Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport vom 31. Juli 1985 über die Lehrpläne der Pädagogischen Akademie; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule
Informationen über Verkehrsteilnehmer, Fahrzeuge, Straßen und Witterungsbedingungen; Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verkehrsteilnahme durch Übungen zur Förderung der optischen und akustischen Wahrnehmungsfähigkeit, der Motorik, der Reaktionssicherheit und des Konzentrationsvermögens.
Sicherung der für den Unterricht in der Volksschule erforderlichen fachlichen Voraussetzungen; Grundlagen für verkehrsgerechtes Verhalten: Vermittlung der für die jeweiligen Altersstufen wichtigen Verkehrsregeln und -zeichen; Kenntnisse über Art, Aufteilung und verkehrsbedingte Veränderungen der Straße; Auswirkungen witterungsbedingter Veränderungen auf die Verkehrssicherheit;
Verständnis für technisch-physikalische Eigenschaften von Fahrzeugen;
Beurteilung anderer Verkehrsteilnehmer; Bedeutung von Übungen in der Verkehrsrealität und Möglichkeiten der Umsetzung; Voraussetzungen zum Aufbau verkehrsgerechter Einstellungen und Einüben entsprechender Verhaltensmuster; Möglichkeiten für die Verkehrserziehung aus dem jeweils konkreten Entwicklungsstadium des Kindes; Kennen der sozialpsychologischen Grundlagen.
Unterrichtsplanung: Anwenden didaktischer Modelle auf den Unterrichtsgegenstand „Verkehrserziehung'' in der Volksschule;
Einsatz geeigneter Methoden zum Aufbau und zur Sicherung von Verkehrsgesinnung, Verkehrswissen und verkehrsgerechtem Verhalten;
didaktische Durchdringung der Aufgabenfelder „Vertrautmachen mit den Verkehrsverhältnissen im Bereich der Schule'', „Der Fußgänger im Straßenverkehr'', „Entwickeln von Einsichten in die Notwendigkeit der Verkehrsordnung'', „Erfassen elementarer Zusammenhänge des Verkehrsablaufes'', „Erkennen der Absichten und Fehler anderer Verkehrsteilnehmer'', „Aufbauen und Fördern von sozialem Verhalten'' und „Öffentliche und private Verkehrsmittel im Umkreis des Schulstandortes - Verhaltensweisen für die Benützer''; Herstellen und Anwenden von Lehr- und Lernmaterialien; Analyse, Beurteilung sowie Auswahl von Medien; Entwicklung konkreter Beispiele kurz-, mittel- und langfristiger Planungen unter Berücksichtigung der vorgegebenen
Möglichkeiten in der Grundschule: Verkehrserziehung als Unterrichtsprinzip, als Verbindliche Übung, im Rahmen des Gesamtunterrichtes, in Schwerpunkten (zB Radfahrerprüfung), im projektorientierten Unterricht, in Zusammenarbeit mit Eltern und Exekutive.
Literaturverarbeitung: Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit einschlägiger Fachliteratur und zur selbständigen Anwendung in der Unterrichtsgestaltung.
CHORGESANG
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff:
Über die Möglichkeiten chorischer Stimmbildung soll ein Weg zu einer gesunden, ökonomisch geführten Singstimme aufgezeigt und eine Beziehung zur eigenen Stimme hergestellt werden. In ständiger Beziehung mit dem praktischen Tun soll die Bedeutung der für das Singen wichtigen Voraussetzungen (Körperhaltung, Atmung, Stimmeinsatz, Stimmansatz, Resonanz, Lagen- und Vokalausgleich, Artikulation) bewußt gemacht werden. Neben dem Singen nach Noten sollen auch Formen des freien, improvisierenden Singens und das Singen nach graphischer Notation erprobt werden. Speziell für die Chorleitung erforderliche elementare Techniken (Tonangabe, Dirigieren, Kontakt schaffen, Gestalten ua.) sind zu vermitteln, Planungsprobleme (Gestaltung der Chorstunde, Programmplanung, Aufbau eines Klassen- oder Schulchores, Stimmeinteilung ua.) anhand praktischer Beispiele zu erörtern. Die Studierenden sollen befähigt werden, für die Volksschule alters- und situationsgemäße Lied- bzw. Chorsätze auszuwählen, sie strukturell und methodisch zu erschließen, stimmenweise richtig vorzusingen und einzustudieren. Die aktive Teilnahme an Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Pädagogischen Akademie sowie die Planung und Mitgestaltung von Festen und Feiern ist anzustreben.
Semesterweise gestaffeltes Inkrafttreten (Art. III § 1)
INSTRUMENTALMUSIKERZIEHUNG
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe:
Kenntnisse und Fertigkeiten im Instrumentalspiel, die den Volksschullehrer befähigen, ein Instrument im Unterricht in didaktisch-methodisch geeigneter Weise einzusetzen, um das Singen und Musizieren zu unterstützen und zu bereichern und das Interesse für das Instrumentalspiel und für das Musikhören zu wecken und zu fördern, insbesondere in jenen Teilbereichen der Musikerziehung der Volksschule, die der unmittelbaren Darbietung auf einem Instrument bedürfen. Anwendung und Vertiefung der in den Unterrichtsveranstaltungen aus Musikerziehung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten.
Besondere didaktische Grundsätze:
Der Gruppenunterricht ist so zu planen und durchzuführen, daß alle Teilnehmer durch verschiedenartige Aufgabenstellungen aktiv am Unterricht teilnehmen (Singen, Musizieren, Hör- und Beobachtungaufgaben). Von Anfang an sind geeignete Gestaltungs- und Erfindungsaufgaben einzubauen. In den Ausbildungsprozeß sind instrumentaltechnische Fertigkeiten, das Erlernen verschiedenartiger Notationen, die allgemeine Musiklehre, notenfreies Singen und Musizieren sowie Gehörbildung zu integrieren. Für das selbständige Musizieren sind verschiedene Methoden des Übens und der Selbstkontrolle darzubieten. Der praxisorientierte Einsatz des Instrumentes in der Musikerziehung der Volksschule steht im Vordergrund des Unterrichts.
Lehrstoff:
Die instrumentaltechnische Unterweisung soll von den jeweiligen Vorkenntnissen ausgehen, aber schon im elementaren Bereich zur Bewältigung folgender Lehraufgaben führen: Technische Übungen in verschiedenen diatonischen Bereichen (auch rhythmisch differenziert); instrumentenspezifische Notation; Artikulationsübungen (musikalischer Vortrag, stilistische Gestaltung); Anwendung der einfachen und erweiterten Kadenz bei der Liedbegleitung; Lieder in zunehmendem Schwierigkeitsgrad auch aus approbierten Lehrbüchern (auch notenfrei) mit einfachem Vorspiel (zB die letzten Takte) und mit freiem Vorspiel (zB motivisch, imitatorisch); freie und gebundene Erfindungs- und Gestaltungsübungen; Transponieren einfacher Lieder; Vortragsstücke aus verschiedenen Epochen (Auswahl nach didaktisch-methodischer Brauchbarkeit im Sinne der Hörerziehung in der Volksschule); Möglichkeiten des Einsatzes elementarer Spieltechniken im Lernbereich Musizieren und beim Ensemblespiel in Spielmusikgruppen; Übertragung von modellhaften Begleitformen auf ORFF-Instrumente. Bei der Erfüllung dieser Lehraufgaben sind die didaktischen Möglichkeiten nach spezifischer Eigenart des jeweiligen Instrumentes zu erschließen. Diese Unterschiede sind in der Planung der Studienabschnitte so zu berücksichtigen, daß als Ausbildungsziel gleichwertige Anforderungen im Schwierigkeitsgrad gestellt werden. Die folgenden Detailpläne verstehen sich als Basispläne für Anfänger. Bei Vorkenntnissen sind entsprechend höhere Anforderungen zu stellen. Es können auch andere als die angeführten Instrumente angeboten werden, sofern die Lehrplananforderungen des Instrumentalunterrichts gemäß den hier angeführten didaktischen Grundsätzen zu erfüllen sind.
AKKORDEON:
und 2. Semester:
Balgführung, Spiel im Diskant- und Baßteil; technische Übungen in verschiedenen Bereichen unter Berücksichtigung einfacher Harmonik und Rhythmik; Anwendung der einfachen Kadenz; grundlegende Artikulations- und Phrasierübungen; pentatonische Lieder; Lieder basierend auf der einfachen Kadenz (auch notenfrei); Liedspiel, Liedbegleitung; Vorspiel; Vortragsstücke (auch unter Berücksichtigung von Originalliteratur); Realisierung graphischer Notationen.
und 4. Semester:
Fortsetzung der technischen Ausbildung im Baß- und Diskantteil;
Artikulationsübungen unter besonderer Berücksichtigung der Balgführung; Anwendung der erweiterten Kadenz bei Liedbegleitung;
Moll- und Nebenstufenlieder (auch notenfrei); Liedspiel, Liedbegleitung; Vorspiele; Transpositionsübungen; Vortragsstücke;
freie Erfindungs- und Gestaltungsübungen (pentatonisch, modal, freitonal); für die Unterrichtspraxis methodisch aufbereitetes Zusammenspiel geeigneter Instrumente (zB ORFF-Instrumente).
und 6. Semester:
Steigerung des Schwierigkeitsgrades bei technischen Übungen (Diskant- und Baßteil); einfache Formen polyphonen Spiels (Melodiebaß); gesteigerte Anforderungen bei Transpositionsübungen; freie Vorspiele, Liedspiel, Liedbegleitung in gesteigertem Schwierigkeitsgrad; weitere Vortragsstücke (auch unter Berücksichtigung von Originalliteratur); Variieren einfacher Melodien (Wechsel des Tongeschlechtes, der Taktart, Ausschmückung der Melodie durch harmoniefremde Töne, Melodie im Baß).
BLOCKFLÖTE:
und 2. Semester:
Einführung in das Spiel auf der Alt- und/oder Sopranflöte; Mitverwendung der zweiten Blockflöte (spätestens mit Beginn des 2. Semesters); Körperhaltung, Atemführung und Tongebung; Übungen in den verschiedenen Artikulationsarten; Übungen zur Grifftechnik und Fingerfertigkeit über eineinhalb Oktaven; Anwendung des Erlernten bei Liedspiel und leichter Spielliteratur; Zerlegung der Kadenzdreiklänge; Realisierung graphischer Notationen.
und 4. Semester:
Gesteigerte Anforderungen im technischen Bereich auf der Sopran- und Altblockflöte; Griffverbindungen der chromatischen Reihe; Erweiterung des Tonraumes; rhythmisch differenzierte, erweiterte Kadenz (auch mit Dominantseptakkord); Anwendung der erweiterten Kadenz bei der Liedbegleitung; Liedspiel (auch notenfrei); motivische Vorspiele; Vortragsstücke (Zusammenspiel von Sopran- und Altblockflöte); freie Erfindungs- und Gestaltungsübungen (pentatonisch, modal, freitonal); für die Unterrichtspraxis methodisch aufbereitetes Zusammenspiel geeigneter Instrumente (zB ORFF-Instrumente).
und 6. Semester:
Festigung und Erweiterung der Spieltechnik auf der Alt- und Sopranblockflöte; chromatische Reihe über zwei Oktaven; chorische Notation; Transpositionsübungen; Kadenzen bis zu den Tonarten mit drei Vorzeichen; Vortragsstücke; Zusammenspiel mit verschiedenen Blockflöten und mit anderen Instrumenten; Variieren einfacher Melodien (Wechsel des Tongeschlechtes, der Taktart, Ausschmückung der Melodie durch harmoniefremde Töne).
GITARRE:
und 2. Semester:
Chromatisches Spiel, diatonisches Melodiespiel im Fünftonraum in verschiedenen Lagen; zweistimmiger Anschlag, zuerst mit leeren und dann mit gegriffenen Baßsaiten; dreistimmiger und vierstimmiger Anschlag; einfache Kadenz; Liedbegleitung (pentatonische Lieder;
Lieder basierend auf der einfachen Kadenz - auch notenfrei - zum eigenen Gesang); Vorspiele; einfache Vortragsstücke;
Artikulationsübungen und Klanggestaltungen, auch mit graphischer Notation.
und 4. Semester:
Gesteigerte Anforderungen im spieltechnischen Bereich (auch Barreegriffe); Moll- und Nebenstufenlieder (auch notenfrei); weitere Anschlagsformen und Zerlegungsarten; Gestaltung akkordischer und motivischer Vor-, Zwischen- und Nachspiele; Transpositionsübungen;
Vortragsstücke; selbständiges Stimmen des Instrumentes; freie Erfindungs- und Gestaltungsübungen (pentatonisch, modal, freitonal);
für die Unterrichtspraxis methodisch aufbereitetes Zusammenspiel, auch mit anderen Instrumenten.
und 6. Semester:
Festigung und Vertiefung der Spieltechnik zur Sicherung gesteigerter Geläufigkeit; mehrstimmige erweiterte Kadenzen; Barreegriffe und ihre Anwendung bei der Liedbegleitung - auch notenfrei - unter Beachtung stilistischer Vielfalt (auch modale Lieder); Anschlagsformen und Zerlegungsarten in gesteigertem Schwierigkeitsgrad (zB verschiedene lateinamerikanische Rhythmen);
Finger-Pickings; weitere Transpositionsübungen (auch mit Verwendung des Kapodasters); Vortragsstücke mit gesteigerten Anforderungen;
Variieren einfacher Melodien (Wechsel des Tongeschlechtes, der Taktart, Ausschmückung der Melodie durch harmoniefremde Töne).
KLAVIER, ORGEL:
und 2. Semester:
Entwicklung elementarer Spieltechnik (Unabhängigkeit der Hände, gleichzeitiges Lesen verschiedener Notenschlüssel, Realisierung graphischer Notation, Spiel im Fünftonraum, dessen Erweiterung durch Über- und Untersetzen, auch rhythmisch differenziert); einfache Artikulationsübungen; Aufbau des Akkordspiels; Fingerübungen in progressivem Schwierigkeitsgrad; Liedspiel; Liedbegleitung (pentatonische Lieder, V-I- und IV-V-I-Lieder), auch notenfrei, zu eigenem Gesang; Vorspiele; einfache Vortragsstücke.
ORGEL:
Zusätzlich Pedalspiel und Einführung in die Technik des Registrierens.
und 4. Semester:
Gesteigerte Anforderungen im spieltechnischen Bereich;
weiterführende Artikulations- und Geläufigkeitsübungen; Pedaltechnik;
Anwendung der erweiterten Kadenz bei der Liedbegleitung; Moll- und Nebenstufenlieder - auch notenfrei; Gestaltung motivischer Vorspiele;
einfache Transpositionsübungen; Vortragsstücke; freie Erfindungs- und Gestaltungsübungen; für die Unterrichtspraxis methodisch aufbereitetes Zusammenspiel geeigneter Instrumente (zB ORFF-Instrumente).
ORGEL:
Steigerung der Pedaltechnik.
und 6. Semester:
Technische Übungen höheren Schwierigkeitsgrades; Liedspiel und Liedbegleitung (homophon und polyphon); Vortragsstücke mit gesteigerten Anforderungen; kadenzgebundene Erfindungs- und Gestaltungsübungen; Variieren einfacher Melodien (Wechsel des Tongeschlechtes, der Taktart, Ausschmückung der Melodie durch harmoniefremde Töne); für die Unterrichtspraxis methodisch aufbereitetes Zusammenspiel geeigneter Instrumente (zB ORFF-Instrumente).
VIOLINE:
und 2. Semester:
Einfache Stricharten, Glissando, die unterschiedlichen Griffstellungen der Finger in der ersten Lage; Übungen zur Sicherung der richtigen Intonation; Dur- und Molltonleitern;
Dreiklangszerlegungen; Etüden in leichtem Schwierigkeitsgrad;
Artikulationsübungen; pentatonische Lieder; Lieder basierend auf der einfachen Kadenz - auch notenfrei; Liedbegleitung; Vorspiele;
Vortragsstücke; Realisierung graphischer Notationen.
und 4. Semester:
Gesteigerte griff- und bogentechnische Anforderungen beim Spiel in der ersten Lage; Dur- und Molltonleitern; Dreiklangszerlegungen; Dominantseptakkorde; auch rhythmisch differenzierbar; Etüden in progressivem Schwierigkeitsgrad; der Fingerstrich, der mit Druck gezogene Strich; einfache Artikulationsübungen; Anwendung der erweiterten Kadenz bei der Liedbegleitung; Moll-Lieder, Nebenstufenlieder - auch notenfrei; Liedspiel; Liedbegleitung; freie Vorspiele; Vortragsstücke; freie Erfindungs- und Gestaltungsübungen (pentatonisch, modal, freitonal).
und 6. Semester:
Festigung des Spiels in der ersten Lage bei gesteigertem Tempo; Dur- und Molltonleitern; Dreiklangszerlegungen; Dominantseptakkorde, auch rhythmisch differenziert; weitere technische Übungen in Verbindung mit anspruchsvollerer Bogentechnik; Lagenwechsel; Vibrato, weitere Artikulationsübungen; Anwendung der erweiterten Kadenz bei der Liedbegleitung mit gesteigerten Anforderungen; Transponieren von Liedern; anspruchsvollere Begleitung; auch Erstellen einer Begleitstimme nach melodischen Gesichtspunkten; weitere Vortragsstücke in gesteigertem Schwierigkeitsgrad; Variieren einfacher Melodien (Wechsel des Tongeschlechtes, der Taktart; Ausschmückung der Melodie durch harmoniefremde Töne).
RHYTHMISCH-MUSIKALISCHE
ERZIEHUNG
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Studienveranstaltung soll die Studierenden befähigen, „Rhythmisch-musikalische Erziehung'' als Unterrichtsgegenstand der Vorschulstufe und als weiterführendes, fächerübergreifendes Prinzip in der Grundschule gestalten zu können. Im Mittelpunkt dabei stehen das praktische Tun und die Bereicherung des eigenen Ausdrucksvermögens.
Lehrstoff:
Körpererfahrung (im Zusammenwirken mit den Inhalten der Leibesübungen): Erfahren der Bewegungsmöglichkeiten (Bewegung am Platz und Fortbewegung) und der akustischen Möglichkeiten des Körpers mit den Mitteln der individuellen Bewegungserfindung, der Bewegungsimitation, der Gestik und des Einsatzes der Körperinstrumente (Stampfen, Patschen, Klatschen, Schnipsen). Koordinieren von Sprache und Bewegung in sprachbegleiteter, freier Bewegung und in Kinderversen mit Bewegungsaufträgen.
Zeiterfahrung: Erfahren der Phänomene Ruhe und Bewegung, der Einsatzfolge und der Dauer von Atem, Puls und Körpermotorik, im Zusammenhang mit der zeitlichen Struktur von Schallereignissen (Anfang - Ende, Tempo, rhythmische Struktur).
Raumerfahrung: Erfahren verschiedenster Raumwege, -richtungen, -ebenen, -lagen und -dimensionen im Zusammenhang mit der Verfeinerung der akustischen Orientierung.
Klangerfahrung: Umsetzen musikalischer Parameter in eigene Bewegungen im Zusammenhang mit elementaren und komplexen Musikbeispielen; Kennenlernen optischer und körpermotorischer Vorstellungshilfen; spezielle Übungen für die Erfahrung der Bereiche Klangfarbe, Bewegungsfluß (kontinuierliche oder abrupte Bewegung), Dynamik (Intensität in Musik und Bewegung), Akzentuierung, Tonhöhenverlauf (Melodie), Dichte (durch die Bewegungskoordination verschiedener Körperpartien bis hin zur bewußten, ganzkörperlichen Bewegung); Aufgreifen und Gestalten motivischer Strukturen in Musik und Bewegung; Zuordnen von rhythmischen Motiven und Schrittkombinationen, Melodiebildungen und gestischem Bewegungsausdruck.
Tanzgestaltung: Entwerfen und Gestalten von Klang- und Bewegungsmustern in Form von Musik- und Bewegungsostinati; produktive und reproduktive Erarbeitung von Schrittarten und Schrittkombinationen an Beispielen selbst erstellter und vorgegebener Kindertänze; Gestalten von Bewegungsabläufen zu Spielliedern, zB durch Imitation typischer handwerklicher Bewegung und Gesten; Erwerb eines Repertoires an Kinder- und Gruppentänzen und der dazugehörigen Kenntnisse über Aufbau und Funktion der Beispiele.
Formgestaltung: Erschließen einfacher formaler Verläufe an und durch Musik und Bewegung; Bewegungsgestaltungen zu einfachen Liedformen (Unterscheidung von Strophe und Refrain, Da-Capo-Form, Rondo); selbständige Gestaltung von Bewegungsabläufen nach prinzipiellen formgestaltenden Aspekten (Wiederholung, Veränderung, Gegensatz).
Musik- und Bewegungsinterpretation: Die Umsetzung von Bewegungsspuren in graphische Notation; Schulung des Bewegungsgedächtnisses; die Deutung symbolhafter Bewegungen; das Erschließen des Zusammenhanges zwischen Körpersprache und sprachlicher Äußerung; Darstellung von Situationen und Inhalten durch Pantomime und Stegreifspiele. Die Querverbindungen zu den Fachbereichen Deutsch, Darstellendes Spiel und Musikerziehung sind herzustellen.
SPIELMUSIK
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe; Lehrstoff:
Im Mittelpunkt der Spielmusik soll die Vermittlung von Freude und Begeisterung am gemeinsamen Musizieren stehen. Ausgehend von den elementaren Spieltechniken des ORFF-Instrumentariums und anderer Instrumentengruppen sind verschiedene Formen der Improvisation (einzeln und in Gruppen), Begleitmodelle zu Liedern und Spielstücken zu erarbeiten. Dabei sind die elementaren Techniken der Ensembleleitung zu erlernen. Informationen über die sachgerechte Behandlung von Instrumenten und ihre Einsatzmöglichkeiten sind in Verbindung mit einfachen Instrumentationsaufgaben zu vermitteln. Wesentlich ist auch die Pflege des überlieferten Musikgutes österreichischer und ausländischer Volks- und Tanzmusik. Ebenso soll in besonderer Weise die Entwicklung der zeitgenössischen Musik berücksichtigt und nach Möglichkeit in den Unterricht praktisch einbezogen werden. Ein Überblick über die geeignete Literatur, auch für vokalinstrumentales Musizieren, ist zu geben. Am Ende der Ausbildung sollen die Studierenden befähigt sein, Begleitsätze und Spielstücke auszuwählen, einzurichten, methodisch zu erschließen und einzustudieren; die elementaren Spieltechniken des ORFF-Instrumentariums und anderer Instrumentengruppen auszuführen; das im Rahmen der Instrumentalmusikerziehung erlernte Instrument beim Gruppenmusizieren sinnvoll einzusetzen.
DARSTELLENDES SPIEL
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Studienveranstaltung soll die Studierenden befähigen, unter Berücksichtigung der alters- und entwicklungsgemäßen Gegebenheiten die Unverbindliche Übung „Schulspiel'' (Darstellendes Spiel) zu gestalten und darüber hinaus das Spiel als methodisches Mittel im Unterricht der Volksschule oder Sonderschule einsetzen zu können. Ferner soll Grundlegendes über das Spiel als Therapie vermittelt werden.
Lehrstoff:
Interaktions- und Sensibilisierungsübungen zur Gruppenbildung (zB Kennenlernspiele, Lockerungs- und Vertrauensübungen, Kommunikationsspiele, Kreis- und Gesellschaftsspiele); Schulung und Erweiterung der Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit; Übungen aus dem Bereich der Bewegung (Spannung und Entspannung, Körpersprache, Mimik und Gestik, Raumerfahrung, Rhythmik und Tanz), des Klanges (Laut, Geräusch, Ton, Musik), der Sprache (Atem-, Stimm- und Sprechübungen) und des Umgangs mit verschiedenem Material (Masken, Kleider, Requisiten, Farbe, Papier, ua.).
Rollenspiel: Verschiedene Methoden des Einstiegs ins Rollenspiel (Statuentheater, Dia-Technik, Geräuschbilder, ua.); Pantomime; freie und szenische Improvisation, Stegreifspiel, soziales Rollenspiel, Entscheidungsspiele, Planspiele, Spielkombination (Animation); Dramatisieren verschiedener Textvorlagen (Prosa und Lyrik); Spielen von vorgegebenen und selbst gestalteten dramatischen Texten; Spiel mit Masken, Puppen und Figuren. In allen angeführten Spielprozessen ist der Spielleiter ein in die Gruppe integrierter Animator.
Schultheater: Methodische Umsetzung altersadäquater Spielformen für Publikum (Zielgruppen- und Anlaßtheater, Gestaltung von Festen und Feiern); Wissen und Anwendung von Theatermethoden und Theaterformen (wahlweise: Maskenspiel, Figurentheater, Puppenspiel, Schattenspiel, Schwarzes Theater, Episches Theater, Kabarett, Tanztheater, Musiktheater, Straßentheater, Hörspiel, Film, ua.).
Das Spiel als methodische Hilfe im Unterricht: Theoretische Grundlagen des integrierten Schulspiels; methodische Umsetzung von Spiel als Mittel der Motivation, der Veranschaulichung und der Sicherung des Unterrichtsertrages; Kennenlernen und spielerische Umsetzung von praktischen Beispielen aus verschiedenen Unterrichtsgegenständen; soziale Rollenspiele zur Bewältigung von Konflikten im Unterricht.
Spiel als Therapie: Spezielle Methodik des Spiels mit behinderten Kindern. Einführung in die Fachliteratur der einzelnen Bereiche.
ERGÄNZENDE STUDIENVERANSTALTUNGEN, DIE IM HINBLICK AUF DIE KÜNFTIGE
BERUFSTÄTIGKEIT ALS VOLKSSCHULLEHRER ERFORDERLICH SIND
(Pflichtgegenstände)
SCHWIMMEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Schwimmen soll zur Entwicklung der Bewegungsfähigkeit, zum Leisten, zum Spielen und zu gesunder Lebensführung beitragen, und zwar: durch elementares Erleben des Körpers im Element Wasser; durch Entwicklung der motorischen Grundlagen, insbesondere der Bewegungskoordination und des Ausdauervermögens; durch Hinführen zu gesundheits- und sicherheitsbewußtem Verhalten sowie zu sinnvoller Freizeitgestaltung.
Lehrstoff:
Sicherung bzw. Vertiefung der für den Schwimmunterricht notwendigen fachlichen Voraussetzungen: Sicherstellung des Eigenkönnens der im Lehrplan der Grundschule angeführten Schwimmtechniken (drei Schwimmtechniken); Starten und Wenden; einfache Wassersprünge; Nachweis der für das „Österreichische Rettungsschwimmerabzeichen'' als Helferschein notwendigen Leistungen (allenfalls auch den Retter- oder Lehrschein); Erwerb von Grundkenntnissen aus der speziellen Bewegungslehre des Schwimmens (Bewegungsanalysen); Kenntnis grundlegender Wettkampfbestimmungen und Fähigkeit der Organisation einfacher Schwimmwettkämpfe.
Inhalte und Verfahren im Schwimmunterricht: Spezielle Kriterien der Unterrichtsgestaltung wie alters- und leistungsgerechte methodische Wege; spezielle Unterrichtsorganisation; Sicherheits- und Gesundheitserziehung im Schwimmunterricht; Spiel- und Sportformen im Wasser; Gestaltung von Schulschwimmwochen.
Fachspezifische Unterrichtsplanung: Entwickeln von Stundenmodellen für den Schwimmunterricht; mittelfristige Planung und Einbau des Schwimmens im Jahresablauf; Analyse und Reflexion von Schwimmstunden.
Fachspezifische Unterrichtsmedien: Einsatz kindgemäßer Gerätehilfen wie Ball, Reifen, Schwimmreck, Schwimmflügel, Flossen, ua.); Herstellung und Einsatz von Lehr- und Lernmaterialien, wie Lehrtafeln, Skizzen, ua. Literaturstudium: Kenntnis einschlägiger Fachliteratur und des Schwimmerlasses.
SPORTKURSE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Sportkurse haben das Ziel, das sportmotorische Eigenkönnen und andere Fähigkeiten als Voraussetzung für die Gestaltung des Unterrichts aus Leibesübungen in der Volksschule und in der Sonderschule zu erweitern. Besonders jene Lehrstoffe aus dem Grundschullehrplan stehen im Mittelpunkt, welche am Standort der Akademien aus organisatorischen Gründen nicht oder nur schwer durchführbar sind. Auf Grund der Vielfalt des Lehrstoffes der Volksschule und der Sonderschule können jedoch auch andere Inhalte (vor allem solche mit hohem Freizeitwert) im Sportkurs angeboten werden. Im Rahmen der Sportkurse können auch Studienaufträge und Referate mit einschlägigen sportdidaktischen und sportwissenschaftlichen Inhalten vorgesehen werden.
Lehrstoff:
Winter-Sportkurs (Skilauf alpin und nordisch, Eislauf ua.):
Neben der Sicherung des Eigenkönnens hat der Sportkurs die Aufgabe, die Studierenden für das Lehramt an Volksschulen auf die unterrichtliche Tätigkeit und auf die Erziehungsaufgaben bei Schulveranstaltungen (zB Schullandwochen mit sportlichem Schwerpunkt) vorzubereiten.
Sicherung bzw. Vertiefung der für den Unterricht im Skilauf, Skilanglauf und Eislauf notwendigen fachlichen Voraussetzungen:
Sicherstellung des Eigenkönnens des im Lehrplan der Volksschule und an Sonderschulen angeführten Lehrstoffes in den Bereichen Skilauf (alpin, nordisch) und Eislauf; Kenntnis der grundschulgemäßen Methodik und deren Vermittlung in den Bereichen Skilauf (alpin, nordisch) und Eislauf; Kenntnisse aus der speziellen Bewegungslehre; Kenntnis einschlägiger Verordnungen und Erlässe; Kenntnisse über Ausrüstung und Pflege der Sportgeräte; Kenntnis und Erkennen von Gefahrensituationen und Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Schüler.
Inhalte und Verfahren des Unterrichts im Skilauf (nordisch, alpin) und im Eislauf: Spezielle Kriterien der Unterrichtsgestaltung wie:
Gruppenführung, alters- und leistungsgerechte Übungsformen und methodische Maßnahmen, spezielle Ordnungs- und Betriebsformen;
Möglichkeiten der Abendgestaltung (insbesondere Heimspiele, Lieder);
Erziehung zu sicherheitsorientiertem Verhalten beim Wintersport (zB Pistenregeln).
Fachspezifische Unterrichtsplanung einschließlich der Medien und der einschlägigen Fachliteratur: Mittelfristige Planungen auf der Grundlage didaktisch-methodischer Analysen; Planungsmodelle für Unterrichtseinheiten; Kenntnis der einschlägigen Medien und kindgerechten Geräte- und Geländehilfen.
Sommer-Sportkurs (Lehrstofferweiterung bzw. -ergänzung; Schulwandern; freizeitwertige Sportarten):
Der Sommersportkurs kann als einwöchiger Kurs oder tageweise (5 Tage) bzw. halbtageweise (10 Halbtage) durchgeführt werden. Neben der Sicherung und Erweiterung des Eigenkönnens aus Bereichen des Lehrstoffes der Volksschule und der Sonderschule (wie zB im Spiel, in der Leichtathletik, im Tanz) soll das Kennenlernen alternativer Sportarten, vor allem aus dem Freizeitbereich des Volksschul- und Sonderschulkindes, im Vordergrund stehen: Rollschuhlauf, Brettltennis - Tennis, Federball - Badminton, Tischtennis, Wandern, Orientierungslauf, alternative Ball-, Lauf-, Hüpfspiele ua.; Vermittlung der Grundlagen, Schulwanderungen vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten; Fähigkeit zur Planung, Organisation und Durchführung von Schulsportfesten und Schulwettkämpfen (zB Vielseitigkeitsbewerbe) mit Volksschul- und Sonderschulkindern; Planungsprojekte (zB ein Schulfest mit Kindern der Übungsvolksschule).
C. WEITERE UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE FÜR DEN STUDIENGANG ZUM LEHRAMT
AN HAUPTSCHULEN UND POLYTECHNISCHEN LEHRGÄNGEN
Pflichtgegenstände
FACHWISSENSCHAFTEN
Allgemeine Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Fachwissenschaften haben die Aufgabe, aufbauend auf dem Bildungsniveau der höheren Schule eine Orientierung über Umfang und Eigenart des Fachbereiches zu bieten und im Zusammenhang mit den stofflichen Angeboten anhand von repräsentativen Beispielen die spezifischen Fachstrukturen aufzuzeigen. Im Vordergrund zu stehen hat weniger die Fachsystematik, sondern vielmehr die exemplarische Auseinandersetzung mit Teilbereichen des Faches, die einen besonderen Bezug zur Bildungsaufgabe der Hauptschule bzw. des Polytechnischen Lehrganges haben. Die Studienveranstaltungen haben auch der Beratung für das selbständige Studieren im Fachbereich zu dienen.
FACHDIDAKTIKEN
Allgemeine Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Didaktik für die in der Hauptschule und im Polytechnischen Lehrgang vorgesehenen Unterrichtsgegenstände soll zu theorieorientierter Planung und Durchführung einer selbständigen, eigenverantwortlichen und reflektierten Unterrichtspraxis befähigen. Zur Bewältigung unterrichtlicher Fragestellungen und zum Aufbau eines variabel anwendbaren Grundrepertoires didaktischer Handlungsmöglichkeiten sind entsprechende Grundlagen der Humanwissenschaften, der Fachwissenschaften und der (fach)didaktischen Forschung aufeinander zu beziehen.
Für die Fachdidaktiken ergeben sich schwerpunktmäßig folgende Aufgabenbereiche: Erfassen des Bildungssinns und der Bildungsaufgaben der jeweiligen Lernbereiche und begründetes Auswählen von Bildungsinhalten anhand der geltenden Lehrpläne; Aneignung bzw. Vertiefung der fachlichen Grundlagen des Unterrichtsgegenstandes (Fertigkeiten, Sachwissen, Grundstrukturen und Denkmodelle), auch durch Vergabe von Studienaufträgen; fachgerechtes Vereinfachen von Unterrichtsinhalten und Anwenden in der Unterrichtspraxis; Erwerb von Handlungskompetenzen zur Gestaltung von schülerzentrierten Unterrichtsformen, fächerübergreifenden Vorhaben ua.; Erstellen und Erproben von praxisgerechten Planungskonzepten; Bewerten, Einsetzen und Herstellen von Medien sowie Analyse der approbierten Lehrbücher; Befähigung zur Planung und Gestaltung von individualisierendem und differenzierendem Unterricht, auch unter förderpädagogischem Aspekt auf der Grundlage von Lerndiagnosen; Probleme der Leistungsbeurteilung; Reflexion vorliegender unterrichtlicher Modelle und Methodenkonzeptionen sowie problemorientierte Auseinandersetzung mit innovativen Veränderungen unter Einbeziehung entsprechender Fachliteratur; Herstellung von Bezügen zu den Anliegen der Grundschuldidaktik.
DEUTSCH
Lehrstoff:
Mündliche Sprachverwendung:
Hochsprachlich richtiges und intentionsgemäßes Sprechen;
sinndeutendes Vorlesen; Formen von Rede und Gespräch; rhetorische Techniken; verbale und körpersprachliche Darstellungsmittel;
Möglichkeiten des darstellenden Spiels.
Schriftliche Sprachverwendung:
Einführung in das Verfassen von Texten unter Berücksichtigung der Kommunikationsfaktoren (Adressat, Intention, Situation, Medium) und der Schreibabsicht (Information, Appell, Argumentation, Unterhaltung); Regelungen der Orthographie und der Zeichensetzung; Normierungsprobleme.
Sprachreflexion und Schulgrammatik:
Pragmatik: Funktionen der Sprache; die situativen Komponenten des sprachlichen Handelns; Intention und Wirkung; Inhalts- und Beziehungsaspekt; kommunikative Auswirkungen der Verwendung bestimmter Sprachformen (Sprachvarianten).
Semantik: Sprachliches Zeichen und außersprachliche Wirklichkeit; lexikalische und textuale Bedeutung; der Einfluß der Textsorte auf die Bedeutung; metaphorischer Sprachgebrauch; Synonyme, Antonyme und Homonyme; Möglichkeiten inhaltlicher Gliederung des Wortschatzes (zB Wortfeld); Wortbildung.
Grammatik: Textgrammatik: Textkonstituierende und metasyntaktische Erscheinungen (zB Leitwörter, Verweiswörter, Proformen; Tempus und Modus). Syntax: Formen des Satzbaus; die Satzteile und ihre hierarchisch geordneten Beziehungen (zB Kongruenz, Rektion, Valenz); die Vergesellschaftung von Teilsätzen; operationale Methoden (zB Umformungen, Klang-, Ersatz- und Verschiebeprobe). Morphologie:
Möglichkeiten einer Klassierung der Wörter; Formmerkmale der Wortklassen; Hinweise auf unterschiedliche grammatische Systeme.
Sprachliche Kommunikation und Soziolinguistik:
Der Kommunikationsprozeß; Faktoren, Arten, Störungen der Kommunikation; sprachliche und außersprachliche Zeichensysteme;
Zeichen und Symbol; Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung und Wiedergabe von Information; kommunikative Kompetenz und Performanz;
die sozialen, regionalen und funktionalen Varianten der Sprache; die Sprachbarrierenproblematik; Defizit- und Differenzhypothese;
Erwartungsnormen und Sprachverhalten; Sprachregelung und Sprachlenkung; soziales Vorurteil und Kommunikation.
Literatur:
Grundzüge der literarischen Epochen (mit Ausblick auf die Weltliteratur) mit besonderer Berücksichtigung der Literatur des 20. Jahrhunderts; (annähernd 50% dieses Stoffangebots muß sich auf das 20. Jahrhundert beziehen); ältere Literatur bis Sturm und Drang; Klassik bis Realismus; Naturalismus - Gegenströmungen zum Naturalismus; Literatur bis 1945; 1945 bis Gegenwart; gattungs- und motivgeschichtliche Längs- und Querschnitte; Berücksichtigung des sozial- und volkskundlichen Aspekts.
Kinder- und Jugendliteratur:
Leserkunde (Lesesituation, Leseinteresse, Lesemotivation, Rezeptionstechniken); Buchkunde (Gattungen, Formen und Beispiele der Kinder- und Jugendliteratur), Auswahl- und Beurteilungskriterien;
Formen der Texterschließung; Kinder- und Jugendzeitschriften;
Einführung in das Schülerbibliothekswesen. Textkunde und Texterschließung (unter Berücksichtigung des erweiterten Textbegriffes und besonderer Beachtung von Texten, die für eine unterrichtliche Behandlung im Rahmen der Leseerziehung an der Hauptschule in Frage kommen): Textsorten; literarische Gattungen und ihre Merkmale; Mischformen; nichtpoetische und poetische Texte ab dem Mittelhochdeutschen; Kriterien zur Beurteilung von anspruchsvollen Texten auch im Vergleich zur Trivialliteratur (nichtanerkannten Texten); Textanalytik; Interpretationsmethoden; kritischer Umgang mit Texten; Erkennen der Redeabsicht und des ideologischen Hintergrunds;
mögliche Wirkung von Texten; Text und gesellschaftliche Wirklichkeit;
Formen und Wirkungsweisen des Theaters; Formen der Werbesprache.
Massenmedienkunde:
Die Printmedien: Herstellung; sozialpolitische Bedeutung; ihre Gestaltungsmittel, Zielsetzungen, Wirkungsweisen.
Die Filmmedien: Der Spielfilm (Gestaltungsmittel, Analyse- und Beurteilungskriterien); der Sachfilm und seine Auswirkungen auf Weltbild und Weltanschauung; Fragen der Berichterstattung in Rundfunk, Fernsehen und Presse. Rezeptionsvoraussetzungen und Rezeptionswirkungen im Massenmedienbereich; Information und Manipulation; medienspezifische Analyseverfahren und Bewertungskriterien.
FACHDIDAKTIK DEUTSCH
Lehrstoff:
Fachspezifische Schulung der Studierenden für den Unterricht an der Hauptschule: Schulung der Fähigkeiten zum Vermitteln von Inhalten, Werten und Techniken in den verschiedenen Teilbereichen des Deutschunterrichtes; Integration der Teilaufgaben im Sinn komplexer Lernziele durch zielführende Organisation des Lernens und der Vermittlung; Funktion isolierter Einzellernziele; äußere Differenzierung; Leistungsgruppen; Einstufung und Umstufung;
Förderkurse; Aufgaben des Fachkoordinators und der Fachkonferenz;
innere Differenzierung; Differenzierungskriterien; Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils geltenden Lehrplänen in sachstruktureller und methodischer Hinsicht für die einzelnen Klassen und Leistungsgruppen.
Kontrollkriterien für die Ziele und Inhalte des Deutschunterrichtes: Lernbedürfnisse der Schüler; Wissens- und Bildungsbedarf der Gesellschaft; Entwicklung und Förderung des Selbst- und Weltverständnisses; Bedeutung im Gefüge von Kultur und Wissenschaft; Bedeutung für weitere Bildung und Ausbildung;
didaktische Prinzipien des Lehrplanes.
Deutschunterricht im Zusammenhang: Fachübergreifende Bildungsaufgaben; Strukturen und Inhalte; Unterrichtsprinzipien;
Beispiele für curriculare Entwicklung und Lernzieloperationalisierung; Probleme von Stoffverteilungen; jeweils zugelassene Unterrichtswerke; Unterrichtsvorbereitung; Medien- und Spieldidaktik; Kooperation mit außerschulischen Institutionen der Jugenderziehung.
Lernbereichsspezifische Methoden des Deutschunterrichtes:
Lesen: Systematische Leseförderung; Lesen und Lesetechniken; Leseumfang.
Rechtschreiben: Kombinierte Lösungswege und abwechslungsreiche
Übungsformen. Schreiben und Sprechen: Lernzielorientierte, themen- und problemorientierte, produktorientierte Verfahrensweisen.
Literatur und Medien: Erarbeitung der Lautgestalt; Leitfragen; Spontandeutung; Formen der Interpretation; Vor- und Nachgestalten.
Sprachbetrachtung: formale Analyse und aktives Sprachhandeln. Das Spiel als erkenntnisförderndes Verfahren; Sprache als Medium des Unterrichts; verbale und körpersprachliche Ebene. Lehr-, Lern- und Arbeitsbuch; Lernprogramme und Tests. Kategorien der Print- und elektronischen Textmedien; Aufbau und Instandhaltung von Biblio- und Mediotheken; Schul- und Klassenbücherei; Aufbau einer Lehrer-Handbibliothek; Standardwerke zur Didaktik, Methodik und Unterrichtsforschung; Information über fachdidaktische Neuerscheinungen; Hinführung zur Lektüre fachdidaktischer Zeitschriften.
Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher Leistungen:
Beschreibungskategorien und Erhebungsmethoden für individual- und sozialsprachliche Phänomene; Tests im Deutschunterricht; Gruppen- und lernzielbezogene Beurteilungsmodelle; das Gewicht der Teilbereiche des Deutschunterrichts bei der Festsetzung der Gesamtnote; Kategorisierung und therapeutische Beurteilung von Schreibfehlern.
Schulrechtliche Informationen: Besondere Bestimmungen für das Fach Deutsch in den Bereichen Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung.
LEBENDE FREMDSPRACHE / ENGLISCH
Lehrstoff:
Die Schulung der Fertigkeiten hat im Vordergrund der fachwissenschaftlichen Ausbildung zu stehen und soll auf der Basis von gesprochenen und geschriebenen Texten zu zeitgemäßen, exemplarischen Themen und Stoffen erfolgen. Zur Unterstützung der Sprachschulung sind technische Medien (Tonband, Schallplatte, Sprachlabor ua.) einzusetzen.
Hörverstehen:
Übungen zum Hörverstehen sollen zum Erfassen des Englischen, wie es von „native speakers'' gesprochen wird, führen. Dabei ist die Vielfalt des Englischen, wie es von verschiedenen Sprechern (auch verschiedener Nationalitäten) in natürlichen Situationen verwendet wird, zu berücksichtigen. Zur Unterstützung der Schulung des Hörverstehens sind auditive und audio-visuelle Medien (Film, Videoband, Fernsehen) einzusetzen.
Aussprache, Betonung, Intonation, Phonetik:
Übungen zur Aussprache, Betonung und Intonation; phonemische Lautlehre, soweit die Lautbeschreibung zum Einüben einer korrekten Aussprache dienlich ist; Lautschrift und Transkriptionsübungen von englischen Wörtern und Texten nur zur Unterstützung der Ausspracheschulung.
Wortschatz:
Übungen zur Festigung des produktiven Grundwortschatzes von etwa 2000 Wörtern mit besonderer Berücksichtigung der Sachgebiete des Englischunterrichts in der Hauptschule; Übungen zur Erweiterung des produktiven Wortschatzes bis etwa 4500 Wörter unter besonderer Bedachtnahme auf die Register mündlicher Kommunikation; Übungen zur Erweiterung des rezeptiven Wortschatzes durch Hörverstehen und Lesen.
Grammatik:
Übungen zur Beherrschung der wesentlichen grammatischen Strukturen sollen nach Möglichkeit nicht am einzelnen Satz, sondern an verschiedenartigen Texten orientiert sein. Ein Teil der Grammatikübungen geht von den Fehlern aus, die in den schriftlichen Arbeiten von Studierenden und Hauptschülern auftreten; deskriptive, kommunikativ orientierte Grammatik, soweit die Regelfassung zum Aufbau des Sprachkönnens nutzbar ist.
Mündliche Kommunikationsfertigkeit:
Kontextualisierte Übungen zur Schulung des Gebrauchs von Redemitteln für grundlegende kommunikative Funktionen (zB eine Absicht, Erwartungen ua. mitteilen; eigene Einstellung, Beurteilung darlegen und begründen ua.); Übungen zum sicheren Gebrauch des 'classroom discourse'; Übungen zur Schulung der Fähigkeit, sich in der Fremdsprache nach ausreichender sprachlicher und thematischer Vorbereitung zu gegenwartsbezogenen Fragen und Problemen (auch anhand von Texten aus aktuellen Zeitungen und Magazinen) zu äußern; in der Regel in der Form von Spielen, Rollenspielen, 'drama techniques, activities', Simulationen und Diskussionen.
Leseverständnis/schriftliche Kommunikationsfertigkeit:
Übungen zur Schulung des Leseverständnisses und der Lesetechnik anhand verschiedener Textsorten. Übungen zur schriftlichen Sprachgestaltung: Mitschrift (note-taking practice), Zusammenfassung (summary), Stellungnahme (comment), Briefe, Aufsätze, die sich an der Interessenslage der Studierenden orientieren. Um Zersplitterung in isolierte Kurse zu vermeiden, ist Konzentration der Übungen durch Gruppierung um gemeinsame Themenkomplexe anzustreben. Die Durchführung obiger Übungen soll nach Möglichkeit kontextbezogen gestaltet werden. Auf theoretische Darstellung (zB Lautlehre, Grammatik) hat praktische Übung zu folgen.
Literatur:
Englische und amerikanische Literatur (vor allem Roman, Kurzgeschichte und Drama) mit schwerpunktmäßiger Bevorzugung der Literatur des 20. Jahrhunderts und starker Betonung von Einzelinterpretationen.
Landeskunde Großbritanniens und der USA:
Die Auswahl des Lehrstoffes soll neben kognitiven auch pragmatischen Zielen dienen und unter dem Gesichtspunkt der möglichen Reflexion über die eigene Kultur erfolgen. Stellung und Bedeutung Großbritanniens und der USA in der Gegenwart; kulturelle, wirtschaftliche, soziale und politische Einflüsse Großbritanniens und der USA, die dazu beigetragen haben, die Welt von heute zu prägen;
heutige Lebensformen der Bewohner Großbritanniens und der USA (dabei können auch Fehlzeichnungen und Klischeebildungen aufgezeigt werden);
spezifisch sprachliche Inhalte der fremden Lebensformen und -inhalte (Sprachformen, sprachliche Tabuerscheinungen, Kontaktnahme, mitmenschlicher Verkehr ua.)
Angewandte Linguistik:
Wesentliche Erkenntnisse und Theorien der modernen angewandten Linguistik, soweit sie für den Englischunterricht verwertbar sind und ihre Kenntnis zu Verständnis und kritischer Stellungnahme in der fachdidaktischen Diskussion notwendig ist.
FACHDIDAKTIK LEBENDE
FREMDSPRACHE / ENGLISCH
Lehrstoff:
Der Theorieerwerb der Studierenden beginnt mit der Reflexion über die eigenen Lern- und Verstehensprozesse beim Erwerb einer Fremdsprache. Handlungskompetenz ist vor allem durch Beobachtung, Erleben und Diskussion von Unterricht sowie durch Simulation von Lernsequenzen und Projektteilen aufzubauen. Die Lehrveranstaltung Fachdidaktik hat den Möglichkeiten des handelnden Umgangs mit Theorien breiten Raum zu geben und integriert die in der Schulpraxis gewonnenen Erfahrungen. Das Erarbeiten von Lernsequenzen durch die Studierenden in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, die Simulation von Unterricht und Phasen der Informationsvermittlung wechseln einander ab. Beim Aufbau des Lehrstoffes ist von Zielsetzungen einer kommunikationsorientierten Didaktik auszugehen, in der dem Erwerb zielsprachlicher Handlungskompetenz absoluter Vorrang vor der Vermittlung formalen Grammatikwissens eingeräumt wird. Der Lehrstoff ist gemäß den jeweils geltenden Lehrplänen sachstrukturell und methodisch für den elementaren wie weiterführenden Unterricht in der Fremdsprache unter Berücksichtigung der Leistungsdifferenzierung zu erschließen. In der Regel ist von den didaktischen Grundsätzen, Unterrichtszielen und -inhalten des Faches und ihrer Umsetzung in den approbierten Lehrwerken auszugehen.
Planung von Unterricht: Teilaufgaben und Inhalte des Faches und ihre Zuordnung im Lehrgang; Fragen der Jahresplanung und mittelfristigen Planung unter Berücksichtigung der äußeren und inneren Differenzierung (Leistungsgruppe; individuelle Verschiedenheit des Leistungs- und Motivationsgrades innerhalb der Klasse). Überblicksmäßige Darstellung der Aufgaben, Inhalte und Methoden des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule und die sich daraus ergebenden speziellen Probleme des fremdsprachlichen Anfangsunterrichts an der Hauptschule.
Kriterien der Unterrichtsvorbereitung/Erarbeitung von Unterrichtsentwürfen: Grundsätze des Lehrens von Sprache als Kommunikation; lernpsychologische Aspekte des Fremdsprachenerwerbs;
Arbeit mit leistungsschwachen Schülern; Fragen der vier Fertigkeiten;
Übungstypen und Schaffung von Textkompetenz; study skills; Probleme der Wortschatzvermittlung, der Grammatik, Rechtschreibung, Aussprache und Intonation; Spiel und Lied im Englischunterricht; die Rolle der Muttersprache im Englischunterricht; Projektunterricht; Hausarbeiten;
didaktische und methodische Analyse bei der Unterrichtsvorbereitung;
Beispiele für Lernzielformulierung; didaktisch-methodische Analysen von Lehrbuchsequenzen und Unterrichtseinheiten unter Berücksichtigung der kommunikativen Bedürfnisse der Schüler; Methoden, Techniken und Ziele der Evaluation und Selbstevaluation.
Arbeitsmittel und Medien des Englischunterrichts: Heft ua.; Lehr-, Lern- und Arbeitsbuch; Analyse, praktischer Umgang und Kritik von technischen, vor allem auditiven und audio-visuellen Medien und ihren Effekten; Inbezugsetzung der Arbeitsmittel und Medien zu den Lehrzielen, Inhalten und methodischen Entscheidungen.
Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen im Englischunterricht: Die Komponenten der Englischnote; Tests und herkömmliche Verfahren zur Beurteilung der Schülerleistung; Vorschriften hinsichtlich der Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen (Gesetze, Verordnungen); Fehlerkategorisierung, Fehlerbewertung, Fehlerkorrektur und Fehlerbehebung.
MATHEMATIK
Lehrstoff:
Zahlenlehre:
Konstruktion der natürlichen, ganzen, rationalen, reellen und komplexen Zahlen. Zifferndarstellung von Zahlen, Teilbarkeitslehre, Primzahlen und zusammengesetzte Zahlen, Fundamentalsatz der Zahlentheorie, größter gemeinsamer Teiler, kleinstes gemeinsames Vielfaches, Kongruenzen und Restklassen, Diophantische Gleichungen.
Angewandte Mathematik:
Aspekte des Mathematisierens und Problemlösens, Rechnen mit Größen.
Anwendung der direkten und indirekten Proportionalität:
Verhältnisse, Proportionen, Schlußrechnung, Prozentrechnung,
Zinsrechnung. Anwendungen der linearen Funktion: Aufgaben aus den Naturwissenschaften (Bewegung, Leistung, Mischung, Statik ua.) und aus der Wirtschaft (Preis, Kosten, Ertrag ua.). Anwendung von
Quadrat-, Exponential-, Betrags-, Sprungfunktion: Aufgaben aus den Naturwissenschaften (exponentielles Wachstum ua.) und aus der Wirtschaft (Zinseszinsrechnung, Spar- und Kreditwesen, Versicherungswesen). Beiträge der Mathematik zur „Politischen Bildung''. Genauigkeit von Messungen und Beobachtungen.
Rechnen mit genäherten Angabewerten (Näherungszahlen).
Elementargeometrie:
Punktmengen der Ebene und des Raumes, ihre Eigenschaften und die zugehörigen Größen samt deren Maßberechnung; Kongruenzabbildungen; Ähnlichkeitsabbildungen; exemplarische Behandlung affiner Abbildungen; Beziehungen zwischen geometrischen Größen (insbesondere Pythagoräische Lehrsatzgruppe); exemplarische Behandlung der axiomatischen Methode in der Geometrie.
Algebra (und Analytische Geometrie):
Grundlagen der Mengenalgebra und der Aussagenlogik; Boolsche Algebra; Gruppe, Ring, Körper; Vektorbegriff, Vektorraum, lineare Abhängigkeit von Vektoren; Äquivalenzumformungen von Gleichungen und Ungleichungen; lineare Gleichungssysteme und ihre geometrische Interpretation; Matrix, Determinante; lineare Ungleichungssysteme; Einführung in die lineare Optimierung; Polynome; algebraische Gleichungen n-ten Grades; Fundamentalsatz der Algebra; Ungleichungen zweiten Grades.
Geometrisches Zeichnen:
Einführung in den Gebrauch von Zeichengeräten, Tusche und Farbe;
Verwendung von Zeichen- und Schriftschablonen, Normschrift;
Grundbegriffe der Projektionslehre; Grundeigenschaften von Zentral- und Parallelprojektionen; Normalrisse in geordneter Lage, einfache Netzkonstruktionen; Schrägrisse; Axonometrie (Einschneideverfahren).
Reelle Funktionen - Analysis:
Relationen und Eigenschaften von Relationen; reelle Funktionen und Eigenschaften reeller Funktionen: Monotonie, Beschränktheit, Konvexität, Stetigkeit; inverse Funktionen; Verknüpfung und Verkettung reeller Funktionen; Betrags-, Signum-, Treppenfunktionen, lineare Funktionen, ganzrationale Funktionen, gebrochenrationale Funktionen, Beispiele irrationaler algebraischer Funktionen, Exponential- und Logarithmusfunktionen; Anwendungen in der Hauptschule; Differentiation von Funktionen unter Berücksichtigung der historischen Entwicklung; Anwendungen der Differentialrechnung; Potenzreihenentwicklung von Funktionen; Integration von Funktionen und deren Anwendungen.
Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik:
Absolute und relative Häufigkeit, Staffelbilder, Mittelwert, Streuungsmaße; statistische Auswertung von Messungen. Kombinatorik:
Summen- und Produktregel, Permutationen, Variationen, Kombinationen. Wahrscheinlichkeit, bedingte Wahrscheinlichkeit, Testen von Hypothesen, Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsvariablen; Simulation von Zufallsexperimenten mit Zufallszahlen.
EDV:
Bearbeitung von Problemen (hauptsächlich aus dem Bereich der Hauptschulen und Polytechnischen Lehrgänge): Problemanalyse, Programmierung in einer problemorientierten Sprache und Ablauf des Programmes auf einem Computer; Aufbau einer EDV-Anlage; mathematische Grundlagen der Datenverarbeitung; Arbeiten mit Anwendersoftware.
FACHDIDAKTIK MATHEMATIK
Lehrstoff:
Einführung in die grundlegenden mathematischen Denkweisen und Verfahren; Förderung des formal-logischen Denkens; Ausbildung des räumlichen Vorstellungsvermögens; Schulung der Fertigkeiten im Rechnen mit Zahlen und Termen; Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Fertigkeiten aus der Geometrie; Entwicklung der Fähigkeit zum Lösen mathematischer Aufgaben der Umwelt; Schulung des Problemlöseverhaltens und der Kreativität. Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und didaktisch-methodisch zu erschließen (Didaktisch-methodische Analyse).
Spezifische Beiträge des Mathematikunterrichts zu umfassenden Bildungs- und Lehraufgaben der Hauptschule: Hilfen zur rationalen Bewältigung der Aufgaben des täglichen Lebens; Schulung der sprachlichen Formulierungsfähigkeit; Förderung des Problembewußtseins, der Kritikfähigkeit und der Kreativität; Einblick in das Wirtschaftsrechnen und Prinzipien der Sparerziehung.
Probleme der Planung des Mathematikunterrichts: Bildungssinn der Mathematik; didaktisch-methodische Analysen an ausgewählten Lehrstoffen unter besonderer Berücksichtigung der Sachstrukturanalyse; Planung einzelner Lernsequenzen und Unterrichtseinheiten; Stundenskizze - mittelfristige Planung - Jahresplanung; Möglichkeiten der Differenzierung einschließlich des Förderunterrichts; Sicherung des Unterrichtsertrages; Unterrichtsformen und ihre spezifische Bedeutung für den Mathematikunterricht; Bedeutung der operativen Methode und der Repräsentation mathematischer Sachverhalte (enaktive, ikonische und symbolische Darstellungen).
Kriterien zur Leistungsfeststellung und -beurteilung: Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen; Erstellen informeller und lernzielorientierter Tests sowie von Schularbeiten;
Therapiemaßnahmen, auch in Form von Förderprogrammen.
Arbeitsmittel und Medien: Die Zeichengeräte und ihre Verwendung;
Verwendung von Taschenrechnern; Auswertung der jeweils zugelassenen Lehrbücher; Lehrprogramme und ihre Einsatzmöglichkeiten; Lehr- und Arbeitsmittel, Overheadfolien, Modelle und mathematische Spiele.
GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE
Lehrstoff:
Urgeschichte und frühe Hochkulturen unter Beachtung des österreichischen Raumes:
Urgeschichte mit besonderer Berücksichtigung Österreichs: Die Entwicklung des Menschengeschlechtes; Bewältigung der Umwelt; gesellschaftliche Differenzierung; religiöse Vorstellungen und künstlerische Ausdrucksformen; prähistorische Fundorte und Siedlungsgebiete in Österreich.
Frühe Hochkulturen und Geschichte des Mittelmeerraumes im Altertum (Vorderer Orient, Ägypten, Griechen, Römer): Herrschaftsbildung durch kollektive Bewältigung des Lebensraumes; Ursachen und Auswirkungen des Ausbaues staatlicher Macht; differenzierte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung - organisierte Arbeit (Sklavenwirtschaft);
Urbanisierung; Wissenschaft, Technik, Kunst, Religion und organisierter Kult, Recht und Gesetz; Polis und res publica; antike und moderne Demokratie; hellenistische Kultur und ihre Auswirkungen;
römische Großmachtpolitik; Verfall des römischen Reiches; der Romanisierungsprozeß am Beispiel unserer Heimat; die Bedeutung der Weltreligionen als lebensgestaltende, kulturformende und politische Kräfte.
Weltgeschichte, vom Abendland geprägt:
Abendländisches Mittelalter und frühe Neuzeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges: Fortleben antiker Kulturleistungen;
Lehenswesen und Grundherrschaft; Imperium und Sacerdotium;
ritterliches Leben und höfische Kultur; Feudalismus;
Hausmachtpolitik; Städte und Bürgertum; Lebensweise der Bauern;
Frühkapitalismus; neues wissenschaftlich-technisches Weltbild;
Erfindungen und Entdeckungen und ihre politischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen; Reformation und Gegenreformation.
Entwicklung des modernen Staates und der bürgerlichen Gesellschaft:
Absolutismus; Merkantilismus und Physiokratismus; Aufklärung, Rationalismus und Empirismus; Wechselbeziehungen von Aufklärung und Religion, Gesellschaft, Staat, Wirtschaft und Kultur; Parlamentarismus; Emanzipation der bürgerlichen Gesellschaft (USA, Französische Revolution).
Jahrhundert - Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlich-technologischen, ökonomischen und politischen Entwicklungen: Erste industrielle Revolution, ihre Ursachen und Auswirkungen; Liberalismus; das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem; sozialistische Theorien und ihre Weiterentwicklung; nationale Ideen und Bildung von Nationalstaaten; Zielsetzungen und Auswirkungen der Revolution von 1848; Nationalismus und Kapitalismus als Grundlage des Imperialismus; die Europäisierung der Erde; Aufstieg der europäischen Großmächte; der Erste Weltkrieg.
Die Welt im 20. Jahrhundert:
Die Folgen der Friedensverträge nach dem Ersten Weltkrieg in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft; Gefährdung der „Jungen Demokratien''; Entstehung des Sowjetstaates; faschistische Bewegungen in der industriellen Gesellschaft (Ursachen, Erscheinungsformen, Zielsetzungen, Herrschaftsausübung); die Weltwirtschaftskrise; der Zweite Weltkrieg; der wirtschaftliche Neuaufbau der Welt; wissenschaftlich-technische und wirtschaftliche Revolution (Atombombe, Automation, Mikroelektronik, Weltraumfahrt ua.); neue Machtkonstellationen und ihr Verhalten zueinander; Pluralismus in Religion, Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft; Emanzipationsbewegungen in Asien, Afrika und Lateinamerika (Entkolonialisierung, wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme der Entwicklungsländer); die Vereinten Nationen.
Politikwissenschaft:
Auffassungen von Politik und Aufgaben der Politikwissenschaft; Sachbereiche der Politik; politische Ideen und Theorien mit besonderer Berücksichtigung der Gegenwart; Elemente und Hauptformen moderner demokratischer Regierungssysteme; Faktoren der politischen Meinungs- und Willensbildung; Hinführung zur politischen Urteilsbildung; die verfassungsrechtliche Ordnung und der faktische Vorgang politischer Entscheidungen in Österreich; Bedeutung, Aufgaben und Leistungen der Verwaltung; Einführung in die Wirtschaftsgeschichte; Berücksichtigung des sozial- und volkskundlichen Aspekts; exemplarische Problemanalysen zur Ideen- und Geistesgeschichte Europas.
Ein Jahrtausend Österreich:
Herrschaftsbildungen auf dem Gebiet des heutigen Österreich (von der Einwanderung der Kelten bis zum Ende der Regierung Maximilians I.): Das Königreich der Noriker; die römischen Provinzen Noricum, Pannonien und Rätien; Folgen der Völkerwanderung; Besiedlung durch Awaren/Slawen, Baiern; Frankenreich; christliche Mission; Ungarneinfälle; von der Grenzmark zum Herzogtum; der Wandel vom Lehensstaat zum Territorialstaat am Beispiel der österreichischen Länder; die Habsburger und ihre Hausmachtpolitik.
Das Habsburgerreich von der Reformation bis zum Ersten Weltkrieg:
Reformation; Aufstände von Bauern und Bergknappen; Gegenreformation;
der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen; der Westfälische Friede;
Österreich zwischen den Machtblöcken (Frankreich, Osmanisches Reich);
Barockkultur. Österreich als politische und wirtschaftliche Großmacht; Staatsidee und Reformwerk Maria Theresias und Josephs II.;
Österreichs Engagement in den Befreiungskriegen. Restauration und Biedermeier; wirtschaftliche und politische Krisen des Vielvölkerstaates; die Nationalitätenfrage; Lebensverhältnisse um die Jahrhundertwende; Erster Weltkrieg.
Erste und Zweite Republik:
Die Auflösung der Donaumonarchie; die demokratische Republik; die politischen Parteien und die neue Verfassung; der Kampf um das Staatsgebiet; Wirtschaftsprobleme; Austromarxismus und Austrofaschismus; Radikalisierung des politischen Lebens;
Bürgerkrieg; Ständestaat; der Untergang Österreichs; Österreich unter nationalsozialistischer Herrschaft; der österreichische Widerstand;
die Wiedererrichtung der Republik Österreich; der wirtschaftliche Wiederaufbau; die große Koalition; der Staatsvertrag; die österreichische Neutralitätserklärung unter dem Aspekt des Völkerrechtes; Sozialpartnerschaft und wirtschaftlicher Aufstieg;
Erstarrung der Koalition; Alleinregierungen von ÖVP und SPÖ; Erfolge und Probleme der Sozialpartnerschaft; Bundes- und Landespolitik;
Österreichs Stellung in der Welt.
Geschichte des Bundeslandes in Schwerpunkten:
Entstehung und Entwicklung des jeweiligen Bundeslandes unter Berücksichtigung seiner Eigenständigkeit und Besonderheiten sowie seiner Integrationsbestrebungen.
Geschichte in Längs- und Querschnitten:
Erarbeitung epochenübergreifender Längsschnitte zu verschiedenen Themen unter Betonung sozialkundlicher Aspekte; Aufzeigen von oft weit zurückliegenden Ursachen und lange nachwirkenden Folgen von Entwicklungen, historischen Ereignissen und Handlungen; Herstellen von Querverbindungen zu anderen Kulturkreisen und unterschiedlichen Betrachtungsweisen wie Kulturgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Sozialgeschichte ua.
FACHDIDAKTIK GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE
Lehrstoff:
Grundzüge der Stellung der Geschichte als Wissenschaft und Schulfach sowie deren gesellschaftliche Relevanz; Bedeutung und Integrationsproblematik der Sozialkunde mit deren Bezugswissenschaften; der Beitrag des Unterrichtsfaches zur Politischen Bildung; vergleichende Analyse verschiedener fachdidaktischer Konzepte; Entwicklung didaktischer Kategorien, die über die Aneignung von Stoffwissen hinaus das Wesentliche, die Strukturen und Prinzipien sowie die Fragerichtungen und die Bedeutung eines Themas erkennen lassen und die Betroffenheit der Schüler ermöglichen; Erarbeitung von Kriterien zur Identitätsgewinnung, Orientierungs- und Entscheidungshilfe sowie von Struktur- und Problembewußtsein in der Unterrichtsgestaltung an Hand typischer Beispiele; die Entwicklung des Zeit- und Geschichtsverständnisses beim Kinde und Jugendlichen; der Lehrplan für das Unterrichtsfach Geschichte und Sozialkunde; Einführung in die Strategie der kurz-, mittel- und langfristigen Unterrichtsplanung; Auswahl und Abgrenzung von Stoffinhalten durch Präzisierung von Lehr- und Lernzielen; Entwicklung von Unterrichtsmodellen mit gezieltem Einsatz unterschiedlicher Organisationsformen, Methoden und Medien sowie der Berücksichtigung innerer Differenzierung; Einbau von didaktischen Spielen, projekt- artigen Unterrichtsverfahren, Lehrausgängen (Museumsdidaktik) sowie Fest- und Feiergestaltung zu lokalen bzw. zeitgeschichtlichen Anlässen; Techniken individuellen und sozialen Lernens sowie Sicherung des Unterrichtsertrages im Zusammenhang mit Leistungsbeobachtung, Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung;
Ausstattung eines Fachraumes sowie einer Lehrmittelsammlung; Analyse von Lehr- und Arbeitsbüchern, Anschauungs- und Arbeitsmitteln;
Einbindung von historischer und sozialkundlicher Kinder- und Jugendliteratur (Sachbücher) und von anderen außerschulischen Medien;
Einübung in Techniken fachspezifischen Arbeitens; Nutzung fachlicher und fachdidaktischer Literatur.
GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE
Kartenkunde:
Der Globus, die Karten (physische und thematische), die Pläne, kartenähnliche Darstellungen, das Satellitenbild, das Senkrecht- und das Schrägluftbild; Üben mit Karte und Bussole; Anfertigen von geographischen Skizzen, Profilen, Diagrammen und Kartogrammen.
Physiogeographie:
Das Zusammenspiel der Geofaktoren; ausgewählte naturräumliche Erscheinungen und Ökosysteme; die Wertigkeit des Naturraumes; das Sonnensystem; Umgang mit Naturobjekten und Erkundung heimatlicher naturräumlicher Einheiten.
Allgemeine Wirtschaftskunde:
Unternehmen (Betriebe) verschiedener Größe und Wirtschaftszweige, ua. der Landwirtschaft, des gütererzeugenden Gewerbes, der Industrie, des Handels. Unternehmensformen, Unternehmenszusammenschlüsse, Marktformen; das betriebliche Rechnungswesen (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenrechnung); das Geld, der Kapitalmarkt, die Banken; die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (Entstehung des Brutto-Inlandproduktes, Verteilung des Volkseinkommens, Verwendung des Güter- und Leistungsvolumens); der private Haushalt, Haushalte öffentlicher Gebietskörperschaften; die Außenwirtschaft, die Zahlungsbilanz, die Währung; Zusammenschlüsse in der Weltwirtschaft, Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsordnungen; der Konsument, der Arbeitnehmer, der Unternehmer, der Staat als Träger der Wirtschaft.
Humangeographie:
Bedingungen und Grenzen des menschlichen Lebens und Wirtschaftens auf der Erde; Bevölkerungsentwicklung, Bevölkerungsverteilung; Gesellschafts- und Wirtschaftsentfaltung; die Ausbreitung von Innovationen; Werthaltung, Umweltwahrnehmung und raumwirksames Handeln; Zeitabläufe und Aktionsbereiche räumlicher und wirtschaftlicher Aktivitäten; Lebens- und Wirtschaftsformen ländlicher Räume; der weltweite Urbanisationsprozeß; Gefüge, Funktionen und Probleme städtischer Siedlungen; Verflechtung und Rangfolgen von Siedlungen; Standortbedingungen, Raumansprüche und Organisationsformen der Sachgüterproduktion; industrielle Verflechtungen; Raumüberwindung von Personen, Gütern und Nachrichten; die Raumansprüche des Freizeitverhaltens; das Ressourcenproblem der Erde.
Raum und Wirtschaft Österreichs:
Die Entwicklung der Republik Österreich; Träger staatlicher Ordnung, räumliche Verwaltungseinheiten; die natürliche Ausstattung und naturräumliche Gliederungen. Entwicklung, Struktur und Probleme der Bevölkerung, der Siedlung, der Wirtschaft, des Verkehrs und des Fremdenverkehrs; der ländliche und städtische Lebensraum; Zentral- und Peripherräume; Bereiche der österreichischen Wirtschaftspolitik mit Schwerpunkten der Struktur- und Regionalpolitik; die Interessenvertretungen; Österreichs Verflochtenheit mit der Weltwirtschaft; Raumordnung, Naturschutz und Umweltschutz der Länder und des Bundes; Ausgewählte Raumtypen und Landschaften; bestimmte Merkmale der Bundesländer.
Regionalgeographie:
Konkrete regionale Daten der Großmächte, der Entwicklungsländer und Europas; die Raumwirksamkeit politischer, ökonomischer und technologischer Maßnahmen; regionale Differenzierungen und deren Ursachen und Auswirkungen; unterschiedliche Raumwahrnehmungen und Raumbewertungen; räumliche, wirtschaftliche, politische und kulturelle Quellen und Informationen auswerten, um Unterlagen für das Erkennen und die Bewertung regionaler Situationen zu gewinnen.
FACHDIDAKTIK GEOGRAPHIE UND
WIRTSCHAFTSKUNDE
Lehrstoff:
Vertrautheit mit den Geographie- und Wirtschaftskunde-Lehrplänen für die Schulen der 10- bis 15jährigen sowie Fähigkeit, deren Intentionen und Inhalte zu interpretieren; Kenntnis und Reflexion von Gestaltungskriterien und Entscheidungsdeterminanten bei der Entstehung geographisch-wirtschaftskundlicher Lehrpläne bzw. Curricula; Fähigkeit, aus dem Lehrplan für Geographie und Wirtschaftskunde ziel- und themenaufgebaute Jahresplanungen festzulegen; Aufschließung neuer gesellschaftsrelevanter Themenstellungen für den Unterricht, die den handelnden Menschen in den zwei - teilweise eng miteinander verflochtenen - Prozeßfeldern Raum und Wirtschaft betreffen, sowie Ermittlung jener Qualifikationen, die zur Bewältigung der daraus abgeleiteten Lebenssituationen notwendig sind; Einblick in wichtige lernpsychologische und soziologische Voraussetzungen für die Unterrichtsgestaltung; Überblick über Aspekte bei der Vorbereitung einer Unterrichtssequenz bzw. -stunde: Schwerpunktsetzung, Zielermittlung und -gewichtung, Stoffauswahl und -strukturierung, Festlegung der Unterrichtsgestaltung und des Unterrichtsablaufs; Vertrautheit mit den verschiedenen Formen der Unterrichtsgestaltung (in erster Linie: individueller und kollektiver Arbeitsunterricht, Projektunterricht, didaktische Spiele, Frontalunterricht) und den ihnen eigenen Lehr- und Lernstrukturen unter besonderer Beachtung des Einsatzes der „inneren Differenzierung''; Vertrautheit mit den wichtigsten Unterrichtsmitteln und ihren didaktischen Möglichkeiten (Schulbuch, Karte, Atlas, Globus, Wandtafel, Overheadprojektor, Tonband, Dia-, Film-, Fernsehapparat) sowie Fähigkeit, zu bestimmten Lernzielen Medien (Software) neu zu erstellen; kritische Analyse und Bewertung angebotener Unterrichtsmittel; Planung und Durchführung von Lehrausgängen, Betriebsbesichtigungen ua.; Erkennen, daß der Weg zur optimalen Unterrichtsgestaltung nur durch eine Vielfalt von Methoden und Medien und durch ihren sinnvollen Einsatz erreicht werden kann; Vertrautheit mit Bewertungskriterien und Problemen der Leistungsbeurteilung im Geographie- und Wirtschaftskunde-Unterricht und Fähigkeit, informelle Tests selbst zu erstellen; Kenntnis der für den Unterricht relevanten Amts- und Sicherheitsvorschriften; Einführung in die Probleme fachdidaktischer Forschung; Befähigung, sich mit der einschlägigen Literatur auseinanderzusetzen und Anleitung zu selbständiger Arbeit.
BIOLOGIE UND UMWELTKUNDE
Lehrstoff:
Allgemeine Biologie:
Bau und Funktion der Zelle als Voraussetzung für Differenzierung und Anpassung im gesamten Organismenbereich - vom Ein- zum Vielzeller; einfache molekularbiologische Grundlagen der Vererbung (Codierung und Decodierung); natürliche und künstliche Veränderung der Erbsubstanz und die daraus resultierenden Folgen; Pflanzen und Tierzüchtung; Biokybernetik; Humangenetik; Evolution; Fortpflanzung und Entwicklung.
Humanbiologie:
Bau, Funktion und wechselseitige Abhängigkeiten der Organe des menschlichen Körpers; das Nervensystem und das Gehirn als Grundlage für Denk- und Lernprozesse; neuro-hormonale Wechselbeziehungen; Grundlagen für verantwortungsbewußte Sexualität; Gesundheit und Krankheit; Rausch- und Suchtgifte; Hinweise für gesunde Lebensführung (Ernährung und Bewegung); biologische Probleme des Alterns.
Botanik, Zoologie und Ethologie:
Kriterien für ein natürliches System im Pflanzen- und Tierreich (Baupläne der Pflanzen und Tiere als Ergebnis ihrer Evolution;
Übergang vom Wasser- zum Landleben); Vertrautheit mit der heimischen Flora und Fauna; Haustiere und Kulturpflanzen; anschauliche Beispiele des tierischen Verhaltens; Verhalten als ein ökologischer Faktor;
Verhaltensmuster; Erkenntnisse der vergleichenden Verhaltensforschung unter besonderer Berücksichtigung der Humanethologie.
Ökologie:
Wesentliche Ökosysteme der Heimat, die großen Lebensräume der Erde; ökologische Grundbegriffe und Gesetze; biotische und abiotische Faktoren; ökologische Kreisläufe; Pflanzen- und Tierschutz, Biotopschutz als Voraussetzung für Artenschutz (Natur- und Landschaftsschutz); Populationsökologie; Produktionsökologie;
Ursachen und Folgen der Umweltbelastung; Landschaft-Technik-Habitate;
Energie und Rohstoffproblematik; Humanökologie (Umweltproblematik, Welternährung und Überbevölkerung, Auswirkungen von Wohlstand und Zivilisation).
Erdwissenschaften:
Anorganische Umwelt als Grundlage der belebten Natur; Entstehung der Minerale und Gesteine; geologischer Stoffkreislauf; exogene und endogene Kräfte, die die Erdkruste beeinflussen; die Plattentektonik als Erklärungsmodell geologischer Vorgänge; Entwicklungsgeschichte der Erde und ihrer Organismen; Leitfossilien. Wirtschaftlich nutzbare Minerale und Gesteine unter besonderer Berücksichtigung Österreichs; regionale Geologie; Bodenkunde - Bodenentstehung - Gefahr durch den Menschen; Umweltprobleme als Folgen der Verarbeitung von Mineralien und Gesteinen.
Biologische Übungen:
Fachspezifische Arbeitsweisen:
Beobachten, untersuchen, experimentieren, mikroskopieren, zeichnen, fotografieren, präparieren. Bestimmen und Erkennen von Pflanzen, Tieren, Mineralien, Fossilien und Gesteinen; botanische, zoologische und ökologische Freilandarbeit; Besuche von Einrichtungen der Naturbegegnung.
Die berufspraktische Zielsetzung ist die Fähigkeit, in Zehn- bis Fünfzehnjährigen ein kritisches Verständnis für belebte und unbelebte Natur an Hand von wesentlichen biologischen Inhalten zu entwickeln. Dies soll zu einem verantwortungsbewußten und zukunftsorientierten Handeln und zu demokratischer Entscheidungsfähigkeit führen. Der reale Naturbezug soll gefördert werden (Entgegenwirkung der zunehmenden Gefahr einer Naturentfremdung).
DIDAKTIK BIOLOGIE UND UMWELTKUNDE
Lehrstoff:
Zielsetzungen im Biologieunterricht: Bildungsziele eines zeitgemäßen Biologieunterrichts. Relevanzkriterien für den Biologieunterricht (Biologieunterricht im Spannungsfeld von Fach, Schule und Gesellschaft); Lernzieltaxonomien mit besonderer Berücksichtigung des emotionalen, affektiven und sozialen Bereiches, Beiträge zur Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz; bestimmende Leitideen und Grundprinzipien; Beiträge des Biologieunterrichts zum Erwerb eines Weltbildes und zum Selbstverständnis des Menschen.
Unterrichtsplanung: Lehrplan (Lehrplantypen, -vergleich); Lehrplaninterpretation; didaktische Analyse der Inhalte des Biologieunterrichts (Begründung der Themenwahl, Sachanalyse, Situationsanalyse); didaktische Reduktion; Medien- und Methodenentscheidung; Strukturen des Unterrichtsverlaufs (Gliederungsformen); kurz-, mittel- und langfristige Planungen (Stundenbild, Wochenplanung, Jahresplanung).
Lern-, Sozial- und Interaktionsformen: Bedingungen und Elemente des Lernens in der Biologie (Auswirkungen von Medien im Lernprozeß, zB Lernen am Modell); Lehr- und Lerntechniken; innere Differenzierungsformen, Schülerorientiertheit; Unterrichtsmethoden, Arbeitsformen, projektorientierter Unterricht an Hand konkreter Beispiele; Lernzielkontrollen, Leistungsmaßstäbe, Leistungsbewertungen.
Biologische Arbeitsverfahren: Entdeckender, forschender Unterricht, Selbsttätigkeit; Unterricht im Zoo, im Museum; Gestaltung von Ausstellungen, Lehrausgängen; Experimentalunterricht;
Didaktische Aspekte zeitgemäßer Themenkreise: Umwelterziehung, Gesundheitserziehung, Sexualerziehung, Konsumerziehung, Friedenserziehung, Bereiche der politischen Bildung; Gefahren für Gesundheit und Umwelt beim Umgang mit chemischen Produkten des täglichen Gebrauchs; Abfallbeseitigung und -verwertung, Möglichkeiten der Müllreduktion.
PHYSIK UND CHEMIE
Lehrstoff:
Mechanik; Teilchenstruktur der Materie:
Gegenstand und Methode der Physik. Grundbegriffe: Größenart, Größe, Einheit, Einheiten im SI-System, Grundgrößen und abgeleitete Größen; die Grundgrößen Länge und Zeit; Massenpunkt.
Bewegungen: Bewegung und Bezugssysteme, Geschwindigkeit, gleichförmige und gleichmäßig beschleunigte Translation, zusammengesetzte Bewegungen; die Kreisbewegung.
Masse und Kraft: Die Grundgröße „Masse''; Dichte; Kräfte und ihre Wirkungen (Übersicht); Newton-Axiome; Reibung; Gewichtskraft;
Trägheitskräfte; Kräfte bei der gleichmäßigen Kreisbewegung;
Drehmoment, Kräftepaar und Kräftegleichgewicht am starren Körper.
Erhaltungssätze: Arbeit, Formen mechanischer Energie, Leistung, Energieerhaltungssatz der Mechanik; Impuls, Kraftstoß, Impulserhaltungssatz; Massenmittelpunkt, Schwerpunktsatz; Stoß. - Gleichgewicht, Standfestigkeit starrer Körper; Rotation des starren
Körpers: Trägheitsmoment, Drehimpuls und Erhaltung des Drehimpulses; Kreisel.
Planetenbewegung und Gravitation: Überblick über die Entwicklung der Himmelsmechanik; Kepler-Gesetze, Gravitationsgesetz, Sonnensystem; der Zusammenhang zwischen dem vektoriellen Schwerkraftfeld und dem skalaren Potentionalfeld; Raumfahrt.
Mechanische Schwingungen und Wellen: Harmonische Schwingungen:
Entstehung, Arten, Überlagerung; Wellen: Entstehung, Arten, Interferenz, Polarisation, Huygens-Prinzip, Reflexion, Brechung, Doppler-Prinzip; Akustik: Entstehung, Einteilung und Ausbreitung von Schallwellen, Frequenz und Tonhöhe, Interferenz, Reflexion, Brechung und Totalreflexion, Beugung der Schallwellen, Doppler-Prinzip bei Schallwellen, Lautstärke und Lärmschutz, Ultraschall.
Wärmelehre und Meteorologie:
Unter Verwendung der in der Allgemeinen Chemie I gewonnenen Begriffe „relative Atom- und Molekülmasse'', „Stoffmenge'' (Mol), „Avogadro-Konstante'': Kinetische Deutung von Temperatur, Wärmemenge und spezifische Wärmekapazität; Gasgesetze; Zustandsgleichung; absolute Temperatur; Änderung der Aggregatzustände; Ausbreitung der Wärme; erster Hauptsatz der Wärmelehre; der Energiesatz in der Wärmelehre; Umwandlung von Wärme in mechanische Energie; reversible und irreversible Prozesse; zweiter Hauptsatz der Wärmelehre, Wärmekraftmaschinen; Kältemaschinen und Wärmepumpen.
Meteorologie: Die Lufthülle der Erde, Wetterelemente, Wettererscheinungen, Wetterkarte, Wetterdienst; der Energiehaushalt der Erde und Menschheit.
Elektrizität:
Das elektrostatische Feld: elektrische Ladung, Trennung von Ladungen durch Berührung; Influenz und die dielektrische Polarisation; elektrische Feldstärke, Flußdichte; das homogene und das elektrische Feld einer Punktladung; Potential und Spannung;
Coulombsches Gesetz; Kapazität und Kondensator, Dielektrikum;
Piezoelektrizität; Energie des elektrischen Feldes; Elementarladung;
elektrischer Strom: Elektrizitätsleitung in Metallen; Stromstärke, Widerstand, Gesetze des unverzweigten und des verzweigten Gleichstromkreises; elektrische Arbeit und Leistung; Energie des elektrischen Stromes und Wärmeenergie: Joulesche Wärme, Thermoelektrizität.
Magnetfeld und elektrischer Strom: Permanentmagnete, Magnetfeld der Erde, Materie im Magnetfeld. Magnetfeld stromdurchflossener Leiter, bewegte Ladungen als Ursache magnetischer Erscheinungen, Kraft auf stromdurchflossene Leiter im Magnetfeld. Elektromagnetische Definition des Ampere; Elektromotoren.
Elektromagnetische Induktion: Grundtatsachen, Induktionsgesetz, Selbstinduktion, Generatoren.
Eigenschaften des Wechselstromes: Effektivwerte von Spannung und Stromstärke des Wechselstromes, induktiver und kapazitiver Widerstand im Wechselstromkreis, Leistung des Wechselstromes, Transformatoren, Dreiphasenwechselstrom; Drehstrommotor; Elektroenergie in Österreich.
Elektrizitätsleitung in Elektrolyten: Grundtatsachen der Elektrolyse, Faraday-Gesetze und Elementarladung; Gefahren des elektrischen Stromes; Schutzmaßnahmen, Regeln und Vorschriften zur Verhütung von Unfällen.
Verhalten von Ladungsträgern in elektrischen und magnetischen Feldern: Entladung in Gasen und im Vakuum, praktische Bedeutung, Elektronenstrahlröhren, Röntgenstrahlen, Massenspektograph und Teilchenbeschleuniger; Fotozelle; Halbleiterelektronik:
Leitungsmechanismus bei Halbleitern, innerer Photoeffekt, Dioden;
Transistoren (Funktionsprinzip, Verwendung als Schalter, Verstärker);
elektromagnetische Schwingungen und Wellen: Schwingkreis, Sender, Empfänger; Grundlagen von Hör- und Bildfunk; Hinweise auf Radar und Radioastronomie.
Optik:
Geometrische Optik: Lichtmessung, Lichtgeschwindigkeit; Reflexion und Spiegel; Brechung und Totalreflexion; optisches Prisma;
sphärische Linsen; Optik des menschlichen Auges; optische Instrumente; Dispersion; Körperfarben.
Wellenoptik: Reflexion und Brechungen im Teilchen- und Wellenbild;
Kohärenzbegriff; Laser; Interferenz, Beugung und Polarisation;
Auflösungsvermögen optischer Instrumente; quantenphysikalische Deutung des lichtelektrischen Effekts.
Das elektromagnetische Spektrum: Strahlungsgesetze, Spektren und Spektralanalyse, UV- und JR-Strahlung, Temperaturstrahlung;
Einführung in die spezielle Relativitätstheorie: Äther-Problem, Michelson-Versuch, spezielle Relativitätstheorie.
Kernphysik:
Arten der Nuklide, Nuklidkarte; ionisierende Strahlung; Meßgeräte für ionisierende Strahlung; Dosis und Dosisleistung; Auftreten und Anwendung ionisierender Strahlung; Strahlenschutz; Kernspaltung und ihre Anwendung; Kernfusion; Elementarteilchen.
Allgemeine Chemie I:
Stellung der Chemie in der heutigen Zeit; Geschichte der Chemie; Theorien über den Aufbau der Materie; Methoden der Erforschung der Feinstruktur der Materie; Gegenüberstellung physikalischer und chemischer Vorgänge; Trennmethoden und Kriterien für die Reinheit von Stoffen; Begriffsbildung des chemischen Elements, der chemischen Verbindung und des Moleküls; Analyse; Synthese; chemische Zeichensprache und chemische Gleichungen; Periodensystem der Elemente und alle Zusammenhänge, die sich daraus ableiten lassen;
Elektronegativität;
Grundgesetze der Chemie; Atommassen, Stoffmenge (Mol);
Avogadro-Konstante, chemische Bindungen und Struktur chemischer Verbindungen; Ablauf chemischer Reaktionen. Reaktionskinetik und Wärmetönung; chemische Triebkraft; Katalysatoren, Aktivierungsenergie; chemisches Gleichgewicht, Massenwirkungsgesetz, Prinzip vom kleinsten Zwang, Löslichkeitsprodukt; Stöchiometrie.
Anorganische Reaktionsmechanismen: Säure-Base-Reaktionen;
Definition der Säuren und Basen.
Ionenprodukt, pH-Wert: Bestimmung, Messung; Neutralisation;
Pufferlösungen, Indikatoren; Redoxreaktionen; Oxidationszahl.
Allgemeine Chemie II:
Spannungsreihe der Metalle; Galvanische Elemente; Nernst'sche Gleichung; Bildungsverhältnisse in der organischen Chemie;
Reaktionsmechanismen in der organischen Chemie; optische Aktivität;
Isomerie, Mesomerie; organische Strukturaufklärung; organische Elementaranalyse (qualitativ und quantitativ);
Molekulargewichtsbestimmungen; qualitative Bestimmung einiger funktioneller Gruppen.
Spektroskopische Methoden in der organisatorischen Chemie:
Infrarotspektralanalyse, Ultraviolettspektralanalyse, kernmagnetische Resonanz, Massenspektroskopie.
Chromatographische Verfahren: Säulenchromatographie, Papierchromatographie, Dünnschichtchromatographie, Gaschromatographie, Hochdruckflüssigkeitschromatographie.
Anorganische Chemie:
Die Luft; Schad- und Wirkstoffe in der Luft; Messung;
Gasverflüssigung; Sauerstoff, Verbrennung; Schweißen, Schneiden, Löten; Feuerlöschmittel; Edelgase; Wasser; Mineral- und Heilwässer;
Wasserverschmutzung und Recycling des Wassers; das Wasser als Lösungsmittel.
Nichtmetalle: Halogene; Salzsäure, Kochsalz, Fotografie; Schwefel und Verbindungen; Schwefelgruppe; Stickstoff, Ammoniak, Stickoxid, Salpetersäure; Stickstoffgruppe; Phosphor und Übersicht über die übrigen Elemente der 5. Gruppe; Düngemittel.
Metalle: Leichtmetalle: Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium, Kalzium.
Schwermetalle: Eisen und Stahl, Kupfer, Quecksilber, Edelmetalle; Kohlenstoff und anorganische Kohlenstoffverbindungen.
Silikatchemie: Keramik, Glas, Baustoff. Halbedelsteine.
Organische Chemie:
Geschichte der Entwicklung der organischen Chemie; Charakteristika organisch-chemischer Verbindungen; Chemie der Alkane; homologe Reihen; Substitutionsreaktionen; Cracken; Chemie der Alkene;
Additionsreaktionen, Polymerisation; Chemie der Alkine; Salzbildung;
zyklische aromatische Kohlenwasserstoffe; Benzol; Reaktionen und Derivate; Halogenkohlenwasserstoffe: Eigenschaften, Reaktionen und Bedeutung; Kohlenstoff-Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindungen: Alkohole, Aldehyde, Ketone; organische Säuren, Ester; Ether;
stickstofforganische Verbindungen; metallorganische Verbindungen;
Heterocyclen.
Erdöl und seine Aufbereitung; Benzin, Additive, Oktanzahl, Cracken und Benzinsynthesen; Öle und Schmiermittel, andere Erdölprodukte und Anwendung im täglichen Leben; Chemie der Nahrungsmittel: Zucker, Fette und Öle, Aminosäuren und Eiweißstoffe; Stoffwechsel; Vitamine;
Hormone; Genußmittel; Drogen; Konservierung; Seifen und Waschmittel;
Polymerisate, Polykondensate, Polyadditionsverbindungen; Kunststoffe;
natürliche und künstliche Fasern; Papier; Farbstoffchemie; Synthesen von Farbstoffen; Färben; Arzneimittel; Chemie der Vererbung (Nukleinsäuren, Viren); Alkaloide; organische Gifte, Sprengstoffe;
Pflanzenschutzmittel und Umweltschutz; die chemische Industrie in Österreich.
FACHDIDAKTIK PHYSIK UND CHEMIE
Lehrstoff:
Die Fachdidaktik hat mit den einzelnen Teilaufgaben des Physik- und Chemieunterrichts an der Hauptschule vertraut zu machen. Der Aufbau des Lehrstoffes ist gemäß den jeweils geltenden Lehrplänen sachstrukturell und methodisch für die einzelnen Klassen zu erschließen. Besonderes Gewicht ist dabei auf eine enge Verbindung mit Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag sowie auf eine ausreichende experimentelle Fundierung zu legen. Spezifische Beiträge des Physik- und Chemieunterrichts zu umfassenden Bildungs- und Erziehungsaufgaben der Hauptschule und des Polytechnischen Lehrganges sind aufzuzeigen und auf Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen hin zu prüfen. Probleme von Stoffverteilungen: Möglichkeiten der Aufteilung des Lehrstoffes auf verschieden lange Zeitabschnitte innerhalb eines Schuljahres und dabei zu beachtende Kriterien (zB Konzentration mit anderen Fächern, jahreszeitliche Bedingungen, Gewichtung der Inhalte, Einplanen von Zeiträumen für Wiederholung, Übung und Ergebnisprotokolle).
Kriterien und Hilfen für die Unterrichtsvorbereitung: Möglichkeiten der Gestaltung schriftlicher Unterrichtsvorbereitungen in bezug auf Inhalte und äußere Struktur (zB Sachstrukturanalyse, Formulierung und Begründung von Lernzielen unter Verwendung eines geeigneten Rasters zu ihrer Klassifikation; Verlaufsplanung; Versuchsbeschreibungen ua.); praxisnahe Formen der täglichen Unterrichtsvorbereitung.
Methoden des Physik- und Chemieunterrichts: Grundlage für die methodischen Überlegungen ist die Struktur der Erkenntnisse und typischer Erkenntniswege. Neben motivations-, denk- und lernpsychologischen Einsichten sind vor allem auch Aspekte des sachstrukturellen Entwicklungsstandes mit zu berücksichtigen sowie didaktische Grundsätze der Unterrichtsgestaltung und Ergebnisse der empirischen Unterrichtsforschung zur Effektivität von Lehrmethoden im Physik- und Chemieunterricht. Im einzelnen sind dabei zu behandeln:
Konzeptionen und Ansätze für den Unterricht in Physik und Chemie (zB ergebnis-, problem-, system- oder prozeßorientierte); Artikulationsschemata für Grundformen der Erstbegegnung (zB für das geführt-entdeckende Lernen der Schüler), der Wiederholung, der Übung und Anwendung im Unterricht; Lehr- und Sozialformen, ihr didaktischer Ort und ihre Organisation im Physik- und Chemieunterricht (zB Darbietung und Erarbeitung; Unterrichtsgespräch; Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, insbesondere Schülergruppenexperiment);
Möglichkeiten der Differenzierung im Physik- und Chemieunterricht;
Einsatzmöglichkeiten der programmierten Instruktion. Arbeitsmittel und Medien im Physik- und Chemieunterricht: Kenntnis von Demonstrations- und Schülerexperimentiergeräten, Lehrtafeln und Wandbildern, Transparentserien für Tageslichtprojektion, Unterrichtsfilmen ua.; Beherrschung fachspezifischer Formen des Einsatzes technischer Medien (Dia- und Tageslichtprojektor, Episkop, Stumm- und Tonfilm ua.); Kenntnis der approbierten Lehr- und Arbeitsbücher, der Möglichkeiten ihres Einsatzes im Unterricht und der Kriterien für ihre Beurteilung und Auswahl; Kenntnisse über Aufbau und Instandhaltung einer Lehrmittelsammlung (Organisation der Geräte und Materialien im Sammlungsraum); Kenntnis der Sicherheitsvorschriften für die Aufbewahrung und Handhabung giftiger, explosions- und feuergefährlicher sowie radioaktiver Stoffe; Modelle zur Einrichtung von Unterrichtsräumen für den Physik- und Chemieunterricht und Kriterien für die Beurteilung ihrer Funktionstüchtigkeit.
Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen im Physik- und Chemieunterricht:
Möglichkeiten und Grenzen der Messung und Beurteilung mündlicher Schülerleistungen sowie der Mitarbeit der Schüler im Unterricht; Kenntnis verschiedener Antwortformen für informelle Tests sowie von Kriterien für ihren Einsatz; Auswerten und Beurteilen von Tests zur Überprüfung der Lernzielklassen Wissen, Verständnis und Anwendung sowie von Funktionszielen; Kenntnis der einschlägigen Vorschriften über die Leistungsbeurteilung; methodische Gestaltungsmöglichkeiten für Lehrausgänge.
MUSIKERZIEHUNG
Lehrstoff:
Stimmbildung, Gesang:
Pflege der individuellen Stimmgattung und Übungen im Blattsingen; physiologisch richtige Tonproduktion unter besonderer Berücksichtigung von Körperhaltung, Atemtechnik, Resonanz, Stimmeinsatz, Stimmansatz, Artikulation, Vokal- und Registerausgleich; Anwendung entsprechend den unterrichtspraktischen Einsatzmöglichkeiten an verschiedenen Formen der Vokalmusik (auch mit Selbstbegleitung); die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenstimme aus stimmphysiologischer Sicht; Stimmhygiene als Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Singstimme.
Instrumentalmusikerziehung:
Instrumente, auf denen die unten angeführten Anforderungen verwirklicht werden können und ein entsprechender Unterricht an der Pädagogischen Akademie angeboten wird. Zwei Instrumente (Hauptfach, Nebenfach), davon eines ein Tasteninstrument, sind zu wählen.
Nebenfach: Leichte Spielliteratur; Werke aus verschiedenen Epochen in Ergänzung zur Literatur im Hauptfach und unter besonderer Berücksichtigung der unterrichtspraktischen Einsatzmöglichkeiten; Kenntnis der Begleittechnik einer ausreichenden Anzahl von Liedern (notenfreie Beherrschung); Kadenzen und ihre instrumentalspezifische Anwendung bei verschiedenen Arten der Liedbegleitung und bei Vor- und Zwischenspielen zu Liedern; Transpositionsübungen im Hinblick auf stimmtechnische Erfordernisse.
Hauptfach: Zusätzlich: Technische Studien; Spielliteratur in erweitertem Umfang und Schwierigkeitsgrad; Werke aus verschiedenen Epochen und Wiedergabe von Themen und Motiven unter besonderer Berücksichtigung der unterrichtspraktischen Einsatzmöglichkeiten und Erfordernisse; Improvisation im Dienste der Erarbeitung musikkundlicher Begriffe: Erfindungsübungen (freie und gebundene Improvisation).
Gehörbildung:
Übungen im Aufnehmen, Niederschreiben und Wiedergeben von melodischen und rhythmisch-metrischen Kleinformen und Akkordfolgen, vor allem im engen Zusammenhang mit den Lehrinhalten der Studienveranstaltung aus Musiktheorie.
Instrumentenkunde:
Bau, Tonumfang, Klangfarbe, Spielart, Notation und Möglichkeiten der Gruppierung der Instrumente unter besonderer Berücksichtigung der in der Schule und im außerschulischen Bereich gebräuchlichen Instrumente des Laienmusizierens; charakteristische Instrumente musikhistorischer Epochen.
Formenlehre - Werkkunde:
In unterschiedlichen Lehrverfahren ist eine Auswahl von Werken zu erarbeiten, die für die Unterrichtspraxis didaktisch besonders ergiebig und methodisch beispielgebend sind. Syntaktik (Motiv, Periode ua.); Energetik (Reihung, Wiederholung ua.); Satzformen (Liedformen, Variation, Rondo, Sonatenhauptsatzform, kontrapunktische Formen ua.); zyklische Formen (Suite, Konzert, Symphonie ua.).
Musiktheorie:
Intervalle, Tonreihen, Drei- und Vierklänge und ihre Umkehrungen; harmoniefremde Töne, alterierte Akkorde, Mehrdeutigkeit der Dreiklänge (Modulation); Einführung in die Bereiche Generalbaß, Kontrapunkt und in die harmonische Entwicklung verschiedener Stilperioden mit verstärktem Einbezug der Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts.
Tonsatz:
Vertiefung und Veranschaulichung der in den Studienveranstaltungen aus Musiktheorie erworbenen Kenntnisse durch schriftliche und instrumentale Übungen im Hinblick auf die entsprechenden unterrichtspraktischen Anwendungsmöglichkeiten. Erstellen von Partituren (Liedsätze, Kantaten, Musizierstücke) für das vokale und/oder instrumentale Musizieren nach verschiedenen unterrichtspraktischen Erfordernissen und Gegebenheiten; Einrichten und Umarbeiten von vorgegebenen Sätzen; Partitur und Klavierauszug; Erstellen einfacher Kompositionen in serieller und freitonaler Technik, auch mit grafischen Notationen; praktische Anwendung und Weiterführung der in den Studienveranstaltungen aus Musiktheorie vermittelten Einführung in die verschiedenen Kompositionstechniken.
Sing- und Musikpraktikum-Ensembleleitung:
Übungen im vokale und/oder instrumentalen Musizieren für den Klassenunterricht und die Freigegenstände Chorgesang und Spielmusik sowie für den außerschulischen Bereich; chorische Stimmbildung;
Erwerb eines reichen Liederschatzes (mehrere Sätze verschiedenen Schwierigkeitsgrades zu einem Lied); Pflege der Volksmusik;
Literaturkenntnis (Lied- und Spielmusiksammlungen, Chorblätter) in Querverbindung zur Studienveranstaltung aus Musikgeschichte;
Einsatzmöglichkeiten und Ausbaustufen des ORFF-Instrumentariums im Rahmen des vokal-instrumentalen Musizierens; Improvisation;
Bewegungserziehung in Verbindung mit dem ORFF-Instrumentarium;
Einstudieren, Interpretieren und Dirigieren von entsprechenden Werken und eigenen Arbeiten (Lehraufgaben der Studienveranstaltung aus Tonsatz).
Musikpädagogik:
Die Funktion des Unterrichtsgegenstandes Musikerziehung (Definition, Analyse); musikpädagogische Motivationsprobleme, didaktische Theoriemodelle, Lehr-, Lern- und Sozialformen im Unterricht; Anleitung zu wissenschaftlicher Arbeit; die geschichtliche Entwicklung der Musikerziehung.
Musikpsychologie: Musikalitätsbegriff, musikalische Begabung und deren Meßbarkeit, Musikalitätstestverfahren, Musikalität in entwicklungspsychologischer Sicht; Hörpsychologie (Musikästhetik, Hörwahrnehmung und -empfindung, Hörtypen, musikalische Rezeption);
angewandte Musikpsychologie (Grundlagen der Musiktherapie; Musik und die Medien ua.).
Musiksoziologie: Funktion der Musik in der Gesellschaft;
soziomusikalisches Verhalten, Musikleben, Musikpflege, Musikkritik, musikalische Umwelt.
Komparative Musikpädagogik: Bildungsinhalte, Stellung der Musikerziehung, Unterrichtsformen und -methoden; Informationen und Vergleiche mit dem Ausland.
Integrative Musikpädagogik: Frage- und Aufgabenstellungen, zeitgeschichtliche, gesellschaftliche, gesamtkünstlerische Ziel- und Wertvorstellungen (fächerübergreifende Aspekte).
Musikgeschichte:
Historischer Hintergrund zu den in Formenlehre-Werkkunde exemplarisch behandelten Werken; Querbeziehungen (historische Längs- und Querschnitte) unter besonderer Berücksichtigung österreichischer Musik; aktuelle Bezüge des zeitgenössischen in- und ausländischen Musikschaffens.
FACHDIDAKTIK MUSIKERZIEHUNG
Lehrstoff:
Ziele und Aufgaben der Musikerziehung in der Hauptschule; Einführung in die Bereiche des Unterrichtsgegenstandes Musikerziehung (Produktion, Reproduktion, Rezeption, Transformation und Reflexion) unter besonderer Berücksichtigung der Aktionsformen (Singen, Musizieren, bewußtes Hören, Bewegen und kreatives, musikalisches Gestalten) im Hinblick auf die Bedeutung für die Persönlichkeitsentfaltung, für die Möglichkeit des Begreifens der musikalischen Umwelt, für das Verständnis der vielfältigen Erscheinungen der Musikkultur, für die Beleuchtung des soziologisch-kulturell-ökonomischen Hintergrundes von Musik, für das eigene musikalische Urteil; die Bereiche des Unterrichtsgegenstandes Musikerziehung und deren mögliche didaktisch-methodische Erschließung.
Bereich Singen: Vom bewußten Umgang mit der Sprechstimme und der Singstimme; Hinführung zum aktiven Singen; Atem- und Stimmtraining, Stimmbildung am Lied, Pflege und Förderung der jugendlichen Stimme; Erwerb eines angemessenen Liederrepertoires österreichischer und fremdländischer Volks- und Kunstmusik; die traditionelle Notenschrift und verschiedene Formen graphischer Notationen als optische Hilfe zur besseren akustischen Wahrnehmung des Klanggeschehens für das Singen; Kriterien der Liedauswahl; Möglichkeiten der Liedvermittlung und -gestaltung in Verbindung mit den Bereichen Musizieren, Hören, Bewegen und Gestalten.
Bereich Musizieren: Möglichkeiten des Einsatzes von Instrumenten, einschließlich des ORFF-Instrumentariums als Lehr-, Lern- und Hilfsmittel; Instrumente als Anregung und Bereicherung im Dienste des Singens, des Musikhörens, der Musikkunde und Werkbegegnung, der Instrumentenkunde und der Wiedergabe von Originalwerken; Notationen als methodische Hilfe zur optischen und akustischen Wahrnehmung des Klanggeschehens für das Musizieren. Möglichkeiten des Selbstbaues und Einsatzes von Klangerzeugern; musikalische Gestaltungsaufgaben und -möglichkeiten in Verbindung mit den Bereichen Singen, Hören, Bewegen und Gestalten.
Bereich Hören: Methodisch-didaktische Erschließung von Musik unter verschiedenen Aspekten der Hörerziehung. Musikhören in enger Verknüpfung mit Instrumentenkunde, Formenlehre/Werkkunde, Musik aus Vergangenheit und Gegenwart unter Berücksichtigung der modernen Medien und der Technik; bewußtes Musikhören als Bildungsinhalt zur auditiven Wahrnehmungserziehung in Verbindung mit den Bereichen Singen, Musizieren, Bewegen und Gestalten; Musikhören als Freizeitverhalten; Erziehung zum kritischen Hörverhalten;
Notenschrift und Notationsweisen als methodische Hilfe der akustischen Wahrnehmung des Klanggeschehens.
Bereich Bewegen: Über die Bewegung Zugang finden zur Musik;
Weckung, Förderung und Pflege der emotionalen, sozialen und schöpferischen Kräfte durch einfache Bewegungsgestaltungen, Bewegungsformen und Tanzgestaltungen bis zu fixierten Bewegungsformen; improvisatorische Gestaltungsübungen mit Sprache, Gestik, Spiel, Musik und Tanz; Musik- und Bewegungserziehung in Verbindung mit den Bereichen Singen, Musizieren, Hören und Gestalten.
Bereich kreatives Gestalten: Ergänzung und Bereicherung durch Anregung, Förderung, Entwicklung und Steigerung der Sensitivität, der Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit, der körperlichen Geschicklichkeit und der Selbsttätigkeit; Möglichkeiten des kreativen Gestaltens in enger Verbindung mit allen Bereichen der Musikerziehung.
Methodisch-didaktische Konzeptionen: Die allgemeinen Bildungsziele und didaktischen Grundsätze des Lehrplans der Hauptschule und ihre Verwirklichung in den Bildungs- und Lehraufgaben (Persönlichkeitsbildung, Gemeinschaftserziehung, Musikverständnis, Teilnahme am Kulturleben, Freizeitverhalten ua.); die Lehrplanbestimmungen als Ausgangspunkt für didaktische Modelle und unterschiedliche Lehrwege in der Musikerziehung, einschließlich der Freigegenstände Chorgesang und Spielmusik. Der Lehrstoff ist gemäß den jeweils geltenden Lehrplänen sachstrukturell und methodisch für die einzelnen Schulstufen zu erschließen. Probleme von Stoffverteilungen; Kriterien der Unterrichtsorganisation;
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