Militärstrafgesetz vom 13. Juni 1927 (MStG)
bis 1 2 der Bundesverfassung , gestützt auf die Artikel 20 und 64
3 nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 26. November 1918 , beschliesst: Erstes Buch: Militärstrafrecht Erster Teil: Allgemeine Bestimmungen 4 Erster Titel: Geltungsbereich
Art. 1
Eine Strafe oder Massnahme darf nur wegen einer Tat verhängt wer- 1. Keine Sanktion den, die das Gesetz ausdrücklich unter Strafe stellt. ohne Gesetz
Art. 2
1 Nach diesem Gesetze wird beurteilt, wer nach dessen Inkrafttreten 2. Zeitlicher Geltungsbereich ein Verbrechen oder Vergehen begeht.
2 Hat der Täter ein Verbrechen oder Vergehen vor Inkrafttreten dieses Gesetzes begangen, erfolgt die Beurteilung aber erst nachher, so ist dasjenige Gesetz anzuwenden, das für ihn das mildere ist.
5 Art. 3
1 Dem Militärstrafrecht unterstehen: 3. Persönlicher Geltungsbereich 1. Dienstpflichtige während ihres Militärdienstes, ausgenommen Urlauber für strafbare Handlungen nach den Artikeln 115–137 und 145–179, die keinen Zusammenhang mit dem Dienst der Truppe haben;
Fussnoten
[^1]: [BS 1 3]. Den genannten Bestimmungen entsprechen heute die Art. 60 und 123 der BV vom 18. April 1999 (SR 101 ).
[^2]: Fassung gemäss Ziff. I 4 des BG vom 8. Okt. 1999 über die Abschaffung der Bundesassisen, in Kraft seit 1. März 2000 (AS 2000 505 511; BBl 1999 7922).
[^3]: BBl 1918 V 337
[^4]: Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 21. März 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3389 3425; BBl 1999 1979).
[^5]: Fassung gemäss Ziff. IV Bst. a des BG vom 3. Okt. 2003 (Revision der Disziplinar- strafordnung), in Kraft seit 1. März 2004 (AS 2004 921 943; BBl 2002 7859).