Verordnung des WBF vom 7. Dezember 1998 über Zollbegünstigungen, Ausbeuteziffern und Standardrezepturen

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1998-12-07
Status In Kraft
Ministerium Bundeskanzlei
Quelle Fedlex
Änderungshistorie JSON API

Ausbeuteziffern und Standardrezepturen 1 vom 7. Dezember 1998 (Stand am 1. Juli 2012) Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD),

2 gestützt auf Artikel 20 Absatz 6 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 und auf die Artikel 6 Absatz 5 und 28 Absätze 3 und 4 der Agrareinfuhrverordnung

3 4 vom 26. Oktober 2011 , verordnet:

5 Zollbegünstigungen Art. 1 Für die Ölsaaten im Anhang 1, die zur Herstellung von Speiseöl, Futteröl oder anderem Öl verwendet werden, liegt der Zollansatz der für die anteilsmässige Berechnung massgebenden Ölschrote oder -kuchen 13 Franken je 100 kg unter dem Normalansatz.

6 Art. 2 Ausbeuteziffern

1 Die Ausbeuteziffern von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind im Anhang 1 geregelt.

2 Die Ausbeuteziffern von Verarbeitungsprodukten und von Getreide zur menschlichen Ernährung sind im Anhang 2 geregelt.

7 Art. 2 a Standardrezepturen für zubereitete Tierfutter

1 8 Für Waren der Tarifnummern 2309.9011/9082/9089 wird der Zollansatz anteilsmässig nach der im Anhang 3 aufgeführten Standardrezeptur für zubereitete Tierfutter berechnet.

2 Für Waren der Tarifnummer 2309.9081 wird der Zollansatz anteilsmässig nach der im Anhang 3 aufgeführten Standardrezeptur für zubereitete Tierfutter berechnet.

Art. 3 Zollnachzahlung

1 Liegt bei einem Verarbeitungsbetrieb im Durchschnitt eines Kalenderjahres die Menge der im Anhang 2 aufgeführten Waren, welche nicht zu Futterzwecken verwendet werden, unter den Ausbeuteziffern, so ist der Zoll auf der Differenz zur Mindestausbeute zu dem im Zeitpunkt der Entstehung der Zollschuld gültig gewesenen Zollansatz nachzuzahlen. Ist dieser Zeitpunkt nicht feststellbar, gelangt der durchschnittliche im entsprechenden Kalenderjahr gültig gewesene Zollansatz zur

9 Anwendung.

2 Die Eidgenössische Zollverwaltung entscheidet über die Nachzahlung auf Grund der Meldungen der Verarbeitungsbetriebe oder der von ihr veranlassten Kontrollen in den Verarbeitungsbetrieben.

Art. 4 Vorbehalt für Zollnachzahlung

Entsteht bei der Verarbeitung ein Minderwert, so wird die Zollnachzahlungspflicht entsprechend dem Minderwert des Futtermittels reduziert.

Art. 5 Vollzug

Die Eidgenössische Zollverwaltung vollzieht diese Verordnung.

Art. 6 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1999 in Kraft. Übergangsbestimmung zur Änderung vom 25. Juni 2008 10 Die nach Artikel 2 a berechneten Zollansätze werden vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2011 um 1 Franken je 100 kg erhöht.

Fussnoten

[^1]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 25. Juni 2008, in Kraft seit 1. Juli 2009 (AS 2008 3827).

[^2]: SR 910.1

[^3]: SR 916.01

[^4]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 26. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 6497).

[^5]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 22. Juni 2010, in Kraft seit 15. Juli 2010 (AS 2010 2857).

[^6]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 25. Juni 2008, in Kraft seit 1. Juli 2009 (AS 2008 3827).

[^7]: Eingefügt durch Ziff. I der V des EVD vom 9. Juni 2006 (AS 2006 2523). Fassung ge- mäss Ziff. I der V des EVD vom 25. Juni 2008, in Kraft seit 1. Juli 2009 (AS 2008 3827). Siehe auch die UeB dieser Änd. am Schluss des Textes.

[^8]: SR 632.10 Anhang

[^9]: Fassung gemäss Ziff. I der V des EVD vom 18. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2003 131).

[^10]: AS 2008 3827

Die offiziellen Rechtstexte der Schweizerischen Eidgenossenschaft sind gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. a–c des Urheberrechtsgesetzes (URG) gemeinfrei. Dieses Dokument ersetzt nicht die amtliche Publikation in der Amtlichen Sammlung (AS) oder im Bundesblatt (BBl). Für eventuelle Ungenauigkeiten bei der Konvertierung in dieses Format wird keine Haftung übernommen.