(Übersetzung)Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie das Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Typ Staatsvertrag
Veröffentlichung 2008-10-26
Status Aufgehoben · 2014-01-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 136
Änderungshistorie JSON API

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

Afghanistan III 171/2012 Ü, F Ägypten III 155/2008 Ü Albanien III 102/2013 Ü Algerien III 47/2011 Ü Argentinien III 155/2008 Ü, F Armenien III 47/2011 Ü Aserbaidschan III 79/2009 Ü, F Äthiopien III 47/2011 Ü Australien III 155/2008 Ü, III 47/2011 F Bahrain III 83/2012 Ü Bangladesch III 155/2008 Ü, F Barbados III 102/2013 Ü Belgien III 79/2009 Ü, F Belize III 83/2012 Ü Benin III 171/2012 Ü, F Bolivien III 47/2011 Ü, F Bosnien-Herzegowina III 47/2011 Ü, F Brasilien III 155/2008 Ü, F Bulgarien III 83/2012 Ü Burkina Faso III 47/2011 Ü, F Chile III 155/2008 Ü, F China III 155/2008 Ü, III 79/2009 Ü Costa Rica III 155/2008 Ü, F Dänemark III 47/2011 Ü Deutschland III 79/2009 Ü, F Dominica III 171/2012 Ü, F Dominikanische R III 47/2011 Ü, F Dschibuti III 171/2012 Ü, F Ecuador III 155/2008 Ü, F El Salvador III 155/2008 Ü, F Estland III 171/2012 Ü, F EU III 47/2011 Ü Frankreich III 47/2011 Ü, F Gabun III 155/2008 Ü Ghana III 171/2012 Ü, F Griechenland III 171/2012 Ü Guatemala III 79/2009 Ü, F Guinea III 155/2008 Ü, F Haiti III 47/2011 Ü, F Honduras III 155/2008 Ü, III 47/2011 F Indien III 155/2008 Ü Indonesien III 83/2012 Ü Irak III 102/2013 Ü Iran III 47/2011 Ü Israel III 171/2012 Ü Italien III 79/2009 Ü, F Jamaika III 155/2008 Ü Jemen III 79/2009 Ü, F Jordanien III 155/2008 Ü Kambodscha III 102/2013 Ü Kanada III 47/2011 Ü Kap Verde III 83/2012 Ü Katar III 155/2008 Ü Kenia III 155/2008 Ü Kiribati III 280/2013 Ü Kolumbien III 83/2012 Ü Korea/R III 79/2009 Ü Kroatien III 155/2008 Ü, F Kuba III 155/2008 Ü Kuwait III 280/2013 Ü Laos III 47/2011 Ü Lesotho III 79/2009 Ü Lettland III 47/2011 Ü, F Liberia III 171/2012 Ü Litauen III 47/2011 Ü, F Luxemburg III 83/2012 Ü, F Malawi III 47/2011 Ü Malaysia III 47/2011 Ü Malediven III 47/2011 Ü Mali III 155/2008 Ü, F Malta III 171/2012 Ü, F Marokko III 79/2009 Ü, F Mauretanien III 83/2012 Ü, F Mauritius III 47/2011 Ü Mazedonien III 83/2012 Ü, F Mexiko III 155/2008 Ü, F, III 83/2012 Ü Moldau III 47/2011 Ü Mongolei III 79/2009 Ü, F Montenegro III 47/2011 Ü, F Mosambik III 83/2012 Ü, F Myanmar III 83/2012 Ü Namibia III 155/2008 Ü, F Nauru III 171/2012 Ü Nepal III 47/2011 Ü, F Neuseeland III 155/2008 Ü, 79/2009 Ü, F Nicaragua III 155/2008 Ü, III 47/2011 F Niger III 155/2008 Ü, F Nigeria III 47/2011 Ü, F Norwegen III 170/2013 Ü Oman III 79/2009 Ü Pakistan III 83/2012 Ü Palau III 170/2013 Ü, F Panama III 155/2008 Ü, F Papua-Neuguinea III 280/2013 Ü Paraguay III 155/2008 Ü, F Peru III 155/2008 Ü, F Philippinen III 155/2008 Ü Polen III 171/2012 Ü Portugal III 47/2011 Ü, F Ruanda III 79/2009 Ü, F Rumänien III 47/2011 Ü Russische F III 171/2012 Ü Sambia III 47/2011 Ü San Marino III 155/2008 Ü, F Saudi-Arabien III 155/2008 Ü, F Schweden III 79/2009 Ü, F Senegal III 47/2011 Ü Serbien III 47/2011 Ü, F Seychellen III 47/2011 Ü Sierra Leone III 47/2011 Ü Simbabwe III 280/2013 Ü, F Singapur III 280/2013 F Slowakei III 47/2011 Ü, F Slowenien III 155/2008 Ü, F Spanien III 155/2008 Ü, F St. Vincent/Grenadinen III 47/2011 Ü, F Südafrika III 155/2008 Ü, F Sudan III 79/2009 Ü, F Swasiland III 171/2012 Ü, F Syrien III 47/2011 Ü, F Tansania III 47/2011 Ü, F Thailand III 155/2008 Ü Togo III 47/2011 Ü, F Tschechische R III 47/2011 Ü Tunesien III 155/2008 Ü, F Türkei III 47/2011 Ü Turkmenistan III 155/2008 Ü, III 47/2011 F Uganda III 155/2008 Ü, F Ukraine III 47/2011 Ü, F Ungarn III 155/2008 Ü, F Uruguay III 79/2009 Ü, III 83/2012 F Vanuatu III 79/2009 Ü Venezuela III 280/2013 Ü Vereinigte Arabische Emirate III 47/2011 Ü Vereinigtes Königreich III 79/2009 Ü, III 47/2011 F, III 83/2012 Ü Zypern III 83/2012 Ü, F

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2.

Der Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 3 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

3.

Die arabische, chinesische, russische und spanische Sprachfassung 1) dieses Staatsvertrages sind gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG dadurch kundzumachen, dass sie zur öffentlichen Einsichtnahme im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten aufliegen.


1) Die Sprachfassungen werden auch in den Anlagen veröffentlicht.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichneten und vom Bundeskanzler gegengezeichneten Ratifikationsurkunden wurden am 26. September 2008 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; laut Mitteilung des Generalsekretärs treten das Übereinkommen gemäß seinem Art. 45 Abs. 2 und das Fakultativprotokoll gemäß dessen Art. 13 Abs. 2 für Österreich mit 26. Oktober 2008 in Kraft.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert bzw. sind diesem beigetreten:

Ägypten, Argentinien, Australien, Bangladesch, Brasilien, Chile, China, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Gabun, Guinea, Honduras, Indien, Jamaika, Jordanien, Katar, Kenia, Kroatien, Kuba, Mali, Mexiko, Namibia, Neuseeland (ohne Tokelau), Nicaragua, Niger, Panama, Paraguay, Peru, Philippinen, San Marino, Saudi-Arabien, Slowenien, Spanien, Südafrika, Thailand, Tunesien, Turkmenistan, Uganda, Ungarn.

Nachstehende Staaten haben laut Mitteilungen des Generalsekretärs das Fakultativprotokoll ratifiziert bzw. sind diesem beigetreten:

Argentinien, Bangladesch, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guinea, Kroatien, Mali, Mexiko, Namibia, Niger, Panama, Paraguay, Peru, San Marino, Saudi-Arabien, Slowenien, Spanien, Südafrika, Tunesien, Uganda, Ungarn.

Anlässlich der Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunden hat El Salvador folgenden Vorbehalt zum Übereinkommen sowie zum Fakultativprotokoll erklärt:

Die Regierung der Republik El Salvador unterzeichnet das vorliegende Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie das Fakultativprotokoll hierzu, verabschiedet von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. Dezember 2006, ohne dass deren Bestimmungen die in der Verfassung der Republik El Salvador verankerten Gebote, Grundsätze und Normen, insbesondere in der Aufzählung der Grundsätze, beeinträchtigen oder verletzen.

Ferner hat Mexiko anlässlich der Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde zum Übereinkommen nachstehende interpretative Erklärung abgegeben:

„Die Politische Verfassung der Vereinigten Mexikanischen Staaten legt in ihrem Artikel 1 fest dass: „(...) jede Diskriminierung aufgrund ethnischer oder nationaler Ursprünge, Geschlecht, Alter, Behinderung, sozialem Status, Gesundheit, Religion, Meinung, Vorlieben, Zivilstand oder jede andere Form der Diskriminierung, die die menschliche Würde verletzt und beabsichtigt, die Rechte und Freiheiten von Personen zu negieren oder zu unterlaufen, verboten ist“.

Anlässlich der Ratifikation dieses Übereinkommens bekräftigen die Vereinigten Mexikanischen Staaten ihren Willen, die Rechte der Mexikaner, die an einer Behinderung leiden, ob sie sich im Inland oder im Ausland befinden, zu fördern und zu schützen. Der mexikanische Staat wiederholt seine Absicht, Bedingungen zu schaffen, die es jedem einzelnen erlauben, sich in holistischer Weise zu entwickeln und seine Rechte und Freiheiten ohne Diskriminierungen auszuüben.

In dieser Hinsicht legen die Vereinigten Staaten von Mexiko Art. 12 Abs. 2 des Übereinkommens dahingehend aus, dass im Fall des Konflikts zwischen diesem Absatz und innerstaatlichem Recht, die Bestimmung die den größeren Rechtsschutz gewährt angewendet wird, unter Wahrung der Würde und der physischen, psychischen und emotionalen Integrität der Personen, in Berücksichtigung des Grundsatzes pro homine.

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunde haben folgende Staaten nachstehende Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen zum Übereinkommen abgegeben:

Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil III des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER IV.15 bzw. CHAPTER IV. 15a].:

Kuwait, Norwegen zu Art. 12, Art. 14 und Art. 25 des Übereinkommens, Singapur, Venezuela

Aserbaidschan:

Die Republik Aserbaidschan erklärt, dass sie die Anwendung des Übereinkommens in den von der Republik Armenien besetzten Gebieten nicht gewährleisten kann, bis diese Gebiete von der Besetzung befreit sind.

China

Nach weiterer Mitteilung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen hat China am 1. August 2008 folgende Erklärung zum Übereinkommen betreffend die Sonderverwaltungsregion Hongkong und die Sonderwaltungsregion Macao abgegeben:

Gemäß der Verfassung der Sonderverwaltungsregion Hongkong und der Verfassung der Sonderverwaltungsregion Macao, hat die Regierung der Volksrepublik China entschieden, dass das Übereinkommen auf die Sonderverwaltungsregion Hongkong und die Sonderverwaltungsregion Macao Anwendung findet.

Die Anwendung der Bestimmungen betreffend Freiheit des Personenverkehrs und Staatsangehörigkeit des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen für die Sonderverwaltungsregion Hongkong, ändert nichts an der Wirksamkeit der entsprechenden Gesetze der Sonderverwaltungsregion Hongkong über Einwanderungskontrolle und Staatsbürgerschaftsnachweis.

Estland:

Die Republik Estland legt Art. 12 des Übereinkommens dahingehend aus, dass sie die Einschränkung der Rechts- und Handlungsfähigkeit einer Person nicht verbietet, wenn sich diese Notwendigkeit in Folge der Fähigkeit der Person, ihre Handlungen zu verstehen und zu steuern, ergibt. Mit der Einschränkung der Rechte von Personen mit eingeschränkter Rechts- und Handlungsfähigkeit handelt die Republik Estland gemäß ihrem innerstaatlichen Recht.

Europäische Union1:

Erklärung gemäß Art. 44 Abs.1:

Art. 44 Abs. 1 des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (nachstehend „Übereinkommen“ genannt) sieht vor, dass eine Organisation der regionalen Integration in ihrer Urkunde zur förmlichen Bestätigung oder Beitrittsurkunde den Umfang ihrer Zuständigkeiten in Bezug auf die durch dieses Übereinkommen erfassten Angelegenheiten zu erklären hat.

Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft sind derzeit das Königreich Belgien, die Republik Bulgarien, die Tschechische Republik, das Königreich Dänemark, die Bundesrepublik Deutschland, die Republik Estland, Irland, die Hellenische Republik, das Königreich Spanien, die Französische Republik, die Italienische Republik, die Republik Zypern, die Republik Lettland, die Republik Litauen, das Großherzogtum Luxemburg, die Republik Ungarn, die Republik Malta, das Königreich der Niederlande, die Republik Österreich, die Republik Polen, die Portugiesische Republik, Rumänien, die Republik Slowenien, die Slowakische Republik, die Republik Finnland, das Königreich Schweden sowie das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland.

Die Europäische Gemeinschaft stellt fest, dass der Begriff „Vertragsstaaten“ für die Zwecke des Übereinkommens auf Organisationen der regionalen Integration im Rahmen von deren Zuständigkeiten Anwendung findet.

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gilt, was die Zuständigkeit der Europäischen Gemeinschaft anbelangt, für die Gebiete, in denen der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft Anwendung findet, nach Maßgabe dieses Vertrags, insbesondere von Art. 299.

Nach Art. 299 gilt diese Erklärung nicht für die Gebiete der Mitgliedstaaten, in denen der genannte Vertrag keine Anwendung findet, und berührt nicht Rechtsakte oder Standpunkte, die die betreffenden Mitgliedstaaten im Rahmen des Übereinkommens im Namen und im Interesse dieser Gebiete verabschieden.

In dieser Erklärung ist gemäß Art. 44 Abs. 1 des Übereinkommens für die von dem Übereinkommen betroffenen Bereiche angegeben, welche Zuständigkeiten die Mitgliedstaaten der Gemeinschaft nach Maßgabe des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft übertragen haben.

Der Umfang und die Ausübung der Gemeinschaftszuständigkeiten entwickeln sich naturgemäß ständig weiter; deshalb wird die Gemeinschaft diese Erklärung erforderlichenfalls im Einklang mit Art. 44 Abs. 1 des Übereinkommens ergänzen oder ändern.

In einigen Angelegenheiten verfügt die Europäische Gemeinschaft über die ausschließliche Zuständigkeit, in anderen ist die Zuständigkeit zwischen ihr und den Mitgliedstaaten geteilt. Die Mitgliedstaaten sind weiterhin für alle Angelegenheiten zuständig, für die keine Zuständigkeit auf die Europäische Gemeinschaft übertragen worden ist.

Gegenwärtig:

1.

Die Gemeinschaft verfügt über die ausschließliche Zuständigkeit hinsichtlich der Vereinbarkeit staatlicher Beihilfen mit dem gemeinsamen Markt und dem gemeinsamen Zolltarif. Soweit Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts von den Bestimmungen des Übereinkommens berührt werden, liegt die ausschließliche Zuständigkeit für die Übernahme entsprechender Verpflichtungen für die eigene öffentliche Verwaltung bei der Europäischen Gemeinschaft. In diesem Zusammenhang erklärt die Gemeinschaft, dass sie für folgende Bereiche zuständig ist: Regelung von Einstellung, Arbeitsbedingungen, Besoldung, Fortbildung usw. für nicht gewählte Beamte nach dem Statut und den diesbezüglichen Durchführungsbestimmungen 2 .

2.

Die Gemeinschaft und die Mitgliedstaaten verfügen über geteilte Zuständigkeit in Bezug auf Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung, den freien Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr, die Landwirtschaft, den Eisenbahn-, Straßen-, See- und Luftverkehr, Steuern, den Binnenmarkt, gleiches Entgelt für Männer und Frauen, die Politik der transeuropäischen Netze sowie die Statistik. Die Europäische Gemeinschaft besitzt hinsichtlich des Beitritts zu dem Übereinkommen in Bezug auf diese Angelegenheiten nur insofern ausschließliche Zuständigkeit, als die Bestimmungen des Übereinkommens oder die aufgrund des Übereinkommens erlassenen Rechtsvorschriften gemeinsame Vorschriften berühren, die vorab von der Europäischen Gemeinschaft festgelegt wurden. Bestehen Gemeinschaftsvorschriften, die jedoch unberührt bleiben, insbesondere Gemeinschaftsvorschriften, die lediglich Mindeststandards festlegen, so sind, unbeschadet der Zuständigkeit der Europäischen Gemeinschaft, in diesem Bereich tätig zu werden, die Mitgliedstaaten zuständig. In den übrigen Fällen bleiben die Mitgliedstaaten zuständig. Ein Verzeichnis der einschlägigen von der Europäischen Gemeinschaft angenommenen Rechtsakte ist als Anlage beigefügt. Die sich aus diesen Rechtsakten ergebende Zuständigkeit der Europäischen Gemeinschaft ist aufgrund des genauen Inhalts des einzelnen Rechtsakts und insbesondere danach zu beurteilen, inwieweit darin gemeinsame Regeln festgelegt werden.

3.

Die folgenden EG-Politikbereiche können auch für das VN-Übereinkommen von Bedeutung sein: Die Mitgliedstaaten und die Gemeinschaft arbeiten auf die Entwicklung einer koordinierten Beschäftigungsstrategie hin. Die Gemeinschaft trägt zur Entwicklung einer qualitativ hoch stehenden Bildung bei, indem sie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten fördert und die Tätigkeit der Mitgliedstaaten erforderlichenfalls unterstützt und ergänzt. Die Gemeinschaft führt eine Politik der beruflichen Bildung durch, welche die Maßnahmen der Mitgliedstaaten unterstützt und ergänzt. Die Gemeinschaft entwickelt und verfolgt weiterhin ihre Politik zur Stärkung ihres wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts, um eine harmonische Entwicklung der Gemeinschaft als Ganzer zu fördern. Die Gemeinschaft verfolgt, unbeschadet der jeweiligen Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten, eine Politik der Entwicklungszusammenarbeit und der wirtschaftlichen, finanziellen und technischen Zusammenarbeit mit Drittländern.


1 Gemäß Art. 1 dritter Absatz EUV idF Vertrag von Lissabon ist mit 1.12.2009 die Union an die Stelle der Europäischen Gemeinschaft getreten, deren Rechtsnachfolgerin sie ist.

2 Verordnung (EWG, Euratom, EGKS) Nr. 259/68 des Rates vom 29. Februar 1968 zur Festlegung des Statuts der Beamten der Europäischen Gemeinschaften und der Beschäftigungsbedingungen für die sonstigen Bediensteten dieser Gemeinschaften (ABl. L 56 vom 4.3.1968, S. 1).

Anlage

Rechtsakte der Gemeinschaft zu den durch das Übereinkommen erfassten Angelegenheiten

Die im Folgenden aufgeführten gemeinschaftlichen Rechtsakte veranschaulichen den Umfang des Zuständigkeitsbereichs der Gemeinschaft entsprechend den Bestimmungen des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. In einigen Angelegenheiten verfügt die Europäische Gemeinschaft über die ausschließliche Zuständigkeit, in anderen ist die Zuständigkeit zwischen ihr und den Mitgliedstaaten geteilt. Die sich aus diesen Rechtsakten ergebende Zuständigkeit der Gemeinschaft ist aufgrund des genauen Inhalts des einzelnen Rechtsakts und insbesondere danach zu beurteilen, inwieweit darin gemeinsame Regeln festgelegt werden, die durch die Bestimmungen des Übereinkommens berührt werden.

Richtlinie 1999/5/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 1999 über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen und die gegenseitige Anerkennung ihrer Konformität (ABl. L 91 vom 7.4.1999, S. 10).

Richtlinie 2001/85/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2001 über besondere Vorschriften für Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz und zur Änderung der Richtlinien 70/156/EWG und 97/27/EG (ABl. L 42 vom 13.2.2002, S. 1).

Richtlinie 96/48/EG des Rates vom 23. Juli 1996 über die Interoperabilität des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsbahnsystems (ABl. L 235 vom 17.9.1996, S. 6), geändert durch die Richtlinie 2004/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 164 vom 30.4.2004, S. 114).

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