Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Berufsausbildung im Lehrberuf Fotograf (Fotografen-Ausbildungsordnung)
Präambel/Promulgationsklausel
Auf Grund der §§ 8 und 24 des Berufsausbildungsgesetzes, BGBl. Nr. 142/1969, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 136/2001, wird verordnet:
Lehrberuf Fotograf
§ 1. (1) Es wird der Lehrberuf Fotograf mit einer Lehrzeit von dreieinhalb Jahren eingerichtet.
(2) In den Lehrverträgen, Lehrzeugnissen, Lehrabschlussprüfungszeugnissen und Lehrbriefen ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Fotograf oder Fotografin) zu bezeichnen.
Berufsprofil
§ 2. Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der im Lehrberuf Fotograf ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich auszuführen:
Anfertigen von Aufnahmen, insbesondere von Personen, Gegenständen, Tieren, Architekturen, Landschaften, sowie Reportagen (für Privatkunden und gewerblich-industrielle Nutzung),
Herstellen und Bearbeiten von multimedialen Produkten im Bereich Foto- und Mediendesign und Medientechnik,
elektronische Bildaufzeichnung sowie elektronische Bildbearbeitung und Bildverarbeitung,
Reproduktion, Dokumentation und Archivtechnik,
fototechnische Arbeiten inklusive Laborarbeiten,
Pflegen und Warten der technischen Einrichtungen,
digitales Erfassen von Daten und Arbeitsergebnissen.
Berufsbild
§ 3. (1) Für den Lehrberuf Fotograf wird folgendes Berufsbild festgelegt. Hierbei sind die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse spätestens in dem angeführten Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln, dass der Lehrling zur Ausübung qualifizierter Tätigkeiten im Sinne des Berufsprofils befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen, Kontrollieren und Optimieren einschließt.
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Pos. 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
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Handhaben und Instandhalten der zu verwendenden Geräte,
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Vorrichtungen, Einrichtungen und Arbeitsbehelfe, insbesondere
der Verstellkamera (Großformat)
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Kenntnis der Werk- und Hilfsstoffe, ihrer Eigenschaften und
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Verwendungsmöglichkeiten im Negativ-, Positiv- und Umkehrprozess
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Kenntnis des Ausbildungsbetriebes und des Wirtschaftsbereiches
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des Lehrbetriebes
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Kenntnis der optischen Gesetze - -
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und ihrer Wirkung
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Handhaben der Objektive und Kenntnis ihrer Funktionsweise und
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Wirkung
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Kenntnis des Lichts und der Farbtheorie -
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Handhaben der Lichtmessgeräte - -
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Kenntnis der Beleuchtungsmöglichkeiten und der -
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Handhabung sowie Anwendung einschlägiger
Beleuchtungsgeräte
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Grundkenntnisse der mechanischen, elektrischen und
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elektronischen Vorgänge an Maschinen und Geräten unter
Einbeziehung digitaler und analoger Ausgabegeräte sowie
Videogeräten
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Sachgemäßes Sachgemäßes - -
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Verwenden und Verwenden
Einlegen von analoger und
Aufnahme- digitaler
materialien Aufzeichnungs-
medien
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Kenntnis der Beeinflussung der - -
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Kopien und Vergrößerungen
durch die Entwicklung in
Bezug auf Gradation und
Tonwert (Schwarz/Weiß)
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Herstellen von Reproduktionen - -
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(Strich, Halbton und Farbe)
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- Grundkenntnisse der
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Weiterverarbeitung von
fotografischen Produkten und
digitalen Daten für den Druck
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Herstellen von Farbbildern, Farbausdrucken oder
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Farbdiapositiven; Anwenden von Farbkorrekturen und Filtern bei
der Aufnahme und der Ausgabe
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- Grundkenntnisse über alle gängigen
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reprografischen Verfahren
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- Behandlung, Nachbehandlung, Retusche und
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Einkopieren von analogen und digitalen Bilddaten;
Anwendung von Bildbearbeitungssoftware
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Handhaben fotochemischer - -
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Lösungen und Chemikalien
sowie deren Aufbewahrung und
Bezeichnung
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- Kenntnis über den digitalen Arbeitsplatz samt
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Zusatzgeräten (zB Drucker, Scanner, CD-Brenner
usw.)
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Kenntnis des Digitalisieren Herstellen und Abspeichern
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Di- von Vorlagen, von digitalen Bildmontagen,
gitalisierens Bearbeiten von Freistellen und Einfügen in
von Vorlagen digitalisierten druckfähigen Programmen
Vorlagen (zB Photoshop, Freehand,
QuarkXPress), Grundkenntnisse
von Webdesign
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Grund- Durchführen der Kenntnis der
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kenntnisse der Bildschirm- densitometrischen Ausmessungen
Bildschirm- kalibrierung und Auswertungen
kalibrierung
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Beurteilen von analogen und digitalen Aufnahmen in Bezug auf
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Dichte, Gradation, Qualität, Farbraum und Schärfe
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Anwenden von Vergrößerungs- und -
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Verkleinerungstechniken (Entzerren,
Abhalten, Nachbelichten) sowie
Kontaktkopien in Schwarz/Weiß und Farbe
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Grund- Anfertigen von Diaduplikaten -
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kenntnisse
über die
Dateneingabe
und die
Datenausgabe
über das
Internet
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-
- Aufnehmen von Laufbildern auf
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allen gängigen Speichermedien
und Kenntnis über das
Nachbearbeiten
```
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```
Beheben von Fehlern sowie Kenntnis über das Vermeiden von
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Fehlern bei fotografischen Prozessen
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-
-
- Kenntnis der
-
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Beeinflussung von
Gradation und
Farbe (analog und
digital)
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Herstellen von Werbe-, Sach-, Food-, Architektur-, Tourismus-
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und Kreativaufnahmen sowie die entsprechende Bildgestaltung;
Anwendung von Fachkameras samt Verstellmöglichkeiten
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- Durchführen von Reportagen nach vorheriger
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Anleitung
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Herstellen - - -
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von
Passbildern
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- Herstellen von Portrait-, Gruppen- und Modefotos
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- Grundkenntnisse der berufsbezogenen
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Schminktechnik
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- Eigene und fremde Bildideen realisieren nach
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Scribble, Layout und Reinzeichnungen
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Fachbezogener Umgang mit Kunden und Modellen
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Kenntnis über - - -
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alle gängigen
Schwarz/Weiß-
Entwicklungs-
prozesse
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- Kenntnis über die gängigen -
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Farbentwicklungsprozesse
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Kenntnis über die fachgerechte Entsorgung der verwendeten
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Materialien unter Berücksichtigung einschlägiger Vorschriften
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-
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- Grundkenntnisse
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der Funktion von
Rotations-,
Hänger- und
Durchlauf-
maschinen und
Printer
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- Grundkenntnisse des Urheber- und
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Verwertungsrechtes sowie der einschlägigen
Berufsausbildungsvorschriften
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Kenntnis der sich aus dem Lehrvertrag ergebenden Verpflichtungen
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(§§ 9 und 10 des Berufsausbildungsgesetzes)
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Kenntnis der einschlägigen Sicherheitsvorschriften sowie der
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sonstigen in Betracht kommenden Vorschriften zum Schutze des
Lebens und der Gesundheit, insbesondere Kenntnis der
berufsspezifischen Sicherheitsvorschriften für Giftstoffe und
Elektrizität und Arbeitshygiene
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Grundkenntnisse der aushangpflichtigen arbeitsrechtlichen
```
Vorschriften
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(2) Bei der Ausbildung in den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten ist ( unter besonderer Beachtung der betrieblichen Erfordernisse und Vorgaben ( auf die Persönlichkeitsbildung des Lehrlings zu achten, um ihm die für eine Fachkraft erforderlichen Schlüsselqualifikationen bezüglich Sozialkompetenz (wie Offenheit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit), Selbstkompetenz (wie Selbsteinschätzung, Selbstvertrauen, Eigenständigkeit, Belastbarkeit), Methodenkompetenz (wie Präsentationsfähigkeit, Rhetorik in deutscher Sprache, Verständigungsfähigkeit in den Grundzügen der englischen Sprache) und Kompetenz für das selbstgesteuerte Lernen (wie Bereitschaft, Kenntnis über Methoden, Fähigkeit zur Auswahl geeigneter Medien und Materialien) zu vermitteln.
Lehrabschlussprüfung
Gliederung
§ 4. (1) Die Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Fotograf gliedert sich in eine praktische und in eine theoretische Prüfung.
(2) Die praktische Prüfung umfasst die Gegenstände Prüfarbeit und Fachgespräch.
(3) Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Wirtschaftsrechnen und Fachkunde.
(4) Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Prüfungskandidat das Erreichen des Lehrziels der letzten Klasse der fachlichen Berufsschule oder den erfolgreichen Abschluss einer die Lehrzeit ersetzenden berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nachgewiesen hat.
Praktische Prüfung
Prüfarbeit
§ 5. (1) Die Prüfung ist nach Angabe der Prüfungskommission in Form eines betrieblichen Arbeitsauftrags durchzuführen.
(2) Der Arbeitsauftrag hat folgende Tätigkeiten zu umfassen:
Herstellen einer technischen Aufnahme in Schwarz/Weiß,
Herstellen einer Portraitaufnahme in Schwarz/Weiß,
elektronische Bearbeitung beigestellter elektronischer Bilder nach Arbeitsvorgabe einschließlich der Darstellung der Arbeitsergebnisse am Bildschirm oder als Ausdrucke.
(3) Bei den Aufgaben gemäß Abs. 2 Z 1 und 2 ist bei den Aufnahmen der jeweilige Entwicklungsprozess durchzuführen, von beiden Aufnahmen sind Rohabzüge und je eine tonwertige Schwarz/Weiß-Vergrößerung (maximal 24 × 30 cm) herzustellen. Diese Arbeiten sind verkaufsfertig und retuschiert vorzulegen.
(4) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung und die Anforderungen der Berufspraxis jedem Prüfling eine Prüfarbeit zu stellen, die in der Regel in sieben Arbeitsstunden ausgeführt werden kann. Hiebei ist den Arbeiten gemäß Abs. 2 Z 1 und 2 jeweils eine Dauer von zweieinhalb Stunden und der Arbeit gemäß Abs. 2 Z 3 eine Dauer von zwei Stunden zugrunde zu legen.
(5) Die Prüfung im Gegenstand Prüfarbeit ist nach acht Arbeitsstunden zu beenden.
(6) Für die Bewertung im Gegenstand Prüfarbeit sind folgende Kriterien maßgebend:
auftragsgerechte Konzeption und Gestaltung der Aufnahme,
fachgerechtes Verwenden der richtigen Apparate, Geräte und Materialien,
fachgerechte Ausführung,
fachgerechte Präsentation.
Fachgespräch
§ 6. (1) Das Fachgespräch ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen.
(2) Das Fachgespräch hat sich aus der praktischen Tätigkeit heraus zu entwickeln. Hiebei ist unter Verwendung von Fachausdrücken das praktische Wissen des Prüflings festzustellen.
(3) Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlussprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Hiebei sind Prüfstücke, Materialproben, Demonstrationsobjekte, Apparate, Geräte, Werkzeuge oder Schautafeln heranzuziehen. Fragen über die fachgerechte Entsorgung sowie über einschlägige Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen und Unfallverhütung sind miteinzubeziehen.
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