Verordnung des Bundesministers für soziale Sicherheit und Generationen über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TWV)
2.3. Kontrollen für kleine Wasserversorgungsanlagen (Abgabe von ≤ 100 m3 Wasser pro Tag bzw. Versorgung von ≤ 500 Personen) (Mindestuntersuchung)
KBE 22
KBE 37
Escherichia coli (E. coli)
coliforme Bakterien
Intestinale Enterokokken
Pseudomonas aeruginosa (Anmerkung 1)
Clostridium perfringens (Anmerkung 2)
Geruch
Färbung
Trübung
Geschmack
Temperatur
Leitfähigkeit
Wasserstoffionenkonzentration (pH-Wert)
Gesamthärte °dH
Carbonathärte °dH (Säurekapazität bis pH 4,3)
Oxidierbarkeit (siehe Anmerkung in Anhang I Teil C)
Ammonium
Nitrit
Nitrat
Chlorid
Sulfat
Eisen
Mangan
Aluminium (Anmerkung 4)
Bei desinfiziertem Wasser (je nach Art des eingesetzten Desinfektionsverfahrens):
– Trübung (NTU) unmittelbar vor oder nach der Desinfektion
Chlorung:
– Konzentration an Chlorverbindungen
Behandlung mit Chlordioxid:
– Konzentration an Chlordioxid
Ozonung:
– Konzentration an Ozon
UV-Bestrahlung:
– UV-Transmission des Wassers UVT-100 (254 nm; 100 mm Schichtdicke) unmittelbar vor oder nach dem UV-Gerät,
– Durchfluss des Wassers, Ablesung am Durchflussmessgerät
– Bestrahlungsstärke (W/m2), Ablesung an der Anzeige des Geräteradiometers (Sensor)
Zusätzlich werden jene Parameter aufgenommen, deren regelmäßige Untersuchung erforderlich ist, um eine mögliche Nichteinhaltung eines Parameterwertes rechtzeitig zu erkennen. Insbesondere werden solche Parameter einbezogen, die nachteiligen Einfluss auf die Beschaffenheit des dem Verbraucher gelieferten Wassers haben können.
Weiters werden solche Parameter bestimmt, welche die Berechnung der Ionenbilanz und die Charakterisierung des Wassers ermöglichen (Gesamthärte °dH, Carbonathärte °dH (Säurekapazität bis pH 4,3), Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium). Die Probenahme erfolgt an ausgewählten, in § 5 Z 3 festgelegten Probenahmestellen und in solchen Zeitabständen, die erforderlich sind, um die Erhaltung oder Wiederherstellung der einwandfreien Wasserqualität zu überwachen.
Anmerkung 1: Dieser Parameter muss nur bei Wässern, die in Flaschen oder anderen Behältnissen in Verkehr gebracht werden (am Punkt der Abfüllung) und bei Wässern, welche chemischtechnisch (zB Ionenaustausch, Aktivkohlefilter) aufbereitet wurden, untersucht werden. Weiters ist dieser Parameter im Rahmen der Wirksamkeitskontrolle von Desinfektionsverfahren bei Proben vor und unmittelbar nach Abschluss der Desinfektion zu untersuchen.
Anmerkung 2: Dieser Parameter braucht nur bestimmt zu werden, wenn das Wasser von Oberflächenwasser stammt oder von Oberflächenwasser beeinflusst wird. Weiters ist dieser Parameter im Rahmen der Wirksamkeitskontrolle von Desinfektionsverfahren bei Proben vor und unmittelbar nach Abschluss der Desinfektion zu untersuchen.
Anmerkung 3: Nur erforderlich, wenn Chloraminierung als Desinfektionsmethode verwendet wird.
Anmerkung 4: Bei Verwendung von Aluminiumverbindungen in der Wasseraufbereitung.
Anmerkung 5: Bei Verwendung von Eisenverbindungen in der Wasseraufbereitung.
2.4 Betriebliche Überwachung
Die betriebliche Überwachung ist auf Wasserversorgungsanlagen, die ˃ 10 m³ Wasser pro Tag liefern, anzuwenden. Sie kann vom Wasserversorger, soweit es die Trübung betrifft, selbst durchgeführt werden. Zur regelmäßigen Kontrolle der Wirksamkeit der physikalischen Entfernung von Partikeln durch Filtrationsverfahren wird der Parameter „Trübung im Wasserwerk“ überwacht. Dies gilt nicht für Grundwasserressourcen, deren Trübung durch Eisen und Mangan verursacht wird.
| Betriebsparameter | Referenzwert |
|---|---|
| Trübung im Wasserwerk | 0,3 NTU bei 95 % der Proben und nicht über 1,0 NTU |
| Menge des abgegebenen Wassers in m³ pro Tag | Mindesthäufigkeit der Probennahme und Analyse |
| ≤ 1 000 | wöchentlich |
| 1 000 bis ≤ 10 000 | täglich |
| 10 000 | fortlaufend |
Im Rahmen der Wirksamkeitskontrolle von Desinfektionsverfahren und, sofern es die Risikobewertung gemäß § 5a ergibt, ist der Betriebsparameter „somatische Coliphagen“ zu bestimmen, wenn das Rohwasser aus einem Oberflächengewässer stammt
| Betriebsparameter | Referenzwert | Einheit |
|---|---|---|
| Somatische Coliphagen | 50 (für Rohwasser) | plaquebildende Einheiten (Plaque Forming Units — PFU)/100 ml |
Wenn die „somatischen Coliphagen“ im Rohwasser in Konzentrationen 50 PFU/100 ml nachgewiesen werden, haben Analysen entlang der Aufbereitungsstufen zu erfolgen, damit die log-Reduktion durch die vorhandenen Barrieren bestimmt und bewertet werden kann, ob das Risiko einer ungenügenden Elimination pathogener Viren ausreichend unter Kontrolle ist.
Probenahmehäufigkeit
Tabelle 1
Mindesthäufigkeit der Probenahme und Analyse für die Überwachung der Einhaltung bei Wasser, das aus einem Verteilungsnetz oder einem Tankfahrzeug bereitgestellt oder in einem Lebensmittelbetrieb verwendet wird.
Bei der Probenahme und der Beurteilung der Probe sind die verschiedenen Stufen der Wasserversorgungsanlage (zB Aufbereitung) zu berücksichtigen. Die Anzahl der Proben ist im Hinblick auf Zeit und Ort gleichmäßig zu verteilen.
| Menge des abgegebenen Wassers in m3 pro Tag (Anmerkung 1) | Routinemäßige Kontrollen Anzahl der Proben pro Jahr (Anmerkung 2) | Umfassende Kontrollen (Volluntersuchung) Anzahl der Proben pro Jahr |
|---|---|---|
| ≤ 10 | – | 1(Anmerkung 3, 4 und 7) |
| 10 bis ≤ 100 | 1 | 1 (Anmerkung 5 und 6) |
| 100 bis ≤ 1 000 | 4 | 1(Anmerkung 6) |
| 1 000 bis ≤ 10 000 | 4+ 3 pro 1 000 m3 pro Tag und Teile davon bezogen auf die Gesamtmenge | 1+ 1 pro 4 500 m3 pro Tag und Teile davon bezogen auf die Gesamtmenge (Anmerkung 6) |
| 10 000 bis ≤ 100 000 | 3+ 1 pro 10 000 m3 pro Tag und Teile davon bezogen auf die Gesamtmenge (Anmerkung 6) | |
| 100 000 | 12+ 1 pro 25 000 m3 pro Tag und Teile davon bezogen auf die Gesamtmenge (Anmerkung 6) | |
Die erforderliche Probenanzahl ist bei Vorliegen mehrerer Wasserspender bzw. mehrerer Objekte der Wasserversorgungsanlage (zB Aufbereitungs- und Desinfektionsanlagen, Behälter, Versorgungsnetz) entsprechend zu erweitern.
Bei einer Überschreitung einer Nitratkonzentration von 25 mg/l und wenn ein Anstieg zu befürchten ist, hat eine zumindest vierteljährliche Untersuchung des Wassers auf Nitrat zu erfolgen, wenn nicht gemäß obiger Tabelle eine häufigere Untersuchung vorgeschrieben ist.
Anmerkung 1: Die Mengen werden als Mittelwerte über ein Kalenderjahr hinweg berechnet. An Stelle der Menge des abgegebenen Wassers kann zur Bestimmung der Mindesthäufigkeit auch die Einwohnerzahl eines Versorgungsgebietes herangezogen und ein täglicher Pro-Kopf-Wasserverbrauch von 200 l angesetzt werden.
Anmerkung 2: Die angegebene Häufigkeit wird wie folgt errechnet: zB 4 300 m3 pro Tag = 16 Proben (vier für die ersten 1 000 m3 pro Tag + 12 für die zusätzlichen 3 300 m3 pro Tag).
Anmerkung 3: Für nicht desinfiziertes Wasser, das nicht von Oberflächenwasser stammt oder von Oberflächenwasser beeinflusst wird und entsprechend den Bestimmungen des § 3 Abs. 2 dieser Verordnung ausschließlich zur Reinigung oder im Zuge von Desinfektionsverfahren (zB Nachspülung) verwendet wird, gilt ein auf die mikrobiologischen Parameter des Anhangs II Teil A reduzierter Untersuchungsumfang.
Anmerkung 4: Es gilt der Untersuchungsumfang gemäß Teil A Z 2.3. Bei Neuerschließung sind vom Betreiber zusätzlich jene Parameter einzubeziehen, die nachteiligen Einfluss auf die Beschaffenheit des Wassers haben können.
Anmerkung 5: Es gilt der Untersuchungsumfang gemäß Teil A Z 2.3. Alle sechs Jahre sowie bei Neuerschließungen von Wasserspendern und bei Änderungen an der Wasserversorgungsanlage – sofern ein nachteiliger Einfluss auf die Beschaffenheit des Wassers zu erwarten ist – gilt der Untersuchungsumfang gemäß Teil A Z 2.2.
Anmerkung 6: Die Indikatorparameter für die Radioaktivität sind nur einmalig zu ermitteln. Bei Änderungen an der Wasserversorgungsanlage, die eine relevante Erhöhung der Radioaktivität bewirken können (jedenfalls bei Neuerschließungen von Wasserspendern), ist eine neuerliche Untersuchung durchzuführen. Im Fall einer Überschreitung von Indikatorparameterwerten kann die zuständige Behörde im Einzelfall weitere Untersuchungen auf Radioaktivität vorschreiben.
Anmerkung 7: Wird ≤ 10 m³ Wasser pro Tag aus einer Wasserversorgungsanlage gemäß den Bestimmungen des § 3 Abs. 2 entnommen und wird aufgrund einer Untersuchung und Begutachtung gemäß § 5 Z 2 festgestellt, dass das Wasser den Anforderungen dieser Verordnung entspricht, gilt ein Untersuchungsintervall von drei Jahren.
Tabelle 2
Mindesthäufigkeit der Probenahmen und Analysen bei Wasser, das dazu bestimmt ist, in Flaschen oder anderen Behältnissen in Verkehr gebracht zu werden, am Punkt der Abfüllung.
| Menge des pro Tag produzierten Wassers in m3 (Anmerkung 1) | Routinemäßige Kontrollen Anzahl der Proben pro Jahr | Umfassende Kontrollen (Volluntersuchung) Anzahl der Proben pro Jahr |
|---|---|---|
| ≤ 10 | 1 | 1 |
| 10 bis ≤ 60 | 12 | 1 |
| 60 | 1 pro 5 m3 und Teile davon bezogen auf die Gesamtmenge | 1 pro 100 m3 und Teile davon bezogen auf die Gesamtmenge |
Anmerkung: Für die Berechnung der Mengen werden Durchschnittswerte – ermittelt über ein Kalenderjahr – zugrunde gelegt.
Teil B
Risikobewertung
Von den Parametern und Probenahmehäufigkeiten gemäß Teil A kann abgewichen werden, wenn eine Risikobewertung durchgeführt wird.
Auf Basis der vom Betreiber einer Wasserversorgungsanlage vorgelegten Ergebnisse der Risikobewertung kann die Parameterliste verkürzt oder Probenahmehäufigkeit verringert werden, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:
Ort und Häufigkeit der Probenahmen werden, unter Berücksichtigung von § 4, in Abhängigkeit vom Ursprung des Parameters und den Schwankungen und langfristigen Trends seiner Konzentration bestimmt.
Bei der Reduzierung des Parameterumfangs müssen die Anforderungen an den Mindestuntersuchungsumfang gemäß Anhang II Teil A Z 2.3 jedenfalls eingehalten werden.
Die Häufigkeit der Probenahmen zum Nachweis der mikrobiologischen Parameter darf in keinem Fall geringer sein als in Anhang II Teil A Z 3 Tabelle 1 vorgesehen.
Die in Anhang II Teil A Z 3 Tabelle 1 genannte Mindesthäufigkeit der Probenahmen zum Nachweis eines Parameters darf dann verringert werden, wenn die Ergebnisse aus Proben, die regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren an für das gesamte Versorgungsgebiet repräsentativen Probenahmestellen genommen werden, weniger als 60 % des Parameterwerts betragen.
Ein Parameter darf dann von der Liste der zu überwachenden Parameter gemäß Anhang II Teil A Z 2 gestrichen werden, wenn die Ergebnisse aus Proben, die regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren an für das gesamte Versorgungsgebiet repräsentativen Probenahmestellen genommen werden, weniger als 30 % des Parameterwerts betragen.
Die Streichung eines bestimmten, in Anhang II Teil A Z 2 genannten Parameters aus der Liste der zu überwachenden Parameter beruht auf dem Ergebnis der Risikobewertung, in das die Ergebnisse der Überwachung der Ressourcen eingeflossen sind, aus denen das für den menschlichen Gebrauch bestimmte Wasser gewonnen wird, und das bestätigt, dass im Einklang mit § 3 die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen geschützt ist, die sich aus einer etwaigen Verunreinigung des für den menschlichen Gebrauch bestimmten Wassers ergeben;
Die Verringerung der Probenahmehäufigkeit oder die Streichung eines Parameters aus der Liste der zu überwachenden Parameter gemäß lit. d und e ist nur zulässig, wenn die Risikobewertung bestätigt, dass kein Umstand abzusehen ist, der eine Verschlechterung der Qualität des für den menschlichen Gebrauch bestimmten Wassers verursachen würde.
Die Verringerung der Probenahmehäufigkeit oder die Streichung eines Pestizids aus der Liste der anzunehmenden und zu überwachenden Pestizide (siehe Anhang I Teil B Anmerkung 13) ist nur zulässig, wenn
– die Nutzungen der Flächen im Wassereinzugsgebiet,
– mögliche Anwendungen von Pestiziden in der Vergangenheit, die noch Auswirkungen auf die gegenwärtige Wasserqualität haben könnten,
– die örtliche Situation der Wasserspende sowie
– alle weiteren Informationen, die einen Hinweis auf den Eintrag oder auf das Vorhandensein von Pestiziden geben,
berücksichtigt wurden.
Sind aktuelle Überwachungsergebnisse verfügbar, die belegen, dass die Bedingungen gemäß Z 2 lit. b bis e erfüllt sind, können diese Überwachungsergebnisse verwendet werden, um die Überwachung im Anschluss an die Risikobewertung der Wasserversorgungsanlage anzupassen.
Teil C
Probenahmeverfahren
Das Probenahmeverfahren richtet sich nach der Fragestellung und hat den folgenden Anforderungen zu entsprechen:
Die Probenahme im Rahmen der Eigenkontrolle gemäß § 5 hat im Hinblick auf die physikalischen und chemischen Parameter der Norm ISO 5667-5 zu entsprechen. Im Hinblick auf die mikrobiologischen Parameter hat die Probenahme nach EN ISO 19458, Zweck A, zu erfolgen.
Proben zur Kontrolle der Einhaltung der chemischen Parameter Kupfer, Blei und Nickel in Wasser aus Gebäudeinstallationen werden ohne Vorlauf an der Entnahmestelle des Verbrauchers gezogen (Tageszufallsprobe). Zu einer zufälligen Tageszeit wird eine Probe von einem Liter Probenmenge entnommen. Bei Überschreitung eines Parameterwertes in der Tageszufallsprobe wird eine gestaffelte Probenahme durchgeführt.
Die Probe zur Kontrolle der Einhaltung von mikrobiologischen Parametern mit Parameterwerten ( E. coli und Enterokokken) im Wasser aus Gebäudeinstallationen wird nach EN ISO 19458, Zweck B, entnommen.
Anhang III
Spezifikationen für die Analyse der Parameter
Parameter, für die Analyseverfahren spezifiziert sind
Anmerkung 1: Zusammensetzung des m-CP-Agar:
Basismedium
Tryptose 30 g
Hefeextrakt 20 g
Saccharose 5 g
L-Cysteinhydrochlorid 1 g
MgSO tief 4 H tief 2 O 0,1 g
Bromkresolpurpur 40 mg
Agar 15 g
Wasser 1 000 ml
Die Bestandteile des Basismediums auflösen und einen
pH-Wert von 7,6 einstellen. Autoklavieren bei 121 °C
für eine Dauer von 15 Minuten. Abkühlen lassen und
Folgendes hinzufügen:
D-Cycloserin 400 mg
Polymyxin-B-Sulfat 25 mg
Indoxyl-ß-D-Glukosid aufgelöst in
8 ml sterilem Wasser 60 mg
Filter-sterilisierte 0,5%ige
Phenolphtalein-Diphosphat-Lösung 20 ml
Filter-sterilisierte
4,5%ige FeCl tief 3 6H tief 2 O 2 ml
```
Parameter, für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind
```
2.1. Für folgende Parameter sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit den nachstehend genannten Spezifikationen für Richtigkeit, Präzision und Nachweisgrenze zu messen.
Unabhängig von der Empfindlichkeit des verwendeten Analyseverfahrens ist das Ergebnis mindestens bis auf die gleiche Dezimalstelle wie bei dem jeweiligen Parameterwert in Anhang I Teile B und C anzugeben.
(Anm.: Tabelle nicht darstellbar!)
2.2. Für die Wasserstoffionen-Konzentration sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 0,2 pH-Einheiten und einer Präzision von 0,2 pH-Einheiten zu messen.
Anmerkung 1: Richtigkeit ist die systematische Messabweichung, die
sich als Differenz zwischen dem Mittelwert aus einer
großen Anzahl von wiederholten Messungen und dem wahren
Wert ergibt.
Anmerkung 2: Präzision ist die zufällige Messabweichung, die in der
Regel als die Standardabweichung (innerhalb einer
Messwertreihe und zwischen Messwertreihen) der Streuung
von Ergebnissen um den Mittelwert ausgedrückt wird. Als
annehmbare Präzision gilt die zweifache relative
Standardabweichung.
Anmerkung 3: Nachweisgrenze ist entweder
- die dreifache relative Standardabweichung (innerhalb
einer Messwertreihe) einer natürlichen Probe mit
einer niedrigen Konzentration des Parameters; oder
- die fünffache relative Standardabweichung (innerhalb
einer Messwertreihe) einer Blindprobe.
Anmerkung 4: Die Oxidation ist über 10 Minuten bei 100 °C in saurem
Milieu mittels Permanganat durchzuführen.
Anmerkung 5: Die Verfahrenskennwerte gelten für jedes einzelne
Pestizid und hängen von dem betreffenden Pestizid ab.
Anmerkung 6: Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen
spezifizierten Stoffe bei 25% des Parameterwerts in
Anhang I.
Anmerkung 7: Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen
spezifizierten Stoffe bei 50% des Parameterwerts in
Anhang I.
```
Indikatorparameter, für die keine Verfahrenskenndaten
```
angegeben sind
Färbung
Geruch
Geschmack
Organisch gebundener Kohlenstoff
Trübung (Anmerkung 1)
Anmerkung 1: Für die Kontrolle der Trübung von aufbereitetem
Oberflächenwasser sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das angewandte Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 25%, einer Präzision von 25% und einer Nachweisgrenze von 25% zu messen.
Anhang III
Spezifikationen für die Analyse der Parameter
Parameter, für die Analyseverfahren spezifiziert sind
Anmerkung 1: Zusammensetzung des m-CP-Agar:
| Basismedium | |
|---|---|
| Tryptose | 30 g |
| Hefeextrakt | 20 g |
| Saccharose | 5 g |
| L-Cysteinhydrochlorid | 1 g |
| MgSO4•7H2O | 0,1 g |
| Bromkresolpurpur | 40 mg |
| Agar | 15 g |
| Wasser | 1 000 ml |
| Die Bestandteile des Basismediums auflösen und einen pH-Wert von 7,6 einstellen. Autoklavieren bei 121 °C für eine Dauer von 15 Minuten. Abkühlen lassen und Folgendes hinzufügen: | |
| D-Cycloserin | 400 mg |
| Polymyxin-B-Sulfat | 25 mg |
| Indoxyl-ß-D-Glukosid aufgelöst in 8 ml sterilem Wasser | 60 mg |
| Filter-sterilisierte 0,5 %ige Phenolphtalein-Diphosphat-Lösung | 20 ml |
| Filter-sterilisierte 4,5 %ige Lösung von FeCl3•6H2O | 2 ml |
Parameter, für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind
2.1. Für folgende Parameter sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit den nachstehend genannten Spezifikationen für Richtigkeit, Präzision und Nachweisgrenze zu messen.
| Parameter | Richtigkeit in % des Parameter-wertes (Anm. 1) | Präzisionin % desParameter-wertes(Anm. 2) | Nachweis-grenze in % des Para-meterwertes(Anm. 3) | Bedingungen | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Acrylamid | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren | ||||
| Aluminium | 10 | 10 | 10 | ||
| Ammonium | 10 | 10 | 10 | ||
| Antimon | 25 | 25 | 25 | ||
| Arsen | 10 | 10 | 10 | ||
| Benzo-(a)-pyren | 25 | 25 | 25 | ||
| Benzol | 25 | 25 | 25 | ||
| Bor | 10 | 10 | 10 | ||
| Bromat | 25 | 25 | 25 | ||
| Cadmium | 10 | 10 | 10 | ||
| Chlorid | 10 | 10 | 10 | ||
| Chrom | 10 | 10 | 10 | ||
| Leitfähigkeit | 10 | 10 | 10 | ||
| Kupfer | 10 | 10 | 10 | ||
| Cyanid | 10 | 10 | 10 | ||
| 1,2-Dichlor-ethan | 25 | 25 | 10 | ||
| Epichlorhydrin | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren | ||||
| Fluorid | 10 | 10 | 10 | ||
| Eisen | 10 | 10 | 10 | ||
| Blei | 10 | 10 | 10 | ||
| Mangan | 10 | 10 | 10 | ||
| Quecksilber | 20 | 10 | 10 | ||
| Nickel | 10 | 10 | 10 | ||
| Nitrat | 10 | 10 | 10 | ||
| Nitrit | 10 | 10 | 10 | ||
| Oxidierbarkeit | 25 | 25 | 10 | Anm. 4 | |
| Pestizide | 25 | 25 | 25 | Anm. 5 | |
| Polyzyklische aromatische Kohlen-wasserstoffe | 25 | 25 | 25 | Anm. 6 | |
| Selen | 10 | 10 | 10 | ||
| Natrium | 10 | 10 | 10 | ||
| Sulfat | 10 | 10 | 10 | ||
| Tetrachlor-ethen | 25 | 25 | 10 | Anm. 7 | |
| Trichlorethen | 25 | 25 | 10 | Anm. 7 | |
| Trihalo-methane insgesamt | 25 | 25 | 10 | Anm. 6 | |
| Vinylchlorid | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren |
2.2. Für die Wasserstoffionen-Konzentration sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 0,2 pH-Einheiten und einer Präzision von 0,2 pH-Einheiten zu messen.
| Anmerkung 1: | Richtigkeit ist die systematische Messabweichung, die sich als Differenz zwischen dem Mittelwert aus einer großen Anzahl von wiederholten Messungen und dem wahren Wert ergibt. |
|---|---|
| Anmerkung 2: | Präzision ist die zufällige Messabweichung, die in der Regel als die Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe und zwischen Messwertreihen) der Streuung von Ergebnissen um den Mittelwert ausgedrückt wird. Als annehmbare Präzision gilt die zweifache relative Standardabweichung. |
| Anmerkung 3: | Nachweisgrenze ist entweder |
| - die dreifache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer natürlichen Probe mit einer niedrigen Konzentration des Parameters; oder | |
| - die fünffache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer Blindprobe. | |
| Anmerkung 4: | Die Oxidation ist über 10 Minuten bei 100 °C in saurem Milieu mittels Permanganat durchzuführen. |
| Anmerkung 5: | Die Verfahrenskennwerte gelten für jedes einzelne Pestizid und hängen von dem betreffenden Pestizid ab. |
| Anmerkung 6: | Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 25% des Parameterwerts in Anhang I. |
| Anmerkung 7: | Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 50% des Parameterwerts in Anhang I. |
Indikatorparameter, für die keine Verfahrenskenndaten
| Anmerkung 1: | Für die Kontrolle der Trübung von aufbereitetem Oberflächenwasser sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das angewandte Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 25%, einer Präzision von 25% und einer Nachweisgrenze von 25% zu messen. |
|---|---|
Anhang III
Spezifikationen für die Analyse der Parameter
Parameter, für die Analyseverfahren spezifiziert sind
Anmerkung 1: Zusammensetzung des m-CP-Agar:
| Basismedium | |
|---|---|
| Tryptose | 30 g |
| Hefeextrakt | 20 g |
| Saccharose | 5 g |
| L-Cysteinhydrochlorid | 1 g |
| MgSO4•7H2O | 0,1 g |
| Bromkresolpurpur | 40 mg |
| Agar | 15 g |
| Wasser | 1 000 ml |
| Die Bestandteile des Basismediums auflösen und einen pH-Wert von 7,6 einstellen. Autoklavieren bei 121 °C für eine Dauer von 15 Minuten. Abkühlen lassen und Folgendes hinzufügen: | |
| D-Cycloserin | 400 mg |
| Polymyxin-B-Sulfat | 25 mg |
| Indoxyl-ß-D-Glukosid aufgelöst in 8 ml sterilem Wasser | 60 mg |
| Filter-sterilisierte 0,5 %ige Phenolphtalein-Diphosphat-Lösung | 20 ml |
| Filter-sterilisierte 4,5 %ige Lösung von FeCl3•6H2O | 2 ml |
Parameter, für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind
2.1. Für folgende Parameter sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit den nachstehend genannten Spezifikationen für Richtigkeit, Präzision und Nachweisgrenze zu messen.
| Parameter | Richtigkeit in % des Parameter-wertes (Anm. 1) | Präzisionin % desParameter-wertes(Anm. 2) | Nachweis-grenze in % des Para-meterwertes(Anm. 3) | Bedingungen | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Acrylamid | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren | ||||
| Aluminium | 10 | 10 | 10 | ||
| Ammonium | 10 | 10 | 10 | ||
| Antimon | 25 | 25 | 25 | ||
| Arsen | 10 | 10 | 10 | ||
| Benzo-(a)-pyren | 25 | 25 | 25 | ||
| Benzol | 25 | 25 | 25 | ||
| Bor | 10 | 10 | 10 | ||
| Bromat | 25 | 25 | 25 | ||
| Cadmium | 10 | 10 | 10 | ||
| Chlorid | 10 | 10 | 10 | ||
| Chrom | 10 | 10 | 10 | ||
| Leitfähigkeit | 10 | 10 | 10 | ||
| Kupfer | 10 | 10 | 10 | ||
| Cyanid | 10 | 10 | 10 | ||
| 1,2-Dichlor-ethan | 25 | 25 | 10 | ||
| Epichlorhydrin | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren | ||||
| Fluorid | 10 | 10 | 10 | ||
| Eisen | 10 | 10 | 10 | ||
| Blei | 10 | 10 | 10 | ||
| Mangan | 10 | 10 | 10 | ||
| Quecksilber | 20 | 10 | 10 | ||
| Nickel | 10 | 10 | 10 | ||
| Nitrat | 10 | 10 | 10 | ||
| Nitrit | 10 | 10 | 10 | ||
| Oxidierbarkeit | 25 | 25 | 10 | Anm. 4 | |
| Pestizide | 25 | 25 | 25 | Anm. 5 | |
| Polyzyklische aromatische Kohlen-wasserstoffe | 25 | 25 | 25 | Anm. 6 | |
| Selen | 10 | 10 | 10 | ||
| Natrium | 10 | 10 | 10 | ||
| Sulfat | 10 | 10 | 10 | ||
| Tetrachlor-ethen | 25 | 25 | 10 | Anm. 7 | |
| Trichlorethen | 25 | 25 | 10 | Anm. 7 | |
| Trihalo-methane insgesamt | 25 | 25 | 10 | Anm. 6 | |
| Uran | 10 | 10 | 10 | ||
| Vinylchlorid | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren |
2.2. Für die Wasserstoffionen-Konzentration sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 0,2 pH-Einheiten und einer Präzision von 0,2 pH-Einheiten zu messen.
| Anmerkung 1: | Richtigkeit ist die systematische Messabweichung, die sich als Differenz zwischen dem Mittelwert aus einer großen Anzahl von wiederholten Messungen und dem wahren Wert ergibt. |
|---|---|
| Anmerkung 2: | Präzision ist die zufällige Messabweichung, die in der Regel als die Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe und zwischen Messwertreihen) der Streuung von Ergebnissen um den Mittelwert ausgedrückt wird. Als annehmbare Präzision gilt die zweifache relative Standardabweichung. |
| Anmerkung 3: | Nachweisgrenze ist entweder |
| - die dreifache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer natürlichen Probe mit einer niedrigen Konzentration des Parameters; oder | |
| - die fünffache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer Blindprobe. | |
| Anmerkung 4: | Die Oxidation ist über 10 Minuten bei 100 °C in saurem Milieu mittels Permanganat durchzuführen. |
| Anmerkung 5: | Die Verfahrenskennwerte gelten für jedes einzelne Pestizid und hängen von dem betreffenden Pestizid ab. |
| Anmerkung 6: | Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 25% des Parameterwerts in Anhang I. |
| Anmerkung 7: | Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 50% des Parameterwerts in Anhang I. |
Indikatorparameter, für die keine Verfahrenskenndaten
| Anmerkung 1: | Für die Kontrolle der Trübung von aufbereitetem Oberflächenwasser sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das angewandte Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 25%, einer Präzision von 25% und einer Nachweisgrenze von 25% zu messen. |
|---|---|
Abkürzung
TWV
Anhang III
Spezifikationen für die Analyse der Parameter
Parameter, für die Analyseverfahren spezifiziert sind
Anmerkung 1: Zusammensetzung des m-CP-Agar:
| Basismedium | |
|---|---|
| Tryptose | 30 g |
| Hefeextrakt | 20 g |
| Saccharose | 5 g |
| L-Cysteinhydrochlorid | 1 g |
| MgSO4•7H2O | 0,1 g |
| Bromkresolpurpur | 40 mg |
| Agar | 15 g |
| Wasser | 1 000 ml |
| Die Bestandteile des Basismediums auflösen und einen pH-Wert von 7,6 einstellen. Autoklavieren bei 121 °C für eine Dauer von 15 Minuten. Abkühlen lassen und Folgendes hinzufügen: | |
| D-Cycloserin | 400 mg |
| Polymyxin-B-Sulfat | 25 mg |
| Indoxyl-ß-D-Glukosid aufgelöst in 8 ml sterilem Wasser | 60 mg |
| Filter-sterilisierte 0,5 %ige Phenolphtalein-Diphosphat-Lösung | 20 ml |
| Filter-sterilisierte 4,5 %ige Lösung von FeCl3•6H2O | 2 ml |
Parameter, für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind
2.1. Für folgende Parameter sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit den nachstehend genannten Spezifikationen für Richtigkeit, Präzision und Nachweisgrenze zu messen.
| Parameter | Richtigkeit in % des Parameter-wertes (Anm. 1) | Präzisionin % desParameter-wertes(Anm. 2) | Nachweis-grenze in % des Para-meterwertes(Anm. 3) | Bedingungen | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Acrylamid | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren | ||||
| Aluminium | 10 | 10 | 10 | ||
| Ammonium | 10 | 10 | 10 | ||
| Antimon | 25 | 25 | 25 | ||
| Arsen | 10 | 10 | 10 | ||
| Benzo-(a)-pyren | 25 | 25 | 25 | ||
| Benzol | 25 | 25 | 25 | ||
| Bor | 10 | 10 | 10 | ||
| Bromat | 25 | 25 | 25 | ||
| Cadmium | 10 | 10 | 10 | ||
| Chlorid | 10 | 10 | 10 | ||
| Chrom | 10 | 10 | 10 | ||
| Leitfähigkeit | 10 | 10 | 10 | ||
| Kupfer | 10 | 10 | 10 | ||
| Cyanid | 10 | 10 | 10 | ||
| 1,2-Dichlor-ethan | 25 | 25 | 10 | ||
| Epichlorhydrin | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren | ||||
| Fluorid | 10 | 10 | 10 | ||
| Eisen | 10 | 10 | 10 | ||
| Blei | 10 | 10 | 10 | ||
| Mangan | 10 | 10 | 10 | ||
| Quecksilber | 20 | 10 | 10 | ||
| Nickel | 10 | 10 | 10 | ||
| Nitrat | 10 | 10 | 10 | ||
| Nitrit | 10 | 10 | 10 | ||
| Oxidierbarkeit | 25 | 25 | 10 | Anm. 4 | |
| Pestizide | 25 | 25 | 25 | Anm. 5 | |
| Polyzyklische aromatische Kohlen-wasserstoffe | 25 | 25 | 25 | Anm. 6 | |
| Selen | 10 | 10 | 10 | ||
| Natrium | 10 | 10 | 10 | ||
| Sulfat | 10 | 10 | 10 | ||
| Tetrachlor-ethen | 25 | 25 | 10 | Anm. 7 | |
| Trichlorethen | 25 | 25 | 10 | Anm. 7 | |
| Trihalo-methane insgesamt | 25 | 25 | 10 | Anm. 6 | |
| Uran | 10 | 10 | 10 | ||
| Vinylchlorid | Anhand der Produkt-spezifikationzu kontrollieren | ||||
2.2. Für die Wasserstoffionen-Konzentration sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 0,2 pH-Einheiten und einer Präzision von 0,2 pH-Einheiten zu messen.
| Anmerkung 1: | Richtigkeit ist die systematische Messabweichung, die sich als Differenz zwischen dem Mittelwert aus einer großen Anzahl von wiederholten Messungen und dem wahren Wert ergibt. |
|---|---|
| Anmerkung 2: | Präzision ist die zufällige Messabweichung, die in der Regel als die Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe und zwischen Messwertreihen) der Streuung von Ergebnissen um den Mittelwert ausgedrückt wird. Als annehmbare Präzision gilt die zweifache relative Standardabweichung. |
| Anmerkung 3: | Nachweisgrenze ist entweder |
| - die dreifache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer natürlichen Probe mit einer niedrigen Konzentration des Parameters; oder | |
| - die fünffache relative Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer Blindprobe. | |
| Anmerkung 4: | Die Oxidation ist über 10 Minuten bei 100 °C in saurem Milieu mittels Permanganat durchzuführen. |
| Anmerkung 5: | Die Verfahrenskennwerte gelten für jedes einzelne Pestizid und hängen von dem betreffenden Pestizid ab. |
| Anmerkung 6: | Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 25% des Parameterwerts in Anhang I. |
| Anmerkung 7: | Die Verfahrenskennwerte gelten für die einzelnen spezifizierten Stoffe bei 50% des Parameterwerts in Anhang I. |
Indikatorparameter, für die keine Verfahrenskenndaten
| Anmerkung 1: | Für die Kontrolle der Trübung von aufbereitetem Oberflächenwasser sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das angewandte Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit einer Richtigkeit von 25%, einer Präzision von 25% und einer Nachweisgrenze von 25% zu messen. |
|---|---|
Leistungsmerkmale der Analysemethoden für Radionuklide:
| Radionuklide | Nachweisgrenze (Anm. 1, 2) | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Tritium | 10 Bq/l | Anm. 3 |
| Radon | 10 Bq/l | Anm. 3 |
| U-238 | 0,02 Bq/l | |
| U-234 | 0,02 Bq/l | |
| Ra-226 | 0,04 Bq/l | |
| Ra-228 | 0,02 Bq/l | Anm. 4 |
| Pb-210 | 0,02 Bq/l | |
| Po-210 | 0,01 Bq/l | |
| C-14 | 20 Bq/l | |
| Sr-90 | 0,4 Bq/l | |
| Pu-239/Pu-240 | 0,04 Bq/l | |
| Am-241 | 0,06 Bq/l | |
| Co-60 | 0,5 Bq/l | |
| Cs-134 | 0,5 Bq/l | |
| Cs-137 | 0,5 Bq/l | |
| I-131 | 0,5 Bq/l | |
Anmerkung 1: Die Nachweisgrenze ist zu berechnen nach der Norm ISO 11929: „Determination of the characteristic limits (decision threshold, detection limit and limits of the confidence interval) for measurements of ionizing radiation – Fundamentals and application“ mit Abweichungswahrscheinlichkeiten der 1. und 2. Art von jeweils 0,05.
Anmerkung 2: Messunsicherheiten sind zu berechnen und zu melden als vollständige Standardunsicherheiten oder als erweiterte Standardunsicherheiten mit einem Erweiterungsfaktor von 1,96 gemäß dem ISO-Leitfaden „Guide for the Expression of Uncertainty in Measurement“.
Anmerkung 3: Die Nachweisgrenze für Tritium und Radon liegt bei 10 % des Parameterwerts von 100 Bq/l.
Anmerkung 4: Diese Nachweisgrenze gilt nur für die Erstprüfung im Hinblick auf die Richtdosis für eine neue Wasserquelle. Falls die Erstprüfung keinen plausiblen Grund dafür ergibt, dass Ra-228 20 % der abgeleiteten Konzentration überschreitet, kann die Nachweisgrenze auf 0,08 Bq/l für spezifische Routinemessungen für das Nuklid Ra-228 erhöht werden, bis eine anschließende erneute Kontrolle erforderlich ist.
Abkürzung
TWV
Anhang III
Spezifikationen für die Analyse der Parameter
Die für die Zwecke der Überwachung und zum Nachweis der Einhaltung dieser Verordnung verwendeten Analyseverfahren müssen im Einklang mit der Norm EN ISO/IEC 17025 oder anderen gleichwertigen international anerkannten Normen validiert und dokumentiert werden. Diese Analyseverfahren müssen in einer gemäß dem Akkreditierungsgesetz 2012 akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle oder in einer Konformitätsbewertungsstelle in einem anderen Mitglied- oder Vertragsstaat der EU oder EWR-Staat mit einer dieser gleichzuhaltenden Akkreditierung im Rahmen der gewährten Akkreditierung durchgeführt werden.
Teil A
Mikrobiologische Parameter, für die Analyseverfahren spezifiziert sind
Die nachstehenden Verfahrensgrundsätze für mikrobiologische Parameter haben, sofern ein CEN/ISO-Verfahren angegeben ist, Referenzfunktion. Andere als die genannten Verfahren dürfen angewendet werden, wenn die erzielten Ergebnisse nachweislich mindestens genauso zuverlässig sind, wie die mit den vorgegebenen Verfahren ermittelten Ergebnisse.
Folgende Methoden für mikrobiologische Parameter haben Referenzfunktion:
Escherichia coli (E. coli) und coliforme Bakterien (EN ISO 9308-1 oder EN ISO 9308-2; die Methode EN ISO 9308-2 beruht auf der Untersuchung einer Probenmenge von 100 ml und ist somit für die Untersuchung einer Probenmenge von 250 ml nur bedingt geeignet.)
Enterokokken (EN ISO 7899-2)
Pseudomonas aeruginosa (EN ISO 16266)
Bestimmung kultivierbarer Mikroorganismen – Koloniezahl bei 22°C (EN ISO 6222)
Bestimmung kultivierbarer Mikroorganismen – Koloniezahl bei 37°C (EN ISO 6222)
Clostridium perfringens einschließlich Sporen (EN ISO 14189)
Teil B
Chemische Parameter und Indikatorparameter, für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind
Chemische Parameter und Indikatorparameter
Für die Parameter in Tabelle 1 sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit der in Artikel 2 Absatz 2 der Richtlinie 2009/90/EG zur Festlegung technischer Spezifikationen für die chemische Analyse und die Überwachung des Gewässerzustands gemäß der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L Nr. 201 vom 1. August 2009, S. 36, definierten Bestimmungsgrenze von 30 % oder weniger des betreffenden Parameterwerts und der in Tabelle 1 spezifizierten Messunsicherheit zu messen. Das Ergebnis ist mit mindestens derselben Anzahl signifikanter Stellen anzugeben wie bei dem jeweiligen Parameterwert in Anhang I Teile B und C.
Tabelle 1
Mindestverfahrenskennwert „Messunsicherheit“ (Anmerkung 1)
| Parameter | Messunsicherheit (Anmerkung 2) % des Parameterwerts (ausgenommen pH-Wert) | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Acrylamid | 40 | Anmerkung 6 |
| Aluminium | 25 | |
| Ammonium | 40 | |
| Antimon | 40 | |
| Arsen | 30 | |
| Benzo(a)pyren | 50 | Anmerkung 7 |
| Benzol | 40 | |
| Bor | 25 | |
| Bromat | 40 | |
| Cadmium | 25 | |
| Chlorid | 15 | |
| Chrom | 30 | |
| Leitfähigkeit | 20 | |
| Kupfer | 25 | |
| Cyanid | 30 | Anmerkung 8 |
| 1,2-Dichlorethan | 40 | |
| Epichlorhydrin | 40 | Anmerkung 6 |
| Fluorid | 20 | |
| Wasserstoffionen-Konzentration pH (ausgedrückt in pH-Einheiten) | 0,2 | Anmerkung 9 |
| Eisen | 30 | |
| Blei | 25 | |
| Mangan | 30 | |
| Quecksilber | 30 | |
| Nickel | 25 | |
| Nitrat | 15 | |
| Nitrit | 20 | |
| Oxidierbarkeit | 50 | Anmerkung 10 |
| Pestizide | 30 | Anmerkung 11 |
| Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe | 50 | Anmerkung 12 |
| Selen | 40 | |
| Natrium | 15 | |
| Sulfat | 15 | |
| Tetrachlorethen | 30 | Anmerkung 13 |
| Trichlorethen | 40 | Anmerkung 13 |
| Trihalomethane – insgesamt | 40 | Anmerkung 12 |
| Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC) | 30 | Anmerkung 14 |
| Trübung | 30 | Anmerkung 15 |
| Uran | 30 | |
| Vinylchlorid | 40 | Anmerkung 6 |
Tabelle 2
Mindestverfahrenskennwerte „Richtigkeit“, „Präzision“ und „Nachweisgrenze“ (Anmerkung 16)
| Parameter | Richtigkeit (Anmerkung 3) % des Parameterwerts (ausgenommen pH-Wert) | Präzision (Anmerkung 4) % des Parameterwerts (ausgenommen pH-Wert) | Nachweisgrenze (Anmerkung 5) % des Parameterwerts (ausgenommen pH-Wert) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Acrylamid | 25 | 25 | 25 | Anmerkung 6 |
| Aluminium | 10 | 10 | 10 | |
| Ammonium | 10 | 10 | 10 | |
| Antimon | 25 | 25 | 25 | |
| Arsen | 10 | 10 | 10 | |
| Benzo(a)pyren | 25 | 25 | 25 | |
| Benzol | 25 | 25 | 25 | |
| Bor | 10 | 10 | 10 | |
| Bromat | 25 | 25 | 25 | |
| Cadmium | 10 | 10 | 10 | |
| Chlorid | 10 | 10 | 10 | |
| Chrom | 10 | 10 | 10 | |
| Leitfähigkeit | 10 | 10 | 10 | |
| Kupfer | 10 | 10 | 10 | |
| Cyanid | 10 | 10 | 10 | Anmerkung 8 |
| 1,2-Dichlorethan | 25 | 25 | 10 | |
| Epichlorhydrin | 25 | 25 | 25 | Anmerkung 6 |
| Fluorid | 10 | 10 | 10 | |
| Wasserstoffionen-Konzentration pH (ausgedrückt in pH-Einheiten) | 0,2 | 0,2 | Anmerkung 9 | |
| Eisen | 10 | 10 | 10 | |
| Blei | 10 | 10 | 10 | |
| Mangan | 10 | 10 | 10 | |
| Quecksilber | 20 | 10 | 20 | |
| Nickel | 10 | 10 | 10 | |
| Nitrat | 10 | 10 | 10 | |
| Nitrit | 10 | 10 | 10 | |
| Oxidierbarkeit | 25 | 25 | 10 | Anmerkung 10 |
| Pestizide | 25 | 25 | 25 | Anmerkung 11 |
| Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe | 25 | 25 | 25 | Anmerkung 12 |
| Selen | 10 | 10 | 10 | |
| Natrium | 10 | 10 | 10 | |
| Sulfat | 10 | 10 | 10 | |
| Tetrachlorethen | 25 | 25 | 10 | Anmerkung 13 |
| Trichlorethen | 25 | 25 | 10 | Anmerkung 13 |
| Trihalomethane – insgesamt | 25 | 25 | 10 | Anmerkung 12 |
| Trübung | 25 | 25 | 25 | |
| Uran | 10 | 10 | 10 | |
| Vinylchlorid | 25 | 25 | 25 | Anmerkung 6 |
Anmerkungen zu den Tabellen 1 und 2:
Anmerkung 1: Die spezifizierte Messunsicherheit ist nicht als zusätzliche Toleranz für die Parameterwerte gemäß Anhang I zu verwenden
Anmerkung 2: „Messunsicherheit“ ist ein nicht negativer Parameter, der die Streuung derjenigen Werte beschreibt, die der Messgröße auf der Basis der verwendeten Informationen zugeordnet werden. Der Verfahrenskennwert für die Messunsicherheit (k = 2) ist der Prozentsatz des Parameterwertes in der Tabelle oder besser. Die Messunsicherheit wird auf der Ebene des Parameterwertes geschätzt, soweit nicht anders angegeben.
Anmerkung 3: „Richtigkeit“ ist die systematische Messabweichung, d. h. die Differenz zwischen dem Mittelwert aus einer großen Anzahl von wiederholten Messungen und dem wahren Wert. Weitere Spezifikationen sind der Norm ISO 5725 zu entnehmen.
Anmerkung 4: „Präzision“ ist die zufällige Messabweichung, die in der Regel als die Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe und zwischen Messwertreihen) der Streuung von Ergebnissen um den Mittelwert ausgedrückt wird. Eine annehmbare Präzision bezieht sich auf die zweifache relative Standardabweichung. Dieser Begriff ist in ISO 5725 näher definiert.
Anmerkung 5: „Nachweisgrenze“ ist entweder
– die dreifache Standardabweichung (innerhalb einer Messwertreihe) einer natürlichen Probe mit einer niedrigen Konzentration des Parameters oder
– die fünffache Standardabweichung einer Blindprobe (innerhalb einer Messwertreihe).
Anmerkung 6: Die Verfahrenskennwerte sind nur anzuwenden, wenn der Nachweis durch die Analyse des Trinkwassers erbracht wird. Alternativ ist die Einhaltung anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren.
Anmerkung 7: Kann der Wert der Messunsicherheit nicht erreicht werden, so ist die beste verfügbare Technik zu wählen (bis zu 60 %).
Anmerkung 8: Mit dem Verfahren kann der Gesamtcyanidgehalt in allen Formen bestimmt werden.
Anmerkung 9: Werte für Richtigkeit, Präzision und Messunsicherheit werden in pH-Einheiten ausgedrückt.
Anmerkung 10: Referenzverfahren: EN ISO 8467
Anmerkung 11: Die Verfahrenskennwerte für einzelne Pestizide dienen als Hinweis. Messunsicherheitswerte von lediglich 30 % können bei mehreren Pestiziden erzielt werden, höhere Werte bis zu 80 % können für einige Pestizide zugelassen werden.
Anmerkung 12: Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte Stoffe bei 25 % des Parameterwerts in Anhang I Teil B.
Anmerkung 13: Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte Stoffe bei 50 % des Parameterwerts in Anhang I Teil B.
Anmerkung 14: Die Messunsicherheit ist auf 3 mg/l des gesamten organischen Kohlenstoffs (TOC) zu schätzen. Zu verwenden ist die Norm CEN 1484 – Anleitungen zur Bestimmung des gesamten organischen Kohlenstoffs (TOC) und des gelösten organischen Kohlenstoffs (DOC).
Anmerkung 15: Die Messunsicherheit ist im Einklang mit der Norm EN ISO 7027 auf 1,0 NTU (nephelometrische Trübungseinheit) zu schätzen.
Anmerkung 16: Bis zum 31. Dezember 2019 ist die Verwendung der in Tabelle 2 spezifizierten Verfahrenskennwerte „Richtigkeit“, „Präzision“ und „Nachweisgrenze“ als Alternative zu „Bestimmungsgrenze“ und „Messunsicherheit“, wie in Z 1, einschließlich Tabelle 1, dargestellt, zulässig.
Leistungsmerkmale der Analysemethoden für Radionuklide:
| Radionuklide | Nachweisgrenze Bq/l (Anmerkung 1 und 2) | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Tritium | 10 | Anmerkung 3 |
| Radon | 10 | Anmerkung 3 |
| U-238 | 0,02 | |
| U-234 | 0,02 | |
| Ra-226 | 0,04 | |
| Ra-228 | 0,02 | Anmerkung 4 |
| Pb-210 | 0,02 | |
| Po-210 | 0,01 | |
| C-14 | 20 | |
| Sr-90 | 0,4 | |
| Pu-239/Pu-240 | 0,04 | |
| Am-241 | 0,06 | |
| Co-60 | 0,5 | |
| Cs-134 | 0,5 | |
| Cs-137 | 0,5 | |
| I-131 | 0,5 | |
Anmerkung 1: Die Nachweisgrenze ist zu berechnen nach der Norm ISO 11929: „Determination of the characteristic limits (decision threshold, detection limit and limits of the confidence interval) for measurements of ionizing radiation – Fundamentals and application“ mit Abweichungswahrscheinlichkeiten der 1. und 2. Art von jeweils 0,05.
Anmerkung 2: Messunsicherheiten sind zu berechnen und als vollständige Standardunsicherheiten anzugeben oder als erweiterte Standardunsicherheiten mit einem Erweiterungsfaktor von 1,96 gemäß dem ISO-Leitfaden „Guide for the Expression of Uncertainty in Measurement“.
Anmerkung 3: Die Nachweisgrenze für Tritium und Radon liegt bei 10 % des Parameterwerts von 100 Bq/l.
Anmerkung 4: Diese Nachweisgrenze gilt nur für die Erstprüfung im Hinblick auf die Richtdosis für eine neue Wasserquelle. Falls die Erstprüfung keinen plausiblen Grund dafür ergibt, dass Ra-228 20 % der abgeleiteten Konzentration überschreitet, kann die Nachweisgrenze auf 0,08 Bq/l für spezifische Routinemessungen für das Nuklid Ra-228 erhöht werden, bis eine anschließende erneute Kontrolle erforderlich ist.
Abkürzung
TWV
Anhang III
Spezifikationen für die Analyse der Parameter
Die für die Zwecke der Überwachung und zum Nachweis der Einhaltung dieser Verordnung verwendeten Analyseverfahren müssen im Einklang mit der Norm EN ISO/IEC 17025 oder anderen gleichwertigen international anerkannten Normen validiert und dokumentiert werden. Diese Analyseverfahren müssen in einer gemäß dem Akkreditierungsgesetz 2012 akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle oder in einer Konformitätsbewertungsstelle in einem anderen Mitglied- oder Vertragsstaat der EU oder EWR-Staat mit einer dieser gleichzuhaltenden Akkreditierung im Rahmen der gewährten Akkreditierung durchgeführt werden.
Teil A
Parameter, für die Analyseverfahren spezifiziert sind
Analyseverfahren für mikrobiologische Parameter:
Escherichia coli (E. coli) und coliforme Bakterien (EN ISO 9308-1 oder EN ISO 9308-2; die Methode EN ISO 9308-2 beruht auf der Untersuchung einer Probenmenge von 100 ml und ist somit für die Untersuchung einer Probenmenge von 250 ml nur bedingt geeignet.);
intestinale Enterokokken (EN ISO 7899-2);
Pseudomonas aeruginosa (EN ISO 16266);
Koloniezahl oder heterotrophe Koloniezahl bei 22°C (EN ISO 6222);
Koloniezahl oder heterotrophe Koloniezahl bei 37°C (EN ISO 6222);
Clostridium perfringens einschließlich Sporen (EN ISO 14189);
Somatische Coliphagen (EN ISO 10705-2 und EN ISO 10705-3).
Teil B
Chemische Parameter und Indikatorparameter, für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind
Chemische Parameter und Indikatorparameter
Für die Parameter in Tabelle 1 sollen die spezifizierten Verfahrenskennwerte gewährleisten, dass das verwendete Analyseverfahren mindestens geeignet ist, dem Parameterwert entsprechende Konzentrationen mit der in Artikel 2 Absatz 2 der Richtlinie 2009/90/EG zur Festlegung technischer Spezifikationen für die chemische Analyse und die Überwachung des Gewässerzustands gemäß der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates, ABl. L Nr. 201 vom 1. August 2009, S. 36, definierten Bestimmungsgrenze von 30 % oder weniger des betreffenden Parameterwerts und der in Tabelle 1 spezifizierten Messunsicherheit zu messen. Das Ergebnis ist mit mindestens derselben Anzahl signifikanter Stellen anzugeben wie bei dem jeweiligen Parameterwert in Anhang I Teile B und C.
Tabelle
Mindestverfahrenskennwert „Messunsicherheit“ (Anmerkung 1)
| Parameter | Messunsicherheit (Anmerkung 2) % des Parameterwerts (ausgenommen pH-Wert) | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Acrylamid | 30 | Anmerkung 3 |
| Aluminium | 25 | |
| Ammonium | 40 | |
| Antimon | 40 | |
| Arsen | 30 | |
| Benzo(a)pyren | 50 | Anmerkung 4 |
| Benzol | 40 | |
| Bisphenol A | 50 | |
| Blei | 30 | |
| Bor | 25 | |
| Bromat | 40 | |
| Cadmium | 25 | |
| Chlorat | 40 | |
| Chlorid | 15 | |
| Chlorit | 40 | |
| Chrom | 30 | |
| Cyanid | 30 | Anmerkung 5 |
| 1,2-Dichlorethan | 40 | |
| Eisen | 30 | |
| Epichlorhydrin | 40 | Anmerkung 3 |
| Fluorid | 20 | |
| Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC) | 30 | Anmerkung 6 |
| Halogenessigsäuren (HAA5) | 50 | |
| Kupfer | 25 | |
| Leitfähigkeit | 20 | |
| Mangan | 30 | |
| Microcystin-LR | 30 | |
| Natrium | 15 | |
| Nickel | 25 | |
| Nitrat | 15 | |
| Nitrit | 20 | |
| Oxidierbarkeit | 50 | Anmerkung 7 |
| Pestizide | 30 | Anmerkung 8 |
| PFAS | 50 | |
| Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe | 40 | Anmerkung 9 |
| Quecksilber | 30 | |
| Selen | 40 | |
| Sulfat | 15 | |
| Tetrachlorethen | 40 | Anmerkung 10 |
| Trichlorethen | 40 | Anmerkung 10 |
| Trihalogenmethane – insgesamt | 40 | Anmerkung 9 |
| Trübung | 30 | Anmerkung 11 |
| Uran | 30 | |
| Vinylchlorid | 50 | Anmerkung 3 |
| Wasserstoffionen-Konzentration pH (ausgedrückt in pH-Einheiten) | 0,2 | Anmerkung 12“ |
(Anm.: Tabelle 2 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 57/2024)
Anmerkungen zur Tabelle:
Anmerkung 1: Die spezifizierte Messunsicherheit ist nicht als zusätzliche Toleranz für die Parameterwerte gemäß Anhang I zu verwenden.
Anmerkung 2: „Messunsicherheit“ ist ein nicht negativer Parameter, der die Streuung derjenigen Werte beschreibt, die der Messgröße auf der Basis der verwendeten Informationen zugeordnet werden. Der Verfahrenskennwert für die Messunsicherheit (k = 2) ist der Prozentsatz des Parameterwertes in der Tabelle oder jeder genauere Wert. Die Messunsicherheit wird auf der Ebene des Parameterwertes geschätzt, soweit nicht anders angegeben.
Anmerkung 3: Die Verfahrenskennwerte sind nur anzuwenden, wenn der Nachweis durch die Analyse des Trinkwassers erbracht wird. Alternativ ist die Einhaltung anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren.
Anmerkung 4: Kann der Wert der Messunsicherheit nicht erreicht werden, so ist die beste verfügbare Technik zu wählen (bis zu 60 %).
Anmerkung 5: Mit dem Verfahren kann der Gesamtcyanidgehalt in allen Formen bestimmt werden.
Anmerkung 6: Die Messunsicherheit ist auf 3 mg/l des gesamten organischen Kohlenstoffs (TOC) zu schätzen. Zur Spezifizierung der Unsicherheit des Analysenverfahrens ist die Norm EN 1484 – Anleitungen zur Bestimmung des gesamten organischen Kohlenstoffs (TOC) und des gelösten organischen Kohlenstoffs (DOC) – zu verwenden.
Anmerkung 7: Referenzverfahren: EN ISO 8467.
Anmerkung 8: Die Verfahrenskennwerte für einzelne Pestizide dienen als Hinweis. Messunsicherheitswerte von lediglich 30 % können bei mehreren Pestiziden erzielt werden, höhere Werte bis zu 80 % können für einige Pestizide zugelassen werden.
Anmerkung 9: Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte Stoffe bei 25 % des Parameterwerts in Anhang I Teil B.
Anmerkung 10: Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte Stoffe bei 50 % des Parameterwerts in Anhang I Teil B.
Anmerkung 11: Die Messunsicherheit ist im Einklang mit der Norm EN ISO 7027 oder einem anderen genormten Verfahren auf der Ebene eines Messwerts von 1,0 NTU (nephelometrische Trübungseinheit) zu schätzen.
Anmerkung 12: Der Wert für die Messunsicherheit wird in pH-Einheiten ausgedrückt.
Leistungsmerkmale der Analysemethoden für Radionuklide:
| Radionuklide | Nachweisgrenze Bq/l (Anmerkung 1 und 2) | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Tritium | 10 | Anmerkung 3 |
| Radon | 10 | Anmerkung 3 |
| U-238 | 0,02 | |
| U-234 | 0,02 | |
| Ra-226 | 0,04 | |
| Ra-228 | 0,02 | Anmerkung 4 |
| Pb-210 | 0,02 | |
| Po-210 | 0,01 | |
| C-14 | 20 | |
| Sr-90 | 0,4 | |
| Pu-239/Pu-240 | 0,04 | |
| Am-241 | 0,06 | |
| Co-60 | 0,5 | |
| Cs-134 | 0,5 | |
| Cs-137 | 0,5 | |
| I-131 | 0,5 | |
Anmerkung 1: Die Nachweisgrenze ist zu berechnen nach der Norm ISO 11929: „Determination of the characteristic limits (decision threshold, detection limit and limits of the confidence interval) for measurements of ionizing radiation – Fundamentals and application“ mit Abweichungswahrscheinlichkeiten der 1. und 2. Art von jeweils 0,05.
Anmerkung 2: Messunsicherheiten sind zu berechnen und als vollständige Standardunsicherheiten anzugeben oder als erweiterte Standardunsicherheiten mit einem Erweiterungsfaktor von 1,96 gemäß dem ISO-Leitfaden „Guide for the Expression of Uncertainty in Measurement“.
Anmerkung 3: Die Nachweisgrenze für Tritium und Radon liegt bei 10 % des Parameterwerts von 100 Bq/l.
Anmerkung 4: Diese Nachweisgrenze gilt nur für die Erstprüfung im Hinblick auf die Richtdosis für eine neue Wasserquelle. Falls die Erstprüfung keinen plausiblen Grund dafür ergibt, dass Ra-228 20 % der abgeleiteten Konzentration überschreitet, kann die Nachweisgrenze auf 0,08 Bq/l für spezifische Routinemessungen für das Nuklid Ra-228 erhöht werden, bis eine anschließende erneute Kontrolle erforderlich ist.
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