(Übersetzung)Rotterdamer Übereinkommen über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel samt Anlagen und Erklärung
Unterzeichnungsdatum
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
Afghanistan III 95/2013 Albanien III 88/2010 Algerien III 116/2020 Antigua/Barbuda III 157/2011 Äquatorialguinea III 67/2005 Argentinien III 67/2005 Armenien III 67/2005 Äthiopien III 67/2005 Australien III 67/2005 Bahrain III 95/2013 Barbados III 172/2020 Belarus Belgien III 67/2005 Belize III 67/2005 Benin III 67/2005 Bolivien III 67/2005 Bosnien-Herzegowina III 140/2008 Botsuana III 140/2008 Brasilien III 67/2005 Bulgarien III 67/2005 Burkina Faso III 67/2005 Burundi III 67/2005 Cabo Verde III 140/2008 Chile III 67/2005 China III 67/2005, III 140/2008 Costa Rica III 88/2010 Côte d’Ivoire III 67/2005 Dänemark III 67/2005 Deutschland III 67/2005 Dominica III 48/2006 Dominikanische R III 140/2008 Dschibuti III 67/2005 Ecuador III 67/2005 EG III 67/2005 El Salvador III 67/2005 Eritrea III 67/2005 Estland III 140/2008 Eswatini III 95/2013 Finnland III 67/2005 Frankreich III 67/2005 Gabun III 67/2005 Gambia III 67/2005 Georgien III 140/2008 Ghana III 67/2005 Griechenland III 67/2005 Guatemala III 88/2010 Guinea III 67/2005 Guinea-Bissau III 140/2008 Guyana III 140/2008 Honduras III 157/2011 Indien III 48/2006 Indonesien III 177/2015 Irak III 167/2017 Iran III 67/2005 Irland III 48/2006 Israel III 95/2013 Italien III 67/2005 Jamaika III 67/2005 Japan III 67/2005 Jemen III 48/2006 Jordanien III 67/2005 Kambodscha III 95/2013 Kamerun III 67/2005 Kanada III 67/2005 Kasachstan III 140/2008 Katar III 67/2005 Kenia III 67/2005 Kirgisistan III 67/2005 Kolumbien III 88/2010 Kongo III 140/2008 Kongo/DR III 67/2005 Korea/DVR III 67/2005 Korea/R III 67/2005 Kroatien III 88/2010 Kuba III 140/2008 Kuwait III 140/2008 Laos III 157/2011 Lesotho III 140/2008 Lettland III 67/2005 Libanon III 140/2008 Liberia III 67/2005 Libyen III 67/2005 Liechtenstein III 67/2005 Litauen III 67/2005 Luxemburg III 67/2005 Madagaskar III 67/2005 Malawi III 88/2010 Malaysia III 67/2005 Malediven III 140/2008 Mali III 67/2005 Malta III 167/2017 Marokko III 157/2011 Marshallinseln III 67/2005 Mauretanien III 48/2006 Mauritius III 48/2006 Mexiko III 48/2006 Moldau III 67/2005 Mongolei III 67/2005 Montenegro III 95/2013 Mosambik III 88/2010 Namibia III 48/2006 Nepal III 140/2008 Neuseeland III 67/2005 Nicaragua III 140/2008 Niederlande III 67/2005, III 88/2010 Niger III 48/2006 Nigeria III 67/2005 Nordmazedonien III 88/2010 Norwegen III 67/2005 Oman III 67/2005 Pakistan III 48/2006 Palästina III 70/2018 Panama III 67/2005 Paraguay III 67/2005 Peru III 48/2006 Philippinen III 140/2008 Polen III 48/2006 Portugal III 67/2005 Ruanda III 67/2005 Rumänien III 67/2005 Russische F III 157/2011 Sambia III 157/2011 Samoa III 67/2005 São Tomé/Príncipe III 177/2015 Saudi-Arabien III 67/2005 Schweden III 67/2005 Schweiz III 67/2005 Senegal III 67/2005 Serbien III 88/2010 Sierra Leone III 198/2016 Simbabwe III 95/2013 Singapur III 48/2006 Slowakei III 140/2008 Slowenien III 67/2005 Somalia III 88/2010 Spanien III 67/2005 Sri Lanka III 48/2006 St. Kitts/Nevis III 95/2013 St. Vincent/Grenadinen III 157/2011 Südafrika III 67/2005 Sudan III 67/2005 Suriname III 67/2005 Syrien III 67/2005 Tansania III 67/2005 Thailand III 67/2005 Togo III 67/2005 Tonga III 88/2010 Trinidad/Tobago III 88/2010 Tschad III 67/2005 Tschechische R III 67/2005 Tunesien III 198/2016 Türkei III 167/2017 Tuvalu III 146/2020 Uganda III 140/2008 Ukraine III 67/2005 Ungarn III 67/2005 Uruguay III 67/2005 Vanuatu III 179/2018 Venezuela III 67/2005 Vereinigte Arabische Emirate III 67/2005 Vereinigtes Königreich III 67/2005 Vietnam III 140/2008 *Zypern III 67/2005
Ratifikationstext
(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 95/2013)
Erklärung Österreichs
Die Republik Österreich erklärt gemäß Artikel 20 Absatz 2 des Übereinkommens, dass sie beide der in Absatz 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als verbindlich gegenüber jeder Partei anerkennt, die eine Verpflichtung hinsichtlich eines oder beider dieser Mittel zur Streitbeilegung eingeht.
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde gemäß Art. 25 Abs. 1 des Übereinkommens am 27. August 2002 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Art. 26 Abs. 1 mit 24. Februar 2004 in Kraft getreten.
Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert, angenommen, genehmigt bzw. sind diesem beigetreten:
| Äquatorialguinea |
|---|
| Argentinien |
| Armenien |
| Äthiopien |
| Australien |
| Belgien |
| Belize |
| Benin |
| Bolivien |
| Brasilien |
| Bulgarien |
| Burkina Faso |
| Burundi |
| Chile |
| China (einschließlich SVR Macao, ohne SVR Hongkong) |
| Cook Inseln |
| Côte d’Ivoire |
| Dänemark ( ohne Färöer und Grönland) |
| Deutschland |
| Dschibuti |
| Ecuador |
| El Salvador |
| Eritrea |
| Europäische Gemeinschaft |
| Finnland |
| Frankreich |
| Gabun |
| Gambia |
| Ghana |
| Griechenland |
| Guinea |
| Iran – Islamische Republik |
| Italien |
| Jamaika |
| Japan |
| Jordanien |
| Kamerun |
| Kanada |
| Katar |
| Kenia |
| Kirgisistan |
| Korea – Demokratische Volksrepublik |
| Korea – Republik |
| Kongo – Demokratische Republik |
| Lettland |
| Liberia |
| Libysch-Arabische Dschamahirija |
| Liechtenstein |
| Litauen |
| Luxemburg |
| Madagaskar |
| Malaysia |
| Mali |
| Marshallinseln |
| Moldau |
| Mongolei |
| Neuseeland (ohne Tokelau) |
| Niederlande (für das Königreich in Europa) |
| Nigeria |
| Norwegen |
| Oman |
| Panama |
| Paraguay |
| Portugal |
| Ruanda |
| Rumänien |
| Samoa |
| Saudi-Arabien |
| Schweden |
| Schweiz |
| Senegal |
| Slowenien |
| Spanien |
| Südafrika |
| Sudan |
| Suriname |
| Syrien – Arabische Republik |
| Tansania – Vereinigte Republik |
| Thailand |
| Togo |
| Tschad |
| Tschechische Republik |
| Ukraine |
| Ungarn |
| Uruguay |
| Venezuela |
| Vereinigte Arabische Emirate |
| Vereinigtes Königreich |
| Zypern |
Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- bzw. Beitrittsurkunde haben nachstehende Staaten folgende Erklärungen und Vorbehalte abgegeben:
Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil III des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.14]:
Israel
Botsuana
Gemäß Art. 20 Abs. 2 erklärt die Regierung der Republik Botsuana, dass sie, im Hinblick auf alle Streitigkeiten über die Anwendung oder Auslegung dieses Übereinkommens die beiden Mittel zur Streitbeilegung gemäß Art. 20 Abs. 2 als verpflichtend im Verhältnis zu jeder anderen Vertragspartei, die dieselbe Verpflichtung hat, anerkennt. Diese Erklärung bleibt solange gültig, solange die Regierung der Republik Botsuana Vertragspartei des Übereinkommens ist.
China
Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zufolge hat China am 26. August 2008 den Geltungsbereich des Übereinkommens auf die Sonderverwaltungsregion Hongkong ausgedehnt.
Estland
Im Hinblick auf alle Streitigkeiten über die Anwendung oder Auslegung dieses Übereinkommens anerkennt die Republik Estland die beiden Mittel zur Streitbeilegung gemäß Art. 20 Abs. 2 als verpflichtend im Verhältnis zu jeder anderen Vertragspartei, die dieselbe Verpflichtung hat.
Europäische Gemeinschaft
Erklärung gemäß Artikel 25 Absatz 3 des Rotterdamer Übereinkommens:
Die Europäische Gemeinschaft erklärt, dass sie gemäß dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere gemäß Artikel 175 Absatz 1, befugt ist, internationale Übereinkommen zu schließen und den sich daraus ergebenden Verpflichtungen nachzukommen, die zur Verfolgung der nachstehenden Ziele beitragen:
– Erhaltung und Schutz der Umwelt sowie Verbesserung ihrer Qualität;
– Schutz der menschlichen Gesundheit;
– umsichtige und rationelle Verwendung der natürlichen Ressourcen;
– Förderung von Maßnahmen auf internatonaler Ebene zur Bewältigung regionaler und globaler Umweltprobleme.
Ferner erklärt die Europäische Gemeinschaft, dass sie bereits rechtliche Instrumente zu in diesem Übereinkommen geregelten Angelegenheiten angenommen hat, die für die Mitgliedstaaten verbindlich sind, darunter die Verordnung (EG) Nr. 304/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Aus- und Einfuhr gefährlicher Chemikalien, und dass sie dem Sekretariat des Übereinkommens eine gegebenenfalls aktualisierte Aufstellung dieser rechtlichen Instrumente übermitteln wird.
Die Europäische Gemeinschaft ist für die Erfüllung derjenigen Verpflichtungen aus dem Übereinkommen zuständig, die unter geltendes Gemeinschaftsrecht fallen.
Ausübung der Gemeinschaftszuständigkeit unterliegt naturgemäß einer ständigen Weiterentwicklung.
Niederlande
Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat das Königreich der Niederlande am 17. Februar 2010 nachstehende Erklärung abgegeben:
Das Königreich der Niederlande erklärt gemäß Art. 20 Abs. 2 des Rotterdamer Übereinkommen über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel, dass es beide in diesem Absatz angeführten Mittel zur Streitbeilegung als verbindlich gegenüber jeder Partei anerkennt, die eine Verpflichtung hinsichtlich eines oder beider dieser Mittel zur Streitbeilegung eingeht.
Norwegen
Norwegen erklärt gemäß Artikel 20 Absatz 2 des Übereinkommens, dass es in bezog auf jede Streitigkeit über die Auslegung oder die Anwendung dieses Übereinkommens (b) die Vorlage der Streitigkeit beim Internationalen Gerichtshof anerkennt.
Republik Moldau
Die Republik Moldau erklärt gemäß Art. 20 des Übereinkommens, dass sie beide der in Abs. 2 angeführten Mittel zur Streitbeilegung als verbindlich gegenüber jeder Partei anerkennt, die die gleiche Verpflichtung eingeht.
Präambel/Promulgationsklausel
Der Nationalrat hat beschlossen:
der Abschluss des Staatsvertrages: Rotterdamer Übereinkommen über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel samt Anlagen und Erklärung wird genehmigt;
dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen;
gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG wird dieses Übereinkommen samt Anlagen und Erklärung in seinen arabischen, chinesischen, französischen, russischen und spanischen Sprachfassungen dadurch kundgemacht, dass diese im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur öffentlichen Einsichtnahme während der Amtsstunden aufliegen.
Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –
im Bewusstsein der schädlichen Wirkungen bestimmter gefährlicher Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt,
unter Hinweis auf die entsprechenden Bestimmungen der Erklärung von Rio über Umwelt und Entwicklung und des Kapitels 19 der Agenda 21 über den umweltverträglichen Umgang mit toxischen Chemikalien einschließlich Maßnahmen zur Verhinderung des illegalen internationalen Handels mit toxischen und gefährlichen Produkten,
in Würdigung der vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geleisteten Arbeit bei der Anwendung des freiwilligen „Verfahrens der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung“ (Prior Informed Consent – PIC), das in den geänderten Londoner Leitlinien für den Informationsaustausch über Chemikalien im internationalen Handel des UNEP (Guidelines for the Exchange of Information on Chemicals in International Trade; im Folgenden als „Geänderte Londoner Leitlinien“ bezeichnet) und dem Internationalen Verhaltenskodex der FAO für das Inverkehrbringen und die Anwendung von Pestiziden (im Folgenden als „Internationaler Verhaltenskodex“ bezeichnet) verankert ist,
unter Berücksichtigung der Gegebenheiten und besonderen Bedürfnisse der Entwicklungsländer und der Länder mit im Übergang befindlichen Wirtschaftssystemen, insbesondere der Notwendigkeit, die staatlichen Fähigkeiten und Kapazitäten im Bereich des Chemikalien-Managements, auch durch Technologietransfer, Bereitstellung finanzieller und technischer Hilfe und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Vertragsparteien zu stärken,
in Anbetracht des spezifischen Informationsbedarfs mancher Länder betreffend Transitverkehr,
in der Erkenntnis, dass in allen Ländern eine gute Praxis des Chemikalien-Managements gefördert werden sollte, wobei unter anderem die im Internationalen Verhaltenskodex und im Ethikkodex des UNEP betreffend den internationalen Handel mit Chemikalien (UNEP Code of Ethics on the International Trade in Chemicals) festgelegten freiwilligen Normen zu berücksichtigen sind,
in dem Wunsch sicherzustellen, dass im Einklang mit den Grundsätzen der geänderten Londoner Leitlinien und dem Internationalen Verhaltenskodex aus ihren Hoheitsgebieten ausgeführte gefährliche Chemikalien so verpackt und gekennzeichnet werden, dass ein ausreichender Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt gewährleistet ist,
in der Erkenntnis, dass sich Handels- und Umweltpolitik mit dem Ziel wechselseitig unterstützen sollten, nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen,
unter nachdrücklichem Hinweis darauf, dass dieses Übereinkommen nicht so auszulegen ist, als beinhalte es in irgendeiner Weise eine Änderung der Rechte und Pflichten einer Vertragspartei aus geltenden völkerrechtlichen Übereinkünften zu Chemikalien im internationalen Handel oder zum Umweltschutz,
mit der Maßgabe, dass die vorstehenden Beweggründe nicht dazu bestimmt sind, eine Hierarchie zwischen diesem Übereinkommen und anderen völkerrechtlichen Übereinkünften zu schaffen,
entschlossen, die menschliche Gesundheit, einschließlich der Gesundheit von Verbrauchern und Arbeitnehmern, und die Umwelt vor den potenziell schädlichen Wirkungen bestimmter gefährlicher Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel zu schützen,
sind wie folgt übereingekommen:
Unterzeichnungsdatum
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
⋯
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