spuren“ auf der Straße) | Hinweise auf Bodenmarkierungen und ihre Bedeutung, besonders im örtlichen Bereich des Kindes |
| Verkehrswege: | |
| Unterscheiden und Benennen von Verkehrsflächen | Gehsteig, Über- und Unterführung, Zebrastreifen, Radweg, Fahrbahn; der Gehsteigrand als Grenze (Sichtlinie) |
| Bestimmte Verkehrsflächen für bestimmte Verkehrsteilnehmer | Gehsteig – Fußgänger Radweg – Radfahrer Fahrbahn – Auto |
| Verkehrsmittel: | |
| Fahrzeuge, die das Kind selbständig benützt | Kinderfahrzeuge und deren richtige Handhabung (Roller, Rollschuhe, Skateboard, Kinderfahrrad, ...) |
| Verschiedene Fahrzeuge auf der Straße | Lastauto, Personenwagen, Einsatzfahrzeuge, öffentliche Verkehrsmittel, Schienenfahrzeuge, Bus, … Merkmale der Fahrzeuge: Farbe, Form, Größe, Geräusche, Lichter usw., einspurig, mehrspurig Finden von Unterschieden: große, kleine, stehende und fahrende, schnelle und langsame Fahrzeuge |
| Fahrzeuge in Bewegung | Vom Anfahren, Bremsen, Anhalten und Abbiegen, das Schleudern, der Zusammenstoß |
| Öffentliche Verkehrsmittel | Richtiges V erhalten an der Haltestelle beim Ein- und Aussteigen, in Verkehrsmitteln Wichtige Verkehrsmittel |
| Verkehrsregeln: | |
| Einsicht für die Notwendigkeit von Verkehrsregeln | Regelwissen nur so weit vermitteln, wie es im Hinblick auf verkehrssicheres Verhalten des Kindes notwendig ist: Überqueren der Fahrbahn, Gehen auf der Freilandstraße, Spielen auf Verkehrsflächen, ... |
| Verkehrsregeln beobachten, beschreiben und erklären | Regelung durch Exekutive – Handzeichen,... Regelung durch Ampel – Bedeutung der Farben,... Regelung durch Verkehrszeichen |
| Bewußtes Anwenden und Einüben der wichtigsten auf das Kind bezogenen Verkehrsregeln | Oftmaliges Üben in bestimmten Situationen (Gewöhnungseffekt!) |
Didaktische Grundsätze
Ausgehend vom unterschiedlichen Entwicklungsstand der physischen und psychischen Anlagen des Schulanfängers wird Verkehrserziehung vorwiegend auf die Bereiche Reaktionsvermögen, Abstraktionsvermögen, Konzentrationsvermögen und Differenzierungsvermögen Einfluß zu nehmen haben.
Verkehrserziehung versteht sich auch als Teil des sozialen Lernens und soll daher den unterschiedlichen sozialen Voraussetzungen der Kinder Rechnung tragen.
Verkehrserziehung kann grundsätzlich nicht isoliert betrachtet werden, sie soll immer auch in Verbindung mit den anderen verbindlichen Übungen der Vorschulstufe gesehen werden.
Bei der unterrichtlichen Arbeit ist von den Erfahrungen des Kindes in seiner Umwelt auszugehen.
Praktische Übungen sind zunächst im sicheren Raum (Schulhof, Spielplatz, Turnsaal, Verkehrsgarten, . . .) durchzuführen.
Erst später soll auch richtiges Verhalten in der Verkehrswirklichkeit trainiert werden, wobei die Beiziehung der Exekutive möglich ist. Bei all diesen Vorhaben ist der körperlichen Sicherheit der Kinder größte Aufmerksamkeit zu schenken. Kooperation mit den Erziehungsberechtigten und der Exekutive ist erforderlich.
Sprache und Sprechen, Vorbereitung auf Lesen und Schreiben
Bildungs- und Lehraufgabe:
Diese verbindliche Übung gliedert sich in „Sprache und Sprechen” und „Vorbereitung auf Lesen und Schreiben”.
Bei „Sprache und Sprechen” geht es im Einzelnen darum,
– die Erweiterung der Sprachfähigkeit der Kinder behutsam zu fördern,
– zu einer adäquaten Verwendung der Standardsprache hinzuführen – ausgehend von der individuellen Sprache des Kindes,
– die verfügbaren sprachlichen Mittel der Kinder zu üben, zu erweitern und als Verständigungsmittel zunehmend besser und sicherer einsetzen zu lernen,
– den kreativen Umgang mit Sprache zu fördern,
– im Gebrauch der Sprache eine gewisse Sicherheit und Selbstständigkeit zu erreichen und
– die Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit durch die Begegnung mit Literatur anzuregen, das Verständnis für die Umwelt anzubahnen und das schöpferische Denken zu fördern.
„Vorbereitung auf Lesen und Schreiben” hat die Aufgabe, sowohl die individuelle Motivation zum Lesen und Schreiben anzubahnen, zu entwickeln und zu fördern als auch die Grundleistungen für das Erlernen des Lesens und Schreibens zu sichern und dient der Sicherung des Wechsels nach § 17 Abs. 5 Schulunterrichtsgesetz.
Lehrstoff:
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RIS
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