Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur betreffend die Museumsordnung des Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK)
Präambel/Promulgationsklausel
Auf Grund des § 6 Abs. 1 des Bundesmuseen-Gesetzes 2002 wird verordnet:
Museumsordnung des Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
(MUMOK)
Rechtsform
§ 1. Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) ist eine wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts des Bundes, die mit In-Kraft-Treten dieser Museumsordnung eigene Rechtspersönlichkeit erlangt.
Leitlinien für die besondere Zweckbestimmung des MUMOK
§ 2. (1) Das MUMOK hat die Zielsetzung, die seit Gründung des Museums des 20. Jahrhunderts angelegte Sammlung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts nach aktuellsten wissenschaftlichen und museologischen Erkenntnissen und Methoden zu bewahren, auszubauen, zu erforschen und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Das Museum ist Sammlungsort, Archiv, Forschungsstätte und Ausstellungsraum. Ein wesentliches Anliegen ist die Auseinandersetzung mit der Kunst der Gegenwart. Daher ist das Museum auch Veranstaltungsort für Events und Diskussionen mit dem Ziel, das Verständnis für die neue und experimentelle Kunst im Zusammenhang mit der Vermittlung kunsthistorischer und kunsttheoretischer Entwicklungen zu fördern. Dieser Geschichte und Gegenwart verknüpfende museologische, wissenschaftliche und bildungspolitische Auftrag verpflichtet das MUMOK, sich umfassend mit der Sammlung, Erforschung und Vermittlung internationaler Kunst der Moderne, der jüngeren Vergangenheit sowie der Gegenwart zu befassen.
(2) Mit seinen Sammlungsschwerpunkten Pop-Art und Fotorealismus aus der Österreichischen Ludwig Stiftung, Fluxus und Nouveau Realisme aus der Sammlung Hahn und dem Wiener Aktionismus verbindet das MUMOK in einzigartiger Weise Höhepunkte gesellschafts- und realitätsbezogener sowie performativer Kunst des 20. Jahrhunderts.
(3) Als größtes österreichisches Museum für internationale moderne und zeitgenössische Kunst fördert das MUMOK die museologische Integration der in Österreich vertretenen Kunst- und Diskurspositionen in den internationalen Kontext und vermittelt zugleich Internationalität innerhalb seines lokalen Umfeldes.
(4) Das MUMOK vermittelt die Gesellschaftsrelevanz des Mediums Kunst, indem es die Veränderungen des Kunstverständnisses und die dafür maßgeblichen historischen und aktuellen Gründe erkennbar macht. Im Rahmen seines Gegenwartsbezuges nimmt das Museum Stellung zum gesellschaftspolitischen Diskurs und wendet sich gegen Tendenzen, die eine freie Entwicklung der Kunst und des kulturpolitischen Klimas in Frage stellen.
Aufgaben des MUMOK
§ 3. (1) Sammeln: Die Ergänzung der einzelnen Bereiche des vorhandenen Sammlungsbestandes sowie der kontinuierliche Erwerb museologischer relevanter Gegenwartskunst für den Sammlungsausbau soll nach präzise definierten sammlungspolitischen Prämissen erfolgen. Diese Prämissen haben sich sowohl an der Struktur der gewachsenen Sammlung wie auch an den aktuellen und internationalen Perspektiven des Kunstgeschehens zu orientieren.
(2) Bewahren: Die Bewahrung des Sammlungsbestandes erfolgt nach optimalen logistischen, sicherheitstechnischen, klimatischen, konservatorischen und räumlichen Bedingungen. Die Erfüllung dieser Aufgaben hat unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Erkenntnisse und Technologien zu erfolgen.
(3) Erschließen, Erforschen und Veröffentlichen der Sammlung: Zur Erschließung zählt die laufende Inventarisierung, Katalogisierung und Ergänzung der Werkdokumentation. Die wissenschaftliche Erforschung des Sammlungsbestandes dient der Klärung und Bewertung des kunsthistorischen Stellenwerts der Sammlung, ihrer einzelnen Bereiche und Werke. Ausgehend von aktuellen kunstgeschichtlichen und theoretischen Methoden soll der Sammlungsbestand Forschungsgegenstand sein, von dem aus sich neue Perspektiven auf die Sammlung im besonderen und die Kunstgeschichte im allgemeinen ergeben. Die Präsentationen der Schausammlung und schwerpunktmäßige Sonderausstellungen aus dem Sammlungsbestand, sowie begleitende Publikationen, Vorträge und Diskussionen dienen der Erarbeitung und Veröffentlichung der gewonnenen Erkenntnisse des museologischen Wissenschafts- und Forschungsauftrages. Die kontinuierliche Kooperation mit anderen Museen, Kunst- und Wissenschaftsinstitutionen und deren fachlichen Repräsentanten im In- und Ausland sollen einen regen Austausch in Bezug auf Wissenschaft und Forschung garantieren.
(4) Ausstellen: Durch Konzeption und Organisation von thematischen und monografischen Sonderausstellungen zu historischen Bereichen und zur Gegenwartskunst soll die aktuelle Darstellung sowie das Verständnis der Kunstentwicklung und des Kunstgeschehens gefördert werden. Damit werden neue Kontexte und Perspektiven für Struktur und Rolle der Sammlung eröffnet.
(5) Diskurs: Durch Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen, Vorträgen und Diskussionen zu historischen wie auch aktuellen Themen erweist sich das Museum als lebendiger Diskursort. Es gewährleistet damit die Kontinuität der für das Verständnis der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts grundlegenden Verknüpfung von Kunst und Diskurs.
(6) Vermitteln: Das MUMOK ist eine Informations- und Servicestelle für Besucher und Interessenten. Innovative und besucherorientierte Führungs- und Vermittlungsprogramme ermöglichen der Öffentlichkeit eine intensive und bewusstseinsbildende Auseinandersetzung mit Kunst und ihrem Kontext. Durch qualifizierte, aktuelle und zielgruppenspezifische Vermittlungsmethoden und -programme erfüllt das MUMOK seine Aufgabe im Hinblick auf die Entwicklung einer aufgeschlossenen Gesellschaft.
(7) Wirtschaften: Das MUMOK stellt eine wissenschaftliche Einrichtung und Non-Profit-Organisation dar. Dennoch sind alle Wirtschaftsbereiche des MUMOK so zu strukturieren, dass deren Tätigkeit einer effizienten und wirtschaftlichen Betriebsführung gerecht wird. In Zusammenarbeit mit Sponsoren, Mäzenen und Förderern sowie durch Erschließung von neuen Geschäftsfeldern soll versucht werden, den Eigendeckungsbeitrag nachhaltig zu erhöhen.
Aufbauorganisation
§ 4. Die Organisationseinheiten des MUMOK sind:
Geschäftsführung und Stabsstellen,
Sammlung,
Ausstellungen und wissenschaftliche Bereiche,
Kommunikation,
Kaufmännischer Bereich.
Geschäftsführung und Stabsstellen
§ 5. (1) Die wissenschaftliche Anstalt MUMOK hat einen Geschäftsführer im Sinne des Bundesmuseen-Gesetzes. Dieser nimmt die Funktion des Direktors und künstlerischen Leiters wahr. Ihm obliegt die Gesamtleitung des MUMOK und demgemäß die Besorgung aller personellen, organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten sowie die Dienstaufsicht über alle Bereiche des MUMOK. Er bestellt die Kuratoren und vertritt das MUMOK gerichtlich und außergerichtlich. Dem MUMOK gegenüber ist er verpflichtet, alle Beschränkungen einzuhalten, die sich aus der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung (Abs. 3) ergeben.
(2) Der Geschäftsführer bestimmt im Einvernehmen mit dem Kuratorium für die Dauer seiner Funktionsperiode einen Stellvertreter aus dem Kreise der Museumsmitarbeiter. Ein Widerruf der Bestellung ist im Einvernehmen mit dem Kuratorium jederzeit möglich. Wiederbestellungen sind möglich.
(3) Die Rechte und Pflichten des Geschäftsführers und seines Stellvertreters sind in der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung des MUMOK geregelt.
(4) Als wirtschaftliches Aufsichtsorgan der Geschäftsführung dient das vom Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Kultur bestellte Kuratorium, dem Budgetvoranschläge, der Budgetvollzug und der Rechnungsabschluss nach Maßgabe der entsprechenden Geschäftsordnung vorzulegen sind.
(5) Dem Geschäftsführer ist die Stabsstelle Controlling direkt zugeordnet. Das Controlling sorgt für die laufende Berichterstattung zur Überwachung und Einhaltung des Budgets an den Geschäftsführer und den kaufmännischen Leiter; weiters unterstützt es den kaufmännischen Leiter bei Überprüfung der finanziellen Vorgänge und Organisationsabläufe auf Sinnhaftigkeit und Korrektheit sowie bei Erstellung des Budgets und Strategieberichtes.
Sammlung
§ 6. (1) Die Organisationseinheit Sammlung besteht aus den Teilsammlungen:
Malerei,
Skulptur, Objekte,
Graphik, Fotografie,
Neue Medien
(2) Die für die Teilsammlungen zuständigen Kuratoren sorgen für die wissenschaftliche Erschließung der jeweiligen Sammlungsbestände, für deren Dokumentation sowie für die wissenschaftliche Betreuung und Kontrolle der von der Restaurierung vorgeschlagenen notwendigen Maßnahmen für die Bewahrung der Sammlungsbestände.
(3) Der Sammlungsbestand ist im Inventar verzeichnet und laufend zu ergänzen. Die Führung des Inventars, die Ergänzung der Dokumentation zu den Objekten, die Führung des Standortverzeichnisses sowie die Führung von Fremdinventaren für die in der Sammlung aufbewahrten, aber nicht zum Sammlungsbestand des Museums gehörenden Objekte erfolgt durch die Registratur nach den durch den Leiter der Sammlung in Absprache mit den Kuratoren vorgegebenen einheitlichen Richtlinien. Bei diesen Tätigkeiten wird die Registratur durch die Depotverwaltung unterstützt.
(4) Die Restaurierung ist für die Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen aller Sammlungsbestände zuständig. Zu den Aufgaben der Restaurierung zählen auch die wissenschaftliche Arbeit und Forschung sowie die Aufarbeitung und Kontrolle der Kunstwerke für Ausstellungen. Die Restaurierung definiert im Einvernehmen mit den für die jeweiligen Sammlungsbestände zuständigen Kuratoren die Arbeits- und Zielvorgaben der erforderlichen konservatorischen Maßnahmen. Der darauf basierende Restaurierungsplan ist jährlich vom Leiter der Sammlung und der Restaurierungsleitung dem Geschäftsführer zur Genehmigung vorzulegen.
(5) Vorschläge über Leihgaben aus der Sammlung macht nach Anhörung des zuständigen Kurators und der Restaurierung der Leiter der Sammlung und legt diese dem Geschäftsführer zur Entscheidung vor.
Ausstellungen und wissenschaftliche Bereiche
§ 7. (1) Die Organisationseinheit Ausstellungen und wissenschaftliche Bereiche umfasst die Teilbereiche Ausstellungsorganisation, Veranstaltungen und Projekte sowie die sonstigen wissenschaftlichen Bereiche (Bibliothek/Archiv, Publikationen/Verlag). Die Führung dieser Teilbereiche untersteht dem Leiter der Organisationseinheit.
(2) Die Bereiche Ausstellungsorganisation sowie Veranstaltungen und Projekte werden von Kuratoren betreut. Die organisatorische Planung und Abwicklung erfolgt unter Aufsicht der Kuratoren durch das Ausstellungs- und Projektbüro. Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm sowie die wissenschaftlichen Projekte und begleitenden Publikationen werden vom Geschäftsführer unter Einbeziehung des Leiters der Organisationseinheit und der Kuratoren festgelegt. Die Kuratoren sind in die Betreuung, Präsentation und den Ausbau der Sammlung sowie in die zielgruppenorientierte und fachliche Erstellung von Vermittlungsprogrammen durch die Abteilung Bildung und Besucherservice eingebunden. Für die im Zuge von Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten anfallende Bewegung, Kontrolle und Lagerung von Kunstwerken werden die Kuratoren von der Registratur, der Depotverwaltung und der Restaurierung unterstützt.
(3) Betreuung und Ausbau von Bibliothek/Archiv werden nach aktuellen, technischen, wissenschaftlichen und öffentlichkeitsbezogenen Standards durchgeführt. Die Bibliothek steht allen Organisationseinheiten des Museums zur Verfügung. Ihr Schwerpunkt liegt im wissenschaftlichen und sammlungsbezogenen Bereich. Aufgabe des Archivs ist das Bewahren und die permanente Ergänzung aller für die Geschichte des Museums und seinem laufenden Ausstellungs- und Veranstaltungsbetrieb relevanten Dokumente. Literaturankäufe und Bereitstellung der Archivmaterialien erfolgen unter Mitarbeit der Organisationseinheiten des MUMOK.
(4) Der Bereich Publikationen/Editionen organisiert und koordiniert in Zusammenarbeit mit den Kuratoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern die Gestaltung, Produktion sowie den Vertrieb aller wissenschaftlichen Publikationen, Druckwerke und Editionen des Museums.
Kommunikation
§ 8. (1) Der Bereich Kommunikation umfasst Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Bildung und Besucherservice.
(2) Der Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist zuständig für externe und interne Kommunikation. Die externe Kommunikation dient der Darstellung des Museums in der Öffentlichkeit. Sie umfasst die Information der Medien über Angebote und Leistungen aller Bereiche des Hauses sowie die Pflege des Kontakts zu den Interessentengruppen des Museums durch geeignete Instrumente.
(3) Der Bereich Bildung und Besucherservice ist für die Konzeption und Umsetzung von zielgruppenspezifischen Informations- und Kommunikationsangeboten für Museumsbesucher, insbesondere Schulklassen, Kinder und Gruppen, verantwortlich. Je nach Inhalt des Bildungsangebots ist das Angebot mit dem Leiter der Sammlung, dem Ausstellungskurator oder dem Verantwortlichen für Veranstaltungen abzustimmen. Das Besucherservice soll die Betreuung der Besucher während ihres Aufenthaltes im Museum sicherstellen. Ein wesentliches Element der Qualitätssicherung ist die Erhebung der Besucherwünsche und -beschwerden durch geeignete Einrichtungen, deren Weiterleitung an verantwortliche Stellen im Hause sowie die Überprüfung der daraufhin erfolgten Veränderungen.
Kaufmännischer Bereich
§ 9. (1) Der kaufmännische Bereich wird vom kaufmännischen Leiter geführt. Dieser zeichnet unter der Gesamtleitung des Geschäftsführers verantwortlich für alle kaufmännischen und personellen Belange des MUMOK, die Finanzgebarung, sowie die Steuerung, Koordination und Überwachung der gesamten Ablauforganisation. Der kaufmännische Bereich umfasst Administration, Zentrale Dienste, Profit Centers sowie interne Servicebereiche.
(2) Die Administration umfasst die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen und Personalverwaltung:
Zum Finanz- und Rechnungswesen zählt die laufende Finanzbuchhaltung, die begleitende Kostenrechnung und die Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen sowie alle damit zusammenhängenden kaufmännischen Agenden. Diese Berichte haben den Anforderungen des Finanz- und Begleitcontrollings durch den Bund im Sinne der §§ 2 Abs. 3 und 8 Abs. 4 des Bundesmuseen-Gesetzes zu entsprechen.
Dem Bereich Personalverwaltung obliegt die selbständige Abwicklung der Personalangelegenheiten sowie die Erstellung und ständige Kontrolle der für diesen Bereich relevanten Steuerungsdaten.
(3) Dem Bereich Zentrale Dienste sind die Hausverwaltung und Sicherheit, die Technik sowie die Planung für den Einsatz des Personals zugeordnet. Der Leiter Zentrale Dienste ist verantwortlich für die Sicherstellung eines geordneten, sicheren und effizienten Ablaufes des Museumsbetriebes.
Die Hausverwaltung umfasst die Organisation und Überwachung sämtlicher in diesem Bereich anfallenden Agenden, wie Poststelle, Beschaffung, Lagerverwaltung usw. sowie das Gebäudemanagement. Der Bereich Sicherheit umfasst die Kontrolle und Koordination aller hausinterner Sicherheitsmaßnahmen einschließlich des Arbeitnehmerschutzes.
Der Technik obliegen alle mit dem Betrieb und der Wartung der technischen Anlagen (Klima, Aufzüge, Telefon, Sicherheits- und brandschutztechnische Anlagen) und der Hauselektrik anfallenden Agenden. Dazu zählen auch die Bedienung, Einrichtung, Verwaltung und Wartung der audiovisuellen Medien.
Die Personalplanung sorgt für die Erstellung der Dienstpläne und die optimale Organisation des Personaleinsatzes einschließlich der Einteilung, Abwicklung und Kontrolle des Fremdpersonaleinsatzes.
(4) Die Profit Centers des MUMOK agieren nach marktwirtschaftlichen Kriterien und sind gewinnorientiert ausgerichtet. Sie umfassen Sponsoring, Eventservice sowie Kunstservice und können nach ertragswirtschaftlichen Gesichtspunkten durch den Kaufmännischen Leiter in Absprache mit dem Geschäftsführer ergänzt oder verändert werden. Jedes Profit Center hat jedoch in seiner Tätigkeit Rücksicht auf die Erfordernisse des wissenschaftlichen Museums- und Ausstellungsbetriebes zu nehmen:
Dem Bereich Sponsoring obliegt die Beschaffung zusätzlicher Ressourcen in Form von finanziellen Leistungen oder Sachleistungen.
Das MUMOK Eventservice vermietet die Räumlichkeiten an Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen unter ständiger Bedachtnahme auf den laufenden Museumsbetrieb. Das Eventservice unterstützt die Bildungs- und Vermittlungsaufgabe des MUMOK durch Herstellung des Kontaktes neuer Zielgruppen mit den Werken des Museums.
Das MUMOK Kunstservice bietet Unternehmen individuell gestaltete und wissenschaftlich betreute Präsentationen von Werken des Museums in Räumlichkeiten des Unternehmens unter Einhaltung strengster restauratorischer und sicherheitstechnischer Auflagen an. Die Auswahl der dafür zur Verfügung stehenden Werke legt der Geschäftsführer unter Einbindung der Restaurierung und des Sammlungsleiters fest.
(5) Die Servicebereiche betreuen überwiegend andere Organisationseinheiten des MUMOK, jedoch auch externe Kunden. Bei ihrer Tätigkeit orientieren sie sich an vergleichbaren Servicebetrieben der Privatwirtschaft. Zu den Servicebereichen zählen Werbung und Marketing, Bildarchiv, Fotoatelier, sowie EDV:
Der Bereich Werbung und Marketing konzipiert und organisiert Werbemaßnahmen für die Organisationseinheiten des Museums mit einem an die Öffentlichkeit gerichteten Angebot.
Das Bildarchiv verwaltet alle fotografischen Abbildungen des Museums und kümmert sich um den Erwerb der für deren Herstellung und Nutzung benötigten Rechte. Es ist sowohl interner Servicebereich für andere Abteilungen und Funktionseinheiten des Museums wie auch kommerziell agierende Bildagentur mit einem serviceorientierten Angebot für externe Kunden.
Das Fotoatelier ist im Auftrag verschiedener Abteilungen und Funktionseinheiten des Museums tätig. Es ist unter anderem für die fotografische Erfassung des Sammlungsbestandes, die mediale Dokumentation von Ausstellungen und Veranstaltungen sowie die Produktion von Bildmaterial für Presse und Werbezwecke zuständig.
Die EDV des MUMOK betreut das museumseigene Computernetzwerk und die damit in Verbindung stehende Hard- und Software sowie die Anbindung des Museums an das Internet.
Vollversammlung des MUMOK
§ 10. Die Vollversammlung besteht aus allen Bediensteten des Museums. Sie ist vom Betriebsrat in regelmäßigen Abständen, mindestens aber einmal in jedem Kalenderjahr einzuberufen. Sie ist ferner einzuberufen, wenn dies ein Drittel der Mitarbeiter oder ein Drittel der Betriebsratsmitglieder schriftlich verlangt. Die Vollversammlung dient der Information der Bediensteten über längerfristige Maßnahmen und der Beratung über wichtige Angelegenheiten, die die Gesamtbelange des Museums betreffen. Die Vollversammlung stellt eine Betriebsversammlung im Sinne des § 43 ArbVG dar.
Verzeichnisse und Dokumentationen
§ 11. Folgende Verzeichnisse und Dokumentationen liegen im MUMOK auf und entsprechen dem Dokumentationsstand vom 31. Dezember 2001.
Sie sind laufend zu bearbeiten und zu ergänzen:
- Verzeichnis der beweglichen Ausstattung (Anlagevermögen),
- Inventare einschließlich Fremdinventar der Sammlung und der Bibliothek,
- Verzeichnis der dem MUMOK überlassenen Immobilien.
§ 12. Die Verordnung tritt mit 1. Jänner 2002 in Kraft.