Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über den Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1992-08-26
Status Aufgehoben · 2020-08-31
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 10
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2.7. Familie und Gruppe als Orte sozialen Lernens (A 2) Kernstoff:

1.

Die Familie - die erste soziale Erfahrung im menschlichen Leben (A 2).

2.

Vermittlung von Werten durch die Familie (A 4).

3.

Familie und Gruppe als Orte der Identitätsfindung (A 1).

4.

Aufgabe des Jugendlichen in der Familie und Gruppe (E 1).

5.

Die Bedeutung des Kindes für die Familie (A 2).

6.

Unvollständige Familien (E 2).

11.

Gefährdung der Familie in der heutigen Zeit (A 2).

12.

Kommunikationsformen in Gruppe und Familie (A 2).

13.

Sicht und Ernstnahme familienbedingter Probleme im Leben eines Kindes (Hilfestellung aus christlichen Überlegungen) (E 2).

2.8. Gemeinschaftsbildung in Schule und Kirche (A 2, E 2) Kernstoff:

1.

Schülererfahrungen von Gemeinschaft in Schule und Kirche (A 2, E 2).

2.

Kirche als Gemeinschaft und Institution (D 2, E 2).

3.

Notwendigkeit personaler Beziehungen für den Aufbau kirchlicher Gemeinschaft (B 2, E 2).

11.

Gemeinschaftsbildung in der Schule (Schülervertretung, Freundschaften, Interessensgruppen, Schulpartnerschaft) (A 2).

12.

Außenseiter in der Schule (A 2).

13.

Formen der Gemeinschaftsbildung in der Kirche (E 2).

MIT JESUS IN FREIHEIT VERBUNDEN

2.9. Jesus von Nazareth in seiner Zeit und Umwelt (C 2) Kernstoff:

1.

Biblische und außerbiblische Zeugnisse (C 2, D 2).

2.

Jesus als historische Persönlichkeit (C 1).

3.

Das Leben und das Land Jesu für das Kleinkind (C 2).

4.

Gruppierungen und Parteien im Judentum zur Zeit Jesu und deren Messiaserwartungen (C 2).

5.

Die Religionskritik Jesu (C 4).

6.

Palästina zur Zeit Jesu (C 2).

11.

Unterschiedliche Vorstellungen von Jesus und Erwartungen an ihn (Geschichte und Gegenwart) (A 2, D 2).

12.

Verhältnis zwischen Judentum und Christentum (E 2).

2.10. Jesus Christus - Der Erlöser (B 4, C 4, E 2)

Kernstoff:

1.

Jesus Christus - Gottes Sohn (B 4).

2.

Menschen begegnen Jesus und finden in ihm Christus (B 2, E 2).

3.

Leben, Sterben und Auferstehen als Erlösungsgeschehen (C 4, B 4).

4.

Erlösungserfahrungen für das Kind (A 1, B 1).

11.

Christen in der Nachfolge Jesu (E 2).

12.

Das Jesusbild in den Evangelien (C 4).

13.

Der Christusglaube in Geschichte und Gegenwart (D 4).

2.11. Die Bibel im Leben eines Christen (C 4, E 4)

Kernstoff:

1.

Frohbotschaft und Zeugnis als Grundstruktur der Bibel (C 4).

2.

Die Entstehung der biblischen Schriften (C 2).

3.

Die Schriften des Alten und des Neuen Testaments (C 2).

4.

Methodische Zugänge zu biblischen Texten (C 4).

5.

Die Bedeutung der Bibel im kirchlichen Leben und im Leben einzelner Menschen (C 4, E 4).

6.

Biblische Inhalte für Kinder (C 2).

11.

Die Bibel als Literatur (C 2).

12.

Wichtige bibelwissenschaftliche Informationen: Offenbarung, Kanon, Irrtumslosigkeit, Inspiration ... (B 2).

13.

Entfaltung der biblischen Wahrheit durch das Lehramt der Kirche (B 2, C 2).

14.

Christen leben mit und nach der Schrift (Beispiele und Formen) (E 4).

3.

Klasse (2 Wochenstunden):

DEN GLAUBEN LEBEN - HANDELN AUS

DEM GLAUBEN

GLAUBE: URSPRUNG UND GESTALT

3.1. Zum Glauben kommen - Taufe (B 2, D 2)

Kernstoff:

1.

Wege zum Glauben (B 4).

2.

Die religiöse Entwicklung des Kindes (E 2).

3.

Vermittlungsprozesse von Glauben an das Kind (E 2).

4.

Die erste Glaubensentscheidung: die Taufe (B 3).

5.

Jesus Christus: Grund des Glaubens (C 2).

11.

Urvertrauen - Urangst (A 4).

12.

Das ungetaufte Kind im Kindergarten (E 2).

13.

Taufe und Ökumene (D 3).

14.

Das Patenamt (E 2).

15.

Die Kindertaufe (B 2, D 2).

16.

Markante Glaubensgestalten für das Kleinkind (D 2).

3.2. Glaube als Haltung und Tat - Firmung (B 2, E 2) Kernstoff:

1.

Gelebter Glaube (E 1).

2.

Die Glaubensfähigkeit des Kindes (A 2, E 2).

3.

Firmung als bewußte Entscheidung für den Glauben (B 1, E 1).

4.

Leben mit dem Hl. Geist (B 2).

5.

Mit Kindern Pfingsten feiern (D 2).

6.

Zeichen religiöser Mündigkeit (E 4).

7.

Der Glaube und Krisen des Glaubens (A 4).

11.

Firmung und Pfarre (E 2).

12.

Symbole aus der Firmliturgie (B 4).

13.

Einheit in Glaube, Hoffnung und Liebe (E 1).

14.

Die Beziehung des Erwachsenenglaubens zur kindlichen Glaubensfähigkeit (A 4, E 4).

GLAUBENSERFAHRUNG FÜR DAS

KLEINKIND

3.3. Schulung religiöser Grundfähigkeiten (Kräfteschulung) (A 4, B 4) Kernstoff:

1.

Die Bedeutung der vollen Wirklichkeitserfassung für den Glauben (D 4).

2.

Die Bedeutung des Handelns für den Glauben (E 4).

3.

Die Bedeutsamkeit religiöser Grundfähigkeiten (zB Ehrfurcht haben, Toleranz zeigen ...) für den Glauben (A 4,D 4).

4.

Die „Kräfteschulung” als Weg zur Glaubenserfahrung (A 4).

5.

Methoden der Kräfteschulung (A 4).

11.

Kräfte (= Grundfähigkeiten), die für Glaubensverhalten von Bedeutung sind (A 4).

3.4. Symbolerziehung (A 4)

Kernstoff:

1.

Die Bedeutung der Symbole im kindlichen Leben (A 4).

2.

Symbole im Leben des heutigen Menschen (A 4).

3.

Vorgang der Symbolentdeckung und -verarbeitung (D 4).

4.

Begriffserklärung und Differenzierung: Zeichen, Symbole, Verwendungsmerkmale usw. (A 4).

11.

Vorsakramentale Erziehung (B 4).

12.

Die Symbole in den Sakramenten (D 4).

13.

Die Symbole in der katholischen Liturgie (D 4).

3.5. Jesusverkündung für das Kind (C 2)

Kernstoff:

1.

Der Beziehungsaufbau zwischen Kind und Jesus (E 2, C 2).

2.

Kindgemäße Inhalte aus den Evangelien (Auswahl, Ausmaß und Kriterien) (C 4).

3.

Möglichkeiten des persönlichen Umgangs mit der Bibel (C 1).

11.

Gleichnisse (Neues Testament) und Wunderberichte für die Kleinkindererziehung (C 2).

12.

Gleichnisse und Wunder für den Glauben des Christen (C 1).

13.

Die Herausforderung von Kreuz und Auferstehung für den Glauben (C 1).

LEBEN ALS ANTWORT

3.6. Menschenwürde und Menschenrechte (A 4, C 2, E 4) Kernstoff:

1.

Anthropologische Begründung: Rechte und Pflichten des Menschen (A 2).

2.

Das Recht des Menschen auf Leben (A 4).

3.

Die Rechte und die Würde des Kindes aus christlicher Perspektive (A 4, B 4).

4.

Gefährdung der Menschenwürde (A 2).

5.

Die christliche Begründung der Menschenrechte und die daraus resultierenden Verpflichtungen (B 4, C 4).

6.

Das christliche Menschenbild (B 4).

11.

Verbriefte Menschenrechte (A 4).

12.

Abtreibung und Euthanasie (E 4).

13.

Das behinderte Leben (A 4).

14.

Gefährdungen des Kindes durch die Gesellschaft (E 4).

15.

Die Begegnung des Kindes mit dem behinderten Leben (A 2).

3.7. Das Gewissen und die Gewissensbildung des Kindes (A 4, E 4) Kernstoff:

1.

Das Wesen und die Formen des Gewissens (A 4).

2.

Inhalte der kindlichen Gewissensbildung (A 2).

3.

Wege der Gewissensbildung beim Kind (A 2, E 2).

4.

Gewissensfunktion und Gewissensentscheidung (E 4).

11.

Gewissen und Gesetz (= soziales Gewissen).

12.

Gewissen und Verantwortung (A 2, E 2).

13.

Gewissenskonflikt (E 2).

14.

Die Bedeutung des Vorbildes für das Kind (E 2).

15.

Moralisches Lernen (Piaget - Kohlberg) (A 4).

16.

Die Frage der Strafe (E 4).

3.8. Gott befreit zur Liebe - Dekalog und Bergpredigt (C 4) Kernstoff:

1.

Menschliche Sehnsucht nach Befreiung und Liebe (A 4).

2.

Das biblische Modell dieser Sehnsucht und deren Erfüllung (C 4).

3.

Biblische Texte für das Kind, die befreiende Erlebnisse bewirken (E 4).

4.

Gottes und Nächstenliebe (B 4, E 4).

5.

Dekalog (C 4).

6.

Bergpredigt (C 4).

7.

Einübung des Kindes in christliche Gebote und Verhaltensweisen (E 2).

11.

Möglichkeiten befreiender Erlebnisse und Schritte im Kindergarten (E 2).

12.

Bibelwissenschaftliche Ergebnisse zu den Dokumenten der Bergpredigt und des Dekalogs (C 4).

13.

Dekalog und Bergpredigt im Vergleich mit ähnlichen Texten aus anderen Religionen und Weltanschauungen (A 4).

BEFREIENDE ERFAHRUNGEN IM GLAUBEN

3.9. Schuld und Versöhnung (A 3, D 4, E 2)

Kernstoff:

1.

Menschliche Erfahrungen von Heil und Unheil (A 3, B 3).

2.

Heil- und Unheilserfahrungen in biblischen Texten, besonders in der Urgeschichte (C 4).

3.

Texte der Urgeschichte für das Kleinkind (C 2).

4.

Formen der Schuldbewältigung (A 2).

5.

Bewältigung von Schuld aus dem Geist des Evangeliums (aus der Praxis Jesu und der Kirche) (C 4, D 4).

6.

Das Bußsakrament (E 1).

7.

Kindliche Bewältigung von „Schuld” und Fähigkeit zur Umkehr (E 2).

11.

Die Lehre vom Teufel (D 3).

12.

Die Bedeutung des Ablasses (D 4).

13.

Der strafende Gott in der Erziehung (D 4).

14.

Kollektivschuld (A 3).

15.

Bußerziehung im Kleinkindalter (E 2).

3.10. Feste und Feiern (D 3)

Kernstoff:

1.

Die Fähigkeit zu feiern im Menschen (A 4).

2.

Anlässe und Bedingungen für das Feiern im Kindergarten (A 4).

3.

Prinzipien der religiös orientierten Festgestaltung (A 4, E 4).

4.

Der kirchliche Festkalender - seine Berücksichtigung im Kindergarten (D 4).

11.

Der religiöse Ursprung des Festes (B 4).

12.

Das Leben Jesu im Kirchenjahr (C 4, D 4).

13.

Funktionen des Festes für den Glauben (B 4).

3.11. Eucharistie (B 3, D 3, E 3)

Kernstoff:

1.

Wesen und Verständnis der Eucharistie (B 3).

2.

Aufbau und Gestaltung der Eucharistiefeier (B 4).

3.

Voreucharistische Erziehung (E 4).

4.

Kinderliturgie (D 4).

5.

Gestaltung von Kindermessen (E 4).

6.

Der Sonntag (D 3).

11.

Die Hinführung des Kindes zum Gemeindegottesdienst (E 2).

12.

Vom Sabbat zum Sonntag (C 3, D 3).

13.

Die Liturgiereform des 2. Vatikanums (D 4).

14.

Leben mit der Eucharistie (E 4).

4.

Klasse (2 Wochenstunden):

DER EINZELNE UND DIE GESELLSCHAFT

LEBEN IN PERSONALER BEZIEHUNG

4.1. Partnerschaft als christliches Anliegen (B 2, E 2) Kernstoff:

1.

Charakteristika menschlicher Partnerschaft (Solidarität, Toleranz, Gleichwertigkeit, gegenseitige Anerkennung ...) (A 2, E 2).

2.

Theologische Begründung von Partnerschaft (B 4, C 4).

3.

Partnerschaft als christliches Anliegen im Kindergarten (E 2).

4.

Partnerschaft in der Kirche (D 2).

5.

Kind als „Partner” in der kirchlichen Gemeinschaft (D 2).

11.

Gefährdungen der Partnerschaft (E 2).

12.

Ökumene als Partnerschaft (D 2).

13.

Verschiedengläubige Kinder im Kindergarten (D 2, E 2).

14.

Die Bedeutung des Gesprächs für die Partnerschaft (A 2).

4.2. Sinn der Geschlechtlichkeit (A 1, D 1)

Kernstoff:

1.

Menschliche Geschlechtlichkeit aus christlicher Sicht (A 4, E 4).

2.

Achtung und Mißachtung des Menschen in seiner geschlechtlichen Rolle (A 1, E 1).

3.

Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit (A 1, E 1).

4.

Das sechste Gebot (E 4).

5.

Christlich orientierte Geschlechtserziehung (E 2).

11.

Aufklärungsliteratur für das Kind und deren Bewertung (A 2).

12.

Mißbrauch menschlicher Sexualität (E 4).

4.3. Ehe und Familie (A 2, E 3)

Kernstoff:

1.

Wesen und Sinn der Ehe (E 2).

2.

Das Sakrament der Ehe (B 2, C 2).

3.

Die Bedeutung der Familie für die Lebensgeschichte des einzelnen (A 4, E 4).

4.

Die Feier der katholischen Trauung (B 2, D 2).

5.

Voreheliche Beziehungen und nichteheliche Gemeinschaften aus der Sicht christlicher Verantwortung (E 2).

6.

Die Wechselwirkung zwischen Kindergarten und Familie (E 2).

11.

Ehe und Familie im Wandel der Zeit (A 4, E 2)

12.

Verantwortung für Geschiedene und Wiederverheiratete (E 4).

13.

Die Verantwortung der Kirche für unvollständige Familien (A 2, E 2).

14.

Das Kind in schwierigen Familienverhältnissen (E 2).

AUSEINANDERSETZUNG MIT DER

UMWELT

4.4. Eltern als Katecheten (E 2)

Kernstoff:

1.

Verantwortete Elternschaft (A 4).

2.

Familie = Form der kirchlichen Gemeinschaft (D 4).

3.

Die religiöse Entwicklung des Kleinkindes (B 2).

4.

Die Bedeutung des elterlichen Vorbildes und der elterlichen Glaubensgeschichte für das Leben des Kindes (B 2, E 2).

5.

Wesen der religiösen Erziehung in der Familie (E 2).

6.

Elternarbeit in Zusammenhang mit religiöser Erziehung (E 2).

11.

Das Kind und der elterliche Alleinerzieher (A 2).

12.

Förderung der katechetischen Rolle der Eltern durch kirchliche Maßnahmen (D 2).

13.

Literatur zur religiösen Erziehung (A 4).

4.5. Beruf - Arbeit - Freizeit (E 3)

Kernstoff:

1.

Situation und Probleme der heutigen Berufswelt (A 4, E 4).

2.

Arbeit und Beruf im Lichte der katholischen Soziallehre (A 3, C 3, E 3).

3.

Berufsehtos des Kindergärtners (E 2).

4.

Wert der Freizeit und ihre Gestaltung (A 4).

5.

Bewältigung der Situation der Arbeitslosigkeit (E 3).

11.

Freizeit als freie Zeit für andere (E 2).

12.

Erholung des ganzen Menschen: Anliegen und Möglichkeiten (E 1).

13.

Schöpfungsauftrag und Arbeit (C 4, E 3).

14.

Kirchliche Berufe und Arbeitsbereiche (D 3).

15.

Berufliche Fortbildung (E 4).

4.6. Die religiöse Erziehung im Pflichtschulalter (E 3) Kernstoff:

1.

Die religiöse Entwicklung des Pflichtschulkindes (E 4).

2.

Die Sozialisationsnormen im Pflichtschulalter (E 4).

3.

Der katholische Religionsunterricht im Pflichtschulalter (B 4).

4.

Formen kirchlicher Jugendarbeit (E 2, E 4).

11.

Zusammenarbeit Kindergarten - Volksschule (E 2).

12.

Lehrplan und Arbeitshilfen im Religionsunterricht der Volksschule (B 4, E 4).

13.

Angebote kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit im Pflichtschulalter (E 4).

4.7. Soziale Gerechtigkeit (D 2, E 2)

Kernstoff:

1.

Armut und Reichtum als Herausforderung zur sozialen Gerechtigkeit (A 2, E 2).

2.

Entwicklung und Grundlage katholischer Soziallehre (D 2, E 2).

3.

Sinn und Inhalt der sozialen Gerechtigkeit ( A 2, E 2).

4.

Inhalt und Anliegen des 7. Gebotes (C 4, E 4).

5.

Einüben sozialen Verhaltens im Kindergarten (E 3).

11.

Auswirkungen sozialer Gegebenheiten im Kindergarten (E 4).

12.

Sozialbewegungen und -einrichtungen in der Kirche (A 2, D 2).

13.

Soziale Gerechtigkeit und Dritte Welt (E 4, D 4).

14.

Auseinandersetzung mit den Sozialismen dieser Zeit (A 1).

15.

Caritas als Lebenshaltung (E 4).

4.8. Frieden - Grundlage menschlicher Gemeinschaft (B 3, E 4) Kernstoff:

1.

Der Wille zum Frieden als persönliche Grundhaltung (A 1, E 1).

2.

Das Wesen der christlichen Friedensbotschaft (B 3, C 3).

3.

Christliche Konfliktlösungsvorschläge (E 2).

11.

Persönlichkeiten - für den Frieden engagiert (A 4, E 4).

12.

Aktuelle Themen, wie: Gerechter Krieg, Landesverteidigung, Atomwaffe (A 4, E 4).

13.

Friedenserziehung (A 4, E 4).

4.9. Ideologien und Weltanschauungen (A 1, D 4)

Kernstoff:

1.

Begriffe: Weltanschauung - Weltbild - Ideologie (A 4).

2.

Weltanschauliche Strömungen der Gegenwart und deren Beziehung zum Christentum (A 4, D 4).

3.

Das christliche Weltbild (B 4).

4.

Aufbau eines christlichen Weltbildes im Kind (E 4).

11.

Glaube und Wissenschaften (in Beispielen, Unterschiede, Konflikte) (B 4).

12.

Verschiedene Erziehungsansätze und deren Beziehung zu Religion (zB Montessoripädagogik, emanzipatorische P ...) (A 4).

13.

Der durch Weltanschauungen herausgeforderte Glaube (A 4, B 4).

4.10. Kirche - Gemeinschaft der Getauften (D 2, E 2) Kernstoff:

1.

Erfahrungen mit kirchlicher Gemeinschaft (D 2).

2.

Kirche als gesellschaftliche Institution (D 2).

3.

Biblische und lehramtliche Aussagen zur Kirche (C 4, D 4).

4.

Kindliches Erleben von Kirche (D 4).

5.

Kirche und Kindergarten (E 2).

11.

Reich-Gottes-Gleichnisse (C 4).

12.

Eine Kirche - viele Kirchen (D 4).

13.

Das Kirchenbild im Wandel der Geschichte (D 4).

14.

Kind und Pfarrgemeinde (E 2).

15.

Erleben der Kirche im Gottesdienst (D 2).

5.

Klasse (2 Wochenstunden):

LEBEN IN CHRISTLICHER

VERANTWORTUNG

RELIGIÖSE ERZIEHUNG

5.1. Religiöse Erziehung - Inhalte und Wege (E 3)

Kernstoff:

1.

Verständnis und Ziele der religiösen Erziehung (A 3).

2.

Wesentliche Inhalte religiöser Erziehung (B 3, C 3, D 3).

3.

Kennzeichen kindlicher Religiosität (A 3, B 3).

4.

Entfaltung des Religiösen im Kleinkindalter (A 3).

5.

Vermittlungshilfen für die religiöse Erziehung (E 3).

6.

Verantwortliche für die religiöse Erziehung (E 2).

11.

Das Glaubenszeugnis des Erziehers (E 1).

12.

Religiöse Weiterbildung (E 1).

13.

Religiöse Sozialisation (A 2, B 2).

5.2. Gebetserziehung (D 1)

Kernstoff:

1.

Gebet als wesentlicher Ausdruck des Glaubens (B 1, D 1).

2.

Begründung für die Gebetserziehung (E 3).

3.

Möglichkeiten der Gebetserziehung beim Kleinkind (Formen, Gebetshaltung, Sprache, Gebetszeiten usw.) (E 2).

4.

Gebet und Gottesbeziehung (B 1, D 1).

5.

Gebetspraxis des Jugendlichen und des Erwachsenen (Situation, Probleme, Möglichkeiten und Beispiele) (D 1, E 2).

11.

Meditation (D 4).

12.

Mit Kindern meditieren (E 2).

13.

Das biblische Gebet (C 4).

14.

Die christliche Gebetstradition (D 3).

5.3. Kind und Bibel (C 4)

Kernstoff:

1.

Zugänge zur Bibel (C 3).

2.

Die Bibel im Kindergarten und in der religiösen Kleinkinderziehung (E 3).

3.

Das biblische Gottesbild (C 4).

4.

Methoden der Bibelarbeit für das Kleinkindalter (Erzählen, Elementarisieren, Spiel ...) (C 2, E 2).

5.

Biblische Texte in Feiern (D 4).

6.

Gottesverkündigung durch biblische Texte und Inhalte (B 3, C 3).

11.

Auslegungshilfen für biblische Texte (Lexika, Kommentare, Methoden) (D 4).

12.

Bibelausgaben für das Kind (Auswahlkriterien, Beispiele) (C 2, E 2).

13.

Elternbildung zum Thema (Bibel in der Familie) (E 2).

ZUSAMMENSCHAU CHRISTLICHEN

LEBENS UND GLAUBENS

5.4. Credo - Bezeugung des Glaubens im Wort (B 4)

Kernstoff:

1.

Grundstrukturen und -aussagen des katholischen Credo (B 4, E 1).

2.

Die Bedeutung des Glaubenszeugnisses für das eigene Leben und das der Umwelt (E 1).

3.

Persönlicher und kirchlicher Glaube (D 2).

4.

Das Glaubensbekenntnis der großen christlichen Kirchen (D 4).

5.

Möglichkeiten eines kindlichen Glaubensbekenntnisses (E 4).

11.

Credoformen des jungen Menschen in der heutigen Zeit (Beispiele und Einübung) (B 2).

12.

Ursprung und Entwicklung christlicher Konfessionen - im Überblick (D 3).

13.

Der Glaube an den Schöpfergott (C 3).

14.

Die Ökumene (E 4).

15.

Die Verschiedengläubigkeit im Kindergarten als erzieherische Aufgabe (E 4).

5.5. Sakramente - Bezeugung des Glaubens im Feiern (B 4) Kernstoff:

1.

Sakramente als kirchlicher Lebensvollzug (D 4).

2.

Der heilsanzeigende und -schaffende Charakter der Sakramente (D 4).

3.

Die Symbolfähigkeit des Kindes (A 4).

4.

Das Feiern von Festen (D 4, E 4).

5.

Sakramentale Erziehung im Vorschulalter (E 4).

6.

Inkarnatorische Grundstruktur des Heils: Christus - Kirche - Sakramente (B 2, D 4).

12.

Heilige Zeichen und Riten in anderen Religionen (A 4).

13.

Sakramentalien (B 4).

14.

Feier des christlichen Brauchtums (A 4, D 4).

5.6. Diakonie - Bezeugung des Glaubens in der Tat (E 2) Kernstoff:

1.

Menschsein in Mitmenschlichkeit (A 4).

2.

Christsein in brüderlich-schwesterlicher Liebe: Diakonie (E 2).

3.

Die Bedeutung des in Taten gelebten Glaubens für die Berufstätigkeit des Kindergärtners (E 2).

4.

Die Bezeugungsfähigkeit des Kindes im Handeln (E 2).

5.

Formen und Beispiele christlicher Diakonie heute (E 2).

6.

Leben nach christlichen Normen (E 4).

11.

Diakonie als individuelle und gemeindliche Verwirklichung von Glaube, Hoffnung und Liebe (E 2, C 4).

12.

Die österreichische Caritas (E 2).

13.

Beispiele für Diakonie in der kirchlichen Geschichte (D 2).

5.7. Leben auf die Zukunft hin (E 4)

Kernstoff:

1.

Leben aus dem Glauben (E 2).

2.

Die Lehre von der Zukunft (Eschatologie) (D 4).

3.

Die Verantwortung im Beruf (E 2).

4.

Die politische Verantwortung des Christen (E 4).

5.

Ehe und Familie (A 4, E 2).

11.

Ethische Verantwortung gegenüber Zukunftsproblemen der Menschheit (E 2).

12.

Die Verantwortung für das Kind (E 2).

13.

Persönliches Engagement in der Kirche (E 2).

14.

Das Problem der Arbeitslosigkeit (E 4).

b)

Evangelischer Religionsunterricht

Didaktische Grundsätze:

Der Rahmenlehrplan für den evangelischen Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist ein Lehrplan, der sich der theologischen Korrelationsmethode verpflichtet weiß. Insofern sind in diesem Lehrplan die spezifischen Anliegen evangelischer Theologie genauso berücksichtigt wie die unterschiedlichen möglichen religionspädagogischen Ansätze. Damit soll der Lehrplan für die Kindergartenpädagogik einen spezifischen evangelischen Beitrag in diesem Schultyp darstellen und es dem Lehrer ermöglichen, diesen spezifischen evangelischen Beitrag im Erziehungsanliegen der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik einzubringen und zu vertreten. Dabei wird in besonderer Weise darauf Bedacht genommen, daß die Schülerinnen und Schüler der Bildungsanstalten in doppelter Weise unterrichtet werden müssen, einerseits sollen sie für ihre persönliche und religiöse Entwicklung die notwendigen Impulse und Hilfestellungen erhalten, andererseits soll aber auch bedacht werden, daß die Schülerinnen und Schüler in Zukunft in Kindergärten arbeiten werden und von daher gefordert sind, christliche Vorstellungen, Lebensweisen und auch Inhalte vertreten sowie vermitteln zu können.

Weiters ist der Lehrplan dadurch gekennzeichnet, daß die klassischen religionspädagogischen Disziplinen wie Bibelkunde, Kirchengeschichte und so weiter nicht als eigene Themenbereiche ausgewiesen werden, sondern daß Bibel- und Kirchengeschichte sowie die anderen klassischen Gegenstandsbereiche als didaktische Prinzipien in jedem Themenfeld und in jedem Themenvorschlag vorauszusetzen sind. Dabei wird dem korrelativen Ansatz Rechnung getragen, der besagt, daß religiöse und theologische Aussagen eingebettet sein sollen in den Lebensvollzug der Lernenden und in diesem Fall auch der später Lehrenden, um auf diese Weise sowohl Daseinserhellung als auch Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Es ist also strikt davon auszugehen, daß die angegebenen Themenfelder auf einer theologischen Folie zu sehen sind, wobei diese Folie explizit ausgewiesen werden muß, weil sie in einzelnen Themenfeldern von ihrer inneren Logik her bestimmend ist. Weiters ist als didaktischer Grundsatz zu beachten, daß der/die Lehrer/in entsprechend der vorhandenen Lerngruppe aus den Themenfeldern die einzelnen Themen auswählt und von daher die Inhalte vermittelt. Diese Freiheit des Lehrers/der Lehrerin bedeutet aber gleichzeitig die Bindung an eine verantwortete Lehrstoffverteilung, die von dem/der Lehrer/in genau zu führen ist und alle Klassen zu umfassen hat. In diesem Zusammenhang soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, daß die einzelnen Themenfelder natürlich auf Grund entwicklungspsychologischer und schulpädagogischer sowie religionspädagogischer Vorgaben einzelnen Schulstufen zugewiesen werden, daß die Themenfelder aber von ihrer Konzeption her alle miteinander eng verknüpft sind und von daher ein Netzwerk ergeben, das die Beziehungen der einzelnen Themenfelder zueinander sichert und die Stringenz der Unterrichtsinhalte in ihren gegenseitigen Verknüpfungen immer wieder neu aufweist. Es sind also die einzelnen Themenfelder in ihrer schulstufenübergreifenden und allgemeinbildenden Perspektive zu sehen. Damit ist der evangelische Religionsunterricht in seinem Ansatz als fächerverbindender Unterricht definiert, der auf die Zusammenarbeit und die Impulse der anderen Lehrgegenstände in der Bildungsanstalt in der Kindergartenpädagogik hinweist. Gleichzeitig ist damit aber auch festgelegt, daß die Inhalte der einzelnen Schulstufen in aufbauender und, wie schon gesagt, in verknüpfender Weise zur Vorbereitung auf die Matura dienen. Insofern ist der evangelische Religionsunterricht zielgeleitet, um den Schülerinnen und Schülern die notwendigen Unterlagen für die Berufsberechtigung, die mit der Matura erworben wird, zu liefern.

Die Themenfelder sind nach drei übergeordnete Gesichtspunkten geordnet nämlich nach: I. Individualen Themen, II. Sozialen Themen und III. Globalen Themen. Diese Zuordnung bedeutet für die einzelnen Themenfelder eine Schwerpunktsetzung bedeutet aber nicht, daß sie sachlich, geschweige denn theologisch auf diesen Themenbereich eingeschränkt sind, sondern natürlich weisen die individualen Themenfelder genauso soziale und globale Momente auf wie dies bei den anderen Themenfeldern umgekehrt auch der Fall ist. Es wird in der didaktischen Reflexion notwendig sein, die dauernden Querverbindungen der einzelnen Themenfelder untereinander und auch der einzelnen Themenfelderbereiche zu suchen, aufzuzeigen und für die Schüler/innen transparent zu machen. Auf diese Weise wird die Kompetenz des Lehrers im Gefüge der relevanten Themenfelder einerseits und im Gefüge der übrigen Gegenstände gesichert, andererseits wird aber durch die konsequente Verarbeitung der einzelnen Themenfelder der spezifische Beitrag des evangelischen Religionsunterrichtes in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik festgeschrieben.

Schulpraktische Prinzipien

Der evangelische Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist bestimmt durch die Anzahl der Schüler/innen und daher die Möglichkeit, welche die zur Verfügung stehende Zeit dem Unterrichtsverlauf gibt. Der/die Lehrer/in hat also stärker als in anderen Gegenständen aus didaktischen Prinzipien heraus, die dargestellt worden sind, auszuwählen und den Lehrstoffverteilungsplan für die einzelne Schulstufe zu erstellen. Dabei werden die didaktischen Prinzipien, die für die anderen Gegenstände im Bereich der Bildungsanstalten gelten, zB vom Einfachen zum Komplizierten, vom Anschaulichen zum Abstrakten ebenfalls für den evangelischen Religionsunterricht gelten und von daher die Vergleichbarkeit dieses Unterrichtes mit anderen Unterrichtsgegenständen und Unterrichtsformen innerhalb der Bildungsanstalt herzustellen. Die zeitliche Begrenzung des Unterrichtes bedeutet aber keine Beschränkung in der Auswahl der Themenfelder und im Angebot der zu besprechenden Einzelthemen, sondern eine Konzentration auf wesentliche Themenfelder. Diese didaktische Entscheidung hat der/die jeweilige Lehrer/in aus schulpraktischen Erwägungen, die von der pädagogischen Soziologie, Psychologie und von der Lernpsychologie her begründbar sein müssen, zu treffen. Damit soll das Prinzip der Schülerorientierung des Unterrichtes besonders noch einmal angesprochen werden, weil natürlich der evangelische Religionsunterricht stark motivierenden Charakter hat und von daher auf die intensive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler angelegt ist. Insofern bietet sich auch als ein Bereich der didaktischen Entscheidung die Möglichkeit an, die Mitbestimmung der Schüler/innen bei der Reihung der einzelnen Themenfelder und bei der Auswahl konkreter Themen zu fördern. Gleichzeitig sind die angegebenen Themen im Rahmen der Themenfelder entsprechend der schulpädagogischen Situation zu modifizieren oder zu erweitern; allerdings unter Bedachtnahme auf die vorangestellten Lernziele. Die vorangestellten Lernziele in jedem Themenbereich nehmen das grundsätzliche didaktische Anliegen wieder auf, indem sie einerseits den daseinsauslegenden und daseinserhellenden Aspekt betonen (Lernziele 1-4) und andererseits aber auch den berufspraktischen Aspekt (Lernziel Nr. 5) jeweils aufnehmen.

Praktische Unterrichtsgestaltung

Die Frage nach der praktischen Unterrichtsgestaltung, die gewählte Methode und der Einsatz von Medien und anderen Lehr- und Lernmitteln richtet sich nach den oben genannten didaktischen Kriterien. Es soll also zwischen didaktischen Vorüberlegungen und deren Umsetzung in praktische Unterrichtsarbeit mit Hilfe von methodischen Hilfsmitteln unterschieden werden. Die jeweiligen methodischen Ansätze werden sich nach den didaktischen Überlegungen richten und nicht umgekehrt. Dabei ist das Prinzip der Schülerorientierung ein weiteres Mal zu beachten, damit einerseits sowohl Unter- wie auch Überforderungen vermieden werden und andererseits die Aktualität und Lebendigkeit des evangelischen Religionsunterrichtes nicht aufs Spiel gesetzt wird. An dieser Stelle wird die pädagogische Arbeit des Lehrers nach der Erstellung des verantworteten Lehrstoffverteilungsplanes ihre weitere Aufgabe erhalten, nämlich die adäquaten Unterrichtsmittel für den Unterricht zur Verfügung zu stellen, wobei Unterrichtsmittel grundsätzlich so zu wählen und einzusetzen sind, daß durch sie die zunehmende Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler gewährleistet wird. Gerade hier wird das fächerverbindende Denken, das dem evangelischen Religionsunterricht zugrunde liegt, seine besondere Bedeutung haben, weil der Lehrer bzw. die Lehrerin sich von dem methodischen Vorgaben der anderen in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik gelernten Gegenstände inspirieren läßt. Die allgemeinen didaktischen Grundsätze für den Gesamtlehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik bieten hierfür die besten Voraussetzungen.

Übersicht über die Themenfelder des Lehrplans

I. Individualer Aspekt

Frage nach Gott

Glück und Leid

Gewissen

Lebensgeschichte

Wahrheit und Lüge

Hoffnung

Glauben „lernen”

II. Sozialer Aspekt

Die Bedeutung der Gemeinschaft

Religiöse Ausdrucksformen

Beziehungen

Leben in Kirchen und Konfessionen

Fremde Kinder

Spiele und Feste

Glauben „lehren”

Macht

III. Globaler Aspekt

Arbeit und Leben

Leistung

Freizeit

Friede

Gerechtigkeit

Leben

Medien

Themenfelder geordnet nach Schulstufen

1.

Klasse

2.

Klasse

3.

Klasse

4.

Klasse

5.

Klasse

THEMENFELDER

Die Frage nach Gott

1.

Gottesvorstellungen und entsprechende Anbetungsformen kennen.

2.

Die Formen von Religionskritik, Atheismus und religiöse Indifferenz kennen und miteinander in Beziehung setzen können.

3.

Motive für einen christlichen Gottesbegriff und eine christliche Gotteserfahrung sowie den daraus folgenden Glauben erwägen und darstellen können.

4.

Eine eigene Stellung zu Gottesbildern und Glaubenserfahrungen gewinnen können.

5.

Die Bedeutung von Gottesvorstellung, Glauben an Gott und der entsprechenden Sozialisation bzw. Erziehung darstellen und beurteilen können.

Mögliche Themen

Religion und Religionskritik (Feuerbach, Freud, Nitzsche, Marx, Sartre)

Die Gottesvorstellungen in Kindergebetsbüchern

Die Gottesvorstellungen und Formen des Gottesglaubens in den Veröffentlichungen zum Kindergottesdienst

Die Gottesvorstellungen der kirchlichen Feste

Probleme beim Erzählen von Gott

Eltern - Gott und Kinder - Gott

Formen der Anbetung und des kindgemäßen Gebetes

Gott: der Schöpfer - der Vertraute - der Tröster - der Helfer

Die Frage nach Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit im Leben der Kinder

Religiöse Stereotypen

Glück und Leid

1.

Persönliche Glücksvorstellungen einordnen können.

2.

Den Zusammenhang zwischen Glück und Wohlbefinden und die daraus entstehende Lebensauffassung darstellen können.

3.

Glück und Leid als Gegensatzpaar in Weltanschauungen erkennen und als Grundlage theologischer Anthropologie ausführen können.

4.

Möglichkeiten und Grenzen des Wunsches nach dem persönlichen Glück darstellen können.

5.

Weinen und Lachen bei Kindern verstehen können.

Mögliche Themen

Die Frage nach dem Lustgewinn

Geschenke und Liebe: Quellen allen Glücks?

Widerspruch und Widerstand - Ursachen für Leid

Regeln, Ordnungen und Grundeinstellungen als Begrenzungen und Hilfen menschlichen Lebens

Erzieherisches Handeln und Freiheitsstreben von Kindern

Die Frage nach dem Tod im Leben von Kindern

Familie: Glück für das Kind - keine Familie: Unglück für das Kind?

Umgang mit kindlichen Vorbildern

Glück in Werbung oder Spiel

Glück im Leben der Kinder

Gewissen

1.

Die Bereiche des Guten und des Bösen benennen und nach den Begründungen für gutes Handeln und böses Handeln fragen können.

2.

Die Freiheit menschlichen Handelns darstellen können.

3.

Gewissen als Widerspruch zwischen Zielen und Wirklichkeit darstellen können.

4.

Den christlichen Glauben als Dialektik des Handelns darstellen können.

5.

Die Schuldproblematik im menschlichen Leben erkennen und akzeptieren können.

6.

Unschuld und Schuld in der Gewissenserziehung bei Kindern darstellen können.

Mögliche Themen

Das Böse als Thema in der Literatur

Das Böse als Erfahrung in der Geschichte

Das Böse, ein verfehlter Begriff (Verhaltensforschung, Gesellschaftstheorien usw.)

Die Frage nach dem guten Menschen (Beispiele aus der Literatur) „Das Dichten und Trachten des Menschen ist böse von Jugend an” Strafe bei Kindern

Die Frage von Gut und Böse in den Märchen

Gewalt in der Erziehung

Gewalt in Beziehungen

Mut zum Widerstand

Lebensgeschichte

1.

Die verschiedenen Wege der Identitäsbildung (Anm.: richtig: Identitätsbildung) aufzeigen können.

2.

Lebensgeschichtliche Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Heranwachsende darstellen können.

3.

Vorstellungen von unterschiedlichen Arten der Lebensgestaltung aufzählen und ihre Begründungen benennen können.

4.

Die Möglichkeiten der Selbstbestimmung erkennen und deren christliche Motivation aufzeigen.

5.

Die Lebensgeschichte von Kindern darstellen und die Möglichkeiten erzieherischen Einwirkens benennen können.

Mögliche Themen

Die Begründungen und die Folgen unterschiedlicher Erziehungsstile Lebensmöglichkeiten, Lebensinhalte und Statussymbole

Der ganz normale Alltag: Lebensläufe von Kindern

Die Frage nach Leistung und Belohnung

Wenn Kinder einmal erwachsen werden

Spiele für Kinder und die damit vermittelten sozialen Beziehungen

Bücher für Mädchen, Bücher für Buben: Welche Verhaltensmuster

werden vorgegeben?

Bilderbücher, die Lebensläufe schildern

Die Kinder und die Alten: Zwei Seiten der gleichen Sache?

Spiel, Tanz und Gebet: Reservate menschlichen Handelns?

Gottesdienst für Kinder: Gott für die Kleinen - Gott für die Großen

Wahrheit und Lüge

1.

Die Frage nach der Wahrheit als Frage nach zuverlässigen Leitlinien für das Leben verstehen.

2.

Verschiedene Theorien der Wahrheit miteinander in Beziehung setzen können.

3.

Glaube auf dem Hintergrund der Frage nach der Wahrheit betrachten können.

4.

Die Bedeutung der Wahrheit für Glauben und Existenzfragen darstellen können.

5.

Wahrheit und Lüge - Geschwister der gleichen Sache?

Mögliche Themen

Die Wahrheitsfrage in der Literatur

Wahrheit - nur eine Frage des Standpunktes

Lüge in Kinderkatechismen und religiöser Kinderliteratur

Das Verhältnis von Glaube, Wahrheit und Vertrauen bei Kindern Fehler menschlichen Verhaltens und die Angst vor den Folgen „Notlüge”

Wahrheit und Lüge in Märchen und Sagen

Streit um die Wahrheit als Zusammenhang von Einsicht, Liebe und Vertrauen

Durchsetzungswillen

Die Anthropologie der Lüge

Meine phantastische Welt

Ich baue ein neues Paradies

Hoffnung

1.

Zukunftsentwürfe und deren Bedeutung für gegenwärtiges Handeln darstellen können.

2.

Hoffnung als tragenden Sinn erkennen.

3.

Weltprobleme und die Chancen ihrer Lösung benennen können.

4.

Den christlichen Begriff Hoffnung beschreiben und auf das eigene Leben hin befragen können.

5.

Den Begriff Hoffnung als Grundaussage für das Leben von Kindern benennen können.

Mögliche Themen

Utopien und künftige Weltvorstellungen

Die Bedeutung der Offenbarung und der Apokalypse

Das Prinzip Hoffnung und seine Bedeutung für die politische

Diskussion

Stadtplanung: Kindergärten und Spielplätze

Hoffnung in Theaterstücken für Kinder

Kinder als Zeichen der Hoffnung

Glauben „lernen”

1.

Glaubensformen kennen und unterscheiden können.

2.

Glaubensbegriffe miteinander vergleichen und gegeneinander abwägen können.

3.

Den evangelischen Glaubensbegriff definieren und in seinen Folgewirkungen darstellen können.

4.

Den Zusammenhang von „Kopf-Herz-Hand” beschreiben können.

5.

Glaubenswelten von Kindern beobachten und beschreiben können.

Mögliche Themen

Methoden der Bibelauslegung

Offenbarungs- bzw. Buchreligionen

Literatur über die Bibel

Das Entstehen dogmatischer Aussagen

Schrift als Bekenntnis - Bekenntnisschriften

Glaube ist Mut und Vertrauen

Das Lebensmodell Jesu

Die Bedeutung der Gemeinschaft

1.

Die Erwartungen an und die Verbindlichkeit für menschliche Beziehungen darstellen können.

2.

Die Bedeutung der Gemeinschaft als Ausdruck grundsätzlicher anthropologischer Aussagen.

3.

Die Ausformungen des Gemeinschaftsbegriffes und das jeweils daraus resultierende Menschenbild in religiösen Gruppierungen darstellen können.

4.

Auffassungen des Gemeinschaftsbegriffes darstellen können und den eigenen Standpunkt dazu nennen können.

5.

Die Bedeutung von Gemeinschaft in der Biographie von Kindern.

Mögliche Themen

Die Krise des Gemeinschaftsbegriffes in den verschiedenen Kulturen und in verschiedenen politischen Strukturen

Freunde, Gegner und Feinde bei Kindern Spielgemeinschaften als Probe für Lebensgemeinschaften

Die Anforderungen verschiedener Gemeinschaften für den Einzelnen Was will ich von der Gemeinschaft?

Das Mitmachen bei Gebeten, Feiern und Festen

Außenseiter und Insider

Die Gemeinschaft der Glaubenden - Gemeinschaft von Kindern

Die Bedeutung der Familienstrukturen für die Gemeinschaft

Kindergarten, Kinderspielplätze und Wohnbau

Die Frage nach dem Teilen und nach dem Eigentum

Religiöse Ausdrucksformen

1.

Formen religiöser Äußerungen beschreiben, einordnen und verstehen können.

2.

Religiöse Transzendenzerfahrungen in der Alltagssprache und in der Alltagssprache und in der Lebenswelt hören und verstehen können.

3.

Die Schwierigkeiten in der Übereinstimmung von religiösen Ausdrucksformen und christlichen Grundaussagen darstellen können.

4.

Grundformen für religiöse Sprache entwickeln können.

5.

Kinder in ihren religiösen Bedürfnissen verstehen und fördern können.

Mögliche Themen

Religiöse Ausdrucksformen und Erscheinungsformen wie zB New Age,

Esoterik, Okkultismus

Die Alltagssprache in ihrer religiösen Bedeutung

Die religiöse Erziehung durch die Eltern

Wie sind die Eltern religiös erzogen worden

Die Bedeutung von Glaubensbekenntnissen, Gebeten und festen Formeln

Die Frage nach der privaten und nach der öffentlichen Frömmigkeit

Die Frage nach Gott im Lebenshorizont der Kinder

Die Frage von Schöpfung und Umwelt im Verständnishorizont von Kindern

Die Bedeutung kirchlicher bzw. religiöser Feiertage

Die Frage nach der Religion als Frage nach Bindung und Freiheit Religiöse Entwicklungsstufen im Leben der Kinder

Vater- und Mutterstrukturen in der heutigen Gesellschaft

Die Bedeutung von Symbolen

Beziehungen

1.

Bekannte und neue Formen des Zusammenlebens darstellen können.

2.

Die sozialen und psychologischen Voraussetzungen für neue Lebensformen darstellen können.

3.

Die Option der Gesellschaft für bestimmte Gemeinschafts- und Lebensformen argumentieren können und mit dem biblischen Menschenbild in Beziehung setzen.

4.

Die eigenen Beziehungswünsche und Beziehungslosigkeiten reflektieren und begründen können.

5.

Die Beziehungen unter Kindern bzw. zwischen Kindern und Erwachsenen beschreiben können.

Mögliche Themen

Die Bedeutung der Freundschaft für das Leben

Sexualität als Liebe - Leistung - Tabu?

Kindliche Sexualität und deren Bedeutung für die Entwicklung

Kinder und Geschwister

Kinder in familiären Strukturen

Die Beziehungen von Kindern zu Neugeborenen

Die Eheauffassungen der christlichen Konfessionen Kraft, Stärke und Gewalt in menschlichen Beziehungen Kampfspiele und Sozialisationsspiele für Kinder

Egoismus, Durchsetzungsvermögen und Verzicht als soziale Tugenden?

Leben in Kirchen und Konfessionen

1.

Die Ausformung religiöser Anschauungen in christlichen Konfessionen darstellen können.

2.

Grundsätzliche Unterschiede der verschiedenen Konfessionen kennen.

3.

Die Gemeinsamkeiten der Konfessionen darstellen können und ihren Beitrag zur Lösung von übergreifenden Sachfragen beschreiben können.

4.

Den eigenen konfessionellen Standpunkt als Beitrag zu der einen Welt artikulieren können.

5.

Die Konfessionsgebundenheit von Kindern und Eltern kennen und damit umgehen können.

Mögliche Themen

Die Entstehung der verschiedenen Konfessionen

Evangelisch-Katholisch im Alltagsleben

Wie erleben Kinder die unterschiedlichen Kirchen

Die Wünsche von Kindern an ihre Kirchen

Kinderkirche gegen Erwachsenenkirche

Die Bedeutung des Sonntages

Mission als Utopie der einen Weltfamilie

Grundzüge für einen Katechismus der Kinder

Die Frage nach der Taufe

Die Rolle von Mann und Frau in den Kirchen

Konfessionelles Selbstbewußtsein

Fremde Kinder

1.

Wahrnehmen, daß es in der Umwelt verschiedene Gruppen gibt, die selber und deren Kinder benachteiligt sind.

2.

Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als gesellschaftliche Aufgabe erkennen.

3.

Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als Humanitätsbeitrag des Christentums argumentieren können.

4.

Bereitschaft für den Einsatz für andere Gruppen und Benachteiligte in unserer Gesellschaft entwickeln.

5.

Durch den Kontakt mit fremden Kindern fremde und eigene Kulturen kennenlernen.

Mögliche Themen

Ausländerkinder in der Umwelt

Mädchenerziehung in verschiedenen Kulturen

Erziehung von Buben in verschidenen (Anm.: richtig: verschiedenen)

Kulturen

Rolle von Mann und Frau in verschiedenen Kulturen und Religionen Küche und Eßgewohnheiten in anderen Kulturen

Wohnen und leben von Fremden in unserer Gesellschaft Freuden und Leiden von Fremden und Randgruppen in unserer

Gesellschaft

Gastfreundschaft als biblischer Auftrag

Spiele und Feste

1.

Spiele und Feste als Ausdrucksformen menschlicher Gemeinschaft beschreiben können.

2.

Spiele und Feste als Entfaltung menschlicher Fähigkeiten und Lebensfreude ausdrücken können.

3.

Spiele und Feste als Ausdrucksformen von Gotteserfahrungen in unserer Gesellschaft darstellen können.

4.

Bereitschaft entwickeln, mit Spielen und Festen entsprechend ihren Spielregeln und ihren Formen umzugehen.

5.

Spielen mit Kindern einüben und weiterführen.

Mögliche Themen

Die Bedeutung von Sport und Spiel für Kinder

Die Bewegung für Kinder als Abbau von Aggressionen

Der Einzelne und die Gemeinschaft im Spiel

Erwünschte und unerwünschte Spiele

Spiele und Feste als Zeichen von Sensationslust

Die Vermarktung von Spielen und Festen

Die Bedeutung von Spielen und Festen in der Politik

Feste in der Kirche

Spiele in Religion und Kirche

Lebensfeste: Taufe, Geburtstag, Weihnachten, Ostern

Besondere Feste im Jahr: Feste von Vereinen, Geburtstagsfeste und

anderes

Die Ritualisierung von christlichen Festen

Tanz, Bewegung und Animation bei Spielen und Festen Feste und Spiele als Einübung in Alltagserfahrungen Spiele, Feste und Feiern in Kinderbüchern

Literatur über Spiele und Feste und deren Intentionen

Der Wunsch nach Harmonie und die Erfahrung des Spielverderbers Spiel, Tanz und (Anm.: richtig: Ekstase) Extase

Lieder und Psalmen in der Bibel

Glauben „lehren”

1.

Die Problematik der Vermittlung von Religion beschreiben können.

2.

Lehraussagen verschiedener Religionen zueinander in Beziehung setzen können.

3.

Die Differenz von Lehraussagen und Lebensvollzug beschreiben können.

4.

Lehraussagen der christlichen Kirchen sichten und beurteilen können.

5.

Lehraussagen mit Lebensäußerungen von Kindern verbinden und beurteilen können.

Mögliche Themen

„Klassische” evangelische Pädagogik

Konzepte evangelischer Religionspädagogik

Der Zusammenhang von Didaktik und Methodik

Die Frage des Kinderabendmahls

Religiöse Sprache und Alltagssprache

Das Erzählen von biblischen Geschichten

Fragen und zweifeln als Wege des Glaubens

Bausteine für einen Katechismus für Kinder

Macht

1.

Die Schüler sollen Machtstrukturen im persönlichen und im gesellschaftlichen Bereich benennen können.

2.

Die Schüler sollen den biblischen Begriff der Macht und den politischen Machtbegriff diskutieren können.

3.

Die Schüler sollen Ohnmachtserfahrungen in ihrer Lebenswelt benennen und darstellen können.

4.

Die Schüler sollen den Zusammenhang von Macht, Autorität und Freiheit diskutieren können.

5.

Die Schüler sollen Machtmißbrauch an und Ohnmacht von Kindern darstellen können.

Mögliche Themen

Wenn ich krank bin, dann bete ich

Mein Kuscheltier versteht mich

Der Umgang von Kindern mit ihren Spielsachen

Sieger und Verlierer beim Spiel

Geprügelte und mißbrauchte Kinder

Wenn du mein Freund sein willst, dann ...

„Unsere Kinder sollen es besser haben”

Mein Vater ist der Stärkste

Was ich alles nicht darf

Wenn ich groß bin, dann werde ich

Arbeit und Leben

1.

Die verschiedenen Konzeptionen und Konstellationen von Arbeit kennen.

2.

Erkennen, daß die Verteilung und Entlohnung von Arbeit sowie die Freizeit in gesellschaftlicher Verantwortung zu betrachten sind.

3.

Den Vergleich von Vorstellungen über Arbeit und Beruf im christlichen und nichtchristlichen Bereich ziehen können.

4.

Die eigene Einstellung zu Arbeit, Beruf und Freizeit kritisch argumentieren können.

5.

Die Fragen von Arbeit, Freizeit und Beruf in bezug auf das Leben darstellen können.

Mögliche Themen

Mögliche Berufswünsche von Kindern

Arbeit von Eltern - Leben in der Familie

Arbeit als Last und Abhängigkeit

Arbeit als Dienst in der Gemeinschaft

Der Zusammenhang von Arbeit, Ruhe und Feier in Familienstrukturen

„Arbeit” von Kindern und deren Bedeutung für die Erwachsenen

Leben nur am Wochenende?

Freizeit und Spiel

Arbeitslosigkeit von Eltern in ihren Auswirkungen auf Kinder

Die Bedeutung des Geldes für Kinder und für Erwachsene

Die arbeitenden Eltern - die alleingelassenen Kinder Sabbatgebote

Leistung

1.

Formen, Motive und Auswirkungen des Leistungsdenkens aufzeigen können.

2.

Arbeit und Leistung darstellen und argumentieren können.

3.

Den Zusammenhang zwischen Rechtfertigungslehre und Leistungsdenken darstellen und argumentieren können.

4.

Leistung im Arbeits- und Lebensbereich einsetzen lernen.

5.

Die Leistungserwartung an Kinder darstellen und argumentieren können.

Mögliche Themen

Leistung und Leistungserwartung in Schule und Arbeitswelt

Der Zusammenhang zwischen Leistung und Anerkennung bzw. Selbstbewußtsein

Kindliche Leistung im Gegensatz zur Erwachsenenleistung

Die Kinderwelt in Zeichnungen und Bastelergebnissen im Bezug auf Leistungsanforderungen von Eltern

Kindliches Leistungsvermögen und elterliche Leistungserwartungen

Der Zusammenhang zwischen Leistungszwang und Leistungsfreude Fehlformen von Leistung im religiösen Bereich

Fehlformen von Leistung im sozialen Bereich

Luthers Rechtfertigungslehre angewendet auf Kinder

Freizeit

1.

Erkennen, daß sinnvolle Freizeitgestaltung das große Problem der Zeit ist.

2.

Freizeit als Möglichkeit für Selbstfindung und Selbstentfaltung des Menschen argumentieren können.

3.

Die Chancen erkennen, in der Freizeit Lebensqualität und damit Lebenssinn zu gewinnen.

4.

Die Arten von Freizeitgestaltung einander gegenüberstellen können.

5.

Sinnvolle Freizeitangebote für Kinder nennen können.

Mögliche Themen

Die Bedeutung der manuellen Fähigkeiten für die Freizeitgestaltung von Kindern

Spiel als Teil der Freizeit von Kindern und Erwachsenen

Kinderwünsche als Wirtschaftsfaktor

Die Bedeutung der Medien im Freizeitbereich

Die Gestaltung von Urlaub und Ferien

Freizeitverhalten der Familie und Bedürfnisse von Kindern

Theater und Spiel als Freizeitangebot für Kinder

Die Bedeutung von Religion im Freizeitangebot

Das Verständnis von Zeit als geschenkter Zeit

Die Zeit der Ruhe als Impuls für das tägliche Leben

Die Bedeutung von Gesellschafts-, Familien- und Kinderspielen

Die automatisierten Spielzeuge für Kinder

Das Spielen von biblischen Geschichten

Der Sonntag

Friede

1.

Die unterschiedlichen Interpretationen für Gewalt und die daraus folgende Diskussion um den Friedensbegriff kennen.

2.

Die Bedingungen und Möglichkeiten der Gewaltverminderung bzw. Gewaltfreiheit in sozialen und internationalen Bezügen argumentieren können.

3.

Aus der Reich-Gottes-Botschaft Maßstäbe für ein friedensgeleitetes Handeln erarbeiten können.

4.

Die Bereitschaft erproben, bei Konfliktlösungen konstruktiv mitzuwirken.

5.

Die Konfliktfähigkeit von Kindern kennen und die Versöhnungsbereitschaft fördern lernen.

Mögliche Themen

Der Unterschied zwischen sinnvollen und sinnlosen Konflikten Streiten können unter Geschwistern

Streiten können in der Familie Konfliktlösungsmodelle nationaler und internationaler Art kennen

Die Pflicht des Widerstandes gegen Ungerechtigkeit Gerechtigkeitsempfinden von Kindern

Krieg spielen und Frieden stiften

Aggressionen unter Kindern

Gewalt gegen Kinder

Die Bedeutung der Autorität im Leben von Kindern und Heranwachsenden

Der Zusammenhang zwischen Ordnung, Disziplin und mögliche Gewalt

Die Gewaltlosigkeit Jesu gegenüber seinen Feinden

Der gewaltfreie Widerstand in der christlichen und hinduistischen Tradition

Die Verheißung des ewigen Friedens

Aggression als Grundzug der menschlichen Natur

Erziehungstheorien und deren Beurteilung von Gewalt

Die Rolle der Kirchen als Friedensstifter

Krieg, Leid und Tod in Darstellungen von Kindern

Schalom für Dorf und Stadt

Gerechtigkeit

1.

Die Auseinandersetzungen um die Frage der Menschenrechte darstellen können.

2.

Das Eintreten für die Menschenrechte in ihrer Verbindung mit der Wahrung der Menschenwürde argumentieren können.

3.

Die Aussagen der christlichen Tradition für die Diskussion um Menschenrechte und Menschenwürde darstellen können.

4.

Die Bereitschaft entwickeln, sich selber für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen.

5.

Erkennen, daß die pädagogische Arbeit mit Kindern in den Bereich der Wahrung der Menschenrechte einzuordnen ist.

Mögliche Themen

Die Menschenrechtserklärung und die Zehn Gebote

Sklaverei

Das Zusammenleben und das Zusammenwirken der verschiedenen Rassen

und Kulturen

Die Bedeutung der Fremden in der Gesellschaft

Kinder verschiedener Kulturen feiern Feste miteinander

Freiheit der Religionsausübung als Grundrecht

Die Arbeit von Menschenrechtsgruppen

Kinder als Leidtragende von politischer Gewalt

Kinder in der Dritten Welt

Die Bedeutung der Vorurteile

Menschenrechtserziehung in Kindergarten und Familie

Der offene und der verdeckte Rassismus

Leben

1.

Die Umwelt als Verhältnis zwischen Natur und Mensch beschreiben können.

2.

Alternative Vorstellungen zum Mensch - Naturverhältnis erarbeiten und argumentieren können.

3.

Die Schöpfungstheologie als einen verantwortlichen Umgang mit der Natur erarbeiten und argumentieren können.

4.

Die Bedeutung der Lebensgestaltung für Mensch, Natur und Umwelt darstellen können.

5.

Das Engagement für den Schwachen in der Gesellschaft darstellen und argumentieren können.

Mögliche Themen

Die menschliche Ausbeutung der Natur

Die Bedeutung der Natur für die Kinder

Wasser, Luft und Sonne: Lebensgrundlage für die kommende Generation

Fortschrittsgläubigkeit als Voraussetzung für die technologische

Naturbeherrschung

Die Ehrfurcht vor dem Leben

Naturverständnis von Indianern, des Hinduismus und anderer

Traditionen kennen

Behinderte Kinder - bewahrte Kinder?

Bruder und Schwester - Lebenswirklichkeit oder Begriffe

Kinder bauen eine neue Welt

Verantwortlicher Umgang mit Mensch und Natur

Die biblische Schöpfungslehre

Die Aufgabe des Menschen in der Schöpfungstheologie

Der Mensch als Ebenbild und Geschöpf Gottes

Der „neue Mensch” als Zeichen für die Befreiung der Schöpfung Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit

Medien

1.

Die Wirkungsmöglichkeiten der Massenmedien beschreiben und argumentieren können.

2.

Die Einflüsse analysieren können, welche die Medien auf die Lebensführung haben.

3.

Die Medienangebote auf ihre weltanschaulichen Grundhaltungen hin befragen und beurteilen können.

4.

Mit den Kommunikationstechniken konstruktiv und kritisch umgehen können.

5.

Die Wirkungsweise von Medien auf Kinder darstellen und beurteilen können.

Mögliche Themen

Die Medien in der Familie

Kind und Fernsehen

Kind und Buch, Kinderbuch, Kinderzeitung und Zeichnung

Kind und Theater

Kind und Musik

Kind und Werbung, Kinder in der Werbung

Gebetbücher für Kinder

Bibelausgaben für Kinder

Vorlesebücher für Kinder

Technische Medien bei Kindern: Computer und Video sowie Kassetten

und Schallplatten und CD

Der Zusammenhang zwischen Unterhaltung, Information und Meinungsbildung Bedeutung und Zielrichtung von kirchlichen Medien

Der Umgang mit Krankheit und Tod als Problem der Medien Gewalt und Sexualität in den Medien

c)

Altkatholischer Religionsunterricht

Allgemeines Bildungsziel:

Durch den altkatholischen Religionsunterricht sollen die zukünftigen Kindergärtner befähigt werden, den ihnen anvertrauten vorschulpflichtigen Kindern christliche Grundwahrheiten zu vermitteln und in ihnen Ehrfurcht und Liebe zu Gott und Jesus Christus zu wecken.

Die zukünftigen Kindergärtner sollen auch befähigt werden, den vorschulpflichtigen Kindern das Leben in der Kirche und das Feiern der religiösen Feste im Kirchenjahr nahezubringen.

Ziel des altkatholischen Religionsunterrichtes muß es vor allem sein, den zukünftigen Kindergärtner zu vermitteln, daß religiöser Glaube zur Sinnfindung und Selbstverwirklichung im Leben beiträgt und zu besseren mitmenschlichen Beziehungen in unserer Gesellschaft führen kann.

Spezielle Lehraufgaben:

1.

Klasse (2 Wochenstunden):

2.

Klasse (2 Wochenstunden):

3.

Klasse (2 Wochenstunden):

Aus der Geschichte des Judentums, Palästina zur Zeit Jesu, das Leben Jesu und sein Tod.

Die Urchristen, Verbreitung des Christentums.

Die ersten Konzile, Kirchenspaltung.

4.

Klasse (2 Wochenstunden):

Wir und die anderen christlichen Kirchen (Ökumenische Bestrebungen).

5.

Klasse (2 Wochenstunden):

Heiliges Amt der Gemeinde - Kindergottesdienst (Erarbeiten von Liedern und Gebeten).

Das Kindesalter in religionspädagogischer Sicht (Vorschulalter, Schulanfänger, Grundschüler, christliche Sexualerziehung, Gewissensbildung, Finden eigener Wertvorstellungen).

Praktische Übungen zur Umsetzung biblischer Geschichten für Kinder im Vorschulalter.

Didaktische Grundsätze:

Die im allgemeinen geltenden didaktischen Grundsätze sind auch für die Religionspädagogik anzuwenden, soweit deren Eigenart es zuläßt.

Insbesondere ist darauf zu achten, daß bei der Erarbeitung des Lehrstoffes dem Gespräch (Seminar) breiter Raum gegeben wird und der belehrende Vortrag nicht die vorherrschende Methode sein soll.

VI. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SCHULSTUFEN (KLASSEN),

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

A. PFLICHTGEGENSTÄNDE

1.

Pflichtgegenstände für alle Schülerinnen und Schüler

PÄDAGOGIK

(einschließlich Pädagogische Psychologie, Pädagogische

Soziologie, Philosophie)

Ziel des Unterrichtes ist es, die Schülerinnen und Schüler mit den pädagogischen Aussagesystemen, Begriffen und Methoden soweit vertraut zu machen, daß sie die für die Erziehung und Bildung des Kindes relevanten Problemkreise erkennen, beurteilen und handlungstheoretisch bzw. praxisbezogen bewältigen können, wobei sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende Aspekte zu berücksichtigen sind.

Die biologischen, psychologischen und soziologischen Grundlagen der Erziehung und Bildung (insbesondere des jungen Kindes) sind den Schülerinnen und Schülern so zu vermitteln, daß diese das individuelle Verhalten von Personen, die dynamischen Prozesse innerhalb von Gruppen und die Abhängigkeit des pädagogischen Geschehens von soziokulturellen Strukturen verstehen und daraus das eigene pädagogische Handeln verantworten lernen.

Die Schülerinnen und Schüler sind in die Kulturanthropologie und in die Geschichte der Pädagogik soweit einzuführen, daß sie eigenständig und kritisch zu ihrer aktuellen beruflichen Situation Stellung nehmen und ihren Standort innerhalb der jeweils vorherrschenden pädagogischen Strömungen beziehen können.

Sie sollen grundlegende Voraussetzungen für folgende Handlungsebenen erwerben: Zielsetzungs-, Begründungs- und Entscheidungskompetenz in unterschiedlichen pädagogischen Situationen; Verständnis von didaktisch-methodischen Zusammenhängen; Beurteilungskriterien für Erziehungs- und Bildungsmittel; Fähigkeit zur Reflexion über die Wirksamkeit von pädagogischen Maßnahmen, von Projekten und Programmen, insbesondere im Hinblick auf die Bewältigung der pädagogischen Situationen im Kindergarten.

Im Bereich der Philosophie sind die Schülerinnen und Schüler mit wesentlichen Problemen und deren Lösungsversuchen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Relevanz für pädagogische Fragestellungen und Zielsetzungen bekannt zu machen. Sie sind zum selbständigen Denken und zur kritischen Auseinandersetzung mit Wertsystemen und Normen menschlichen Seins in verschiedenen Kulturen und Epochen hinzuführen, um zu einem eigenen Welt- und Menschenbild zu gelangen.

Der gesamte Unterricht soll zur Achtung der Würde des Menschen und seiner Entwicklung, zu Toleranz, zur Wertschätzung menschlicher Leistungen führen und in der Begegnung mit dem Kind, seinen Eltern und Erziehern den entsprechenden Niederschlag finden. Er soll weiters den Zugang zu wissenschaftlichen Untersuchungen erschließen und zum selbständigen Bildungserwerb befähigen.

Einblicke in humanwissenschaftliche Fachliteratur sollen die Schülerinnen und Schüler zu vertiefter Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Ergebnissen und zu selbständigem Bildungserwerb befähigen.

Lehrstoff:

2.

Klasse:

Erstes Kennenlernen und Abgrenzen des Unterrichtsgegenstandes Pädagogik.

Erste Einsicht in Motive und Ziele des Verhaltens, Handelns und Lernens, insbesondere in das Wirken der Leistungsmotivation als Hilfe zur Gewinnung eines angepaßten Anspruchsniveaus als Schülerin bzw. Schüler.

Kennenlernen und Anwenden der Grundsätze des Lernens (schülerzentrierte Bewältigung von Lernproblemen).

Erwerben von grundlegenden Kenntnissen über das Spiel (Psychologie des Spiels: Begriff, Arten, Entwicklung; Pädagogik des Spiels:

Erziehung zum Spiel, Erziehung und Bildung durch das Spiel).

Beobachten von Kindern (mit genau umschriebener Aufgabenstellung) als Grundlage für das Erarbeiten von pädagogisch relevanten Beobachtungskriterien. Sensibilisierung für die Bedeutung der Wechselwirkung von Erzieherverhalten und Verhalten der Kinder durch Interpretation aktueller Erlebnisse und eigener Erfahrungen.

Gewinnen von ersten Einblicken in die Komplexität des Erziehungsgeschehens (konstituierende Momente, Vielfalt der im Erziehungsfeld wirkenden Kräfte). Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeiten des Kleinkindes.

Vertrautwerden mit grundlegenden Fachausdrücken und Begriffen, ausgehend von konkreten Situationen, sowie Anbahnen des Verstehens berufsbezogener Fachsprache und der Kontakte mit berufsrelevanter Fachliteratur. Im Zusammenhang damit erste Auseinandersetzung mit logischtheoretischen Denkprozessen.

Schriftliche Arbeiten:

Eine einstündige Schularbeit je Semester.

3.

Klasse:

Entwicklungspsychologie des Kindes bis zum Schulalter; Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen als Voraussetzungswissen für pädagogisches Handeln und Verstehen. Biologische Grundlagen der menschlichen Entwicklung und des Verhaltens, der Erziehung und Bildung. Grundlegende Begriffe der Ethologie. Erste Hinweise auf Auffälligkeiten in der Entwicklung.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Psychologie unter Einbeziehung der wichtigsten Erkenntnisse der Allgemeinen Psychologie, der Sozialpsychologie, der Motivationspsychologie, der Lernpsychologie, der Tiefenpsychologie.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Soziologie:

Individuum und Gruppe (Gruppenbildung, Gruppenprozesse, Gruppenstrukturen); Individuum und Gesellschaft (Individuation, Personalisation, Sozialisation, Enkulturation); soziale Rollen und soziale Schichten. Die Familie und ihre Funktionen. Institutionen (Organisation) der Erziehung und Bildung.

Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogik: Erziehung und Bildung, deren Motive und Ziele; Erziehungsmittel und -maßnahmen; Autorität und Erziehung; pädagogische Haltung und Einstellungen, Erziehungsstile. Pädagogische Analyse und Interpretation von Situationen, Beziehungen und Prozessen in der Familie und in Institutionen der Kleinkinderziehung sowie erstes Erarbeiten von Beurteilungsansätzen für pädagogisches Handeln. Rollenbild und Selbstverständnis des Kleinkindpädagogen.

Die Eigenart philosophischer Fragestellung; Zugänge zum Philosophieren.

Der Begriff vom Meschen (Anm.: richtig: Menschen) in der Philosophie; der Mensch als handelndes und erkennendes Wesen. Hinweise auf das Verhältnis der Philosophie zu anderen Phänomenen der Kultur (Religion, Kunst, Wissenschaft, Ideologie) und zu Wirtschaft und Politik. Das Problem der Wirklichkeit und ihrer Erkenntnis:

Zugänge zur Wirklichkeit (rationale und nichtrationale Erkenntnisformen). Interpretationen der Wirklichkeit (Idealismus, Materialismus). Grundbegriffe der Metaphysik, Wahrheitstheorien.

Intensivierung des Kontaktes mit Medien: Fachzeitschriften, einfache humanwissenschaftliche Lektüre, einschlägige Angebote im audio-visuellen Bereich.

Schriftliche Arbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten je Semester.

4.

Klasse:

Entwicklung, Erziehung, Unterricht und Bildung des Kindes im Grundschulalter; Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen; charakteristische Unterschiede zwischen Kleinkind und Schulkind. Einblick in Lehrplan und Unterrichtsmethoden der Vorschulstufe und der Grundschule, insbesondere der 1. und 2. Klasse.

Überlick (Anm.: richtig: Überblick) über Entwicklung Erziehung und Bildung in Vorpubertät, Pubertät und Jugendalter. Phasen der Erwachsenenalters. Lebenslanges Reifen und Lernen.

Erziehung und Bildung als kulturelles, gesellschafts- und zeitbedingtes Geschehen; Einblick in kulturanthropologisches Geschehen.

Zielsetzungen des pädagogischen Handelns; Erfassen von Erziehung und Bildung im Hinblick auf die Rangordnung der Ziele; Verwirklichung von Zielen.

Prinzipien des Verhaltenstrainings, der Gesprächsführung und der Teamarbeit.

Aufbau des Bildungswesens in Österreich einschließlich der Erwachsenenbildung. Bedeutung und Aufgaben der Erziehung und Bildung im Kindergarten im Wandel der Zeit und der Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Erfordernisse. Aufgaben einer interkulturellen Erziehung und Bildung (Kinder von Minderheiten im Kindergarten sowie das pädagogische Problem der Mehrsprachigkeit.)

Sozialpädagogische Einrichtungen.

Kritische Auseinandersetzungen mit sozialen Rollen und Schichten; die gesellschaftliche Verantwortung des Erziehers und seine standespolitische Stellung.

Psychohygiene, insbesondere im Hinblick auf den Beruf des Erziehers.

Wesentliche Dimensionen der Sprache: Kommunikations- und Zeichensysteme bei Mensch und Tier. Repräsentationsleistung der Sprache. Sprachhandlung und Sprechakt. Funktion der Sprache für die kulturelle, soziale und politische Differenzierung. Sprache und Lebensform. Sprachspiele. Probleme symbolischer Darstellung von

Erkenntnis: Formen und Funktionen von Zeichen; Begriffsbildung; Axiomatik, Deduktion, Induktion. Definieren; Argumentieren.

Probleme wissenschaftlicher Erkenntnis: Hypothesen- und Theorienbildung, Gesetzmäßigkeiten, Wahrscheinlichkeit. Qualität und Möglichkeiten der Quantifizierung; einfache und vernetzte Kausalitäten. Das Postulat der Wertfreiheit und die normativen Voraussetzungen der Wissenschaft; die Verantwortung des Wissenschaftlers.

Angemessene Beherrschung von Fachausdrücken der berufsrelevanten Humanwissenschaften.

Beurteilungskriterien für Fachliteratur. Gebrauch von

berufsrelevanten Medien.

Schriftliche Arbeiten:

Eine einstündige und eine zweistündige Schularbeit im 1. Semester.

Eine zweistündige Schularbeit im 2. Semester.

5.

Klasse:

Vertiefende Zusammenschau wesentlicher humanwissenschaftlicher Erkenntnisse an Hand von Fallstudien und Modellen unter pädagogischem Aspekt. Strukturierung der Zusammenhänge im Hinblick auf eigenständiges Darstellen, Begründen und Handeln der Schülerinnen und Schüler. Aufarbeiten von Erziehungsproblemen: Bedeutung, Ursachen, mögliche Hilfestellungen und Prophylaxe.

Konstituierende Faktoren der Persönlichkeitswerdung im Spannungsfeld der individuell-biographischen, institutionellen und epochalen Gegebenheiten. Die Bedeutung der kreativen Lebensgestaltung.

Die Vielfalt der Medien, ihr Einfluß auf die Gesellschaft und ihr Stellenwert als Erziehungs- und Bildungsmittel. Information, Kommunikation, Manipulation.

Pädagogische Aussagesysteme. Einblicke in die Geschichte der Pädagogik, Strömungen in der Gegenwart; Auseinandersetzung mit Vertretern pädagogisch relevanter wissenschaftlicher Richtungen insbesondere mit den Initiatoren institutionalisierter Kleinkinderziehung.

Methoden der wissenschaftlichen Individualitätserfassung; Persönlichkeitstheorien als Versuch zur Erfassung des Menschen und als Hilfe bei der Bewältigung von pädagogischen Aufgaben.

Kooperation mit Erwachsenen, insbesondere mit Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Berufsfeld, Lehrerinnen und Lehrern, Behördenvertretern; Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit; im Zusammenhang damit Gesetzmäßigkeiten gruppendynamischer Prozesse.

Erwachsenenbildung: Zielsetzungen, Prinzipien, Inhalte, im Hinblick auf die Persönlichkeitsentfaltung, die berufliche Weiterbildung und die Elternbildung.

Einzelne philosophische Problemstellungen: Der Zusammenhang von

Wert, Norm und Lebensform: Das Problem der Freiheit, das Problem des Guten. Moralformen, Wertvorstellungen und Gesellschaftsnormen (interkulturelle Vergleiche). Die Frage nach dem geglückten Leben.

Die Problematik des Begründens von Werten und Normen: Sein und Sollen; faktische Geltung und begründete Gültigkeit; Möglichkeiten eines unbedingten Imperativs.

Institution und Moral: Macht und Recht, Moralität und Legalität, Entscheidung und Verantwortung, Gewissen und Schuld.

Fragen der philosophischen Anthropologie: Phylogenetische und ontogenetische Zugänge zur Theorie der Menschwerdung und ihre Interpretationsmöglichkeiten. Funktion und Bild des Menschen in verschiedenen Wissenschaften, Ideologien und Religionen. Die Frage nach dem Wesen des Menschen; die Frage nach Sinn und Ziel der menschlichen Existenz.

Schriftliche Arbeiten:

Drei Schularbeiten im Unterrichtsjahr, davon zwei zweistündig und eine dreistündig; im 2. Semester nur eine Schularbeit.

Didaktische Grundsätze:

Der schülerzentrierte bzw. erfahrungsorientierte Unterricht in Pädagogik soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, die gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten in das praktische erzieherische Tun umzusetzen sowie das pädagogische Geschehen im Hinblick auf seine Strukturen und Gesetzmäßigkeiten zu durchschauen.

Daher streben Auswahl und Aufbau des Lehrstoffes keine strenge Systematik an, sondern orientieren sich am Erlebnishintergrund und an den konkreten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Dabei sind die jeweiligen Gegebenheiten der Klassengemeinschaft im Hinblick auf soziales Lernen zu berücksichtigen und entsprechende Hilfen zur Aufarbeitung von Konflikten zu geben. Die methodische Gestaltung des Unterrichtes hat auf das Abstraktionsniveau der Schülerinnen und Schüler sowie auf fächerübergreifende Themenkreise Bedacht zu nehmen. Scheinbare Wiederholungen von Lehrstoffeinheiten erklären sich aus der Tatsache, daß der Unterrichtsgegenstand Pädagogik als aufbauendes Fach zu betrachten ist; daher sind bestimmte Stoffgebiete fortschreitend auf einer jeweils höheren Ebene zu erläutern.

Repräsentative Fachliteratur ist heranzuziehen und kritisch auszuwerten. Dabei ist auf den Aufbau von Leseinteressen, Lesegewohnheiten und einer individuellen humanwissenschaftlichen wie berufsrelevanten Bibliographie Bedacht zu nehmen.

Die Konkretisierung des Pädagogikunterrichtes ist fallweise durch einschlägige Lehrausgänge und Hospitationen zu sichern.

Um die notwendige Konzentration der Pflichtgegenstände Pädagogik, Didaktik - allenfalls Heil- und Sonderpädagogik - sowie Kindergarten- und Hortpraxis zu gewährleisten, sind nachweislich Besprechungen der zuständigen Lehrerinnen und Lehrer abzuhalten.

Dem schülerzentrierten bzw. erfahrungsorientierten Ansatz entsprechend sind vor allem in der zweiten Klasse Erwartungshaltungen und Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Initiativen der Schülerinnen und Schüler sind anzuregen, aufzugreifen und in das Unterrichtsgeschehen zu integrieren. Gleichzeitig soll nicht versäumt werden, Ansätze für eine ausbaufähige Strukturierung des Lehrstoffes vorzugeben. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler zum sachgerechten Formulieren anzuleiten. Hinsichtlich der Beobachtungsaufgaben ist die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern der Unterrichtsgegenstände Deutsch (Slowenisch, Kroatisch, Ungarisch), Didaktik und Kindergartenpraxis sowie mit den Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern der Übungs- und Besuchskindergärten anzustreben. Die Formulierung des Lehrstoffes in Lernzielen weist darauf hin, daß der Pädagogikunterricht in der

2.

Klasse vor allem die Aufgabe hat, die Hinführung der Schülerinnen

In der 3. Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler zu systematischem Denken hingeführt sowie in ihrer Fähigkeit zu Begriffsbildung und in ihrem Abstraktionsvermögen gefördert werden. Parallel zur Vermittlung des entsprechenden Sachwissens sind ihnen an geeigneter Stelle Hilfen und Anregungen für die Anwendung des theoretischen Wissens auf die praktische Arbeit im Kindergarten zu geben; bei konkreten Anlässen sind sie zum Verstehen des Kleinkindes und zum kritischen Wahrnehmen des eigenen Erzieherverhaltens anzuleiten. Dabei ist deutlich zu machen, daß der pädagogische Gesichtspunkt das Wissen um Grundtatsachen aus Pädagogischer Psychologie, Pädagogischer Soziologie und Philosophie voraussetzt.

Bezüglich der biologischen Grundlagen der Entwicklung, Erziehung und Bildung ist auf den Kenntnissen aus der Biologie und Umweltkunde aufzubauen; bezüglich einer eingehenden Darstellung der Auffälligkeiten in der Entwicklung und des Erarbeitens von spezifischen Erziehungsmaßnahmen ist auf den Unterrichtsgegenstand Heil- und Sonderpädagogik zu verweisen.

Die Schülerinnen und Schüler sind zur mündlichen und schriftlichen Darstellung von pädagogischen Sachverhalten und Problemen unter richtiger Verwendung von Fachausdrücken anzuleiten. Die schriftlichen Arbeiten haben sich auf berufsspezifische pädagogische Fragestellungen zu beziehen.

Im Hinblick auf den Lehrstoff sind die 3. bis 5. Klasse als didaktische Einheit zu betrachten.

In der 4. Klasse ist besonderer Wert darauf zu legen, die Schülerinnen und Schüler zum integrativen Verstehen komplexer Prozesse aus der Sicht verschiedener Fachrichtungen zu führen, wobei der Pädagogik die Funktion einer Vermittlungswissenschaft zukommt. Darauf aufbauend sollen sich die Schülerinnen und Schüler darin üben, ursächliche Zusammenhänge im Verhalten der Kinder bzw. im pädagogischen Geschehen aufzufinden sowie die Möglichkeiten und Grenzen erzieherischer Maßnahmen zu erkennen.

Der Unterricht in der 5. Klasse hat die Aufgabe, das erworbene Wissen der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen

HEIL- UND SONDERPÄDAGOGIK

4.

Klasse:

5.

Klasse:

DIDAKTIK

(insbesondere Didaktik der Kindergarten- und

Vorschulerziehung)

1.

Klasse:

2.

Klasse:

3.

Klasse:

4.

Klasse:

5.

Klasse:

1.

Klasse:

2.

Klasse:

3.

Klasse:

4.

Klasse:

5.

Klasse:

KINDERGARTENPRAXIS

1.

Klasse:

2.

Klasse:

3.

Klasse:

4.

Klasse:

5.

Klasse:

3.

Klasse auch in zweisprachig geführten Kindergärten praktizieren.

1.

Semester anzusetzen.

DEUTSCH

(einschließlich Sprecherziehung, Kinder- und

Jugendliteratur)

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