(Übersetzung)Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
Österreich III 59/2011 Afghanistan III 25/2009 Ägypten III 47/2006 Albanien III 6/2008 Algerien III 47/2006, III 25/2009 Angola III 6/2008, III 163/2013 Antigua/Barbuda III 6/2008 Argentinien III 6/2008 Armenien III 6/2008 Aserbaidschan III 47/2006 Äthiopien III 25/2009 Australien III 47/2006 Bahamas III 25/2009 Bahrain III 59/2011 Bangladesch III 6/2008, III 25/2009 Belarus III 47/2006 Belgien III 25/2009 Benin III 47/2006, III 6/2008 Bolivien III 47/2006 Bosnien-Herzegowina III 6/2008 Botsuana III 163/2013 Brasilien III 47/2006 Brunei III 25/2009 Bulgarien III 6/2008 Burkina Faso III 6/2008 Burundi III 6/2008 Cabo Verde III 25/2009 Chile III 6/2008, III 163/2013 China III 47/2006, III 25/2009, III 163/2013 Costa Rica III 6/2008 Côte d’Ivoire III 163/2013 Dänemark III 6/2008 Dominica III 59/2011 Dominikanische R III 6/2008, III 53/2014 Dschibuti III 47/2006 Ecuador III 47/2006, III 6/2008, III 59/2011 EG III 25/2009 El Salvador III 47/2006, III 59/2011, III 163/2013 Estland III 59/2011 Fidschi III 25/2009 Finnland III 6/2008, III 163/2013 Frankreich III 47/2006, III 59/2011, III 163/2013 Gabun III 6/2008 Georgien III 25/2009 Ghana III 6/2008 Griechenland III 25/2009, III 59/2011 Guatemala III 6/2008, III 163/2013 Guinea III 163/2013 Guinea-Bissau III 6/2008 Guyana III 25/2009, III 163/2013 Haiti III 59/2011 Honduras III 47/2006, III 6/2008 Indien III 163/2013 Indonesien III 6/2008, III 163/2013 Irak III 25/2009, III 163/2013 Iran III 90/2009, III 163/2013 Irland III 163/2013 Island III 59/2011 Israel III 25/2009 Italien III 59/2011 Jamaika III 25/2009, III 163/2013 Jemen III 47/2006 Jordanien III 47/2006, III 90/2009, III 163/2013 Kambodscha III 6/2008, III 163/2013 Kamerun III 47/2006, III 25/2009, III 163/2013 Kanada III 6/2008 Kasachstan III 25/2009, III 163/2013 Katar III 6/2008, III 163/2013 Kenia III 47/2006, III 25/2009, III 59/2011 Kirgisistan III 47/2006 Kiribati III 53/2014 Kolumbien III 6/2008, III 59/2011, III 163/2013 Komoren III 163/2013 Kongo III 6/2008 Kongo/DR III 59/2011 Korea/R III 25/2009 Kroatien III 47/2006 Kuba III 6/2008, III 163/2013 Kuwait III 6/2008 Laos III 59/2011 Lesotho III 47/2006 Lettland III 47/2006 Libanon III 90/2009 Liberia III 47/2006 Libyen III 47/2006 Liechtenstein III 59/2011 Litauen III 6/2008 Luxemburg III 6/2008, III 25/2009, III 59/2011 Madagaskar III 47/2006 Malawi III 25/2009 Malaysia III 25/2009 Malediven III 6/2008, III 59/2011 Mali III 25/2009 Malta III 25/2009 Marokko III 6/2008, III 59/2011, III 163/2013 Marshallinseln III 163/2013 Mauretanien III 6/2008 Mauritius III 47/2006 Mazedonien III 6/2008, III 25/2009 Mexiko III 47/2006, III 59/2011 Mikronesien III 163/2013 Moldau III 6/2008 Mongolei III 47/2006, III 25/2009 Montenegro III 6/2008, III 163/2013 Mosambik III 25/2009 Myanmar III 163/2013 Namibia III 47/2006, III 163/2013 Nauru III 163/2013 Nepal III 59/2011 Neuseeland III 163/2013 Nicaragua III 47/2006, III 6/2008 Niederlande III 6/2008, III 59/2011, III 163/2013 Niger III 25/2009 Nigeria III 47/2006 Norwegen III 6/2008 Oman III 53/2014 Pakistan III 6/2008 Palau III 90/2009 Panama III 47/2006 Papua-Neuguinea III 6/2008 Paraguay III 47/2006 Peru III 47/2006 Philippinen III 6/2008 Polen III 6/2008, III 90/2009, III 163/2013 Portugal III 6/2008, III 163/2013 Ruanda III 6/2008 Rumänien III 47/2006, III 163/2013 Russische F III 6/2008, III 90/2009, III 59/2011 Salomonen III 163/2013 Sambia III 25/2009 São Tomé/Príncipe III 6/2008 Saudi-Arabien III 163/2013 Schweden III 6/2008, III 25/2009, III 59/2011, III 53/2014 Schweiz III 59/2011, III 163/2013 Senegal III 47/2006 Serbien III 25/2009, III 59/2011, III 163/2013 Serbien-Montenegro III 47/2006 Seychellen III 6/2008, III 59/2011 Sierra Leone III 47/2006 Simbabwe III 6/2008, III 59/2011 Singapur III 59/2011 Slowakei III 6/2008, III 163/2013 Slowenien III 25/2009, III 59/2011 Spanien III 6/2008 Sri Lanka III 47/2006 St. Lucia III 163/2013 Südafrika III 47/2006 Swasiland III 163/2013 Tadschikistan III 6/2008 Tansania III 47/2006 Thailand III 59/2011, III 163/2013 Timor-Leste III 90/2009 Togo III 47/2006, III 163/2013 Trinidad/Tobago III 6/2008 Tschechische R III 53/2014 Tunesien III 25/2009, III 163/2013 Türkei III 6/2008, III 163/2013 Turkmenistan III 47/2006 Uganda III 47/2006, III 59/2011 Ukraine III 59/2011 Ungarn III 47/2006 Uruguay III 6/2008 USA III 6/2008 Usbekistan III 25/2009 Vanuatu III 163/2013 Venezuela III 25/2009, III 53/2014 Vereinigte Arabische Emirate III 6/2008, III 59/2011, III 163/2013 Vereinigtes Königreich III 47/2006, III 6/2008, III 59/2011, III 163/2013 Vietnam III 59/2011 Zentralafrikanische R III 6/2008 *Zypern III 90/2009
Ratifikationstext
(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 53/2014)
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 11. Jänner 2006 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen ist daher für Österreich gemäß seinem Art. 68 Abs. 2 mit 10. Februar 2006 in Kraft getreten.
Nach Mitteilungen des Generalsekretärs haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert, angenommen, genehmigt bzw. sind ihm beigetreten:
| Ägypten |
|---|
| Algerien |
| Aserbaidschan |
| Australien |
| Belarus |
| Benin |
| Bolivien |
| Brasilien |
| China |
| Dschibuti |
| Ecuador |
| El Salvador |
| Frankreich |
| Honduras |
| Jemen |
| Jordanien |
| Kamerun |
| Kenia |
| Kirgisistan |
| Kroatien |
| Lesotho |
| Lettland |
| Liberia |
| Libysch-Arabische Dschamahirija |
| Madagaskar |
| Mauritius |
| Mexiko |
| Mongolei |
| Namibia |
| Nicaragua |
| Nigeria |
| Panama |
| Paraguay |
| Peru |
| Rumänien |
| Senegal |
| Serbien und Montenegro |
| Sierra Leone |
| Sri Lanka |
| Südafrika |
| Vereinigte Republik Tansania |
| Togo |
| Turkmenistan |
| Uganda |
| Ungarn |
| Vereinigtes Königreich |
Österreich:
Mitteilung gemäß Art. 46 Abs. 13:
Die zentralen Behörden gemäß Art. 46 Abs. 13 des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Korruption sind die folgenden:
BAK – Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung
Bundesministerium für Inneres
Herrengasse 7, Postfach 100
A-1014 Wien
BMJ – Bundesministerium für Justiz
Museumstraße 7
A-1070 Wien
Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations-, Annahme- bzw. Beitrittsurkunde haben nachstehende Staaten folgende Erklärungen abgegeben bzw. Vorbehalte erklärt:
Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil III des Bundesgesetzblattes nicht mehr veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XVIII.14]:
Angola, Chile, China, Côte d’Ivoire, Dominikanische R, El Salvador, Finnland, Frankreich, Guatemala, Guyana, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Irland, Jamaika, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kasachstan, Katar, Kiribati, Kolumbien, Kuba, Marokko, Montenegro, Mikronesien, Nambibia, Neuseeland (Cook Inseln), Niederlanden, Oman, Polen, Portugal, Rumänien, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Thailand, Togo, St. Lucia, Tschechische R, Tunesien, Türkei, Venezuela, Vereinigten Arabischen Emirate, Vereinigtes Königreich
Algerien:
Die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien erachtet sich nicht an die Bestimmungen von Art. 66 Abs. 2 dieses Übereinkommens gebunden, der vorsieht, dass jede Streitigkeit zwischen zwei oder mehreren Vertragsparteien betreffend die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens, die nicht im Wege von Verhandlungen beigelegt werden kann, auf Ersuchen einer dieser Vertragsparteien der Gerichtsbarkeit des Internationalen Gerichtshofes unterbreitet wird.
Die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Algerien ist der Ansicht, dass keiner dieser Streitfälle ohne Zustimmung aller Streitparteien der Gerichtsbarkeit des Internationalen Gerichtshofes unterbreitet werden kann.
Aserbaidschan:
Erklärung:
Die Republik Aserbaidschan erklärt, dass ihr die Einhaltung der Bestimmungen dieses Übereinkommens in seinem von der Republik Armenien besetzten Hoheitsgebiet nicht möglich ist, solange dieses Hoheitsgebiet nicht von dieser Besetzung befreit ist. Die Republik Aserbaidschan erklärt, dass keine der Rechte, Verpflichtungen und Bestimmungen in diesem Abkommen von der Aserbaidschanischen Republik hinsichtlich der Republik Armenien angewendet wird.
Vorbehalt:
Gemäß Art. 66 Abs. 3 des Übereinkommens erklärt die Republik Aserbaidschan, dass sie sich nicht an Art. 66 Abs. 2 gebunden erachtet.
Bahamas:
Gemäß Art. 66 Abs. 3 des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Korruption erklärt die Regierung des Commonwealth der Bahamas, dass sie sich durch die Bestimmung des Art. 66 Abs. 2 des Übereinkommens nicht gebunden erachtet. Die Regierung der Bahamas macht geltend, dass die Zustimmung aller Streitparteien erforderlich ist, und zwar in jedem einzelnen Fall, bevor die Streitigkeit einer Schiedsinstanz oder dem Internationalen Gerichtshof vorgelegt wird.
Bahrain:
Das Königreich Bahrain erachtet sich nicht an Art. 66 Abs. 2 des Übereinkommens gebunden.
Bangladesch:
Gemäß Art. 66 Abs. 3 des Übereinkommens erachtet sich die Volksrepublik Bangladesch nicht an Art. 66 Abs. 2 gebunden.
Belarus:
Gemäß Art. 44 Abs. 6 des Übereinkommens betrachtet die Republik Belarus das Übereinkommen als Rechtsgrundlage für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Auslieferung mit anderen Vertragsstaaten des Übereinkommens.
Belgien:
Gemäß Art. 21 und 22 des einleitenden Teils der belgischen Strafprozessordnung soll die Verjährung einer Straftat, deren Tatbestand im Einklang mit diesem Übereinkommen normiert wurde, weder erstreckt noch gehemmt werden, falls sich ein Verdächtiger der Strafverfolgung entzogen hat.
Brunei Darussalam:
Brunei Darussalam erachtet sich nicht an Art. 66 Abs. 2 gebunden und vertritt daher den Standpunkt, dass Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Auslegung oder Anwendung des Übereinkommens, die nicht gemäß des in Abs. 2 des genannten Artikels vorgesehenen Weges beigelegt werden können, nur mit der Zustimmung aller Streitparteien an den Internationalen Gerichtshof verwiesen werden können.
China:
Die Volksrepublik China ist nicht an Art. 66 Abs. 2 des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Korruption gebunden.
Weiters hat die Volksrepublik China erklärt, dass in Übereinstimmung mit den Bestimmungen von Art. 153 des Grundgesetzes der Sonderverwaltungsregion Hongkong der Volksrepublik China sowie Art. 138 des Grundgesetzes der Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China die Regierung der Volksrepublik China bestimmt, dass das Übereinkommen auf die Sonderverwaltungsregion Hongkong sowie auf die Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China angewendet wird.
El Salvador:
a. Im Hinblick auf die Bestimmungen von Art. 44 betrachtet die Republik El Salvador das erwähnte Übereinkommen nicht als Rechtsgrundlage für die Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Auslieferung;
b. Im Hinblick auf Art. 46 Abs. 13 und Abs. 14 bestimmt die Republik El Salvador, dass die zentrale Behörde für El Salvador das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und die annehmbare Sprache Spanisch ist; und
c. Im Hinblick auf Art. 66 stellt die Republik El Salvador fest, dass aufgrund von Abs. 3 dieses Artikels sie sich nicht an die Bestimmungen von Abs. 2 gebunden erachtet, weil sie nicht die bindende Gerichtsbarkeit des Internationalen Gerichtshofes anerkennt. Das Vorhergehende findet ausschließlich auf das in diesem Artikel festgehaltene Verfahren zur Beilegung von Streitigkeiten Anwendung.
Europäische Gemeinschaft:
Erklärung betreffend die Zuständigkeiten der Europäischen Gemeinschaft in Bezug auf die durch das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption erfassten Angelegenheiten
Art. 67 Abs. 3 des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Korruption sieht vor, dass die Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde einer Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration eine Erklärung über den Umfang ihrer Zuständigkeiten enthält.
Die Gemeinschaft stellt fest, dass der Begriff „Vertragsstaaten“ für die Zwecke des Übereinkommens auf Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration im Rahmen von deren Zuständigkeiten Anwendung findet. Soweit Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts durch die Bestimmungen des Übereinkommens betroffen sind, liegt die ausschließliche Zuständigkeit für die Übernahme entsprechender Verpflichtungen für die eigene öffentliche Verwaltung bei der Europäischen Gemeinschaft. In diesem Zusammenhang erklärt die Gemeinschaft, dass sie nach dem Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft in folgenden Bereichen zuständig ist:
- Entwicklung, Umsetzung und Aufrechterhaltung von präventiven Korruptionsbekämpfungsmaßnahmen und -praktiken;
- Einrichtung einer oder mehrerer Stellen für präventive Korruptionsbekämpfung (einschließlich des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung) und Vorkehrungen, die es der Öffentlichkeit ermöglichen, diesen Stellen Vorfälle zu melden, bei denen es sich möglicherweise um Korruption handelt;
- Regelung in Bezug auf die Einstellung, Arbeitsbedingungen, Besoldung, Fortbildung usw. für nicht gewählte Beamte nach dem Statut und den diesbezüglichen Durchführungsbestimmungen;
- Förderung der Transparenz und Vermeidung von Interessenkonflikten bei der Konzeption der Systeme der Europäischen Gemeinschaft, die die Erfüllung der Pflichten der Beamten und sonstigen Bediensteten regeln;
- Entwicklung und Umsetzung von Verhaltenskodizes;
- Gewährleistung angemessener Standards für die öffentliche Auftragsvergabe und die Verwaltung der öffentlichen Finanzen;
- Förderung der Transparenz der Organisation, Funktionsweise und Beschlussfassungsverfahren der Europäischen Gemeinschaft;
- unter Achtung der Unabhängigkeit der Rechtsprechungsorgane der Europäischen Gemeinschaften Entwicklung, Umsetzung und Aufrechterhaltung von Maßnahmen zur Stärkung der Integrität dieser Organe und zur Verhinderung von Korruptionsmöglichkeiten.
Die Gemeinschaft weist auch darauf hin, dass sie in Bezug auf das ordnungsgemäße Funktionieren des Binnenmarktes als einem Raum ohne Binnengrenzen, in welchem der freie Waren-, Kapital- und Dienstleistungsverkehr im Einklang mit den Bestimmungen des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft gewährleistet ist, zuständig ist. Zu diesem Zweck hat die Gemeinschaft folgende Maßnahmen beschlossen:
- Gewährleistung der Transparenz und des gleichberechtigten Zugangs aller Bieter zu gemeinschaftsrelevanten öffentlichen Aufträgen und Märkten als Beitrag zur Korruptionsverhütung;
- Sicherstellung angemessener gemeinschaftsrelevanter Rechnungsführungs- und Prüfstandards;
- Verhütung von Geldwäsche, wobei die betreffenden Maßnahmen jedoch keine Maßnahmen zur Zusammenarbeit der Justiz- und Strafverfolgungsbehörden umfassen.
Soweit sie Maßnahmen beschlossen hat, obliegt es der Gemeinschaft allein, externe Verpflichtungen mit Drittstaaten oder zuständigen internationalen Organisationen einzugehen, die sich auf diese Maßnahmen auswirken oder deren Tragweite verändern.
Die Gemeinschaftspolitik auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Zusammenarbeit mit Drittländern ergänzt die Politik der Mitgliedstaaten zur Unterstützung der Partnerländer bei der Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Korruption und umfasst Bestimmungen zur Korruptionsbekämpfung.
Der Umfang und die Ausübung der Gemeinschaftszuständigkeiten werden naturgemäß ständig weiterentwickelt; deshalb wird die Gemeinschaft diese Erklärung erforderlichenfalls nach Art. 67 Abs. 3 des Übereinkommens ergänzen oder ändern.
Das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption ist in Bezug auf die Zuständigkeiten der Gemeinschaft in den Gebieten anwendbar, in denen der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft gilt, und zwar nach Maßgabe jenes Vertrags, insbesondere von dessen Art. 299.
Nach Art. 299 jenes Vertrags gilt diese Erklärung nicht für die Gebiete der Mitgliedstaaten, in denen der genannte Vertrag keine Anwendung findet, und berührt nicht Rechtsakte oder Standpunkte, die die betreffenden Mitgliedstaaten im Rahmen des Übereinkommens im Namen und im Interesse dieser Gebiete annehmen.
In Bezug auf Art. 66 Abs. 2 weist die Gemeinschaft darauf hin, dass nach Art. 34 Abs. 1 des Statuts des Internationalen Gerichtshofs nur Staaten berechtigt sind, als Parteien vor diesem Gerichtshof aufzutreten. Daher können nach Maßgabe von Art. 66 Abs. 2 des Übereinkommens Streitigkeiten, an denen die Gemeinschaft beteiligt ist ausschließlich im Wege eines Schiedsverfahrens beigelegt werden.
Georgien:
Gemäß Art. 66 Abs. 3 schließt Georgien die schiedsgerichtlichen Verfahren gemäß Art. 66 Abs. 2 aus.
Griechenland:
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