Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft über die Erhebung der Wassergüte in Österreich (Wassergüte-Erhebungsverordnung - WGEV)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1991-07-01
Letzte Aktualisierung 1900-01-01
Status Aufgehoben · 2006-12-21
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 12
Änderungshistorie JSON API

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 3a des Hydrographiegesetzes, BGBl. Nr. 58/1979, in der Fassung der WRG-Novelle 1990, BGBl. Nr. 252, wird verordnet:

I. ABSCHNITT

Erhebung der Grundwassergüte

Begriffsbestimmungen im Sinne dieses Abschnittes

§ 1. (1) Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt, unter gleichem oder größerem Druck steht, als er in der Atmosphäre herrscht, und dessen Bewegung durch die Schwerkraft und Reibungskräfte bestimmt wird. Es umfaßt Poren-, Karst- und Kluftgrundwasser.

(2) Ein Grundwassergebiet ist ein hydrogeologisch oder geographisch abgrenzbares Gebiet mit einem Grundwasservorkommen.

(3) Die Grundwassergüte ist der unter Zuhilfenahme von physikalischen und chemischen Parametern bewertete qualitative Zustand des Grundwassers.

(4) Die Erhebung der Grundwassergüte umfaßt

1.

die Errichtung von Grundwassergütemeßstellennetzen und

2.

die Durchführung von Beobachtungen.

(5) Eine Grundwassergütemeßstelle ist eine örtlich festgelegte Freilegung (Brunnen, Grundwassersonde) oder eng begrenzte Austrittsstelle des Grundwassers (Quelle), die insbesondere überörtlich wirksame Gewässerverunreinigungen erfaßt und für die Entnahme repräsentativer Proben für physikalische und chemische Untersuchungen geeignet ist.

(6) Ein Grundwassergütemeßstellennetz ist eine gewässerkundliche Einrichtung und umfaßt die Gesamtheit der ein Grundwassergebiet flächenhaft repräsentativ beschreibenden und regelmäßig zur Datenerhebung beobachteten Grundwassergütemeßstellen einschließlich der Voraussetzungen zur Datenerfassung und -übertragung.

(7) Das Errichten von Grundwassergütemeßstellennetzen umfaßt

1.

die Erhebung potentiell hiefür geeigneter Grundwasseraufschlüsse,

2.

die Auswahl und Festlegung der für eine flächenhafte Erfassung der Grundwasserqualität repräsentativen Meßstellen einschließlich der Erhebung und Dokumentation der erforderlichen allgemeinen, hydrologischen und hydrogeologischen Grunddaten (Stammdaten),

3.

die Abteufung und den Ausbau entsprechen der Grundwassersonden für den im einzelnen zu begründenden Fall, daß kein geeigneter Grundwasseraufschluß vorhanden ist,

4.

die Schaffung der Voraussetzungen zur Messung der Quellschüttung bei der Probenentnahme bei Quellen für den im einzelnen zu begründenden Fall,

5.

die Schaffung der technischen Voraussetzungen für die Probenentnahme an der Meßstelle, jedoch ohne maschinelle Ausstattung, und

6.

die Anschaffung der erforderlichen elektronischen Datenerfassungs- und -übertragungsgeräte.

(8) Die Beobachtung einer Grundwassergütemeßstelle erfolgt als Erstbeobachtung, Wiederholungsbeobachtung oder Sonderbeobachtung und umfaßt

1.

die Feststellung von Änderungen gegenüber dem in den Stammdaten dokumentierten Zustand (Ortsbefund),

2.

die Messungen vor Ort,

3.

die Probenentnahme samt Wegzeiten,

4.

die Probenkonservierung,

5.

den Probentransport und die Probenlagerung,

6.

die Probenvorbereitung,

7.

die Messung, Analyse und Protokollierung,

8.

die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse und

9.

die zur Kontrolle der Analysengenauigkeit erforderlichen qualitätssichernden Maßnahmen.

(9) Der Beobachtungszyklus dauert sechs Jahre und umfaßt ein Jahr Erst- und fünf Jahre Wiederholungsbeobachtungen.

(10) Die Erstbeobachtung ist jenes umfassende Untersuchungsprogramm, das zu Beginn eines jeden Beobachtungszyklus zur Charakterisierung der Grundwassergüte an jeder Meßstelle durchgeführt wird und das unter Bedachtnahme auf die jeweiligen regionalen Einflußfaktoren zusammenzustellen ist.

(11) Die Wiederholungsbeobachtung ist ein nach Abschluß der Erstbeobachtungen zu wiederholendes Untersuchungsprogramm. Sie wird auf Grund der im Rahmen der Erstbeobachtungen erkannten Grundwassergüte und unter Bedachtnahme auf die jeweils aktuellen Einflußfaktoren erstellt.

(12) Die Sonderbeobachtung ist ein zeitlich begrenztes Untersuchungsvorhaben, das der österreichweiten oder regionalen Klärung spezieller Fragestellungen dient. In im einzelnen zu begründenden Fällen können hiefür die Intervalle zwischen den Beobachtungen verkürzt werden oder die zur Klärung allfälliger Schichtungen im Grundwasser erforderliche Zahl von Proben aus verschiedenen Entnahmetiefen entnommen und der weiteren Behandlung zugeführt werden.

(13) Die Interpretation umfaßt das Inbeziehungsetzen von Meßwerten zu natürlichen Gegebenheiten und zu Einflüssen von Emittenten.

Umfang der Beobachtungen

§ 2. (1) Die Beobachtung der Grundwassergüte hat die in Anlage A.1 festgelegten Parameter zu umfassen, die gegliedert sind in:

1.

Parameterblock 1 (bei Erst- und Wiederholungsbeobachtungen verpflichtend, bei Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter),

2.

Parameterblock 2 (bei Erstbeobachtungen verpflichtend, bei Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter) und

3.

Parameterblock 3 (bei Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter), wobei die in Anlage B.2 genannten Untersuchungsmethoden anzuwenden sind.

(2) Die Erstbeobachtung hat jedenfalls die Parameterblöcke 1 und 2 sowie eine auf Grund der jeweiligen regionalen Einflußfaktoren getroffene Auswahl aus Parameterblock 3 zu beinhalten.

(3) Die Wiederholungsbeobachtung hat jedenfalls den Parameterblock 1 und jene Parameter der Parameterblöcke 2 und 3 zu enthalten, bei denen Abweichungen vom Gebietshintergrund oder sonstige Auffälligkeiten festgestellt worden sind sowie Parameter, deren Überwachung auf Grund der aktuellen Einflußfaktoren im Einzugsbereich der Gütemeßstellen erforderlich erscheint.

(4) Die Sonderbeobachtung enthält die für die Klärung der jeweiligen Fragestellung erforderliche Auswahl an Parametern.

(5) Festlegungen betreffend Parameterumfang der Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen erfolgen durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Er kann hiezu Vorschläge des Landeshauptmannes einholen.

Häufigkeit der Beobachtungen

§ 3. (1) Die Beobachtung der Grundwassergütemeßstellen hat viermal jährlich in Abständen von etwa drei Monaten zu erfolgen.

(2) Die Beobachtung der Grundwassergütemeßstellen bei Quellen hat viermal jährlich angepaßt an den Jahresgang der Quellschüttung und an die regionalen Einflußfaktoren zu erfolgen.

(3) Die Erstbeobachtung hat viermal aufeinanderfolgend zu erfolgen. Danach sind Wiederholungsbeobachtungen vorzunehmen. Die Häufigkeit der Wiederholungsbeobachtungen kann verringert werden, wenn hiedurch die Aussagekraft der Beobachtungen nicht beeinträchtigt wird. Die Wiederholungsbeobachtungen haben fünf Jahre hindurch zu erfolgen.

(4) Nach Beendigung eines Beobachtungszyklus ist mit der Erstbeobachtung ein neuer Beobachtungszyklus zu beginnen.

(5) Die Festlegung der Häufigkeit von Sonderbeobachtungen sowie Änderungen in der Häufigkeit der Wiederholungsbeobachtungen erfolgen durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Er kann hiezu Vorschläge des Landeshauptmannes einholen.

Grundwassergütemeßstellen

§ 4. (1) Die Grundwassergütemeßstellen der Ausbaustufe I sind mit 1. Juli 1991 zu beobachten. Ihre Zahl ist jährlich grundwassergebietsweise so weit zu erhöhen, daß die Grundwassergütemeßstellen der Ausbaustufe II mit 1. Juli 1996 beobachtet werden können.

(2) Repräsentativität, Eignung und Aussagekraft jedes Grundwassergütemeßstellennetzes sind vor Beginn der Beobachtungstätigkeit in hydrologischer (Grundwasserstockwerke, Zuströmverhältnisse, Einfluß von Oberflächengewässern), grundwassergütemäßiger (Grundwasserverunreinigungen, Gebietshintergrund, Einfluß von vermuteten Emittenten) Hinsicht sowie im Hinblick auf den Zustand der Meßstelle und im Hinblick auf die Flächendeckung zu prüfen.

(3) Die Anzahl und der örtliche Bereich der Grundwassergütemeßstellen der Ausbaustufen I und II ergeben sich aus Anlage C.1.

(4) Die genaue örtliche Situierung der Grundwassergütemeßstellen sowie allfällige spätere Netzanpassungen erfolgen durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Er kann hiezu Vorschläge des Landeshauptmannes einholen.

Datenübermittlung und Datenverarbeitung

§ 5. (1) Die Ergebnisse der durchgeführten Erhebungen der Grundwassergüte sind unter Beachtung der Bestimmungen des Datenschutzgesetzes, BGBL. Nr. 565/1978, in der jeweils geltenden Fassung automationsunterstützt zu dokumentieren.

(2) Das Beobachtungsjahr umfaßt die zweite Hälfte des laufenden und die erste Hälfte des folgenden Jahres. Die Daten jedes Halbjahres sind innerhalb von drei Monaten nach dessen Ende dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft nach seinen Vorgaben standardisiert mit automationsunterstützt erstellten Datenträgern zu übermitteln.

(3) Die Daten der Erhebung der Grundwassergüte sind im Wasserwirtschaftskataster automationsunterstützt zu verarbeiten und mit Interpretation versehen zusammenfassend zu veröffentlichen. Den übermittelten Daten beigeschlossene Interpretationen können dabei berücksichtigt werden.

II. ABSCHNITT

Erhebung der Wassergüte in Fließgewässern

Begriffsbestimmungen im Sinne dieses Abschnittes

§ 6. (1) Ein Fließgewässer ist natürlich vorkommendes, in natürlich entstandenen oder künstlich hergestellten Eintiefungen ständig oder zeitweilig mit gleichgerichtetem Gefälle auf der Landoberfläche fließendes Wasser einschließlich des Gewässerbettes (Sohle, Ufer usw.) und der pflanzlichen und tierischen Lebensgemeinschaften.

(2) Der höchste Jahresmitteldurchfluß (HJMQ) ist das höchste Jahresmittel des Durchflusses eines anzugebenden Zeitabschnittes.

(3) Die Wassergüte ist der unter Zuhilfenahme von physikalischen, chemischen, biologischen, bakteriologischen und ökotoxikologischen Parametern bewertete qualitative Zustand von Wasser in Fließgewässern und umfaßt auch die biologische Gewässergüte.

(4) Die Erhebung der Wassergüte der Fließgewässer umfaßt

1.

die Errichtung von Gütemeßstellen sowie von Gütemeßstellenketten und

2.

die Durchführung von Beobachtungen.

(5) Eine Gütemeßstelle an einem Fließgewässer ist eine örtlich festgelegte Stelle, die insbesondere überörtlich wirksame Gewässerverunreinigungen erfaßt und für die repräsentative Beobachtung der Wassergüte geeignet ist.

(6) Eine Gütemeßstellenkette ist eine gewässerkundliche Einrichtung und umfaßt die Gesamtheit der regelmäßig zur Datenerhebung beobachteten Meßstellen an einem Fließgewässer.

(7) Das Errichten von Gütemeßstellen oder Gütemeßstellenketten an Fließgewässern umfaßt

1.

die Auswahl und Festlegung der Meßstellen,

2.

die Erhebung und Dokumentation der erforderlichen allgemeinen, hydrologischen und gewässermorphologischen Grunddaten (Stammdaten) und

3.

in im einzelnen zu begründenden Fällen die Aufstellung eines Lattenpegels an der Meßstelle.

(8) Die Beobachtung einer Gütemeßstelle erfolgt als Erstbeobachtung, Wiederholungsbeobachtung oder Sonderbeobachtung und umfaßt

1.

die Feststellung von Änderungen gegenüber dem dokumentierten Zustand (Ortsbefund),

2.

die Messungen und Untersuchungen vor Ort,

3.

die Probenentnahme samt Wegzeiten,

4.

die Probenkonservierung,

5.

den Probentransport und die Probenlagerung,

6.

die Probenvorbereitung,

7.

die Messung, Analyse und Protokollierung,

8.

die Auswertung und Dokumentation der Ergebnisse und

9.

die zur Kontrolle der Analysengenauigkeit erforderlichen qualitätssichernden Maßnahmen.

(9) Der Beobachtungszyklus dauert sechs Jahre und umfaßt zwei Jahre Erst- und vier Jahre Wiederholungsbeobachtungen.

(10) Die Erstbeobachtung ist jenes umfassende Untersuchungsprogramm, das zu Beginn eines jeden Beobachtungszyklus zur Charakterisierung der Wassergüte an jeder Meßstelle durchgeführt wird und das unter Bedachtnahme auf die jeweiligen regionalen Einflußfaktoren zusammenzustellen ist.

(11) Die Wiederholungsbeobachtung ist ein nach Abschluß der Erstbeobachtung zu wiederholendes Untersuchungsprogramm. Sie wird auf Grund der im Rahmen der Erstbeobachtung erkannten Gewässergüte und unter Bedachtnahme auf die jeweils aktuellen Einflußfaktoren erstellt.

(12) Die Sonderbeobachtung ist ein zeitlich begrenztes Untersuchungsvorhaben, das der österreichweiten, regionalen oder gewässerbezogenen Klärung spezieller Fragestellungen, erforderlichenfalls unter Verkürzung der Intervalle zwischen den Beobachtungen, dient.

(13) Die Interpretation umfaßt das Inbeziehung setzen von Meßwerten zu natürlichen Gegebenheiten und zu Einflüssen von Emittenten.

Umfang der Beobachtungen

§ 7. (1) Die Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern hat die in Anlage A.2 festgelegten physikalischen, chemischen, biologischen, bakteriologischen und ökotoxikologischen Parameter zu umfassen, die gegliedert sind in:

1.

Parameterblock 1 (bei Erst- und Wiederholungsbeobachtungen verpflichtend, bei Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter),

2.

Parameterblock 2 (bei Erstbeobachtungen verpflichtend, bei Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter) und

3.

Parameterblock 3 (bei Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter), wobei die in Anlage B.3 genannten Untersuchungsmethoden anzuwenden sind.

(2) Die Erstbeobachtung hat jedenfalls die Parameterblöcke 1 und 2 sowie eine auf Grund der jeweiligen regionalen Einflußfaktoren getroffene Auswahl aus Parameterblock 3 zu beinhalten.

(3) Bei Wiederholungsbeobachtungen kann der Parameterumfang der Parameterblöcke 2 und 3 eingeschränkt werden, wenn auf Grund der Ergebnisse bisheriger Untersuchungen sowie auf Grund der Kenntnis der Einflußfaktoren auf die Wassergüte im Einzugsgebiet keine Minderung der Aussagekraft der Wassergütedaten zu erwarten ist. Bei auffällig erhöhten Werten in den Sedimenten sind Untersuchungen der fließenden Welle durchzuführen.

(4) Die Sonderbeobachtung enthält die für die Klärung der jeweiligen Fragestellung erforderliche Auswahl an Parametern.

(5) Festlegungen betreffend Parameterumfang der Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen erfolgen durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Er kann hiezu Vorschläge des Landeshauptmannes einholen.

Häufigkeit der Beobachtungen

§ 8. (1) Die Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern hat

1.

an der fließenden Welle in physikalischer, chemischer und bakteriologischer Hinsicht in etwa zweimonatlichen Intervallen,

2.

am Sediment in chemischer Hinsicht einmal jährlich,

3.

in biologischer Hinsicht einmal jährlich und

4.

bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis auf toxische Einflüsse von Schadstoffeinträgen auf die aquatischen Lebewesen oder Lebensgemeinschaften des Fließgewässers fallweise in ökotoxikologischer Hinsicht zu erfolgen.

(2) Die Erstbeobachtung hat während des zweijährigen Beobachtungszeitraumes mit der in Abs. 1 genannten Häufigkeit zu erfolgen. Danach sind Wiederholungsbeobachtungen vorzunehmen. Die Häufigkeit der Wiederholungsbeobachtungen kann verringert werden, wenn hiedurch die Aussagekraft der Beobachtungen nicht beeinträchtigt wird. Die Wiederholungsbeobachtungen haben vier Jahre hindurch zu erfolgen.

(3) Nach Beendigung eines Beobachtungszyklus ist mit der Erstbeobachtung ein neuer Beobachtungszyklus zu beginnen.

(4) Beobachtungen in physikalischer, chemischer, bakteriologischer und ökotoxikologischer Hinsicht haben bei Durchflüssen, die kleiner oder gleich dem für die Gütemeßstelle ermittelten höchsten Jahresmitteldurchfluß (HJMQ) sind, zu erfolgen. Liegen die Durchflüsse zum vorgesehenen Beobachtungstermin darüber, hat eine Beobachtung nur dann stattzufinden, wenn dieser Abfluß bereits über einen längeren Zeitraum, das sind mehr als zehn Tage, andauert.

(5) Die biologischen Beobachtungen sind in der herbstlichen oder spätwinterlichen Niederwasserperiode durchzuführen.

(6) Die Festlegung der Häufigkeit von Sonderbeobachtungen sowie Änderungen in der Häufigkeit der Wiederholungsbeobachtungen erfolgen durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Er kann hiezu Vorschläge des Landeshauptmannes einholen.

Häufigkeit der Beobachtungen

§ 8. (1) Die Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern hat

1.

an der fließenden Welle in physikalischer, chemischer und bakteriologischer Hinsicht in etwa zweimonatlichen Intervallen,

2.

am Sediment in chemischer Hinsicht einmal jährlich,

3.

in biologischer Hinsicht einmal jährlich und

4.

bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis auf toxische Einflüsse von Schadstoffeinträgen auf die aquatischen Lebewesen oder Lebensgemeinschaften des Fließgewässers fallweise in ökotoxikologischer Hinsicht zu erfolgen.

(1a) Die Beobachtung der Wassergüte gemäß Abs. 1 Z 1 hat in Fließgewässern, die in der Anlage A der Fischgewässerverordnung, veröffentlicht im "Amtsblatt zur Wiener Zeitung Nr. 240" am 15. Dezember 2000, als Fischgewässer ausgewiesen sind, in monatlichen Intervallen zu erfolgen, sofern nicht die Häufigkeit der Probennahmen gemäß § 4 Abs. 4 der Fischgewässerverordnung verringert werden kann. Im Falle von wesentlichen Abwärmeeinleitungen ist die Temperatur wöchentlich zu messen, betreffend den Sauerstoffgehalt ist monatlich mindestens eine Probennahme, die repräsentativ für den niedrigen Sauerstoffgehalt am Tag der Probennahme ist, durchzuführen. Wenn jedoch stärkere tägliche Änderungen vermutet werden, sind täglich mindestens zwei Proben zu entnehmen.

(2) Die Erstbeobachtung hat während des zweijährigen Beobachtungszeitraumes mit der in Abs. 1 genannten Häufigkeit zu erfolgen. Danach sind Wiederholungsbeobachtungen vorzunehmen. Die Häufigkeit der Wiederholungsbeobachtungen kann verringert werden, wenn hiedurch die Aussagekraft der Beobachtungen nicht beeinträchtigt wird. Die Wiederholungsbeobachtungen haben vier Jahre hindurch zu erfolgen.

(3) Nach Beendigung eines Beobachtungszyklus ist mit der Erstbeobachtung ein neuer Beobachtungszyklus zu beginnen.

(4) Beobachtungen in physikalischer, chemischer, bakteriologischer und ökotoxikologischer Hinsicht haben bei Durchflüssen, die kleiner oder gleich dem für die Gütemeßstelle ermittelten höchsten Jahresmitteldurchfluß (HJMQ) sind, zu erfolgen. Liegen die Durchflüsse zum vorgesehenen Beobachtungstermin darüber, hat eine Beobachtung nur dann stattzufinden, wenn dieser Abfluß bereits über einen längeren Zeitraum, das sind mehr als zehn Tage, andauert.

(5) Die biologischen Beobachtungen sind in der herbstlichen oder spätwinterlichen Niederwasserperiode durchzuführen.

(6) Die Festlegung der Häufigkeit von Sonderbeobachtungen sowie Änderungen in der Häufigkeit der Wiederholungsbeobachtungen erfolgen durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft. Er kann hiezu Vorschläge des Landeshauptmannes einholen.

Gütemeßstellen an Fließgewässern

§ 9. (1) Die Gütemeßstellen an den Flüssen Donau, Rhein, Inn, Salzach, Traun, Enns, Ybbs, Leitha, March, Mur und Drau sind mit 1. Juli 1991 zu beobachten. Die Meßstellen an den weiteren in Anlage C.2 angeführten Gewässern sind spätestens mit 1. Juli 1993 zu beobachten.

(2) Eignung und Aussagekraft jeder Gütemeßstelle in hydrologischer, hydraulischer und gütemäßiger Hinsicht sind vor Beginn der Beobachtungstätigkeit zu prüfen. Auf eine für die Erfassung insbesondere der überörtlich wirksamen Gewässerverunreinigungen repräsentative Verteilung der Gütemeßstellen in der Meßstellenkette am jeweils beobachteten Gewässerlauf ist zu achten.

(3) Die Anzahl und der örtliche Bereich der Gütemeßstellen ergeben sich aus Anlage C.2.

(4) Die genaue örtliche Situierung der Gütemeßstellen innerhalb der in Anlage C.2 angegebenen Bereiche sowie allfällige spätere Anpassungen der Gütemeßstellenketten sind durch den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft festzulegen. Er kann hiezu Vorschläge des Landeshauptmannes einholen.

Datenübermittlung und Datenverarbeitung

§ 10. (1) Die Ergebnisse der durchgeführten Erhebungen sind unter Beachtung der Bestimmungen des Datenschutzgesetzes, BGBl. Nr. 565/1978, in der jeweils geltenden Fassung automationsunterstützt zu dokumentieren.

(2) Das Beobachtungsjahr umfaßt die zweite Hälfte des laufenden und die erste Hälfte des folgenden Jahres. Die Daten jedes Halbjahres sind innerhalb von drei Monaten nach dessen Ende dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft nach seinen Vorgaben standardisiert mit automationsunterstützt erstellten Datenträgern zu übermitteln.

(3) Die Daten der Erhebung der Wassergüte in Fließgewässern sind im Wasserwirtschaftskataster automationsunterstützt zu verarbeiten und mit Interpretation versehen zusammenfassend zu veröffentlichen. Den übermittelten Daten beigeschlossene Interpretationen können dabei berücksichtigt werden.

III. ABSCHNITT

Inkrafttreten

§ 11. Diese Verordnung tritt mit 1. Juli 1991 in Kraft.

Anlage A

```

```

PARAMETERUMFANG DER BEOBACHTUNGEN

A.1 Parameterumfang für die Beobachtung der Grundwassergüte

1.

Parameterblock 1 (bei Erst- und Wiederholungsbeobachtungen verpflichtend, bei Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

2.

Parameterblock 2 (bei Erstbeobachtungen verpflichtend, bei Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

3.

Parameterblock 3 (bei Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

A.2 Parameterumfang für die Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern

1.

Parameterblock 1 (bei Erst- und Wiederholungsbeobachtungen verpflichtend, bei Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

1.1 Physikalische und chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Durchfluß

Temperatur Wasser

Temperatur Luft

pH-Wert

Farbe

Trübung

Geruch

Abfiltrierbare Stoffe

Elektr. Leitfähigkeit

Gelöster Sauerstoff

Sauerstoffsättigung

Biochemischer Sauerstoffbedarf nach fünf Tagen ohne

Nitrifikationshemmung

TOC, organischer Kohlenstoff, gesamt

DOC, organischer Kohlenstoff, gelöst

Orthophosphat

Gesamtphosphor

Ammonium

Ammoniak Nitrat Nitrit

1.2 Biologische Beobachtungen Ermittlung der biologischen Gewässergüte.

2.

Parameterblock 2 (bei Erstbeobachtungen verpflichtend, bei Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

2.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Gesamthärte

Carbonathärte

Calcium

Magnesium

Kalium

Natrium

Chlorid

Sulfat

AOX

Summe der Kohlenwasserstoffe (aliphatische)

Phenolindex

2.2 Chemische Beobachtungen am Sediment (untersucht an der Kornfraktion 40)

Glühverlust

Metalle:

3.

Parameterblock 3 (bei Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

3.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Metalle (gesamt und gelöst):

3.1 zu erweitern.

3.2 Chemische Beobachtungen am Sediment

POX

EOX

In begründeten Fällen ist der Parameterumfang des Parameterblockes

3.2 zu erweitern.

3.3 Bakteriologische Beobachtungen der fließenden Welle Aerobe und fakultativ anaerobe heterotrophe Keime (saprophytische Keime) bei 22 Grad C

Fäkalcoliforme (thermotolerante Coliforme) bei 44 Grad C

3.4 Ökotoxikologische Parameter

Toxizität gegenüber:

Anlage A

```

```

PARAMETERUMFANG DER BEOBACHTUNGEN

A.1 Parameterumfang für die Beobachtung der Grundwassergüte

1.

Parameterblock 1 (bei Erst- und Wiederholungsbeobachtungen verpflichtend, bei Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

2.

Parameterblock 2 (bei Erstbeobachtungen verpflichtend, bei Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

3.

Parameterblock 3 (bei Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

A.2 Parameterumfang für die Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern

1.

Parameterblock 1 (bei Erst- und Wiederholungsbeobachtungen verpflichtend, bei Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

1.1 Physikalische und chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Durchfluß

Temperatur Wasser

Temperatur Luft

pH-Wert

Farbe

Trübung

Geruch

Abfiltrierbare Stoffe

Elektr. Leitfähigkeit

Gelöster Sauerstoff

Sauerstoffsättigung

Biochemischer Sauerstoffbedarf nach fünf Tagen ohne

Nitrifikationshemmung

TOC, organischer Kohlenstoff, gesamt

DOC, organischer Kohlenstoff, gelöst

Orthophosphat

Gesamtphosphor

Ammonium

Ammoniak Nitrat Nitrit

1.2 Biologische Beobachtungen Ermittlung der biologischen Gewässergüte.

2.

Parameterblock 2 (bei Erstbeobachtungen verpflichtend, bei Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

2.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Gesamthärte

Carbonathärte

Calcium

Magnesium

Kalium

Natrium

Chlorid

Sulfat

AOX

Summe der Kohlenwasserstoffe (aliphatische)

Phenolindex

2.2 Chemische Beobachtungen am Sediment (untersucht an der Kornfraktion 40)

Glühverlust

Metalle:

3.

Parameterblock 3 (bei Erst-, Wiederholungs- und Sonderbeobachtungen fakultativ zu untersuchende Parameter)

3.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Metalle (gesamt und gelöst):

3.1 zu erweitern.

3.2 Chemische Beobachtungen am Sediment

POX

EOX

In begründeten Fällen ist der Parameterumfang des Parameterblockes

3.2 zu erweitern.

3.3 Bakteriologische Beobachtungen der fließenden Welle Aerobe und fakultativ anaerobe heterotrophe Keime (saprophytische Keime) bei 22 Grad C

Fäkalcoliforme (thermotolerante Coliforme) bei 44 Grad C

3.4 Ökotoxikologische Parameter

Toxizität gegenüber:

Anlage B

```

```

ANZUWENDENDE UNTERSUCHUNGSMETHODEN

B.1 Grundsätze

1.

Die Bestimmung der Parameter hat von repräsentativ gewonnenen Proben zu erfolgen. Die Probenentnahme ist dem Stand der Technik entsprechend durchzuführen und zu protokollieren. Für die Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern sind Proben aus voll durchmischten Querschnitten außerhalb von Abwasserfahnen, Totzonen, Rückströmungen usw. sowie deutlich unterhalb der Wasseroberfläche zu ziehen. Die entnommenen Proben sind in entsprechender Weise vorzubehandeln, gegebenenfalls zu stabilisieren und zu konservieren und umgehend ihrer Untersuchung zuzuführen.

2.

Die Parameter sind zumindest ab der für jeden einzelnen Parameter ausgewiesenen „Mindestbestimmungsgrenze'' zuverlässig zu bestimmen. Die Wahl der Untersuchungsmethode und die Analysengenauigkeit ist darauf auszurichten. Bei der Bestimmung der Parameter sind insbesondere die nachfolgend angeführten Untersuchungsmethoden heranzuziehen. Die Verwendung nicht gesondert angeführter Methoden ist nur dann zulässig, wenn sie national oder international als gleichwertig anerkannt sind.

3.

Veränderliche Größen sind unmittelbar vor Ort zu bestimmen oder die Proben sind so aufzubereiten, daß eine Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt ohne Aussageverlust vorgenommen werden kann.

4.

Die zu untersuchenden Parameter sind von der unfiltrierten Gesamtprobe zu bestimmen. Soweit bei der in Anlage A angeführten Auflistung der zu beobachtenden Parameter angegeben oder erforderlich, sind einzelne Parameter von der filtrierten Probe zu bestimmen.

5.

Bei der Analyse von Gewässerinhaltsstoffen, für die derzeit noch keine standardisierten Analysenverfahren existieren, sind alle Analysenschritte jederzeit nachvollziehbar zu dokumentieren.

6.

Die Ausweisung der Analysenergebnisse hat in der gesondert für jeden Parameter in der Anlage festgelegten Maßeinheit zu erfolgen. Desgleichen sind Meß- oder Analysenwerte zumindest ab der für jeden Parameter festgelegten „Mindestbestimmungsgrenze'' auszuweisen.

7.

Folgende Normen und Regelwerke sind sinngemäß anzuwenden:

Hydrologie - Hydrographische ÖNORM B 2400, 02.86

Fachausdrücke und Zeichen

Wasseruntersuchung - Übersicht ÖNORM M 6245, 11.88

über Wasseranalysenverfahren

Wasseruntersuchung - Konservie- ÖNORM M 6259, 03.83

rung und Behandlung von

Wasserproben

Probenahme aus Fließgewässern DIN 38402 - Teil 15, 07.86

Probenahme aus Grundwasser- DIN 38402 - Teil 13, 12.85

leitern

Für neu zu errichtende Grundwassergütemeßstellen:

Bau und Betrieb von Grundwasser- DVGW Regelwerk W 121/1988

beschaffenheitsmeßstellen

B.2 Beobachtung der Grundwassergüte

```

1.

Parameterblock 1

```

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Abstichmaß cm - -

Förderstrom/Schüttung l/s - -

Farbe - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Trübung - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Geruch - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Wassertemperatur Grad C - -

pH-Wert - - DIN 38404 - Teil 5,01.84

Elektrische Leit-

fähigkeit bei myS/cm - ÖNORM M 6241,09.88

25 Grad C DIN 38404 - Teil 8,09.85

Sauerstoff gelöst mg/l 0,2 ÖNORM M 6266 elektrochemisch,

09.84

DIN 38408 - Teil 22 O2-El., 11.86

ÖNORM M 6267 jodometrisch,

09.84

DIN 38408 - Teil 21 jodom., 05.84

Gesamthärte Grad

dH 1 DIN 38409 - Teil 6, 01.86 berech-

net aus Calcium und Magnesium

Karbonathärte Grad

(Säurekapazität dH DIN 38409 - Teil 7 Ti, 05.79

KS4,3)

Hydrogencarbonat

(HCO3) mg/l 3 DIN 38409 - Teil 7, 05.79

Calcium mg/l 3 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6261 Ti, 11.81

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Magnesium mg/l 1 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Natrium mg/l 1 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Kalium mg/l 2 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Nitrat (als NO3) mg/l 1 ÖNORM M 6238 SP, 09.86

DIN 38405 - Teil 9 SP, 05.79

ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Nitrit (als NO2) mg/l 0,01 ÖNORM M 6282 SP, 11.87

DIN 38405 - Teil 10 SP, 02.81

Ammonium (als NH4) mg/l 0,01 ÖNORM ISO 7150 - Teil 1 SP,

12.87

Chlorid mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Sulfat (als SO4) mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Orthophosphat ÖNORM M 6237 SP, 11.86

(als PO4) mg/l 0,02 DIN 38405 - Teil 11 SP, 10.83

Bor mg/l 0,02 DIN 38405 - Teil 17 SP, 03.81

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

DOC (berechnet Probe erforderlichenfalls mit

als C) mg/l 0,5 0,45 my Membranfilter filtriert

ÖNORM M 6284, 01.88

DIN 3940 9 - Teil 3, 06.83

```

2.

Parameterblock 2

```

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Metalle (gelöst): Probe erforderlichenfalls mit

0,45 my Membranfilter filtriert

- Arsen mg/l 0,001 ÖNORM M 6262, 11.82

DIN 38405 - Teil 18 AAS, 09.85

- Blei mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Cadmium mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 19 AAS, 07.80

- Chrom mg/l 0,001 DIN 38406 - Teil 10 AAS, 06.85

- Eisen mg/l 0,02 ÖNORM M 6260 SP, 09.89

DIN 38406 - Teil 1 SP, 05.83

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Mangan mg/l 0,02 ÖNORM M 6280 SP, 01.88

DIN 38406 - Teil 2 SP, 05.83

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Quecksilber mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 5666 - Teil 2 AAS, 10.84

DIN 38406 - Teil 12 AAS, 07.88

AOX (berechnet ÖNORM M 6275, 11.87

als Cl) myg/l 10 DIN 38409 - Teil 14, 03.85

Leichtflüchtige myg/l ÖNORM 6243 GC/ECD, 07.90

Halogenkohlenwas- DIN 38407 - Teil 4 GC/ECD, 05.88

serstoffe:

- Trichlorethen 0,1

- Tetrachlorethen 0,1

- 1,1,1-Trichlorethan 0,1

- Trichlormethan 0,1

- Tetrachlormethan 0,1

- 1,1-Dichlorethen 0,2

- 1,2-Dichlorethan 5

```

3.

Parameterblock 3

```

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Metalle (gelöst): Probe erforderlichenfalls mit

0,45 my Membranfilter filtriert

- Aluminium mg/l 0,01 DIN 38406 - Teil 9 SP, 02.89

- Kupfer mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Nickel mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.82

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Zink mg/l 0,02 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.82

DIN 38406 - Teil 8 AAS, 10.80

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Summe der Kohlen- myg/l 60 DIN 38409 - Teil 18 IR, 02.81

wasserstoffe

(aliphatische)

Fluorid mg/l 0,1 ÖNORM 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 4 F-Elektrode,

07.85

Cyanid mg/l 0,005 ÖNORM M 6285 SP, 12.88

DIN 38405 - Teil 13 SP, 02.81

Weitere leicht- myg/l ÖNORM 6243 GC/ECD, 07.90

flüchtige DIN 38407 - Teil 4 GC/ECD, 05.88

Halogenkoh-

lenwasserstoffe:

- Dichlormethan 20

- 1,1,2-Trich-

lorethan 0,2

- die übrigen,

im Österr.

Lebensmittel-

buch, Kapitel B1

„Trinkwasser'',

angeführten Sub-

stanzen 0,1

Phenol-Index nach ÖNORM M 6286 SP, 09.88

Extraktion myg/l 10 DIN 38409 - Teil 16 SP, 06.84

Benzol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

Toluol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

Xylole myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

PAK (berechnet DIN 38409 - Teil 13 DC, 06.81

als C) myg/l 0,05

Polychlorierte Bi- GC/ECD, GC/MSD; Methode:

und Terphenyle myg/l 0,01 Bayerische Landesanstalt für

(PCB) Wasserforschung München.

Organische Schadstoffe

(Polychlorierte Biphenyle und

Pestizide im Kreislauf des

Wassers); Bilanz und Bewertung.

Bericht 1987

Pestizide myg/l 0,1 Die Bestimmungsmethoden haben ge-

mäß „Rückstandsmethoden, Teil 1,

```

2.

Auflage, April 1989'' der

```

Biologischen Bundesanstalt für

Land- und Forstwirtschaft

Braunschweig, BRD, zu erfolgen.

Die Mindestbestimmungsgrenze hat

0,1 myg/l zu betragen, soweit die

Bestimmungsmethoden dies er-

lauben. Für Wirkstoffe, für die

die lebensmittelrechtlichen

Vorschriften strengere Grenzwerte

als die angeführte Mindestbestim-

mungsgrenze fordern, ist der

Grenzwert als Mindestbestim-

mungsgrenze anzusehen.

B.3 Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern

```

1.

Parameterblock 1

```

1.1 Physikalische und chemische Parameter

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Durchfluß m3/s - -

Temperatur Wasser Grad C - DIN 38404 - Teil 4, 12.76

Temperatur Luft Grad C - -

pH-Wert - - DIN 38404 - Teil 5, 01.84

Farbe - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Trübung - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Geruch - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Abfiltrierbare Probe mit 0,45 my Membranfilter

Stoffe mg/l 20 filtriert

ÖNORM M 6274, 09.85

DIN 38409 - Teil 2, 03.87

Elektrische Leit- ÖNORM M 6241, 09.88

fähigkeit bei DIN 38404 - Teil 8, 09.85

25 Grad C myS/cm -

Sauerstoff gelöst myg/l 0,2 ÖNORM M 6266 elektrochem.,

09.84

DIN 38408 - Teil 22 O2-El.,

11.86

ÖNORM M 6267 jodometrisch, 09.84

DIN 38408 - Teil 21 jodom., 05.84

Sauerstoff-

sättigung % - DIN 38408 - Teil 23, 11.87

Biochemischer

Sauerstoffbedarf mg/l 3 ÖNORM M 6277, 02.91

(BSB5 ohne Nitrifi- DIN 38409 - Teil 51, 05.87

kationshemmung)

TOC (berechnet

als C) mg/l 0,5 ÖNORM M 6284,01.88

DIN 38409 - Teil 3, 06.83

DOC (berechnet Probe mit 0,45 my Membranfilter

als C) mg/l 0,5 filtriert

ÖNORM M 6284, 01.88

DIN 38409 - Teil 3, 06.83

Orthophosphat ÖNORM M 6237 SP, 11.86

(als P) mg/l 0,005 DIN 38405 - Teil 11 SP, 10.83

Gesamtphosphor mg/l 0,005 unfiltriert und filtriert mit

0,45 my phosphatfreiem

Membranfilter

ÖNORM M 6237 SP, 11.86

Ammonium (als N) mg/l 0,01 ÖNORM ISO 7150 - Teil 1 SP,

12.87

Ammoniak (als N) mg/l - aus Dissoziationsgleichgewicht

berechnen

Nitrat (als N) mg/l 0,06 ÖNORM M 6238 SP, 09.86

DIN 38405 - Teil 9 SP, 05.79

ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Nitrit (als N) mg/l 0,003 ÖNORM M 6282 SP, 11.87

DIN 38405 - Teil 10 SP, 02.81

1.2 Biologische Parameter

Ermittlung der

biologischen Güte- Richtlinie der Bundesanstalt für

klassen Wassergüte für die Feststellung

der biologischen Gewässergüte von

Fließgewässern; herausgegeben vom

Bundesministerium für Land- und

Forstwirtschaft, Wien 1990

```

2.

Parameterblock 2

```

2.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Gesamthärte Grad - DIN 38409 - Teil 6, 01.86

dH berechnet aus Calcium und

Magnesium

Karbonathärte

(Säurekapazität Grad 0,3 DIN 38409 - Teil 7 Ti, 05.79

Ks4,3) dH

Calcium mg/l 3 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6261 Ti, 11.81

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Magnesium mg/l 1 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Kalium mg/l 2 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Natrium mg/l 1 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Chlorid mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Sulfat (als SO4) mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

AOX (berechnet

als Cl) myg/l 10 ÖNORM M 6275, 11.87

DIN 38409 - Teil 14, 03.85

Summe der Kohlen-

wasserstoffe (ali- myg/l 60 DIN 38409 - Teil 18 IR, 02.81

phatische)

Phenol-Index nach

Extraktion myg/l 10 ÖNORM 6286 SP, 09.88

DIN 38409 - Teil 16 SP, 06.84

2.2 Chemische Beobachtungen am Sediment

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Probennahme (allge- - - DIN 38414 - Teil 11, 08.87

mein) Kornfrak- my - Naßsiebung der Sedimenteinzel-

tion 40 probe/-mischprobe mittels

flußeigenen Wassers über ein

Nylonsieb mit 40 my Maschenweite;

Trocknung des Siebdurchganges bei

105 Grad C (Ausnahme: Bestimmung

auf Quecksilber, da hiefür die

Probe luftzutrocknen ist).

Glühverlust % - DIN 38414 - Teil 3, 11.85

Metalle: - - Probenaufbereitung mittels Königs-

wasseraufschlusses sowie Geräte,

Reagenzien und Durchführung ge-

mäß

ÖNORM L 1085,01.89

- Arsen mg/kg 5 DIN 38405 - Teil 18 AAS, 09.85

TS DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Blei mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 6 AAS, 05.81

TS DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Cadmium mg/kg 0,1 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

TS DIN 38406 - Teil 19 AAS, 07.80

- Chrom mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 10 AAS, 06.85

TS DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Kupfer mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

TS DIN 38406 - Teil 22 1CP, 03.88

- Nickel mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

TS DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Quecksilber mg/kg 0,1 DIN 38406 - Teil 12 AAS, 07.80

TS

- Zink mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 8 AAS, 10.80

TS DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

EOX (berechnet

als Chlor) mg/kg 1 DIN 38414 - Teil 17, 11.89

TS

```

3.

Parameterblock 3

```

3.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Metalle:

- Aluminium mg/l 0,01 DIN 38406 - Teil 9 SP, 02.89

- Arsen mg/l 0,001 ÖNORM M 6262 SP, 11.82

DIN 38405 - Teil 18 AAS, 09.85.

- Blei mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Cadmium mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 19 AAS, 07.80

- Chrom mg/l 0,001 DIN 38406 - Teil 10 AAS, 06.85

- Eisen mg/l 0,01 ÖNORM M 6260 SP, 09.89

DIN 38406 - Teil 1 SP, 05.83

- Kupfer mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Mangan mg/l 0,01 ÖNORM M 6280 SP, 01.88

DIN 38406 - Teil 2 SP, 05.83

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Nickel mg/l 0,002 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Quecksilber mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 5666 - Teil 2 AAS,

10.84

DIN 38406 - Teil 12 AAS, 07.80

- Zink mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

Chemischer Sauer-

stoffbedarf (CSB) mg/l 15 ÖNORM M 6265, 03.91

DIN 38409 - Teil 41, 12.80

Biochemischer Sauer-

stoffbedarf nach mg/l 3 ÖNORM M 6277, 02.91

fünf Tagen mit

Nitrifikationshem- DIN 38409 - Teil 51, 05.87

mung

Bor mg/l 0,02 DIN 38405 - Teil 17 SP, 03.81

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Cyanid mg/l 0,005 ÖNORM M 6285 SP, 12.85

DIN 38405 - Teil 13 SP, 02.81

Fluorid mg/l 0,1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 4 F-El., 07.85

Leichtflüchtige

Halogenkohlenwas- ÖNORM M 6243 GC/ECD, 07.90

serstoffe mit

Angabe der

Einzelsub- DIN 38407 - Teil 4 GC/ECD, 05.88

stanzen:

- Dichlormethan 20

- 1,2-Dichlorethan 5

- 1,1-Dichlorethen 0,2

- 1,1,2-Trichlorethan 0,2

- die übrigen im

Österr. Lebensmit- 0,1

telbuch, Kapitel B1

„Trinkwasser'',

angeführten Sub-

stanzen

Benzol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC; 03.89

Toluol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

Xylole myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

PAK (berechnet

als C) myg/l 0,05 DIN 38409 - Teil 13 DC, 06.81

Polychlorierte Bi-

und Terphenyle myg/l 0,01 GC/ECD, GC/MSD; Methode:

(PCB) Bayerische Landesanstalt für

Wasserforschung München.

Organische Schadstoffe

(Polychlorierte Biphenyle und

Pestizide im Kreislauf des

Wassers); Bilanz und Bewertung.

Bericht 1987

Tenside:

- anionische MBAS myg/l 20 HPLC, Methode ABOTT (ABOTT;

D.C. analysed, London, 1962, 87)

LAS (als Summe

der Isomere) myg/l 10 HPLC, Methode MATTHIJS

(MATTHIJS; E.D.e. HENAU H.:

Determination of linear

alkylbenzol sulfonates in aqueous

samples, sediments, sludges and

soils using HPLC. Tenside,

Surfactants, Detergents 24/1987,

4)

- kationische

DSDMAC myg/l 1 IC, DC, Methode KLOTZ H.

(KLOTZ H.; Bestimmung kationischer

Tenside in der Umwelt. Tenside,

Surfactants, Detergents 24/1987,

6)

- nichtionische

Einzelsubstanzen myg/l 3 HPLC, GC; Methode AHEL H.,

GIGER W. (AHEL M., GIGER W.:

Determination of Nonionic Surfact-

ants of the Alkylphenol Polyethox-

ylate Type of High Performance

Liquid Chromatography. Analytical

Chemistry, 1985, 57, 2584)

Pestizide myg/l 0,1 Die Bestimmungsmethoden haben

gemäß „Rückstandsmethoden, Teil

1, 2. Auflage, April 1989'' der

Biologischen Bundesanstalt für

Land- und Forstwirtschaft, Braun-

schweig, BRD, zu erfolgen. Die

Mindestbestimmungsgrenze hat 0,1

myg/l zu betragen, soweit die

Bestimmungsmethoden dies erlauben.

Für Wirkstoffe, für die die

lebensmittelrechtlichen

Vorschriften strengere Grenzwerte

als die angeführte

Mindestbestimmungsgrenze fordern,

ist der Grenzwert als

Mindestbestimmungsgrenze

anzusehen.

3.2 Chemische Beobachtungen am Sediment

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

EOX (berechnet

als Cl) mg/kg 1 DIN 38409 - Teil 17, 05.81

TS

POX (berechnet

als Cl) mg/kg 0,2 DIN 38409 - Teil 17, 05.81

TS

3.3 Bakteriologische Parameter

Parameter Einheit Verfahren

Aerobe und fakultativ KBE aus 1 ml Membranfilterverfahren

anaerobe heterotrophe Nähragar 22 Grad C, 48 Std.

Keime (saprophytische

Keime, Kolonienzahl bei

22 Grad C)

Fäkalcoliforme KBE aus 1 ml Membranfilterverfahren mFC

(thermotolerante Agar, 44 Grad C, 24 Std.

Coliforme)

3.4 Ökotoxikologische Parameter

Parameter Verfahren

Bakterien DIN 38412 - Teil 34, 10.89

Algen ISO 8692, 11.89

OECD GL Nr. 201/1984

Daphnien ÖNORM M 6264, 01.84

Abkürzungen:

Anlage B

```

```

ANZUWENDENDE UNTERSUCHUNGSMETHODEN

B.1 Grundsätze

1.

Die Bestimmung der Parameter hat von repräsentativ gewonnenen Proben zu erfolgen. Die Probenentnahme ist dem Stand der Technik entsprechend durchzuführen und zu protokollieren. Für die Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern sind Proben aus voll durchmischten Querschnitten außerhalb von Abwasserfahnen, Totzonen, Rückströmungen usw. sowie deutlich unterhalb der Wasseroberfläche zu ziehen. Die entnommenen Proben sind in entsprechender Weise vorzubehandeln, gegebenenfalls zu stabilisieren und zu konservieren und umgehend ihrer Untersuchung zuzuführen.

2.

Die Parameter sind zumindest ab der für jeden einzelnen Parameter ausgewiesenen „Mindestbestimmungsgrenze” zuverlässig zu bestimmen. Die Wahl der Untersuchungsmethode und die Analysengenauigkeit ist darauf auszurichten. Bei der Bestimmung der Parameter sind insbesondere die nachfolgend angeführten Untersuchungsmethoden heranzuziehen. Die Verwendung nicht gesondert angeführter Methoden ist nur dann zulässig, wenn sie national oder international als gleichwertig anerkannt sind.

3.

Veränderliche Größen sind unmittelbar vor Ort zu bestimmen oder die Proben sind so aufzubereiten, daß eine Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt ohne Aussageverlust vorgenommen werden kann.

4.

Die zu untersuchenden Parameter sind von der unfiltrierten Gesamtprobe zu bestimmen. Soweit bei der in Anlage A angeführten Auflistung der zu beobachtenden Parameter angegeben oder erforderlich, sind einzelne Parameter von der filtrierten Probe zu bestimmen.

5.

Bei der Analyse von Gewässerinhaltsstoffen, für die derzeit noch keine standardisierten Analysenverfahren existieren, sind alle Analysenschritte jederzeit nachvollziehbar zu dokumentieren.

6.

Die Ausweisung der Analysenergebnisse hat in der gesondert für jeden Parameter in der Anlage festgelegten Maßeinheit zu erfolgen. Desgleichen sind Meß- oder Analysenwerte zumindest ab der für jeden Parameter festgelegten „Mindestbestimmungsgrenze” auszuweisen.

7.

Folgende Normen und Regelwerke sind sinngemäß anzuwenden:

Hydrologie - Hydrographische ÖNORM B 2400, 02.86

Fachausdrücke und Zeichen

Wasseruntersuchung - Übersicht ÖNORM M 6245, 11.88

über Wasseranalysenverfahren

Wasseruntersuchung - Konservie- ÖNORM M 6259, 03.83

rung und Behandlung von

Wasserproben

Probenahme aus Fließgewässern DIN 38402 - Teil 15, 07.86

Probenahme aus Grundwasser- DIN 38402 - Teil 13, 12.85

leitern

Für neu zu errichtende Grundwassergütemeßstellen:

Bau und Betrieb von Grundwasser- DVGW Regelwerk W 121/1988

beschaffenheitsmeßstellen

B.2 Beobachtung der Grundwassergüte

```

1.

Parameterblock 1

```

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Abstichmaß cm - -

Förderstrom/Schüttung l/s - -

Farbe - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Trübung - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Geruch - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Wassertemperatur Grad C - -

pH-Wert - - DIN 38404 - Teil 5,01.84

Elektrische Leit-

fähigkeit bei myS/cm - ÖNORM M 6241,09.88

25 Grad C DIN 38404 - Teil 8,09.85

Sauerstoff gelöst mg/l 0,2 ÖNORM M 6266 elektrochemisch,

09.84

DIN 38408 - Teil 22 O2-El., 11.86

ÖNORM M 6267 jodometrisch,

09.84

DIN 38408 - Teil 21 jodom., 05.84

Gesamthärte Grad

dH 1 DIN 38409 - Teil 6, 01.86 berech-

net aus Calcium und Magnesium

Karbonathärte Grad

(Säurekapazität dH DIN 38409 - Teil 7 Ti, 05.79

KS4,3)

Hydrogencarbonat

(HCO3) mg/l 3 DIN 38409 - Teil 7, 05.79

Calcium mg/l 3 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6261 Ti, 11.81

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Magnesium mg/l 1 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Natrium mg/l 1 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Kalium mg/l 2 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Nitrat (als NO3) mg/l 1 ÖNORM M 6238 SP, 09.86

DIN 38405 - Teil 9 SP, 05.79

ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Nitrit (als NO2) mg/l 0,01 ÖNORM M 6282 SP, 11.87

DIN 38405 - Teil 10 SP, 02.81

Ammonium (als NH4) mg/l 0,01 ÖNORM ISO 7150 - Teil 1 SP,

12.87

Chlorid mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Sulfat (als SO4) mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Orthophosphat ÖNORM M 6237 SP, 11.86

(als PO4) mg/l 0,02 DIN 38405 - Teil 11 SP, 10.83

Bor mg/l 0,02 DIN 38405 - Teil 17 SP, 03.81

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

DOC (berechnet Probe erforderlichenfalls mit

als C) mg/l 0,5 0,45 my Membranfilter filtriert

ÖNORM M 6284, 01.88

DIN 3940 9 - Teil 3, 06.83

```

2.

Parameterblock 2

```

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Metalle (gelöst): Probe erforderlichenfalls mit

0,45 my Membranfilter filtriert

- Arsen mg/l 0,001 ÖNORM M 6262, 11.82

DIN 38405 - Teil 18 AAS, 09.85

- Blei mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Cadmium mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 19 AAS, 07.80

- Chrom mg/l 0,001 DIN 38406 - Teil 10 AAS, 06.85

- Eisen mg/l 0,02 ÖNORM M 6260 SP, 09.89

DIN 38406 - Teil 1 SP, 05.83

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Mangan mg/l 0,02 ÖNORM M 6280 SP, 01.88

DIN 38406 - Teil 2 SP, 05.83

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Quecksilber mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 5666 - Teil 2 AAS, 10.84

DIN 38406 - Teil 12 AAS, 07.88

AOX (berechnet ÖNORM M 6275, 11.87

als Cl) myg/l 10 DIN 38409 - Teil 14, 03.85

Leichtflüchtige myg/l ÖNORM 6243 GC/ECD, 07.90

Halogenkohlenwas- DIN 38407 - Teil 4 GC/ECD, 05.88

serstoffe:

- Trichlorethen 0,1

- Tetrachlorethen 0,1

- 1,1,1-Trichlorethan 0,1

- Trichlormethan 0,1

- Tetrachlormethan 0,1

- 1,1-Dichlorethen 0,2

- 1,2-Dichlorethan 5

```

3.

Parameterblock 3

```

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Metalle (gelöst): Probe erforderlichenfalls mit

0,45 my Membranfilter filtriert

- Aluminium mg/l 0,01 DIN 38406 - Teil 9 SP, 02.89

- Kupfer mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Nickel mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.82

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Zink mg/l 0,02 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.82

DIN 38406 - Teil 8 AAS, 10.80

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Summe der Kohlen- myg/l 60 DIN 38409 - Teil 18 IR, 02.81

wasserstoffe

(aliphatische)

Fluorid mg/l 0,1 ÖNORM 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 4 F-Elektrode,

07.85

Cyanid mg/l 0,005 ÖNORM M 6285 SP, 12.88

DIN 38405 - Teil 13 SP, 02.81

Weitere leicht- myg/l ÖNORM 6243 GC/ECD, 07.90

flüchtige DIN 38407 - Teil 4 GC/ECD, 05.88

Halogenkoh-

lenwasserstoffe:

- Dichlormethan 20

- 1,1,2-Trich-

lorethan 0,2

- die übrigen,

im Österr.

Lebensmittel-

buch, Kapitel B1

„Trinkwasser”,

angeführten Sub-

stanzen 0,1

Phenol-Index nach ÖNORM M 6286 SP, 09.88

Extraktion myg/l 10 DIN 38409 - Teil 16 SP, 06.84

Benzol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

Toluol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

Xylole myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

PAK (berechnet DIN 38409 - Teil 13 DC, 06.81

als C) myg/l 0,05

Polychlorierte Bi- GC/ECD, GC/MSD; Methode:

und Terphenyle myg/l 0,01 Bayerische Landesanstalt für

(PCB) Wasserforschung München.

Organische Schadstoffe

(Polychlorierte Biphenyle und

Pestizide im Kreislauf des

Wassers); Bilanz und Bewertung.

Bericht 1987

Pestizide myg/l 0,1 Die Bestimmungsmethoden haben ge-

mäß „Rückstandsmethoden, Teil 1,

```

2.

Auflage, April 1989” der

```

Biologischen Bundesanstalt für

Land- und Forstwirtschaft

Braunschweig, BRD, zu erfolgen.

Die Mindestbestimmungsgrenze hat

0,1 myg/l zu betragen, soweit die

Bestimmungsmethoden dies er-

lauben. Für Wirkstoffe, für die

die lebensmittelrechtlichen

Vorschriften strengere Grenzwerte

als die angeführte Mindestbestim-

mungsgrenze fordern, ist der

Grenzwert als Mindestbestim-

mungsgrenze anzusehen.

B.3 Beobachtung der Wassergüte in Fließgewässern

```

1.

Parameterblock 1

```

1.1 Physikalische und chemische Parameter

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Durchfluß m3/s - -

Temperatur Wasser Grad C - DIN 38404 - Teil 4, 12.76

Temperatur Luft Grad C - -

pH-Wert - - DIN 38404 - Teil 5, 01.84

Farbe - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Trübung - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Geruch - - sensorisch (grobsinnliche Überprü-

fung)

Abfiltrierbare Probe mit 0,45 my Membranfilter

Stoffe mg/l 20 filtriert

ÖNORM M 6274, 09.85

DIN 38409 - Teil 2, 03.87

Elektrische Leit- ÖNORM M 6241, 09.88

fähigkeit bei DIN 38404 - Teil 8, 09.85

25 Grad C myS/cm -

Sauerstoff gelöst myg/l 0,2 ÖNORM M 6266 elektrochem.,

09.84

DIN 38408 - Teil 22 O2-El.,

11.86

ÖNORM M 6267 jodometrisch, 09.84

DIN 38408 - Teil 21 jodom., 05.84

Sauerstoff-

sättigung % - DIN 38408 - Teil 23, 11.87

Biochemischer

Sauerstoffbedarf mg/l 3 ÖNORM M 6277, 02.91

(BSB5 ohne Nitrifi- DIN 38409 - Teil 51, 05.87

kationshemmung)

TOC (berechnet

als C) mg/l 0,5 ÖNORM M 6284,01.88

DIN 38409 - Teil 3, 06.83

DOC (berechnet Probe mit 0,45 my Membranfilter

als C) mg/l 0,5 filtriert

ÖNORM M 6284, 01.88

DIN 38409 - Teil 3, 06.83

Orthophosphat ÖNORM M 6237 SP, 11.86

(als P) mg/l 0,005 DIN 38405 - Teil 11 SP, 10.83

Gesamtphosphor mg/l 0,005 unfiltriert und filtriert mit

0,45 my phosphatfreiem

Membranfilter

ÖNORM M 6237 SP, 11.86

Ammonium (als N) mg/l 0,01 ÖNORM ISO 7150 - Teil 1 SP,

12.87

Ammoniak (als N) mg/l - aus Dissoziationsgleichgewicht

berechnen

Nitrat (als N) mg/l 0,06 ÖNORM M 6238 SP, 09.86

DIN 38405 - Teil 9 SP, 05.79

ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Nitrit (als N) mg/l 0,003 ÖNORM M 6282 SP, 11.87

DIN 38405 - Teil 10 SP, 02.81

1.2 Biologische Parameter

Ermittlung der

biologischen Güte- Richtlinie der Bundesanstalt für

klassen Wassergüte für die Feststellung

der biologischen Gewässergüte von

Fließgewässern; herausgegeben vom

Bundesministerium für Land- und

Forstwirtschaft, Wien 1990

```

2.

Parameterblock 2

```

2.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Gesamthärte Grad - DIN 38409 - Teil 6, 01.86

dH berechnet aus Calcium und

Magnesium

Karbonathärte

(Säurekapazität Grad 0,3 DIN 38409 - Teil 7 Ti, 05.79

Ks4,3) dH

Calcium mg/l 3 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6261 Ti, 11.81

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Magnesium mg/l 1 ÖNORM ISO 7980 AAS, 12.88

ÖNORM M 6268 Ti, 11.84

DIN 38406 - Teil 3 AAS, Ti, 09.82

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Kalium mg/l 2 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Natrium mg/l 1 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Chlorid mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

Sulfat (als SO4) mg/l 1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 19 IC, 02.88

AOX (berechnet

als Cl) myg/l 10 ÖNORM M 6275, 11.87

DIN 38409 - Teil 14, 03.85

Summe der Kohlen-

wasserstoffe (ali- myg/l 60 DIN 38409 - Teil 18 IR, 02.81

phatische)

Phenol-Index nach

Extraktion myg/l 10 ÖNORM 6286 SP, 09.88

DIN 38409 - Teil 16 SP, 06.84

2.2 Chemische Beobachtungen am Sediment

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Probennahme (allge- - - DIN 38414 - Teil 11, 08.87

mein) Kornfrak- my - Naßsiebung der Sedimenteinzel-

tion 40 probe/-mischprobe mittels

flußeigenen Wassers über ein

Nylonsieb mit 40 my Maschenweite;

Trocknung des Siebdurchganges bei

105 Grad C (Ausnahme: Bestimmung

auf Quecksilber, da hiefür die

Probe luftzutrocknen ist).

Glühverlust % - DIN 38414 - Teil 3, 11.85

Metalle: - - Probenaufbereitung mittels Königs-

wasseraufschlusses sowie Geräte,

Reagenzien und Durchführung ge-

mäß

ÖNORM L 1085,01.89

- Arsen mg/kg 5 DIN 38405 - Teil 18 AAS, 09.85

TS DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Blei mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 6 AAS, 05.81

TS DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Cadmium mg/kg 0,1 DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

TS DIN 38406 - Teil 19 AAS, 07.80

- Chrom mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 10 AAS, 06.85

TS DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Kupfer mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

TS DIN 38406 - Teil 22 1CP, 03.88

- Nickel mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

TS DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Quecksilber mg/kg 0,1 DIN 38406 - Teil 12 AAS, 07.80

TS

- Zink mg/kg 5 DIN 38406 - Teil 8 AAS, 10.80

TS DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

EOX (berechnet

als Chlor) mg/kg 1 DIN 38414 - Teil 17, 11.89

TS

```

3.

Parameterblock 3

```

3.1 Chemische Beobachtungen der fließenden Welle

Mindest-

Parameter Ein- bestim- Verfahren

heit mungs-

grenze

Metalle:

- Aluminium mg/l 0,01 DIN 38406 - Teil 9 SP, 02.89

- Arsen mg/l 0,001 ÖNORM M 6262 SP, 11.82

DIN 38405 - Teil 18 AAS, 09.85.

- Blei mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Cadmium mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 19 AAS, 07.80

- Chrom mg/l 0,001 DIN 38406 - Teil 10 AAS, 06.85

- Eisen mg/l 0,01 ÖNORM M 6260 SP, 09.89

DIN 38406 - Teil 1 SP, 05.83

- Kupfer mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Mangan mg/l 0,01 ÖNORM M 6280 SP, 01.88

DIN 38406 - Teil 2 SP, 05.83

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

- Nickel mg/l 0,002 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

- Quecksilber mg/l 0,0002 ÖNORM ISO 5666 - Teil 2 AAS,

10.84

DIN 38406 - Teil 12 AAS, 07.80

- Zink mg/l 0,001 ÖNORM ISO 8288 AAS, 01.88

DIN 38406 - Teil 21 AAS, 09.80

Chemischer Sauer-

stoffbedarf (CSB) mg/l 15 ÖNORM M 6265, 03.91

DIN 38409 - Teil 41, 12.80

Biochemischer Sauer-

stoffbedarf nach mg/l 3 ÖNORM M 6277, 02.91

fünf Tagen mit

Nitrifikationshem- DIN 38409 - Teil 51, 05.87

mung

Bor mg/l 0,02 DIN 38405 - Teil 17 SP, 03.81

DIN 38406 - Teil 22 ICP, 03.88

Cyanid mg/l 0,005 ÖNORM M 6285 SP, 12.85

DIN 38405 - Teil 13 SP, 02.81

Fluorid mg/l 0,1 ÖNORM M 6283 IC, 03.90

DIN 38405 - Teil 4 F-El., 07.85

Restchlor

(HOCl insgesamt) mg/l 0,005 DPD-Methode (Diäthyl-p-

Phenylendiamin)

Leichtflüchtige

Halogenkohlenwas- ÖNORM M 6243 GC/ECD, 07.90

serstoffe mit

Angabe der

Einzelsub- DIN 38407 - Teil 4 GC/ECD, 05.88

stanzen:

- Dichlormethan 20

- 1,2-Dichlorethan 5

- 1,1-Dichlorethen 0,2

- 1,1,2-Trichlorethan 0,2

- die übrigen im

Österr. Lebensmit- 0,1

telbuch, Kapitel B1

„Trinkwasser”,

angeführten Sub-

stanzen

Benzol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC; 03.89

Toluol myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

Xylole myg/l 5 DIN 38407 - Teil 9 GC, 03.89

PAK (berechnet

als C) myg/l 0,05 DIN 38409 - Teil 13 DC, 06.81

Polychlorierte Bi-

und Terphenyle myg/l 0,01 GC/ECD, GC/MSD; Methode:

(PCB) Bayerische Landesanstalt für

Wasserforschung München.

Organische Schadstoffe

(Polychlorierte Biphenyle und

Pestizide im Kreislauf des

Wassers); Bilanz und Bewertung.

Bericht 1987

Tenside:

- anionische MBAS myg/l 20 HPLC, Methode ABOTT (ABOTT;

D.C. analysed, London, 1962, 87)

LAS (als Summe

der Isomere) myg/l 10 HPLC, Methode MATTHIJS

(MATTHIJS; E.D.e. HENAU H.:

Determination of linear

alkylbenzol sulfonates in aqueous

samples, sediments, sludges and

soils using HPLC. Tenside,

Surfactants, Detergents 24/1987,

4)

- kationische

DSDMAC myg/l 1 IC, DC, Methode KLOTZ H.

(KLOTZ H.; Bestimmung kationischer

Tenside in der Umwelt. Tenside,

Surfactants, Detergents 24/1987,

6)

- nichtionische

Einzelsubstanzen myg/l 3 HPLC, GC; Methode AHEL H.,

GIGER W. (AHEL M., GIGER W.:

Determination of Nonionic Surfact-

ants of the Alkylphenol Polyethox-

ylate Type of High Performance

Liquid Chromatography. Analytical

Chemistry, 1985, 57, 2584)

Pestizide myg/l 0,1 Die Bestimmungsmethoden haben

gemäß „Rückstandsmethoden, Teil

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