Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport vom 31. Juli 1985 über die Lehrpläne der Pädagogischen Akademie; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule
Unterrichtsplanung: Zielsetzungen, Grundsätze (Prinzipien allgemein, Prinzipien der Stoffauswahl), didaktische Analyse, Planungsverfahren (Gesamt-, Einzelplanung); Unterrichtsformen: Sozialformen (Klassenarbeit, Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Team-teaching, Projektarbeit ua.); Aktionsformen (Vortrag, Gespräch, Diskussion, Spiel, Übung, Experiment ua.); Probleme der Messung, Beurteilung und Benotung von Schülerleistungen; Formen der schriftlichen (Tests, Übungs-, Arbeitsblätter), mündlichen (Mitarbeit, Referat, Beitrag) und praktischen Lernkontrollen im Musikunterricht; Informationen über Vorschriften des Prüfens und Klassifizierens; Möglichkeiten der Planung, Durchführung und Auswertung von ergänzenden Unterrichtsveranstaltungen (Lehrausgänge, Konzert-, Opernbesuch, Musikergespräche, Rundfunk-, Fernseh-, Videoaufzeichnungen, Besuch von Musikergedenkstätten und Instrumentalsammlungen ua.); Gestaltung von Festen und Feiern zu besonderen Anlässen; Teilnahme am Jugendsingen; Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen der Jugenderziehung; Möglichkeiten interdisziplinären Unterrichts; Materialien und Medien in der Musikerziehung: Anleitung zur Analyse und Beurteilung von Lehr- und Unterrichtswerken, Liederbüchern, Notenmaterialien einschließlich der Literatur für Chor und Spielmusik; methodengerechter Einsatz der Anschauungsmittel und der technischen Medien; Anleitung zum Aufbau einer Lehr-, Arbeitsmittel- und Mediensammlung; fachterminologische Begriffe der Musikdidaktik; Einführung in das Studium der Fachliteratur und der Fachzeitschriften.
BILDNERISCHE ERZIEHUNG
Lehrstoff:
Grundlagen der Kunst und des visuellen Medienbereiches:
Wahrnehmungstheoretische Grundlagen (zB Gesetze des Wahrnehmens und Gestaltens); kunsttheoretische Grundlagen (zB Theorien der Kunst, Kunst und Ästhetik, Funktionen der Kunst); kunstsoziologische Grundlagen (zB der soziale Charakter der Kunst, Künstler und Gesellschaft). Visueller Medienbereich: Kommunikationstheoretische, soziologische und kulturelle Grundlagen der optischen Massenmedien; ihre Wirkungen und Funktionen (Foto, Film/Video, Fernsehen, Comics, Werbung).
Kunstgeschichte:
Überblick über die Entwicklung von Architektur, Plastik, Malerei und Grafik aus kunstpädagogischer Sicht an Hand ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Epochen; besondere Berücksichtigung der europäischen Kunst; Längs- und Querschnitte.
Kunst des 20. Jahrhunderts:
Strömungen und Tendenzen in der Kunst seit der Jahrhundertwende unter besonderer Berücksichtigung der Kunst der Gegenwart.
Kunst in Österreich:
Einblick in die Kunst in Österreich; durch Exkursionen fallweise originale Begegnung mit Werken der Kunst in Österreich; allenfalls Besuch von Ausstellungen und Museen, Galerien, Werkstätten und Ateliers; Übungen im Führen.
Architektur und Umweltgestaltung:
Einblick in Probleme der Architektur, des Städtebaues und Landschaftsschutzes unter Berücksichtigung historischer, ökonomischer, gesellschaftlicher und ästhetischer Bedingungen.
Werkanalyse und Werkinterpretation:
Ikonografische Analyse und ikonologische Interpretation von beispielhaften ästhetischen Objekten, die auch für die Unterrichtspraxis ergiebig sind.
Grafik:
Theoretische Grundlagen: Verschiedene Aspekte, Funktionen, Elemente und Ordnungen grafischen Gestaltens; der technologische Aspekt:
Materialien und Verfahren im Bereich der Handzeichnung, Druckgrafik und grafischen Zwischenverfahren.
Praktische bildnerische Arbeit: Auseinandersetzung mit inhaltlichen und formalen Problemstellungen; Darstellungsmöglichkeiten: linear, flächig, körperhaft, räumlich; Verfahren der Realisation: im Bereich der Handzeichnung mit festen und flüssigen Materialien; im Bereich der Druckgrafik mit Hoch-, Tief-, Flach- und Durchdruckverfahren; grafische Zwischenverfahren und experimentelle Verfahren.
Malerei:
Theoretische Grundlagen: Verschiedene Aspekte, Funktionen und Ordnungssysteme der Farbe; die Elemente des farbigen Gestaltens; der technologische Aspekt: Materialien und Techniken der mittelbaren und unmittelbaren Malerei sowie Verfahren des 20. Jahrhunderts.
Praktische bildnerische Arbeit: Auseinandersetzung mit inhaltlichen und formalen Problemstellungen; Darstellungsmöglichkeiten: flächig, körperhaft, räumlich, transparent; Verfahren der Realisation:
deckende und lasierende Maltechniken, Kreiden, Klebetechniken, Mischtechniken.
Plastik:
Theoretische Grundlagen: Verschiedene Aspekte, Funktionen und Ordnungssysteme der Plastik; die Elemente des plastischen Gestaltens; der technologische Aspekt: Materialien und Verfahren (aufbauend, wegnehmend; treiben, gießen, montieren).
Praktische bildnerische Arbeit: Auseinandersetzung mit inhaltlichen und formalen Problemstellungen; Darstellungsmöglichkeiten:
geschlossene und offene Form, Massen- und Raumstrukturen, statische und kinetische Dimension; Vollplastik und Relief; Verfahren der Realisation: aufbauende, wegnehmende, montierende Techniken, Gießen und Treiben.
Fotografie:
Theoretische Grundlagen: Verschiedene Aspekte und Funktionen der Fotografie; Elemente fotografischen Gestaltens; der technologische
Aspekt: Geräte, Material und Verfahren.
Praktische bildnerische Arbeit: Auseinandersetzung mit inhaltlichen und formalen Problemstellungen; Gestaltungsmöglichkeiten:
Aufnahmestandpunkt, Ausschnitt, Lichteinfall, Distanz, Blickwinkel, Schärfe; Verfahren der Realisation: Aufnahme- und Labortechniken.
Schrift- und Typografie:
Theoretische Grundlagen: Verschiedene Aspekte, Funktionen und Ordnungssysteme der Schrift; die Wechselbeziehung von Schrift und Bild; der technologische Aspekt: Materialien und Techniken.
Praktische bildnerische Arbeit: Auseinandersetzung mit inhaltlichen und formalen Problemstellungen; Buchstabe allein und in Zusammenhang als Bildelement; Gestaltungsmöglichkeiten: Form, Rhythmus, Anordnung;
Verfahren der Realisation: Schreiben, Drucken, Anreiben, Kleben, Relieftechniken.
FACHDIDAKTIK
BILDNERISCHE ERZIEHUNG
Lehrstoff:
Teilaufgaben des Unterrichts aus Bildnerischer Erziehung an der Hauptschule; Erarbeitung und Anwendung eines Instrumentariums, um die bildnerische Sprache als Ausdrucksmittel gebrauchen zu können, um an Kunst und Alltagskultur reflektierend und handelnd teilnehmen zu können; Einführung in die Geschichte der Kunstpädagogik unter besonderer Berücksichtigung der Konzepte von 1945 bis heute; Erstellung eines aktuellen Fachzielkatalogs; Einführung in bezugswissenschaftliche Aspekte als Grundlage der Vermittlung von Fachinhalten (insbesondere Psychologie, Wahrnehmungstheorie, Soziologie, Unterrichtswissenschaft); fachgerechte Gliederung und stufengemäße Aufbereitung der Inhalte des Hauptschullehrplanes für Bildnerische Erziehung; Umsetzung des Fachzielkatalogs; Lernzielproblematik; Erstellung von fachorientierten, altersgemäßen, praxisgerechten Unterrichtseinheiten, -passagen und -projekten unter Berücksichtigung adäquater Methoden und Sozialformen; Möglichkeiten der Individualisierung und Differenzierung (im Hinblick auf individuelle Faktoren wie Entwicklungsstand, Arbeitstempo, Interessen, Möglichkeiten positiver Verstärkung); räumliche und zeitliche Organisation technischer Abläufe; Möglichkeiten der Sicherung des Unterrichtsertrages; Anleitung zur Beurteilung von Unterrichtsprozessen und -ergebnissen; Kriterien und Methoden für Jahresplanungen; Möglichkeiten der Einplanung und Umsetzung von Unterrichtsprinzipien; Planung und eventuell Realisierung schulischer Veranstaltungen wie Lehrausgänge, Ausstellungen, fachübergreifender Projekte, Aktionen; Kenntnis/Auswahl/Beschaffung/Anwendung und allenfalls Herstellung von fachspezifischen Unterrichtsmedien wie:
Kunstdrucke, Dias, Videoaufzeichnungen, Filme, Arbeitsblätter, Lehr- und Arbeitsbücher; Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit einschlägiger Fachliteratur und zur selbständigen Anwendung in der Unterrichtsgestaltung; Erarbeitung einer Literaturübersicht; Anleitung zum fachwissenschaftlichen Arbeiten.
WERKERZIEHUNG/TECHNISCHER BEREICH
Einblick in die Arbeitswelt und in die technologischen Arbeitsverfahren: Gewinnung von Einsichten in industrielle und handwerkliche Fertigungsprozesse und in die kritische Auseinandersetzung mit den Problemen Mensch - Maschine - Industrie - Wirtschaft und Umwelt; Erkennen der Folgen der Technik als Daseinserhöhung und Daseinserniedrigung.
Gebrauchsgut und Design:
Nutzung von Gebrauchsgegenständen nach Gebrauchswert, Wirtschaftlichkeit, ästhetischer Qualität, sozialer Funktion; Möglichkeiten der Erziehung zum konsumkritischen Verhalten.
Architektur und Umweltgestaltung:
Wohnraum, Wohnung, Wohnhaus, Wohnviertel, städtische und ländliche Verbauungsformen; traditionelle und neue Bauweisen; Wohn- und Lebensbedingungen (Wohnwert, Nutzwert, Sozialwert und Standortwert); Einbeziehung der Verkehrsverhältnisse; Problematik der verbauten Umwelt.
Einführung in die elementare Statik, Mechanik, Regel- und Steuerungstechnik: Elementare Gesetzmäßigkeiten aus dem Bereich der Statik sowie Verständnis für die Prinzipien der Maschinentechnik (Fahrzeug, Schwimm- und Flugkörper, Heben und Fördern); Regel- und Steuerungstechnik.
Technisches Zeichnen:
Einfache Risse (Grundriß, Aufriß, Kreuzriß, einfache räumliche Darstellungen). Die Werkskizze und die technische Zeichnung sind als Darstellungsmittel anzuwenden.
Werkstattpraxis:
Papier, Pappe und verschiedene Materialien; Kunststoffe; Holz;
Metall; Keramik; Formen, Abformen, Gießen/Gips, Ton, Beton, Ytong:
Innerhalb der Werkstattpraxis soll der Studierende im Umgang mit Werkzeug, Material und Maschinen elementare Kenntnisse der Werkzeug- und Materialkunde sowie der Unfallverhütung erlangen. Einsichten, Kenntnisse und Fertigkeiten im Design sind zu vermitteln. Es sollen Verfahren wie Urformen (Gießen) und Abformen; Trennen (Zerteilen, Abtragen, Spanen und Zerlegen); Umformen (Falten, Knicken, Ziehen, Strecken, Biegen); Fügen (lösbare und nichtlösbare Verbindungen); Beschichten (Anstreichen, Glasieren, Emaillieren) materialspezifisch eingesetzt werden.
Projektarbeit:
Technisch-konstruktiver und technisch-funktionaler Bereich: Die elementaren Kenntnisse aus technischer Mechanik, die Grundlagen der Maschinenlehre, Regel- und Steuerungstechnik sind die Voraussetzungen für das Erarbeiten von Projekten im technisch-konstruktiven und technisch-funktionalen Bereich. Im technischen Bereich sind Problemlösungen unter herkömmlich-systematischen sowie kreativen Aspekten anzustreben.
Bauen - Wohnen - Umwelt: Die Projektarbeit Bauen - Wohnen - Umwelt soll unter technischen, ökonomischen, gesellschaftlichen und ästhetischen Gesichtspunkten durchgeführt werden. Die Voraussetzung für das Erarbeiten von Projekten im Bereich Bauen - Wohnen - Umwelt bildet die Studienveranstaltung Architektur und Umweltgestaltung.
FACHDIDAKTIK WERKERZIEHUNG/TECHNISCHER BEREICH
Lehrstoff:
Einblick in die Werkerziehung in der Vorschulstufe und in der Grundschule als Voraussetzung der Werkerziehung in der Hauptschule und im Polytechnischen Lehrgang.
Gebrauchsform/Plastik - Design: Fähigkeit zur Gestaltung und Beurteilung im Hinblick auf Form-, Farb- und Oberflächenwirkung; Beziehung zwischen Form und Funktion, auch im Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit. Bauen - Wohnen - Umweltgestaltung, insbesondere in Beziehung zu Wohn- und Lebensbedingungen: Einsichten in räumliche, körperhafte und statische Sachverhalte; Probleme der Wohn- und Umweltgestaltung. Technisch-funktionaler Bereich: Einsichten in statische und kinetische Sachverhalte; Funktion und Arbeitsweise einfacher Maschinen. Der Aufbau des Lehrstoffes gemäß den jeweils geltenden Lehrplänen ist sachstrukturell und methodisch für die einzelnen Klassen zu erschließen; Probleme von Stoffverteilungen; Kriterien der Unterrichtsvorbereitung; Sichtbarmachen der Abhängigkeit von Form, Funktion und Fertigung bei der Erstellung von Werkaufgaben; Vorstrukturieren von Problemen unter den Gesichtspunkten des materialtechnologischen, technisch-funktionalen und formalästhetischen Aspektes; Lösung technischer Probleme durch praktisches Handeln in den Bereichen der Formgebung in den technisch-funktionalen Bereichen; spezifisches Problemlösungsverhalten bei technischen Werkaufgaben; Abhängigkeit von Material, Werkzeug und Verfahren bei der Realisierung von technischen Lösungsgestalten; Unfallverhütung; Unterrichtsmethoden des Werkunterrichtes; Maßnahmen zum Anbahnen technischen Denkens und Handelns; konstruktive und operative Fertigkeiten; Entwicklung technischer Kreativität und technischen Problemlösungsvermögens; Vermittlung von Verhaltensmodellen für die Lösung technischer Problemsituationen; Aufbau von Bezugssystemen zur Beurteilung von Technik; Einsatz und Kombination verschiedener Werkstoffe, wie Papier, Pappe, unter Berücksichtigung der heute gebräuchlichen Arbeitsverfahren und unter Verwendung von Halbfabrikaten; Übersicht über Werkstoff- und Werkzeugkunde unter Berücksichtigung ökonomischer und funktioneller Methoden; Arbeitsmittel und Medien des technischen Werkunterrichts; Materialien, Werkzeuge, Maschinen und Baukastensysteme für die Realisation technischer Lösungsgestalten; technische Geräte als Demontagemedien; technische Objekte zur Transfer- und Systembildung; audio-visuelle Medien für den Wirklichkeitsbezug; spezifische Beiträge des Werkunterrichtes zu umfassenden Bildungs- und Lehraufgaben der Hauptschule und des Polytechnischen Lehrganges. Berufsorientierung und Freizeitgestaltung; Geschmacksbildung; Gestaltung von Ausstellungen, Klassenräumen und Wandkästen; Erziehung zum kritischen Konsumverhalten; Messung und Beurteilung mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen im technischen Werkunterricht; analytische Beurteilung komplexer Werkaufgaben (Kategorienbildung); sachgemäße Verwendung von Material und Werkzeug; Idee und Realisation; korrespondierende Bedeutung von Alterslage, Werkverfahren und Problemsituation, Arbeitsagenden mit besonderer Verpflichtung zur Verantwortung, Vollendungstendenz und Werkfreude; methodische Gestaltungsmöglichkeiten von Lehrausgängen; Konfrontation mit dem technischen Objekt und Gerät; Einsichten in Fertigungsprozesse; Beobachtungsfähigkeit, Detailwissen, Begriffs- und Systembildung, Aktualisierung von Kenntnissen.
WERKERZIEHUNG/TEXTILER BEREICH
Lehrstoff:
Textiles Gestalten/Grundlagen textiler Produktgestaltung/
Textildesign:
Bedeutung textiler Produkte für den Menschen (psychologische und physiologische Dimension); Textilien und ihre Verarbeitung als Teil kulturgeschichtlicher Entwicklung und ihre Verflechtung mit sozio-kulturellen und geographischen Gegebenheiten; handwerkliche, industrielle und kunstgewerbliche Fertigung von Textilien; Einblick in die Verfahren der Fertigung: Einzelanfertigung - Massenproduktion (rationalisierte Arbeitsverfahren, Fließbandarbeit); kritische Auseinandersetzung mit den sich aus diesen Produktionsweisen ergebenden Problemen für den Menschen in Vergangenheit und Gegenwart;
Textilien in Volkskunst und Volkskultur, Brauchtum, Trachten;
Produktanalyse - Überprüfen textiler Produkte im Hinblick auf Zweckmäßigkeit, Dauerhaftigkeit, Beanspruchbarkeit, Haltbarkeit (Qualität), Ästhetik, Wirtschaftlichkeit; Grundlagen formal-ästhetischer Gesetzmäßigkeiten - Beziehungen zwischen Farbe, Form, Material, Größe, Proportion, Form-Grund-Beziehungen, Schaffung von Ordnungsgefügen und ihre Realisierung in den verschiedenen textilen Techniken; Textilkunst; Textildesign als bedeutsamer Aspekt textiler Produktgestaltung und textilen Gestaltens (Sinn und Mißbrauch des Designs); kritisches Konsumverhalten.
Textiltechnologie:
Die Vielfalt textiler Materialien: Gewinnung eines Überblicks; Gewinnung von Naturfasern, Herstellung von Fasern aus natürlichen und synthetischen Polymeren (Recycling); Entstehung von Fäden aus Stapel- und Endlosfasern; verschiedene Verfahren zur Herstellung textiler Flächen; Nacharbeiten, die das Warenbild verändern und solche, die das Warenbild nicht verändern; moderne Produktionsverfahren in allen Bereichen; Kennenlernen der besonderen Eigenschaften und Qualitäten verschiedener Textilien im Hinblick auf ihre funktionsgerechte Verwendung für Bekleidung und Wohnung; Pflege und Instandhaltung von Kleidung und Wohntextilien; Kenntnis der internationalen Pflegekennzeichen; Auszeichnungspflicht von Textilwaren, Konsumentenschutzgesetz; Probleme der Verwendung natürlicher und synthetischer Textilien - Hautfreundlichkeit, Luftdurchlässigkeit bzw. -undurchlässigkeit, Entflammbarkeit, Unverträglichkeit (Allergien), elektrostatische Aufladung.
Kleidung, Mode/einschließlich Verfahren der Fertigung:
Kleidung, Mode und Wohnung als Ausdruck individueller, historischer, ökonomischer und sozio-kultureller Bedingungen; psychologische und physiologische Auswirkungen der Bekleidung auf Menschen; Kleidung als Statussymbol, Kleidung als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe (zB Uniform); Mode als Phänomen - Verhältnis von Modewechsel und Kleidungsverhalten unter Berücksichtigung der praktischen und ästhetischen Funktion; Moderichtungen der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit (Entstehung, Erscheinungsformen, Auswirkungen, Bedeutung); die historische Entwicklung von Kleidung in Gestaltung und Herstellung und ihre Beziehungen zu anderen Kulturäußerungen ihrer Zeit (Verhältnis von Menschenbild und Kleidung, zB Fehlen einer eigenen Kindermode, Überbetonung der Teenagermode). Volks- und Brauchtum;
Entwickeln eines persönlichen Stils, eigener Wertmaßstäbe und Urteilsfähigkeit durch rezeptives Verhalten und praktisches Tun;
kritische Auseinandersetzung mit konventionellen Denk- und Beurteilungskategorien, Konsumentenerziehung (Gefahr der Manipulation und Beeinflussung des Verbraucherverhaltens); Kleidung und Mode in industrieller und handwerklicher Fertigung, Mode als Wirtschaftsfaktor; Mode in verschiedenen Lebensbereichen: Kinder-, Jugend-, Erwachsenenmode; Arbeits-, Berufs- und Freizeitkleidung.
Wohnen und Umweltgestaltung:
Bedeutung der Wohnung (des Wohnhauses, des Eigenheimes) und der Umwelt für die physische und psychische Gesundheit des Menschen und ihre Auswirkung auf die Gesellschaft; Wohnen in Vergangenheit und Gegenwart - Wohnformen und Wohnkultur in verschiedenen Gesellschaftsschichten und Kulturkreisen (die Wohnung als Ausdruck individueller, historischer, ökonomischer und sozio-kultureller Bedingungen); Funktion und Charakteristik der verschiedenen Wohnformen in Abhängigkeit der Bedürfnisse, die an eine Wohnung (Wohnraum) gestellt werden; Planung und Erwerb einer Wohnung - verschiedenen Planformen, die mit dem Wohnbau zusammenhängen, zB Flächenwidmungsplan, Baupläne, Einrichtungspläne; Wohnraumbeschaffung - Bau, Miete, Kauf, Erhaltung (Wohnkosten), Finanzierungsmöglichkeiten; Grundbuch, Mietrecht, Konsumentenschutzbestimmungen; die Bedeutung und Funktion der Einrichtung einer Wohnung (Wohnqualität, Wohnwert); Textilien in der Wohnung - individuelle Gestaltungsmöglichkeiten mit Wohntextilien (Farbe und Raum, ästhetische Wirkung, Wohnatmosphäre); die Funktion der Raum- und Wohntextilien; sinnvolle Auswahl und zweckmäßiger Einsatz von Materialien (vor allem Textilien) in der Wohnung; Anschaffungen, Pflege. Probleme der Umwelt und die Möglichkeit der Mitgestaltung (Mitverantwortung) - Bürgerinitiative, Einzelinitiative. Revitalisierung im Städtebau, Landschafts- und Denkmalpflege, Umweltbelastung und Umweltschutz; Auseinandersetzung mit Wohnen in Abhängigkeit von der Infrastruktur.
Werkstattpraxis/Weben und Knüpfen:
Weben: Kennenlernen und Verwenden unterschiedlicher Webgeräte (zB Webbrett, Webrahmen, Webstuhl; eventuell Geräte zum Weben selbst anfertigen); einfache Webarten und Weben mit erhöhten Anforderungen (Musterwebe, Bildwebe, Rundwebe, experimentelles Weben); Erproben verschiedenartiger, auch nichttextiler Materialien; Gewinnen von
Erkenntnissen bezüglich unterschiedlicher Webeffekte. Knüpfen:
Erlernen einzelner Knüpfarten; Grundknoten nach Anleitung und schematischer Darstellung (Band und Fläche, experimentelles Arbeiten; eventuell Anfertigen plastischer Objekte); besondere Eigenschaften und Wirkungen verschiedenartiger Materialien in dieser Technik.
Werkstattpraxis/Sticken einschließlich Applizieren:
Eine Auswahl aus der Technik Sticken - frei und fadengebunden, einschließlich Applizieren - in traditionellen Techniken (verschiedene Arten von Grundstichen, Kreuzstich, Durchbrucharbeiten ua.) und frei gestaltend; die Abhängigkeit von Faden und Grund ist hier besonders zu berücksichtigen.
Werkstattpraxis/Stricken und Häkeln:
Verschiedene Arten und Muster der Strick- und Häkeltechnik (auch Mehrfarben, Rund- und Kunststricken; Rundhäkeln, Filethäkelei); Kennenlernen und Anwenden von Strick- und Häkelschriften und Arbeitsanleitungen; Entwerfen und Erproben eigener Strick- und Häkelmuster; Herstellen von Werkstücken nach Arbeitsanleitungen und nach eigenen Entwürfen.
Werkstattpraxis/Nähen:
Einfache Werkstücke in Variationen nach eigenem Entwurf und nach Arbeitsanleitung selbständig herstellen; Zuschneiden, Umgang mit der Nähmaschine und ihren Zusatzgeräten; Wartung und Pflege; verschiedene nähtechnische Details anwenden (zB verschiedene Nähte, Randabschlüsse, Schlitze und andere Verschlüsse, Kragen und Manschetten, Bundverarbeitung.
Werkstattpraxis/verschiedene andere Techniken, Arbeiten mit nichttextilem Material, Färben und Drucken:
Kennenlernen und Anwenden verschiedener anderer Techniken (zB Fadenlegen auf textilem Grund) und Umgang mit nichttextilem Material (zB Leder, Stroh, Draht, Perlen). Plastische Objekte aus textilem und nichttextilem Material (zB Textilplastik, Spielobjekte).
Färben und Drucken: Befähigung zu dekorativ-ornamentalen Lösungen in verschiedenen Druck- und Färbetechniken (Direktdruck, verschiedene Arten von Reservedruck).
FACHDIDAKTIK WERKERZIEHUNG/
TEXTILER BEREICH
Lehrstoff:
Die Fachdidaktik der textilen Werkerziehung soll in die Entwicklung und die Struktur des Faches Einblick geben. Dabei sollen die Inhalte, die Begründung, die Bedeutung und Zielsetzungen unter Berücksichtigung allgemein-historischer und kulturhistorischer, lebenspraktischer und auch systematischer Fragestellungen untersucht und aufgezeigt werden. Auf die Wechselwirkung und auf den Zusammenhang zwischen Stoffauswahl und der entsprechenden Methode ist besonders zu achten. Ebenso sind die schulorganisatorischen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Die Inhalte und Aufgaben des Faches sind ihrer Struktur nach so auszuwählen und anzuordnen, daß sie die Studierenden befähigen, die selbst erworbenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Einsichten in den jeweiligen theoretischen und praktischen Bereichen des Unterrichts zweckmäßig und methodengerecht einzusetzen. Für die Planung des Unterrichtes ist eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Lehrplan der Hauptschule und des Polytechnischen Lehrganges erforderlich. Die Erstellung von Unterrichtskonzepten (Stundenbildern, Organisationsentwürfen, Wochen- und Jahresplanungen) verlangt eine sachgerechte Analyse und Interpretation der Lehrplaninhalte.
Bei der Planung und Gestaltung des Unterrichtes sind die fachtypischen Lernprozesse (zB Einsichten in Funktionszusammenhänge, Zweckmäßigkeit bei der Verwendung), die physiologischen, psychologischen und soziologischen Aspekte des Wahrnehmens und Gestaltens zu berücksichtigen und die jeweilige Schulstufe zu beachten. Ferner ist bei der Planung von Unterrichtsabläufen der Prozeßhaftigkeit im Zusammenhang mit der Fertigung besonders Rechnung zu tragen. In die Gesamtplanung des Unterrichtes ist auch die Projektarbeit einzubeziehen. Bei der Auswahl des Lehrstoffes und dessen Aufbereitung zu Unterrichtsaufgaben ist auf die einschlägige Fachliteratur (Fachzeitschriften, Arbeitsanleitungen, Lehrbücher) Bezug zu nehmen; dabei sollen die Möglichkeiten des selbständigen Arbeitens und Studierens aufgezeigt und ausgeschöpft werden. Aktuelle Themen, wie aktuelle Techniken, Fragen des Umweltschutzes, zweckmäßige Kleidung, besondere Modetrends, sollen Berücksichtigung finden. Es sind Probleme der Vermittlung aufzuzeigen und zu erarbeiten; die Medienherstellung und der Einsatz von Arbeits- und Anschauungsmitteln ist zu erlernen und zu üben. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, kreative Prozesse einzuleiten, eigene Ideen zu finden und umzusetzen. Fächerübergreifende Momente (zB mit Bildnerischer Erziehung) sind zu beachten.
HAUSWIRTSCHAFT
(einschließlich Gesundheitslehre und Kinderpflege)
Lehrstoff:
Ernährungslehre:
Biochemie: Organische und anorganische Naturstoffe für die menschliche Ernährung; Enzyme und Hormone als Träger der Lebensfunktionen; intermediärer Stoffwechsel.
Ernährungsphysiologie: Erhaltungs- und Leistungsstoffwechsel; physiologischer Bedarf von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten.
Allgemeine Ernährungslehre: Zusammensetzung und physiologische Bedeutung der Nähr- und Genußstoffe; Ermittlung der biologischen Wertigkeit von Nährstoffträgern; Aufwertungsmöglichkeiten; Auswirkungen von Umwelteinflüssen und Ernährungsgewohnheiten auf den Ernährungszustand; Richtlinien für die Zusammensetzung von Speisenfolgen.
Ernährungsprobleme: Proteinmangel und Überschuß; Fettkonsum; Mangel an Vitaminen, Mineral- und Faserstoffen; Genußmittelkonsum.
Lebensmittelkunde:
Einführung in das Lebensmittelgesetz.
Nahrungsmittel: Eiweißträger, Fette, Kohlenhydratträger, vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungsmittel (Arten, Zusammensetzung, Nährwert, Lagerung, Verwendungsmöglichkeiten); Gewürze und Gewürzkräuter; Genußmittel; Produktions-, Verarbeitungs- und Konservierungsmethoden; Bedeutung der Halbfertig- und Fertigprodukte bei der Nahrungszubereitung.
Diätetik:
Zusammenhänge zwischen Ernährung und Volksgesundheit; Kostformen für Gesunde unter Berücksichtigung verschiedener Altersgruppen, insbesondere für Kinder, Jugendliche und alte Menschen; Kostformen bei unterschiedlicher körperlicher und geistiger Belastung;
Richtlinien für allgemeine Schonkost; Diäten bei Stoffwechselerkrankungen, insbesondere für Diabetiker, Herz- und Kreislaufkranke; Aufbau- und Reduktionskosten;
Fehlernährungsprobleme.
Ernährungstechnologie:
Koordinierung und Umsetzung der physiologischen und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse; Zusammenhänge zwischen Grundregeln der Zubereitung und Nährstoffveränderungen; Funktion des Klebers beim Backvorgang; Eiweißgerinnung; Wasserbindefähigkeit von Eiweiß; Beurteilung der biologischen Wertigkeit von Eiweißträgern; küchentechnische Maßnahmen zur Förderung oder Hemmung der Enzymaktivität; Auswertung der besonderen Eigenschaften der Stärke aus küchentechnischer Sicht; Pektinstoffe und ihre sachgemäße Verwendung; Nutzbarkeit und negative Auswirkungen der Plasmolyse;
Anwendbarkeit der verschiedenen Gärungsformen; Grundregeln der Fettbehandlung; die Bedeutung des Schmelzbereiches der Fette für die Verarbeitung; gesundheitliche Konsequenzen falscher Fettverarbeitung;
küchentechnische Maßnahmen zur Erhaltung des Vitamin- und Mineralstoffgehaltes von Lebensmitteln; Aufwertungsmöglichkeiten. Funktion des Wassers als Transport- und Lösungsmittel; Probleme der Verwendung von natürlichen und synthetischen Geruchs- und Geschmacksstoffen; Kennenlernen verschiedener Ursachen für die Entstehung von Giftstoffen in Lebensmitteln; die Verschiebung des Siedepunktes durch Druckveränderung; Energie- und fettsparende Arbeitsmaterialien; Einfluß der Garmachungstechnik auf den Nährstoffgehalt der Nahrung; Lagerhaltung; Krisenbevorratung; Zusammenhänge zwischen Lebensmitteltechnologie und biologischer Wertigkeit. Der Unterricht im Rahmen der Studienveranstaltungen „Ernährungstechnologie'' und „Küchenpraxis'' ist als Einheit zu sehen.
Gesundheitslehre:
Funktionelle Anatomie und Physiologie der menschlichen
Organsysteme: Bewegungsapparat, Stoffwechselorgane, Blut und Kreislauf, Atmungsorgane, Verdauungssystem, Ausscheidungsorgane, Geschlechtsorgane; Nervensystem; Sinnesorgane; Neurosekretion, Immunsystem. Humangenetik und Erbhygiene; Embryonalentwicklung, Schwangerschaft und Geburt; neue Wege im Bereich der Geburtshilfe;
ethische, psychologische und soziale Probleme des Sexuallebens;
Geburtenregelung; Maßnahmen des Staates zum Schutze von Mutter und Kind; mechanische, chemische und physikalische Einflüsse auf die Gesundheit; Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Menschen in den Bereichen Wohnen, Freizeit, Straßenverkehr und Arbeitsplatz;
Zivilisationskrankheiten; psychosomatische Gesundheit;
Ganzheitskosmetik; Schädigungen durch Genußgifte; Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens.
Kinder- und Krankenpflege:
Körperbau und Lebensvorgänge des Säuglings und Kleinkindes; Eltern-Kind-Beziehung; Familienrecht; Ernährung und Pflege des Säuglings und Kleinkindes; Maßnahmen zur Verhütung von Fehlernährung und Pflegeschäden beim Säugling und Kleinkind; natürliche und medizinische Maßnahmen zur Aktivierung der Abwehrkräfte des menschlichen Körpers; Krankheitssymptome; Infektionskrankheiten;
psychosomatische Störungen als mögliche Krankheitsursachen;
Parasiten, parasitäre Erkrankungen: Vorbeugung, Behandlung;
angewandte Hauskrankenpflege für alle Altersstufen; Umgang mit Medikamenten und alternativen Heilmitteln; Hausapotheke, Auto- und Reiseapotheke; Pflege und Betreuung des alten Menschen; Einrichtungen für den Behinderten im Wohn- und Arbeitsbereich;
Behindertenbetreuung; Unfallverhütung in den Bereichen Wohnen, Freizeit, Straßenverkehr, Arbeitsplatz und Schule.
Ökonomie und Technologie des Haushaltes:
Soziale und ökonomische Funktion des Familienhaushaltes; Aufgaben und Leistungsstruktur des Haushaltes; Haushaltsformen; Arbeitsplanung und Arbeitsteilung im Haushalt; Mittel zur Aufgabenerfüllung im Haushalt (Geld, Güter, Dienstleistungen, Rechte).
Haushalt und Umwelt: Energieprobleme, Abfallbeseitigung, Lärmschutz, Luftverschmutzung; Konsum- und Konsumentenverhalten;
Werbung und Information; Hilfen und Beratungsmöglichkeiten;
Bevorratung im Haushalt; Technologie der im Haushalt verwendeten Materialien; Pflege- und Reinigungsmaterialien, Arbeitsgeräte und Maschinen; Gefahren und Unfallverhütung; Ausstattung und Einrichtung von Räumen, Kriterien für die Auswahl (Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, ästhetische Komponente).
Küchenpraxis:
Einführung in den Küchenbetrieb. Richtlinien für Einkauf, Lagerung und Verrechnung von Lebensmitteln; grundlegende Arbeitstechniken, Arbeitsanalysen, Zeitstudien, Arbeitsabläufe, Arbeitsorganisation; Funktion der Küchengeräte und Maschinen des Haushaltes; Anwendung der verschiedenen Grundzubereitungsarten; Grundteigarten und ihre Abwandlung; Zubereitung von einfachen Gerichten unter besonderer Berücksichtigung bodenständiger Speisen; Zubereitung von einfachen Jausen- und Mixgetränken; Abänderungen und Erweiterungen der Grundrezepte für die Feinküche; Spezialitäten der heimischen und internationalen Küche; Abwandlungsmöglichkeiten von Gerichten nach persönlichen, gesundheitlichen, ökonomischen und jahreszeitlichen Gegebenheiten unter Einbeziehung der Kreativität; Verwendung von Rohprodukten, Halbfertig- und Fertigfabrikaten; Herstellung von Schnellgerichten; zeitgemäße Konservierungsmethoden; Übungen im Zusammenstellen von Speisenfolgen und Erstellen von Lebensmittelmengen für einzelne Speisen; Wareneinsatz- und Nährwertberechnungen.
Servierkunde:
Grundlegende Anforderungen an Eß- und Tischkultur.
Tischinventar: Tischwäsche, Speise- und Anrichtegeschirr, Gläser, Bestecke und sonstige Serviergeräte; Grundgedeck, systematischer Aufbau; Gedeckvarianten nach gegebenen Speisenfolgen; Tisch- und Raumgestaltung für verschiedene Anlässe.
Tafelformen: Mise-en-place; Tisch- und Menükarten; sonstiger Tischschmuck. Grundregeln des Servierens; Servierarten und ihre praktische Anwendung. Üben der grundlegenden Handgriffe; Servieren verschiedener Mahlzeiten; Getränkeservice; das Buffet.
Übungen zur Ökonomie und Technologie des Haushaltes:
Grundlegende Arbeitstechniken im Wohn- und Arbeitsbereich des Haushaltes unter Berücksichtigung organisatorischer und ökonomischer Aspekte; Arbeitsplanung; Arbeitsablauf; fachgemäße Anwendung von Pflege- und Reinigungsmitteln; vergleichende Kostenberechnung; Pflegearbeiten im Wohn- und Arbeitsbereich des Haushaltes; Pflege und Reinigung der Wäsche und Bekleidung; Pflege von Zimmerpflanzen, Zier- und Nutzgarten; Pflege und Anordnung von Schnittblumen.
FACHDIDAKTIK HAUSWIRTSCHAFT
Lehrstoff:
Analyse und Interpretation des Lehrplanes der Hauptschule und des Polytechnischen Lehrganges; die Lehrstoffverteilung im Hinblick auf äußere und innere Differenzierung; Probleme und Kriterien der Auswahl und Anordnung des Lehrstoffes; die Gestaltung einer Unterrichtseinheit, ihre Vor- und Nachbereitung; Organisatorische und didaktisch-methodische Möglichkeiten der Unterrichtsvorbereitung im Hinblick auf die Koordination des theoretischen mit dem praktischen Unterricht; fachspezifischer Einsatz der Lehr- und Lernmittel und der Schulbücher; fachspezifische Maßnahmen zur Sicherung des Unterrichtsertrages; Lehrübungen und anschließende Unterrichtsanalysen; Kenntnis der Fachliteratur; Anregungen zum Selbststudium; Behandlung von Problemen der Marktorientierung und des Umweltschutzes; Orientierung auf dem Arbeitsmittelmarkt, Lehrmittel- und Medienmarkt; Kenntnis der die Arbeitsmethoden und Arbeitsmittel betreffenden Vorschriften; Aufbau von Lehrmittelsammlungen;
Kassaführung und Rechnungslegung im Hauswirtschaftsunterricht;
Einrichtung und Instandhaltung von Lehrküchen und Nebenräumen.
LEIBESERZIEHUNG
Lehrstoff:
Sportpädagogik:
Sportpädagogische Grundbegriffe; Wert- und Bildungsbereiche der Leibesübungen und des Sports; Strukturprobleme und Systematiken;
Erziehungsziele; Lehrplan und Curriculum; sportliche Leistung;
pädagogische Prinzipien; anthropologische Grundlagen; Spieltheorien;
historische Aspekte der Leibesübungen und des Sports.
Sportpsychologie:
Entwicklungspsychologische Aspekte: Entwicklungsphasen, Übungsbedarf und psychische Belastbarkeit.
Persönlichkeitspsychologische Aspekte: typenmäßige Veranlagung, psychische Ursachen von Leistungsschwäche; Persönlichkeit des Leibeserziehers; positive und negative Auswirkungen des Sports auf die Persönlichkeit; Lehrerverhalten.
Motivationspsychologische Aspekte: Handlungsformen, Motivationsentwicklung, Leistungsmotivation, Motivationshilfen.
Lernpsychologische Aspekte: Lernprozesse, Informationsverarbeitung, psychologische Aspekte motorischen Lernens (Transfer, Lernplateau, mentales Üben).
Spezielle Fragestellungen: emotionale Prozesse im sportlichen Handeln; interaktionspsychologische Probleme im Sport; regulative Methoden im Sport; Aggression, Frustration, Angst.
Sportsoziologie:
Einfluß der Gesellschaft auf den Sport; Einfluß des Sports auf die Gesellschaft; soziale Mobilität durch Sport; soziale Schichtung und Sport.
Soziale Strukturen und Prozesse innerhalb des Sports: soziale Integration; soziales Lernen im Sport; Schulsport - Leistungssport;
Interaktionsprozesse im Sport; Gruppendynamik im Sport; Koedukation;
Soziogramme im Sport.
Bewegungslehre:
Prinzipien der Sportmotorik, sportmotorische Entwicklung, sportmotorische Eigenschaften, Bewegungseigenschaften; sensomotorische Aspekte; biomechanische Grundlagen und ihre Anwendung; spezielle Bewegungslehre und ihre Konsequenzen für die Methodik; Bewegungsanalysen; Untersuchungsmethoden.
Anatomie und Sportphysiologie:
Skelett- und Organsysteme im Hinblick auf die Bewegungsfunktion, auf Haltungsschäden und -schwächen; physiologische Bedingungen für die Leistungs- und Belastungsfähigkeit des Organismus bei Leibesübungen und Sport.
Praktisch-methodische Ausbildung:
Verbesserung der allgemein-motorischen Grundlagen sowie der Steigerung des Eigenkönnens in den Übungsbereichen Turnen, Leichtathletik, Schwimmen - Wasserspringen - Retten, Spiele, Skilauf, Eislauf, Tanz und Gymnastik, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der Fähigkeit, die Prinzipien der Leibesübungen in der Hauptschule und im Polytechnischen Lehrgang (Bewegen, Spielen, Leisten und gesunde Lebensführung) vermitteln zu können. Dabei ist auf die didaktisch-methodischen Erfordernisse des Unterrichtes in der Hauptschule und im Polytechnischen Lehrgang (auch im Rahmen von Schulveranstaltungen) Rücksicht zu nehmen. Der methodische Aufbau des Lehrstoffes aus Leibesübungen der Hauptschule und des Polytechnischen Lehrganges, das situations- und sachgemäße Sichern und Helfen sind zu vermitteln und ein spezielles Sicherheitsverhalten zu entwickeln. Zusätzlich können nach örtlichen Gegebenheiten weitere Veranstaltungen für freizeitrelevante Sportarten (zB Bergwandern, Spiele, Gemeinschafts- und Volkstänze, Orientierungslauf, Ringen, Judo, Fechten, Tennis, Tischtennis, Rudern, Federtuchspringen) eingerichtet werden.
Anhang zum Lehrplan „Leibeserziehung'':
Leistungsanforderungen für männliche Studierende aus dem Studienfach Leibeserziehung:
Turnen: Gute Ausführung der im Lehrplan der Hauptschule vorgesehenen Übungen; einwandfreies Sichern und Helfen.
Boden: Mindestens achtteilige Kür, der Handstützüberschlag vw, Nacken- oder Kopfstützüberschlag, Felgrolle und Handstützüberschlag sw zu enthalten hat.
Reck: Mindestens fünfteilige Kür, die Kippaufschwung vl vw, Hüftumschwung vl rw, Hüftumschwung vl vw, Hocke oder Grätsche zu enthalten hat.
Barren: Mindestens fünfteilige Kür, die Oberarmkippe, Stemmaufschwung, Oberarmstand und Drehhocke zu enthalten hat.
Kasten: (quer, volle Höhe): Handstützüberschlag vw.
Kasten: (lang, volle Höhe): Hocke oder Grätsche.
Spiele: Technische und taktische Grundlagen für die Spiele Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Faustball; Kenntnis der Spielregeln; Fähigkeit, die Spiele zu leiten.
Leichtathletik: Die Leistungen im 100-m-Lauf, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoß und 5000-m-Lauf müssen der jeweils gültigen ÖSTA-Leistungsstufe in der entsprechenden Altersklasse (zwei Disziplinen können auf dem Niveau der ÖSTA-Grundstufe sein) entsprechen. Techniknachweis: Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoß, Schlagballwurf, Hürdenlauf, Speerwurf; Kenntnis der Wettkampfbestimmungen.
Schwimmen: 100 m beliebig in 1:50,0 Minuten, 300 m beliebig in 7:00,0 Minuten; Leistungen des Retterscheines der Österreichischen Wasserrettung; Sprünge vom 1-m-Brett: Kopfsprung vw und rw, Delphin- oder Auersbachsprung, 1 1/2 Salto vw; Sprünge vom 3-m-Brett:
Kopfsprung vw, Abfaller rw; Techniknachweis: Rücken, Brust, Kraul, Delphin.
Eislauf: Einfache Grundformen aus dem Kunstlauf, einfache Tanzschritte; nach örtlichen Gegebenheiten allenfalls auch Schnellauf und Eishockey.
Skilauf: Fahrkönnen der Fortgeschrittenenstufe; Einführung in den Skilanglauf.
Rhythmische Gymnasik: Grundtechniken.
Leistungsanforderungen für weibliche Studierende aus dem Studienfach Leibeserziehung:
Turnen: Ausführung der im Lehrplan der Hauptschule vorgesehenen Übungen; einwandfreies Sichern und Helfen.
Boden: Mindestens fünfteilige Kür, die Felgrolle, Handstützüberschlag sw und Handstand abrollen zu enthalten
hat; Kür mit Musikbegleitung.
Reck: Mindestens vierteilige Kür am kopfhohen Reck, die Hüftaufschwung, Hüftumschwung rw und Flanke oder Hocke zu enthalten hat.
Stufenbarren: Mindestens fünfteilige Kür, die mindestens dreimaligen Holmwechsel, zwei verschiedene Umschwünge und zwei verschiedene Aufschwünge zu enthalten hat.
Balken: Eine Kür über mindestens drei Balkenlängen, die zwei Sprungkombinationen, zwei statische Elemente und entsprechenden Auf- und Abgang zu enthalten hat.
Kasten: (lang, volle Höhe): Grätsche oder Hocke.
Spiele: Technische und taktische Grundlagen für die Spiele Handball, Basketball, Volleyball; Kenntnis der Spielregeln; Fähigkeit, Spiele zu leiten.
Leichtathletik: Die Leistungen im 100-m-Lauf, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoß und 2000-m-Lauf müssen der jeweils gültigen ÖSTA-Leistungsstufe in der entsprechenden Altersklasse (zwei Disziplinen können auf dem Niveau der ÖSTA-Grundstufe sein) entsprechen. Techniknachweis: Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoß, Schlagballwurf, Speerwurf und Hürdenlauf; Kenntnis
der Wettkampfbestimmungen.
Schwimmen: 100 m beliebig in 2:05,0 Minuten mit Startsprung, 200 m beliebig in 4:40,0 Minuten; Leistungen des Helferscheines der Österreichischen Wasserrettung; Sprünge vom 1-m-Brett: Kopfsprung vw, Salto; Sprünge vom 3-m-Brett: Abfaller, Fußschlußsprung;
Techniknachweis: Rücken, Brust, Kraul, allenfalls Delphin.
Eislauf: Einfache Grundformen aus dem Kunstlauf und einfache Tanzschritte.
Skilauf: Fahrkönnen der Fortgeschrittenenstufe; Einführung in den Skilanglauf.
Rhythmische Gymnasik: Ausführung der im Lehrplan der Hauptschule und des Polytechnischen Lehrganges vorgesehenen Übungen; Pflicht- und Kürübungen zur Musik mit Grundtechniken der Jazzgymnastik und der Rhythmischen Sportgymnastik; Fähigkeit der Bewegungsbegleitung.
FACHDIDAKTIK LEIBESERZIEHUNG
Lehrstoff:
Interpretation des Lehrplans der Hauptschule, insbesondere der Bildungs- und Lehraufgaben des Faches; spezielle Anwendung der didaktischen Grundsätze und der Unterrichtsprinzipien.
Zielproblematik: Bestimmung von Lernzielen im Zusammenhang mit der Stoffauswahl; Begründung von Zielentscheidungen (psychomotorischer, sozial-affektiver, kognitiver Aspekt); Lernzielkatalog unter den Aspekten: Ausgleich und Kondition, Formung, Leistung, Gestaltung, Spiel, Wissen, Einsichten und Einstellungen.
Unterrichtsorganisation: zB Stundentypen; Stundenmodelle mit besonderen Schwerpunkten; Aufstellungs- und Betriebsformen;
Betriebsweisen; Individualisierung; Differenzierung; Intensivierung des Unterrichts; Struktur des Lehr- und Lernvorganges;
Unterrichtsverfahren; methodische Reihen, programmgesteuerter Unterricht; Lernhilfen; Funktion und Anwendung der methodischen Maßnahmen; Sichern und Helfen; Korrektur; offene Lehr- und Lernsituation; Interaktionsformen; Lehrerverhalten; Üben, Trainieren - Trainingsmethoden; Möglichkeiten der Koordinationsschulung; Förderung der Gestaltungsfähigkeit und Kreativität; Lernkontrolle, Leistungserhebung, Aspekte der Schülerbeurteilung, altersspezifische sportmotorische Tests.
Unterrichtsplanung:
Jahresplanung; mittelfristige Planung aufgrund didaktisch-methodischer Analysen; Stundenplanung, Analyse und Reflexion von Sportstunden; Ausarbeitung von Projekten; Planung und Durchführung von Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen.
Spezielle didaktische Fragestellungen: Spezielle Maßnahmen der Unfallverhütung, Entwicklung sicherheitsorientierten Verhaltens;
Erkennen von Fehlhaltungen, Haltungsschwächen und Haltungsfehlern und spezielle Maßnahmen der Haltungserziehung; Neigungsgruppen;
Gestaltung von Leibesübungen unter erschwerten Bedingungen;
projektorientierter Unterricht; koeduktiver Sportunterricht;
Gesundheitserziehung, Hygiene; die Bedeutung von Körpererfahrung im Sportunterricht und Möglichkeiten ihrer Vermittlung; normierte Bewegungen, subjektive Bewegungserfahrung; Stoffsammlungen, Übungsprogramme, Wettkampfbestimmungen und Spielregeln; Terminologie.
Medieneinsatz und Literaturstudium:
Einsatz von Musik; Verwendung alternativer Sport- und Spielgeräte; Herstellung und Einsatz von Lehr- und Lernmaterialien (Arbeitskarten, Skizzen, Bildreihen, Lichtbild, Film, Rhythmusinstrumente) zur Schaffung von Bewegungsvorstellungen, als Motivationsverstärkung, als Organisationshilfe, zur Leistungskontrolle; Verwendung des Videogerätes zur Bewegungsanalyse und Bewegungskorrektur; fachspezifische Gesetze, Erlässe, Verordnungen; Studium und Reflexion der einschlägigen Fachliteratur.
SOZIAL- UND WIRTSCHAFTSKUNDLICHER
STUDIENBEREICH
Lehrstoff:
Der Mensch in Gesellschaft und Staat:
Klassen- und Schulgemeinschaft; Ursachen und Folgen von Konflikten, Lösungsstrategien; Ehe und Familie; Verwandtschaft und Nachbarschaft; alternative Wohn- und Lebensformen; Werthaltungen für das persönliche Leben.
Die Gesellschaft von heute: Aufbau, Veränderungen und Entwicklungstendenzen; die sich wandelnde Rolle von Frau und Mann in verschiedenen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens; die Rolle des Kindes und des Jugendlichen; Gemeinden - Länder - Staaten - überstaatliche Institutionen; die Rolle verschiedener Gruppen und Verbände und ihr Einfluß auf das gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben; Religionsgemeinschaften, politische Parteien, Vereine; Lebensprobleme anderer Völker.
Zeitgeschichte Österreichs:
Die wichtigsten kulturellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ereignisse, Entwicklungen und Wandlungen seit dem Ersten Weltkrieg und ihre Triebkräfte. Das politische System Österreichs: Entstehung, Aufbau und Prinzipien der österreichischen Bundesverfassung; politische Meinungs- und Willensbildung in der Demokratie; Parlamentarismus in Österreich.
Politikwissenschaft:
Auffassungen von Politik und Aufgaben der Politikwissenschaft; Sachbereiche der Politik; politische Ideen und Theorien mit besonderer Berücksichtigung der Gegenwart; Elemente und Hauptformen moderner demokratischer Regierungssysteme; Faktoren der politischen Meinungs- und Willensbildung; Hinführung zur politischen Urteilsbildung; die verfassungsrechtliche Ordnung und der faktische Vorgang politischer Entscheidungen in Österreich; Bedeutung, Aufgaben und Leistungen der Verwaltung; Einführung in die Wirtschaftsgeschichte; Berücksichtigung des sozial- und volkskundlichen Aspekts; exemplarische Problemanalysen zur Ideen- und Geistesgeschichte Europas.
Rechtsfragen des Alltags:
Rechtsleben und Rechtsfragen des Alltags, insbesondere Jugendschutzgesetz bzw. Jugendgesetz und Jugendstrafrecht (Strafmündigkeit, Jugendgericht, Hilfsmaßnahmen; Bewährungshilfe, Suchtgiftgesetz); Verträge; der junge Mensch als Verkehrsteilnehmer;
Arbeits- und Sozialrecht; Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz;
Sozialversicherung.
Der Mensch in der Arbeitswelt:
Aufgaben und Zusammenwirken von Arbeitnehmer und Arbeitgeber am Arbeitsplatz; die Arbeit als Mittel des Lebensunterhalts, der Selbstverwirklichung und Identitätsbildung; Berufe und Berufsgruppen, Interessensvertretungen; Arbeitsbedingungen und Arbeitsklima; inner- und überbetriebliche Mitbestimmung. Organisationsformen von Arbeit; wirtschaftliche, soziale und psychologische Auswirkungen von Arbeitslosigkeit; Jugendarbeitslosigkeit.
Raum und Wirtschaft Österreichs:
Die Entwicklung der Republik Österreich; Träger staatlicher Ordnung, räumliche Verwaltungseinheiten; die naturräumliche Ausstattung und naturräumliche Gliederungen; Entwicklung, Struktur und Probleme der Bevölkerung, der Siedlung, der Wirtschaft, des Verkehrs und des Fremdenverkehrs; der ländliche und städtische Lebensraum; Zentral- und Peripherräume; Bereiche der österreichischen Wirtschaftspolitik mit Schwerpunkten der Struktur- und Regionalpolitik. Österreichs Verflochtenheit mit der Weltwirtschaft;
Raumordnung, Naturschutz und Umweltschutz der Länder und des Bundes;
ausgewählte Raumtypen und Landschaften; bestimmte Merkmale der Bundesländer.
Allgemeine Wirtschaftskunde:
Betriebswirtschaft: Unternehmen (Betriebe) verschiedener Größe und Wirtschaftszweige der Landwirtschaft, des gütererzeugenden Gewerbes, der Industrie, des Handels; Unternehmensformen, Unternehmenszusammenschlüsse, Marktformen; das betriebliche Rechnungswesen (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenrechnung); das Geld, der Kapitalmarkt, die Banken.
Volkswirtschaft: Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (Entstehung des Brutto-Inlandproduktes, Verteilung des Volkseinkommens, Verwendung des Güter- und Leistungsvolumens); der private Haushalt, Haushalte öffentlicher Gebietskörperschaften; die Außenwirtschaft, die Zahlungsbilanz, die Währung; Zusammenschlüsse in der Weltwirtschaft; Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsordnungen; der Konsument, der Arbeitnehmer, der Unternehmer, der Staat als Träger der Wirtschaft.
NATURKUNDLICH-TECHNISCHER STUDIENBEREICH
Lehrstoff:
Elektrizität und Nachrichtentechnik:
Spannung, Stromwiderstand, Ohm'sches Gesetz, Kirchhoff'sche Regeln, Arbeit und Leistung, elektrische Meßgeräte; Licht- und Wärmewirkungen des Stroms, magnetische Wirkungen, Induktion, Trafo, Motor, Generator; chemische Wirkungen, Galvanische Elemente, Akku; Gefahren des Stroms, Sicherheitsmaßnahmen; Grundlagen der Elektronik:
Widerstand, PTC-, NTC-, LDR-, Spannungsteiler; Kondensator, RC-Glied, Kondensator im Wechselstromkreis: Halbleiter, Diode, Ventilwirkung, Gleichrichtung von Wechselstrom, Überlastungsschutz, Z-Diode, Leuchtdiode; Transistor, Verstärkerwirkung, Lichtschranke, Dämmerungsschalter, Multivibrator; Grundlagen der Mikroelektronik; Nachrichtentechnik: Telefon, Schall- und Bildträger, Rundfunk und Fernsehen.
Wärmelehre/Bauen und Heizen:
Unter Verwendung der in der Chemie gewonnenen Begriffe „relative Atom- und Molekülmasse'', „Stoffmenge'' (Mol), „Avogadro-Konstante'': Kinetische Deutung von Temperatur, Wärmemenge und spezifische Wärmekapazität; Gasgesetze; Zustandsgleichung; absolute Temperatur; Änderung der Aggregatzustände; Ausbreitung der Wärme; erster Hauptsatz der Wärmelehre; der Energiesatz in der Wärmelehre; Umwandlung von Wärme in mechanische Energie; reversible und irreversible Prozesse; zweiter Hauptsatz der Wärmelehre; Wärmekraftmaschinen; Kältemaschinen und Wärmepumpen; Baustoffe (Ziegel, Zement, Stahl, Holz, Gips, Glas); Bauhilfsstoffe (Isolierstoffe, Bindemittel); Brennstoffe (Kohle, Koks, Öl, Gas, Holz, Stroh, Biogas); Heizungsanlagen und Heizungstechnik; Wärmebedarfsrechnung; Wärmeisolation; Feuerlöschgeräte.
Mechanik/Verkehrs- und Transportwesen:
Mechanik; Teilchenstruktur der Materie: Einführung in den Gegenstand und die Methode der Physik; Grundbegriffe: Größenart, Größe, Einheit, Einheiten im SI-System, Grundgrößen und abgeleitete Größen; die Grundgrößen Länge und Zeit; Massenpunkt; Grundlagen der Bewegungslehre, Translation, Kraft, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Reibung, Bremsen, Getriebe; Energieformen und Energieumwandlung;
Otto-Motor, Diesel-Motor, Turbinen, Strahltriebwerke; Grundlagen des Fliegens, Luftwiderstand, Auftrieb, Tragflügel, Raketenprinzip;
Kreisbewegung, Gravitationsgesetz, Kepler'sche Gesetze; Grundlagen der Raumfahrt, Satelliten.
Kernphysik:
Grundlagen der Quantenphysik; Geschichte der Atommodelle;
Quantenzahlen; Atombau und Spektrallinien; Franck-Hertz-Versuch;
Grundzüge der Wellenmechanik; Unschärferelation; Dualismus Welle-Teilchen; wellenmechanisches Atommodell; Radioaktivität;
Kernbau und Kernreaktionen; künstliche Radioaktivität; Kernreaktor;
Strahlenschutz; Probleme der Kernfusion; Elementarteilchen; Bau und Entwicklung des Universums.
Chemie des täglichen Lebens:
Überblick über die allgemeine, organische und anorganische Chemie;
die chemische Industrie; Ernährung: pflanzliche und tierische Nahrungsmittel (Zusammensetzung, Erzeugung, Gewinnung, Zusatzstoffe, Konservierung); Vitamine und Mineralstoffe, Genußmittel; Kunststoffe;
Natur- und Kunstfasern, Waschmittel, Putzmittel, chemische Reinigung, Desinfektionsmittel; Medikamente (Entwicklung, Zusammensetzung, Wirkungen), Drogen; Pflanzenschutzmittel, Holzschutzmittel, Lacke, Farben, Klebstoffe.
Allgemeine Biologie und Gesundheitserziehung:
Genetik: Mendel'sche Gesetze, deren Einschränkungen, Kombinationszüchtungen; Molekularbiologie, Mutationen, Mutationszüchtungen; Einblick in die Humangenetik, biologische Manipulation; Gesundheit und Krankheit; Individual- und Sozialaspekt von Gesundheit und Krankheit am Beispiel einiger Krankheiten und Krankheitserreger; Sozialhygiene und Sozialmedizin; Situationen in anderen, vor allem unterentwickelten Ländern.
Humanbiologie und -ökologie:
Biologische Grundlagen menschlichen Verhaltens (Humanethologie);
Sexualität des Menschen: Biologie der menschlichen Geschlechtlichkeit; hormonelle Steuerung; Befruchtung, Schwangerschaft, Geburt; Familienplanung, Empfängnisverhütung;
Schwangerschaftsabbruch; Entwicklung des Säuglings und Kleinkindes;
sexuelle Abartigkeiten und Abweichungen.
Krankheiten durch Lebenshaltung: Ernährung, körperliche Fehlhaltungen, Alkohol, Drogen; Berufskrankheiten: Ursachen und Symptome, Arbeitshygiene, Arbeitsmedizin, Ergonomie; gesetzliche Maßnahmen und ihre Begründungen; Krankheiten durch das soziale Leben:
Spannungen und Konflikte; Magengeschwüre, Migräne, Blutdruck, Herzinfarkt; Frustrationen, Fehlhaltungen, Neurosen. Grundlagen der Ökologie; Umweltbiologie; Gewässer- und Abwasserbiologie. Entwicklung der Weltbevölkerung, Welternährung, Nutzung von Lebensräumen, Veränderung der Lebensräume durch menschliche Eingriffe.
Botanik und Zoologie:
Nutzpflanzen und deren Nutzung; tierische und menschliche Ernährung, Nahrungspyramide; kohlehydrat-, fett- und eiweißliefernde Pflanzen; Proteinproblem; Gewürze, Genußmittel; holz-, faser- und wirkstoffliefernde Pflanzen; Algen, Pilze, Bakterien und deren Einsatz in der Biotechnik; pflanzliche Schädlinge, insbesondere Pilze und Bakterien; Schädlingsbekämpfung; Haustiere: Domestikation und Haltung, Züchtung, Fütterung; Nutztiere: sinnvolle Nutzung und Hege; tierische Schädlinge unter Berücksichtigung der Regelkreise und Nahrungsgesetze.
Umweltschutz:
Gesellschaftliche Bedeutung von Natur- und Umweltschutz;
Reinhaltung der Luft (Schadstoffe, Auswirkungen, Maßnahmen);
Reinhaltung des Wassers (Trinkwasserversorgung, Kanalisation, Abwasseraufbereitung); Haus- und Sondermüllentsorgung (Deponie, Verbrennung, Lagerung, Wiederverwertung, Kompostierung);
Umweltchemikalien; Lärmschutz; Umweltverschmutzung und ihre globalen Auswirkungen; alternative Energien.
Erdwissenschaften:
Mineralische Rohstoffe, nutzbare Gesteine, Boden, Grundwasser; Bodenschätze Österreichs.
LEBENS- UND BERUFSKUNDLICHER STUDIENBEREICH
Lehrstoff:
Der Mensch in Gesellschaft und Staat:
Klassen- und Schulgemeinschaft; Ursachen und Folgen von Konflikten, Lösungsstrategien; Ehe und Familie; Verwandtschaft und Nachbarschaft; alternative Wohn- und Lebensformen; Werthaltungen für das persönliche Leben.
Die Gesellschaft von heute: Aufbau, Veränderungen und Entwicklungstendenzen; die sich wandelnde Rolle von Frau und Mann in verschiedenen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens; die Rolle des Kindes und des Jugendlichen; Gemeinden - Länder - Staaten - überstaatliche Institutionen; die Rolle verschiedener Gruppen und Verbände und ihr Einfluß auf das gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben; Religionsgemeinschaften, politische Parteien, Vereine; Lebensprobleme anderer Völker.
Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung:
Partnerschaft; Fragen der Kindererziehung; Sexualpädagogik;
Wohnraumgestaltung; Fragen der privaten Haushaltsführung; Bekleidung und Mode, Kosmetik; Möglichkeiten der individuellen Selbstverwirklichung und der Sinnfindung; Sport;
Jugendorganisationen; Einrichtungen der Erwachsenenbildung und der beruflichen Fortbildung; Medienerziehung: Meinungsbildung und Manipulation; Friedenserziehung; Landesverteidigung und Zivilschutz;
Probleme der Erhaltung einer menschengerechten Umwelt.
Humanbiologie und -ökologie:
Biologische Grundlagen menschlichen Verhaltens (Humanethologie);
Sexualität des Menschen: Biologie der menschlichen Geschlechtlichkeit; hormonelle Steuerung; Befruchtung, Schwangerschaft, Geburt; Familienplanung, Empfängnisverhütung;
Schwangerschaftsabbruch; Entwicklung des Säuglings und Kleinkindes;
sexuelle Abartigkeiten und Abweichungen.
Krankheiten durch Lebenshaltung: Ernährung, körperliche Fehlhaltungen, Alkohol, Drogen; Berufskrankheiten: Ursachen und Symptome, Arbeitshygiene, Arbeitsmedizin, Ergonomie; gesetzliche Maßnahmen und ihre Begründungen; Krankheiten durch das soziale Leben:
Spannungen und Konflikte; Magengeschwüre, Migräne, Blutdruck, Herzinfarkt; Frustrationen, Fehlhaltungen, Neurosen; Grundlagen der Ökologie; Umweltbiologie; Gewässer- und Abwasserbiologie; Entwicklung der Weltbevölkerung, Welternährung, Nutzung von Lebensräumen, Veränderung der Lebensräume durch menschliche Eingriffe.
Rechtsfragen des Alltags:
Rechtsleben und Rechtsfragen des Alltags, insbesondere Jugendschutzgesetz bzw. Jugendgesetz und Jugendstrafrecht (Strafmündigkeit, Jugendgericht, Hilfsmaßnahmen; Bewährungshilfe, Suchtgiftgesetz); Verträge; der junge Mensch als Verkehrsteilnehmer;
Arbeits- und Sozialrecht; Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz;
Sozialversicherung.
Der Mensch in der Arbeitswelt:
Aufgaben und Zusammenwirken von Arbeitnehmer und Arbeitgeber am Arbeitsplatz; die Arbeit als Mittel des Lebensunterhaltes, der Selbstverwirklichung und Identitätsbildung; Berufe und Berufsgruppen, Interessenvertretungen; Arbeitsbedingungen und Arbeitsklima; inner- und überbetriebliche Mitbestimmung; Organisationsformen von Arbeit; Wirtschaftliche, soziale und psychologische Auswirkungen von Arbeitslosigkeit; Jugendarbeitslosigkeit.
Allgemeine Wirtschaftskunde:
Betriebswirtschaft; Unternehmen (Betriebe) verschiedener Größe und Wirtschaftszweige der Landwirtschaft, des gütererzeugenden Gewerbes, der Industrie, des Handels; Unternehmensformen, Unternehmenszusammenschlüsse, Marktformen; das betriebliche Rechnungswesen (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenrechnung); das Geld, der Kapitalmarkt, die Banken; Volkswirtschaft: die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (Entstehung des Brutto-Inlandproduktes, Verteilung des Volkseinkommens, Verwendung des Güter- und Leistungsvolumens); der private Haushalt, Haushalte öffentlicher Gebietskörperschaften; die Außenwirtschaft, die Zahlungsbilanz, die Währung; Zusammenschlüsse in der Weltwirtschaft; Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsordnungen; der Konsument, der Arbeitnehmer, der Unternehmer, der Staat als Träger der Wirtschaft.
Berufsfelder - Berufsgruppen:
Arbeit - Beruf; Berufswahl - Berufswahlreife; Berufsanforderungen - Berufsinteressen; Möglichkeiten der Berufsausbildung;
Berufsausbildungsgesetz; Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz;
Möglichkeiten der schulischen und außerschulischen Weiterbildung;
berufliche Mobilität - Umschulung; Zusammenhang zwischen Arbeit und Beruf: Arbeitszeit, Schicht- und Nachtarbeit; Beruf als Erwerbsquelle: Lohn und Gehalt, Lehrlingsentschädigung; Bewertung von Arbeitsplätzen (analytische Arbeitsplatzbewertung, Zeitnehmung, REFA); Humanisierung der Arbeitswelt; Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung; geteilter Arbeitsmarkt, Arbeitsmarkt für Frauen, Männer, Jugendliche; Gastarbeiter; Entwicklungen in der Arbeitswelt (Automation, neue Technologien); Orientierung in Berufsfeldern (Fallstudien, exemplarische Auswahl nach der regionalen Berufs- und Beschäftigungsstruktur): die wichtigsten Berufe der einzelnen Wirtschaftszweige, aufgearbeitet nach den 12 Tätigkeitsbereichen (Berufsfeldern); Arbeitswelterfahrung/praktische Berufsorientierung: berufskundliche Führung (Betriebs- und Arbeitsplatzerkundung); berufspraktische Woche; Kooperation mit außerschulischen Institutionen.
Interessenvertretungen:
Berufliche Organisationen und Interessenvertretungen; Gewerbebehörden, Kammern; Arbeitsgerichte; Arbeitsamt und Berufsberatung.
FACHDIDAKTIK DER STUDIENBEREICHE IM RAHMEN DES
STUDIENGANGES FÜR DAS LEHRAMT AN POLYTECHNISCHEN LEHRGÄNGEN
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe:
Didaktisch-methodische Bewältigung der fachspezifischen Probleme der Pflichtgegenstände LEBENSKUNDE (mit Hinweisen zu einer sinnvoll gestalteten Freizeit), SOZIAL- UND WIRTSCHAFTSKUNDE (einschließlich der Zeitgeschichte), NATURKUNDLICHE GRUNDLAGEN DER MODERNEN
WIRTSCHAFT, GESUNDHEITSLEHRE, BERUFSKUNDE UND PRAKTISCHE
BERUFSORIENTIERUNG sowie der entsprechenden alternativen Pflichtgegenstände (SEMINARE) und des zusätzlichen alternativen Pflichtgegenstandes PROJEKTORIENTIERTER UNTERRICHT im Polytechnischen Lehrgang; umfassende Interpretation des geltenden Lehrplans für den Polytechnischen Lehrgang; besondere Berücksichtigung fachspezifischer Arbeits- und Darstellungsformen sowie altersgemäßer Erklärungsmodelle und schülerzentrierter Arbeits- und Unterrichtsformen, auch im Hinblick auf die Gestaltung einer erfolgreichen Seminararbeit; Anbahnung von Formen der Selbstorganisation des Unterrichts und des Projektunterrichts (fächerübergreifenden Unterrichts); Integration zwischen fachwissenschaftlichen, humanwissenschaftlichen, fachdidaktischen und schulpraktischen Studieninhalten; interdisziplinäre Angebote; Möglichkeiten des Projektstudiums. Die Fachdidaktik der Studienbereiche im Rahmen der Ausbildung zum Lehrer für den Polytechnischen Lehrgang soll insgesamt zu einer theoriegeleiteten Planung, Durchführung und Reflexion des Unterrichts befähigen. Die Gestaltung der Seminare im Bereich der Fachdidaktik soll beispielhaft für die Arbeit des Lehrers im Polytechnischen Lehrgang sein.
Lehrstoff:
Bildungssinn des entsprechenden Unterrichtsgegenstandes im Polytechnischen Lehrgang; didaktisch-methodische Analyse an ausgewählten Lehrstoffen unter besonderer Berücksichtigung der Sachstruktur und der methodischen Erschließung; Möglichkeiten der Berücksichtigung motivations-, lern-, denkpsychologischer sowie gruppensoziologischer Erkenntnisse; Planung einzelner Lernsequenzen und Unterrichtseinheiten; Stundenskizze - mittelfristige Planung - Jahresplanung mit besonderer Betonung des fach- und fächerübergreifenden Unterrichts (Unterrichtsprinzipien) und der Seminargestaltung; Möglichkeiten der Differenzierung (innere Differenzierung und Interessendifferenzierung); besondere Arbeits- und Aktionsformen im Unterricht mit Fünfzehnjährigen (Gesprächsunterricht, Diskussion, Brainstorming, Planspiel, Rollenspiel, Simulationsspiel, Entscheidungsspiel, Fallstudie; Interview, Befragung, Referat, Vortrag mit Anfrage, Arbeitstechniken, gemeinsame Planung von Unterrichtsveranstaltungen) und Sozialformen (Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Arbeit im Plenum); Lern- und Verhaltensschwierigkeiten; Umgang mit Konfliktsituationen, bedingt durch die Lebensgestaltung und Lebensformen der Jugendlichen in der heutigen Welt; Möglichkeiten pädagogischer Bewältigung; Gesprächsführung und Beratung von Jugendlichen; Methoden der Unterrichtsbeobachtung und Selbstkontrolle des Lehrers; methodische Gestaltungsmöglichkeiten von Lehrausgängen, von Betriebserkundungen, der berufspraktischen Woche, der Wandertage und Schullandwochen;
Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen; pädagogische und rechtliche Kriterien der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung mündlicher und schriftlicher Schülerleistungen;
Entwicklung informeller Tests; Einsatz von Arbeitsmitteln und Medien mit besonderer Betonung der Lehr- und Arbeitsbücher; Kenntnis der Amts- und Sicherheitsvorschriften.
Spezielle Lehrstoffe:
für den sozial- und wirtschaftskundlichen
Studienbereich:
Weckung des Interesses und des Verständnisses für die gesellschaftlichen, politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und rechtlichen Dimensionen des Lebens; Befähigung zu selbständigem sozial- und wirtschaftskundlichem Denken und zu eigener Stellungnahme; Erschließung der Arbeitswelt und der Wirtschaftsstrukturen des wirtschaftenden Menschen sowie der Wirtschaftsabläufe und Wirtschaftsordnungen; Erziehung zu volkswirtschaftlich bewußtem Verhalten und zu einem den Mitmenschen und der Gemeinschaft gegenüber verantwortlichen, auf demokratischer Grundlage beruhenden Handeln; Erziehung zum mündigen und verantwortungsbewußten Staatsbürger im Rahmen einer umfassenden politischen Bildung, die auf die Zeitgeschichte Bezug nimmt.
für den naturkundlichen Studienbereich:
Konzeptionen des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts unter wirtschaftlichem Aspekt und fachspezifische Arbeitsformen wie zB Experimentieren; Beachten der Sicherheitsvorschriften beim Experimentieren mit Schülern und bei der Aufbewahrung und Handhabung giftiger, explosions- und feuergefährlicher Stoffe; Modelle zur Einrichtung von naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen.
für den lebens- und berufskundlichen Studienbereich:
Möglichkeiten individueller und gesellschaftlicher Lebensgestaltungen unter dem Blickwinkel der im Lehrplan genannten einschlägigen Unterrichtsprinzipien; lebenspraktische Orientierung; Nutzung von Bildungs- und Fortbildungsangeboten sowie Freizeitangeboten; Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt (Berufsvorbereitung/Berufsorientierung); Arbeitswelterfahrung im Rahmen der berufskundlichen Führungen (Betriebserkundungen) und der berufspraktischen Woche.
ERGÄNZENDE STUDIENVERANSTALTUNGEN, DIE IM HINBLICK AUF DIE KÜNFTIGE
BERUFSTÄTIGKEIT ALS LEHRER AN HAUPTSCHULEN UND POLYTECHNISCHEN
LEHRGÄNGEN ERFORDERLICH SIND
(Pflichtgegenstände)
VERKEHRSERZIEHUNG
Lehrstoff:
Ziele und Aufgaben der Verkehrserziehung in der Hauptschule und im Polytechnischen Lehrgang. Festigung von verkehrsgerechtem Verhalten sowie Aufbau einer kritischen und verantwortungsbewußten Einstellung zum Straßenverkehr: Bedeutung eigenverantwortlichen Handelns, sozialen (partnerschaftlichen) und gefahrenvermeidenden (defensiven) Verhaltens auch im Hinblick auf die zukünftige Verkehrsteilnahme. Übung entsprechender Verhaltensmuster für Fußgänger, Mitfahrer in privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln und Radfahrer zur Bewältigung der täglichen Anforderungen; Vorbereitung auf eine motorisierte Verkehrsteilnahme; Verkehrsregeln und -zeichen für Fußgänger, Rad- und Mopedfahrer; Informationen über Verkehrsteilnehmer, Fahrzeuge, Straßen und Witterungsbedingungen; Erfassung, Analyse und Bewertung von Verkehrssituationen auch aus der Sicht anderer Verkehrsteilnehmer; Erkennen der Priorität der Verkehrssicherheit gegenüber der Schnelligkeit; Sicherung der für den Unterricht in der Hauptschule und im Polytechnischen Lehrgang notwendigen fachlichen Voraussetzungen.
Grundlagen für verkehrsgerechtes Verhalten: Möglichkeiten für die Verkehrserziehung aus dem jeweils konkreten Entwicklungsstadium des Hauptschulkindes und des Schülers des Polytechnischen Lehrganges; Kenntnis der sozialpsychologischen Grundlagen; Voraussetzungen zum Aufbau verkehrsgerechter Einstellungen und Einüben entsprechender Verhaltensmuster; Bedeutung von Übungen im Schonraum und in der Verkehrsrealität und Möglichkeiten der Umsetzung; Beurteilung anderer Verkehrsteilnehmer; Verständnis für technisch-physikalische Eigenschaften von Fahrzeugen; Auswirkungen witterungsbedingter Veränderungen auf die Verkehrssicherheit; Kenntnisse über Art, Aufteilung und verkehrsbedingte Veränderungen der Straße; Vermittlung der für die jeweiligen Altersstufen wichtigen Verkehrsregeln und -zeichen.
Unterrichtsplanung: Anwenden didaktischer Modelle auf den Gegenstandsbereich Verkehrserziehung in der Hauptschule und im Polytechnischen Lehrgang. Einsatz geeigneter Methoden zur Sicherung von Verkehrsgesinnung, Verkehrswissen und verkehrsgerechtem Verhalten; didaktische Durchdringung und Gewichtung der im Lehrplan für die 5. und 9. Schulstufe vorgegebenen Aufgabenfelder; Herstellen und Anwenden von Lehr- und Lernmaterialien; Analyse, Beurteilung sowie Auswahl von Medien; Entwicklung konkreter Beispiele kurz-, mittel- und langfristiger Planungen unter Berücksichtigung der vorgegebenen Möglichkeiten in der Hauptschule und im Polytechnischen
Lehrgang: Verkehrserziehung als Unterrichtsprinzip, als unverbindliche Übung in Schwerpunkten (Perfektionierung des Radfahrverhaltens), im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts, im projektorientierten Unterricht und in Zusammenarbeit mit Eltern und Exekutive.
Literaturverarbeitung: Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit einschlägiger Fachliteratur und zur selbständigen Anwendung in der Unterrichtsgestaltung.
DARSTELLENDES SPIEL
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Studienveranstaltung soll die Studierenden befähigen, unter Berücksichtigung der alters- und entwicklungsgemäßen Gegebenheiten den Unterrichtsgegenstand Darstellendes Spiel zu gestalten und darüber hinaus das Spiel als methodisches Mittel im Unterricht der Hauptschule oder des Polytechnischen Lehrganges einsetzen zu können. Ferner sollen die therapeutischen Möglichkeiten des Spiels aufgezeigt werden. Im Mittelpunkt des Ausbildungsgeschehens steht das eigene praktische Tun. Das spielerische Agieren soll den Studierenden auch die Möglichkeit zu intensiverem Sozialkontakt bieten und kommunikativ fördernd wirken. Dies ist gewinnbringend für die Persönlichkeitsbildung im Hinblick auf die künftige Lehrtätigkeit. Die verschiedenen Formen des Darstellenden Spiels können vom Studierenden in der außerschulischen Jugenderziehung und in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden.
Lehrstoff:
Interaktions- und Sensibilisierungsübungen zur Gruppenbildung (zB Kennenlernspiele, Lockerungs- und Vertrauensübungen, Kommunikationsspiele, Kreis- und Gesellschaftsspiele); Schulung und Erweiterung der Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit; Übungen aus dem Bereich der Bewegung (Spannung und Entspannung, Körpersprache, Mimik und Gestik, Raumerfahrung, Rhythmik und Tanz), des Klanges (Laut, Geräusch, Ton, Musik), der Sprache (Atem-, Stimm- und Sprechübungen) und des Umgangs mit verschiedenem Material (Masken, Kleider, Requisiten, Farbe, Papier ua.).
Rollenspiel: verschiedene Methoden des Einstiegs ins Rollenspiel (Statuentheater, Dia-Technik, Geräuschbilder ua.); Pantomime; freie und szenische Improvisation, Stegreifspiel, soziales Rollenspiel, Entscheidungsspiele, Planspiele, Spielkombination (Animation); Dramatisieren verschiedener Textvorlagen (Prosa und Lyrik); Spielen von vorgegebenen und selbst gestalteten dramatischen Texten, Textmontage; Spiel mit Masken, Puppen und Figuren; Rollen- und Spielanalyse zu sämtlichen Formen des Rollenspiels. In allen angeführten Spielprozessen ist der Spielleiter ein in die Gruppe integrierter Animator.
Schultheater: methodische Umsetzung altersadäquater Spielformen für Publikum (Zielgruppen- und Anlaßtheater, Gestaltung von Festen und Feiern) in Zusammenarbeit mit Kollegen aus den MTK-Fächern; Wissen und Anwendung von Theatermethoden und Theaterformen (wahlweise: Maskenspiel, Figurentheater, Puppenspiel, Schattenspiel, Schwarzes Theater, Episches Theater, Kabarett, Tanztheater, Musiktheater, Straßentheater, Hörspiel, Film ua.); Grundkenntnisse der praktischen Dramaturgie und Bühnentechnik, der Vorbereitung und Finanzierung von Aufführungen (Gestaltung von Programmen und Plakaten, Öffentlichkeitsarbeit, Rechtsfragen ua.).
Das Spiel als methodische Hilfe im Unterricht: theoretische Grundlagen des Dramatischen Spiels; methodische Umsetzung von Spiel als Mittel der Motivation, der Veranschaulichung und der Sicherung des Unterrichtsertrages; Kennenlernen und spielerische Umsetzung von praktischen Beispielen aus verschiedenen Unterrichtsgegenständen; soziale Rollenspiele zur Bewältigung von Konflikten im Unterricht.
Spiel als Therapie: spezielle Methodik des Spiels mit behinderten Kindern; Einführung in die Fachliteratur der einzelnen Bereiche.
SCHULWANDERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Vermittlung der Grundlagen, Schulwanderungen vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Die Studierenden sollen befähigt werden - über die Berücksichtigung des sportlichen Aspektes hinaus - vielfältige Anreize zur Gestaltung einer erlebnisreichen Wanderung für Schüler zu geben. Es sind daher die theoretischen Grundlagen zu bieten und eine (womöglich ganztägige) Übungswanderung (allenfalls mit Videokontrolle) vorzusehen, bei der von den Studierenden praktische Aufgaben übernommen werden.
Lehrstoff:
Grobplanung und Detailplanung von Wanderungen (Gehzeitberechnung; Wetterkunde; Orientierung an Hand von Landkarten verschiedenen Maßstabes; Fragen der zweckmäßigen Ausrüstung; Erlebnismöglichkeiten:
zB naturkundliche Wanderungen (Lehrpfade), Fotowanderungen, Kultur(Stadt)wanderungen, Natur und Umweltgestaltung; Fragen der Ernährung bei Wanderungen; Fragen der Führung von Gruppen (Konfliktentstehung und deren Bewältigung, Umgehen mit leistungsschwächeren Schülern ua.); Erkennen und Vermeiden von alpinen Gefahren; Kenntnisse einschlägiger Rechtsgrundlagen und Bestimmungen zur Durchführung von Schulwanderungen.
Freigegenstände:
2.1 Zusätzliche Fachgegenstände
LATEIN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Studienveranstaltung hat die Aufgabe, jene Kenntnisse sicherzustellen, die für die Unterrichtserteilung aus Latein als Freigegenstand an der Hauptschule erforderlich sind.
Lehrstoff:
Formenlehre: Deklination (Nomen, Pronomen, Numerale); Konjugation; Steigerung; Präpositionen; Konjunktionen.
Syntax: Behauptungssatz; Fragesatz, Begehrsatz, Relativsatz, Konjunktionalsätze; Consecutio temporum; Infinitivkonstruktionen (AcI, NcI), Partizipialkonstruktionen; Gerundium, Gerundivum. Formenlehre und Syntax sind nicht voneinander getrennt, sondern als Einheit zu sehen, deren Integration erst zum Spracherwerb führt.
Grammatik (Sprachvergleich) und Fremdwortschatz: grammatische Strukturen des Lateinischen, die im Deutschen keine formale Entsprechung finden, sind jenen deutschen Strukturen gegenüberzustellen, die dasselbe ausdrücken. zB AcI, NcI, Gerundivum, Adverb (im Lateinischen Endung, im Deutschen wie Adjektiv), Ablativ, Vokativ, Consecutio temporum; Zusammenstellung von aus dem Lateinischen stammenden Fremd- und Lehnwörtern nach Sachgebieten.
Metrik: Behandlung des Hexameters und des elegischen Distichons im Lateinischen (an Hand von Ovid, Vergil); dabei ist vor allem zu berücksichtigen: Silbenquantität - Gegenüberstellung des quantitierenden (Latein) und des akzentuierenden (Deutsch) Prinzips; Elision; Versus spondiacus; Verseinschnitte.
Kulturkunde: Leben im antiken Rom, dabei vor allem: Religion, Organisation des staatlichen Bereichs, Rechtswesen, Familie, Erziehung, Frau, Beamtentum, Heerwesen, Bauwesen, Sklaventum; Vergleich zum Leben im antiken Griechenland sowie zum Leben im Europa des 20. Jahrhunderts.
Kunst: Architektur (sakral und profan); Plastik (Pflege der griechischen Kunst - original-römische Elemente); Malerei (dabei ist jeweils von den Fundorten bzw. von den heutigen Standorten auszugehen).
Literatur: Geschichtsschreibung (Cäsar, Sallust, Livius, Tacitus); Rhetorik (Cicero); Dramatik (Plautus, Terenz).
Geschichte: Darstellung der Geschichte des römischen Reiches von den Anfängen über die Königszeit, die Republik, die Kaiserzeit bis zum Niedergang. Dabei sollen folgende Leitgedanken im Vordergrund stehen: Die Gabe der Römer, staatliche Organisation unter verschiedenen Bedingungen aufzubauen und zu vervollkommnen; Idee und Wirklichkeit (mit Auswüchsen) der verschiedenen Staatsformen - genaue Analyse des Zeitalters der Republik und des Prinzipats; Einbeziehung der jeweiligen Situation des Volkes, also des „kleinen Mannes''.
ERGÄNZUNGSSTUDIUM
POLYTECHNISCHER LEHRGANG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Den Studierenden mit den Fächern GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE,
GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE, PHYSIK UND CHEMIE, BIOLOGIE UND
UMWELTKUNDE soll die Möglichkeit geboten werden, eine Qualifikation für den „sozial- und wirtschaftskundlichen Studienbereich'' bzw. für den „naturkundlich-technischen Studienbereich'' des Studienganges für das Lehramt an Polytechnischen Lehrgängen zu erwerben.
Lehrstoff:
Die Inhalte dieses Ergänzungsstudiums ergeben sich unter Berücksichtigung der bereits erworbenen Qualifikation im Rahmen des Studienganges für das Lehramt an Hauptschulen und Polytechnischen
Lehrgängen, und zwar wie folgt: Sozial- und wirtschaftskundlicher
Studienbereich: durch die entsprechenden Teile aus den Studienfächern Geschichte und Sozialkunde, Geographie und Wirtschaftskunde.
Naturkundlich-technischer Studienbereich: durch die entsprechenden Teile aus den Studienfächern Physik und Chemie, Biologie und Umweltkunde.
GEOMETRISCHES ZEICHNEN/
TECHNISCHES ZEICHNEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Ausbildung und Schulung der Raumvorstellung sowie der Fähigkeit, räumliche Probleme mit Hilfe geeigneter Abbildungsmethoden zeichnerisch erfassen und lösen zu können; Hinführung zur Genauigkeit, Sauberkeit und zu präzisen sprachlichen Formulierungen;
Erkennen von Querverbindungen zur Mathematik, zu den Naturwissenschaften, zur Technik und zur Bildenden Kunst;
geometrische Formen und Strukturen räumlicher Gebilde erfassen und analysieren können; räumliche Objekte durch Abbildungsverfahren zeichnerisch darstellen können; zeichnerische Darstellungen von räumlichen Objekten und Plänen richtig lesen können; Zeichentechniken, Kotierungen und Beschriftungen beherrschen.
Lehrstoff:
Anschauliche Entwicklung des Projektionsbegriffes und der Grundbegriffe der Darstellenden Geometrie, des Geometrischen Zeichnens und des Technischen Zeichnens; zugeordnete Normalrisse von ebenflächig begrenzten Körpern, die sich in einfacher und allgemeiner Lage zu den Koordinatenebenen befinden; Lösung der Grundaufgaben mit Hilfe zugeordneter Normalrisse; perspektive Affinität; Normalriß des Kreises; Ellipsenkonstruktionen; Normalriß der Kugelfläche und ihrer Schnitte; die Begriffe Tangentialebene, Sehgrenze, Umriß; Pyramiden- und Prismenflächen; ihre ebenen Schnitte und Netzkonstruktionen; Durchdringungen ebenflächig begrenzter Körper (praxisnahe Objekte). Kegel- und Zylinderflächen; ebene Schnitte der Drehkegel- und Drehzylinderfläche in einfacher Lage zu den Koordinatenebenen mit projizierenden Ebenen; Parallelrisse der Schnittkurven; Verebnung der Drehkegel- und Drehzylinderfläche; Parabel- und Hyperbelkonstruktionen; Verschneidungen der behandelten Flächen in einfacher Lage zu den Koordinatenebenen (Rohrverbindungen, Gewölbeform, Bohrungen); Begriff der Raumkurve, Tangente.
Schiefe und normale Axonometrie; Herstellung axonometrischer Bilder von technischen Objekten sowie der behandelten Flächen mit ihren Schnittkurven durch koordinatenmäßiges Aufbauen und mit Hilfe des Einschneideverfahrens; Handhabung von geeigneten Zeichengeräten für Bleistift- und Tuschzeichnungen; Verwendung von Schriftschablonen; allgemeine Richtlinien und Grundlagen für die Ausführung von geometrischen Zeichnungen und Werkzeichnungen; maßstäbliches Zeichnen; die Elemente der Maßeintragung; Schnittdarstellungen von technischen Objekten; genormte Symbole für technische Zeichnungen verschiedener Fachgebiete; Handskizzen als Grundlage für Situations- und Entwurfszeichnungen.
Interpretation des geltenden Lehrplanes und Umsetzung der Lehrplanbedingungen in Lehrstoffverteilungen; Unterrichtsformen und Lernschritte, besonders darbietende und erarbeitende Methoden, Gemeinschafts-, Gruppen-, Partner- und Einzelarbeit; Möglichkeiten der Selbsttätigkeit und Schülermitarbeit; Möglichkeiten der Differenzierung nach stofflichen, methodischen und didaktischen Gesichtspunkten; Schulung der sprachlichen Formulierungsfähigkeit;
Zeichentechnik an Tafel und Overheadprojektor für den Lehrer;
Möglichkeiten der Folienherstellung; Kriterien der Leistungsbeurteilung; Kenntnis und Einsatzmöglichkeiten der approbierten Lehr-, Lern- und Arbeitsbücher; Fachliteratur; kritische Auseinandersetzung mit Arbeitsmitteln und Medien; Möglichkeiten einfacher Modellherstellung durch die Schüler als Vorbereitung (Arbeitshilfe), Resultat, Verknüpfung oder Sicherung; Erstellen eines Kataloges von ständig greifbaren Hilfs- und Veranschaulichungsmitteln.
KURZSCHRIFT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Kenntnisse und Fertigkeiten der Kurzschrift nach der DEK, Wiener Urkunde 1968, unter besonderer Bedachtnahme auf einwandfreie Tafelschrift. Systemgerechte Übertragung lang- und maschinschriftlicher Vorlagen, Lesen eigener und fremder Stenogramme, Schreiben nach Ansage sowie silbengenaues Diktieren; Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Kurzschrift und über die Kurzschriftsysteme anderer Länder; Anwendung der didaktischen Grundsätze aus dem Fachbereich.
Lehrstoff:
Genaue Kenntnis und Anwendung der Systemkunde der Kurzschrift; praktische Übungen im systemgenauen Schreiben, getrennt nach Verkehrsschrift und Eilschrift, unter Berücksichtigung der „Vorbildschrift''; Aufnahme von Diktaten in der Dauer von drei Minuten bis zu einer Geschwindigkeit von 120 Silben/min.
MASCHINSCHREIBEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Beherrschung des Tastenfeldes im Zehn-Finger-Tastschreiben auf mechanischen, elektrischen und elektronischen Schreibmaschinen in einer angemessenen Geschwindigkeit; Erlangen einer ausreichenden Fertigkeit im Schreiben nach Vorlage oder Ansage; Kenntnis und Beherrschung der gültigen Richtlinien für Maschinschreiben (ÖNORM A-1080); Ausarbeitung von Schriftstücken mit und ohne Vordruck unter Verwendung von Textautomaten; ausreichende Kenntnis der Maschinenkunde, einschließlich der Vervielfältigungsverfahren, der Büroorganisation und -automation; Anwendung der didaktischen Grundsätze aus dem Fachbereich; Entwerfen von Unterrichtseinheiten, Herstellen von Anschauungsmitteln.
Lehrstoff:
Richtige Körper- und Handhaltung; Erarbeitung des Tastenfeldes einschließlich der Ziffern und Zeichen; Erlangen einer Fertigkeit in der Zehn-Minuten-Abschrift von 2200 Reinanschlägen unter Zugrundelegung einer Fehlerquote von 0,5% der Vollanschläge, im Drei-Minuten-Diktat von 60 Silben/min; silbengenaues Diktieren in verschiedenen Geschwindigkeiten, Ausarbeiten von Schriftstücken mit und ohne Vordruck nach ungegliederter Vorlage oder direkter Ansage; Kenntnis und Anwendung der zusätzlichen Funktionen des Textautomaten, wie Speichern, Abrufen, Korrigieren, Bausteinkorrespondenz und Serienbrief; Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Schreibmaschine; Kenntnis und Anwendung der Maschinenkunde (Teile der Schreibmaschine, Einfärbung, Typenträger, Funktionstasten); Pflege der Schreibmaschine; Vervielfältigungsverfahren; Büroorganisation und -automation.
STENOTYPIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Beherrschung des Tastenfeldes im Zehn-Finger-Tastschreiben in einer angemessenen Geschwindigkeit; Kenntnisse und ausreichende Fertigkeit aus Kurzschrift nach der DEK mit einwandfreier Tafelschrift; Kenntnis und Beherrschung der gültigen Richtlinien für Maschinschreiben (ÖNORM A-1080), Ausarbeitung von Schriftstücken mit und ohne Vordruck nach kurzschriftlicher Aufnahme oder nach Phonogramm; Übertragungen eigener und fremder Stenogramme in Maschinschrift; Schreiben nach Tonträgern und Herstellung von Phonogrammen nach den Richtlinien für Phonographie; Kenntnis der Maschinenkunde und Bürotechnik;
Vermittlung der unterrichtlichen Aufbereitung fachspezifischer Probleme; Anwendung der didaktischen Grundsätze aus dem Fachbereich;
Entwerfen von Unterrichtseinheiten, Herstellen von Anschauungsmitteln.
Lehrstoff:
Erlangen einer Fertigkeit in der Zehn-Minuten-Abschrift von 2200 Reinanschlägen/min., im Drei-Minuten-Diktat von 60 Silben/min.; silbengenaues Diktieren in die Maschine, ins Stenogramm und Arbeiten mit dem Diktiergerät; Ausarbeiten von Schriftstücken mit und ohne Vordruck nach Stenogramm oder Phonogramm; Erlangen einer Fertigkeit in der Kurzschrift von 120 Silben/min.; systemrichtiges Schreiben von Verkehrsschrift und Eilschrift nach der DEK; silbengenaues Diktieren von verschiedenen Geschwindigkeiten.
BUCHHALTUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Beherrschung der Grundzüge einer ordnungsgemäßen Buchführung. Der Studierende soll in der Lage sein, selbst kleine Beispiele für die Unterrichtsarbeit am Polytechnischen Lehrgang zu erstellen, sowie Belege aus dem täglichen Geschäftsbereich lesen und verarbeiten können.
Lehrstoff:
Einführung:
Begriff, Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens; Aufzeichnungspflicht; Belegwesen; Gewinnermittlungsarten.
Grundzüge der Umsatzsteuer:
Umsatzsteuer im Beschaffungs- und Absatzbereich; Steuersätze; formale Bestimmungen; Übungen zur Abfassung einer Umsatzsteuervoranmeldung.
System der Doppik:
Begriff und Merkmale der doppelten Buchhaltung; Inventur; Inventarium; Bilanz; Erfolgsermittlung; Systematik der Verbuchung im Hauptbuch einschließlich Eröffnung und Abschluß.
Kontenrahmen (ÖPWZ); Kontenplan.
Verbuchung laufender Geschäftsfälle im Hauptbuch:
Wareneinkauf; Warenverkauf; Zahlung, Rücksendungen, Nachlässe, Frachtkosten, Skonto (Bruttomethode), Privatentnahmen, Steuern, Löhne und Gehälter, Anlagenkauf und -verkauf; diverse Aufwendungen, diverse Erträge, Ausarbeitung eines Monatsgeschäftsfalles.
Bilanzlehre:
Jahresabschluß in den wesentlichen Grundzügen; Grundzüge der Anlagenbewertung, der Investitionsförderung im Sinne des ESTG (Rücklagen), der Rechnungsabgrenzung, der Rückstellungen und der Forderungsbewertung.
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung:
Kassabuch; Wareneingangsbuch; Anlagenverzeichnis; Erfolgsermittlung mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.
Auswertung der Daten des Rechnungswesens:
Betriebskennziffern, insbesondere Umschlagshäufigkeit, Rentabilität, Cash flow.
2.2 Sonstige Fachgegenstände
BERUFSKUNDLICHE INFORMATION
Bildungs- und Lehraufgabe:
Erschließung fachspezifischer Denkstrukturen und Methoden, die für die Bewältigung der Bildungs- und Lehraufgaben und des Lehrstoffes des jeweils geltenden Lehrplans für die Unverbindliche Übung „Berufskundliche Information'' bedeutsam sind. Die Berufskundliche Information (für Schüler im neunten Jahr der allgemeinen Schulpflicht) dient vor allem der allgemeinen Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt und soll dem Schüler bei der Wahl des Erstberufs helfen. Der Gegenstand hat die Aufgabe, Kompetenzen für die Information und Beratung bei der Berufsfindung und für die Begegnung mit der Arbeits- und Berufswelt und deren Aufarbeitung im Unterricht zu vermitteln. Möglichkeiten sinnvoller Verbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen sollen gesucht werden.
Lehrstoff:
Einblick in die Arbeits- und Berufswelt sowie in die wesentlichen Prozesse und Probleme von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.
Der Mensch in der Arbeitswelt: Aufgaben und Zusammenwirken von Arbeitnehmer und Arbeitgeber am Arbeitsplatz; die Arbeit als Mittel des Lebensunterhalts und als Mittel der Selbstverwirklichung und Identitätsfindung/Identitätsbildung; Arbeitsbedingungen und Arbeitsklima; inner- und überbetriebliche Mitbestimmung. Organisationsformen von Arbeit; ökonomische, soziale und psychische Auswirkungen von Arbeitslosigkeit - Jugendarbeitslosigkeit.
Berufsfelder - Berufsgruppen: Arbeit - Beruf; Berufswahl - Berufswahlreife; Orientierung in den Berufsfeldern/Berufsbereichen;
Berufsanforderungen - Berufsinteressen.
Möglichkeiten der Berufsausbildung: Berufsausbildungsgesetz;
Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz; duale Ausbildung - Ausbildung über Vollzeitschulen; Möglichkeiten der schulischen und außerschulischen beruflichen Weiterbildung; berufliche Mobilität - Umschulung.
Zusammenhang zwischen Arbeit und Beruf: Arbeitszeit; Schicht- und Nachtarbeit; Beruf als Erwerbsquelle (Lohn, Gehalt, Lehrlingsentschädigung); Bewertung von Arbeitsplätzen (analytische Arbeitsplatzbewertung, Zeitnehmung, REFA); Humanisierung der Arbeitswelt; Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung; geteilter Arbeitsmarkt, Arbeitsmarkt für Frauen, Männer, Jugendliche, Gastarbeiter; Entwicklungen in der Arbeitswelt (Rationalisierung, Automation, neue Techniken).
Orientierung in Berufsfeldern (Fallstudien, Auswahl nach der regionalen Berufs- und Beschäftigungsstruktur): die wichtigsten Berufe der einzelnen Wirtschaftszweige, aufgearbeitet nach den zwölf Tätigkeitsbereichen.
Arbeitswelterfahrung/praktische Berufsinformation:
Betriebserkundung (Berufs- und Arbeitsplatzerkundung); Kooperation mit den Interessenvertretungen und der Arbeitsmarktverwaltung - Berufsberatung.
Interessenvertretungen - Arbeits- und Sozialrecht: berufliche Organisationen und Interessenvertretungen; Gewerbebehörden und Kammern; Arbeitsamt - Berufsberatung; Arbeitsgericht; Grundlagen des Arbeits- und Sozialrechts (Arbeitsvertragsrecht, Arbeitsverfassung, Arbeitnehmerschutz, Arbeitsgerichtsbarkeit, Sozialgerichtsbarkeit.
Didaktisch-methodische Schwerpunkte: Unterrichtsarbeit in einer stark heterogenen Schülergruppe (Alter, verschiedene Schulstufen, soziale Schichten, Ausländer); Grundlage für erfolgreiche Unterrichtsarbeit ist der verstärkte Einsatz von Arbeitsmitteln (audio-visuelle Medien, Nachschlagewerke, Informationsschriften) als Informationsquelle, zur Veranschaulichung und als Basis für selbständige Informationsbeschaffung; Realbegegnungen an außerschulischen Lernorten (Betriebe, Berufsschule, Interessenvertretungen, Beratungs- und Vermittlungsinstitutionen).
Unterrichtsmethoden: Aktionsformen (Diskussion, Interview, Vorträge von Experten mit Anfragen); Arbeitsformen (Brain-storming, Rollenspiel, Planspiel, Entscheidungsspiel); Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, Arbeit im Plenum); Schwerpunktbildungen nach Schülerinteressen - innere Differenzierung; Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen (Interessenvertretungen der Arbeitnehmer/Arbeitgeber, Arbeitsmarktverwaltung - Berufsberatung), Funktion des Schülerberaters.
D. WEITERE UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE FÜR DEN STUDIENGANG
ZUM LEHRAMT AN SONDERSCHULEN
Pflichtgegenstände
HUMANWISSENSCHAFTEN
ALLGEMEINE SONDERPÄDAGOGIK
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe:
Im Rahmen der Allgemeinen Sonderpädagogik soll eine Überschau über das gesamte Gebiet der Erziehung behinderter Kinder einschließlich von Überschneidungsfeldern geboten werden. Grundfragen und allgemeine Prinzipien, die in mehreren Fachrichtungen von Bedeutung sind, strukturelle Zusammenhänge und das gesamte gesellschaftliche Bedingungsgefüge sind ebenso zu behandeln wie die besonderen Gegebenheiten und Bildungsbedingungen in den einzelnen Sparten der Sonderpädagogik. Eine grundlegende Orientierung im System der Behindertenvorsorge in Österreich soll auch die Einordnung der eigenen Lehrertätigkeit in den Gesamtkomplex ermöglichen.
Lehrstoff:
Der Begriff der Behinderung; Paradigmen; Theoriebildung in der Sonderpädagogik; Ursachen, Schweregrad und Formen der Behinderung; Behinderung unter pädagogischem Aspekt; Binnendifferenzierung und Außenbezüge der Sonderpädagogik.
Institutionen der Erziehung von Behinderten: Übersicht über das gegenwärtige Erziehungswesen für Behinderte; Früh- und Elementarbereich, vorschulischer Bereich, Schulbereich, berufsbildender Bereich, Erwachsenenbereich; Heimerziehung.
Das österreichische Sonderschulwesen: gesellschaftliche Aufgaben der Sonderschule, Schulorganisation, Statistik;
Schulpflichtregelungen (Aufnahme, Entlassung, sonderpädagogische Gutachten); Reformtendenzen in der Behindertenpädagogik;
Schulversuche.
Überblick über die einzelnen Sparten der Sonderpädagogik: Blinden- und Sehbehindertenpädagogik, Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Verhaltensauffälligenpädagogik.
Rahmenbedingungen des Schulunterrichtes: Schulbau, Schulausstattung (behindertengerechtes Bauen), Schülertransport, Schulbuchaktion; Aufzeigen der Möglichkeiten und Mittel zur speziellen Betreuung Behinderter.
Maßnahmen und Rechtsvorschriften für Behinderte:
Familienlastenausgleichsgesetz, Behindertengesetze der Länder, Jugendfürsorgerecht, Sachwalterschaft, berufliche Rehabilitation (Invalideneinstellungsgesetz); Verhalten gegenüber
Behinderten; Vereine und Selbsthilfegruppen; Behinderung und Gesellschaft (Einstellungen, Stigmatisierungseffekte); Geschichte und Strukturwandel der Sonderpädagogik.
LERNBEHINDERTENPÄDAGOGIK
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe:
Aus den folgenden Bereichen sollen grundlegende und für das Verständnis der Zusammenhänge wesentlichen Kenntnisse vermittelt werden: Geschichte der Lernbehindertenpädagogik, Lernbehinderungen und Personenkreis, pädagogische Aufgabenstellungen, sonderpädagogische Maßnahmen und Organisationsformen; psychologische, sozialpädagogische und soziologische Aspekte der Lernbehinderung; medizinische Aspekte der Lernbehinderung; einschlägige Rechtsvorschriften; Möglichkeiten und Grenzen der Verhaltensregulierung bei Lernbehinderten.
Lehrstoff:
Ansätze, Tendenzen und Zielsetzungen der Lernbehindertenpädagogik, insbesondere in Österreich; Problemlage und Abgrenzungsvorschläge zum Tatbestand der Lernbehinderung unter spezieller Berücksichtigung der ASO-Bedürftigkeit; Bezugsrahmen der schulischen Aufgabenstellung und institutionelle Aufgabenbereiche; die Allgemeine Sonderschule - Aufgaben und Funktionen im österreichischen Bildungssystem; Lehrplan und Unterrichtsgestaltung; Vorbeugung, Früherfassung und Elementarerziehung im Zusammenhang mit Beratung und Betreuung; Probleme bezüglich der ASO-Bedürftigkeit (Aufnahme in die ASO, Rückstellung vom Schulbesuch - Vorschule sowie Rückführung in die Regelschule); Beratung hinsichtlich weiterführender Institutionen und Berufsmöglichkeiten; Fragestellungen und Methoden der Diagnostik in der Lernbehindertenpädagogik; mögliche soziale Determinanten von Lernbehinderungen; österreichische Schulgesetzgebung; ABGB (Fürsorge, Heim, Pflegeeltern); Verhaltensauffälligkeiten und Störungen bei Lernbehinderten; Methoden der pädagogischen Förderung und Therapie bei Lernbehinderten; vergleichende sonderpädagogische Aspekte:
verschiedene Organisationsformen des Unterrichtens behinderter Kinder; Schulmodelle im internationalen Vergleich; Reformtendenzen und Schulversuche im Bereich der Behindertenpädagogik.
GEISTIGBEHINDERTENPÄDAGOGIK
Besondere Bildungs- und Lehraufgabe:
Aus den folgenden Bereichen sollen grundlegende und für das Verständnis der Zusammenhänge wesentliche Kenntnisse vermittelt werden: Geschichte; Personenkreis und pädagogische Aufgabenstellung; sonderpädagogische Maßnahmen und Organisationsformen; psychologische, sozialpsychologische und soziologische Aspekte der geistigen Behinderung; medizinische und rechtliche Aspekte; Möglichkeiten und Grenzen der Förderung der Geistigbehinderten.
Lehrstoff:
Ansätze, Tendenzen und Zielsetzungen der Geistigbehindertenpädagogik (speziell in Österreich); Problematik einer Abgrenzung des Personenkreises, der Komplexität und Häufigkeit (mit besonderer Berücksichtigung der Schulfähigkeit); Problematik der schulischen Aufgabenstellung; Ziele und Fehlziele einer umfassenden Erziehung (realistische Ansätze); Früherfassung und elementare Betreuung und Beratung; Elternhaus und familienergänzende (-ersetzende) Institutionen; Schulen und schulbegleitende Institutionen und Maßnahmen; weiterführende Institutionen und Einrichtungen; Entwicklungspsychologie und entwicklungspsychologische Modelle; Lernpsychologie und verhaltenstherapeutische Ansätze; der Geistigbehinderte und sein soziales Umfeld; Psychodiagnostik (Entwicklungsgitter, Beobachtungssysteme); einschlägige rechtliche Bestimmungen; österreichisches Behindertengesetz (Schulrecht, Behindertengesetze); Lehrplan, Unterrichtsinhalte und Unterrichtsgestaltung; Arbeitsmittel; besondere methodische Erfordernisse.
DIDAKTIK
Allgemeine Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Studierenden sollen befähigt werden, den Unterricht in der Allgemeinen Sonderschule und in der Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder fachgerecht zu planen und durchzuführen. Neben prinzipiellen Fragen der Auswahl, Erschließung und Vermittlung von Lern- bzw. Bildungsinhalten stehen vor allem Fragen der spezifischen Strukturierung des didaktischen Bedingungsgefüges gemäß den Bedürfnissen der Schüler im Vordergrund. Fundierte Kenntnisse über Einschränkungen der Lernfähigkeit in ihrer vielschichtigen Bedingtheit und Variabilität sind als Ausgangspunkt jeden Unterrichtes erforderlich. Den Lernstörungen und Lernbehinderungen sollen gezielte methodisch-didaktische Maßnahmen zugeordnet werden können, wobei Techniken und Formen des individualisierenden und differenzierenden Unterrichtes besondere Bedeutung haben. Die didaktischen Grundsätze des Lehrplanes der Allgemeinen Sonderschule (insbesondere auch jene der einzelnen Unterrichtsgegenstände) und der Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder, ihre Berücksichtigung und Realisierungsmöglichkeit sind an konkreten Unterrichtsbeispielen aufzuzeigen und zu erarbeiten. Der Bedeutung von Anschauung und Auswahl der Unterrichtsmittel ist durch Mitarbeit an exemplarischen Projekten zur Herstellung eigener Lehrmittel Rechnung zu tragen.
EINFÜHRUNG IN DIE KULTURTECHNIKEN
Lehrstoff:
Ziele und Aufgaben des Arbeitsgebietes „Spracherziehung und Einführung in die Kulturtechniken'' in der Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder; Überblick über die derzeitigen und künftig zu erwartenden Lebensanforderungen an geistig behinderte Menschen in Österreich in bezug auf Arbeit, Wohnen, Freizeitgestaltung und soziale Integration; das allgemeine Bildungsziel der Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder; die Bedeutung des Kommunikationsvermögens für geistig behinderte Kinder und ihre Beeinträchtigung in diesem Bereich als Aufnahme-, Verarbeitungs- und Wiedergabeschwäche; die Wechselwirkung von Sprachbehinderung und geistiger Behinderung; die Zielsetzungen des Lese- und Schreibunterrichts unter funktionell-therapeutischen, sozialen und lebenspraktischen Aspekten; der Rechenunterricht als Förderung im Bereich der Basisausfälle und als Vermittlung von mathematischen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Umwelterfassung und Lebensbewältigung.
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