Verordnung des Bundesministers für Wissenschaft und Verkehr, mit der Schlechtwetterflugwege festgelegt werden (Schlechtwetterflugwege-Verordnung – SWFV)
Abkürzung
SWFV
Präambel/Promulgationsklausel
Auf Grund des § 85 Abs. 4 des Luftfahrtgesetzes, BGBl. Nr. 253/1957, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 147/1998, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Landesverteidigung verordnet:
Abkürzung
SWFV
§ 1. (1) Schlechtwetterflugwege sind die Gebiete der Republik Österreich, welche in den Korridoren liegen, deren Verlauf durch Abs. 2 bestimmt ist. Die Achsen der Schlechtwetterflugwege werden wie folgt festgelegt:
Vils – Reutte – Bichlbach – Ehrwald – Fernpaß – Nassereith – Telfs – Innsbruck
Innsbruck – Telfs – Silz – Mils bei Imst – Landeck – St. Anton/Arlberg – Arlberg Paß – Dalas – Bludenz – Nenzing – Feldkirch – Götzis – Hohenems
Innsbruck – Inntal – Kufstein
Walserberg – Autobahn – Salzburg
Salzburg – Autobahn – Linz
Linz – St. Valentin – Donautal – Krems
Krems – Donautal – Wien
Vilshofen – Autobahn – Linz
Linz – Pregarten – Freistadt
Freistadt – Kerschbaumer Sattel – Wullovitz
Innsbruck – Jenbach – Zell/Ziller – Gerlos – Neukirchen am Großvenediger – Mittersill – Zell am See
Zell am See – Salzachtal – Hüttau – Radstadt
Radstadt – Ennstal – Aigen
Aigen – Liezen – Rottenmann – Trieben – Schoberpaß – Timmersdorf – Leoben – Kapfenberg
Kapfenberg – Kindberg – Mürzzuschlag – Semmering – Gloggnitz – Ternitz – Wr. Neustadt
Wr. Neustadt – Autobahn – Münchendorf – Himberg – Wien
Wien – Strasshof – Poysdorf – Schrattenberg
Mauterndorf – Murtal – Kapfenberg
Zell am See – Mittersill – Felbertauern – Matrei in Osttirol – Huben – Ainet – Lienz
Lienz – Drautal – Spittal an der Drau
Spittal an der Drau – Villach – Pyramidenkogel – Klagenfurt
Klagenfurt – Völkermarkt – Griffen – St. Andrä – Wolfsberg
Wolfsberg – Mooskirchen – Packsattel – Graz
Graz – Lassnitzhöhe – Gleisdorf – Waltersdorf in der Oststeiermark – Hartberg – Pinkafeld
Pinkafeld – Aspang Markt – Pitten – Wr. Neustadt
Graz – Lassnitzhöhe – Gleisdorf – Fürstenfeld – Punitz
Punitz – Oberwart – Pinkafeld
Innsbruck – Inntal – Landeck – Prutz – Tösens – Finstermünzpaß
Innsbruck – Schönberg – Steinach am Brenner – Gries am Brenner – Brennerpaß
Kufstein – St. Johann/Tirol – Paß Griessen – Leogang – Zell am See
Zell am See – Weißenbach an der Lofer – Lofer – Unken – Salzburg
Salzburg – Hallein – Golling an der Salzach – Paß Lueg – Werfen – Hüttau – Radstadt
Radstadt – Autobahn – Katschberg Paß – Kremsbrücke – Gmünd – Spittal an der Drau
Klagenfurt – Pyramidenkogel – Villach – Arnoldstein
Salzburg – Eugendorf – Fuschlsee – St. Gilgen – St. Wolfgang im Salzkammergut – Bad Ischl – Bad Goisern – Pötschenpaß – Bad Aussee – Bad Mitterndorf – Aigen
Linz – Kirchdorf
Kirchdorf – Klaus – Windischgarsten – Pyhrnpaß – Liezen – Aigen
Klagenfurt – St. Donat – Längsee – Treibach – Friesach Hirt – Neumarkter Sattel – Scheifling – Zeltweg
Klagenfurt – Eisenkappl – Seeberg-Sattel
Krems – St. Pölten – Wilhelmsburg – Traisen – Türnitz – Annaberg – Mariazell
Mariazell – Aflenz – Seewiesen – Wegscheid – Kapfenberg
Kapfenberg – Murtal – Graz
Graz – Leibnitz – Spielfeld
Wr. Neustadt – Pöttsching – Klingenbach
Wien – Orth an der Donau – Petronell – Hainburg an der Donau
(2) Im einzelnen ist der Verlauf der Korridore aus dem beim Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr und bei den Ämtern der Landesregierungen aufliegenden Plan Nr. 69.529-A im Maßstab 1 : 500 000 sowie aus dem
beim Amt der Burgenländischen Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B1,
beim Amt der Kärntner Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B2,
beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B3,
beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B4,
beim Amt der Salzburger Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B5,
beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B6,
beim Amt der Tiroler Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B7,
beim Amt der Vorarlberger Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B8 und
beim Amt der Wiener Landesregierung aufliegenden Plansatz Nr. 69.529-B9,
jeweils im Maßstab 1 : 50 000, zu ersehen. Diese Pläne bilden einen Bestandteil der Verordnung. Die Korridore sind durch violette Linien seitlich begrenzt. Die Breite der Korridore wird durch die äußeren Kanten der Begrenzungslinien bestimmt.
(3) Die graphische Darstellung der Schlechtwetterflugwege ist außerdem auf je zwei bei den Ämtern der Landesregierungen aufliegenden Disketten im Maßstab 1 : 50 000 in der Gauß-Krüger-Projektion und der Lambertschen Schnittkegelprojektion ersichtlich. Die einen Bestandteil dieser Verordnung bildenden Disketten sind bei den Ämtern der Landesregierungen zur Einsichtnahme bereitzuhalten. Die Einsichtnahme ist jedermann zu gewähren.
Abkürzung
SWFV
§ 2. (1) Durch die Verordnung wird ausschließlich die Kennzeichnungspflicht der Eigentümer von Luftfahrthindernissen gemäß § 85 Abs. 3 Z 2 des Luftfahrtgesetzes, BGBl. Nr. 253/1957, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 147/1998, betroffen.
(2) Die Planunterlagen und die Disketten stellen keine Sichtflugkarte dar. Die in den Luftverkehrsregeln 1967, BGBl. Nr. 42/1968 in der jeweils geltenden Fassung, festgelegte Verantwortlichkeit des Piloten bleibt unberührt. Insofern können aus der Schlechtwetterflugwege-Verordnung keine Haftungsansprüche gegenüber der Republik Österreich abgeleitet werden.
Abkürzung
SWFV
§ 3. Diese Verordnung tritt mit 9. Jänner 1999 in Kraft.
Dieses Dokument ersetzt nicht die offizielle Publikation im Bundesgesetzblatt. Für eventuelle Ungenauigkeiten bei der Übertragung in dieses Format wird keine Haftung übernommen.