Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die Festlegung des Zielzustandes für Oberflächengewässer (Qualitätszielverordnung Chemie Oberflächengewässer – QZV Chemie OG)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2006-04-01
Letzte Aktualisierung 2019-05-24
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 23
Änderungshistorie JSON API

Probe.

```


```

6 Zink - 50 mg Die Zusatzkonzen-

CaCO tration bezieht

tief 3/l: sich auf die

7,8 Konzentration in

50–100mg der filtrierten

Ca-CO Probe.

tief 3/l:

35,1

100mg

CaCO

tief 3/l:

52,0

```


```

B.3 Umweltqualitätsnormen für physikalisch-chemische Schadstoffe,

bei denen die Qualitätsnorm unabhängig vom Gewässertyp festgelegt

wird:

Die in der nachstehenden Tabelle angegebene Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die unfiltrierte Gesamtprobe.

```


```

Nummer Parameter CAS.Nr.  Umweltqualitäts- Anmerkungen

norm (mg/l)

```


```

Der Wert kann

überschritten

werden, soweit

die

Überschreitung

nicht über den

Bereich

hinausgeht,

innerhalb dessen

die von Chlorid

abhängige die

Fließ- 150 Funktionsfähig-

gewässer keit des

typspezifischen

Ökosystems und

die von Chlorid

abhängige

Einhaltung der

Werte der

biologischen

Qualitäts-

komponenten

gewährleistet

sind.

1 Chlorid ______________________________________________________

Der Wert darf

nicht über den

Bereich

hinausgehen,

innerhalb dessen

die von Chlorid

abhängige Funk-

tionsfähigkeit des

typspezifischen

Seen Ökosystems und die

von Chlorid

abhängige

Einhaltung der

Werte der

biologischen

Qualitäts-

komponenten

gewährleistet

sind.

```


```

```


```

*1) Salmonidengewässer sind nach § 2 Abs. 2 Fischgewässerverordnung gemäß § 55b WRG 1959, Amtsblatt zur Wiener Zeitung Nr. 240 vom 15. Dezember 2000, jene Gewässer, in denen das Leben von Fischen solcher Art wie Lachse (Salmo salar), Forellen (Salmo trutta), Äschen (Thymallus thymallus) und Renken (Coregnus) erhalten wird oder erhalten werden könnte.

Anlage B

Umweltqualitätsnormen zur Beschreibung der chemischen Komponenten des guten ökologischen Zustands gemäß § 4 Abs. 2

Die in den nachstehenden Tabellen angegebenen JD-UQN beziehen sich auf die unfiltrierte Gesamtprobe, ausgenommen jene Parameter, für die in der Fußnote ausdrücklich angegeben ist, dass sich die Umweltqualitätsnorm auf die filtrierte Probe bezieht.

Tabelle B.1: Umweltqualitätsnormen für synthetische Schadstoffe

Nr. Parameter CAS.Nr. 1) JD-UQN 2) (µg/l) Fuß-note
1 Ammonium 7664-41-7 siehe Gleichung in Fußnote 3)
2 AOX - 50 4)
3 Benzidin 92-87-5 0,1
4 Benzylchlorid 100-44-7 10
5 Bisphenol A 80-05-7 1,6
6 Chlordan 57-74-9 0,002 5)
7 Chloressigsäure 79-11-8 0,6
8 Cyanid - 5 6)
9 Dibutylzinnverbindungen - 0,01 7)
10 1,2-Dichlorethen 540-59-0 10 5)
11 2,4-Dichlorphenol 120-83-2 2
12 2,5-Dichlorphenol 583-78-8 20
13 1,3-Dichlor-2-propanol 96-23-1 10
14 Dimethylamin 124-40-3 10
15 EDTA 60-00-4 50 8)
16 Ethylbenzol 100-41-4 10
17 Fluorid 7681-49-4 1000
18 Heptachlor 76-44-8 0,004
19 Isopropylbenzol 98-82-8 22
20 LAS (Lineare Alkylbenzolsulfonate) - 270 9)
21 Mevinphos 7786-34-7 0,01 5)
22 Nitrit - 0-3 mg Cl-/l: 10/20 3-7,5 mg Cl-/l: 50/100 7,5-15mg Cl-/l: 90/180 15-30 mg Cl-/l: 120/240 30 mg Cl-/l: 150/300 10)
23 Nitrilotriessigsäure 139-13-9 50 11)
24 Omethoat 1113-02-6 0,01
25 Pentachlornitrobenzol 82-68-8 0,4
26 Phosalon 2310-17-0 0,1
27 Sebuthylazin - 0,01
28 Trichlorfon 52-68-6 0,01
29 Xylole 1330-20-7 10 12)

1) CAS: Chemical Abstracts Service

2) Sofern nicht anders angegeben, gilt die JD-UQN für die Gesamtkonzentration aller Einzelstoffe, Isomere oder Kongenere und bezieht sich auf die unfiltrierte Wasserprobe.

3) UQN N-NH 4 = (14.425/(1+10 (7.688-pH) ) + 621.75/(1+10 (pH-7.688) ))∙min(2.85, 1.45∙10 0.028∙(25-T) )

4) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Gesamtheit der adsorbierbaren, organisch gebundenen Halogene, anzugeben als Chlorid. Der Wert kann überschritten werden, soweit keine toxische Wirkung im Oberflächenwasserkörper (ermittelt mit Hilfe des chronischen Daphnientests) vorliegt.

5) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Summe der cis- und trans-Isomere.

6) Die Umweltqualitätsnorm gilt für leicht freisetzbares Cyanid gemäß ÖN M 6285. Der Wert bezieht sich auf CN.

7) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf das Dibutylzinnkation.

8) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf H 4 EDTA.

9) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Summe der Isomere der linearen Alkylbenzolsulfonate mit Kettenlängen zwischen 10 bis 13 Kohlenstoffatomen.

10) Die Umweltqualitätsnorm wird in Abhängigkeit von der Chloridkonzentration und der biozönotischen Fischregion festgelegt. Der jeweils erste angegebene Wert gilt für Rithralgewässer (umfasst die Fischlebensräume Epirithral, Metarithral, Hyporithral), der zweite Wert für Potamalgewässer (umfasst die Fischlebensräume Epipotamal und Metapotamal). Die Werte beziehen sich auf NO 2 -N, und sind im Filtrat zu bestimmen.

11) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf H 3 NTA.

12) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Summe von o-, m- und p-Isomeren.

Tabelle B.2:Umweltqualitätsnormen für nicht-synthetische Schadstoffe

Für die in Tabelle B.2 angegebenen Parameter ergibt sich die JD-UQN gemäß § 4 Abs. 3 aus der Summe der in Tabelle B.2 angeführten zulässigen Zusatzkonzentration und der in Anlage C angegebenen Hintergrundkonzentration.

Nr. Parameter CAS.Nr. 1) Zulässige Zusatzkonzentration 2) (µg/l)
1 Arsen 7440-38-2 24
2 Chrom 7440-47-3 8,5
3 Kupfer 7440-50-8 50 mg CaCO3/l: 1,1 50–100mg CaCO3/l: 4,8 100 mg CaCO3/l: 8,8
4 Selen 7782-49-2 5,3
5 Silber 7440-22-4 0,1
6 Zink 7440-66-6 50 mg CaCO3/l: 7,8 50–100mg CaCO3/l: 35,1 100mg CaCO3/l: 52,0

1) CAS: Chemical Abstracts Service

2) Die aus der zulässigen Zusatzkonzentration und der in Anlage C angegebenen Hintergrundkonzentration ermittelte JD-UQN bezieht sich auf die durch Filtration über ein 0,45 µm Filter oder eine vergleichbare Behandlungsmethode erhaltene Wasserprobe.

Anlage B

Umweltqualitätsnormen zur Beschreibung der chemischen Komponenten des guten ökologischen Zustands gemäß § 4 Abs. 2

Die in den nachstehenden Tabellen angegebenen JD-UQN beziehen sich auf die unfiltrierte Gesamtprobe, ausgenommen jene Parameter, für die in der Fußnote ausdrücklich angegeben ist, dass sich die Umweltqualitätsnorm auf die filtrierte Probe bezieht.

Tabelle B.1: Umweltqualitätsnormen für synthetische Schadstoffe

Nr. Parameter CAS.Nr. 1) JD-UQN 2) (µg/l) Fuß-note
1 Ammonium 7664-41-7 siehe Gleichung in Fußnote 3)
2 AOX - 50 4)
3 Benzidin 92-87-5 0,1
4 Benzylchlorid 100-44-7 10
5 Bisphenol A 80-05-7 1,6
6 Chlordan 57-74-9 0,002 5)
7 Chloressigsäure 79-11-8 0,6
8 Cyanid - 5 6)
9 Dibutylzinnverbindungen - 0,01 7)
10 1,2-Dichlorethen 540-59-0 10 5)
11 2,4-Dichlorphenol 120-83-2 2
12 2,5-Dichlorphenol 583-78-8 20
13 1,3-Dichlor-2-propanol 96-23-1 10
14 Dimethylamin 124-40-3 10
15 EDTA 60-00-4 50 8)
16 Ethylbenzol 100-41-4 10
17 Fluorid 7681-49-4 1000
18 Isopropylbenzol 98-82-8 22
19 LAS (Lineare Alkylbenzolsulfonate) - 270 9)
20 Mevinphos 7786-34-7 0,01 5)
21 Nitrit - 0-3 mg Cl-/l: 10/20 3-7,5 mg Cl-/l: 50/100 7,5-15mg Cl-/l: 90/180 15-30 mg Cl-/l: 120/240 30 mg Cl-/l: 150/300 10)
22 Nitrilotriessigsäure 139-13-9 50 11)
23 Omethoat 1113-02-6 0,01
24 Pentachlornitrobenzol 82-68-8 0,4
25 Phosalon 2310-17-0 0,1
26 Sebuthylazin - 0,01
27 Trichlorfon 52-68-6 0,01
28 Xylole 1330-20-7 10 12)

1) CAS: Chemical Abstracts Service

2) Sofern nicht anders angegeben, gilt die JD-UQN für die Gesamtkonzentration aller Einzelstoffe, Isomere oder Kongenere und bezieht sich auf die unfiltrierte Wasserprobe.

3) UQN N-NH 4 = (14.425/(1+10 (7.688-pH) ) + 621.75/(1+10 (pH-7.688) ))∙min(2.85, 1.45∙10 0.028∙(25-T) )

4) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Gesamtheit der adsorbierbaren, organisch gebundenen Halogene, anzugeben als Chlorid. Der Wert kann überschritten werden, soweit keine toxische Wirkung im Oberflächenwasserkörper (ermittelt mit Hilfe des chronischen Daphnientests) vorliegt.

5) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Summe der cis- und trans-Isomere.

6) Die Umweltqualitätsnorm gilt für leicht freisetzbares Cyanid gemäß ÖN M 6285. Der Wert bezieht sich auf CN.

7) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf das Dibutylzinnkation.

8) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf H 4 EDTA.

9) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Summe der Isomere der linearen Alkylbenzolsulfonate mit Kettenlängen zwischen 10 bis 13 Kohlenstoffatomen.

10) Die Umweltqualitätsnorm wird in Abhängigkeit von der Chloridkonzentration und der biozönotischen Fischregion festgelegt. Der jeweils erste angegebene Wert gilt für Rithralgewässer (umfasst die Fischlebensräume Epirithral, Metarithral, Hyporithral), der zweite Wert für Potamalgewässer (umfasst die Fischlebensräume Epipotamal und Metapotamal). Die Werte beziehen sich auf NO 2 -N, und sind im Filtrat zu bestimmen.

11) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf H 3 NTA.

12) Die Umweltqualitätsnorm bezieht sich auf die Summe von o-, m- und p-Isomeren.

Tabelle B.2:Umweltqualitätsnormen für nicht-synthetische Schadstoffe

Für die in Tabelle B.2 angegebenen Parameter ergibt sich die JD-UQN gemäß § 4 Abs. 3 aus der Summe der in Tabelle B.2 angeführten zulässigen Zusatzkonzentration und der in Anlage C angegebenen Hintergrundkonzentration.

Nr. Parameter CAS.Nr. 1) Zulässige Zusatzkonzentration 2) (µg/l)
1 Arsen 7440-38-2 24
2 Chrom 7440-47-3 8,5
3 Kupfer 7440-50-8 50 mg CaCO3/l: 1,1 50–100mg CaCO3/l: 4,8 100 mg CaCO3/l: 8,8
4 Selen 7782-49-2 5,3
5 Silber 7440-22-4 0,1
6 Zink 7440-66-6 50 mg CaCO3/l: 7,8 50–100mg CaCO3/l: 35,1 100mg CaCO3/l: 52,0

1) CAS: Chemical Abstracts Service

2) Die aus der zulässigen Zusatzkonzentration und der in Anlage C angegebenen Hintergrundkonzentration ermittelte JD-UQN bezieht sich auf die durch Filtration über ein 0,45 µm Filter oder eine vergleichbare Behandlungsmethode erhaltene Wasserprobe.

Anlage C

Allgemeine Hintergrundkonzentrationen für nicht-synthetische

Schadstoffe gemäß § 4 Abs. 3 und 4

Die folgenden Tabellen enthalten die zur Ermittlung der Umweltqualitätsnorm gemäß § 4 Abs. 3 und 4 anzuwendenden Hintergrundkonzentrationen.

```


```

Hintergrund

Nummer Parameter CAS. Nr.  konzentration

(myg/l)

```


```

1 Arsen - *1)

```


```

2 Blei - 0,2

```


```

3 Chrom - 0,5

```


```

4 Kupfer - 0,5

```


```

5 Selen - *1)

```


```

6 Silber - *1)

```


```

7 Zink - 1,0

```


```

```


```

*1) Für diese Parameter kann derzeit keine Hintergrundkonzentration angegeben werden. Bis zur Festlegung eines Wertes ist als Hintergrundkonzentration der Wert 0,0 myg/l anzusetzen.

Anlage C

Allgemeine Hintergrundkonzentrationen für nicht-synthetische Schadstoffe gemäß § 4 Abs. 3 und 4

Die folgende Tabelle enthält die zur Ermittlung der JD-UQN gemäß § 4 Abs. 3 und 4 anzuwendenden Hintergrundkonzentrationen.

Nr. Parameter CAS.Nr. 1) Hintergrundkonzentration (µg/l)
1 Arsen 7440-38-2 2)
2 Blei 7439-92-1 0,2
3 Cadmium 7440-43-9 0,012)
4 Chrom 7440-47-3 0,5
5 Kupfer 7440-50-8 0,5
6 Nickel 7440-02-0 0,3
7 Quecksilber 7439-97-6 0,005
8 Selen 7782-49-2 2)
9 Silber 7440-22-4 2)
10 Zink 7440-66-6 1,0

1) CAS: Chemical Abstracts Service

2) Für diese Parameter kann derzeit keine Hintergrundkonzentration angegeben werden. Bis zur Festlegung eines Wertes ist als Hintergrundkonzentration der Wert 0,0 µg/l anzusetzen.

Anlage C

Allgemeine Hintergrundkonzentrationen für nicht-synthetische Schadstoffe gemäß § 4 Abs. 3 und 4

Die folgende Tabelle enthält die zur Ermittlung der JD-UQN gemäß § 4 Abs. 3 und 4 anzuwendenden Hintergrundkonzentrationen.

Nr. Parameter CAS.Nr. 1) Hintergrundkonzentration (µg/l)
1 Arsen 7440-38-2 2)
2 Blei 7439-92-1 3)
3 Cadmium 7440-43-9 0,01
4 Chrom 7440-47-3 0,5
5 Kupfer 7440-50-8 0,5
6 Nickel 7440-02-0 3)
7 Selen 7782-49-2 2)
8 Silber 7440-22-4 2)
9 Zink 7440-66-6 1,0

1) CAS: Chemical Abstracts Service

2) Für diese Parameter kann derzeit keine Hintergrundkonzentration angegeben werden. Bis zur Festlegung eines Wertes ist als Hintergrundkonzentration der Wert 0,0 µg/l anzusetzen.

3) Für diesen Parameter sind natürliche Hintergrundkonzentrationen bis zum Bereich der JD-UQN bereits mitberücksichtigt.

Anlage D

Anzuwendende Untersuchungsmethoden gemäß § 6

Abschnitt I.

Probenahme und Probenvorbereitung (zu § 6 Abs. 4)

Die Probenahme ist anhand von repräsentativ gewonnenen Stichproben nach dem Stand der Probenahmetechnik vorzunehmen.

Die entnommenen Proben sind entsprechend den in Abschn. II angeführten Normverfahren zu behandeln, gegebenenfalls zu stabilisieren und zu konservieren, und umgehend ihrer Untersuchung zuzuführen. Rasch veränderliche Schadstoffe und physikalisch-chemische Hilfsparameter sind unmittelbar vor Ort zu bestimmen. Bezüglich der Entnahme, Konservierung, Vorbehandlung, Aufbewahrung und des Transports der Proben sind die nachfolgenden allgemeinen Normmethoden zu beachten:

ÖN EN 25667-1, Jänner 1994: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 1

ÖN EN 25667-2, Jänner 1994: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 2

ÖN EN ISO 5667-3, Mai 2004: Wasserbeschaffenheit – Probenahme –

Teil 3

ISO 5664-4, April 1987: Water Quality - Sampling Guidance on sampling from lakes, natural and manmade

ISO 5667-6, Juli 2005: Water Quality - Sampling Guidance on sampling of rivers and streams

ISO 5667-14, September 1998: Water Quality - Sampling Guidance on quality assurance of environmental water sampling and handling Sämtliche für die Beurteilung der durchgeführten Probenahme maßgeblichen Umstände einschließlich des (nächstgelegenen) Pegelstandes sind mit Lageskizze im Stammdatenblatt der Messstelle aufzuzeichnen.

Abschnitt II.

Chemische Analyse (zu § 6 Abs. 5)

Die Analyse der Parameter erfolgt in der völlig durchmischten, homogenisierten Probe, ausgenommen jene Parameter, für die sich die Umweltqualitätsnorm gemäß den Anlagen A und B auf die filtrierte Probe bezieht. Diese Parameter sind an einer Probe zu bestimmen, die über einen bei 550°C und 30 Minuten Einwirkzeit vor geglühten Glasfaserfilter (Porenweite 0,45 mym) filtriert wurde. Die Produktspezifikation und Blindwertprüfung des verwendeten Glasfaserfilters ist zu dokumentieren.

Zur Gewährleistung eines Mindeststandards bei der Bewertung von Messergebnissen im Sinne dieser Verordnung ist die chemische Analyse der Parameter und der physikalisch-chemischen Hilfsparameter nach den in der folgenden Tabelle, dritte Spalte, angeführten Basisnormmethoden durchzuführen. Parameter, für die in dieser Tabelle keine Basisnormmethode angegeben ist, sind nach einem geeigneten, in der Fachliteratur beschriebenen Analyseverfahren zu untersuchen. Die angewendeten Analyseverfahren sind derart zu optimieren, dass die in der Tabelle, Spalte 4, angeführten Mindestbestimmungsgrenzen jedenfalls erreicht werden. Alternativ zu den in Anlage D angeführten Methodenvorschriften können auch andere Methoden herangezogen werden, wenn unter Verwendung der statistischen Testverfahren nach der Normvorschrift DIN 38402 T 71, November 2002 gezeigt werden kann, dass die angegebenen Mindestbestimmungsgrenzen erreicht werden. Die analytische Nachweisgrenze der jeweils angewendeten Messverfahren ist zu dokumentieren.

Als analytische Bestimmungsgrenze ist jene Konzentration eines Parameters definiert, bei der unter Zugrundelegung einer statistischen Sicherheit von 95% die relative Ergebnisunsicherheit, definiert als der Quotient aus dem halben, zweiseitigen Prognoseintervall und der zugehörigen Konzentration, einen Wert kleiner 1 annimmt. Bei nicht-kalibrierfähigen Verfahren ist die relative Ergebnisunsicherheit als Quotient des Vertrauensintervalls und der zugehörigen Konzentration zu berechnen.

Als analytische Nachweisgrenze ist jene Konzentration eines Parameters definiert, die dem kritischen Wert der Messgröße zuzuordnen ist, wobei der kritische Wert der Messgröße jener Messwert ist, bei dessen Überschreitung unter Zugrundelegung einer statistischen Sicherheit von 95% erkannt wird, dass die Konzentration des Schadstoffes in der Analysenprobe größer ist als diejenige der Leerprobe. Die kritische Messgröße ist gemäß Normvorschrift DIN 32645 aus der Kalibrierfunktion oder bei nicht kalibrierfähigen Verfahren aus Einzelmessungen an Leerproben zu ermitteln.

Die analytische Nachweisgrenze hat in der Regel mindestens 50% der analytischen Bestimmungsgrenze zu betragen. Fehlt für einzelne Messdaten, die unter der analytischen Bestimmungsgrenze liegen, die Angabe der analytischen Nachweisgrenze, ist diese mit 50% der analytischen Bestimmungsgrenze anzusetzen.

Die Ermittlung der analytischen Bestimmungsgrenze und der analytischen Nachweisgrenze ist für das Gesamtverfahren gemäß DIN 38402, Teil 51 vorzunehmen.

Für Parameter, für die eine geeignete Basisnormmethode derzeit nicht angegeben werden kann, wird in der nachfolgenden Tabelle, Spalte 4, ein Hinweis auf das analytische Verfahren gegeben, mit dem aufgrund der bisher durchgeführten Überwachungsergebnisse die angeführte Mindestbestimmungsgrenze im Routinebetrieb erreicht werden kann.

```


```

Mindest-

Parameter CAS.Nr.  Basisnormmethode bestimmungsgrenze

myg/l

```


```

Alachlor 15972-60-8 ÖN EN ISO 6468 0,05

Juli 1997

```


```

Aldrin 309-00-3 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

Ammonium 7664-41-7 ÖN ISO 7150- 10

(N-NH tief 4) 1 Dezember 1987

```


```

Anthracen 120-12-7 - 0,05 *5)

```


```

AOX (adsor- - ÖN EN ISO 9562 10 (als Chlorid)

bierbare Dezember 2004

organisch

gebundene

Halogene)

```


```

Arsen - ÖN EN ISO 11969 1 (filtriert)

Juli 1997

```


```

Atrazin 1912-24-9 ÖN EN ISO 10695 0,03

November 2000

```


```

Benzidin 92-87-5 - 0,1 *2)

```


```

Benzol 71-43-2 ÖN EN ISO 15680 1

März 2004

```


```

Benzylchlorid 100-44-7 ÖN EN ISO 6468 0,1

Juli 1997

```


```

Bisphenol A 80-05-7 - 0,05 *1)

```


```

Blei - DIN 38406 – 1 (filtriert)

29 März 1999

```


```

Bromierte 32534.81-9 - -

Diphenylether

```


```

2,2´,4,4´- - - 0,05 *3)

Tetrabromdi-

phenylether

```


```

2,2´,4,4´,5- - - 0,05 *3)

Pentabromdi-

phenylether

```


```

2,2´,4,4´,6- - - 0,05 *3)

Pentabromdi-

phenylether

```


```

2,2´,4,4´, - - 0,1 *3)

5,5´-Hexa-

bromdiphe-

nylether

```


```

2,2´,4,4´, - - 0,1 *3)

5,6´-Hexa-

bromdiphe-

nylether

```


```

Cadmium - ÖN EN ISO 5961 0,2 (unfiltriert)

Juli 1995

```


```

Chlordan 57-74-9 - -

```


```

cis-Chlordan 5103-71-9 ÖN EN ISO 6468 0,05

Juli 1997

```


```

trans- 5103-74-2 ÖN EN ISO 6468 0,05

Chlordan Juli 1997

```


```

Chloressig- 79-11-8 - 0,5 *3)

säure

```


```

Chlorfen- 470-90-6 ÖN EN 12918 0,01

vinphos November 1999

```


```

Chlorpyrifos 2921-88-2 ÖN EN 12918 0,01

November 1999

```


```

Chrom - ÖN EN ISO 11885 1 (filtriert,

März 1998 Summe aller

Oxidationsstufen)

```


```

Cyanid 57-12-5 ÖN M 6285 2 (leicht

Dezember 1988 freisetzbares

Cyanid, als CN)

```


```

DDT - - -

```


```

p,p´-DDT 50-29-3 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

o,p´-DDT 789-02-6 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

p,p´-DDE 72-55-9 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

p,p´-DDD 72-54-8 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

Dibutylzinn- - DIN 38407 – 0,01 (als Kation)

verbindungen 13 März 2001

```


```

Dichlorethan, 107-06-2 ÖN EN ISO 10301 2

1,2- Februar 1998

```


```

Dichlorethen, 540-59-0 -

1,2-

```


```

cis-Dichlore- 156-59-2 ÖN EN ISO 10301 2

then, 1,2- Februar 1998

```


```

trans-Di- 156-60-5 ÖN EN ISO 10301 2

chlroethen, Februar 1998

1,2-

```


```

Dichlormethan 75-09-2 ÖN EN ISO 10301 2

Februar 1998

```


```

Dichlor- 120-83-2 ÖN EN 12673 0,05

phenol, 2,4- April 1999

```


```

Dichlor- 583-78-8 ÖN EN 12673 0,05

phenol, 2,5- April 1999

```


```

Dichlor-2- 96-23-1 - 2 *3)

propanol,

1,3-

```


```

Dieldrin 60-57-1 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

Di-(2-ethyl- 117-81-7 ÖN EN ISO 18856 0,2

hexyl- November 2005

phthalat)

```


```

Dimethylamin 124-40-3 - 2 *3)

```


```

Diuron 330-54-1 ÖN EN ISO 11369 0,03

Mai 1998

```


```

Endosulfan 115-29-7 - -

```


```

alpha- 959-98-8 ÖN EN ISO 6468 0,02

Endosulfan Juli 1997

```


```

beta- 891-86-1 ÖN EN ISO 6468 0,02

Endosulfan Juli 1997

```


```

Endrin 72-20-8 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

Ethylendia- 60-00-4 ÖN EN ISO 16588 0,5 (als

mintetra- August 2005 H tief 4 EDTA)

essigsäure

(EDTA)

```


```

Ethylbenzol 100-41-4 DIN 38407 – 5

9 Mai 1991

```


```

Fluorid - ÖN EN ISO 10304- 100

1 Juli 1995

```


```

Heptachlor 76-44-8 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

Hexachlor- 118-74-1 ÖN EN ISO 6468 0,01

benzol Juli 1997

```


```

Hexachlor- 87-68-3 ÖN EN ISO 10301 0,01

butadien Februar 1998

```


```

Isodrin 465-73-6 ÖN EN ISO 6468 0,05

Juli 1997

```


```

Isopropyl- 98-82-8 ÖN EN ISO 15680 5

benzol März 2004

```


```

Hexachlor- 608-73-1 - -

cyclohexan

(HCH)

```


```

alpha-HCH 319-84-6 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

beta-HCH 319-85-7 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

gamma-HCH 58-89-9 ÖN EN ISO 6468 0,01

Juli 1997

```


```

delta-HCH 319-86-8 ÖN EN ISO 6468 0,02

Juli 1997

```


```

Isoproturon 34123-59-6 ÖN EN ISO 11369 0,05

Mai 1998

```


```

Kupfer - ÖN EN ISO 11885 1 (filtriert)

März 1998

```


```

LAS (Lineare 68411-30-3 - 2 *4) (Summe der

Alkylbenzol- Isomeren der

sulfonate) linearen Alkyl-

benzolsulfonate

mit Kettenlängen

zwischen 10 bis

13 Kohlenstoff-

atomen)

```


```

Mevinphos 7786-34-7 - -

```


```

cis-Mevinphos 298-01-1 ÖN EN 12918 0,01

November 1999

```


```

trans- 338-45-4 ÖN EN 12918 0,01

Mevinphos November 1999

```


```

Naphthalin 91-20-3 - 0,2 *3)

```


```

Nitrit 14797-65-0 ÖN EN 26777 Mai 1993 3 (als

NO tief 2-N)

```


```

Nitrilotri- 139-13-9 ÖN EN ISO 16588 0,5 (H tief 3 NTA)

essigsäure August 2005

(NTA)

```


```

Nonylphenole - -

```


```

4-Nonylphenol 25154-52-3 - 0,1 *1) (Summe der

technisch quantifizierbaren

Isomeren des 2-

und 4-Nonylphenol)

```


```

Octylphenole 1806-26-4 - -

```


```

4-(1,1,3,3- 140-66-9 - 0,02 *1)

Tetramethyl-

butyl)-phenol

```


```

Omethoat 1113-02-6 ÖN EN 12918 50

November 1999

```


```

Pentachlor- 608-93-9 ÖN EN ISO 6468 0,02

benzol Juli 1997

```


```

Pentachlor- 82-68-8 ÖN EN ISO 6468 0,02

nitrobenzol Juli 1997

```


```

Pentachlor- 87-86-5 ÖN EN 12673 0,01

phenol April 1999

```


```

Phosalon 2310-17-0 ÖN EN 12918 0,01

November 1999

```


```

Quecksilber - ÖN EN 12338 0,1 (unfiltriert)

Oktober 1998

```


```

Sebuthylazin 7286-69-3 ÖN EN ISO 10695 0,05

November 2000

```


```

Selen - ÖN EN ISO 15586 2 (filtriert)

Februar 2004

```


```

Silber - ÖN EN ISO 15586 1 (filtriert)

Februar 2004

```


```

Simazin 122-34-9 ÖN EN ISO 10695 0,1

November 2000

```


```

Tetra- 127-18-4 ÖN EN ISO 10301 0,2

chlorethen Februar 1998

```


```

Tetrachlor- 56-23-5 ÖN EN ISO 10301 0,1

methan Februar 1998

```


```

Trichlor- - - -

benzole

```


```

1,2,3-Tri- 87-61-6 ÖN EN ISO 6468 0,02

chlorbenzol Juli 1997

```


```

1,2,4-Tri- 120-82-1 ÖN EN ISO 6468 0,02

chlorbenzol Juli 1997

```


```

1,3,5-Tri- 108-70-3 ÖN EN ISO 6468 0,02

chlorbenzol Juli 1997

```


```

Trichlorethen 79-01-6 ÖN EN ISO 10301 0,2

Februar 1998

```


```

Trichlorfon 52-68-6 - 30 *3)

```


```

Trichlor- 67-66-3 ÖN EN ISO 10301 0,3

methan Februar 1998

```


```

Trifluralin 1582-09-8 ÖN EN ISO 10695 0,05

November 2000

```


```

Xylole 1330-20-7 - -

```


```

o-Xylol 95-47-6 ÖN EN ISO 15680 0,5

März 2004

```


```

m-Xylol 108-38-3 ÖN EN ISO 15680 0,5

März 2004

```


```

p-Xylol 106-42-3 ÖN EN ISO 15680 0,5

März 2004

```


```

Zink - ÖN EN ISO 15586 1 (filtriert)

Februar 2004

```


```

Hinweise auf analytische Methoden, mit denen die angeführten Mindestbestimmungsgrenzen erreicht werden:

*1) Mittels Gaschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor

(GC/MS) oder mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor (HPLC/MS)

*2) Mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie mit

massenspektrometrischem Detektor (HPLC/MS)

*3) Mittels Gaschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor

(GC/MS)

*4) Mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie und UV-Detektor

(HPLC/UV)

*5) Mittels Gaschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor

(GC/MS) oder mittels Hochdruckflüssigkeitschromatographie mit UV-Detektor (HPLC/UV) oder mittels Flüssigkeitschromatographie mit massenspektrometrischem Detektor (LC/MS)

Temperatur ÖNORM M 6616 März 1994

pH-Wert DIN 38404-C5 Jänner 1984

Chlorid ÖN EN ISO 10304-1 – 4

(Ausgabedatum für Teil 4:

Juli 1999)

Wasserhärte (in mg CaCO tief 3/l) DIN 38409-6 Jänner 1986

Durchfluss ÖN EN ISO 748 Mai 2000

Abschnitt III.

Qualitätssicherung (zu § 6 Abs. 6)

Das gemäß § 6 Abs. 6 zu betreibende Qualitätssicherungssystem hat jedenfalls folgende Maßnahmen der internen Qualitätskontrolle durch das Institut, das die Probenahme bzw. analytische Messung durchführt, zu umfassen:

i. analytische Nachweisgrenze unter Einbeziehung sämtlicher Probenvorbereitungsschritte

v. Steigung der Kalibriergeraden

Anlage D

Anzuwendende Konventionen und Methoden gemäß § 5

Abschnitt I

Konventionen für Messwerte, die unter der Bestimmungsgrenze liegen

Bei der Berechnung des arithmetischen Mittelwertes und der Konzentrationsquotienten sind die folgenden Vorgaben anzuwenden:

1.

Messwerte, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, sind auf die Hälfte des Werts der betreffenden Bestimmungsgrenze zu setzen.

2.

Punkt 1. gilt nicht für Messgrößen, die Summen von Einzelstoffen, Isomeren oder Kongeneren sind. In diesen Fällen sind Messwerte der einzelnen Stoffe, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, auf den Wert Null zu setzen.

Abschnitt II

Vergleich mit der JD-UQN

Liegt ein arithmetischer Mittelwert unter der Bestimmungsgrenze, so wird dieser Wert als „unter der Bestimmungsgrenze“ liegend bezeichnet. Für den Fall, dass die in den Anlagen A und B genannte JD-UQN kleiner oder gleich der Bestimmungsgrenze ist, wird ein als „unter der Bestimmungsgrenze“ liegend bezeichneter arithmetischer Mittelwert nicht für die Beurteilung der Einhaltung der JD-UQN herangezogen.

Bei den Parametern der Anlage A, Tabelle A.2, Nummer 2, Anlage B, Tabelle B.1, Nummer 1 und Nummer 22 und Tabelle B.2, Nummer 3 und 6 ist der Wert der JD-UQN von physikalisch-chemischen Hilfsparametern abhängig. Die JD-UQN ist dann überschritten, wenn der arithmetische Mittelwert aller in einem Kalenderjahr ermittelten Konzentrationsquotienten größer ist als eins. Die Konzentrationsquotienten ergeben sich aus dem Verhältnis der gemessenen Konzentration des Parameters und dem maßgeblichen Wert der JD-UQN bei den gleichzeitig gemessenen Konzentrationen der physikalisch-chemischen Hilfsparameter gemäß Anlage A und B (Wasserhärte, pH-Wert, Temperatur bzw. Chlorid). Bei der Berechnung der Konzentrationsquotienten sind die Konventionen gemäß Abschnitt I anzuwenden.

Abschnitt III

Vergleich mit der ZHK-UQN

Beim Parameter der Anlage A, Tabelle A.2, Nummer 2, ist der Wert der ZHK-UQN von einem physikalisch-chemischen Hilfsparameter abhängig. Die ZHK-UQN ist dann überschritten, wenn der 90-Perzentil-Wert der in einem Kalenderjahr ermittelten Konzentrationsquotienten größer ist als eins. Die Konzentrationsquotienten ergeben sich aus dem Verhältnis der gemessenen Konzentration des Parameters und dem maßgeblichen Wert der ZHK-UQN bei der gleichzeitig gemessenen Konzentration des physikalisch-chemischen Hilfsparameters gemäß Anlage A (Wasserhärte). Bei der Berechnung der Konzentrationsquotienten sind die Konventionen gemäß Abschnitt I anzuwenden.

Anlage D

Anzuwendende Konventionen und Methoden gemäß § 5

Abschnitt I

Konventionen für Messwerte, die unter der Bestimmungsgrenze liegen

Bei der Berechnung des arithmetischen Mittelwertes und der Konzentrationsquotienten sind die folgenden Vorgaben anzuwenden:

1.

Messwerte, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, sind auf die Hälfte des Werts der betreffenden Bestimmungsgrenze zu setzen.

2.

Punkt 1. gilt nicht für Messgrößen, die Summen von Einzelstoffen, Isomeren oder Kongeneren sind. In diesen Fällen sind Messwerte der einzelnen Stoffe, die unter der Bestimmungsgrenze liegen, auf den Wert Null zu setzen.

Abschnitt II

Vergleich mit der JD-UQN

Liegt ein arithmetischer Mittelwert unter der Bestimmungsgrenze, so wird dieser Wert als „unter der Bestimmungsgrenze“ liegend bezeichnet. Für den Fall, dass die in den Anlagen A und B genannte JD-UQN kleiner oder gleich der Bestimmungsgrenze ist, wird ein als „unter der Bestimmungsgrenze“ liegend bezeichneter arithmetischer Mittelwert nicht für die Beurteilung der Einhaltung der JD-UQN herangezogen.

Bei den Parametern der Anlage A, Tabelle A.2, Nummer 2, Anlage B, Tabelle B.1, Nummer 1 und Nummer 22 und Tabelle B.2, Nummer 3 und 6 ist der Wert der JD-UQN von physikalisch-chemischen Hilfsparametern abhängig. Die JD-UQN ist dann überschritten, wenn der arithmetische Mittelwert aller in einem Kalenderjahr ermittelten Konzentrationsquotienten größer ist als eins. Die Konzentrationsquotienten ergeben sich aus dem Verhältnis der gemessenen Konzentration des Parameters und dem maßgeblichen Wert der JD-UQN bei den gleichzeitig gemessenen Konzentrationen der physikalisch-chemischen Hilfsparameter gemäß Anlage A und B (Wasserhärte, pH-Wert, Temperatur bzw. Chlorid). Bei der Berechnung der Konzentrationsquotienten sind die Konventionen gemäß Abschnitt I anzuwenden.

Abschnitt III

Vergleich mit der ZHK-UQN

Beim Parameter der Anlage A, Tabelle A.2, Nummer 2, ist der Wert der ZHK-UQN von einem physikalisch-chemischen Hilfsparameter abhängig. Die ZHK-UQN ist dann überschritten, wenn der 90-Perzentil-Wert der in einem Kalenderjahr ermittelten Konzentrationsquotienten größer ist als eins. Die Konzentrationsquotienten ergeben sich aus dem Verhältnis der gemessenen Konzentration des Parameters und dem maßgeblichen Wert der ZHK-UQN bei der gleichzeitig gemessenen Konzentration des physikalisch-chemischen Hilfsparameters gemäß Anlage A (Wasserhärte). Bei der Berechnung der Konzentrationsquotienten sind die Konventionen gemäß Abschnitt I anzuwenden.

Abschnitt IV

Vergleich mit der UQN-Biota

Wird die Einhaltung der Umweltqualitätsnorm an Hand von Messungen der Konzentration eines Parameters in einzelnen Individuen beurteilt, ist die UQN-Biota dann überschritten, wenn der entlogarithmierte Wert des arithmetischen Mittelwerts der logarithmierten Konzentration in den einzelnen Individuen größer als die UQN-Biota ist.

Wird die Einhaltung der Umweltqualitätsnorm an Hand von Messungen der Konzentration eines Parameters in einer repräsentativen Sammelprobe (Poolprobe) beurteilt, ist die UQN-Biota dann überschritten, wenn die Konzentration in der Sammelprobe größer als die UQN-Biota ist.Die Vorgaben von Abschnitt I und II gelten sinngemäß.

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