(Übersetzung)Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung in den von Dürre und/oder Wüstenbildung schwer betroffenen Ländern, insbesondere in Afrika
Unterzeichnungsdatum
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
Afghanistan III 139/1997 Ägypten III 139/1997 Albanien III 106/2002 Algerien III 139/1997 Angola III 161/1998 Antigua/Barbuda III 139/1997 Äquatorialguinea III 161/1998 Arabische Emirate III 72/2000 Argentinien III 139/1997 Armenien III 161/1998 Aserbaidschan III 72/2000 Äthiopien III 161/1998 Australien III 106/2002 Bahamas III 106/2002 Bahrain III 161/1998 Bangladesch III 139/1997 Barbados III 139/1997 Belarus III 106/2002 Belgien III 161/1998 Belize III 161/1998 Benin III 139/1997 Bolivien III 139/1997 Botsuana III 139/1997 Brasilien III 161/1998 Bulgarien III 106/2002 Burkina Faso III 139/1997 Burundi III 139/1997 Chile III 161/1998 China III 139/1997 Costa Rica III 161/1998 Côte d’Ivoire III 139/1997 Dänemark III 139/1997 Deutschland III 139/1997 Dominica III 161/1998 Dominikanische R III 161/1998 Dschibuti III 161/1998 Ecuador III 139/1997 EG III 161/1998 El Salvador III 161/1998 Eritrea III 139/1997 Eswatini III 139/1997 Fidschi III 72/2000 Finnland III 139/1997 Frankreich III 161/1998 Gabun III 139/1997 Gambia III 139/1997 Georgien III 72/2000 Ghana 139/1997 Grenada III 139/1997 Griechenland III 139/1997 Guatemala III 72/2000 Guinea III 161/1998 Guinea-Bissau III 139/1997 Guyana III 161/1998 Haiti III 139/1997 Honduras III 161/1998 Indien III 139/1997 Indonesien III 72/2000 Iran III 139/1997 Irland III 161/1998 Island III 139/1997 Israel III 139/1997 Italien III 161/1998 Jamaika III 161/1998 Japan III 72/2000 Jemen III 139/1997 Jordanien III 139/1997 Kambodscha III 161/1998 Kamerun III 139/1997 Kanada III 139/1997 Kap Verde III 139/1997 Kasachstan III 161/1998 Katar III 106/2002 Kenia III 161/1998 Kirgisistan III 161/1998 Kiribati III 72/2000 Kolumbien III 72/2000 Komoren III 161/1998 Kongo III 72/2000 Kongo/DR III 161/1998 Korea/R III 72/2000 Kroatien III 106/2002 Kuba III 139/1997 Kuwait III 161/1998 Laos III 139/1997 Lesotho III 139/1997 Libanon III 139/1997 Liberia III 161/1998 Libyen III 139/1997 Liechtenstein III 72/2000 Luxemburg III 139/1997 Madagaskar III 161/1998 Malawi III 139/1997 Malaysia III 161/1998 Mali III 139/1997 Malta III 161/1998 Marokko III 139/1997 Marshallinseln III 161/1998 Mauretanien III 139/1997 Mauritius III 139/1997 Mexiko III 139/1997 Mikronesien III 139/1997 Moldau III 106/2002 Mongolei III 139/1997 Mosambik III 139/1997 Myanmar III 139/1997 Namibia III 139/1997 Nauru III 72/2000 Nepal III 139/1997 Neuseeland III 72/2000, III 106/2002 Nicaragua III 161/1998 Niederlande III 139/1997 Niger III 139/1997 Nigeria III 161/1998 Norwegen III 139/1997 Oman III 139/1997 Pakistan III 139/1997 Palau III 72/2000 Panama III 139/1997 Papua-Neuguinea III 106/2002 Paraguay III 139/1997 Peru III 139/1997 Philippinen III 72/2000 Polen III 106/2002 Portugal III 139/1997 Ruanda III 72/2000 Rumänien III 72/2000 Salomonen III 106/2002 Sambia III 139/1997 Samoa III 72/2000 San Marino III 72/2000 São Tomé/Príncipe III 161/1998 Saudi-Arabien III 161/1998 Schweden III 139/1997 Schweiz III 139/1997 Senegal III 139/1997 Seychellen III 161/1998 Sierra Leone III 161/1998 Simbabwe III 161/1998 Singapur III 72/2000 Slowakei III 106/2002 Slowenien III 106/2002 Spanien III 139/1997 Sri Lanka III 72/2000 St. Kitts/Nevis III 161/1998 St. Lucia III 161/1998 St. Vincent/Grenadinen III 161/1998 Südafrika III 161/1998 Sudan III 139/1997 Suriname III 106/2002 Syrien III 161/1998 Tadschikistan III 161/1998 Tansania III 161/1998 Thailand III 106/2002 Togo III 139/1997 Tonga III 72/2000 Trinidad/Tobago III 106/2002 Tschad III 139/1997 Tschechische R III 72/2000 Tunesien III 139/1997 Türkei III 161/1998 Turkmenistan III 139/1997 Tuvalu III 72/2000 Uganda III 161/1998 Ungarn III 72/2000 Uruguay III 106/2002 USA III 106/2002 Usbekistan III 139/1997 Vanuatu III 72/2000 Venezuela III 161/1998 Vereinigtes Königreich III 139/1997 Vietnam III 72/2000 Zentralafrikanische R III 139/1997 Zypern III 106/2002
Sonstige Textteile
Der Nationalrat hat beschlossen:
Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Anlagen und Erklärung, dessen Artikel 31 verfassungsändernd ist, wird genehmigt.
Der nachstehende Staatsvertrag samt Anlagen und Erklärung ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.
Gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG ist das Übereinkommen in arabischer, chinesischer, französischer, russischer und spanischer Sprache dadurch kundzumachen, daß es im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten zur Einsichtnahme aufliegt.
Ratifikationstext
(Übersetzung)
ERKLÄRUNG
Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 28 des Übereinkommens, daß sie beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als verbindlich gegenüber jeder Partei anerkennt, die eine Verpflichtung hinsichtlich eines oder beider dieser Mittel zur Streitbeilegung eingeht.
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Beitrittsurkunde wurde am 2. Juni 1997 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 36 Abs. 2 für Österreich mit 31. August 1997 in Kraft.
Nach Mitteilungen des Generalsekretärs haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert, angenommen oder sind ihm beigetreten:
Afghanistan, Ägypten, Algerien, Antigua und Barbuda, Argentinien, Bangladesch, Barbados, Benin, Bolivien, Botsuana, Burkina Faso, Burundi, China, Côte d’Ivoire, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Eritrea, Finnland, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Griechenland, Guinea-Bissau, Haiti, Indien, Islamische Republik Iran, Island, Israel, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kanada, Kap Verde, Kuba, Demokratische Volksrepublik Laos, Lesotho, Libanon, Libysch-Arabische Dschamahirija, Luxemburg, Malawi, Mali, Marokko, Mauretanien, Mauritius, Mexiko, Föderierte Staaten von Mikronesien, Mongolei, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nepal, Niederlande (für das Königreich Europa), Niger, Norwegen, Oman, Pakistan, Panama, Paraguay, Peru, Portugal, Sambia, Schweden, Schweiz, Senegal, Spanien, Sudan, Swasiland, Togo, Tschad, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Vereinigtes Königreich (einschließlich Britische Jungferninseln, Montserrat, St. Helena und abhängige Gebiete), Zentralafrikanische Republik.
Nachstehende Staaten haben anläßlich der Hinterlegung ihrer
Ratifikations- bzw. Annahmeurkunde folgende Erklärungen abgegeben:
Algerien:
Erachtet sich nicht an die Bestimmungen des Art. 28 Abs. 2 des Übereinkommens gebunden, wonach jede Streitigkeit an den Internationalen Gerichtshof vorgelegt werden muß.
Algerien erklärt, daß für die Vorlage der Streitigkeit an den Internationalen Gerichtshof in jedem einzelnen Fall die Zustimmung beider Parteien erforderlich ist.
Niederlande:
Gemäß Art. 28 Abs. 2 des Übereinkommens, daß es beide der in diesem Absatz angeführten Mittel der Streitbeilegung als verbindlich gegenüber jeder Partei anerkennt, die eine oder beide dieser Mittel zur Streitbeilegung anerkennt.
Präambel/Promulgationsklausel
Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens -
IN BESTÄTIGUNG dessen, daß die Menschen in betroffenen oder bedrohten Gebieten im Mittelpunkt der Bestrebungen zur Bekämpfung der Wüstenbildung und zur Milderung von Dürrefolgen stehen,
UNTER BEKUNDUNG der tiefen Sorge der Völkergemeinschaft einschließlich der Staaten und internationalen Organisationen angesichts der schädlichen Auswirkungen von Wüstenbildung und Dürre,
IN DEM BEWUSSTSEIN, daß aride, semiaride und trockene subhumide Gebiete zusammen einen beträchtlichen Teil der Landfläche der Erde ausmachen und den Lebensraum sowie die Existenzgrundlage für einen Großteil ihrer Bevölkerung bilden,
IN DER ERKENNTNIS, daß Wüstenbildung und Dürre Probleme weltweiten Ausmaßes darstellen, da sie alle Regionen der Welt betreffen, und daß zur Bekämpfung der Wüstenbildung und/oder zur Milderung von Dürrefolgen ein gemeinsames Vorgehen der Völkergemeinschaft erforderlich ist,
IN ANBETRACHT des hohen Anteils von Entwicklungsländern, insbesondere von am wenigsten entwickelten Ländern, an den von Dürre und/oder Wüstenbildung schwer betroffenen Ländern sowie der besonders tragischen Folgen dieser Erscheinungen in Afrika
SOWIE IN ANBETRACHT dessen, daß die Wüstenbildung durch vielschichtige Wechselwirkungen zwischen physikalischen, biologischen, politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren verursacht wird,
IM HINBLICK AUF die Auswirkungen des Handels und einschlägiger Aspekte der internationalen Wirtschaftsbeziehungen auf die Fähigkeit der betroffenen Länder, die Wüstenbildung angemessen zu bekämpfen,
IN DEM BEWUSSTSEIN, daß nachhaltiges Wirtschaftswachstum, soziale Entwicklung und die Beseitigung der Armut vorrangige Anliegen der betroffenen Entwicklungsländer, insbesondere in Afrika, darstellen und für die Erreichung der Ziele der Nachhaltigkeit von wesentlicher Bedeutung sind,
EINGEDENK dessen, daß Wüstenbildung und Dürre die nachhaltige Entwicklung dadurch beeinträchtigen, daß zwischen ihnen und bedeutenden sozialen Problemen wie Armut, einem schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand und einer ungesicherten Nahrungsmittelversorgung sowie denjenigen Problemen, die sich aus Wanderungsbewegungen, Vertreibung von Menschen und Bevölkerungsdynamik ergeben, eine Wechselbeziehung besteht,
IN WÜRDIGUNG der Bedeutung der bisherigen Bemühungen und Erfahrungen von Staaten und internationalen Organisationen bei der Bekämpfung der Wüstenbildung und der Milderung von Dürrefolgen, insbesondere bei der Durchführung des Aktionsplans zur Bekämpfung der Wüstenbildung, der 1977 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Wüstenbildung angenommen wurde,
IN DER ERKENNTNIS, daß trotz der bisherigen Bemühungen die Fortschritte bei der Bekämpfung der Wüstenbildung und der Milderung von Dürrefolgen die Erwartungen nicht erfüllt haben und daß im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung auf allen Ebenen eine neue, wirksamere Vorgehensweise erforderlich ist,
IN ANERKENNUNG der Gültigkeit und Bedeutsamkeit der auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung angenommenen Beschlüsse, insbesondere der Agenda 21 und ihres Kapitels 12, die eine Grundlage für die Bekämpfung der Wüstenbildung bieten,
IN entsprechender BEKRÄFTIGUNG der Verpflichtungen der entwickelten Länder, wie sie in Kapitel 33 Nummer 13 der Agenda 21 enthalten sind,
EINGEDENK der Resolution 47/188 der Generalversammlung, insbesondere des darin festgelegten Vorrangs für Afrika, und aller sonstigen einschlägigen Resolutionen, Beschlüsse und Programme der Vereinten Nationen über Wüstenbildung und Dürre sowie der einschlägigen Erklärungen afrikanischer Länder und von Ländern anderer Regionen,
IN BEKRÄFTIGUNG der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung, in der in Grundsatz 2 festgestellt wird, daß die Staaten nach der Charta der Vereinten Nationen und den Grundsätzen des Völkerrechts das souveräne Recht haben, ihre eigenen Ressourcen gemäß ihrer eigenen Umwelt- und Entwicklungspolitik zu nutzen, sowie die Pflicht, dafür zu sorgen, daß durch Tätigkeiten, die innerhalb ihres Hoheitsbereichs oder unter ihrer Kontrolle ausgeübt werden, der Umwelt in anderen Staaten oder in Gebieten außerhalb der nationalen Hoheitsbereiche kein Schaden zugefügt wird,
IN DER ERKENNTNIS, daß die Regierungen der einzelnen Staaten bei der Bekämpfung der Wüstenbildung und der Milderung von Dürrefolgen eine entscheidende Rolle spielen und daß diesbezügliche Fortschritte von der örtlichen Durchführung von Aktionsprogrammen in den betroffenen Gebieten abhängig sind,
sowie IN ANERKENNUNG der Bedeutung und Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und Partnerschaft bei der Bekämpfung der Wüstenbildung und der Milderung von Dürrefolgen,
IN DER ERKENNTNIS, daß es wichtig ist, den betroffenen Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika, wirksame Mittel, unter anderem erhebliche finanzielle Mittel einschließlich neuer, zusätzlicher Mittel, zur Verfügung zu stellen und ihnen Zugang zu Technologie zu gewähren, ohne den es für sie schwierig sein wird, ihre Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen in vollem Umfang zu erfüllen,
IN BEKUNDUNG ihrer Sorge über die Auswirkungen von Wüstenbildung und Dürre auf betroffene Länder in Zentralasien und Transkaukasien,
UNTER HINWEIS auf die bedeutende Rolle der Frauen in den von Wüstenbildung und/oder Dürre betroffenen Regionen, insbesondere in ländlichen Gebieten von Entwicklungsländern, sowie
UNTER HINWEIS darauf, daß es wichtig ist, die volle Beteiligung sowohl der Männer als auch der Frauen auf allen Ebenen an Programmen zur Bekämpfung der Wüstenbildung und zur Milderung von Dürrefolgen sicherzustellen,
UNTER HERVORHEBUNG der besonderen Rolle nichtstaatlicher Organisationen und anderer größerer Gruppen bei Programmen zur Bekämpfung der Wüstenbildung und zur Milderung von Dürrefolgen,
EINGEDENK des Zusammenhangs zwischen der Wüstenbildung und anderen Umweltproblemen weltweiten Ausmaßes, denen sich die internationale Gemeinschaft und die nationalen Gemeinschaften gegenübersehen,
SOWIE EINGEDENK des Beitrags, den die Bekämpfung der Wüstenbildung zur Verwirklichung der Ziele des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, des Übereinkommens über die biologische Vielfalt und anderer damit zusammenhängender Umweltübereinkünfte leisten kann,
ÜBERZEUGT, daß Strategien zur Bekämpfung der Wüstenbildung und zur Milderung von Dürrefolgen am wirksamsten sein werden, wenn sie auf fachgerechter systematischer Beobachtung und fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und wenn sie laufend neu bewertet werden,
IN DER ERKENNTNIS, daß die Wirksamkeit und die Koordinierung der internationalen Zusammenarbeit zur Erleichterung der Durchführung nationaler Pläne und Prioritäten dringend verbessert werden müssen,
ENTSCHLOSSEN, zum Wohl heutiger und künftiger Generationen geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung der Wüstenbildung und zur Milderung von Dürrefolgen zu treffen -
SIND wie folgt übereingekommen:
Unterzeichnungsdatum
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
⋯
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