Bekanntmachung der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend den Lehrplan für den griechisch-orientalischen (orthodoxen) Religionsunterricht an mittleren und höheren Schulen (Sekundarstufe II)
schulstufenweise aufsteigendes Außerkrafttreten, vgl. § 2, BGBl. II Nr. 114/2016
Präambel/Promulgationsklausel
Auf Grund des § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 190/1949, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 256/1993, wird bekannt gemacht:
schulstufenweise aufsteigendes Außerkrafttreten, vgl. § 2, BGBl. II Nr. 114/2016
Der in der Anlage wiedergegebene Lehrplan für den griechisch-orientalischen (orthodoxen) Religionsunterricht an mittleren und höheren Schulen (Sekundarstufe II) wurde von der griechisch-orientalischen Kirche in Österreich erlassen und wird mit Wirksamkeit vom 1. September 2011 gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes bekannt gemacht.
schulstufenweise aufsteigendes Außerkrafttreten, vgl. § 2, BGBl. II Nr. 114/2016
Anlage
LEHRPLAN FÜR DEN ORTHODOXEN RELIGIONSUNTERRICHT AN MITTLEREN UND HÖHEREN SCHULEN (SEKUNDARSTUFE II)
ALLGEMEINE BEMERKUNGEN:
Mit dem vorliegenden Lehrplan für die Sekundarstufe II wird die neue orthodoxe Lehrplanarchitektur abgeschlossen, die mit der Erstellung des Lehrplans für die Erteilung des orthodoxen Religionsunterrichts an Volksschulen (Vorschulstufe, Grundstufe I und II) im Jahr 2008 eingeleitet wurde. Damit steht ein zeitgemäßes und differenziertes Instrumentarium für den orthodoxen Religionsunterricht zur Verfügung, das den früheren Lehrplan für den griechisch-orientalischen (orthodoxen) Religionsunterricht an Pflichtschulen, mittleren und höheren Schulen (BGBl. Nr. 441/1991) ablöst.
Genauso wie die neuen Lehrpläne für die Erteilung des orthodoxen Religionsunterrichts an Volksschulen, allgemein bildenden höheren Schulen (Unterstufe), Hauptschulen und Polytechnischen Schulen möchte der vorliegende Lehrplan im Hinblick auf die Aufgaben der Schule und auf die Tätigkeit der Lehrkräfte für orthodoxe Religion eine dreifache Funktion erfüllen. Er versteht sich erstens als integraler Bestandteil des österreichischen Schulwesens. In ihm wird der Beitrag verwirklicht, den die Orthodoxe Kirche zur religiösen und sittlichen Bildung der jungen Menschen in Österreich leisten will. Zweitens soll er den Religionslehrern und Religionslehrerinnen jene Hilfe bieten, die sie für die Gestaltung eines effizienten Unterrichts und die Erfüllung ihrer umfassenden Bildungs- und Erziehungsaufgabe benötigen. Schließlich und vor allem hat dieser Lehrplan die Schüler und Schülerinnen vor Augen: Er soll den Schülern und Schülerinnen in ihrer Entwicklung zu integren und verantwortungsvollen Gliedern unserer Gesellschaft dienen.
Allen, die am Zustandekommen dieses Lehrplans mitgearbeitet haben, sei herzlich gedankt, insbesondere dem Ersteller des Entwurfs und den Mitgliedern der Orthodoxen Religionspädagogischen Kommission für ihre wertvollen Beiträge.
Das Orthodoxe Schulamt gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieser Lehrplan ein Beitrag zur Festigung und gedeihlichen Fortentwicklung eines zeitgemäßen schulischen orthodoxen Religionsunterrichts in Österreich zum Wohle der österreichischen Gesellschaft sein möge.
BILDUNGSZIEL UND BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN:
Dem orthodoxen Religionsunterricht obliegt die Aufgabe der religiösen und sittlichen Bildung und Erziehung der Schüler und Schülerinnen. Er versteht sich dabei immer auch als Teil des allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrages der österreichischen Schule und hat daher die Aufgabe im Sinne des Art. 14 Abs. 5a B-VG iVm § 2 des Schulorganisationsgesetzes an der der Heranbildung der jungen Menschen mitzuwirken, und zwar
– beim Erwerb von Wissen und bei der Förderung der Allgemeinbildung;
– bei der Entwicklung von Kompetenzen (Sach-, Selbst- und Sozialkompetenzen);
– bei der Vermittlung von Werten.
Der orthodoxe Religionsunterricht nimmt diesen umfassenden Bildungsauftrag in der Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes wahr. Er lässt sich dabei immer von der orthodoxen Sicht der Welt und des Menschen leiten, woraus sich einige konkrete religiöse Bildungs- und Lehraufgaben ergeben:
– Vermittlung der Grundkenntnisse über die Fundamente des christlichen Lebens und Glaubens und eine schrittweise Einführung in das sakramentale Leben der Kirche;
– Vermittlung der biblischen Heilsgeschichte und eine altersgemäße Einführung in die Lehre der Kirchenväter (Prinzip der Exegese und der patristischen Hermeneutik);
– Sensibilisierung für die existentielle Bedeutung des orthodoxen Glaubens;
– Erziehung und Bildung der Schüler und Schülerinnen im christlichen Geist, in christlicher Moral und Weltanschauung;
– Stärkung der religiösen Identität der Schüler und Schülerinnen;
– Pflege der christlichen Kultur und Ermunterung zu religiöser Praxis in der Kirche und im Alltag.
Alle diese Aufgaben sind nicht isoliert voneinander zu verwirklichen, sondern sind im Unterrichtsgeschehen stets eng miteinander verbunden. Religiöse Übungen bieten im Rahmen der schulischen Möglichkeiten einen Raum, praktische religiöse Erfahrungen zu ermöglichen, und fördern Gemeinschaft und Solidarität.
Der orthodoxe Religionsunterricht trägt zum Verstehen der christlichen Kultur Europas bei. Wenn Schüler und Schülerinnen in ihrer Konfession beheimatet sind und in ihr Halt und Zuversicht finden, werden sie dadurch besser befähigt werden, den Menschen, die anderen Kulturen angehören und andere Religionen und Weltanschauungen bekennen, angstfrei und in Toleranz und in gegenseitigem Respekt zu begegnen. Sie werden so zu einem Zusammenleben in der Gesellschaft in Gerechtigkeit und Frieden und zur Lösung der Probleme des Lebens vorbereitet. Damit bietet der orthodoxe Religionsunterricht eine wertvolle Hilfe für die soziale Integration in Österreich und das friedliche Zusammenleben der Völker und Menschen in Europa.
ALLGEMEINE DIDAKTISCHE UND FACHDIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE:
Für den Religionsunterricht als Schulfach gelten die allgemeinen didaktischen Grundsätze der jeweiligen Schularten und Schultypen. Da die Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen im Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens stehen muss, ergeben sich einige allgemeine didaktische Grundsätze wie zum Beispiel:
– Anknüpfen an die Vorkenntnisse und Vorerfahrungen der Schüler und Schülerinnen;
– Herstellen von Bezügen zur Lebenswelt und gegebenenfalls zur Berufswelt;
– Förderung durch Differenzierung und Beachtung der Fragen und Anliegen der Schüler und Schülerinnen;
– Stärken von Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung;
– Darlegung der geschichtlichen Dimension der Themen;
– Erziehung zu geschlechtergerechtem Denken und Handeln;
– Prinzip der sozialen Integration;
– Sicherung des Unterrichtsertrages (Leistungsbeurteilung).
Dabei soll der orthodoxe Religionsunterricht wesentlich von den theologischen Grundeinstellungen Gott, der Welt und dem Menschen gegenüber geprägt sein. Es ist dies jene grundlegende Sichtweise der Wirklichkeit, die das gesamte Leben der orthodoxen Gläubigen durchdringt und jedem konkreten Handeln Richtung und Ziel gibt. Diese Grundsätze sollen auch den Bereich der orthodoxen Bildung und Erziehung prägen und in den fachdidaktischen Zugängen und Methoden ihre Anwendung finden. Hier sind jene theologischen Prinzipien zu beachten, die bereits im Lehrplan für den orthodoxen Religionsunterricht an Volksschulen grundsätzlich dargelegt wurden:
– Das Prinzip des Bildes Gottes;
– Das Prinzip der Erfüllung in Christus;
– Das Prinzip des Leben schaffenden Wirkens des Heiligen Geistes;
– Das Prinzip der Gemeinschaft (Koinonia) und Konziliarität;
– Das Prinzip des Aufstiegs (Anabasis) und der Vergöttlichung (Theosis);
– Das Prinzip des Sehens.
Diese Prinzipien liegen sowohl der orthodoxen Theologie als auch der orthodoxen Religionsdidaktik und somit auch der Fachdidaktik des orthodoxen Religionsunterrichts zugrunde. Entsprechend dem Prinzip des Sehens erfolgt Glaubenlernen in orthodoxer Tradition vom Sichtbaren ausgehend hin zum Unsichtbaren, vom Bild zum Urbild, von der Praxis zur Theoria, vom konkreten Leben zum letzten Geheimnis unserer Existenz.
Die allgemeinen didaktischen sowie die fachdidaktischen Grundsätze erfordern eine Differenzierung und Gewichtung je nach den einzelnen Schularten, Schultypen und Schulstufen der Sekundarstufe II.
INHALTLICHER BEREICH/THEMEN:
Entsprechend den fachdidaktischen Prinzipien geht der Religionsunterricht in der Sekundarstufe II von konkreter Lebenserfahrung aus und eröffnet darin den Weg zur Betrachtung des Heilswirkens Gottes in der Geschichte und in der Gegenwart. Zitate aus der Heiligen Schrift, dem Dokument des Heilswirkens Gottes, fungieren als Leitmotive für die einzelnen Schulstufen. Damit baut der Religionsunterricht in der Sekundarstufe II organisch auf der biblischen Grundlage auf und hat einen starken ekklesiologischen Bezug: Setzt doch die Kirche das Heilswirken Gottes fort, vor allem in ihrem Zeugnis, in der Feier der Liturgie und Sakramente und in ihrem Dienst für die Menschen.
Den Inhalten jeder Schulstufe sind Ziele und Kompetenzen vorangestellt, die im Unterrichtsgeschehen eine organische Einheit bilden sollen. Sie sind eher weit und allgemein formuliert und müssen daher für einen kompetenzorientierten Unterricht noch differenziert und konkretisiert werden.
Die Unterrichtsinhalte sind in jeder Schulstufe in jeweils drei Themenbereiche eingeteilt. Der erste Themenbereich „Orthodoxie als Lebensweise“ hat die Aufgabe, den Schülern und Schülerinnen das Verständnis dafür zu vermitteln, dass sich orthodoxes Christsein im Leben vollzieht und in der Praxis verankert ist, und zwar im Gotteshaus und in der Gemeinde („Leben in der Kirche“) und in der gesamten Lebensgestaltung („Leben im Alltag“). Der zweite Themenbereich „Orthodoxer Glaube“ hat in den fünf Schulstufen der Sekundarstufe II das Heilswerk Gottes, die „Heilökonomie Gottes“, zum Inhalt: in der 9. Schulstufe das Heilswirken Gottes im Alten Bund, in der 10. Schulstufe das Heilswirken Gottes im Neuen Bund, in der 11. Schulstufe das Heilwirken Gottes in der Kirche und durch die Kirche und in der 12. und 13. Schulstufe das Heilswirken Gottes in der Kirchengeschichte des 1. und 2. Jahrtausends. Der dritte Themenbereich „Orthodoxe Christen und Christinnen vor den Herausforderungen unserer Zeit“ soll schließlich die Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen angesichts der heutigen Probleme der Gesellschaft sowie der Menschheit überhaupt fördern und gewährleistet die Lebensnähe und Aktualität des orthodoxen Religionsunterrichts in der Sekundarstufe II.
Der vorliegende Lehrplan versteht sich als Rahmenlehrplan und gibt daher den Lehrkräften je nach den Erfordernissen in den einzelnen Klassen die Möglichkeit zu weiterer Gestaltung und Ergänzung. Da die Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen mit all ihren Problemen und Fragen, mit Freude und Leid in ihrer Entwicklung ein wesentlicher Bestandteil des orthodoxen Religionsunterrichts ist, soll diesem Bereich ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Auswahl, Reihung und Gewichtung der diesbezüglichen Themen sind an den Erfordernissen der jeweiligen Klasse zu orientieren.
In seiner gesamten Konzeption versteht sich der orthodoxe Religionsunterricht auch als Dienst an der Gesellschaft, an der Schule und vor allem an den Schülern und Schülerinnen. Er verkündet allen das den Menschen in Christus geschenkte Heil und die Gnadengaben des Heiligen Geistes.
Der orthodoxe Religionsunterricht soll gemäß der Intention des Lehrplans auch je nach den Besonderheiten der einzelnen Schularten der Sekundarstufe II differenziert werden:
ALLGEMEIN BILDENDE HÖHERE SCHULE (Oberstufe)
Die 5. bis 13. Schulstufe im Lehrplan entsprechen der 5. bis 9. Klasse der entsprechenden Sonderformen der allgemein bildenden höheren Schulen (mit sportlicher Ausbildung bzw. mit musischer Ausbildung). Dabei ist in der Unterrichtsgestaltung auch den spezifischen Besonderheiten der jeweiligen Sonderform Rechnung zu tragen.
In den vierklassigen Oberstufenformen der allgemein bildenden höheren Schulen ist in der 8. Klasse der Lehrstoff der 12. und 13. Schulstufe des Lehrplans in geeigneter und pädagogisch und religionsdidaktisch vertretbarer Weise zusammenzufassen bzw. gegebenenfalls auch zu kürzen.
Für den Wahlpflichtgegenstand „Orthodoxe Religion“ gelten dieselben Bildungs- und Lehraufgaben und didaktischen Grundsätze wie für den Pflichtgegenstand. Was den Lehrstoff betrifft, bildet der Themenbereich des vorliegenden Lehrplans die Grundlage auch für den Wahlpflichtgegenstand. Dieser soll in Hinblick auf spezifische Interessen der Schüler und Schülerinnen vertieft und erweitert werden, wobei bereits auch wissenschaftliche Arbeitsweisen eingeübt werden sollen.
BERUFSBILDENDE HÖHERE SCHULEN
Die 5. bis 13. Schulstufe im Lehrplan entsprechen dem 1. bis 5. Jahrgang der jeweiligen berufsbildenden höheren Schule.
Die Besonderheiten der einzelnen Schularten sind auch im Religionsunterricht entsprechend zu berücksichtigen, insbesondere die notwendige Vermittlung religionspädagogischer Kompetenzen in Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und Sozialpädagogik, der für das berufsbildende Schulwesen wesentliche Lebens-, Berufs- und Gegenwartsbezug sowie die sozialethische Dimension.
BERUFSBILDENDE MITTLERE SCHULEN
In einjährigen berufsbildenden mittleren Schulen ist als Grundlage des Unterrichts der Lehrplan für den orthodoxen Religionsunterricht an Polytechnischen Schulen zu verwenden.
In zweijährigen, dreijährigen und vierjährigen berufsbildenden mittleren Schulen sollen für die einzelnen Klassen geeignete Themen aus dem vorliegenden Lehrplan ausgewählt werden, wobei der Lebens-, Berufs- und Gegenwartsbezug sowie die sozialethische Dimension einen Schwerpunkt bilden.
THEMENBEREICHE 1 bis 3
ORTHODOXIE ALS LEBENSWEISE
Leben in der Kirche; Leben im Alltag
ORTHODOXER GLAUBE
Gottes Heilsökonomie
ORTHODOXE CHRISTEN UND CHRISTINNEN VOR DEN HERAUSFORDERUNGEN UNSERER ZEIT
SCHULSTUFE
LEITMOTIV:
Wie groß sind Deine Werke, Herr, in Weisheit hast Du alles gemacht.
ZIELE und KOMPETENZEN:
Die Schüler und Schülerinnen
- lernen die alttestamentliche Heilsgeschichte auch in ihrer Bedeutung für den orthodoxen Gottesdienst und für ihr eigenes Leben kennen und können sich in der Heiligen Schrift des Alten Testaments orientieren;
- setzen sich mit der Gottesfrage und mit nichtreligiösen Konzeptionen auseinander;
- erfahren eine Stärkung ihrer christlichen Identität auf Grundlage des orthodoxen Menschenbildes und erhalten Impulse zu einem von Verantwortung und Toleranz geprägten Zusammenleben in der Gesellschaft;
- werden sich der bleibenden Aktualität der Weisungen des Dekalogs bewusst;
- erkennen die heilende Wirkung von Buße und Umkehr im menschlichen Leben und werden zu einem christlich motivierten Einsatz für Schöpfung und Welt ermutigt;
INHALTE / KERNBEREICH:
THEMENBEREICH 1: ORTHODOXIE ALS LEBENSWEISE
LEBEN IN DER KIRCHE
1.1. Das Gedächtnis der alttestamentlichen Heilsgeschichte im Gottesdienst der Kirche
1.2. Bußgottesdienste und Bußgebete in der Großen Fastenzeit
1.3. Das Sakrament der Buße als Heilung
LEBEN IM ALLTAG
1.4. Die Weisungen des Dekalogs als Lebensregel heute
1.5. Psalmen im Gebetsleben der Christen
1.6. Das Leben des Menschen im Geist der Buße
1.7. Achtung vor Gottes Schöpfung: Welt, Mensch und Leben
THEMENBEREICH 2: ORTHODOXER GLAUBE
GOTTES HEILSÖKONOMIE: DER ALTE BUND (AT)
2.1. Gott schafft die Welt und den Menschen
2.2. Der Sündenfall des Menschen
2.3. Gottes Bund mit dem auserwählten Volk
2.4. Der Dekalog als Gesetz des Bundes (AT)
2.5. Die Propheten und ihre Aufgabe
2.6. Die Psalmen als Rufen zu Gott
2.7. Die Messiaserwartung im Alten Bund – Messianische Prophezeiungen
2.8. Das orthodoxe Verständnis der Erlösung des Menschen
2.9. Einführung in die Heilige Schrift des Alten Testaments
THEMENBEREICH 3: ORTHODOXE CHRISTEN UND CHRISTINNEN VOR DEN HERAUSFORDERUNGEN UNSERER ZEIT
3.1. Bewahrung der Schöpfung als Aufgabe
3.2. Biblischer Schöpfungsglaube und Naturwissenschaft
3.3. Bedrohung der Würde des Menschen. Menschenrechte
3.4. Bioethische und sozialethische Fragen aus orthodoxer Sicht
3.5. Der Mensch zwischen Freiheit und Verantwortung
3.6. Die Frage nach dem Sinn des Lebens
3.7. Alkoholismus und Drogenkonsum als Flucht angesichts der Sinnkrise
3.8. Die Bedeutung von Glaube und Religion in der heutigen Welt
3.9. Zusammenleben in der heutigen Gesellschaft: Religiöse Diversität, Atheismus und Konfessionslosigkeit
SCHULSTUFE
LEITMOTIV:
Wir haben Seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater.
ZIELE und KOMPETENZEN:
Die Schüler und Schülerinnen
– lernen das Heilswerk Jesu Christi und die wesentliche Bedeutung des christlichen Auferstehungsglaubens kennen;
– können sich in der Heiligen Schrift des Neuen Testaments orientieren;
– verstehen das Sakrament der Taufe und die Feier der Liturgie und die Weisungen Christi als Einladung und Weg zur Christusnachfolge;
– erwerben ein tieferes Verständnis für ein christliches, von Glaube, Hoffnung und Liebe inspiriertes Verhalten angesichts von Leid und Tod in ihrem Leben und in der Welt und lernen über leidvolle Erfahrungen zu sprechen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen;
– werden zur Auseinandersetzung mit weltlichen Ideologien und neuen Heilslehren befähigt und können auf Gewalt beruhende Lösungsversuche vom christlichen Standpunkt aus kritisch beurteilen.
INHALTE / KERNBEREICH:
THEMENBEREICH 1: ORTHODOXIE ALS LEBENSWEISE
LEBEN IN DER KIRCHE
1.1. Die Göttliche Liturgie als Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn
1.2. Die Feier der Herrenfeste im Kirchenjahr
1.3. Die Initiationssakramente (Taufe, Myronsalbung, Eucharistie) und das Sakrament der Krankensalbung
1.4. Totengedächtnis in der Kirche und kirchliches Begräbnis
LEBEN IM ALLTAG
1.5. Die Weisungen der Seligpreisungen als Lebensregel der Christen
1.6. Leben im Lichte der Auferstehung des Herrn
1.7. Gebet für die verstorbenen Angehörigen und Freunde
THEMENBEREICH 2: ORTHODOXER GLAUBE
GOTTES HEILSÖKONOMIE: DER NEUE BUND (NT)
2.1. Die Menschwerdung des Sohnes Gottes
2.2. Das Leben und Wirken des Erlösers Jesus Christus
2.3. Die Lehre des Erlösers: Bergpredigt und Gleichnisse
2.4. Das Leiden und der Kreuzestod Jesu Christi
2.5. Die Auferstehung Christi
2.6. Die Sendung des Heiligen Geistes
2.7. Einführung in die Heilige Schrift des Neuen Testaments
THEMENBEREICH 3: ORTHODOXE CHRISTEN UND CHRISTINNEN VOR DEN HERAUSFORDERUNGEN UNSERER ZEIT
3.1. Der Christ vor den Fragen des Leids im persönlichen Leben und in der Welt
3.2. Hoffnungen und Hoffnungslosigkeit angesichts der Zukunft
3.3. Zusammenleben in der heutigen Gesellschaft: Heilssehnsüchte der Menschen, politische Ideologien und neue Heilslehren
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