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Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, zur Bezeichnung der Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen, die gemäß den Bestimmungen des Erdölbevorratungs- und Meldegesetzes 1982 der Vorratspflicht unterliegen und ein Umrechnungsschlüssel festgelegt wird (Biokraftstoffbevorratungs-Verordnung)

Geltender Text a fecha 2007-03-31

Präambel/Promulgationsklausel

Gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a und Art. II § 8 Abs. 4 des Erdöl-Bevorratungs- und Meldegesetzes 1982, BGBl. Nr. 546, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 106/2006, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft verordnet:

Bezeichnung der Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen

§ 1. Als Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen (Biodiesel und Bioethanol), die der Vorratspflicht gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a EBMG 1982 unterliegen, werden bezeichnet:

1.

zur Erzeugung von Biodiesel:

a)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. a EBMG 1982 als „Pflanzenölsaat“ Rapssaat, Sonnenblumenkerne und Sojabohnen;

b)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. b EBMG 1982:

aa) als „pflanzliche und tierische Fette und Öle des Kapitels 15 der Kombinierten Nomenklatur“ tierische Fette und Öle und Pflanzenöle (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Palmöl und Sojaöl);

bb) als „Altspeisefette und Altspeiseöle“ Altspeiseöle aus den Pflanzenölen der Z 1 lit. a und Altspeisefett aus den Tierfetten der sublit. aa.

2.

zur Erzeugung von Bioethanol:

a)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. a EBMG 1982:

aa) als „stärkehaltige Rohstoffe“ Weizen, Roggen, Gerste, Triticale, Mais, Kartoffel, und Reis;

bb) als „zuckerhaltige Rohstoffe“ Zuckerrohr, Zuckerrübenmelasse und Zuckerrübendicksaft;

b)

gemäß Art. II § 1 Abs. 1 Z 3a lit. d EBMG 1982 als „Ethylalkohol gemäß der Position 2207 der Kombinierten Nomenklatur“ Rohsprit mit einem Ethanolgehalt von mindestens 80 Volumsprozent.

Festlegung des Umrechnungsschlüssels

§ 2. Als Umrechnungsschlüssel für Rohstoffe zur direkten Erzeugung von Biokraftstoffen zur Berechnung der Ersatzmengen gemäß Art. II § 8 EBMG 1982 wird festgelegt:

1.

Zur Erzeugung von Biodiesel:

Rohstoffgruppe beinhaltet Erdöleinheiten Rohstoff gemäß Art. II § 1 Z 3a EBMG 1982
Pflanzenöl Rapsöl, Sonnenblumenöl, Palmöl, Sojaöl 0,926 lit. b
Rapssaat alle Rapssaatsorten 0,415 lit. a
Sonnenblumenkerne alle Sonnenblumensorten 0,442 lit. a
Sojabohnen alle Sojabohnensorten 0,162 lit. a
gereinigtes Tierfett alle Tierfette 0,926 lit. b
gereinigtes Altspeiseöl und Altspeisefett Altspeiseöl aus gängigen pflanzlichen Ölen und tierischen Fetten 0,926 lit. b
2.

Zur Erzeugung von Bioethanol:

Rohstoffgruppe beinhaltet Erdöleinheiten Rohstoff gemäß Art. II § 1 Z 3a EBMG 1982
Getreide Weizen, Roggen, Gerste, Triticale, Mais 0,242 lit. a
Kartoffeln alle Kartoffelsorten 0,066 lit. a
Reis alle Reissorten 0,321 lit. a
Zuckerrübendicksaft - 0,229 lit. a
Zuckerrohr alle Zuckerrohrsorten 0,038 lit. a
Zuckerrübenmelasse - 0,187 lit. a
Ethanol 80 Volumsprozent Rohsprit mit Ethanolgehalt von mindestens 80 Volumsprozent 0,730 lit. d, Rohstoff gemäß Position 2207 der Kombinierten Nomenklatur

In-Kraft-Treten

§ 3. Diese Verordnung tritt mit 1. April 2007 in Kraft.