Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit und Frauen über die Haltung von Wirbeltieren, die nicht unter die 1. Tierhaltungsverordnung fallen, über Wildtiere, die besondere Anforderungen an die Haltung stellen und über Wildtierarten, deren Haltung aus Gründen des Tierschutzes verboten ist (2. Tierhaltungsverordnung)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2005-01-01
Letzte Aktualisierung 2026-07-08
Status Aufgehoben · 2006-01-27
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 27
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(3) Die angegebenen Maße für Käfige, Volieren und Schutzräume gelten, sofern nicht anders vermerkt, für die paarweise Unterbringung. Jungvögel bleiben bis zum Selbstständigwerden unberücksichtigt. Die Maße dürfen auch bei begründeter Einzelhaltung nicht unterschritten werden. Wo die Artverträglichkeit für ein weiteres Paar gegeben ist, ist die Grundfläche um 25% der ursprünglichen Grundfläche zu erweitern.

(4) Für Vögel die ganzjährig in Innenräumen gehalten werden ist eine Innenvoliere entsprechend den Maßen der Außenvolieren einzurichten.

(5) Käfige sind mit Ausnahme der bodenbrütenden Arten wie zum Beispiel Lerchen in mindestens 80 cm Höhe aufzustellen. Vogelkäfige müssen rechteckige Grundflächen haben, Rundvolieren sind erst ab einem Durchmesser von 2 m zulässig. Die Maschenweite des Gitters muss der Größe der gehaltenen Vögel angepasst sein.

(6) Käfige müssen an drei Seiten, Volieren an einer Seite undurchsichtig sein. Außenvolieren müssen teilweise überdacht sein, einen begehbaren Schutzraum oder, bei winterharten Arten, einen Witterungsschutz gegen Sonne, Wind und Niederschlag aufweisen, der jederzeit von den Vögeln aufgesucht werden kann.

(7) Der Boden der Innenvoliere ist mit Sand, Holzgranulat, Rindenmulch oder ähnlichem geeignetem Material abzudecken. Der Boden der Außenvoliere darf entweder aus Naturboden bestehen oder ist mit einem Belag aus Sand, Kies, Rindenmulch oder ähnlichem zu versehen.

(8) Zur Mindestausstattung von Käfigen und Volieren gehören Sitz-, Versteck-, Schlaf- und Nistmöglichkeiten. Bademöglichkeiten sind anzubieten.

(9) Je nach geographischer Verbreitung der hier aufgeführten Sperlingsvögel und Kolibris sind unterschiedliche Klimaansprüche zu berücksichtigen. Viele Arten der aufgelisteten Familien sind tropischen Ursprungs. Ihnen ist, sofern nicht unter den einzelnen Haltungsansprüche, anders festgelegt, ganzjährig ein temperierter Schutzraum einzurichten. In den Wintermonaten sind die Tiere in beheizten Innenvolieren zu halten. Bei der Käfighaltung tropischer Vögel müssen die Unterbringungsräume ebenfalls beheizbar sein. Die festgelegten Temperaturen sind einzuhalten.

14.3. Mindestanforderungen an Haltung handelsrelevanter Sperlingsvögel

14.3.1. Schnurrvögel – Pipridae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar (Länge x Breite x Höhe in m) müssen 1,80 x 0,80 x 1,50 betragen.

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern.

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren, die ausschließlich während der Sommermonate erfolgen darf, muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen.

(4) Die Mindesttemperatur darf 20°C in der Eingewöhnungsphase, später 18°C nicht unterschreiten. Zusätzlich sind punktförmige Wärmequellen mit Strahlungswärme, die bei Bedarf aufgesucht werden können, anzubieten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 60% ist notwendig.

(5) Den Tieren sind bepflanzte Volieren mit weichem Bodenuntergrund wie Grasboden, Rindenmulch und Laub einzurichten. Für das komplizierte Balzverhalten sind „Tanzplätze“ mit waagrechten, kahlen, flexiblen dünnen Zweigen einzurichten. Dem ausgeprägten Badebedürfnis ist durch Badebecken oder künstliche Wasserläufe Rechnung zu tragen.

(6) Den Tieren sind Beeren, Früchte, Insekten, auch Weichfutter und Nektar anzubieten. Das Futter muss täglich mindestens zweimal frisch zubereitet werden.

14.3.2. Lerchen – Alaudidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 20 cm (zB Heidelerche, Lullula arborea ): 1,20 x 0,80 x 0,50

2.

Arten mit einer Gesamtlänge über 20 cm (zB Haubenlerche, Galerida cristata): 1,60 x 0,80 x 0,50

(2) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche vorhanden sein. Auf Verträglichkeit zwischen der einzelnen Tiere ist wegen ihres ausgeprägten Territorialverhaltens besonders zu achten.

(3) Die in Europa vorkommenden Arten müssen frostfrei überwintert werden. Die Haltung in Außenvolieren ist zulässig, sofern die Tiere einen frostfreien Schutzraum aufsuchen können. Bei tropischen Arten darf die Mindesttemperatur von 10°C nicht unterschritten werden.

(4) Lerchen sind in den Volieren Steine, Büsche oder Ähnliches als Sitzwarten sowie im oberen Bereich dünne Zweige als Singwarten einzurichten. Der Boden muss mit einer mindestens 4 cm dicken Kies-, Sand- oder Erdschicht bedeckt sein, damit die Vögel Schlafmulden anlegen können.

(5) Den Tieren ist ein hochwertiges und vielseitiges Körner- und Insektenweichfutter anzubieten. Besonders während der Jungenaufzucht sind lebende Insekten zu reichen.

14.3.3. Bülbüls – Pycnonotidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) 2,0 x 1,0 x 1,0 betragen.

(2) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen.

(3) Während der Eingewöhnungsphase darf die Mindesttemperatur 20°C nicht unterschreiten. Nach der Eingewöhnungsphase darf bei Temperaturen über 10°C der ganzjährige Zugang zur Außenvoliere gewährt werden.

(4) Die Voliere ist dicht mit Sträuchern, Laubgehölzen oder Koniferen auszustatten.

(5) Als Grundfutter sind den Tieren alle Arten von Früchten und Beeren, Weichfutter und Nektar anzubieten. Arten der Gattung Spizixos fressen auch hartschalige Samen. Tierisches Eiweiß in Form von Insekten und Mehlwürmern sind vor allem während der Jungenaufzucht notwendig.

14.3.4. Blattvögel, Feenvögel – Irenidae

(1) Die Familie der Irenidae umfasst drei Unterfamilien: Ioras (Aegithininae), Feenvögel (Ireninae) und Blattvögel (Chloropseinae). Die nachstehenden Angaben beziehen sich nur auf die Unterfamilie der häufig gehaltenen Blattvögel.

(2) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) 2,0 x 1,0 x 2,0 betragen.

(3) Die Tiere sind in Gruppen zu halten. Nicht gut harmonierende Paare dürfen nur in Volieren gehalten werden, welche die angegebenen Mindestmaße deutlich überschreiten. Die Mindestmaße dürfen auch bei zeitweiliger Einzelhaltung nicht unterschritten werden.

(4) Bei der Haltung in Außenvolieren ausschließlich in den Sommermonaten muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen.

(5) Die Mindesttemperatur darf 15°C nicht unterschreiten.

(6) Die Voliere ist reich mit lebenden Pflanzen auszustatten. Wasserbecken und Futtergefäße sind in der oberen Hälfte der Voliere anzubringen.

(7) Den Tieren sind Nektar, Beeren und Früchten sowie Weichfutter anzubieten. Zusätzlich und zwingend notwendig während der Aufzuchtperiode, sind Insekten wie Heimchen und Grillen zu reichen.

14.3.5. Drosseln – Turdidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 20 cm (zB Schuppenkopf-Rötel, Cossypha niveicapilla): 2,0 x 1,0 x 2,0

2.

Arten mit einer Gesamtlänge über 20 cm (zB Buntdrossel, Zoothera dauma) 3,0 x 1,5 x 2,0

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern (Ruhephase).

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen.

(4) Arten der nördlichen Hemisphäre dürfen ganzjährig in Außenvolieren gehalten werden. Ein trockener und zugfreier Schutzraum oder überdachter geschützter Volierenteil muss zur Verfügung stehen.

(5) Den Tieren sind Biotopvoliere mit natürlicher Bepflanzung aus Sträuchern, Laubgehölzen und Koniferen einzurichten. Je nach Art sind Höhlen, Halbhöhlen oder Astquirle als Nestplatz anzubieten.

(6) Drosseln erhalten als Ersatzfutter handelsübliches oder selbst hergestelltes Weichfutter von feuchtkrümeliger Beschaffenheit. Die Futterbestandteile tierischen Ursprungs müssen 50%, die kohlehydratreichen Anteile pflanzlichen Ursprungs 40-50% und ergänzend Beeren und grüne Pflanzenteile wie Vogelmiere, Löwenzahn, Brennessel bis zu 10% betragen. Insekten wie Heimchen, Grillen und Mehlkäferlarven müssen vor allem während der Jungenaufzucht angeboten werden. Vielen Arten wie zum Beispiel der Natalrötel, Cossypha natalensis sind als Ergänzung auch Früchte, besonders Beeren anzubieten. Einigen Arten wie zum Beispiel der Schamadrossel, Copsychus malabaricus auch Sämereien.

14.3.6. Timalien – Timaliidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 20 cm (zB Sonnenvogel, Leiothrix lutea): 2,0 x 1,0 x 2,0

2.

Arten mit einer Gesamtlänge ab 20 cm (zB Arten der Gattungsgruppe Häherlinge, Garrulax sp.): 3,0 x 1,5 x 2,0

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern (Ruhephase).

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen.

(4) Die Vögel dürfen ganzjährig in der Außenvoliere gehalten werden. Bei Minustemperaturen muss ein frostfreier Schutzraum jederzeit aufgesucht werden können. Kleinere Arten der asiatischen Gebirgsregionen wie Arten der Gattungsgruppe Siva, Minla Spezies müssen frostfrei überwintert werden. Alle anderen Arten wie Arten der Gattung Yuhina sind mit einer Mindesttemperatur von 15°C warm zu überwintern.

(5) Den Tieren sind Biotopvoliere mit natürlicher Bepflanzung aus Sträuchern, Laubgehölzen und Koniferen einzurichten.

(6) Den Tieren sind handelsübliches Weichfutter wie Insekten, Beeren, Obst, Sämereien anzubieten. Für Zwergtimalien der Gattungsgruppe Yuhina sind Honig oder Nektarpräparate erforderlich. Auch Drosophilas, Wachsmottenraupen und andere kleine Insekten sind zu füttern.

14.3.7. Meisen – Paridae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) 1,80 x 0,80 x 1,50 betragen.

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern.

(3) Die Arten der nördlichen Hemisphäre dürfen ganzjährig in Außenvolieren gehalten werden, wenn ein trockener Schutzraum oder ein überdachter geschützter Volierenteil zur Verfügung steht. Afrikanische Arten müssen frostfrei überwintert werden.

(4) Den Tieren sind Biotopvoliere mit dichter, natürlicher Bepflanzung aus Sträuchern, Laubgehölzen und Koniferen sowie Nisthöhlen einzurichten.

(5) Den Tieren sind Weichfutter, Eifutter, kleine Insekten, Spinnen und im Winterhalbjahr Sämereien, Nüsse und Beeren anzubieten. Beschäftigungsfutter in Form von mit Blattläusen befallenen Pflanzen ist bereitzustellen.

14.3.8. Nektarvögel – Nectariniidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) 2,0 x 1,0 x 1,5 betragen.

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern.

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren ausschließlich während der Sommermonate muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen. In Innenvolieren ist wegen der erhöhten Gefahr der Verbreitung von Pilzerkrankungen auf ausreichende Belüftung zu achten.

(4) Die Mindesttemperatur darf in der Eingewöhnungsphase 20°C, später 15°C nicht unterschreiten. Zusätzlich sind punktförmige Wärmequellen mit Strahlungswärme, die bei Bedarf aufgesucht werden können, anzubieten. Die Luftfeuchtigkeit muss 50–60% betragen. Für den Nestbau sind feine Pflanzenfasern, Tierhaare und Spinnweben anzubieten.

(5) Den Tieren sind Volieren mit dichter natürlicher Bepflanzung und weichem, saugfähigem Bodenuntergrund wie Grasboden, Rindenmulch und Laub einzurichten. Sand ist wegen der Staubbildung nicht geeignet. Auf das Vorhandensein ausreichend dünner Sitzäste mit 4-8 mm Durchmesser ist zu achten.

(6) Den Tieren sind Nektar, kleine Insekten und süßes Obst anzubieten. Das Futter muss täglich mindestens zweimal frisch zubereitet werden.

14.3.9. Brillenvögel – Zosteropidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) 1,80 x 0,80 x 1,5 betragen.

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln während der Brutzeit ist die Grundfläche um 25% zu erweitern. Außerhalb der Brutzeit ist eine Schwarmhaltung möglich.

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren ausschließlich während der Sommermonate muss den Tieren ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen.

(4) Die Mindesttemperatur darf in der Eingewöhnungsphase 20°C, später 15°C nicht unterschreiten. Zusätzlich sind punktförmige Wärmequellen mit Strahlungswärme, die bei Bedarf aufgesucht werden können, anzubieten.

(5) Den Tieren sind Volieren mit dichter natürliche Bepflanzung und weicher, saugfähiger Bodenuntergrund wie Grasboden, Rindenmulch und Laub einzurichten. In Außenvolieren ist auf genügend Sonnenplätze zu achten. Badebecken sind zur Verfügung zu stellen.

(6) Den Tieren sind Nektar, kleine Insekten, Wachsmotten, Spinnen, Blattläuse, süßes Obst und Beeren anzubieten. Das Futter muss täglich mindestens zweimal frisch zubereitet werden. Futter und Wasser sind in der oberen Volierenhälfte anzubieten.

14.3.10. Ammern – Emberizidae

(1) Die Mindestanforderungen gelten für die eigentlichen Ammern (Emberizinae), die Unterfamilien Plüschkopftangaren (Catamblyrhynchinae), Kardinäle (Cardinalinae), Tangaren (Thraupinae), und Schwalbentangaren (Tersininae).

(2) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 15 cm (zB Zwergpfäffchen, Sporophila minuta): 0,80 x 0,40 x 0,40

2.

Arten mit einer Gesamtlänge von 15-20 cm (zB Goldammer, Emberiza citrinella) 1,20 x 0,50 x 0,80

3.

Arten mit einer Gesamtlänge über 20 cm (zB Rotkardinal, Cardinalis cardinalis) und alle Tangaren: 1,80 x 0,80 x 1,0

(3) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern.

Außerhalb der Brutzeit Schwarmhaltung möglich.

(4) Nordische Arten und Arten der gemäßigten Breiten wie Goldammer, Emberiza citrinella und Rotkardinal Cardinalis cardinalis, dürfen ganzjährig in Außenvolieren gehalten werden, sofern ihnen ein trockener und zugfreier Schutzraum oder überdachter geschützter Volierenteil zur Verfügung steht. Andere Arten, besonders Arten der Unterfamilie Tangaren müssen warm überwintert werden. Die Mindesttemperaturen müssen je nach Art zwischen 15°C zum Beispiel beim Halsbandorganist, Chlorophonia sp. und 18°C bei den Purpurtangare, Ramphocelus carbo betragen.

(5) Den Tieren sind Biotopvoliere mit natürlicher Bepflanzung einzurichten. Bei Tangaren mit weichem, saugfähigen Bodenuntergrund wie Grasboden, Rindenmulch und Laub, bei Arten der Unterfamilie Ammern, Emberizinae auch Sand.

(6) Für Arten der Unterfamilie Ammern, Emberizinae müssen vorwiegend Sämereien und Insekten wobei letztere während der Jungenaufzucht zwingend notwendig sind, Weichfutter, Grünfutter in Form von Gräsern und Kräuter angeboten werden. Für größere Arten auch Hafer, Weizen und Gerste. Tangaren sind Beeren, Früchte, Insekten, Spinnen und auch Weichfutter und Nektar anzubieten. Für diese Arten muss das Futter täglich mindestens zweimal frisch zubereitet und in der oberen Hälfte der Voliere angeboten werden.

14.3.11. Finkenvögel – Fringillidae

(1) Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 12 cm (zB Kapuzenzeisig, Carduelis cucullata) 0,80 x 0,40 x 0,40

2.

Arten mit einer Gesamtlänge von 12 – 18 cm (zB Fichtenkreuzschnabel, Loxia curvirostra) 1,20 x 0,50 x 0,80

3.

Arten mit einer Gesamtlänge über 18 cm (zB Berggimpel, Carpodactus rubicilla) 1,80 x 0,80 x 1,00

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern. Die Schwarmhaltung ist außerhalb der Brutzeit beziehungsweise bei nicht territorialen Arten möglich, sofern ausreichend Versteck- und Schlafmöglichkeiten angeboten werden.

(3) Arten der gemäßigten Breiten wie einheimische Arten zB Stieglitz (Carduelis carduelis) und Hochgebirgsvögel der Subtropen bis Tropen, wie der Dickschnabelgirlitz (Serinus burtoni) dürfen ganzjährig in Außenvolieren gehalten werden, sofern ihnen ein trockener und zugfreier Schutzraum oder überdachter geschützter Volierenteil zur Verfügung steht. Arten der Subtropen und Tropen, wie der Dünnschnabelgirlitz und Dendrospiza citrinelloides sind bei einer Mindesttemperatur von 5°C – und Arten der Gattungsgruppe Spinus sp. bei einer Mindesttemperatur von von 15°C zu halten.

(4) Den Tieren sind Volieren mit natürlicher Bepflanzung von Sträuchern, Laubgehölzen und Koniferen einzurichten. Bei Schwarmhaltung ist auf ausreichende Versteckmöglichkeiten zu achten. Eine Badegelegenheit ist erforderlich.

(5) Den Tieren sind Sämereien, Grünfutter, Knospen, Beeren und Obst, den größeren Arten auch Weizen und Hafer anzubieten. Für Arten der Gattung Loxia sp. sind Samen der Koniferen erforderlich. Insekten sind vor allem während der Jungenaufzucht zwingend notwendig.

14.3.12. Prachtfinken – Estrildidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 13 cm (zB Goldbrüstchen, Amandava subflava): 0,80 x 0,40 x 0,40

2.

Arten mit einer Gesamtlänge über 13 cm (zB Rotkopfamadine, Amadina erythrocephala): 1,20 x 0,50 x 0,80

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern. Für die Schwarmhaltung sind Volieren erforderlich.

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche vorhanden sein.

(4) Die ganzjährige Haltung in Außenvolieren ist nur möglich, wenn ein temperierter Schutzraum aufsucht werden kann. Die Temperatur darf 15°C nicht unterschreiten. Für Arten der Gattungen Chloebia, Lagonosticta, Reichenowia, Parmoptila, Percnopis, Nigrita, Pyrenestes und Spermophaga sind Temperaturen von mindestens 18°C erforderlich.

(5) Den Tieren müssen Schlafkörbchen oder -kästen angeboten werden, die auch als Versteckmöglichkeit dienen. Bodenbrütenden Prachtfinken wie dem Rebhuhnastrild, Orthygospiza atricollis sind Grasbüschel zur Deckung anzubieten. Für Arten aus Trockengebieten sind zusätzlich Staubbademöglichkeiten aeinzurichten.

(6) Den Tieren sind Körner, Grünfutter und vor allem während der Jungenaufzucht tierisches Eiweiß anzubieten.

14.3.13. Webervögel – Ploceidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 13 cm (zB Blutschnabelweber, Quelea quelea): 0,80 x 0,40 x 0,40

2.

Arten mit einer Gesamtlänge von 13-18 cm (zB Graukopfsperling, Pyrgitopsis grisea) 1,20 x 0,50 x 0,80

3.

Arten mit einer Gesamtlänge über 18 cm (zB Starweber, Dinemellia dinemellii): 1,80 x 0,80 x 1,00

(2) Bei der Unterbringung von weiteren 2 Vögeln ist die Grundfläche um 25% zu erweitern. Für Schwarmhaltung, die der geselligen Lebensweise am besten entspricht, sind Volieren erforderlich.

(3) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche vorhanden sein.

(4) Arten der Unterfamilie Witwenvögel, Viduinae sp., sind Brutparasiten bei Prachtfinken. Für Ihre Haltung sind besondere Kenntnisse erforderlich.

(5) Alle Arten dürfen ganzjährig in Außenvolieren gehalten werden. Bei europäische Arten und Hochgebirgsbewohnern der Unterfamilie Passerinae genügt ein Witterungsschutz, alle anderen Arten müssen jederzeit einen Schutzraum aufsuchen können, dessen Temperatur 10°C nicht unterschreiten darf.

(6) Bei der Schwarmhaltung sind ausreichend Versteckmöglichkeiten, bei Arten der Unterfamilie Passerinae auch ausreichend Schlafkästen zur Verfügung zu stellen. Bademöglichkeiten und Staubbademöglichkeiten, wie Sand, sind anzubieten.

(7) Den Tieren sind Sämereien, Grünfutter und besonders während der Jungenaufzucht Insekten anzubieten. Einige Arten, wie Waldweber, Ploceus bicolor, sind Insektenfresser, ihnen ist ganzjährig ausreichend tierisches Eiweiß anzubieten.

14.3.14. Stare – Sturnidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) betragen:

1.

Arten mit einer Gesamtlänge bis 25 cm (zB Lappenstar, Creatophora cinerea): 2,0 x 1,0 x 2,0

2.

Arten mit einer Gesamtlänge über 25 cm (zB Königsglanzstar, Cosmopsarus regius): 3,0 x 1,5 x 2,0

(2) Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen.

(3) Die ganzjährige Haltung in Außenvolieren ist bei einigen Arten wie Ufermaina, Acridotherus ginginianus zulässig, wenn die Vögel einen temperierten Schutzraum aufsuchen können. Die Temperatur des Schutzraumes darf 10°C nicht unterschreiten. Die anderen Arten sind warm zu überwintern, die Mindesttemperatur darf 15°C nicht unterschreiten.

(4) Den Tieren sind Biotopvoliere mit natürlicher Bepflanzung aus Sträuchern und Laubgehölzen anzubieten. Den höhlenbrütenden Arten sind Nistkästen einzurichten.

(5) Den Tieren sind handelsübliches Weichfutter, Insekten, Früchte, Beeren und Sämereien anzubieten.

14.3.15. Kolibris – Trochilidae

(1) Die Mindestmaße des Käfigs je Paar müssen (Länge x Breite x Höhe in m) 2,0 x 1,0 x 2,0 betragen.

(2) Bei der Haltung in Außenvolieren ausschließlich während der Sommermonate muss ein Schutzraum von mindestens 1 m2 Grundfläche zur Verfügung stehen. In Innenvolieren ist wegen der Gefahr der Verbreitung von Pilzerkrankungen auf ausreichende Belüftung zu achten.

(3) Die Mindesttemperatur darf tagsüber 18°C, nachts 10°C nicht unterschreiten. Ein Tag- Nacht-Gefälle ist anzustreben. Zusätzlich sind punktförmige Wärmequellen mit Strahlungswärme, die bei Bedarf aufgesucht werden können, einzurichten. Die Luftfeuchtigkeit muss 50–60% betragen. Für den Nestbau sind feine Pflanzenfasern, Tierhaare und Spinnweben anzubieten.

(4) Den Tieren sind Volieren mit dichter, natürliche Bepflanzung, ausreichend glattrindigen dünnen Sitzästen und einem weichen, saugfähigen Bodenuntergrund wie Grasboden, Rindenmulch und Laub einzurichten. Sand ist wegen der Staubbildung nicht geeignet.

(5) Den Tieren sind Nektar und kleine Insekten, vor allem Drosophila-Arten, anzubieten. Das Futter muss täglich mindestens zweimal frisch zubereitet werden. Auf äußerste Sauberkeit aller Futtergefäße ist besonders zu achten.

Anlage 3:

Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien

1.

Mindestanforderungen an die Haltung von Schildkröten

1.
  1. Allgemeine Haltungsbedingungen

(1) Die Mindestanforderungen gelten für die Pflege erwachsener Tiere. Sie sind sinngemäß auf die Aufzucht junger Tiere anzuwenden, abweichenden Haltungsansprüchen ist jedoch Rechnung zu tragen.

(2) Viele Schildkrötenarten werden sehr groß und erreichen bei guter Pflege ein hohes Alter von 25 bis 50 Jahre bei Wasserschildkröten, ein noch wesendlich höheres Alter bei Landschildkröten. Das ist bei der Anschaffung von Schildkröten zu berücksichtigen.

(3) Die Notwendigkeit eines natürlichen Lichteinfalls oder künstlicher Beleuchtung sind artgemäß zu berücksichtigen um den Tieren den Tag-Nacht-Rhythmus und die jahreszeitliche Schwankungen zwischen Kurztag und Langtag zu signalisieren. Notwendigen Ruhephasen, verbunden mit Lichtentzug und Temperaturabsenkung, im Extremfall Hibernation ist Rechnung zu tragen. Lokale Strahlungswärme ist für viele Schildkrötenarten zur Erreichung einer optimalen Körpertemperatur anzubieten.

(4) Im saisonalen Hauptaktivitätszeitraum der Schildkröten muss die Tagestemperatur von Luft/ Wasser für die meisten Arten bei mindestens 23-bis 26 Grad C liegen.

(5) Die nachfolgenden Angaben sind Mindestmaße die das Terrarium in denen die Tiere gehalten werden aufweisen muss.

1.2. Spezielle Haltungsbedingungen

1.2.1. Testudo Kleinmanni (Ägyptische Landschildkröte)

Terrarium /Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12 cm über 12 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung der Bodenfläche mit flachen Steinen; Versteckplätze;
Trinkmöglichkeit; HQI- und Wärmestrahler
Bodengrund: grober Sand, Lehm, zum Eingraben geeignet;
Temperatur: Einrichtung warmer und kühler Zonen; Sommer: tagsüber
25-35 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch
Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 15-20 °C;
Winter: tagsüber 15-23 °C; lokale Erwärmung auf 25-30 °C durch
Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca 5-10 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit täglich 10-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe
Beleuchtungsintensität; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %; bei Jungtieren 60-80 %; im Winter täglich sprühen

Besondere Hinweise: Ägyptische Landschildkröten halten keine Winterruhe, sie sind ganzjährig aktiv; Ruheperioden werden häufig im Sommer gehalten; Tiere möglichst weinig manipulieren,häufiges Anfassen der Tiere kann stressbedingt zum Todführen; von einer Freilandhaltung ist abzuraten;Unterbringung im Wintergarten oder Glashaus

1.2.2. Emys orbicularis (Europäische Sumpfschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l
Landteil 0,02 m² 0,06 m² 0,10 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: einige Holz- oder Korkrindenstücke als Landteil, die so befestigt sind, dass der Schwimmraum nicht wesentlich beeinträchtigt ist; Wärmestrahler über dem Sonnenplatz; UV-Strahler
Bodengrund: 2 – 3 cm Sand oder Kies
Temperatur: Sommer: 20-28 °C Wassertemperatur;
Lufttemperatur: unter dem Wärmestrahler 35-45 °C;
Winter: Winterruhe im Wasser oder in feuchtem Substrat bei 4-8 °C, je nach
Herkunft der Tiere 3-5 Monate
Beleuchtungsdauer: im Sommer mindestens 12 Stunden täglich; UV- Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige Lage mit mindestens 8 Stunden Sonne täglich
Wasserteil: Einrichtung: Bepflanzung; ins Wasser ragende Holzstücke;
Flachwasserbereiche
Bodengrund: Sand oder Kies
Landteil: Einrichtung: Bepflanzung mit Stauden; Hügel mit teilweise pflanzenfreien Zonen für die Eiablage

Besondere Hinweise: für den ganzjährigen Aufenthalt im Gartenteich bei einer Mindestwassertiefe von 1 m und flachen Ufern geeignet

1.2.3 Chelonidis (Geochelone) chilensis (Argentinische Landschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-20 cm über 20 cm
1-2 Tiere 1,00 m² 1,50 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Steinen, Ästen und Pflanzen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; HQI- und Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: Lehm, lehmiger Sand; zum Eingraben geeignet; flache Steine
Temperatur: tagsüber 22-35 °C; lokale Erwärmung durch Wärmestrahler auf 35-45 °C; wärmere und kühlere Zonen einrichten; nachts 16-20 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 10-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: Bepflanzung mit schattenspendenden Sträuchern oder Stauden, dazwischen Freiflächen; beheizbares Schutzhaus oder Zugang zu Glashaus oder Wintergarten mit Wärmestrahler für kühle Tage
Bodengrund: Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet; stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber mindestens 20 °C; nachts mindestens 15 °C

1.2.4. Testudo marginata (Breitrandschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12 cm 12-18 cm über 18 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m² 3,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m² 0,70 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Pflanzen, Steinen und Ästen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; HQI- und Wärmestrahler
Bodengrund: Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 10 °C; Einrichtung warmer und kühler Zonen
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 6-14 Stunden täglich; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %; bei Jungtieren 60-80 %; täglich sprühen

Freilandterrariu__m

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: trockenes Schutzhaus mit Substrat zum Eingraben und Öffnung nach Osten bis Südosten; sonnige Plätze mit leicht abtrocknendem Bodengrund; Schattenplätze und Versteckmöglichkeiten durch kleine Büsche, Stauden, Steine und Wurzeln; Wasserstelle; bei Jungtieren als Schutz vor Vögeln und Raubtieren mit Gitter abdecken; Hügel für die Eiablage
Bodengrund: Blumenwiese, Lehmerde, Sand, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber mindestens 15 °C; nachts mindestens 10 °C

Besondere Hinweise: Winterruhe 3-5 Monate bei 4-6 °C

1.2.5 Terrapene carolina (Carolina Dosenschidlkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,20 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,10 m² 0,30 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Aquaterrarium – ca. ein Drittel als flachen Wasserteil gestalten; Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln und Pflanzen; Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: Mischung aus Sand, Erde und Rindenmulch; Torfmoos
Temperatur: Sommer: 22-30 °C; unter Wärmestrahler bis 35 °C; Winter: je nach Herkunft 2-3 Monate Winterruhe bei 12-18 °C
Beleuchtungsdauer: 8-14 Stunden täglich; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: kleiner, flacher, stark bepflanzter Teich; Landteil mit schattenspendenden Pflanzen und Versteckmöglichkeiten; einige vegetationsfreie Stellen zum Sonnen
Bodengrund: Mischung aus feinem Sand, Erde und Rindenmulch, zum Eingraben geeignet

Besondere Hinweise: für den Freilandaufenthalt während des Sommers geeignet; die Winterruhe sollte nur unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden

1.2.6. Chinemys reevesii (Chinesische Dreikielschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-18 cm über 18 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,30 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l
Landteil 0,02 m² 0,05 m² 0,10 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln, Steinen und Wasserpflanzen;UV-Strahler
Bodengrund: Kies oder Sand
Landteil: Einrichtung: Wärmelampe; Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Wassertemperatur: Sommer 22-28 °C; Lufttemperatur: unter dem Wärmestrahler 35-40 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 6-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: mit Wurzeln und Pflanzen strukturieren, um Versteckplätze zu schaffen
Bodengrund: Sand, feiner Kies
Landteil: Einrichtung: mit Wurzeln und Pflanzen strukturieren, um Versteckplätze zu schaffen
Bodengrund: Lehmerde, Sand, Rindenmulch

Besondere Hinweise: für den Aufenthalt im Gartenteich den Sommer über geeignet; Winterruhe: zwei Monate bei 4-8 °C in Wasser oder in erdfeuchtem Substrat; die Überwinterung sollte unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden.

1.2.7. Pelodiscus sinensis (Chinesische Weichschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-20 cm 20-30 cm
1 Tier 200 l 350 l 500 l
Landteil 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: großzügiger Schwimmraum mit Wurzeln und Pflanzen strukturiert
Bodengrund: Sand, feiner Kies
Landteil: Einrichtung: Strukturierung mit Wurzeln und Pflanzen; Wärmelampe
Bodengrund: feiner Sand, zum Eingraben geeignet
Temperatur: Sommer: 25-30 °C; Winter: 15-20 °C; je nach Jahreszeit unter der Wärmelampe 25-40 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 8-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: großzügiger Schwimmraum mit Wurzeln und Pflanzen strukturiert
Bodengrund: Sand, feiner Kies
Landteil: Einrichtung: schattenspendende Sträucher oder Stauden als Versteckplätze
Bodengrund: Lehmerde, sandige Stellen

1.2.8. Cuora trifasciata (Dreistreifen-Scharnierschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm 15-20 cm über 20 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l 1000 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l 350 l
Landteil 0,02 m² 0,06 m² 0,10 m² 0,15 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: mit Wurzeln und Wasserpflanzen Versteckplätze schaffen
Bodengrund: Sand, feiner Kies
Landteil: Einrichtung: Strukturierung mit Wurzeln und Pflanzen, um Versteckplätze zu schaffen
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 25-32 °C; unter dem Wärmestrahler bis 40 °C; Winter: 20-25 °C; unter Wärmestrahler bis 40 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 10-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich

Besondere Hinweise: nur für Terrarien- oder Glashaushaltung geeignet

1.2.9. Pseudemys floridana (Florida-Schmuckschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm 15-20 cm über 20 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l 1000 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l 350 l
Landteil 0,02 m² 0,06 m² 0,10 m² 0,15 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln, Ästen und Wasserpflanzen
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen; Sonnenplatz mit Wärmestrahler
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 24-30 °C; je nach Jahreszeit unter Wärmestrahler 25-40°C Winter: 18-25 °C; Winterruhe von 2-3 Monate bei ca. 12-18 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit täglich 8-14 Stunden; HQIStrahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen; Flachwasserbereiche
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen
Bodengrund: Lehmerde, Sand

Besondere Hinweise: für den Aufenthalt im Gartenteich während des Sommers geeignet; die Winterruhe sollte unter kontrollierten Bedingungen erfolgen

1.2.10. Cuora flavomarginata (Gelbrand-Scharnierschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,20 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,10 m² 0,30 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: ein Drittel des Terrariums als flacher Wasserteil; Ausstattung mit Schwimmpflanzen; Versteckplätze aus Pflanzen und Wurzeln; schattige Bereiche müssen vorhanden sein; Wärmestrahler über Landteil; UV-Strahler
Bodengrund: Mischung aus feines Sand, Erde und Rindenmulch; zum Eingraben geeignet
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen; Sonnenplatz mit Wärmestrahler
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 25-30 °C; unter dem Wärmestrahler 35-35°C; Winter: zwei- bis dreimonatige Winterruhe bei 10-15 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: mindestens 60 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: flacher, stark bepflanzter Teich; Landteil mit Versteckplätzen und schattenspendenden Pflanzen
Bodengrund: Mischung aus feinem Sand, Erde und Rindenmulch, zum Eingraben geeignet

Besondere Hinweise: Freilandaufenthalt von Anfang Mai bis Anfang Oktober simuliert den natürlichen Spätsommer und Herbst, anschließend zwei- bis dreimonatige Winterruhe, danach Aufenthalt im Zimmerterrarium bis zum nächsten Sommer

1.2.11. Graptemys pseudogeographica kohnii (Mississippi-Höckerschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm 15-20 cm über 20 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l 1000 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l 350 l
Landteil 0,02 m² 0,06 m² 0,10 m² 0,15 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln, Steinen und Wasserpflanzen
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen; Wärmestrahler
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 20-28 °C Wassertemperatur; unter dem Wärmestrahler je nach Jahreszeit 25-40 °C Lufttemperatur; 2-3 Monate Winterruhe bei 8-15 °C Wassertemperatur
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 6-14 Stunden täglich; HQIStrahler für hohe Beleuchtungsintensität; UVBestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen
Bodengrund: Lehmerde, Sand

Besondere Hinweise: für den Aufenthalt im Gartenteich den Sommer über geeignet; die Winterruhe sollte unter kontrollierten Bedingungen erfolgen

1.2.12. Kinosternon odoratum (Gewöhnliche Moschusschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-10 cm über 10 cm
1-2 Tiere 80 l 150 l 300 l
jedes weitere Tier 10 l 20 l 50 l

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Aufbauten bis zur Wasseroberfläche, zahlreich Versteckplätze aus Wurzeln, Steine und Wasserpflanzen; UV-Strahler
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen; Wärmelampe
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 20-28 °C, unter dem Wärmestrahler 35-40°C; Winter: 2 Monate Winterruhe bei 8-12 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 6-14 Stunden täglich; HQIStrahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: mehrere kleine flache Teiche mit vielen Wasserpflanzen und Wurzeln als Versteckplätze
Bodengrund: Sand, feiner Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Pflanzen und Wurzeln
Bodengrund: Lehmerde, Sand, Rindenmulch

Besondere Hinweise: Für den Aufenthalt im Gartenteich den Sommer über geeignet; die Überwinterung kann in Wasser oder erdfeuchtem Substrat erfolgen, sollte jedoch immer unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden.

1.2.13. Kinixys belliana (Glattrand-Gelenkschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 1,00 m² 1,50 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Ästen und Pflanzen; Trinkmöglichkeit
Bodengrund: Sand, Erde, Rindenmulch, zum Eingraben geeignet
Temperatur: Sommer: Aktivitätsphase ca. 9-10 Monate; 25-30 °C;mit Nachtabsenkung um etwa 5°C; unter Wärmestrahler 35-45 °C; Winter: Ruhephase etwa 3-4 Monate; 20-25 °C mit Nachtabsenkung um etwa 5°C; unter Wärmestrahler 35-40 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 10-14 Stunden täglich; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: während des Sommers 70-90 % (Behälter gut abdecken); während der Ruheperiode um 60 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: Lehmerde, Sand, Rindenmulch, zum Eingraben geeignet
Bodengrund: schattenspendende Stauden und Sträucher, dazwischen Freiflächen; Trinkmöglichkeit; beheizbares Schutzhaus oder Zugang in Glashaus oder Wintergarten mit Wärmestrahler für kühle Tage
Temperatur: sollt nicht für längere Zeit unter 10 °C sinken
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %

1.2.14. Testudo hermanni boettgeri (Griechische Landschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12 cm über 12 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium;

Einrichtung: trukturierung mit Pflanzen, Steinen und Ästen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; HQI- und Wärmestrahler
Bodengrund: Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung durch Wärmestrahler mit Temperaturen von 35-45 °C; Nachtabsenkung um ca. 10 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit täglich 6-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %; bei Jungtieren 60-80 %; täglich sprühen

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: trockenes Schutzhaus ausgestattet mit Substrat zum Eingraben; Öffnung des Schutzhauses möglichst nach Osten bis Südosten; sonnige Plätze mit leicht abtrocknendem Bodengrund; Hügel für die Eiablage; Versteckmöglichkeiten unter kleinen Büschen, Stauden, Steinen, Wurzeln etc; Wasserstelle; bei Jungtieren Gitterabdeckung als Schutz vor Vögeln und Raubtieren
Bodengrund: Blumenwiese, Lehmerde, Sand, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber mindestens 15 °C; nachts mindestens 10 °C

Besondere Hinweise: Winterruhe 3-5 Monate bei 4-6 °C

1.2.15. Testudo hermanni hermanni (Griechische Landschildkröte, Westrasse)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12 cm über 12 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Pflanzen, Steinen und Ästen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; HQI- und Wärmestrahler
Bodengrund: Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler Nachtabsenkung um ca. 10 °C; Einrichtung von warmen und kühlen Zonen
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit täglich 6-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %; bei Jungtieren 60-80 %; täglich sprühen

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: trockenes Schutzhaus mit Substrat zum Eingraben und Öffnung nach Osten bis Südosten; sonnige Plätze mit leicht abtrocknendem Bodengrund; Schattenplätze und Versteckmöglichkeiten durch kleine Büsche, Stauden, Steine und Wurzeln; Wasserstellen; bei Jungtieren als Schutz vor Vögeln und Raubtieren mit Gitter abdecken; Hügel für die Eiablage
Bodengrund: Blumenwiese, Lehmerde, Sand, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber mindestens 15 °C; nachts mindestens 10 °C

Besondere Hinweise: Winterruhe 3-5 Monate bei 4-6 °C

1.2.16. Cuora galbinifrons (Hinterindische Scharnierschildkröte)

Terrarium/Mindestmaß__e

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,20 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,10 m² 0,30 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: ein Drittel des Terrariums als flacher Wasserteil; Ausstattung mit Schwimmpflanzen; Versteckplätzen aus Pflanzen und Wurzeln; auf dem Landteil Wärmelampen; UV-Strahler
Bodengrund: Mischung aus feinem Sand, Erde und Rindenmulch, zum Eingarben geeignet
Temperatur: Sommer: 20-30 °C, unter der Wärmelampe bis 35 °C;Winter: zwei- bis dreimonatige Winterruhe bei 10-15 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Einrichtung: flaches, stark bepflanztes Wasserbecken; Landteil mit Versteckplätzen und schattenspendenden Stauden
Bodengrund: Mischung aus feinem Sand, Erde und Rindenmulch, zum Eingraben geeignet

Besondere Hinweise: Freilandaufenthalt von Anfang Mai bis Anfang Oktober; anschließend zwei- bis dreimonatige Winterruhe; danach Aufenthalt im Zimmerterrarium bis zum nächsten Sommer

1.2.17. Kachuga tecta (Indische Dachschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm 15-20 cm über 20 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l 1000 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l 350 l
Landteil 0,02 m² 0,06 m² 0,10 m² 0,15 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Steine
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen; Wärmestrahler
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 28-32 °C; Winter: 20-25 °C; unter dem Wärmestrahler je nach Jahreszeit 35-40 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 10-14 Stunden täglich; HQIStrahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich

Besondere Hinweise: nur für die Haltung im Zimmerterrarium oder Glashaus geeignet.

1.2.18. Chelonoidis (Geochelone) carbonaria (Köhlerschildkröte)

Terrarium/Mindestmaß__e

Größe der Tiere bis 10 cm 10-20 cm 20-30 cm über 30 cm
1-2 Tiere 1,00 m² 1,50 m² 3,00 m² 5,00 m²
jedes weitere Tier 0,30 m² 0,50 m² 0,70 m² 1,00 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Möglichkeit zum Graben; Strukturierung mit Ästen oder Pflanzen; Versteckplätze; Trink- und Bademöglichkeit; Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Erde, Rindenmulch, Sand, zum Eingraben geeignet
Temperatur: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung durch Wärmestrahler auf 35-45 °C; Nachtabsenkung um etwa 5 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 10-14 Stunden; HQI-Strahler für Beleuchtungsintensität verwenden; UV–Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: um 70 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: beheizbares Schutzhaus oder Zugang ins Glashaus oder Wintergarten mit Wärmestrahler für kühle Tage; beheizte Eiablagestelle
Bodengrund: Bepflanzung mit schattenspendenden Sträuchern oder Stauden, dazwischen Freiflächen; Trink- und Bademöglichkeit; schnell abtrocknender Lehmerde
Temperatur: sollte nicht für längere Zeit unter 20 °C sinken

1.2.19. Astrochelys (Geochelone) radiata (Madagassische Strahlenschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-20 cm 20-30 cm über 30 cm
1-2 Tiere 1,00 m² 1,50 m² 3,00 m² 5,00 m²
jedes weitere Tier 0,30 m² 0,50 m² 0,70 m² 1,00 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Ästen, Steinen oder Pflanzen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; UV-Strahler
Bodengrund: Sand, Lehmerde, flache Steine
Temperatur: Regenzeit: tagsüber 28-35 °C; lokale Erwärmung auf 35-40 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 5-8 °C; Trockenzeit: tagsüber 22-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 8-10 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 10–14 Stunden; HQI-Strahler für Beleuchtungsintensität verwenden; UV–Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: Regenzeit: 60-100 %; täglich mehrmals sprühen; Trockenzeit: 40–60 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: Bepflanzung mit schattenspendenden Sträuchern oder Stauden, dazwischen Freiflächen; beheizbares Schutzhaus oder Zugang ins Glashaus oder in den Wintergarten mit Wärmestrahler für kühle Tage; Trinkmöglichkeit
Bodengrund: schnell abtrocknender Lehmerde und Sand
Temperatur: sollte nicht dauerhaft unter 15 °C sinken

1.2.20. Testudo graeca graeca (Maurische Landschidlkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12 cm über 12 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Pflanzen, Steinen und Ästen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; HQI- und Wärmestrahler
Bodengrund: Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet; stellenweise Schotter
Temperatur: Sommer: tagsüber 25-35 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca.15-20 °C; Winter: tagsüber 15-35 °C; lokale Erwärmung auf 25-30 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 5-10 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit täglich 6-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %; bei Jungtieren 60-80 %; täglich sprühen

Besondere Hinweise: Testudo graeca graeca halten keine Winterruhe im herkömmlichen Sinn; sie sind ganzjährig aktiv, Ruheperioden werden häufig während des Sommers eingelegt; von einer Freilandhaltung ist abzuraten; Unterbringung in einem Wintergarten oder Glashaus

1.2.21. Testudo graeca ibera (Maurische Landschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12cm über 12 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung der Bodenfläche mit Pflanzen, Steinen und Ästen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 10 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit täglich 6-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %; bei Jungtieren 60-80 %; täglich sprühen

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: trockenes Schutzhaus mit Substrat zum Eingraben und Öffnung nach Osten bis Südosten; sonnige Plätze mit leicht abtrocknendem Bodengrund; Schattenplätze und Versteckmöglichkeiten unter kleinen Büschen, Stauden und Steinen etc; Wasserstelle; Gehege bei Jungtieren als Schutz vor Vögeln und Raubtieren mit Gitter abdecken; Hügel für die Eiablage
Bodengrund: Blumenwiese, Lehmerde, Sand, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber mindestens 15 °C; nachts mindestens 10 °C

Besondere Hinweise: Winterruhe je nach Herkunft 3-5 Monate bei 4-6 °C

1.2.22. Chrysemys picta belli (Zierschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l
Landteil 0,02 m² 0,06 m² 0,10 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln, Steine und Wasserpflanzen; HQI-Strahler; UV-Strahler
Bodengrund: Kies oder Sand
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen; Wärmestrahler
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: Wassertemperatur 22-28 °C; Lufttemperatur unter dem Wärmestrahler 35-40 °C; Winter: zwei- bis dreimonatige Winterruhe bei 8-15°C
Beleuchtungsdauer: im Sommer mindestens 12 Stunden täglich; im Winter 6-8 Stunden täglich; UV-Bestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Wasserpflanzen
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Wurzeln und Pflanzen
Bodengrund: Lehmerde, Rindenmulch

Besondere Hinweise: Exemplare aus dem nördlichen Teil des Verbreitungsgebietes sind für den ganzjährigen Aufenthalt im Gartenteich geeignet

1.2.23. Chelonidis (Geochelone) denticulata (Waldschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-20 cm 20-30 cm 30-40 cm über 40 cm
1-2 Tiere 1,00 m² 1,50 m² 3,00 m² 5,00 m² 7,00 m²
jedes weitere Tier 0,30 m² 0,50 m² 0,70 m² 1,00 m² 1,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Steinen, Ästen und Pflanzen; Versteckplätze; Trink- und Bademöglichkeit; HQI- und Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Erde, Rindenmulch, Sand; zum Eingarben geeignet
Temperatur: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C; durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um etwa 5 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 10-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: um 70 %

Freilandterrariu__m

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: Bepflanzung mit schattenspendenden Sträuchern oder Stauden, dazwischen Freiflächen; Trink- und Bademöglichkeit; beheizbares Schutzhaus oder Zugang ins Glashaus oder Wintergarten mit Wärmestrahler für kühle Tage
Bodengrund: schnell abtrocknende Lehmerde
Temperatur: sollte nicht für längere Zeit unter 20 °C sinken

1.2.24. Kinosternon subrubrum (Pennsylvania-Klappschidlkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-10 cm über 10 cm
1-2 Tiere 80 l 150 l 300 l
jedes weitere Tier 10 l 20 l 50 l

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Aufbauten bis zur Wasseroberfläche; zahlreich Versteckplätze aus Wurzeln, Pflanzen uns Steine; UV-Strahler
Bodengrund: Kies, Sand
Landteil: Einrichtung: Wurzeln und Pflanzen als Versteckplätze; Wärmestrahler
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 20-28 °C, unter dem Wärmestrahler 35-40°C; Winter: 2 Monate Winterruhe bei 8-12 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 6-14 Stunden täglich; UVBestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: mehrere kleine flache Teiche mit vielen Wasserpflanzen und Wurzeln als Versteckplätze
Bodengrund: Sand, feiner Kies
Landteil: Einrichtung: Pflanzen und Wurzeln als Versteckplätze
Bodengrund: Lehmerde, Sand, Rindenmulch

1.2.25. Rhinoclemmys pulcherrima (Pracht-Erdschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,20 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,10 m² 0,30 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Aquaterrarium – ca. ein Drittel bis die Hälfte der Fläche als flachen Wasserteil gestalten; Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln und Pflanzen; Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: Landteil: Torf mit Laubschicht; Wasserteil: Sand, feiner Kies
Temperatur: 22-30 °C; unter dem Wärmestrahler bis 40 °C
Beleuchtungsdauer: -14 Stunden täglich; UV-Bestrahlung täglich

Besondere Hinweise: nur für die Haltung im Zimmerterrarium oder Glashaus geeignet

1.2.26. Trachemys scripta elegans (Rotwangen-Schmuckschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm 15-20 cm über 20 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l 1000 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l 350 l
Landteil 0,02 m² 0,06 m² 0,10 m² 0,15 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Pflanzen und Wurzeln
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Sonnenplatz mit Wärmestrahler; Versteckplätze aus Pflanzen und Wurzeln
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Sommer: 22-30 °C; unter Wärmestrahler 35-40 °C Winter: 2-3 Monate Ruheperiode bei 10-14 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 8-14 Stunden täglich; HQIStrahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich.

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Pflanzen, Wurzeln und Ästen; Flachwasserbereiche
Bodengrund: Sand, Kies
Landteil: Einrichtung: Versteckplätze aus Pflanzen, Wurzeln und Ästen
Bodengrund: Lehmerde, Sand

Besondere Hinweise: für den Aufenthalt im Gartenteich den Sommer über geeignet; die Winterruhe sollte nur unter kontrollierten Bedingungen erfolgen

1.2.27. Terrapene ornata (Schmuck-Dosenschidlkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 8 cm 8-12 cm über 12 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 1,50 m²
jedes weitere Tier 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Versteckmöglichkeit aus Wurzeln, Steine und Pflanzen; Wärmestrahler; UVStrahler; Trinkmöglichkeit
Bodengrund: Lehmerde, Sand
Temperatur: Sommer: 22-30 °C; unter Wärmestrahler bis 35 °C; Winter: 2-3 Monate Winterruhe bei 12-18 °C
Beleuchtungsdauer: 8-14 Stunden täglich; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-80 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln, Steinen und Pflanzen; einige vegetationsfreie Stellen zum Sonnen; Trinkmöglichkeit
Bodengrund: Lehmerde, Sand, feiner Kies

Besondere Hinweise: für den Freilandaufenthalt während des Sommers geeignet; die Winterruhe sollte nur unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden

1.2.28. Chelydra serpentine serpentine (Schnappschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 20 cm 20-30 cm 30-40 cm über 40 cm
1-2 Tiere 150 l 300 l 500 l 800 l
Landteil 0,20 m² 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Versteckplatz aus Wurzeln oder unter eingeklebtem Landteil; der Wasserstand muss so gewählt werden, dass die Tiere durch Heben des Kopfes die Wasseroberfläche erreichen
Bodengrund: Kies oder Sand
Landteil: Einrichtung: muss dem Tier die Möglichkeit zum Aufheizen unter einer Wärmelampe bieten; Versteckplätze
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch
Temperatur: Wassertemperatur: Sommer 22-28 °C; Winter: 4-10°C (Winterruhe 2-4 Monate); Lufttemperatur: unter dem Wärmestrahler 35-45 °C
Beleuchtungsdauer: im Sommer mindestens 12 Stunden; im Winter 6-8 Stunden; UV-Bestrahlung täglich

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage
Wasserteil: Einrichtung: Versteckplätze; Verkrautete Bereiche; Flachwasserbereiche (Wasserstand so, dass das Tier durch das heben des Kopfes die Wasseroberfläche erreichen kann)
Bodengrund: Kies oder Sand
Landteil: Einrichtung: ausreichend dimensioniert; der Größe der Tiere angepasst; Versteckplätze
Bodengrund: Lehmerde, Sand

Besondere Hinweise: Chelydra serpentina sperentina ist für den ganzjährigen Aufenthalt in Freilandanlagen geeignet; Unterarten aus südlichen Verbreitungsgebieten im Winter nicht unter 10 °C halten; Vorsicht, Bisse können schwere Verletzungen verursachen!

1.2.29. Malacochersus tornieri (Spaltenschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm über 15 cm
1-2 Tiere 1,00 m² 1,50 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Spalten aus aufeinandergeschichteten und verklebten, abgerundeten Steinen Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; UV-Strahler
Bodengrund: grober Sand; Lehm; flache Steine
Temperatur: Regenzeit: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-40 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 5-8 °C; Trockenzeit: tagsüber 22-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 8-10 °C
Beleuchtungsdauer: unter Beibehaltung eines natürlichen Tag-Nachtrhythmus täglich 10-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: Regenzeit: 5-6 Monate 60-100 %; täglich mehrmals sprühen; Trockenzeit: 6-7 Monate 40-60 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: Bepflanzung mit einigen schattenspendenden Sträuchern oder Stauden; dazwischen fix verankerte Steinaufbauten mit Spalten als Versteckmöglichkeiten; beheizbares Schutzhaus oder Zugang in ein Glashaus oder einen Wintergarten; Wärmestrahler für kühle Tage; Trinkmöglichkeit
Bodengrund: schnell abtrocknender Lehm- oder Sandboden
Temperatur sollte nicht für längere Zeit unter 18 °C sinken

1.2.30. Geochelone solcata (Sporenschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-25 cm 25-40 cm 40-55 cm über 55cm
1-2 Tiere 1,00 m² 2,50 m² 4,00 m² 6,00 m² 10,00 m²
jedes weitere Tier 0,30 m² 0,60 m² 1,00 m² 1,50 m² 3,00 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: mit gut verankerten Ästen und Steinen Versteckplätze schaffen; 1 x pro Woche Trinkmöglichkeit anbieten, Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: grober Sand, Lehm, flache Steine
Temperatur: Regenzeit: 4-6 Monate; tagsüber 28-35 °C; lokale 35-40 °C unter Wärmestrahler; Nachtabsenkung um etwa 10-12 °C; Trockenzeit: 6-8 Monate; tagsüber 25-35 °C, lokale Erwärmung auf 38-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um etwa 12-15 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 10–14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: Regenzeit: 60-100 %, täglich mehrmals sprühen; Trockenzeit: 40–60 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: Bepflanzung mit schattenspendenden Sträuchern oder Stauden, dazwischen Freiflächen; beheizbares Schutzhaus oder Zugang ins Glashaus oder Wintergarten; Wärmestrahler oder Heizmatten für kühle Tage;
Bodengrund: schnell abtrocknender Lehm- oder Sandboden
Temperatur sollte nicht für längere Zeit unter 15 °C sinken

1.2.31. Geoclemys hamiltonii (Strahlen-Dreikielschildkröte)

Terrarium/Mindestmaß__e

Größe der Tiere bis 10 cm 10-15 cm 15-20 cm über 20 cm
1-2 Tiere 300 l 500 l 750 l 1000 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,20 m² 0,30 m²
jedes weitere Tier 100 l 150 l 250 l 350 l
Landteil 0,05 m² 0,10 m² 0,15 m² 0,20 m²

Zimmerterrarium

Wasserteil: Einrichtung: Strukturierung mit Ästen oder Steinen zum Herausklettern
Landteil: Einrichtung: Holz, Steine, Bepflanzung; Sonnenplatz mit Wärmestrahler
Bodengrund: Sand
Temperatur: Lufttemperatur tagsüber 25-33 °C; zusätzlich lokalen Wärmestrahler am Sonnenplatz; Wassertemperatur 24-29 °C
Beleuchtungsdauer: unter Beibehaltung eines natürlichen Tag-Nachtrhythmus täglich 10-12 Stunden

Besondere Hinweise: eine kühlere Ruhephase von 6-8 Wochen in den Monaten November/Dezember bei Luft- und Wassertemperaturen von 20-22 °C ist empfehlenswert

1.2.32. Testudo horsfieldii (Vierzehenschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12cm über 12 cm
1-2 Tiere 0,50 m² 1,00 m² 2,00 m²
jedes weitere Tier 0,20 m² 0,40 m² 0,50 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Steinen und Ästen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit; UVStrahler
Bodengrund: Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet, stellenweise Schotter
Temperatur: tagsüber 25-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um ca. 10 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 6-14 Stunden täglich; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 40-60 %; bei Jungtieren 60-80 %; täglich sprühen

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: trockenes Schutzhaus, ausgestattet mit Substrat zum Eingraben; Öffnung des Schutzhauses möglichst nach Osten bis Südosten; sonnige Plätze mit leicht abtrocknendem Bodengrund; Versteckmöglichkeiten unter kleinen Büschen, Stauden, Steinen oder Wurzeln; Trinkmöglichkeit; bei Jungtieren Freilandterrarium als Schutz vor Vögeln und Raubtieren mit Gitter abdecken; Hügel für die Eiablage
Bodengrund: Blumenwiese, Lehmerde, Sand, zum Eingraben geeignet, stellenweise Schotter
Temperatur tagsüber mindestens 15 °C; nachts mindestens 10 °C

Besondere Hinweise: Steppenschildkröten vertragen unser nasskaltes Frühjahrs- und Herbstklima sehr schlecht, deshalb sollte das Schutzhaus tagsüber in kühlen Perioden auf zumindest 20 °C erwärmt werden; Winterruhe 3-5 Monate bei 4-8 °C

1.2.33. Geochelone paradalis (Pantherschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 10 cm 10-20 cm 20-35 cm über 35 cm
1-2 Tiere 1,00 m² 1,50 m² 3,50 m² 6,00 m²
jedes weitere Tier 0,30 m² 0,50 m² 1,00 m² 1,20 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Strukturierung mit Pflanzen, Ästen und Steinen; Versteckplätze; Trinkmöglichkeit 1 x pro Woche; HQI- und Wärmestrahler; UV-Strahler
Bodengrund: grober Sand, Lehm, zum Eingraben geeignet; flache Steine
Temperatur: Regenzeit: tagsüber 28-35 °C; lokale Erwärmung auf 35-40 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um etwa 5-8 °C; Trockenzeit: tagsüber 22-30 °C; lokale Erwärmung auf 35-45 °C durch Wärmestrahler; Nachtabsenkung um etwa 8-10 °C
Beleuchtungsdauer: unter Beibehaltung eines natürlichen Tag-Nachtrhythmus täglich 10-14 Stunden; HQI-Strahler für hohe Beleuchtungsintensität verwenden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: Regenzeit: 6-8 Monate lang 60-100 %, täglich mehrmals sprühen; Trockenzeit: 4-6 Monate lang 40–60 %

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: Bepflanzung mit schattenspendenden Sträuchern oder Stauden, dazwischen großzügige Freiflächen; beheizbares Schutzhaus oder Zugang ins Glashaus oder Wintergarten; Wärmestrahler für kühle Tage;
Bodengrund: schnell abtrocknender Lehm- oder Sandboden
Temperatur sollte nicht für längere Zeit unter 15 °C sinken

1.2.34. Geoemyda spengleri (Zacken-Erdschildkröte)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere bis 6 cm 6-12 cm über 12 cm
1 Tier 0,15 m² 0,50 m² 0,80 m²

Zimmerterrarium

Einrichtung: Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln, Rinde und Pflanzen; Leuchtstoffröhre; UV-Strahler
Bodengrund: Sand-Erde-Gemisch, Rindenmulch, Mosspolster, Torfmoos, Laub
Temperatur: Sommer: 20–28 °C; Winter: zwei- bis dreimonatige Ruheperiode bei 10-15 °C; sonst 20-24 °C
Beleuchtungsdauer: je nach Jahreszeit 10-14 Stunden täglich; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: über 70 %, tägliches Sprühen notwendig

Freilandterrarium

Lage: sonnige, windgeschützte Lage;
Einrichtung: Schatten durch dichten Staudenbewuchs; feuchte Zonen; Versteckplätze und Rinden - oder Holzstücken
Bodengrund: Mischung aus feinem Sand, Erde und Rindenmulch, der sich zum Eingraben eignet

Besondere Hinweise: Freilandhaltung nur von Mitte Mai bis Ende September simuliert den natürlichen Spätsommer und Herbst; anschließend 2-3 monatige Winterruhe; danach Aufenthalt im Zimmerterrarium bis zum nächsten Sommer; Geomyda spengleri ist relativ stressempfindlich; nur in großen, reich strukturierten Terrarien, wenn sie sich dem Blickbereich des Artgenossen entziehen kann, lässt sich diese Art paarweise halten

1.2.35. Geochelone gigantea (Seychellen-Riesenschildkröten) und

1.2.36 Geochelone nigra (Galapagos-Schildkröte)

Gehege/Mindestmaße

Anzahl der Tiere
1-2 Tiere
Innengehege 10,00 m²
Außengehege 20,00 m²
jedes weitere Tier
Innengehege 5,00 m²
Außengehege 10,00 m²

Innengehege

Einrichtung: Fußbodenheizung mit Oberflächentemperaturen von 22° bis 26°C; Futterplatz auf Stein- oder Betonplatte; lokale Wärmestrahlung von oben bis 35°C; - Lampen mit Tageslichtspektrum; täglich 2 Stunden UV- Bestrahlung mit Ultra-Vita-Lux 300 W in 2 m Höhe; beheiztes Wasserbecken zum Baden mit mind. 30 cm Wasserstand und 25°c Wassertemperatur
Bodengrund: Sand mind. 20 cm hoch
Temperatur: 22° bis 28° C Lufttemperatur
Beleuchtungsdauer: 10 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 60 bis 80 % wechselnd

Außengehege

Einrichtung: Sonnige Wiese mit einigen Schatten spendenden Büschen und Tage, wenn keine direkte Verbindung zum Innengehege und Bäumen; Unterstand mit Wärmestrahlern für kalte Nächte besteht.

Besondere Hinweise: Aufenthalt im Außengehege nicht unter 18° Bodentemperatur; immer Laub (z. B. Ficus) frisch oder getrocknet zusätzlich anbieten

2.

Mindestanforderungen an die Haltung von Schlangen

2.
  1. Allgemeine Haltungsbedingungen

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