Verordnung des Bundesministers für Verkehr vom 17. Feber 1976 über die Schiffahrt auf dem Bodensee (Bodensee-Schiffahrts-Ordnung – BSO)
| 3.3.2 | Massenemissionen in g/h Die nach § 7.8 berechneten Massenemissionen in Gramm pro Stunde dürfen bei Ottomotoren der Gruppen A und B sowie bei Dieselmotoren der Gruppe A nicht größer sein als: – 1500 g/h für Kohlenmonoxid CO – 95 g/h für Kohlenwasserstoffe HC – 360 g/h für Stickoxide NOx. |
|---|---|
| § 3.3.3 | Abgastrübung (Rauch) bei Dieselmotoren Die nach § 2.2.4 bei Dieselmotoren zu bestimmende Abgastrübung darf nicht größer sein als: – K 1,3 m-1 für Saugmotoren, – K 0,8 m-1 für Motoren mit Abgasturbolader. |
| § 3.4 | Rundung Die Abgasgrenzwerte und die Prüfergebnisse sind auf zwei signifikante Ziffern zu runden (ISO 31/0 Anhang B2 Regel B). |
| § 4. | Bauvorschriften |
| § 4.1 | Grundsatz Alle Teile, die einen Einfluß auf die Emissionen gasförmiger Schadstoffe haben können, müssen so beschaffen, gebaut und montiert sein, daß der Motor bei betriebsüblicher Beanspruchung und bei Einhaltung der vom Hersteller vorgeschriebenen Wartung trotz der Einwirkung veränderlicher Größen, wie Hitze, Kälte, Wasser, wiederholtem Kaltstart Erschütterungen, diesen Vorschriften entspricht. Der Motor muß bei der Abgasnachuntersuchung die Referenzwerte nach § 2.8 einhalten. |
| § 4.2 | Vereitelungsvorrichtungen Ein Motor darf keine Konstruktionselemente oder technischen Einrichtungen aufweisen, die in irgendeiner Art die Wirksamkeit der abgasrelevanten Elemente des Motors so verändern, regulieren oder verzögern, daß das Emissionsverhalten des Motors ungünstig beeinflußt wird. Notabschalt- oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen sind in diesem Sinne keine Vereitelungsvorrichtungen. Einrichtungen zur Regelung der Drehzahl von Motoren müssen so gebaut sein, daß die Abgasgrenzwerte eingehalten werden. |
| § 4.3 | Abgasentnahmesonden |
| 4.3.1 | Grundsatz Alle Motoren müssen mit einer Abgasentnahmesonde ausgerüstet sein, welche die Entnahme eines genügenden, gut gemischten und unverdünnten Abgasteilstromes aller Zylinder bei der Abgastypenprüfung und der Abgasnachuntersuchung erlaubt. In die Sonde darf kein Kühlwasser oder Wasserdampf gelangen. Die Sonde muß zudem so angeordnet sein, daß vor der Entnahmestelle keine in den Abgasen enthaltenen Schadstoffe kondensieren können. Wenn der Motor mit Auflade- und ähnlichen Einrichtungen oder mit besonderen, die Abgase beeinflussenden Einrichtungen, wie Lufteinblasung, Portliner, Abgasrückführung, Reaktoren, Katalysatoren, ausgerüstet ist, muß die Abgasentnahme mit Entnahmesonde nach diesen Einrichtungen erfolgen. Die Einlaßöffnung der Abgasentnahmesonde muß in der Mitte des Abgaskanal-Querschnitts und mindestens 50 mm „stromabwärts“ nach der Einmündung des Auslaßkanals oder Auslaßventils des letzten Zylinders angeordnet werden. Bei besonderen technischen Bedingungen können mehrere Abgasentnahmesonden eingebaut werden, deren Ausgänge vor dem Meßanschluß in geeigneter Weise zusammenzuführen sind. Der Meßanschluß der Abgasentnahmesonde muß leicht zugänglich und mit einem verschließbaren Endstück von mindestens 20 mm Länge, 10 mm äußerem und 8 mm innerem Durchmesser versehen sein. Die Sonden müssen aus einem Material bestehen, das bei den im Motor herrschenden Bedingungen nicht korrodiert oder verzundert. |
| 4.3.2 | Besondere Abgasentnahmesonden für die Abgastypenprüfung |
| 4.3.2.1 | Abweichend von § 4.3.1 kann der Hersteller für die Abgastypenprüfung besondere Abgasentnahmesonden vorsehen, die so eingebaut werden müssen, daß die Abgase aller Zylinder erfaßt und gut gemischt für die Messungen zur Verfügung stehen. Die Vorschriften nach § 4.3.1 sind im übrigen einzuhalten. |
| 4.3.2.2 | Abweichend von § 4.3.1 kann auch je Zylinder eine Abgasentnahmesonde vorgesehen werden, deren Ausgänge vor dem Meßanschluß zusammenzuführen sind. Die Einlaßöffnungen der Abgasentnahmesonden müssen für alle Zylinder – auf den Zylinder bezogen – an der gleichen Stelle liegen; der Abstand zur Achse der Auslaßventile oder Auslaßschlitze hat 50 mm (±10 mm) zu betragen. Die Vorschriften nach § 4.3.1 sind im übrigen einzuhalten. Der Einbau der Abgasentnahmesonden weiter „stromabwärts“ ist im Einvernehmen mit der technischen Prüfstelle zulässig, sofern kein Kühlwasser oder Wasserdampf in die Entnahmesonden gelangen kann. |
| 4.3.2.3 | Wenn der Hersteller nach §§ 4.3.2.1 oder 4.3.2.2 besondere Abgasentnahmesonden für die Abgastypenprüfung vorsieht und einbaut, so hat er die für die Serienüberprüfung ausgewählten Motoren unter Aufsicht der technischen Prüfstelle in gleicher Art und Weise mit Abgasentnahmesonden auszurüsten. |
| 4.3.3 | Besondere Abgasentnahmesonde für die Abgasnachuntersuchung Abweichend von § 4.3.1 kann der Hersteller für die Abgasnachuntersuchung eine oder mehrere besondere Abgasentnahmesonden vorsehen, die an allen Motoren eingebaut sein müssen. Die Entnahme eines gut gemischten Abgasteilstromes muss von allen Zylindern eines Motors möglich sein. Bei Motoren mit mehreren Gemischaufbereitungssystemen muß die Entnahme eines Abgasteilstromes so erfolgen, daß Abgase aus Zylindern aller Gemischaufbereitungssysteme erfaßt werden. Die Vorschriften nach § 4.3.1 sind im übrigen einzuhalten. |
| § 4.4 | Anschluß für Drehzahlmessung |
| 4.4.1 | Grundsatz Alle Motoren müssen mit leicht zugänglichen Möglichkeiten für Drehzahlmessungen ausgerüstet sein. |
| 4.4.2 | Ottomotoren Das Zündkabel für einen Zylinder oder eine diesem entsprechende Einrichtung muß leicht zugänglich sein, sodaß die Klemmen der Meßgeräte leicht und ohne Aufwand angebracht werden können. Wenn dies nicht möglich ist, muß ein besonderer Meßanschluß vorhanden sein. Motoren, die der technischen Prüfstelle zur Abgastypenprüfung zur Verfügung gestellt werden, müssen zudem mit einem leicht zugänglichen Anschluß des Primär-Stromkreises der Zündung versehen sein. |
| 4.4.3 | Dieselmotoren Dieselmotoren müssen an einem mit der Kurbelwelle oder der Einspritzpumpe fest verbundenen Teil mit einer leicht zugänglichen Einrichtung versehen sein, die eine sichere, berührungslose Drehzahlmessung (optisch, induktiv) ermöglicht. |
| § 4.5 | Kurbelgehäuse-Entlüftung Die Kurbelgehäuse-Entlüftung aller Motoren ist in geschlossener Bauweise auszuführen, und zwar so, daß alle aus dem Kurbelgehäuse stammenden Gase und Dämpfe über die Ansaugluft oder das angesaugte Gemisch der Verbrennung im Motor zugeführt werden. Kurbelgehäuseemissionen dürfen weder gas- oder dampfförmig noch in kondensierter Form in die Luft oder ins Wasser abgegeben werden. |
| § 4.6 | Treibstoff Ottomotoren müssen so konstruiert sein, dass sie mit handelsüblichem unverbleitem Kraftstoff dauernd betrieben werden können. |
| § 4.7 | (Anm.: aufgehoben durch BGBl. III Nr. 142/2005) |
| § 4.8 | Verstelleinrichtungen Bei allen Motoren dürfen die Verstelleinrichtungen, soweit deren Verstellung unzulässige Änderungen des Emissionsverhaltens bewirken, wie einstellbare Teile der Gemischaufbereitung, der Einspritzeinrichtung und der Zündanlage, nur mit Spezialwerkzeugen zugänglich sein. Bei Ottomotoren gilt dies auch für die Leerlaufgemischeinstellung, nicht aber für die Leerlaufdrehzahlverstellung. Bei Dieselmotoren gilt dies insbesondere für die Reglereinstellung. |
| § 5. | Änderung von typengeprüften Motoren |
| § 5.1 | Technische Änderungen Nimmt der Hersteller technische Änderungen an typengeprüften Motoren vor, die bewirken, daß einzelne Angaben im Antrag zur Abgastypenprüfbescheinigung oder in der Abgastypenprüfbescheinigung nicht mehr zutreffen, sind die Änderungen der zuständigen Behörde zu melden. |
| § 5.2 | Neue Abgastypenprüfung Die zuständige Behörde kann vom Hersteller zusätzliche Angaben und Prüfergebnisse verlangen oder eine neue Abgastypenprüfung anordnen. Wenn der geänderte Motor diesen Vorschriften entspricht, wird eine Abgastypenprüfbescheinigung erteilt, welche die technischen Änderungen einschließt. Sind die technischen Änderungen umfangreich oder betreffen sie wesentliche Konstruktionsmerkmale, muß ein vollständiger Antrag gemäß diesen Vorschriften eingereicht und ein neues Abgastypenprüfverfahren durchgeführt werden. |
| § 6. | Übereinstimmung mit der Produktion (Serienüberprüfung) |
| § 6.1 | Grundsatz Die Serienüberprüfung wird von der zuständigen Behörde des Landes angeordnet, welche die Abgastypenprüfbescheinigung erteilt hat. |
| § 6.2 | Erste Stichprobe Die zuständige Behörde kann eine technische Prüfstelle beauftragen, in einer ersten Stichprobe bis zu drei in Betrieb stehende oder zur Inbetriebnahme vorgesehene Motoren der gleichen Motorenfamilie zufällig auszuwählen und einer Abgastypenprüfung nach diesen Vorschriften zu unterziehen. Der Hersteller hat die vorgesehenen Motoren zur Verfügung zu stellen; diese Verpflichtung geht er mit der Einreichung des Antrages zur Typenprüfbescheinigung ein. |
| § 6.3 | Einfahren der Motoren Die technische Prüfstelle hat die ausgewählten Motoren nach Angaben des Herstellers oder im Zweifel nach eigenem Ermessen einzustellen. |
| § 6.4 | Wartungsarbeiten Die technische Prüfstelle hat an den ausgewählten Motoren die Wartungsarbeiten auszuführen, die nach den Anleitungen des Herstellers vorgesehen sind oder wenn offensichtliche Defekte vorliegen. Die Wartungsarbeiten können auch durch den Hersteller unter Aufsicht der technischen Prüfstelle ausgeführt werden. |
| § 6.5 | Einwendungen zur Auswahl Wenn der Hersteller Einwendungen bezüglich der Auswahl der Motoren vorzubringen hat, so muß er dies der zuständigen Behörde vor Beginn der Abgastypenprüfungen mitteilen. |
| § 6.6 | Bestandene Prüfung Die Serienüberprüfung gilt als bestanden, wenn die abgasrelevante Ausrüstung der in die erste Stichprobe einbezogenen Motoren mit den Angaben im Antrag für die Abgastypenprüfbescheinigung übereinstimmt und die Abgasgrenzwerte eingehalten werden. Die zuständige Behörde gibt dem Hersteller das Ergebnis der Serienüberprüfung innerhalb von 30 Tagen nach Abschluß der Abgasmessungen schriftlich bekannt. |
| § 6.7 | Nicht bestandene Prüfung Werden in der ersten Stichprobe nicht alle Abgasgrenzwerte eingehalten oder stimmt die emissionsrelevante Ausrüstung nicht mit den Angaben im Antrag für die Abgastypenprüfbescheinigung überein, so gilt die Serienüberprüfung als nicht bestanden. Der Hersteller hat dann folgende Möglichkeiten: 1. er bringt alle im Geltungsbereich dieser Verordnung bereits in Betrieb stehenden und zur Inbetriebnahme vorgesehenen fehlerhaften Motoren entsprechend der Abgastypenprüfbescheinigung innerhalb von sechs Monaten auf seine Kosten in einen diesen Vorschriften entsprechenden Zustand, oder 2. er verlangt die Durchführung weiterer Prüfungen mit einer endgültigen Stichprobe gemäß § 6.9. |
| § 6.8 | Instandsetzung fehlerhafter Motoren Entschließt sich der Hersteller zur Instandsetzung der Motoren, so hat er der zuständigen Behörde innerhalb von 30 Tagen, gerechnet ab der schriftlichen Benachrichtigung, mitzuteilen, welche technischen Maßnahmen er durchzuführen beabsichtigt. Die zuständige Behörde kann diese Frist auf Antrag des Herstellers einmal um weitere 30 Tage verlängern. Die zuständige Behörde kann die instand gesetzten Motoren mit einer ersten Stichprobe überprüfen. Die Kosten für die Überprüfung der instand gesetzten Motoren hat der Hersteller zu tragen. |
| § 6.9 | Endgültige Stichprobe Wählt der Hersteller die Durchführung einer endgültigen Stichprobe, so hat er schriftlich zu erklären, daß er auch die Kosten für die zusätzlichen Prüfungen übernimmt. Der Hersteller kann der zuständigen Behörde Vorschläge über den Umfang der endgültigen Stichprobe unterbreiten. Die zuständige Behörde legt den Umfang der endgültigen Stichprobe fest (maximal 19 Motoren) und wählt die zu prüfenden Motoren aus. Die endgültige Stichprobe enthält die bei der ersten Stichprobe geprüften Motoren. Die über die Motoren der ersten Stichprobe hinaus in der endgültigen Stichprobe enthaltenen Motoren werden einer Abgastypenprüfung nach diesen Vorschriften unterzogen. Die Serienüberprüfung gilt als bestanden, wenn die emissionsrelevante Ausrüstung aller geprüften Motoren mit den Angaben im Antrag für die Abgastypenprüfbescheinigung übereinstimmt und folgende Bedingung für jeden Schadstoff erfüllt ist: |
| k: von n abhängiger statistischer Faktor nach folgender Tabelle: |
|---|
| n | k | n | k | |
|---|---|---|---|---|
| 2 | 0.973 | 11 | 0.265 | |
| 3 | 0.613 | 12 | 0.253 | |
| 4 | 0.489 | 13 | 0.242 | |
| 5 | 0.421 | 14 | 0.233 | |
| 6 | 0.376 | 15 | 0.224 | |
| 7 | 0.342 | 16 | 0.216 | |
| 8 | 0.317 | 17 | 0.210 | |
| 9 | 0.296 | 18 | 0.203 | |
| 10 | 0.279 | 19 | 0.198 | |
| Die zuständige Behörde hat dem Hersteller das Ergebnis der Serienüberprüfung mit der endgültigen Stichprobe innerhalb von 30 Tagen nach Abschluß der Messung schriftlich bekanntzugeben. |
|---|
| § 6.10 | Entzug der Abgastypenprüfbescheinigung Ist die Serienüberprüfung nicht bestanden, so ist die Abgastypenprüfbescheinigung von der zuständigen Behörde zu entziehen. Vom Entzug ist abzusehen, wenn der Hersteller sich verpflichtet, alle im Geltungsbereich dieser Verordnung bereits zugelassenen, fehlerhaften Motoren entsprechend der Abgastypenprüfbescheinigung innerhalb von sechs Monaten auf seine Kosten in Ordnung zu bringen. Entschließt sich der Hersteller zur Instandsetzung der Motoren, so ist nach § 6.8 zu verfahren. Die Abgastypenprüfbescheinigung ist auch zu entziehen, wenn der Hersteller seinen Verpflichtungen in zeitlicher oder materieller Hinsicht nicht nachkommt. |
|---|---|
| § 6.11 | Wirkung des Entzuges Der Entzug der Abgastypenprüfbescheinigung bewirkt, daß im Geltungsbereich dieser Verordnung mit diesen Motoren ausgerüstete Fahrzeuge ab diesem Zeitpunkt nicht neu zum Verkehr zugelassen werden dürfen und die Abgastypenprüfbescheinigung dieser Motoren ungültig wird. Die zuständige Behörde hat die zuständigen Behörden der anderen Vertragsstaaten, ihre eigenen für die Zulassung zuständigen Behörden und den Hersteller über den Entzug der Abgastypenprüfbescheinigung zu unterrichten. Die Zulassungsbehörden haben die Halter von Fahrzeugen mit fehlerhaften Motoren über den Entzug der Abgastypenprüfbescheinigung zu unterrichten. Fahrzeuge, die nach Ablauf der Instandsetzungsfrist noch immer einen fehlerhaften Motor aufweisen, dürfen nicht mehr verkehren. Die Zulassung ist nach Ablauf der Instandsetzungsfrist zu entziehen (§ 14.06 BSO). |
| § 7. | Verschiedenes |
| § 7.1 | Einbauvorschriften Für jeden Motor muß eine schriftliche Einbauvorschrift des Herstellers für den Schiffsbauer vorliegen. Diese Einbauvorschrift hat alle notwendigen Angaben zu enthalten, die vom Schiffsbauer beim Einbau des abgasgeprüften Motors in ein Fahrzeug zu beachten sind, damit das Abgasverhalten des Motors durch den Einbau in ein Fahrzeug nicht verändert wird. |
| § 7.2 | Wartungs- und Bedienungsvorschriften Für jedes Fahrzeug, dessen Motor diesen Vorschriften unterliegt, muß eine schriftliche Wartungs- und Betriebsanleitung des Herstellers vorliegen. Diese muß eine Anleitung zur Bedienung des Motors sowie die nötigen Angaben zur Sicherstellung des richtigen Funktionierens von Emissionskontrollsystemen enthalten. Ebenso müssen die Intervalle für abgasrelevante Wartungsarbeiten und deren Umfang aufgeführt sein. |
| § 7.3 | Einrichtungen zur Abgastypenprüfung Die Anforderungen an: – die Einrichtung des Leistungsprüfstandes, – die Geräte zur Probeentnahme und Gasanalyse, – die Messung und Berechnung des Abgasdurchsatzes, – die Verwendung der Analysatoren und Entnahmegeräte, – das Kalibrierverfahren, – die Analysesysteme richten sich nach ISO-Norm 8178 Teil 1. |
| § 7.4 | Treibstoff Für die Abgastypenprüfungen sind folgende Referenztreibstoffe zu verwenden: |
| § 7.4.1 | Ottomotoren (Motoren mit Fremdzündung) Referenz-Treibstoff Typ: unverbleites Benzin gemäß Richtlinie 98/69/EG |
| § 7.4.2 | Dieselmotoren (Motoren mit Fremdzündung) Referenz-Treibstoff Typ: Dieselkraftstoff gemäß Richtlinie 1999/96/EG |
| § 7.4.3 | Motoren für gasförmige Treibstoffe Referenz-Treibstoff Typ: Erdgas NG gemäß Richtlinie 1999/96/EG |
| § 7.4.4 | Motoren mit Flüssiggas Referenz-Treibstoff Typ: Flüssiggas LPG gemäß Richtlinie 1999/96/EG |
| § 7.4.5 | Biodiesel (RME) Referenz-Treibstoff Typ: Rapsmethylester gemäß EN 14214 |
| § 7.4.6 | Alkoholische und andere Treibstoffe Die Definition von alkoholischen und anderen bislang nicht bestimmten Treibstoffen bleibt bis zur Verabschiedung entsprechender Normen oder Richtlinien den Herstellern überlassen. Der Hersteller muss die genaue Zusammensetzung des Treibstoffes angeben. Die Zulassung des Treibstoffes durch die Behörde bleibt vorbehalten. |
| § 7.4.7 | Schmierstoffe für 2-Takt-Motoren Die Wahl und Definition des dem Treibstoff nach § 7.4.1 beizumischenden Schmierstoffes bleibt den Herstellern überlassen. Der Hersteller muss die genaue Zusammensetzung des Schmierstoffes angeben. Die Zulassung des Schmierstoffes durch die Behörde bleibt vorbehalten. |
| § 7.5 | Atmosphärische Bedingungen im Prüflabor Die atmosphärischen Bedingungen im Prüflabor richten sich nach ISO-Norm 8178 Teil 1. |
| § 7.6 | Durchführung der Prüfung Die Durchführung der Abgastypenprüfung erfolgt nach ISO-Norm 8178 Teil 1. |
| § 7.7 | Auswertung der Aufzeichnungen Die Auswertung der Aufzeichnungen erfolgt nach ISO-Norm 8178 Teil 1. |
| § 7.8 | Berechnung der Emissionen Die Berechnung der Emissionen erfolgt nach der ISO-Norm 8178 Teil 1. |
| § 7.9 | Bericht der Abgastypenprüfung Für den Bericht zur Abgastypenprüfung und zu den Testresultaten ist die ISO-Norm 8178 Teil 6 anzuwenden. |
| § 8. | (Anm.: aufgehoben durch BGBl. III Nr. 142/2005) |
| § 9. | (Anm.: aufgehoben durch BGBl. III Nr. 142/2005) |
Anhang 1
(zu § 1.3)
Hauptmerkmale des Motors bzw. der Motorenfamilie und Angaben über die Durchführung der Prüfungen
§ 1. Beschreibung des Motors:
| 1.1 | Marke............................................................................................................................. | |
|---|---|---|
| 1.2 | Typ................................................................................................................................. | |
| 1.3 | Treibstoff Benzin/Diesel | |
| 1.4 | Arbeitsweise: Fremdzündung/Kompressionszündung | |
| Zweitakt/Viertakt | ||
| 1.5 | Motorenart: Außenborder/Innenborder | |
| 1.7 | Bohrung.......................................................................................mm | |
| 1.8 | Hub...............................................................................................mm | |
| 1.9 | Hubraum.......................................................................................cm3 | |
| 1.10 | Anzahl Zylinder................................................................................................................. | |
| 1.11 | Zündreihenfolge................................................................................................................ | |
| 1.12 | Verdichtungsverhältnis.................................................................................................... | |
| 1.13 | Brennraum (Zeichnung).................................................................................................... | |
| 1.14 | Mindestquerschnittsflächen der Ein- und Auslaßkanäle.................................................. | |
| 1.15 | Weitere Angaben............................................................................................................... | |
§ 2. Kühlsystem
| 2.1 | Flüssigkeitskühlung |
|---|---|
| 2.1.1 | Mit/ohne getrennten Seewasserkreis |
| 2.1.2 | Schemazeichnung des Kühlsystems (Beilage) |
| 2.1.3 | Art der Kühlflüssigkeit..................................................................................................... |
| 2.1.4 | Kühlmittelpumpe; Kenndaten, Typ, Drehzahl.................................................................. |
| 2.1.5 | Thermostat: Einstellung.................................................................................................... |
| 2.1.6 | Kühler/ Wärmeaustauscher............................................................................................... |
| Zeichnung.......................................................................................................................... | |
| 2.1.7 | Weitere Angaben............................................................................................................... |
| 2.2 | Luftkühlung |
| 2.2.1 | Gebläse; Kenndaten, Typ, Drehzahl................................................................................. |
| 2.2.2 | Schemazeichnung des Kühlsystems (Beilage) |
| 2.2.3 | Luftführung...................................................................................................................... |
| 2.2.4 | Temperaturregulierung.................................................................................................... |
| 2.3 | Kühlung des Auspuffsystems und gegebenenfalls des Abgasturboladers; Beschreibung, Zeichnung, Anteil am Kühlmitteldurchsatz ……………………………………………. |
§ 3. Zulässige Temperaturen
| 3.1 | Flüssigkeitskühlung.......................................................................................................... |
|---|---|
| 3.2 | Luftkühlung...........................................Bezugspunkt....................................................... |
| 3.3 | Kühler/Wärmetauscher..................................................................................................... |
| 3.4 | Abgastemperaturen nach Auslaßorgan............................................................................. |
| 3.5 | Treibstofftemperatur min.:.................................max.:...................................................... |
| 3.6 | Schmiermittel................................................................................................................... |
§ 4. Verschiedene Einrichtungen
| 4.1 | Aufladung ja/nein |
|---|---|
| 4.2 | Beschreibung/Typ............................................................................................................ |
| 4.3 | Ölkühler ja/nein |
| 4.4 | Beschreibung.................................................................................................................... |
§ 5. Ansaugsystem
| 5.1 | Ansaugkrümmer/Leitungen............................................................................................ |
|---|---|
| 5.2 | Beschreibung................................................................................................................... |
| Luftfilter; Marke, Typ...................................................................................................... | |
| 5.3 | Ansauggeräuschdämpfer.................................................................................................. |
§ 6. Aufladung, Ladeluftrückkühlung
| 6.1 | Beschreibung des Systems, Schemazeichnungen........................................................... |
|---|---|
| 6.2 | Art der Aufladung........................................................................................................... |
| 6.3 | Lader; Marke, Typ........................................................................................................... |
| 6.3 | Ergänzende Angaben....................................................................................................... |
§ 7. Kraftstoffsystem
| 7.1 | Kraftstoffsystem; Beschreibung und Schema des Gesamtsystems einschließlich Zusatzeinrichtungen | |
|---|---|---|
| 7.2 | Kraftstoffpumpe........................................................................................................... | |
| 7.3 | Kraftstoffilter............................................................................................................... | |
| 7.4 | Druck.....................................oder Kennlinie............................................................... | |
| 7.5 | Einspritzanlage; Beschreibung des Systems, Schemazeichnung, Arbeitsweise: – Einspritzung in den Ansaugkrümmer – Einspritzung in Vorkammer – Einspritzung in Wirbelkammer – Einspritzung in Hauptbrennraum | |
| 7.5.1 | Einspritzpumpe............................................................................................................... | |
| 7.5.2 | Einspritzpumpe; Marke, Typ............................................................................................ | |
| 7.5.3 | Einspritzmenge bei Vollast/Drehzahl.............................................................................. | |
| 7.5.4 | Einspritzzeitpunkt | |
| 7.5.5 | Verstellkurve des Spritzverstellers................................................................................... | |
| 7.5.6 | Abregeldrehzahl: unter Last.............................................................................................. | |
| ohne Last................................................................................................ | ||
| 7.5.7 | Einspritzleitungen; Beschreibung, Länge, Durchmesser.................................................. | |
| 7.5.8 | Einspritzdüsen; Marke, Typ.............................................................................................. | |
| 7.5.9 | Öffnungsdruck oder Kennlinie......................................................................................... | |
| 7.5.10 | Regler; Marke, Typ.......................................................................................................... | |
| 7.5.11 | Leerlaufdrehzahl.............................................................................................................. | |
| 7.5.12 | Kaltstarteinrichtung......................................................................................................... | |
| 7.6 | Vergaser | |
| 7.6.1 | Marke, Typ, Zahl............................................................................................................. | |
| 7.6.2 | Einstellelemente: | |
| Düsen................................................................................................................................ | ||
| Lufttrichter....................................................................................................................... | ||
| Füllstand in der Schwimmerkammer............................................................................... | ||
| Gewicht (Masse) des Schwimmers.................................................................................. | ||
| 7.6.3 | Leerlaufsystem................................................................................................................. | |
| 7.6.4 | Leerlaufdrehzahl.............................................................................................................. | |
| 7.6.5 | Hauptdüse(n).................................................................................................................... | |
| 7.6.6 | Durchmesser der engsten Stelle oder kleinster Querschnitt zusätzlicher Drosseln............ | |
| 7.6.7 | Kaltstarteinrichtung............................................................................................................ | |
| 7.6.8 | Benzin-/ Luftverhältnis (Kennlinie)................................................................................... | |
§ 8. Zündung (nur für Ottomotoren)
| 8.1 | Art des Zündsystems; Beschreibung, Schemazeichnung.................................................. |
|---|---|
| 8.2 | Zündverteiler; Beschreibung, Marke, Typ........................................................................ |
| 8.3 | Unterbrecher / Schließwinkel........................................................................................... |
| 8.4 | Zündzeitpunkt................................................................................................................... |
| 8.5 | Zündverstellung (Kennlinie)............................................................................................ |
| 8.6 | Zündkerzen; Marke, Typ.................................................................................................. |
| 8.7 | Elektrodenabstand............................................................................................................. |
| 8.8 | Zündspannung.................................................................................................................... |
| 8.9 | Betriebsspannung (Primärstromkreis)............................................................................... |
| 8.10 | Zündspule; Marke, Typ...................................................................................................... |
§ 9. Ventile – Gaswechsel
| 9.1 | Ventile |
|---|---|
| 9.1.1 | Ventilhübe; Öffnungs- und Schließwinkel........................................................................ |
| 9.1.2 | Einstellspiel....................................................................................................................... |
| 9.1.3 | Weitere Beschreibung........................................................................................................ |
| 9.2 | Steuerschlitze |
| 9.2.1 | Schlitzabmessungen, Steuerzeiten...................................................................................... |
| 9.2.2 | Weitere Steuerorgane bei Zweitaktmotoren, Beschreibung................................................ |
§ 10. Auspuffanlage
| 10.1 | Auspuffkrümmer, Beschreibung......................................................................................... |
|---|---|
| 10.2 | Zulässiger Gegendruck (Kennlinie)................................................................................... |
| 10.3 | Einzuhaltende technische Bedingungen beim Einbau in Fahrzeuge.................................. |
| 10.4 | Besondere Einrichtungen (wie Portliner, Lufteinblasung)................................................. |
| 10.5 | Abgasentnahmesonden; Lage, Anordnung, Beschreibung (Schemazeichnung)............................................................................................................ |
| 10.6 | Weitere Angaben................................................................................................................ |
§ 11. Besondere Emissionskontrollsysteme
| 11.1 | Beschreibung allgemein.................................................................................................... |
|---|---|
| 11.2 | Kurbelgehäuseentlüftung.................................................................................................. |
§ 12. Schmiersystem
| 12.1 | Beschreibung des Systems………………………………………………......................... |
|---|---|
| 12.2 | Schmiermittelbehälter....................................................................................................... |
| 12.3 | Schmiermittelzuführung................................................................................................... |
| 12.4 | Füllmengen....................................................................................................................... |
| 12.5 | Schmierölqualität.............................................................................................................. |
| 12.6 | Weitere Angaben............................................................................................................... |
| 12.7 | Gemischschmierung für Zweitaktmotoren........................................................................ |
| 12.7.1 | Prozentualer Schmierölanteil........................................................................................... |
| 12.7.2 | Vorgeschriebene oder empfohlene Ölqualität................................................................... |
| 12.7.3 | Kennlinie der Dosierpumpe............................................................................................... |
§ 13. Elektrische Anlage
| 13.1 | Betriebsspannung.............................................................................................................. |
|---|---|
| 13.2 | Lichtmaschine / Alternator............................................................................................... |
| 13.3 | Regler................................................................................................................................ |
| 13.4 | Anlasser............................................................................................................................ |
| 13.5 | Weitere Angaben.............................................................................................................. |
§ 14. Kraftübertragung
| 14.1 | Schwungrad; Beschreibung.............................................................................................. |
|---|---|
| Trägheitsmoment............................................................................................................. | |
| 14.2 | Kupplung; Beschreibung................................................................................................. |
| Trägheitsmoment............................................................................................................. | |
| 14.3 | Getriebe; Beschreibung...................................................................................................... |
| Trägheitsmoment (Leerlaufstellung)................................................................................... | |
| 14.4 | Übertragung auf Propeller; Beschreibung.......................................................................... |
| 14.5 | Propeller; allgemeine Angaben.......................................................................................... |
| Anzahl Blätter.................................................................................................................... | |
| Durchmesser....................................................................................................................... | |
| Steigung.............................................................................................................................. | |
§ 15. Zusätzliche Angaben
| 15.1 | Schmiermittel; Marke........................................................................................................ |
|---|---|
| 15.2 | Typ und Viscosität............................................................................................................. |
| 15.3 | Weitere Angaben............................................................................................................... |
§ 16. Motordaten
| Die unten aufgeführten Leistungsdaten beziehen sich auf die reduzierte Leistung nach ISO 3046/1-1986 oder DIN 6271, Teil 1. Für die Einstellung der Bremsbelastung nach der Propellerkurve (16.7) sind sie auf effektive Leistung entsprechend der momentanen Umgebungsbedingungen umzurechnen. | |
|---|---|
| 16.1 | Leerlauf-Drehzahl............................................................................................................ |
| 16.2 | Nenndrehzahl................................................................................................................... |
| 16.3 | Nennleistung.................................................................................................................... |
| 16.4 | Drehzahl bei maximaler Leistung.................................................................................... |
| 16.5 | Maximale Leistung.......................................................................................................... |
| 16.6 | Abregeldrehzahl (Dieselmotor)....................................................................................... |
| 16.7 | Propellerkurve (Soll) |
| Meßpunkt | Drehzahl l/min |
| --- | --- |
| 1 | Leerlauf |
| 2 | 0.4 nN |
| 3 | 0.5 nN |
| 4 | 0.6 nN |
| 5 | 0.7 nN |
| 6 | 0.8 nN |
| 7 | 0.9 nN |
| 8 | nN |
| 9 | npmax |
§ 17. Abgasentnahmesonden und Meßanschlüsse
| 17.1 | Abgasentnahmesonden........................................................................................................ |
|---|---|
| 17.2 | Anschlüsse für Drehzahlmessung........................................................................................ |
§ 18. Zusammenstellung der Beilagen zum Antrag auf Erteilung einer Abgastypenprüfbescheinigung
Anhang 2
(zu Art. 13.11a Abs. 4 BSO, zu § 2.1.2)
(Anm.: aufgehoben durch BGBl. III Nr. 142/2005)
Anhang 3
(zu § 1.6)
Prüfnummer für die Abgastypenprüfbescheinigung
Die Prüfnummer der Abgastypenprüfbescheinigung setzt sich zusammen:
| § 1. | Prüfzeichen: | |
|---|---|---|
| Land | Prüfzeichen | |
| Bundesrepublik Deutschland | M 1 | |
| Österreich | M 12 | |
| Schweiz | M 14 | |
| andere Länder | M ... | |
| § 2. | Technische Prüfstellen | |
| --- | --- | |
| Zweistellige Nummern, welche durch die zuständigen Behörden der Länder vergeben werden. | ||
| § 3. | Motorenart (§ 1.2.1) | |
| 1 = Innenbord-Ottomotor (Motor mit Fremdzündung) 2 = Außenbord-Ottomotor (Motor mit Fremdzündung) 3 = Innenbord-Dieselmotor (Motor mit Selbstzündung) 4 = Außenbord-Dieselmotor (Motor mit Selbstzündung) | ||
| § 4. | Laufnummer | |
| Zweistellige Laufnummer, welche durch die zuständige Behörde vergeben wird. | ||
Beispiel für die Darstellung
Anhang 4
(zu § 1.5)
Abkürzung
BSO
Artikel II
Übergangsbestimmung
(Anm.: aus BGBl. Nr. 203/1996 zu § 13.20 Abs. 3 und 6, BGBl. Nr. 93/1976)
Die in § 13.20. Abs. 3 und 6 gestellte Anforderung an den Auftrieb der Rettungsmittel gilt nur für Rettungsmittel auf Fahrzeugen, die nach Inkrafttreten dieser Verordnung erstmals zugelassen werden.
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