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Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Zollansätze für Waren im Verkehr mit Freihandelspartnern (ausgenommen EU- und EFTA-Mitgliedstaaten) (Freihandelsverordnung 2)

Geltender Text a fecha 1995-06-27

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf Artikel 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982[^1] über aussenwirtschaftliche Massnahmen, auf Artikel 130 des Zollgesetzes vom 18. März 2005[^2] und auf die Artikel 4 und 10 des Zolltarifgesetzes vom 9. Oktober 1986[^3] sowie in Ausführung der in Anhang 1 aufgeführten Bestimmungen der Abkommen und Vereinbarungen in Form von Briefwechseln,[^4]

verordnet:

Art. 1[^5] Einfuhrzölle

1 Die Präferenzbehandlung im Sinne der in Anhang 1 genannten Abkommen und Vereinbarungen wird wie folgt gewährt:

2 Für Erzeugnisse aus Landwirtschaftsprodukten, die in den Anhängen 2 und 3 mit dem Vermerk «bT» gekennzeichnet sind, gelten die vom Eidgenössischen Finanzdepartement gestützt auf Artikel 3 der Verordnung vom 23. November 2011[^11] über die Industrieschutzelemente und die beweglichen Teilbeträge bei der Einfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschaftsprodukten festgelegten Zollansätze.[^12]

Art. 1a[^13] Zollkontingente

1 Waren, für die beschränkte präferenzielle Einfuhrmengen (Zollkontingente) gelten, sind mit den betreffenden Mengen in Anhang 2 beziehungsweise für das Vereinigte Königreich in Anhang 6 festgele.[^14]

2 Die Zollanmeldung von Waren im Rahmen der Zollkontingente hat mittels elektronischer Datenverarbeitung zu erfolgen. Die Eidgenössische Zollverwaltung kann im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Landwirtschaft Ausnahmen, wie bei Kleinsendungen und gelegentlichen Einfuhren, von der elektronischen Zollanmeldung gestatten.

3 Für Einfuhren im Rahmen der Zollkontingente wird der Präferenz-Zollansatz nach Anhang 2 beziehungsweise 6 in der Reihenfolge der Annahme der Einfuhrzollanmeldungen gewährt, bis das entsprechende Kontingent ausgeschöpft ist. Vorbehalten bleiben besondere Bestimmungen nach der Agrareinfuhrverordnung vom 26. Oktober 2011[^15] (AEV) und den entsprechenden Marktordnungen der Landwirtschaftsgesetzgebung.[^16]

4 Sind besondere Bestimmungen nach Absatz 3 anwendbar, so werden Zollkontingentsanteile im Rahmen der Zollkontingente nur zugeteilt, wenn ein Zollkontingentsanteil nach der AEV und den entsprechenden Marktordnungen der Landwirtschaftsgesetzgebung zugeteilt worden ist.

5 Bei Ausschöpfung eines Zollkontingents nach der AEV gestattet das Bundesamt für Landwirtschaft die Einfuhr zum Präferenz-Zollansatz nach Anhang 2 beziehungsweise 6, sofern vertragliche Verpflichtungen dies vorsehen, bis das entsprechende Zollkontingent ebenfalls ausgeschöpft ist.[^17]

6 Die Eidgenössische Zollverwaltung veröffentlicht den Stand der Ausschöpfung der Zollkontingente periodisch auf elektronischem Weg.

Art. 2 und 3[^18]
Art. 4[^19] Ursprungsbestimmungen

Die Zollansätze nach den Anhängen dieser Verordnung sind nur auf Waren anwendbar, die den Ursprungsbedingungen der in Anhang 1 genannten Abkommen und Vereinbarungen entsprechen.

Art. 4a[^20] Zollpräferenzen für Waren je nach Verwendungszweck

Ist die Gewährung von Zollpräferenzen von einem bestimmten Verwendungszweck der Ware abhängig, so sind die Bestimmungen der Artikel 50–54 der Zollverordnung vom 1. November 2006[^21] anwendbar.

Art. 5 Änderung dieser Verordnung

Die Anhänge können vom Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung geändert werden, soweit sich die entsprechende Zuständigkeit aus Gesetz oder besonderer Verordnung ergibt.

Art. 6 Aufhebung bisherigen Rechts

Es werden aufgehoben:

Art. 7 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1995 in Kraft.

Fussnoten

[^1]: SR 946.201

[^2]: SR 631.0

[^3]: SR 632.10

[^4]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 7. März 2014, in Kraft seit 1. April 2014 (AS 2014 605).

[^5]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Juni 2010, in Kraft seit 1. Juli 2010 (AS 2010 2669), seit 1. Okt. 2010 für Serbien (AS 2010 4095), seit 1. Nov. 2010 für Albanien (AS 2010 4609) und seit 1. Juli 2014 für die Mitgliedstaaten des GCC (AS 2014 1463).

[^6]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2020, in Kraft seit 1. Nov. 2020, mit Ausnahme von Guatemala (AS 2020 4191).

[^7]: Botsuana, Eswatini, Lesotho, Namibia, Südafrika.

[^8]: Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.

[^9]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2020, in Kraft seit 1. Nov. 2020, mit Ausnahme von Guatemala (AS 2020 4191).

[^10]: Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6433).

[^11]: SR 632.111.722

[^12]: Eingefügt durch Ziff. I der V vom 7. März 2014, in Kraft seit 1. April 2014 (AS 2014 605).

[^13]: Eingefügt durch Ziff. I der V vom 22. Aug. 2001, in Kraft seit 1. Okt. 2001 (AS 2001 2130). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 2. April 2008 (AS 2008 1661).

[^14]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6433).

[^15]: SR 916.01

[^16]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6433).

[^17]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Febr. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 6433).

[^18]: Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 7. März 2014, mit Wirkung seit 1. April 2014 (AS 2014 605).

[^19]: Fassung gemäss Ziff. I der V vom 4. Juli 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3483).

[^20]: Eingefügt durch Ziff. III 1 der V vom 18. Aug. 2004 (AS 2004 4599). Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. 20 der Zollverordnung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).

[^21]: SR 631.01

[^22]: [AS 1992 823 1315 Art. 5 Ziff. 3, 1994 1430 Art. 5]

[^23]: [AS 1992 1315, 1994 1430 Art. 7]

[^24]: [AS 1993 18, 1994 1430 Art. 6]

[^25]: [AS 1993 1319, 1994 1430 Art. 7, 1995 1466]

[^26]: [AS 1993 1482, 1994 1430 Art. 7]

[^27]: [AS 1993 2272, 1994 1430 Art. 7]

[^28]: [AS 1993 2773, 1994 1430 Art. 7]

[^29]: [AS 1993 2970, 1994 1430 Art. 7]

[^30]: [AS 1994 670]