Internationales Abkommen vom 7. November 1952 zur Erleichterung der Einfuhr von Handelsmustern und Werbematerial

Typ Andere
Veröffentlichung 1952-11-07
Letzte Aktualisierung 2007-02-09
Status In Kraft
Ministerium Bundeskanzlei
Quelle Fedlex
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1 Übersetzung Internationales Abkommen zur Erleichterung der Einfuhr von Handelsmustern und Werbematerial (Stand am 9. Februar 2007) Die dieses Abkommen unterzeichnenden Regierungen, überzeugt, dass die Annahme einheitlicher Regeln über die Einfuhr von Mustern von Waren aller Art, Naturprodukten oder Industrie-Erzeugnissen, und über die Einfuhr von Werbematerial die Ausdehnung des internationalen Handels fördern wird, haben folgendes vereinbart: Art. I Begriffsbestimmungen Im vorliegenden Abkommen bedeutet:

3 Regierungen offen, welche das Allgemeine Abkommen über Zolltarife und Handel («Accord général sur les tarifs douaniers et le commerce») unterzeichnet haben und ferner zur Unterzeichnung durch die Regierungen aller Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen oder irgendeines anderen Staates, welcher der Generalsekretär der Vereinten Nationen zu diesem Zwecke eine Kopie des vorliegenden Abkommens zugestellt hat. 2. Dieses Abkommen wird den Signatarregierungen zur Ratifikation oder Annahme in Übereinstimmung mit dem in ihrer Verfassung vorgesehenen Verfahren unterbreitet. Die Ratifikationsoder Annahme-Urkunden werden beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt. Art. X Beitritt 1. Dieses Abkommen steht zwecks Beitrittes den Regierungen der in Abschnitt 1 von Artikel IX genannten Staaten offen. 2. Der Beitritt erfolgt durch Abgabe einer Beitritts-Urkunde an den Generalsekretär der Vereinten Nationen. Art. XI Inkrafttreten Nachdem fünfzehn der im Artikel IX genannten Regierungen ihre Ratifikations-, Annahmeoder Beitritts-Urkunden hinterlegt haben, tritt dieses Abkommen für diese fünfzehn Regierungen am dreissigsten auf die Hinterlage der fünfzehnten Ratifikations-, Annahmeoder Beitritts-Urkunde folgenden Tage in Kraft. Für jede andere Regierung tritt sie am dreissigsten auf die Hinterlage ihrer Ratifikations-, Annahmeoder Beitritts-Urkunde folgenden Tage in Kraft. Art. XII Kündigung 1. Dieses Abkommen kann, wenn es drei Jahre lang zu Recht bestanden hat, von jeder Vertragspartei durch entsprechende Mitteilung an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gekündigt werden. 2. Die Kündigung wird sechs Monate, nachdem der Generalsekretär der Vereinten Nationen davon Mitteilung erhalten hat, wirksam. Art. XIII Gebietsweise Anwendung 1. Anlässlich der Hinterlage ihrer Ratifikations-, Annahmeoder Beitritts-Urkunde oder zu jedem späteren Zeitpunkt kann jede Regierung in einer an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichteten Mitteilung erklären, dass dieses Abkommen auf einem oder mehreren der in internationaler Beziehung von ihr vertretenen Gebiete zur Anwendung komme, worauf es sich vom dreissigsten Tage nach Eingang dieser Mitteilung beim Generalsekretär der Vereinten Nationen oder, wenn dieses Datum das spätere ist, vom Tage des Inkrafttretens der Vereinbarung gemäss Artikel XI an, auf die in der Mitteilung genannten Gebiete erstreckt. 2. Jede Regierung, welche gemäss Abschnitt 1 dieses Artikels eine Erklärung abgegeben hat, wonach sich dieses Abkommen auf ein in internationaler Beziehung von ihr vertretenes Gebiet erstreckt, kann es für dieses besondere Gebiet nach den Bestimmungen von Artikel XII kündigen. Art. XIV Vorbehalte 1. Bei Unterzeichnung oder bei der Hinterlage seiner Ratifikations-, Annahmeoder Beitritts-Urkunde kann jeder Staat erklären, dass er sich durch gewisse, von ihm bezeichnete Bestimmungen dieses Abkommens nicht als verpflichtet betrachtet. 2. Bei der Abgabe einer Mitteilung gemäss Artikel XIII dieses Abkommens, dass sie auf ein oder mehrere, in internationaler Beziehung von ihm vertretenen Gebiete Anwendung finde, kann jeder Staat für alle oder einzelne der in seiner Mitteilung genannten Gebiete eine Erklärung abgeben, wie sie in Abschnitt 1 dieses Artikels vorgesehen ist. 3. Wenn ein Staat zur Zeit der Unterzeichnung, der Ratifikation, der Annahme, des Beitrittes oder bei Abgabe einer Mitteilung gemäss vorstehendem Artikel XIII in bezug auf irgendeinen Artikel dieses Abkommens einen Vorbehalt macht, so gibt der Generalsekretär der Vereinten Nationen vom Wortlaut dieses Vorbehaltes allen Staaten Kenntnis, welche diesem Abkommen beigetreten sind oder beitreten können. Jeder Staat, der dieses Abkommen unterzeichnet, ratifiziert oder angenommen hat oder ihm beigetreten ist, bevor der Vorbehalt gemacht wurde (oder – wenn das Abkommen noch nicht in Kraft getreten ist – der es am Tage ihres Inkrafttretens unterzeichnet, ratifiziert oder angenommen hat oder ihm beigetreten ist), hat das Recht, gegen jeden beliebigen dieser Vorbehalte Einspruch zu erheben. Wenn spätestens am neunzigsten Tage nach dem Datum der Bekanntgabe des Vorbehaltes (oder – wenn dieses Datum das spätere ist – nach dem Inkrafttreten des Abkommens) kein einspruchsberechtigter Staat einen Einspruch an den Generalsekretär der Vereinten Nationen gerichtet hat, wird der Vorbehalt als genehmigt betrachtet. 4. Falls dem Generalsekretär der Vereinten Nationen von einem einspruchsberechtigten Staat ein Einspruch mitgeteilt wird, gibt er davon dem Staate Kenntnis, der den Vorbehalt gemacht hat und ladet ihn ein, ihm mitzuteilen, ob er bereit ist, seinen Vorbehalt zu widerrufen oder, je nachdem, auf die Ratifikation oder auf die Annahme des Abkommens, auf den Beitritt oder auf seine Anwendung in dem Gebiete (oder den Gebieten), auf das sich der Vorbehalt bezog, zu verzichten. 5. Ein Staat, der einen Vorbehalt gemacht hat, gegen den gemäss Abschnitt 3 dieses Artikels Einspruch erhoben worden ist, wird in bezug auf dieses Abkommen nur Vertragspartei, nachdem der Einspruch widerrufen oder auf Grund der in Abschnitt

6 dieses Artikels enthaltenen Bestimmungen wirkungslos geworden ist; er kann, in bezug auf ein Gebiet, das er in internationaler Beziehung vertritt und zu dessen Gunsten er einen Vorbehalt gemacht hat, der gemäss Abschnitt 3 dieses Artikels Gegenstand eines Einspruches ist, nicht beanspruchen, in den Genuss dieses Abkommens zu gelangen, solange dieser Einspruch nicht widerrufen oder auf Grund der Bestimmungen des folgenden Abschnitts 6 verwirkt ist. 6. Alle Einsprüche von Staaten, welche das Abkommen unterzeichnet, aber nicht ratifiziert oder angenommen haben, verlieren ihre Wirksamkeit, wenn der sie anmeldende Staat zwölf Monate nach ihrer Anmeldung das Abkommen nicht ratifiziert oder angenommen hat. Art. XV Bekanntgabe von Unterzeichnung, Ratifikation, Annahme und Beitritt Der Generalsekretär der Vereinten Nationen gibt allen Signatarund beitretenden Staaten sowie den übrigen darum ersuchenden Staaten von Unterzeichnung, Ratifikation und Annahme dieses Abkommens und von den Beitritten Kenntnis; er teilt ihnen auch das Datum mit, an dem das Abkommen in Kraft tritt und gibt ihnen von den Mitteilungen Kenntnis, die er kraft Artikel XII und XIII erhält. Zu Urkund dessen haben die unterzeichneten Bevollmächtigten das vorliegende Abkommen unterzeichnet. Geschehen in Genf, den siebten November tausendneunhundertzweiundfünfzig, in französischer und englischer Sprache, wobei beide Texte gleicherweise gültig sind, in einer einzigen Ausfertigung, verwahrt in den Archiven der Vereinten Nationen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen wird allen Signatarstaaten und Beitretenden beglaubigte Abschriften dieses Abkommens übermitteln. (Es folgen die Unterschriften) Geltungsbereich am 9. Februar 2007 4 Vertragsstaaten Ratifikation Inkrafttreten Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) Ägypten 29. September 1955 B 20. November 1955 Australien 6. Januar 1956 B 5. Februar 1956 Belgien 28. August 1957 27. September 1957 Bosnien und Herzegowina 12. Januar 1994 N 6. März 1992 a China-Hongkong 6. Juni 1997 1. Juli 1997 Dänemark 5. Oktober 1955 B 20. November 1955 * Deutschland 2. September 1955 20. November 1955 Fidschi 31. Oktober 1972 N 10. Oktober 1970 Finnland 27. Mai 1954 B 20. November 1955 Frankreich 7. Februar 1964 B 8. März 1964 Ghana 7. April 1958 N 5. März 1957 Griechenland 10. Februar 1955 20. November 1955 Guinea 8. Mai 1962 B 7. Juni 1962 Haiti 12. Februar 1958 B 14. März 1958 * Indien 3. August 1954 B 20. November 1955 Indonesien 21. April 1954 B 20. November 1955 Iran 11. Juni 1970 B 11. Juli 1970 Irland 23. April 1959 B 23. Mai 1959 Island 28. April 1977 B 28. Mai 1977 Israel 8. Oktober 1957 B 7. November 1957 Italien 20. Februar 1958 B 22. März 1958 Jamaika 11. November 1963 N 6. August 1962 Japan 2. August 1955 B 20. November 1955 Kanada 12. Juni 1974 B 12. Juli 1974 Kenia 3. September 1965 B 3. Oktober 1965 Kongo (Kinshasa) 31. Mai 1962 N 30. Juni 1960 Korea (Süd-) 12. Juni 1978 B 12. Juli 1978 Kroatien 31. August 1994 N 8. Oktober 1991 * Kuba 26. April 1976 B 26. Mai 1976 Liberia 16. September 2005 B 16. Oktober 2005 Luxemburg 9. September 1957 B 9. Oktober 1957 Malaysia 21. August 1958 N 31. August 1957 * Malta 27. Juni 1968 N 21. September 1964 Mauritius 18. Juli 1969 N 12. März 1968 * Mexiko 7. November 2000 B 7. Dezember 2000 Montenegro 23. Oktober 2006 N 3. Juni 2006 Vertragsstaaten Ratifikation Inkrafttreten Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) Neuseeland 19. April 1957 B 19. Mai 1957 Cook-Inseln 19. April 1957 B 19. Mai 1957 Niue 19. April 1957 B 19. Mai 1957 Tokelau 19. April 1957 B 19. Mai 1957 Niederlande 3. Mai 1955 B 20. November 1955 b Aruba 24. Dezember 1985 1. Januar 1986 Niederländische Antillen 3. Mai 1955 B 20. November 1955 Nigeria 26. Juni 1961 N 1. Oktober 1960 Norwegen 2. November 1954 B 20. November 1955 Österreich 8. Juni 1956 B 8. Juli 1956 Pakistan 12. Oktober 1953 B 20. November 1955 Polen 18. Februar 1960 B 19. März 1960 Portugal 24. September 1956 B 24. Oktober 1956 Ruanda 1. Dezember 1964 N 1. Juli 1962 * Rumänien 15. November 1968 B 15. Dezember 1968 Schweden 23. Februar 1955 20. November 1955 * Schweiz 4. Dezember 1954 B 20. November 1955 Serbien 12. März 2001 N 27. April 1992 Sierra Leone 13. März 1962 N 27. April 1961 Singapur 7. Juni 1966 N 9. August 1965 Slowakei 28. Mai 1993 N 1. Januar 1993 Slowenien 3. November 1992 N 25. Juni 1991 Spanien 9. September 1954 B 20. November 1955 Sri Lanka 28. Oktober 1959 B 27. November 1959 * Tansania 28. November 1962 B 28. Dezember 1962 Thailand 30. November 1994 B 30. Dezember 1994 Tonga 11. November 1977 N 4. Juni 1970 * Trinidad und Tobago 11. April 1966 N 31. August 1962 Tschechische Republik 2. Juni 1993 N 1. Januar 1993 Türkei 8. Dezember 1956 B 7. Januar 1957 * Uganda 15. April 1965 B 15. Mai 1965 Ungarn 3. Juni 1957 B 3. Juli 1957 Vereinigte Staaten 17. September 1957 17. Oktober 1957 Vereinigtes Königreich 21. Oktober 1955 20. November 1955 Anguilla 5. Februar 1957 B 7. März 1957 Britische Jungferninseln 5. Februar 1957 B 7. März 1957 Falklandinseln 5. Februar 1957 B 7. März 1957 Gibraltar 5. Februar 1957 B 7. März 1957 Grenada 5. Februar 1957 7. März 1957 Insel Man 21. Oktober 1955 B 20. November 1955 St. Helena 5. Februar 1957 B 7. März 1957 Zypern 16. Mai 1963 N 16. August 1960 Erklärung Schweiz Das Abkommen erstreckt sich auch auf das Fürstentum Liechtenstein, solange dieses

5 durch einen Zollanschlussvertrag mit der Schweiz verbunden ist.

Fussnoten

2

Von der Bundesversammlung genehmigt am 6. Oktober 1954 Schweizerische Beitrittsurkunde hinterlegt am 4. Dezember 1954 In Kraft getreten für die Schweiz am 20. November 1955 AS 1955 1005; BBl 1954 I 617

1

Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der französischen Ausgabe dieser Sammlung.

2

AS 1955 1003

3

SR 0.632.21

4

Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/topics/intla/intrea/dbstv.html). * Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können auf der Internet-Seite der Vereinten Nationen: http://untreaty.un.org/ eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden. a Bis zum 30. Juni 1997 war das Übereinkommen auf Grund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 6. Juni 1997 ist das Übereinkommen seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar b Am 1. Januar 1986 erhielt die Insel Aruba, die ein Teil der Niederländischen Antillen war, die innere Autonomie innerhalb des Königreichs der Niederlande. Diese Änderung betrifft nur die internen verfassungsrechtlichen Beziehungen innerhalb des Königreichs der Niederlande

5

SR 0.631.112.514

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