Verordnung des Bundesministers für Finanzen über den Zugang anderer Behörden als Zollbehörden zu den Zollinformationssystemen (Zollinformationssystem-Zugangs-Verordnung)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2021-02-05
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 3
Änderungshistorie JSON API

Präambel/Promulgationsklausel

Gemäß §§ 119g Abs. 3 und 119q des Zollrechts-Durchführungsgesetzes – ZollR-DG, BGBl. Nr. 659/1994, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 62/2018, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Inneres verordnet:

§ 1. (1) Das Bundeskriminalamt erhält direkten Zugang zu dem gemäß Art. 23 der Verordnung (EG) Nr. 515/97, ABl. Nr. L 82 vom 22. 3. 1997 S. 1, zuletzt geändert durch die Verordnung (EU) Nr. 1525/2015, ABl. Nr. L 243 vom 18. 9. 2015 S. 1, geschaffenen Zollinformationssystem der Europäischen Union (ZIS-EU).

(2) Das Bundeskriminalamt ist berechtigt, zur Erfüllung der Aufgaben gemäß § 4 Abs. 2 Z 1 und 2 des Bundeskriminalamt-Gesetzes – BKA-G, BGBl. I Nr. 22/2002 idgF, Daten des Zollinformationssystems, die gemäß Art. 9 der Verordnung (EU) Nr. 1672/2018, ABl. Nr. L 284 vom 12. 11. 2018 S. 6, übermittelt wurden, zu verarbeiten.

§ 2. (1) Das Bundeskriminalamt erhält direkten Zugang zu dem gemäß § 119a ZollR-DG eingerichteten gemeinsamen automatischen Informationssystem für Zollzwecke (ZIS-MS).

(2) Das Bundeskriminalamt ist berechtigt, zur Bekämpfung gerichtlich strafbarer Handlungen betreffend die in § 119b Z 1 lit. a bis c ZollR-DG genannten Rechtsvorschriften Bezug habende Daten des ZIS-MS zu verarbeiten.

§ 3. Die Einrichtung des technischen Zugangs zur den Zollinformationssystemen obliegt dem Bundesminister für Inneres.

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