Verordnung über den Lehrplan des Aufbaulehrgangs der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (einschließlich des Aufbaulehrgangs für Berufstätige)

Typ Verordnung
Veröffentlichung 2023-09-01
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 3
Änderungshistorie JSON API
1.

Semester (Kompetenzmodul 1):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Bewegen: Grundlagen“

– konditionelle und koordinative Voraussetzungen,

– konditionelle Fähigkeiten benennen,

– grundlegende Bewegungsfertigkeiten an Boden und Geräten selbst durchführen,

– über eine Dauer von einem Monat eine Bewegungseinheit in einem frei gewählten Bereich durchführen und das eigene Bewegungshandeln reflektieren.

Bewegungsvielfalt und Kreativität

– die Bedeutung von vielfältigen Bewegungserfahrungen und Bewegungsmustern für die Entwicklung der Kinder beschreiben.

im Bereich „Spielen“

Spielen können

– die zentrale Spielidee bewegungsorientierter Spiele beschreiben,

– an Kleinen Spielen erfolgreich teilnehmen.

Spiele vermitteln können

– methodische Übungs- und Spielreihen zu unterschiedlichen Spielen entwickeln,

– bewegungsorientierte Spiele alters- und entwicklungsgemäß vorbereiten und situationsadäquat durchführen sowie dafür notwendigen Regeln erklären.

im Bereich „Leisten“

– schwimmorientierte Bewegungshandlungen umsetzen,

– die Anforderungen Tauchen und Rettungsgriffe des Helferscheins wahrnehmen und beschreiben,

– die Lage Brustschwimmen technisch richtig erfassen und Fehlerbilder des Brustschwimmens benennen.

im Bereich „Erleben und Wagen“

Erleben und Erfahren

– sich auf Bewegungs- und Sportaktivitäten in verschiedenen Räumen und Elementen, in unterschiedlichen Situationen, mit verschiedenen Geräten einlassen und ihre Erfahrungen beschreiben.

im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“

– die Begrifflichkeiten Motivation (intrinsisch und extrinsisch), Motiv (primär und sekundär) und Motivierung voneinander trennen und definieren,

– eigenes Bewegungshandeln sowie die Anleitung von Bewegungshandeln reflektieren.

im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“

– Bewegungsorientierte Spiele anleiten und eine Gruppe in diesem Bereich führen,

– Aufstellungsformen richtig benennen und während der Anleitung eines Spiels anwenden,

– die Fachsprache richtig anwenden.

Lehrstoff:

Bereich „Bewegen: Grundlagen“:

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Differenzierung, Gleichgewicht, Orientierung, Rhythmus, Reaktion, motorische Grundfertigkeiten im Boden- und Gerätturnen

Bereich „Spielen“:

Kleine Spiele, freies Spiel, Trendspiele, kooperative Spiele, allgemeine Spielfähigkeit, Regel- und Materialkunde, Spiele in unterschiedlicher Umgebung mit Aufstellungs- und Sozialformen, die variieren, Spielgeräte, Vermittlungskompetenz von Kleinen Sportspielen

Bereich „Leisten“:

Spiele zur Wassergewöhnung, Schwimmen im Rahmen des Helferscheins, unterschiedliche Schwimmlagen kennenlernen

Bereich „Erleben und Wagen“:

Abenteuerspiele, Spiele im Jahreskreis, Klettern, Schaukeln, Schwingen, Springen, Zirkuskünste, spielerische Formen des Kräftemessens und Kämpfens, freizeitrelevante Spiel- und Sportarten

Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:

Gruppenstrukturen und Gruppendynamiken, Rollen innerhalb der Gruppe

Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:

Gerätebezeichnungen, Materialkunde, Körperpositionen, Bewegungsmerkmale

2.

Semester (Kompetenzmodul 2):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Bewegen: Grundlagen“

konditionelle und koordinative Voraussetzungen

– die motorischen Fähigkeiten Ausdauer und Kraft genau definieren,

– Trainingsmöglichkeiten für die motorischen Fähigkeiten Ausdauer und Kraft entwickeln.

Wahrnehmung und Bewegung

– die Wechselwirkung von Wahrnehmung und Bewegung erklären.

im Bereich „Spielen“

– Bewegungs- und Sportspiele zu unterschiedlichen Themen im Jahreskreis entwickeln,

– Spielideen variieren und unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten durch Bewegungsspiele fördern.

im Bereich „Leisten“

Ausdauertraining am Beispiel einer zyklischen Sportart

– eine konstante Leistung erbringen und diese dokumentieren,

– grundlegende motorische Fertigkeiten in einem der Bereiche Boden- und Gerätturnen, Leichtathletik oder Schneesport vermitteln.

Schneesport

– grundlegende methodische Anweisungen im Anfängerunterricht verstehen,

– grundlegende Kenntnisse wie Pflugbogen selbst durchführen,

– Freude an der Sportart wahrnehmen und vermitteln.

Boden- und Gerätturnen

– Boden und Geräte sicher aufbauen und diese absichern,

– grundlegende Fertigkeiten am Boden und auf den Geräten Balken, Barren, Reck und Sprung durchführen.

Leichtathletik

– unterschiedliche Anforderungen in der Disziplin erreichen.

im Bereich „Gesundheit“

– anatomisch-physiologische Grundlagen benennen,

– ihr Wissen über den Aufbau des menschlichen Skeletts und der Funktion der Muskulatur erweitern,

– die Bedeutung der Herzfrequenz für sportliches Training definieren und an sich selbst eine Pulsmessung durchführen.

im Bereich „Erleben und Wagen“

Wagen und Bewältigen

– sich auf herausfordernde Situationen einlassen und dabei ihre Grenzen einschätzen und reflektieren,

– das Erlebnis „Schnee“ wahrnehmen und die Bedeutung des Erlebnisses erfassen.

im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“

– Verantwortung für sich selbst, für andere und für ihr Handeln übernehmen.

im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“

– die Steigerung der motorischen Fähigkeiten bei Kindern unterstützen,

– Sicherheitsbestimmungen und -mängel in Bewegungsräumen ansprechen und können in Spiel- und Sportsituationen richtig sichern und helfen.

Lehrstoff:

Bereich „Bewegen: Grundlagen“:

Vielseitige Bewegungsangebote, selbst- und fremdbestimmte Angebote, Förderorientierung, motorische Testverfahren, Pulsmessung, Kenntnis über die koordinativen und konditionellen Fähigkeiten, deren Trainierbarkeit und mögliche Beispiele, Förderung der Kraft- und Ausdauerfähigkeit von unter 1 bis 6-jährigen Kindern

Bereich „Spielen“:

Bewegungs- und Sportspiele zu unterschiedlichen Themen im Jahresverlauf

Bereich „Leisten“:

Freie Bewegungsformen und Fertigkeiten des Boden- und Gerätturnens, Bewegungslandschaft, Bewegungsbaustelle, Bewegungsstation, Laufen/Springen/Werfen, Geschicklichkeitsparcours, Groß- und Kleingeräte

Bereich „Gesundheit“:

Pulsmessung, Haltungsschulung, Rückengymnastik, Fehlstellungen, Haltungsschäden vorbeugen

Bereich „Erleben und Wagen“:

Naturerlebnis Wintersport, Mut tut gut, Abenteuerspiele im Turnsaal

Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:

Selbsteinschätzung, Fair Play, Sicherheit, Planung, Organisation, Durchführung und Reflexion eines Bewegungsangebotes

Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:

Materialien- und Gerätekunde, Sicherheitshinweise, methodisch-didaktische Hinweise, Kenntnisse über den Verlauf der Bewegungsentwicklung, Internetportale und Fachliteratur

3.

Semester (Kompetenzmodul 3):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Bewegen: Grundlagen“

– motorische Fähigkeiten benennen und grundlegende Trainingsmöglichkeiten anbieten,

– grundlegende Gesetzmäßigkeiten die Motivierung von Kindern betreffend verstehen und anwenden,

– ein Stundenbild zum Thema „psychomotorische Arbeitsweisen“ gestalten und dieses Angebot durchführen.

im Bereich „Leisten“

Schwimmorientierte Bewegungshandlungen

– Rettungsgriffe sowie die Technik des Bergens ausführen,

– Rückenkraulen technisch richtig zeigen,

– Tauchen in unterschiedlichen Variationen zeigen.

im Bereich „Gesundheit“

– die Bedeutung der Motorik im Kindesalter erklären,

– unterschiedliche motorische Förderungsmöglichkeiten anbieten.

im Bereich „Erleben und Wagen“

– die Begriffe Risiko und Wagnis voneinander unterscheiden,

– im Turnsaal eine Bewegungslandschaft in sicherem Rahmen mit Geräten aufbauen,

– Abenteuer im Turnsaal thematisieren und anbieten.

im Bereich „Darstellen und Gestalten“

– Kinder zum Bewegen motivieren,

– einfache Tänze für den Kindergarten entwickeln und anwenden,

– unterschiedliche einfach Tanzschritte und Aufstellungsformen beim Tanzen durchführen.

im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“

– Betriebsformen und Aufstellungsformen in unterschiedlichen Bewegungsräumen (bzw. Turnsaal, Gruppenraum, Outdoor) benennen und die Fachsprache richtig anwenden,

– ein Stundenbild thematisch aufarbeiten und eine Planung mit Formulierung von konkreten Zielen auf allen vier Kompetenzbereichen (Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz) verfassen.

Lehrstoff:

Bereich „Bewegen: Grundlagen“:

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Differenzierung, Gleichgewicht, Orientierung, Rhythmus, Reaktion, motorische Grundfertigkeiten im Boden- und Gerätturnen

Bereich „Leisten“:

Freie Bewegungsformen und Fertigkeiten des Boden- und Gerätturnens, Bewegungslandschaft, Bewegungsbaustelle, Bewegungsstation, Ziegel Tauchen, Ringe Tauchen, Rettungsgriffe

Bereich „Gesundheit“:

Psychomotorik, Motopädagogik, Kenntnisse über den Verlauf der Bewegungsentwicklung des unter 1 bis 6-jährigen Kindes, vielseitige Bewegungsangebote, selbst- und fremdbestimmte Angebote, Förderorientierung

Bereich „Erleben und Wagen“:

Klettern, Schaukeln, Schwingen, Springen, Zirkuskünste, spielerische Formen des Kräftemessens und Kämpfens, Zieh- und Schiebewettkämpfe, Selbstverteidigung, Trendsportarten, Outdoor Aktivitäten, Erlebnispädagogik, freizeitrelevante Spiel- und Sportarten, Bewegungstage, Sportwochen, Sportfest, Ausrüstung, Ausstattung, Prophylaxe, Baderegeln, Pistenregeln, Sichern und Helfen, Erlebnispädagogik, Spiele im Jahreskreis, Bewegung und Spiel im Freien, im Wasser

Bereich „Darstellen und Gestalten“:

Darstellungsaufgaben, Bewegungsgeschichte, rhythmische Bewegungsformen, Übungsformen mit Alltagsmaterialien und Kleingeräten, Akrobatik, Tanz, Jonglagen, Körpertheater, Alltagssituationen, -handlungen mit und ohne Materialien, Bewegungsräume, Improvisation, kreatives Tanzen, Körpertheater

Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:

Bewegungsangebote, Fachsprache, Fachliteratur

4.

Semester (Kompetenzmodul 4):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Bewegen: Grundlagen“

– geschlechtsspezifische Unterschiede im Körperbewusstsein und Raumaneignungsverhalten erkennen,

– die motorischen Fähigkeiten benennen und in koordinative und konditionelle Fähigkeiten differenzieren.

im Bereich „Spielen“

– Fairplay als Verhalten während einem Bewegungs- oder Sportspiel anwenden,

– Fairplay erkennen und Regelverstöße auch benennen,

– Werte des Sportspiels ausleben.

im Bereich „Leisten“

Schneesport

– methodische Wege des Anfängerschiunterrichts erklären,

– Pistenregeln anwenden und alpine Gefahrenschilder richtig deuten.

Sommersportart

– eine gelernte Sportart auf der Sommersportwoche reflektieren,

– den methodischen Aufbau einer Gelernten Sommersportart beschreiben.

im Bereich „Gesundheit“

– mit Hilfe von Sport Aggressionen bewusst ausleben,

– Übungen durchführen, die zur Förderung der Konzentration, Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit dienen.

im Bereich „Erleben und Wagen“

– methodisch- didaktische Wege an der Erarbeitung von Outdoor Sportarten reflektieren.

im Bereich „Darstellen und Gestalten“

– unterschiedliche kognitive Aufgaben mit Tanz und Musik verknüpfen.

im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“

– exekutive Funktionen im Sport nutzen und diesen Bereich in den Alltag übertragen,

– im Laufe der Sommersportwoche unterschiedliche Bewegungsangebote kennenlernen und dadurch kognitive Fähigkeiten fördern.

im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“

– schaffen den Transfer des Fairplay-Verhaltens im Spiel für das Leben im Alltag,

– einen Spielplatz oder Bewegungsraum beobachten und einzelne Geräte in Hinblick auf Ihre Sinnhaftigkeit und Übungsmöglichkeiten für Kinder beurteilen,

– zu unterschiedlichen Themen Planungen erarbeiten, welche Kinder zum zielgerichteten Bewegungshandeln motivieren.

Lehrstoff:

Bereich „Bewegen: Grundlagen“:

Kleine Spiele, Alltagsmaterialien und Kleingeräten, Bewegungslandschaft, Bewegungsbaustelle, Bewegungsgeschichte, Vielseitigkeitsparcours vielseitige Bewegungsangebote, selbst- und fremdbestimmte Angebote, Förderorientierung, Klettern, Rutschen, Springen, Rollen, Verstecken, Tragen, Schieben

Bereich „Spielen“:

Kleine Spiele, freies Spiel, Trendspiele, kooperative Spiele, allgemeine Spielfähigkeit, Regelkunde, Materialkunde, Spiele in unterschiedlichen Umgebungen und Sozialformen, Spielgeräte

Bereich „Leisten“:

Freie Bewegungsformen und Fertigkeiten des Boden- und Gerätturnens, Bewegungslandschaft, Bewegungsbaustelle, Bewegungsstation, Laufen/Springen/Werfen, Schneesport, gleitende und rollende Geräte

Bereich „Gesundheit“:

Übungen zur Förderung der Konzentration, Entspannungstechniken, Mobilisation, Kräftigung, Dehnen, Präventionsmaßnahmen, Beobachtung, Haltungsschulung, Übungsprogramme, Stabilisierung, kindgerechte motorische Testverfahren, Bewegungstagebuch, Zusammenhang zwischen Ursachen und Folgen

Bereich „Erleben und Wagen“:

Bewegungstage, Sportwochen, Naturerfahrung, Bewegung und Sport in Kombination mit Naturerlebnis

Bereich „Darstellen und Gestalten“:

Kindertänze, Musik als Stilmittel, Einsatz zur Ablenkung vor körperlicher Leistung

Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:

Exekutive Funktionen

Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:

Geschlechtergerechter Unterricht, Bewegungszugänge, Sozialisation, Interessen, Spiele, Bewegungsräume, Sprache, Auswahl der Inhalte, Themen und Materialien, selbst- und fremdbestimmte Angebote, methodische Wege, offene und angeleitete Bewegungseinheiten, Strukturen einer Bewegungseinheit, Phasenaufbau, Stundenbild, Ordnungs- und Betriebsformen Ziele und Aufgaben von Bewegung und Sport im pädagogischen Berufsfeld, Sinnzuschreibungen, Bewegtes Lernen, bewegter Kindergarten, exekutive Funktionen, Bewegungsfehler

5.

Semester (Kompetenzmodul 5):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Bewegen: Grundlagen“

– Unterschiede zwischen methodischen Spielreihen und methodischen Übungsreihen erarbeiten, um diese situationsadäquat anwenden zu können,

– auf ausgewählte Muskelgruppen zielgerichtetes Krafttraining durchführen und dieses dokumentieren,

– grundlegende Kräftigung der Rumpf-, Arm- und Beinmuskulatur anwenden.

im Bereich „Leisten“

Boden- und Gerätturnen

– an ihre Leistungen aus den vorigen Modulen anschließen und ihre Fertigkeiten erweitern,

– größen- und massenangepasst sichern und helfen an Sportgeräten.

Sportspiele

– in einem Sportspiel notwendige Zielfertigkeiten erlernen, um das Sportspiel in seiner Gänze zu erfassen,

– ein Sportspiel gemeinsam spielen und dabei notwendige Reglementierungen einhalten.

im Bereich „Gesundheit“

– Übungen, welche für die Schulung der Haltung relevant sind, durchführen,

– Rückenmuskulatur und Bauchmuskulatur kräftigen.

im Bereich „Darstellen und Gestalten“

– Differenzen und Gemeinsamkeiten innerhalb der Gruppe während der Bewegungsausführung erkennen,

– auf Unterschiede innerhalb der Gruppe Bezug nehmen, sodass die Schülerinnen und Schüler optimal gefördert und gefordert werden.

im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“

– durch Bewegung und kooperative Spiele soziale Kompetenzen wie „Aufeinander Hören“, „Einander Respektieren“ erweitern,

– durch Kooperationsspiele Grenzen der eigenen Person erkennen und lernen die Grenzen der anderen Personen zu erkennen,

– gruppendynamische Prozesse während dem Unterricht wahrnehmen.

im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“

– bewegungsfreundliche Angebote und Räume für Kinder definieren, um optimale Bewegungsangebote setzen,

– das Wissen zum Themenkomplex „Motiv-Motivation-Motivierung“ im Kindergarten so umsetzen, dass sie Kinder optimal motivieren.

Lehrstoff:

Bereich „Bewegen: Grundlagen“:

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Differenzierung, Gleichgewicht, Orientierung, Rhythmus, Reaktion, grundlegende motorische Fertigkeiten in ausgewählten Sportarten (Sportspiele, Tanz und Gestaltung, Boden- und Gerätturnen, Leichtathletik)

Bereich „Leisten“:

Ausgewählte motorische Fertigkeiten aus dem Bereich Boden- und Gerätturnen, Leichtathletik, Sportspiele beherrschen

Bereich „Gesundheit“:

Übungen zur Förderung der Konzentration, Entspannungstechniken, Mobilisation, Kräftigung, Dehnen, Präventionsmaßnahmen, Beobachtung, Haltungsschulung, Übungsprogramme, Stabilisierung, Zusammenhang zwischen Ursachen und Folgen

Bereich „Darstellen und Gestalten“:

Kindertänze, Musik als Stilmittel, Einsatz zur Ablenkung vor körperlicher Leistung

Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:

Ordnungsrahmen, Gruppenbildungsprozesse, Gruppenstrukturprozesse, Teamfindung

Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:

Geschlechtergerechter Unterricht, Bewegungszugänge, Sozialisation, Interessen, Spiele, Bewegungsräume, Sprache, Auswahl der Inhalte, Themen und Materialien, selbst- und fremdbestimmte Angebote, methodische Wege, offene und angeleitete Bewegungseinheiten, Strukturen einer Bewegungseinheit, Phasenaufbau, Stundenbild, Ordnungs- und Betriebsformen Ziele und Aufgaben von Bewegung und Sport im pädagogischen Berufsfeld, Sinnzuschreibungen, Bewegtes Lernen, bewegter Kindergarten, exekutive Funktionen, Bewegungsfehler

6.

Semester (Kompetenzmodul 6):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Spielen“

– an den unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der letzten Module anknüpfen, um ein Spielfest zu entwickeln.

im Bereich „Leisten“

Schwimmorientierte Bewegungshandlungen

– die Anforderungen des Helferscheins erreichen,

– alle vier Schwimmstile kennenlernen,

– Tauchen in unterschiedlichen Variationen ausführen,

– Rettungsgriffe und deren Anwendungen reflektieren.

im Bereich „Gesundheit“

– Haltungsschwächen erkennen,

– Übungen zur Haltungsschulung durchführen und Fehlerbilder erkennen,

– unterschiedliche physiologische und anatomische Grundlagen des menschlichen Körpers beschreiben. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Skelettmuskulatur und muskuläre Strukturen gemeint.

im Bereich „Erleben und Wagen“

– sich auf Bewegungs- und Sportaktivitäten in verschiedenen Räumen und Elementen, in unterschiedlichen Situationen, mit verschiedenen Geräten einlassen und ihre Erfahrungen beschreiben.

im Bereich „Darstellen und Gestalten“

– unterschiedliche Tänze kennenlernen,

– einen Rhythmus erkennen und einen Tanzschritt im Rhythmus und im Takt zur Musik nachmachen.

im Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“

– die Bedeutung des Umgangs von Erfolg und Misserfolg verstehen,

– durch Sportspiele in Teams Misserfolg und Erfolg erleben und darauf angemessen reagieren.

im Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“

– unterschiedliche Partnern und Partnerinnen in der Erziehungsarbeit nennen,

– die Bedeutung der Bewegung für eine Kindergartenpädagogin, einen Kindergartenpädagogen nennen,

– Kinder zu einem aktiven Alltag motivieren.

Lehrstoff:

Bereich „Spielen“:

Kleine Spiele, Sportspiele, Trendspiele, Rückschlagspiele, Neue Spiele, Anleitung von Sportspielen, Fair Play

Bereich „Leisten“:

Spiele zur Wassergewöhnung, Schwimmtechniken, Springen, Tauchen, Rettungsschwimmen, persönliche Zielsetzung, Feedback und Reflexion, Anforderungen des Helferscheins

Bereich „Gesundheit“:

Bewegungsorientierte, gesundheitswirksame Maßnahmen, bewegte Pause, bewegtes Umfeld, bewegter Kindergarten, Pausenspiele, Spielen im Freien, aktives Lernen, Bewegungspausen, Bewegung in der Freizeitgestaltung

Bereich „Darstellen und Gestalten“:

Darstellungsaufgaben, Bewegungsgeschichte, rhythmische Bewegungsformen, Übungsformen mit Alltagsmaterialien und Kleingeräten, Akrobatik, Tanz, Jonglagen, Körpertheater, Alltagssituationen, -handlungen mit und ohne Materialien, Bewegungsräume, Improvisation, kreatives Tanzen, Körpertheater

Bereich „Selbstkompetenz, Interaktion und Kommunikation“:

Beobachtungsinstrumente, Gruppenarbeit, Emotionsregulation, Verantwortung, Rolle, Funktion, Aufgabe und Kompetenz in jeder Gruppe

Bereich „Transfer in das pädagogische Berufsfeld“:

Geschlechtergerechter Unterricht, Bewegungszugänge, Sozialisation, Interessen, Spiele, Bewegungsräume, Sprache, Auswahl der Inhalte, Themen und Materialien, selbst- und fremdbestimmte Angebote, methodische Wege, offene und angeleitete Bewegungseinheiten, Strukturen einer Bewegungseinheit, Phasenaufbau, Stundenbild, Ordnungs- und Betriebsformen Ziele und Aufgaben von Bewegung und Sport im pädagogischen Berufsfeld, Sinnzuschreibungen, Bewegtes Lernen, bewegter Kindergarten, exekutive Funktionen, Bewegungsfehler

A.2 Verbindliche Übungen

2.1 KOMMUNIKATIONSPRAXIS UND GRUPPENDYNAMIK

5.

Semester (Kompetenzmodul 5):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“

– unterschiedliche Perspektiven beschreiben,

– Kommunikationsformen zielgruppengerecht anwenden.

im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“

– Kritik annehmen und konstruktiv geben,

– Stärken und Lernbedarf erkennen und benennen,

– einen Standpunkt argumentativ vertreten,

– Möglichkeiten zur Stressbewältigung nennen.

im Bereich „Kommunikation und Sprache“

– Gesprächssituationen reflektieren,

– Gesprächssituationen im beruflichen Umfeld professionell gestalten,

– Kommunikationsmodelle situationsadäquat erläutern.

im Bereich „Diversity“

– Sensibilität für situationsangepassten Sprachgebrauch.

im Bereich „Intervention“

– grundlegende Aspekte zum Konfliktmanagement beschreiben,

– Konflikte analysieren,

– Konfliktlösungsstrategien darstellen,

– professionelle Unterstützungsmaßnahmen zielgruppenorientiert und situationsadäquat erläutern.

im Bereich „Basistechniken wissenschaftlichen Arbeitens“

– unterschiedliche Präsentationstechniken reflektieren,

– Fachliteratur kriterienorientiert beurteilen.

Lehrstoff:

Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:

Sprache und ihre Funktionen, Verbale- nonverbale Kommunikation, Kongruenz, unterschiedliche Wirklichkeiten, Perspektivenwechsel, Werte, Normen, Haltungen, neue Medien als Kommunikationsmittel

Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“:

Selbst- und Fremdwahrnehmung, Grundlagen und Techniken des Miteinander- Redens, Methoden der Reflexion, Feedback, Zeit- und Selbstmanagement, kompensatorische Maßnahmen zur Stressbewältigung

Bereich „Kommunikation und Sprache“:

Kommunikationsmittel, -modelle, -techniken, Kommunikationssituationen im beruflichen Umfeld, freie Rede

Bereich „Diversity“:

Gender- und diversitygerechte Aspekte in Kommunikations- und Gruppenprozessen

Bereich „Intervention“:

Konfliktlösungsmodelle Konfliktkultur, Konflikttheorie, Konfliktmanagement, Deeskalation

Bereich „Basistechniken wissenschaftlichen Arbeitens“:

Präsentationstechniken, schriftliche und mündliche Präsentation, Einsatz verschiedener Medien, Fachliteratur

6.

Semester (Kompetenzmodul 6):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Orientierung an Werten und Normen“

– Kommunikationsformen zielgruppengerecht anwenden und weiterentwickeln.

im Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“

– einen Standpunkt argumentativ vertreten und verteidigen,

– grundlegende Verfahren der Psychohygiene reflektieren,

– Entspannungsmethoden für unterschiedliche Zielgruppen vergleichen.

im Bereich „Kooperation, Sozial – und Projektmanagement“

– Gruppen- und Teambildungsphasen und -prozesse reflektieren,

– Führungsaufgaben im Team einordnen,

– Rollenpositionen im Team analysieren.

im Bereich „Kommunikation und Sprache“

– Gesprächssituationen im beruflichen Umfeld professionell gestalten und dafür förderliche Rahmenbedingungen schaffen,

– eine freie Rede entwerfen und gestalten.

im Bereich „Diversity“

– gender- und diversitygerechte Aspekte in Kommunikations- und Gruppenprozessen analysieren,

– interkulturelle Unterschiede in Kommunikations- und Gruppenprozessen vergleichen.

im Bereich „Basistechniken wissenschaftlichen Arbeitens“

– unterschiedliche Präsentationstechniken reflektieren und anwenden.

Lehrstoff:

Bereich „Orientierung an Werten und Normen“:

Wahrnehmung, Selbstreflexion, Achtsamkeit

Bereich „Selbstmanagement und berufliche Sozialisation“:

Psychohygiene, Entspannungsverfahren, Salutogenese

Bereich „Kooperation, Sozial- und Projektmanagement“:

Transfer in Bildungsinstitutionen unterschiedlicher Altersstufen hinsichtlich Modellen der Gruppenbildung, Phasen von Gruppenbildungsprozessen, Mechanismen in Gruppen- und Teambildungsprozessen, Rollenposition

Bereich „Kommunikation und Sprache“:

Planung, Durchführung und Reflexion von Gesprächssituationen, situations- und mediengerechte Gestaltung von Mitteilungen, Öffentlichkeitsarbeit, zielgruppenbezogene Interaktion und Kommunikation, Moderation, Supervision, Coaching, Mentoring, Mediation

Bereich „Diversity“:

Transfer in Bildungsinstitutionen unterschiedlicher Altersstufen, gender- und diversitygerechte Kommunikation, Sensibilität für interkulturelle Prozesse, bildhafte Kommunikationsmittel, Psychohygiene, Entspannungsverfahren, Salutogenese, Phasen von Gruppenbildungsprozessen, Mechanismen in Gruppen- und Teambildungsprozessen, Rollenposition

Bereich „Basistechniken wissenschaftlichen Arbeitens“:

Präsentationstechniken, schriftliche und mündliche Präsentation, Einsatz verschiedener Medien, Fachliteratur

2.2 LERNCOACHING

1.

und 2. Semester (Kompetenzmodul 1 und 2):

Bildungs- und Lehraufgaben:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich „Organisation des Lernprozesses“:

– ihre Selbstkompetenz in Bezug auf die Gestaltung ihres Lernprozesses entwickeln,

– ihre Lernleistung erhöhen und Lernschwächen bewältigen,

– durch eine sinnvolle Planung und Gestaltung beim Lernen ihre eigenen Ressourcen optimal nützen.

im Bereich „Lern- und kreative Arbeitstechniken“:

– sich selbst Ziele setzen und ihren Lernprozess selbstständig organisieren,

– sich verschiedene ihrem Lerntyp entsprechende Lernmethoden aneignen,

– Teamfähigkeit erwerben und umsetzen.

im Bereich „Kennenlernen und Erarbeiten einzelner Schritte zum selbständigen Lernen“:

– konsequent ihre Ziele verfolgen,

– mit Zeitdruck und Stress umgehen,

– Eigeninitiative ergreifen und Aufgabenstellungen allein und gemeinsam mit anderen erfolgreich bearbeiten und lösen,

– selbständig Problemlösung finden.

Lehrstoff:

Bereich „Organisation des Lernprozesses“:

Lerntypen und praktische Konsequenzen, Arbeitsziele, Stressmanagement und Angstbewältigungsstrategien, Entspannungstechniken, Konzentrationstraining, Kalenderführung, Arbeitsplatzgestaltung, Unterrichts- und Arbeitsmaterialien, Ablagetechniken

Bereich „Lern- und kreative Arbeitstechniken“:

Selbstmotivation, Arbeitsunterlagen, systematische Aufzeichnungen, Exzerpieren und Strukturieren von Texten, Erfassen von wesentlichen Inhalten, eigenständiges Formulieren, Wiederholungs- und Übungstechniken, neue Lehr- und Lernformen

Bereich „Kennenlernen und Erarbeiten einzelner Schritte zum selbständigen Lernen“:

Zielsetzung und Planung, Selbstüberwindung und Durchhaltevermögen, Vorwissen aktivieren, Suche von Informationen: Bibliotheken, Internet, CD-Rom, Strukturen, vertiefte Lernarbeit, systemisches Denken, Selbstkontrolle, Lernergebnis, Verantwortung für Handlungen

B. Pflichtpraktikum

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler

– erlangen jene Professionalität der Berufsausübung, die den Anforderungen des jeweiligen Berufsfeldes an Absolventinnen und Absolventen der Schulart entspricht,

– können die in der Schule erworbenen Kompetenzen in der Berufsrealität umsetzen,

– gewinnen einen umfassenden Einblick in die Organisation der entsprechenden Einrichtungen,

– wissen über Pflichten und Rechte der im pädagogischen Berufsfeld Tätigen Bescheid und können die unmittelbare berufliche Situation daraufhin überprüfen,

– verhalten sich gegenüber der Leitung und den in der Einrichtung Beschäftigten korrekt und selbstsicher,

– gewinnen aus der Zusammenschau der Unterrichts- und Praxiserfahrung eine positive Grundhaltung zum Arbeitsleben insgesamt und zum konkreten beruflichen Umfeld im Besonderen,

– erlangen Einsicht in soziale Beziehungen sowie in betrieblich-organisatorische Zusammenhänge.

Zeitlicher und sachlicher Rahmen:

Ab dem 2. Semester bis vor Beginn des 5. Semesters im Ausmaß von mindestens 2 Wochen, im selben zeitlichen Umfang wie eine Praxiswoche, in einer elementaren Bildungseinrichtung.

Es sind auch Praktika in den Semesterferien oder in anderen Ferienzeiten zulässig.

C. Freigegenstände und Unverbindliche Übungen

Bildungs- und Lehraufgabe, didaktische Grundsätze:

Freigegenstände und Unverbindliche Übungen können bestehende Pflichtgegenstände ergänzen oder Inhalte anderer Fachgebiete vermitteln. Um das Unterrichtsprogramm auch für die Lernenden und Erziehungsberechtigten deutlich erkennbar zu machen, ist gegebenenfalls eine eindeutige Bezeichnung festzulegen.

Eine Blockung in bestimmten Teilen des Unterrichtsjahres ist möglich.

C.1 Freigegenstände

Festlegung durch schulautonome Lehrplanbestimmungen. Siehe Abschnitt III.

C.2 Unverbindliche Übungen

Festlegung durch schulautonome Lehrplanbestimmungen. Siehe Abschnitt III.

D. Förderunterricht

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die von einem Leistungsabfall betroffene Schülerinnen und Schüler sollen jene Kompetenzen entwickeln, die ihnen die Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgabe des betreffenden Gegenstandes ermöglichen.

Lehrstoff:

Wie im jeweiligen Semesters des entsprechenden Pflichtgegenstandes unter Beschränkung auf jene Lehrinhalte, bei denen Wiederholungen und Übungen erforderlich sind.

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