Verordnung über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten; Bekanntmachung von Lehrplänen für den Religionsunterricht

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1987-10-10
Letzte Aktualisierung 2009-05-05
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 27
Änderungshistorie JSON API

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit auf Aufgaben der Berufspraxis. Daher liegt das Hauptgewicht auf den Themenbereichen „Algorithmik'' und „Betriebssystem und Anwendersoftware'', bei den Beispielen auf Aufgaben aus den theoretisch-technischen und theoretisch-fachlichen Unterrichtsgegenständen.

Die Gedächtnisbelastung der Schüler wird minimiert und die Motivation erhöht, wenn schon auf kurze theoretische Abschnitte Perioden des eigenständigen Arbeitens folgen.

Als Programmierhilfen bewähren sich insbesondere graphische Darstellungen wie Programmablaufplan und Struktogramm, allenfalls auch Pseudocode.

12.

ALLGEMEINE BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll den Aufbau des Betriebes, das fachbezogene Betriebsgeschehen und die Beziehungen des Betriebes zur Außenwelt kennen. Er soll Verständnis für die Bestrebungen zur Humanisierung der Arbeitswelt und für die Problematik des Umweltschutzes besitzen.

Der Schüler soll einfache Formen des branchenüblichen Schriftverkehrs und Zahlungsverkehrs durchführen können.

Der Schüler soll die Arbeiten im dokumentären und instrumentellen Rechnungswesen bewältigen können und die Fähigkeit zur Auswertung der Zahlen des Rechnungswesens für unternehmerische Entscheidungen besitzen. Er soll selbständig betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen und den Auswirkungen der Veränderungen in der Wirtschaft auf den Betrieb Rechnung tragen können.

Der Schüler soll Konzepte und Techniken der Unternehmensführung kennen und betriebswirtschaftliche Probleme verbal, rechnerisch und grafisch lösen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Faktoren der Wirtschaft:

Bedürfnis; Bedarf; Güter und Dienstleistungen; Markt und Marktformen; Preisbildung. Geld- und Kapitalmarkt.

Betrieb:

Aufgaben und Arten; Überblick über die Faktoren und Funktionen des Betriebes; Betriebsstandort.

Unternehmung:

Unternehmungsformen; Finanzierung, Investition.

Dokumentäres Rechnungswesen:

Begriff, Gliederung und Aufgaben des dokumentären Rechnungswesens;

rechtliche Grundlagen; Belegwesen; System der doppelten Buchhaltung;

Kontenrahmen und Kontenplan für die grafische Industrie.

Schriftverkehr:

Posteingang, Postversand; Ablagetätigkeiten. Warenverkehr, Zahlungsverkehr, Schriftverkehr mit Behörden.

IV. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Unternehmensführung:

Managementfunktionen, Managementkonzepte und Managementtechniken; Personal und Personalpolitik; Grundlagen konstitutiver Entscheidungen.

Lohn- und Gehaltsverrechnung:

Rechtliche Grundlagen; Berechnung; Verbuchung; Verkehr mit Behörden

und Sozialversicherungsträger.

Betriebliche Organisation:

Organisationsmittel, Büromaschinen.

Dokumentäres Rechnungswesen:

Bücher der doppelten Buchhaltung; Verbuchung laufender Geschäftsfälle; Zahlungsverkehr; Bilanz (handels- und steuerrechtliche Bewertungsvorschriften, Abschlußbuchungen, Kontenabschluß, Erstellen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung).

V. Jahrgang (4 Wochenstunden):

Dokumentäres Rechnungswesen:

Bilanz (betriebswirtschaftliche und steuerliche Auswertung; Bilanzanalyse; betriebliche Kennzahlen); Unternehmenswert. Steuerrecht.

Instrumentelles Rechnungswesen:

Begriff, Gliederung, Aufgaben; Zusammenhänge mit dem dokumentären Rechnungswesen; Entwurf und Gestaltung innerbetrieblicher Formulare zur Leistungserfassung; Kostenartenrechnung (Betriebsüberleitungsbogen, zeitliche und sachliche Abgrenzungen); Kostenstellenrechnung (Betriebsabrechnungsbogen, Beschäftigungs- und Nutzungsgrad; Ermittlung der Selbstkostenstundensätze); betriebliche Leistungs- und Kalkulationskataloge; Kostenkontrolle; Kosten und Preispolitik; Grundlagen der Plankostenrechnung; Grundlagen der Deckungsbeitragsrechnung.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Aufwendbarkeit auf Aufgaben der betrieblichen Praxis. Dementsprechend kommt dem Unterrichtsprinzip der Aktualität Vorrang zu und wird die Unterrichtsform der Lösung praktischer Aufgaben aus der betrieblichen Praxis der grafischen Unternehmen vorherrschen.

In jedem Jahrgang drei Schularbeiten.

13.

BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE DER REPRODUKTIONS- UND DRUCKTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die Kosten von Erzeugnissen des Fachgebietes kalkulatorisch erfassen können. Er soll Preise von Erzeugnissen des Fachgebietes praxisgerecht ermitteln können.

Der Schüler soll Druckaufträge kaufmännisch-technisch bearbeiten und Arbeitsabläufe in der grafischen Industrie planen können.

Der Schüler soll die betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung und die Einflußfaktoren der Werbung kennen.

Der Schüler soll die Massenmedien und die mit ihnen in Zusammenhang stehenden Usancen kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Werbungsbegriff:

Betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Funktionen;

Stellung und Aufgaben der graphischen Unternehmen.

Werbemethoden:

Marktforschung, Markterfassung und Marktanalyse (Verbrauchs-, Produkt-, Motiv-Erfassung). Werbeform, Werbemittel.

Werbewirkung:

Psychologische und soziologische Voraussetzungen; Wahrnehmungs- und Beeindruckungswirkung; Gedächtniswirkung.

Massenmedien:

Historische Entwicklung; Presse- und Meinungsfreiheit (Geschichte, Vergleich verschiedener Staats- und Rechtssysteme); verfassungsrechtliche Bezüge. Arbeitsweise (Redaktion, Nachrichtenagentur, Herstellung und Vertrieb).

V. Jahrgang (5 Wochenstunden):

Kalkulation:

Kalkulationsdaten. Kalkulation in allen industriellen Druckverfahren unter Einbeziehung technischer Arbeitsabläufe. Kalkulatorische Kostenerfassung der Endfertigung.

Auftragsbearbeitung:

Erfassen und Bearbeiten eines Druckauftrages (Übernahme der Auftragsunterlagen, Organisation, Durchführung, Auslieferung, fertigungstechniscbe Belange).

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit in der beruflichen Praxis, weshalb besonders auf dem Stand der Technik angepaßte Lehrinhalte sowie auf das Zusammenwirken der Fertigungskostenstellen mit den Verwaltungs- und Vertriebskostenstellen zu achten sein wird.

Im V. Jahrgang drei ein- oder zweistündige Schularbeiten.

14.

GRUNDLAGEN DES MASCHINENBAUES

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll Skizzen, Werkzeichnungen, Schaubilder und Plärie seines Fachgebietes lesen und sach- und normgerecht anfertigen können.

Der Schüler soll die für den Bau von Maschinen und Geräten des Fachgebietes verwendeten Werkstoffe und ihre Eigenschaften sowie die gebräuchlichsten Maschinenteile des Fachgebietes kennen.

Der Schüler soll die theoretischen Grundlagen für mechanisch-technische Berechnungen des Fachgebietes beherrschen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Elemente des Maschinenzeichnens:

Handhabung der Zeichengeräte, Normschrift, Zeichnen mit Bleistift und Tusche, Zeichnungsnormen, Passungen und Toleranzen. Werkzeichnungen einfacher Normteile nach Vorlagen.

Metallische Werkstoffe:

Eisenmetalle (Eigenschaften, Verwendung, Prüfung, normgerechte Bezeichnung; Legierungen; Wärmebehandlung, Oberflächenschutz). Nichteisenmetalle (Eigenschaften, Verwendung, normgerechte Bezeichnung).

Formgebung:

Spanende Formgebung (Maschinen, Werkzeuge, Hilfsmittel), spanlose Formgebung (Gießen, Schmieden, Walzen; Schweißen, Löten, Kleben, Lasertechnologie).

II. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Statik:

Ebene Kraftsysteme. Drehmoment. Gleichgewichtsbedingungen.

Festigkeit:

Beanspruchungs- und Spannungsarten (Zug, Druck, Biegung, Scherung, Torsion), Spannungs-Dehnungs-Diagramm, Hookesches Gesetz.

Maschinenelemente:

Verbindungselemente (lösbare, nicht lösbare, federnde), Achsen, Wellen, Lager, Kupplungen; Elemente zur Übertragung von Bewegungen. Elemente zur Umwandlung von Bewegungen.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit auf häufige Aufgaben der Praxis des Fachgebietes. Um die in der Bildungs- und Lehraufgabe geforderte Zeichenfertigkeit zu erlangen, kann der Unterricht auch im unbedingt erforderlichen Ausmaß durch häusliche Arbeiten ergänzt werden.

Normenblätter, Modelle, Bildtafeln, Skizzenblätter und Handbücher sind wichtige Unterrichtsmittel.

Das durchschnittliche Ausmaß der Konstruktionsübungen beträgt im I. Jahrgang eine Wochenstunde.

15.

BEDRUCKSTOFFTECHNOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die Herstellung, die Eigenschaften, die ökonomische und ökologische Verwendung und Entsorgung der im Fachgebiet verwendeten Materialien kennen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Papier- und Faserstoffe:

Rohstoffe. Herstellung. Ausrüstung und Veredlung. Umweltstrategien

(Recycling, Entsorgung, Deinking).

Kunststoffe:

Aufbau, Eigenschaften und Verarbeitung; Verwendung (Klebstoff, Bedruckstoff, Verpackungsmaterial); Entsorgung; Alternativprodukte.

V. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Lösungsmittel:

Eigenschaften; Einsatzbereiche; Umgang (Verwaltung, Verwahrung),

MAK-Zahlen; Recycling, Entsorgung.

Druckfarben und Toner:

Rohstoffe (natürliche und synthetische Pigmente, Bindemittel- und Farbstoffe), Herstellung. Entsorgung.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit in der beruflichen Praxis des Fachgebietes. Dem Stand der aktuellen Technik angepaßte Lehrinhalte sind in diesem Zusammenhang von großer Wichtigkeit.

Bildliche Darstellungen erhöhen die Anschaulichkeit des Unterrichtes.

16.

BILDTECHNOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die naturwissenschaftlichen Grundlagen fotografischer Prozesse im Fachgebiet kennen. Er soll die für Aufgaben des Fachgebietes geeigneten Verfahren auswählen können.

Der Schüler soll die Form der Informationsentstehung, des Informationstransportes und der Informationswiedergabe kennen.

Lehrstoff:

V. Jahrgang (4 Wochenstunden):

Fotoelektronik:

Wechselwirkung zwischen Energie und Materie; Laser- und Computertechnologie.

Bildaufzeichnung:

Analoge Bildaufzeichnung (fotografischer Prozeß, Fotochemie, Densitometrie, Sensitometrie); digitale Bildaufzeichnung (Laserbildtechnologie, Kathodenstrahltechnologie, Raster-Image-Processing), unkonventionelle Verfahren.

Bildverarbeitung:

Halbtonfotografie, Rasterfotografie (Tonwert- und Kontrastübertragung, Standardisierung, Spezialraster); Farbfotografie (Theorie der Farbe, Farbmessung); digitale Bildverarbeitung (elektronische Farbalgorithmen, Datenkompression, Speichermedien, Übertragungsmedien).

Bildgenerierung:

Farbbilderzeugung; Non-Impact-Verfahren (Inkjet, Thermografie, Magnetografie, Elektrofotografie, Elektrografie), unkonventionelle

Verfahren.

Informationstheorie:

Informationsformen, Informationsverarbeitung,

Informationstransformation.

Bildinformation:

Aufzeichnung, Übertragung, Wiedergabe, Speicherung. Position in der Informationskette. Wirtschaftliche und technologische Aspekte. Entwicklungstendenzen (Integration Bild-Text-Grafik, Datenbank, Datenschutz).

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit in der beruflichen Praxis. Dem Stand der aktuellen Technik angepaßte Lehrinhalte sind in diesem Zusammenhang von großer Wichtigkeit.

Der Unterricht baut auf Vorkenntnissen aus den Pflichtgegenständen „Chemie und angewandte Chemie'', „Physik und angewandte Physik'', „Elektronische Datenverarbeitung und angewandte elektronische Datenverarbeitung'' sowie „Bedruckstofftechnologie'' auf.

Bildliche Darstellungen erhöhen die Anschaulichkeit des Unterrichtes.

17.

LABORATORIUM FÜR REPRODUKTIONS- UND DRUCKTECHNOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die für die Herstellung des jeweiligen Druckproduktes geeignetsten Methoden, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel und Materialien unter Beachtung der Sicherheitserfordernisse auswählen und anwenden können. Er soll den Produktionsablauf optimieren können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang (14 Wochenstunden):

Typografik - Grundausbildung:

Manuskript, typografisches Maßsystem, Schriftarten, Layout. Akzidenzsatz, Tabellensatz, Formelsatz, Werksatz. Seitenumbruch.

Typografik - Titelsatz:

Fotosetzgeräte, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Entwurf. Herstellung von Titeln, Inseratensatz.

Typografik - Montage:

Hilfsmittel, Anwendung der Materialien. Seitenmontage.

Korrekturlesen.

Typografik - Fotosatz-Akzidenzsatzsysteme:

Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Akzidenzsatz, Tabellensatz, Formelsatz.

Typografik - Fotosatz-Mengensatzsysteme:

Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Zeitschriften- und Zeitungssatz, Ganzseitenbearbeitung und Ganzseitenausgabe.

Siebdruck - Siebdruckformenherstellung:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel,

Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung).

Schablonenherstellung (Montage, Kopie, Fertigmachen).

Standardisierung.

Siebdruck - Handsiebdruck:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Druck mit Handsiebdrucktischen (einfarbig, mehrfarbig).

Siebdruck - Maschineller Siebdruck:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Andruck (einfarbig, mehrfarbig), Auflagendruck

(einfarbig, mehrfarbig). Leiterplattendruck.

Druck - Bogenmontage:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Standardisierungs- und Rationalisierungsmöglichkeiten. Qualitätssicherung.

Druck - Flachdruckformenherstellung:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Meß- und Kontrollelemente. Standardisierung.

Druck - Kopiermaschinen:

Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Montage. Steuerung, Programme, Datenaufzeichnung.

Druck - Andruck und Kleinoffsetdruck:

Werkzeuge, Geräte, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Druckformen. Meß- und Kontrollelemente. Standardisierung. Andruck (einfarbig, mehrfarbig), Auflagendruck, Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung.

Druck - Bogenoffsetdruck:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Druckformen. Meß- und Kontrollelemente. Standardisierung. Druckfertigmachen, Auflagendruck (einfarbig, mehrfarbig). Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung.

Druck - Hochdruck:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Druckformen. Meß- und Kontrollelemente. Zurichten, Auflagendruck. Sonderarbeiten (Prägen, Stanzen, Rillen, Perforieren, Numerieren). Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung.

Druck - Originaldruckgrafik:

Verfahrensmerkmale. Werkzeuge, Geräte, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Druckformen (Arten, Herstellung). Druckgrafik (Arten, Herstellung).

Druck - Endfertigung:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen (Zusammentragen, Schneiden, Falzen, Heften, Binden, Leimen).

Druckformtechnik - Handkupferdruck:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Druckformen (Arten, Herstellung). Druck mit Handkupferdruckmaschinen.

Druckformtechnik - Aufkupferung und Verchromung:

Verfahrensmerkmale. Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel,

Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Galvanotechnik.

Standardisierung.

Druckformtechnik - Tiefdruckzylinderherstellung:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Montage (Seitenmontage, Bogenmontage). Druckformen (Arten, Herstellung, Korrekturmöglichkeiten). Spezialgebiete (Verpackungstiefdruck, Wertpapierdruck). Standardisierung.

V. Jahrgang (12 Wochenstunden):

Typografik - Titelsatz:

Entwurftechnik. Herstellen von für komplexe Aufgabenstellungen

notwendigen Satzarbeiten.

Typografik - Montage:

Gestaltungselemente (Text, Bild, Logo). Herstellen von

Seitenmontagen.

Typografik - Fotosatz-Akzidenzsatzsysteme:

Qualitätskontrolle; Qualitätssicherung. Herstellen von für komplexe

Aufgabenstellung notwendigen Satzarbeiten.

Typografik - Fotosatz-Mengensatzsysteme:

Verfahrensvergleiche. Herstellen von für komplexe Aufgabenstellung

notwendigen Satzarbeiten.

Siebdruck - Siebdruckformenherstellung:

Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung. Herstellen von

Siebdruckschablonen (einfarbig, mehrfarbig).

Siebdruck - Handsiebdruck:

Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung. Herstellen von Drucken auf

Handsiebdrucktischen (einfarbig, mehrfarbig).

Siebdruck - Maschineller Siebdruck:

Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung. Herstellen von Andrucken

(einfarbig, mehrfarbig); Herstellen von Auflagendrucken (einfarbig, mehrfarbig).

Druck - Bogenmontage:

Technische Arbeitsaufbereitung. Herstellen von Seiten- und Bogenmontagen.

Druck - Flachdruckformenherstellung:

Herstellen von Offsetdruckplatten. Qualitätskontrolle.

Druck - Kopiermaschinen:

Erstellen von Kopierprogrammen. Herstellen von Montagen und Offsetdruckplatten.

Druck - Bogenoffsetdruck:

Herstellen von Andrucken und Auflagendrucken (ein- und mehrfarbig).

Druck - Hochdruck:

Herstellen von Auflagendrucken. Sonderarbeiten (Prägen, Stanzen, Rillen, Perforieren, Numerieren).

Reproduktionstechnik - Fotomechanische Bildverarbeitung:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Reproduktionsvorlagen (Beurteilung, Vorbereitung). Kontaktarbeiten. Aufnahmeverfahren (Strich, Raster, Projektion). Herstellen von Schwarzweiß-Reproduktionen, Herstellen von fotomechanischen Ganzseitenmontagen.

Reproduktionstechnik - Elektronische Bildverarbeitung:

Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Sensitometrie (Dichtemessung der Produkte). Farbreproduktion (Herstellung, Standardisierung, Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung). Scannertechnik. (Herstellen von Farbauszügen). Elektrische Foto- und Tonwertkorrekturen. Elektrische Ganzseitenmontage.

Reproduktionstechnik - Rechnerunterstützte Verarbeitungstechnik:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Tonwertberichtigung, Farbwertberichtigung. Erstellen von Rasterprogrammen.

Reproduktionstechnik - Technische Arbeitsaufbereitung:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Sensitometrie (Dichtemessung der Vorlagen, Farbdichtemessung, integrierte Rastermessung). Vorgaben für die Fertigungsbereiche, Datenaufbereitung für Fertigungsbereiche.

Reproduktionstechnik - Andruckersatzverfahren:

Verfahrensmerkmale. Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Farbprüfverfahren. Standardisierung. Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung. Herstellen von Prüfdrucken.

Druckformtechnik - Hochdruckformenherstellung:

Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Druckformen (Arten, Herstellung, Korrekturmöglichkeiten).

Druckformtechnik - Manuelle Techniken:

Reinzeichnungen. Schablonen. Kopiervorlagen. Korrekturmöglichkeiten (Schwarzweißretusche, Farbretusche). Submontage, Fotomontage. Standardisierung. Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung.

Druckformtechnik - Andruckersatzverfahren:

Herstellungsverfahren. Herstellen von Prüfdrukken.

Qualitätskontrolle.

Druckformtechnik - Andruck:

Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Herstellen von Andrucken (einfarbig, mehrfarbig).

Druckformtechnik - Handkupferdruck:

Qualitätsmerkmale, Qualitätskontrolle. Herstellen von Druckformen; Herstellen von Drucken mit Handkupferdruckmaschinen.

Druckformtechnik - Aufkupferung und Verchromung:

Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung. Durchführung von Aufkupferung und Verchromung von Tiefdruckzylindern.

Druckformtechnik - Tiefdruckzylinderherstellung:

Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung. Herstellen von Montagen (Seitenmontage, Bogenmontage); Herstellen von Tiefdruckzylindern (einfarbig, mehrfarbig).

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterien für die Lehrstoffauswahl sind die Vielseitigkeit der Fertigungsmethoden in allen Bereichen des grafischen Gewerbes und der grafischen Industrie, die Häufigkeit ihrer Anwendung in der Praxis, der Beitrag zur systematischen Einführung in die praktischen Probleme der Reproduktions- und Drucktechnik, der Beitrag zur Förderung des integrativen Denkens beim Zusammenführen der Fertigungsbereiche sowie die vorhandene Ausstattung. Dem Stand der Technik angepaßte Lehrinhalte sind in diesem Zusammenhang von großer Wichtigkeit.

Die effiziente Arbeit in der Gruppe, die sorgfältige Behandlung der Materialien, Geräte, Maschinen und Hilfsmittel und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften werden zweckmäßigerweise durch einführende Hinweise und durch lenkendes Eingreifen gewährleistet.

Das Ausmaß der Übungen beträgt im IV. Jahrgang 12 Wochenstunden, im V. Jahrgang 10 Wochenstunden.

18.

MESS- UND PRÜFTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die für die berufliche Praxis des Fachgebietes wesentlichen Meß- und Prüfaufgaben selbständig und sorgfältig ausführen sowie kritisch auswerten können. Er soll die für die jeweilige Aufgabe geeignetsten Methoden und Geräte unter Beachtung der Sicherheitserfordernisse auswählen können. Er soll Untersuchungsberichte zusammenstellen und auswerten sowie die Ergebnisse interpretieren können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Papierprüfung:

Mechanische Papierprüfung (Laufrichtung, Masse, Dicke, Dichte, Dehnung, Festigkeit). Oberflächenprüfung (Mikrokonturtest, Leimung, Rupfverhalten).

Rechnerunterstützte Prüfungen:

Prüfungen mit statistischer Auswertung (paarweiser Vergleich, Dichtemessung). Bestimmung der Rasterprozente des Weißgrades,

Linearität von Densitometern.

Chemische Untersuchungen:

Infrarotspektroskopie. Eisenbestimmung (gravimetrisch, volumetrisch). Papierasche (Anteil, Zusammensetzung).

Zellstoffanalyse. Wasserhärte.

Mikroskopische Untersuchungen:

Stereomikroskopie, Durchlichtmikroskopie, Auflichtmikroskopie. Korrektion der Objektive. Numerische Apertur. Messungen.

IV. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Papierprüfung:

Saugfähigkeit, Glätte, Biegefestigkeit.

Bedruckbarkeitsprüfung:

Rupffestigkeit, Farbübertragung, Trocknungsverhalten. Erkennen von

Kunststoffgrundtypen. Lösemitteluntersuchung.

Farbprüfung:

Masse, Dichte; Viskosität; Echtheiten von Druckformen,

Färbevermögen.

Produktprüfung:

Echtheit von Drucken. Festigkeit von Buchblöcken.

Fotomechanische Prozesse:

Gradationskurve, Schwarzschildeffekt. Farbempfindlichkeit. Rasterkennlinie. Tonwertübertragung. Luxgebirge, Indikatrix.

Farbmessung:

Spektralfarbmessung, Dreibereichs-Farbmessung, Farbdichtemessung.

V. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Integration:

Papierprüfungen, rechnerunterstützte Prüfungen, chemische Untersuchungen, mikroskopische Untersuchungen, Farbprüfungen, Bedruckbarkeitsprüfungen, Produktprüfungen, Prüfungen fotomechanischer Prozesse und Farbmessungen im Rahmen komplexer Aufgabenstellungen.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterien für die Lehrstoffauswahl sind die Vielseitigkeit der Methoden, die Häufigkeit der Anwendung in der betrieblichen Praxis, der Beitrag zur systematischen Einführung in die praktischen Probleme der Meß- und Prüftechnik sowie die vorhandene Laboratoriumsausstattung. Dem Stand der Technik angepaßte Lehrinhalte sind in diesem Zusammenhang von größter Wichtigkeit.

Manche Übungen bedürfen der Vorbereitung durch kurze Vorbesprechungen entsprechend dem Stand des Unterrichtes in den theoretisch-technischen Pflichtgegenständen. Besonders wertvoll sind Übungen, die den Lehrstoff mehrerer Themenbereiche oder Unterrichtsgegenstände anwenden.

Die effiziente Arbeit in der Gruppe, die sorgfältige Behandlung der Geräte und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften werden zweckmäßigerweise durch einführende Hinweise und durch lenkendes Eingreifen gewährleistet.

Den Anforderungen der Praxis entsprechend, wird von den Schülern die Führung eines Übungsprotokolles und die Ausarbeitung eines Laboratoriumsberichtes verlangt.

Das durchschnittliche Ausmaß der Übungen beträgt im III. und IV. Jahrgang je zwei Wochenstunden, im V. Jahrgang eine Wochenstunde.

19.

BETRIEBSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll Methoden der Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle auf die einzelnen Bereiche grafischer und verwandter Betriebe anwenden und den Einsatz der Produktionsmittel unter Beachtung von Umweltaspekten optimieren können.

Lehrstoff:

II. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Betriebliche Strukturen:

Klein-, Mittel- und Großbetriebe; Spezialisierungsgrad;

innerbetriebliche Funktionen.

Fertigungsbereich:

Organisation (kaufmännisch, technisch), Arbeitsabläufe.

III. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Fertigungsbereich:

Druckvorstufe (Arbeitsabläufe, Prozeßsteuerung, Qualitätskontrolle). Druck (Arbeitsabläufe, Prozeßsteuerung, Qualitätskontrolle; Umweltschutz).

Produktionsmittel:

Druckvorstufe (Werkzeuge, Geräte, Einrichtungen, Maschinen;

Arbeitsbehelfe). Druck (Werkzeuge, Geräte, Einrichtungen, Maschinen;

Arbeitsbehelfe).

Materialien:

Werkstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe.

IV. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Fertigungsbereich:

Druckweiterverarbeitung und Endfertigung (Formen, Arbeitstechniken,

Wirtschaftlichkeit; Umweltschutz).

Produktionsmittel:

Druckweiterverarbeitung (Werkzeuge, Geräte, Maschinen); Integrierte

Systeme.

V. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Verwandte Wirtschaftszweige:

Zulieferindustrie (Geräte, Maschinen, Materialien). Werbewirtschaft

(Struktur, Fachvokabular).

Qualitätssteuerung:

Kriterienkatalog, Fehlerminimierung.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl sind die Anforderungen der beruflichen Praxis im grafischen Bereich, weshalb besonders auf dem Stand der Technik angepaßte Lehrinhalte zu achten sein wird. Zur Praxisnähe gehören auch die Verwendung praxisüblicher Unterlagen sowie bildlicher Darstellungen.

20.

STILKUNDE UND GRAFISCHE KÜNSTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die Wechselwirkung von sozialer, wirtschaftlicher, politischer und schöpferischer Situationen im Verlauf der europäischen Geschichte kennen. Er soll die Wesenszüge der Stilepochen in der bildenden Kunst und im Kunstgewerbe, die Entstehung der Produkte und Techniken im Fachgebiet sowie das kunsthistorische Fachvokabular kennen und auf Aufgaben der Praxis anwenden können. Er soll typische Formelemente erfassen können.

Lehrstoff:

III. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Theorie der Kunst:

Einteilung, Begriffe. Sonderstellung des Kunstgewerbes.

Gestaltungsprinzipien, Techniken und Produkte:

Altertum; Mittelalter; Neuzeit (Renaissance, Barock, Rokoko, Empire, Klassizismus, Romantik, Realismus, Idealismus, Historismus, Impressionismus, Symbolismus, Jugendstil, Wegbereiter der Moderne;

Expressionismus, Kubismus, Surrealismus, Dadaismus;

Gegenwartsströmungen). Wechselbeziehungen zur bildenden Kunst und zur Sozialgeschichte.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl sind der Beitrag zum Verständnis der Entwicklungszusammenhänge sowie die Zusammenhänge zwischen den Kunstformen untereinander und mit den historischen Rahmenbedingungen; ferner die Bedeutung für Kunst und Kunstgewerbe im heutigen Österreich, insbesondere in den Belangen des Ausbildungszweiges.

Bildliche Darstellungen sowie Modelle sind für die Erfassung des Lehrstoffes unerläßlich. Das Verständnis der handwerklichen und stilistischen Entwicklung wird durch vom Schüler angefertigte Zeichnungen erhöht. Das durch die Bildungs- und Lehraufgabe geforderte Ziel einer Gesamtschau erfordert die intensive Zusammenarbeit mit den Lehrern des Pflichtgegenstandes „Geschichte und Sozialkunde''.

Die Bildungs- und Lehraufgabe erfordert die Ausgewogenheit zwischen allgemeinkulturellen Tendenzen und fachspezifischen Ausprägungen.

21.

FACHKUNDE UND WERKSTÄTTE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die im Fachgebiet verwendeten Einrichtungen, Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsbehelfe handhaben und instandhalten können. Er soll facheinschlägige Erzeugnisse des grafischen Bereiches unter Bedachtnahme auf die Eigenschaften der Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffe selbständig herstellen können.

Der Schüler soll die einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften kennen und beachten.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (21 Wochenstunden):

Grundausbildung:

Werkstättenbetrieb, Werkstättenordnung, Unfallverhütung. Bereiche des grafischen Gewerbes (Druckvorstufe, Druck, Endfertigung).

Typografik:

Typografische Regeln, typografisches Maßsystem, Satzarten (Reihensatz, Gedichtsatz, Tabellensatz, Fraktursatz). Teilungsregeln, Korrekturzeichen, Korrekturlesen. Gestalten von Drucksorten, Skizzierübungen. Herstellen von einfachem Satz. Bedruckstoff, Druckfarbe. Korrekturabzüge. Titelsatz (Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Maschinen und Geräte für Aufnahme und Verarbeitung, Materialien).

Siebdruck - Siebdruckformenherstellung:

Verfahrensmerkmale. Maschinen, Geräte, Einrichtungen (Bedienung, Wartung). Materialien (Schneide- und Kopiermaterialien, Reinigungsmittel). Siebdruckrahmen (Bespannung, Reinigung). Siebdruckschablonen (Arten, Herstellung). Kopiervorlagen (Arten, Herstellung).

Siebdruck - Handsiebdruck:

Maschinen und Geräte (Bedienung, Wartung). Materialien (Bedruckstoff, Druckfarbe). Drucke mit dem Handsiebdrucktisch.

Druck - Andruck und Kleinoffsetdruck:

Verfahrensmerkmale. Maschinen, Geräte, Einrichtungen (Bedienung, Wartung). Materialien (Bedruckstoff, Druckfarbe, Reinigungsmittel). Flachdruckformen (Arten, Behandlung). Farbmischungen. Andrucken mit Flachbett-Andruckpressen. Drucken mit Kleinoffsetdruckmaschinen.

Druck - Hochdruck:

Verfahrensmerkmale. Maschinen, Geräte, Einrichtungen (Bedienung, Wartung). Materialien (Bedruckstoff, Druckfarbe, Reinigungsmittel). Hochdruckformen (Arten, Behandlung). Drucken von Merkantildrucksorten mit Tiegeldruckpressen.

Reproduktionstechnik/Druckformtechnik - Manuelle Techniken:

Herstellen von Druck- und Kopiervorlagen. Arbeitstechniken (Feder, Pinsel, Schneidemesser, Schaber). Retuschearbeiten (Negativretusche, Positivretusche).

Reproduktionstechnik/Druckformtechnik - Fotomechanische Bildverarbeitung:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Maschinen, Geräte, Einrichtungen (Bedienung, Wartung). Licht- empfindliche Materialien (Aufbau, Verarbeitung), fotochemische Materialien (Verwendung, Entsorgung). Sensitometrie, Densitometrie. Herstellen von Kopiervorlagen mit Kamera, Kontaktkopiergerät, Vergrößerungsgerät (Schwarzweiß-Reproduktionen, Strich-, Halbton-, Rasteraufnahmen, Farbstrichaufnahmen).

Reproduktionstechnik/Druckformtechnik - Hochdruckformenherstellung:

Druckformenmaterial (Arten, Eigenschaften, Behandlung). Kopierverfahren. Druckformenherstellung (Ätzverfahren, Auswaschverfahren).

Reproduktionstechnik/Druckformtechnik - Andruck:

Maschinen (Bedienung, Wartung). Druckmaterial (Bedruckstoff, Farbe). Herstellen von Andrucken.

Reproduktionstechnik/Druckformtechnik - Handkupferdruck:

Druckformen (Arten, Material, Eigenschaften, Behandlung). Formenherstellung (manuell, fotochemisch). Druckmaschinen (Bedienung, Wartung). Herstellen von Handkupferdrucken.

II. Jahrgang (16 Wochenstunden):

Typografik - Titelsatz:

Skizzieren von Schriften, Entwurf (Technik, Werkzeuge, Materialien). Herstellen von Buchtiteln, Titelbogen, Kleinplakaten, Inseraten.

Typografik - Montage:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Klebemontagen (Text, Bild), Klebeumbruch. Gestaltungsaufgaben mit Schrift, Bild und Logo.

Typografik - Fotosatz-Akzidenzsatzsysteme:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Maschinen und Geräte für Satz und Verarbeitung (Bedienung, Wartung). Satzregeln. Fremdsprachensatz. Korrekturlesen. Arbeitsvorbereitung. Herstellen von Merkantil- und Werbedrucksorten.

Typografik - Fotosatz-Mengensatzsysteme:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Maschinen und Geräte (Bedienung, Wartung). Arbeitsvorbereitung (Satzspiegel, Manuskriptberechnung).

Werksatz. Kamera- und Kontaktarbeiten.

Siebdruck - Siebdruckformherstellung:

Fotomechanische Schablonenherstellung (Beschichtung, Kopie, Entwicklung). Herstellen von mehrfarbigen Kopiervorlagen (Kontaktkopie, Montage). Geräte und Maschinen (Bedienung, Wartung).

Siebdruck - Handsiebdruck:

Farbmischen. Druck von mehrfarbigen Arbeiten.

Siebdruck - Maschineller Siebdruck:

Maschinen und Geräte (Bedienung, Wartung). Drucken von mehrfarbigen

Arbeiten. Passerarbeiten.

Druck - Bogenmontage:

Herstellen von Kopiervorlagen. Seiten- und Bogenmontage (einfarbig, mehrfarbig). Farb- und Anhaltskopie. Montage- und Ausschußschema

(Falzarten, Stanzmontagen, Registersysteme).

Druck - Flachdruckformenherstellung:

Geräte (Bedienung, Wartung). Materialien (Druckplatten, Verarbeitungschemie). Kopie (Belichtung, Aus- und Einbelichtung, Entwicklung). Meß- und Kontrollelemente. Standardisierting. Qualitätskontrolles Qualitätssicherung.

Druck - Hochdruck:

Drucken mehrfarbiger Arbeiten mit Tiegeldruckpressen.

Sonderarbeiten mit Tiegeldruckpressen (Stanzen, Rillen, Prägen Numerieren, Perforieren).

Druck - Endfertigung:

Druckweiterverarbeitung (Schneiden, Falzen, Zusammentragen, Binden). Geräte und Maschinen (Bedienung, Wartung).

Reproduktionstechnik - Fotomechanische Bilderverarbeitung:

Herstellen von ein- und mehrfarbigen Reproduktionen. Herstellen von Projektionen (einfarbig, mehrfarbig). Fotomechanische Montagen (Einkopierung, Auskopierung, Umkopierung, Zusammenkopierung).

Reproduktionstechnik - Rechnerunterstützte Verarbeitungstechnik:

Rechnerunterstützte Geräte für Strichaufnahmen und Rasteraufnahmen (Bedienung, Programmierung). Rechnerunterstützte Anwendungstechnik zur Ermittlung der Belichtungszeit, zur Diagrammerstellung und zur Diagrammauswertung. Entwicklungsmaschinen (Bedienung, Steuerung, Wartung). Entwicklungschemie (Kontrolle, Steuerung, Regenerierung, Entsorgung).

Reproduktionstechnik - Andruckersatzverfahren:

Herstellungsverfahren (Arten, Merkmale, Anwendung). Geräte

(Bedienung, Wartung). Herstellen von Prüfdrucken.

Druckformtechnik - Manuelle Techniken:

Herstellen von Druckvorlagen, Kopiervorlagen und Reinzeichnungen.

Arbeitstechniken (Schneiden, Zeichnen). Schriftformen. Retusche (Ton- und Farbwertkorrektur).

Druckformtechnik - Fotochemische Bildverarbeitung:

Strichaufnahmen, Rasteraufnahmen. Farbreproduktionen. Kontaktarbeiten (Einkopierung, Auskopierung, Umkopierung, Nutzenherstellung). Meßtechnik (Aufgaben, Verfahren).

Druckformtechnik - Andruckersatzverfahren:

Herstellungsverfahren (Arten, Merkmale, Anwendung). Geräte

(Bedienung, Wartung). Herstellen von Prüfdrucken.

Druckformtechnik - Andruck:

Herstellen von Andrucken (einfarbig, mehrfarbig).

Druckformtechnik - Aufkupferung und Verchromung:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Galvanische Bäder (Ansatz, Analyse, Entsorgung). Tiefdruckzylinder (Aufkupferung, Verchromung, mechanische Bearbeitung). Meßtechnik (Oberflächenrauhigkeit, Ätztiefe, Umfang).

Druckformtechnik - Tiefdruckzylinderherstellung:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Hilfsmittel, Materialien (Anwendung, Bedienung, Wartung). Herstellen von Kopiervorlagen (einfarbig). Konversionsverfahren. Pigmentpapier (Kopie, Übertragung, Atzung). Andruck.

III. Jahrgang (15 Wochenstunden):

Typografik - Fotosatz-Akzidenzsatzsysteme:

Arbeitsvorbereitung, Datenerfassung, Datenverarbeitung, Datenausgabe. Typografisches Entwerfen. Ganzseitengestaltung.

Typografik - Fotosatz-Mengensatzsysteme:

Planung und Durchführung von Projektarbeiten. Arbeitsvorbereitung, Datenerfassung, Datenverarbeitung, Datenausgabe. Umbrechen, Ganzseitengestaltung.

Siebdruck - Maschineller Siebdruck:

Arbeitsvorbereitung. Spezielle Bedruckstoffe (Arten, Eigenschaften, Verwendung, drucktechnische Behandlung). Spezialgebiete (Plakatdruck, Rasterdruck, Leiterplattendruck, Abbziehbilderdruck, Haftetikettendruck, Stufendruck, Runddruck).

Druck - Kopiermaschinen:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Rechnergesteuerte Kopiermaschinen

(Aus- und Einbelichtung, Bogeneinteilung, Stanzmontage). Erstellen

von Kopierprogrammen.

Druck - Bogenoffsetdruck:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale. Bogenoffsetdruckmaschinen (Einstellung und Bedienung, Wartung, Baugruppen, Zusatzeinrichtungen). Arbeitsvorbereitung. Druck von ein- und mehrfarbigen Andrucken und Auflagen. Standardisierung. Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung.

Druck - Hochdruck:

Andruck (einfarbig, mehrfarbig), Auflagendruck (einfarbig, mehrfarbig). Flexodruck (Aufgaben, Verfahrensmerkmale);

Flexodruckmaschinen (Aufbau, Bedienung, Wartung);

Flexodruck-Einpaßgeräte (Aufbau, Bedienung, Wartung).

Druck - Originaldruckgraphik:

Aufgaben, Verfahrensmerkmale, Maschinen und Geräte (Bedienung, Wartung). Druckformen (Herstellung, Behandlung). Herstellen von Drucken.

Reproduktionstechnik - Elektronische Bildverarbeitung:

Scannertechnik (Verfahren, Systeme, Geräte). Herstellen von Farbauszügen (Gradation, Schwarzreduktion, Bunt- und Unbuntaufbau). Elektronische Farb- und Tonwertkorrektur. Elektronische Ganzseitenmontage.

Reproduktionstechnik - Rechnergesteuerte Verarbeitungstechnik:

Rechnerunterstützte Maskenherstellung. Rechnerunterstützte Farb- und Tonwertkorrektur.

Reproduktionstechnik - Fotomechanische Bildverarbeitung:

Herstellen von Ganzseitenmontagen.

Reproduktionstechnik - Technische Arbeitsaufbereitung:

Herstellen von reproduktionsreifen Standtableaus. Herstellen von reproduktionsreifen Zweitvorlagen.

Reproduktionstechnik - Andruckersatzverfahren:

Herstellen von Prüfdrucken. Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung.

Druckformtechnik - Manuelle Techniken:

Herstellen mehrfarbiger Kopiervorlagen, Farbauszugverfahren. Farb- und Tonwertkorrektur (manuell, fotomechanisch). Farbkorrektur von Farbvorlagen und Farbduplikaten. Gestaltung von Schriftformen.

Druckformtechnik - Fotomechanische Bildverarbeitung:

Zusammenkopieren mehrfarbiger Seiten. Herstellen von Submontagen. Herstellen von Farbduplikaten.

Druckformtechnik - Elektronische Bildverarbeitung:

Scannertechnik (Verfahren, Systeme, Geräte). Herstellen von

Farbauszügen. Elektronische Farb- und Tonwertkorrektur. Elektronische

Ganzseitenmontage.

Druckformtechnik - Technische Arbeitsaufbereitung:

Herstellen von reproduktionsreifen Standtableaus. Herstellen von

reproduktionsreifen Zweitvorlagen.

Druckformtechnik - Andruckersatzverfahren:

Herstellen von Prüfdrucken. Qualitätskontrolle,

Qualitätssicherung.

Druckformtechnik - Aufkupferung und Verchromung:

Galvanische Bäder (Kontrollelemente, Standardisierung, Qualitätskontrolle). Aufkupfern (Grundaufkupferung, Hautaufkupferung). Verchromen. Mechanische Bearbeitung (Schleifen, Polieren).

Druckformtechnik - Tiefdruckzylinderherstellung:

Herstellen von Kopiervorlagen (mehrfarbig). Herstellen von Abtastvorlagen (Opalfilme, ein- und mehrfarbig). Tiefdruckzylinder (Ätzung, Gravur, Korrektur). Verpackungstiefdruck, Wertpapierdruck. Meß- und Kontrollelemente. Standardisierung. Qualitätskontrolle, Qualitätssicherung.

Didaktische Grundsätze:

Vor dem Beginn der einzelnen praktischen Arbeiten müssen die Schüler mit den Grundzügen des Aufbaues, den Funktionen, den Bauarten und der Bedienung der erforderlichen Werkzeuge, Maschinen, Einrichtungen und Arbeitsbehelfe sowie mit den Eigenschaften der verwendeten Werk- und Hilfsstoffe, vor allem aber mit den einschlägigen Sicherheitsvorschriften vertraut sein. Die in der Allgemeinen Dienstnehmerschutzverordnung und Allgemeinen Maschinen-Schutzvorrichtungsverordnung sowie im Arbeitnehmerschutzgesetz vorgesehenen Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und beruflichen Erkrankungen sind den Schülern im Zusammenhang mit den Arbeitsvorgängen eingehend zu erläutern; ihre Beachtung ist den Schülern zur Pflicht zu machen. In diesem Zusammenhang ist die Abstimmung mit den Lehrern der theoretischtechnischen Unterrichtsgegenstände von besonderer Wichtigkeit. Die Gewandtheit in den Fertigkeiten wird vor allem durch allmähliche Anhebung des Schwierigkeitsgrades in den einzelnen Bereichen gefördert. In ähnlicher Weise wird die Selbständigkeit der Schüler durch allmähliche Verringerung der Anweisung für die einzelnen Arbeitsschritte erhöht.

Damit der Schüler mit der Werkstättenorganisation von Fertigungsbetrieben vertraut wird, erscheint es wichtig, daß die Werkstätte analog organisiert ist und der Schüler auch die organisatorischen Arbeiten vom Fertigungsauftrag bis zur Fertigungskontrolle kennenlernt. Der Praxisbezug wird durch Herstellen und Bearbeiten branchenüblicher Produkte mit Verkaufswert erhöht. Der Dokumentation über die durchgeführten Arbeiten dient ein von jedem Schüler geführtes Arbeitsprotokoll.

22.

PFLICHTPRAKTIKUM

Siehe Anlage 1.

B. FREIGEGENSTÄNDE

STENOTYPIE

Siehe Anlage 1.

ZWEITE LEBENDE FREMDSPRACHE

( )

Siehe Anlage 1.

RECHNERUNTERSTÜTZTES BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die praxisüblichen Arbeiten im dokumentären und im instrumentellen Rechnungswesen der grafischen Unternehmen mit Hilfe von Datenverarbeitungsanlagen bewältigen können. Er soll in der Lage sein, die für unterschiedliche Betriebsgrößen und unterschiedliche Betriebsstrukturen adäquaten Rechnersysteme und Softwarepakete auswählen zu können.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Dokumentäres Rechnungswesen:

Betriebssysteme (Vergleich, Möglichkeiten, Funktionsweisen). Branchen- und anwendungsspezifische Software für das dokumentäre Rechnungswesen (Vergleich, Möglichkeiten, Funktionsweisen). Durchführen von Buchungen und Buchungsabschlüssen an Rechnersystemen.

V. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Dokumentäres Rechnungswesen:

Bilanzierung und Bilanzauswertung an Rechnersystemen.

Instrumentelles Rechnungswesen:

Branchen- und anwendungsspezifische Software für das instrumentelle Rechnungswesen (Vergleich, Möglichkeiten, Funktionsweisen). Arbeiten an Rechnersystemen (Erstellen von Leistungskatalogen, Leistungserfassung, Auswertung der erfaßten Daten, Kalkulation).

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit auf Aufgaben der betrieblichen Praxis. Dementsprechend kommt dem Unterrichtsprinzip der Aktualität Vorrang zu und wird die Unterrichtsform der Lösung praktischer Aufgaben aus der betrieblichen Praxis der grafischen Unternehmen vorherrschen.

AKTUELLE FACHGEBIETE

Siehe Anlage 1.

C. UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN

LEIBESÜBUNGEN

Siehe Anlage 1.

D. FÖRDERUNTERRICHT

Siehe Anlage 1.


*1) Einschließlich Vertragstechnik.

2) Einschließlich Rechnungswesen, Schriftverkehr. 3) Einschließlich Kalkulation, Auftragsbearbeitung, Werbung sowie

Verlags- und Zeitungswesen.

*4) Mit Konstruktionsübungen.

*5) Übungen.

*6) In Zeugnissen und anderen Amtsschriften ist in Klammern die Bezeichnung der Fremdsprache anzuführen.

*7) In Zeugnissen und anderen Amtsschriften ist in Klammern die genehmigte Bezeichnung des aktuellen Fachgebietes anzuführen.

*8) als Kurs für einen oder mehrere Jahrgänge (auch mehrere Abteilungen) - jedoch jeweils nur für dieselbe Schulstufe - gemeinsam durch einen Teil des Unterrichtsjahres. Der Förderunterricht kann bei Bedarf je Unterrichtsjahr und Jahrgang bis zu zweimal für höchstens 8 Unterrichtseinheiten eingerichtet werden, wobei aus pädagogischen Gründen eine Blockung anzustreben ist.

*9) Siehe Anlage 1, Abschnitt Ia.

Anlage 1 6 1

Jahrgangs- und semesterweise gestaffeltes Inkrafttreten

(Art. III § 1 Abs. 2)

Anlage 1.6.1


LEHRPLAN DER HÖHEREN LEHRANSTALT FÜR WIRTSCHAFTSINGENIEURWESEN

I. STUNDENTAFEL

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen

Unterrichtsgegenstände)

```

```

Wochenstunden Lehrver-

Pflichtgegenstände Summe pflich-

Jahrgang tungs-

I. II. III. IV. V. gruppe

```

```

```

1.

Religion ................... 2 2 2 2 2 10 (III)

```

```

2.

Deutsch .................... 3 2 2 2 2 11 (I)

```

```

3.

Lebende Fremdsprache

```

(Englisch) ................. 2 2 2 2 2 10 (I)

```

4.

Geschichte und Sozialkunde . - - - 2 2 4 (III)

```

```

5.

Geographie und

```

Wirtschaftskunde ........... 2 2 - - - 4 (III)

```

6.

Wirtschaftliche Bildung,

```

Rechtskunde und

Politische Bildung ......... - - - 2 2 4 III

```

7.

Leibesübungen .............. 2 2 2 1 1 8 (IVa)

```

```

8.

Mathematik und angewandte

```

Mathematik ................. 4 3 3 4 - 14 (I)

```

9.

Darstellende Geometrie ..... 3 - - - - 3 (I)

```

```

10.

Physik und angewandte Physik 2 2 2 - - 6 (II)

```

```

11.

Chemie, angewandte Chemie

```

und Umwelttechnik .......... 2 2 - - 2 6 II

```

12.

Elektronische

```

Datenverarbeitung und

Betreibsinformatik ......... 2 2 2 2 - 8 I

```

13.

Mechanik ................... 2 2 2 2 - 8 (I)

```

```

14.

Fertigungstechnik *1) ...... 2 2 2 4 3 13 I

```

```

15.

Maschinenelemente .......... - 3 3 - - 6 I

```

```

16.

Betriebstechnik............. - - 2 3 6 11 I

```

```

17.

Werkstofftechnik *2) ....... - 2 2 - - 4 I

```

```

18.

Maschinenkunde und

```

Fördertechnik .............. - - - - 3 3 I

```

19.

Elektrotechnik und

```

Elektronik ................. - - 2 2 - 4 (I)

```

20.

Meß-, Steuerungs- und

```

Regelungstechnik ........... - - - 2 2 4 I

```

21.

Mitarbeiterführung ......... - - - - 3 3 III

```

```

22.

Qualitätssicherung ......... - - - 3 - 3 I

```

```

23.

Konstruktionsübungen ....... 3 3 3 3 4 16 I

```

```

24.

Laboratorium ............... - - - 4 6 10 (I)

```

```

25.

Werkstätte ................. 9 9 9 - - 27 (Va)

```

```

```

Gesamtwochenstundenzahl ... 40 40 40 40 40 200

```

26.

Pflichtpraktikum ........... mindestens je vier Wochen vor

```

Eintritt in den III. und

V. Jahrgang.

```

```

Wochenstunden Lehrver-

Freigegenstände *7) pflich-

Jahrgang tungs-

I. II. III. IV. V. gruppe

```

```

Stenotypie ..................... 2 2 - - - (V)

Zweite lebende Fremdsprache

(....) *3) ..................... 2 2 2 2 - (I)

REFA ........................... - - 2 2 - I

Qualitätssicherung ............. - - - 1 1 I

Labor für Betriebswirtschaft ... - - - 3 3 II

Aktuelle Fachgebiete (....) *4) - - 2 2 2 I bis VI

```

```

Unverbindliche Übungen *7)

```

```

Leibesübungen ......... (bis zu) 2 2 2 2 2 (IVa)

```

```

Förderunterricht *7)

```

```

Deutsch ........................ *5) *5) *5) *5) *5) (I)

Lebende Fremdsprache (Englisch) *5) *5) *5) *5) *5) (I)

Mathematik und angewandte

Mathematik ..................... *5) *5) *5) *5) - (I)

Fachtheoretische

Pflichtgegenstände ............. *5) *5) *5) *5) *5) *6)

II. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Siehe Anlage 1.

III. ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Siehe Anlage 1.

IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

Siehe Anlage 1.

V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SCHULSTUFEN,

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

2.

DEUTSCH

Siehe Anlage 1.

3.

LEBENDE FREMDSPRACHE

(Englisch)

Siehe Anlage 1.

4.

GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE

Siehe Anlage 1.

5.

GEOGRAPHIE UND WIRTSCHAFTSKUNDE

6.

WIRTSCHAFTLICHE BILDUNG, RECHTSKUNDE UND POLITISCHE BILDUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die für die Berufsausübung im Fachgebiet bedeutsamen Rechtsvorschriften kennen. Er soll die für das Verständnis des politischen und sozialen Lebens und zur Wahrnehmung der staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten erforderlichen Kenntnisse besitzen und die demokratischen Prinzipien moderner Rechtsstaaten bejahen.

Lehrstoff:

IV. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Volkswirtschaft:

Wirtschaftsordnungen. Volkswirtschaftlicher Kreislauf; Markt;

Geld, Währung; Konjunktur. Außenhandel.

Finanzbuchhaltung:

Rechtliche Grundlagen; Prinzip der doppelten Buchhaltung; Bilanz- und Erfolgsrechnung; österreichischer Kontenrahmen. Finanzwirtschaft und Zahlungsverkehr. Kaufmännischer Schriftverkehr.

Steuerrecht.

Arbeitsrecht:

Arbeitsvertragsrecht, Arbeitnehmerschutzgesetz, kollektives

Arbeitsrecht.

V. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Politische Bildung:

Staatselemente, Aufgaben des Staates; Staats- u. Regierungsformen, politische Parteien, Verbände. Österreichisches Verfassungsrecht (demokratisches, republikanisches, bundesstaatliches, rechtsstaatliches Prinzip). Rechte und Pflichten des Staatsbürgers. Verfassungen bedeutender Staaten; internationale Stellung Österreichs, immerwährende Neutralität, umfassende Landesverteidigung, zwischenstaatliche Organisationen, europäische Integration.

Rechtskunde:

Privatrecht (Personenrecht, Sachenrecht, Schuldrecht). Handelsrecht (Kaufmann, Firmenbuch, Vollmachten im Unternehmen, Rechtsformen der Unternehmen, Handelsgeschäfte). Geweberecht und gewerblicher Rechtsschutz.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterien für die Lehrstoffauswahl sind der Beitrag zum Verständnis für Probleme des öffentlichen Lebens und für komplexe Zusammenhänge in Wirtschaft und Recht. Dementsprechend kommt bei Divergenzen zwischen der Theorie und der politischen Wirklichkeit das größere Gewicht der letzteren zu.

In vielen Teilbereichen wird auf Vorkenntnisse aus dem Pflichtgegenstand „Geschichte und Sozialkunde'' zurückgegriffen werden können.

Da die im Mittelpunkt der Bildungs- und Lehraufgabe stehende politische Bildung vor allem durch Erleben erworben wird, kommt Diskussionen, Rollenspielen, Besuchen von Institutionen und Vorträgen auch schulfremder Personen große Bedeutung zu. In den rechtlichen Themenbereichen sind Fallbeispiele besonders nützlich, für die die Arbeit in Gruppen und die Diskussion zweckmäßige Arbeitsformen sind.

7.

LEIBESÜBUNGEN

Siehe Anlage 1.

8.

MATHEMATIK UND ANGEWANDTE MATHEMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die für die Berufspraxis des Fachgebietes notwendige Sicherheit und Exaktheit im Rechnen mit Zahlen, Variablen und Funktionen sowie im Argumentieren und im Darstellen und Interpretieren der Ergebnisse besitzen; er soll die Methoden der Geometrie, der Analysis, der Numerik und der angewandten Statistik auf vertraute und neuartige Aufgaben anderer Unterrichtsgegenstände anwenden können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (4 Wochenstunden):

Numerik und Algebra:

Zahlenbereiche, Gleichungen (lineare Gleichungen und Ungleichungen, Äquivalenzumformungen von Formeln, lineare Gleichungssysteme bis zu drei Variablen), Funktionen (lineare Funktionen, quadratische Funktionen, Kreisfunktionen für einfache trigonometrische Anwendungen). Numerisches Rechnen (Überschlagsrechnungen, Gleitkommazahlen, Zahlen begrenzter Genauigkeit, Gebrauch der in der Praxis üblichen Rechengeräte).

Geometrie:

Planimetrie (Kongruenz, Ähnlichkeit; Dreieck, Viereck, Vieleck, Kreis; pythagoräische Lehrsatzgruppe); Trigonometrie des rechtwinkeligen Dreiecks; Sinus- und Cosinussatz.

II. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Numerik und Algebra:

Funktionen (Darstellung, Umkehrfunktion), Potenzen und Wurzeln, quadratische Gleichung, Potenz- und Wurzelfunktionen, transzendente Funktionen (Exponentialfunktionen, logarithmische Funktionen, allgemeine Kreisfunktionen), Rechenoperationen mit Logarithmen, logarithmische Darstellungen, logarithmische Gleichungen und Exponentialgleichungen. Komplexe Zahlen (Begriff, Grundrechenoperationen, Gaußsche Zahlenebene, Eulerformel).

Geometrie:

Stereometrie (Oberflächen- und Volumsberechnungen ebenflächig und krummflächig begrenzter Körper); Arcusfunktionen, allgemeine harmonische Funktionen (einfache und zusammengesetzte Schwingungen). Vektorrechnung (Addition und Subtraktion von Vektoren, Koordinatendarstellung von Vektoren, Multiplikation eines Vektors mit einem Skalar, Skalar- und Vektorprodukt von Vektoren, Geraden- und Ebenendarstellung, Kegelschnitte).

III. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Analysis:

Grenzwerte von Funktionen, Stetigkeit; Differentialrechnung (Differenzenquotient, Differentialquotient, Ableitung reeller Funktionen, Differentiationsregeln, Mittelwertsätze); Anwendung der Differentialrechnung (Kurvendiskussionen, Extremwertberechnungen). Unbestimmtes Integral, bestimmtes Integral. Integrationsmethoden (Substitution, partielle Integration, numerische Integration, rechnergestützte symbolische Integration).

Geometrie:

Hyperbelfunktionen, Parameter- und Polarkoordinatendarstellung,

Krümmung ebener Kurven, technisch wichtige Kurven.

IV. Jahrgang (4 Wochenstunden):

Analysis:

Potenzreihen, Taylorreihen, Funktionen mit zwei unabhängigen

Variablen.

Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung:

Beschreibende Statistik (Häufigkeitsverteilungen, Zentral- und Streuungsmaße, Zusammenhänge zwischen Merkmalen), kombinatorische Hilfsmittel; Wahrscheinlichkeit (Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten, Wahrscheinlichkeitsverteilungen); statistische Grundlagen der Qualitätssicherung (Normalverteilung, Prüfverteilungen, Stichproben).

Planungsmathematik:

Lineare Optimierung, Matrizenrechnung (Grundrechnungsarten, Eigenschaften, Inversion, Anwendungen). Graphen und Netzwerke.

Symbolisches Rechnen:

Computeralgebra, algorithmische Geometrie. Automatisches Programmieren.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit auf Aufgaben des Fachgebietes. Dementsprechend werden daher die Rechenbeispiele zu wählen sein. Anwendungen auf Aufgaben des Maschinenbaues sowie ab dem III. Jahrgang auch der Wirtschaftswissenschaften und der angewandten Statistik sind im Sinne der Bildungs- und Lehraufgabe wesentliche Elemente aller Lehrstoffbereiche. Insbesondere im I. Jahrgang steht das Erreichen der Rechensicherheit, erforderlichenfalls durch Wiederholung von Methoden der Algebra, des Bruchrechnens und des Rechnens mit Polynomen, im Vordergrund. Die Absprache mit den Lehrern der theoretisch-technischen Pflichtgegenstände ist erforderlich, um die rechtzeitige Bereitstellung mathematischer Kenntnisse zu sichern. Ab dem III. Jahrgang sind rechnergestützte Hilfsmittel anzuwenden.

In jedem Jahrgang drei Schularbeiten (im IV. Jahrgang auch zweistündig).

9.

DARSTELLENDE GEOMETRIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll den Aufbau eines Objektes in geeigneten Rissen darstellen und die in solchen Darstellungen enthaltenen Informationen deuten und konstruktiv verwerten können. Er soll geometrische Formen an technischen Objekten erkennen und mit Hilfe einer Konstruktionszeichnung erfassen sowie eigenständiges technisch-konstruktives Denken unter Anwendung geeigneter Abbildungsmethoden zeichnerisch umsetzen können. Er soll mit der geometrischen Erzeugung und den geometrischen Gesetzmäßigkeiten der für das Fachgebiet bedeutsamen Kurven, Flächen und Körper vertraut sein und räumliche Gegebenheiten in Handskizzen darstellen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Projektionsarten, Anwendung auf ebenflächig begrenzte Körper und spezielle einfache Flächen:

Räumliches kartesisches Rechtssystem, Parallelprojektion. Strecke und Gerade, ebene Figur und Ebene, Körper und Fläche. Aufriß, Grundriß, Kreuzriß, Seitenrisse.

Lösung stereometrischer Aufgaben mit Hilfe von Normalprojektion:

Schnitte ebenflächig begrenzter Werkstückformen, Länge einer Strecke, Drehen einer Ebene in eine Hauptebene, projizierende Lage einer Strecke und einer Ebene. Anwendung auf maschinenbauliche Objekte. Netzkonstruktionen.

Normalriß eines Kreises:

Festlegen des Normalrisses eines Kreises durch Hauptscheitel und

einen Punkt. Normalriß von drehzylindrischen und drehkegelförmigen

Objekten.

Schnitte von Prismen- und Zylinderflächen:

Ebene Schnitte von Prismen- und Zylinderflächen. Konjugierte Durchmesser. Kreiszylinderflächen und ihre ebenen Schnitte. Durchdringung und Abwicklung. Anwendungen auf maschinenbauliche Objekte.

Axonometrie:

Darstellung von Objekten in einfacher Lage zum Koordinatensystem, speziell gemäß ÖNORM A 6061. Konstruktion axonometrischer Risse aus gegebenen Hauptrissen.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Auswahl und Gewichtung des Lehrstoffes ist die Verwendbarkeit für den Konstruktionsunterricht der Fachrichtung. Das räumliche Vorstellungsvermögen wird vor allem geschult, wenn die Lösungsstrategien anhand der räumlichen Gegebenheiten - nach Möglichkeit am Originalobjekt oder an einem Modell - entwickelt und in der Konstruktionszeichnung nachvollzogen werden. Im Sinne der Berufspraxis erscheint es zweckmäßig, technische Objekte nicht in allgemeiner Lage darzustellen.

Die konsequente Unterscheidung von Raumobjekten und von deren Rissen verhindert Denkfehler. Die Gewöhnung an ein Koordinatensystem erleichtert den Zugang zum computerunterstützten Konstruieren.

10.

PHYSIK UND ANGEWANDTE PHYSIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll Naturvorgänge exakt beobachten und beschreiben sowie aus den Beobachtungsergebnissen physikalische Gesetzmäßigkeiten erkennen und erklären können. Er soll in den für die Fachrichtung wichtigen Teilbereichen der Physik und in der naturwissenschaftlichen Weltsicht grundlegende Kenntnisse besitzen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Allgemeine Physik:

Aufgaben und Arbeitsweise der Physik. Gesetzliche Maßeinheiten.

Internationales Einheitensystem (SI). Meßfehler.

Mechanik des Massenpunktes:

Kinematik (Geschwindigkeit, Beschleunigung, zusammengesetze (Anm.: richtig: zusammengesetzte) Bewegungen). Dynamik (Trägheit, Masse und Kraft, Newtonsche Axiome). Arbeit, Energie, Leistung. Erhaltungssätze der Mechanik (Massenerhaltung, Energieprinzip, Impulserhaltung). Zentralkräfte, Gravitation.

Strahlenoptik:

Reflexion, Brechung und Totalreflexion, Lichtgeschwindigkeit.

Abbildung durch optische Linsen.

II. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Schwingungen und Wellen:

Schwingungen, Wellen, Interferenz und Beugung in der Mechanik, Optik, Akustik, im Elektromagnetismus. Stehende Wellen. Modulation. Schallwellen. Besondere Phänomene der Wellenoptik (Beugung am Spalt und am Gitter, Auflösungsvermögen optischer Anordnungen, Interferenz dünner Schichten, Polarisation, Spannungsoptik, Streuung).

Elektrizität und Magnetismus:

Elektrisches und magnetisches Feld, Atombau; elektrische Leitung in Festkörpern, in Flüssigkeiten, in Gasen, im Vakuum. Halbleiter. Magnetisches Feld, magnetischer Fluß, magnetische Felder von Strömen, magnetische Eigenschaften der Stoffe. Elektromagnetische Induktion. Wechselstrom. Energieversorgung.

III. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Thermodynamik:

Druck und Temperatur, Temperaturmessung. Wärmeenergie. Kalorimetrie. Zustandsgleichung idealer Gase. 1. und 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Aggregatzustände (Phasenkoexistenz, reale Gase, Gasverflüssigung, Kältemaschine). Wärmetransport (Temperaturstrahlung, Konvektion, Wärmeleitung). Gesetze der Temperaturstrahlung.

Quantenmechanik:

Welle-Teilchen-Dualismus des Lichts und der Materie. Energiequantisierung im Atom. Quantenmechanik (Unschärferelation, Wellengleichung, Elektronenbeugung, Spin von Elektronen). Emission und Absorption von Strahlung. Spektren. Laser.

Kernphysik:

Aufbau der Atomkerne, Massendefekt und Bindungsenergie der Atomkerne, Radioaktivität, Kernspaltung und Kernverschmelzung,

Anwendung radioaktiver Isotope.

Technischer Strahlenschutz:

Wechselwirkung von Strahlung und Materie, Dosimetrie, biologische

Strahlenwirkung, Schutzvorschriften.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit auf Aufgaben des Fachgebietes. Im Sinne der Bildungs- und Lehraufgabe bewährt sich das Ausgehen vom experimentellen Nachweis der physikalischen Zusammenhänge, gefolgt von der Erläuterung der Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse für den Maschinenbau.

Zur rechtzeitigen Erarbeitung von Vorkenntnissen und zur Vermeidung von Doppelgleisigkeiten sind Absprachen mit den Lehrern der Pflichtgegenstände „Mathematik und angewandte Mathematik'' und „Mechanik'' sowie im Themenbereich „Elektrizität und Magnetismus'' mit dem Lehrer des Pflichtgegenstandes „Elektrotechnik und Elektronik'' erforderlich.

11.

CHEMIE, ANGEWANDTE CHEMIE UND UMWELTTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die für die Fachrichtung bedeutsamen Begriffe und Gesetze der Chemie beherrschen. Er soll Strukturen im Aufbau der Materie erkennen und beschreiben können und den Aufbau, die Funktion und den Einsatz der im Fachgebiet verwendeten Stoffe sowie deren Auswirkungen auf die Umwelt kennen.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Begriffe und Gesetze:

Atomaufbau und Periodensystem; chemische Bindung; Oxidationszahl; pH-Wert; Redoxreaktionen, Elektrolyse, Energieverhältnisse chemischer Reaktionen. Elektrochemie (Redoxreihe, galvanische Zellen, Korrosion).

Anorganische Werk- und Hilfsstoffe:

Metalle, Halbmetalle, Nichtmetalle; Isolatoren, Halbleiter. Inerte Gase; Brennstoffgase. Wasseraufbereitung (Härte, gelöste Stoffe, Wasserbegleiter, Folgewirkungen).

II. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Organische Chemie:

Kohlenwasserstoffe (molekularer Aufbau, Nomenklatur;

Rohstoffbasis).

Organische Werkstoffe des Fachgebietes:

Kunststoffe (molekularer Aufbau, Eigenschaften, Anwendungsbereiche); Kraft- und Schmierstoffe; Erdölchemie (Gewinnung, Destillation, Erdölprodukte, Gütekenngrößen).

Biochemie:

Aminosäuren, Proteine, Enzyme, Nukleinsäuren, einfache biochemische Anaylsen (Anm.: richtig: Analysen) und Verfahren (Oxidation, Photosynthese, Fermentation).

V. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Umwelttechnik:

Ökologie (Aufbau von Organismen; Stoffwechsel, ökologische Kreisläufe, Toxikologie). Luft-, Wasser-, Abwässer- und Bodenverunreinigungen (Entstehung, Vorbeugung, Behebung). Sondermüll. Biologisch gefährliche Stoffe am Arbeitsplatz. Feuerlöschmittel. Abfallverwertung. Sozial- und wirtschaftspolitische Aspekte (Verursacherprinzip;

Interessenskonflikte).

Technische Maßnahmen:

Unterdrückung von Luftverunreinigungen (Abscheider, Absorptions- und Adsorptionsanlagen, Oxidationsmethoden, katalytische Methoden). Abwasserbehandlung (Sedimentation, Filtration, Neutralisation, Ausfällen, Kläranlagen). Normen. Rechtsvorschriften und Behördenmaßnahmen.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit in der Fachrichtung. Aus methodischen Gründen erweist es sich als zweckmäßig, die erforderlichen Versuche vor allem im II. Jahrgang durch audiovisuelle Hilfsmittel zu unterstützen. Demonstrationen im Laboratorium sowie Lehrausgänge und Exkursionen erhöhen die Anschaulichkeit.

Im V. Jahrgang erfordert die Bildungs- und Lehraufgabe die Anwendung der technischen Vorkenntnisse der Schüler.

12.

ELEKTRONISCHE DATENVERARBEITUNG UND BETRIEBSINFORMATIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll zur Lösung von Aufgaben des Fachgebietes Programme in einer verbreiteten prozeduralen und objektorientierten Sprache erstellen, testen und dokumentieren können. Er soll eigene und fremde Programme verändern können.

Der Schüler soll zur Lösung betrieblicher Aufgaben Standardsoftwareprogramme auswählen und anwenden können.

Der Schüler soll die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Auswirkungen des Einsatzes der elektronischen Datenverarbeitung beurteilen können. Er soll die neuen Technologien in unsere Kultur - ohne Verlust der diese tragenden Werte - einordnen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Hardwarekomponenten von EDV-Systemen:

Aufbau, Funktion, Zusammenwirken. Schnittstellen.

Standardsoftware:

Textverarbeitung.

Betriebssystem:

Grundlegende Befehle und Utilities (Dateiverwaltung, Ein- und Ausgabe, Benutzeroberflächen, Betriebssystemsteuersprachen).

Programmieren:

Methoden des Softwareentwurfes. Strukturierte Programmierung. Kontrollstrukturen. Datenstrukturen. Lösen einfacher numerischer und nichtnumerischer Aufgaben.

II. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Programmieren:

Einsatz aktueller Entwurfsmethoden beim Lösen von komplexeren

Aufgaben. Einsatz von Programmbibliotheken.

Standardsoftware:

Tabellenkalkulation, Datenbanken.

III. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Programmieren:

Aufgaben des Fachgebietes. Programmadaptierung.

Programmoptimierung.

Standardsoftware:

Bilden von Modellen mit Kalkulationsprogrammen.

Präsentationsgrafik.

Betriebssysteme:

Lokale Netzwerke. Multi-User-Betriebssysteme.

Öffentliche Telekommunikationsnetze:

Datenfernverarbeitung, Datennetze, Telefax, Telex, ISDN.

IV. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Innerbetriebliche Informationsverarbeitung:

Datenbeschaffung, Erfassen und Darstellen des Informationsflusses, Methoden und Verfahren zur Planung und Gestaltung betrieblicher Abläufe und Strukturen.

Informationsbeschaffung:

Abfragesprachen. Benützen von allgemein zugänglichen öffentlichen

Datenbanken.

Praktisches Datenverarbeitungsmanagement:

Bedarfsanalyse (Zielvorgaben, Ist-Soll-Ermittlungen), Benutzerstrukturen, Entscheidungsanalyse für die Anschaffung von EDV-Systemen. Erstellen von Leistungsverzeichnissen und Auswerten von Angeboten, Einführungsstrategien.

Auswirkungen der elektronischen Datenverarbeitung:

Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Sozialpolitik. Datenschutz,

Datensicherheit.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Verbreitung der Programme und Methoden in der betrieblichen Praxis. Besondere Bedeutung kommt der Berücksichtigung aktueller Methoden der Softwareentwicklung zu.

Die Gedächtnisbelastung des Schülers wird minimiert und die Motivation erhöht, wenn schon auf kurze theoretische Abschnitte Perioden der eigenständigen Arbeit am Rechner folgen.

Als Hilfen für die Darstellung von Programmabläufen und Datenflüssen bewähren sich graphische Darstellungen, wie Struktogramme und Datenflußpläne, allenfalls auch Pseudocode.

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Software, wie die objektorierte Programmierung und der objektorientierte Entwurf, sind in allen Phasen der Programmerstellung besonders zu beachten. Für umfangreichere Programme empfiehlt sich Gruppenarbeit.

13.

MECHANIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die theoretischen Grundlagen für die mechanisch-technische Berechnung von Problemen der Fachrichtung sicher beherrschen. Er soll logische Zusammenhänge erkennen und auf Probleme der Fachrichtung anwenden können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Statik:

Masse, Kraft, statisches Moment, Kräftepaar. Ebene Kräftesysteme, resultierende Kraft und resultierendes Moment. Zerlegung von Kräften in Komponenten, statisches Gleichgewicht. Anwendung auf Balken und Stäbe. Schwerpunkt von Linien, Flächen und Körpern.

Festigkeit:

Beanspruchungsarten, Spannungsarten, Belastungsfälle und Festigkeitsarten.

II. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Statik:

Momentenverteilung am Balken. Querkraft. Reibung.

Festigkeit:

Flächenmomente, Spannungsberechnungen des Balkens (Biege-, Torsions- und Wärmespannungen). Superposition und zusammengesetzte Beanspruchung, Vergleichsspannung.

III. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Festigkeit:

Dauerbeanspruchung. Spannungszustände. Formänderungen nach

vorgegebenen Formeln, Superposition. Knickung.

Kinematik:

Bewegungsarten, Bewegungsgrößen, Bewegungsabläufe. Kinematik des

starren Körpers.

Dynamik:

Dynamisches Grundgesetz. Dynamik des starren Körpers (Schwerpunktsatz, Drallsatz, Energiesatz, Arbeitssatz). Einmassenschwinger.

IV. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Hydromechanik:

Hydrostatik (ideales Fluid, Druck, hydrostatisches Grundgesetz). Kontinuitätsgleichung, Bernoulligleichung. Rohrreibung. Ausfluß aus Gefäßen und Mündungen. Kraftwirkung strömender Flüssigkeiten.

Thermodynamik:

Zustandsgrößen. Prozeßgrößen (Arbeit, Wärme), 1. Hauptsatz. Zustandsgleichungen und Zustandsänderungen idealer Gase. Entropie und 2. Hauptsatz. Kreisprozesse. Feuchte Luft. Wärmeübertragung.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit auf häufige Aufgabenstellungen der Praxis des Fachgebietes. Die Praxisnähe wird durch Lösung spezifischer Beispiele erhöht. Moderne Hilfsmittel sind anzuwenden.

Zur rechtzeitigen Bereitstellung von Vorkenntnissen ist die Absprache mit den Lehrern der Pflichtgegenstände „Mathematik und angewandte Mathematik'', „Physik und angewandte Physik'' und „Elektronische Datenverarbeitung und Betriebsinformatik'' erforderlich.

14.

FERTIGUNGSTECHNIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Schüler soll die in der Praxis des Fachgebietes für die Fertigung verwendeten Maschinen und Verfahren kennen. Er soll für eine gegebene Aufgabe zwischen technischen und wirtschaftlichen sowie ökologischen Kriterien der Einzel-, Reihen- und Massenfertigung entscheiden sowie zweckmäßige Werkstoffe und Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren auswählen können.

Lehrstoff:

I. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Fertigungsverfahren:

Spanlose und spanende Bearbeitung, Maschinen und Geräte.

Werkstoffe:

Einteilung und normgemäße Bezeichnung.

II. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Spanlose Fertigung:

Umform- und Fügeverfahren.

Kunststoffverarbeitung:

Fertigungsverfahren für Thermo- und Duroplaste.

III. Jahrgang (2 Wochenstunden):

Spanlose Fertigung:

Schneiden, Stanzen, Tiefziehen.

Spanende Fertigung:

Fertigungsverfahren, Fertigungswerkzeuge (Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifwerkzeuge), Schneidengeometrie, Spanbildung, Schnittkräfte, Schneidwerkstoffe, Wärmebehandlung, Standzeit, Verschleiß.

IV. Jahrgang (4 Wochenstunden):

Vorrichtungen:

Bestimmen, Positionieren und Spannen, Spannkräfte , Deformationen,

Spannvorrichtungen; genormte Bauteile, Baugruppen.

Werkstück- und Werkzeugtransport:

Magazine und Speicher, Greifeinrichtungen, Transporteinrichtungen.

Handhabungseinrichtungen.

Werkzeugmaschinen:

Bohr-, Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen; CNC-Verfahren und CNC-Maschinen. Bearbeitungszentren. Flexible Fertigung.

V. Jahrgang (3 Wochenstunden):

Werkzeugbau:

Trenn-, Umform- und Fügewerkzeuge, Formenbau.

Sonderbearbeitungsverfahren, Sondermaschinen:

Feinstbearbeitung. Anwendung von Laserstrahlen, Elektronenstrahlen, Flüssigkeitsstrahlen, Ultraschall, Erosion; Feinschmieden, Ätzverfahren. Druckguß, Spritzguß.

Didaktische Grundsätze:

Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Anwendbarkeit auf häufige Aufgaben der Praxis des Fachgebietes.

Die Praxisnähe wird durch Lösung von Aufgaben aus der Fertigungstechnik erreicht. Dem Einsatz von Normalien ist besondere Beachtung zu schenken.

Als besonders nützlich erweist sich im Zusammenwirken mit dem Lehrer des Pflichtgegenstands „Konstruktionsübungen'' die ausführliche Behandlung von Problemen der flexiblen Automatisierung.

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