Verordnung über die Lehrpläne für gewerbliche und kunstgewerbliche Fachschulen, Fachschulen für wirtschaftliche Berufe und Fachschulen für Sozialberufe sowie Höhere gewerbliche und kunstgewerbliche Lehranstalten und Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe (Lehrpläne der humanberuflichen Schulen)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2011-11-18
Letzte Aktualisierung 2026-08-10
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 15
Änderungshistorie JSON API

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– Informationstechnologien und audiovisuelle Medien einsetzen;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– Arbeiten aus dem Bereich des kreativen Ausdrucks gemeinsam entwickeln und in Projekte einbringen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier- Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Schallaufzeichnung und Aufnahmetechnik.

Grafisches Gestalten:

Vervielfältigbare Bildproduktion.

Kombination von Schrift und Bild.

Gestaltungsgrundlagen:

Farbe, Form, Raum, Material.

Musikalische Formelemente, Gestaltungsprinzipien.

Medium Fotografie.

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung mit Schwerpunkt Fotografie, Werbung, Printmedien.

Bild, Ton und Musik – Medien der Kommunikation, Dokumentation und Manipulation.

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen und dabei Material, Verfahren und Gestaltungsmittel einsetzen;

– fachtheoretische Grundkenntnisse anwenden;

– sich einzeln und/oder gemeinsam musikalisch, sprachlich, tänzerisch und bildnerisch ausdrücken;

– experimentell, improvisatorisch und spielerisch handeln;

– verantwortungsvoll mit Werkzeugen, Instrumenten und Materialien umgehen;

– bewusst und differenziert sinnlich wahrnehmen und beschreiben;

– exemplarische Beispiele künstlerischen Schaffens wiedererkennen und lokale, zeitbedingte und mediale Besonderheiten von Bildgestaltung erläutern;

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– Arbeiten aus dem Bereich des kreativen Ausdrucks gemeinsam entwickeln und in Projekte einbringen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier-, Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Musikalische Formen und Gattungen.

Gestaltungsgrundlagen der Malerei:

Farbe, Form, Raum, Material.

Farbe als Ausdrucksträger; experimentelle und malerische Techniken.

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung:

Auseinandersetzung mit Beispielen aus den Bereichen Malerei, Grafik, Plastik, Objekt, Alltagsästhetik und Musik.

Historische, gesellschaftliche, politische, weltanschauliche und kulturelle Bezüge.

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen und dabei Material, Verfahren und Gestaltungsmittel zielgerecht einsetzen;

– fachtheoretische Grundkenntnisse anwenden;

– sich einzeln und/oder gemeinsam musikalisch, sprachlich, mimisch, gestisch, tänzerisch und bildnerisch ausdrücken;

– experimentell, improvisatorisch und spielerisch handeln;

– verantwortungsvoll mit Werkzeugen, Instrumenten und Materialien umgehen;

– bewusst und differenziert sinnlich wahrnehmen und beschreiben;

– exemplarische Beispiele künstlerischen Schaffens wiedererkennen und stilistisch zuordnen;

– lokale, zeitbedingte und mediale Besonderheiten von Bildgestaltung erläutern;

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte und akustische Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– Informationstechnologien und audiovisuelle Medien einsetzen;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– gemeinsam Projekte planen und durchführen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier- Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Musik und Computer.

Vertonung von Bildern und Texten.

Zielgruppenorientierte Gestaltung von gebrauchsgrafischen Produkten.

Layout-Grundlagen.

Digitale Bildbearbeitung.

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung:

Auseinandersetzung mit Beispielen aus den Bereichen, Grafik, Zeichen, elektronische Medien, Alltagsästhetik und Musik.

Schwerpunkte Bildmanipulation, Werbung, Games.

Historische, gesellschaftliche, politische, weltanschauliche und kulturelle Bezüge.

Kontakt mit dem Original.

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen und dabei Material, Verfahren und Gestaltungsmittel zielgerecht einsetzen;

– fachtheoretische Grundkenntnisse anwenden;

– sich einzeln und/oder gemeinsam musikalisch, sprachlich, mimisch, gestisch, tänzerisch und bildnerisch ausdrücken;

– experimentell, improvisatorisch und spielerisch handeln;

– verantwortungsvoll mit Werkzeugen, Instrumenten und Materialien umgehen;

– bewusst und differenziert sinnlich wahrnehmen und beschreiben;

– exemplarische Beispiele künstlerischen Schaffens wiedererkennen und stilistisch zuordnen;

– lokale, zeitbedingte und mediale Besonderheiten von Bildgestaltung erläutern;

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte und akustische Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– Informationstechnologien und audiovisuelle Medien einsetzen;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– den Stellenwert Österreichs als Kunst- und Kulturland beschreiben;

– gemeinsam Projekte planen und durchführen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier-, Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Musikgeschichtlicher Überblick.

Kunstland Österreich – aktuelles Musik- und Ausstellungsgeschehen.

Grafische oder malerische Gestaltungsaufgaben.

Perspektive, räumliche und körperhafte Darstellung.

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung:

Auseinandersetzung mit Beispielen aus den Bereichen Architektur, Design, Installation, Zeichen, Alltagsästhetik, Raumklang und Musik.

Historische, gesellschaftliche, politische, weltanschauliche und kulturelle Bezüge.

Kontakt mit dem Original.

IV. Jahrgang:

7.

Semester – Kompetenzmodul 7:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen und dabei Material, Verfahren und Gestaltungsmittel zielgerecht einsetzen;

– fachtheoretische Grundkenntnisse anwenden;

– sich einzeln und/oder gemeinsam musikalisch, sprachlich, mimisch, gestisch, tänzerisch und bildnerisch ausdrücken;

– experimentell, improvisatorisch und spielerisch handeln;

– verantwortungsvoll mit Werkzeugen, Instrumenten und Materialien umgehen;

– bewusst und differenziert sinnlich wahrnehmen, beschreiben und analysieren;

– exemplarische Beispiele künstlerischen Schaffens wiedererkennen und stilistisch zuordnen;

– lokale, zeitbedingte und mediale Besonderheiten von Bildgestaltung erläutern;

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte und akustische Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– die Gefahr von Hörschäden im Zusammenhang mit Musikkonsum abschätzen;

– Informationstechnologien und audiovisuelle Medien einsetzen;

– kulturelle Einrichtungen nutzen;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– Zusammenhänge zwischen Bild, Text, Klang, Raum und Körper erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse gestalterisch umsetzen;

– die gesellschaftliche und politische Funktion und Wirkung von optischem und akustischem Material erkennen;

– gestalterische oder interpretatorische Qualitäten erkennen und beschreiben;

– gemeinsam Projekte planen und durchführen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier-, Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Einsatz von Musik in Video, Film und elektronischen Medien.

Wirkungen und Funktionen von Musik.

Trickfilm, Film und Video.

Gestaltungsaufgaben zur figürlichen Darstellung (Bewegung, Proportion, Deformation).

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung:

Auseinandersetzung mit Beispielen aus den Bereichen Malerei, Grafik, Video, Film und elektronische Medien, Alltagsästhetik, Musik und Performance.

Historische, gesellschaftliche, politische, weltanschauliche und kulturelle Bezüge.

8.

Semester – Kompetenzmodul 8:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen und dabei Material, Verfahren und Gestaltungsmittel zielgerecht einsetzen;

– fachtheoretische Grundkenntnisse anwenden;

– sich einzeln und/oder gemeinsam musikalisch, sprachlich, mimisch, gestisch, tänzerisch und bildnerisch ausdrücken;

– experimentell, improvisatorisch und spielerisch handeln;

– verantwortungsvoll mit Werkzeugen, Instrumenten und Materialien umgehen;

– bewusst und differenziert sinnlich wahrnehmen, beschreiben und analysieren;

– exemplarische Beispiele künstlerischen Schaffens wiedererkennen und stilistisch zuordnen;

– lokale, zeitbedingte und mediale Besonderheiten von Bildgestaltung erläutern;

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte und akustische Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– Informationstechnologien und audiovisuelle Medien einsetzen;

– kulturelle Einrichtungen nutzen;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– Zusammenhänge zwischen Bild, Text, Klang, Raum und Körper erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse gestalterisch umsetzen;

– die gesellschaftliche und politische Funktion und Wirkung von optischem und akustischem Material erkennen;

– gestalterische oder interpretatorische Qualitäten erkennen und beschreiben;

– gemeinsam Projekte planen und durchführen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier- Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Musik, Bild und Sprache.

Gestaltungsaufgaben:

Wege zur Abstraktion in Grafik, Malerei, Installation oder Objekt.

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung:

Auseinandersetzung mit Beispielen aus den Bereichen Architektur, Malerei, Grafik, Plastik, Objekt, Installation, Zeichen, elektronische Medien, Alltagsästhetik und Musik.

Historische, gesellschaftliche, politische, weltanschauliche und kulturelle Bezüge.

Kontakt mit dem Original.

V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:

9.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen und dabei Material, Verfahren und Gestaltungsmittel zielgerecht einsetzen;

– fachtheoretische Grundkenntnisse anwenden;

– sich einzeln und/oder gemeinsam musikalisch, sprachlich, mimisch, gestisch, tänzerisch und bildnerisch ausdrücken;

– experimentell, improvisatorisch und spielerisch handeln;

– verantwortungsvoll mit Werkzeugen, Instrumenten und Materialien umgehen;

– bewusst und differenziert sinnlich wahrnehmen, beschreiben und analysieren;

– exemplarische Beispiele künstlerischen Schaffens wiedererkennen und stilistisch zuordnen;

– lokale, zeitbedingte und mediale Besonderheiten von Bildgestaltung erläutern;

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte und akustische Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– Informationstechnologien und audiovisuelle Medien kriteriengeleitet einsetzen;

– kulturelle Einrichtungen selbstständig nutzen;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– Zusammenhänge zwischen Bild, Text, Klang, Raum und Körper erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse gestalterisch umsetzen;

– die gesellschaftliche und politische Funktion und Wirkung von optischem und akustischem Material erkennen;

– die Rolle von Musik als Wirtschaftsfaktor einschätzen;

– gestalterische oder interpretatorische Qualitäten erkennen und beschreiben;

– gemeinsam Projekte planen und durchführen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier- Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Musik und Gesellschaft bzw. Wirtschaft.

Freie bildnerische Arbeit:

Themenzentrierte Aufgaben mit der Möglichkeit einer individuellen Wahl der Gestaltungsmedien durch die Schülerinnen und Schüler, arbeitsbegleitende Dokumentation.

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung:

Auseinandersetzung mit Beispielen aus den Bereichen Architektur, Malerei, Grafik, Plastik, Objekt, Installation, Zeichen, elektronische Medien, Alltagsästhetik und Musik.

Historische, gesellschaftliche, politische, weltanschauliche und kulturelle Bezüge.

Kontakt mit dem Original.

10.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben eigenständig lösen und dabei Material, Verfahren und Gestaltungsmittel zielgerecht einsetzen;

– fachtheoretische Grundkenntnisse anwenden;

– sich einzeln und/oder gemeinsam musikalisch, sprachlich, mimisch, gestisch, tänzerisch und bildnerisch ausdrücken;

– experimentell, improvisatorisch und spielerisch handeln;

– verantwortungsvoll mit Werkzeugen, Instrumenten und Materialien umgehen;

– bewusst und differenziert sinnlich wahrnehmen, beschreiben und analysieren;

– exemplarische Beispiele künstlerischen Schaffens wiedererkennen und stilistisch zuordnen;

– lokale, zeitbedingte und mediale Besonderheiten von Bildgestaltung erläutern;

– Beobachtungen und Wahrnehmungen in bildhafte und akustische Ausdrucksformen umsetzen;

– mit Bildern und mittels musikalischer Aktivitäten kommunizieren;

– Informationstechnologien und audiovisuelle Medien kriteriengeleitet einsetzen;

– kulturelle Einrichtungen selbstständig nutzen;

– die Ergebnisse der praktischen Arbeit in geeigneter Form dokumentieren und präsentieren;

– Zusammenhänge zwischen Bild, Text, Klang, Raum und Körper erforschen und die gewonnenen Erkenntnisse gestalterisch umsetzen;

– die gesellschaftliche und politische Funktion und Wirkung von optischem und akustischem Material erkennen;

– gestalterische oder interpretatorische Qualitäten erkennen und beschreiben;

– gemeinsam Projekte planen und durchführen.

Lehrstoff:

Erweiterung des Vokal-, Musizier-, Hör-, Bewegungs- und Gestaltungsrepertoires.

Themenzentrierte Querschnitte.

Freie bildnerische Arbeit:

Themenzentrierte Aufgaben mit der Möglichkeit einer individuellen Wahl der Gestaltungsmedien durch die Schülerinnen und Schüler; arbeitsbegleitende Dokumentation.

Exemplarische Bild- und Werkbetrachtung:

Auseinandersetzung mit Beispielen aus den Bereichen Architektur, Malerei, Grafik, Plastik, Objekt, Installation, Zeichen, elektronische Medien, Alltagsästhetik und Musik.

Historische, gesellschaftliche, politische, weltanschauliche und kulturelle Bezüge.

Kontakt mit dem Original.

6.

MATHEMATIK, NATURWISSENSCHAFTEN UND ERNÄHRUNG

6.1 ANGEWANDTE MATHEMATIK

I. Jahrgang:

1.

und 2. Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Zahlen und Maße

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Bezeichnungen, den Aufbau und die Eigenschaften der Zahlenmengen (N, Z, Q, R) nennen, Zahlen diesen Mengen zuordnen und auf der Zahlengeraden darstellen;

– Zahlen von Festkommadarstellung in Gleitkommadarstellung umwandeln und umgekehrt;

– mit Zahlen in Gleitkommadarstellung mit und ohne Technologieeinsatz operieren;

– die Prozentrechnung verstehen und als Zahlen angeben;

– Anwendungsaufgaben mit Prozentzahlen lösen;

– die Kenntnisse über Fest- und Gleitkommadarstellung von großen und kleinen Zahlen auf den Bereich Maße und Maßeinheiten anwenden;

– die Maßeinheiten für Längen-, Flächen-, Volums-, Masse- und Zeiteinheiten nennen;

– die Vorsilben Kilo, Mega, Giga, Tera, Dezi, Zenti, Milli, Mikro, Nano sinnvoll bei Anwendungsaufgaben interpretieren;

– Maßeinheiten mit Hilfe der Potenzschreibweise darstellen und damit Rechenoperationen durchführen;

– Zahlen runden und die dabei nötige Genauigkeit im Zusammenhang mit Anwendungen abschätzen.

Algebra und Geometrie

Die Schülerinnen und Schüler können

– mit Variablen und mit Termen (Klammerterme, Binome, Brüche und Potenzen mit ganzzahligen Exponenten) ohne Technologieeinsatz operieren;

– die Regeln zum Auflösen von Klammern beschreiben;

– folgende binomische Formeln (a b)² und a² – b² anwenden und damit Terme auflösen bzw. Terme faktorisieren;

– die Rechengesetze für das Rechnen mit Potenzen mit ganzzahligen Hochzahlen nennen;

– diese Rechengesetze argumentieren, sie in geeigneten Aufgaben anwenden und die Ergebnisse interpretieren und kommunizieren;

– lineare Gleichungen und Ungleichungen in einer Variablen mit und ohne Technologieeinsatz lösen und die Lösungsmenge interpretieren;

– schulartenspezifische Problemstellungen durch lineare Gleichungen in einer Variablen modellieren;

– das problembezogene Modell der linearen Gleichung interpretieren und argumentieren und dieses zur Lösung von Aufgabenstellungen aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen heranziehen;

– Formeln aus verschiedenen Anwendungsbereichen nach einer gesuchten Variablen umformen;

– die Zusammenhänge und Abhängigkeiten der einzelnen Variablen interpretieren und argumentieren;

– ein lineares Gleichungssystem in 2 Variablen ohne Technologieeinsatz und in mehr Variablen mit Technologieeinsatz lösen;

– unterschiedliche Lösungsfälle (eine Lösung, keine Lösung, unendlich viele Lösungen) rechnerisch und grafisch interpretieren und argumentieren;

– ein lineares Gleichungssystem für schulartenspezifische Problemstellungen modellieren.

Funktionale Zusammenhänge

Die Schülerinnen und Schüler können

– eine Funktion als eindeutige Zuordnung beschreiben;

– die Variablen und den Zusammenhang zwischen den beiden Variablen einer Funktion argumentieren;

– eine lineare Funktion in verschiedenen Formen (Tabelle, Funktionsgleichung, Funktionsterm, grafisch im Koordinatensystem) darstellen;

– den Anstieg und die Werte (Punkte) einer Geraden berechnen;

– die Nullstelle der linearen Funktion grafisch und rechnerisch mit und ohne Technologieeinsatz bestimmen;

– die Lage zweier Geraden aus der Gleichung und/oder der grafischen Darstellung im Koordinatensystem bestimmen und interpretieren;

– Problemstellungen aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen durch lineare Funktionen modellieren;

– den Schnittpunkt zweier Geraden mit und ohne Technologieeinsatz berechnen;

– die unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten eines Gleichungssystems mit zwei Variablen mit Hilfe einer Grafik argumentieren (Schnittpunkt, parallele Geraden, identische Geraden);

– zwei lineare Funktionen als grafische Darstellung eines anwendungsorientierten Problems deuten;

– die Lösung des Gleichungssystems im Zusammenhang mit Problemen aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen (Wirtschaft, Alltag, Wissenschaft) argumentieren und kommunizieren;

– einfache Formen der mathematischen Modellbildung durchführen.

Lehrstoff:

Zahlen und Maße:

Aufbau und Darstellung der Zahlenbereiche der natürlichen, ganzen, rationalen und reellen Zahlen.

Zahlen in Fest-, Gleitkomma- und Prozentdarstellung.

Maßzahlen und Maßeinheiten.

Algebra und Geometrie:

Variable und Terme (Auflösung von Klammertermen, Binomen, Brüchen und Potenzen mit ganzzahligen Exponenten).

Lineare Gleichung mit einer Variablen.

Formelumformungen in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Lineare Ungleichungen mit einer Variablen.

Lineare Gleichungssysteme mit zwei Variablen.

Funktionale Zusammenhänge:

Definition und Darstellungsmöglichkeiten einer linearen Funktion; Beschreibung der Abhängigkeit von zwei Größen mit linearen Funktionen; Eigenschaften des Graphen der linearen Funktion (Anstieg, Nullstelle); Lagebeziehung zweier linearer Funktionsgraphen zueinander.

Praxisorientierte Anwendungen aus unterschiedlichen Bereichen (Wissenschaft, Wirtschaft, Alltag).

II. Jahrgang:

3.

Semester – Kompetenzmodul 3:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Algebra und Geometrie

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Lösungsbereiche linearer Ungleichungen in zwei Variablen mit Technologieeinsatz bestimmen;

– schulartenspezifische Problemstellungen durch Ungleichsysteme mit zwei Variablen modellieren;

– die Zielfunktion für die Problemstellung einer linearen Optimierung formulieren;

– die Lösung einer linearen Optimierung mit Technologieeinsatz ermitteln und interpretieren sowie den Lösungsweg erklären;

– die Gesetze für das Rechnen mit Potenzen auf Potenzen mit gebrochenen Hochzahlen anwenden;

– Wurzeln als gebrochene Hochzahlen darstellen und umgekehrt;

– quadratische Gleichungen in einer Variablen lösen;

– reelle Lösungen quadratischer Gleichungen ermitteln und interpretieren;

– die unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten einer quadratischen Gleichung erkennen und argumentieren.

Funktionale Zusammenhänge

Die Schülerinnen und Schüler können

– quadratische Funktionen, Potenz- und Polynomfunktionen grafisch skizzieren bzw. mit Hilfe von Technologieeinsatz exakt darstellen und Eigenschaften dieser Funktionstypen angeben und erklären;

– quadratische Funktionen für Problemstellungen aus Wirtschaft, Alltag und Wissenschaft modellieren und ihre Lösungen interpretieren;

– gesuchte Werte von quadratischen Funktionen, Potenz- und Polynomfunktionen mit Technologieeinsatz ermitteln;

– diese Werte kontextbezogen interpretieren.

Lehrstoff:

Algebra und Geometrie:

Lineare Ungleichungssysteme mit zwei Variablen.

Lineare Optimierung mit zwei Variablen.

Rechnen mit Potenzen – gebrochene Hochzahlen – Wurzeln.

Quadratische Gleichungen mit einer Variablen und reellen Lösungen.

Funktionale Zusammenhänge:

Quadratische Funktionen, Potenz- und Polynomfunktionen.

Praxisorientierte Anwendungen aus unterschiedlichen Bereichen (Wissenschaft, Wirtschaft, Alltag).

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Algebra und Geometrie

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Begriffe natürlicher und dekadischer Logarithmus als Urheberfunktion der Exponentialfunktion erläutern;

– die Rechengesetze für Logarithmen (log(a.b), log(a/b), log(an)) in Grundaufgaben anwenden;

– Gleichungen vom Typ aλx = b mit Hilfe des Logarithmus lösen;

– Sinus, Cosinus und Tangens im rechtwinkeligen Dreieck als Verhältnis zweier Seiten interpretieren und für Berechnungen im rechtwinkeligen Dreieck einsetzen;

– Daten in Matrixform darstellen;

– Summe, Differenz und Produkt zweier Matrizen berechnen sowie die Multiplikation einer Matrix mit einem Skalar mit Technologieeinsatz;

– Ergebnisse der Berechnungen mit Matrizen interpretieren und erklären;

– einen Produktionsprozess ausgehend von Rohstoffen bis zu den Endprodukten grafisch darstellen und zugehörige Berechnungen mit Matrizen beschreiben und durchführen.

Funktionale Zusammenhänge

Die Schülerinnen und Schüler können Sinus-, Cosinus- und Tangensfunktionen ausgehend vom Einheitskreis mit Winkel im Grad- und im Bogenmaß grafisch darstellen und argumentieren.

Lehrstoff:

Algebra und Geometrie:

Rechengesetze für Logarithmen.

Exponentialgleichungen vom Typ aλx = b (a und b sind positive reelle Zahlen).

Matrizenrechnung:

Anwendung der Matrizen auf einen Produktionsprozess.

Sinus, Cosinus und Tangens eines Winkels im rechtwinkeligen Dreieck.

Funktionale Zusammenhänge:

Trigonometrische Funktionen (Grad- und Bogenmaß, Einheitskreis).

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Funktionale Zusammenhänge

Die Schülerinnen und Schüler können

– Eigenschaften der Exponentialfunktion und ihrer Parameter im Hinblick auf deren Verlauf interpretieren;

– Eigenschaften der Exponentialfunktion in Anwendungsproblemen aus Wirtschaft, Alltag und Wissenschaft interpretieren;

– die Begriffe „Halbwertszeit und Verdoppelungszeit“ erklären sowie kontextbezogen berechnen;

– kontinuierliche unbegrenzte, begrenzte und logistische Zu- und Abnahmeprozesse mit Hilfe von Exponentialfunktionen beschreiben;

– zur Berechnung von Wachstums- und Zerfallsproblemen Technologie kompetent einsetzen und Ergebnisse interpretieren;

– das Bildungsgesetz endlicher geometrischer Folgen und Reihen verstehen;

– die Summenformel endlicher geometrischer Reihen verstehen;

– mit Folgen und Reihen Berechnungen in finanzmathematischen Problemstellungen durchführen;

– Zinseszinsaufgaben auf Grundlage der geometrischen Folgen modellieren;

– Zinseszinsrechnungen durchführen, Lösungswege dokumentieren und die Ergebnisse interpretieren;

– Rentenrechnungen auf Grundlage geometrischer Reihen modellieren;

– das Grundvokabular der Finanzmathematik (Kapital, Zinssatz, Zinseszins, Raten, Endwert, Barwert, ganz- und unterjährige Verzinsungsperiode, Annuität, Auf- und Abzinsen) anwenden.

Lehrstoff:

Funktionale Zusammenhänge:

Eigenschaften der Exponentialfunktionen.

Kontinuierliche unbegrenzte, begrenzte und logistische Zu- und Abnahmeprozesse mit Exponentialfunktionen.

Bildungsgesetz von endlichen geometrischen Folgen und Reihen, Summenformel.

Zinseszinsrechnung.

Rentenrechnung.

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Funktionale Zusammenhänge

Die Schülerinnen und Schüler können

– Geldflüsse bei unterschiedlichen Sparformen berechnen, beurteilen und vergleichen;

– Rückzahlungen und die unterschiedlichen Konditionen bei Krediten berechnen, beurteilen und vergleichen;

– einen Schuldtilgungsplan aufstellen und erklären;

– Technologie für Berechnungen in der Finanzmathematik kompetent einsetzen und die Ergebnisse interpretieren.

Stochastik

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Grundbegriffe der Statistik nennen;

– statistische Daten erheben oder recherchieren;

– die Unterschiede bei der Bearbeitung von quantitativen und von qualitativen Merkmalen beschreiben;

– Daten in unterschiedlichen Formen darstellen;

– Daten und Darstellungsformen kritisch hinterfragen und interpretieren;

– absolute, relative, prozentuelle Häufigkeiten ermitteln;

– Häufigkeiten eindimensionaler Daten grafisch darstellen und können diese Darstellungen argumentieren und interpretieren;

– die Definitionen einzelner Begriffe der beschreibenden Statistik wie arithmetisches Mittel, geometrisches Mittel, Median, Quartil, Modus, empirische Varianz, Standardabweichung, Spannweite, Quartilsabstand nennen und mit Boxplot-Diagrammen interpretieren;

– Lage- und Streuungsmaße mit Technologieeinsatz ermitteln;

– Median, Minimum, Maximum und Quartile in Boxplots darstellen;

– die Lösungswege und Lösungen in der beschreibenden Statistik interpretieren und dokumentieren.

Lehrstoff:

Funktionale Zusammenhänge:

Sparformen; Kredite und Schuldtilgung.

Stochastik:

Qualitative und quantitative Merkmale von Daten, Datenmanipulierbarkeit.

Häufigkeiten (absolute, relative und prozentuelle) von eindimensionalen Daten.

Lagemaße (arithmetisches Mittel, geometrisches Mittel, Modus, Median, Quartil) und Streuungsmaße (Spannweite, Standardabweichung, Varianz, Quartilsabstand).

Praxisorientierte Anwendungen aus unterschiedlichen Bereichen (Wissenschaft, Wirtschaft, Alltag).

IV. Jahrgang:

7.

Semester – Kompetenzmodul 7:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Stochastik

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Regression zweidimensionaler Daten erklären;

– die Regressionslinie zweidimensionaler Daten mit Technologieeinsatz berechnen, grafisch darstellen und die Ergebnisse interpretieren;

– die Qualität des Zusammenhangs zweier Größen (oder zweier Merkmale) erklären und argumentieren.

Analysis

Die Schülerinnen und Schüler können

– Grenzwert- und Stetigkeit intuitiv deuten;

– die Definitionen des Differenzenquotienten und des Differentialquotienten wiedergeben;

– Differenzenquotient und Differentialquotient mit Hilfe der Änderungsrate argumentieren;

– Potenz-, Polynom- und Exponentialfunktionen differenzieren;

– mit Hilfe der Ableitungsregeln (Summen-, Produkt- und Kettenregel) Summen, Produkte und Verkettungen dieser drei Funktionsarten differenzieren;

– den Zusammenhang zwischen Funktion und ihrer Ableitungsfunktion erkennen;

– grafisch und rechnerisch lokale Extremwerte von Funktionen finden und die Bedeutung lokaler Extremwerte beschreiben;

– das Krümmungsverhalten der Funktion an Hand der grafischen Darstellung und mit Hilfe der 2. Ableitung erkennen;

– Wendepunkte berechnen.

Lehrstoff:

Stochastik:

Regression von zweidimensionalen Datenmengen.

Praxisorientierte Anwendungen aus unterschiedlichen Bereichen (Wissenschaft, Wirtschaft, Alltag).

Analysis:

Grenzwertbegriff, Stetigkeitsbegriff.

Differenzenquotient und Differentialquotient; Änderungsrate.

Differenzieren von Potenz-, Polynom- und Exponentialfunktionen, Ableitungsregeln.

Monotonie, lokale Extremwerte, Krümmungsverhalten und Wendepunkte.

Differenzieren von Potenz-, Polynom- und Exponentialfunktionen; Summe, Produkt und Verkettung von Funktionen; Ableitungsregeln.

8.

Semester – Kompetenzmodul 8:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Analysis

Die Schülerinnen und Schüler können

– das Modell der Kostentheorie erklären;

– Aufgaben in wirtschaftlichem Kontext mit Kosten-, Nachfrage-, Erlös- und Gewinnfunktionen modellieren;

– Berechnungen und grafische Darstellungen in der Kostentheorie durchführen;

– die Modelle der Preistheorie erklären;

– die Ableitungsfunktion in der Kosten- und Preistheorie anwenden, die Ergebnisse interpretieren, die Lösungswege erklären und dokumentieren;

– Aufgabenstellungen aus der Wirtschaft mit Nachfrage,- Erlös- und Gewinnfunktion modellieren;

– Berechnungen und grafische Darstellungen in der Preistheorie durchführen;

– die Stammfunktion der Potenz- und Polynomfunktion ohne Technologieeinsatz ermitteln;

– den Begriff des unbestimmten Integrals erläutern;

– die Bedeutung des unbestimmten und des bestimmten Integrals erklären;

– den Zusammenhang zwischen Funktion und Stammfunktion erklären, beschreiben und grafisch deuten;

– den Begriff des bestimmten Integrals zur Berechnung von Flächen heranziehen;

– Flächeninhalte mit Hilfe des Integrals mit und ohne Technologieeinsatz berechnen.

Lehrstoff:

Analysis:

Kostentheorie (Analyse der Gesamt- und der Durchschnittskostenfunktion mit Kostenkehre, Betriebsoptimum und langfristiger Preisuntergrenze, Betriebsminimum und kurzfristige Preisuntergrenze).

Preistheorie (Analyse der Nachfrage-, Erlös- und Gewinnfunktionen mit Höchstpreis, Sättigungsmenge, Erlösgrenzen, Erlösmaximum, Break-even-point und Nutzgrenze, Cournot’scher Punkt, Gewinnmaximum).

Unbestimmte und bestimmte Integrale; Berechnung von Flächeninhalten mit Integralrechnung.

Praxisorientierte schulartenspezifische Anwendungen.

V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:

9.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Stochastik

Die Schülerinnen und Schüler können

– den Begriff der Wahrscheinlichkeit erläutern;

– die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Zufallsereignisses berechnen und deuten;

– die Regeln zur Berechnung von Wahrscheinlichkeiten auf einander ausschließende bzw. voneinander unabhängige Ereignisse anwenden;

– Zufallsexperimente („Ziehen mit/ohne Zurücklegen“) mit Baumdiagrammen modellieren, Pfadregeln anwenden und Baumdiagramme interpretieren;

– Wahrscheinlichkeitsrechnung bei schulartenspezifischen Aufgabenstellungen durchführen und die Ergebnisse interpretieren sowie den Lösungsweg argumentieren;

– die Grundvoraussetzung und die Parameter für eine Binomial- und eine Normalverteilung nennen;

– die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion einer Binomial- und Normalverteilung grafisch skizzieren;

– die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von binomial- bzw. normalverteilten Ereignissen mit Technologieeinsatz berechnen und interpretieren;

– Erwartungswert und Standardabweichung der beiden Verteilungen berechnen;

– die Auswirkung von Erwartungswert und Standardabweichung auf die Verteilungskurve interpretieren und erklären;

– praxisorientierte Aufgabenstellungen aus Wirtschaft, Alltag und Wissenschaft mit Hilfe der Binomial- und Normalverteilung lösen.

Zahlen und Maße in unterschiedlichen Anwendungsbereichen

Die Schülerinnen und Schüler können

– Zahlen in Gleitkommadarstellung und Prozentzahlen bei Problemstellungen aus unterschiedlichen Anwendungsgebieten und in Zusammenhang mit Algebra, Geometrie, mit Funktionen und Analysis sowie mit Stochastik sicher einsetzen und mit ihnen Berechnungen durchführen;

– Maße und Maßeinheiten bei Problemstellungen aus unterschiedlichen Anwendungsgebieten und im Zusammenhang mit allen inhaltlichen Kompetenzbereichen korrekt benützen, umrechnen und Berechnungen durchführen.

Algebra und Geometrie, Funktionale Zusammenhänge, Analysis und Stochastik

Die Schülerinnen und Schüler können

– Algebra und Geometrie, Funktionale Zusammenhänge, Analysis und Stochastik bei der Bearbeitung von anwendungsbezogenen Problemstellungen miteinander in Zusammenhang bringen und die erworbenen inhalts- wie handlungsbezogenen Kompetenzen aus diesen Bereichen der jeweiligen Problemstellung anpassen und einsetzen;

– die erworbene Werkzeugkompetenz im Umgang mit Technologieeinsatz bei der Bearbeitung von anwendungsbezogenen Problemstellungen aus diesen Kompetenzbereichen sicher und gezielt einsetzen.

Lehrstoff:

Stochastik:

Begriff der Wahrscheinlichkeit.

Additions- und Multiplikationsregel auf einander ausschließende und unabhängige Ereignisse.

Binomialverteilung und Normalverteilung (Erwartungswert und Standardabweichung).

Lineare Funktionen, Potenz- und Polynomfunktionen, trigonometrische Funktionen, Wachstums- und Zerfallsfunktionen:

Praxisorientierte Anwendungen aus unterschiedlichen Bereichen (Wirtschaft, Wissenschaft, Alltag).

Matrizen:

Schulartenspezifische Anwendungen im Wirtschaftsbereich.

10.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Funktionale Zusammenhänge, Analysis und Stochastik

Die Schülerinnen und Schüler können

– Gleichungen, Ungleichungen, funktionale Zusammenhänge, Analysis und Stochastik bei der Bearbeitung von anwendungsbezogenen Problemstellungen miteinander verknüpfen und mittels erworbener Inhalts-, Handlungs- und Werkzeugkompetenz schulartenspezifische Problemstellungen aus Alltag, Wirtschaft und Wissenschaft bearbeiten;

– Gleichungen- und Ungleichungssysteme im Bereich der linearen Optimierung bei praxisorientierten Aufgabenstellungen sicher und gezielt einsetzen und die Lösungen interpretieren und argumentieren;

– Zinseszins- und Rentenrechnung im Bereich der schulartenspezifischen Anwendungen bei unterschiedlichen Sparformen, Krediten und Schultilgung kompetent zur Modellbildung und zum Berechnen nutzen, die Lösungen interpretieren und argumentieren;

– Differenzial- und Integralrechnung sowie funktionale Zusammenhänge bei wirtschaftsmathematischen Aufgabenstellungen gezielt und sicher einsetzen, und sowohl in der Kosten- wie in der Preistheorie Lösungswege und Lösungen dokumentieren, interpretieren und erklären;

– sowohl die Kenntnisse aus der Statistik, wie auch aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung sinnvoll verbinden und zur Lösung und Interpretation von praxisorientierten und schulartenspezifischen Stochastik-Aufgaben heranziehen.

Lehrstoff:

Gleichungs- und Ungleichungssysteme, lineare Optimierung:

Praxisorientierte Anwendungen aus unterschiedlichen Bereichen (Wirtschaft, Wissenschaft, Alltag).

Zinseszins- und Rentenrechnung:

Schulartenspezifische Anwendungen bei unterschiedlichen Sparformen, Krediten und Schuldtilgung.

Differenzieren und Integrieren:

Schulartenspezifische Anwendungen in der Kosten- und Preistheorie.

Stochastik:

Praxisorientierte Problemstellungen aus unterschiedlichen Bereichen (Wirtschaft, Wissenschaft, Alltag) zur beschreibenden Statistik und zur Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Schularbeiten:

I. Jahrgang: 2 einstündige Schularbeiten.

II. Jahrgang: 1 einstündige Schularbeit im 3. Semester, 1 einstündige Schularbeit im 4. Semester.

III. Jahrgang: 1 einstündige Schularbeit im 5. Semester, 1 einstündige Schularbeit im 6. Semester.

IV. Jahrgang: 1 einstündige Schularbeit im 7. Semester, 1 zweistündige Schularbeit im 8. Semester.

V. Jahrgang: 1 zweistündige und 1 dreistündige Schularbeit.

6.2 NATURWISSENSCHAFTEN

I. Jahrgang:

1.

und 2. Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Erscheinungsformen der Materie mit Fachbegriffen beschreiben;

– die Formelsprache der Chemie erläutern;

– modellhafte Vorstellungen zum Aufbau der Materie nennen;

– die Merkmale des Lebens nennen;

– unterschiedliche Formen der Fortpflanzung bei Pro- und Eukaryoten nennen.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Systematik des Periodensystems zur Abschätzung von Stoffeigenschaften erfassen und nutzen;

– einfache chemische Gleichungen aufstellen;

– Lebewesen aufgrund ihrer Organisationsstruktur einordnen;

– sachgerecht, sorgsam und sicherheitsbewusst mit dem Mikroskop arbeiten;

– unter Anleitung beobachten, experimentieren und einfache Protokolle verfassen.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– bei der Bildung von Modellen zwischen Modellvorstellung und Wirklichkeit unterscheiden;

– Sicherheitsbestimmungen beachten und aus den Gefahrstoffsymbolen auf geeignete Schutzmaßnahmen im Umgang mit Chemikalien schließen;

– Eigenschaften der Stoffe anhand geeigneter Bindungsmodelle erklären;

– die Lebensformen ihrer Umgebung biologischen Kategorien zuordnen;

– Methoden der Familienplanung beschreiben, deren Eignung für unterschiedliche Lebenssituationen beurteilen und verantwortliches Verhalten in der Sexualpartnerschaft erörtern.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Vom Atom zum Organismus“:

Bedeutung der Naturwissenschaften für unser tägliches Leben.

Alltagschemie.

Arbeitsweise und Formelsprache der Chemie, Gefahrensymbole.

Bausteine der Materie.

Atommodelle.

Periodensystem.

Kennzeichen des Lebens.

Zelle als Grundeinheit des Lebens.

Organisationsstruktur des Lebewesens.

Überblick über unterschiedliche Lebensformen.

Schwerpunktthema „(Ver)bindung schafft Neues“:

Struktur von Molekülen anhand von Alltagsstoffen (zB Wasser, Kochsalz).

Chemische Bindungen.

Chemische Reaktionen (Säure-Base-Reaktionen, Oxidation und Reduktion, Fotosynthese).

Mitose, Meiose und ihre Bedeutung für Wachstum und Fortpflanzung.

Fortpflanzung und Entwicklung im Tier- und Pflanzenreich.

Menschliche Sexualität (Aufbau und Funktion der Geschlechtsorgane, Zyklus der Frau, sexuelles Erleben, Familienplanung, Schwangerschaft und Geburt).

II. Jahrgang:

3.

Semester – Kompetenzmodul 3:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– den Aufbau von Kohlenwasserstoffen beschreiben sowie die wichtigsten funktionellen Gruppen organischer Stoffe und die damit verbundenen Eigenschaften nennen;

– einfache organische Stoffe gemäß der IUPAC-Nomenklatur benennen;

– den Aufbau von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten beschreiben;

– die Bau- und Funktionsweise verschiedener Stoffwechselorgane erklären;

– unterschiedliche Stoffwechselzyklen und Transportwege beschreiben;

– die wichtigsten physiologischen Kennzahlen nennen.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können Fragestellungen zum Auf- und Abbau von Nährstoffen bearbeiten.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– Zusammenhänge zwischen Struktur, funktionellen Gruppen und Eigenschaften organischer Stoffe herstellen;

– beispielhaft Stoffkreisläufe und deren Bedeutung darstellen.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Stoffe im Wandel“:

Grundlagen der organischen Chemie (Systematik der organischen Verbindungen, Funktionelle Gruppen).

Aufbau und chemische Eigenschaften der Nährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette).

Stoffkreisläufe (Kohlenstoffdioxid, Stickstoff).

Organsysteme des Stoffwechsels und des Stofftransports.

Verdauung, Exkretion, Atmung, Herz und Kreislaufsystem, Lymphsystem.

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Zusammensetzung und Bedeutung ausgewählter synthetischer Stoffe beschreiben;

– wichtige Gruppen bioaktiver Stoffe nennen und ihre Wirkung erfassen;

– die Einflüsse von Stoffwechselprozessen auf Entwicklung und Gesundheit erfassen;

– unterschiedliche Ursachen von Erkrankungen und wichtige Krankheitstypen nennen;

– die Arbeitsweise der körpereigenen Abwehrsysteme beschreiben.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– einen Überblick über gesundheitsrelevante Stoffe geben, indem sie Sachinformationen sammeln, sortieren, gewichten und auswerten können;

– zu gesellschafts- oder alltagsrelevanten naturwissenschaftlichen Themen aus den Bereichen bioaktive Stoffe bzw. synthetische Stoffe referieren.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– verschiedene Methoden der Krankheitsprophylaxe sowie deren Vor- und Nachteile beschreiben;

– die Bedeutung eines gesunden Lebensstils darstellen und Risikofaktoren beurteilen;

– im Alltag gebräuchliche medizinische Kenngrößen erklären und qualitativ interpretieren;

– das Suchtpotential unterschiedlicher Suchtmittel abschätzen und Vermeidungsstrategien benennen.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Gesunder Mensch?!“:

Bioaktive Stoffe (zB Arzneimittel, sekundäre Pflanzenstoffe, Gifte, legale und illegale Drogen).

Synthetische Stoffe (zB Kosmetika, Kunststoffe, Farbstoffe).

Abwehrsysteme, Krankheitserreger, Infektionskrankheiten.

Zivilisationskrankheiten (zB im Bereich des Herz-Kreislaufsystems bzw. des Stoffwechselgeschehens).

Sucht und Suchtprävention.

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Definitionen von häufig benötigten Messgrößen und Maßeinheiten nennen sowie häufig verwendete Vorsilben benutzen;

– sich Größenverhältnisse erschließen und Dimensionen im Mikro- und Makrokosmos einordnen;

– die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Weltbilds aus historischer Sicht beschreiben;

– die Grundlagen der Newtonschen Mechanik nennen und Beispiele für deren Anwendung geben;

– die Mechanismen der Evolution unter Anwendung von Fachvokabular erklären und Belege für die Evolution anführen.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Arbeitsweise der Physik anhand von ausgewählten Beispielen erläutern;

– einfache Messungen von physikalischen Größen wie zB Länge, Zeit und Masse durchführen und grundlegende Aussagen über die Genauigkeit von Messungen tätigen;

– einfache ethologische Beobachtungsaufgaben durchführen und protokollieren;

– verschiedene Formen des Verhaltens erläutern und tierisches Verhalten in Beziehung zur Umwelt setzen.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– das internationale Einheitensystems in der Grundidee erfassen, Messgrößen in verschiedenen Einheiten ausdrücken und häufig gebrauchte Vorsilben benützen;

– mit den wichtigsten physikalischen Größen einfache Berechnungen durchführen;

– durch Recherche grundlegende Informationen zu Aufbau und Entwicklung des Universums gewinnen sowie die Grenzen menschlicher Erkenntnis bei der Untersuchung des Makro- und Mikrokosmos reflektieren;

– Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Organismen aufzeigen und deren Ursprung erklären;

– die Erkenntnisse der Verhaltensforschung für den artgerechten Umgang mit Tieren nutzen;

– soziobiologisches Verhalten anhand von Beispielen beschreiben.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Entwicklung und Weltanschauung“:

Die Arbeitsweise der Physik von der Beobachtung zum physikalischen Gesetz.

Das internationale Einheitensystem (physikalische Größen – Grundgrößen und einige abgeleitete Größen, Maßeinheiten; Dimensionen im Mikro- und Makrokosmos).

Klassischer Kraftbegriff (Newtonsche Axiome, Gravitation).

Entwicklung des naturwissenschaftlichen Weltbilds aus historischer Sicht.

Aufbau und Entwicklung des Universums.

Evolutionstheorien aus historischer Sicht.

Ursprung und Entwicklung des Lebens und der Artenvielfalt.

Mechanismen und Belege für die Evolution.

Evolution und Verhalten.

Grundlagen der Ethologie.

Soziobiologie (zB Aggression, Kommunikation).

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– die wichtigsten Arten von Wechselwirkungen (elektromagnetische, starke und schwache Wechselwirkung) nennen;

– die wichtigsten Formen von Energie beschreiben;

– das Prinzip der Energieerhaltung in abgeschlossenen Systemen beschreiben, die Umwandlungen von Energieformen beobachten und die Energiearten benennen;

– im Überblick die Mechanismen der Stromerzeugung und Stromleitung erklären;

– ein einfaches ökologisches System mit Hilfe der entsprechenden Fachbegriffe beschreiben;

– Regelkreise in der Natur anhand eines Beispiels erfassen.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– Fragestellungen zu den wichtigsten Energieträgern für regenerative und konventionelle Energienutzung recherchieren und beantworten;

– Beziehungen zwischen Lebewesen in Lebensräumen grafisch darstellen;

– ihr Verständnis über Assimilation und Dissimilation mit einfachen Versuchen vertiefen.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– Vor- und Nachteile bewerten, die bei der Nutzung unterschiedlicher Energieformen jeweils auftreten, und selbst Maßnahmen zur Einsparung von Energie anwenden;

– den Energiesatz bei der Beschreibung von Energieumwandlungen anhand von Beispielen aus Alltag und Technik anwenden;

– Auswirkungen der abiotischen Umweltfaktoren erläutern und bewerten;

– die Interaktionen zwischen Lebewesen eines Ökosystems aufzeigen;

– die grundlegenden Zusammenhänge in Stoffkreisläufen und Energieflüssen beschreiben;

– den Prozess der Photosynthese und ihre Bedeutung als Grundlage allen Lebens erläutern.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Energie und Umwelt“:

Überblick über elektromagnetische, schwache und starke Wechselwirkung.

Energiebegriff, Formen von Energie und Energieerhaltung.

Energietechnik:

Energieträger, regenerative und konventionelle Energienutzung.

Erzeugung, Weiterleitung und Nutzung des elektrischen Stroms.

Maßnahmen zur Einsparung von Energie.

Vor- und Nachteile der Nutzung unterschiedlicher Energieformen.

Ökologische Grundbegriffe (Biotop, Biozönose, Ökosystem, Nahrungsnetze, Nahrungspyramide, biotische und abiotische Faktoren).

Stoff- und Energiebilanz von Ökosystemen an ausgewählten Beispielen.

Assimilation und Dissimilation.

IV. Jahrgang:

7.

Semester – Kompetenzmodul 7:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– Schall als mechanische Welle und die wichtigsten Eigenschaften von Schall wie Ausbreitung, Tonhöhe, Lautstärke usw. beschreiben;

– die akustische Reizverarbeitung des Ohrs aus physikalischer Sicht beschreiben;

– Licht als elektromagnetische Welle und die wichtigsten Phänomene des Lichts wie Ausbreitung, Reflexion, Brechung, Beugung und Dispersion beschreiben;

– das optische System des Auges beschreiben;

– die wichtigsten thermischen Größen (Temperatur, Druck, Wärme als Energieform) beschreiben.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– einfache akustische Vorgänge nach Anleitung untersuchen und beschreiben;

– einfache Freihandexperimente zur Physik des Lichts durchführen und sie dokumentieren;

– Wärmeleitung, Wärmeströmung und Wärmestrahlung in Natur und Alltag beobachten, beschreiben und ihre Bedeutung erörtern;

– die Veränderung der Aggregatzustände eines Körpers untersuchen und erklären;

– einfache Versuche zur Sinnesphysiologie durchführen und protokollieren.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– Schallgeber und Schallempfänger in ihrem Einsatz und hinsichtlich der Lärmbelastung bewerten;

– einfache optische Geräte anwenden (zB Linsen) und die Verbesserung der Reizaufnahme bewerten;

– Zustandsgrößen, Prozesse oder Phänomen der Thermodynamik durch Modelle veranschaulichen;

– die Funktionsweise von Nerven- und Hormonsystem und deren Zusammenspiel erklären;

– die Bedeutung der Regelkreise im menschlichen Körper anhand ausgewählter Beispiele erklären.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Sinne und Wahrnehmung“:

Informationen aus der Umwelt:

Akustische Reize (Schall und Akustik – Grundlagen).

Optische Reize (Licht und Optik – Grundlagen).

Thermische Reize (Temperatur, Wärme und Wärmeübertragung – Grundlagen).

Aufbau und Funktion der Sinnesorgane.

Bau und Funktion von Steuerungssystemen (Nerven- und Hormonsystem).

8.

Semester – Kompetenzmodul 8:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– Sachinformationen zu den Schwerpunktthemen und ihren biologischen bzw. physikalischen Grundlagen (Bionik, Nanotechnologie, moderne Therapie und Diagnoseverfahren) sammeln;

– einen Überblick über Bionik bzw. Nanotechnologie geben;

– eine Übersicht über moderne Verfahren zur Diagnose und Therapie von Krankheiten geben.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– Sachinformationen zu Bionik bzw. Nanotechnologie ihren biologischen und physikalischen Grundlagen zuordnen;

– komplexe Themengebiete und Sachverhalte in einfache Teilgebiete gliedern;

– Analogien aus Natur und Technik in geeigneter Weise darstellen (zB durch vergleichende Tabellen, Graphiken usw.);

– die einzelnen Teilgebiete aus biologischer und physikalischer Sicht bearbeiten;

– die Ergebnisse ihrer Arbeit dokumentieren.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– Argumente für bzw. gegen die Nutzung von Nanotechnologie in Technik, Medizin und Alltag im Überblick zusammenstellen und bewerten;

– ihre Rechercheergebnisse zur adressatengerechten Präsentation nutzen;

– im Team arbeiten und Kooperations- und Kommunikationsformen für zielgerichtetes Arbeiten anwenden;

– in verschiedenen Sozialformen kommunizieren und argumentieren.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Biophysikalische Trends“:

Chancen und Gefahren in Bionik und Nanotechnologie anhand ausgewählter aktueller Beispiele (zB Entwicklung technischer Bauten nach biologischen Vorbildern, Entwicklung von Oberflächen mit verbesserten Eigenschaften, Entwicklung von Robotern, Laufen, Schwimmen und Fliegen, Sensorik und Kommunikation, Optimierung von Leichtbaukonstruktionen, Materialien mit neuen Eigenschaften usw.).

Diagnose und Therapie von Krankheiten (wie zB Tumorerkrankungen) anhand ausgewählter moderner Verfahren mit elektromagnetischen Wellen und Teilchenstrahlung (zB Röntgen, MRT, PET, CT, Laser) und deren Einfluss auf den Organismus.

V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:

9.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– das Grundvokabular der Molekulargenetik anwenden;

– den Aufbau der Nukleinsäuren, den genetischen Code, den Ablauf und die Bedeutung der identische Replikation im Zellzyklus beschreiben;

– die Grundlagen der klassischen Genetik nennen;

– die Struktur des menschlichen Erbgutes und die Vorgänge der Vererbung beschreiben;

– die wichtigsten Methoden der Genetik in ihren wichtigsten Grundzügen erläutern.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– den Weg von der DNA zum Protein beschreiben und Begriffe wie Translation und Transkription einordnen;

– verschiedene genetisch bedingte Erkrankungen beschreiben und Stammbäume zu genetisch bedingten Erkrankungen erstellen;

– Sachinformationen zu den Schwerpunktthemen sortieren, gewichten und in geeigneter Weise darstellen;

– Informationen zu biologischen bzw. ökologischen Fragestellungen aus verschiedenen Quellen zielgerichtet auswerten und diese auch mit Hilfe verschiedener Techniken und Methoden adressaten- und situationsgerecht verarbeiten.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– die wichtigsten Makromoleküle benennen und deren Stellung in der Biochemie bewerten;

– Argumente für bzw. gegen die Nutzung von Gentechnik, Klonen und Stammzellenforschung in geeigneter Weise einander gegenüberstellen und diese reflektieren;

– komplexere Zusammenhänge in Wirtschaft bzw. Gesellschaft auch unter einem naturwissenschaftlichen Blickwinkel sehen;

– zwischen beschreibenden (naturwissenschaftlichen) und normativen (ethischen) Aussagen unterscheiden;

– Erkenntnisse und Methoden in ausgewählten aktuellen Themen (wie zu Medizin, Biotechnik und Gentechnik) unter Berücksichtigung gesellschaftlich verhandelbarer Werte beschreiben und beurteilen.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema „Biochemie und Genetik“:

Makromoleküle.

Molekulargenetik (Nukleinsäuren, genetischer Code, identische Replikation).

Proteinbiosynthese (vom Gen zum Protein).

Klassische Genetik.

Mutationen.

Humangenetik (Genom, ausgewählte Erbgänge, Erbkrankheiten, Untersuchungsmethoden).

Aktuelle Forschungsergebnisse (zB Epigenetik, mitochondriale DNA).

Grundlagen und Methoden sowie Chancen und Risiken von Gentechnologie, Klonierung und Stammzellenforschung.

10.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beobachten und Erfassen

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Bedeutung von Wasser und Luft als Grundlage des Lebens erklären;

– Parameter der Luft- und Wassergüte und Eigenschaften ausgewählter Schadstoffe sowie deren Auswirkungen auf die Umwelt nennen;

– die globale Problematik des Klimawandels und dessen Ursachen beschreiben sowie die wichtigsten Treibhausgase und ihre Bedeutung für das Klima angeben;

– das Spannungsfeld Globalisierung und Regionalisierung anhand ausgewählter Beispiele erklären.

Untersuchen und Bearbeiten

Die Schülerinnen und Schüler können

– Sachinformationen zu den Schwerpunktthemen sortieren, gewichten und in geeigneter Weise darstellen;

– Informationen zu biologischen bzw. ökologischen Fragestellungen aus verschiedenen Quellen zielgerichtet auswerten sowie auch mit Hilfe verschiedener Techniken und Methoden adressaten- und situationsgerecht verarbeiten;

– einfache Untersuchungen im Bereich Wasser und Luft als Lebensgrundlage durchführen.

Bewerten und Anwenden

Die Schülerinnen und Schüler können

– beispielhaft Maßnahmen zur Verbesserung der Luft- bzw. Wassergüte angeben;

– mögliche Folgen des Klimawandels erklären, diskutieren und bewerten;

– die Grundlagen und die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens darstellen und diese in ihre eigene Lebenssituation transferieren;

– ihr eigenes ökologisches Verhalten reflektieren, ihren eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen und daraus folgend nachhaltig und umweltgerecht handeln;

– komplexere Zusammenhänge in Wirtschaft bzw. Gesellschaft auch unter einem naturwissenschaftlichen Blickwinkel sehen;

– zwischen beschreibenden (naturwissenschaftlichen) und normativen (ethischen) Aussagen unterscheiden;

– Erkenntnisse und Methoden in ausgewählten aktuellen Themen (wie zu Medizin, Biotechnik und Gentechnik) unter Berücksichtigung gesellschaftlich verhandelbarer Werte beschreiben und beurteilen.

Lehrstoff:

Schwerpunktthema “Naturwissenschaft und Gesellschaft“:

Wasser und Luft als Lebensgrundlage (Bedeutung, Schadstoffe, Untersuchungsmethoden).

Klima im Wandel (Ursachen – zB Treibhausgase – und Folgen des Klimawandels).

Humanökologie (zB Ressourcen, Abfall, Biodiversität, ökologischer Fußabdruck).

Regionalität und Globalisierung:

Nachhaltiges Wirtschaften (zB alternative Energien, biologischer Landbau).

6.3 ERNÄHRUNG

I. Jahrgang:

1.

und 2. Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Grundlagen der Ernährung erklären und den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit einschätzen;

– das eigene Ernährungsverhalten reflektieren und bewerten;

– Einflüsse auf das Konsumverhalten beschreiben und das eigene Verhalten kritisch bewerten;

– grundlegende Kenntnisse über Nahrungsinhaltsstoffe und handelsübliche Lebensmittel anwenden;

– die ernährungsphysiologische Bedeutung einzelner Nährstoffe erläutern und Zusammenhänge darstellen;

– die Grundlagen der Sensorik erläutern und Lebensmittel sensorisch beurteilen;

– sich am Markt orientieren sowie als mündige Konsumentinnen und Konsumenten hinsichtlich Lebensmittelqualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit verantwortungsbewusst handeln;

– Kostformen verschiedener Personengruppen und alternative Ernährungsformen beschreiben;

– ernährungsmitbedingte Krankheiten und deren mögliche Folgen beschreiben, vorbeugende Maßnahmen setzen sowie entsprechende Diätempfehlungen geben;

– Formen der Außer-Haus-Verpflegung erläutern;

– die grundlegenden soziologischen, ökologischen und ökonomischen Aspekte der globalen Ernährungssituation darstellen und Maßnahmen für das eigene Handeln ableiten.

Lehrstoff:

Grundlagen der Ernährung:

Ernährungsverhalten.

Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit.

Nährstoffbildung.

Aufgaben und Bestandteile der Nahrung.

Energie-, Nährstoff- und Flüssigkeitsbedarf.

Richtlinien einer vollwertigen Ernährung und lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen.

Inhaltsstoffe der Nahrung:

Energieliefernde und energiefreie Inhaltsstoffe (Aufbau, Arten und Vorkommen, ernährungsphysiologische und küchentechnische Bedeutung, Bedarf und Bedarfsdeckung).

Verdauung und Stoffwechsel.

Grundlagen der Sensorik.

Lebensmittel:

Fette, kohlenhydrat-, eiweiß-, vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungsmittel, Würz- und Genussmittel (Arten, Zusammensetzung, technologische Verfahren, Handelsformen).

Getränke:

Alkoholfreie Getränke (Arten, Handelsformen, ernährungsphysiologische und wirtschaftliche Bedeutung).

Alkaloidhältige Getränke (Arten, Herkunft, Produktion, Sorten, ernährungsphysiologische Bedeutung).

Alkoholische Getränke (ernährungsphysiologische Bedeutung).

Lebensmittelqualität und Lebensmitteltechnologie:

Rechtsgrundlagen.

Alternative Produktionsformen.

Haltbarmachung.

Lebensmitteltoxikologie.

Ernährungs- und Konsumverhalten:

Einflüsse und Ernährungstrends.

Ernährung in Prävention und Therapie:

Ernährung verschiedener Zielgruppen.

Folgen der Über- und Unterversorgung. Ursachen und Krankheitsbilder ernährungsmitbedingter Krankheiten.

Spezielle Kostformen und Diäten.

Erstellung und ernährungsphysiologische Bewertung von Speiseplänen.

Alternative Ernährungsformen.

Außer-Haus-Verpflegung.

Ernährungsökologie und Welternährung.

Nachhaltiger Ernährungsstil.

7.

FOOD, BEVERAGE UND CATERINGMANAGEMENT

II. Jahrgang:

3.

Semester – Kompetenzmodul 3:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– eine professionelle Einstellung zur Dienstleistung vorweisen und in ihrem Erscheinungsbild den Anforderungen der Berufsfelder entsprechen;

– die theoretischen Grundlagen der Arbeitssicherheit, Hygiene und Ergonomie in der betrieblichen Situationen anwenden;

– die Warenbewirtschaftung mit branchenspezifischer Software selbstständig durchführen;

– das Grundinventar und die Standardgeräte in Küche und Restaurant fachgerecht einsetzen;

– ausgewählte Speisen- und Getränke herstellen;

– grundlegende Kenntnisse über alkoholfreie Getränke nachweisen;

– unterschiedliche Veranstaltungsarten beschreiben;

– die Grundlagen der Gastlichkeit und der Gästebetreuung anwenden;

– Servicevorbereitung und einfache Servierabläufe fachgerecht durchführen;

– die personelle und räumliche Struktur in Hotel- und Gastronomiebetrieben analysieren.

Lehrstoff:

Food und Beverage:

Berufsbilder.

Erscheinungsbild, Hygiene- und Sicherheitsmanagement, Abfallbewirtschaftung.

IT-unterstützte Warenbewirtschaftung.

Lebensmittelverarbeitung und Speisenproduktion im Rahmen des Veranstaltungswesens.

Regionale Küche; Convenienceprodukte.

Alkoholfreie Getränke und Heißgetränke.

Catering und Veranstaltungsmanagement:

Erscheinungsbild, Arbeitshaltung und Umgangsformen.

Veranstaltungsarten.

Gast und Gastlichkeit.

Ess- und Tischkultur. Tischoptik und Raumgestaltung.

Cateringequipment und -ausstattung.

Servicevorbereitung und -abläufe im Cateringbereich. Gedeckarten.

Getränkeservice.

Aufbau- und Ablauforganisation im Hotel- und Gastgewerbe.

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– ausgewählte Speisen und Getränke herstellen;

– Planungsinstrumente, Methoden des Zeitmanagements und branchenspezifische Software situationsgerecht einsetzen;

– grundlegende Kenntnisse über alkoholische Getränke nachweisen;

– Grundkenntnisse über Servierarten, Buffet und Bankettservice praktisch umsetzen;

– eine fachgerechte Gästeberatung durchführen und die Grundlagen des Beschwerdemanagements erläutern;

– anlassbezogene Arbeitsaufgaben im Veranstaltungsbereich planen und praktisch durchführen.

Lehrstoff:

Food und Beverage:

Menüerstellung; Lebensmittelverarbeitung und Speisenproduktion im Veranstaltungsbereich.

Nationale Küchen. Alkoholische Getränke.

Catering und Veranstaltungsmanagement:

Servierarten.

Gästeberatung und Beschwerdemanagement.

Buffet.

Bankett.

Veranstaltungsplanung. Planungsinstrumente.

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– aktuelle Entwicklungen und Trends im Catering beschreiben;

– zielgruppenorientierte Speisen-, Menü- und Getränkeangebote erstellen;

– auf Gästebedürfnisse professionell eingehen;

– verkaufsfördernde Maßnahmen im Betrieb planen, umsetzen und evaluieren;

– Speisen-, Menü- und Getränkekarten fachlich richtig gestalten;

– grundlegende Kenntnisse über korrespondierende Getränke nachweisen und eine professionelle Gästeberatung durchführen;

– Arbeitsaufgaben im Rahmen von Veranstaltungen selbstständig und im Team einschließlich Planung und Organisation professionell durchführen sowie die Ergebnisse evaluieren;

– ein Gesamtangebot erstellen.

Lehrstoff:

Food und Beverage:

Trends und Innovationen in der Gastronomie.

Menü- und Speisenangeboten für verschiedene Veranstaltungen und unterschiedliche Zielgruppen.

Speisen-, Menü- und Getränkekarten.

Korrespondierende Getränke. Aperitif und Digestif.

Degustation.

Catering und Veranstaltungsmanagement:

Verkaufsfördernde Maßnahmen und aktiver Verkauf.

Cateringmappen. Kostenplanung.

Marketing im Cateringbereich.

Veranstaltungsplanung, Durchführung und Evaluation.

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– die erworbenen Kompetenzen in der betrieblichen Praxis umsetzen sowie die Ergebnisse evaluieren und bewerten;

– Organisationsaufgaben mit branchenspezifischer Software planen sowie selbstständig und im Team durchführen und evaluieren;

– die wesentlichen Instrumente des Personalmanagements sowie die Grundlagen der Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterführung anwenden.

Lehrstoff:

Food und Beverage, Cateringmanagement:

Komplexe Arbeitsaufträge.

Personalmanagement sowie Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterführung.

Einsatz fachspezifischer Software.

8.

BEWEGUNG UND SPORT

Siehe die Verordnung BGBl. Nr. 37/1989 in der jeweils geltenden Fassung.

B. Verbindliche Übung

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND KOMMUNIKATION

I. Jahrgang:

1.

und 2. Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– grundlegende Kompetenzen in den Kommunikationsarten vorweisen;

– unterschiedliche Kommunikationstechniken situationsadäquat umsetzen;

– grundlegende Kommunikationsmethoden in unterschiedlichen Kommunikationsformen anwenden;

– verständlich und situationsadäquat in Standardsprache formulieren und argumentieren;

– Grundkenntnisse der verbalen und nonverbalen Kommunikation anwenden;

– unterschiedliche Formen des Konfliktmanagements beschreiben;

– konstruktiv mit allfälligen Vorurteilen und stereotypen Rollenzuschreibungen umgehen;

– grundlegende Merkmale einer Präsentation beschreiben und diese mit Medienunterstützung zielgruppengerecht einsetzen;

– ihr Grundwissen zur Selbstorganisation praktisch umsetzen;

– Ziele definieren und Strategien zur Zielerreichung planen;

– Möglichkeiten der Stressbewältigung individuell einsetzen;

– Techniken des Lernens für sich anwenden;

– Im Team arbeiten und Prozesse und Interaktionen in Gruppen erkennen und beschreiben;

– Respekt gegenüber kultureller Vielfalt zeigen;

– die Bedeutung wertschätzenden Umgangs mit Mitmenschen, unabhängig von deren sozialem Status, deren Geschlecht oder deren ethnischer Herkunft begründen und entsprechend handeln.

Lehrstoff:

Kommunikationsarten (Grundkenntnisse der verbalen und nonverbalen Kommunikation).

Kommunikationstechniken (Ich-Botschaften, aktives Zuhören, Feedback nehmen und geben, Fragetechniken, gewaltlose Kommunikation, konstruktive Gesprächsführung).

Unterschiedliche Kommunikationsformen (Telefonieren, Diskutieren, Debattieren, Moderieren und Arbeiten im Team).

Umgang mit Konflikten (Grundkenntnisse im Umgang mit Konflikten).

Präsentation (inhaltliche Planung, Strukturierung, Durchführung und Nachbereitung einer Präsentation, Medieneinsatz, rhetorische Mittel).

Selbstorganisation (Grundlagen des Zeitmanagements, Ziele und Strategien zur Zielerreichung, Möglichkeiten der Stressbewältigung).

Lernen lernen (Kriterien nachhaltigen Lernens).

Teamfähigkeit (Eigen- und Fremdwahrnehmung, soziale Rollen und Stereotypen, Möglichkeiten der Erweiterung von Handlungsspielräumen, zum Mitgestalten anregen und anleiten, Respekt gegenüber kultureller Vielfalt).

C. Pflichtpraktikum

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– ergänzend zu den in der Ausbildung bisher erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten, in einem facheinschlägigen Unternehmen jene Gewandtheit der Berufsausübung vertiefen, die den Anforderungen des jeweiligen Berufsfeldes an Absolventinnen und Absolventen der Schulart entspricht;

– die in der Schule erworbenen Sachkompetenzen in der Berufsrealität umsetzen;

– einen umfassenden Einblick in die Organisation von Betrieben erhalten;

– Pflichten und Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer umreißen und die unmittelbare berufliche Situation daraufhin überprüfen;

– sich Vorgesetzten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber freundlich, korrekt und selbstsicher präsentieren;

– aus der Zusammenschau der Unterrichts- und Praxiserfahrung eine positive Grundhaltung zum Arbeitsleben insgesamt und zum konkreten beruflichen Umfeld im Besonderen erwerben.

Zeitlicher und sachlicher Rahmen:

Zwischen dem II. und V. Jahrgang im Ausmaß von insgesamt 8 Wochen (Vollzeit) in Betrieben der Wirtschaft, im Speziellen im Kulturbereich, im Tagungs- und Kongresswesen, im Tourismus sowie im Event- und Veranstaltungsbereich.

In begründeten Fällen sind auch Praktika in den Semesterferien oder in anderen Ferienzeiten zulässig, wobei diese in die Gesamtpraktikumsdauer einzurechnen sind.

D. Freigegenstände und Unverbindliche Übungen

Bildungs- und Lehraufgabe, didaktische Grundsätze:

Freigegenstände und Unverbindliche Übungen können bestehende Pflichtgegenstände ergänzen oder Inhalte anderer Fachgebiete vermitteln. Um das Unterrichtsprogramm auch für die Lernenden und Erziehungsberechtigten deutlich erkennbar zu machen, ist gegebenenfalls eine eindeutige Bezeichnung festzulegen.

Eine Blockung in bestimmten Teilen des Unterrichtsjahres ist möglich.

E. Förderunterricht

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die von einem Leistungsabfall betroffenen Schülerinnen und Schüler sollen jene Kompetenzen entwickeln, die ihnen die Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgabe des betreffenden Gegenstandes ermöglichen.

Lehrstoff:

Wie im jeweiligen Jahrgang/Semester des entsprechenden Pflichtgegenstandes unter Beschränkung auf jene Lehrinhalte, bei denen Wiederholungen und Übungen erforderlich sind.

F. Deutschförderklasse

Pflichtgegenstände, Verbindliche Übung

1.

Deutsch in der Deutschförderklasse

Wie Anlage A1 Abschnitt VI Unterabschnitt D Z 1

2.

Religion

Wie Abschnitt V

3.

Weitere Pflichtgegenstände, Verbindliche Übung

Für die weiteren Pflichtgegenstände bzw. für die verbindliche Übung sind die jeweiligen Bildungs- und Lehraufgaben und Lehrstoffe gemäß Abschnitt VI Unterabschnitt A bzw. Unterabschnitt B anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.

Freigegenstände und Unverbindliche Übungen

Für die Freigegenstände und unverbindlichen Übungen sind die Bildungs- und Lehraufgabe und die didaktischen Grundsätze gemäß Abschnitt VI Unterabschnitt D anzuwenden unter Berücksichtigung der sprachlichen Kompetenzen und individuellen Voraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers.

zum gestaffelten Inkrafttreten vgl. Art. 1 § 4 Abs. 3 idF BGBl. BGBl. II Nr. 250/2021

Anlage A11

HÖHERE LEHRANSTALT FÜR WIRTSCHAFTLICHE BERUFE –FACHRICHTUNG „KULTUR- UND KONGRESSMANAGEMENT“

I. STUNDENTAFEL1

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände)

A. Pflichtgegenstände Wochenstunden Lehrverpflichtungsgruppe
Jahrgang
I. II. III. IV. V. Summe
1. Religion/Ethik8 2 2 2 2 2 10 (III)/III
2. Sprache und Kommunikation
2.1 Deutsch 3 3 2 2 3 13 (I)
2.2 Englisch2 3 3 3 3 3 15 (I)
2.3 Zweite lebende Fremdsprache2 3 3 3 2 2 3 13 (I)
2.4 Dritte lebende Fremdsprache3 4 0 0 4 3 3 10 (I)
3. Wirtschaft
3.1 Globalwirtschaft, Wirtschaftsgeografie und Volkswirtschaft5 0 0 2 2 3 7 III
3.2 Betriebswirtschaft 2 2 2 2 1 9 I
3.3 Rechnungswesen und Controlling6 3 2 2 2 2 11 I
3.4 Recht 0 0 0 0 3 3 III
3.5 Angewandtes Informationsmanagement6 2 2 2 2 0 8 II
4. Kultur-, Kongress-, Eventmanagement7
4.1 Kultur- und Eventmanagement8 2 2 2 2 2 10 I
4.2 Tagungs-, Seminar- und Kongressmanagement9 0 0 0 3 2 5 I
5. Gesellschaft, Kunst und Kultur
5.1 Geschichte und Politische Bildung 0 2 2 2 0 6 III
5.2 Psychologie und Philosophie 0 0 0 2 2 4 III
5.3 Musik, Bildnerische Erziehung und kreativer Ausdruck10 2 2 2 2 2 10 IVa
6. Mathematik, Naturwissenschaften und Ernährung
6.1 Angewandte Mathematik11 2 2 2 2 2 10 (I)
6.2 Naturwissenschaften12 2 2 2 2 2 10 III
6.3 Ernährung 3 0 0 0 0 3 III
7. Food, Beverage und Cateringmanagement13 0 4 3 0 0 7 IVb
8. Bewegung und Sport 2 2 2 2 1 9 (IVa)
Wochenstundenzahl 31 33 36 37 36 173
B. Verbindliche Übung Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation 2 0 0 0 0 2 III
Gesamtwochenstundenzahl 33 33 36 37 36 175
C. Pflichtpraktikum 8 Wochen zwischen dem II. und V. Jahrgang
D. Freigegenstände und Unverbindliche Übungen14
E. Förderunterricht14

1 Die Stundentafel kann nach den Bestimmungen des Abschnittes III schulautonom abgeändert werden.

2 Im V. Jahrgang werden je 1 Wochenstunde Englisch und Zweite lebende Fremdsprache von den jeweiligen Lehrkräften mit dem Ziel der mehrsprachigen Kompetenzerweiterung gemeinsam unterrichtet.

3 In Amtsschriften ist in Klammern die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.

4 Das Ausmaß der Gesamtwochenstunden kann nach den Bestimmungen des Abschnittes III schulautonom mit 9-10 Wochenstunden festgelegt werden.

5 Das Ausmaß der Gesamtwochenstunden kann nach den Bestimmungen des Abschnittes III schulautonom mit 7-11 Wochenstunden festgelegt werden.

6 Mit Computerunterstützung.

7 Inklusive angewandtes Projektmanagement.

8 Pflichtgegenstand für Schülerinnen und Schüler, die am Religionsunterricht nicht teilnehmen. Das Stundenausmaß des Pflichtgegenstandes Ethik ist nicht veränderbar. (Anm.: Fußnote zum Pflichtgegenstand Ethik)

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