(Übersetzung)Internationales Übereinkommen gegen Doping im Sport
Unterzeichnungsdatum
Sprachen
Arabisch, Chinesisch, Französisch, Russisch, Spanisch
Vertragsparteien
Ägypten III 108/2007 Albanien III 108/2007 Algerien III 108/2007 Andorra III 117/2011 Angola III 117/2011 Antigua/Barbuda III 117/2011 Äquatorialguinea III 117/2011 Argentinien III 108/2007 Armenien III 117/2011 Aserbaidschan III 108/2007 Äthiopien III 4/2009 Australien III 108/2007 Bahamas III 108/2007 Bahrain III 4/2009 Bangladesch III 4/2009 Barbados III 108/2007 Belarus III 117/2011 Belgien III 4/2009 Belize III 81/2014 Benin III 81/2014 Bhutan III 81/2014 Bolivien III 108/2007 Bosnien-Herzegowina III 117/2011 Botsuana III 117/2011 Brasilien III 4/2009 Brunei III 4/2009 Bulgarien III 108/2007 Burkina Faso III 4/2009 Burundi III 4/2009 Cabo Verde III 4/2009 Chile III 117/2011 China III 108/2007 Costa Rica III 81/2014 Côte d’Ivoire III 4/2009 Dänemark III 108/2007 Deutschland III 108/2007 Dominica III 81/2014 Dominikanische R III 81/2014 Dschibuti III 195/2015 Ecuador III 108/2007 El Salvador III 4/2009 Eritrea III 4/2009 Estland III 108/2007 Eswatini III 117/2011 Fidschi III 117/2011 Finnland III 108/2007 Frankreich III 108/2007 Gabun III 4/2009 Gambia III 117/2011 Georgien III 117/2011 Ghana III 108/2007 Grenada III 117/2011 Griechenland III 108/2007 Guatemala III 4/2009 Guinea III 117/2011 Guyana III 117/2011 Haiti III 117/2011 Honduras III 93/2015 Indien III 4/2009 Indonesien III 4/2009 Irak III 81/2014 Iran III 117/2011 Irland III 4/2009 Island III 108/2007 Israel III 81/2014 Italien III 4/2009 Jamaika III 108/2007 Japan III 108/2007 Jemen III 116/2017 Jordanien III 117/2011 Kambodscha III 4/2009 Kamerun III 4/2009 Kanada III 108/2007 Kasachstan III 117/2011 Katar III 108/2007 Kenia III 117/2011 Kirgisistan III 117/2011 Kiribati III 93/2015 Kolumbien III 117/2011 Komoren III 117/2011 Kongo III 81/2014 Kongo/DR III 117/2011 Korea/DVR III 117/2011 Korea/R III 108/2007 Kroatien III 4/2009 Kuba III 4/2009 Kuwait III 108/2007 Laos III 116/2017 Lesotho III 81/2014 Lettland III 108/2007 Libanon III 175/2021 Liberia III 81/2014 Libyen III 108/2007 Litauen III 108/2007 Luxemburg III 108/2007 Madagaskar III 246/2014 Malawi III 117/2011 Malaysia III 108/2007 Malediven III 117/2011 Mali III 108/2007 Malta III 81/2014 Marokko III 117/2011 Marshallinseln III 117/2011 Mauretanien III 8/2020 Mauritius III 108/2007 Mexiko III 108/2007 Mikronesien III 117/2011 Moldau III 4/2009 Monaco III 108/2007 Mongolei III 4/2009 Montenegro III 117/2011 Mosambik III 108/2007 Myanmar III 117/2011 Namibia III 108/2007 Nauru III 108/2007 Nepal III 117/2011 Neuseeland III 108/2007 Nicaragua III 117/2011 Niederlande III 108/2007, III 4/2009, III 87/2014 Niger III 108/2007 Nigeria III 108/2007 Nordmazedonien III 4/2009 Norwegen III 108/2007 Oman III 108/2007 Pakistan III 4/2009 Palästina III 195/2015 Palau III 4/2009 Panama III 4/2009 Papua-Neuguinea III 117/2011 Paraguay III 4/2009 Peru III 108/2007 Philippinen III 117/2011 Polen III 108/2007 Portugal III 108/2007 Ruanda III 117/2011 Rumänien III 108/2007 Russische F III 108/2007 Salomonen III 93/2015 Sambia III 4/2009 Samoa III 108/2007 San Marino III 117/2011 São Tomé/Príncipe III 175/2021 Saudi-Arabien III 4/2009 Schweden III 108/2007 Schweiz III 4/2009 Senegal III 4/2009 Serbien III 117/2011 Seychellen III 108/2007 Sierra Leone III 138/2016 Simbabwe III 81/2014 Singapur III 4/2009 Slowakei III 108/2007 Slowenien III 4/2009 Somalia III 117/2011 Spanien III 108/2007 Sri Lanka III 117/2011 St. Kitts/Nevis III 4/2009 St. Lucia III 4/2009 St. Vincent/Grenadinen III 117/2011 Südafrika III 108/2007 Sudan III 81/2014 Südsudan III 69/2024 Suriname III 117/2011 Syrien III 81/2014 Tadschikistan III 81/2014 Tansania III 65/2019 Thailand III 108/2007 Timor-Leste III 65/2019 Togo III 117/2011 Tonga III 117/2011 Trinidad/Tobago III 108/2007 Tschad III 4/2009 Tschechische R III 108/2007 Tunesien III 108/2007 Türkei III 117/2011 Turkmenistan III 117/2011 Tuvalu III 81/2014 Uganda III 4/2009 Ukraine III 108/2007 Ungarn III 108/2007 Uruguay III 4/2009 USA III 4/2009 Usbekistan III 117/2011 Vanuatu III 117/2011 Venezuela III 117/2011 Vereinigte Arabische Emirate III 117/2011 Vereinigtes Königreich III 108/2007 Vietnam III 117/2011 Zentralafrikanische R III 138/2016 Zypern III 117/2011
Ratifikationstext
*(Anm.: letzte Anpassung durch Kundmachung BGBl. III Nr. 87/2014) *
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 19. Juli 2007 beim Generaldirektor der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen hinterlegt; das Internationale Übereinkommen gegen Doping im Sport ist gemäß seinem Art. 37 Abs. 2 für Österreich mit 1. September 2007 in Kraft getreten.
Nach Mitteilungen des Generaldirektors der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten das Internationale Übereinkommen gegen Doping im Sport ratifiziert, angenommen, genehmigt bzw. sind ihm beigetreten:
| Ägypten |
|---|
| Albanien |
| Algerien |
| Argentinien |
| Aserbaidschan |
| Australien |
| Bahamas |
| Barbados |
| Bolivien |
| Bulgarien |
| China |
| Cook Inseln |
| Dänemark |
| Deutschland |
| Ecuador |
| Estland |
| Finnland |
| Frankreich |
| Ghana |
| Griechenland |
| Island |
| Jamaika |
| Japan |
| Kanada |
| Katar |
| Republik Korea |
| Kuwait |
| Lettland |
| Libysch-Arabische Dschamahirija |
| Litauen |
| Luxemburg |
| Malaysia |
| Mali |
| Mauritius |
| Mexiko |
| Monaco |
| Mosambik |
| Namibia |
| Nauru |
| Neuseeland |
| Niederlande |
| Niger |
| Nigeria |
| Norwegen |
| Oman |
| Peru |
| Polen |
| Portugal |
| Rumänien |
| Russische Föderation |
| Samoa |
| Schweden |
| Seychellen |
| Slowakei |
| Spanien |
| Südafrika |
| Thailand |
| Trinidad und Tobago |
| Tschechische Republik |
| Tunesien |
| Ungarn |
| Ukraine |
| Vereinigtes Königreich (einschließlich Jersey, Guernsey und Alderney, Insel Man, Bermuda, Kaimaninseln und Falklandinseln) |
Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Annahmeurkunde haben folgende Staaten nachstehende Erklärungen abgegeben:
Argentinien:
Die Argentinische Republik bekräftigt ihre Forderung nach der Ausdehnung der Anwendung des Internationalen Übereinkommens gegen Doping im Sport, das am 19. Oktober 2005 in Paris von der Generalkonferenz der UNESCO verabschiedet wurde, auf die Falklandinseln (Malvinen), wovon der Generaldirektor der UNESCO seitens des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland am 25. April 2006 informiert wurde, und bestätigt ihre Hoheitsrechte hinsichtlich der Falklandinseln, Südgeorgien und der Südlichen Sandwichinseln, die Bestandteil ihres Hoheitsgebietes sind und, unrechtmäßig durch das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland besetzt, Gegenstand eines Souveränitätsstreites zwischen beiden Ländern sind, was von verschiedenen Internationalen Organisationen anerkannt wird.
In diesem Sinn verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolutionen 2065 (XX), 3160 (XXVIII), 31/49, 37/9, 40/21, 41/40, 42/19 und 43/25, in welchen das Vorliegen eines Souveränitätsstreites im Zusammenhang mit der Frage der Falklandinseln anerkannt wird und die Republik Argentinien sowie das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aufgefordert werden, Verhandlungen aufzunehmen, um so rasch als möglich eine friedliche und dauerhafte Lösung für den Souveränitätsstreit zu finden. Das Komitee der Vereinten Nationen für Dekolonialisierung hat sich wiederholt in diesem Sinn vernehmen lassen, zuletzt in seiner Resolution vom 15. Juni 2006. Ebenso veröffentlichte die Generalversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten am 6. Juni 2006 eine neue Mitteilung zu dieser Angelegenheit.
Dänemark:
Das Übereinkommen findet bis auf weiteres keine Anwendung auf die Färöer Inseln und Grönland.
Neuseeland:
Neuseeland erklärt, dass gemäß des verfassungsmäßigen Status von Tokelau und im Hinblick auf die Verpflichtung der Regierung von Neuseeland zur Schaffung der Selbstverwaltung für Tokelau im Wege eines Selbstbestimmungsaktes im Rahmen der Charta der Vereinten Nationen, diese Ratifikation nicht auf Tokelau ausgedehnt wird, solange nicht eine Erklärung seitens der Regierung von Neuseeland beim Depositär nach entsprechender Rücksprache mit diesem Gebiet hinterlegt wird.
Gemäß Art. 4 Abs. 2 des Übereinkommens sind die Anhänge 1 bis 3 (Welt-Anti-Doping-Code, Internationaler Standard für Labors, Internationaler Standard für Kontrollen) lediglich zu Informationszwecken aufgeführt und nicht Bestandteil des Übereinkommens; sie werden aus Gründen der Publizität gemäß § 5 Abs. 1 Z 6 des Bundesgesetzblattgesetzes – BGBlG verlautbart.
Niederlande:
Nach weiterer Mitteilung des Generaldirektors der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen haben die Niederlande am 11. Juli 2008 mitgeteilt, dass das Internationale Übereinkommen über Doping im Sport auch auf Aruba Anwendung findet.
Nach Mitteilung des Generaldirektors der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen haben die Niederlande am 11. Mai 2011 mitgeteilt, dass das Internationale Übereinkommen gegen Doping im Sport (BGBl. III Nr. 108/2007, letzte Kundmachung des Geltungsbereichs BGBl. III Nr. 81/2014) mit Wirksamkeit vom 10. Oktober 2010 ebenso auf den karibischen Teil der Niederlande (die Inseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba) sowie auf Curaçao und Sint Maarten Anwendung findet.
Vereinigten Staaten:
„Der Senat der Vereinigten Staaten von Amerika gab in seiner Resolution vom 21. Juli 2008 mit zwei Drittel der anwesenden Senatoren seine Zustimmung zur Ratifizierung des Übereinkommens vorbehaltlich folgender Erklärung:
Nach dem Verständnis der Vereinigten Staaten von Amerika kann nichts in diesem Übereinkommen die Vereinigten Staaten dazu verpflichten, der Welt-Anti-Doping-Agentur Guthaben zur Verfügung zu stellen.
Gemäß Art. 2 Abs. 4 wird der „Athlet“ für Zwecke der Dopingkontrolle definiert als „jede Person, die am Sport auf nationaler oder internationaler Ebene teilnimmt, wie von jeder nationalen Anti-Doping Organisation festgelegt und von den Vertragsparteien angenommen, sowie jede zusätzliche Person, die am Sport oder an Ereignissen auf niedrigerer Ebene teilnimmt wie von den Vertragsparteien angenommen“. Die Vereinigten Staaten von Amerika erklären, dass mit „Athlet“ für Zwecke der Dopingkontrolle jeder von der Anti-Doping-Agentur der Vereinigten Staaten bezeichnete Athlet gemeint ist, der dem Welt-Anti-Doping-Kodex unterliegt oder ihn angenommen hat.
Präambel/Promulgationsklausel
Der Nationalrat hat beschlossen:
Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages – dessen Art. 34 Abs. 3 verfassungsändernd ist – wird bei Anwesenheit der verfassungsmäßig vorgesehenen Anzahl der Abgeordneten mit Zweidrittelmehrheit genehmigt.
Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.
Die arabische, chinesische, französische, russische und spanische Sprachfassung 1 dieses Staatsvertrages sind gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG dadurch kundzumachen, dass sie zur öffentlichen Einsichtnahme im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten aufliegen.
1 Die Sprachfassungen werden auch in den Anlagen veröffentlicht.
Die Generalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, im Folgenden als „UNESCO“ bezeichnet, die vom 3. bis zum 21. Oktober 2005 in Paris zu ihrer 33. Tagung zusammengetreten ist –
in der Erwägung, dass es das Ziel der UNESCO ist, mittels der Zusammenarbeit der Staaten durch Bildung, Wissenschaft und Kultur zum Frieden und zur Sicherheit beizutragen,
unter Bezugnahme auf bestehende völkerrechtliche Übereinkünfte mit Menschenrechtsbezug,
in Kenntnis der am 3. November 2003 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten Resolution 58/5 über Sport als Mittel zur Förderung der Bildung, der Gesundheit, der Entwicklung und des Friedens, insbesondere in Kenntnis des Absatzes 7 dieser Resolution,
in dem Bewusstsein, dass Sport für die Erhaltung der Gesundheit, die geistige, kulturelle und körperliche Erziehung und die Förderung der Völkerverständigung und des Weltfriedens eine wichtige Rolle spielen soll,
angesichts der Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit mit dem Ziel der Ausmerzung des Dopings im Sport zu fördern und zu koordinieren,
besorgt über die Anwendung des Dopings durch Athleten im Sport und die sich daraus ergebenden Folgen für deren Gesundheit, für den Grundsatz des Fairplay, für die Unterbindung der Täuschung und für die Zukunft des Sports,
im Hinblick darauf, dass Doping die ethischen Grundsätze und die erzieherischen Werte gefährdet, die in der Internationalen Charta für Leibeserziehung und Sport der UNESCO und in der Olympischen Charta enthalten sind,
eingedenk der Tatsache, dass es sich bei dem im Rahmen des Europarats angenommenen Übereinkommen gegen Doping und seinem ebenso dort angenommenen Zusatzprotokoll um die völkerrechtlichen Instrumente handelt, die den nationalen Leitlinien gegen Doping und der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit zu Grunde liegen,
eingedenk der Empfehlungen zum Doping, die auf der zweiten, dritten und vierten Tagung der Internationalen Konferenz der für Leibeserziehung und Sport verantwortlichen Minister und Hohen Beamten, welche die UNESCO in Moskau (1988), Punta del Este (1999) und Athen (2004) ausrichtete, verabschiedet wurden; und eingedenk der Resolution 32 C/9, welche die Generalkonferenz der UNESCO auf ihrer 32. Tagung (2003) verabschiedete,
eingedenk des Welt-Anti-Doping-Codes, den die Welt-Anti-Doping-Agentur am 5. März 2003 auf der in Kopenhagen abgehaltenen Weltkonferenz über Doping im Sport verabschiedete, und eingedenk der Kopenhagener Erklärung über die Dopingbekämpfung im Sport,
im Hinblick auf den Einfluss, den Spitzenathleten auf Jugendliche ausüben,
im Bewusstsein der weiterhin bestehenden Notwendigkeit, zum besseren Nachweis von Doping und zum besseren Verständnis der Faktoren, welche die Anwendung des Dopings bestimmen, Forschung zu betreiben und zu fördern, damit die Strategien zur Verhütung des Dopings so wirkungsvoll wie möglich gestaltet werden können,
auch in dem Bewusstsein, wie wichtig es für die Verhütung des Dopings ist, Athleten, Athletenbetreuer und die Gesellschaft im Allgemeinen ständig aufzuklären,
im Hinblick auf die Notwendigkeit, die Kapazitäten der Vertragsstaaten für die Durchführung von Dopingbekämpfungsprogrammen aufzubauen,
in Anbetracht der Tatsache, dass staatliche Behörden und für Sport zuständige Organisationen eine einander ergänzende Verantwortung bei der Verhütung und Bekämpfung des Dopings im Sport tragen, insbesondere für die Gewähr, dass Sportveranstaltungen ordnungsgemäß und entsprechend dem Grundsatz des Fairplay durchgeführt werden, sowie für den Schutz der Gesundheit derjenigen, die an diesen Sportveranstaltungen teilnehmen,
in der Erkenntnis, dass diese Behörden und Organisationen zu diesen Zwecken zusammenarbeiten müssen und dabei auf allen geeigneten Ebenen ein Höchstmaß an Unabhängigkeit und Transparenz sicherstellen müssen,
entschlossen, eine weitere und engere Zusammenarbeit zu verfolgen, die darauf gerichtet ist, Doping im Sport endgültig auszumerzen,
in der Erkenntnis, dass die Ausmerzung des Dopings im Sport zum Teil von der stufenweisen Harmonisierung der Dopingbekämpfungsstandards und –praktiken im Sport und von der Zusammenarbeit auf nationaler und weltweiter Ebene abhängt –
nimmt dieses Übereinkommen am 19. Oktober 2005 an.
I. Geltungsbereich
Artikel 1 – Zweck des Übereinkommens
Zweck dieses Übereinkommens ist es, im Rahmen der Strategie und des Tätigkeitsprogramms der UNESCO im Bereich der Leibeserziehung und des Sports die Verhütung und Bekämpfung des Dopings im Sport zu fördern mit dem Ziel der vollständigen Ausmerzung des Dopings.
Artikel 2 – Begriffsbestimmungen
Diese Begriffsbestimmungen sind im Zusammenhang des Welt-Anti-Doping-Codes zu sehen. Bei Widersprüchen sind jedoch die Bestimmungen des Übereinkommens maßgebend.
Im Sinne dieses Übereinkommens
bedeutet „akkreditierte Dopingkontrolllabors“ Labors, die von der Welt-Anti-Doping-Agentur akkreditiert sind;
bedeutet „Anti-Doping-Organisation“ eine Stelle, die dafür zuständig ist, Vorschriften für die Einleitung, Durchführung und Durchsetzung aller Teile des Dopingkontrollprozesses zu verabschieden. Dazu gehören zum Beispiel das Internationale Olympische Komitee, das Internationale Paralympische Komitee, andere Sportgroßveranstalter, die bei ihren Veranstaltungen Kontrollen durchführen, die Welt-Anti-Doping-Agentur, internationale Sportfachverbände und nationale Anti-Doping-Organisationen;
bedeutet „Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln“ im Sport das Vorliegen eines oder mehrerer der nachstehenden Sachverhalte:
⋯
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