Verordnung des Bundesministers für Gesundheit und öffentlicher Dienst und des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten vom 21. November 1989 betreffend die Abgabe und Kennzeichnung bestimmter Arzneimittel im Kleinverkauf (Abgrenzungsverordnung)
Präambel/Promulgationsklausel
Gemäß § 5 und § 59 Abs. 3 des Arzneimittelgesetzes, BGBl. Nr. 185/1983, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 748/1988, wird verordnet:
§ 1. Die in Anlage 1 genannten Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen dürfen, sofern diese gemäß § 1 Abs. 1 des Arzneimittelgesetzes als Arzneimittel einzustufen sind, im Kleinverkauf nur abgegeben werden
in Apotheken,
durch Drogisten (§ 223 der Gewerbeordnung 1973) oder
durch Gewerbetreibende, die zur Ausübung einer die Herstellung von Stoffen und Präparaten gemäß § 220 Abs. 1 Z 1 der Gewerbeordnung 1973 umfassenden Konzession berechtigt sind.
§ 2. Die Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen im Sinne des § 1 müssen
dem Arzneibuch im Sinne des § 1 des Arzneibuchgesetzes, BGBl. Nr. 195/1980, oder, sofern sie darin nicht beschrieben sind,
der Beschreibung gemäß Anlage 2
entsprechen.
§ 3. Sofern es sich bei den in Anlage 1 genannten Arzneimitteln um solche pflanzlicher Herkunft handelt, dürfen diese durch die im § 1 Z 2 und 3 genannten Gewerbetreibenden im Kleinverkauf nur
als Ganzdroge,
in grob geschnittenem Zustand oder
in einem in Anlage 1 beschriebenen Zustand
abgegeben werden.
§ 4. (1) Arzneimittel im Sinne des § 1 dürfen im Kleinverkauf nur abgegeben werden, wenn sie durch folgende Angaben gekennzeichnet sind:
deutsche Bezeichnung gemäß Anlage 1,
Name oder Firma und Sitz der abgebenden Apotheke oder des abgebenden Gewerbetreibenden,
Datum der Abgabe,
abgegebene Menge und
die in Anlage 1 für den jeweiligen Stoff oder die Zubereitung aus Stoffen vorgesehene Kennzeichnung.
Sofern im Abs. 2 nicht anderes bestimmt ist, darf die Kennzeichnung darüber hinaus keine Angaben enthalten, die sich auf die Eigenschaften, die Wirksamkeit und die Anwendungsgebiete des Arzneimittels beziehen.
(2) Der Apotheker ist berechtigt, auf Grund ärztlicher Anordnung oder in begründeten Einzelfällen, die er nach dem Stand der pharmazeutischen Wissenschaft individuell beurteilt hat, Ergänzungen der Kennzeichnung vorzunehmen. Die Ergänzungen sind im jeweiligen Einzelfall in Gegenwart des Verbrauchers individuell handschriftlich auf dem Behältnis anzubringen und mit der Paraphe des kennzeichnenden Apothekers zu versehen. Die Verwendung vorformulierter Texte, wie Aufkleber oder Vordrucke, ist verboten. Es sind Aufzeichnungen über den Inhalt der Ergänzungen zu führen.
(3) Die Abs. 1 und 2 gelten nicht für zugelassene Arzneispezialitäten.
§ 5. Der Betrieb eines Gewerbetreibenden im Sinne des § 1 Z 2 oder 3 muß, sofern dieser Arzneimittel im Kleinverkauf abgibt, technisch und apparativ so ausgestattet sein, daß die gemäß § 5 Abs. 3 des Arzneibuchgesetzes vorgeschriebenen Prüfungen im Betrieb durchgeführt werden können.
§ 6. (1) Die Abgrenzungsverordnung, BGBl. Nr. 156/1987, tritt außer Kraft.
(2) Statt der Kennzeichnung gemäß § 4 darf bis 31. Dezember 1990 auch die Kennzeichnung gemäß der Verordnung BGBl. Nr. 156/1987 verwendet werden.
Anlage 1
| Stoff oder Zubereitung | Kennzeichnung gemäß § 4 Abs. 1 Z 5 |
|---|---|
| Acidum ascorbicum (Askorbinsäure) | Bei allen Formen des Askorbinsäuremangels, wie zB bei starker körperlicher Belastung, während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkältungs- und Infektionskrankheiten. 1 bis 2 Messerspitzen voll täglich in etwas Flüssigkeit gelöst einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Acidum citricum (Zitronensäure) | Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Acidum tartaricum (Weinsäure, Weinsteinsäure) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Aethanolum (Äthylalkohol, Alkohol 96%) | Nicht unverdünnt verwenden. Vorsicht feuergefährlich! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Aethanolum dilutum (Verdünnter Äthylalkohol, Alkohol 70%) | Zur hygienischen Händedesinfektion: Die Hände mit einer ausreichenden Menge der Lösung befeuchten und bis zur Trockenheit reiben. Für Kühlumschläge: Die Lösung mit gleichen Teilen Wasser verdünnt anwenden. Bei Hauteinreibungen mit verdünntem Äthylalkohol können Hautrötungen und leichtes Brennen auftreten. Verdünnter Äthylalkohol ist nicht zur Desinfektion großflächiger, offener Wunden geeignet. Vorsicht feuergefährlich! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Alumen (Alaun) | Zur äußerlichen Anwendung bei übermäßiger Schweißbildung. Für Waschungen 1 bis 2 Teelöffel in 1/4 Liter Wasser lösen. Nicht einnehmen! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Aqua carminativa (Windwasser) | Bei Blähungen mehrmals täglich 1 Teelöffel voll einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Calcium carbonicum praecipitatum (Gefälltes Kalziumkarbonat) | Bei Sodbrennen 1 Teelöffel voll in Wasser aufgeschlämmt einnehmen. Bei länger andauernden Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Carbo adsorbens (Tierkohle) | Bei Durchfall bis zur Normalisierung des Stuhlganges. Bis 3mal täglich 1 Eßlöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Warnhinweis: Darf nicht bei fieberhaftem Durchfall angewendet werden. Tierkohle soll nicht mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da deren Wirksamkeit vermindert werden kann. Sollte die Behandlung nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Carrageen (Irländische Alge) | Schleimlösendes Mittel bei Husten. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cera alba (Weißes Wachs) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cera flava (Gelbes Wachs) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cera Lanae (Wollwachs) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cetaceum (Walrat) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Collodium (Kollodium) | Nur zur äußerlichen Anwendung. Vorsicht feuergefährlich! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cortex Cinnamomi ceylanici (Ceylonzimtrinde) | Bei leichten Magenbeschwerden. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Warnhinweis: Bei Magen- oder Darmgeschwüren und in der Schwangerschaft sind Zimtrindenzubereitungen nicht anzuwenden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cortex Condurango (Kondurangorinde) | Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kaltem Wasser übergießen, nach 1/2 Stunde abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Der Tee kann auch etwas aufgewärmt eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cortex Hamamelidis (Hamamelisrinde) *) | Bei leichten Hautverletzungen sowie bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Bei Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen mehrmals täglich mit der Abkochung spülen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Cortex Quercus (Eichenrinde) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Bei vermehrter Fußschweißsekretion. Als ergänzende Behandlung bei Frostbeulen und Analfissuren. Zur Bereitung von Spül-, Wasch- und Gurgellösungen 2 Eßlöffel voll in 1/2 Liter Wasser 15 Minuten lang kochen, anschließend abgießen. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum mehrmals täglich gurgeln. Als Sitz- oder Fußbad 15 bis 20 Minuten lang 2mal täglich anwenden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Faex medicinalis siccata (Trockenhefe) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Althaeae (Eibischblüte) *1) | Bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie Magen-Darm-Trakt. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Aurantii (Orangenblüte) | Bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Caryophylli (Gewürznelke) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Chamomillae romanae (Blüte der Großen Kamille) | Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leichten krampfartigen Magen-Darm-Störungen, und bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken oder zur Spülung im Mund- und Rachenraum anwenden. Warnhinweis: Der Teeaufguß darf nicht im Bereich des Auges angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Chamomillae vulgaris (Blüte der Kleinen Kamille) | Bei Magen-Darm-Beschwerden sowie bei Reizung der Mund- und Rachenschleimhaut sowie der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Inhalation 1 bis 2 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen. Bei Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Bei Entzündungen der Schleimhaut im Mund- und Rachenbereichmit einem frisch bereiteten Teeaufguß mehrmals täglich spülen und gurgeln. Bei Entzündungen der oberen Atemwege die Dämpfe eines frisch bereiteten Teeaufgusses einatmen. Warnhinweis: Der Teeaufguß darf nicht im Bereich des Auges angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Graminis (Heublumen) *) | Nur zur äußerlichen Anwendung in Form heißer Kompressen. Feuchtheiße Kompressen 1- bis 2mal täglich 1/2 bis 1 Stunde lang auflegen. Bei Wiederholung die behandelten Stellen zwischendurch kalt abwaschen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Malvae (Malvenblüte) | Bei Erkältungskrankheiten und bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Pruni spinosae (Schlehdornblüte) *) | Mildes Abführ- und leicht harntreibendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 gehäufte Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Tee täglich zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Sambuci (Holunderblüte) | Schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders in der zweiten Tageshälfte, 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Tee heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Tiliae (Lindenblüte) | Zur Milderung des Hustenreizes. Schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 5 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders in der zweiten Tageshälfte, 1 bis 2 Tassen frisch bereiteten Tee heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Flos Verbasci (Königskerzenblüte) | Mildes schleimlösendes Mittel bei Erkältungskrankheiten und Husten. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Althaeae (Eibischblatt) | Bei Erkältungskrankheiten, bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie im Magen-Darm-Bereich. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Betulae (Birkenblatt) | Als harntreibendes Mittel zur Erhöhung der Harnmenge zur Vorbeugung von Harnsteinen. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Warnhinweis: Der Tee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) in Folge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Eucalypti (Eukalyptusblatt) *) | Zur Inhalation bei Katarrhen der oberen Atemwege. 2 Teelöffel voll mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergießen, die Dämpfe des noch heißen Teeaufgusses tief einatmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Fragariae (Erdbeerblatt) *) | Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Hamamelidis (Hamamelisblatt) *) | Bei leichten Hautverletzungen, bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich auf die entsprechenden Hautpartien auftragen. Bei Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen mehrmals täglich mit der Abkochung spülen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Juglandis (Nußbaumblatt) *) | Als unterstützendes Mittel bei Hauterkrankungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Malvae (Malvenblatt, Käsepappelblatt) | Bei Erkältungskrankheiten, bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum sowie im Magen-Darm-Bereich. Bei Katarrhen der oberen Luftwege. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich und abends vor dem Schlafengehen 1 Tasse Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Melissae (Melissenblatt) | Bei Einschlafstörungen und nervösen Magen-Darm-Beschwerden sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Menthae piperitae (Pfefferminzblatt) | Bei leichten Magen-, Darm- und Gallebeschwerden. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Menyanthis (Bitterkleeblatt, Fieberkleeblatt) | Zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1/2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich 1 Tasse Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Plantaginis (Spitzwegerichblatt) | Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Luftwege und bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee langsam trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Rubi fruticosi (Brombeerblatt) *) | Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Rubi idaei (Himbeerblatt) *) | Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Salviae (Salbeiblatt) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch, Mund- und Rachenschleimhaut. Zur Unterstützung bei der Behandlung von Magen-Darm-Katarrhen. Zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden für eine Tasse Tee 1/2 Teelöffel voll, zur Behandlung von Entzündungen im Bereich der Mundhöhle 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Bei Entzündungen der Schleimhaut im Mund- und Rachenbereich mehrmals täglich mit einem noch warmen Teeaufguß spülen oder gurgeln. Zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden mehrmals täglich 1 Tasse warmen Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Salbeitee soll nicht über längere Zeit eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Taraxaci (Löwenzahnblatt) *) | Bei Beschwerden im Bereich von Magen und Darm, wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden sowie zur Anregung der Nierentätigkeit. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit Wasser kurz aufkochen und nach 15 Minuten abseihen. Morgens und abends eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Wechselweise kann auch Löwenzahnwurzeltee eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Thymi (Thymianblatt) | Bei Anzeichen von Bronchitis sowie bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Uvae ursi (Bärentraubenblatt) | Zur Unterstützung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. 3- bis 4mal täglich 1 Tasse trinken. Hinweise: Durch reichliche pflanzliche Nahrung soll dafür Sorge getragen werden, daß ein alkalischer Harn gebildet wird. Bärentraubenblättertee soll ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als 2 bis 3 Tage angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Folium Vitis-idaeae (Preiselbeerblatt) | Zur Behandlung leichter Durchfälle. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollten die Durchfälle länger als 3 Tage anhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Anisi (Anis) | Zur Förderung der Schleimlösung bei Katarrhen der Atemwege; bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Förderung der Schleimlösung morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Bei Magen- und Darmbeschwerden mehrmals täglich 1 Eßlöffel voll Tee einnehmen. Säuglinge und Kleinkinder erhalten jeweils 1 Teelöffel voll. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Anisi stellati (Sternanis) | Zur Förderung der Schleimlösung bei Katarrhen der Atemwege sowie bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Zur Förderung der Schleimlösung morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Bei Magen- und Darmstörungen mehrmals täglich 1 Eßlöffel voll Tee einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Capsici (Paprika) auch in gepulvertem Zustand | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Carvi (Kümmel) | Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leichten, krampfartigen Magen-Darm-Störungen, sowie bei Verdauungsbeschwerden bei Säuglingen. Für eine Tasse Tee 1 bis 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Säuglinge und Kleinkinder erhalten 1 Teelöffel voll Teeaufguß, eventuell in der Flasche. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Coriandri (Koriander) | Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leichten, krampfartigen Magen-Darm-Störungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Cynosbati (Hagebuttenfrucht) *) | Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Foeniculi (Fenchel) | Bei Blähungen und krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern, sowie zur Schleimlösung in den Atemwegen. Für eine Tasse Tee 1 bis 3 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann der Tee auch zum Verdünnen von Milch oder Breinahrung verwendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Juniperi (Wacholderbeere) | Bei Verdauungsstörungen, wie Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl. Für eine Tasse Tee 1/2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse Tee trinken. Warnhinweise: Wacholderbeerenzubereitungen dürfen während der Schwangerschaft und bei Entzündungen im Nierenbereich nicht angewendet werden. Bei länger dauernder Anwendung oder bei Überdosierung können Nierenschäden auftreten. Tee aus Wacholderbeeren ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als 1 Woche einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Fructus Myrtilli (Heidelbeere) | Zur Unterstützung der Therapie bei Durchfallerkrankungen. Für eine Tasse Tee 1 Eßlöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich bis zum Abklingen der Durchfälle 1 Tasse frisch bereiteten Tee kalt trinken. Sollte die Behandlung nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Gallerta saponata camphorata (Opoldeldok) | Zur äußerlichen Anwendung als Einreibung. Zur Unterstützung bei der Therapie von Muskel- und Gelenkschmerzen. Mehrmals täglich auf die betroffenen Körperstellen auftragen und einmassieren. Nicht in die Augen, auf Schleimhäute und offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Gelatina alba (Gebleichte Gelatine) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Glandula Lupuli (Hopfendrüse) | Bei Überregbarkeit, Unruhe und Schlafstörungen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen 1/2 Teelöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Glucosum (Glukose, Traubenzucker) | Anwendung als Kräftigungsmittel und bei Erschöpfungszuständen. Mehrmals täglich 1 Teelöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder gut verschließen. |
| Glycerolum (Glyzerin) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Absinthii (Wermutkraut) | Bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung, sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1/2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Warnhinweise: Wermutkrauttee darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. In hohen Dosen eingenommen, können Zubereitungen aus Wermutkraut Vergiftungen mit Erbrechen, starken Durchfällen, Harnverhaltung, Benommenheit und Krämpfen hervorrufen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Agrimoniae (Odermennigkraut) | Bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich mit frisch bereitetem Tee spülen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Artemisiae (Beifußkraut) *) | Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Capilli veneris (Frauenhaarkraut) *) | Als schleimlösendes Mittel bei leichten Erkrankungen der Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Cardui benedicti (Kardobenediktenkraut) | Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Centaurii (Tausendguldenkraut) | Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee ein Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Eine Tasse frisch bereiteten Tee mäßig warm 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Tausendguldenkrauttee darf nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Equiseti (Schachtelhalmkraut) | Zur Erhöhung der Harnmenge bei Katarrhen im Bereich der Niere und Blase. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse einer frisch bereiteten Teeabkochung zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Schachtelhalmkrauttee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Galeopsidis (Hohlzahnkraut) *) | Bei leichten Katarrhen der Atemwege als unterstützendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Herniariae (Bruchkraut) | Als unterstützendes Mittel bei leichten Erkrankungen der Harnwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Majoranae (Majorankraut) *) | Zur Anregung der Magensaftsekretion und bei Blähungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Marrubii (Andornkraut) | Unterstützendes Mittel bei leichten Erkrankungen der Gallenwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Millefolii (Schafgarbenkraut) | Bei leichten krampfartigen Magen-Darm-Galle-Störungen sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Polygoni (Vogelknöterichkraut) | Schwach schleimlösendes Mittel bei leichten Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Serpylli (Feldthymiankraut) *) | Bei Anzeichen von Bronchitis sowie bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Urticae (Brennesselkraut) *) | Zur Erhöhung der Harnmenge, zur Unterstützung bei der Behandlung von Beschwerden beim Wasserlassen. Für eine Tasse Tee 2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 3- bis 4mal täglich eine Tasse eines frisch bereiteten Teeaufgusses trinken. Warnhinweis: Brennesselkrauttee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit getrunken werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Veronicae (Ehrenpreiskraut) *) | Leicht schleimlösendes Mittel bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Herba Violae tricoloris (Stiefmütterchenkraut) | Bei leicht schuppenden Hauterkrankungen, zB Milchschorf bei Kindern. Für Umschläge 3 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Ein Umschlag kann mehrmals täglich mit einem frisch bereiteten Aufguß vorgenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Hydrogenium peroxydatum dilutum (Verdünnte Wasserstoffperoxydlösung) | Zur Reinigung von Wunden, als Munddesinfiziens bei Mundgeruch sowie zum Spülen bei Zahnfleischblutungen und Mundschleimhautentzündungen. Vor der Anwendung auf die zehnfache Menge mit Wasser verdünnen (1 Eßlöffel auf 1 Glas Wasser). Nicht trinken! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. Nicht über 25° C aufbewahren. |
| Lactosum (Milchzucker) | Bei Verstopfung. Für Säuglinge und Kleinkinder 1 bis 3 Teelöffel voll in Breinahrung verrühren. Erwachsene nehmen 2 bis 3 Eßlöffel voll ein. Warnhinweis: Milchzucker ist nicht anzuwenden bei Milchzuckerunverträglichkeit, bei Störungen des Milchzuckerstoffwechsels und bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Lecithinum vegetabile (Pflanzenlecithin) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Lichen islandicus (Isländische Flechte) | Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 10 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Manna (Manna) | Mildes Abführmittel. 2 Eßlöffel voll mit Flüssigkeit einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Myrrha (Myrrhe) | Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Natrium hydrogencarbonicum (Natriumhydrogenkarbonat, Speisesoda) | Bei akuten Fällen von Magenübersäuerung (Sodbrennen) 1 Teelöffel voll in Wasser gelöst einnehmen. Hinweis: Bei Einnahme größerer Mengen wird der Magensaft alkalisch, wodurch vorübergehend die Verdauung aufgehoben wird. Bei länger andauernden Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Amygdalae (Mandelöl) | Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Arachidis (Erdnußöl) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Arachidis hydrogenatum (Gehärtetes Erdnußöl) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Cacao (Kakaobutter, Kakaofett) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Lauri (Lorbeeröl) | Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Lini (Leinöl) | Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Olivae (Olivenöl) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Oleum Sesami (Sesamöl) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Paraffinum liquidum (Flüssiges Paraffin) | Nicht zum Einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Pasta Zinci (Zinkpaste) | Zur Abdeckung und zum Schutz der gesunden Haut bei stark nässenden Hautausschlägen, ferner bei infizierten Wunden und Geschwüren; auch an Übergängen von Haut und Schleimhaut (zB Genitalbereich, Mundbereich). Zinkpaste einmal täglich auf die betroffenen Hautpartien auftragen und mit Verbandmull abdecken. Vor der Anwendung anderer Salben ist die Zinkpaste vollständig zu entfernen. Nicht auf entzündete, nässende Haut und Wunden auftragen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Pericarpium Aurantii amari (Bitterorangenschale) | Unterstützendes Mittel bei Magenbeschwerden, zB durch mangelnde Magensaftbildung, sowie zur Appetitanregung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee kalt oder mäßig warm 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Bitterorangenschalentee darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Althaeae (Eibischwurzel) | Zur Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, der oberen Luftwege, sowie im Magen-Darm-Kanal. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kaltem Wasser übergießen, nach 1/2 Stunde abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Der Tee kann vor dem Trinken leicht erwärmt werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Angelicae (Angelikawurzel) | Bei Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und leichten, krampfartigen Magen-Darm-Störungen sowie bei Magenbeschwerden, wie mangelnde Bildung von Verdauungssäften. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse Tee mäßig warm 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Für die Dauer der Anwendung sollte auf längere Sonnenbäder oder intensive UV-Bestrahlung verzichtet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Cichorii (Wegwartwurzel) *) | Leicht galletreibendes Mittel bei Störungen im Bereich des Gallenabflusses. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Gentianae (Enzianwurzel) | Appetitanregendes Mittel. Für eine Tasse Tee 1/2 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Täglich eine Tasse Tee kalt oder mäßig warm 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Gelegentlich können bei bitterstoffempfindlichen Personen nach Anwendung von Enzianzubereitungen Kopfschmerzen ausgelöst werden. Warnhinweis: Tee aus Enzianwurzel darf nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Graminis (Queckenwurzel) *) | Zur Erhöhung der Harnmenge bei Katarrhen der ableitenden Harnwege. Ferner als Ergänzung bei Behandlung von Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 4 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Bis zu 4mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Levistici (Liebstöckelwurzel) | Bei Verdauungsbeschwerden wie Aufstoßen, Sodbrennen und Völlegefühl. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Tee aus Liebstöckelwurzel darf bei Entzündungen der Niere und der ableitenden Harnwege sowie bei eingeschränkter Nierentätigkeit nicht angewendet werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Ononidis (Hauhechelwurzel) | Zur Erhöhung der Harnmenge bei Nierenbecken- und Blasenkatarrhen, Harngries und zur Vorbeugung von Harnsteinen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. 1- bis 3mal täglich 1 Tasse Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Tee aus Hauhechelwurzel darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit getrunken werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Pimpinellae (Bibernellwurzel) *) | Mildes auswurfförderndes Mittel bei Erkrankungen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Primulae (Primelwurzel) | Zur Förderung der Schleimsekretion und zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1/2 Teelöffel voll mit kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden erhitzen, 5 Minuten lang stehen lassen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, 1 Tasse frisch bereiteten Tee möglichst heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Ratanhiae (Ratanhiawurzel) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Für eine Tasse Zubereitung 1 Teelöffel voll Ratanhiawurzel mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. 2- bis 3mal täglich mit der frisch bereiteten Abkochung spülen oder gurgeln. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Senegae (Senegawurzel) | Zur Förderung der Schleimsekretion und zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. Für eine Tasse Tee 1/2 Teelöffel voll mit kaltem Wasser ansetzen, zum Sieden erhitzen, 5 Minuten lang stehen lassen und anschließend abseihen. Mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, 1 Tasse frisch bereiteten Tee heiß trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Taraxaci (Löwenzahnwurzel) | Bei Beschwerden im Bereich von Magen und Darm, wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsbeschwerden, sowie zur Anregung der Nierentätigkeit. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser kurz aufkochen und nach 15 Minuten abseihen. Morgens und abends 1 Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Wechselweise kann auch Löwenzahnblättertee eingenommen werden. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Tormentillae (Tormentillwurzel) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, bei Prothesendruckstellen sowie bei leichten Durchfällen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit Wasser 15 Minuten lang kochen und anschließend abseihen. Bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum mehrmals täglich mit dem lauwarmen Tee spülen. Bei Durchfallerkrankungen 2- bis 3mal täglich 1 Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Sollte die Behandlung der Durchfälle nach 3 Tagen erfolglos geblieben sein, ist ein Arzt aufzusuchen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Valerianae (Baldrianwurzel) | Bei nervösen Erregungszuständen, bei Einschlafstörungen sowie bei nervös bedingten, krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm-Bereich. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Radix Zingiberis (Ingwerwurzel) | Zur Vorbeugung gegen die Symptome der Reisekrankheit, wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 15 Minuten abseihen. Mehrmals täglich 1 Tasse Tee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Sapo kalinus (Kaliseife) | Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Semen Cydoniae (Quittensame) *) | Nur zur äußerlichen Anwendung in Form reizlindernder Umschläge. 1 Teil Droge mit der zehnfachen Menge Wasser übergießen und nach 10 Minuten anwenden. Umschläge mehrmals täglich erneuern. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Semen Foenugraeci (Bockshornsame) | Äußerlich bei Entzündungserscheinungen der Haut, wie kleine Furunkel und Karbunkel. Zerstoßene Samen mit Wasser zu einem Brei kochen und, auf Leinwand aufgetragen, auf die erkrankte Stelle bringen. Umschläge mehrmals täglich erneuern. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Semen Lini (Leinsame) | Quellstoff-Abführmittel bei Verstopfung. Zur Unterstützung bei der Behandlung von entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen. 1 Eßlöffel voll Leinsamen 2- bis 3mal täglich unzerkleinert oder auch frisch geschrotet mit reichlich Flüssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen. Die Wirkung tritt nach 12 bis 24 Stunden ein. Bei entzündlichen Darmerkrankungen soll Leinsamen nur in vorgequollenem Zustand angewendet werden. Warnhinweis: Bei mißbräuchlicher Anwendung von zu hohen Dosen kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes mit Verlusten von Kalium kommen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Semen Sinapis (Senfsame) | Zur äußerlichen Anwendung bei Erkrankungen der Atemwege. Gepulverte Samen mit lauwarmem Wasser zu einem Teig anrühren und in Leinwand gepackt für 10 Minuten auf die Brust legen. Anschließend mit lauwarmem Wasser die Stelle reinigen. Bei Kindern nicht länger als 3 bis 5 Minuten einwirken lassen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Sirupus Althaeae (Eibischsirup) | Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Sirupus Aurantii amari (Bitterorangensirup) | Zur Appetitanregung. 1/2 Stunde vor dem Essen 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Sirupus Plantaginis (Spitzwegerichsirup) | Zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Sirupus Primulae (Primelsirup) | Zur Förderung der Schleimsekretion und Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Teelöffel voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Sirupus Rubi idaei (Himbeersirup) | Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. |
| Sirupus Senegae (Senegasirup) | Zur Förderung der Schleimsekretion und Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Teelöffel voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Sirupus Thymi (Thymiansirup) | Bei Anzeichen von Bronchitis sowie bei Katarrhen der oberen Atemwege. 3- bis 4mal täglich 1 Eßlöffel (Kinder 1 Teelöffel) voll einnehmen. Für Diabetiker nicht geeignet. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Solutio Aetheris spirituosa (Hoffmannstropfen) | Bei Unpäßlichkeit als anregendes Mittel. Im Bedarfsfall, jedoch nur 1mal täglich, 30 Tropfen einnehmen. Vorsicht feuergefährlich! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Solutio Aluminii acetico-tartarici (Essigsaure-weinsaure Tonerdelösung) | Nur zur äußerlichen Anwendung. Zur Unterstützung bei der Therapie von Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen. Für Umschläge auf die 10- bis 20fache Menge mit Wasser verdünnen. Umschläge mehrmals täglich erneuern. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Solutio Camphorae spirituosa (Alkoholische Kampferlösung) | Nur zur äußerlichen Anwendung. Zur Förderung der Hautdurchblutung; zur Unterstützung bei der Therapie von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen; bei Frostbeulen. Ein- bis mehrmals täglich auf die betroffenen Körperstellen auftragen und bis zur Verdunstung des Alkohols einmassieren. Nicht in die Augen, auf Schleimhäute und offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Solutio Saponis spirituosa (Alkoholische Seifenlösung, Seifengeist) | Nur zur äußerlichen Anwendung. Als unterstützendes Mittel bei Schmerzen rheumatischer oder neuralgischer Art. Mehrmals täglich auf die betroffenen Körperstellen aufbringen und bis zur Verdunstung des Alkohols einmassieren. Nicht in die Augen, auf Schleimhäute und offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Species Althaeae (Eibischtee) | Zur Reizlinderung bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, der oberen Atemwege sowie im Magen-Darm-Kanal. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Species amaricantes (Bittertee) | Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee mäßig warm 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Species carminativae (Windtreibender Tee) | Zur Behandlung von Blähungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Species diureticae (Harntreibender Tee) | Zur Erhöhung der Harnmenge bei Nierenbecken- und Blasenkatarrhen, Harngries und zur Vorbeugung von Harnsteinen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee zwischen den Mahlzeiten trinken. Warnhinweis: Der Tee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Bei chronischen Nierenerkrankungen ist vor der Anwendung der Arzt zu befragen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Species pectorales (Brusttee) | Zur Förderung der Schleimsekretion und Reizlinderung bei Erkrankungen der Atemwege. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Mehrmals täglich, besonders morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafengehen, eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Species sedativae (Nerventee) | Bei nervösen Erregungszuständen und Einschlafstörungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Species urologicae (Blasentee) | Zur Unterstützung bei der Therapie von Blasen- und Nierenbeckenkatarrhen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Warnhinweis: Der Tee darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit angewendet werden. Bei chronischen Nierenerkrankungen ist vor der Anwendung der Arzt zu befragen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Spiritus Anisi compositus (Zusammengesetzter Anisspiritus) | Zur Förderung der Schleimlösung bei Katarrhen der Atemwege. 2- bis 3mal täglich, jedenfalls aber morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen, 15 Tropfen mit etwas heißer Flüssigkeit einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Spiritus aromaticus compositus (Zusammengesetzter aromatischer Spiritus) | Zur Behandlung von Unpäßlichkeit infolge leichter Magen- und Darmbeschwerden. 3- bis 4mal täglich 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas Flüssigkeit verdünnt, zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Spiritus Menthae (Pfefferminzspiritus) | Bei Magen-, Darm- und Gallebeschwerden. 3- bis 4mal täglich 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas Flüssigkeit verdünnt, zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Strobulus Lupuli (Hopfenzapfen) *) | Bei Übererregbarkeit, Unruhe und Schlafstörungen. Für eine Tasse Tee 1 Teelöffel voll mit kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. 2- bis 3mal täglich und vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Absinthii composita (Zusammengesetzte Wermuttinktur) | Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Zusammengesetzte Wermuttinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura amara (Bittere Tinktur) | Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Bittere Tinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura aromatica (Aromatische Tinktur) | Bei Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen und leicht krampfartigen Magen-Darmstörungen. Nach den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Bei mangelnder Bildung von Verdauungssäften 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas Wasser verdünnt, 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Aurantii amari (Bitterorangentinktur) | Appetitanregendes Mittel. 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten 15 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Bitterorangentinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Benzoes (Benzoetinktur) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Zur Mundspülung 10 Tropfen Benzoetinktur mit 1 Glas Wasser verdünnt anwenden. Nicht trinken! Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Chamomillae (Kamillentinktur) | Zur Behandlung leichter Magen-Darmbeschwerden. 3- bis 4mal täglich 15 Tropfen, zweckmäßig mit etwas warmer Flüssigkeit verdünnt, zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Gentianae (Enziantinktur) | Zur Appetitanregung sowie bei Magenbeschwerden, wie zB durch mangelnde Magensaftbildung. 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten bis 30 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge kann mit etwas Wasser verdünnt eingenommen werden. Warnhinweis: Enziantinktur darf bei Magen- und Darmgeschwüren nicht angewendet werden. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Myrrhae (Myrrhentinktur) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Auch zur Anwendung auf Prothesendruckstellen. Die betroffenen Stellen des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut 2- bis 3mal täglich mit der unverdünnten Myrrhentinktur einpinseln. Zur Mundspülung 5 bis 10 Tropfen auf 1 Glas Wasser. Nicht trinken! Bei unverdünnter Anwendung kann vorübergehend ein leichtes Brennen und eine Geschmacksirritation auftreten. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Ratanhiae (Ratanhiatinktur) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut sowie bei Prothesendruckstellen. Die betroffenen Stellen 2- bis 3mal täglich mit der unverdünnten Tinktur einpinseln. Zur Mundspülung 1 Teelöffel auf 1 Glas Wasser verwenden. Bei unverdünnter Anwendung können vorübergehend ein leichtes Brennen und eine Geschmacksirritation auftreten. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Salviae (Salbeitinktur) | Bei Entzündungen von Zahnfleisch, Mund- und Rachenschleimhaut. Zur Mundspülung 1 Teelöffel voll auf 1 Glas Wasser verdünnt anwenden. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Tinctura Valerianae (Baldriantinktur) | Bei Unruhezuständen sowie bei nervös bedingten Einschlafstörungen. 2- bis 3mal täglich bis zu 30 Tropfen einnehmen. Bei Einschlafstörungen 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen 30 Tropfen einnehmen. Die angegebene Menge Baldriantinktur wird zweckmäßig mit 1/2 Glas Wasser verdünnt eingenommen. Kindern kann die halbe Menge verabreicht werden. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Unguentum aromaticum (Aromatische Salbe) | Als Windsalbe für Säuglinge und Kleinkinder. Im Bedarfsfall dünn auf die Bauchhaut auftragen. Nach Entnahme wieder dicht verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Unguentum leniens (Kühlsalbe) | Bei Hautrötung durch zu große Sonneneinstrahlung und bei leichten Verbrennungen. Im Bedarfsfall dünn auf die betroffenen Stellen auftragen. Nicht auf offene Wunden bringen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Unguentum Zinci oxydati (Zinkoxydsalbe) | Decksalbe mit kühlender, austrocknender und schmerzlindernder Wirkung. Bei Wundsein der Haut durch Scheuern oder Feuchtigkeit sowie bei rissiger Haut. Zinkoxydsalbe ein- bis mehrmals täglich auf die betroffenen Hautpartien auftragen und mit Mull abdecken. Vor der Anwendung anderer Salben ist die Zinkoxydsalbe vollständig zu entfernen. Nicht bei Überempfindlichkeit gegenüber Wollwachsalkoholen anwenden! Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
| Vinum Chinae (Chinawein) | Appetitanregendes Mittel. 1 bis 2 Eßlöffel voll 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen. Nach Entnahme wieder gut verschließen. Für Kinder unerreichbar aufbewahren. |
*) Beschreibung gemäß Anlage 2.
Anlage 2
Die nachstehend genannten Drogen dürfen fremde Bestandteile nur in Mengen enthalten, die sich auch bei sorgfältiger Gewinnung der Droge nicht vermeiden lassen. Unter fremden Bestandteilen werden sowohl Teile anderer Pflanzen als auch jene der Stammpflanze selbst verstanden, welche bei der Beschreibung der Droge nicht erwähnt sind. Ferner sind darunter auch Beimengungen, wie Erde, Sand, Schimmelpilze und tierische Verunreinigungen, zu verstehen.
Von Schädlingen befallene Drogen sind von der Verwendung auszuschließen. Die Aufbewahrung der Drogen hat vor Licht geschützt, in gut schließenden Gefäßen zu erfolgen.
Cortex Hamamelidis
Hamamelisrinde
Hamamelisrinde besteht aus der getrockneten Rinde der Stämme und Zweige von Hamamelis virginiana L.
Die Rindenstücke sind rinnenförmig gebogen, seltener röhrig eingerollt oder bandförmig und bis 2 mm dick. Sie sind außen zimtbraun bis rötlich braun, häufig mit dünnem weißlichem oder graubraunem Kork bedeckt und mit quergestreiften Lentizellen versehen. Innen sind die Stücke heller, gelblich oder rötlich braun und längsgestreift. Gelegentlich haften ihnen geringe Reste des weißlich gelben Holzkörpers an. Größere Mengen davon dürfen nicht vorhanden sein. Der Bruch ist splittrig und langfaserig. Der Querschnitt zeigt bei Lupenbetrachtung eine helle Linie zwischen primärer und sekundärer Rinde.
Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch rotbraune, eingebogene Rindenstücke, die auf der Außenseite meist noch hellbraune Korkreste zeigen, auf der helleren Innenseite längsgestreift sind und am Querbruch in der äußeren Hälfte eine helle Zone erkennen lassen.
Flos Althaeae
Eibischblüte
Eibischblüten bestehen aus den gut getrockneten Blüten von Althaea officinalis L.
Die Blüten haben einen Durchmesser von 3 bis 4 cm. Sie bestehen aus einem meist neunspaltigen Außenkelch und einem fünfspaltigen Innenkelch. Die Blumenkrone ist fünfblättrig, regelmäßig gebaut, fleischfarben oder weißlich. Die Blüte besitzt zahlreiche Staubgefäße, die zu einer zehnteiligen Röhre verwachsen sind und den scheibenförmigen Fruchtknoten bedecken. Die Kronblätter sind seidig glänzend, dreieckig bis verkehrt eiförmig.
Flos Graminis
Heublumen
Heublumen bestehen aus den Blütenständen verschiedener Wiesengräser, gelegentlich auch von Kleearten und anderen Wiesengewächsen.
Heublumen werden durch Abrebeln von Wiesenheu gewonnen und durch mehrfaches Sieben einerseits von Staub, andererseits auch weitgehend von Stengeln und Halmen befreit.
Das Aussehen hängt daher von den auf der Wiese zur Zeit der Heumahd wachsenden Pflanzen ab. Den Hauptanteil bilden die gelblichgrünen oder rötlich überlaufenen Spelzen der verschiedenen Wiesengräser und die abgerebelten Blüten verschiedener Trifoliumarten.
Flos Pruni spinosae
Schlehdornblüte
Schlehdornblüten bestehen aus den noch vor Erscheinen der Blätter gesammelten, entfalteten, getrockneten Blüten von Prunus spinosa L.
Die Blüte ist 6 bis 8 mm lang, kurz gestielt und weiß gelblich bis bräunlich gefärbt. Der Blütenbecher ist klein, braun, am oberen Rand mit fünf zirka 2 mm langen, breitlanzettlichen, ganzrandigen Kelchblättern versehen. Die fünf Korollblätter sind gelblich-weiß, oval 4 bis 6 mm lang und kurz genagelt.
Die Blüte hat zahlreiche Staubblätter mit langen Filamenten und eiförmigen Antheren.
Der Fruchtknoten ist einfächrig, in den Grund des Blütenkelches eingesenkt und trägt einen langen Griffel mit kopfförmiger Narbe.
Die Droge enthält gelegentlich auch kleine Laubblattknospen oder bereits entfaltete kleine junge Laubblätter. Diese sind länglich spitz, fein gesägt und schwach behaart.
Die Schnittdroge besteht aus 6 bis 8 mm langen Blüten und vereinzelt abgefallenen gelblich-weißen, ovalen Korollblättern.
Folium Eucalypti
Eucalyptusblatt
Eucalyptusblätter bestehen aus den von älteren Bäumen gesammelten, getrockneten Laubblättern von Eucalyptus globulus Lab.
Die Blätter sind schmal lanzettlich, sichelförmig zugespitzt, zirka 20 cm lang und 5 mm breit. Die Blattspreite ist dick, ledrig und hohl. Die Blattflächen erscheinen durch zahlreiche kleine, bräunliche Korkwarzen dunkel punktiert. Der Blattrand ist mitunter leicht gewellt, knorpelig verdickt und etwas umgebogen. Der Hauptnerv tritt unterseits hervor, die Seitennerven verlaufen in parallel zum Blattrand ziehenden Randnerven.
Im durchscheinenden Licht sind viele Exkretbehälter als drüsige Punktierung sichtbar. Mit der Lupe erkennt man zahlreiche weiße Pünktchen, die den Spaltöffnungen entsprechen.
Die Schnittdroge besteht aus kahlen, sehr dicken, steifen, grauen bis blau-grünen Stückchen, die oberseits mit braunen Warzen versehen sind. Die Nervatur ist wenig sichtbar. Nur vereinzelt sind Stücke mit gelblich-grünem Mittelnerv oder Stücke mit umgebogenem Rand und Randnerv vorhanden.
Folium Fragariae
Erdbeerblatt
Erdbeerblätter bestehen aus den während der Blütezeit gesammelten, getrockneten Laubblättern von Fragaria vesca L. und anderen Fragariaarten.
Die Blätter sind langgestielt, dreizählig. Die Teilblätter sind sitzend, das mittlere ist kurz gestielt. Die Oberseite der Blätter ist hellgrün, die Unterseite graugrün gefärbt und seidig behaart. Der Umriß des Blattes ist eiförmig, ungleichhälftig. Der Blattrand ist scharf und grob gesägt. Die Seitennerven sind fiederförmig angeordnet, fast parallel laufend, und endigen in den Randzähnen.
Die Schnittdroge besteht aus Blattfragmenten mit unterseits seidig glänzender Behaarung, scharf gesägtem Blattrand und parallellaufenden Seitennerven. In der Droge finden sich auch gelblich verfärbte Blüten, weißfilzige Blattknospen und rote Niederblattschuppen sowie vereinzelt auch dicht behaarte grüne bis blauviolette Stengelstückchen.
Folium Hamamelidis
Hamamelisblatt
Hamamelisblätter bestehen aus den getrockneten Laubblättern von Hamamelis viriginiana L.
Die Blätter sind kurz gestielt, eirund bis rhombisch, asymmetrisch, bis 12 cm lang und bis 7 cm breit. Der Blattgrund ist fast herzförmig.
Die Blattspreite ist dünn, kahl und brüchig, oberseits blau- bis dunkelgrün, auf der Unterseite hell- bis braungrün. Der Blattrand ist ungleich gekerbt oder stumpf gesägt.
Die Nervatur ist fiederförmig, mit einem kräftigen Mittelnerv und sechs abzweigenden Seitennerven, die in den stärksten Zähnen des Blattrandes enden. Sie sind durch feine parallellaufende Tertiärnerven verbunden. Herzförmige Blätter mit symmetrischem Blattgrund, doppelt gesägtem Blattrand und einer größeren Anzahl von Seitennerven dürfen nicht vorhanden sein (Blätter von Corylus avellana).
Folium Juglandis
Nußbaumblatt
Nußbaumblätter bestehen aus den getrockneten, von den Spindeln befreiten Fiederblättern von Juglans regia L.
Die Blätter sind 10 bis 20 cm lang, länglich eiförmig, asymmetrisch und kurz zugespitzt. Die Basis ist abgerundet. Das Laubblatt ist unpaarig gefiedert, die Fiederblätter sind kurz gestielt, das Endblatt etwas länger.
Die Blattspreite ist grün, ledrig und ganzrandig. Junge Blätter sind in den Nervenwinkeln behaart, ältere Blätter sind fast kahl. Die Nervatur ist charakteristisch fiedrig mit Seitennerven 1. und 2. Ordnung. Dadurch entsteht eine rechteckige Felderung, dazwischen ist Netznervatur.
Die Schnittdroge besteht aus dunkelgrünen, steifen, brüchigen Fragmenten mit auf der Unterseite deutlich hervorstehender netzartiger, brauner Nervatur. Blattstiele sind kaum vorhanden.
Folium rubi fruticosi
Brombeerblatt
Brombeerblätter bestehen aus den während der Blütezeit gesammelten, getrockneten Laubblättern verschiedener Arten der Gattung Rubus.
Die Blätter sind drei- bis fünzählig mit kurzgestielten Seitenblättchen und langgestieltem Endblättchen. Die Einzelblätter sind eiförmig, bis 7 cm lang.
Die Spreite ist oben dunkel-, unten hellgrün gefärbt und filzig behaart. Der Blattrand ist gesägt. Die Nervatur ist fiedrig, auf der Unterseite sind an Blattstielen und Mittelnerven zahlreiche zurückgebogene Stacheln.
Die Schnittdroge besteht aus weichen Blattfragmenten, die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite hellgrün und dicht behaart, mit feinen Stacheln an Hauptnerven und Stielen.
Folium Rubi idaei
Himbeerblatt
Himbeerblätter bestehen aus den im Frühjahr und Sommer gesammelten, getrockneten Laubblättern von Rubus idaeus L.
Die Blätter sind drei- bis fünzählig, die Teilblättchen sind eiförmig zugespitzt und am Rand ungleich scharf gesägt. Die Oberseite ist schwach, die Unterseite stark filzig behaart. Vom Hauptnerv zweigen fiederförmig Seitennerven bis zu den Randzähnen ab.
Die Schnittdroge besteht aus Blattstückchen mit dunkel- bis braungrüner, schwach behaarter Oberseite und stark filzig behaarter Unterseite. Die Blattstückchen haben einen scharf gesägten Blattrand und haften klumpig zusammen. Weiters sind in der Droge graugrün oder rötlich angelaufene Stiel- und Stengelstückchen enthalten.
Folium Taraxaci
Löwenzahnblatt, Kuhblumenblatt
Löwenzahnblätter bestehen aus den vor der Blütezeit gesammelten, getrockneten Blättern von Taraxacum officinale WIGGERS.
Die verkehrt lanzettlichen Blätter sind schrotförmig gelappt, haben spatenförmige Endlappen und spitze Seitenlappen, die nach dem Blattgrund kleiner werden.
Die glänzende Blattspreite ist in dem breiten, oft violetten Blattstiel verschmälert. Der breite, fleischige Mittelnerv tritt stark hervor. Die Seitennerven sind randläufig. An der Blattunterseite ist über dem Hauptnerv eine schwach zottige Behaarung erkennbar, sonst ist das Blatt fast kahl.
Die Schnittdroge besteht aus dünnen, graugrünen, stark geschrumpften Blattfragmenten mit breiten, runzeligen, teilweise rötlich überlaufenden Nerven, fast kahler Spreite und schwacher Behaarung am Hauptnerv.
Fructus Cynosbati
Hagebuttenfrucht
Hagebuttenfrüchte bestehen aus den reifen, getrockneten Scheinfrüchten von Rosa canina L. und anderen Wildrosen mit roten Früchten.
Die Scheinfrüchte bestehen aus dem fleischig weichen, eiförmigen, glänzend roten Blütenboden, der stark eingefallen, innen krugförmig vertieft und mit Haaren ausgekleidet ist. Die Scheinfrucht ist zirka 2 cm lang, 1,5 cm breit und umschließt ein hartes, einsamiges, gelbbraunes Nüßchen. Die Nüßchen sind 5 mm lang, 3 mm dick, spitz eiförmig und an den seitlichen Berührungsstellen abgeplattet (drei- oder mehrkantig).
Die Schnittdroge besteht aus den auf der Außenseite glatten, auf der Innenseite mit langen, seidig glänzenden Haaren besetzten, schwarz bis hellroten, braunen, stark gerunzelten und leicht eingerollten, fleischigen Stückchen der Fruchtbecher, denen vielfach die eigentlichen Früchte, die hellgelben, kantigen Nüßchen anhaften, die sehr zahlreich einzeln auftreten.
Herba Artemisiae
Beifußkraut
Beifußkraut besteht aus den während der Blütezeit gesammelten, vorsichtig getrockneten Zweigspitzen von Artemisia vulgaris L.
Die halbstengelumfassenden Blätter sind oberseits dunkelgrün und unbehaart, unterseits weißfilzig. Die unteren Stengelblätter sind doppelt fiederspaltig und geöhrt, die mittleren nur einfach fiederspaltig, mit spitzen, lanzettlichen, gesägten oder ganzrandigen, etwas umgeschlagenen Zipfeln, die oberen ungeteilt lanzettförmig.
Die zu endständigen Rispen angeordneten rötlichen Blütenköpfchen sind eilänglich, haben einen halbkugeligen, unbehaarten Blütenboden und einen Hüllkelch, dessen dünnfilzige, lanzettliche Blättchen dachziegelartig angeordnet sind. Die Köpfchen haben weibliche, fast walzenförmige, schief gestutzte Randblüten und zwitterige, röhrenförmige Scheibenblüten.
Die Stengel sind dick, deutlich längsgerillt, rotviolett und markhaltig.
Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch die zahlreichen Blütenköpfchen mit den grauweißen, wollig behaarten Hüllkelchblättern und gelblichen oder auch rötlichen Blüten, durch unterseits weißfilzig behaarte und oberseits dunkel- bis schwarzgrüne, unbehaarte Blattstückchen und durch einzelne dicke, deutlich längsgerillte, rotviolette, markhaltige Stengelstücke.
Herba Capilli veneris
Frauenhaarkraut
Frauenhaarkraut besteht aus den getrockneten Wedeln von Adiantum Capillus veneris L.
Die Wedel sind zwei- bis dreifach gefiedert und im Umriß eiförmig bis länglich. Der glänzend rotbraune bis schwarze Stiel ist kahl, lang, dünn und dreikantig.
Die kurzgestielten Fiederblättchen sind keilförmig und kahl. Der Blattrand ist gezähnt. Unter den nach unten geschlagenen Lappen des vorne tief gekerbten Randes befinden sich die linienförmigen, kurzen Sori. Die Nervatur ist mehrfach gabelig verzweigt.
Die Schnittdroge besteht aus stark geschrumpften, weichen, grünen Fiederblättchen und einzelnen, dunkelbraun glänzenden Stielteilchen.
Herba Galeopsidis
Hohlzahnkraut
Hohlzahnkraut besteht aus den zur Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Teilen von Galeopsis ochroleuca L. (= Galeopsis segetum NECKER).
Der stumpf vierkantige Stengel ist bis 50 cm lang, grün, manchmal purpurn verfärbt und flaumig behaart. Er ist unter den Knoten nicht verdickt und trägt gekreuzt gegenständige, bis 5 cm lange, eiförmige bis lanzettliche, gestielte Blätter, deren Spreite weich behaart, am Grund keilförmig verschmälert und am Rand grob gesägt ist. Haupt- und Seitennerven treten auf der Unterseite deutlich hervor. Die stark geschrumpften Blüten stehen in achselständigen, sechs- bis zehnblütigen Scheinquirlen; sie besitzen einen kurzen stachelspitzigen, drüsig behaarten Kelch und eine blaßgelbe, zweilippige, behaarte Blumenkrone, die drei- bis viermal länger ist als der Kelch; die Unterlippe trägt am Grund einen schwefelgelben Fleck. Die braunen Nüßchen zeigen am Grund einen halsartigen Fortsatz.
Die Schnittdroge besteht aus gelbgrünen, leicht gerunzelten Blattstückchen mit grob gesägtem Blattrand und samtig weicher Behaarung. Haupt- und Seitennerven treten auf der Unterseite stark hervor. Weiters enthalten sind die hellgelben Kelche mit fünf nach außen abstehenden Zähnen, sowie die stark geschrumpften gelben Kronblätter mit dem schwefelgelben Fleck auf der Unterlippe. Nebenbei kommen noch braune, schwarz punktierte Nüßchen und hellgelbe bis blauviolette Stengelteile in der Droge vor.
Herba Majoranae
Majorankraut
Majorankraut besteht aus den während der Blütezeit (Juli bis September) gesammelten und von den Stengeln abgestreiften, getrockneten Blättern und Blüten von Majorana hortensis MOENCH.
Die kurzgestielten Blätter sind bis 4 cm lang und behaart. Sie sind eiförmig bis spatelförmig, drüsig punktiert, stumpf und haben einen glatten Blattrand.
Die Blüten sind bis 4 mm lang und stehen in eiförmigen bis länglichen oder kugelig zottigen Ähren zusammen. Die Deckblättchen sind eiförmig rundlich und fast dachziegelartig angeordnet. Der Kelch ist fünfzählig und tütenförmig, die Krone weißlich oder rötlich und zweilippig.
Die Schnittdroge besteht aus zahlreichen rundlichen bis eiförmigen Deckblättchen, in deren Achseln die nur wenig hervorragenden gelblich verfärbten Blüten liegen. Weiters sind größere Teile der hellgrünen, filzig behaarten, vierseitig prismatischen Blütenstände enthalten, ferner einzelne Blüten mit dem kapuzenförmigen Kelch sowie graufilzig behaarte, drüsig punktierte Blattstückchen.
Herba Serpylli
Feldthymiankraut, Quendelkraut
Feldthymiankraut besteht aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teilen von Thymus serpyllum L. (s.l.).
Die blauvioletten Zweige sind 10 bis 40 cm lang, ihr Durchmesser beträgt 1 bis 2 mm. Sie sind hohl, undeutlich vierkantig und schwach behaart.
Die kaum eingerollten Blätter sind zirka 1 cm lang und kreuzgegenständig angeordnet. Die Blattform ist rundlich bis oval, der Blattrand glatt. Die Blattspreite ist drüsig punktiert, der Blattgrund gewimpert.
Der Kelch ist rotviolett, die Blumenkrone rosa gefärbt, zweilippig, röhrig und im Schlund weiß behaart.
Herba Urticae
Brennesselkraut
Brennesselkraut besteht aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teilen von Urtica dioica L. und Urtica urens L. sowie deren Hybriden.
Der Stengel ist einfach oder ästig, stumpf-vierkantig und stark gefurcht. Er ist mit kurzen Deck- und langen Brennhaaren besetzt, zeigt einen faserigen Querbruch und enthält ein teilweise weiches Mark. Der Stengeldurchmesser beträgt höchstens 3 mm.
Die Blätter sind gegenständig angeordnet und gestielt. Sie werden bis 10 cm lang und 5 cm breit, sind eiförmig bis länglich und lang zugespitzt. Der Blattgrund ist herzförmig oder gerundet, der Blattrand grob gesägt. Die Oberseite der Blätter ist schwarzgrün gefärbt, die Unterseite hellgrün. An der Unterseite tritt auch die Nervatur stark hervor.
Die Blätter tragen große steife Brennhaare und kleine Deckhaare.
Die kleinen, unscheinbaren Blüten sind grün gefärbt, männlich oder weiblich und stehen in langen Rispen in den oberen Blattachseln.
Die ellipsoid-eiförmigen Früchte sind zirka 1 mm lang und von der Seite zusammengedrückt. Sie sind hellbraun, glatt und von vier Blättchen umhüllt.
Die Schnittdroge besteht aus stark geschrumpften, vielfach knäuelig eingerollten Blattstücken mit schwarzgrüner Oberseite und hellgrüner Unterseite. Weiters enthalten sind vierkantige, meist breitgedrückte, grünbraune Stengelstücke und Blütenteile.
Herba Veronicae
Ehrenpreiskraut
Ehrenpreiskraut besteht aus den getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teilen von Veronica officinalis
L.
Die runden, hin- und hergebogenen und oft wurzelnden Stengel tragen eiförmige oder elliptische und in den kurzen Blattstiel verschmälerte Blätter. Der Blattrand ist gesägt. Die Blätter sind gegenständig angeordnet.
Stengel und Blätter sind behaart.
Die kleinen Blüten sind kurz gestielt und blaßblau gefärbt. Sie sind vierzählig mit zwei Staubblättern. In den Blattwinkeln bilden sie reichblütige, langgestielte Trauben.
Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch spröde, graugrüne, matte Blattstücke; ganze, verkehrt eiförmige kleine Blättchen mit rauher Behaarung; Bruchstücke der gedrungenen Blütentrauben mit blauen oder rötlichen, dunkel geaderten Blüten; braungrüne, flache verkehrt herzförmige Fruchtkapseln mit vier schmallanzettlichen Kelchblättern und behaarte, grün bis blauviolette Stengelstücke.
Radix Cichorii
Wegwartwurzel
Wegwartwurzel besteht aus den getrockneten, im Herbst gesammelten Wurzeln von Cichorium intybus L.
Die Wurzel ist spindelförmig oder fast stielrund, ein- oder mehrköpfig. In frischem Zustand ist sie derb fleischig, milchend und außen hellgelb. Getrocknet ist sie stark geschrumpft, hornartig hart, außen hellbraun und längsfurchig.
Im Querschnitt ist die Wurzel radial gestreift.
Radix Graminis
Queckenwurzel
Queckenwurzel besteht aus den getrockneten, vor der Entwicklung der Halme gesammelten Wurzelstöcken von Agropyron repens BEAUVOIR.
Der Wurzelstock ist sehr lang, ästig und zirka 4 mm dick. Die blaß strohgelben Stengelglieder sind 2 bis 5 cm lang, hohl und außen längsgefurcht. Nur an den nicht hohlen, nicht verdickten Knoten sitzen sehr dünne Wurzeln und kurze, zerfranste, häutige Scheiden von Nebenblättern.
Die Schnittdroge ist gekennzeichnet durch strohgelbe, längsfurchige, hohle Stengelglieder und durch die mit sehr dünnen, fadenförmigen Wurzeln und kurzen, gefransten, häutigen bräunlichen Niederblattscheiben besetzten Knotenstückchen der langen, ästigen Wurzelstöcke.
Radix Pimpinellae
Bibernellwurzel
Bibernellwurzel besteht aus den getrockneten Wurzeln von Pimpinella major L. oder Pimpinella saxifraga L.
Der Wurzelstock ist ein- oder mehrköpfig, 0,5 bis 3 cm dick und wenige Zentimeter lang.
Die spindelförmigen Wurzeln sind zirka 20 cm lang und 1,5 cm dick. Sie sind längsrunzelig, nur oben fein geringelt und warzig. Das zahlreich verzweigte Rhizom ist an der Oberseite derb, fein geringelt und grobfaserig, mit Resten der abgeschnittenen hohlen Stengel.
Im Querschnitt ist die breite, stark zerklüftete Rinde, die von geschlängelten, dunklen Linien strahlig gestreift ist, zu erkennen. Ferner ist der meist gelblich gefärbte, schwach strahlige Holzkörper zu sehen.
Die Schnittdroge besteht aus dünnen, dickeren und mit graubraunem Kork bedeckten Stückchen, an denen eventuell Narben von Wurzeln sichtbar sind; ferner finden sich deutlich radial gestreifte Querschnittbruchstücke mit einer zirka 2 mm breiten Rinde und einem dunklen Kambium.
Semen Cydoniae
Quittensamen
Quittensamen bestehen aus den reifen Samen von Cydonia oblonga
MILL.
Die meist zu mehreren miteinander verklebten, keilförmigen oder verkehrt eiförmigen Samen sind durch gegenseitigen Druck abgeplattet und dadurch kantig. Sie sind bis 1 cm lang, hart und rotbraun gefärbt. Eingetrockneter Schleim umgibt sie mit einem weißen Häutchen.
Der Keimling mit den dicken Keimblättern und das schmale Endosperm werden von einer dünnen, zerbrechlichen Samenschale umgeben.
Strobulus Lupuli
Hopfenzapfen
Hopfenzapfen bestehen aus den getrockneten, im September gesammelten, weiblichen Blütenständen von Humulus lupulus L.
Die Blütenstände sollen keine reifen Früchte enthalten.
Die bräunlichen bis gelblichgrünen Hopfenzapfen sind eiförmig, 2 bis 4 cm lang und gestielt. Sie sind aus dachziegelartig angeordneten, häutigen Neben- und schiefeiförmigen Vorblättern zusammengesetzt.
Die Vorblätter sind am Grund einseitig eingerollt und umhüllen die unreifen Fruchtnüßchen, die ihrerseits von der Blütenhülle eingeschlossen sind.
In den Achseln der Nebenblätter stehen zwei weibliche Blüten, die von schiefeiförmigen Vorblättchen umhüllt sind. Am Grund liegen die Hopfendrüsen (Glandula Lupuli).
Dieses Dokument ersetzt nicht die offizielle Publikation im Bundesgesetzblatt. Für eventuelle Ungenauigkeiten bei der Übertragung in dieses Format wird keine Haftung übernommen.
Dieser Text wird zu den eigenen Weiterverwendungsbedingungen von RIS veröffentlicht, nicht unter einer Legalize-Lizenz oder einer Public-Domain-Lizenz.
RIS
CC BY 4.0 (Creative Commons Namensnennung 4.0 International)
Quelle: RIS – Rechtsinformationssystem des Bundes, Bundeskanzleramt der Republik Österreich (https://www.ris.bka.gv.at/). Lizenziert unter CC BY 4.0 (Creative Commons Namensnennung 4.0 International). Aus den Daten können keinerlei Rechtsansprüche abgeleitet werden.