Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über den Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule
2.7. Familie und Gruppe als Orte sozialen Lernens (A 2) Kernstoff:
Die Familie - die erste soziale Erfahrung im menschlichen Leben (A 2).
Vermittlung von Werten durch die Familie (A 4).
Familie und Gruppe als Orte der Identitätsfindung (A 1).
Aufgabe des Jugendlichen in der Familie und Gruppe (E 1).
Die Bedeutung des Kindes für die Familie (A 2).
Unvollständige Familien (E 2).
Gefährdung der Familie in der heutigen Zeit (A 2).
Kommunikationsformen in Gruppe und Familie (A 2).
Sicht und Ernstnahme familienbedingter Probleme im Leben eines Kindes (Hilfestellung aus christlichen Überlegungen) (E 2).
2.8. Gemeinschaftsbildung in Schule und Kirche (A 2, E 2) Kernstoff:
Schülererfahrungen von Gemeinschaft in Schule und Kirche (A 2, E 2).
Kirche als Gemeinschaft und Institution (D 2, E 2).
Notwendigkeit personaler Beziehungen für den Aufbau kirchlicher Gemeinschaft (B 2, E 2).
Gemeinschaftsbildung in der Schule (Schülervertretung, Freundschaften, Interessensgruppen, Schulpartnerschaft) (A 2).
Außenseiter in der Schule (A 2).
Formen der Gemeinschaftsbildung in der Kirche (E 2).
MIT JESUS IN FREIHEIT VERBUNDEN
2.9. Jesus von Nazareth in seiner Zeit und Umwelt (C 2) Kernstoff:
Biblische und außerbiblische Zeugnisse (C 2, D 2).
Jesus als historische Persönlichkeit (C 1).
Das Leben und das Land Jesu für das Kleinkind (C 2).
Gruppierungen und Parteien im Judentum zur Zeit Jesu und deren Messiaserwartungen (C 2).
Die Religionskritik Jesu (C 4).
Palästina zur Zeit Jesu (C 2).
Unterschiedliche Vorstellungen von Jesus und Erwartungen an ihn (Geschichte und Gegenwart) (A 2, D 2).
Verhältnis zwischen Judentum und Christentum (E 2).
2.10. Jesus Christus - Der Erlöser (B 4, C 4, E 2)
Kernstoff:
Jesus Christus - Gottes Sohn (B 4).
Menschen begegnen Jesus und finden in ihm Christus (B 2, E 2).
Leben, Sterben und Auferstehen als Erlösungsgeschehen (C 4, B 4).
Erlösungserfahrungen für das Kind (A 1, B 1).
Christen in der Nachfolge Jesu (E 2).
Das Jesusbild in den Evangelien (C 4).
Der Christusglaube in Geschichte und Gegenwart (D 4).
2.11. Die Bibel im Leben eines Christen (C 4, E 4)
Kernstoff:
Frohbotschaft und Zeugnis als Grundstruktur der Bibel (C 4).
Die Entstehung der biblischen Schriften (C 2).
Die Schriften des Alten und des Neuen Testaments (C 2).
Methodische Zugänge zu biblischen Texten (C 4).
Die Bedeutung der Bibel im kirchlichen Leben und im Leben einzelner Menschen (C 4, E 4).
Biblische Inhalte für Kinder (C 2).
Die Bibel als Literatur (C 2).
Wichtige bibelwissenschaftliche Informationen: Offenbarung, Kanon, Irrtumslosigkeit, Inspiration ... (B 2).
Entfaltung der biblischen Wahrheit durch das Lehramt der Kirche (B 2, C 2).
Christen leben mit und nach der Schrift (Beispiele und Formen) (E 4).
Klasse (2 Wochenstunden):
DEN GLAUBEN LEBEN - HANDELN AUS
DEM GLAUBEN
GLAUBE: URSPRUNG UND GESTALT
3.1. Zum Glauben kommen - Taufe (B 2, D 2)
Kernstoff:
Wege zum Glauben (B 4).
Die religiöse Entwicklung des Kindes (E 2).
Vermittlungsprozesse von Glauben an das Kind (E 2).
Die erste Glaubensentscheidung: die Taufe (B 3).
Jesus Christus: Grund des Glaubens (C 2).
Urvertrauen - Urangst (A 4).
Das ungetaufte Kind im Kindergarten (E 2).
Taufe und Ökumene (D 3).
Das Patenamt (E 2).
Die Kindertaufe (B 2, D 2).
Markante Glaubensgestalten für das Kleinkind (D 2).
3.2. Glaube als Haltung und Tat - Firmung (B 2, E 2) Kernstoff:
Gelebter Glaube (E 1).
Die Glaubensfähigkeit des Kindes (A 2, E 2).
Firmung als bewußte Entscheidung für den Glauben (B 1, E 1).
Leben mit dem Hl. Geist (B 2).
Mit Kindern Pfingsten feiern (D 2).
Zeichen religiöser Mündigkeit (E 4).
Der Glaube und Krisen des Glaubens (A 4).
Firmung und Pfarre (E 2).
Symbole aus der Firmliturgie (B 4).
Einheit in Glaube, Hoffnung und Liebe (E 1).
Die Beziehung des Erwachsenenglaubens zur kindlichen Glaubensfähigkeit (A 4, E 4).
GLAUBENSERFAHRUNG FÜR DAS
KLEINKIND
3.3. Schulung religiöser Grundfähigkeiten (Kräfteschulung) (A 4, B 4) Kernstoff:
Die Bedeutung der vollen Wirklichkeitserfassung für den Glauben (D 4).
Die Bedeutung des Handelns für den Glauben (E 4).
Die Bedeutsamkeit religiöser Grundfähigkeiten (zB Ehrfurcht haben, Toleranz zeigen ...) für den Glauben (A 4,D 4).
Die „Kräfteschulung” als Weg zur Glaubenserfahrung (A 4).
Methoden der Kräfteschulung (A 4).
Kräfte (= Grundfähigkeiten), die für Glaubensverhalten von Bedeutung sind (A 4).
3.4. Symbolerziehung (A 4)
Kernstoff:
Die Bedeutung der Symbole im kindlichen Leben (A 4).
Symbole im Leben des heutigen Menschen (A 4).
Vorgang der Symbolentdeckung und -verarbeitung (D 4).
Begriffserklärung und Differenzierung: Zeichen, Symbole, Verwendungsmerkmale usw. (A 4).
Vorsakramentale Erziehung (B 4).
Die Symbole in den Sakramenten (D 4).
Die Symbole in der katholischen Liturgie (D 4).
3.5. Jesusverkündung für das Kind (C 2)
Kernstoff:
Der Beziehungsaufbau zwischen Kind und Jesus (E 2, C 2).
Kindgemäße Inhalte aus den Evangelien (Auswahl, Ausmaß und Kriterien) (C 4).
Möglichkeiten des persönlichen Umgangs mit der Bibel (C 1).
Gleichnisse (Neues Testament) und Wunderberichte für die Kleinkindererziehung (C 2).
Gleichnisse und Wunder für den Glauben des Christen (C 1).
Die Herausforderung von Kreuz und Auferstehung für den Glauben (C 1).
LEBEN ALS ANTWORT
3.6. Menschenwürde und Menschenrechte (A 4, C 2, E 4) Kernstoff:
Anthropologische Begründung: Rechte und Pflichten des Menschen (A 2).
Das Recht des Menschen auf Leben (A 4).
Die Rechte und die Würde des Kindes aus christlicher Perspektive (A 4, B 4).
Gefährdung der Menschenwürde (A 2).
Die christliche Begründung der Menschenrechte und die daraus resultierenden Verpflichtungen (B 4, C 4).
Das christliche Menschenbild (B 4).
Verbriefte Menschenrechte (A 4).
Abtreibung und Euthanasie (E 4).
Das behinderte Leben (A 4).
Gefährdungen des Kindes durch die Gesellschaft (E 4).
Die Begegnung des Kindes mit dem behinderten Leben (A 2).
3.7. Das Gewissen und die Gewissensbildung des Kindes (A 4, E 4) Kernstoff:
Das Wesen und die Formen des Gewissens (A 4).
Inhalte der kindlichen Gewissensbildung (A 2).
Wege der Gewissensbildung beim Kind (A 2, E 2).
Gewissensfunktion und Gewissensentscheidung (E 4).
Gewissen und Gesetz (= soziales Gewissen).
Gewissen und Verantwortung (A 2, E 2).
Gewissenskonflikt (E 2).
Die Bedeutung des Vorbildes für das Kind (E 2).
Moralisches Lernen (Piaget - Kohlberg) (A 4).
Die Frage der Strafe (E 4).
3.8. Gott befreit zur Liebe - Dekalog und Bergpredigt (C 4) Kernstoff:
Menschliche Sehnsucht nach Befreiung und Liebe (A 4).
Das biblische Modell dieser Sehnsucht und deren Erfüllung (C 4).
Biblische Texte für das Kind, die befreiende Erlebnisse bewirken (E 4).
Gottes und Nächstenliebe (B 4, E 4).
Dekalog (C 4).
Bergpredigt (C 4).
Einübung des Kindes in christliche Gebote und Verhaltensweisen (E 2).
Möglichkeiten befreiender Erlebnisse und Schritte im Kindergarten (E 2).
Bibelwissenschaftliche Ergebnisse zu den Dokumenten der Bergpredigt und des Dekalogs (C 4).
Dekalog und Bergpredigt im Vergleich mit ähnlichen Texten aus anderen Religionen und Weltanschauungen (A 4).
BEFREIENDE ERFAHRUNGEN IM GLAUBEN
3.9. Schuld und Versöhnung (A 3, D 4, E 2)
Kernstoff:
Menschliche Erfahrungen von Heil und Unheil (A 3, B 3).
Heil- und Unheilserfahrungen in biblischen Texten, besonders in der Urgeschichte (C 4).
Texte der Urgeschichte für das Kleinkind (C 2).
Formen der Schuldbewältigung (A 2).
Bewältigung von Schuld aus dem Geist des Evangeliums (aus der Praxis Jesu und der Kirche) (C 4, D 4).
Das Bußsakrament (E 1).
Kindliche Bewältigung von „Schuld” und Fähigkeit zur Umkehr (E 2).
Die Lehre vom Teufel (D 3).
Die Bedeutung des Ablasses (D 4).
Der strafende Gott in der Erziehung (D 4).
Kollektivschuld (A 3).
Bußerziehung im Kleinkindalter (E 2).
3.10. Feste und Feiern (D 3)
Kernstoff:
Die Fähigkeit zu feiern im Menschen (A 4).
Anlässe und Bedingungen für das Feiern im Kindergarten (A 4).
Prinzipien der religiös orientierten Festgestaltung (A 4, E 4).
Der kirchliche Festkalender - seine Berücksichtigung im Kindergarten (D 4).
Der religiöse Ursprung des Festes (B 4).
Das Leben Jesu im Kirchenjahr (C 4, D 4).
Funktionen des Festes für den Glauben (B 4).
3.11. Eucharistie (B 3, D 3, E 3)
Kernstoff:
Wesen und Verständnis der Eucharistie (B 3).
Aufbau und Gestaltung der Eucharistiefeier (B 4).
Voreucharistische Erziehung (E 4).
Kinderliturgie (D 4).
Gestaltung von Kindermessen (E 4).
Der Sonntag (D 3).
Die Hinführung des Kindes zum Gemeindegottesdienst (E 2).
Vom Sabbat zum Sonntag (C 3, D 3).
Die Liturgiereform des 2. Vatikanums (D 4).
Leben mit der Eucharistie (E 4).
Klasse (2 Wochenstunden):
DER EINZELNE UND DIE GESELLSCHAFT
LEBEN IN PERSONALER BEZIEHUNG
4.1. Partnerschaft als christliches Anliegen (B 2, E 2) Kernstoff:
Charakteristika menschlicher Partnerschaft (Solidarität, Toleranz, Gleichwertigkeit, gegenseitige Anerkennung ...) (A 2, E 2).
Theologische Begründung von Partnerschaft (B 4, C 4).
Partnerschaft als christliches Anliegen im Kindergarten (E 2).
Partnerschaft in der Kirche (D 2).
Kind als „Partner” in der kirchlichen Gemeinschaft (D 2).
Gefährdungen der Partnerschaft (E 2).
Ökumene als Partnerschaft (D 2).
Verschiedengläubige Kinder im Kindergarten (D 2, E 2).
Die Bedeutung des Gesprächs für die Partnerschaft (A 2).
4.2. Sinn der Geschlechtlichkeit (A 1, D 1)
Kernstoff:
Menschliche Geschlechtlichkeit aus christlicher Sicht (A 4, E 4).
Achtung und Mißachtung des Menschen in seiner geschlechtlichen Rolle (A 1, E 1).
Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit (A 1, E 1).
Das sechste Gebot (E 4).
Christlich orientierte Geschlechtserziehung (E 2).
Aufklärungsliteratur für das Kind und deren Bewertung (A 2).
Mißbrauch menschlicher Sexualität (E 4).
4.3. Ehe und Familie (A 2, E 3)
Kernstoff:
Wesen und Sinn der Ehe (E 2).
Das Sakrament der Ehe (B 2, C 2).
Die Bedeutung der Familie für die Lebensgeschichte des einzelnen (A 4, E 4).
Die Feier der katholischen Trauung (B 2, D 2).
Voreheliche Beziehungen und nichteheliche Gemeinschaften aus der Sicht christlicher Verantwortung (E 2).
Die Wechselwirkung zwischen Kindergarten und Familie (E 2).
Ehe und Familie im Wandel der Zeit (A 4, E 2)
Verantwortung für Geschiedene und Wiederverheiratete (E 4).
Die Verantwortung der Kirche für unvollständige Familien (A 2, E 2).
Das Kind in schwierigen Familienverhältnissen (E 2).
AUSEINANDERSETZUNG MIT DER
UMWELT
4.4. Eltern als Katecheten (E 2)
Kernstoff:
Verantwortete Elternschaft (A 4).
Familie = Form der kirchlichen Gemeinschaft (D 4).
Die religiöse Entwicklung des Kleinkindes (B 2).
Die Bedeutung des elterlichen Vorbildes und der elterlichen Glaubensgeschichte für das Leben des Kindes (B 2, E 2).
Wesen der religiösen Erziehung in der Familie (E 2).
Elternarbeit in Zusammenhang mit religiöser Erziehung (E 2).
Das Kind und der elterliche Alleinerzieher (A 2).
Förderung der katechetischen Rolle der Eltern durch kirchliche Maßnahmen (D 2).
Literatur zur religiösen Erziehung (A 4).
4.5. Beruf - Arbeit - Freizeit (E 3)
Kernstoff:
Situation und Probleme der heutigen Berufswelt (A 4, E 4).
Arbeit und Beruf im Lichte der katholischen Soziallehre (A 3, C 3, E 3).
Berufsehtos des Kindergärtners (E 2).
Wert der Freizeit und ihre Gestaltung (A 4).
Bewältigung der Situation der Arbeitslosigkeit (E 3).
Freizeit als freie Zeit für andere (E 2).
Erholung des ganzen Menschen: Anliegen und Möglichkeiten (E 1).
Schöpfungsauftrag und Arbeit (C 4, E 3).
Kirchliche Berufe und Arbeitsbereiche (D 3).
Berufliche Fortbildung (E 4).
4.6. Die religiöse Erziehung im Pflichtschulalter (E 3) Kernstoff:
Die religiöse Entwicklung des Pflichtschulkindes (E 4).
Die Sozialisationsnormen im Pflichtschulalter (E 4).
Der katholische Religionsunterricht im Pflichtschulalter (B 4).
Formen kirchlicher Jugendarbeit (E 2, E 4).
Zusammenarbeit Kindergarten - Volksschule (E 2).
Lehrplan und Arbeitshilfen im Religionsunterricht der Volksschule (B 4, E 4).
Angebote kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit im Pflichtschulalter (E 4).
4.7. Soziale Gerechtigkeit (D 2, E 2)
Kernstoff:
Armut und Reichtum als Herausforderung zur sozialen Gerechtigkeit (A 2, E 2).
Entwicklung und Grundlage katholischer Soziallehre (D 2, E 2).
Sinn und Inhalt der sozialen Gerechtigkeit ( A 2, E 2).
Inhalt und Anliegen des 7. Gebotes (C 4, E 4).
Einüben sozialen Verhaltens im Kindergarten (E 3).
Auswirkungen sozialer Gegebenheiten im Kindergarten (E 4).
Sozialbewegungen und -einrichtungen in der Kirche (A 2, D 2).
Soziale Gerechtigkeit und Dritte Welt (E 4, D 4).
Auseinandersetzung mit den Sozialismen dieser Zeit (A 1).
Caritas als Lebenshaltung (E 4).
4.8. Frieden - Grundlage menschlicher Gemeinschaft (B 3, E 4) Kernstoff:
Der Wille zum Frieden als persönliche Grundhaltung (A 1, E 1).
Das Wesen der christlichen Friedensbotschaft (B 3, C 3).
Christliche Konfliktlösungsvorschläge (E 2).
Persönlichkeiten - für den Frieden engagiert (A 4, E 4).
Aktuelle Themen, wie: Gerechter Krieg, Landesverteidigung, Atomwaffe (A 4, E 4).
Friedenserziehung (A 4, E 4).
4.9. Ideologien und Weltanschauungen (A 1, D 4)
Kernstoff:
Begriffe: Weltanschauung - Weltbild - Ideologie (A 4).
Weltanschauliche Strömungen der Gegenwart und deren Beziehung zum Christentum (A 4, D 4).
Das christliche Weltbild (B 4).
Aufbau eines christlichen Weltbildes im Kind (E 4).
Glaube und Wissenschaften (in Beispielen, Unterschiede, Konflikte) (B 4).
Verschiedene Erziehungsansätze und deren Beziehung zu Religion (zB Montessoripädagogik, emanzipatorische P ...) (A 4).
Der durch Weltanschauungen herausgeforderte Glaube (A 4, B 4).
4.10. Kirche - Gemeinschaft der Getauften (D 2, E 2) Kernstoff:
Erfahrungen mit kirchlicher Gemeinschaft (D 2).
Kirche als gesellschaftliche Institution (D 2).
Biblische und lehramtliche Aussagen zur Kirche (C 4, D 4).
Kindliches Erleben von Kirche (D 4).
Kirche und Kindergarten (E 2).
Reich-Gottes-Gleichnisse (C 4).
Eine Kirche - viele Kirchen (D 4).
Das Kirchenbild im Wandel der Geschichte (D 4).
Kind und Pfarrgemeinde (E 2).
Erleben der Kirche im Gottesdienst (D 2).
Klasse (2 Wochenstunden):
LEBEN IN CHRISTLICHER
VERANTWORTUNG
RELIGIÖSE ERZIEHUNG
5.1. Religiöse Erziehung - Inhalte und Wege (E 3)
Kernstoff:
Verständnis und Ziele der religiösen Erziehung (A 3).
Wesentliche Inhalte religiöser Erziehung (B 3, C 3, D 3).
Kennzeichen kindlicher Religiosität (A 3, B 3).
Entfaltung des Religiösen im Kleinkindalter (A 3).
Vermittlungshilfen für die religiöse Erziehung (E 3).
Verantwortliche für die religiöse Erziehung (E 2).
Das Glaubenszeugnis des Erziehers (E 1).
Religiöse Weiterbildung (E 1).
Religiöse Sozialisation (A 2, B 2).
5.2. Gebetserziehung (D 1)
Kernstoff:
Gebet als wesentlicher Ausdruck des Glaubens (B 1, D 1).
Begründung für die Gebetserziehung (E 3).
Möglichkeiten der Gebetserziehung beim Kleinkind (Formen, Gebetshaltung, Sprache, Gebetszeiten usw.) (E 2).
Gebet und Gottesbeziehung (B 1, D 1).
Gebetspraxis des Jugendlichen und des Erwachsenen (Situation, Probleme, Möglichkeiten und Beispiele) (D 1, E 2).
Meditation (D 4).
Mit Kindern meditieren (E 2).
Das biblische Gebet (C 4).
Die christliche Gebetstradition (D 3).
5.3. Kind und Bibel (C 4)
Kernstoff:
Zugänge zur Bibel (C 3).
Die Bibel im Kindergarten und in der religiösen Kleinkinderziehung (E 3).
Das biblische Gottesbild (C 4).
Methoden der Bibelarbeit für das Kleinkindalter (Erzählen, Elementarisieren, Spiel ...) (C 2, E 2).
Biblische Texte in Feiern (D 4).
Gottesverkündigung durch biblische Texte und Inhalte (B 3, C 3).
Auslegungshilfen für biblische Texte (Lexika, Kommentare, Methoden) (D 4).
Bibelausgaben für das Kind (Auswahlkriterien, Beispiele) (C 2, E 2).
Elternbildung zum Thema (Bibel in der Familie) (E 2).
ZUSAMMENSCHAU CHRISTLICHEN
LEBENS UND GLAUBENS
5.4. Credo - Bezeugung des Glaubens im Wort (B 4)
Kernstoff:
Grundstrukturen und -aussagen des katholischen Credo (B 4, E 1).
Die Bedeutung des Glaubenszeugnisses für das eigene Leben und das der Umwelt (E 1).
Persönlicher und kirchlicher Glaube (D 2).
Das Glaubensbekenntnis der großen christlichen Kirchen (D 4).
Möglichkeiten eines kindlichen Glaubensbekenntnisses (E 4).
Credoformen des jungen Menschen in der heutigen Zeit (Beispiele und Einübung) (B 2).
Ursprung und Entwicklung christlicher Konfessionen - im Überblick (D 3).
Der Glaube an den Schöpfergott (C 3).
Die Ökumene (E 4).
Die Verschiedengläubigkeit im Kindergarten als erzieherische Aufgabe (E 4).
5.5. Sakramente - Bezeugung des Glaubens im Feiern (B 4) Kernstoff:
Sakramente als kirchlicher Lebensvollzug (D 4).
Der heilsanzeigende und -schaffende Charakter der Sakramente (D 4).
Die Symbolfähigkeit des Kindes (A 4).
Das Feiern von Festen (D 4, E 4).
Sakramentale Erziehung im Vorschulalter (E 4).
Inkarnatorische Grundstruktur des Heils: Christus - Kirche - Sakramente (B 2, D 4).
Heilige Zeichen und Riten in anderen Religionen (A 4).
Sakramentalien (B 4).
Feier des christlichen Brauchtums (A 4, D 4).
5.6. Diakonie - Bezeugung des Glaubens in der Tat (E 2) Kernstoff:
Menschsein in Mitmenschlichkeit (A 4).
Christsein in brüderlich-schwesterlicher Liebe: Diakonie (E 2).
Die Bedeutung des in Taten gelebten Glaubens für die Berufstätigkeit des Kindergärtners (E 2).
Die Bezeugungsfähigkeit des Kindes im Handeln (E 2).
Formen und Beispiele christlicher Diakonie heute (E 2).
Leben nach christlichen Normen (E 4).
Diakonie als individuelle und gemeindliche Verwirklichung von Glaube, Hoffnung und Liebe (E 2, C 4).
Die österreichische Caritas (E 2).
Beispiele für Diakonie in der kirchlichen Geschichte (D 2).
5.7. Leben auf die Zukunft hin (E 4)
Kernstoff:
Leben aus dem Glauben (E 2).
Die Lehre von der Zukunft (Eschatologie) (D 4).
Die Verantwortung im Beruf (E 2).
Die politische Verantwortung des Christen (E 4).
Ehe und Familie (A 4, E 2).
Ethische Verantwortung gegenüber Zukunftsproblemen der Menschheit (E 2).
Die Verantwortung für das Kind (E 2).
Persönliches Engagement in der Kirche (E 2).
Das Problem der Arbeitslosigkeit (E 4).
Evangelischer Religionsunterricht
Didaktische Grundsätze:
Der Rahmenlehrplan für den evangelischen Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist ein Lehrplan, der sich der theologischen Korrelationsmethode verpflichtet weiß. Insofern sind in diesem Lehrplan die spezifischen Anliegen evangelischer Theologie genauso berücksichtigt wie die unterschiedlichen möglichen religionspädagogischen Ansätze. Damit soll der Lehrplan für die Kindergartenpädagogik einen spezifischen evangelischen Beitrag in diesem Schultyp darstellen und es dem Lehrer ermöglichen, diesen spezifischen evangelischen Beitrag im Erziehungsanliegen der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik einzubringen und zu vertreten. Dabei wird in besonderer Weise darauf Bedacht genommen, daß die Schülerinnen und Schüler der Bildungsanstalten in doppelter Weise unterrichtet werden müssen, einerseits sollen sie für ihre persönliche und religiöse Entwicklung die notwendigen Impulse und Hilfestellungen erhalten, andererseits soll aber auch bedacht werden, daß die Schülerinnen und Schüler in Zukunft in Kindergärten arbeiten werden und von daher gefordert sind, christliche Vorstellungen, Lebensweisen und auch Inhalte vertreten sowie vermitteln zu können.
Weiters ist der Lehrplan dadurch gekennzeichnet, daß die klassischen religionspädagogischen Disziplinen wie Bibelkunde, Kirchengeschichte und so weiter nicht als eigene Themenbereiche ausgewiesen werden, sondern daß Bibel- und Kirchengeschichte sowie die anderen klassischen Gegenstandsbereiche als didaktische Prinzipien in jedem Themenfeld und in jedem Themenvorschlag vorauszusetzen sind. Dabei wird dem korrelativen Ansatz Rechnung getragen, der besagt, daß religiöse und theologische Aussagen eingebettet sein sollen in den Lebensvollzug der Lernenden und in diesem Fall auch der später Lehrenden, um auf diese Weise sowohl Daseinserhellung als auch Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Es ist also strikt davon auszugehen, daß die angegebenen Themenfelder auf einer theologischen Folie zu sehen sind, wobei diese Folie explizit ausgewiesen werden muß, weil sie in einzelnen Themenfeldern von ihrer inneren Logik her bestimmend ist. Weiters ist als didaktischer Grundsatz zu beachten, daß der/die Lehrer/in entsprechend der vorhandenen Lerngruppe aus den Themenfeldern die einzelnen Themen auswählt und von daher die Inhalte vermittelt. Diese Freiheit des Lehrers/der Lehrerin bedeutet aber gleichzeitig die Bindung an eine verantwortete Lehrstoffverteilung, die von dem/der Lehrer/in genau zu führen ist und alle Klassen zu umfassen hat. In diesem Zusammenhang soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, daß die einzelnen Themenfelder natürlich auf Grund entwicklungspsychologischer und schulpädagogischer sowie religionspädagogischer Vorgaben einzelnen Schulstufen zugewiesen werden, daß die Themenfelder aber von ihrer Konzeption her alle miteinander eng verknüpft sind und von daher ein Netzwerk ergeben, das die Beziehungen der einzelnen Themenfelder zueinander sichert und die Stringenz der Unterrichtsinhalte in ihren gegenseitigen Verknüpfungen immer wieder neu aufweist. Es sind also die einzelnen Themenfelder in ihrer schulstufenübergreifenden und allgemeinbildenden Perspektive zu sehen. Damit ist der evangelische Religionsunterricht in seinem Ansatz als fächerverbindender Unterricht definiert, der auf die Zusammenarbeit und die Impulse der anderen Lehrgegenstände in der Bildungsanstalt in der Kindergartenpädagogik hinweist. Gleichzeitig ist damit aber auch festgelegt, daß die Inhalte der einzelnen Schulstufen in aufbauender und, wie schon gesagt, in verknüpfender Weise zur Vorbereitung auf die Matura dienen. Insofern ist der evangelische Religionsunterricht zielgeleitet, um den Schülerinnen und Schülern die notwendigen Unterlagen für die Berufsberechtigung, die mit der Matura erworben wird, zu liefern.
Die Themenfelder sind nach drei übergeordnete Gesichtspunkten geordnet nämlich nach: I. Individualen Themen, II. Sozialen Themen und III. Globalen Themen. Diese Zuordnung bedeutet für die einzelnen Themenfelder eine Schwerpunktsetzung bedeutet aber nicht, daß sie sachlich, geschweige denn theologisch auf diesen Themenbereich eingeschränkt sind, sondern natürlich weisen die individualen Themenfelder genauso soziale und globale Momente auf wie dies bei den anderen Themenfeldern umgekehrt auch der Fall ist. Es wird in der didaktischen Reflexion notwendig sein, die dauernden Querverbindungen der einzelnen Themenfelder untereinander und auch der einzelnen Themenfelderbereiche zu suchen, aufzuzeigen und für die Schüler/innen transparent zu machen. Auf diese Weise wird die Kompetenz des Lehrers im Gefüge der relevanten Themenfelder einerseits und im Gefüge der übrigen Gegenstände gesichert, andererseits wird aber durch die konsequente Verarbeitung der einzelnen Themenfelder der spezifische Beitrag des evangelischen Religionsunterrichtes in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik festgeschrieben.
Schulpraktische Prinzipien
Der evangelische Religionsunterricht an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist bestimmt durch die Anzahl der Schüler/innen und daher die Möglichkeit, welche die zur Verfügung stehende Zeit dem Unterrichtsverlauf gibt. Der/die Lehrer/in hat also stärker als in anderen Gegenständen aus didaktischen Prinzipien heraus, die dargestellt worden sind, auszuwählen und den Lehrstoffverteilungsplan für die einzelne Schulstufe zu erstellen. Dabei werden die didaktischen Prinzipien, die für die anderen Gegenstände im Bereich der Bildungsanstalten gelten, zB vom Einfachen zum Komplizierten, vom Anschaulichen zum Abstrakten ebenfalls für den evangelischen Religionsunterricht gelten und von daher die Vergleichbarkeit dieses Unterrichtes mit anderen Unterrichtsgegenständen und Unterrichtsformen innerhalb der Bildungsanstalt herzustellen. Die zeitliche Begrenzung des Unterrichtes bedeutet aber keine Beschränkung in der Auswahl der Themenfelder und im Angebot der zu besprechenden Einzelthemen, sondern eine Konzentration auf wesentliche Themenfelder. Diese didaktische Entscheidung hat der/die jeweilige Lehrer/in aus schulpraktischen Erwägungen, die von der pädagogischen Soziologie, Psychologie und von der Lernpsychologie her begründbar sein müssen, zu treffen. Damit soll das Prinzip der Schülerorientierung des Unterrichtes besonders noch einmal angesprochen werden, weil natürlich der evangelische Religionsunterricht stark motivierenden Charakter hat und von daher auf die intensive Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler angelegt ist. Insofern bietet sich auch als ein Bereich der didaktischen Entscheidung die Möglichkeit an, die Mitbestimmung der Schüler/innen bei der Reihung der einzelnen Themenfelder und bei der Auswahl konkreter Themen zu fördern. Gleichzeitig sind die angegebenen Themen im Rahmen der Themenfelder entsprechend der schulpädagogischen Situation zu modifizieren oder zu erweitern; allerdings unter Bedachtnahme auf die vorangestellten Lernziele. Die vorangestellten Lernziele in jedem Themenbereich nehmen das grundsätzliche didaktische Anliegen wieder auf, indem sie einerseits den daseinsauslegenden und daseinserhellenden Aspekt betonen (Lernziele 1-4) und andererseits aber auch den berufspraktischen Aspekt (Lernziel Nr. 5) jeweils aufnehmen.
Praktische Unterrichtsgestaltung
Die Frage nach der praktischen Unterrichtsgestaltung, die gewählte Methode und der Einsatz von Medien und anderen Lehr- und Lernmitteln richtet sich nach den oben genannten didaktischen Kriterien. Es soll also zwischen didaktischen Vorüberlegungen und deren Umsetzung in praktische Unterrichtsarbeit mit Hilfe von methodischen Hilfsmitteln unterschieden werden. Die jeweiligen methodischen Ansätze werden sich nach den didaktischen Überlegungen richten und nicht umgekehrt. Dabei ist das Prinzip der Schülerorientierung ein weiteres Mal zu beachten, damit einerseits sowohl Unter- wie auch Überforderungen vermieden werden und andererseits die Aktualität und Lebendigkeit des evangelischen Religionsunterrichtes nicht aufs Spiel gesetzt wird. An dieser Stelle wird die pädagogische Arbeit des Lehrers nach der Erstellung des verantworteten Lehrstoffverteilungsplanes ihre weitere Aufgabe erhalten, nämlich die adäquaten Unterrichtsmittel für den Unterricht zur Verfügung zu stellen, wobei Unterrichtsmittel grundsätzlich so zu wählen und einzusetzen sind, daß durch sie die zunehmende Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler gewährleistet wird. Gerade hier wird das fächerverbindende Denken, das dem evangelischen Religionsunterricht zugrunde liegt, seine besondere Bedeutung haben, weil der Lehrer bzw. die Lehrerin sich von dem methodischen Vorgaben der anderen in der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik gelernten Gegenstände inspirieren läßt. Die allgemeinen didaktischen Grundsätze für den Gesamtlehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik bieten hierfür die besten Voraussetzungen.
Übersicht über die Themenfelder des Lehrplans
I. Individualer Aspekt
Frage nach Gott
Glück und Leid
Gewissen
Lebensgeschichte
Wahrheit und Lüge
Hoffnung
Glauben „lernen”
II. Sozialer Aspekt
Die Bedeutung der Gemeinschaft
Religiöse Ausdrucksformen
Beziehungen
Leben in Kirchen und Konfessionen
Fremde Kinder
Spiele und Feste
Glauben „lehren”
Macht
III. Globaler Aspekt
Arbeit und Leben
Leistung
Freizeit
Friede
Gerechtigkeit
Leben
Medien
Themenfelder geordnet nach Schulstufen
Klasse
Klasse
Klasse
Klasse
Klasse
THEMENFELDER
Die Frage nach Gott
Gottesvorstellungen und entsprechende Anbetungsformen kennen.
Die Formen von Religionskritik, Atheismus und religiöse Indifferenz kennen und miteinander in Beziehung setzen können.
Motive für einen christlichen Gottesbegriff und eine christliche Gotteserfahrung sowie den daraus folgenden Glauben erwägen und darstellen können.
Eine eigene Stellung zu Gottesbildern und Glaubenserfahrungen gewinnen können.
Die Bedeutung von Gottesvorstellung, Glauben an Gott und der entsprechenden Sozialisation bzw. Erziehung darstellen und beurteilen können.
Mögliche Themen
Religion und Religionskritik (Feuerbach, Freud, Nitzsche, Marx, Sartre)
Die Gottesvorstellungen in Kindergebetsbüchern
Die Gottesvorstellungen und Formen des Gottesglaubens in den Veröffentlichungen zum Kindergottesdienst
Die Gottesvorstellungen der kirchlichen Feste
Probleme beim Erzählen von Gott
Eltern - Gott und Kinder - Gott
Formen der Anbetung und des kindgemäßen Gebetes
Gott: der Schöpfer - der Vertraute - der Tröster - der Helfer
Die Frage nach Leid, Schmerz und Ungerechtigkeit im Leben der Kinder
Religiöse Stereotypen
Glück und Leid
Persönliche Glücksvorstellungen einordnen können.
Den Zusammenhang zwischen Glück und Wohlbefinden und die daraus entstehende Lebensauffassung darstellen können.
Glück und Leid als Gegensatzpaar in Weltanschauungen erkennen und als Grundlage theologischer Anthropologie ausführen können.
Möglichkeiten und Grenzen des Wunsches nach dem persönlichen Glück darstellen können.
Weinen und Lachen bei Kindern verstehen können.
Mögliche Themen
Die Frage nach dem Lustgewinn
Geschenke und Liebe: Quellen allen Glücks?
Widerspruch und Widerstand - Ursachen für Leid
Regeln, Ordnungen und Grundeinstellungen als Begrenzungen und Hilfen menschlichen Lebens
Erzieherisches Handeln und Freiheitsstreben von Kindern
Die Frage nach dem Tod im Leben von Kindern
Familie: Glück für das Kind - keine Familie: Unglück für das Kind?
Umgang mit kindlichen Vorbildern
Glück in Werbung oder Spiel
Glück im Leben der Kinder
Gewissen
Die Bereiche des Guten und des Bösen benennen und nach den Begründungen für gutes Handeln und böses Handeln fragen können.
Die Freiheit menschlichen Handelns darstellen können.
Gewissen als Widerspruch zwischen Zielen und Wirklichkeit darstellen können.
Den christlichen Glauben als Dialektik des Handelns darstellen können.
Die Schuldproblematik im menschlichen Leben erkennen und akzeptieren können.
Unschuld und Schuld in der Gewissenserziehung bei Kindern darstellen können.
Mögliche Themen
Das Böse als Thema in der Literatur
Das Böse als Erfahrung in der Geschichte
Das Böse, ein verfehlter Begriff (Verhaltensforschung, Gesellschaftstheorien usw.)
Die Frage nach dem guten Menschen (Beispiele aus der Literatur) „Das Dichten und Trachten des Menschen ist böse von Jugend an” Strafe bei Kindern
Die Frage von Gut und Böse in den Märchen
Gewalt in der Erziehung
Gewalt in Beziehungen
Mut zum Widerstand
Lebensgeschichte
Die verschiedenen Wege der Identitäsbildung (Anm.: richtig: Identitätsbildung) aufzeigen können.
Lebensgeschichtliche Voraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten für Heranwachsende darstellen können.
Vorstellungen von unterschiedlichen Arten der Lebensgestaltung aufzählen und ihre Begründungen benennen können.
Die Möglichkeiten der Selbstbestimmung erkennen und deren christliche Motivation aufzeigen.
Die Lebensgeschichte von Kindern darstellen und die Möglichkeiten erzieherischen Einwirkens benennen können.
Mögliche Themen
Die Begründungen und die Folgen unterschiedlicher Erziehungsstile Lebensmöglichkeiten, Lebensinhalte und Statussymbole
Der ganz normale Alltag: Lebensläufe von Kindern
Die Frage nach Leistung und Belohnung
Wenn Kinder einmal erwachsen werden
Spiele für Kinder und die damit vermittelten sozialen Beziehungen
Bücher für Mädchen, Bücher für Buben: Welche Verhaltensmuster
werden vorgegeben?
Bilderbücher, die Lebensläufe schildern
Die Kinder und die Alten: Zwei Seiten der gleichen Sache?
Spiel, Tanz und Gebet: Reservate menschlichen Handelns?
Gottesdienst für Kinder: Gott für die Kleinen - Gott für die Großen
Wahrheit und Lüge
Die Frage nach der Wahrheit als Frage nach zuverlässigen Leitlinien für das Leben verstehen.
Verschiedene Theorien der Wahrheit miteinander in Beziehung setzen können.
Glaube auf dem Hintergrund der Frage nach der Wahrheit betrachten können.
Die Bedeutung der Wahrheit für Glauben und Existenzfragen darstellen können.
Wahrheit und Lüge - Geschwister der gleichen Sache?
Mögliche Themen
Die Wahrheitsfrage in der Literatur
Wahrheit - nur eine Frage des Standpunktes
Lüge in Kinderkatechismen und religiöser Kinderliteratur
Das Verhältnis von Glaube, Wahrheit und Vertrauen bei Kindern Fehler menschlichen Verhaltens und die Angst vor den Folgen „Notlüge”
Wahrheit und Lüge in Märchen und Sagen
Streit um die Wahrheit als Zusammenhang von Einsicht, Liebe und Vertrauen
Durchsetzungswillen
Die Anthropologie der Lüge
Meine phantastische Welt
Ich baue ein neues Paradies
Hoffnung
Zukunftsentwürfe und deren Bedeutung für gegenwärtiges Handeln darstellen können.
Hoffnung als tragenden Sinn erkennen.
Weltprobleme und die Chancen ihrer Lösung benennen können.
Den christlichen Begriff Hoffnung beschreiben und auf das eigene Leben hin befragen können.
Den Begriff Hoffnung als Grundaussage für das Leben von Kindern benennen können.
Mögliche Themen
Utopien und künftige Weltvorstellungen
Die Bedeutung der Offenbarung und der Apokalypse
Das Prinzip Hoffnung und seine Bedeutung für die politische
Diskussion
Stadtplanung: Kindergärten und Spielplätze
Hoffnung in Theaterstücken für Kinder
Kinder als Zeichen der Hoffnung
Glauben „lernen”
Glaubensformen kennen und unterscheiden können.
Glaubensbegriffe miteinander vergleichen und gegeneinander abwägen können.
Den evangelischen Glaubensbegriff definieren und in seinen Folgewirkungen darstellen können.
Den Zusammenhang von „Kopf-Herz-Hand” beschreiben können.
Glaubenswelten von Kindern beobachten und beschreiben können.
Mögliche Themen
Methoden der Bibelauslegung
Offenbarungs- bzw. Buchreligionen
Literatur über die Bibel
Das Entstehen dogmatischer Aussagen
Schrift als Bekenntnis - Bekenntnisschriften
Glaube ist Mut und Vertrauen
Das Lebensmodell Jesu
Die Bedeutung der Gemeinschaft
Die Erwartungen an und die Verbindlichkeit für menschliche Beziehungen darstellen können.
Die Bedeutung der Gemeinschaft als Ausdruck grundsätzlicher anthropologischer Aussagen.
Die Ausformungen des Gemeinschaftsbegriffes und das jeweils daraus resultierende Menschenbild in religiösen Gruppierungen darstellen können.
Auffassungen des Gemeinschaftsbegriffes darstellen können und den eigenen Standpunkt dazu nennen können.
Die Bedeutung von Gemeinschaft in der Biographie von Kindern.
Mögliche Themen
Die Krise des Gemeinschaftsbegriffes in den verschiedenen Kulturen und in verschiedenen politischen Strukturen
Freunde, Gegner und Feinde bei Kindern Spielgemeinschaften als Probe für Lebensgemeinschaften
Die Anforderungen verschiedener Gemeinschaften für den Einzelnen Was will ich von der Gemeinschaft?
Das Mitmachen bei Gebeten, Feiern und Festen
Außenseiter und Insider
Die Gemeinschaft der Glaubenden - Gemeinschaft von Kindern
Die Bedeutung der Familienstrukturen für die Gemeinschaft
Kindergarten, Kinderspielplätze und Wohnbau
Die Frage nach dem Teilen und nach dem Eigentum
Religiöse Ausdrucksformen
Formen religiöser Äußerungen beschreiben, einordnen und verstehen können.
Religiöse Transzendenzerfahrungen in der Alltagssprache und in der Alltagssprache und in der Lebenswelt hören und verstehen können.
Die Schwierigkeiten in der Übereinstimmung von religiösen Ausdrucksformen und christlichen Grundaussagen darstellen können.
Grundformen für religiöse Sprache entwickeln können.
Kinder in ihren religiösen Bedürfnissen verstehen und fördern können.
Mögliche Themen
Religiöse Ausdrucksformen und Erscheinungsformen wie zB New Age,
Esoterik, Okkultismus
Die Alltagssprache in ihrer religiösen Bedeutung
Die religiöse Erziehung durch die Eltern
Wie sind die Eltern religiös erzogen worden
Die Bedeutung von Glaubensbekenntnissen, Gebeten und festen Formeln
Die Frage nach der privaten und nach der öffentlichen Frömmigkeit
Die Frage nach Gott im Lebenshorizont der Kinder
Die Frage von Schöpfung und Umwelt im Verständnishorizont von Kindern
Die Bedeutung kirchlicher bzw. religiöser Feiertage
Die Frage nach der Religion als Frage nach Bindung und Freiheit Religiöse Entwicklungsstufen im Leben der Kinder
Vater- und Mutterstrukturen in der heutigen Gesellschaft
Die Bedeutung von Symbolen
Beziehungen
Bekannte und neue Formen des Zusammenlebens darstellen können.
Die sozialen und psychologischen Voraussetzungen für neue Lebensformen darstellen können.
Die Option der Gesellschaft für bestimmte Gemeinschafts- und Lebensformen argumentieren können und mit dem biblischen Menschenbild in Beziehung setzen.
Die eigenen Beziehungswünsche und Beziehungslosigkeiten reflektieren und begründen können.
Die Beziehungen unter Kindern bzw. zwischen Kindern und Erwachsenen beschreiben können.
Mögliche Themen
Die Bedeutung der Freundschaft für das Leben
Sexualität als Liebe - Leistung - Tabu?
Kindliche Sexualität und deren Bedeutung für die Entwicklung
Kinder und Geschwister
Kinder in familiären Strukturen
Die Beziehungen von Kindern zu Neugeborenen
Die Eheauffassungen der christlichen Konfessionen Kraft, Stärke und Gewalt in menschlichen Beziehungen Kampfspiele und Sozialisationsspiele für Kinder
Egoismus, Durchsetzungsvermögen und Verzicht als soziale Tugenden?
Leben in Kirchen und Konfessionen
Die Ausformung religiöser Anschauungen in christlichen Konfessionen darstellen können.
Grundsätzliche Unterschiede der verschiedenen Konfessionen kennen.
Die Gemeinsamkeiten der Konfessionen darstellen können und ihren Beitrag zur Lösung von übergreifenden Sachfragen beschreiben können.
Den eigenen konfessionellen Standpunkt als Beitrag zu der einen Welt artikulieren können.
Die Konfessionsgebundenheit von Kindern und Eltern kennen und damit umgehen können.
Mögliche Themen
Die Entstehung der verschiedenen Konfessionen
Evangelisch-Katholisch im Alltagsleben
Wie erleben Kinder die unterschiedlichen Kirchen
Die Wünsche von Kindern an ihre Kirchen
Kinderkirche gegen Erwachsenenkirche
Die Bedeutung des Sonntages
Mission als Utopie der einen Weltfamilie
Grundzüge für einen Katechismus der Kinder
Die Frage nach der Taufe
Die Rolle von Mann und Frau in den Kirchen
Konfessionelles Selbstbewußtsein
Fremde Kinder
Wahrnehmen, daß es in der Umwelt verschiedene Gruppen gibt, die selber und deren Kinder benachteiligt sind.
Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als gesellschaftliche Aufgabe erkennen.
Das Einsetzen für benachteiligte Gruppen als Humanitätsbeitrag des Christentums argumentieren können.
Bereitschaft für den Einsatz für andere Gruppen und Benachteiligte in unserer Gesellschaft entwickeln.
Durch den Kontakt mit fremden Kindern fremde und eigene Kulturen kennenlernen.
Mögliche Themen
Ausländerkinder in der Umwelt
Mädchenerziehung in verschiedenen Kulturen
Erziehung von Buben in verschidenen (Anm.: richtig: verschiedenen)
Kulturen
Rolle von Mann und Frau in verschiedenen Kulturen und Religionen Küche und Eßgewohnheiten in anderen Kulturen
Wohnen und leben von Fremden in unserer Gesellschaft Freuden und Leiden von Fremden und Randgruppen in unserer
Gesellschaft
Gastfreundschaft als biblischer Auftrag
Spiele und Feste
Spiele und Feste als Ausdrucksformen menschlicher Gemeinschaft beschreiben können.
Spiele und Feste als Entfaltung menschlicher Fähigkeiten und Lebensfreude ausdrücken können.
Spiele und Feste als Ausdrucksformen von Gotteserfahrungen in unserer Gesellschaft darstellen können.
Bereitschaft entwickeln, mit Spielen und Festen entsprechend ihren Spielregeln und ihren Formen umzugehen.
Spielen mit Kindern einüben und weiterführen.
Mögliche Themen
Die Bedeutung von Sport und Spiel für Kinder
Die Bewegung für Kinder als Abbau von Aggressionen
Der Einzelne und die Gemeinschaft im Spiel
Erwünschte und unerwünschte Spiele
Spiele und Feste als Zeichen von Sensationslust
Die Vermarktung von Spielen und Festen
Die Bedeutung von Spielen und Festen in der Politik
Feste in der Kirche
Spiele in Religion und Kirche
Lebensfeste: Taufe, Geburtstag, Weihnachten, Ostern
Besondere Feste im Jahr: Feste von Vereinen, Geburtstagsfeste und
anderes
Die Ritualisierung von christlichen Festen
Tanz, Bewegung und Animation bei Spielen und Festen Feste und Spiele als Einübung in Alltagserfahrungen Spiele, Feste und Feiern in Kinderbüchern
Literatur über Spiele und Feste und deren Intentionen
Der Wunsch nach Harmonie und die Erfahrung des Spielverderbers Spiel, Tanz und (Anm.: richtig: Ekstase) Extase
Lieder und Psalmen in der Bibel
Glauben „lehren”
Die Problematik der Vermittlung von Religion beschreiben können.
Lehraussagen verschiedener Religionen zueinander in Beziehung setzen können.
Die Differenz von Lehraussagen und Lebensvollzug beschreiben können.
Lehraussagen der christlichen Kirchen sichten und beurteilen können.
Lehraussagen mit Lebensäußerungen von Kindern verbinden und beurteilen können.
Mögliche Themen
„Klassische” evangelische Pädagogik
Konzepte evangelischer Religionspädagogik
Der Zusammenhang von Didaktik und Methodik
Die Frage des Kinderabendmahls
Religiöse Sprache und Alltagssprache
Das Erzählen von biblischen Geschichten
Fragen und zweifeln als Wege des Glaubens
Bausteine für einen Katechismus für Kinder
Macht
Die Schüler sollen Machtstrukturen im persönlichen und im gesellschaftlichen Bereich benennen können.
Die Schüler sollen den biblischen Begriff der Macht und den politischen Machtbegriff diskutieren können.
Die Schüler sollen Ohnmachtserfahrungen in ihrer Lebenswelt benennen und darstellen können.
Die Schüler sollen den Zusammenhang von Macht, Autorität und Freiheit diskutieren können.
Die Schüler sollen Machtmißbrauch an und Ohnmacht von Kindern darstellen können.
Mögliche Themen
Wenn ich krank bin, dann bete ich
Mein Kuscheltier versteht mich
Der Umgang von Kindern mit ihren Spielsachen
Sieger und Verlierer beim Spiel
Geprügelte und mißbrauchte Kinder
Wenn du mein Freund sein willst, dann ...
„Unsere Kinder sollen es besser haben”
Mein Vater ist der Stärkste
Was ich alles nicht darf
Wenn ich groß bin, dann werde ich
Arbeit und Leben
Die verschiedenen Konzeptionen und Konstellationen von Arbeit kennen.
Erkennen, daß die Verteilung und Entlohnung von Arbeit sowie die Freizeit in gesellschaftlicher Verantwortung zu betrachten sind.
Den Vergleich von Vorstellungen über Arbeit und Beruf im christlichen und nichtchristlichen Bereich ziehen können.
Die eigene Einstellung zu Arbeit, Beruf und Freizeit kritisch argumentieren können.
Die Fragen von Arbeit, Freizeit und Beruf in bezug auf das Leben darstellen können.
Mögliche Themen
Mögliche Berufswünsche von Kindern
Arbeit von Eltern - Leben in der Familie
Arbeit als Last und Abhängigkeit
Arbeit als Dienst in der Gemeinschaft
Der Zusammenhang von Arbeit, Ruhe und Feier in Familienstrukturen
„Arbeit” von Kindern und deren Bedeutung für die Erwachsenen
Leben nur am Wochenende?
Freizeit und Spiel
Arbeitslosigkeit von Eltern in ihren Auswirkungen auf Kinder
Die Bedeutung des Geldes für Kinder und für Erwachsene
Die arbeitenden Eltern - die alleingelassenen Kinder Sabbatgebote
Leistung
Formen, Motive und Auswirkungen des Leistungsdenkens aufzeigen können.
Arbeit und Leistung darstellen und argumentieren können.
Den Zusammenhang zwischen Rechtfertigungslehre und Leistungsdenken darstellen und argumentieren können.
Leistung im Arbeits- und Lebensbereich einsetzen lernen.
Die Leistungserwartung an Kinder darstellen und argumentieren können.
Mögliche Themen
Leistung und Leistungserwartung in Schule und Arbeitswelt
Der Zusammenhang zwischen Leistung und Anerkennung bzw. Selbstbewußtsein
Kindliche Leistung im Gegensatz zur Erwachsenenleistung
Die Kinderwelt in Zeichnungen und Bastelergebnissen im Bezug auf Leistungsanforderungen von Eltern
Kindliches Leistungsvermögen und elterliche Leistungserwartungen
Der Zusammenhang zwischen Leistungszwang und Leistungsfreude Fehlformen von Leistung im religiösen Bereich
Fehlformen von Leistung im sozialen Bereich
Luthers Rechtfertigungslehre angewendet auf Kinder
Freizeit
Erkennen, daß sinnvolle Freizeitgestaltung das große Problem der Zeit ist.
Freizeit als Möglichkeit für Selbstfindung und Selbstentfaltung des Menschen argumentieren können.
Die Chancen erkennen, in der Freizeit Lebensqualität und damit Lebenssinn zu gewinnen.
Die Arten von Freizeitgestaltung einander gegenüberstellen können.
Sinnvolle Freizeitangebote für Kinder nennen können.
Mögliche Themen
Die Bedeutung der manuellen Fähigkeiten für die Freizeitgestaltung von Kindern
Spiel als Teil der Freizeit von Kindern und Erwachsenen
Kinderwünsche als Wirtschaftsfaktor
Die Bedeutung der Medien im Freizeitbereich
Die Gestaltung von Urlaub und Ferien
Freizeitverhalten der Familie und Bedürfnisse von Kindern
Theater und Spiel als Freizeitangebot für Kinder
Die Bedeutung von Religion im Freizeitangebot
Das Verständnis von Zeit als geschenkter Zeit
Die Zeit der Ruhe als Impuls für das tägliche Leben
Die Bedeutung von Gesellschafts-, Familien- und Kinderspielen
Die automatisierten Spielzeuge für Kinder
Das Spielen von biblischen Geschichten
Der Sonntag
Friede
Die unterschiedlichen Interpretationen für Gewalt und die daraus folgende Diskussion um den Friedensbegriff kennen.
Die Bedingungen und Möglichkeiten der Gewaltverminderung bzw. Gewaltfreiheit in sozialen und internationalen Bezügen argumentieren können.
Aus der Reich-Gottes-Botschaft Maßstäbe für ein friedensgeleitetes Handeln erarbeiten können.
Die Bereitschaft erproben, bei Konfliktlösungen konstruktiv mitzuwirken.
Die Konfliktfähigkeit von Kindern kennen und die Versöhnungsbereitschaft fördern lernen.
Mögliche Themen
Der Unterschied zwischen sinnvollen und sinnlosen Konflikten Streiten können unter Geschwistern
Streiten können in der Familie Konfliktlösungsmodelle nationaler und internationaler Art kennen
Die Pflicht des Widerstandes gegen Ungerechtigkeit Gerechtigkeitsempfinden von Kindern
Krieg spielen und Frieden stiften
Aggressionen unter Kindern
Gewalt gegen Kinder
Die Bedeutung der Autorität im Leben von Kindern und Heranwachsenden
Der Zusammenhang zwischen Ordnung, Disziplin und mögliche Gewalt
Die Gewaltlosigkeit Jesu gegenüber seinen Feinden
Der gewaltfreie Widerstand in der christlichen und hinduistischen Tradition
Die Verheißung des ewigen Friedens
Aggression als Grundzug der menschlichen Natur
Erziehungstheorien und deren Beurteilung von Gewalt
Die Rolle der Kirchen als Friedensstifter
Krieg, Leid und Tod in Darstellungen von Kindern
Schalom für Dorf und Stadt
Gerechtigkeit
Die Auseinandersetzungen um die Frage der Menschenrechte darstellen können.
Das Eintreten für die Menschenrechte in ihrer Verbindung mit der Wahrung der Menschenwürde argumentieren können.
Die Aussagen der christlichen Tradition für die Diskussion um Menschenrechte und Menschenwürde darstellen können.
Die Bereitschaft entwickeln, sich selber für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen.
Erkennen, daß die pädagogische Arbeit mit Kindern in den Bereich der Wahrung der Menschenrechte einzuordnen ist.
Mögliche Themen
Die Menschenrechtserklärung und die Zehn Gebote
Sklaverei
Das Zusammenleben und das Zusammenwirken der verschiedenen Rassen
und Kulturen
Die Bedeutung der Fremden in der Gesellschaft
Kinder verschiedener Kulturen feiern Feste miteinander
Freiheit der Religionsausübung als Grundrecht
Die Arbeit von Menschenrechtsgruppen
Kinder als Leidtragende von politischer Gewalt
Kinder in der Dritten Welt
Die Bedeutung der Vorurteile
Menschenrechtserziehung in Kindergarten und Familie
Der offene und der verdeckte Rassismus
Leben
Die Umwelt als Verhältnis zwischen Natur und Mensch beschreiben können.
Alternative Vorstellungen zum Mensch - Naturverhältnis erarbeiten und argumentieren können.
Die Schöpfungstheologie als einen verantwortlichen Umgang mit der Natur erarbeiten und argumentieren können.
Die Bedeutung der Lebensgestaltung für Mensch, Natur und Umwelt darstellen können.
Das Engagement für den Schwachen in der Gesellschaft darstellen und argumentieren können.
Mögliche Themen
Die menschliche Ausbeutung der Natur
Die Bedeutung der Natur für die Kinder
Wasser, Luft und Sonne: Lebensgrundlage für die kommende Generation
Fortschrittsgläubigkeit als Voraussetzung für die technologische
Naturbeherrschung
Die Ehrfurcht vor dem Leben
Naturverständnis von Indianern, des Hinduismus und anderer
Traditionen kennen
Behinderte Kinder - bewahrte Kinder?
Bruder und Schwester - Lebenswirklichkeit oder Begriffe
Kinder bauen eine neue Welt
Verantwortlicher Umgang mit Mensch und Natur
Die biblische Schöpfungslehre
Die Aufgabe des Menschen in der Schöpfungstheologie
Der Mensch als Ebenbild und Geschöpf Gottes
Der „neue Mensch” als Zeichen für die Befreiung der Schöpfung Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit
Medien
Die Wirkungsmöglichkeiten der Massenmedien beschreiben und argumentieren können.
Die Einflüsse analysieren können, welche die Medien auf die Lebensführung haben.
Die Medienangebote auf ihre weltanschaulichen Grundhaltungen hin befragen und beurteilen können.
Mit den Kommunikationstechniken konstruktiv und kritisch umgehen können.
Die Wirkungsweise von Medien auf Kinder darstellen und beurteilen können.
Mögliche Themen
Die Medien in der Familie
Kind und Fernsehen
Kind und Buch, Kinderbuch, Kinderzeitung und Zeichnung
Kind und Theater
Kind und Musik
Kind und Werbung, Kinder in der Werbung
Gebetbücher für Kinder
Bibelausgaben für Kinder
Vorlesebücher für Kinder
Technische Medien bei Kindern: Computer und Video sowie Kassetten
und Schallplatten und CD
Der Zusammenhang zwischen Unterhaltung, Information und Meinungsbildung Bedeutung und Zielrichtung von kirchlichen Medien
Der Umgang mit Krankheit und Tod als Problem der Medien Gewalt und Sexualität in den Medien
Altkatholischer Religionsunterricht
Allgemeines Bildungsziel:
Durch den altkatholischen Religionsunterricht sollen die zukünftigen Kindergärtner befähigt werden, den ihnen anvertrauten vorschulpflichtigen Kindern christliche Grundwahrheiten zu vermitteln und in ihnen Ehrfurcht und Liebe zu Gott und Jesus Christus zu wecken.
Die zukünftigen Kindergärtner sollen auch befähigt werden, den vorschulpflichtigen Kindern das Leben in der Kirche und das Feiern der religiösen Feste im Kirchenjahr nahezubringen.
Ziel des altkatholischen Religionsunterrichtes muß es vor allem sein, den zukünftigen Kindergärtner zu vermitteln, daß religiöser Glaube zur Sinnfindung und Selbstverwirklichung im Leben beiträgt und zu besseren mitmenschlichen Beziehungen in unserer Gesellschaft führen kann.
Spezielle Lehraufgaben:
Klasse (2 Wochenstunden):
Klasse (2 Wochenstunden):
Klasse (2 Wochenstunden):
Aus der Geschichte des Judentums, Palästina zur Zeit Jesu, das Leben Jesu und sein Tod.
Die Urchristen, Verbreitung des Christentums.
Die ersten Konzile, Kirchenspaltung.
Klasse (2 Wochenstunden):
Wir und die anderen christlichen Kirchen (Ökumenische Bestrebungen).
Klasse (2 Wochenstunden):
Heiliges Amt der Gemeinde - Kindergottesdienst (Erarbeiten von Liedern und Gebeten).
Das Kindesalter in religionspädagogischer Sicht (Vorschulalter, Schulanfänger, Grundschüler, christliche Sexualerziehung, Gewissensbildung, Finden eigener Wertvorstellungen).
Praktische Übungen zur Umsetzung biblischer Geschichten für Kinder im Vorschulalter.
Didaktische Grundsätze:
Die im allgemeinen geltenden didaktischen Grundsätze sind auch für die Religionspädagogik anzuwenden, soweit deren Eigenart es zuläßt.
Insbesondere ist darauf zu achten, daß bei der Erarbeitung des Lehrstoffes dem Gespräch (Seminar) breiter Raum gegeben wird und der belehrende Vortrag nicht die vorherrschende Methode sein soll.
VI. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,
AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SCHULSTUFEN (KLASSEN),
DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
A. PFLICHTGEGENSTÄNDE
Pflichtgegenstände für alle Schülerinnen und Schüler
PÄDAGOGIK
(einschließlich Pädagogische Psychologie, Pädagogische
Soziologie, Philosophie)
Ziel des Unterrichtes ist es, die Schülerinnen und Schüler mit den pädagogischen Aussagesystemen, Begriffen und Methoden soweit vertraut zu machen, daß sie die für die Erziehung und Bildung des Kindes relevanten Problemkreise erkennen, beurteilen und handlungstheoretisch bzw. praxisbezogen bewältigen können, wobei sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende Aspekte zu berücksichtigen sind.
Die biologischen, psychologischen und soziologischen Grundlagen der Erziehung und Bildung (insbesondere des jungen Kindes) sind den Schülerinnen und Schülern so zu vermitteln, daß diese das individuelle Verhalten von Personen, die dynamischen Prozesse innerhalb von Gruppen und die Abhängigkeit des pädagogischen Geschehens von soziokulturellen Strukturen verstehen und daraus das eigene pädagogische Handeln verantworten lernen.
Die Schülerinnen und Schüler sind in die Kulturanthropologie und in die Geschichte der Pädagogik soweit einzuführen, daß sie eigenständig und kritisch zu ihrer aktuellen beruflichen Situation Stellung nehmen und ihren Standort innerhalb der jeweils vorherrschenden pädagogischen Strömungen beziehen können.
Sie sollen grundlegende Voraussetzungen für folgende Handlungsebenen erwerben: Zielsetzungs-, Begründungs- und Entscheidungskompetenz in unterschiedlichen pädagogischen Situationen; Verständnis von didaktisch-methodischen Zusammenhängen; Beurteilungskriterien für Erziehungs- und Bildungsmittel; Fähigkeit zur Reflexion über die Wirksamkeit von pädagogischen Maßnahmen, von Projekten und Programmen, insbesondere im Hinblick auf die Bewältigung der pädagogischen Situationen im Kindergarten.
Im Bereich der Philosophie sind die Schülerinnen und Schüler mit wesentlichen Problemen und deren Lösungsversuchen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Relevanz für pädagogische Fragestellungen und Zielsetzungen bekannt zu machen. Sie sind zum selbständigen Denken und zur kritischen Auseinandersetzung mit Wertsystemen und Normen menschlichen Seins in verschiedenen Kulturen und Epochen hinzuführen, um zu einem eigenen Welt- und Menschenbild zu gelangen.
Der gesamte Unterricht soll zur Achtung der Würde des Menschen und seiner Entwicklung, zu Toleranz, zur Wertschätzung menschlicher Leistungen führen und in der Begegnung mit dem Kind, seinen Eltern und Erziehern den entsprechenden Niederschlag finden. Er soll weiters den Zugang zu wissenschaftlichen Untersuchungen erschließen und zum selbständigen Bildungserwerb befähigen.
Einblicke in humanwissenschaftliche Fachliteratur sollen die Schülerinnen und Schüler zu vertiefter Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Ergebnissen und zu selbständigem Bildungserwerb befähigen.
Lehrstoff:
Klasse:
Erstes Kennenlernen und Abgrenzen des Unterrichtsgegenstandes Pädagogik.
Erste Einsicht in Motive und Ziele des Verhaltens, Handelns und Lernens, insbesondere in das Wirken der Leistungsmotivation als Hilfe zur Gewinnung eines angepaßten Anspruchsniveaus als Schülerin bzw. Schüler.
Kennenlernen und Anwenden der Grundsätze des Lernens (schülerzentrierte Bewältigung von Lernproblemen).
Erwerben von grundlegenden Kenntnissen über das Spiel (Psychologie des Spiels: Begriff, Arten, Entwicklung; Pädagogik des Spiels:
Erziehung zum Spiel, Erziehung und Bildung durch das Spiel).
Beobachten von Kindern (mit genau umschriebener Aufgabenstellung) als Grundlage für das Erarbeiten von pädagogisch relevanten Beobachtungskriterien. Sensibilisierung für die Bedeutung der Wechselwirkung von Erzieherverhalten und Verhalten der Kinder durch Interpretation aktueller Erlebnisse und eigener Erfahrungen.
Gewinnen von ersten Einblicken in die Komplexität des Erziehungsgeschehens (konstituierende Momente, Vielfalt der im Erziehungsfeld wirkenden Kräfte). Ausdrucks- und Darstellungsmöglichkeiten des Kleinkindes.
Vertrautwerden mit grundlegenden Fachausdrücken und Begriffen, ausgehend von konkreten Situationen, sowie Anbahnen des Verstehens berufsbezogener Fachsprache und der Kontakte mit berufsrelevanter Fachliteratur. Im Zusammenhang damit erste Auseinandersetzung mit logischtheoretischen Denkprozessen.
Schriftliche Arbeiten:
Eine einstündige Schularbeit je Semester.
Klasse:
Entwicklungspsychologie des Kindes bis zum Schulalter; Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen als Voraussetzungswissen für pädagogisches Handeln und Verstehen. Biologische Grundlagen der menschlichen Entwicklung und des Verhaltens, der Erziehung und Bildung. Grundlegende Begriffe der Ethologie. Erste Hinweise auf Auffälligkeiten in der Entwicklung.
Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Psychologie unter Einbeziehung der wichtigsten Erkenntnisse der Allgemeinen Psychologie, der Sozialpsychologie, der Motivationspsychologie, der Lernpsychologie, der Tiefenpsychologie.
Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogischen Soziologie:
Individuum und Gruppe (Gruppenbildung, Gruppenprozesse, Gruppenstrukturen); Individuum und Gesellschaft (Individuation, Personalisation, Sozialisation, Enkulturation); soziale Rollen und soziale Schichten. Die Familie und ihre Funktionen. Institutionen (Organisation) der Erziehung und Bildung.
Grundbegriffe und Grundprobleme der Pädagogik: Erziehung und Bildung, deren Motive und Ziele; Erziehungsmittel und -maßnahmen; Autorität und Erziehung; pädagogische Haltung und Einstellungen, Erziehungsstile. Pädagogische Analyse und Interpretation von Situationen, Beziehungen und Prozessen in der Familie und in Institutionen der Kleinkinderziehung sowie erstes Erarbeiten von Beurteilungsansätzen für pädagogisches Handeln. Rollenbild und Selbstverständnis des Kleinkindpädagogen.
Die Eigenart philosophischer Fragestellung; Zugänge zum Philosophieren.
Der Begriff vom Meschen (Anm.: richtig: Menschen) in der Philosophie; der Mensch als handelndes und erkennendes Wesen. Hinweise auf das Verhältnis der Philosophie zu anderen Phänomenen der Kultur (Religion, Kunst, Wissenschaft, Ideologie) und zu Wirtschaft und Politik. Das Problem der Wirklichkeit und ihrer Erkenntnis:
Zugänge zur Wirklichkeit (rationale und nichtrationale Erkenntnisformen). Interpretationen der Wirklichkeit (Idealismus, Materialismus). Grundbegriffe der Metaphysik, Wahrheitstheorien.
Intensivierung des Kontaktes mit Medien: Fachzeitschriften, einfache humanwissenschaftliche Lektüre, einschlägige Angebote im audio-visuellen Bereich.
Schriftliche Arbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten je Semester.
Klasse:
Entwicklung, Erziehung, Unterricht und Bildung des Kindes im Grundschulalter; Verlauf und Bedeutung der Entwicklung in allen Bereichen; charakteristische Unterschiede zwischen Kleinkind und Schulkind. Einblick in Lehrplan und Unterrichtsmethoden der Vorschulstufe und der Grundschule, insbesondere der 1. und 2. Klasse.
Überlick (Anm.: richtig: Überblick) über Entwicklung Erziehung und Bildung in Vorpubertät, Pubertät und Jugendalter. Phasen der Erwachsenenalters. Lebenslanges Reifen und Lernen.
Erziehung und Bildung als kulturelles, gesellschafts- und zeitbedingtes Geschehen; Einblick in kulturanthropologisches Geschehen.
Zielsetzungen des pädagogischen Handelns; Erfassen von Erziehung und Bildung im Hinblick auf die Rangordnung der Ziele; Verwirklichung von Zielen.
Prinzipien des Verhaltenstrainings, der Gesprächsführung und der Teamarbeit.
Aufbau des Bildungswesens in Österreich einschließlich der Erwachsenenbildung. Bedeutung und Aufgaben der Erziehung und Bildung im Kindergarten im Wandel der Zeit und der Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen Erfordernisse. Aufgaben einer interkulturellen Erziehung und Bildung (Kinder von Minderheiten im Kindergarten sowie das pädagogische Problem der Mehrsprachigkeit.)
Sozialpädagogische Einrichtungen.
Kritische Auseinandersetzungen mit sozialen Rollen und Schichten; die gesellschaftliche Verantwortung des Erziehers und seine standespolitische Stellung.
Psychohygiene, insbesondere im Hinblick auf den Beruf des Erziehers.
Wesentliche Dimensionen der Sprache: Kommunikations- und Zeichensysteme bei Mensch und Tier. Repräsentationsleistung der Sprache. Sprachhandlung und Sprechakt. Funktion der Sprache für die kulturelle, soziale und politische Differenzierung. Sprache und Lebensform. Sprachspiele. Probleme symbolischer Darstellung von
Erkenntnis: Formen und Funktionen von Zeichen; Begriffsbildung; Axiomatik, Deduktion, Induktion. Definieren; Argumentieren.
Probleme wissenschaftlicher Erkenntnis: Hypothesen- und Theorienbildung, Gesetzmäßigkeiten, Wahrscheinlichkeit. Qualität und Möglichkeiten der Quantifizierung; einfache und vernetzte Kausalitäten. Das Postulat der Wertfreiheit und die normativen Voraussetzungen der Wissenschaft; die Verantwortung des Wissenschaftlers.
Angemessene Beherrschung von Fachausdrücken der berufsrelevanten Humanwissenschaften.
Beurteilungskriterien für Fachliteratur. Gebrauch von
berufsrelevanten Medien.
Schriftliche Arbeiten:
Eine einstündige und eine zweistündige Schularbeit im 1. Semester.
Eine zweistündige Schularbeit im 2. Semester.
Klasse:
Vertiefende Zusammenschau wesentlicher humanwissenschaftlicher Erkenntnisse an Hand von Fallstudien und Modellen unter pädagogischem Aspekt. Strukturierung der Zusammenhänge im Hinblick auf eigenständiges Darstellen, Begründen und Handeln der Schülerinnen und Schüler. Aufarbeiten von Erziehungsproblemen: Bedeutung, Ursachen, mögliche Hilfestellungen und Prophylaxe.
Konstituierende Faktoren der Persönlichkeitswerdung im Spannungsfeld der individuell-biographischen, institutionellen und epochalen Gegebenheiten. Die Bedeutung der kreativen Lebensgestaltung.
Die Vielfalt der Medien, ihr Einfluß auf die Gesellschaft und ihr Stellenwert als Erziehungs- und Bildungsmittel. Information, Kommunikation, Manipulation.
Pädagogische Aussagesysteme. Einblicke in die Geschichte der Pädagogik, Strömungen in der Gegenwart; Auseinandersetzung mit Vertretern pädagogisch relevanter wissenschaftlicher Richtungen insbesondere mit den Initiatoren institutionalisierter Kleinkinderziehung.
Methoden der wissenschaftlichen Individualitätserfassung; Persönlichkeitstheorien als Versuch zur Erfassung des Menschen und als Hilfe bei der Bewältigung von pädagogischen Aufgaben.
Kooperation mit Erwachsenen, insbesondere mit Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Berufsfeld, Lehrerinnen und Lehrern, Behördenvertretern; Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit; im Zusammenhang damit Gesetzmäßigkeiten gruppendynamischer Prozesse.
Erwachsenenbildung: Zielsetzungen, Prinzipien, Inhalte, im Hinblick auf die Persönlichkeitsentfaltung, die berufliche Weiterbildung und die Elternbildung.
Einzelne philosophische Problemstellungen: Der Zusammenhang von
Wert, Norm und Lebensform: Das Problem der Freiheit, das Problem des Guten. Moralformen, Wertvorstellungen und Gesellschaftsnormen (interkulturelle Vergleiche). Die Frage nach dem geglückten Leben.
Die Problematik des Begründens von Werten und Normen: Sein und Sollen; faktische Geltung und begründete Gültigkeit; Möglichkeiten eines unbedingten Imperativs.
Institution und Moral: Macht und Recht, Moralität und Legalität, Entscheidung und Verantwortung, Gewissen und Schuld.
Fragen der philosophischen Anthropologie: Phylogenetische und ontogenetische Zugänge zur Theorie der Menschwerdung und ihre Interpretationsmöglichkeiten. Funktion und Bild des Menschen in verschiedenen Wissenschaften, Ideologien und Religionen. Die Frage nach dem Wesen des Menschen; die Frage nach Sinn und Ziel der menschlichen Existenz.
Schriftliche Arbeiten:
Drei Schularbeiten im Unterrichtsjahr, davon zwei zweistündig und eine dreistündig; im 2. Semester nur eine Schularbeit.
Didaktische Grundsätze:
Der schülerzentrierte bzw. erfahrungsorientierte Unterricht in Pädagogik soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, die gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten in das praktische erzieherische Tun umzusetzen sowie das pädagogische Geschehen im Hinblick auf seine Strukturen und Gesetzmäßigkeiten zu durchschauen.
Daher streben Auswahl und Aufbau des Lehrstoffes keine strenge Systematik an, sondern orientieren sich am Erlebnishintergrund und an den konkreten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler. Dabei sind die jeweiligen Gegebenheiten der Klassengemeinschaft im Hinblick auf soziales Lernen zu berücksichtigen und entsprechende Hilfen zur Aufarbeitung von Konflikten zu geben. Die methodische Gestaltung des Unterrichtes hat auf das Abstraktionsniveau der Schülerinnen und Schüler sowie auf fächerübergreifende Themenkreise Bedacht zu nehmen. Scheinbare Wiederholungen von Lehrstoffeinheiten erklären sich aus der Tatsache, daß der Unterrichtsgegenstand Pädagogik als aufbauendes Fach zu betrachten ist; daher sind bestimmte Stoffgebiete fortschreitend auf einer jeweils höheren Ebene zu erläutern.
Repräsentative Fachliteratur ist heranzuziehen und kritisch auszuwerten. Dabei ist auf den Aufbau von Leseinteressen, Lesegewohnheiten und einer individuellen humanwissenschaftlichen wie berufsrelevanten Bibliographie Bedacht zu nehmen.
Die Konkretisierung des Pädagogikunterrichtes ist fallweise durch einschlägige Lehrausgänge und Hospitationen zu sichern.
Um die notwendige Konzentration der Pflichtgegenstände Pädagogik, Didaktik - allenfalls Heil- und Sonderpädagogik - sowie Kindergarten- und Hortpraxis zu gewährleisten, sind nachweislich Besprechungen der zuständigen Lehrerinnen und Lehrer abzuhalten.
Dem schülerzentrierten bzw. erfahrungsorientierten Ansatz entsprechend sind vor allem in der zweiten Klasse Erwartungshaltungen und Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Initiativen der Schülerinnen und Schüler sind anzuregen, aufzugreifen und in das Unterrichtsgeschehen zu integrieren. Gleichzeitig soll nicht versäumt werden, Ansätze für eine ausbaufähige Strukturierung des Lehrstoffes vorzugeben. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler zum sachgerechten Formulieren anzuleiten. Hinsichtlich der Beobachtungsaufgaben ist die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern der Unterrichtsgegenstände Deutsch (Slowenisch, Kroatisch, Ungarisch), Didaktik und Kindergartenpraxis sowie mit den Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern der Übungs- und Besuchskindergärten anzustreben. Die Formulierung des Lehrstoffes in Lernzielen weist darauf hin, daß der Pädagogikunterricht in der
Klasse vor allem die Aufgabe hat, die Hinführung der Schülerinnen
In der 3. Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler zu systematischem Denken hingeführt sowie in ihrer Fähigkeit zu Begriffsbildung und in ihrem Abstraktionsvermögen gefördert werden. Parallel zur Vermittlung des entsprechenden Sachwissens sind ihnen an geeigneter Stelle Hilfen und Anregungen für die Anwendung des theoretischen Wissens auf die praktische Arbeit im Kindergarten zu geben; bei konkreten Anlässen sind sie zum Verstehen des Kleinkindes und zum kritischen Wahrnehmen des eigenen Erzieherverhaltens anzuleiten. Dabei ist deutlich zu machen, daß der pädagogische Gesichtspunkt das Wissen um Grundtatsachen aus Pädagogischer Psychologie, Pädagogischer Soziologie und Philosophie voraussetzt.
Bezüglich der biologischen Grundlagen der Entwicklung, Erziehung und Bildung ist auf den Kenntnissen aus der Biologie und Umweltkunde aufzubauen; bezüglich einer eingehenden Darstellung der Auffälligkeiten in der Entwicklung und des Erarbeitens von spezifischen Erziehungsmaßnahmen ist auf den Unterrichtsgegenstand Heil- und Sonderpädagogik zu verweisen.
Die Schülerinnen und Schüler sind zur mündlichen und schriftlichen Darstellung von pädagogischen Sachverhalten und Problemen unter richtiger Verwendung von Fachausdrücken anzuleiten. Die schriftlichen Arbeiten haben sich auf berufsspezifische pädagogische Fragestellungen zu beziehen.
Im Hinblick auf den Lehrstoff sind die 3. bis 5. Klasse als didaktische Einheit zu betrachten.
In der 4. Klasse ist besonderer Wert darauf zu legen, die Schülerinnen und Schüler zum integrativen Verstehen komplexer Prozesse aus der Sicht verschiedener Fachrichtungen zu führen, wobei der Pädagogik die Funktion einer Vermittlungswissenschaft zukommt. Darauf aufbauend sollen sich die Schülerinnen und Schüler darin üben, ursächliche Zusammenhänge im Verhalten der Kinder bzw. im pädagogischen Geschehen aufzufinden sowie die Möglichkeiten und Grenzen erzieherischer Maßnahmen zu erkennen.
Der Unterricht in der 5. Klasse hat die Aufgabe, das erworbene Wissen der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen
- durch seminaristisches Arbeiten (individuelle Arbeiten, Partner- und Gruppenarbeiten unter Betonung der Selbständigkeit und der Eigenständigkeit);
- durch Anleitung zum Erfassen von aktuellen Problemstellungen, zur differenzierten Auseinandersetzung mit diesen, um eigenständige Problemlösungen entwickeln zu können (dabei ist den Schülerinnen und Schülern die Effektivität von gruppendynamischen Prozessen sowie die Rolle des Gruppenleiters für die Bewältigung von Konflikten und Problemen in der Gruppe bewußtzumachen);
- durch Projektaufgaben auch unter Ausnützung der Konzentration von Unterrichtsgegenständen (dabei ist auf die Motivierung der Schülerinnen und Schüler zur späteren selbstverantwortlichen Weiterbildung hinzuarbeiten).
HEIL- UND SONDERPÄDAGOGIK
Klasse:
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DIDAKTIK
(insbesondere Didaktik der Kindergarten- und
Vorschulerziehung)
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KINDERGARTENPRAXIS
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Klasse auch in zweisprachig geführten Kindergärten praktizieren.
Semester anzusetzen.
DEUTSCH
(einschließlich Sprecherziehung, Kinder- und
Jugendliteratur)
- kritische Sprachbetrachtung
- Pflege berufsspezifischer Kommunikationsformen
- standortsprachliche Kompetenz beim Lesen und Schreiben
- sinnerfassendes und sinnvermittelndes Lesen
- Kenntnisse der Textgrammatik
- Förderung der Schreibrichtigkeit
- Erkennen sprachlicher Strukturen und ihrer Funktion
- Lektüre fiktionaler und nichtfiktionaler, deutschsprachiger und fremdsprachiger Texte
- Überblick über die zeitbezogene Einordnung von Texten, unter vorrangiger Behandlung österreichischer Texte
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