Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über den Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an dieser Schule
Neben der auf die Erlernung der ungarischen Sprache ausgerichteten Ausbildung soll auch der nach didaktischen und methodischen Gesichtspunkten ausgerichtete Einsatz des Ungarischen in der Förderung von Kindern in zweisprachigen (Deutsch/Ungarisch) Gebieten Beachtung finden. Dazu ist der Kontakt mit den Pflichtgegenständen Kindergartenpraxis (allenfalls Hortpraxis) und Didaktik zu pflegen.
FRANZÖSISCH
Bildungs- und Lehraufgabe:
Befähigung der Schülerinnen und Schüler, sich mündlich und schriftlich so auszudrücken, wie es der Alltag und das Berufsleben erfordern.
Vermittlung sprachlicher Grundkenntnisse in den Sachgebieten der persönlichen Umwelt. Vermittlung der berufsspezifischen Sprachkenntnisse, die für eine Tätigkeit mit Kindern erforderlich sind.
Einführung in das politische, soziale und kulturelle Leben Frankreichs.
Erziehung zum Verständnis fremder Wesensart und zur Bereitschaft zu
internationaler Zusammenarbeit.
Lehrstoff:
Klasse:
Umwelt und Alltag: Schule, Familie, Wohnung, Tagesablauf, Jahreszeiten, Monate; auf der Straße; der menschliche Körper, Personenbeschreibungen.
Sprachpflege:
Schulung des Gehörs (unter Verwendung audiovisueller Hilfsmittel), Vermittlung einer möglichst einwandfreien Aussprache durch planmäßige Sprechübungen. Festigung des Wortschatzes durch Dialoge, Umformungen und Einsetzübungen. Auswendiglernen kurzer Texte.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Befehlsform ohne Fürwort, einfache Frage, Verneinung, Wortstellung, Übereinstimmung der Satzglieder, Artikel, Teilungsartikel, Hauptwort, Eigenschaftswort, Zahlwort, häufige Präpositionen; persönliches, besitzanzeigendes, hinweisendes, rückbezügliches und bezügliches Fürwort (1. und 3. Fall); Gegenwart, passe compose der regelmäßigen und häufigsten unregelmäßigen Zeitwörter.
Lektüre:
Kurze Beschreibungen, Geschichten, Dialoge, Bilderbücher, einfache
Gedichte, Lieder.
Schriftliche Arbeiten:
Abschreibübungen, Diktate, Beantwortung einfacher Fragen im Anschluß an das Gelesene. Gelegentliche Übersetzung einfacher, zusammenhängender Sätze zur Festigung der grammatikalischen Kenntnisse. Einsetzübungen, Umformungen von Sätzen. Bildung von Satzreihen nach Mustersätzen.
Vier einstündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr.
Klasse:
Erweiterung des Tagesablaufes zuhause und im Beruf, Wetter, Einkaufen, Lebensmittel, Mahlzeiten, Gäste, Kleidung, Mode, Spiele.
Sprachpflege:
Aussprache- und Sprechübungen: Verbesserung der Aussprache unter Berücksichtigung der Satzmelodie. Beschreibungen, Auflösung geeigneter Lesestoffe in Fragen und Antworten, Zusammenfassungen und Umformungen, Alltagsdialoge.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Festigung und Erweiterung der Grundkenntnisse. Übereinstimmung des Mittelwortes der Vergangenheit in Verbindung mit etre. Steigerung des Eigenschaftswortes. Bildung, Verwendung und Steigerung des Umstandswortes, Verwendung von en und y. Festigung und Erweiterung der unregelmäßigen Zeitwörter; futur; futur proche; passe recent, imparfait.
Lektüre:
Wie 1. Klasse mit gesteigerten Anforderungen.
Weiters leichte Textproben aus der französischen Kinder- und Jugendliteratur.
Schriftliche Arbeiten:
Freiere Diktate, Beantwortung von Fragen im Anschluß an den gelesenen Text, kurze Erlebnisberichte, gelegentliche Übersetzungsübungen, einfache Privatbriefe.
Vier einstündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr, je zwei im Semester.
Klasse:
Großstadt, Sport und Spiele, Gesundheit, Welt des Kindes, Familie
und Gesellschaft, Rolle von Mann und Frau.
Sprachpflege:
Fortsetzung der Ausspracheschulung; Hörübungen; Erarbeitung eines Grundwortschatzes aus den Sachgebieten. Einfache Stellungnahme, Nacherzählungen, Wiedergabe der wesentlichen Gedanken längerer Textabschnitte.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Übereinstimmung des Mittelwortes der Vergangenheit mit dem 4. Fall. Verwendung von passe compose und imparfait. Gebrauch der Nennform. Unbetonte persönliche Fürwörter mit der Befehlsform. Übersicht über die unregelmäßigen Zeitwörter, conditionnell I und II, plusqueparfait. Bedingungssätze, Zeitsätze.
Lektüre:
Leichte Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, nicht zu schwierige
Textproben aus der modernen französischen Literatur unter besonderer
Berücksichtigung der Kinder- und Jugendliteratur.
Fachdidaktik:
Anlegen einer ausbaufähigen Sammlung von Spielen, Reimen, Liedern,
Geschichten.
Einführung in die pädagogische Terminologie.
Schriftliche Arbeiten:
Außer den bisherigen Übungen: Kurze Zusammenfassungen der gelesenen Texte und einfache Stellungnahmen zu allgemeinen Themen.
Vier einstündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr, je zwei im Semester.
Klasse:
Pädagogische und psychologische Thematiken aus dem Bereich der Kindererziehung und Entwicklung des Kindes; Arbeit im Kindergarten; soziale Einrichtungen in Frankreich.
Sprachpflege:
Gespräche über Gelesenes; Praxisberichte; Übungen im Lesen größerer
Abschnitte.
Sprachlehre und Rechtschreiben:
Bildung und Verwendung des Passiv; passe simple (nur passives Wissen und Erkennen anhand von Texten); Bildung und Verwendung des Subjonctif. Indirekte Rede.
Lektüre:
Texte aus dem pädagogischen und psychologischen Bereich; ansonsten
wie 3. Klasse mit gesteigerten Anforderungen.
Fachdidaktik:
Erweiterung der Sammlung. Auswahl an geeigneten Bilderbüchern. Einführung in die Besonderheiten des kindlichen Sprachkodes.
Schriftliche Arbeiten:
Wie bisher, außerdem: Stellungnahmen zu Fragen aus dem pädagogischen und psychologischen Bereich.
Vier Schularbeiten im Unterrichtsjahr, drei einstündig, eine zweistündig.
Klasse:
Aktuelle Themen des Weltgeschehens: Vertiefung der
berufsspezifischen Thematiken.
Sprachpflege:
Anregungen zu spontanen sprachlichen Äußerungen durch Gruppen- und Klassengespräche.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Wiederholung und Vertiefung der erworbenen Sprachkenntnisse.
Lektüre:
Texte zu aktuellen Themen.
Proben aus Werken bedeutender Schriftsteller, die Fragen der Geschichte, des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens
in Frankreich beleuchten.
Fachdidaktik:
Maßnahmen zur Förderung des Sprechens und des Sprachverständnisses
mehrsprachig erzogener Kinder.
Besonderheiten und Problematik von gemischtsprachigen Kindergärten
in Österreich.
Schriftliche Arbeiten:
Verkürzungen längerer Texte auf ihre wesentliche Aussage; persönliche Stellungnahmen und kritische Auseinandersetzungen mit Gegenwartsproblematiken und berufsspezifischen Fragen.
Vier Schularbeiten im Unterrichtsjahr, drei einstündig, eine zweistündig.
Didaktische Grundsätze:
Eine erfolgreiche Unterrichtsgestaltung setzt die fast ausschließliche Verwendung der Fremdsprache von Beginn an voraus (aufgeklärte Einsprachigkeit).
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich möglichst bald an eine normale Sprechweise gewöhnen.
Verschiedenen Möglichkeiten, den Schülerinnen und Schülern die französische Lebensweise zu veranschaulichen (Medien, Lieder, Landkarten), sind zu nützen. Schülerbriefwechsel sollte gefördert werden. Ein möglichst hoher Grad an Sprechfertigkeit und eine natürliche Ausdrucksweise sind durch Hörübungen, lebensnahe Gestaltung von Sprechsituationen, den Einsatz geeigneter Medien (zB Kassetten, Filme, Computer, Sprachlabor ua.) und durch Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
Die Schulung in der Grammatik hat ausschließlich der Richtigkeit der Ausdrucksweise zu dienen und daher in organischem Zusammenhang mit dem übrigen Unterrichtsgeschehen zu stehen.
Als Lesestoff können neben dem approbierten Lehrbuch auch Klassenlesetexte und altersgemäße Zeitungs- und Zeitschriftenartikel verwendet werden.
Auf fächerübergreifende Aspekte und projektorientierte Vorgangsweise ist Bedacht zu nehmen.
ITALIENISCH
Bildungs- und Lehraufgabe:
Befähigung der Schülerinnen und Schüler, sich mündlich und schriftlich so auszudrücken, wie es der Alltag und das Berufsleben erfordern.
Vermittlung sprachlicher Grundkenntnisse in den Sachgebieten der persönlichen Umwelt, Vermittlung der berufsspezifischen Sprachkenntnisse, die für eine Tätigkeit mit Kindern erforderlich sind.
Einführung in das politische, soziale und kulturelle Leben Italiens.
Erziehung zum Verständnis fremder Wesensart und zur Bereitschaft zu
internationaler Zusammenarbeit.
Lehrstoff:
Klasse:
Umwelt und Alltag: Schule, Familie, Wohnung, Haus; Uhr, Tagesablauf, Monate, Jahreszeiten; der menschliche Körper, Personenbeschreibungen, Alter; auf der Straße.
Sprachpflege:
Schulung des Gehörs (unter Heranziehung audiovisueller Hilfsmittel); Vermittlung möglichst einwandfreier Aussprache durch planmäßige Sprechübungen. Festigung des Wortschatzes durch Dialoge sowie Umformungen und Einsetzübungen: Auswendiglernen kurzer Texte.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Hauptwort mit Artikel: Eigenschaftswort: Mehrzahlbildung des Haupt- und Eigenschaftswortes, ihre Übereinstimmung in Geschlecht und Zahl;
die mit dem Artikel verschmelzbaren Vorwörter a, di, in, su;
persönliches Fürwort, besitzanzeigendes Fürwort, fragendes und hinführendes Fürwort; Grund- und Ordnungszahlen; Hilfszeitwörter avere und essere; regelmäßiges Zeitwort in der aktiven Form der Gegenwart, der zusammengesetzten Vergangenheit (passato prossimo);
das rückbezügliche Zeitwort, einige unregelmäßige Zeitwörter; Frage, Verneinung; Mengenangaben; bezügliche Fürwörter.
Lektüre:
Beschreibungen, Geschichten, Bilderbücher, einfache Gedichte,
Lieder, Dialoge.
Schriftliche Arbeiten:
Abschreibübungen, Diktate, ausgehend vom durchgearbeiteten Lesestoff, Beantwortung einfacher Fragen im Anschluß an das Gelesene. Gelegentliche Übersetzungen zur Festigung der grammatikalischen Kenntnisse. Einsetzübungen, Umformung von Sätzen, Bildung von Satzreihen nach Mustersätzen.
Vier einstündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr.
Klasse:
Erweiterung des Tagesablaufes (Geschäfte, Markt, Warenhaus), Kleidung, Mode, Mahlzeiten, Speisen und Getränke, Spiele.
Sprachpflege:
Aussprache- und Sprechübungen: Verbesserung der Aussprache unter besonderer Berücksichtigung der Satzmelodie, Bildbeschreibungen, Auflösung geeigneter Lesestoffe in Fragen und Antworten, Umformungen, Alltagsdialoge, Verwendung von Tonbändern.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Zukunft; Befehlsform; regelmäßige und unregelmäßige Steigerung des Eigenschaftswortes; die betonten und unbetonten persönlichen Fürwörter; Zeitwort; imperfetto - passato prossimo - trapassato prossimo.
Lektüre:
Wie in der 1. Klasse mit gesteigerten Anforderungen; leichte
Textproben aus Kinder- und Jugendbüchern.
Schriftliche Arbeiten:
Freiere Diktate, Beantwortung von Fragen im Anschluß an die gelesenen Texte, Übersetzungsübungen; kurze Erlebnisberichte, einfache Briefe.
Vier einstündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr, je zwei im Semester.
Klasse:
Großstadt, Sport und Spiele, Gesundheit (Arzt, Spital, Apotheke); Welt des Kindes, Familie und Gesellschaft, Rolle von Mann und Frau.
Sprachpflege:
Sprechübungen: Ordnung des Wortschatzes nach Sachgebieten mit besonderer Berücksichtigung der für den beruflichen Alltag nötigen Ausdrücke und Wendungen. Wiedergabe der wesentlichen Gedanken längerer Textabschnitte und einfache Stellungnahmen.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Gerundium, Bildung und Verwendung des Konditionals und des Konjunktivs, soweit es zum Verständnis des Lesestoffes notwendig ist. Befehlsform 3. Person. Leideform; unregelmäßige Mehrzahlbildung der Hauptwörter.
Lektüre:
Leichte Zeitungs- und Zeitschriftenartikel; nicht zu schwierige
Textproben der modernen italienischen Literatur: Berücksichtigung von
Kinder- und Jugendliteratur.
Fachdidaktik:
Anlegen einer ausbaufähigen Sammlung von Spielen, Reimen, Liedern und Geschichten; erste Einführung in die pädagogische Terminologie.
Schriftliche Arbeiten:
Außer den bisherigen Übungen, kurze Zusammenfassungen der gelesenen Texte, einfache Stellungnahmen zu allgemeinen Themen (zB Texte, Hörbeispiel).
Vier einstündige Schularbeiten im Unterrichtsjahr, je zwei im Semester.
Klasse:
Pädagogische und psychologische Themenkreise aus dem Bereich der Kindererziehung und der Entwicklung des Kindes; Arbeit im Kindergarten; soziale Einrichtungen in Italien.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Systematische Übersicht über die unregelmäßigen Zeitwörter und über den Gebrauch der Zeiten und der Modi; bezügliche Fürwörter cui und quale; Gebrauch der wichtigsten Vor- und Bindewörter.
Lektüre:
Texte aus dem pädagogischen und psychologischen Bereich, sonst wie
Klasse mit gesteigerten Anforderungen.
Einführung in die Besonderheiten des kindlichen Sprachkodes.
Schriftliche Arbeiten:
Wie bisher; außerdem Stellungnahme zu Fragen aus dem pädagogischen und psychologischen Bereich.
Vier Schularbeiten, drei einstündig, eine zweistündig.
Klasse:
Aktuelle Themen des Weltgeschehens; Vertiefung der
berufsspezifischen Thematiken.
Sprachlehre und Rechtschreibung:
Zusammenfassung, Vertiefung und Ergänzung des bisher Gelernten;
passato remoto, soweit es zum Verständnis des Lesestoffes notwendig
ist.
Lektüre:
Proben aus Werken bedeutender Schriftsteller, die Fragen der Geschichte, des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens
in Italien beleuchten.
Sprachpflege:
Anregung zur spontanen sprachlichen Äußerung durch Gruppen- und Klassengespräche.
Fachdidaktik:
Maßnahmen zur Förderung des Sprechens und des Sprachverständnisses
mehrsprachig erzogener Kinder; Besonderheiten und Problematik von
gemischtsprachigen Kindergärten in Österreich.
Schriftliche Arbeiten:
Verkürzung längerer Texte auf ihre wesentliche Aussage. Persönliche Stellungnahmen und kritische Auseinandersetzung mit Gegenwartsproblemen und berufsspezifischen Fragen.
Vier Schularbeiten, drei einstündig, eine zweistündig.
Didaktische Grundsätze:
Eine erfolgreiche Unterrichtsgestaltung setzt die fast ausschließliche Verwendung der Fremdsprache von Beginn an voraus (aufgeklärte Einsprachigkeit).
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich möglichst bald an eine normale Sprechweise gewöhnen.
Verschiedenen Möglichkeiten, den Schülerinnen und Schülern die italienische Lebensweise zu veranschaulichen (Medien, Lieder, Landkarten), sind zu nützen. Schülerbriefwechsel sollte gefördert werden. Ein möglichst hoher Grad an Sprechfertigkeit und eine natürliche Ausdrucksweise sind durch Hörübungen, lebensnahe Gestaltung von Sprechsituationen, den Einsatz geeigneter Medien (zB Kassetten, Filme, Computer, Sprachlabor ua.) und durch Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
Die Schulung in der Grammatik hat ausschließlich der Richtigkeit der Ausdrucksweise zu dienen und daher in organischem Zusammenhang mit dem übrigen Unterrichtsgeschehen zu stehen.
Als Lesestoff können neben dem approbierten Lehrbuch auch Klassenlesetexte und altersgemäße Zeitungs- und Zeitschriftenartikel verwendet werden.
Auf fächerübergreifende Aspekte und projektorientierte Vorgangsweisen ist Bedacht zu nehmen.
D. UNVERBINDLICHE ÜBUNGEN
CHORGESANG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Ziele des Unterrichts in Chorgesang sind das Kennenlernen von Chorliteratur als Weg zu besserem Musikverständnis und der Gebrauch der Stimme als selbstverständliches Mittel musikalischer Äußerung.
Dabei sollen den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten des gemeinsamen Singens eröffnet werden, die sie zur aktiven Teilnahme am Musikleben befähigen, zu ihrer Persönlichkeitsbildung beitragen und die künftige musikalische Arbeit im Beruf erleichtern helfen. Im besonderen sind zu fördern:
- richtige Atmung und Körpergefühl
- klangvolles Singen und Sprechen
- reine Intonation
- ökonomischer Gebrauch der Stimme und Aufbau einer stimmlichen Kondition im Hinblick auf die berufliche Belastbarkeit
- grundlegende Fähigkeiten der Chorleitung.
bis 5. Klasse:
SPIELMUSIK
bis 5. Klasse:
PRAXISANLEITUNG
und 2. Klasse:
INTERKULTURELLE ERZIEHUNG
und/oder 5. Klasse:
- Bewußtwerdung von Vorurteilen, Stereotypen und Klischees
- Sensibilisierung für gefühlsmäßiges Angemutetsein von „fremd” und „vertraut”
- Bewußtmachung von Konfliktpotentialen, die interkulturellen Begegnungen inhärent sind.
- Integration dieser Bewußtseinsinhalte in die eigene Identität, um den Umgang mit Integrationsproblemen (Sprachbarrieren, Ausgrenzungen und dgl.) in der Kindergruppe möglichst adäquat zu gestalten.
- spezielle räumliche Vorkehrungen
- spezielle materielle Ausstattung
- spezielle Rahmenbedingungen hinsichtlich Personal, Anzahl der Kinder pro Gruppe und Altersstruktur der Gruppe
- spezielle Planung (lang-, mittel- und kurzfristige Zielsetzungen) im Hinblick auf die Möglichkeiten der Integration von interkulturellem Lernen und interkulturellen Bildungsinhalten in die Kindergartenarbeit.
- Verschiedenheit der Vorerfahrungen von Kindern, daher unterschiedliche Ausgangssituationen bei der Eingewöhnung
- Umgang mit Muttersprache und Zweitsprache
- das Spiel als Medium interkulturellen Lernens (Gleichheiten bzw. Unterschiede der Spielformen, der Spielregeln)
- Möglichkeiten der Mitarbeit von mit der jeweiligen Muttersprache und Kultur vertrauten Personen im Kindergarten bzw. im Hort
- Möglichkeit, das Gruppenprofil (Gruppierungen innerhalb der Kindergruppe) zu beobachten, zu beeinflussen bzw. zu lenken
- Vermittlung von Alltagskultur in Erwachsenen/Kind und Kind/Kind Begegnung („small talk”, Kleidung, Essen, Einkaufen, Sitten und Gebräuche und dgl.)
- Spezielle Probleme der Zusammarbeit (Anm.: richtig: Zusammenarbeit) mit der Familie bzw. der Schule Didaktische Grundsätze:
DARSTELLENDES SPIEL
- eine Sensibilisierung im Hinblick auf Selbsterfahrung, Partnererfahrung und Raumwahrnehmung;
- die Erziehung zur kritischen Wahrnehmung von Kommunikationssignalen;
- die Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Handhabung und Darbietung szenischen Materials;
- die Bedachtnahme auf die beruflichen Erfordernisse im Hinblick auf die Auswahl der Spielformen und Stoffe.
- soziale Interkationsfähigkeit auf der Basis darstellender Spiele erwerben;
- eigene Kreativität bei verbalen und nonverbalen Kommunikationsformen innerhalb der Gruppe kennenlernen und entfalten;
- szenisches Spiel in seiner gesellschaftlichen und erzieherischen Funktion durchschauen;
- kreativen Einsatz der sprachlichen, mimischen und körperlichen Ausdrucksfähigkeit bei szenischen Aktivitäten aller Art erproben;
- dramaturgische Problemlösungen in allen Bereichen des szenischen Spieles planen und durchführen.
bis 4. Klasse:
SPRECHERZIEHUNG
Klasse:
LITERATURPFLEGE
und 5. Klasse:
BIOLOGISCHE ÜBUNGEN
oder 2. oder 3. Klasse:
- zur sachgerechten Verwendung von Arbeitsgeräten,
- zur Einrichtung und Betreuung einer permanenten Ausstellung von verschiedenen Naturobjekten,
- zum selbständigen Anlegen von Sammlungen,
- zur eigenständigen Betreuung von Zimmerpflanzen und Kulturen,
- zur Einrichtung und Pflege von Aquarien, Terrarien, Kleinbiotopen,
- zum exemplarischen Beobachten von Tieren (unter Einhaltung und Berücksichtigung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen),
- zum eingehenden Studium von Naturobjekten mit Hinweisen auf methodenwissenschaftliche Forschung.
INFORMATIK
und 2. Klasse:
MEDIENKUNDE
und 5. Klasse:
LEIBESERZIEHUNG
bis 5. Klasse:
E. FÖRDERUNTERRICHT
Bildungs- und Lehraufgabe, Lehrstoff, Didaktische Grundsätze:
Ziel des Förderunterrichtes ist die Wiederholung und Einübung des vorauszusetzenden oder des im Unterricht des betreffenden Pflichtgegenstandes in der jeweiligen Klasse durchgenommenen Lehrstoffs für die Schülerinnen und Schüler, die vorübergehend von einem Leistungsabfall betroffen oder bedroht sind, wobei von der Voraussetzung auszugehen ist, daß es sich um geeignete und leistungswillige Schülerinnen und Schüler handelt.
Der Förderunterricht darf grundsätzlich nicht zur Ausweitung, Ergänzung oder Vertiefung des Unterrichts in dem betreffenden Pflichtgegenstand verwendet werden.
Tritt (mit Ausnahme der Lehrpläne für den Religionsunterricht)
hinsichtlich der 1. Klasse mit 1.9.2004 und hinsichtlich der
weiteren Klassen klassenweise aufsteigend in Kraft (vgl. Art. I § 3
Abs. 6).
Anlage
LEHRPLAN DER BILDUNGSANSTALT FÜR KINDERGARTENPÄDAGOGIK
I. ART UND GLIEDERUNG DES LEHRPLANS
Der Lehrplan der Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter, der unterrichtliche Ziele und Inhalte und Verfahren für die Planung und Realisierung von Lernprozessen angibt und die eigenständige und verantwortliche Unterrichtsarbeit der Lehrerinnen und Lehrer gemäß den Bestimmungen des § 17 Abs. 1 des Schulunterrichtsgesetzes ermöglicht, aber sogleich in ihrem Ausmaß begrenzt.
Der Lehrplan umfasst
- das allgemeine Bildungsziel,
- die allgemeinen didaktischen Grundsätze,
- die schulautonomen Lehrplanbestimmungen,
- die Stundentafel und
- die Bildungs- und Lehraufgaben, die didaktischen Grundsätze sowie den Lehrstoff der einzelnen Unterrichtsgegenstände.
Die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik haben gemäß § 94 unter Bedachtnahme auf § 2 des Schulorganisationsgesetzes die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern eine fundierte Allgemeinbildung und jene Haltungen und Fähigkeiten zu vermitteln, die für eine professionelle pädagogische Arbeit im Berufsfeld Kindergarten und Hort bei Absolvierung der zusätzlichen Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher an Horten (Hortpädagogik) erforderlich sind und sie zugleich zur Universitätsreife zu führen.
Die Absolventinnen und Absolventen sollen folgende Persönlichkeitsmerkmale entwickeln sowie über die angeführten allgemeinen und speziellen berufsrelevanten Kompetenzen verfügen:
Persönlichkeitsmerkmale:
- Wertbewusstsein (Bewusstsein über ethische, religiöse und soziale Werte als Basis eines allgemeinen Wertesystems),
- Sensibilität und Offenheit für philosophisch-existentielle und religiöse Fragestellungen speziell auch des Kindes,
- Verantwortungsbewusstsein, Bereitschaft zu Eigenverantwortung und Kritikfähigkeit,
- Sensibilität für kultur- und geschlechtsspezifische Aspekte von Erziehung und Sozialisation,
- Bereitschaft zu Innovationen, Flexibilität und Mobilität,
- Bereitschaft zu selbstständigem Wissenserwerb sowie zu Fort- und Weiterbildung und
- Fähigkeit und Bereitschaft zum Reflektieren des eigenen Handelns und seiner Bedingungen.
Allgemeine berufsrelevante Kompetenzen:
- Philosophisch-ethisch-religiöse Grundkompetenz,
- Sprachkompetenz,
- soziale Kompetenz, insbesondere auch Empathie, Fähigkeit zum Umgang mit der eigenen und mit fremder Emotionalität sowie Konfliktfähigkeit,
- kommunikative Kompetenzen (Präsentation, Teamfähigkeit, Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit Einrichtungen der institutionellen Pädagogik, Öffentlichkeitsarbeit),
- Leitungskompetenzen (Gesprächsführung, Moderation von Gruppen, Projektmanagement) und
- kreative Kompetenz.
Spezielle Kompetenzen für die beruflichen Erfordernisse:
- Kenntnis wichtiger pädagogischer, psychologischer und soziologischer Erklärungsangebote insbesondere für die (früh)kindliche Entwicklung und ihre Rahmenbedingungen sowie Fähigkeit, sie in der Bildungsarbeit situationsgerecht umzusetzen,
- Kompetenz, die spezifisch kindlichen philosophisch-ethisch-religiösen Vorstellungen als eigenständige Größe menschlicher Entwicklung auf der Suche nach Sinn zu stärken,
- umfassendes Wissen zum Thema „(sexuelle) Gewalt gegen Kinder“,
- Fähigkeit zur Planung, Durchführung und Evaluation von personen-, altersgruppen- und aufgabenbezogener Bildungsarbeit (beispielsweise von Maßnahmen zu interkulturellem Lernen; zu geschlechtssensibler Pädagogik; zur speziellen Förderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf und deren Integration; des Gesundheitsmanagements im Sinne der Vorsorge und Erziehung zu einer gesunden Lebensführung),
- Fähigkeit und Bereitschaft zur situationsgerechten Beratung von Eltern und Erziehungsberechtigten,
- besondere Kenntnisse berufsrechtlicher Grundlagen vor allem in den Bereichen Sicherheit, Haftung, Hygiene, Ausstattung, Erste Hilfe und Verkehrserziehung sowie
- Kompetenzen der Betriebsorganisation und des Managements institutioneller Kinderbetreuungseinrichtungen unter Berücksichtigung von ökologischen und ökonomischen Zusammenhängen unter Einbeziehung moderner technischer Hilfsmittel sowie von Qualitätsmanagement (Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung).
Die Auswahl des Lehrstoffes und der Unterrichtsmethoden gehört zu den verantwortungsvollen Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer.
Es ist von den Lehrerinnen und Lehrern ein ausgewogenes Verhältnis von deklarativem, prozeduralem und kontextuellem Wissen anzustreben.
Um das allgemeine Bildungsziel zu erreichen, sind für die Unterrichtsarbeit folgende allgemeine didaktische Grundsätze zu berücksichtigen:
Unterrichtsplanung:
Die kontinuierliche Zusammenarbeit aller Lehrerinnen und Lehrer zum Zwecke des zeitgerechten Bereitstellens von Vorkenntnissen, der Nutzung von Synergien, des fächerübergreifenden Unterrichtes im Sinne ganzheitlicher Bildung ist erforderlich.
Diese notwendige Zusammenarbeit wird durch pädagogische Konferenzen, Beratungen, Teambildungen innerhalb des Lehrkörpers und andere Kommunikationsformen ermöglicht.
Entsprechende schriftliche Aufzeichnungen wie zB Lehrstoffverteilungspläne und (in Teams zu erarbeitende) Unterrichtsvorbereitungen sind zu führen.
Entsprechend den Erfordernissen sind inhaltlich und methodisch zu beachten:
- Aktualitätsbezug,
- Berücksichtigung der Lebens- und Erfahrungswelten der Schülerinnen und Schüler,
- Chancengleichheit der Geschlechter,
- regionale Besonderheiten,
- öffentliche Anlässe,
- fächerübergreifende Aspekte,
- Vielfalt von Lehr- und Lernformen,
- verschiedene Sozialformen,
- neue Informations- und Kommunikationstechnologien (Medieneinsatz) sowie
- im Sinne einer ganzheitlichen Bildung die Unterrichtsprinzipien Gesundheitserziehung, Erziehung zum interkulturellen Denken und Handeln, Erziehung zum europäischen Denken und Handeln, Lese- und Sprecherziehung, Medienerziehung, Musische Erziehung, Politische Bildung (einschließlich staatsbürgerliche Erziehung und Friedenserziehung), Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern, Sexualerziehung (einschließlich Erziehung zum partnerschaftlichen Verhalten zwischen den Geschlechtern), Umwelterziehung, Verkehrserziehung, Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt, Vorbereitung auf die Anwendung neuer Techniken, insbesondere der Informations- und Kommunikationstechniken, Wirtschaftserziehung (einschließlich Sparerziehung und Konsumentenerziehung) sowie umfassende Landesverteidigung.
Durchführung des Unterrichts:
Eine ausgewogene Balance zwischen Theorie und Praxis ist unerlässlich. Zu ihrer Gewährleistung können fallweise außerschulische Kontakte hergestellt, außerschulische Lernorte gewählt und Expertinnen und Experten einbezogen werden.
Auf den korrekten Gebrauch der Standardsprache ist in der Unterrichtsarbeit besonders zu achten.
Orientiert am neuesten Stand der Wissenschaft ist exemplarischem und projektorientiertem Lehren und Lernen ein großer Stellenwert einzuräumen. Hiebei ist allerdings darauf zu achten, dass den Schülerinnen und Schülern auch das nötige Ausmaß an Systematik und Überblickswissen vermittelt wird, das ihnen eine sinnvolle Einordnung des erworbenen Wissens ermöglicht.
Besondere Aspekte des Unterrichts:
- Auf ausreichenden Umgang mit Fachliteratur ist Wert zu legen.
- Systemisches Denken ist zu fördern.
- Die Hinführung zu wissenschaftlichem Arbeiten ist vorzusehen.
- Fehler und Misserfolge sind mögliche Bestandteile von Erkenntnis- und Lernprozessen und gegebenenfalls in die Unterrichtsarbeit einzubinden.
Sicherung des Unterrichtsertrages:
Als geeignete Formen sind anzuwenden:
- kontinuierliches, abwechslungsreiches, sinnvolles Zusammenfassen, Üben und Wiederholen des Wesentlichen,
- Anknüpfen an Gelerntes (bei Beachtung der Heterogenität der Voraussetzungen),
- Herstellen von Querverbindungen innerhalb des Unterrichtsgegenstandes und zwischen den Unterrichtsgegenständen,
- Anwendung des Gelernten in zunehmend variierenden Aufgabenstellungen und in verschiedenen Zusammenhängen,
- mündliche, schriftliche und praktische nachbereitende Hausübungen.
Förderunterricht:
Ein Förderunterricht kann in den in der Stundetafel vorgesehenen Pflichtgegenständen und im Rahmen der der Schule zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden angeboten werden.
Hinsichtlich der Organisation und des Ausmaßes des Förderunterrichtes wird auf die achte Fußnote zur Stundentafel (Abschnitt V) und hinsichtlich der Bildungs- und Lehraufgabe, der didaktischen Grundsätze und des Lehrstoffes wird auf die Bestimmungen im Abschnitt VII, Unterabschnitt F verwiesen.
Evaluation des Unterrichts:
Die Vor- und Nachbereitung der Unterrichtsarbeit gemäß § 17 des Schulunterrichtsgesetzes hat die Qualitätsentwicklung zu berücksichtigen. Wichtiger Bestandteil der Qualitätsentwicklung ist Selbstevaluation. Auf individueller Ebene haben die Lehrerinnen und Lehrer durch Feedback seitens der Schülerinnen und Schüler, der Erziehungsberechtigten sowie anderer Lehrerinnen und Lehrer ihre Unterrichtsarbeit zu evaluieren. Im Sinne umfassender Qualitätssicherung kann auch eine Fremdevaluation erfolgen.
IV. SCHULAUTONOME LEHRPLANBESTIMMUNGEN
Allgemeine Bestimmungen:
Schulautonome Lehrplanbestimmungen (§ 6 Abs. 1 des Schulorganisationsgesetzes) eröffnen in dem vorgegebenen Rahmen Freiräume im Bereich der Stundentafel, der durch den Lehrplan geregelten Inhalte des Unterrichts (Lehrpläne der einzelnen Unterrichtsgegenstände), der Lern- und Arbeitsformen sowie der Lernorganisation.
Für eine sinnvolle Nutzung dieser Freiräume ist die Orientierung an der jeweiligen Bedarfs- und Problemsituation in der Schule oder in der Klasse an einem bestimmten Schulstandort sowie an den daraus resultierenden Wunsch- bzw. Zielvorstellungen von wesentlicher Bedeutung. Die Nutzung der schulautonomen Freiräume bedarf eines an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, der Schulpartner insgesamt sowie des schulischen Umfeldes orientierten Konzeptes.
Das allgemeine Bildungsziel des Lehrplanes und die Erhaltung der Übertrittsmöglichkeiten sind zu beachten.
Die schulautonomen Lehrplanbestimmungen haben den zur Verfügung stehenden Rahmen an Lehrerwochenstunden und die Möglichkeiten der räumlichen und ausstattungsmäßigen Gegebenheiten der Schule zu beachten.
Besondere Bestimmungen:
Abweichungen von der Stundentafel können unter Beachtung der folgenden Bestimmungen vorgenommen werden:
- Der Pflichtgegenstand „Religion“ ist von der schulautonomen Gestaltung ausgenommen.
- Das Wochenstundenausmaß der einzelnen lehrplanmäßig festgelegten Pflichtgegenstände kann im Verlauf eines Ausbildungsganges im Gesamtausmaß von höchstens 10 Wochenstunden um höchstens je eine Wochenstunde reduziert werden, um – auch für eine Schwerpunktsetzung – im Ausmaß der Reduktionen zusätzliche Pflichtgegenstände bzw. verbindliche Übungen einzuführen und/oder das Stundenausmaß von vorgesehenen Pflichtgegenständen und/oder der verbindlichen Übung zu erhöhen.
- Werden Wochenstunden in einzelnen Pflichtgegenständen und/oder der verbindlichen Übung in eine andere Klasse verschoben, sind allenfalls die didaktischen Grundsätze und ist jedenfalls die jeweilige Aufteilung der Lehrstoffumschreibung zu adaptieren.
- Die Summe der Wochenstunden der Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen pro Klasse darf 39 Wochenstunden und bei zusätzlicher Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher an Horten (Zusatzausbildung Hortpädagogik) 40 Wochenstunden nicht überschreiten.
- Die Gesamtwochenstundenzahl aller Pflichtgegenstände und verbindlichen Übungen von 168 und bei zusätzlicher Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher an Horten (Zusatzausbildung Hortpädagogik) von 181 Wochenstunden darf nicht über- oder unterschritten werden.
- Eine schulautonome Schwerpunktsetzung darf im Verlauf der gesamten Ausbildung nicht weniger als sechs Wochenstunden betragen. Bestehen an einer Schule parallel geführte Klassen, so können jeweils gesonderte schulautonome Schwerpunktsetzungen festgelegt werden, wobei auf die (voraussichtliche) Anzahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Klassen insbesondere in den höheren Schulstufen Bedacht zu nehmen ist. Für schulautonome Schwerpunktsetzungen ist eine nähere Bezeichnung sowie die Bildungs- und Lehraufgabe festzulegen.
V. STUNDENTAFEL *1)
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände)
```
```
Wochenstunden Lehrver-
pflich-
A. Pflichtgegenstände Klasse Summe tungs-
gruppe
```
-
-
- 5.
-
```
```
```
```
Religion .............. 2 2 2 2 2 10 (III)
```
```
Pädagogik
```
(einschließlich
Pädagogische
Psychologie,
Pädagogische
Soziologie,
Philosophie) .......... - 2 2 3 3 10 II
```
Heil und
```
Sonderpädagogik ....... - - - 1 1 2 II
```
Didaktik .............. 2 2 2 2 2 10 II
```
```
Kindergartenpraxis *2) 2 2 4 4 4 16 III
```
```
Deutsch
```
(einschließlich
Sprecherziehung,
Kinder- und
Jugendliteratur) ...... 4 3 3 3 2 15 I
```
Lebende Fremdsprache/
```
Volksgruppensprache *3) 3 3 2 2 2 12 I
```
Geschichte und
```
Sozialkunde, Politische
Bildung ............... 2 1 2 - 2 7 III
```
Geographie und
```
Wirtschaftskunde ...... 2 - 2 2 - 6 (III)
```
Mathematik ............ 2 2 2 2 - 8 (II)
```
```
Physik ................ - 2 - 2 - 4 (III)
```
```
Chemie ................ - 2 2 - - 4 (III)
```
```
Biologie und
```
Umweltkunde
(einschließlich
Gesundheit und
Ernährung) ............ 2 2 1 2 - 7 III
```
Musikerziehung ........ 2 1 1 2 2 8 (IVa)
```
```
Instrumentalunterricht
```
```
Instrument (Gitarre/
```
Klavier/Akkordeon) *4) 2 1 1 1/0 - 5/4
```
Instrument
```
(Flöte/Violine) *4) ... - 1 1 0/1 - 2/3 IV
```
Rhythmisch-musikalische
```
Erziehung ............. - 1 1 1 1 4 IV
```
Bildnerische Erziehung 2 2 2 - - 6 (IVa)
```
```
Werkerziehung ......... 1 1 1 - - 3 (IV)
```
```
Textiles Gestalten .... 1 1 1 - - 3 IV
```
```
Seminar Bildnerische
```
Erziehung,
Werkerziehung, Textiles
Gestalten ............. 6
Schwerpunkt
Bildnerische Erziehung - - - 1 1 IVa
Schwerpunkt
Werkerziehung ......... - - - 1 1 IV
Schwerpunkt Textiles
Gestalten ............. - - - 1 1 IV
```
Bewegungserziehung;
```
Bewegung und Sport .... 2 2 2 2 3 11 IVa
```
Informatik und Medien . 1 1 1 - - 3 II
```
```
Seminar Organisation,
```
Management und Recht .. - - - - 2 2 II
```
Seminar Ernährung mit
```
praktischen Übungen ... 1 1 - - - 2 V
```
```
B. Verbindliche Übung
```
```
```
Seminar
```
Kommunikationspraxis
und Gruppendynamik .... - - - - 2 2 III
```
```
Gesamtwochenstundenzahl 33 35 35 34 31 168
```
```
```
```
C. Pflichtgegenstände der
zusätzlichen Ausbildung zur Wochenstunden Lehrver-
Erzieherin/zum Erzieher an pflich-
Horten (Zusatzausbildung Klasse Summe tungs-
Hortpädagogik) *5) gruppe
```
-
-
- 5.
-
```
```
```
```
Pädagogik/Hort ........ - - - 1 - 1 II
```
```
Didaktik der
```
Horterziehung ......... - - 1 1 2 4 II
```
Hortpraxis *2) ........ - - 1 2 2 5 III
```
```
Deutsch (Lernhilfe) ... - - - - 1 1 I
```
```
Lebende Fremdsprache
```
(Lernhilfe) ........... - - - - 1 1 (I)
```
Mathematik (Lernhilfe) - - - - 1 1 (II)
```
```
```
Summe (Zusatzausbildung
Hortpädagogik) - - 2 4 7 13
```
```
Gesamtwochenstundenzahl
inklusive Zusatzausbildung
Hortpädagogik 33 35 37 38 38 181
```
```
```
```
D. Freigegenstände
```
```
Seminar Stimmbildung .. - 1 - - - 1 V
Früherziehung *6)
Physiologische
Grundlagen ............ - - - - 1 1 III
Pädagogik und Didaktik
der Früherziehung ..... - - - 2 2 4 II
Didaktik der
Früherziehung ......... - - 1 - - 1 II
Früherziehungspraxis .. - - 1 2 - 3 III
Schulautonome
Freigegenstände *7)
```
```
E. unverbindliche Übungen
```
```
Früherziehung *6)
Früherziehungspraxis,
Kommunikation und
Persönlichkeitsbildung - - - - 3 3 III
Schulautonome unverbindliche Übungen *7)
```
```
F. Förderunterricht *8)
```
```
```
```
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)
LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN DER
Bildungs- und Lehraufgabe:
Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung
Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes in besonderer Weise ihre Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach sittlichen, religiösen und sozialen Werten mitzuwirken (nach § 2 des Schulorganisationsgesetzes). Der Religionsunterricht versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule. Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und kirchlichen Tradition seinen Standpunkt. Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen. Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die - entsprechend dem christlichen Menschenbild - davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz hin ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension.
Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts
In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Inhalt des Religionsunterrichts ist daher sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte. Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung. So trägt er auch zur Gestaltung des Schullebens bei.
Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft
Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine entsprechende Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Respekt gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch. Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft, sowie in Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren.
Stellung des Religionsunterrichts an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik
Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages dieser Schulart. Religiöse Bildung ist unverzichtbarer Bestandteil der Allgemein- und Persönlichkeitsbildung sowie der beruflichen Bildung. Die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik ist eine Anstalt der Lehrerbildung und der Erzieherbildung. Gemäß § 94 Abs. 2 des Schulorganisationsgesetzes können an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik Schülerinnen und Schüler auch zu Erzieherinnen und Erziehern an Horten ausgebildet werden. Daher wird an den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik mit Rücksicht auf den besonderen Charakter des Lehrbetriebes auch Religionspädagogik unterrichtet.
Im Kontext eines integrativen Ansatzes dieser Aspekte versteht sich der Religionsunterricht an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik mit seinen Beiträgen zur Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz als wesentlich vernetzender und vertiefender Teil im Bildungsgang der Schülerinnen und Schüler. Die Zusammenarbeit der Religionslehrerinnen und der Religionslehrer mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Unterrichtsgegenstände, insbesondere Pädagogik, Didaktik und Kindergartenpraxis ist anzustreben.
Im Bereich der Allgemeinbildung ist es wichtig unsere Kultur mit ihren jüdisch-christlichen Wurzeln zu verstehen. Religiöse Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart sollen für die Deutung heutiger Suchbewegungen fruchtbar werden. Dazu soll die Sprache der Religion, welche die Tiefendimension menschlicher Existenz erhellt, eingeübt werden.
Im Bereich der Persönlichkeitsbildung sind die Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Fähigkeiten, ihrer Biographie und ihren vielfältigen Entfaltungsmöglichkeiten zu achten. Entsprechende methodisch-didaktische Angebote der sozialpädagogischen Arbeit werden als Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung einbezogen.
Im Bereich der spezifischen Berufsausbildung sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Die persönlich biographische Auseinandersetzung mit den eigenen Werthaltungen, die die zukünftigen Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen zu Verantwortung und Authentizität befähigen soll.
Die Förderung der Sensibilität dafür, was dem Leben aller dient, aber auch, was Leben zerstört.
Die Unterstützung der zukünftigen Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen, die religiöse Entwicklung von Kindern kompetent zu begleiten.
Das Erkennen des christlichen Glaubenlernens im Sinne des Jesus von Nazaret als einen wechselseitigen Prozess liebevoller Kommunikation, in der die Hoffnungen, Freuden, Ängste und Sorgen der Beteiligten zum Ausdruck gebracht und im Lichte des Evangeliums interpretiert werden.
Als zentrale religionspädagogische Kompetenz, die Stärkung der Fähigkeit, die religiös-christlichen Dimensionen im eigenen Leben und im Zusammenleben mit den Kindern wahr zu nehmen und zu kommunizieren.
Ziele und Themenbereiche
Die Ziele im Religionsunterricht an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik beziehen sich auch auf die religionspädagogische Arbeit der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Kindergartenpraxis.
Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler ...
... sich in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen der Sinnfrage stellen, verschiedene Wege der Bewältigung von Leid, Schuld und Tod kennen lernen und mit der erlösenden Verheißung im Christentum vertraut werden,
insbesondere auch Kinder mit ihren Chancen und Grenzen, in ihren Lebenssituationen und in ihrem Scheitern wahrnehmen und Möglichkeiten suchen, wie sie in ihren Fragen nach Glück und Erfüllung, nach Tod, Schuld und Leid im Sinne der christlichen Erlösungsbotschaft hilfreich begleitet werden können. Heil - Unhei
l - Erlösung
... sich selbst mit all ihren Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten
annehmen, sowie ihre Fragen nach Gott ausdrücken lernen,
insbesondere ausgehend von der persönlichen Auseinandersetzung auch die philosophisch - theologischen Fragen von Kindern wahrnehmen und aufgreifen. Gott – Gottesfrage
... ihre Sozialität unter dem Anspruch der Liebe entfalten, Feste als Ausdruck der Gemeinschaft verstehen, insbesondere die Bedeutung von grenzüberschreitenden Gemeinschaftserlebnissen in der Arbeit mit den Kindern erkennen und sich darin einüben, Rituale und religiöse Feste gemeinschaftlich zu gestalten. Glaube - Kirche – Feste
... zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig werden,
sich besonders mit der Frage der Gewissensbildung, dem Verständnis von Gut und Böse bei Kindern auseinander setzen und dabei den Gerechtigkeitssinn von Kindern sowie ihre Empathiefähigkeit Schwächeren und Hilfsbedürftigen gegenüber unterstützen. Freiheit – Verantwortung
... das Humanum als Maß für Arbeitswelt, Wirtschaft und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten können,
insbesondere marktwirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten und gesellschaftspolitische Entwicklungen verstehen lernen, in ihrer Arbeit im Rahmen der Kindergartenpraxis berücksichtigen, aufzeigen, wie diese das Leben der Kinder beeinflussen und sich dabei am Beispiel Jesu orientieren. Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
... den Kosmos als von Gott anvertraut sowie sich selbst als Geschöpf Gottes erfahren und für die Schöpfung Sorge tragen,
insbesondere die ursprüngliche Fähigkeit von Kindern stärken, staunend das Wunder der Schöpfung wahrzunehmen und sich in einen geschlechterbewussten Umgang mit Mädchen und Buben, Frauen und Männern, Müttern und Vätern einzuüben. Schöpfung – Geschöpflichkeit
.... Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, im biblischen Offenbarungswort und in der kirchlichen Überlieferung begegnen,
insbesondere ausgehend von einer geleiteten persönlichen Auseinandersetzung mit den biblischen Schriften im religionspädagogischen Umgang mit der Bibel kompetenter werden und die befreiende Kraft dieser Texte in der Arbeit mit den Kindern vermitteln können. Bibel – Tradition
... sich mit der säkularen Bilder- und Medienwelt auch in ihrer religiösen Dimension auseinander setzen, mit der Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seiner vielfältigen Kultur prägenden Kraft vertraut werden und sich in unterschiedliche Formen von Spiritualität einüben,
insbesondere durch das reflektierte Erleben von Alltagsritualen, Gebetsformen, Stilleübungen usw. ihre Bedeutung für die persönliche Entwicklung erkennen, Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes erfahren und dadurch die Grundlage erwerben für die Fähigkeit zur Vermittlung an das Kleinkind. Symbole – Rituale – Sakramente
... wichtige Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen kennen lernen und sich im Geiste Jesus und des II. Vatikanums respektvoll und kritisch mit ihnen auseinander setzen,
insbesondere die Individualität der Kinder in Bezug auf ihre Interessen, Stärken, Schwächen sowie religiösen Zugänge wert schätzen und sie auch in ihrer Unterschiedlichkeit bezüglich Herkunftsfamilie und religiöser Kulturen wahr- und ernst nehmen und angesichts der gegenwärtigen kulturellen und religiösen Vielfalt religionspädagogische Modelle kennen lernen, die schon bei Kindern nicht nur die Toleranz, sondern auch den Respekt gegenüber anderen Kulturen und Religionen zu fördern verstehen. Kultur - Religion – Religionen
Didaktische Grundsätze
Der Lehrplan für den Religionsunterricht an den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik ist in Verbindung mit dem Gesamtlehrplan zu lesen und ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter.
Dieser ermöglicht den Religionslehrerinnen und Religionslehrern Veränderungen und Neues in Kultur, Gesellschaft, Pädagogik und Religion zu berücksichtigen sowie die einzelnen Lehrplaninhalte den schulspezifischen und situationsspezifischen Zielsetzungen gemäß zu gewichten.
Im Religionsunterricht an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik ist besonders darauf Wert zu legen, dass die Themenbereiche als verbindliche Unterrichtsinhalte in allen Klassen sowohl theologisch als auch religionspädagogisch erarbeitet, wiederholt, vertieft und im Zusammenhang mit der fortschreitenden Praxis reflektiert und von ihr her besser verstanden werden. Dabei ist auf den Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler zu achten.
Die Einzelthemen können situations- und zielgruppenorientiert ausgewählt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Themenbereich so repräsentativ und elementar wie möglich dargestellt wird.
Die Schülerinnen und Schüler sind durch die Anforderungen ihrer praktischen Ausbildung in denjeweiligen Einrichtungen besonders herausgefordert, weil sie die Situation des Kindes in den Blick nehmen, psychologische und religionspädagogische Inhalte sehen müssen und selbst noch im eigenen, auch religiösen Entwicklungsprozess stehen.
Das Prinzip der Praxisbezogenheit will die Schülerinnen und Schüler in dieser Situation ernst nehmen und ihnen helfen, die religionspädagogischen Bezüge zu sehen und umzusetzen. Besonders im Bereich der Elternarbeit sollen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit entfalten, über religionspädagogische Zugänge offen informieren zu können und Eltern zu ermutigen, die Religiosität ihrer Kinder ernst zu nehmen.
Die allgemeinen didaktischen Prinzipien sind im Lehrplan der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, Abschnitt III, Allgemeine didaktische Grundsätze, nachzulesen.
Religionsdidaktische Prinzipien
Diese umfassen insbesondere die Berücksichtigung bzw. Förderung ...
... der Korrelationsdidaktik
... des Verstehens der Bilder- und Symbolsprache
... die geschichtliche Dimension der Themen
... der Ökumene
... des interreligiösen Dialogs
... der Spiritualität
... der religiösen Entwicklung
... des Lernens an Hand von Lebens- und Glaubensgeschichten
... des biblischen Lernens
... des Lernens durch religiöse Übungen.
Religionspädagogische Prinzipien für die Praxis religiöser Erziehung in den Kindergärten und anderen pädagogischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche
Diese umfassen insbesondere die Berücksichtigung bzw. Förderung ...
... der Wahrnehmungsfähigkeit in Bezug auf die Selbstoffenbarung
Gottes im alltäglichen Zusammenleben mit den Kindern in den
Kindergärten und anderen pädagogischen Einrichtungen für Kinder und
Jugendliche.
... der Kompetenz im Umgang mit dem situativen Ansatz, zB
Situationen, die spirituell-religiöses Lernen begünstigen,
aufgreifen und in die Weiterarbeit einbeziehen.
... der Multireligiosität und der konfessionellen Vielfalt, zB
Beachtung des Kindes in seiner individuellen Religiosität, Beachtung
seiner Lebenswelt in seiner je spezifischen Kultur und Religion.
... der Fähigkeit, die theologischen sowie philosophischen Fragen
und Gedanken der Kinder im Sinne eines Theologisierens mit Kindern
wertschätzend aufgreifen zu können.
... der Reflexion und kritischen Auseinandersetzung mit den neuesten
Erkenntnissen in der Religionspädagogik und Entwicklungspsychologie
und mit relevanten Bildungskonzepten.
... der Handlungsorientierung, zB das Bemühen darum,
spirituell-religiöse Grunderfahrungen im pädagogischen Handeln, im
alltäglichen Zusammenleben erlebbar werden zu lassen.
... der religionspädagogischen Elementarisierung, dh. altersgemäße
und zielgruppenorientierte Adaptierung ohne Verkürzung des Inhaltes.
Lehrstoff:
Klasse
Gott – Gottesfrage
Gottesbilder der Schülerinnen und Schüler
Gottesfrage in den Religionen
Vielfalt der biblischen Gottesbilder
Jesus Christus, Sohn Gottes
Glaube – Kirche – Feste
Freizeit gestalten – das Leben feiern
Festkultur innerhalb und/oder außerhalb der Kirche
Sonntag – Tag des Herrn, Tag des Menschen
Kirchenjahr – Liturgie der zentralen Feste
Unterwegs sein – Wallfahrten
Freiheit und Verantwortung
Leben in sozialen Bezügen - vom Ich zum Du zum Wir
Erfahrungen in der Herkunftsfamilie
Gewalterfahrung – Konflikte – Konfliktbewältigung
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
Glaubensgeschichten
Vorbilder im Glauben und im Leben
Heilige – Frauen und Männer
Schöpfung – Geschöpflichkeit
Staunen über den Kosmos – Furcht und Ehrfurcht
Der Mensch als Geschöpf und Mitschöpfer
Individualität – Identität – Würde des Menschen
Bibel – Tradition
Heilige Schrift – Erfahrungen und Zugänge
Abraham – Vater des Glaubens
Bibeltexte im Kirchenjahr
Symbole – Rituale – Sakramente
Was Jugendlichen „heilig“ ist – Symbolerfahrung
Rituale und Symbole im Alltag der Schülerinnen und Schüler
Liturgische Riten – Liturgieverständnis
Das Sakrament der Eucharistie
Kultur – Religion - Religionen
Erscheinungsformen des Religiösen
Heilige Zeichen, Orte, Zeiten
Kirchen, Religionen und religiöse Gemeinschaften
Klasse
Gott – Gottesfrage
Biographische Auseinandersetzung mit dem eigenen Gottesbild
Orientierung am Gottesbild Jesu
Förderung eines positiven Gottesbildes
Offenbarung und Wirken Gottes in der Geschichte und der Glaube an
den dreifaltigen Gott
Glaube – Kirche – Feste
Geschichte der Kirche
Christliche Kirchen – Ökumene
Glaubensbekenntnisse
Weihnachtsfestkreis - Osterfestkreis
Freiheit und Verantwortung
Leben in Entscheidungen
Werte und Normen vor dem Hintergrund der Freiheit
Klärung der Begriffe: gut – böse, Ethik –Moral, Gewissen –
Verantwortung
Verantwortungsvoller Umgang mit der Freiheit
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
Das Leben und die Lebenspraxis Jesu Menschenfreundlichkeit Gottes
„Jesuanische Pädagogik“
Schöpfung – Geschöpflichkeit
In Beziehung mit der Schöpfung leben – Spiritualität und Verantwortung
Wesen, Wert, Chancen, Gefahren und Entwicklungen von Beziehungen
Peer group, Freundschaft, Partnerschaft
Auf dem Weg zur Intimität
Bibel – Tradition
Evangelium – Evangelien
Von Jesus zum Christentum, der zweiten abrahamitischen Religion
Grundzüge biblischer Ethik
Symbole – Rituale – Sakramente
Gebetserziehung
Formen des Gebetes, Haltungen, meditative Übungen, religiöse Sprache Kräfteschulung – ganzheitlich-sinnorientierte Pädagogik Christliche Symbole in unserer Lebenswelt
Verwendung religiöser Symbole in einer säkularisierten Welt
Kultur – Religion - Religionen
Das Volk Israel als Empfänger des Ersten Testaments
Das Judentum als erste abrahamitische Religion Aufbruchbewegungen in der Kirche
Religiöse Sondergemeinschaften, okkulte Phänomene, Esoterik
Klasse
Gott – Gottesfrage
Zuspruchserfahrungen von Gottes Liebe im eigenen Leben und in der Geschichte
Gottes- und Nächstenliebe als Antwort
Gottesbilder der Kinder
Aufbau einer Gottesbeziehung – mit Kindern von Gott reden
Glaube – Kirche – Feste
Dienst am Menschen, Diakonia – Martyria – Liturgia
Weltethos, das Gebot der Nächstenliebe
Mit Kindern das Kirchenjahr gestalten
Kinder im Gottesdienst
Freiheit und Verantwortung
Menschenwürde – Menschenrechte – Menschenpflichten
Verantwortung für das ungeborene Leben, Humangenetik
Einstellung zur Krankheit, Alter, Tod – menschenwürdiges Sterben
Aktuelle Fragen angewandter Ethik
Erziehung zum mündigen Christen
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
Die Abba-Beziehung Jesu
Kultkritik – Sozialkritik – christliche Soziallehre Prophetinnen und Propheten des Ersten Testaments
Schöpfung – Geschöpflichkeit
Fragestellungen ökologischer, sozialer und ökonomischer
Nachhaltigkeit
Pädagogik der Langsamkeit
Bibel – Tradition
Mose und die Exoduserzählung
Dekalog und Bergpredigt
Paulus und die neutestamentlichen Briefe
Symbole – Rituale – Sakramente
Symbolerziehung
Symbole des Verzeihens, des Versöhnens und des Neubeginns
Sakrament der Taufe und der Firmung
Sakrament der Versöhnung, Sakrament der Krankensalbung
Kultur – Religion - Religionen
Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit
Islam als dritte abrahamitische Religion
Die religiöse Entwicklung des Kindes, religiöse Entwicklungsstufen
Klasse
Gott – Gottesfrage
Reich Gottes – Barmherzigkeit, Vergebung und Versöhnung als Zeichen
des Gottesreiches
Radikale Lebens- und Gottsuche
Philosophieren und Theologisieren mit Kindern
Glaube – Kirche – Feste
Ausdruck des Glaubens
Vielfalt der Kirchenbilder
Kunst und Kirche
Freiheit und Verantwortung
Gewissen – Gewissensentfaltung
Gewissensbildung und Werteerziehung im Kindergarten und anderen
pädagogischen Einrichtungen
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum Zivilcourage in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kirche Aufbrüche und Umbrüche – Umgang mit Neuem Religionspädagogische Innovationen und Entwicklungen
Schöpfung – Geschöpflichkeit
Als Mann und Frau geschaffen, Frau sein – Mann sein Körperlichkeit und Sexualität, Vielfalt sexueller Orientierungen Sexualerziehung im Kindergarten und anderen pädagogischen
Einrichtungen
Partnerschaft und Familie, Singleleben, Ehelosigkeit Sakrament der Ehe
Bibel – Tradition
Literarische Gattungen
Psalmen
Biblische Geschichten (Erstes Testament – Zweites Testament)
Biblisches Erzählen – Narrative Theologie
Symbole – Rituale – Sakramente
Die Bedeutung von Symbolen in der modernen Welt für die kindliche
Entwicklung
Symbolgeschichten und Symbolgestalten
Kultur – Religion - Religionen
Multikulturelles und interkulturelles Lernen
Respekt – Begegnung – Vorschriften – Rituale
Kultur als schöpferische Lebensäußerung, Kunst und Religion
Religionskritik
Klasse
Gott – Gottesfrage
Vom Urvertrauen zum Gottvertrauen
Zusammenhang zwischen Grundvertrauen und Gottesglauben
Geschäft mit existentiellen Sehnsüchten
Glaube – Kirche – Feste
Struktur der Kirche, kirchliche Ämter für Frauen und Männer Dienst am Kind und am Jugendlichen
Einrichtungen kirchlicher Trägerschaft und ihr Engagement für Kinder und Jugendliche
Freiheit und Verantwortung
Berufsethik
Beruf – Berufung
Macht und Ohnmacht, Erfolg und Misserfolg in der Arbeit mit Kindern
Elternarbeit zu religiösen Themen
Religiöse Weiterbildung – Notwendigkeit und Angebote
Vorbild Jesus von Nazaret – prophetisches Christentum
Der Umgang von Jesus mit Frauen und Kindern
Der Priester als Zeichen – das Sakrament der Priesterweihe
Frauen in Bibel, Kirche und Gesellschaft
Feministische Theologie
Schöpfung – Geschöpflichkeit
Schöpfung und Evolution – religiöse und philosophische Zugänge Schöpfung mit Kindern erleben und feiern
Bibel – Tradition
Bibel und Literatur
Kinderbibeln - Auswahlkriterien
Symbole – Rituale – Sakramente
Sakramentenverständnis
Liturgische Feiern mit Kindern und Jugendlichen
Theologie und Feier der Sakramente
Formen der Marienverehrung - Maria
Kultur – Religion - Religionen
Weltreligionen im Dialog
Arbeiten mit multikulturellen und multireligiösen Kindergruppen Religiöse Praxis im Alltag einer säkularisierten Gesellschaft Erscheinungsformen des Atheismus
Das Bild des Kindes, die Stellung der Frau in den Weltreligionen
LEHRPLAN FÜR DEN EVANGELISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN DER
Bildungs- und Lehraufgabe
Die Schüler und Schülerinnen sollen befähigt werden,
- den eigenen religiösen „Standort“ bestimmen und formulieren zu können
- sich eigenständig und kritisch aus christlicher Sicht zu aktuellen Problemen und Konflikten zu äußern
- sich verantwortungsbewusst und mündig in Alltag und Welt von heute einzubringen
- religionspädagogisch verantwortlich im Umgang mit Kindern zu arbeiten und deren Bedürfnisse zu erkennen und aufzugreifen
- Gelerntes kindgerecht in die Praxis umsetzen zu können
- grundlegende Kenntnisse des christlich-evangelischen Glaubens zu erlangen
- anderen Religionen offen zu begegnen, ohne dabei die eigenen christlichen Grundsätze aufzugeben
Didaktische Grundsätze
Die Einteilung des Unterrichtsstoffes erfolgt nach Bausteinen/Modulen ohne Klassenzuordnung, wobei eine Beschränkung auf wesentliche religiöse Inhalte unter besonderer Berücksichtigung evangelischer Spezifika erfolgt. Deshalb ist die Aufteilung des Lehrstoffes auf die einzelnen Schulstufen im gegenständlichen Lehrplan nicht mehr enthalten. Sie soll in Zukunft je nach Unterrichtssituation und autonom erfolgen, wobei die Fachinspektoren darauf zu achten haben, dass § 6 Abs. 2 lit. d des Schulorganisationsgesetzes berücksichtigt wird.
Eine Vernetzung der verschiedenen Module ist möglich und wünschenswert, dabei kann ein Thema unter verschiedenen Aspekten erarbeitet werden.
Inhaltliche Schwerpunkte und die Reihung des Stoffes wählt der/die Lehrer/in gruppenspezifisch und kann so gegebenenfalls der Form des klassenübergreifenden wie des fächerübergreifenden Unterrichts gerecht werden.
Die einzelnen inhaltlichen Punkte verstehen sich als Möglichkeiten. Es liegt in der fachlichen Kompetenz des/der Lehrers/in aus der Vielfalt der vorliegenden, möglichen Lehrinhalte jeweils der Unterrichtssituation entsprechend auszuwählen.
Der Unterricht in der 1. und 2. Klasse hat einen persönlichkeitsbildenden Schwerpunkt und behandelt vor allem religiöse Inhalte, die auf die Lebenssituation und altersspezifische Fragen der Schüler/innen eingehen.
Ab der 3. Klasse wird religionspädagogischen Themen verstärkt Raum gegeben.
Durch das Modulsystem wird ein fächerübergreifender Unterricht erleichtert, außerdem berücksichtigen die Themen-Bausteine die von anderen Unterrichtsgegenständen vorgeschlagenen Anknüpfungsmöglichkeiten.
Die Zuordnung der Themenbereiche erfolgt vor allem unter Berücksichtigung religionspädagogischer Aspekte für die Praxis im Kindergarten und im Hinblick auf die Bedürfnisse des Kindes, wodurch auch der Themenbereich "Kind" eine Ausweitung erfahren hat.
Christliche Grundzüge wie Toleranz und gegenseitige Akzeptanz werden sowohl im Umgang miteinander als auch mit den Kindern als unverzichtbar angesehen für das Miteinander in einer zunehmend multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft.
Weiters soll der Beitrag des Christentums für die Aufarbeitung und Bewältigung verschiedenster Lebens- und Weltsituationen relevant sein.
Lehrstoff
bis 5. Klasse
Gott
Der biblische/christliche Gottesbegriff
Gottesvorstellungen und Gottesbilder
Umgang mit der eigenen Gottesvorstellung
Kind und Gott / kindliche Gottesvorstellungen
Atheismus und Religionskritik
Spiele und Feste
als Teil menschlichen Lebens
als Bestandteil religiösen Lebens
Lebensfeste und Feste in Kirchenjahr und Jahreskreis
Feste in der Kirche (Ort)
Der Gottesdienst als Fest
Ritualisierung von christlichen Festen
Feiern mit Kindern /Kinderoffenes Abendmahl
Theoretische und praktische Umsetzung von Feiern
„Neue“ Feste als Anfrage und Aufgabe
Interreligiöses und multikulturelles Feiern
Feiern in einer „Fun“- und „Action“-Gesellschaft
Feier- und Ruhetage (Sabbat/Sonntag)
Glauben kennen lernen, erfahren und weitergeben
Glaubensformen, -begriffe und -definitionen
Die Reformation und deren Auswirkung auf christlichen Glauben
Evangelische Glaubensvorstellung benennen können
Christliche Konfessionen in ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden Umgang mit anderen Konfessionen
Die Evangelische Kirche in Österreich und ihre Geschichte Glauben in ganzheitlicher Sicht
Problematik der Vermittlung von Religion
Religionspädagogische Konzepte
Die Glaubenswelt und -möglichkeiten von Kindern
Faktoren „religiöser“ Erziehung
Die religiösen Entwicklungsstufen im Leben des Kindes
Die Bibel als Grundquelle christlichen Glaubens
Der biblische Kanon
Historischer Jesus und seine Umwelt
Jesu Rede von Gott und sein Handeln
Grundzüge paulinischer Theologie
Die Aufnahme biblischer/christlicher Inhalte und Traditionen in
diversen Medien
Die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens
Wahrheitsfrage
Religiöse Ausdrucksformen
Formen religiöser Äußerungen verstehen
Religiöse Erfahrungen im Alltag
Kinder in ihren religiösen Bedürfnissen verstehen, begleiten und
fördern
Gebet als religiöse Äußerung
Kind und Gebet
Bedeutung von Symbolen und religiöser Sprache
Religiöse Erfahrungen in (kindgerechte) Sprache fassen
Religiöse Bekenntnisse
Neue religiöse Gruppierungen (Esoterik) und Sonderformen (Sekten)
Hoffnung
Der christliche Hoffnungsbegriff und dessen Auswirkungen
Hoffnung als Lebenselement
Apokalyptik und Offenbarung
Propheten
Zukunftsentwürfe und Weltvorstellungen
Christliche Rechtfertigungslehre
Reich Gottes
Kinder als Zeichen der Hoffnung
Gebet als Ausdruck der Hoffnung
Beziehungen und Gemeinschaft
Menschliche Beziehungen in ihren vielfältigen Formen kennen lernen Eigene Beziehungsvorstellungen erkennen und reflektieren Gesellschaftlicher Wandel von Lebens- und Gesellschaftsformen und aktualisierte christliche Antworten
Erwachsenen-Kind- und Eltern-Kind-Beziehung
Freundschaft, Partnerschaft, Liebe, Sexualität, Ehe und Familie Geschichtliche Gebundenheit von Rollenbildern und deren christliche
Reflexion
Christliche Wertvorstellungen als Beitrag für das Leben des Einzelnen und der Gesellschaft
Gewissen und Möglichkeiten der Urteilsfindung aus christlicher Sicht
Stellenwert von Religion/Kirche
Kirche und Macht
Religion und Kirche in ihrem Verhältnis zum Staat
Die Rolle der Kirche im Laufe der Geschichte
Grundkenntnisse der Weltreligionen
Anforderungen und Anfragen einer multikulturellen und
multireligiösen Gesellschaft
Lebensgeschichte und Schülerpersönlichkeit
Reflexion des eigenen Lebensweges und Ausblick
Persönliche Religiosität reflektieren
Den eigenen Standpunkt bestimmen können
Verschiedene Möglichkeiten von Lebensgestaltung und Sinngebung Leistungsdenken in Schule und Beruf und dessen Auswirkung auf den Menschen
Freiheit und Bindung
Einfluss von Medien auf die (eigene) Lebensgestaltung Medienangebote auf weltanschauliche und religiöse Motive hinterfragen lernen
Kinder
Gottesdienst für Kinder/mit Kindern
Methodik und Praxis biblischen Erzählens
Bibeln und Vorlesebücher für Kinder
Kinderliturgie
Kinderoffenes Abendmahl
Religionspädagogische Ansätze und Konzepte
Kind und Tod
Kind und Krankheit/Leid/Krieg
Gewalt gegen Kinder
Religiöse Bilderbücher
Religiöse Kinderlieder
Gebetbücher für Kinder
Beten mit Kindern
Kindgerechte kreative Umsetzung religiöser Inhalte
Kindgerechter Einsatz von Medien
Kindgemäßes Feiern religiöser Feste
Methodik und Praxis des Jahresfestkreises für Kinder umzusetzen
Fremde Kinder
Kinder in verschiedenen Religionen
Leben und Umwelt
Das christlicher Menschenbild und seine Konsequenzen Wert und Würde des Lebens
Bedrohtes Leben: Abtreibung, Todesstrafe, Suizid und Euthanasie
Menschenrechte und Christentum
Die 10 Gebote als Regeln für das Leben
Friedensethik und Gewaltlosigkeit
Jesu Handeln und Reden als Lebensmaßstab
Rassismus
Optionen für Randgruppen
Formen des Widerstands
Mensch, Umwelt und Natur
Die biblische Rede von der Schöpfung als Zu- und Anspruch
Der Mensch als Geschöpf Gottes
Problematik der Gentechnik
Eine Welt
Diakonie – Auftrag für das Leben
Tod und Sterben
Sinnstiftende Lebenskomponenten
Arbeit, Arbeitslosigkeit, Freizeit, Erholung
Umgang mit Macht
Mensch und Technik (Gentechnik ua.)
ALTKATHOLISCHER RELIGIONSUNTERRICHT
Siehe BGBl. Nr. 514/1992.
LEHRPLAN FÜR DEN ISLAMISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN DER
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Islamische Religionsunterricht leistet im Rahmen des Erziehungs- und Bildungsauftrags der Schule einen eigenständigen Beitrag. Er trägt der religiösen Dimension von Bildung und Erziehung Rechnung und versteht sich als Angebot an die zukünftigen KindergärtnerInnen. Er greift die Lebenssituation dieser jungen Menschen auf und gibt Hilfen, das Leben bewusst und sinnerfüllt wahrzunehmen, indem er auf altersgemäße Weise in die elementaren religiösen Grundlagen des Islam einführt.
Er geht ein auf grundlegende Lebensumstände und menschliche Erfahrungen wie Freude, Traurigkeit, Krankheit, Tod, Leben, Geborgenheit, Sicherheit, Freiheit, Vertrauen, Zuversicht und thematisiert Eigenschaften wie Großzügigkeit, Bescheidenheit, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, Liebe, Fürsorge und Respekt, Toleranz und Geduld.
Der Islamische Religionsunterricht:
- motiviert und leitet dazu an, die Frage nach Gott zu stellen, und sich mit der Frage nach Sinn und Ziel allen Lebens und allen Daseins auseinander zu setzen. Er eröffnet und reflektiert die Antworten des Korans und des Islam. Er führt darauf hin, in Orientierung auf Gott und in Bezug auf die Schöpfung, die Verantwortung als Mensch zu erkennen, den Zusammenhang von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung wahrzunehmen und sich einzusetzen für ein Leben in Freiheit und sozialer Verantwortung.
- erschließt hinterfragend die religiösen Wahrheiten. Durch die Verbindung von Wissen und Erfahrungen der Menschen erzieht er zu Kritik- und Urteilsfähigkeit und befähigt, das Religiöse bewusst als wesentliches Element von Lebensführung wahrzunehmen.
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RIS
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