Verordnung über die Grundsätze der Personalbedarfsbemessung in der stationären Krankenpflege

Typ Rechtsverordnung
Veröffentlichung 2024-06-12
Letzte Aktualisierung 2026-04-04
Status In Kraft
Ministerium BMJ (Bundesministerium der Justiz)
Artikel 22
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IV. Leistungsbereich Bewegen und Lagern: Leistungen im Zusammenhang mit Bewegen und Lagern, inkl. Vor- und Nachbereiten, Anleiten, Helfen, Motivieren zur SelbständigkeitAltersgruppeLeistungsstufeArt der LeistungZuordnungsmerkmal/MaßnahmeFKA1GrundleistungenAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe KA2, KA3 oder KA4 zugeordnet werdenKA2Erweiterte Leistungen•Positionsunterstützung/-wechsel mit Hilfsmitteln, z. B.: U-Kissen, Lagerungskeil, Rolle oder•Prophylaktischer Maßnahmen, z. B.: Pneumonieprophylaxe, Dekubitusprrophylage, oder –•Mobilisation, z. B.: Laufübung, DurchbewegenKA3Besondere Leistungen•Mobilisation und/oder Positionsunterstützung/-wechsel im Inkubator oderSpezielle Positionsunterstützungen, z. B.: Dreistufenlagerung, Drainagelagerung, Positionsunterstützung bei Extension oderAufwendige Maßnahmen zur Spannungsregulierung, z. B. Aufbau oder Abbau von Muskel- tonus oderVersorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln, z. B. Schiene(n), KorsettKA4Hochaufwendige LeistungenHochaufwendige Re-Positionierung in eine medizinisch-therapeutisch erforderliche Lagerung (z. B. Extension) mindestens 10 x tägl. bedingt durch fehlende Fähigkeit, sich altersgerecht zu bewegen, durch Vorliegen eines Erschwernisfaktors (siehe Beispielliste)Hochaufwendiger Lagerungswechsel (bzw. Mikrolagerung) mindestens 10 x täglich bedingt durch fehlende Fähigkeit sich altersgerecht zu bewegen durch Vorliegen eines Erschwernisfaktors (siehe Beispielliste)Bewegungstraining nach verschiedenen therapeutischen Konzepten mit individuell aufgestellter Maßnahmenplanung bei krankheitsbedingten Bewegungseinschränkungen/-verbotKKA1GrundleistungenAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe KA2, KA3 oder KA4 zugeordnet werdenKA2Erweiterte Leistungen•Positionsunterstützung mit Lagerungshilfen oderProphylaktische Maßnahmen, z. B.: Pneumonieprophylaxe, Dekubitusprrophylage oderMobilisation, z. B. Positionsunterstützung, Laufübung, DurchbewegenKA3Besondere Leistungen•Spezielle Positionsunterstützungen, z. B.: Dreistufenlagerung, Drainagelagerung, Positionsunterstützung bei Extension oderAufwendige Maßnahmen zur Spannungsregulierung, z. B. Aufbau oder Abbau von Muskeltonus oderVersorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln z. B. Schiene(n), Korsett oderLauftrainingKA4Hochaufwendige LeistungenHochaufwendiger Lagerungswechsel (bzw. Mikrolagerung) mindestens 10 x täglich•bei massivem Abwehrverhalten/Widerständen oder•bei massiver Angst vor Berührung und Bewegung oder•bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste)Mindestens 8 x tägl. hochaufwendiger Lagerungs-/Positionswechsel oder Mobilisation •bei massivem Abwehrverhalten/Widerständen oder•bei massiver Angst vor Berührung und Bewegung oder•bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste), davon mind. 4 x täglich mit 2 PFKHochaufwendige Unterstützung bei der Mobilisation aus dem Bett •bei massivem Abwehrverhalten/Widerstände oder•bei massiver Angst vor Berührung und Bewegung oder•bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste) oder•bei fehlender Fähigkeit, einen Transfer durchzuführen oder zu gehen, mit zusätzlichen erforder- lichen Aktivitäten, z. B.: aufwendiges Anlegen von z. B. Stützkorsett/-hose, Kompressionsanzug vor/nach der Mobilisationmindestens 4 x täglich Spastik des Patienten lösen und mindestens 2 x täglich Anbahnung normaler Bewegungsabläufe durch Faszilitation, InhibitationHochaufwendige Mobilisation aus dem Bett bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste) oder fehlender Fähigkeit einen Transfer durchzuführen oder zu gehen und•kleinkindgerechtes Gehtraining unter Anwendung von Techniken, z. B. Faszilitation, Inhibition, Kinästhetik, oder•kleinkindgerechtes Gehtraining nach verschiedenen therapeutischen Konzepten (wie NDT, MRP, Bobath) oder•kleinkindgerechtes Gehtraining mit Gehhilfen wie Unterarmgehstützen, Gehwagen/RollatorJKA1GrundleistungenAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe A2, A3 oder A4 zugeordnet werdenKA2Erweiterte Leistungen•Positionsunterstützung mit Lagerungshilfen oder•Prophylaktische Maßnahmen, z. B.: Pneumonieprophylaxe, Dekubitusprrophylage oder•Mobilisation, z. B. Positionsunterstützung, Laufübung, DurchbewegenKA3Besondere Leistungen•Spezielle Positionsunterstützungen, z. B.: Dreistufenlagerung, Drainagelagerung, Positions- unterstützung bei Extension, oder•Aufwendige Maßnahmen zur Spannungsregulierung, z. B. Aufbau oder Abbau von Muskeltonus, oder•Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln, z. B. Schiene(n), Korsett, oder•Lauftraining oder•Mobilisation und Transfer mit Hilfsmitteln, z. B. PatientenliftKA4Hochaufwendige LeistungenHochaufwendiger Lagerungswechsel (bzw. Mikrolagerung) mindestens 10 x täglich•bei massivem Abwehrverhalten/Widerständen oder•bei massiver Angst vor Berührung und Bewegung oder•bei hoher Selbstgefährdung oder•bei Bewegungsverbot aus medizinischen Gründen (ärztliche Anordnung) oder•bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste)Mindestens 8 x tägl. hochaufwendiger Lagerungs-/Positionswechsel oder Mobilisation •bei massivem Abwehrverhalten/Widerständen oder•bei massiver Angst vor Berührung und Bewegung oder•bei hoher Selbstgefährdung oder•bei Bewegungsverbot aus medizinischen Gründen (ärztliche Anordnung) oder•bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste), davon mind. 4 x täglich mit 2 PFKUnterstützung bei der hochaufwendigen Mobilisation aus dem Bett mit zusätzlichen erforderlichen Aktivitäten •bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste) oder•bei fehlender Fähigkeit einen Transfer durchzuführen oder zu gehen•mit zusätzlich erforderlichen Aktivitäten wie: –aufwendiges Anlegen von z. B. Stützkorsett/-hose vor/nach der Mobilisation oder–mindestens 4 x täglich Spastik des Patienten lösen und Anbahnung normaler Bewegungs- abläufe durch Fazilitation, Inhibitation mindestens 2 x täglichHochaufwendige Mobilisation aus dem Bett bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste) oder fehlende Fähigkeit einen Transfer durchzuführen oder zu gehen undGehtraining unter Anwendung von Techniken wie Faszilitation, Inhibition, Kinästhetik oderGehtraining nach verschiedenen therapeutischen Konzepten (wie NDT, MRP, Bobath) oderGehtraining mit Gehhilfen wie Unterarmgehstützen, Gehwagen/RollatorHochaufwendiger Lagerungs-/Positionswechsel mindestens 7 x tägl. (keine Mikrolagerungen) •bei fehlender Fähigkeit, den Positionswechsel im Bett durchzuführen, bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste) oder•bei fehlender Fähigkeit, einen Transfer durchzuführen oder zu gehen, und einem der folgenden Aspekte: –Mobilisation mindestens 2 x tägl. in den Roll-/Lehnstuhl–ausgiebige Kontrakturenprophylaxe an allen gefährdeten großen Gelenken mindestens 1 x tägl. und Thromboseprophylaxe durch Anlegen eines medizinischen Thrombose- prophylaxestrumpfes oder Kompressionsverbandes

Beispielliste (nicht abschließend) für Erschwernisfaktoren bei Bewegen und Lagern:

Altersgruppen F, K und J:

– mindestens drei Zu- oder Ableitungen (inkl. Beatmung)

– Tracheostoma

– Spastik, Kontrakturen, Parese, Plegie

– hohes Dekubitusrisiko gemäß Assessmentergebnis

– Schmerzempfindlichkeit/Schmerzen trotz Schmerzmanagement

– nicht altersgerechte Orientierung/Wahrnehmung

Nur Altersgruppe F:

– medizinische Gründe für Bewegungsverbot/-einschränkung (z. B. Wirbelsäuleninstabilität), nach Operation (z. B. Sternum-Eröffnung, Klavikula-Fraktur, Schulterdystokie, Hypospadie-OP)

– Erforderlichkeit einer speziellen medizinisch-therapeutischen Lagerung (z. B. Gipsschale, Stützkorsett, 20-30°-Hochschräglagerung, Extensionsbehandlung)

– Hautveränderungen (Ekzem, Hautinfektion (Staphylodermie))

– Vorhandensein eines Anus praeter

– motorische Unruhezustände z. B. nach langer Sedierung, Hyperexzitabilität bei Drogenentzug

Nur Altersgruppen K und J:

– extreme Adipositas (Perzentil größer 99,5)

– krankheitsbedingte Risiken (z. B. Wirbelsäuleninstabilität, Schienung bei beidseitiger Verletzung der Extremitäten, Halo-Fixateur, Extensionsbehandlung, Belastungsintoleranz)

– Schwindelanfälle

– fehlende Kraft zur Eigenbewegung

V. Leistungsbereich Kommunikation: Leistungen im Zusammenhang mit Kommunikation inkl. Vor- und NacharbeitenAltersgruppeLeistungsstufeArt der LeistungZuordnungsmerkmal/MaßnahmeFKA1GrundleistungenKommunikation findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KA1 und KA2. Erst ab Leistungsstufe KA3 findet eine gesonderte Berücksichtigung stattKA2Erweiterte LeistungenKommunikation findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KA1 und KA2. Erst ab Leistungsstufe KA3 findet eine gesonderte Berücksichtigung stattKA3Besondere Leistungen45 Minuten tägl. (Summe kann addiert werden) geplante spezifische Information/Anleitung/ Beratung mit Leistungsnachweis, inkl. Vor- und Nachbereitung; die Betreuung findet gesondert/getrennt von anderen Interventionen statt KA4Hochaufwendige LeistungenEins-zu-eins-Betreuung: Einen Patienten kontinuierlich über einen längeren Zeitraum von mind. 60 Min. täglich (Summe kann addiert werden) in Präsenz betreuen und findet getrennt/gesondert von anderen Interventionen statt bei Vorliegen eines der in der Beispielliste aufgeführten GründeProblemlösungsorientierte Gespräche mit Angehörigen/Bezugspersonen bei Vorliegen eines der in der Beispielliste aufgeführten Gründe von mind. 60 Min. täglich (Summe kann addiert werden), die gesondert/getrennt von anderen Interventionen stattfinden, bei Vorliegen einer der folgenden Voraussetzungen: •zur Krisenbewältigung/Vertrauensbildung/Anpassung oder•Gespräche zur Vorbereitung auf die Entlassung oder•Gespräche mit DolmetscherHochaufwendige Anleitungssituation mit Angehörigen/Bezugspersonen bei Vorliegen eines der in der Beispielliste aufgeführten Gründe von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) die getrennt/gesondert von anderen Interventionen stattfindetHochaufwendige kommunikative Stimulation, Förderung der spielerischen Interaktion, Bereitstellen und Nachbereitung von altersentsprechendem Spielmaterial, Fingerspiele etc. von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) die getrennt/gesondert von anderen Interventionen statt bei Vorliegen eines der in der Beispielliste aufgeführten Gründe stattfindetKKA1GrundleistungenKommunikation findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KA1 und KA2. Erst ab Leistungsstufe KA3 findet eine gesonderte Berücksichtigung stattKA2Erweiterte LeistungenKommunikation findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KA1 und KA2. Erst ab Leistungsstufe KA3 findet eine gesonderte Berücksichtigung stattKA3Besondere Leistungen45 Minuten tägl. (Summe kann addiert werden) geplante spezifische Information/Anleitung/ Beratung mit Leistungsnachweis, inkl. Vor- und Nachbereitung; die Betreuung findet gesondert/getrennt von anderen Interventionen statt KA4Hochaufwendige LeistungenEins-zu-eins-Betreuung: Einen Patienten kontinuierlich über einen längeren Zeitraum von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) in Präsenz betreuen und getrennt/gesondert von anderen Interventionen stattfindet, bei Vorliegen eines der in der Beispielliste aufgeführten GründeProblemlösungsorientierte Gespräche (mit Kleinkind und/oder Angehörigen/Bezugspersonen) bei Vorliegen einer der in der Liste aufgeführten Gründe von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) die gesondert/getrennt von anderen Interventionen stattfinden: •zur Krisenbewältigung/Vertrauensbildung/Anpassung oder•Gespräche zur Vorbereitung auf die Entlassung oder•Gespräche mit DolmetscherHochaufwendige Anleitungssituation mit Kleinkind und/oder Angehörigen/Bezugspersonen bei Vorliegen eines der in der Beispielliste aufgeführten Gründe von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden), die getrennt/gesondert von anderen Interventionen stattfindetHochaufwendige kommunikative Stimulation, Förderung der spielerischen Interaktion, Bereitstellen und Nachbereitung von Lektüre, Spiel-,Mal- und Bastelmaterial von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden), die getrennt von anderen Interventionen bei Vorliegen eines der in der Liste aufgeführten Gründe stattfindetJKA1GrundleistungenKommunikation findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KA1 und KA2. Erst ab Leistungsstufe KA3 findet eine gesonderte Berücksichtigung stattKA2Erweiterte LeistungenKommunikation findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KA1 und KA2. Erst ab Leistungsstufe KA3 findet eine gesonderte Berücksichtigung stattKA3Besondere Leistungen45 Minuten tägl. (Summe kann addiert werden) geplante spezifische Information/Anleitung/ Beratung mit Leistungsnachweis, inkl. Vor- und Nachbereitung; die Betreuung findet gesondert/getrennt von anderen Interventionen statt KA4Hochaufwendige LeistungenEins-zu-eins-Betreuung: Einen Patienten kontinuierlich über einen längeren Zeitraum von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) in Präsenz und getrennt/gesondert von anderen Interventionen bei Vorliegen einer der in der Liste aufgeführten Gründe betreuenProblemlösungsorientierte Gespräche (mit Kind/Jugendlichen und/oder Angehörigen/Bezugspersonen) bei Vorliegen einer der in der Liste aufgeführten Gründe von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) und findet gesondert/getrennt von anderen Interventionen statt •zur Krisenbewältigung/Vertrauensbildung/Anpassung oder•Gespräche zur Vorbereitung auf die Entlassung oder•Gespräche mit DolmetscherHochaufwendige Anleitungssituation mit dem Kind/Jugendlichen und/oder Angehörigen/Bezugspersonen bei Vorliegen eines der in der Beispielliste aufgeführten Gründe von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) und findet getrennt/gesondert von anderen Interventionen stattHochaufwendige kommunikative Stimulation, Förderung der spielerischen Interaktion, Bereitstellen und Nachbereitung von Lektüre, Spiel-, Mal- und Bastelmaterial von mind. 60 Min. tägl. (Summe kann addiert werden) und getrennt von anderen Interventionen bei Vorliegen eines der in der Liste aufgeführten Gründe

Beispielliste (nicht abschließend):

Gründe für kontinuierliche Betreuung:

– extreme Krisensituation des Patienten oder der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– Krisensituation des Neugeborenen/Säuglings durch fehlende Ablenkung und Beschäftigung, fehlende Bezugsperson, fehlende Zuwendung, Unruhe bei Entzugserscheinungen, Unruhe bei Phototherapie, Schmerzen trotz Schmerzmanagement

Gründe für problemlösungsorientierte Gespräche:

– massive Beeinträchtigung der Informationsverarbeitung des Patienten oder der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– Verhaltensweisen, die kontraproduktiv für die Therapie sind, oder

– Sprach-/Kommunikationsbarrieren des Patienten oder der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– beeinträchtigte Anpassungsfähigkeit oder Nichteinhaltung von Therapieabsprachen des Patienten oder der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– extreme Krisensituation des Patienten oder der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– Krisensituation des Neugeborenen/Säuglings, Kleinkindes oder Kind/Jugendlichen durch fehlende Ablenkung/Beschäftigung, fehlende Bezugsperson, fehlende Zuwendung, Unruhe bei Entzugserscheinungen, Unruhe bei Phototherapie oder Schmerzen trotz Schmerzmanagement

Gründe für hochaufwendige Anleitungssituationen:

– massive Beeinträchtigung der Informationsverarbeitung der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– Verhaltensweisen die kontraproduktiv für die Therapie sind oder

– Sprach-/Kommunikationsbarrieren der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– beeinträchtigte Anpassungsfähigkeit oder Nichteinhaltung von Therapieabsprachen der Patienten oder der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– körperliche Einschränkungen, die den erforderlichen Kompetenzerwerb erschweren

Gründe für hochaufwendige kommunikative Stimulation:

– extreme Krisensituation des Kleinkindes oder des Kindes/Jugendlichen oder der Angehörigen/Bezugspersonen oder

– Krisensituation des Neugeborenen/Säuglings, Kleinkindes oder des Kindes/Jugendlichen durch fehlende Ablenkung und Beschäftigung, fehlende Bezugsperson, fehlende Zuwendung, Unruhe bei Entzugserscheinungen, Unruhe bei Phototherapie, Schmerzen trotz Schmerzmanagement oder

– körperliche Einschränkungen, die den erforderlichen Kompetenzerwerb erschweren

Anlage 4 (zu § 13 Absatz 2 Satz 1)Ermittlung des Pflegebedarfs auf Normalstationen für Kinder: Zuordnung zu den Leistungsstufen der speziellen Pflege

(Fundstelle: BGBl. 2024 I Nr. 188, S. 43 - 47)

I. Leistungsbereich OP, invasive Maßnahmen, akute Krankheitsphase, dauernde BedrohungAltersgruppeLeistungsstufeArt der LeistungZuordnungsmerkmal/MaßnahmeF, K und JKS1GrundleistungenAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe KS2, KS3 oder KS4 zugeordnet werdenKS2Erweiterte LeistungenVitalzeichenkontrolle und Krankenbeobachtung mit Erhebung von mindestens 24 Parametern täglich Aufwendiges Versorgen von Ableitungs- und Absaugsystem/-en (Versorgen von Trachelakanüle oder Bulau-Drainage/-n, häufiges Absaugen, Legen oder Wechseln einer Magensonde, Legen eines Blasenkatheters, Wechsel einer Stomaplatte, engmaschige Kontrollen von Ableitungsmengen)Pflegespezifische physikalische Maßnahmen 3 – 5 x täglich, z. B.: •Inhalation, Wadenwickel oder•Medizinisches Voll-/Teilbad (nach ärztl. Anordnung) 1 x tägl.mind. 20 MinutenKS3Besondere LeistungenVitalzeichenkontrolle und Krankenbeobachtung zum Erkennen einer akuten Bedrohung fortlaufend innerhalb von 24 Stunden, z. B.: •Kontinuierliche Monitorüberwachung und engmaschige Krankenbeobachtung, z. B. nach Fieberkrampf, oder•stündliche GCS-Erhebung oder•postoperativ z. B. 2 stdl. Vitalparameter Puls, Atmung, RR und Kontrolle von Ausscheidung, Wundbett und Motorik, Durchblutung und Sensibilität (MDS)Pflegespezifische physikalische Maßnahmen mindestens 6 x tägl., z. B.: •Inhalation•Wickel, Auflagen, Aromatherapie•medizinisches Vollbad (nach ärztl. Anordnung) mind. 60 Minuten (inkl. Vor- und Nachbereitung)KS4Hochaufwendige LeistungenVitalzeichenkontrolle und Krankenbeobachtung zum Erkennen einer akuten Bedrohung fortlaufend innerhalb von 24 Stunden bei Zeichen einer respiratorischen Beeinträchtigung oder bei Vorhandensein eines Tracheostomas und bei Vorliegen eines Erschwernisfaktors (siehe Beispielliste): •kontinuierliche Monitorüberwachung/Pulsoximetrie und mindestens 2-stdl. Beurteilung und Dokumentation des Atemmusters oder•1-stdl. Dokumentation von Puls und Atmung (ohne Monitor), Beurteilung der Atmung und atemtherapeutische Leistungen mit einem Zeitaufwand von mindestens 30 Minuten wie: –Absaugen von Schleim aus Tracheostoma oder Nase, Mund, Rachen oder–Anleitung von Eltern und Angehörigen im Umgang mit Absaugsystemen oder in der Tracheostomapflege oder–Anleitung zum Wechsel der TrachealkanülePflegespezifische physikalische Maßnahmen zur Pneumonieprophylaxe oder Sekretmobilisation und Verbesserung der Belüftung der Atemwege in an die Bedürfnisse des Patienten angepasster Kombination mindestens 90 Minuten tägl. (Summe kann addiert werden) bei Pneumonierisiko durch Vorliegen eines Erschwernisfaktors (siehe Beispielliste) oder bei Zeichen einer respiratorischen Beeinträchtigung: •Inhalation oder•Vibrationsbehandlung des Thorax oder•Wickel/Auflagen/Umschläge oder•Maßnahmen der Atemtherapie: Anleiten und Beaufsichtigen von in- und Exspirationsübungen mit entsprechenden Hilfsmitteln (z. B.: Kontaktatmung) oder•Anleiten von Eltern/Bezugsperson in Techniken zur Sekretmobilisation beim Patienten (z. B. autogene Drainage, Drainagelagerung) oder*•Speziallagerung zur Ventilations- und Mobilitätsförderung des Thorax mit Evaluation und Dokumentation des Behandlungsverlaufs (z. B. Dehnlagerung, Halbmondlagerung)

Beispielliste (nicht abschließend) für die Altersgruppen F, K und J für Erschwernisfaktoren bei Überwachen und Beobachten:

– (ehemaliges) Frühgeborenes (nur Altersgruppen F und K)

– chronische respiratorische Erkrankung

– angeborene oder erworbene Fehlbildung des Thorax oder der Wirbelsäule, syndromale, neuromuskuläre sowie angeborene Stoffwechselerkrankung, die die Atmung beeinträchtigt

– Parese, Plegiezustand nach großem operativen Eingriff

– Vorhandensein einer Thoraxdrainage

II. Leistungsbereich Medikamentöse VersorgungAltersgruppeLeistungsstufeArt der LeistungZuordnungsmerkmal/MaßnahmeF, K, JKS1GrundleistungenAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe KS2, KS3 oder KS4 zugeordnet werdenKS2Erweiterte LeistungenVorbereiten, Nachbereiten und Kontrollieren von z. B.: •mind. 2 Kurzinfusionen•einer Dauerinfusion•einer Transfusion•intravenöser Zytostatikagabe (wenn keine fortlaufende Beobachtung erforderlich ist) oder Verabreichung von mehreren i.m.-Injektionen, s.c.-Injektionen, i.v.-Injektionen oder Komplexes Medikamentenregime mit Verabreichung außerhalb der normalen Nahrungsaufnahme bis zu 5 x täglichKS3Besondere LeistungenVorbereiten, Nachbereiten und Kontrollieren von z. B.: •mind. 5 Kurzinfusionen•zwei Transfusionen und/oder Transfusionen von mind. 2 Std.•intravenöser Zytostatikagabe (wenn fortlaufende Beobachtung erforderlich ist) oder Komplexes Medikamentenregime mit Verabreichung mind. 6 x täglichFortlaufendes Beobachten und Betreuen des Patienten bei Gefahr einer akuten Bedrohung bei z. B.: •zu erwartenden Nebenwirkungen•Provokationstests•einer allergischen Reaktion•Unverträglichkeit, z. B. Übelkeit und Erbrechen•medikamentöser Neueinstellung (z. B. Antikonvulsiva, Insulintherapie)KS4Hochaufwendige LeistungenZu mindestens neun verschiedenen Uhrzeiten Verabreichung der Arzneimittel, die der Patient nicht selbständig einnehmen kann, bei massiver Abwehr/Widerständen/Uneinsichtigkeit bei der Verabreichung von Arzneimitteln oder massiver Beeinträchtigung der oralen Arzneimitteleinnahme durch Bewusstseinseinschränkung und hochaufwendiges (komplexes) Arzneimittelregime entsprechend ärztlicher Anordnung mit hoher Verabreichungsfrequenz oder Multimedikation •Mindestens 12 Arzneimittel/Tag (z. B. Klysmen, Suspensionen, Inhalate, Injektionslösungen, Tabletten, Granulate, die in besonderer Form (z. B. mörsern, auflösen) zubereitet werden müssen) undmindestens drei Applikationszeitpunkte (z. B. morgens, mittags, abends) für die Verabreichung dieser Arzneimittel bei massiver Beeinträchtigung der oralen Arzneimitteleinnahme durch Bewusstseinseinschränkung undhochaufwendiges (komplexes) Arzneimittelregime entsprechend ärztlicher Anordnung mit hoher Verabreichungsfrequenz oder Multimedikation oder Kau-/Schluckstörung mit starken Auswirkungen auf die ArzneimitteleinnahmeHochaufwendiges Infusionsregime von mindestens 9 (Kurz-)Infusionen (ohne alleinige Trägerflüssigkeiten) i. v. oder Spritzenpumpe i. v. oder Injektionen in liegende Zugänge i. v. mit Dokumentation und Sicherung eines entsprechenden Zugangs

III. Leistungsbereich Wund- und Hautbehandlung/Assistieren ärztlicher TätigkeitenAltersgruppeLeistungsstufeArt der LeistungZuordnungsmerkmal/MaßnahmeF, K, JKS1GrundleistungenAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe KS2, KS3 oder KS4 zugeordnet werdenKS2Erweiterte LeistungenVor- und Nachbereiten und Assistieren bei aufwendigem Verbandswechsel oder Assistenz bei Entfernung von einer Drainage oder einem ZVK etc.Vor- und Nachbereiten und Assistieren beim Versorgen einer lokalen Verbrennung oder einer Verbrühung mind. 2. GradesAuftragen/Einreiben von Salben oder Tinkturen auf eine große Hautregion oder einfacher Verbandswechsel mind. 2 x tägl.Vor- und Nachbereiten und Mitwirken bei ärztlichen Tätigkeiten von mindestens 30 Minuten Dauer, z. B. bei einer LumbalpunktionKS3Besondere LeistungenEines der unter KS2 genannten Kriterien mindestens 2 x täglichoder durch 2 PFKeinfacher Verbandswechsel mind. 3 x tägl.KS4Hochaufwendige Leistungen•Hochaufwendige Wundversorgung oder•Versorgung von sekundär heilenden Wunden oder Dekubitus (gemäß Assessmentergebnis) oder•bei Verbrennung/Verbrühung (ab 2. Grades bei mindestens 9 Prozent der KOF oder an einer der folgenden Lokalisationen: Gesicht/Hals, Hand, Fuß, Intimbereich) oder•aufwendige Wunde nach OP bei Vorliegen eines Erschwernisfaktors (siehe Beispielliste) oder•bei aufwendiger Hautbehandlung oder aufwendigem Verband bedingt durch einen Erschwernisfaktor (siehe Beispielliste)mindestens 30 Minuten 2 x täglich oder 1 x täglich durch 2 PFK wie: –Vor- und Nachbereiten und Assistieren bei aufwendigem Verbandwechsel oder–Vor- und Nachbereiten und Assistieren beim Versorgen einer lokalen Verbrennung oder Verbrühung oder–Auftragen oder Einreiben von Salben oder Tinkturen oder speziellen Wundmaterialien nach ärztl. Anordnung auf eine große Hautregion oder–Anleiten von Eltern/Bezugsperson im Umgang mit dem Material und der Pflege (z. B. Fixateur externe mit Pin-Pflege, Anlegen einer Kompressionsmaske)Systematisches Wundmanagement•von Wunden bei aufwendiger Wundversorgung von sekundär heilenden Wunden oder Dekubitus (gemäß Assessmentergebnis) oder•bei Verbrennung/Verbrühung (ab 2. Grades bei mindestens 9 Prozent der KOF oder an einer der folgenden Lokalisationen: Gesicht/Hals, Hand, Fuß, Intimbereich) oder•von aufwendiger Wunde nach OP bei Vorliegen eines Erschwernisfaktors (siehe Beispielliste) bestehend aus: –spezifische Wunddiagnose, Rezidivzahl, Wunddauer, -lokalisation, -größe, -rand, -umgebung, -grund, Entzündungszeichen und mögliche Wundheilungsstörungen und–Wundbehandlung, bestehend aus Wundreinigung und/oder Wunddesinfektion sowie Wundauflagen und/oder Auflagenfixierung von mindestens 30 Minuten pro Tag und–systematische Evaluation des Wundheilungsprozesses

Beispielliste (nicht abschließend) für die Altersgruppen F, K und J für Erschwernisfaktoren bei Wund- und Hautbehandlung/ärztl. Assistenz:

– Kompartmentsyndrom

– offene Fraktur

– Hydrozephalus mit externer Ableitung (nur Altersgruppe F)

– künstlicher Darmausgang

– künstlicher Blasenausgang

– OP im Anal-/Urogenitalbereich (z. B. bei Hypospadie, Adrenogenitales Syndrom, anorektale Malformation (exkl. OP bei Phimose))

IV. Leistungsbereich BegleitungAltersgruppeLeistungsstufeArt der LeistungZuordnungsmerkmal/MaßnahmeF, K, JKS1GrundleistungenBegleitung findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KS1, KS2 und KS3. Erst ab Leistungsstufe KS4 findet eine gesonderte Berücksichtigung statt.KS2Erweiterte LeistungenBegleitung findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KS1, KS2 und KS3. Erst ab Leistungsstufe KS4 findet eine gesonderte Berücksichtigung statt.KS3Besondere LeistungenBegleitung findet Berücksichtigung in den allgemeinen Leistungsstufen KS1, KS2 und KS3. Erst ab Leistungsstufe KS4 findet eine gesonderte Berücksichtigung statt.KS4Hochaufwendige LeistungenFortlaufendes Beobachten und Betreuen (1:1) des Patienten durch eine PFK bei Maßnahmen/ Untersuchungen/Behandlungen außerhalb der Station oder bei einer indizierten Sitzwache durch eine PFK von mindestens 240 Minuten am Tag inkl. Vor- und Nachbereiten (Summe kann addiert werden)

Anlage 5 (zu § 17 Absatz 2)Ermittlung des Pflegebedarfs auf Intensivstationen für Kinder: Zuordnung zu den Leistungsstufen

(Fundstelle: BGBl. 2024 I Nr. 188, S. 48 - 50)

Spezielle Intensivpflege NICU: Alter bei Aufnahme < 28. Lebenstag oder < 2 500 g AufnahmegewichtLeistungsbereichLeistungsstufe IS1 – Grundleistungen SpezialpflegeLeistungsstufe IS2 – Erweiterte Leistungen IntensivüberwachungLeistungsstufe IS3 – Besondere Leistungen Intensivtherapie1. Leistung im Zusammenhang mit Beobachten und Überwachen des Patienten und Umfelds•Alle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werdenMindestes eines der folgenden Zu-/Ableitungssysteme: •Invasive arterielle RR-Messung•Thoraxdrainage•Externe Ventrikeldrainage•Schlürf- bzw. Replogle-Sonde bei Ösophagu- satresie•Intraoperativ gelegene Magensonde nach Korrektur einer Ösophaugsatresie•kontinuierliches EEG-Monitoring•Zentraler Venenkatheter (inkl. Nabelvenen- katheter)Lebensbedrohliche Akutphase (vitale Bedrohung)2. Leistungen im Zusammenhang mit der Beatmung/CPAP (inkl. Vor- und Nachbereitung)•Alle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werdenBeatmeter Patient (invasiv oder nicht invasiv), sofern das Zuordnungsmerkmal der Leistungsstufe IS3 nicht zutrifft.Invasiv beatmeter Patient bei instabiler Beatmungssituation (Beatmung mit z. B. OI > 25)3. Leistungen im Zusammenhang mit medikamentöser Versorgung (z. B.: iv, oral, s.c., auch als Kurzinfusion) und Infusionstherapie (inkl. Parenterale Ernährung, Katecholamine)•Alle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werden•Katecholamin-DTI, sofern das Zuordnungs- merkmal der Leistungsstufe IS3 nicht zutrifft, oder•Kontinuierliche Prostaglandin-Infusion oder•Kontinuierliche Insulin-Infusion oder•Medikamentös behandeltes Entzugs- oder DelirsyndromKreislauf instabiler Patient (mit z. B. wechselnder Katecholamin-/Kreislauftherapie, Katecholamin-DTI ≥ 2 Katecholamine)4. Leistungen im Zusammenhang mit ärztlichen Eingriffen und Diagnostik•Alle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werdenHypothermie-Behandlung nach den ersten 24 Stunden•Hypothermie-Behandlung in den ersten 24 Stunden oder•Tag einer größeren Operation (z. B. Zwerchfellhernie) oder•Austauschtransfusion oder•ECMO-Therapie5. Übergeordnete EinstufungskriterienAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werden•Frühgeborene < 1 000 g in den ersten 72 Lebensstunden•Andere Gründe bei 1:1-Betreuung•Sterbebegleitung

Spezielle Intensivpflege PICU: Alter bei Aufnahme ≥ 28. Lebenstag und ≥ 2 500 g AufnahmegewichtLeistungsbereichLeistungsstufe IS1 – Grundleistung SpezialpflegeLeistungsstufe IS2 – Erweiterte Leistung IntensivüberwachungLeistungsstufe IS3 – Besondere Leistung Intensivtherapie1. Leistung im Zusammenhang mit Beobachten und Überwachen des Patienten und UmfeldsAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werdenMindestens drei der folgenden Zu-/Ableitungssysteme: •Zentraler Venenkatheter (ZVK, Hickman)•Invasive arterielle RR-Messung•Thoraxdrainage/Wunddrainage•Externe Ventrikeldrainage•Kontinuierliches EEG-Monitoring•Kontinuierliches ICP-Monitoring (Parechym- sonde, epi- oder subdurale Sonde)•Blasenkatheter/suprapubischer Katheter•Lebensbedrohliche Akutphase oder•CPP-basierte Hirndrucktherapie (= instabil)2. Leistungen im Zusammenhang mit der Beatmung/CPAP (inkl. Vor- und Nachbereitung)Alle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werden•Modifikation/Intensivierung der Beatmung bei heimbeatmeten Patienten oder•HFNC-Therapie (> 1 Liter/kg angefeuchtet und angewärmt) oder•Nicht-invasive Beatmung über Nasal Prongs oder Maske oder•Invasiv beatmeter Patient bei stabiler Beatmungssituation oder•NO-Beatmung ≤ 15 ppm (bei stabiler Beatmungssituation) oder•Beatmungsweaning mit Frühmobilisation•Invasiv beatmeter Patient bei instabiler Beatmungssituation (schweres Lungenversagen = FiO2≥ 60 %, PEEP ≥ 10 cmH2O, PIP ≥ 28 cm H2O) oder•NO-Beatmung > 15 ppm3. Leistungen im Zusammenhang mit medikamentöser Versorgung (z. B.: iv, oral, s.c., auch als Kurzinfusion) und Infusionstherapie (inkl. Parenterale Ernährung, Katecholamine)Alle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werden•Katecholamin-DTI (bis 2 Katecholamine) oder•Mind. 10 unterschiedliche i.v.-Medikamente oder•Medikamentös oder nicht medikamentös behandeltes Entzugs- oder DelirsyndromKatecholamin-DTI (≥ 3 Katecholamine aus Adrenalin > 0,05 µg/kg/min, Noradrenalin

0,05 µg/kg/min, Dobutamin > 5 oder µg/kg/min, Vasopressin)4. Leistungen im Zusammenhang mit ärztlichen Eingriffen und DiagnostikAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werdenPeritonealdialyse manuell < 10 Zyklen pro Tag oder maschinell•Peritonealdialyse manuell ≥ 10 Zyklen/Tag oder Intervall < 2 Stunden oder•vvECMO oder vaECMO (nur bei invasiv beatmeten Patienten) oder•kontinuierliche Nierenersatzverfahren (CVVH, CVVHD, CVVHDF) (nur bei invasiv beatmeten Patienten) oder•Postreanimationstherapie Tag 1–3 / 72 Stunden nach Ereignis (nur bei invasiv beatmeten Patienten) oder•Thermische Verletzungen > 20% KOF5. Übergeordnete EinstufungskriterienAlle Patienten, die nicht der Leistungsstufe IS2 oder IS3 zugeordnet werden•Schwerwiegende Bewusstseinsstörung/ Coma (GCS) oder•Tag mit Transportbegleitung•Isolation mit Einzelzimmer-Schleusung oder•Andere Gründe bei 1:1-Betreuung oder•Sterbebegleitung/Tag des Todes

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