Verordnung über die Vermeidung und die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft im Zuständigkeitsbereich der Bundesverwaltung
CodeBiotoptypBiotop- typenwertBIOTOPTYPEN DER MEERE UND KÜSTEN02.BENTHAL DER NORDSEE02.01Eulitorales Benthal der Nordsee (Wattflächen, kurz: EBN)02.01.01.01EBN Felsen- und Steingrund mit Epibenthos1702.01.01.01.02EBN Felsen- und Steingrund mit epibenthischen Muscheln (Bivalvia)1902.01.01.02EBN Felsen- und Steingrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne epibenthische Makroflora oder -fauna1502.01.02.01EBN Schillgrund mit Epibenthos2102.01.02.02EBN Schillgrund mit Infauna1502.01.02.03EBN Schillgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora oder -fauna1502.01.03EBN Torfgrund – ausschließlich Wattenmeer und Ästuare1802.01.04.01EBN Sandgrund mit Epibenthos (ggf. mit Queller oder Schlickgras)1702.01.04.01.01.03EBN Sandgrund mit Seegras (Zostera-Seegraswiesen)1802.01.04.01.02EBN Sandgrund mit (lagestabilen) epibenthischen Muscheln (Bivalvia)2102.01.04.02EBN Sandgrund mit Infauna1602.01.04.03EBN Sandgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora und -fauna1502.01.05.01EBN Schlickgrund mit Epibenthos (ggf. mit Queller oder Schlickgras)1702.01.05.01.01.03EBN Schlickgrund mit Seegras (Zostera-Seegraswiesen)1802.01.05.01.02EBN Schlickgrund mit (lagestabilen) epibenthischen Muscheln (Bivalvia)2102.01.05.02EBN Schlickgrund mit Infauna1702.01.05.03EBN Schlickgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora oder -fauna1602.01.06aEBN Biogenes Riff mit Europäischen Austern2302.01.07aEBN Biogenes Riff mit (lagestabilen) Pazifischen Austern1602.01.08aEBN Biogenes Riff mit (lagestabilen) Miesmuscheln (Mytilus edulis)2202.01.09aEBN Muschelkulturen802.02Sublitorales Benthal der Nordsee (kurz: SBN)02.02.01.01SBN Felsen- und Steingrund mit Epibenthos1302.02.01.02SBN Felsen- und Steingrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne epibenthische Makroflora oder -fauna1102.02.02aSBN Geschiebemergel-/Kleigrund – vorwiegend an exponierten Küstenabschnitten1302.02.04.01SBN Schillgrund mit Epibenthos1502.02.04.01.02SBN Schillgrund mit Nesseltieren (Cnidaria)1602.02.04.02SBN Schillgrund mit Infauna1102.02.04.03SBN Schillgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora oder -fauna1102.02.05SBN Torfgrund – vorwiegend Wattenmeer und Ästuare1402.02.06.01SBN Mischsubstrat mit Epibenthos1502.02.06.02SBN Mischsubstrat mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne epibenthische Makroflora oder -fauna1102.02.07SBN Grobsedimentbank (Sandbank-Komplex)1402.02.08.01SBN Ebenes Grobsediment mit Epibenthos1502.02.08.02SBN Ebenes Grobsediment mit Infauna1402.02.08.02.01.02SBN Ebenes Grobsediment mit Goniadella-Spisula-Gemeinschaft, dominiert von Trogmuscheln (Mactra/Spisula)1502.02.08.03SBN Ebenes Grobsediment mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora oder -fauna1102.02.09SBN Sandbank (inkl. Megarippelfelder)1302.02.10.01SBN Ebener Sandgrund mit Epibenthos1502.02.10.01.01aSBN Ebener Sandgrund mit Makrophytenbeständen oder Seegraswiesen (wurzelnden Pflanzen, Laichkräutern, Meersalden, Zostera-Seegraswiesen oder Teichfaden) – nur Wattenmeer und Ästuare1802.02.10.02SBN Ebener Sandgrund mit Infauna1302.02.10.02.01.01SBN Sandgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von Callianassa/Nephrops/Upogebia1402.02.10.02.01.02SBN Ebener Sandgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von Islandmuscheln (Arctica islandica)1702.02.10.02.03SBN Ebener Sandgrund mit Bathyporaia-Tellina-Gemeinschaft – nur offene Nordsee1402.02.10.03SBN Ebener Sandgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora oder -fauna1102.02.11.01SBN Schlickgrund mit Epibenthos, vor allem mit wurzelnden Pflanzen – nur gering exponierte, flache Buchten des Wattenmeeres und der Ästuare1702.02.11.02SBN Schlickgrund mit Infauna1302.02.11.02.01.01SBN Schlickgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von Calianassa/Nephrops/Upogebia1402.02.11.02.01.02SBN Schlickgrund mit Amphiura filiformis-Gemeinschaft, dominiert von Islandmuscheln (Arctica islandica)1702.02.11.02.02.04SBN Schlickgrund mit Nucula nitidosa-Gemeinschaft, dominiert von Islandmuscheln (Arctica islandica)1702.02.11.03SBN Schlickgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora und -fauna – vorwiegend gering exponierte, flache Buchten des Wattenmeeres und der Ästuare1102.02.12aSBN Geogenes Riff inkl. Steinfeld/Blockfeld, mariner Findling, Restsediment mit vereinzelten Steinen oder Blöcken1702.02.13a.01SBN Biogenes Riff mit (lagestabilen) Miesmuscheln (Mytilus edulis)2002.02.13a.02SBN Biogenes Riff mit epibenthischen Vielborstern, v. a. Sandkoralle (Sabellaria)2202.02.13a.03SBN Biogenes Riff mit Europäischen Austern2202.02.13a.04SBN Biogenes Riff mit Pazifischen Austern1302.02.13a.05SBN Artenreiche Kies-, Grobsand- und Schillgründe1502.02.13a.06SBN Muschelkulturen705.BENTHAL DER OSTSEE05.01Hydrolitorales Benthal der Ostsee (Windwatt, kurz: HBO)05.01.01HBO Felsen- und Steingrund1205.01.01.01.01HBO Felsen- und Steingrund mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen, v. a. Fucus vesiculosus1605.01.02HBO Torfgrund1505.01.03HBO Mischsubstrat1205.01.03.01.01HBO Mischsubstrat mit wurzelnden Pflanzen – überwiegend in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1605.01.03.01.02HBO Mischsubstrat mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen, v. a. Fucus vesiculosus1605.01.04HBO Grobsediment1205.01.04.01.01HBO Grobsediment mit wurzelnden Pflanzen – überwiegend in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1605.01.04.01.01HBO Grobsediment mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen, v. a. Fucus vesiculosus1605.01.05.01.01HBO Sandgrund mit wurzelnden Pflanzen – überwiegend in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1605.01.05.02HBO Sandgrund mit Infauna1405.01.05.03aHBO Hydrolitoraler Sandgrund der Ostsee mit (vereinzeltem) Epibenthos oder ohne Makroflora oder -fauna1205.01.06.02HBO Schlickgrund mit Infauna1405.01.06.03aHBO Schlickgrund mit (vereinzeltem) Epibenthos oder ohne Makroflora oder -fauna1205.02Sublitorales Benthal der Ostsee (kurz: SBO)05.02.01.01SBO Felsen- und Steingrund mit Epibenthos1305.02.01.01.01aSBO Felsen- und Steingrund mit Fucus oder Furcellaria lumbricalis1505.02.01.02SBO Felsen- und Steingrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora und -fauna1105.02.02aSBO aufragender oder ebener Geschiebemergelgrund – vorwiegend an exponierten Küstenabschnitten der offenen Ostsee1305.02.04SBO Schillgrund1305.02.05SBO Torfgrund1405.02.06.01SBO Mischsubstrat mit Epibenthos1305.02.06.01.01.01SBO Mischsubstrat mit Armleuchteralgen (Characeae) – nur in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1505.02.06.01.01.04aSBO Mischsubstrat mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen)1605.02.06.01.02.01aSBO Mischsubstrat mit Fucus oder Furcellaria lumbricalis1505.02.06.02SBO Mischsubstrat mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne epibenthische Makroflora oder -fauna1105.02.07SBO Grobsedimentbank (Sandbank-Komplex)1305.02.08.01.01.03SBO Ebenes Grobsediment mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen)1605.02.08.01.02SBO Ebenes Grobsediment mit mehrjährigen (festsitzenden) Makroalgen1505.02.08.02SBO Ebenes Grobsediment der Ostsee mit Infauna1305.02.08.03aSBO Ebenes Grobsediment mit (vereinzeltem) Epibenthos, Weidegängern oder ohne epibenthische Makroflora oder -fauna1105.02.09SBO Sandbank (Sandbank-Komplex, inkl. Megarippelfelder)1105.02.10.01SBO Ebener Sandgrund mit Epibenthos oder wurzelnden Pflanzen1405.02.10.01.01.01SBO Ebener Sandgrund mit Armleuchteralgen (Characeae) – nur in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1505.02.10.01.01.04SBO Ebener Sandgrund mit Nixkraut (Najas marina) – nur in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1505.02.10.01.01.05SBO Sandgrund mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen)1605.02.10.01.03SBO Ebener Sandgrund mit mehrjährigen (nicht festsitzenden) Makroalgen – nur in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1505.02.10.02SBO Ebener Sandgrund mit Infauna1105.02.10.03SBO Ebener Sandgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora oder -fauna1105.02.11.01SBO Schlickgrund mit Epibenthos oder wurzelnden Pflanzen1305.02.11.01.01.01SBO Schlickgrund mit Armleuchteralgen (Characeae) – nur in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1505.02.11.01.01.04SBO Schlickgrund mit Nixkraut (Najas marina) – nur in flachen Buchten (Bodden, Haffe), Förden, Lagunen und Ästuaren1505.02.11.01.01.05SBO Sandgrund mit Seegräsern (Zostera-Seegraswiesen)1605.02.11.02SBO Schlickgrund mit Infauna1105.02.11.03SBO Schlickgrund mit vereinzeltem Epibenthos, Weidegängern oder ohne Makroflora und -fauna1105.02.12aSBO Geogenes Riff inkl. Steinfeld/Blockfeld, mariner Findling, Restsediment mit vereinzelten Steinen oder Blöcken1605.02.13aSBO Biogenes Riff mit (lagestabilen) Miesmuscheln (Mytilus edulis)1505.02.14aSBO Artenreiche Kies-, Grobsand- und Schillgründe1506a.ANTHROPOGENE STRUKTUREN IM MEERES- UND KÜSTENBEREICH06a.01.Künstliche Strukturen im Meeres- und Küstenbereich06a.01.01Hafenbecken und Marinas606a.01.02Hafenanlage an Land, Kai106a.01.03Küstenschutzbauwerk (inkl. Steinschüttungen, Deckwerke)406a.01.04Buhne, Mole506a.01.05Lahnung906a.01.06Schiffswrack906a.02Sonstige technische Bauwerke über Meeresboden06a.02.01Technisches Bauwerk aus Naturstein/natürlichem Substrat in gleichartigem natürlichen Umgebungssubstrat906a.02.02Technisches Bauwerk aus Naturstein/natürlichem Material in anderem natürlichen Substrat406a.02.03Technisches Bauwerk aus sonstigen Materialien206a.03Naturfernes Salz- und Brackgewässer im Küstenbereich06a.03.01Fahrrinne im Wattenmeer506a.03.02Ausgebauter Brackwasserbach806a.03.03Salz- und Brackwassergraben im Küstenbereich806a.03.04Naturfernes salzhaltiges Abgrabungsgewässer der Küste506a.03.05Sonstiges anthropogenes Salz- und Brackgewässer im Küstenbereich606a.04Anthropogene Sand-, Spül- und Verlandungsflächen06a.04.01Spülfläche mit Wattvegetation1006a.04.02Spülfläche mit Salzwiese1006a.04.03Sonstige Spül- und Verlandungsflächen807.SALZGRÜNLAND DER NORDSEEKÜSTE (Supralitoral)07.01Unteres Salzgrünland der Nordseeküste (z. B. Andelrasen)1807.02Höhergelegenes Salzgrünland der Nordseeküste (z. B. Rotschwingel- und Bottenbinsenrasen)1607.03Strandwiesen der Nordseeküste [Komplex]1907.04Brack- und Salzwasserröhricht der Nordseeküste und der Ästuare1807.05Brackwasser-Hochstaudenflur der Nordseeküste und der Ästuare2007.06Brackwasserbeeinflusstes Grünland der Nordseeküste und der Ästuare2008.SALZGRÜNLAND, BRACKWASSERRÖHRICHTE UND HOCHSTAUDENFLUREN DES GEOLITORALS DER OSTSEEKÜSTE08.01Salzgrünland des Geolitorals der Ostseeküste (ohne Röhrichte)2108.02Brackwasserröhrichte der Ostseeküste (Übergangsbereich Hydro- und Geolitoral)1708.03Brackwasser-Hochstaudenfluren der Ostseeküste1808.04Schlenke, Kolk und Rinne des Geolitorals der Ostseeküste mit Pioniervegetation (u. a. Queller)1808.05Strandwiesen der Ostseeküste [Komplex]1809.SÄNDE, SAND-, GERÖLL- UND BLOCKSTRÄNDE09.01Sandbank, Außensand und Nehrungshaken1809.02Sandstrände und Sandplaten1809.03Kies- und Geröllstrände1709.04Blockstrände1709.05Strandwälle1809.06Strandgewässer2010.KÜSTENDÜNEN10.01Vordüne2010.02Weißdüne1810.03Graudünen (Dünenrasen)2010.04Braundünen (Küstendünenheiden)2010.05Feuchte/nasse Dünentäler, inkl. Dünenmoore [Komplex]2410.06Dünengebüsche1810.07Wanderdüne2211.FELS- UND STEILKÜSTEN11.01Sandstein-Felsküste (nur Helgoland)2211.02Kreide-Felsküste (Ostsee)1811.03Geestkliff der Nordseeküste und -inseln1911.04Moränensteilküsten der Ostsee1712a.FLIESSGEWÄSSER DER BRACKWASSER-ÄSTUARE12a.01Unverändertes und gering verändertes Fließgewässer der Brackwasser-Ästuare2312a.02Mäßig verändertes Fließgewässer der Brackwasser-Ästuare1512a.03Stark verändertes Fließgewässer der Brackwasser-Ästuare612a.04Zeitweilig trockenfallende Lebensräume unterhalb des Mittelwasserbereichs an Ästuaren einschließlich Brackwasserwatt12a.04.01– Natürliche oder naturnahe Ausprägung2012a.04.02– Bedingt naturnahe Ausprägung14BIOTOPTYPEN DES BINNENLANDES22.QUELLEN (inkl. Quellabfluss [Krenal])22.01.01Kalkarme Sicker- und Sumpfquellen (Helokrenen)2222.01.02Kalkreiche Sicker- und Sumpfquellen (Helokrenen) (inkl. Kalktuff-Sicker- und -Sumpfquelle)2022.02Grundquellen (Limnokrenen)2222.03Sturzquellen (Rheokrenen) (inkl. Kalktuff-Sturzquelle)2222.04Salz- oder Solquellen2322.05künstlich gefasste Quellen1123.FLIESSENDE GEWÄSSER23.01Natürliche und naturnahe Fließgewässer2223.02Anthropogen mäßig beeinträchtigte Fließgewässer1723.03Anthropogen stark beeinträchtigte Fließgewässer23.03a.01– Typische Ausprägung823.03a.02– Besondere Ausprägung mit Flachwasserzonen oder Wasserpflanzen1323.04Anthropogen sehr stark veränderte Fließgewässer23.04a.01– Typische Ausprägung523.04a.02– Besondere Ausprägung mit Flachwasserzonen oder Wasserpflanzen923.05Künstliche lineare Gewässerstrukturen23.05.01aGraben mit periodischer oder dauerhafter Wasserführung (fließendes oder stehendes Gewässer)23.05.01a.01– Naturnahe Ausbildung/ohne oder mit extensiver Unterhaltung1323.05.01a.02– Naturferne Ausbildung/intensive Unterhaltung823.05.02Technische Rinne, Halbschale323.05.03Verrohrung123.05.04aKanäle23.05.04a.01– Naturnahe Ausprägung1023.05.04a.02– Naturferne Ausprägung423.05.05aTechnische Uferbefestigungen und -vorschüttungen, Regelungsbauwerke323.05.06aTechnische-biologische Ufersicherungen823.05.07aSpundwand123.05.08aSonstige lineare Gewässerstrukturen, z. B. Fischpässe und Umgehungsgerinne23.05.08a.01– Naturnahe Ausbildung1123.05.08a.02– Naturferne Ausbildung423.06Mündungen in Binnengewässer1723.07Sonderformen im Fließgewässerverlauf23.07.01Wasserfall2123.07.02Altarm2123.07.03Seeabfluss (natürlich oder naturnah)1723.07.04Staustrecke623.07.05Salzbach2223.08Zeitweilig trockenfallende Lebensräume unterhalb des Mittelwasserbereichs an fließenden Gewässern (einschließlich Süßwasserwatt)23.08a.01– Natürliche oder naturnahe Ausprägung2023.08a.02– Bedingt naturnahe Ausprägung1423.09Natürliche und naturnahe temporäre Fließgewässer2024.STEHENDE GEWÄSSER24.01Dystrophe stehende Gewässer/Moorgewässer (natürliche oder naturnahe)24.01aNatürliche dystrophe Gewässer2024.01bNaturnahe dystrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)1624.02Oligotrophe stehende Gewässer (natürliche oder naturnahe)24.02aNatürliche oligotrophe Gewässer2224.02bNaturnahe oligotrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)1724.03Mesotrophe stehende Gewässer (natürliche oder naturnahe)24.03aNatürliche mesotrophe Altwasser2024.03bSonstige natürliche mesotrophe Gewässer1924.03cNaturnahe mesotrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)1724.04Eutrophe stehende Gewässer (natürliche oder naturnahe)24.04aNatürliches eutrophes Altwasser und eutrophe Tümpel1924.04bSonstige natürliche eutrophe Gewässer1624.04cNaturnahe eutrophe Gewässer, inkl. sich selbst überlassene Abbaugewässer (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)1524.05Poly-hypertrophe stehende Gewässer724.06Salzhaltige Binnengewässer (natürliche oder naturnahe)24.06.01Salzhaltiges, perennierendes, stehendes Gewässer (Binnenlandsalzstellen)2124.06.02Gipshaltiges, perennierendes, stehendes Gewässer2024.06.03Salztümpel des Binnenlandes2124.07Weitere stehende Gewässer24.07.01Naturferner, wassergefüllter Torfstich (aktuell im Abbau)424.07.02Fischzuchtgewässer (intensive Nutzung)624.07.02aNaturnahe Fischzuchtgewässer (extensive Nutzung)1124.07.05Zier- und Löschteich524.07.06Klär- bzw. Schönungsteich424.07.07Industrielles Absetzbecken, Spülfeld und Flüssigdeponie324.07.08Offene Wasserrückhaltebecken524.07.10Speicherseen mit hohen Wasserstandsschwankungen624.07.11Wasseraufbereitungsanlage (offener Sickerteich)524.07.12Abbaugewässer (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)24.07.12aAbbaugewässer, im Abbau befindlich424.07.12bAbbaugewässer nach Beendigung des Abbaus mit extremem Chemismus (z. B. mit sehr niedrigem pH-Wert)324.07.12cJunge Abbaugewässer nach Beendigung des Abbaus mit Flachwasserzonen oder Tümpeln mit naturnaher Entwicklung, vgl. 24.01b, 24.02b, 24.03c, 24.04c1024.07.13aSonstige stehende Gewässer (naturfern)524.08Zeitweilig trockenfallende Lebensräume unterhalb des Mittelwasserbereichs an stehenden Gewässern24.08a.01– Natürliche oder naturnahe Ausprägung1824.08a.02– Bedingt naturnahe Ausprägung1324.09aNatürliche und naturnahe temporäre stehende Gewässer (ohne Salztümpel)1931.HÖHLEN (einschl. Stollen, Brunnenschächte, Bunkerruinen etc.)31.01aNatürliche Höhlen, Höhlengewässer und Balmen (Halbhöhlen) sowie Eingangsbereiche von Höhlen2031.02Stollen, Schächte und Bunkerruinen31.02.01Sich selbst überlassene Stollen, Schächte und Bunkerruinen1231.02.02In Betrieb befindliche Stollen bzw. Schächte (inkl. Besucherbergwerke)632.FELSEN, BLOCK- UND SCHUTTHALDEN, GERÖLLFELDER, OFFENE BEREICHE MIT SANDIGEM ODER BINDIGEM SUBSTRAT32.01Natürliche und naturnah entwickelte Felsen32.01aNatürliche Felsen2032.01bNaturnah entwickelte Felsen in alten, stillgelegten Steinbrüchen1632.01cNaturnah entwickelte Felsen an Verkehrsanlagen1232.02Solitärer Felsblock, Findling1632.03aNatürliche und naturnah entwickelte Block- und Schutthalden32.03a.01Natürliche Block- und Schutthalden2032.03a.02Naturnah entwickelte Block- und Schutthalden (insbes. in alten, stillgelegten Abbaugebieten)1532.06Wände aus Sand und Lockergestein1832.07Lehm- und Lösswände1832.08Vegetationslose bzw. -arme Kies- und Schotterfläche1832.09Vegetationslose bzw. -arme Sandfläche1832.10Vegetationslose bzw. -arme Fläche mit bindigem Substrat1832.11Abbaubereiche und Abraumhalden sowie sonstige Bauflächen32.11.01aBlock- und Schutthalden sowie Halden aus sandig-kiesigem oder bindigem Substrat (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)32.11.01a.01Junge Halden nach Beendigung der Aufschüttung mit naturnaher Entwicklung, vgl. 32.03a.021032.11.01a.02Junge Halden unmittelbar nach Beendigung des Abbaus oder neue, in Aufschüttung befindliche Halden332.11.04Felswände oder felsige Abbausohlen in Steinbrüchen (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)32.11.04aJunge Felswände oder junge felsige Abbausohlen in Steinbrüchen nach Beendigung des Abbaus mit naturnaher Entwicklung, vgl. 32.01b1232.11.04bFelswände und felsige Abbausohlen unmittelbar nach Beendigung des Abbaus oder neue, im Abbau befindliche Felswände und felsige Abbausohlen432.11.06aEbenerdige Abbauflächen aus Blöcken, Schutt, Sand, Kies oder bindigem Substrat im Abbau (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)32.11.06a.01Junge ebenerdige Abbauflächen nach Beendigung des Abbaus mit naturnaher Entwicklung, vgl. 32.08 bis 32.101032.11.06a.02Ebenerdige Abbauflächen unmittelbar nach Beendigung des Abbaus oder neue, im Abbau befindliche ebenerdige Abbauflächen332.11.08aSteilwände aus Sand und Lockergestein in Abbaubereichen (Teilabschnitte können getrennt betrachtet werden)32.11.08a.01Junge Steilwände aus Sand und Lockergestein nach Beendigung des Abbaus bei vorgesehener naturnaher Entwicklung, vgl. 32.061232.11.08a.02Steilwände aus Sand und Lockergestein unmittelbar nach Beendigung des Abbaus oder neue, im Abbau befindliche Steilwände aus Lockergestein432.11.09aBauflächen und Baustelleneinrichtungsflächen333.ÄCKER UND ACKERBRACHE33.01Flachgründige, skelettreiche Kalkäcker und Kalkackerbrache33.01.02– Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Kalkboden)1733.01.03– Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Kalkboden)633.01.04– Ackerbrache (Kalkboden)1133.02Äcker und Ackerbrache auf flachgründigem, skelettreichem Silikatverwitterungsboden33.02.02– Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Silikatverwitterungsboden)1633.02.03– Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Silikatverwitterungsboden)633.02.04– Ackerbrache (Silikatverwitterungsboden)1133.03Äcker und Ackerbrache auf Sandboden33.03.02– Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Sandboden)1633.03.03– Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Sandboden)633.03.04– Ackerbrache (Sandboden)1133.04aÄcker und Ackerbrache auf Lehm- oder Tonboden33.04a.02– Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Lehm- oder Tonboden)1633.04a.03– Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Lehm- oder Tonboden)633.04a.04– Ackerbrache (Lehm- oder Tonboden)833.04bÄcker und Ackerbrache auf Lössboden33.04b.02– Acker mit artenreicher Segetalvegetaion (Lössboden)1733.04b.03– Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Lössboden)733.04b.04– Ackerbrache (Lössboden)933.05Äcker und Ackerbrache auf Torf- oder Anmoorboden33.05.02– Acker mit artenreicher Segetalvegetation (Torf- oder Anmoorboden)833.05.03– Acker mit stark verarmter oder fehlender Segetalvegetation (Torf- oder Anmoorboden)533.05.04– Ackerbrache (Torf- oder Anmoorboden)834.TROCKENRASEN SOWIE GRÜNLAND TROCKENER BIS FRISCHER STANDORTE34.01Trockenrasen auf karbonatischem oder silikatischem Untergrund2134.02Halbtrockenrasen auf karbonatischem oder sonstigem basenreichen Untergrund inkl. Wacholderheiden34.02aHalbtrockenrasen, beweidet oder gemäht2134.02bHalbtrockenrasen, brachgefallen bzw. ungenutzt1734.03Steppenrasen (subkontinental, auf tiefgründigem Boden)34.03.01aSteppenrasen, beweidet oder gemäht2234.03.03Steppenrasen, brachgefallen bzw. ungenutzt1934.04Sandtrockenrasen und Silbergrasfluren34.04.01aAnnuelle Sandtrockenrasen und Silbergrasfluren2034.04.03Ausdauernde Sandtrockenrasen mit weitgehend geschlossener Narbe34.04.03.01a– Beweidet oder gemäht2134.04.03.03– Ungenutzt1634.05Schwermetallrasen34.05.01Natürlicher und halbnatürlicher Schwermetallrasen2134.05.02Schwermetallrasen junger Abraumhalden des Bergbaus1534.06Borstgrasrasen34.06.01aBorstgrasrasen trockener bis frischer Standorte, beweidet oder gemäht2134.06.01bBorstgrasrasen trockener bis frischer Standorte, brachgefallen1834.06.02aBorstgrasrasen feuchter Standorte, beweidet oder gemäht2234.06.02bBorstgrasrasen feuchter Standorte, brachgefallen1934.07aArtenreiches Grünland frischer Standorte34.07a.01Artenreiche, frische Mähwiese2034.07a.02Artenreiche, frische (Mäh-)Weide1834.07a.03Artenreiche, frische Grünlandbrache1634.07bMäßig artenreiches Grünland frischer Standorte34.07b.01Mäßig artenreiche, frische Mähwiese1534.07b.02Mäßig artenreiche, frische (Mäh-)Weide1334.07b.03Mäßig artenreiche, frische Grünlandbrache1134.08Artenarmes Grünland frischer Standorte34.08a.01Intensiv genutztes, frisches Dauergrünland834.08a.02Extensiv genutztes, frisches Dauergrünland1134.08.02Frisches Ansaatgrünland734.08.03Artenarme, frische Grünlandbrache934.09Tritt- und Parkrasen (vgl. Siedlungsbiotope 51 bis 53)835.WALDFREIE NIEDERMOORE UND SÜMPFE, GRÜNLAND NASSER BIS FEUCHTER STANDORTE (ohne Röhrichte und Großseggenriede)35.01waldfreie, oligo- bis mesotrophe kalkarme oder kalkreiche Niedermoore und Sümpfe35.01a– Weitgehend intakt2435.01b– Degeneriert (teilentwässert)1635.02Grünland nasser bis (wechsel-)feuchter Standorte35.02.01Pfeifengraswiesen (auf mineralischen und organischen Böden)35.02.01a– Bewirtschaftet2335.02.01.03– Brachgefallen2035.02.02Brenndolden-Auenwiesen35.02.02a– Bewirtschaftet2335.02.02.03– Brachgefallen2135.02.03aSonstiges extensives Feucht- und Nassgrünland35.02.03a.01– Bewirtschaftet2035.02.03a.02– Brachgefallen1635.02.05Flutrasen35.02.05.01– Extensiv bewirtschaftet1835.02.05.01a– Brachgefallen1635.02.05.02– Intensiv bewirtschaftet1235.02.06Artenarmes, intensiv genutztes Feuchtgrünland35.02.06.01Feuchtes, intensiv genutztes Dauergrünland1035.02.06.02Feuchtes Ansaatgrünland1035.02.06.03Brachgefallenes, artenarmes Feuchtgrünland1235.03Salzgrünland des Binnenlandes2236.HOCH-, ZWISCHEN- UND ÜBERGANGSMOORE36.01Hochmoore (weitgehend intakt)2436.02Übergangsmoore und Zwischenmoore (weitgehend intakt)2336.03Moordegenerationsstadien36.03a– Geschädigt, noch regenerierbar1736.03b– Geschädigt, nicht regenerierbar1236.04Torfabbaubereiche36.04.01Handtorfstich im Abbau936.04.02Abtorfungsflächen im Fräsverfahren336.04.03Bunkerde-Halde636.04.04Torfhalden537.GROßSEGGENRIEDE37.01Nährstoffarmes Großseggenried2037.02Nährstoffreiches Großseggenried1638.RÖHRICHTE (ohne Brackwasserröhrichte)38.01Teichsimsenröhricht1938.02Schilfröhrichte38.02.01Schilf-Wasserröhricht1938.02.02Schilf-Landröhricht1538.03Rohrkolbenröhricht1638.04Schneidenröhricht2038.05Wasserschwadenröhricht1338.06Rohrglanzgrasröhricht1338.07Sonstiges Röhricht1639.WALD- UND UFERSÄUME, STAUDENFLUREN39.01Wald- und Gehölzsäume39.01.01Wald- und Gehölzsäume oligo- bis eutropher, trockener bis nasser Standorte1639.01.02Wald- und Gehölzsäume hypertropher, trockener bis nasser Standorte1039.02Kahlschläge und Fluren der Lichtungen (mit überwiegend krautiger Vegetation)1039.03Krautige und grasige Säume und Fluren der offenen Landschaft (ohne Ufersäume und Grünlandbrachen)39.03.01a– Trocken-warmer Standorte mit wertgebenden Merkmalen z. B. struktur- oder artenreich1739.03.01b– Frischer bis nasser Standorte mit wertgebenden Merkmalen z. B. struktur- oder artenreich1639.03.02Sonstige krautige und grasige Säume und Fluren der offenen Landschaft839.04Krautige Ufersäume oder -fluren an Gewässern39.04a.01– Naturnahe Ausprägung1739.04a.02– Naturferne Ausprägung839.05Neophyten-Staudenfluren739.06Ruderalstandorte39.06.01Trocken-warme Ruderalstandorte auf Sand-, Kies- und Schotterböden1639.06.02Trocken-warme Ruderalstandorte auf bindigem Boden1439.06.03Frische bis nasse Ruderalstandorte1239.07Artenarme Dominanzbestände von Poly-Kormonbildnern (z. B. von Adlerfarn oder Landreitgras)1040.ZWERGSTRAUCHHEIDEN40.01Felsbandheide1940.02Moor- oder Sumpfheiden40.02.01– Weitgehend intakt2240.02.02a– Degeneriert1640.03Heiden auf sandigen oder Silikat-Böden (Calluna-Heiden)40.03.01– Weitgehend intakt1940.03.02a– Degeneriert1340.04Lehmheide2040.05Bergheiden („Hochheiden“)1841.FELDGEHÖLZE, GEBÜSCHE, HECKEN UND GEHÖLZKULTUREN41.01Gebüsche mit überwiegend autochthonen Arten41.01.01Gebüsch nasser bis feuchter mineralischer Standorte außerhalb von Auen1641.01.02(Weiden-)Gebüsch in Auen1641.01.03Gebüsche nasser bis feuchter organischer Standorte41.01.03.01Moor-Gebüsch (z. B. mit Weiden, Gagel)1641.01.03.02Zwergbirken-Gebüsch1841.01.04Gebüsche frischer Standorte41.01.04.01Wacholder- und Besenginster-Gebüsch1641.01.04.02Sonstiges Gebüsch frischer Standorte1341.01.05Gebüsch trocken-warmer Standorte41.01.05.01Buxus-Gebüsch2041.01.05.02Wacholder-Gebüsch1941.01.05.03Trockenes Zwerg- und Weichselkirschen-Gebüsch1841.01.05.04aSonstiges Gebüsch trocken-warmer Standorte (inkl. Besenginster-Gebüsch)1641.01.06Gebüsch stickstoffreicher, ruderaler Standorte und stark verbuschte Grünlandbrache (Verbuschung > 50 %)1241.02Feldgehölze mit überwiegend autochthonen Arten41.02.01Feldgehölz nasser bis feuchter Standorte41.02.01J– Junge Ausprägung1341.02.01M– Mittlere Ausprägung1541.02.01A– Alte Ausprägung1841.02.02Feldgehölz frischer Standorte41.02.02J– Junge Ausprägung1341.02.02M– Mittlere Ausprägung1441.02.02A– Alte Ausprägung1741.02.03Feldgehölz trocken-warmer Standorte41.02.03J– Junge Ausprägung1441.02.03M– Mittlere Ausprägung1541.02.03A– Alte Ausprägung1841.03Hecken mit überwiegend autochthonen Arten41.03.01Wallhecke, Knick41.03.01J– Junge Ausprägung (ohne Überhälter)1241.03.01M– Mit Überhältern mittlerer Ausprägung1641.03.01A– Mit Überhältern alter Ausprägung1941.03.02Hecke auf Lesesteinriegel41.03.02J– Junge Ausprägung (ohne Überhälter)1241.03.02M– Mit Überhältern mittlerer Ausprägung1641.03.02A– Mit Überhältern alter Ausprägung1941.03.03Sonstige Hecken (insbesondere auf ebenerdigen Rainen oder Böschungen)41.03.03J– Junge Ausprägung (ohne Überhälter) sowie Schnitthecken1241.03.03M– Mit Überhältern mittlerer Ausprägung1641.03.03A– Mit Überhältern alter Ausprägung1941.04Gehölzanpflanzungen und Hecken aus überwiegend nicht autochthonen Arten41.04J– Junge Ausprägung/– Ohne Überhälter sowie Schnitthecken841.04M– Mittlere Ausprägung/– Mit Überhältern mittlerer Ausprägung1141.04A– Alte Ausprägung/– Mit Überhältern alter Ausprägung1441.05Einzelbäume, Baumreihen und Baumgruppen41.05aEinzelbäume, Baumreihen und Baumgruppen aus überwiegend autochtonen Arten41.05aJ– Junge Ausprägung1141.05aM– Mittlere Ausprägung1541.05aA– Alte Ausprägung1841.05bEinzelbäume, Baumreihen und Baumgruppen aus überwiegend nicht autochthonen Arten (mit Ausnahme von Kopfbäumen, Alleen, Obst- und Nussbäumen)41.05bJ– Junge Ausprägung/– Ohne Überhälter sowie Schnitthecken841.05bM– Mittlere Ausprägung/– Mit Überhältern mittlerer Ausprägung1141.05bA– Alte Ausprägung/– Mit Überhältern alter Ausprägung1441.05.02Kopfbaum/Kopfbaumreihe41.05.02J– Junge Ausprägung1241.05.02M– Mittlere Ausprägung1541.05.02A– Alte Ausprägung1841.05.04Allee41.05.04J– Junge Ausprägung1141.05.04M– Mittlere Ausprägung1641.05.04A– Alte Ausprägung1941.05.05Obstbaumallee, -reihe oder einzelner Obst- bzw. Nussbaum41.05.05J– Junge Ausprägung1141.05.05M– Mittlere Ausprägung1941.05.05A– Alte Ausprägung2141.06Streuobstbestand [Komplex]41.06.01Streuobstbestand auf Grünland41.06.01.J– Mit jungem Baumbestand1241.06.01.MA– Mit mittlerem bis altem Baumbestand1941.06.02Streuobstbestand auf Acker41.06.02J– Mit jungem Baumbestand1241.06.02MA– Mit mittlerem bis altem Baumbestand1841.07Gehölzplantagen und Hopfenkulturen641.08Rebkulturen und Rebbrachen41.08.01Rebkulturen in Steillage1741.08.02Rebkulturen in ebener bis schwach geneigter Lage941.08.03Rebbrachen in Steillage1441.08.04Rebbrachen in ebener bis schwach geneigter Lage1042.WALDMÄNTEL UND VORWÄLDER, SPEZIELLE WALDNUTZUNGSFORMEN42.01Waldmäntel1742.02Rubus-Gestrüppe und -Vormäntel1242.03Vorwälder42.03.01Vorwald nasser bis feuchter Standorte1442.03.02Vorwald frischer Standorte1342.03.03Vorwald trocken-warmer Standorte1342.04Hudewald [Komplex]42.04.01– Hudewald mit traditioneller Weidenutzung2242.04.02– Hudewald, aufgelassen2042.05Niederwald [Komplex]42.05.01– Mit traditioneller Nutzung1942.05.02– Aufgelassen bzw. durchwachsend1842.06aKurzumtriebsplantagen mit heimischen oder nicht heimischen Baumarten642.07Mittelwald [Komplex]42.07.01– Mit traditioneller Nutzung2142.07.02– Aufgelassen bzw. durchwachsend1743.LAUB(MISCH)WÄLDER UND -FORSTE (Laubbaumanteil > 50 %)43.01Birken-Moorwälder43.01.01Birken-Moorwälder mit intaktem Wasserhaushalt43.01.01J– Junge Ausprägung1443.01.01M– Mittlere Ausprägung2043.01.01A– Alte Ausprägung2443.01.02Degradierter Birken-Moorwald43.01.02J– Junge Ausprägung1143.01.02M– Mittlere Ausprägung1443.01.02A– Alte Ausprägung1743.02Bruchwälder43.02.01.01Birken- und Birken-Erlenbruchwälder nährstoffärmerer Standorte mit intaktem Wasserhaushalt43.02.01.01J– Junge Ausprägung1443.02.01.01M– Mittlere Ausprägung2043.02.01.01A– Alte Ausprägung2443.02.01.02Degradierter Birken- und Birken-Erlenbruchwälder nährstoffärmerer Standorte43.02.01.02J– Junge Ausprägung1143.02.01.02M– Mittlere Ausprägung1543.02.01.02A– Alte Ausprägung1843.02.02.01Erlenbruchwälder nährstoffreicherer Standorte mit intaktem Wasserhaushalt43.02.02.01J– Junge Ausprägung1443.02.02.01M– Mittlere Ausprägung2043.02.02.01A– Alte Ausprägung2343.02.02.02Degradierter Erlenbruchwald43.02.02.02J– Junge Ausprägung1143.02.02.02M– Mittlere Ausprägung1443.02.02.02A– Alte Ausprägung1743.03Sumpfwälder (auf mineralogenen Böden)43.03.01Intakter Sumpfwald43.03.01J– Junge Ausprägung1543.03.01M– Mittlere Ausprägung1843.03.01A– Alte Ausprägung2143.03.02Degradierter Sumpfwald43.03.02J– Junge Ausprägung1143.03.02M– Mittlere Ausprägung1343.03.02A– Alte Ausprägung1543.04Auenwälder43.04.01Fließgewässerbegleitende Erlen- und Eschenwälder43.04.01J– Junge Ausprägung1443.04.01M– Mittlere Ausprägung1743.04.01A– Alte Ausprägung2043.04.02.01Weichholzauenwälder mit natürlicher oder naturnaher Überflutungsdynamik43.04.02.01J– Junge Ausprägung1443.04.02.01M– Mittlere Ausprägung2043.04.02.01A– Alte Ausprägung2343.04.02.02Weichholzauenwälder ohne oder mit gestörter Überflutungsdynamik43.04.02.02J– Junge Ausprägung1143.04.02.02M– Mittlere Ausprägung1443.04.02.02A– Alte Ausprägung1743.04.03.01Hartholzauenwälder mit natürlicher oder naturnaher Überflutungsdynamik43.04.03.01J– Junge Ausprägung1443.04.03.01M– Mittlere Ausprägung2043.04.03.01A– Alte Ausprägung2243.04.03.02Hartholzauenwälder ohne oder mit gestörter Überflutungsdynamik43.04.03.02J– Junge Ausprägung1143.04.03.02M– Mittlere Ausprägung1543.04.03.02A– Alte Ausprägung1843.05Tideauenwälder43.05.01Weichholz-Tideauenwälder43.05.01J– Junge Ausprägung1443.05.01M– Mittlere Ausprägung2143.05.01A– Alte Ausprägung2443.05.02Hartholz-Tideauenwälder43.05.02J– Junge Ausprägung1443.05.02M– Mittlere Ausprägung1943.05.02A– Alte Ausprägung2243.06Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder43.06J– Junge Ausprägung1543.06M– Mittlere Ausprägung1743.06A– Alte Ausprägung2043.07Laub- und Mischwälder feuchter bis frischer Standorte43.07.01Eschen- und Eschen-Bergahornwald feuchter Standorte43.07.01J– Junge Ausprägung1543.07.01M– Mittlere Ausprägung1843.07.01A– Alte Ausprägung2143.07.02Eichen-Hainbuchenwald staunasser bis frischer Standorte43.07.02J– Junge Ausprägung1543.07.02M– Mittlere Ausprägung2043.07.02A– Alte Ausprägung2343.07.03Eichenwald feuchter bis frischer Standorte43.07.03J– Junge Ausprägung1543.07.03M– Mittlere Ausprägung2043.07.03A– Alte Ausprägung2343.07.04Buchen(misch)wälder frischer, basenarmer Standorte43.07.04J– Junge Ausprägung1443.07.04M– Mittlere Ausprägung1743.07.04A– Alte Ausprägung2043.07.05Buchen(misch)wälder frischer, basenreicher Standorte43.07.05J– Junge Ausprägung1443.07.05M– Mittlere Ausprägung1643.07.05A– Alte Ausprägung1843.07.06Montane Buchen-Tannen-/Fichtenwälder (Buchenanteil > 50 %)43.07.06J– Junge Ausprägung1543.07.06M– Mittlere Ausprägung1843.07.06A– Alte Ausprägung2143.08Laub(misch)wälder trockener bzw. trocken-warmer Standorte43.08.01Trockene Eichen-Hainbuchenwälder43.08.01J– Junge Ausprägung1543.08.01M– Mittlere Ausprägung2043.08.01A– Alte Ausprägung2343.08.02Seggen-Buchenwald (Orchideen-Buchenwald)43.08.02J– Junge Ausprägung1543.08.02M– Mittlere Ausprägung1843.08.02A– Alte Ausprägung2143.08.03Blaugras-Buchenwald43.08.03J– Junge Ausprägung1543.08.03M– Mittlere Ausprägung2043.08.03A– Alte Ausprägung2343.08.04Buchenbuschwald (auf Ostseedünen)43.08.04J– Junge Ausprägung1543.08.04M– Mittlere Ausprägung2143.08.04A– Alte Ausprägung2443.08.05Eichen-Trockenwälder43.08.05J– Junge Ausprägung1543.08.05M– Mittlere Ausprägung1843.08.05A– Alte Ausprägung2143.09Laub(misch)holzforste einheimischer Baumarten43.09J– Junge Ausprägung1143.09M– Mittlere Ausprägung1343.09A– Alte Ausprägung1643.10Laub(misch)holzforste eingeführter Baumarten43.10J– Junge Ausprägung943.10M– Mittlere Ausprägung1243.10A– Alte Ausprägung1444.NADEL(MISCH)WÄLDER UND -FORSTE44.01Moorwälder (Nadelwälder)44.01.01Fichten-Moorwälder44.01.01J– Junge Ausprägung1444.01.01M– Mittlere Ausprägung2044.01.01A– Alte Ausprägung2344.01.02Waldkiefern-Moorwälder44.01.02J– Junge Ausprägung1444.01.02M– Mittlere Ausprägung2044.01.02A– Alte Ausprägung2344.01.03Spirken-Moorwälder44.01.03J– Junge Ausprägung1444.01.03M– Mittlere Ausprägung1844.01.03A– Alte Ausprägung2144.01.04Latschen-Moorwälder44.01.04J– Junge Ausprägung1444.01.04M– Mittlere Ausprägung1844.01.04A– Alte Ausprägung2144.02Natürliche bzw. naturnahe, trockene bis wechselfeuchte Kiefernwälder44.02.01Trockene Fels-Kiefernwälder44.02.01J– Junge Ausprägung1444.02.01M– Mittlere Ausprägung1744.02.01A– Alte Ausprägung2144.02.02Kalk-Kiefernwald auf Schotterflächen und Schwemmkegeln44.02.02J– Junge Ausprägung1444.02.02M– Mittlere Ausprägung1744.02.02A– Alte Ausprägung2144.02.03Trockene Sandkiefernwälder44.02.03J– Junge Ausprägung1444.02.03M– Mittlere Ausprägung1944.02.03A– Alte Ausprägung2244.02.04Sonstiger (wechsel)feuchter Kiefern- bzw. Birken-/Kiefernwald (z. B. auf Mergel)44.02.04J– Junge Ausprägung1444.02.04M– Mittlere Ausprägung1744.02.04A– Alte Ausprägung2044.03Fichten-/Tannen(misch)wälder und Fichten(misch)wälder44.03.01Montaner Fichten-Blockschuttwald44.03.01J– Junge Ausprägung1544.03.01M– Mittlere Ausprägung1844.03.01A– Alte Ausprägung2144.03.02Montane bis hochmontane Fichtenwälder44.03.02J– Junge Ausprägung1544.03.02J– Mittlere Ausprägung1844.03.02A– Alte Ausprägung2144.03.03Montane Tannen-Fichtenwälder44.03.03J– Junge Ausprägung1544.03.03M– Mittlere Ausprägung1844.03.03A– Alte Ausprägung2144.03.04Montane Tannen-/Fichten-Buchenwälder (Nadelbaumanteil > 50 %)44.03.04J– Junge Ausprägung1544.03.04M– Mittlere Ausprägung1844.03.04A– Alte Ausprägung2144.03.05Montane Tannenwälder44.03.05J– Junge Ausprägung1544.03.05M– Mittlere Ausprägung1844.03.05A– Alte Ausprägung2144.03.06Autochthone Fichten-Tannenwälder der planaren und collinen Stufe44.03.06J– Junge Ausprägung1544.03.06M– Mittlere Ausprägung1944.03.06A– Alte Ausprägung2244.04Nadel(misch)forste einheimischer Baumarten44.04J– Junge Ausprägung944.04M– Mittlere Ausprägung1144.04A– Alte Ausprägung1444.05Nadel(misch)forste eingeführter Baumarten44.05J– Junge Ausprägung644.05M– Mittlere Ausprägung1044.05A– Alte Ausprägung12BIOTOPTYPEN DES BESIEDELTEN BEREICHS UND VERKEHRSANLAGEN51.FREIFLÄCHEN DES BESIEDELTEN BEREICHS51.01Kleine vegetationsfreie Freiflächen551.02Kleine unbefestigte Freiflächen mit Spontanvegetation1151.04aBrachflächen z. B. ehemalige Baukomplexe, Industrie- und Verkehrsanlagen51.04a.01– Mit wesentlichen Anteilen struktur-/artenreicher Ausprägung1251.04a.02– Ohne wesentliche Anteile struktur-/artenreicher Ausprägung751.06aParkanlagen51.06a.01Historische Garten- und Parkanlage1951.06a.02.01Extensiv gepflegte Parkanlage mit altem Baumbestand1651.06a.02.02Extensiv gepflegte Parkanlage ohne alten Baumbestand1351.06a.03Intensiv gepflegte Parkanlage mit altem Baumbestand1351.06a.04Intensiv gepflegte Parkanlage ohne alten Baumbestand1051.06a.05Parkwald1451.06a.06Botanischer Garten (differenzierte Objektbewertung)1351.07aSonstige Grünanlage51.07a.01Sonstige Grünanlage mit altem Baumbestand1351.07a.02Sonstige Grünanlage ohne alten Baumbestand951.08aKleingartenanlagen, Grabeland, Gärten und private Grünflächen51.08a.01Kleingartenanlagen, Grabeland, Gärten und private Grünflächen, strukturreich1151.08a.02Kleingartenanlagen, Grabeland, Gärten und private Grünflächen, strukturarm751.09aFriedhöfe51.09a.01Friedhof mit altem Baumbestand1451.09a.02Friedhof ohne alten Baumbestand951.10aZoo/Tierpark/Tiergehege (differenzierte Objektbewertung)1151.11aSport-/Spiel-/Erholungsanlage mit geringem Versiegelungsgrad51.11a.01Sportrasenplatz751.11a.02Freibad751.11a.03Golfplatz951.11a.04Campingplatz751.11a.05Sonstige Sport-, Spiel- und Freizeitanlage752.VERKEHRSANLAGEN UND PLÄTZE52.01Straßen und Verkehrswege (einschließlich der Land- und Forstwirtschaft)52.01.01aVersiegelter oder sonstiger gepflasterter Verkehrs- und Betriebsweg (z. B. Straße, Start-, Landebahn)052.01.03Teilbefestigter Verkehrsweg (z. B. Rasengitter, Spurplatten)252.01.04aUnbefestigte Straße/Feld- und Forstweg bzw. Verkehrsweg mit wassergebundener Decke352.01.07aVerkehrsweg mit Natursteinpflaster652.01.08aFunktionsgrün an Verkehrswegen52.01.08a.01Bankette, Mittelstreifen352.01.08a.02Funktionsgrün mit artenarmer Krautschicht oder mit Gehölzbestand junger Ausprägung752.01.08n.03Funktionsgrün mit artenreicher Krautschicht oder mit Gehölzbestand mittlerer bis alter Ausprägung1152.02Rad- und Fußwege bzw. Pfade52.02.01aVersiegelter oder sonstiger gepflasterter Weg052.02.03Teilbefestigter Weg (z. B. Rasengitter, Spurplatten)352.02.04aGeschotterter Weg oder Weg mit wassergebundener Decke452.02.06Unbefestigter Weg1052.02.07Hohlweg [Komplex]1852.02.08aWeg mit Natursteinpflaster752.03Plätze, befestigte Freiflächen52.03.01Versiegelter Platz oder sonstiger gepflasterter Platz052.03.02Teilbefestigter Platz (z. B. Rasengitter)352.03.03aPlatz mit geschottertem Belag oder wassergebundener Decke (z. B. Aschensportplatz)452.03.05aPlatz mit Natursteinpflaster752.04Übrige Verkehrsanlagen in Betrieb52.04.01Gleiskörper152.04.02Hafenanlage an Land, Kai152.04.04aHafenbecken und Marinas652.04.05aWasserbauliche Anlagen z. B. Schleusen, Wehre, Leitwerke252.04.06aSonstige Verkehrsanlagen053BAUWERKE MIT ZUGEORDNETER TYPISCHER FREIRAUMSTRUKTUR53.01Gebäude53.01.01aHistorischer Gebäudekomplex, z. B. Kirche, Kloster, Burg, Schloss1353.01.03Einzel- und Reihenhausbebauung inkl. typischen Freiräumen53.01.03a– Altes Villengebiet mit altem Baumbestand1353.01.03b– Lockeres Einzelhausgebiet553.01.03c– Verdichtetes Einzel- und Reihenhausgebiet453.01.05Hochhaus- und Großformbebauung inkl. typischen Freiräumen53.01.05a– Wohnnutzung in Hochhaus- und Großformbauten453.01.05b– Öffentliche oder gewerbliche Hochhaus- und Großformbauten453.01.07aSonstige Einzelgebäude z. B. Scheunen, Stallungen, Speichergebäude53.01.07a.01– Alt bzw. traditionelle Bauweise (genutzt) oder verfallen (ungenutzt)1153.01.07a.02– Moderne Bauweise253.01.14aIndustrie- und Gewerbefläche inkl. typischen Freiräumen253.01.15aKerngebiet inkl. typischen Freiräumen53.01.15a.01– Historische Altstadt1253.01.15a.02– Moderne Innenstadt353.01.16aBlock- und Zeilenbebauung inkl. typischen Freiräumen53.01.16a.01– Historische Blockbebauung953.01.16a.02– Sonstige Blockbebauung453.01.16a.03– Zeilenbebauung553.01.17aDorfgebiet53.01.17a.01– Historisches Dorfgebiet z. B. Dorfkern, Dorfanger, Dorfplatz1353.01.17a.02– Sonstiges Dorfgebiet inkl. Neubaugebiete453.01.18aEinzelgebäude im Außenbereich53.01.18a.01– Historische Einzelgebäude/-gehöfte1053.01.18a.02– Sonstige Einzelgebäude/-gehöfte253.01.19aTierproduktionsanlage und Gewächshäuser053.01.20aVer- und Entsorgungsanlage, z. B. Kläranlage, Wasserwerk, Staudamm253.02Mauern und Steinriegel53.02.01Ziegelsteinmauern53.02.01.01– Alt bzw. traditionelle Bauweise1053.02.01.02– Moderne Bauweise453.02.02Betonmauer053.02.03aUnverfugte Natursteinmauer bzw. Trockenmauer1753.02.04aVerfugte Natursteinmauer (auch von Ruinen)953.02.05aSteinriegel1753.02.06aGabionen254.DEPONIEN UND RIESELFELDER54.01Feststoffdeponien (z. B. Hausmüll, Bauschuttdeponie)54.01a– In Betrieb054.01b– Begrünte Bereiche254.02Deponien flüssiger Stoffe (z. B. Schlammdeponie)054.03Rieselfelder [Komplex]854.04Kanalisation0BIOTOPTYPEN MIT SCHWERPUNKT IN DEN ALPEN60.GEWÄSSER DER SUBALPINEN BIS ALPINEN STUFE60.01Quellen der subalpinen bis alpinen Stufe60.01.01Sicker- und Sumpfquelle der subalpinen bis alpinen Stufe (Helokrene)1860.01.02Grundquelle der subalpinen bis alpinen Stufe (Limnokrene)1760.01.03Sturzquelle der subalpinen bis alpinen Stufe (Rheokrene)1960.02Fließgewässer der subalpinen bis alpinen Stufe60.02.01Gletscherbach2260.02.02Fließgewässeroberlauf (Rhitral) der subalpinen bis alpinen Stufe2060.03Stillgewässer der subalpinen bis alpinen Stufe60.03.01See der subalpinen bis alpinen Stufe1760.03.02Weiher der subalpinen bis alpinen Stufe1760.03.03Tümpel der subalpinen bis alpinen Stufe1761.FIRN, PERMANENTE SCHNEEFELDER UND GLETSCHER61.01Firn und permanentes Schneefeld1661.02Gletscher2162.FELSEN DER SUBALPINEN BIS NIVALEN STUFE62.01Felswände der subalpinen bis nivalen Stufe1462.02Felsblöcke der subalpinen bis nivalen Stufe1363.STEINSCHUTTHALDEN UND SCHOTTERFLÄCHEN DER SUBALPINEN BIS ALPINEN STUFE63.01Schotterfläche an Gewässern der subalpinen bis alpinen Stufe1663.02Kalkschutthalde der subalpinen bis alpinen Stufe1263.03Mergelschutthalde der subalpinen bis alpinen Stufe1263.04Silikatschutthalde der subalpinen bis alpinen Stufe1264.SCHNEEBÖDEN, SCHNEETÄLCHEN64.01Kalkschneeboden1764.02Schwemmboden der subalpinen bis alpinen Stufe1964.03Silikatschneeboden1865.MOORE DER SUBALPINEN BIS ALPINEN STUFE65.01Hoch- und Übergangsmoor der subalpinen bis alpinen Stufe2065.02Flachmoor oder Sumpf der subalpinen bis alpinen Stufe2066.GEBIRGSRASEN (SUBALPINE BIS ALPINE STUFE)66.01Nacktriedrasen1966.02Polsterseggenrasen1766.03Borstgrasrasen der subalpinen bis alpinen Stufe1866.04Blaugrashalde bzw. -rasen1566.05Rostseggenrasen1566.06Alpenfettweide1466.07Goldhaferwiese der Kalkalpen2166.08Subalpiner Trittrasen1366.09Krummseggenrasen1967.STAUDEN- UND LÄGERFLUREN DER HOCHMONTANEN BIS ALPINEN STUFE67.01Hochstauden- und Hochgrasflur der hochmontanen bis alpinen Stufe1667.02Lägerfluren der subalpinen bis alpinen Stufe968.ZWERGSTRAUCHHEIDEN DER SUBALPINEN BIS ALPINEN STUFE68.01Alpine „Windheide“ (z. B. mit Gamsheide)1968.02Krähenbeer-Rauschbeerheide und Zwergwacholdergebüsche2169.GEBÜSCHE DER HOCHMONTANEN BIS SUBALPINEN STUFE69.01Auenweidengebüsche der hochmontanen bis subalpinen Stufe2069.02Grünerlengebüsche1569.03Schluchtweidengebüsch1669.04Latschengebüsch1569.05Alpenrosengebüsch1769.06Fichten-Ebereschengebüsch1469.07Knieweidengebüsch1670.SUBALPINE WÄLDER70.01Subalpiner (hochmontaner) Bergahorn-Buchenwald70.01J– Junge Ausprägung1670.01M– Mittlere Ausprägung1970.01A– Alte Ausprägung2270.02Subalpiner Fichtenwald70.02J– Junge Ausprägung1570.02M– Mittlere Ausprägung1870.02A– Alte Ausprägung2170.03Subalpiner Lärchen-Arvenwald70.03J– Junge Ausprägung1570.03M– Mittlere Ausprägung1870.03A– Alte Ausprägung2170.04Subalpiner Lärchenwald70.04J– Junge Ausprägung1570.04M– Mittlere Ausprägung1870.04A– Alte Ausprägung21
Anlage 3 (zu § 5 Absatz 3 Satz 2 und § 6 Absatz 2 Satz 2)
(Fundstelle: BGBl. I 2020, 1123)
1. Feststellung der Schwere der zu erwartenden Beeinträchtigungen
Bedeutung der Funktionen des jeweiligen Schutzguts nach WertstufenStärke, Dauer und Reichweite der vorhabenbezogenen WirkungenI geringII mittelIII hoch1 sehr gering–––2 gering––eB3 mittel–eBeB4 hocheBeBeBS5 sehr hocheBeBSeBS6 hervorragendeBSeBSeBS–:keine erhebliche Beeinträchtigung zu erwarteneB:erhebliche Beeinträchtigung zu erwarteneBS:erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere zu erwarten
2. Feststellung der Schwere der zu erwartenden Beeinträchtigungen der in Anlage 1 aufgeführten Bodenfunktionen Für die Feststellung der Schwere der zu erwartenden Beeinträchtigungen der natürlichen Bodenfunktionen durch Versiegelung oder einen Bodenabtrag von bisher unversiegelten Flächen gilt abweichend von Nummer 1 für eine erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere Folgendes: Bei einer dauerhaften Versiegelung oder einem Bodenabtrag von bisher unversiegelten Flächen ab einer Größe von 2 000 Quadratmetern sowie bei sonstigen dauerhaften Wirkungen (Verdichtung, Veränderung des Bodenwasser- oder Stoffhaushalts) ab dieser Größe hat eine Prüfung zu erfolgen, ob eine erhebliche Beeinträchtigung besonderer Schwere zu erwarten ist. Für die Bewertung sind die Bedeutung der betroffenen Bodenfunktion im konkreten räumlichen Zusammenhang und die Empfindlichkeit gegenüber der spezifischen Wirkung maßgeblich.
Anlage 4 (zu § 8 Absatz 1 Satz 2 und § 9 Absatz 4 Satz 1)Naturräume in Deutschland
(Fundstelle: BGBl. I 2020, 1124 - 1126)
Naturräume in Deutschland (Bundesamt für Naturschutz 2011, nach Ssymank 1994)
D01Mecklenburgisch-Vorpommersches KüstengebietD02Nordostmecklenburgisches Tiefland mit OderhaffgebietD03Rückland der Mecklenburg-Brandenburgischen SeenplatteD04Mecklenburgische SeenplatteD05Mecklenburg-Brandenburgisches Platten- und Hügelland sowie LuchlandD06Ostbrandenburgische PlatteD07OdertalD08Spreewald und Lausitzer Becken- und HeidelandD09ElbtalniederungD10Elbe-Mulde-TieflandD11FlämingD12Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und SeengebietD13Oberlausitzer HeidelandD19Erzgebirgsvorland und Sächsisches HügellandD20Mitteldeutsches SchwarzerdegebietD21Schleswig-Holsteinische Marschen und NordseeinselnD22Schleswig-Holsteinische GeestD23Schleswig-Holsteinisches HügellandD24Unterelbeniederung (Elbmarsch)D25Ems-Weser-MarschD26Ostfriesisch-Oldenburgische GeestD27Stader GeestD28Lüneburger HeideD29Wendland und AltmarkD30Dümmer Geestniederung und Ems-Hunte-GeestD31Weser-Aller-TieflandD32Niedersächsische BördenD33Nördliches HarzvorlandD34Westfälische TieflandsbuchtD35Kölner Bucht und Niederrheinisches TieflandD14OberlausitzD15Sächsisch-Böhmisches KreidesandsteingebietD16ErzgebirgeD17VogtlandD18Thüringer Becken und RandplattenD36Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leine-BerglandD37HarzD38Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)D39WesterwaldD40Lahntal und Limburger BeckenD41TaunusD42HunsrückD43MoseltalD44Mittelrheingebiet (mit Siebengebirge)D45Eifel und VennvorlandD46Westhessisches Berg- und BeckenlandD47Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)D48Thüringisch-Fränkisches MittelgebirgeD49Gutland (Bitburger Land)D50Pfälzisch-Saarländisches MuschelkalkgebietD51Pfälzer Wald (Haardtgebirge)D52Saar-Nahe-Berg- und HügellandD63Oberpfälzer und Bayerischer WaldD53Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-TieflandD54SchwarzwaldD55Odenwald, Spessart und SüdrhönD56Mainfränkische PlattenD57Neckar- und Tauberland, GäuplattenD58Schwäbisches Keuper-Lias-LandD59Fränkisches Keuper-Lias-LandD60Schwäbische AlbD61Fränkische AlbD62Oberpfälzisch-Obermainisches HügellandD69Hochrheingebiet und DinkelbergD64Donau-Iller-Lech-PlattenD65Unterbayerisches Hügelland und Isar-Inn-SchotterplattenD66Voralpines Hügel- und MoorlandD67Schwäbisch-Oberbayerische VoralpenD68Nördliche KalkalpenD70Deutsche Bucht (ohne Felssockel Helgoland)D71Doggerbank und angrenzende zentrale NordseeD72Westliche OstseeD73Östliche Ostsee
Anlage 5 (zu § 9 Absatz 3 und 4)Anforderungen an den Ausgleich und den Ersatz mindestens erheblicher Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sowie erheblicher Beeinträchtigungen besonderer Schwere sonstiger Schutzgüter
(Fundstelle: BGBl. I 2020, 1127 - 1135)
Ausgleichsmaßnahmen sind funktionsspezifisch gleichartig hinsichtlich der jeweils beeinträchtigten Funktion des Schutzguts zu wählen. Sie sollen nach Möglichkeit eng mit dem beeinträchtigten Raum verbunden sein.
Ersatzmaßnahmen sind funktionsspezifisch gleichwertig hinsichtlich der jeweils beeinträchtigten Funktion des Schutzguts zu wählen. Sie sind unter Bezug auf den beeinträchtigten Raum, zumindest jedoch so durchzuführen, dass die jeweilige Funktion im betroffenen Naturraum hergestellt wird (siehe Anlage 4). Bei Eingriffen im Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone und des Festlandsockels können Ersatzmaßnahmen auch außerhalb des betroffenen Naturraums durchgeführt werden, sofern dadurch die jeweils beeinträchtigte Funktion des Schutzguts im betroffenen Naturraum hergestellt wird.
A. Räumlich-funktionale Anforderungen
SchutzgüterFunktionen (siehe im Einzelnen Anlage 1)Maßgaben zum Ausgleich und ErsatzRäume, in denen die Ausgleichs- maßnahmen durchzuführen sindBiotopeVielfalt von Lebensgemeinschaften und LebensräumenWiederherstellung/Neuschaffung/Optimierung der betroffenen Biotoptypen (Ausgleich) bzw. von ähnlichen Biotoptypenkomplexen/-gruppen mit einer insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung von Art und Umfang des betroffenen Bestandes sowie von Mindestgrößen von Biotopen
Als Ausgangszustand der Entwicklung bzw. Wiederherstellung sind Biotope zu wählen,
die gemessen an dem Wert des betroffenen Biotoptyps (siehe Anlage 2) aufwertungsfähig sind und
die unter Berücksichtigung des erforderlichen Maßnahmenaufwands und der Entwicklungszeiten (siehe Abschnitt B) geeignet sind.
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:
Nährstoffentzug
Wiedervernässung
Zielgerichteter Einsatz von forstlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen (z. B. Aufforstung mit Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft oder natürliche Sukzession; Entnahme standortfremder Baumarten, Belassen von Biotop- und Höhlenbäumen und Totholz)
wasserwirtschaftliche Renaturierungsmaßnahmen
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)
Im marinen Bereich z. B. die Schaffung oder Aufwertung von Riffen oder anderen Biotopenin dem vom Eingriff betroffenen Landschaftsraum, der sich durch eine ähnliche Biotopausstattung abgrenzt (z. B. Waldbereiche, Niederungsbereiche, strukturiertes Offenland)TiereVielfalt von Tierarten einschließlich der innerartlichen VielfaltWiederherstellung/Optimierung/Neuschaffung der Habitate der betroffenen Art (Ausgleich) bzw. der Habitate einer Art mit ähnlichen Habitatansprüchen und einer insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung von
Reviergrößen/Minimalarealen der betroffenen bzw. der für den Ersatz gewählten ähnlichen Art(en)
Aktionsräumen der betroffenen bzw. der für den Ersatz gewählten ähnlichen Art(en)/Population(en)/Metapopulation(en)
artspezifischen Habitatstrukturen (entsprechend den beeinträchtigten Schlüsselhabitaten) und deren zeitlicher Wiederherstellbarkeit
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:
Optimierung/Aufwertung bestehender artspezifischer Habitatstrukturen (insbesondere Schlüsselhabitate wie Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagdhabitate)in dem vom Eingriff betroffenen populations- bzw. artspezifischen Funktionsraum möglichst unter Bezug auf konkrete Aktions- oder Dispersionsräume der betroffenen Art(en)/Popula- tion(en)Entwicklung/Wiederherstellung/Neuanlage artspezifischer Habitatstrukturen (insbesondere Schlüsselhabitate wie Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagdhabitate)
Reaktivierung/Schaffung von Vernetzungsstrukturen und Wanderkorridoren, Wiedervernetzung von Lebensräumen
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)PflanzenVielfalt von Pflanzenarten einschließlich der innerartlichen VielfaltWiederherstellung/Optimierung/Neuschaffung der Standorte der betroffenen Art (Ausgleich) bzw. der Standorte einer Art mit ähnlichen Standortansprüchen und einer insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung von
Ausbreitungsmechanismen der betroffenen bzw. der für den Ersatz gewählten ähnlichen Art, Verbreitungsareale
artspezifischen Standortbedingungen
Entwicklungszeiten
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:
Optimierung der artspezifisch erforderlichen Standortbedingungen (z. B. Offenhaltung von Sandrasenflächen, Entfernen von Gehölzen)
Wiederherstellung von Lebensräumen
Maßnahmen zur Wiederansiedlung/Umsiedlung von Pflanzenarten (z. B. Entnahme und Ausbringung von Diasporen)
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)in dem vom Eingriff betroffenen populations- bzw. artspezifischen Funktionsraum in Abhängigkeit von konkreten VerbreitungsarealenBodennatürliche BodenfunktionenWiederherstellung/Optimierung der Bodenfunktionen
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:
Entsiegelung oder Teilentsiegelung (siehe Anlage 6 Abschnitt B)
Entfernen von Überschüttungen
Herstellen oder Verbessern eines durchwurzelbaren Bodenraums
Mechanisches und biologisches Tiefenlockern, ggf. mit Untergrundmelioration
Wiedervernässung von hydromorphen Böden, Mooren
Nutzungsextensivierung
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)in dem vom Eingriff betroffenen Landschaftsraum, Bereich mit vergleichbaren Bodengesellschaften und -typenVielfalt von Bodentypen und Bodenformen als Ausdruck des natürlichen und kulturellen ErbesWiederherstellung/Optimierung der betroffenen Bodentypen und Bodenformen oder Geotopkategorien (Ausgleich) bzw. ähnlicher Bodentypen/Bodenformen/Geotopkategorien mit Relevanz für die Sicherung des natürlichen und kulturellen Erbes (Ersatz), etwa durch:
Wiedervernässung von hydromorphen Böden, Mooren
Wiederherstellung der Auenspezifität von Böden durch die Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen
Managementmaßnahmen, die eine Ausprägung von Böden erhalten, die durch kulturhistorische Nutzungen entstanden sind
Extensivierung, Steuerung intensiver Flächennutzungen im Umfeld von z. B. Sand- und Kalksteinfelsen
Sicherung von z. B. Lösssteilwände in Hohlwegenin dem vom Eingriff betroffenen Landschaftsraum, Bereich mit vergleichbaren Bodengesellschaften und -typenWasserFunktionen für den Naturhaushalt, die sich aus der Qualität und Quantität der Oberflächengewässer einschließlich der natürlichen Selbstreinigungsfähigkeit der Fließgewässer ergebenMaßnahmen zur Verbesserung/Wiederherstellung der Gewässerfunktionen am oder im unmittelbaren Umfeld des betroffenen Gewässers (Ausgleich) bzw. an einem hinsichtlich der Funktionsausprägung ähnlichen Gewässer einschließlich der Neuanlage von Gewässern (Ersatz)
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:
Renaturierung von Fließgewässerabschnitten, Beseitigung von Gewässerverbauen (z. B. Aufhebung von Verrohrungen, Sohl-, Uferbefestigungen, Rückbau von Wehren)
Reduzierung bestehender Belastungen durch Optimierung der Selbstreinigungskraft des Gewässers z. B. durch Nutzungsextensivierungen im Randbereich der Gewässer, Entwicklung von natürlichen Uferstrukturen, Uferrandstreifen an Gewässern, Uferrückbau- oder -vorschüttung, Schaffung einer vielgestaltigen Fließgewässermorphologie zur Sauerstoffanreicherung
Anbindung von Altarmen und Nebengewässern, Anlage von Auefließgewässern
Neuanlage, Erweiterung oder Renaturierung von Stillgewässern
Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen durch z. B.: Rückbau von abflussregulierenden Bauwerken, Deichrückverlegungen, Geschiebemanagement zur Vermeidung weiterer Sohlvertiefungen oder -erosion, Anhebung der Fließgewässersohle, Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, Drainagen
Extensivierung intensiver Flächennutzungen im Umfeld der Gewässer zur Verringerung von Stoffeinträgen durch Oberflächenabfluss, Erosionsschutzmaßnahmen auf erosionsgefährdeten Böden oder bei ackerbaulicher Nutzung in Hanglagen
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)
Wiederherstellung von auentypischen Biotoptypen bzw. Biotoptypen der Uferzonierungen an Stillgewässern
Reduzierung von Direkteinleitungen aus Regenwasserüberläufen, Oberflächenabflüssen, Fischteichen
Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewässern (siehe Anlage 6 Abschnitt C)in dem vom Eingriff betroffenen Fließ- oder Stillgewässer oder in dessen unmittelbarem UmfeldFunktionen für den Naturhaushalt, die sich aus der Qualität und Quantität des Grundwassers ergebenVerbesserung/Wiederherstellung der Grundwasserfunktionen
Mögliche Maßnahmen für die Qualität sind u. a.:
Extensivierung intensiver Flächennutzungen zur Verringerung von Stoffeinträgen insbesondere bei hoch anstehendem Grundwasser
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)
Reduzierung/Beseitigung von Grundwasserverschmutzungen z. B. durch Altlastensanierung
Mögliche Maßnahmen für die Quantität sind u. a.:
Entsiegelung zur Erhöhung der Grundwasserneubildung (siehe Anlage 6 Abschnitt B)
Maßnahmen zur Erhöhung der Grundwasserneubildung durch Reduzierung des Direktabflusses, in Ausnahmefällen Infiltration von Niederschlagswasserin dem vom Eingriff betroffenen Grundwasserleiter, -einzugsgebietWiederherstellung von natürlichen Grundwasserverhältnissen, insbes. bei Porengrundwasserleitern in Auen, durch die Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen
Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, DrainagenHochwasserschutzfunktion und Funktionen im Niederschlags-Abflusshaushalt (Retentionsfunktion)Optimierung/Wiederherstellung der Hochwasserschutz- und Retentionsfunktionen
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:
Entsiegelungen (siehe Anlage 6 Abschnitt B)
Maßnahmen zur Erhöhung der Grundwasserneubildung durch Reduzierung des Direktabflusses, ggf. Infiltration von Niederschlagswasser und Regenwasserrückhaltung
Aufwertung beeinträchtigter Retentionsbereiche durch Nutzungsextensivierung im Retentionsraum oder Einzugsgebiet
Rückbau von Barrieren, Querbauwerken im Retentionsraum und Abflussquerschnitt von Auen und Fließgewässern
Renaturierung von Fließgewässern, Beseitigung von Gewässerverbauungen
Anbindung von Altarmen, Anlage von Flutmulden und von Auefließgewässern
Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen durch z. B.: Rückbau von abflussregulierenden Bauwerken, Geschiebemanagement zur Vermeidung weiterer Sohlvertiefungen oder -erosion, Anhebung der Fließgewässersohle
Extensivierung der Auenutzung
Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, Drainagen
Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)
Deichrückverlegung zur Erweiterung des Retentionsraumes
Schaffung von Poldern, Regenwasserrückhalteräumen oder -becken
Vorlandmanagement in den Deichvorländernin dem vom Eingriff betroffenen Retentionsraum bzw. im betroffenen Einzugsgebiet des FließgewässersBiotopeVielfalt von Lebensgemeinschaften und LebensräumenWiederherstellung/Neuschaffung/Optimierung der betroffenen Biotoptypen (Ausgleich) bzw. von ähnlichen Biotoptypenkomplexen/-gruppen mit einer insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung von Art und Umfang des betroffenen Bestandes sowie von Mindestgrößen von Biotopen
Als Ausgangszustand der Entwicklung bzw. Wiederherstellung sind Biotope zu wählen, •die gemessen an dem Wert des betroffenen Biotoptyps (siehe Anlage 2) aufwertungsfähig sind und•die unter Berücksichtigung des erforderlichen Maßnahmenaufwands und der Entwicklungszeiten (siehe Abschnitt B) geeignet sind. Mögliche Maßnahmen sind u. a.:•Nährstoffentzug•Wiedervernässungin dem vom Eingriff betroffenen Landschaftsraum, der sich durch eine ähnliche Biotopausstattung abgrenzt (z. B. Waldbereiche, Niederungsbereiche, strukturiertes Offenland)•Zielgerichteter Einsatz von forstlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen (z. B. Aufforstung mit Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft oder natürliche Sukzession; Entnahme standortfremder Baumarten, Belassen von Biotop- und Höhlenbäumen und Totholz)•wasserwirtschaftliche Renaturierungsmaßnahmen•Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)•Im marinen Bereich z. B. die Schaffung oder Aufwertung von Riffen oder anderen BiotopenTiereVielfalt von Tierarten einschließlich der innerartlichen VielfaltWiederherstellung/Optimierung/Neuschaffung der Habitate der betroffenen Art (Ausgleich) bzw. der Habitate einer Art mit ähnlichen Habitatansprüchen und einer insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung von •Reviergrößen/Minimalarealen der betroffenen bzw. der für den Ersatz gewählten ähnlichen Art(en)•Aktionsräumen der betroffenen bzw. der für den Ersatz gewählten ähnlichen Art(en)/Population(en)/Metapopulation(en)•artspezifischen Habitatstrukturen (entsprechend den beeinträchtigten Schlüsselhabitaten) und deren zeitlicher WiederherstellbarkeitMögliche Maßnahmen sind u. a.:•Optimierung/Aufwertung bestehender artspezifischer Habitatstrukturen (insbesondere Schlüsselhabitate wie Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagdhabitate)•Entwicklung/Wiederherstellung/Neuanlage artspezifischer Habitatstrukturen (insbesondere Schlüsselhabitate wie Fortpflanzungs- und Ruhestätten, Jagdhabitate)•Reaktivierung/Schaffung von Vernetzungsstrukturen und Wanderkorridoren, Wiedervernetzung von Lebensräumen•Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)in dem vom Eingriff betroffenen populations- bzw. artspezifischen Funktionsraum möglichst unter Bezug auf konkrete Aktions- oder Dispersionsräume der betroffenen Art(en)/Popula- tion(en)PflanzenVielfalt von Pflanzenarten einschließlich der innerartlichen VielfaltWiederherstellung/Optimierung/Neuschaffung der Standorte der betroffenen Art (Ausgleich) bzw. der Standorte einer Art mit ähnlichen Standortansprüchen und einer insgesamt gleichwertigen Bedeutung für die biologische Vielfalt (Ersatz) jeweils unter Berücksichtigung von •Ausbreitungsmechanismen der betroffenen bzw. der für den Ersatz gewählten ähnlichen Art, Verbreitungsareale•artspezifischen Standortbedingungen•EntwicklungszeitenMögliche Maßnahmen sind u. a.:•Optimierung der artspezifisch erforderlichen Standortbedingungen (z. B. Offenhaltung von Sandrasenflächen, Entfernen von Gehölzen)•Wiederherstellung von Lebensräumenin dem vom Eingriff betroffenen populations- bzw. artspezifischen Funktionsraum in Abhängigkeit von konkreten Verbreitungsarealen•Maßnahmen zur Wiederansiedlung/Umsiedlung von Pflanzenarten (z. B. Entnahme und Ausbringung von Diasporen)•Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)Bodennatürliche BodenfunktionenWiederherstellung/Optimierung der Bodenfunktionen
Mögliche Maßnahmen sind u. a.: •Entsiegelung oder Teilentsiegelung (siehe Anlage 6 Abschnitt B)•Entfernen von Überschüttungen•Herstellen oder Verbessern eines durchwurzelbaren Bodenraums•Mechanisches und biologisches Tiefenlockern, ggf. mit Untergrundmelioration•Wiedervernässung von hydromorphen Böden, Mooren•Nutzungsextensivierung•Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)in dem vom Eingriff betroffenen Landschaftsraum, Bereich mit vergleichbaren Bodengesellschaften und -typenVielfalt von Bodentypen und Bodenformen als Ausdruck des natürlichen und kulturellen ErbesWiederherstellung/Optimierung der betroffenen Bodentypen und Bodenformen oder Geotopkategorien (Ausgleich) bzw. ähnlicher Bodentypen/Bodenformen/Geotopkategorien mit Relevanz für die Sicherung des natürlichen und kulturellen Erbes (Ersatz), etwa durch: •Wiedervernässung von hydromorphen Böden, Mooren•Wiederherstellung der Auenspezifität von Böden durch die Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen•Managementmaßnahmen, die eine Ausprägung von Böden erhalten, die durch kulturhistorische Nutzungen entstanden sind•Extensivierung, Steuerung intensiver Flächennutzungen im Umfeld von z. B. Sand- und Kalksteinfelsen•Sicherung von z. B. Lösssteilwände in Hohlwegenin dem vom Eingriff betroffenen Landschaftsraum, Bereich mit vergleichbaren Bodengesellschaften und -typenWasserFunktionen für den Naturhaushalt, die sich aus der Qualität und Quantität der Oberflächen- gewässer einschließlich der natürlichen Selbstreini- gungsfähigkeit der Fließgewässer ergebenMaßnahmen zur Verbesserung/Wiederherstellung der Gewässerfunktionen am oder im unmittelbaren Umfeld des betroffenen Gewässers (Ausgleich) bzw. an einem hinsichtlich der Funktionsausprägung ähnlichen Gewässer einschließlich der Neuanlage von Gewässern (Ersatz)
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:•Renaturierung von Fließgewässerabschnitten, Beseitigung von Gewässerverbauen (z. B. Aufhebung von Verrohrungen, Sohl-, Uferbefestigungen, Rückbau von Wehren)•Reduzierung bestehender Belastungen durch Optimierung der Selbstreinigungskraft des Gewässers z. B. durch Nutzungsextensivierungen im Randbereich der Gewässer, Entwicklung von natürlichen Uferstrukturen, Uferrandstreifen an Gewässern, Uferrückbau- oder -vorschüttung, Schaffung einer vielgestaltigen Fließgewässermorphologie zur Sauerstoffanreicherung•Anbindung von Altarmen und Nebengewässern, Anlage von Auefließgewässern•Neuanlage, Erweiterung oder Renaturierung von Stillgewässernin dem vom Eingriff betroffenen Fließ- oder Stillgewässer oder in dessen unmittelbarem Umfeld•Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen durch z. B.: Rückbau von abflussregulierenden Bauwerken, Deichrückverlegungen, Geschiebemanagement zur Vermeidung weiterer Sohlvertiefungen oder -erosion, Anhebung der Fließgewässersohle, Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, Drainagen•Extensivierung intensiver Flächennutzungen im Umfeld der Gewässer zur Verringerung von Stoffeinträgen durch Oberflächenabfluss, Erosionsschutzmaßnahmen auf erosionsgefährdeten Böden oder bei ackerbaulicher Nutzung in Hanglagen•Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)•Wiederherstellung von auentypischen Biotoptypen bzw. Biotoptypen der Uferzonierungen an Stillgewässern•Reduzierung von Direkteinleitungen aus Regenwasserüberläufen, Oberflächenabflüssen, Fischteichen•Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewässern (siehe Anlage 6 Abschnitt C)Funktionen für den Naturhaushalt, die sich aus der Qualität und Quantität des Grundwassers ergebenVerbesserung/Wiederherstellung der Grundwasserfunktionen
Mögliche Maßnahmen für die Qualität sind u. a.:•Extensivierung intensiver Flächennutzungen zur Verringerung von Stoffeinträgen insbesondere bei hoch anstehendem Grundwasser•Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)•Reduzierung/Beseitigung von Grundwasserverschmutzungen z. B. durch AltlastensanierungMögliche Maßnahmen für die Quantität sind u. a.:•Entsiegelung zur Erhöhung der Grundwasserneubildung (siehe Anlage 6 Abschnitt B)•Maßnahmen zur Erhöhung der Grundwasserneubildung durch Reduzierung des Direktabflusses, in Ausnahmefällen Infiltration von Niederschlagswasser•Wiederherstellung von natürlichen Grundwasserverhältnissen, insbes. bei Porengrundwasserleitern in Auen, durch die Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen•Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, Drainagenin dem vom Eingriff betroffenen Grundwasserleiter, -einzugsgebietHochwasserschutzfunktion und Funktionen im Niederschlags-Ab- flusshaushalt (Retentionsfunktion)Optimierung/Wiederherstellung der Hochwasserschutz- und Retentionsfunktionen
Mögliche Maßnahmen sind u. a.:•Entsiegelungen (siehe Anlage 6 Abschnitt B)•Maßnahmen zur Erhöhung der Grundwasserneubildung durch Reduzierung des Direktabflusses, ggf. Infiltration von Niederschlagswasser und Regenwasserrückhaltung•Aufwertung beeinträchtigter Retentionsbereiche durch Nutzungsextensivierung im Retentionsraum oder Einzugsgebietin dem vom Eingriff betroffenen Retentionsraum bzw. im betroffenen Einzugsgebiet des Fließgewässers•Rückbau von Barrieren, Querbauwerken im Retentionsraum und Abflussquerschnitt von Auen und Fließgewässern•Renaturierung von Fließgewässern, Beseitigung von Gewässerverbauungen•Anbindung von Altarmen, Anlage von Flutmulden und von Auefließgewässern•Wiederherstellung von fließgewässertypischen Abfluss- und Überflutungsverhältnissen durch z. B.: Rückbau von abflussregulierenden Bauwerken, Geschiebemanagement zur Vermeidung weiterer Sohlvertiefungen oder -erosion, Anhebung der Fließgewässersohle•Extensivierung der Auenutzung•Rückbau von Meliorationsmaßnahmen, Drainagen•Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen (siehe Anlage 6 Abschnitt A)•Deichrückverlegung zur Erweiterung des Retentionsraumes•Schaffung von Poldern, Regenwasserrückhalteräumen oder -becken Vorlandmanagement in den Deichvorländern
B. Berücksichtigung von Entwicklungszeiten Sofern die Entwicklungszeit bis zur Erreichung des Zielzustandes der geplanten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme 30 Jahre überschreitet, ist eine Vergrößerung der Maßnahmenfläche um 25 Prozent erforderlich, um die verzögerte Funktionserfüllung zu berücksichtigen (Timelag-Aufschlag). Sofern Biotoptypen oder Zielzustände anderer Funktionen mit einem Alter von mehr als 100 Jahren erheblich beeinträchtigt werden, sind neben den langfristig wirksamen Maßnahmen mit einer Entwicklungszeit von mehr als 100 Jahren kurz- bis mittelfristig wirksame Maßnahmen mit einer Entwicklungszeit von weniger als 30 Jahren vorzusehen. Die beiden Maßnahmenanteile sollen jeweils 50 Prozent des auf die betreffende erhebliche Beeinträchtigung entfallenden Anteils am biotopwertbezogenen Kompensationsbedarf betragen. Bei Entwicklungszeiten von weniger als 30 Jahren ist kein Timelag-Aufschlag erforderlich. Die Bestimmung der Entwicklungszeit ist maßnahmenspezifisch ausgehend von den jeweiligen Ausgangsbiotopen bzw. Ausgangszuständen der Maßnahmenflächen sowie dem Zielbiotoptyp in der jeweiligen Ausprägung vorzunehmen. Entwicklungszeiten für beispielhafte Zielbiotope und verschiedene Ausgangsbiotoptypen
ZielbiotopAusgangsbiotope (mögliche Maßnahmentypen)EntwicklungszeitTimelag-Aufschlag, kurz- bis mittelfristig wirksame MaßnahmenBuchen-(misch-)wälder frischer, basenreicher Standorte (alte Bestände)Buchen-Mischbestand (Entnahme gebietsfremder Baumarten, Freistellung Altbaumarten)< 30 Jahre–Fichtenforst (Unterpflanzung mit Buchen, später Entnahme der Fichten)30 bis 100 JahreTimelag-Aufschlag erforderlichAcker (Aufforstung von Buchenwäldern)> 100 JahreTimelag-Aufschlag und Maßnahme mit einer Entwicklungszeit < 30 Jahre erforderlichBruchwälder (alte Bestände)entwässerter, eutrophierter Bruchwald (Wiedervernässung, Nutzungsverzicht)< 30 Jahre–Weichholzauenwälder (junge bis mittelalte Bestände)krautige Uferflur am Gewässer (ggf. Verbesserung der Überflutungssituation, Initialpflanzung von Weiden, Sukzession)< 30 Jahre (junge bis mittelalte Bestände)–30 bis 100 Jahre (alte Bestände)Timelag-Aufschlag erforderlichNiedermoore mit Torfenbrachgefallene, ehemals extensiv genutzte Niedermoorstandorte (regelmäßige Mahd, ggf. Wiedervernässung)< 30 Jahre–intensiv genutztes Feuchtgrünland (Wiedervernässung, Aushagerung, regelmäßige Mahd)30 bis 100 JahreTimelag-Aufschlag erforderlichHochmoor-, Zwischen- und Übergangsmoorstandorte (einschl. Moorgewässer und -gehölze)Moordegenerationsstadium mit Zwergsträuchern und Resten von Fichtenforst (Rodung und Wiedervernässung, Sukzession, ggf. Entwicklungspflege)> 100 JahreTimelag-Aufschlag und Maßnahme mit einer Entwicklungszeit < 30 Jahre erforderlichnaturnahe Fließgewässeranthropogen mäßig beeinträchtigtes Fließgewässer (Beseitigung von Sohlabstürzen, verrohrten Durchlässen und Förderung der natürlichen Fließgewässerdynamik)< 30 Jahre–anthropogen stark beeinträchtigtes Fließgewässer (Renaturierung durch Rückverlegung eines längeren Fließgewässerabschnitts in das ursprüngliche Fließgewässerbett)< 30 Jahre–Großseggenriedentwässertes, eutrophiertes Großseggenried (Wiedervernässung, ggf. sporadische Mahd)< 30 Jahre–Entwicklung aus ehemaliger Kiesabbaufläche (Initialpflanzung mit standorttypischen Arten, in Abhängigkeit vom Wasserhaushalt Sukzession oder sporadische Mahd)< 30 Jahre–Halbtrockenrasenbrachgefallener, verbuschter Halbtrockenrasen (Entbuschung und Beweidung)< 30 Jahre–extensiv genutzter Ackerintensiv genutzter Acker (keine chem.-synth. Düngung/nur Wirtschaftsdünger, Düngermenge begrenzen auf max. 50 % der empfohlenen Menge; kein Pflanzenschutzmitteleinsatz)< 30 Jahre–
Anlage 6 (zu § 8 Absatz 3 Satz 2, § 11 Absatz 1 bis 3)Maßnahmen im Sinne des § 15 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes
(Fundstelle: BGBl. I 2020, 1136 - 1157)
A. Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen
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