Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit und Frauen über die Haltung von Wirbeltieren, die nicht unter die 1. Tierhaltungsverordnung fallen, über Wildtiere, die besondere Anforderungen an die Haltung stellen und über Wildtierarten, deren Haltung aus Gründen des Tierschutzes verboten ist (2. Tierhaltungsverordnung)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2005-01-01
Letzte Aktualisierung 2026-07-08
Status Aufgehoben · 2006-01-27
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 27
Änderungshistorie JSON API
Einrichtung: mehrere robuste, nicht durch die Tiere zerlegbare Verstecke und Steine, die den Tieren Sichtschutz voreinander geben; kleines, fest verankertes Wasserbecken; starke Lichtquelle, die auch die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Sand, Sand-Lehm-Gemisch
Temperatur: tagsüber 25-35 °C; lokal bis 45 °C; nachts 18-22 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 45-60 %
Bodenfeuchtigkeit: einen kleinen Teil des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: für 3-4 Monate Verkürzung der Beleuchtungsdauer auf 6-8 Stunden und Absenkung der Temperatur auf 15-20 °C; nicht mehr als ein adultes Männchen je Terrarium halten, das die Tiere territorial sind

3.2.12. Varanus indicus (Pazifikwaran)

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m Wasseranteil m² zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
Grundfläche m² Wasserfläche m²
1-2 Tiere, bis 30 cm 0,50 0,50 0,30 0,20 0,20
1-2 Tiere, bis 60 cm 1,50 1,00 1,00 0,50 0,50
1-2 adulte Tiere 3,00 1,60 1,80 1,00 1,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Versteckplatz; Holz, Rinde; robuste Kletteräste; beheiztes Badebecken; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf-Rindenmulch, Moos
Temperatur: tagsüber 25-28 °C; lokal bis 32 °C; nachts 23-25 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-12 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70-90 %
Bodenfeuchtigkeit: 40-50 % der Bodenfläche feucht halten

3.2.13. Physignathus cocincinus (Grüne Wasseragame)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 40 cm 0,60 0,80 0,20
1-2 Tiere, 40-60 cm 1,20 1,20 0,50
1-2 adulte Tiere 2,50 1,80 1,00

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Versteckplatz; mehrere Kletteräste; großes, auch zum Baden geeignetes Wasserbecken; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 27-30 °C; lokal bis 35 °C; nachts 20-22 °C; Wassertemperatur tagsüber um 25°C
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70-90 %
Bodenfeuchtigkeit: die Hälfte des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Temperatur um 3-4 °C; nicht mehr als ein adultes Männchen je Terrarium halten, da die Tiere territorial sind

3.2.14. Varanus timorensis (Timorwaran)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 30 cm 0,50 0,80 0,30
1-2 adulte Tiere 1,00 1,00 0,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Bepflanzung (robuste Pflanzen); Kletteräste; großes, auch zum Baden geeignetes Wasserbecken; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler; Versteckmöglichkeit
Bodengrund: Torf, Torf-Erde, Rindenmulch, Moos
Temperatur: tagsüber 25-28 °C; lokal bis 32 °C; nachts 23-25 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-12 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70-90 %
Bodenfeuchtigkeit: 40-50 % der Bodenfläche feucht halten

3.2.15. Varanus prasinus (Smaragdwaran)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 30 cm 0,50 0,80 0,30
1-2 adulte Tiere 1,50 1,00 0,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Bepflanzung (robuste Pflanzen); Kletteräste; großes, zum Baden geeignetes Wasserbecken; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde, Rindenmulch, Moos
Temperatur: tagsüber 25-28 °C; lokal bis 32 °C; nachts 23-25 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-12 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70-90 %
Bodenfeuchtigkeit: 40-50 % der Bodenfläche feucht halten

3.2.16. Varanus exanthematicus (Steppenwaran)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 20 cm 0,50 0,40 0,10
1-2 Tiere, bis 40 cm 1,50 1,00 0,50
1-2 adulte Tiere 3,00 1,60 1,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Versteckplatz aus festverankerten Steinen oder Holz; Trinkgefäß; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Sand, Lehmerde
Temperatur: tagsüber 28-30 °C; lokal 30-40 °C; nachts 23-26 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-12 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 50-70 %
Bodenfeuchtigkeit: Teil des Behälters leicht befeuchtet

3.2.17. Basiliscus plumifrons (Stirnlappenbasilisk)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 20 cm 0,40 0,50 0,10
1-2 Tiere, 20-40 cm 0,60 0,80 0,20
1-2 Tiere, 40-60 cm 1,20 1,20 0,40
1-2 adulte Tiere 2,00 1,80 1,00

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Versteckplatz; mehrere Kletteräste; großes, auch zum Baden geeignetes Wasserbecken; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 27-30 °C; lokal bis 35 °C; nachts 23-24 °C; Wassertemperatur um 25°C
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70-90 %
Bodenfeuchtigkeit: die Hälfte des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Temperatur um 3-4 °C; nicht mehr als ein adultes Männchen je Terrarium halten, da die Tiere territorial sind

3.2.18. Pogona vitticeps (Streifenkopf-Bartagame)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 12 cm 0,40 0,40 0,10
1-2 Tiere, 12-20 cm 0,60 0,50 0,20
1-2 Tiere, 20-40 cm 0,80 0,60 0,30
1-2 adulte Tiere 1,00 0,80 0,40

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Versteckplatz; Steine, die den Tieren Sichtschutz voreinander geben; kleines Wasserbecken als Trinkgefäß; starke Lichtquelle, die auch die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Sand, Sand-Lehm-Gemisch
Temperatur: tagsüber 25-33 °C; lokal bis 45 °C; nachts 18-22 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 45-65 %
Bodenfeuchtigkeit: einen kleinen Teil des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: für ca. zwei Monate Verkürzung der Beleuchtungsdauer auf 6-8 Stunden und Absenkung der Temperatur auf 15-20 °C; nicht mehr als ein adultes Männchen je Terrarium halten, da die Tiere territorial sind

3.2.19. Hydrosaurus amboinensis (Segelechse)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 40 cm 0,60 0,80 0,20
1-2 Tiere, 40-60 cm 1,20 1,20 0,50
1-2 adulte Tiere 2,00 1,80 1,00

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Versteckplatz; mehrere Kletteräste; großes, auch zum Baden geeignetes Wasserbecken; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 27-30 °C; lokal bis 35 °C; nachts 22-24 °C; Wassertemperatur um 25°C
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70-90 %
Bodenfeuchtigkeit: die Hälfte Teil des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Temperatur um 3-4 °C; nicht mehr als ein adultes Männchen je Terrarium halten, da die Tiere territorial sind

3.2.20. Coruzia zebrata (Salomonen-Riesenskink)

Terrarium/Mindestmaßen

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 35 cm 0,60 0,80 0,15
1-2 Tiere, 35-50 cm 0,80 1,20 0,30
1-2 adulte Tiere 1,00 1,50 0,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Versteckplatz; mehrere Kletteräste; Wasserbecken; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 27-30 °C, lokal bis 35 °C; nachts 23-24 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 70-90 %
Bodenfeuchtigkeit: die Hälfte des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden

3.2.21. Varanus salvator (Bindenwaran)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 60 cm 1,00 1,00 0,40
jedes adulte Tier 3,00 1,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Raumstrukturen mit Steinen Wurzeln und Hölzern bei guter Verankerung; Leuchten mit Tageslichtspektrum lokale Wärmestrahlung Geräumiges Wasserbecken zum Baden; UV-Strahler; Teilbereiche mit Bodenheizung mit Temperaturen von 22° bis 25°
Bodengrund: Sand
Temperatur: 24° bis 30° C,im Strahlungsbereich bis 35°C
Beleuchtungsdauer: 12 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 70 bis 90 %
Bodenfeuchtigkeit: Sandboden muss täglich feucht gemacht werden

Besondere Hinweise: Jungtieren müssen Klettermöglichkeiten angeboten werden

3.2.22. Varanus niloticus (Nilwaran) (Anm.: aufgehoben durch BGBl. II NR. 57/2012)

3.2.23. Varanus griseus (Wüstenwaran)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 50 cm 0,60 0,80 0,30
jedes adulte Tier 2,00 1,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Raumstrukturen mit Steinen oder Hölzern, Leuchten mit tageslichtähnlichem Spektrum und lokale Wärmestrahlung: UV-Strahler; geräumiges Badebecken, in Teilbereichen Bodenheizung mit Oberflächentemperaturen von 25°C
Bodengrund: Sand
Temperatur: 24° bis 30° C im Strahlungsbereich bis 35 °C
Beleuchtungsdauer: 10 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 60 bis 80%
Bodenfeuchtigkeit: Ein Viertel des Bodens muss stets feucht sein

Besondere Hinweise: Je nach Herkunft können bei guter Versteckmöglichkeit Nachtabsenkungen der Temperatur bis 20° angebracht sein.

3.2.24. Varanus gouldi (Goulds Waran)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 50 cm 0,60 0,80 0,30
jedes adulte Tier 2,00 1,50

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Raumstrukturen mit steinen und Hölzern bei guter Verankerung; Leuchten mit tageslichtähnlichem Spektrum und lokaler Wärmestrahlung; UV-Strahler Trinkbecken
Bodengrund: Sand
Temperatur: 24° bis 30°; im Strahlungsbereich bis 35°C
Beleuchtungsdauer: 12 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 50 bis 70 %
Bodenfeuchtigkeit: Boden muss 15 Minuten nach täglichem leichtem Sprühen wieder trocken sein
4.

Mindestanforderungen an die Haltung von Chamäleons

4.
  1. Allgemeine Haltungsbedingungen

(1) Die nachfolgenden Empfehlungen gelten für die Pflege erwachsener Tiere. Sie sind sinngemäß für die Aufzucht junger Tiere anzuwenden, deren Ansprüche jedoch deutlich abweichen können.

(2) Chamäleons sind für einen „Einstieg“ in die Reptilienhaltung nicht geeignet.

(3) Für die meisten Arten sind Tagestemperaturen zwischen 20°C und 30°C erforderlich. Sehr wichtig ist für zahlreiche Chamäleon-Arten eine starke Nachtabsenkung um 5°C bis 8°C. Ruhephasen verbunden mit Lichtentzug und Temperaturabsenkung sind bei einigen Arten Voraussetzung für eine Reproduktion. Für viele Arten ist lokale Strahlungswärme erforderlich.

(4) Einige Arten von Chamäleons reagieren sehr empfindlich auf die sich leicht in einem Terrarium bildende „stehende“ Luft. Dabei handelt es sich meist um ostafrikanische Hochlandarten oder um südafrikanische Arten. Sie benötigen ständig „Frischluft“ und werden deshalb am günstigsten in Drahtkäfigen oder in Terrarien mit großen Lüftungsflächen gepflegt. Ausreichende Frischluft ist in einem Terrarium vorhanden, wenn etwa zwei Stunden nach Überbrausen des gesamten Terrariums die Feuchtigkeit nahezu vollständig verdunstet ist.

(5) Die meisten Chamäleons sind Einzelgänger. Dem muss auch bei der Pflege Rechnung getragen werden. Nur wenige Arten können dauerhaft in Paarhaltung verbleiben. Die Verträglichkeit der Tiere untereinander ist unter Aufsicht zu testen.

(6) Die Versorgung der Chamäleons mit ausreichend Wasser ist schwierig. Die Terrarien sollten täglich einmal mit Wasser überbraust werden und Tiere ab einer Gesamtlänge von 20 cm mindestens einmal wöchentlich Wasser aus der Pipette erhalten. Alternativ können Chamäleons auch täglich aus der Pipette getränkt werden.

4.2. Spezielle Haltungsbedingungen

4.2.1. Furcifer lateralis (Teppichchamäleon)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 8 cm 0,05 0,50 0,05
1-2 Tiere, 8-15 cm 0,10 0,60 0,10
1-2 adulte Tiere 0,60 0,80 entfällt

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: mehrere verzweigte Kletteräste; robuste Pflanzen; Strukturen, die den Tieren Sichtschutz voreinander geben; kleines Wasserbecken bzw. Tropftränke; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 22-30 ºC; lokal bis 33 ºC; nachts 20-22 ºC
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich

Besondere Hinweise: Winter: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Temperatur um 4-6 ºC; da die Tiere sehr territorial sind, können Adulte und Jungtiere meist nur einzeln, in Ausnahmefällen auch paarweise gehalten werden; tränken mit Pipette; Multivitamin – Kalzium – Lösung

4.2.2. Chamaeleo (Terioceros) jacksonii (Dreihornchamäleon)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 10 cm 0,10 0,50 0,05
1-2 Tiere, 10-20 cm 0,40 0,60 0,10
1-2 adulte Tiere 0,60 0,80 0,20

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: mehrere verzweigte Kletteräste; robuste Pflanzen, Strukturen, die den Tieren Sichtschutz voneinander geben kleines Wasserbecken bzw. Tropftränke; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 20-25 ºC; lokal bis 35 ºC; nachts 15-18 ºC
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %; täglich sprühen
Bodenfeuchtigkeit: größeren Teil des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Tagestemperatur um 6-8 °C mit Verringerung der Feuchtigkeit für ca. 2 Monate im Jahr

4.2.3. Chamaeleo (Trioceros) hoehnelii (Helmchamäleon)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 10 cm 0,10 0,50 0,05
1-2 Tiere, 10-20 cm 0,40 0,60 0,10
1-2 adulte Tiere 0,60 0,80 0,20

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: gut belüftetes Becken mit mehrere verzweigte Kletteräste; robuste Pflanzen mit dichtem Blattwerk; kleines Wasserbecken bzw. Tropftränke; Lichtquelle, die in Form von einem oder mehreren nicht zu warmen Spots, UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 20-25 ºC; punktuell bis 30 ºC; nachts 5-15 ºC
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %, nachts höher
Bodenfeuchtigkeit: größeren Teil des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Tagestemperatur um 8-10 °C mit Verringerung der Feuchtigkeit für ca. zwei Monate im Jahr; diese Art kann in Gruppen gehalten werden, bei Auftreten von Territorialverhalten unterlegene Tiere aus dem Becken nehmen; die Haltung in normal temperierten Wohnräumen ist nicht zu empfehlen

4.2.4. Chamaeleo (Trioceros) montium (Bergchamäleon)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 10 cm 0,10 0,50 0,05
1-2 Tiere, 10-20 cm 0,40 0,60 0,10
1-2 adulte Tiere 0,60 0,80 0,20

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: mehrere verzweigte Kletteräste; robuste Pflanzen; Strukturen, die den Tieren Sichtschutz voreinander geben; kleines Wasserbecken bzw. Tropftränke; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde, mindestens 5-10 cm hoch, da sich die Tiere manchmal eingraben
Temperatur: tagsüber 24-27 ºC; lokal bis 35 ºC; nachts 15-18 ºC
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %, täglich, mehrmals sprühen
Bodenfeuchtigkeit: größeren Teil des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Von September bis November Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Tagestemperatur um 6-8 °C; von Dezember bis Februar Herabsetzung der Feuchtigkeit bei normaler Temperatur; da die Tiere territorial sind, können Adulte und Jungtiere meist nur einzeln, in Ausnahmefällen auch paarweise gehalten werden.

4.2.5. Chamaeleo (Terioceros) quadricornis (Vierhornchamäleon)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 10 cm 0,10 0,50 0,05
1-2 Tiere, 10-20 cm 0,40 0,60 0,10
1-2 adulte Tiere 0,60 0,80 0,20

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: mehrere verzweigte Kletteräste; robuste Pflanzen, Strukturen, die den Tieren Sichtschutz voneinander geben kleines Wasserbecken bzw. Tropftränke; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 20-25 ºC; lokal bis 33 ºC; nachts 10-15 ºC
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %; täglich möglichst mehrmals sprühen
Bodenfeuchtigkeit: größeren Teil des Bodengrundes permanent feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Tagestemperatur um 6-8 °C mit Verringerung der Feuchtigkeit für ca. 2 Monate im Jahr; die Haltung in normal temperierten Wohnräumen ist nicht zu empfehlen; da die Tiere territorial sind, können Adulte und Jungtiere meist nur einzeln, in Ausnahmefällen auch paarweise gehalten werden

4.2.6. Chamaeleo calyptratus (Yemen-Chamaeleon)

Terrarium/Mindestmaße

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 10 cm 0,10 0,50 0,05
1-2 Tiere, 10-20 cm 0,40 0,60 0,10
1-2 Tiere, 20-35 cm 0,60 0,80 0,20
1-2 adulte Tiere 0,80 1,00 0,40

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: mehrere verzweigte Kletteräste; robuste Pflanzen; kleines Wasserbecken bzw. Tropftränke; Lichtquelle, die gleichzeitig die notwendige Wärme produziert; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tags 22-32 °C; lokal bis 35 °C; nachts 20-22 °C
Beleuchtungsdauer: täglich 12-14 Stunden; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 50-70 %
Bodenfeuchtigkeit: ein Viertel des Bodengrundes permanent etwas feucht halten

Besondere Hinweise: Winter: Verkürzung der Beleuchtungsdauer um 2-3 Stunden und Absenkung der Temperatur um 4-6 ºC; nicht mehr als ein adultes Männchen je Terrarium halten, da die Tiere territorial sind; tränken mit Pipette; Multivitamin-Kalzium-Lösung

4.2.7. Rhampholeum spectrum (Blattchamäleon)

Terrarium/Mindestmaße:

Anzahl und Größe der Tiere Grundfläche m² Höhe m zusätzliche Fläche für jedes weitere Tier m²
1-2 Tiere, bis 5 cm 0,05 0,30 0,03
1-2 Tiere, bis 7 cm 0,10 0,40 0,05
1-2 adulte Tiere 0,15 0,40 0,07

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: mehrere Zentimeter hoher Bodengrund, bedeckt mit welkem Laub; Rindenstücke als Verstecke; Strukturen zum Klettern vor allem in Bodennähe, in Form von Zweigen oder lebenden Pflanzen; Tropftränke, Bepflanzung; Tageslicht oder nicht zu starke Lichtquelle; UV-Strahler
Bodengrund: Torf, Torf-Erde-Gemisch, Erde
Temperatur: tagsüber 25-28 ºC; nachts 18-21 ºC
Beleuchtungsdauer: täglich 12 Stunden; leichte UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: über 60 %
Bodenfeuchtigkeit: Bodengrund permanent leicht feucht halten

Besondere Hinweise: Tiere können territorial sein, deshalb Vorsicht bei Haltung mehrerer Tiere in einem Terrarium; Tiere trinken Tropfen, deshalb täglich sprühen

(Anm.: Punkt 4.2.8. aufgehoben durch BGBl. II Nr. 193/2924)

5.

Mindestanforderungen an die Haltung von Krokodilen

5.
  1. Allgemeine Haltungsbedingungen

(1) Die meisten Krokodile sind für die Haltung durch Privatpersonen nicht geeignet, da sie sehr groß werden und ein Alter von 40 bis über 100 Jahre erreichen. Das muss bei der Anschaffung berücksichtigt werden.

(2) Das Gehege muss über einen großen Wasserteil als auch einen entsprechend großen Landteil verfügen.

(3) Da die Tier zumindest zeitweilig auch gegen Artgenossen unverträglich sein können, muss bei der Pflege mehrerer Tiere eine Absperrmöglichkeit vorhanden sein.

5.2. Spezielle Haltungsbedingungen

5.2.1. Paleosuchus palpebrosus (Brauen-Glattstirnkaiman)

Größe der Tiere 1-2 Tiere Landteil Wasserteil
m² Höhe/m m² Tiefe/cm
bis 45 cm 1,00 1,00 1,00 25,00
45-90 cm 1,50 1,50 2,50 40,00
90-130 cm 2,00 1,50 3,00 60,00
adulte Tiere 3,00 1,50 6,00 80,00

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: gut gesicherte großblättrige Pflanzen neben dem Wasserteil (Versteck- und Schattenspender); Wurzeln; Höhle (Versteckmöglichkeit) im Wasserteil; Heizung; UV-Strahler
Bodengrund: Fliesen (rutschgesichert), Glas, Beton, Sand, Kies, Rinde
Temperatur: Bodenheizung lokal 28 °C; Lufttemperatur 25-27 °C; Wassertemperatur 26-28°C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-12 Stunden; HQI-Lampe; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %

Besondere Hinweise: Verletzungsgefahr

5.2.2. Paleosuchus trigonatus (Keilkopf-Glattstirnkaiman)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere 1-2 Tiere Landteil Wasserteil
m² Höhe/m m² Tiefe/cm
bis 45 cm 1,00 1,00 1,00 25,00
45-90 cm 1,50 1,50 2,50 40,00
90-130 cm 2,00 1,50 3,00 60,00
adulte Tiere 3,00 1,50 6,00 80,00

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: gut gesicherte großblättrige Pflanzen neben dem Wasserteil (Versteck- und Schattenspender); Wurzeln; Höhle (Versteckmöglichkeit) im Wasserteil; Heizung; UV-Strahler
Bodengrund: Fliesen (rutschgesichert), Glas, Beton, Sand, Kies, Rinde
Temperatur: Bodenheizung lokal 28 °C; Lufttemperatur 25-27 °C; Wassertemperatur 26-28°C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-12 Stunden; HQI-Lampe; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %

Besondere Hinweise: Verletzungsgefahr

5.2.3. Osteolaemus tetraspis (Stumpfkrokodil)

Terrarium/Mindestmaße

Größe der Tiere 1-2 Tiere Landteil Wasserteil
m² Höhe/m m² Tiefe/cm
bis 45 cm 1,00 1,00 1,00 25,00
45-90 cm 1,50 1,50 2,50 40,00
90-130 cm 2,00 1,50 3,00 60,00
adulte Tiere 3,00 1,50 6,00 80,00

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: gut gesicherte großblättrige Pflanzen neben dem Wasserteil (Versteck- und Schattenspender); Wurzeln; Höhle; Heizung; UV-Strahler
Bodengrund: Fliesen (rutschgesichert), Glas, Beton, Sand, Kies, Rinde
Temperatur: Bodenheizung lokal 28 °C; Lufttemperatur 25-27 °C; Wassertemperatur 26-28°C
Beleuchtungsdauer: täglich 8-12 Stunden; HQI-Lampe; UV-Bestrahlung täglich
Luftfeuchtigkeit: 60-80 %

Besondere Hinweise: Verletzungsgefahr

5.2.4. Alligator mississippiensis (Mississippi-Alligator)

Terrarium/Mindestmaße

Für 1-2 Tiere Landteil Wasserteil
m² Höhe/m m² Tiefe/m
adulte Tiere 15 m² 1,80 20 m² 1,20
jedes weitere Tier 5 m² 5 m²

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Landteil mit Strukturen als Sichtschutz; Liegeflächen mit Bodenheizung für Oberflächentemperaturen von 35 °C Leuchten mit tageslichtähnlichem Spektrum; UV-Strahler
Bodengrund: Sand oder Kies
Temperatur: Luft 24° bis 30° C; Wasser 24° bis 26°C
Beleuchtungsdauer: 12 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 60 bis 80%

Besondere Hinweise: Eine entsprechende Winterpause mit Temperaturabsenkung bis 18°C ist zu empfehlen.

5.2.5. Crocodylus niloticus (Nilkrokodil)

Terrarium/Mindestmaße

Größe Landteil Wasserteil
m² Höhe/m m² Tiefe/m
adulte Tiere 15 m² 1,80 20 m² 1,20
jedes weitere Tier 5 m² 5 m²

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Landteil mit Strukturen als Sichtschutz; Bodenheizung in Liegeflächen mit Oberflächentemperaturen von 35°C; Leuchten mit tageslichtähnlichem Spektrum; UV-Strahler
Bodengrund: Sand oder Kies
Temperatur: Luft 24° bis 30°C; Wasser 24° bis 26°C
Beleuchtungsdauer: 12 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 60 bis 80 %

5.2.6. Crocodylus moreleti (Beulenkrokodil)

Terrarium/Mindestmaße

Größe Landteil Wasserteil
m² Höhe/m m² Tiefe/m
adulte Tiere 12 m² 1,50 15 m² 0,80
jedes weitere Tier 3 m² 3 m²

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Landteil mit Raumstrukturen als Sichtschutz; Liegeflächen mit Bodenheizung für Oberflächentemperaturen von 35°C Leuchten mit tageslichtähnlichem Spektrum, UV-Strahler
Bodengrund: Sand oder Kies, in der Fortpflanzungszeit Laubeinstreu
Temperatur: Luft 24° bis 30° C; Wasser 24° bis 26°C
Beleuchtungsdauer: 12 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 60 bis 80%

5.2.7. Caiman crocodilus (Krokodilkaiman)

Terrarium/Mindestmaße

Größe Landteil Wasserteil
m² Höhe/m m² Tiefe/m
adulte Tiere 12 m² 1,80 15 m² 1,00
jedes weitere Tier 3 m² 3 m²

Terrarium/Ausstattung

Einrichtung: Landteil mit Raumstrukturen als Sichtschutz; Liegeflächen mit Oberflächentemperaturen von 35°C; Leuchten mit tageslichtähnlichem Spektrum; UV-Strahler
Bodengrund: Sand oder Kies
Temperatur: Luft 26° bis 30°C; Wasser 25° bis 28°C
Beleuchtungsdauer: 12 bis 14 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 60 bis 80 %

Anlage 4

Mindestanforderungen an die Haltung von Amphibien

1.

Mindestanforderungen für die Haltung von Schwanzlurchen

(1) Aufgrund der meist amphibischen Lebensweise der Schwanzlurche sind drei Grundtypen von Gehegen definiert und der gehaltenen Tierart entsprechend auszuwählen:

1.

Das Aquarium für rein aquatile Arten.

2.

Das Aquaterrarium, das je nach Art in unterschiedlichem Verhältnis Landteil und Wasserteil beinhaltet.

3.

Das Terrarium für rein terrestrische Arten...

(2) Eine Vielzahl an Arten ist auch saisonal abwechselnd im Aquarium und im Terrarium zu halten.

(3) Die Gehege müssen ausbruchsicher konstruiert sein.

(4) Aufgrund des eingeschränkten Bewegungsbedürfnisses von Schwanzlurchen im Landhabitat sind Gehege mit geringen Grundflächen als Mindestanforderung anzuerkennen. Artspezifisch kann dieses Bewegungsbedürfnis im Wasserhabitat deutlich größer sein und ist entsprechend zu berücksichtigen.

(5) Die Mindestflächen gelten für zwei erwachsene Tiere für die Dauerhaltung. Jedes weitere Tier erfordert eine Erweiterung der Mindestgrundfläche um 25%. Abweichungen von diesen Mindestmaßen sind für Gehege zur Quarantäne, Nachzucht und Aufzucht zulässig.

Gesamtlänge der Tiere Mindestgrundfläche in m2 Wassertiefe in cm
bis 10 cm 0.1 m2 Mindestens 1 x bis höchstens 3 x Gesamtlänge des Tieres
bis 20 cm 0,4 m2
bis 30 cm 0,9 m2

(6) Besondere Mindestmaße gelten für:

1.

Der Schlammteufel (Cryptobranchus alleganiensis) benötigt ein Aquarium mit der Grundfläche von 1,5 m x 0,8 m bei einer Wassertiefe von nicht über 40 cm für ein Paar.

2.

Ein Aquarium für je zwei Aalmolche (Amphiuma means) oder Armmolche (Siren lacertina und Siren intermedia) muss mindestens 1,5 m x 0,8 m Grundfläche bei einem Wasserstand von nicht mehr als 20 cm aufweisen. Für jedes weitere Tier sind 25% der Grundfläche zu bemessen.

3.

Ein Aquarium für je einen Riesensalamander der Gattung Andrias spec. muss mindestens 2 m x 1 m Grundfläche aufweisen. Der Schwimmraum ist durch eine Vielzahl verhältnismäßig enger Röhren und Kammern zu gliedern.

(7) Schwanzlurchen sind Temperaturen anzubieten, die den jahreszeitlichen und täglichen Verläufen im natürlichen Habitat entsprechen. Hibernierenden Arten ist eine Überwinterungstemperatur zwischen 3° und 6°C anzubieten. Arten, die eine Sommerruhe einhalten, ist eine entsprechende Temperatur zusammen mit relativer Trockenheit zu bieten.

(8) Den landlebenden und den saisonal landlebenden Arten ist im Gehege sowohl ein Gradient an Bodenfeuchtigkeit wie auch an Luftfeuchtigkeit zu gewähren.

(9) Direktes Sonnenlicht ist zu vermeiden. Für einen jahreszeitlichen Tag-Nacht-Wechsel ist zu sorgen. Höhlenbewohner müssen, abgesehen von unbedingt nötigen Wartungsarbeiten, in ständiger Dunkelheit gehalten werden.

(10) Die Ernährung ist den artspezifischen Bedürfnissen entsprechend vorzunehmen. Sie sollte in erster Linie aus lebenden Beutetieren bestehen. Gezüchtete Futtertiere müssen selbst von hoher Ernährungsqualität sein. Larven sollten mehrmals täglich und Jungtiere mindestens einmal täglich gefüttert werden; ein permanentes Futterangebot ist anzustreben. Adulte Tiere sind ein bis zweimal pro Woche zu füttern, wenn die Aktivität der Tiere dies erfordert.

(11) Die Haut von Schwanzlurchen ist empfindlich. Auf ein hohes Maß von Hygiene in den Behältern ist zu achten. Insbesondere sollte die Bodenreaktion für den Großteil der Arten aus gemäßigten Zonen im basisch reagierenden Bereich gehalten werden. Die Wasserqualität bei den meisten aquatilen und saisonal aquatilen Arten muss ebenso im leicht basischen Bereich gehalten werden. Auf den hohen Sauerstoffgehalt sowie die Bevorzugung leicht basischer Verhältnisse durch die meisten Arten ist zu achten.

2.

Mindestanforderungen für die Haltung von Froschlurchen

2.1. Allgemeiner Teil

(1) Für die speziellen Anforderungen und Haltungsbedingungen der Froschlurche ist für viele Arten im speziellen Teil eine Artenliste aufgeführt, welche die in der Terraristik häufigsten und handelsrelevanten Arten mit Grundbedingungen der Haltung beinhaltet.

(2) Die Gehege müssen ausbruchsicher konstruiert sein.

(3) Die Gehege sind als folgende Größentypen (GTyp) definiert:

1.

Gtyp 1: für 2 größere Dendrobatiden oder 1 kleineren Lauerjäger knapp über 3 cm KRL mit einer Mindestfläche von 1200 cm 2 und einer Mindesthöhe von 35 cm. Je weiterem Tier der jeweiligen Art sind zusätzlich 200 cm 2 bereitzustellen.

2.

Gtyp 2: für 3 kleinere Dendrobatiden oder 3 kleinere Kletterfroschlurche unter 3 cm KRL mit einer Mindestfläche von 750 cm 2 und einer Mindesthöhe von 40 cm. Je weiterem Tier sind zusätzlich 200 cm 2 Fläche bereitzustellen.

3.

Gtyp 3: für einen größeren Lauerjäger mit KRL bis 15 cm mit einer Mindestfläche von 2500 cm 2 und einer Mindesthöhe von 40 cm. Je weiterem Tier sind zusätzlich 1000 cm 2 Fläche bereitzustellen.

4.

Gtyp 4: für 2 größere Kletterfroschlurche bis 15 cm KRL mit einer Mindestfläche von 1600 cm 2 und einer Mindesthöhe von 60 cm. Je weiterem Tier sind zusätzlich 500 cm 2 Fläche und 10 cm Höhe bereitzustellen.

1.

Gtyp 5: für 3 semiaquatile Froschlurche bis 8 cm KRL mit einer Mindestfläche von 1500 cm 2 und einer Mindesthöhe von 50 cm mit 2/3 der Fläche als Wasserteil. Je weiterem Tier sind zusätzlich 300 cm 2 Fläche bereitzustellen.

6.

Gtyp 6: Aquarium für 3 kleinere rein aquatile Froschlurche bis 6 cm KRL mit einer Mindestfläche von 1250 cm 2 und einem Mindestwasserstand von 25 cm. Je weiterem Tier sind zusätzlich 300 cm 2 Fläche bereitzustellen.

7.

Gtyp 7: Aquarium für 2 große rein aquatile Froschlurche bis 18 cm KRL mit einer Mindestfläche von 3200 cm 2 und einem Mindestwasserstand von 40 cm. Je weiterem Tier ist eine zusätzliche Fläche von 500 cm 2 bereitzustellen.

8.

Gtyp 8: für 2 große oder stark territoriale Froschlurche bis 25 cm KRL mit einer Mindestfläche von 1 m 2 und einer Mindesthöhe von 70 cm. Je weiterem Tier ist eine zusätzliche Fläche von 2500 cm 2 bereitzustellen.

(4) Für Froschlurche sind in der artspezifischen Haltung Temperatur und Luftfeuchte untrennbare Klimafaktoren und daher einzuhalten. Entsprechend den ökologischen Grundbedingungen der Heimatgebiete werden die Gehege in Ökotypen (Ötyp) eingeteilt. Alle Gehege sind mit einem Bodengrund, der im Landbereich aus nicht faulendem Material wie Sand, Kies, Tongranulat, Torf oder Kokosfasern besteht, auszustatten. Im Wasserteil kann – wenn es die hygienischen Bedingungen zulassen – gewaschener Sand oder Kies verwendet werden, sonst ist von einem Bodengrund abzusehen. Alle Gehege mit Landbereichen sind –sofern keine saisonal benötigte Trockenphase eingehalten werden muss – täglich zweimal mit dem Lebensraum der Tierart entsprechendem Wasser zu übersprühen. Die Typen werden im einzelnen in der Artentabelle wie folgt benannt:

1.

Ötyp 1: Tropischer Regenwald, relative Luftfeuchte 70% bis 100%, Temperatur 20°C bis 30°C.

2.

Ötyp 2: Nebelwald, relative Luftfeuchte 80% bis 100%, Temperatur 15°C bis 25°C.

3.

Ötyp 3: Savanne mit saisonal wechselnder Regenzeit und Trockenzeit und entsprechenden relativen Luftfeuchten von 70% bis 100% oder 50% bis 80% und Temperaturen zwischen 20°C und 35°C.

4.

Ötyp 4: Steppe, mäßig feucht bis trocken, relative Luftfeuchte von 40% bis 80%, Temperaturen von 15°C bis 35°C für tropische Arten, Temperaturen von 4°C bis 30°C für Arten aus gemäßigten Zonen. Wichtig: Tag-Nacht-Differenz der Temperaturen 8°c bis 10°C. Mindesttemperatur darf nicht unterschritten werden.

5.

Ötyp 5: Aquaterrarium (Teich-, See- oder Flussufer), großes Wasserteil mit Landfläche mit Trockenplätzen unter Punktstrahlern, relative Luftfeuchte von 60% bis 100%, Temperaturen für tropische Arten von 20°C bis 30°C, für Arten aus gemäßigten Zonen von 4°C bis 25°C.

6.

Ötyp 6: Aquarium für rein aquatile Arten (nur tropisch), Temperaturen von 20°C bis 30°C.

(5) Erwachsene Froschlurche sind Beutegreifer und es ist ausschließlich lebende Nahrung in Form von Würmern, Schnecken, Kleinkrebsen, Spinnen, Insekten und deren Larven art- und lebensraumspezifisch anzubieten. Gezüchtete Futtertiere bedürfen einer Ergänzung mit Mineralien und Vitaminen. Kaulquappen sind entsprechend ihren Nahrungsansprüchen zu ernähren. Larven und Jungtiere sind täglich, erwachsene Tiere je nach Größe zwei- bis dreimal pro Woche zu füttern.

(6) Die Schleimhaut der Froschlurche ist äußerst empfindlich. Entsprechend ist auf die notwendige Luftfeuchte sowie durch das laufende entfernen von Kot und Futterresten auf maximale Sauberkeit zu achten. Die Wasserqualität bei aquatilen, saisonal aquatilen und semiaquatilen Froschlurchen muss derjenigen, bei der Haltung durchschnittlicher Süßwasserzierfische entsprechen.

2.2. Spezieller Teil

(1) In den folgenden Tabellen sind die handels- und haltungsrelevanten Arten mit den dazugehörenden Gehegetypen bezüglich Größe und Struktur (GTyp), notwendiger ökologischer Faktoren (ÖTyp), der durchschnittlichen Kopf-Rumpf-Länge (KRL), den artspezifischen Temperaturbereichen in Grad Celsius (T°C) und der optimalen artspezifischen relativen Luftfeuchte (rF) aufgelistet.

(2) Die Beurteilung anderer Arten ist im Einzelfall und nur nach entsprechendem Literaturstudium vorzunehmen.

(3) Bei der Aufzucht, beim Züchter, der Winterruhe sowie der Therapie von Krankheiten und Parasitosen ist es zeitlich begrenzt zulässig, kleinere Terrarien als solche, die den in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Kriterien entsprechen, zu verwenden.

Name GTyp ÖTyp KRL (cm) Temp (°C) rF (%) Bemerkungen
Agalychnis callidryas 4 3 8 22-30 85
Alytes obstetricans 1 4 5,5 5-25 70 Überwinterung
Atelopus varius 1 2 5 15-25 80
Atelopus flavescens 1 1 5 20-30 80
Bombina bombina 5 5 5 5-28 80 Überwinterung
Bombina maxima 5 5 8 5-28 80 Winterruhe
Bombina orientalis 5 5 6 5-28 80 (Überwinterung)
Bombina variegata 5 5 5 5-28 80 Überwinterung
Bufo bufo 2 4 11 5-25 70 Überwinterung
Bufo blombergi 8 1 25 20-30 80
Bufo calamita 1 4 8 5-25 70 Überwinterung
Bufo marinus 10 1 25 20-30 80
Bufo regularis 1 1 10 20-30 80
Bufo typhonius 1 1 8 20-30 80
Bufo viridis 1 4 9,5 5-25 70 Überwinterung
Bufo mauritanicus 3 4 12 15-28 60
Ceratophrys ornata 3 1 14 23-30 80
Ceratophrys calcarata 3 1 15 23-30 80
Chiromantis rufescens 3 1 9 25-35 70
Colostethus talamancae 1 1 2,5 20-30 80
Colostethus trinitatis 1 1 3,5 20-30 80
Colostethus inguinalis 1 1 3,5 20-30 80
Colostethus nubicola 1 1 2 20-30 80
Dendrobates auratus 1 1 4 22-30 85
Dendrobates azureus 1 1 5 22-30 85
Dendrobates fantasticus 2 1 2,5 20-30 85
Dendrobates galactonotus 1 1 5 20-30 85
Dendrobates granuliferus 2 1 2,5 22-35 85
Dendrobates histrionicus 1 2 3,5 22-25 85
Dendrobates imitator 2 1 2,5 20-30 85
Dendrobates lamasi 2 1 2,2 20-30 85
Dendrobates lehmanni 1 2 4 18-25 85
Dendrobates leucomelas 1 1 4 20-30 85
Dendrobates pumilio 2 1 2,5 22-33 85
Dendr. quinquevittatus 2 1 2,2 22-30 85
Dendrobates reticulates 2 1 2 22-30 85
Dendrobates silverstonei 1 1 5 18-28 80
Dendrobates tinctorius 1 1 6 22-30 85
Dendrobates truncates 1 1 4 22-30 85 extrem variable Art
Dendrobates variabilis 2 1 2,2 22-30 80
Discophus antongilli 1 1 9 22-30 85
Epipedobates tricolor 2 1 2,5 18-30 80
Epipedobates trivittatus 1 1 5 22-30 85
Gastrotheca peruana 1 2 6 5-22 80 Wärmeempfindlich
Gastrotheca marsupiata 1 2 6 5-22 80 Wärmeempfindlich
Gastrotheca riobambae 1 1 8 10-30 80
Hyla arborea 2 4 6 5-30 70 Überwinterung
Hyla meridionalis 2 4 6 10-30 70 (Überwinterung)
Hyla crucifer 2 4 3,5 10-30 70
Hyla graciosa 2 4 6 22-30 80
Hyla regilla 2 4 5 20-30 80
Hyla ebraccata 4 1 3,5 20-30 80
Hyla versicolor 4 4 6 22-33 70
Hymenochirus boettgeri 6 6 6 20-30 70
Hymenochirus curtipes 6 6 6 20-30 70
Hyperolius marmoratus 2 3 4 20-35 70
Kaloula pulchra 1 1 8 22-30 80
Kassina senegalensis 1 3 5 20-30 80
Litoria caerulea 4 3 13 22-30 70
Litoria infrafrenata 4 3 15 22-30 70
Mantella aurantiaca 2 2 2,5 18-28 80
Mantella viridis 2 4 3 18-28 80
Mantella madagascariensis 2 2 2,5 18-28 80
Mantella cowani 2 2 2,5 17-25 80
Megophrys nasuta 1 1 5 20-30 80
Melanophryniscus stelzneri 2 1 2,5 20-30 70
Pelobates fuscus 1 4 8 5-27 70 Überwinterung
Phyllobates aurotaenia 1 1 4 22-30 85
Phyllobates bassleri 1 1 4 22-30 80
Phyllobates bicolor 1 1 4 22-30 85
Phyllobates lugubris 2 1 3 22-30 85
Phyllobates terribilis 1 1 5 22-30 85
Phyllobates vittatus 1 1 3,5 22-30 85
Phyllomedusa lemur 8 3 5 20-35 70 Sonnenplatz Keine Nässe !
Phyllomedusa bicolor 8 3 14 20-35 70 Sonnenplatz Keine Nässe !
Phrynohyas venulosa 4 1 14 20-30 80
Phrynohyas resinifictrix 4 1 8 20-30 80
Phrynomantis bifasciatus 1 3 8 20-30 70
Pipa pipa 7 6 20 20-30 --
Pipa carvalhoi 6 6 6 20-30 --
Polypedates leucomystax 2 3 7 20-35 70
Pyxicephalus adspersus 8 3 25 23-30 80
Rana erythraea 1 5 8 15-28 80
Rana pipiens 3 5 8 20-28 80
Rana temporaria 3 4 9 5-25 70 Überwinterung
Rana arvalis 3 4 6,5 5-25 70 Überwinterung
Rana dalmatina 8 4 8 5-25 70 Überwinterung
Rana ridibunda 8 5 14 5-30 80 Überwinterung
Rana lessonae 8 5 6,5 5-30 80 Überwinterung
Rana esculenta 8 5 9 5-30 80 Überwinterung
Smilisca baudini 4 3 8 22-30 85
Smilisca phaeota 4 3 6 22-30 85
Xenopus laevis 7 6 10 20-30 --

Anlage 5

Mindestanforderungen an die Haltung von Fischen

1.

Mindestanforderungen für die Haltung von Süßwasserfischen

1.1. Allgemeine Anforderungen an das Halten von Süßwasserfischen

(1) Die angegebenen Wasserwerte sind Grenzen, innerhalb derer Fische dauerhaft gepflegt werden müssen. Zur Zucht oder zur Zuchtvorbereitung sind Abweichungen zulässig.

(2) Die Temperaturangaben in dieser Anlage sind Grenzwerte, zwischen denen die jeweiligen Arten gehalten werden müssen. Die Temperaturbereiche dürfen kurzfristig, höchstens bis zu 24 Stunden über- oder unterschritten werden. Aus technischen Gründen sind mittlere Werte anzustreben.

(3) Die Härte des Wassers wird in Grad deutscher Gesamthärte (°dGH) ermittelt. Die Bedürfnisse handelsrelevanter Arten lassen sich in zwei Bereiche, Härtebereich I: 15°dGH und Härtebereich II:

15°dGH bis 30°dGH, gliedern. Diese Werte dürfen um höchstens 3°dGH über- oder unterschritten werden. Für die dauerhafte Pflege ist ein mittlerer Wert anzustreben. Die Fische werden in der Tabelle einem dieser zwei Härtebereiche zugeordnet. Einzelne Arten tolerieren den gesamten Härtebereich. Steht extrem weiches (kalkfreies) Wasser als Ausgangswasser zur Verfügung muss eine Mindesthärte von 4-5°dGH eingerichtet werden.

(4) Die Einhaltung des pH-Wertes sorgt für Übereinstimmung mit den Verhältnissen im Heimatgewässer und ist für das Wohlbefinden der Fische unabdingbar. Aus der Praxis der Aquaristik werden in der Tabelle unter Punkt 1.2. drei Teilbereiche zugeordnet:

Bereich I: pH 5,0 bis pH 7,0

Bereich II: pH 6,0 bis pH 8,0

Bereich III: pH 7,0 bis pH 9,0

Mögliche erweiterte Toleranzbereiche sind in der Tabelle eingearbeitet. Für die dauerhafte Pflege sind Mittelwerte anzustreben.

(5) Enthält das Ausgangswasser Chlor, Schmermetalle, Nitratund/oder Phosphationen, ist dies beim Wasserwechsel zu berücksichtigen. Ammoniak/Ammonium und Nitrit darf nicht nachweisbar sein. In einem Aquarium darf der Nitratwert 50 mg/l nicht überschreiten.

(6) Durch Tageslicht oder beleuchtungstechnische Einrichtungen ist für einen eindeutigen Tag-Nacht-Wechsel zu sorgen. Eine Ausnahme bilden streng an Höhlen gebundene Arten.

(7) Die Angabe der Aquariengröße ist ein Näherungswert. Der Allgemeinzustand der Fische und des Aquariums mit Versteckmöglichkeiten, Bepflanzung, Vergesellschaftung und Besatzdichte sind maßgebend für die Beurteilung des Wohlbefindens der Tiere. Die in der Anlage angeführten Angaben zur Aquariengröße sind Mindestmaße für - adulte Tiere. Jungfische müssen in Aquarien der gleichen Größe wie Adulte gehalten werden. Süßwasserrochen, Knochenzüngler und Großwelse sowie andere Arten mit einer Endgröße von über 40 cm sind in Aquarien mit mindesten 4 Quadratmeter Grundfläche für zwei Tiere zu halten. Jedem weiteren Tier muss ein Quadratmeter mehr zur Verfügung gestellt werden.

(8) Die Angaben in der Tabelle unter Punkt 1.2. beziehen sich auf die Kantenlänge in cm von handelsüblichen Aquariengrößen (Länge x Breite x Höhe):

60 cm = 60 cm x 30 cm x 30 cm (54 Liter (l))

80 cm = 80 cm x 35 cm x 40 cm (112 l)

100 cm = 100 cm x 40 cm x 50 cm (200 l)

120 cm = 120 cm x 40 cm x 50 cm (240 l)

150 cm = 150 cm x 50 cm x 50 cm ( 375 l )

(9) Je größer das Wasservolumen eines Aquariums ist, desto stabiler ist die Wasserqualität. Eine dauerhafte Haltung auch kleiner Arten in Aquarien unter 54 Liter ist verboten. Zur Zuchtvorbereitung, Zucht, bei Ausstellungen von Einzeltieren oder Paaren und bei Wettbewerben sind geringere Beckenmaße zulässig.

(10) Die Einrichtung der Aquarien hat sich an den ökologischen Bedürfnissen der zu pflegenden Arten zu orientieren. Zu den wichtigsten Mindestausstattungen gehören:

1.

Bedarfsgemäßer freier Schwimmraum

2.

Technische Geräte zur Sicherung des Sauerstoffgehaltes und der Wasserqualität (Filter, Heizung, Pumpe)

3.

Bodengrund ( Sand, Kies, Steine)

4.

Bedarfsgemäße Versteckplätze und Deckungmöglichkeiten

5.

Bepflanzung, soweit die Fressgewohnheiten der Fische dieses zulassen

(11) Verbindliche Angaben zur Besatzdichte sind aufgrund vieler Variablen nicht möglich. Alter, spezifischen Aktivitätsphasen, das Zahlenverhältnis der Geschlechter wie auch das Verhältnis der Einrichtungsgegenstände zur Grundfläche des Aquariums sind von Bedeutung. Ein kleineres aber gut strukturiertes Aquarium ist für eine höhere Besatzdichte günstiger als ein größeres aber weitgehend leeres Aquarium.

(12) Jede Fischart in einem Aquarium muss ihrer natürlichen Sozialstruktur entsprechend gehalten werden. Dem unter Punkt 1.2. genannten „Sozialverhalten“ sind folgende Kategorien zugeordnet:

1.

Schwarm: Fische die sich in einer größeren Gemeinschaft von Artgenossen in ihrem Lebensraum bewegen. Daraus ergibt sich eine Mindestzahl von 10 Tieren dieser Art. 2. Gesellig: Fische, die auch von anderen Fischen begleitet werden

3.

Harem: Ein Männchen darf nur mit mehreren Weibchen gehalten werden.

4.

Paar: Fische, die zumindest während der Fortpflanzungzeit eine feste Paarbindung eingehen.

5.

Einzelgänger: Fische von Arten mit dauerhaft hoher Territorialität.

(13) Das Wohlbefinden von Aquarienfischen ist regelmäßig zu kontrollieren.

(14) Plötzliche Veränderungen der Wasserqualität sind zu vermeiden. Neu einzusetzenden Fische müssen langsam an die neue Wasserqualität angeglichen werden.

(15) In Abhängigkeit der Kontrolle der Wasserparameter ist ein regelmäßiger Teilwasserwechsel vorzunehmen, auch wenn die Schadstoffbelastung die Obergrenze noch nicht erreicht hat. Die Temperatur ist täglich, der pH-Wert, Härte und Nitratwert sind mindestens 14-tägig zu kontrollieren. Neueingerichtete Aquarien sind in den ersten sechs Wochen täglich auf Nitrit zu kontrollieren.

(16) Die in der Tabelle aufgeführten Fischarten sind weitgehend Allesfresser. Als Futter steht eine breite Palette an fertig- und Frostfuttersorten im Handel zur Verfügung. Regelmäßige und abwechslungsreiche Lebendfütterung ist zur Vermeidung von Mangelerscheinungen und Bewegungsarmut vorzunehmen.

(17) Jungfische sind täglich zu füttern. Es darf nur so viel gefüttert werden, wie sofort gefressen wird. Ausgewachsene Tiere vermögen ein bis zwei Tage auf Futter verzichten. Regelmäßige Fastentage bei erwachsenen Fischen sind empfehlenswert.

1.2. Haltungskriterien (Aquariengrößen) handelsrelevanter Arten von

Süßwasserfischen

```


```

Arten Härte Temp ph-Wert Bemerkungen Sozial- Aqua-

*1) °C *2) ver- rien-

halten größe

_______ __________

I II I II III

```


```

O. CHARACIFORMES (Salmlerartige)

```


```

Fam. Alestidae

```


```

Arnoldichthys X 23-28 X) Gesellig 100

spilopterus

(Afrik.

Großschuppen-

salmler)

```


```

Brycinus X 22-28 X) Gesellig 100

longipinnis

(Langflossen-

salmler)

```


```

Phenogrammus X 23-28 X) Gesellig 100

interruptus

(Kongosalmler)

```


```

Fam. Characidae (Echte Amerik. Salmler)

```


```

Aphyocharax X 20–26 X) Gesellig 60

anisitsi

(Rotflossen-

salmler)

```


```

Gymnocorymbus X X) 18–28 X Gesellig 60

ternetzi

(Trauermantel-

salmler)

```


```

Hasemania nana X 22–28 X X) Gesellig 60

(Kupfermantel-

salmler)

```


```

Hemigrammus X X 18–28 X X Frisst Gesellig 80

caudovittatus Pflanzen

(Rautenfleck-

salmler)

```


```

H. erythrozonus X) 23–29 X X) Gesellig 60

(Glühlicht-

salmler)

```


```

H. ocellifer X 23–29 X X) Gesellig 60

(Schlußlicht-

salmler)

```


```

H. pulcher X 23–29 X X) Gesellig 60

(Karfunkel-

salmler)

```


```

H. rhodostomus X) 23–29 X Gesellig 80

(Rotmaul-

salmler)

```


```

Hyphessobrycon X 23–29 X X) Gesellig 60

bentosi

(Schmuck-

salmler)

```


```

H. callistus X 18–29 X X) Aggressi- Gesellig 60

(Blutsalmler) vität

```


```

H. erythro- X) 23–28 X Gesellig 80

stigma

(Kirschfleck-

salmler)

```


```

H. flammeus X 20–28 X X Bis 25°dGH Gesellig 60

(Roter von Rio)

```


```

H. herbertaxel- X) 23-28 X X) Gesellig 60

rodi (Schwarzer

Neon)

```


```

H. pulchri- X 23-28 X X) Bis 25°dGH Gesellig 60

pinnis

(Zitronen-

salmler)

```


```

Inpaichthys X) 23-28 X X) Gesellig 60

kerri

(Königssalmler)

```


```

Megalamphodus X 22-29 X X) Gesellig 60

megalopterus

(Schwarzer

Phantomsalmler)

```


```

M. sweglesi X 22-29 X X) Gesellig 60

(Roter

Phantomsalmler)

```


```

Moenkhausia X) 22-29 X Gesellig 80

pittieri

(Brilliant-

salmler)

```


```

M. sanctae- X 20-28 X Bis 25°dGH Gesellig 80

filomenae

(Rotaugen -

Moenkhausia)

```


```

Nematobrycon X 22 29 X X) Gesellig 80

palmeri

(Kaisertetra)

```


```

Paracheirodon X) 24-30 X X) Gesellig 60

axelrodi

(Roter Neon)

```


```

P. innesi X 20-28 X X) Gesellig 60

(Neonsalmler)

```


```

Petitella X) 22-29 X X) Gesellig 80

georgiae

(Rotkopf-

salmler)

```


```

Pristella X X) 22-29 X Gesellig 60

maxillaris

(Sternfleck-

salmler)

```


```

Thayeria X 22-29 X) Gesellig 60

boehlkei

(Schräg-

schwimmer)

```


```

Fam. Gasteropelecidae (Beilbauchfische)

```


```

Carnegiella X) 23-30 X X) Aquarium- Gesellig 80

strigata abdeckung

(Marmorierter

Beilbauchfisch)

```


```

Gasteropelecus X) 23-29 X X) Aquarium- Gesellig 80

sternicla abdeckung

(Silberbeil-

bauchfisch)

```


```

Thoracocharax X) 23-30 X X) Aquarium- Gesellig 100

securis abdeckung

(Platinbeil-

bauch)

```


```

Fam. Lebiasinidae (Schlanksalmler)

```


```

Nannostomus X) 23-30 X X) Gesellig 60

eques

(Spitzmaul-

Ziersalmler)

```


```

N. beckfordi X 23-30 X X) Gesellig 60

(Längsbinden-

Ziersalmler)

```


```

N. marginatus X) 23-30 X X) Gesellig 60

(Zwerg-

Ziersalmler)

```


```

O. CYPRINIFORMES (Karpfenartige)

```


```

Fam. Cobitidae (Schmerlen, Dorngrundeln)

```


```

Acanthopsis sp. X 23-28 X Feiner Kies Gesellig 100

(Pferdekopf- (Sand) als

schmerle) Boden

```


```

Botia X 23-28 X X Aggressiv! Gesellig 150

macracanthus

(Pracht-

schmerle)

```


```

Pangio spp. X 23-28 X X Feiner Kies Schwarm 60

(Dornaugen) (Sand) als

Boden

```


```

Fam. Gyrinocheilidae (Algenfresser)

```


```

Gyrinocheilus X X) 22-28 X Pflanzliche

aymonieri Kost, im

(Siames. Alter revier-

Saugschmerle) bildend

```


```

Fam. Cyprinidae (Karpfenfische)

```


```

Balantiocheilus X X) 22-28 X Größe! Gesellig 150

melanopterus Schwimm-

(Haibarbe) bedürfnis

```


```

Brachydanio X X) 20-30 X Gesellig 60

albolineatus

(Schiller-

bärbling)

```


```

B. frankei X X) 18-28 X Gesellig 60

(Leopard-

bärbling)

```


```

B. rerio X X) 18-28 X Gesellig 60

(Zebrabärbling)

```


```

Crossocheilus X X) 22-28 X Pflanzliche Gesellig 100

spp. Kost

(Algenfresser)

```


```

Danio X X) 20-28 X Gesellig 100

aequipinnatus

(Malabar-

bärbling)

```


```

Epalzeorhynchus X 22-28 X Revier- Einzel- 120

bicolor bildend, nur gänger

(Feuerschwanz) bedingt im Alter

geeignet als

Aquarienfisch

```


```

E. kallopterus X 24-28 X Revier- Einzel- 100

(Schönflossen- bildend, gänger

barbe)

```


```

E. frenatus X 22-28 120

(Grüner

Fransenlipper)

```


```

Puntius X X 18-30 X Gesellig 80

conchonius

(Prachtbarbe)

```


```

P. nigro- X X) 20-27 X Gesellig 80

fasciatus

(Purpurkopf-

barbe)

```


```

P. "schuberti" X X) 18-27 X Gesellig 60

(Messingbarbe)

```


```

P. tetrazona X X) 21-28 X Nicht mit Gesellig 60

(Sumatrabarbe) langflossigen

Fischen ver-

gesell-

schaften

```


```

P. ticto X X) 16-26 X Gesellig 60

(Odessa-,

Rubinbarbe)

```


```

P. titteya X 22-29 X) Gesellig 60

(Bitterlings-

barbe)

```


```

Rasbora X 24-29 X Gesellig 60

heteromorpha

(Keilfleck-

barbe)

```


```

Tanichthys X X 16-30 X Gesellig 60

albonubes

(Kardinalfisch)

```


```

O. SILURIFORMES (Welsartige)

```


```

Fam. Aridae (Kreuzwelse)

```


```

Arius seemanni X 22–26 X Nicht 150

(Minihai) geeignet als

Aquarien-

fisch!

Geschlechts-

reife Tiere

müssen in

Meerwasser

gehalten

werden

```


```

Fam. Aspredinidae (Bratpfannenwelse)

```


```

Dysichthys X 22–27 X X) feiner Kies 80

bicolor (Sand) als

(Zweif. Boden

Bratpfannen-

wels)

```


```

Fam. Callichthyidae (Schwielenwelse)

```


```

Callichthys X X) 18-28 X X) Gesellig 120

callichthys

(Schwielenwels)

```


```

Corydoras X X) 20-30 X X) Gesellig 60

aeneus

(Metall-

panzerwels)

```


```

C. paleatus X 18-30 X X) Gesellig 60

(Marmorierter

Panzerwels)

```


```

C. trilineatus X 22-30 X X) Gesellig 60

(i. d. R.

verkauft als

C. julii)

```


```

Fam.: Loricariidae (Horniswelse)

```


```

Ancistrus spp. X X) 18-30 X Pflanzliche 80

(Antennenwels) Kost und

Wurzeln

```


```

Farlowella acus X) 24-27 X Pflanzliche Gesellig 80

(Nadelwels) Kost und

Wurzeln

```


```

Glyptopte- X X) 22-30 X X Größe! 150

richthys

gibbiceps

(Waben-

schilderwels)

```


```

Hoplosternum X X) 22-30 X X 120

thoracatum

(Gemalter

Panzerwels)

```


```

Hypostomus X X) 22-30 X X Pflanzliche 120

punctatus Kost und

(Punktierter Wurzeln

Schilderwels)

```


```

Otocinclus X 22-30 X X) Pflanzliche Gesellig 60

affinis Kost und

(Kleiner Wurzeln

Saugwels)

```


```

Panaque X 22-30 X X) Pflanzliche 120

nigrolineatus Kost und

(Rotaugen- Wurzeln;

Panaque) Größe!

```


```

Peckoltia X X) 22-28 X X Pflanzliche Gesellig 80

vittata Kost und

(Gebänderter Wurzeln

Schilderwels)

```


```

Rineloricaria X 22-30 X X) Pflanzliche 80

lanceolata Kost und

(Lanzen- Wurzeln

harnischwels)

```


```

Sturisoma X) 22-30 X X) Pflanzliche 120

aureum Kost und

(Goldbartwels) Wurzeln

```


```

Fam. Mochocidae (Fiederbartwelse)

```


```

Synodontis X 22–28 X X) Gesellig 80

nigriventris

(Rückenschw.

Kongowels)

```


```

Fam. Pangasiidae (Haiwelse)

```


```

Pangasius X 22-27 X Nur bedingt Gesellig 150

sutchi geeignet als

(Haiwels) Aquarienfisch

```


```

Fam. Pimelodidae (Antennenwelse)

```


```

Pimelodus X 22-26 X Nur bedingt 120

pictus geeignet als

(Gemalter Aquarienfisch

Antennenwels)

```


```

Fam. Siluridae (echte Welse)

```


```

Kryptopterus X) 23-28 X X) Schwarm 100

bicirrhis

(Indischer

Glaswels)

```


```

O. ATHERINIFORMES (Ährenfischartige)

```


```

Fam. Melanotaeniidae (Regenbogenfische)

```


```

Glossolepis X X) 22-28 X Gesellig 100

inciscus

(Lachsroter

Regenbogen-

fisch)

```


```

Melanotaenia X 22-28 X X Gesellig 80

boesemani

(Boesemans

Regenbogen-

fisch)

```


```

M. praecox X 22-28 X X Gesellig 80

(Neon

Regenbogen-

fisch)

```


```

Iriatherina X 22-28 X Gesellig 60

werneri

(Filigran-

ährenfisch)

```


```

O. CYPRINODONTIFORMES (Zahnkarpfen)

```


```

Fam. Cyprinodontidae (Eierlegende Zahnkarpfen)

```


```

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