Bundesgesetz, mit dem eine vorläufige Vorsorge für das Finanzjahr 2014 getroffen wird (Gesetzliches Budgetprovisorium 2014)

Typ Sonstige
Veröffentlichung 2014-01-01
Status Aufgehoben · 2013-12-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 8
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Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

§ 1. (1) Grundlage für die vorläufige Gebarung des Finanzjahres 2014 bildet, soweit dieses Bundesgesetz keine abweichenden Regelungen trifft, das Bundesfinanzgesetz für das Jahr 2013, BGBl. I Nr. 103/2012, insbesondere einschließlich der darin enthaltenen Artikel I bis XIV, der Angaben zur Wirkungsorientierung gemäß § 23 Abs. 1 Z 2 lit. c des Bundeshaushaltsgesetzes 2013 (BHG 2013) und des Personalplanes 2013.

(2) Soferne die im Bundesfinanzrahmengesetz 2014 bis 2017, in der Fassung des Artikel 2 dieses Bundesgesetzes, BGBl. I Nr. 7/2014, für das Jahr 2014 festgelegten Obergrenzen niedriger sind als jene des gemäß § 1 anzuwendenden Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2013, gelten diese niedrigeren Obergrenzen.

(3) Die Überwachung der Einhaltung der Obergrenzen gemäß Abs. 1 und 2 obliegt den haushaltsleitenden Organen (§ 6 Abs. 2 Z 8 BHG 2013).

Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

§ 2. Im Zusammenhang mit der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012, BGBl. I Nr. 51/2012, ist das gemäß § 1 anzuwendende Bundesfinanzgesetz 2013 unter Berücksichtigung folgender Umschichtungen von Mittelverwendungen und Mittelaufbringungen zu vollziehen:

Beträge in Mill. Euro
Ergebnishaushalt Finanzierungshaushalt
Umschichtung vom Detailbudget Aufwand Ertrag Auszahlungen Einzahlungen Umschichtung zum Detailbudget Bezeichnung
11.03.05 0,708 0,708 10.01.05 AsylGH
13.02.02 0,200 0,200 10.01.05 AsylGH
14.01.01 0,644 0,644 10.01.05 AsylGH
15.02.01 0,052 0,052 10.01.05 AsylGH
20.01.02 2,515 2,515 10.01.05 AsylGH
21.01.01 1,835 1,835 10.01.05 AsylGH
24.01.01 0,203 0,203 10.01.05 AsylGH
30.01.01 0,088 0,088 10.01.05 AsylGH
31.01.01 0,228 0,228 10.01.05 AsylGH
40.01.05 2,406 0,220 2,405 0,226 10.01.05 AsylGH
40.01.01 0,176 0,176 10.01.05 AsylGH
41.01.01 0,106 0,106 10.01.05 AsylGH
42.01.01 0,900 0,900 10.01.05 AsylGH
41.01.03 0,224 0,224 13.02.02 OLG Wien

Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

§ 3. (1) Die haushaltsleitenden Organe laut der nachfolgenden Tabelle (Spalte 1) haben die im Finanzierungs- und Ergebnishaushalt je Untergliederung veranschlagten, finanzierungswirksamen Mittelverwendungen jeweils in Höhe der sich aus Spalte 2 der nachfolgenden Tabelle ergebenden Beträge binnen zwei Wochen nach Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes nach Maßgabe des 2. Satzes dieses Absatzes zu binden. Nicht gebunden werden dürfen variable Mittelverwendungen, Mittelverwendungen nach Maßgabe zweckgebundener Mittelaufbringungen, Mittelverwendungen aus EU-Mitteln sowie mit Gegenverrechnung im Bundeshaushalt.

Spalte 1 Spalte 2
UG Bezeichnung Millionen Euro
Oberste Organe
01 Präsidentschaftskanzlei 0,154
02 Bundesgesetzgebung 2,849
03 Verfassungsgerichtshof 0,106
04 Verwaltungsgerichtshof 0,136
05 Volksanwaltschaft 0,208
06 Rechnungshof 0,285
10 Bundeskanzleramt 5,223
11 Inneres 38,442
12 Äußeres 18,523
13 Justiz 41,632
14 Militärische Angelegenheiten und Sport 45,415
Bundesministerium für Finanzen
15 Finanzverwaltung 33,523
44 Finanzausgleich 1,825
45 Bundesvermögen 34,749
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
20 Arbeit 0,600
21 Soziales und Konsumentenschutz 48,969
24 Gesundheit 4,245
25 Familien und Jugend 0,774
30 Bildung und Frauen 68,391
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
31 Wissenschaft und Forschung 42,196
40 Wirtschaft 18,643
41 Verkehr, Innovation und Technologie 44,694
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
42 Land-, Forst- und Wasserwirtschaft 27,748
43 Umwelt 16,496

(2) Der Bundesminister für Finanzen ist ermächtigt, die gemäß Abs. 1 verfügten Mittelverwendungsbindungen zum Teil oder zur Gänze aufzuheben oder dem haushaltsleitenden Organ die Zustimmung zur Umlegung von Mittelverwendungsbindungen auf andere Detailbudgets zu erteilen.

Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

§ 4. (1) Im Zusammenhang mit der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012, BGBl. I Nr. 51/2012, lautet die Bezeichnung des Detailbudgets 10.01.05 „Bundesverwaltungsgericht“ und jene des Detailbudgets 15.03.01 “Bundesfinanzgericht“.

(2) Im Zusammenhang mit dem Bundesgesetz über die Einrichtung und Organisation des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl (BFA-Einrichtungsgesetz), BGBl. I Nr. 87/2012, zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013, lautet die Bezeichnung des Detailbudgets 11.03.03.00 „Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl“.

Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

§ 5. Aufgrund der durch die Bundesministeriengesetz-Novelle 2014 eingetretenen Änderungen im Wirkungsbereich einzelner haushaltsleitender Organe ist das gemäß § 1 anzuwendende Bundesfinanzgesetz 2013 wie folgt zu vollziehen:

1.

Die Bezeichnungen der Untergliederungen 25 und 30 lauten „Familien und Jugend“ sowie „Bildung und Frauen“.

2.

Die im gemäß § 1 anzuwendenden Bundesfinanzgesetz 2013 (Anlage I) veranschlagten Mittelverwendungen und Mittelaufbringungen werden wie folgt umgeschichtet:

Beträge in Mill. Euro
Ergebnishaushalt Finanzierungshaushalt
Umschichtung vom Detailbudget Aufwand Ertrag Auszahlungen Einzahlungen Umschichtung zum Detailbudget Bezeichnung
10.01.02 2,563 2,563 30.01.01 Zentralstelle
10.02.01 8,458 0,001 8,458 0,001 30.05.01 Frauen
11.01.01 0,006 12.01.01 Zentralstelle
11.03.02 1,776 0,017 1,714 0,017 12.01.01 Zentralstelle
11.03.02 2,081 2,081 12.02.03 Integration
11.03.02 20,716 20,716 12.02.03 Integration
30.01.07 57,108 57,108 0,001 10.01.01 Ressortübergr. Vorh.
30.01.01 0,272 0,272 10.01.02 Zentralstelle
30.01.01 7,542 7,542 32.02.01 Steuerung Services
30.01.07 0,507 0,507 32.02.02 Förderungen, Transf.
30.03.01 0,767 0,767 32.02.01 Steuerung Services
30.03.02 76,410 0,010 76,977 0,010 32.01.01 Steuerung Services
30.03.02 4,528 4,528 32.02.02 Förderungen, Transf.
30.03.03 28,887 4,508 28,786 4,512 32.02.03 Denkmalschutz
30.03.04 21,020 0,550 21,001 0,647 32.02.04 Bes. Einrichtungen
30.04.01 108,020 108,020 32.03.01 Bundesm.Ö.Nationalb.
30.04.02 120,726 0,001 120,726 0,001 32.03.02 Bundestheatergruppe
31.01.01 0,288 0,288 25.02.03 Steuerung Services
40.01.01 7,600 0,010 7,600 0,010 25.02.03 Steuerung Services
40.03.01 0,122 0,122 25.02.03 Steuerung Services
3.

Die in der Anlage II „Bundespersonal das für Dritte leistet-Bruttodarstellung“ in den Detailbudgets 30.04.91 und 30.04.92 veranschlagten Mittelverwendungen und Mittelaufbringungen werden zu den jeweils korrespondierenden, sachlich in Betracht kommenden Detailbudgets 32.03.91 und 32.03.92 im erforderlichen Ausmaß umgeschichtet.

4.

Der Personalplan 2013 (Anlage IV) gilt mit der Maßgabe, dass Planstellen nur bis zu der im § 4 des Bundesfinanzrahmengesetzes 2014 bis 2017, in der Fassung des Artikel 2 dieses Bundesgesetzes, BGBl. I Nr. 7/2014, für das Jahr 2014 festgelegten, mittelverwendungswirksamen Gesamtsumme der Personalkapazitäten besetzt werden dürfen; der Personalplan 2013 (Anlage IV) wird wie folgt geändert:

a.) § 7 Abs. 5 der „Regelungen für die Planstellenbewirtschaftung gem. § 44 BHG 2013“ lautet:

„(5) Bis zum Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes 2014 sind ressortübergreifende Bindungen von Planstellen zulässig.“

b.) Das Planstellenverzeichnis erhält die aus der Anlage ersichtliche Fassung.

Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

§ 6. Die Gebarung des Budgetprovisoriums gemäß Art. 51a Abs. 4 B-VG ist bei den Mittelverwendungen und Mittelaufbringungen des Gesetzlichen Budgetprovisoriums 2014, jene des Gesetzlichen Budgetprovisoriums 2014 bei den Mittelverwendungen und Mittelaufbringungen des Bundesvoranschlages für das Jahr 2014 zu berücksichtigen.

§ 7. Die §§ 3 und 5 dieses Bundesgesetzes treten mit 1. März 2014 in Kraft, alle übrigen Bestimmungen treten mit 1. Jänner 2014 in Kraft. Sämtliche Bestimmungen dieses Bundesgesetzes treten mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 vorangeht.

Tritt mit Ablauf jenes Monats außer Kraft, das dem Inkrafttreten des Bundesfinanzgesetzes für das Jahr 2014 (BGBl. I Nr. 38/2014) vorangeht (vgl. § 7).

§ 8. Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist unbeschadet der den obersten Organen nach Maßgabe der Haushaltsvorschriften zustehenden Befugnis zur Bestreitung der einzelnen Mittelverwendungen innerhalb ihres Teilvoranschlages

1.

soweit in diesem Bundesgesetz Bestimmungen über den Personalplan getroffen werden, der Bundeskanzler im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen,

2.

im Übrigen der Bundesminister für Finanzen betraut.

(Anm.: Anlage ist als PDF dokumentiert.)

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