Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über Lehrpläne für Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
Verschiedene Staatsformen; Rechte und Pflichten des Staatsbürgers; Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Aufbau des Sportwesens mit besonderer Berücksichtigung des Berg- und Skiführerwesens und seiner Stellung im EU-Raum. Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.
Lehrstoff:
Semester
Verschiedene Staatsformen; Rechte und Pflichten des Staatsbürgers; Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Aufbau des Sportwesens mit besonderer Berücksichtigung des Tennissports und seiner Stellung im EU-Raum. Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.
BETRIEBSKUNDE, KAUFMÄNNISCHES RECHNEN UND BERUFSKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Organisation und Leitung eines Betriebes, Verstehen der Vorgänge im Wirtschaftsleben und Kenntnisse der einschlägigen Rechtsvorschriften insbesondere bei alpinen Unfällen. Vermitteln von mathematischen Kenntnissen, die zum Lösen von Aufgaben der Biomechanik notwendig sind.
Lehrstoff:
Semester
Begriffe der Betriebsführung und der Güterverwaltung; Grundsätze des Vertragswesens; Versicherungsfragen; Rechtsvorschriften für die Berufsausübung; Einschlägige Ausschnitte aus dem Strafgesetz; Behandlung abgeschlossener Gerichtsverfahren von alpinen Unfällen mit Bergführern; Einführung in die Buchführung an Hand einfacher, facheinschlägiger Beispiele; Grundrechnungsarten; kaufmännisches Rechnen.
Semester
Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester behandelten Fachgebiete.
GESCHICHTE DES SPORTS (DER ALPINISTIK)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um wichtige historische Grundlagen des Sports und die Entwicklung des Alpinismus.
Lehrstoff:
Semester
Historische Entwicklung des Sports; Erschließungsgebiete der Alpen an Hand markanter Beispiele; bekannteste Gipfelbesteigungen;
Entwicklung des Bergführerwesens; Geschichte der alpinen Vereine;
außereuropäische Erschließung – Expeditionen; Angabe einer Standardliteratur für den Bergführer.
SPORTBIOLOGIE (FUNKTIONELLE ANATOMIE, PHYSIOLOGIE UND GESUNDHEITSERZIEHUNG)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Darstellung sportbiologischer Zusammenhänge als Grundlage eines gezielten Wirkens des Berg- und Skiführers. Genaue Kenntnisse des menschlichen Körpers und seiner Funktionen. Erkennen und Vermeiden von Störungen am Bewegungsapparat. Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit. Wissen um grundsätzliche Fragen der Sporthygiene. Verstehen der Problematik des Dopings.
Lehrstoff:
Semester
Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Aufbau des Skeletts und des Stütz- und Bewegungsapparates; Entstehung einer Bewegung;
Muskel und Muskelstoffwechsel; Herz- und Kreislauf; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; physiologische Besonderheiten der Altersgruppen; Schäden am Bewegungsapparat; Muskelfunktionen; Tests; Leistungsdiagnostik; Hygiene im Sport; Doping: Bestimmungen, Arten, Auswirkungen.
Semester
Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse.
ERSTE HILFE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.
Lehrstoff:
Semester
Verletzungen und lebensbedrohliche Zustände (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag, Sonnenstich usw.); richtige Versorgung und Atemspende; Lagerung des Verletzten; Flugrettungsübungen.
Semester
Wiederholung wichtiger Teilgebiete; Hinweise auf spezifische Verletzungen beim Bergsteigen, Canyoning und Sportklettern, deren Vermeidung bzw. entsprechende Versorgung; Ergänzungen durch praktische Übungen (z. B. Flugrettungseinsatz usw.).
SPORTPSYCHOLOGIE UND LEBENSKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um eine adäquate Betreuung der dem Bergführer anvertrauten Personen sowie um eine sinnvolle Lebensführung.
Lehrstoff:
Semester
Stellenwert und Möglichkeiten der Sportpsychologie; Persönlichkeit der zu Führenden; Persönlichkeit des Trainers; Lernen; Motivation; Grundkenntnisse der Gruppenarbeit; Wettkampfbetreuung.
Semester
Führungsverhalten; Gruppendynamik; psychoregulative Maßnahmen (z. B. Stress, Angst).
PÄDAGOGIK, DIDAKTIK, METHODIK, TOURENPLANUNG UND –FÜHRUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verstehen der grundlegenden Erkenntnisse der Pädagogik sowie der Grundsätze der Didaktik und Methodik zur Vermittlung allgemeiner und spezieller Lehrinhalte des Bergsteigens. Bewährung in der Gruppenführung bei psychischen und physischen Belastungen.
Lehrstoff:
Semester
Ausgewählte Kapitel aus der Pädagogik; Tourenführung, Lehrmethoden; Führungsstile; methodische Hilfen allgemeiner und spezieller Art beim Lernen motorischer Fertigkeiten und Verbessern motorischer Eigenschaften.
Semester
Vertiefung der im 1. Semester gelehrten Inhalte; Spezielle Gruppenführung im alpinen Gelände sowie im Bereich Canyoning und Sportklettern; spezielle Hinweise zur Beachtung bei Tourenausschreibungen.
BEWEGUNGSLEHRE UND BIOMECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Grundlage der Bewegungslehre und Biomechanik unter besonderer Berücksichtigung der ganzen Breite des Bergsteigens.
Lehrstoff:
Semester
Physikalische Grundlagen des Bergsteigens (innere und äußere Kräfte, Körperschwerpunkt); Grundlage der Bewegungssteuerung (Koordination); physische Einflüsse auf die Bewegungssteuerung; Bewegungseigenschaften (Rhythmus, Dynamik, Präzision); motorische Entwicklung.
Semester
Erweiterung und Vertiefung der Teilgebiete (Sportklettern, Canyoning, Eisfallklettern).
TRAININGSLEHRE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Grundlagen der Trainingslehre unter besonderer Berücksichtigung des Bergsteigens. Wissen um sportartspezifische Inhalte der Trainingslehre.
Lehrstoff:
Semester
Leistungsbestimmende Merkmale des Bergsteigens und Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Merkmale (Kraft, Ausdauer – Ökonomie, Gelenkigkeit, koordinative Fähigkeiten – Gleichgewicht usw.); Belastungsgrundsätze; Belastungsmethoden; Leistungskontrollen; Grundlagen der Trainingsplanung; praktische Übungseinheiten.
Semester
Erweiterung und Vertiefung der erworbenen Kenntnisse und spezielle Anwendung im Bereich Sportklettern.
ALPINE GEFAHREN UND UNFALLKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Kenntnisse über alpine Gefahren und ihre Bedingungsfaktoren. Erkennen und Verhütung.
Lehrstoff:
Semester
Erkennen, Bewältigen und Vermeiden von Gefahren, die vom Menschen verursacht, die witterungs-, gelände- oder materialbedingt sind; Verhalten in Unfallsituationen und Rechtsfolgen bei Alpinunfällen.
Semester
Lawinengefahr; Strahlungsschäden; Hitze/Kälte; Wächten; Spalten; Ertrinken; Beurteilung des Geländes in Bezug auf Absturzgefahr; Schlechtwetter und Orientierungsprobleme.
WETTERKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Grundkenntnisse der Klimatologie; Wissen um die Zusammenhänge von Wetterabläufen.
Lehrstoff:
Semester
Wetterelemente (Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Wind, Niederschlag); Frontsysteme (Hoch, Tief usw.); Gewitter; Großwetterlagen; typische Alpenwetterlagen; Interpretation der Vorhersagen.
Semester
Wiederholung wichtiger Teilgebiete mit besonderer Berücksichtigung der Ursachen und der Folgen von Wetterlagen auf die Tourenplanung (speziell für das Canyoning).
ORIENTIERUNGS- UND KARTENKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Grundsätze des Kartenlesens und die Funktion von Orientierungsgeräten.
Lehrstoff:
Semester
Die Karte: Maßstab, Inhalt, Übersichtlichkeit, Verwendungszweck; Werdegang der Kartografie; Alpenvereinskarte; Vergleich verschiedener Kartenzwecke; natürliche und künstliche Orientierungshilfen; Funktion der künstlichen Orientierungshilfen; Kartenlesen; Orientierungslauf.
SCHNEE- UND LAWINENKUNDE (THEORIE)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verstehen der physikalischen und meteorologischen Voraussetzungen der Schneedecke zum Entstehen von Lawinen.
Lehrstoff:
Semester
Grundlagenunterricht zum Thema Schnee; Messen von Schneeprofilen; Schneefestigkeitsmessung; Einfluss von Wind und Temperatur; Hangrichtung und –neigung als Lawinenindikator; Methoden zur Erfassung der Lawinensituation.
Semester
Praxisbezogene Lawinenkunde im Rahmen der verschiedenen Touren – Anlegen einer lawinensicheren Spur; Vorbeugemaßnahmen bei Lawinengefahr; Kameradenhilfe; organisierter Sucheinsatz bei Lawinenverschütteten; Abfassung einer Fachbereichsarbeit; Interpretation des Lawinenlageberichtes.
GERÄTEKUNDE UND AUSRÜSTUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Verwendung und Pflege der speziellen Geräte.
Lehrstoff:
Semester
Funktionstüchtigkeit und Belastbarkeitsgrenzen der Ausrüstung; Pflege der Ausrüstung; ausreichende Kenntnisse über die Herstellung und das Material der Ausrüstung; internationale Normen.
Semester
BIWAKKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Bewältigung von Extremsituationen bei einem Zwangsbiwak.
Lehrstoff:
Semester
Auswahl des Biwakplatzes; Bau von funktionstüchtigen Iglus, Schneehöhlen und Schneegräben; Ausstattung des Biwaks; Ermittlung der Funktionstüchtigkeit der verschiedenen Bauarten auf einer Biwaktour.
GLETSCHERKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Gletschertätigkeit.
Lehrstoff:
Semester
Entstehung der Gletscher; Teile der Gletscher; Gletscherarten; die wichtigsten Gletscher der Alpen; historische Vergletscherungen.
ALPINE GEOGRAPHIE UND GEOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verstehen der Grundlagen des geologischen Aufbaus der Alpen und der hochalpinen Landschaften.
Lehrstoff:
Semester
Topografie der Alpen; Entstehung der Alpen; geologischer Aufbau der Ostalpen; geomorphologische Grundbegriffe; Talbildungen.
TIER- UND PFLANZENWELT, NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Bildungs- und Lehraufgabe:
Beitrag des Bergführers zur Erhaltung des alpinen Lebens- und Erholungsraumes.
Lehrstoff:
Semester
Der alpine und hochalpine Lebensraum; Vegetationszonen; Einfluss des Gesteins auf die Pflanzenwelt; Erstellen eines Herbariums.
Semester
Naturschutz; Umweltschutz; einschlägige bundes- und landesgesetzliche Vorschriften.
SKILANGLAUF UND SKIWANDERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um den sportlichen Skilanglauf und das Skiwandern.
Lehrstoff:
Semester
Ausrüstung; Gerätekunde und –pflege; Wachsen; Verschiedene Lauftechniken und Bewegungsarten auf Loipen und im freien Gelände.
LAWINENFACHKURS
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um lawinenbildende Faktoren. Praktische Urteils- und Handlungsfähigkeit in Bezug auf die Lawinengefahr.
Lehrstoff:
Semester
Schnee; Bildung und Umwandlung des Schnees; Aufbau der Schneedecke und Messmethoden; Aufnahme von Schneeprofilen und deren Auswertung; Einfluss von Gelände, Bewuchs und Witterung auf den Schneedeckenaufbau unter besonderer Berücksichtigung der hochwinterlichen Verhältnisse.
Lawinen und Tourengebiet (geomorphologische und klimatische Eigenheiten, Erschließung); Lawinenbildung und Wirkung; Beurteilung der Lawinengefahr; das künstliche Auslösen von Lawinen; Lawinenzonenplan; Orientierung über bauliche Schutzmaßnahmen; touristische Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen; Ursache von Lawinenunfällen; Lawinenunfälle in der Rechtssprechung; organisatorische Lawinenschutzmaßnahmen für Skigebiete, Siedlungen, Verkehrswege uä.; Rettungsmittel; Wetter und Schneedecke; Erste Hilfe bei Lawinenunfällen; praktische Übungen; Aufnahme von Schnee- und Rammprofilen und deren Auswertung; künstliche Auslösung von Lawinen; praktische Anwendung der Vorsichts- und Schutzmaßnahmen (Geländebeurteilung, Routenwahl, lawinengemäßes Verhalten); Suchmethoden – Arbeit auf der Lawine; Kameradenhilfe; planmäßiger Lawineneinsatz.
FELSAUSBILDUNG MIT SPORTKLETTERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verbessern des Eigenkönnens zum Erfassen spezieller methodischer Maßnahmen.
Lehrstoff:
Semester
Anseilarten; Seilknoten; Kletterschulung – Begehen verschiedener Kletterstellen im Auf- und Abstieg; Schulung und Verbesserung des Eigenkönnens; Ausschöpfen sämtlicher Möglichkeiten von Sicherungen und Sicherungsmethoden; Rückzug oder Abstieg mit einem Gast; Abseilarten; Klettertouren verschiedener Schwierigkeitsgrade; Führung und Betreuung eines Gastes im alpinen Gelände – praktischmethodische Übungen.
EISAUSBILDUNG MIT EISFALLKLETTERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Beherrschung der verschiedenen Führungsmaßnahmen im vereisten und kombinierten Gelände. Verbessern des Eigenkönnens.
Lehrstoff:
Semester
Gehen im steilen und harten Schnee mit und ohne Pickel; verschiedene Gehtechniken; Eisklettern mit Seilsicherung; Sicherungsmethoden; Verschiedene Sicherungsmittel und Verankerungen für einen Standplatz; Begehen von Gletschern und Gletscherbrüchen; Eistouren verschiedener Schwierigkeitsgrade; Führung und Betreuung eines Gastes – praktisch-methodische Übungen.
Semester
Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse; spezielle Anwendung in den Bereichen Eisfallklettern und im kombinierten Gelände.
SKIFÜHRERAUSBILDUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verbessern des Eigenkönnens sowie Vertrautmachen mit der Problematik des Skiführens.
Lehrstoff:
Semester
Skitouren mit Gipfelbesteigungen; Befahren von Steilflanken; Begehen und Befahren von Gletschern und Gletscherbrüchen; Begehen von winterlichen Graten, Firn- und Eisflanken im Auf- und Abstieg; Anlegen von idealen Aufstiegsspuren; Fahren in allen Schneearten; Anlegen von Abfahrtsspuren für schwächere Fahrer oder für eine Gruppe; Seilfahren; Führung und Betreuung eines Gastes bzw. einer Gruppe – praktisch-methodische Übungen.
BERGRETTUNGSÜBUNGEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Erlernen und Perfektionieren der behelfsmäßigen Bergrettungsmethoden.
Lehrstoff:
Semester
Semester
Behelfsmäßige Bergrettung; planmäßige Bergrettung; Bau und Gebrauch von behelfsmäßigen Bergrettungsgeräten; Zusammenarbeit mit Rettungsorganisationen (Bergrettung, Lawinenhundestaffel, Flugrettung).
BERGWANDERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Führung von Wandergruppen im alpinen und hochalpinen Gelände.
Lehrstoff:
Semester
Führungsaufgaben im alpinen und hochalpinen Gelände; Beachtung der Gefahrenquellen.
PRAKTISCH-METHODISCHE ÜBUNGEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um Durchführung, Organisation und Inhalte einer allgemeinen körperlichen Vorbereitung auf das Bergsteigen.
Lehrstoff:
Semester
Methoden und Inhalte zur Verbesserung der aeroben Ausdauer, der Kraftausdauer, der Gelenkigkeit, des Gleichgewichts und der Gewandtheit bzw. der koordinativen Fähigkeiten.
Semester
Vertiefung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse; Erstellen von bergspezifischen Trainingsprogrammen (Dehnungsübungen, Krafttraining, koordinative Schulung).
ALPINER SKILAUF
Bildungs- und Lehraufgabe:
Erweiterung des Fachwissens und –könnens.
Semester
Siehe Anlage A.8, Unterrichtsgegenstand Skilauf (Unterrichtspraxis und Eigenkönnen im alpinen Skilauf), mit Setzen von Schwerpunkten.
AKTUELLE FACHGEBIETE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Erweiterung des Fachwissens und -könnens.
Lehrstoff:
und 2. Semester
den jeweiligen Fachgebieten angepasst (z. B. Snowboarden, Canyoning).
Anlage A.8
```
```
SKILEHRER- UND SKIFÜHRERAUSBILDUNG
I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Der Lehrgang zur Ausbildung von Skilehrern und Skiführern hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf den § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, fachlich hochqualifizierte Skilehrer, die mit ihren erzieherischen und fachlichen Aufgaben bestens vertraut sind, auszubilden. Die Ausgebildeten müssen in der Lage sein, nach dem österreichischen Skilehrplan zu unterrichten. Skilehrer und Skiführer im Sinne dieser Verordnung sind nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte Fachlehrer für den erwerbsmäßigen Skiunterricht, die befähigt sind, einen dem österreichischen Skilehrplan entsprechenden Unterricht in allen Altersstufen zu erteilen.
II. STUNDENTAFEL
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand
zuerst das Wochenstundenausmaß bei einem Unterricht während des
gesamten Semesters daneben in Klammer das gesamte Stundenausmaß im
Falle des Einbeziehens von Formen des Fernunterrichtes angegeben.)
```
```
```
Semester 2. Semester
```
(Gesamt- (Gesamt-
Wochen- ausmaß bei Wochen- ausmaß bei
stunden Einbe- stunden Einbe- Summe
ziehung ziehung
des des
Fernunter- Fernunter-
richtes) richtes)
```
```
A. Pflichtgegenstände
I. Theorie
```
Religion ....... 1,0 (5,0) 1 (5,0) 2,0 (10,0)
```
```
Deutsch ........ - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
```
```
Englisch ....... 5,0 (25,0) 5,0 (25,0) 10,0 (50,0)
```
```
Französisch .... 5,0 (25,0) 5,0 (25,0) 10,0 (50,0)
```
```
Politische
```
Bildung und
Organisations-
lehre .......... - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
```
Betriebskunde
```
und
Kaufmännisches
Rechnen ........ - - 4,0 (20,0) 4,0 (20,0)
```
Geschichte der
```
Leibesübungen
(des Sports) ... - - 2,0 (10,0) 2,0 (10,0)
```
Gerätekunde und
```
Sportstättenbau - - 3,0 (15,0) 3,0 (15,0)
```
Funktionelle
```
Anatomie und
Erste Hilfe .... 3,0 (15,0) - - 3,0 (15,0)
```
Gesundheitser-
```
ziehung,
Physiologie und
Lebenskunde .... 3,0 (15,0) - - 3,0 (15,0)
```
Pädagogik,
```
Didaktik und
Methodik ....... 3,0 (15,0) 4,0 (20,0) 7,0 (35,0)
```
Bewegungslehre
```
und Biomechanik 3,0 (15,0) 5,0 (25,0) 8,0 (40,0)
```
Trainingslehre - - 2,0 (10,0) 2,0 (10,0)
```
```
Alpinkunde ..... 2,0 (10,0) - - 2,0 (10,0)
```
```
Schnee- und
```
Lawinenkunde ... 2,0 (10,0) - - 2,0 (10,0)
```
Orientierungs-
```
und Kartenkunde 2,0 (10,0) - - 2,0 (10,0)
```
Topographie der
```
Skigebiete ..... - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
```
Skiseminar ..... 3,0 (15,0) 3,0 (15,0) 6,0 (30,0)
```
```
Alpinseminar ... - - 3,0 (15,0) 3,0 (15,0)
```
```
Nordischer
```
Skilauf und
Skiwandern ..... 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)
```
```
33,0 (165,0) 40,0 (200,0) 73,0 (365,0)
II. Praxis
```
Praktische
```
Übungen ........ 5,0 (25,0) 5,0 (25,0) 10,0 (50,0)
```
Seilkunde und
```
Seilübungen .... 2,0 (10,0) - - 2,0 (10,0)
```
Bergrettungs-
```
übungen ........ 3,0 (15,0) - - 3,0 (15,0)
```
Unterrichtspraxis
```
und Eigenkönnen
im alpinen
Skilauf ........ 18,0 (90,0) 18,0 (90,0) 36,0 (180)
```
Alpinausbildung 10,0 (50,0) - - (10,0) (50,0)
```
```
Nordischer
```
Skilauf ........ 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)
```
```
39,0 (195,0) 23,0 (115,0) 62,0 (310,0)
Summe
Theorie ... 33,0 (165,0) 40,0 (200,0) 73,0 (365,0)
Praxis ... 39,0 (195,0) 23,0 (115,0) 62,0 (310,0)
```
```
72,0 (360,0) 63,0 (315,0) 135,0 (675,0)
```
```
III. Unterrichtspraxis
An Skischulen im Sinne der landesgesetzlichen Regelungen
zwischen dem 1. und 2. Semester sechs Monate, davon können bis
zu vier Monate durch eine entsprechend lange Praxis vor dem
Eintritt in den Ausbildungslehrgang ersetzt werden.
B. Freigegenstände
```
Skibobfahren: (wird in Kursform durchgeführt) in
```
```
Exkursionen: beiden Semestern nach Vereinbarung
```
C. Freifächer
```
Skiführerausbildung I: wird in einem fünftägigen Lehrgang
```
im Anschluß an den
Pflichtalpinkurs der
Skilehrerausbildung durchgeführt
```
Skiführerausbildung II: wird in einem vierzehntägigen
```
Prüfungslehrgang durchgeführt
```
Spezialkurs für
```
Skilanglauf und
Skiwandern: wird in einem siebentägigen
Lehrgang durchgeführt
III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß der Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nimmt. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehen des Fernunterrichtes erreicht werden.
In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen.
Im Unterricht ist in allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, auf die spätere Berufsausübung des Skilehrers bzw. Skiführers Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial, Filmen, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen in den einzelnen Unterrichtsgegenständen ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben und die Schüler sind zu Selbsttätigkeit anzuregen.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)
Katholischer Religionsunterricht
Die Bestimmungen des Lehrplanes in Anlage A.1 sind sinngemäß anzuwenden.
Evangelischer Religionsunterricht
Wie Anlage A.1
Lehrstoff:
Die Bestimmungen des Lehrplanes in Anlage A.1 sind sinngemäß
anzuwenden.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,
AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
Religion
Deutsch
Gewandtheit im mündlichen und schriftlichen Ausdruck im Hinblick auf die beruflichen Erfordernisse. Sicherheit in der Rechtschreibung und Ausdrucksweise. Einführung in die Sportterminologie.
Lehrstoff:
Semester (1 Wochenstunde):
Festigen des mündlichen und schriftlichen Ausdruckes mit Übungen in der Rechtschreibung und Zeichensetzung, Schreibung der wichtigsten Fremdwörter, die im Sport häufig Verwendung finden.
Berichte über vorgeschriebene Themen, Eingaben an Behörden. Referate und Diskussionen.
Englisch
Erwerbung eines Wort- und Phrasenschatzes, der es dem Schüler ermöglicht, sich in der Fremdsprache zu verständigen. Von der Formen- und Satzlehre ist soviel zu bringen, daß der Teilnehmer in der Lage ist, praktische Aufgaben zu bewältigen und für seinen Beruf ausreichende Kenntnisse aufweist.
Lehrstoff:
Semester (5 Wochenstunden):
Schulung in der Aussprache durch Auswahl geeigneter Texte. Planmäßiger Aufbau eines speziellen Wort- und Phrasenschatzes. Einfache sachbezogene Texte (skiing, skating usw.).
Ausbau der notwendigen Grammatik, um dem Schüler eine Wendigkeit im Ausdruck zu vermitteln. Behandeln einfacher Gebiete des täglichen Lebens, die teilweise mit dem Sport im Zusammenhang stehen (meals, clothing, shopping usw.).
Fachausdrücke des Unterrichtes.
Semester (5 Wochenstunden):
Aktualitätsunterricht mit Hilfe von Zeitungsartikeln und Sportberichten. Konversationsübungen unter Verwenden des erarbeiteten Stoffes. Wortschatzübungen. Einfache Diskussionen.
Intensive Beschäftigung mit Sportthemen; Terminologie. Übersetzen von Sporttexten. Übungen im Dialog.
Auseinandersetzen mit der Entwicklung des Sportes im englischen
Sprachgebiet. Diskussionen.
Fachausdrücke des Unterrichtes.
Französisch
Erwerbung eines Wort- und Phrasenschatzes, der es dem Schüler ermöglicht, sich in der Fremdsprache zu verständigen. Von der Formen- und Satzlehre ist so viel zu bringen, daß der Teilnehmer in der Lage ist, praktische Aufgaben zu bewältigen und für seinen Beruf ausreichende Kenntnisse aufweist.
Lehrstoff:
Semester (5 Wochenstunden):
Schulung in der Aussprache durch Auswahl geeigneter Texte. Planmäßiger Aufbau eines speziellen Wort- und Phrasenschatzes. Einfache sachbezogene Texte. Ausbau der notwendigen Grammatik, um dem Schüler eine Wendigkeit im Ausdruck zu vermitteln. Behandeln einfacher Gebiete des täglichen Lebens, die teilweise mit dem Sport im Zusammenhang stehen. Fachausdrücke des Unterrichtes.
Semester (5 Wochenstunden):
Aktualitätsunterricht mit Hilfe von Zeitungsartikeln und Sportberichten. Konversationsübungen und Verwenden des erarbeiteten Stoffes. Wortschatzübungen. Einfache Diskussionen.
Intensive Beschäftigung mit Sportthemen; Terminologie.
Übersetzen von Sporttexten. Übungen im Dialog. Auseinandersetzen mit der Entwicklung des Sports im französischen Sprachgebiet. Diskussionen. Fachausdrücke des Unterrichtes.
Politische Bildung und Organisationslehre
Verständnis für das politische und soziale Leben in der Gegenwart in bezug auf das österreichische Volk und die Republik. Wecken des Willens zu politischer Mitverantwortung, besonders im Hinblick auf den späteren Beruf. Wissen um den Aufbau des österreichischen Sportes.
Lehrstoff:
Semester (1 Wochenstunde):
Verschiedene Staatsformen, Wesen und Aufgaben der Republik mit besonderer Betonung der österreichischen Verhältnisse, Rechte und Pflichten des Staatsbürgers, Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Vereinswesen und Aufbau der einzelnen Sportinstitutionen, Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.
Betriebskunde und kaufmännisches Rechnen
Wissen um die Organisation und Leitung eines Betriebes (Vereines, Heimes, Sportstätte usw.). Verstehen der Vorgänge im Wirtschaftsleben. Erziehen zu wirtschaftlichem Denken. Kenntnisse der einschlägigen Rechtsvorschriften, insbesondere der Rechte und Pflichten der Skilehrer. Vermitteln von mathematischen Kenntnissen, die zum Lösen von Aufgaben der Biomechanik notwendig sind.
Lehrstoff:
Semester (4 Wochenstunden):
Begriff der Betriebsführung, der Güterverwaltung, des An- und Verkaufes, Grundsätze des Vertragswesens, Versicherungsfragen, Rechtsvorschriften für die Berufsausübung (Skischulgesetze der Länder usw.). Einschlägige Ausschnitte aus dem Strafgesetz. Einführung in die Buchführung an Hand einfacher, facheinschlägiger Beispiele. Grundrechnungsarten. Kaufmännisches Rechnen.
Geschichte der Leibesübungen (des Sports)
Verstehen der historischen Grundlagen des Sportes mit besonderen Hinweisen auf Österreich soll zu einem Kritikbewußtsein führen.
Lehrstoff:
Semester (2 Wochenstunden):
Kurzer Überblick über die Entwicklung der Leibesübungen von ihrem Ursprung bis in die heutige Zeit. Darlegen der einzelnen Schwerpunkte und Aufzeigen der hiefür verantwortlichen Hintergründe mit besonderer Berücksichtigung des Skilaufes.
Gerätekunde und Sportstättenbau
Wissen um den modernen Sportstättenbau und die Gerätekunde zur Anwendung im späteren Beruf.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Grundsätze für das Errichten von Sportstätten (Anlegen von Abfahrts- und Slalompisten), Raum- und Funktionsprogramm. Lagebestimmungen für die verschiedenen Sportstätten. Vermittlung des Verständnisses für eine zweckmäßige, dem Können angepaßte Ausrüstung, ihre Pflege und Wartung zur Erhaltung der Funktionstüchtigkeit.
Funktionelle Anatomie und Erste Hilfe
Genaue Kenntnisse des menschlichen Körpers und seiner Funktion, um sportliche Aufgaben anatomisch richtig zu stellen. Vermitteln von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Aufbau des menschlichen Skelettes, des Stütz- und Bewegungsapparates. Funktion der verschiedenen inneren Organe, Gewerbelehre.
Erkennen von Verletzungen und der lebensbedrohlichen Zustände (Unterkühlung, Sonnenstich, Schock usw.) sowie die richtige Versorgung unter Berücksichtigung der Atemspende und Herzmassage. Praktische Durchführung von Maßnahmen in der Ersten Hilfe. Verbandslehre.
Gesundheitserziehung, Physiologie und Lebenskunde
Verstehen der einzelnen physiologischen Vorgänge, die der Skilehrer bzw. Skiführer zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt. Wissen um die Leistungsfähigkeit des Menschen und seiner Gesunderhaltung sowie Körperpflege.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Grundlagen der Sport- und Leistungsphysiologie (Muskelfunktion, Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Ernährung, Ausscheidung, Wärmeregulation usw.). Funktion des Nervensystems und der Sinnesorgane. Spartenspezifische Probleme der Sport- und Leistungsphysiologie. Hygienische Voraussetzung für den Sport- und Trainingsbetrieb. Persönliche Lebensführung und -gestaltung.
Pädagogik, Didaktik und Methodik
Verstehen der grundlegenden Erkenntnisse der Pädagogik sowie der Grundsätze der Didaktik und Methodik des Sportes und Wissen um die Erkenntnisse zur kritischen Wertbestimmung des Sports. Wecken der Verständnisse für die Dynamik einer Gruppe und die Fähigkeit mit Einzelpersonen und mit einer Gruppe zu arbeiten.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Ausgewählte Kapitel aus der Sportpädagogik, spezielle Kapitel aus der Motivationslehre, Gruppendynamik und ihre Auswirkung.
Ziele der Erziehung, Faktoren und Methoden des Unterrichtes, Ziel- und Inhaltsbestimmungen, Unterrichtsanalyse (Lehrer - Schüler, Inhaltsbeziehung, Lehrmethoden, Unterrichtsplanung und -kontrolle). Methodische Hilfen - allgemeiner und spezieller Art. 2. Semester (4 Wochenstunden):
Charakterologie und Typologie, Wege zur Menschenkenntnis und Menschenbehandlung.
Fortsetzen der Unterrichtsanalyse (Lehrmethoden, Unterrichtsplanung, Planung und Verwendung methodischer Hilfen). Vorbereitung und Planung des Trainings, Trainingszielkontrollen.
Bewegungslehre und Biomechanik
Wissen um die Bewegungsabläufe und ihre Beeinflussung. Verstehen der Grundprinzipien der Biomechanik und des motorischen Lernens.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Sportmotorische Prinzipien (Ökonomie, Zweckmäßigkeit, Ästhetik usw.), sportmotorische Grundeigenschaften und sportmotorische Eigenschaften (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.). Bewegungseigenschaften (Grob- und Feinkoordination usw.) und ihre Verbesserung.
Semester (5 Wochenstunden):
Einführung in die Biomechanik sportlicher Bewegungen und Anleitungen sportmotorischer Tests, Bewegungsanalyse (Erstellen und Werten von Bewegungsdiagrammen). Rechnerisches Lösen biomechanischer Aufgaben.
Trainingslehre
Erreichen der Fähigkeit, selbständig einen wirksamen und sachgemäßen Unterricht (Training) vorzubereiten und durchzuführen.
Lehrstoff:
Semester (2 Wochenstunden):
Historischer Überblick, Begriffsbestimmungen, Mittel zur Entwicklung des Trainingszustandes, Trainingsprinzipien, -klassen, -stufen, -glieder, -arten, -methoden, -formen, -mittel, -planung und -kontrolle in allgemeiner und spezieller Art.
Alpinkunde
Wissen um die Grundlagen der Berg- und Gletscherkunde mit besonderer Betonung der subjektiven und objektiven Gefahren und deren Verhütung.
Lehrstoff:
Semester (2 Wochenstunden):
Aufbau der Alpen. Formenlehre von Fels und Eis. Alpine Wetterkunde. Schulung des Erkennens von Gefahren und der daraus resultierenden Verhütungsmaßnahmen.
Schnee- und Lawinenkunde
Verstehen der physikalischen und meteorologischen Voraussetzungen
der Schneedecke zum Entstehen der Lawinen.
Lehrstoff:
Semester (2 Wochenstunden):
Schneebeschaffenheit, Entstehen der Lawinen, Geländebeschaffenheit, Verhaltensmaßnahmen.
Orientierungs- und Kartenkunde
Wissen um die Grundsätze des Kartenlesens und der Funktion von Orientierungsgeräten.
Semester (2 Wochenstunden):
Standort- und Zielbestimmungen. Anlegen von Marschroutenskizzen, Alpenkartentypen, Kartenlesen.
Topographie der Skigebiete
Wissen über die Grundlagen und Auswirkungen des Skilaufs in den österreichischen - und sonstigen Skigebieten in geographischer Sicht.
Lehrstoff:
Semester (1 Wochenstunde):
Das Leitbild des idealen Skiplatzes. Vergleiche des Heimatgebietes zu Gebieten in näherer und weiterer Entfernung. Probleme der Unter- und Überentwicklung u. dgl.
Skiseminar
Erziehung zu einer eigenen Meinungsbildung. Analysieren und Werten von spartenspezifischen Themen als Vorbereitung auf die Berufsausbildung. Wissen über die Skischul-Betriebsordnung.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Besprechung von aktuellen Sportereignissen, Referate und Diskussionen. Grundsätze einer allgemeinen Skischul-Betriebsführung. Pistenregeln.
Semester (3 Wochenstunden):
Spezielle Berufsfragen (Weiterbildung, Berufsmöglichkeiten, Leistungserhebungen, Massenmedien usw.); Grundsätze für den Umgang mit Schülern aller Altersstufen sowie mit Gleichgestellten und Vorgesetzten.
Alpinseminar
Erziehen zur direkten Verbindung mit der erlebten Tagespraxis.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Besprechung der Alpinausrüstung, Probleme der Gruppenabfahrt im alpinen Gelände. Rechtsfragen des alpinen Skilaufs (Tourenprotokoll). Besprechen von Lawinenunfällen, Umweltschutz, Naturschutz.
Besprechen der Tagesarbeit durch den Lehrgangsleiter.
Nordischer Skilauf und Skiwandern
Wissen um das Skiwandern und den sportlichen nordischen Skilauf.
Lehrstoff:
Semester (1 Wochenstunde):
Ausrüstung, Gerätekunde und -pflege, Wachsen. Die Grundschritte, verschiedene Lauftechniken. Anlage und Pflege von Loipen. Organisation von kleinen Wettkämpfen u. dgl.
Praktische Übungen
Verbessern des Eigenkönnens zum Erfassen spezieller methodischer
Maßnahmen.
Lehrstoff:
Semester (5 Wochenstunden):
Sportliche Grundtätigkeiten (Laufen, Werfen, Springen, Stoßen), Hallenspiele im Hinblick auf ihre Verwendung im Training, Sicherung und Festigung des Skifahrkönnens. Formen des modernen Konditionstrainings.
Semester (5 Wochenstunden):
Verbessern des Eigenkönnens in den drei Alpindisziplinen. Formen des speziellen Konditionstrainings. Spiele im Freien im Hinblick auf ihre Verwendung im Training. Wichtigkeit der möglichen Ordnungsformen im Übungsbetrieb.
Seilkunde und Seilübungen
Wissen um den technischen Aufbau der verschiedenen Seilarten. Vor- und Nachteile im praktischen Gebrauch.
Lehrstoff:
Semester (2 Wochenstunden):
Anseilarten in Fels und Eis, Seilsicherung im An- und Abstieg, Seilgebrauch beim Sichern und Rettungseinsatz.
Bergrettungsübungen
Erziehen zu sorgfältiger Arbeit bei der Verwendung planmäßiger und
behelfsmäßiger Bergrettungsgeräte.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden):
Selbst- und Fremdrettung unter Berücksichtigung des Geländes und der Unfallsituation. Bau und Gebrauch von behelfsmäßigen Bergungsgeräten, Biwakbau. Übungen im Auffinden und Bergen von Lawinen-Verschütteten, Flugrettungsübungen.
Unterrichtspraxis und Eigenkönnen im alpinen Skilauf
Die in den Lehrbereichen angesprochenen Lehrinhalte, in der Folge „Österreichischer Skilehrplan'' genannt, sind als jenes praktische Eigenkönnen (spezielles Fertigkeitsniveau) sicherzustellen, das zur personen- und sachgerechten Demonstration spezieller Bewegungsabläufe zum Zweck des visuellen Lernens erforderlich ist (zB Demonstration von wichtigen Bewegungselementen, von fehlerhaften Bewegungsabläufen,
..). In gleicher Weise ist die unterrichtspraktische Erfahrung, einschließlich sprachlicher, organisatorischer und pädagogischer Fähigkeiten zu vermitteln.
Lehrstoff:
```
und 2. Semester (je 18 Wochenstunden)
```
Lehrbereich: Gewöhnen an das Gerät
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen
treffen können, daß Schüler
- Geräte kennen und gebrauchen können; Ski anschnallen, Stöcke
- Geräte kontrollieren können; richtig fassen, ...
- Einschränkungen und Erweiterungen
der gewohnten Fortbewegung durch
die Skiausrüstung erfahren.
- Im Stehen. zB Skiheben links, rechts.
Seitsteigen links, rechts.
Umtreten (Drehpunkt
Skiende, Skischaufel, ...).
Niedersetzen - Aufstehen.
Vorlage - Rücklage.
- Im Gehen und Laufen; zB Gleitschritte mit und
ohne Stockhilfe.
Doppelstockschub.
- Im Aufsteigen. Treppenschritte.
Grätenschritte.
Gelände: eben, leicht
wellig; auch ohne Stöcke
üben; aus den angebotenen
Übungen nach Bedarf und
Fähigkeit der Schüler
auswählen und ähnliche
Übungen selber finden.
Die Übungen können auch
in spielerischer Form
(Staffel, Fangspiele,
...) und an (zB Karussell)
oder mit geeigneten Geräten
(zB Stangen, Bälle, Reifen,
Schnüre) durchgeführt
werden.
Nach Möglichkeit Torstangen
(Richtungsänderungen,
Wendepunkte,
Abgrenzungen, ...)
verwenden.
Lehrbereich: Schußfahren/Gleiten Vorerst nur
Grundstandsicherheit:
Schußfahren nicht
perfektionieren; es wird
später ständig mitgeübt.
Auch schräg über den Hang
(Schrägfahren).
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen zB Fahren in mittlerer,
treffen können, durch welche die aufrechter und tiefer
Schüler unter Erhaltung des Körperstellung.
Gleichgewichtes erfahren: Mit Stockschieben.
- Beschleunigung (Versteilung); Mit wechselweisem Skiheben
- Bremsen (Verflachung); (Skiende; Skispitze; links;
- Reibung; rechts).
- Führungskräfte; Aus der Spur steigen.
- Angstabbau; Mit Umtreten (Bogentreten)
- Geschwindigkeit. im Auslauf.
Spielerisches Üben mit
geeigneten Geräten
(Torstange, Ball, ...).
Weniger begabte Schüler
brauchen vermehrt Übungen
auf dem Anfängerhang: Sanft
geneigter Hang, womöglich
mit ebenem Startplatz und
sanftem Übergang in den
Auslauf. Schußfahren (auch
Schrägfahren) in
abwechslungsreichem Gelände
üben.
Auch Losfahren im Hang;
dabei besonders auf
gesicherten Auslauf achten!
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen Bewegungsbereites
treffen können, daß Schüler mit Verhalten: Sprung-, Knie-
liftähnlichen Einrichtungen und und Hüftgelenke leicht
geeigneten Liften fahren. gebeugt; Ski offen
(hüftbreit) führen;
gleichmäßige Belastung der
Fußsohlen („satter
Sohlenstand'').
Beim Stürzen nicht auf die
Skienden setzen.
Lehrbereich: Pflug
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen
setzen können, welche Schüler
befähigen,
- die Skier (auf den Innenkanten) zB im Stehen Pflugstellung
ins Rutschen zu bringen; einnehmen.
- durch Vergrößerung des Kantwinkels Schuß - Pflug im Auslauf.
und/oder des Pflugwinkels zu Schuß - Pflug im Hang.
bremsen; Pflug im Wechsel; schmal -
- im Pflug beweglich zu bleiben. breit (langsam und rasch).
Pflug - Bogentreten im
Auslauf.
Bremspflug.
Mit Begabten nicht alle
Übungen durchmachen. Ziel
der Übungen ist nur die
Vorbereitung des
Pflugbogens.
Hüftbreite Skistellung beim
Schußfahren erleichtert das
Öffnen zum Pflug.
Durch Streckdrehen der
Beine Skienden
hinausdrehen.
Lehrbereich: Pflugbogen
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen
setzen können, daß die Schüler
- zum ersten Mal in Pflugstellung zB Pflugbogen im Auslauf.
Kurven fahren, indem sie ungleiche Stärkeres Belasten des
Führungskräfte erzeugen (durch Außenskis (zB
stärkeres Aufkanten und Belasten Gewichtsverlagerung,
des Außenskis; durch stärkeres Außenbein strecken,
Belasten des Innenskiendes). Innenskispitze heben,
Skiwechsel) und/oder
stärkeres Kanten des
Außenskis (zB Außenknie
nach innen drücken, Becken
nach innen verlagern).
Pflugbögen im Hang
aneinanderreihen.
Pflugwinkel verringern,
Außenski dosiert kanten -
besseres Steuern.
Pflugbögen auch deutlich
über die Fallinie fahren.
Pflugbögen mit
unterschiedlichen Radien
fahren; allmählich rasch
wechseln.
Kurze Pflugbögen auch mit
höherem Tempo fahren.
Rhythmisch
aneinanderreihen.
- später Pflugbögen so rhythmisch Belasten des Außenskis
aneinanderreihen, daß sie von durch Tiefgehen, um den
einer Kurvenlage in die andere folgenden Pflugbogen
gekippt werden (durch zusätzlichen auszulösen.
Druckaufbau). Fahrtrichtung vorgeben (zB
durch Torstangen,
Skistöcke, Spur, Zuruf,
Markierung, ...);
Liftfahren erlernen.
Geländefahren mit
Pflugbögen.
Lehrbereich: Vom Pflugbogen zum Sorgfältige Wahl des
Schwingen Übungsgeländes: flache bis
mittelsteile Hänge,
ungegliedert. Bei eisiger
Piste und Kunstschnee sind
grundsätzlich flachere
Hänge zu wählen.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen zB Aus dem Schrägfahren
setzen können, jene Schüler, die noch Skienden talwärts drehen:
Pflugbögen als Einzelbögen (Schwung zum Hang) -
aneinanderreihen, über Schwünge mit Schwung bergwärts -
Bergstemme zum Schwingen mit Talstemme Bremsen lernen.
zu bringen. Abschwingen aus dem Pflug
(Pflugschwung).
Auch mit Stockeinsatz.
Schwünge mit Bergstemme:
Mit zunehmendem Tempo; mit
kleinerer Winkelstellung;
mit früherem Beidrehen; mit
kürzeren Radien; über
leichte Buckel.
Torstangen: gleiche; später
ungleiche Abstände.
Schwingen mit beidseitigem
Stemmen (Einpflügen) und
Beidrehen.
Schwung bergwärts (Schwung
zum Hang) Talstemme -
Schwung talwärts.
Schwingen mit Talstemme
(Radien verkürzen). Auch
mit Stockeinsatz.
X-beiniges Ausstemmen (zB
beim Schwingen aus der
Bergstemme).
Tiefwippen und damit
deutliches Belasten (zB
beim Schwingen aus der
Talstemme).
- Verhindern des Wegrutschens des X-beiniger Abstoß.
Talskis beim Abstoß. Tiefwippen und Aufkanten
(Druckfassen; zB beim
Schwingen aus einem
Schlittschuhschritt).
- Verhindern des zögernden und zB Verkürzen des Radius
unsicheren Schwungwechsels. gegen Schwungende mit
Tiefwippen zum Wechsel der
Kurvenlage. Anschließendes
Erheben als Vorbereitung
für das nächste Tiefwippen.
Dem weniger Geschickten
erleichtert dieses Erheben
das Drehen der Skier.
- Verhindern des Abrutschens der zB Dosiertes Abfangen der
Skienden in der Steuerphase. Tiefbewegung und
zunehmender Druckaufbau
über die gesamte
Steuerphase.
Verstärkter Druck auf die
Skienden.
Verstärkte
Vor(Dreh)Seit-Beuge:
„Hüftknick''. Die
Belastungsveränderungen
seitlich und tief/hoch
dominieren;
Belastungsveränderungen
vorwärts/rückwärts sind
immer mit den beiden
kombiniert. Passive
Belastungsveränderungen
treten beim Schwingen
ähnlich wie beim
Buckelpistenfahren auf.
Beim Drehen
- Abbau des Rotierens beim zB Halten auf Zuruf
Schwungauslösen. (Hockey-Stopp).
Rasche Folge zweier
wechselseitiger
Hockey-Stopps.
Fixieren des Rumpfes (zB
Stangen, Schultersperre,
Beckensperre).
Beim Steuern
- Verhindern des unkontrollierten Stärkeres Kanten des
Rutschens nach dem Beidrehen Außenskis und Beidrehen des
(infolge falscher Beckenstellung); Innenskis durch
ausschließliches Drehen des
Innenbeines.
Innenski dosiert
mitbelasten.
- Abbau einer ständigen Rücklage. Kurze Schwünge und bei
jedem Schwungwechsel
springen.
Weiter aus der Fallinie
fahren.
Beim Umkanten
- Fördern der gleichzeitigen Bewußt Radien am
Umkantbewegung. Schwungende verkürzen,
Druckaufbau zum Wechseln
der Kurvenlage. Talbein
rasch beugen und
Skischaufel in die kommende
Schwungrichtung drehen.
Beim Stockeinsatz
- Wählen des richtigen Zeitpunktes; Beim Schwingen ohne Öffnen
der Skier unterstützt der
Stockeinsatz das Umkanten
und Drehen.
Beim Schwingen mit Öffnen
der Skier unterstützt der
Stockeinsatz das Beidrehen.
- Verhindern zu langen Stützens auf Fahren ohne Stöcke.
den Stock. Fahren um Torstangen.
Lehrbereich: Stangenfahren
Der Lehrer soll Maßnahmen setzen Im Hinblick auf die
können, daß Schüler das Fahren auf die Zielrichtung
Stangenabstände abstimmen lernen. Torlauf/Riesentorlauf
und aus Sicherheitsgründen
Torstangen verwenden.
Die erlernten Arten des
Schwingens sollen um
Stangen und durch Tore
gefahren werden.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen Winkelstellung der Skier
setzen können, jene Schüler, die schon verringern.
Pflugbögen so aneinanderreihen können, Für geschickte Schüler:
daß ein Pflugbogen den nächsten ergibt, Schaufel des werdenden
durch wechselweises Beugen und Strecken Innenskis vorschieben, in
der Beine zum Schwingen mit möglichst die kommende
gleichzeitiger Umkantbewegung zu Schwungrichtung drehen.
bringen. Mit Stockeinsatz fahren.
Um Torstangen fahren.
Horizontale und vertikale
Abstände verändern.
Fahrgeschwindigkeit
erhöhen.
Wedeln in offener
Skiführung.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen Druckaufbau fördern durch:
setzen können, Schüler über das Schwung bergwärts - Stoppen
Schwingen mit Talstemme zum Schwingen mit Hilfe der Talstemme.
mit bewußtem Druckaufbau und mit Schwung bergwärts -
möglichst gleichzeitiger Umkantbewegung Talstemme - Hochspringen.
zu bringen. Schwingen mit Talstemme;
bewußter Druckaufbau durch
Abstoppen des Tiefgehens;
Stockeinsatz (Innenfaust in
Fahrtrichtung) zum
Beidrehen des Innenskis.
Schwingen: Skier beidbeinig
drehen - aufkanten und
durch Tiefgehen belasten
(Stockeinsatz).
Schwungradien variieren.
Auch Kurzschwingen.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen In wechselndem Gelände
setzen können, daß Schüler erfahren, fahren. Auch auf steileren
wie die erlernten Bewegungen angewendet Hängen und Buckelpisten
werden können: fahren.
- den Situationen angepaßt; Unterschiedliche
Betriebsformen wählen (zB
hintereinander fahren, im
Rudel fahren, in
Kleingruppen, eigene Spur
suchen).
Unterschiedliche
Schneearten (zB
Übungstiefschnee).
- dem Sicherheitsbedürfnis angepaßt. Fahrgeschwindigkeit,
Schwungradien und
Schwungarten bewußt
wechseln.
(zB Schrägrutschen,
Girlanden ...).
Lehrbereich: Schwingen
(und Kurzschwingen)
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen
setzen können, daß Schülern die
Bewegungselemente bewußter werden:
- Einnehmen von unterschiedlichen Die Bewegungselemente
Skistellungen; finden sich beim Schwingen
(Schwungwechsel) aus der
Stemm-, Parallel- und
Scherstellung der Skier.
Möglichkeiten: oben öffnen,
unten öffnen.
- Druckaufbau. Der Läufer wird beim
Schwingen gegen den/die Ski
gedrückt; es entsteht
Druck. Verstärkt er
zusätzlich diesen Druck,
spricht man von (bewußtem)
Druckaufbau.
zB durch:
Stärkeres Aufkanten des
Skis/der Skier und/oder
Radius gegen Schwungende
verkürzen.
Hochbelasten: Innenski
anheben und/oder Strecken
des Außenbeines; Strecken
beider Beine.
Tiefbelasten: Betontes,
schnelles Beugen, vor allem
der Knie- und Hüftgelenke
(Tiefwippen). Auch
kombiniert mit folgendem
Hochbelasten.
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen
setzen können, daß bei den Schülern
unrichtige Ausführungen verhindert
bzw. abgebaut werden:
Bei Belastungsänderungen
- Kantengriff des Außenskis verbessern; zB Außenski bewußt belasten
und aufkanten.
Einwärtsdrücken des
Außenknies.
- nur auf einem Ski schwingen können; Kurzschwingen auf einem
Ski; auch anderen Ski
abschnallen, ...
- Bögen und Schwünge rückwärts fahren Flachen Hang wählen,
können; Übungen vorsichtig
aufbauen,
zB Rückwärtsfahren im
Pflug.
Pflugbogen rückwärts.
Schwingen rückwärts aus
bergseitiger Stemme.
Parallelschwingen rückwärts
mit betontem Hochentlasten.
- die Skier um 360 Grad drehen können. zB Skiwalzer.
Auch mit Partner.
Lehrbereich: Skilauf (und Bergwelt)
erfahren und erleben
Der künftige Lehrer soll Maßnahmen
setzen können, daß Schüler
- Befriedigung und Freude über Vergleich von
zunehmend gelungene und sichere Videoaufnahmen. Fahren im
Bewegungsabläufe erfahren, den unterschiedlichen Gelände;
aktuellen Könnensstand genießen Fahren in verschiedenen
können; Schneearten; Fahren mit
unterschiedlicher
Geschwindigkeit.
- Geschwindigkeit steigern und Kurze bekannte Strecken mit
beherrschen können; hohem Tempo durchfahren.
Verschiedene Fahrlinien
wählen.
Verwenden von Torstangen:
der Spur des Skilehrers
folgen.
Herausforderung durch
schwierige Situationen
(Steilheit, Enge,
Buckelpiste,
Schlechtschnee, Eis usw.)
mit Hilfe des Lehrers
annehmen lernen.
- Geschwindigkeit und Schwungform dem Für das betreffende Gelände
gewählten Gelände anpassen können; weniger geeignete Schwünge
langsam fahren.
Einer Spur folgen und
Schwünge gezeigt bekommen.
Gelände mit adäquater
Technik bewältigen: zB auf
weiten Hängen eher längere
Schwünge, an engeren
Stellen eher kurzschwingen.
- Leistungsfähigkeit (-grenzen) Situationen einschätzen und
erleben und sich danach verhalten Ausgang von Handlungen
können; bewerten lernen.
Eigenverantwortung und
Verantwortung für andere
mit Hilfe der Lehrer
entwickeln; zB durch:
Geeignetes Tempo auf
überfüllter Piste wählen;
Buckel am Tempolimit und
mit Temporeserve fahren.
Aufteilen in Kleingruppen -
die/der erste führt mit
Aufgabenstellungen.
Im Rudel fahren; einzeln
unter Beobachtung der
anderen Gruppenmitglieder
abfahren; Hinweis auf
Fehlverhalten;
Nachbereitung.
- Wohlbefinden beim Sporttreiben (mit Ausgleich von Spannungen.
anderen) erfahren können; Sensibilität für die
Stimmung und Konstellation
der Gruppe entwickeln.
- Bergwelt erleben können; Hinweisen auf wechselnde
Stimmungen und Wetterlagen;
Hinweisen auf die
Veränderungen des Schnees;
Vergleich der Wetterlage
mit dem Wetterbericht.
Hinweisen auf Ausblick,
Berggipfel; Schönheit auch
im Detail: zB
Lichtreflexion im
Schnee, ...
Aufzeigen von Einflüssen
des (Massen)Skilaufs auf
die Landschaft.
Zum richtigen Verhalten
beim Skilauf abseits der
Piste führen.
- Gefahren erkennen und sich Hinweisen auf
gefahrenbewußt verhalten können. rücksichtsloses,
gefährdendes Verhalten
anderer.
Kritisches Beobachten und
Beurteilen des Verhaltens
von Skiläufern auf einem
Hangabschnitt, auch im
Zusammenhang mit
Pistenleitsystemen,
Markierungen und
Hinweisschildern.
Auf versteckte, nicht
offensichtliche Gefahren
hinweisen; Folgen
aufzeigen; Fehlverhalten
erkennen.
- um Einzelstangen; Mit regelmäßigen, aber
geringen seitlichen
Abständen; mit regelmäßigen
seitlichen Abständen; mit
unregelmäßigen seitlichen
Abständen.
Auf Zeit fahren.
Gegen Partner fahren.
Später auch im gegliederten
Gelände fahren.
- durch Tore. Zuerst durch offene,
regelmäßig gesteckte Tore
fahren, später durch Tore
mit versetzten Außenstangen
fahren.
Fahren durch eine Folge von
offenen und blinden Toren,
in zuerst regelmäßigen,
später variierten
Abständen.
Fahren durch Schrägtore.
Auf Zeit fahren.
Gegen Partner fahren
(einfacher Parallelslalom).
Auch zB durch breitere Tore
mit größeren Abständen
(Riesentorlauf):
Mit regelmäßigen, dann
unregelmäßigen Abständen.
In zuerst ungegliederten,
dann gegliederten Hängen.
Auf längeren Strecken.
Ist ein Faktor schwierig
(Strecke, Schnee oder
steiler Hang), ist ein
geringerer
Schwierigkeitsgrad der
anderen Faktoren zu wählen.
Lehrbereich: Springen
Der Lehrer soll Maßnahmen setzen Sicherheitsorientierter
können, daß Schüler an Unebenheiten Übungsaufbau und gute
(Kanten, Wellen und Schanzen) springen Absicherung des
lernen durch: Übungsgeländes (Auslauf)
sind Voraussetzung.
- Überfahren; Im Schuß.
Mit Anheben eines Beines.
Mit Anhocken der Beine.
- Abspringen; Beidbeinig abspringen.
In der Luft Beine anhocken;
grätschen; spreizen.
In der Hocke springen.
Springen während der
Schrägfahrt.
Zum Sprung mit einem
Schwung anfahren.
Schwung rechtzeitig
beenden.
- Überspringen. Über mehrere Schanzen
hintereinander springen.
Über Buckel, Wellen,
Hindernisse.
Vorspringen.
Lehrbereich: Spielerische Formen
Der Lehrer soll Maßnahmen setzen Das Übungsgut soll immer im
können, daß Schüler je nach Anschluß an das Erlernen
Geschicklichkeit und jeweiligem der entsprechenden
Könnensstand auch Bewegungselemente angeboten
werden.
- andere Geräte zur Fortbewegung auf zB Langlaufski (im alpinen
Schnee benützen können; Gelände), Monoski,
Snowboard, Swingbo, Skibob,
Firngleiter, ...
- auf dem Innenski schwingen können. zB durch: Schrägfahren auf
dem Bergski - Talski heben
(Spitze auf dem Schnee);
dann: Schrägfahren auf dem
Bergski - Talbein seitlich
wegspreizen; dann:
Schrägfahren auf dem
Bergski Standwaage; dann:
Schrägfahren auf dem
Bergski - Talski vor- und
zurückschwingen; dann:
Innenskischwung -
Reuelschwung.
Klammerschwung.
Radien variieren.
Kurzschwingen auf dem
Innenski (Charleston).
Alpinausbildung
Verbessern des Eigenkönnens bedingt durch die spezielle
Berufsanforderung (Alpine Verhältnisse).
Lehrstoff:
Semester (10 Wochenstunden)
Planung und Durchführung von verschiedenen Tourenprogrammen, Geländewahl im Aufstieg und Abfahrt, Schulung der dem Gelände-, Schnee- und Wetterverhältnissen angepaßten Abfahrtstechnik. Zweckmäßige Verwendung der Alpinausrüstung im Gelände.
Nordischer Skilauf
Verwirklichung der in der Theorie erlernten Grundsätze durch
praktische Übungen.
Lehrstoff:
Semester (1 Wochenstunde)
Verbessern des Eigenkönnens, Grundschritte und verschiedene Lauftechniken. Vermittlung des schulgerechten Skiwanderns.
Skibobfahren
Vermitteln von praktischen und theoretischen Kenntnissen des Skibobfahrens.
Lehrstoff:
und 2. Semester (nach Vereinbarung)
Beherrschung des Skibobs. Aufstiegsarten mit und ohne Gerät; Vertrautmachen mit dem Gerät (erste Fahrversuche). Bogen- und Schwungschule.
Exkursionen
Erweiterung des Fachwissens.
Lehrstoff:
und 2. Semester (nach Vereinbarung)
Skiführerausbildung I
Die angehenden Skiführer sollen bei hochwinterlichen Verhältnissen mit den Problemen der Schneekunde und Lawinengefahr besonders praxisbezogen vertraut gemacht werden.
Lehrstoff:
A. Theoretische Lehrfächer:
Wetterkunde.
Geologie und Aufbau der Alpen.
Tourenführung und Lehrtätigkeit des Skiführers.
Fauna und Flora der Gebirgswelt, Naturschutz.
Alpine Geographie.
Alpine Geschichte und Literatur.
B. Praktische Lehrfächer:
Hochalpiner Skilauf. Tourenführung.
Praxis der Schnee- und Lawinenkunde.
Schneekunde:
Fester Niederschlag, Entstehung und Formen, Messungen.
Schneedecke, Aufbau, Schneearten, Eigenschaften, Umwandlungen, Abbau, Messungen an der Schneedecke, Oberflächenformen.
Lawinenbildende Faktoren.
Lawinenkunde:
Lawinengemäßes Verhalten
Suche und Bergung von Verschütteten:
Lawinenwarndienst in den Alpenländern.
Skiführerausbildung II
Einweisung in das Wissen um den Skilauf im Hochgebirge bei
spätwinterlichen Verhältnissen.
Schulung des Skibergsteigens.
Lehrstoff:
A. Theoretische Lehrfächer:
Alpine Gefahren.
Spezielle Schnee- und Lawinenkunde des Spätwinters.
Orientierung in den hochalpinen Regionen.
Erste Hilfe unter hochalpinen Verhältnissen.
Tourenplanung und Tourenführung.
Ausrüstung.
Biwak (Biwaktour).
B. Praktische Lehrfächer:
Hochalpiner Skilauf:
Anlegen von Aufstiegsspuren, Gehen mit und ohne Felle.
Skitechnik nach dem Österreichischen Skilehrplan, jedoch mit besonderer Berücksichtigung des „hochalpinen Skilaufes''. Bremspflug, Stemmbogen, Umsteigschwünge, Schrägfahrt, Seitrutschen, Fahren in allen Schneearten.
Anlegen einer Abfahrtsspur für schwächere Fahrer oder einer Gruppe mit gutem und schlechtem Schnee.
Tourenführung, Skitouren mit Gipfelbesteigungen, Befahren von Steilflanken.
Winterbergsteigen: Begehen von winterlichen Graten (Fels- und Schneegrat).
Bergrettung:
Flugrettung.
Seilfahren in der Seilschaft und am fixen Geländeseil, jedoch wirklichkeitsnahe Anwendung in spaltenreichem Gelände.
Orientierungsmärsche:
Praktische Übungen in Schnee- und Lawinenkunde:
Lehrauftritt:
Biwaktour.
Anlage A.8
```
```
SKILEHRER- UND SKIFÜHRERAUSBILDUNG
I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Der Lehrgang zur Ausbildung von Skilehrern und Skiführern hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den erzieherischen und fachlichen Aufgaben eines Skilehrers vertraut zu machen. Die Ausgebildeten müssen in der Lage sein, nach dem österreichischen Skilehrplan zu unterrichten. Skilehrer und Skiführer im Sinne dieser Verordnung sind nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte Fachlehrer für den erwerbsmäßigen Skiunterricht, die befähigt sind, einen dem österreichischen Skilehrplan entsprechenden Unterricht in allen Altersstufen zu erteilen.
II. STUNDENTAFEL
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand
zuerst das Wochenstundenausmaß bei einem Unterricht während des
gesamten Semesters, daneben in Klammer das gesamte Stundenausmaß im
Falle des Einbeziehens von Formen des Fernunterrichtes angegeben.)
```
```
```
Semester 2. Semester
```
Gesamt- Gesamt-
Wochen- ausmaß Wochen ausmaß
stunden bei Einbe- stunden bei Einbe- Summe
ziehung ziehung
des des
Fernunter- Fernunter-
richtes) richtes)
```
```
A. Pflichtgegenstände
I. Theorie
```
Religion ...... 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
```
```
Deutsch ....... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)
```
```
Englisch ...... 3,0 (15,0) 2,0 (10,0) 5,0 (25,0)
```
```
Zweite lebende
```
Fremdsprache .. 4,0 (20,0) 3,0 (15,0) 7,0 (35,0)
```
Politische
```
Bildung und
Organisations-
lehre ......... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)
```
Betriebskunde
```
und
Kaufmännisches
Rechnen ....... 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)
```
Geschichte der
```
Leibesübungen
(des Sports) .. - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
```
Gerätekunde und
```
Sportstättenbau 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)
```
Erste Hilfe ... 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
```
```
Sportbiologie
```
(Funktionelle
Anatomie,
Physiologie und
Gesundheits-
erziehung) .... 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
```
Pädagogik,
```
Didaktik und
Methodik ...... 2,0 (10,0) 3,0 (15,0) 5,0 (25,0)
```
Bewegungslehre
```
und
Biomechanik ... 2,0 (10,0) 3,0 (15,0) 5,0 (25,0)
```
Trainingslehre 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
```
```
Topographie der
```
Skigebiete .... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
```
Skiseminar .... 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
```
```
Skilauf und
```
Umwelt ........ 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
```
Touristik-
```
seminar........ 1,0 (5,0) 1,5 (7,5) 2,5 (12,5)
```
```
20,5 (102,5) 21,0 (105,0) 41,5 (207,5)
II. Praxis
```
Allgemeine
```
praktisch-
methodische
Übungen ....... 2,0 (10,0) 2,0 (10,0) 4,0 (20,0)
```
Skilauf
```
(Unterrichtspraxis
und Eigenkönnen
im alpinen
Skilauf) ..... 24,0 (120,0) 24,0 (120,0) 48,0 (240,0)
```
Alpinaus-
```
bildung ...... 11,0 (55,0) - - 11,0 (55,0)
```
```
Summe : 57,5 (287,5) 47,0 (235,0) 104,5 (522,5)
```
```
III. Unterrichtspraxis
Zwischen dem 1. und 2. Semester ist an Skischulen im Sinne der landesgesetzlichen Regelungen eine 6monatige Unterrichtspraxis zu absolvieren. Davon können bis zu 4 Monate durch eine entsprechend lange Praxis vor dem Eintritt in den Ausbildungslehrgang ersetzt werden.
B. Freigegenstände
```
Exkursionen in beiden Semestern nach Vereinbarung
```
C. Freifächer
```
Skiführerausbildung I: wird in einem 9tägigen Lehrgang vor der
```
Skiführer II-Ausbildung durchgeführt. Der
positive Abschluß ist Voraussetzung für
den Skiführer II-Lehrgang
Skiführerausbildung II: wird in einem 14tägigen Ausbildungs- und Prüfungslehrgang durchgeführt.
III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nehmen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehen des Fernunterrichtes erreicht werden.
In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen.
Im Unterricht ist in allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, auf die spätere Berufsausübung des Skilehrers bzw. Skiführers Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial wie Filme, Videos, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen in den einzelnen Unterrichtsgegenständen ist hinzuweisen.
Im Teil II, Praxis, sind methodische Hinweise zu geben, und die Schüler sind zu Selbständigkeit anzuregen.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)
Katholischer Religionsunterricht
Der Lehrplan für den Religionsunterricht im Lehrplan zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.
Evangelischer Religionsunterricht
Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)
Lehrstoff:
Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)
Der in Anhang A.1 angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu
raffen.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,
AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER
Religion
Deutsch
Möglichst große Sicherheit im Gebrauch der deutschen Sprache in Wort und Schrift, besonders im Hinblick auf die Bedürfnisse des späteren Berufslebens.
Lehrstoff:
Semester (0,5 Wochenstunden)
Festigen des mündlichen und schriftlichen Ausdruckes; Schreibung der wichtigsten Fremdwörter, die im Sport häufig Verwendung finden.
Berichte über vorgeschriebene Themen, Eingaben an Behörden.
Englisch
Erwerb der englischen Sprache, die es dem Schüler ermöglicht, sich in der Fremdsprache zu verständigen. Von der Formen- und Satzlehre ist so viel zu bringen, daß der Teilnehmer für seinen Beruf ausreichende Sprachkenntnisse erwirbt.
Lehrstoff:
Semester (3 Wochenstunden)
Schulung in der Aussprache durch Auswahl geeigneter Texte. Planmäßiger Aufbau eines speziellen Wortschatzes einschließlich Redewendungen und Phrasenschatzes, einfache sachbezogene Texte. Ausbau der notwendigen Grammatik, um dem Schüler Wendigkeit im Ausdruck zu vermitteln. Behandeln einfacher Gebiete des täglichen Lebens, die mit dem Skisport in Zusammenhang stehen (meals, clothing, shopping usw.), Fachausdrücke des Unterrichtes.
Semester (2 Wochenstunden)
Vertiefung der im ersten Semester behandelten Stoffgebiete durch Konversationsübungen und Erweiterung des Wortschatzes; intensive Beschäftigung mit sportspezifischen Themen.
Zweite lebende Fremdsprache
Erwerb einer zweiten lebenden Fremdsprache. Von der Formen- und Satzlehre ist so viel zu bringen, daß der Teilnehmer für seinen Beruf ausreichende Sprachkenntnisse erwirbt.
Lehrstoff:
Semester (4 Wochenstunden)
Schulung in der Aussprache durch Auswahl geeigneter Texte. Planmäßiger Aufbau eines speziellen Wortschatzes einschließlich Redewendungen und Phrasenschatzes. Einfache sachbezogene Texte. Ausbau der notwendigen Grammatik, um dem Schüler Wendigkeit im Ausdruck zu vermitteln. Behandeln einfacher Gebiete des täglichen Lebens, die mit dem Skisport in Zusammenhang stehen. Fachausdrücke des Unterrichtes.
Semester (3 Wochenstunden)
Vertiefung der im ersten Semester behandelten Stoffgebiete durch Konversationsübungen und Erweiterung des Wortschatzes; intensive Beschäftigung mit sportspezifischen Themen.
Politische Bildung und Organisationslehre
Verständnis für das politische und soziale Leben in der Gegenwart in bezug auf das österreichische Volk und die Republik. Wecken des Willens zu politischer Mitverantwortung, besonders im Hinblick auf den späteren Beruf. Wissen um den Aufbau des österreichischen Sportes.
Lehrstoff:
Semester (0,5 Wochenstunden)
Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Vereinswesen und Aufbau der einzelnen Sportinstitutionen, Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.
Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen
Wissen um die Organisation und Leitung eines Betriebes. Verstehen der Vorgänge im Wirtschaftsleben. Erziehen zu wirtschaftlichem Denken. Kenntnisse der einschlägigen Rechtsvorschriften insbesondere der Rechte und Pflichten der Skilehrer. Vermitteln von mathematischen Kenntnissen die zum Lösen von Aufgaben im wirtschaftlichen Bereich im Rahmen eines Skischulbetriebes erforderlich sind.
Lehrstoff:
Semester (1 Wochenstunde)
Grundsätze des Arbeits- und Sozialrechtes; straf- und zivilrechtliche Folgen; Vertragswesen, Verantwortlichkeit des Skilehrers.
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