Verordnung vom 5. Juni 1989 über die Übernahme gebrannter Wasser durch das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit
gestützt auf die Artikel 10 Absatz 3, 11, 17 Absatz 2 und 70 Absatz 1
1 des Alkoholgesetzes , verordnet:
2 Kernobstbrand zum Wiederverkauf Art. 1 Die Eidgenössische Alkoholverwaltung kann das Destillat aus gegorenen Äpfeln oder Birnen, aus gegorenen Teilen dieser Früchte oder aus Apfeloder Birnenwein (Kernobstbrand) zum Wiederverkauf übernehmen.
3 Art. 2
4 Anforderungen an den Kernobstbrand Art. 3
1 Der Kernobstbrand muss die ihn kennzeichnenden Geruchsund Geschmacksmerkmale bei 30 % Vol und 25 °C deutlich aufweisen. Geruch und Geschmack dürfen weder fehlerhaft noch fremdartig sein.
2 Im Aussehen muss der Kernobstbrand klar und farblos sein.
3 5 Kernobstbrand hat den in der Lebensmittelverordnung vom 1. März 1995 und der
6 Fremdund Inhaltsstoffverordnung vom 26. Juni 1995 angegebenen Werten zu entsprechen. Die Zugabe von Zucker oder Zuckerarten ist nicht erlaubt. Verunreinigungen sind nicht zulässig.
4 Der Alkoholgehalt für Hafenbrand muss mindestens 55 % Vol, für Kolonnenbrand mindestens 70 % Vol, aber höchstens 76 % Vol betragen.
7 Übernahmepreise Art. 4 Die Übernahmepreise für Kernobstbrand zum Wiederverkauf werden im Anhang zur
8 Verordnung vom 6. April 1962 zum Alkoholund zum Hausbrennereigesetz geregelt.
9 Art. 5
10 Art. 6 Andere ablieferungsberechtigte gebrannte Wasser Die Anforderungen an gebrannte Wasser der Industriebrennereien, Rektifikationsanstalten und Alkoholfabriken werden für jeden einzelnen Betrieb durch die Alkoholverwaltung festgesetzt und sind Bestandteil der Konzession.
Art. 7 Vollzug
Die Alkoholverwaltung wird mit dem Vollzug beauftragt.
Art. 8 Aufhebung bisherigen Rechts
11 Die Verordnung vom 9. September 1981 über die Anforderungen an die von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung zu übernehmenden gebrannten Wasser wird aufgehoben.
Art. 9 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1989 in Kraft.
Fussnoten
[^1]: SR 680
[^2]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 15. Jan. 1997, in Kraft seit 1. Febr. 1997 (AS 1997 412).
[^3]: Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 15. Sept. 1993, mit Wirkung seit 1. Okt. 1993 (AS 1993 2596).
[^4]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 15. Jan. 1997, in Kraft seit 1. Febr. 1997 (AS 1997 412).
[^5]: SR 817.02
[^6]: SR 817.021.23
[^7]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 15. Jan. 1997, in Kraft seit 1. Febr. 1997 (AS 1997 412).
[^8]: SR 680.11
[^9]: Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 15. Jan. 1997, mit Wirkung seit 1. Febr. 1997 (AS 1997 412).
[^10]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 15. Jan. 1997, in Kraft seit 1. Febr. 1997 (AS 1997 412).
[^11]: [AS 1981 1444]
Die offiziellen Rechtstexte der Schweizerischen Eidgenossenschaft sind gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. a–c des Urheberrechtsgesetzes (URG) gemeinfrei. Dieses Dokument ersetzt nicht die amtliche Publikation in der Amtlichen Sammlung (AS) oder im Bundesblatt (BBl). Für eventuelle Ungenauigkeiten bei der Konvertierung in dieses Format wird keine Haftung übernommen.