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Änderung vom 21. Dezember 2001 von Artikel 1 des Übereinkommens vom 10. Oktober 1980 über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen, die übermässige Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken können

Geltender Text a fecha 2004-07-19

1 Übersetzung Änderung von Artikel 1 des Übereinkommens vom 10. Oktober 1980 über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen, die übermässige Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken können (Stand am 31. August 2004) Die Vertragsstaaten des Übereinkommens haben an der zweiten Überprüfunskonferenz, welche vom 11. bis 21. Dezember 2001 statt fand, entschieden, den Artikel 1

3 des Übereinkommens wie folgt zu ändern, um seinen Anwendungsbereich auf nicht internationale bewaffnete Konflikte auszuweiten. Dieser Entscheid ist in der Schlusserklärung der zweiten Überprüfungskonferenz aufgeführt, so wie sie im Dokument CCW/CONF.II/2 wiedergegeben wurde. «ENTSCHEIDEN, den Artikel 1 des Übereinkommens folgendermassen zu ändern : 1. Dieses Übereinkommen und die dazugehörigen Protokolle finden in den Situatio-

4 nen Anwendung, die in dem den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 zum Schutz der Kriegsopfer gemeinsamen Artikel 2 bezeichnet sind, einschliesslich jeder

5 in Artikel 1 Absatz 4 des Zusatzprotokolls I zu diesen Abkommen beschriebenen Situation. 2. Dieses Übereinkommen und die dazugehörigen Protokolle finden neben den in Absatz 1 bezeichneten Situationen auch auf die in dem den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 gemeinsamen Artikel 3 bezeichneten Situationen Anwendung. Dieses Übereinkommen und die dazugehörigen Protokolle finden keine Anwendung auf Situationen innerer Unruhen und Spannungen wie Tumulte, vereinzelt und sporadisch auftretende Gewalttaten und sonstige Handlungen ähnlicher Art, die nicht als bewaffnete Konflikte gelten. 3. Im Fall eines bewaffneten Konflikts, der keinen internationalen Charakter hat und sich im Hoheitsgebiet einer der Hohen Vertragsparteien ereignet, ist jede der am Konflikt beteiligten Parteien verpflichtet, die Verbote und Beschränkungen dieses Übereinkommens und der dazugehörigen Protokolle anzuwenden. 4. Dieses Übereinkommen oder die dazugehörigen Protokolle dürfen nicht zur Beeinträchtigung der Souveränität eines Staates oder der Verantwortung der Regierung herangezogen werden, mit allen rechtmässigen Mitteln die öffentliche Ordnung im Staat aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen oder die nationale Einheit und territoriale Unversehrtheit des Staates zu verteidigen. 5. Dieses Übereinkommen oder die dazugehörigen Protokolle dürfen nicht zur Rechtfertigung einer wie auch immer begründeten unmittelbaren oder mittelbaren Einmischung in den bewaffneten Konflikt oder in die inneren oder äusseren Angelegenheiten der Hohen Vertragspartei herangezogen werden, in deren Hoheitsgebiet dieser Konflikt stattfindet. 6. Die Anwendung dieses Übereinkommens und der dazugehörigen Protokolle auf die an einem Konflikt beteiligten Parteien, die nicht Hohe Vertragsparteien sind, welche das vorliegende Übereinkommen oder die dazugehörigen Protokolle angenommen haben, ändert weder ausdrücklich noch stillschweigend ihre Rechtsstellung oder die Rechtsstellung eines umstrittenen Gebiets. 7. Die Absätze 2 bis 6 berühren nicht nach dem 1. Januar 2002 angenommene Zusatzprotokolle, die hinsichtlich ihres Anwendungsbereichs die Absätze 2–6 übernehmen, ausschliessen oder ändern können.» Geltungsbereich der Änderung am 23. Juni 2004 Vertragsstaaten Ratifikation In-Kraft-Treten Beitritt (B) Argentinien 25. Februar 2004 B 25. August 2004 Australien 3. Dezember 2002 18. Mai 2004 Belgien 12. Februar 2004 B 12. August 2004 Bulgarien 28. Februar 2003 18. Mai 2004 Burkina Faso 26. November 2003 B 26. Mai 2004 China 11. August 2003 18. Mai 2004 Hongkong 11. August 2003 18. Mai 2004 Macau 11. August 2003 18. Mai 2004 Estland 12. Mai 2003 18. Mai 2004 Frankreich 10. Dezember 2002 18. Mai 2004 * Heiliger Stuhl 9. Dezember 2002 18. Mai 2004 Japan 10. Juli 2003 18. Mai 2004 Kanada 22. Juli 2002 18. Mai 2004 Korea (Süd-) 13. Februar 2003 18. Mai 2004 Kroatien 27. Mai 2003 18. Mai 2004 Lettland 23. April 2003 B 18. Mai 2004 Litauen 12. Mai 2003 18. Mai 2004 * Mexiko 22. Mai 2003 18. Mai 2004 Niederlande 19. Mai 2004 19. November 2004 Norwegen 18. November 2003 18. Mai 2004 Österreich 25. September 2003 18. Mai 2004 Rumänien 25. August 2003 B 18. Mai 2004 Schweden 3. Dezember 2002 18. Mai 2004 Schweiz 19. Januar 2004 19. Juli 2004 Serbien und Montenegro 11. November 2003 18. Mai 2004 Slowakei 11. Februar 2004 11. August 2004 Spanien 9. Februar 2004 9. August 2004 Ungarn 27. Dezember 2002 18. Mai 2004 Vereinigtes Königreich 25. Juli 2002 18. Mai 2004

Fussnoten

[^2]: Von der Bundesversammlung genehmigt am 15. Dezember 2003 Ratifikationsurkunde von der Schweiz hinterlegt am 19. Januar 2004 In Kraft getreten für die Schweiz am 19. Juli 2004 AS 2004 3953; BBl 2003 3575

[^1]: Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der französischen Ausgabe dieser Sammlung.

[^2]: AS 2004 3951

[^3]: SR 0.515.091

[^4]: SR 0.518.12 , 0.518.23 , 0.518.42 , 0.518.51

[^5]: SR 0.518.521 konventioneller Waffen – Änderung von Art. 1 des Übereink. * Vorbehalte und Erklärungen siehe hiernach. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die französischen und englischen Texte können auf der Internet-Seite der Vereinten Nationen: http://untreaty.un.org/ eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staats- verträge, 3003 Bern, bezogen werden.