Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Lehrpläne für die Handelsakademie und die Handelsschule; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht
- vernetztes Denken bei der Bearbeitung von einfachen und komplexen Fällen zeigen und
- Software zielorientiert und den Anforderungen des jeweiligen Falles entsprechend einsetzen können.
Lehrstoff:
II. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Techniken der Kommunikation und Präsentation (Wiederholung und Vertiefung):
Arten der Kommunikation, Gruppenprozesse, Teamentwicklung, Feed-back; Präsentation und Medieneinsatz.
Vorbereitung, Führung und Nachbereitung von Gesprächen im betrieblichen Alltag.
Betriebliche Kommunikation:
Gesprächsführung mit Vor- und Nachbereitung, Argumentationstechniken, Verkaufstechniken und Verhandlungstechniken, einfache Verkaufsgespräche mit Feed-back und Videoeinsatz, kundenorientiertes Telefonieren, Führen von Gesprächsnotizen, Standardsituationen im Call-Center, Präsentationstechniken (softwareunterstützt).
Praktische Geschäftsfälle unter Bezugnahme auf dem Basislehrstoff in Betriebswirtschaft und Rechnungswesen im Hinblick auf die Übungsfirma unter Einsatz moderner Büro-, Informations- und Kommunikationstechnologie. Selbstständige Informationsbeschaffung für betriebliche Zwecke.
Kunden- und Lieferantenkontakte, Stammkundenpflege.
Büroorganisation:
Ergonomie und Büroplanung, Ablagesysteme (auch softwareunterstützt).
Erweiterungslehrstoff:
Formularbearbeitung. Miniprojekte. Umgang mit Kundendatenbanken. Der Konsument als Kunde.
Einfache Unternehmensplanspiele. Vorbereitung des Betriebspraktikums.
IT-Bezug:
Suchmaschinen, E-Mail, Büroplanungsprogramme, Electronic Banking. Einsatz von Präsentationsprogrammen, Kundendatenbanken, Tabellenkalkulation, Textverarbeitungssoftware.
Übungsfirmen-Konnex:
Sämtliche Lehrinhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Betriebliche Kommunikation:
Verkaufstechniken in anspruchsvollen Kundensituationen und Verhandlungstaktik, Verkauf von Dienstleistungen,
Umgang mit Kundenkonflikten (auch am Telefon mit Aufzeichnungen).
Übung schwieriger Call-Center-Situationen.
Konfliktmanagement.
Organisation und Leitung von Besprechungen, Moderationstechniken.
Präsentation mit Multimediaeinsatz.
Kreativitätstechniken.
Grundlagen des Projekt- und Qualitätsmanagements:
Projekte (zB Unternehmensgründung, Börsespiel)
Bewerbung:
Schriftlich und mündlich, Bewerbungstraining.
Vorbereitung auf die Arbeit in der Übungsfirma unter Anwendung von
Projekt- und Qualitätsmanagementmethoden.
Komplexe Geschäftsfälle auf dem Basislehrstoff in Betriebswirtschaft und Rechnungswesen. Aufbau- und Ablauforganisation.
Erweiterungslehrstoff:
Sales Management. Protokollführung und Protokollgestaltung. Erstellung und Auswertung von einfachen Fragebögen. Customer-Relationship-Management. Nachbereitung des Betriebspraktikums.
IT-Bezug:
Auswertung von Fragebögen. Protokollgestaltung.
Datenbankverwaltung.
Übungsfirmen-Konnex:
Sämtliche Lehrinhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Arbeiten im betriebswirtschaftlichen Zentrum in verschiedenen Funktionen (wie zB Administration, Rechnungswesen mit Steuer- und Abgabewesen, Beschaffung, Investition und Finanzierung, Personalwesen, Absatz, Import und Export, Controlling, Qualitätsmanagement) unter Einsatz der in der Praxis verwendeten aktuellen Büro-, Informations- und Kommunikationstechnologien und Software (zB EBusiness).
Präsentation der Übungsfirma in der Öffentlichkeit.
Situationsadäquates Verhalten im Bereich der betrieblichen Kommunikation.
Übernahme mehrerer Funktionen im Rahmen der Jobrotation. Dienstzeugnis.
Erweiterungslehrstoff:
Kommunikation in mindestens einer Fremdsprache. Erstellen eines Businessplans. Customer-Relationship-Management und Key-Account-Management. Implementierung eines anerkannten Qualitätsmanagementsystems. Durchführung des Jahresabschlusses und Erstellen der Steuererklärungen.
IT-Bezug:
Internet, Mailprogramm, Homepagebetreuung, E-Business, anwendungsorientierter Einsatz aktueller Software.
V. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Vertiefende Wiederholung und Aktualisierung:
Lehrstoffinhalte aus den Pflichtgegenständen „Betriebswirtschaft“ und „Rechnungswesen und Controlling“ aller Jahrgänge unter Verwendung der zur Bearbeitung der betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen erforderlichen Softwarepakete.
Betriebswirtschaftliche Fallbeispiele und Fallstudien:
Fallbeispiele mit integrierten Aufgabenstellungen und steigendem Schwierigkeitsgrad.
IT-Bezug:
Datenbankverwaltung. Betriebswirtschaftliche Standardsoftware. Unternehmensplanspiele.
Übungsfirmen-Konnex:
Einbeziehung und Weiterentwicklung der Erfahrungen aus der Arbeit in der Übungsfirma.
Schularbeiten:
Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig).
RECHNUNGSWESEN UND CONTROLLING
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Durchführung von Arbeiten in wesentlichen Teilbereichen des betrieblichen Rechnungswesens erlangen,
- die typischen Rechenabläufe des wirtschaftlichen Rechnens für die Lösung betriebswirtschaftlicher Aufgaben anwenden können,
- Kenntnisse über die Rechtsgrundlagen des Rechnungswesens erwerben und die Folgen von Rechtswidrigkeiten erkennen können,
- laufende Geschäftsfälle verbuchen und die damit zusammenhängenden steuerlichen Probleme lösen können,
- grundlegende Zusammenhänge der Kostenrechnung verstehen sowie die Kostenrechnung zur Preisbildung, als Entscheidungs- und Planungsinstrument sowie für die Ergebnisrechnung einsetzen können,
- Aufgaben der Personalverrechnung (einschließlich Verbuchung und Schriftverkehr) lösen können,
- Jahresabschlüsse, im Besonderen einer kleinen GmbH, in einfacher Form erstellen und interpretieren können,
- laufende Auswertungen der Zahlen des dokumentären Rechnungswesens vornehmen sowie Kennzahlen errechnen und interpretieren können,
- sich grundlegende Kenntnisse des Steuerrechtes (einschließlich Schriftverkehr) aneignen und in allen Teilbereichen des Rechnungswesens anwenden können,
- Belege datenverarbeitungsgerecht kontieren und die Daten sicher und rasch erfassen können,
- Computerausdrucke lesen, kontrollieren und interpretieren können,
- die Notwendigkeit der laufenden Datensicherung und des Datenschutzes verstehen und beachten,
- die Ergebnisse auswerten, darstellen und präsentieren können sowie
- die Bedeutung eines funktionsfähigen Rechnungswesens und Controllings für das einzelne Unternehmen und für die Gesamtwirtschaft erkennen.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Grundlagen des wirtschaftlichen Rechnens; Rechenfertigkeiten und Zahlenverständnis (Schätzen).
Grundlagen des Rechnungswesens:
Begriff; Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens; Buchführungssysteme.
System der doppelten Buchführung:
Begriff und Merkmale; Bilanz; Systematik der Verbuchung im Hauptbuch einschließlich Eröffnung und Abschluss in Verschränkung zum Betrieb in Betriebswirtschaft.
Kontenrahmen (ÖPWZ) und Kontenplan.
Belegwesen, Belegorganisation in Verschränkung zum Kaufvertrag in Betriebswirtschaft.
Schlussrechnung, Prozentrechnung.
Umsatzsteuer:
Umsatzsteuer im Beschaffungs- und Absatzbereich; formale Bestimmungen; Verbuchung; Verrechnung mit dem Finanzamt.
Zinsenrechnung von hundert.
Bücher der doppelten Buchführung (nach Möglichkeit computerunterstützt):
Arten der Bücher.
Verbuchung laufender Geschäftsfälle im Hauptbuch mit Verschränkung zum Kaufvertrag in Betriebswirtschaft (Erfassung der Warenein- und Warenverkäufe; Bezugs- und Versandkosten; Rücksendungen;
Preisnachlässe; Skonto; Zahlung; Steuern; Löhne und Gehälter ua.);
Summen- und Saldenbilanz.
Abschluss des Hauptbuches.
Führung der Neben- und Hilfsbücher (im Besonderen Kassabuch).
Buchführungsorganisation:
Buchführungs- und Aufzeichnungsvorschriften.
Zusammenhängende Geschäftsfälle:
Verbuchung einfacher Geschäftsfälle anhand von Belegen (nach Möglichkeit computerunterstützt inklusive Summen- und Saldenbilanz).
Einfache betriebswirtschaftliche Fallstudien.
Erweiterungslehrstoff:
Zinsenrechnung auf hundert und in hundert. Verbuchung von Wareneinkäufen in der Klasse 1.
Organisationsformen der Buchführung in Klein- und Mittelbetrieben.
IT-Bezug:
Schlussrechnung, Prozentrechnung, Zinsenrechnung. Verbuchung laufender Geschäftsfälle.
Übungsfirmen-Konnex:
Sämtliche Lehrplaninhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.
Schularbeiten:
Vier einstündige Schularbeiten.
II. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Grundzüge der Bewertung:
Allgemeine Bewertungsvorschriften.
Waren- und Materialbewertung (Abfassungsprinzipien).
Anlagenbewertung:
Anschaffung von Anlagegegenständen.
Begriff und Ursachen der Anlagenabschreibung; Berechnung und Verbuchung inklusive Anlagenbuchführung.
Sonderfälle der Anlagenbewertung, zB Erhaltungs- und Herstellungsaufwand, Ausscheiden von Anlagen.
Rechnungsabgrenzung.
Rückstellungen.
Forderungsbewertung.
Abschluss von Einzelunternehmen (nach Möglichkeit computerunterstützt) mit Verschränkung zu Rechtsformen der Unternehmung im Pflichtgegenstand „Betriebswirtschaft“.
Um- und Nachbuchungen mit außerbücherlicher Erfolgsermittlung; Abschlusstabelle; Bilanz einschließlich staffelförmiger Gewinn- und Verlustrechnung.
Buchungsübungen.
Computerunterstütztes Rechnungswesen:
Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit des computerunterstützten Rechnungswesens; Organisation des Rechnungswesens bei Einsatz einer Datenverarbeitungsanlage.
Verbuchung von laufenden Geschäftsfällen einschließlich Lager- und Anlagenbuchführung (Eröffnung, laufende Buchungen, Fakturierung und Verwaltung offener Posten) anhand einer Belegsammlung; einfache Abschlussbuchungen; Bilanz einschließlich staffelförmiger Gewinn- und Verlustrechnung; laufende Datensicherung.
Betriebswirtschaftliche Fallstudien.
Erweiterungslehrstoff:
Verbuchung der Abschreibung nach der indirekten Methode. Vertiefende Abschlussbuchungen.
IT-Bezug:
Bearbeitung der Lehrstoffinhalte computerunterstützt. Betriebswirtschaftliche Standardsoftware.
Übungsfirmen-Konnex:
Sämtliche Lehrplaninhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.
Schularbeiten:
Drei einstündige Schularbeiten, eine davon im Teilbereich computerunterstütztes Rechnungswesen.
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Kostenrechnung:
Grundbegriffe; Kostenrechnungssysteme im Überblick; Aufgaben und Stellung im Rechnungswesen.
Kostenrechnung als Grundlage der Preisbildung:
Kostenerfassung unter Berücksichtigung der Bezugskalkulation (einschließlich Eingangsabgaben), Kostenartenrechnung;
Kostenstellenrechnung; Kostenträgerrechnung;
Kostenträgererfolgsrechnung; Absatz- und Differenzkalkulation.
Kostenrechnung als Entscheidungsinstrument mit Verschränkung zu Kostenmanagement im Pflichtgegenstand „Betriebswirtschaft“:
Istkostenrechnung zu Teilkosten; Anwendungsbereiche des Direct Costing.
Kostenrechnung als Ergebnisrechnung:
Betriebserfolgsermittlung.
Bewertung von unfertigen und fertigen Erzeugnissen.
Branchenspezifische Besonderheiten der Kostenrechnung in Handelsbetrieben, im Tourismus, in der Industrie und im Gewerbe.
Personalverrechnung mit Verschränkung zu Personalmanagement in Betriebswirtschaft:
Abrechnung von laufenden und sonstigen Bezügen; Sonderfälle der Personalverrechnung; Verrechnung mit der Krankenkasse, dem Finanzamt und der Gemeinde; Lohnkonto und sonstige gesetzlich erforderliche Aufzeichnungen.
Personalverrechnung (computerunterstützt):
Abrechnung laufender und sonstiger Bezüge, Auswertung, Stammdatenwartung und laufende Datensicherung.
Vertiefende Wiederholung computerunterstützt:
Buchungsübungen (laufende Geschäftsfälle, einfache Abschlussbuchungen, Kontierung von Belegen).
Betriebswirtschaftliche Fallstudien (Fallbeispiel Kostenrechnung).
Erweiterungslehrstoff:
Kostenrechnung als Planungsinstrument. Prozesskostenrechnung, Zielkostenrechnung.
Kostenrechnung (computerunterstützt):
Ausarbeitung eines Geschäftsfalles der Finanzbuchführung (inklusive Lager- und Anlagenbuchführung) einschließlich Kostenrechnung anhand einer Belegsammlung; erforderliche Auswertungen mit Kontrolle und Interpretation.
Stammdatenpflege und laufende Datensicherung (Blockung möglich).
IT-Bezug:
Tabellenkalkulation.
Übungsfirmen-Konnex:
Kostenrechnung als Grundlage der Preisbildung. Kostenrechnung als Entscheidungsinstrument.
Schularbeiten:
Drei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (nach Möglichkeit computerunterstützt):
Rechtliche Bestimmungen, laufende Aufzeichnungen, Erfolgsermittlung.
Erfassung von laufenden Geschäftsfällen anhand einer Belegsammlung einschließlich Erstellung der erforderlichen Auswertungen.
Waren- und Zahlungsverkehr mit dem Ausland mit Verschränkung zur internationalen Geschäftstätigkeit in Betriebswirtschaft:
Abrechnung von Valuten und Devisen; Verbuchung von Auslandsgeschäften, Bewertung.
Rücklagen:
Begriff und Einteilung; Berechnung und Verbuchung einfacher Fälle; Bedeutung aus bilanzpolitischer Sicht.
Steuerlehre (einschließlich Schriftverkehr):
Gliederung der Steuern.
Ertragsteuern.
Abgabenverfahrensrecht.
Bilanzlehre:
Begriff, Zweck und Arten der Bilanz; gesetzliche Vorschriften; Bilanzierungsgrundsätze; Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (Handels- und Steuerrecht); Errechnung des handels- und steuerrechtlichen Erfolges (steuerliche Mehr-Weniger-Rechnung).
Jahresabschlüsse (nach Möglichkeit computerunterstützt) mit Bezug zur Unternehmensführung in Betriebswirtschaft:
Abschluss von Personengesellschaften und der GmbH, insbesondere Rechnungslegungsvorschriften, Prüfungs- und Offenlegungsbestimmungen; Gliederung der Bilanz und der staffelförmigen Gewinn- und Verlustrechnung (samt Anhang und Lagebericht).
Berufe in Rechnungswesen und Controlling.
Buchungsübungen.
Betriebswirtschaftliche Fallstudien.
Erweiterungslehrstoff:
Branchenbezogene Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Vertiefende Abschlussbuchungen.
IT-Bezug:
Tabellenkalkulation. Betriebswirtschaftliche Standardsoftware.
Übungsfirmen-Konnex:
Sämtliche Lehrplaninhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
V. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Auswertung der Zahlen des dokumentären Rechnungswesens für unternehmerische Entscheidungen (nach Möglichkeit computerunterstützt).
Gewinnung, Aufbereitung und Darstellung des Zahlenmaterials (Statistik); Errechnung und Interpretation von Kennzahlen; laufende Auswertung des Rechnungswesens (kurzfristige Erfolgsrechnung).
Controlling:
Berufsbild des Controllers, Aufgaben und Einsatzbereiche.
Besondere Geschäftsfälle:
Verbuchung von Reisekosten, Leasinggeschäften, Wertpapieren ua.
Steuerlehre:
Verkehrsteuern, sonstige Steuern und Abgaben; Grundzüge des Beihilfenrechtes.
Internationale Rechnungslegung; alternative Kontenrahmen.
Wiederholende Aufgabenstellungen unter Einbeziehung des Lehrstoffes aller Jahrgänge; Aktualisierung.
Erweiterungslehrstoff:
Planung und Planungsrechnung (Finanzplanung, Budgetierung, Abweichungsanalyse), nach Möglichkeit computerunterstützt.
IT-Bezug:
Tabellenkalkulation. Betriebswirtschaftliche Standardsoftware.
Übungsfirmen-Konnex:
Auswertung von Jahresabschlüssen der Übungsfirmen.
Schularbeiten:
Zwei zweistündige Schularbeiten (bei Bedarf dreistündig).
WIRTSCHAFTSINFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- den Aufbau, die Funktionsweise und die Einsatzmöglichkeiten von Anlagen der elektronischen Informationsverarbeitung kennen und diese bedienen können,
- den Aufbau, die Funktionsweise, Netzwerkkomponenten und die Einsatzmöglichkeiten von Netzwerken kennen und organisatorische Strukturen in Netzwerken identifizieren können,
- Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis auswählen, einsetzen und die gestellten Aufgaben damit selbstständig lösen können,
- unter Verwendung moderner Techniken Informationen beschaffen, verwerten und weitergeben können,
- zur Lösung von Teilaufgaben Programmmodule erstellen und testen können,
- ihre Arbeiten dokumentieren,
- Datensicherungen durchführen und die Sicherheit von EDV-Systemen analysieren können sowie
- die Auswirkungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikationstechnik auf Mitarbeiter, Betrieb, Gesellschaft und Kultur erkennen und dazu fundiert Stellung nehmen können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Grundlagen:
Daten; Hardware; Software.
Gerätebedienung:
Basiseinheit; Peripherie.
Betriebssystem und Benutzeroberfläche; Arten und Verwaltung von
Dateien.
Tabellenkalkulation und Grafik:
Funktion, Arbeitsweise, Handhabung.
Datenstrukturen und Datenspeicherung:
Identifikation von Datenobjekten; Datenelemente und Datenstrukturierung; Datentypen.
Datenbanken:
Funktion, Arbeitsweise, Handhabung.
Datenübertragung und Netzwerke:
Datenübertragungssysteme; Übertragungsverfahren; Betriebsarten. Local Area Network; Wide Area Network; Internet, Recherchen.
Erweiterungslehrstoff:
Einsatz der Tabellenkalkulation zur Lösung von Aufgaben aus dem Unterrichtsgegenstand „Rechnungswesen und Controlling“.
Übungsfirmen-Konnex:
Sämtliche Inhalte bilden die Grundlage für die Arbeit in der Übungsfirma.
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
II. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Hardware:
Anschaffungsentscheidung; Einbau, Austausch und Konfiguration von
Hardwareelementen.
Netzwerke:
Grundlagen von Rechnernetzen; technische Komponenten; organisatorische Komponenten; Netzmanagement; Netzwerksicherheit.
Tabellenkalkulation und Grafik:
Erweiterte Funktionen. Betriebswirtschaftliche Anwendungen.
Datenbanken:
Erweiterte Funktionen. Betriebswirtschaftliche Anwendungen.
Datentransfer.
Telekommunikation.
Rechtliche Aspekte der Informationsverarbeitung:
Datenschutz; Authentifikation; Schutz geistigen Eigentums.
Erweiterungslehrstoff:
Einsatz von Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben aus den Unterrichtsgegenständen „Rechnungswesen und Controlling“ sowie „Betriebswirtschaft“.
Übungsfirmen-Konnex:
Tabellenkalkulation; Datenbanken, Datentransfer, Telekommunikation in der Übungsfirma.
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Programmierung:
Systematik der Problemlösung; Strukturen und Algorithmen. Umsetzung in einer höheren Programmiersprache. Dokumentation.
Grundsätze der Objektorientierung.
Datenbankdesign:
Entwicklung von Datenmodellen; Realisierung in einem Datenbanksystem.
IT-Sicherheit:
Hardware, Software, Organisation.
Datensicherung, Einzelmaßnahmen; IT-Sicherheit in Netzen.
Kryptografie:
Verschlüsselungsverfahren; Anwendungen; Digitale Signaturen.
Auswirkungen der Informationsverarbeitung auf Individuum, Gesellschaft und Umwelt.
Erweiterungslehrstoff:
Für die Fachrichtung Informationsmanagement und Informationstechnologie sind folgende Inhalte wesentlich:
Mathematische Grundlagen der Kryptografie. Visualisierung von Datenmodellen und Abläufen mit Hilfe von Tools.
Übungsfirmen-Konnex:
Netzwerke, Web- und FTP-Server im Übungsfirmenbereich. Weiterführende Beispiele mit komplexerem Inhalt.
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
INFORMATIONS- UND OFFICEMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- den Zeichensatz der Multifunktionstastatur nach der Zehn-Finger-Tastschreibmethode beherrschen und auf der Rechnertastatur rationell arbeiten können,
- anspruchsvolle Briefe und Schriftstücke unter Berücksichtigung der ÖNORMEN und typografischer Grundsätze fehlerfrei erstellen und gestalten können,
- die Gestaltungs- und Rationalisierungsmöglichkeiten eines Textverarbeitungsprogramms beherrschen und mit Daten aus anderen Softwareprodukten verknüpfen können,
- Publikationen und Präsentationen erstellen können,
- mit Arbeitsmitteln verantwortungsvoll und umweltbewusst umgehen,
- umfangreiche Dokumente erstellen können,
- Hilfsmittel der Büroorganisation praxisgerecht einsetzen können,
- Online-Inhalte erstellen und bearbeiten können,
- das Intranet bzw. Internet zur Informationsbeschaffung nützen,
- Adressen, Termine und Aufgaben planen bzw. verwalten können und
- Grafiken für den Print- und Screenbereich bearbeiten können.
Lehrstoff:
I. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Textverarbeitung:
Zehn-Finger-Tastschreiben inklusive Rechnertastatur. Schreibfertigkeit von 150 Anschlägen/Minute, 40 Silben nach Diktat. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung. Benutzeroberfläche der computerunterstützten Textverarbeitung. Strukturierte Dateiablage, Datensicherung. Standardfunktionen eines Textverarbeitungsprogrammes. Formale Gestaltung nach ÖNORM.
Briefgestaltung nach Vorlagen, Direktdiktaten, Tonträgern. Tabulatoren und Tabellen.
Informationsmanagement (Office Management):
Informationsbeschaffung im Internet, E-Mail. Office Management (Termin- und Aufgabenplanung, Postbearbeitung, Archivierungssysteme).
Publishing:
Typografie und Lay-out. Grundlagen des Textdesign. Importieren und Bearbeiten von Grafiken. Standardfunktionen einer Präsentationssoftware.
Erweiterungslehrstoff:
Korrekturregeln. Spracheingabe.
IT-Bezug:
Einsatz von Lernsoftware.
Übungsfirmen-Konnex:
Lehrstoff ist Basis für Übungsfirmenarbeit.
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
II. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Textverarbeitung:
Schreibfertigkeit von etwa 190 Anschlägen/Minute bzw. 50 Silben nach Diktat. Erweiterte Funktionen eines Textverarbeitungsprogrammes zur professionellen Gestaltung von Schriftstücken (zB Auto-Text, Dokumentvorlagen, Formatvorlagen, Formulare). Korrespondenz laut ÖNORM, Seriendruck, Einbinden von Daten aus anderen Programmen, Scannen.
Informationsmanagement (Office Management):
Gezielte Suche von Informationen im Internet und deren Bearbeitung. Organisieren und Verwaltenvon E-Mails und Internetadressen.
Publishing:
Erstellen von Präsentationsunterlagen. Standardfunktionen eines Web-Editors. Aufbereitung von Texten, Präsentationen, Grafiken und Bildern für das Web. Web-Publishing und Screendesign.
Erweiterungslehrstoff:
Computerunterstütztes Lernen (Computer Based Training). Formulieren.
IT-Bezug:
Online-Formulare. Web-Publishing. Einsatz von e-Learning Sequenzen.
Übungsfirmen-Konnex:
Lehrstoff ist Basis für Übungsfirmenarbeit.
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Textverarbeitung:
Schreibfertigkeit von etwa 220 Anschlägen/Minute bzw. 60 Silben
nach Diktat.
Stellenbewerbung.
Seriendruck mit Bedingungen und Selektionen.
Erstellen und Gestalten umfassender Dokumente.
Informationsmanagement (Office Management):
Informationsrecherche und -analyse.
Publishing:
Erstellen und Layouten von Publikationen mit einem DTP-Programm. Importieren und Bearbeiten von Bildern für den Printbereich. Anwendungsbeispiele (Präsentationen und Web-Publishing).
Erweiterungslehrstoff:
Computerunterstütztes Lernen (Computer Based Training). Protokoll. Makros.
IT-Bezug:
Einsatz von e-Learning Sequenzen. Erstellen von Web-Sites in Zusammenarbeit mit dem Netzwerkadministrator.
Übungsfirmen-Konnex:
Lehrstoff ist Basis für Übungsfirmenarbeit.
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig).
POLITISCHE BILDUNG UND RECHT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- wesentliche rechtliche Informationsquellen unter Verwendung moderner Datenbanken zielorientiert nutzen können,
- ihre Kenntnisse über österreichisches und europäisches Recht aktualisieren, erweitern und in die Praxis umsetzen können,
- Entwicklungstendenzen der heutigen Gesellschaft kennen, sozialkritisch, konsumkritisch und umweltbewusst handeln,
- ihre Rechte und Pflichten als Bürgerinnen und Bürger, insbesondere als Unionsbürger, im öffentlichen Bereich und in der Gesellschaft kennen und verantwortungsbewusst wahrnehmen können,
- rechtliche Kenntnisse erwerben, die sie befähigen, in einfachen Rechtsangelegenheiten eigenständig tätig zu werden bzw. über die Wege der Rechtsdurchsetzung Bescheid zu wissen und
- mit Rechts- und Wirtschaftsfachleuten fachbezogen kommunizieren können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Rechtsordnung und internationale Organisationen:
Arten des Rechts, Auslegung und Auslegungshilfsmittel, Rechtssubjekte, Zugang zum Recht; Grund- und Freiheitsrechte, Funktionen der wichtigsten internationalen Organisationen und Systeme der kollektiven Sicherheit.
Europäisches Recht:
Grundstrukturen der EU, Grundsätze des EU-Rechts und der Rechtsdurchsetzung, kollektive Sicherheit in Europa; Reform und Weiterentwicklung der EU.
Österreichisches Recht:
Rechtliche und politische Grundbegriffe: Rolle des Einzelnen im politischen und rechtlichen Umfeld; Parteien und Ideologien, Sozialpartner.
Grundstrukturen des Staates:
Staatselemente, Staats- und Regierungsformen; Prinzipien der Bundesverfassung, Gesetzgebung Bund und Länder, Verwaltungsaufbau, Selbstverwaltung, Kontrolle der Staatsgewalt, Gerichtsorganisation.
Rechtsanwendung im Alltag:
Regelungen des ABGB und seiner Nebengesetze, Grundlagen des Personenrechts, Familienrechts und Erbrechts; Sachenrecht und Schuldrecht (Grundlagen der Vertragsgestaltung, Beweisbarkeit des Vertragsabschlusses, Anfechtung von Verträgen bzw. Vertragsinhalten, Vertragsstörungen, Mittel der Erfüllungssicherung), Schadenersatzrecht; Wohnungseigentums- und Mietrecht; Konsumentenschutzrecht; E-Commerce-Gesetz, Signaturgesetz, Fernabsatzgesetz; Strafrecht (Voraussetzung für Strafbarkeit, Wirtschaftsdelikte).
Rechtsdurchsetzung:
Verwaltungsverfahren (insbesondere Verwaltungsstrafverfahren), Überblick über Zivilgerichts- und Strafverfahren; Besonderheiten des arbeits- und sozialgerichtlichen Verfahrens, Zwangsvollstreckung, Insolvenzverfahren.
Unternehmer und Arbeitnehmer in Recht und Wirtschaft:
Grundlagen des Gewerberechts und des gewerblichen Rechtsschutzes, des Urheberrechtes (unter Berücksichtigung von Rechtsproblemen im Internet); Produkthaftungs- und Produktsicherheitsgesetz; arbeitsrechtliches Normensystem, typische und atypische Arbeitsverhältnisse, Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis, Funktionen des Betriebsrats, Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wichtigste Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzes und des Arbeitsverfassungsgesetzes. Berufsausbildungsgesetz.
Erweiterungslehrstoff:
Besonderes Verwaltungsrecht, zB Jugendschutz, Baurecht;
Verkehrsrecht. Einfache Schriftsätze im Verwaltungsverfahren, Fallstudien zum Verwaltungsverfahren sowie Verwaltungsstrafverfahren (einschließlich Kurzverfahren). Haftpflichtversicherungsrecht;
einfache Schriftsätze im Gerichtsverfahren; Fälle zum Konsumentenschutzrecht; Fallstudien zum Gerichtsverfahren;
Persönlichkeitsrechte; Grundsätze des Medienrechts, Umgang mit Medien; wichtigste Bestimmungen des Sozialrechts.
IT-Bezug:
Informationsbeschaffung und kritische Auswertung von Informationen. Kenntnisse im Umgang mit Rechtsinformationssystemen und EGovernment-Angeboten nationaler und internationaler Behörden. Homepages von Behörden, Körperschaften, Anwälten, Notaren und Interessensvertretungen. Homepages von internationalen Organisationen. Herunterladen von Antragsformularen, Eingaben. Firmenbuch, Grundbuch, Gewerberegister. Einsatz des Internets bei Verwendung einer Fremdsprache als Arbeitssprache.
Übungsfirmen-Konnex:
Beschaffung von Formularen und Anträgen. Schriftsätze im Verwaltungsverfahren. Grundlagen der Vertragsgestaltung. Konsumentenschutzfälle. Grundbuchsauszüge. Elektronische Signatur, E-Commerce, elektronischer Zahlungsverkehr. Gewerberecht und Gewerbeverfahren. Schriftsätze im Gerichts- und Gewerbeverfahren. Datenschutz- und Urheberrechtsangelegenheiten. Firmenbuchauszüge, Auszüge aus dem Gewerberegister. Arbeitsvertrag, Kündigung, Entlassung und Austritt. Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren. Verfassen von Mahn- und Mandatsklagen.
VOLKSWIRTSCHAFT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- sich der ethischen Verantwortung in der globalen Wirtschaft bewusst sein und die Stellung Österreichs als Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft sowie der EU und die sich daraus ergebenden Konsequenzen erkennen und beurteilen können (Schlüsselqualifikation Europakompetenz),
- andere Kulturen achten und die Zusammenhänge von Frieden, politischer und volkswirtschaftlicher Stabilität als Basis für Wohlstand und Wohlfahrt erkennen,
- wesentliche Informationsquellen und Statistiken der Volkswirtschaft unter Verwendung moderner Datenbanken zielorientiert nutzen und umsetzen können,
- ihrer Rolle als verantwortungsbewusste Unionsbürger in Wirtschaft und Gesellschaft gerecht werden können,
- ihr Wissen über die Rolle Österreichs als Wirtschaftsfaktor aktualisieren, erweitern und in die Praxis umsetzen können,
- Entwicklungstendenzen der heutigen Gesellschaft kennen, sozialkritisch, konsumkritisch und umweltbewusst handeln und
- mit Wirtschaftsfachleuten fachbezogen kommunizieren können.
Lehrstoff:
V. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Volkswirtschaftliche Grundlagen:
Grundprobleme der Volkswirtschaft, Mikro- und Makroökonomie;
Grundlagen der Wirtschaftspolitik; Konjunktur und Wirtschaftswachstum, Konjunktur- und Wachstumspolitik; Angebot und Nachfrage, Marktformenlehre, Preismechanismus und Preispolitik;
Produktionsfaktoren und deren Zusammenwirken; wichtigste Lehrmeinungen; Überblick über volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Wirtschaftskreislauf.
Österreichische Volkswirtschaft:
Rolle des Staates in der Wirtschaft (zB Bundesfinanzgesetz und Finanzausgleich); Sozialpartner; Konjunktur-, Wachstums-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik; Einkommensverteilung und -umverteilung; Budget und Budgetpolitik.
Europäische Wirtschaft:
Wirtschaftsstrukturen und Wirtschaftspolitik; Zusammenspiel der EU-Institutionen, Budgetpolitik, Struktur- und Regionalpolitik in der EU; Finanzinstitutionen der EU; Binnenmarkt; Außenhandel und Zahlungsbilanz; Weiterentwicklung der europäischen Wirtschaft; Wechselkursbildung, Europäisches Währungssystem; europäischer Verbraucherpreisindex (HVPI), Konsum und Konsumpolitik.
Globale Wirtschaft:
Internationale Wirtschaft, Globalisierung, Rolle der multinationalen Unternehmen; Wohlstandsmessung und Wohlstandsvergleiche; Strukturwandel; Außenhandel, internationale Wirtschaftsorganisationen und Wirtschaftsabkommen; Währungsarten, Währungspolitik, Wechselkursbildung, internationale Währungssysteme;
Wirtschaftssysteme und Wirtschaftsordnungen; aktuelle Wirtschaftstheorien und entsprechende Steuerungsinstrumente;
internationale Verschuldung, Entwicklungsländer und Entwicklungshilfe.
Geld und Finanzen:
Geldlehre (Geldfunktionen, Geldarten, Quantitätsgleichungen); Inflation, Deflation, Stagflation; Maßnahmen der Geldpolitik; Zinsen und Zinspolitik; Budgetpolitik.
Ausgewählte Kapitel österreichischer, europäischer und weltweiter Wirtschaftspolitik:
Energie, Industrie, Umwelt, Tourismus, Transportwirtschaft, Agrarbereich.
Erweiterungslehrstoff:
Raumordnungspolitik, Standortpolitik, Wohnbaupolitik; Forschungs- und Innovationspolitik. Sozialer Wandel und ökonomische Probleme der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Armutsbekämpfung; Migrationsproblematik; Bevölkerungsentwicklung und Pensionsproblematik.
IT- Bezug:
Informationsbeschaffung und kritische Auswertung von Informationen. Homepages von internationalen Organisationen. Kenntnisse im Umgang mit den EGovernment-Angeboten nationaler und internationaler Behörden. Einsatz des Internets bei Verwendung einer Fremdsprache als Arbeitssprache.
Übungsfirmen-Konnex:
Innovationspolitik. Lohn-, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik. Investitions- und Standortpolitik. Preispolitik. Humanisierung der Arbeitswelt.
LEIBESÜBUNGEN
Siehe die Verordnung BGBl. Nr. 37/1989 in der jeweils geltenden Fassung.
PROJEKTMANAGEMENT UND PROJEKTARBEIT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- fachliche und soziale Kompetenz erwerben und praxisorientierte Aufgabenstellungen lösen können,
- betriebswirtschaftliche bzw. fachrichtungsspezifische Aufgaben selbstständig bearbeiten, eigene Lösungen entwickeln und diese gegenüber anderen vertreten können,
- Projektmanagementmethoden einsetzen können,
- vernetztes Denken bei der Bearbeitung von einfachen und komplexen Fällen zeigen,
- Software zielorientiert und den Anforderungen des jeweiligen Falles entsprechend einsetzen können,
- in anderen Unterrichtsgegenständen erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten bei der Durchführung der Projektarbeit anwenden können sowie
- gemäß den persönlichen Erfahrungen, Interessen und Fähigkeiten ein Projekt mit betriebswirtschaftlichem bzw. fachrichtungsspezifischem Schwerpunkt initiieren und im Team oder einzeln (im Ausnahmefall) durchführen und abschließen, dokumentieren und präsentieren können.
Lehrstoff:
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Projektmanagement:
Definitionen (Projekt, Projektmanagement, Projektarten). Personen und Rollen im Projekt. Projektmanager als Berufsbild.
Projektmanagementphasen (Start, Durchführung, Abschluss). Projektmanagementinstrumente und -methoden.
Themenfindung, Projekt-Würdigkeitsanalyse, Projektantrag, Projekt-Kontextanalyse, Projekt-Abgrenzung, Projekt-Auftrag.
Hinführen zu wissenschaftlichem Arbeiten.
Projektmanagementinstrumente und -methoden:
Objektstrukturplan, Projektstrukturplan, Arbeitspakete, Meilensteine, Terminplanung, Kosten- und Ressourcenplanung, Funktionendiagramm.
Planung eines Musterprojektes unter Einsatz von Methoden des Projektmanagements.
Projektorganisation (Kompetenz- und Verantwortungsverteilung im Projekt auch im Verhältnis zur Stammorganisation).
Dokumentation und Berichtswesen im Projektteam und Kommunikation
zum Umfeld (auch fremdsprachig).
Projektkultur.
Projektmarketing.
Projektmanagementprozesse:
Projektstartprozess (zB Zielklarheit und -akzeptanz), Projektdurchführungsprozesse (laufende Sicherung des Projektfortschrittes, Controlling, Krisen- und Chancenmanagement), Projektabschlussprozess (zB Projektauswertung).
Projektpräsentation unter Berücksichtigung der Zielgruppe. Reflexion der Ergebnisse und Prozesse.
Erweiterungslehrstoff:
Qualitätsmanagement in Projekten. Projektorientierte Unternehmen. Programm- und Portfoliomanagement. Auswertung von Datenmaterial.
IT-Bezug:
Informationsbeschaffung und -auswertung. Protokollführung. Projekt- und Qualitätsmanagementinstrumente.
Übungsfirmen-Konnex:
Anwendung von Projekt- und Qualitätsmanagementmethoden in der Übungsfirma.
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Projektarbeit mit facheinschlägigem oder fächerübergreifendem Thema mit betriebswirtschaftlichem bzw. fachrichtungsspezifischem Schwerpunkt.
Planung und Umsetzung nach Projektmanagementmethoden mit Projektauftrag und Präsentation vor dem Auftraggeber.
Zielsetzung, Planung, Organisation, Durchführung, Dokumentation, Präsentation der Projektarbeit.
Erweiterungslehrstoff:
Präsentation der Projektarbeit in einer Fremdsprache.
IT-Bezug:
Datenbankverwaltung, softwareunterstützte Projektplanung, -koordination, -controlling. Präsentationssoftware. Methoden der Statistik.
Seminare
WIRTSCHAFTSINFORMATIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- ihre Kenntnisse aus dem Unterrichtsgegenstand „Wirtschaftsinformatik“ vertiefen, erweitern, aktualisieren und fächerübergreifend einsetzen können,
- bei der Planung und Erweiterung von Informations- und Kommunikationssystemen mitwirken,
- IT-Komponenten für inner- und außerbetriebliche Kommunikation nutzen können,
- Unterlagen für Entscheidungen vorbereiten können,
- Standardsoftware zur Lösung von Aufgaben der Berufspraxis einsetzen können,
- organisationale Strukturen und Prozesse analysieren und abbilden können,
- für die Lösung konkreter Probleme geeignete Software auswählen und einsetzen können,
- logisch und vernetzt denken und in der Fachsprache formulieren können und
- zu planvollem Arbeiten unter Nutzung praxisgerechter Arbeitsformen und Arbeitstechniken sowie zur Selbst- und Fremdmotivation fähig sein.
Lehrstoff:
Betriebliche Informationssysteme.
Softwareunterstützte Abbildung von Objekten und
betriebswirtschaftlichen Prozessen.
Computerunterstütztes Projektmanagement.
Organisation und Aufbereitung von Informationen für interne und
externe Kommunikation.
Betriebswirtschaftliche Fallbeispiele.
Informationsmanagement.
Fach- und anwendungsübergreifender Einsatz der IT-Werkzeuge unter
besonderer Berücksichtigungder Fachrichtung.
Organisation und Aufbereitung von Informationen für interne und externe Kommunikation im Rahmen der Übungsfirma.
FREMDSPRACHLICHES KOMMUNIKATIONSTRAINING
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- die kommunikative Sprachkompetenz erweitern und vertiefen,
- die Sprachfertigkeiten in der Praxis eigenständig anwenden und
- fächerübergreifend und vernetzt arbeiten können.
Lehrstoff:
Fachrichtungs- bzw. ausbildungsschwerpunktspezifische
Kommunikation in einer oder zwei Fremdsprachen.
Zertifikatsvorbereitung.
Erwerb und Anwendung von Kommunikationstechniken (zB Feinheiten der Präsentationstechnik, Argumentationstechnik, Diskussionstechnik, Konfliktlösungstechnik, Problemlösungstechnik).
Organisation und Aufbereitung von Informationen für interne und externe Kommunikation im Rahmen der Übungsfirma.
ANGEWANDTE NATURWISSENSCHAFTEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- zum Erfassen komplexer Systeme befähigt werden,
- den Zusammenhang zwischen Strukturen und Funktionen der biologischen, ökologischen und ökonomischen Systeme erkennen,
- durch Einsicht in diese Systeme Handlungskompetenz und Bereitschaft zur Innovation entwickeln,
- den Menschen aus dem Verständnis eines naturwissenschaftlichen Weltbildes als Bestandteil dieser Systeme erkennen,
- die Begrenztheit der Natur in Hinblick auf Rohstoffentnahme und Belastbarkeit erkennen und dadurch verantwortungsbewusstes Handeln entwickeln und
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit dem menschlichen Körper sowie der belebten und unbelebten Umwelt entwickeln.
Lehrstoff:
Ökologische Bewertung:
Ökobilanz inklusive Betriebs-, Prozess-, Produkt- und Strukturbilanz.
Ökologische Beschaffung (Büroökologie) anhand von Beispielen. Strukturbilanz.
Produktlebenszyklus unter besonderer Berücksichtigung von Abfallwirtschaftskonzept und Entsorgung (Wiederverwendung und -verwertung, thermische Verwertung, Deponie).
Ökobilanz (ökologische Kosten- und Vergleichsrechnung).
Öko-Audit.
ECO-Design.
Wirtschaftsethik.
Naturbeobachtung und Dokumentation mittels elektronischer Medien:
Aufnahme und Verarbeitung von Informationen in biologischen und technischen Systemen.
Nationalparks, Biosphärenparks und deren ökologische und wirtschaftliche Bedeutung.
SALES MANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- ihr in anderen, insbesondere betriebswirtschaftlichen Unterrichtsgegenständen erworbenes Wissen im Geschäftsleben anwenden können,
- sich mit dem Berufsbild des Kundenberaters (Verkäufers) auseinander setzen und identifizieren,
- den Aufbau von Beratungs- und Verkaufsgesprächen verschiedener Art kennen,
- die für erfolgreiches, kundenorientiertes Verkäuferverhalten notwendigen kommunikativen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fähigkeiten erwerben und durch ständiges Training weiterentwickeln,
- aus Produktkenntnissen Kundennutzen ableiten können,
- sich auf verschiedene Beratungs- und Verkaufssituationen einstellen können,
- Kunden individuelle Problemlösungen anbieten und kundenadäquat argumentieren können sowie
- den produkt- und verkaufsspezifischen Wortschatz beherrschen und in Verhandlungsgesprächen einsetzen können.
Lehrstoff:
Berufsbild und Selbstverständnis der Kundenberaterin bzw. des Kundenberaters:
Soziale, betriebswirtschaftliche und fachliche Kompetenz der Kundenberaterin bzw. des Kundenberaters.
Grundlagen der Kommunikation bei Kundenberatung und Verkauf:
Persönliches Auftreten; Grundlagen der Gesprächsführung in Beratung und Verkauf; Freundlichkeit im Kundenkontakt. Führen einfacher Kundengespräche.
Verkaufspsychologische Grundlagen der Kundenbetreuung:
Kundentypen; zielorientiertes Beraten und Verkaufen; Kundenerwartungen; Grund- und Zusatznutzen. Argumentation; Arten der Argumentation und Argumentationstechniken.
Ware als Verkaufsobjekt:
Verkaufsrelevante betriebswirtschaftliche und Warenkenntnisse; Fachterminologie im Beratungs- und Verkaufsgespräch.
Führen einfacher Beratungs- und Verkaufsgespräche unter Anwendung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse:
Kontaktaufnahme; Eröffnung; Fragetechniken; Grundregeln der Waren- und Dienstleistungspräsentation; Einwandbehandlung; Mängel und Gewährleistung, Liefer- und Zahlungsbedingungen im Verkaufsgespräch; Abschlusstechniken; Verabschiedung und Anbahnung weiterer Kontakte. Einsatz von verkaufsunterstützenden Materialien im Beratungs- und Verkaufsgespräch.
Verkaufstechniken in unterschiedlichen Vertriebsformen:
Direkter Kundenkontakt in Verkaufsräumen und auf Messen.
Sprache des Kundenbetreuers:
Situationsangepasste und zielgruppenorientierte Sprache des Verkäufers.
Ware als Verkaufsobjekt:
Verkaufsrelevante Warenkenntnisse; waren- und branchenspezifische Informationsbeschaffung, Sortimentsgestaltung; Warenpräsentation, Führen waren- und branchenspezifischer Verkaufsgespräche.
Dienstleistung als Verkaufsobjekt:
Kundenspezifische Leistungsangebote; Preis-Leistungs-Verhältnis; Führen branchenspezifischer Kundenberatungsgespräche.
Einsatz von verkaufsunterstützenden Materialien im Beratungs- und Verkaufsgespräch:
ZB aus dem computerunterstützten Rechnungswesen, Internet, Firmenhomepages, Datenbanken, Artikeldatenbanken, Kundendatenbanken.
Verkaufstechniken in unterschiedlichen Vertriebsformen:
Beratungsgespräch beim Verkauf von Dienstleistungen;
Außendienstverkauf; Telefon-Verkauf; Beratung und Verkauf im Call-Center; E-Commerce, M-Commerce; Verkauf an Wiederverkäufer;
Direktverkauf.
Besondere Verkaufssituationen:
Kombinationsangebote, Ersatzangebote; Sonderangebote; Zusatzverkauf; Umtausch; Reklamation; Konfliktsituationen.
Rechtsfragen im Beratungs- und Verkaufsgespräch:
Konsumentenschutz, Produkthaftung, Gewährleistung und Garantie, Umtausch, Reklamation und Mängelrüge, Rechtsfragen des E-Commerce, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Belehrungs- und Informationspflichten des Verkäufers.
Customer-Relationship; Ethik im Verkauf.
Führen gehobener Verkaufs- und Verhandlungsgespräche mit
Videoauswertung.
23.A. Ausbildungsschwerpunkt
23.A.1. CONTROLLING UND JAHRESABSCHLUSS
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- Instrumente der strategischen und operativen Unternehmensführung kennen,
- Methoden zum Aufbau controllinggerechter Informationssysteme kennen und anwenden können,
- mit Methoden der Informationsbeschaffung und -auswertung auch unter Zuhilfenahme moderner Software vertraut sein,
- die Grundlagen zur Organisation eines unternehmensübergreifenden Berichtswesens verstehen sowie zur schriftlichen und grafischen Darstellung von Ereignissen, Entscheidungen und Prozessen innerhalb des Unternehmens fähig sein,
- einen Jahresabschluss im Hinblick auf ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erstellen und analysieren können,
- Kenntnisse des Steuerrechts vertiefen und anwenden können sowie den einschlägigen Schriftverkehr mit den Abgabenbehörden führen können,
- die Bedeutung des Rechnungswesens, insbesondere des Jahresabschlusses und der Planungsrechnung, für das Unternehmen und die Gesamtwirtschaft erkennen und
- zum Denken in erfolgsorientierten Regelkreisen befähigt werden.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Systemorientierte Unternehmensführung:
Systemisches Denken im Unternehmen; Kybernetische Konzepte.
Früherkennung.
Strategisches Controlling:
Leitbild; Instrumente der strategischen Planung und Kontrolle.
Operatives Controlling:
Investitionscontrolling; Finanzcontrolling.
Planung und Planungsrechnung:
Unternehmensbudget, integrierte Erfolgs- und Finanzplanung. Plankostenrechnung.
Erweiterungslehrstoff:
Controlling und Information; branchenabhängige Detailpläne, Budgetkontrolle.
IT-Bezug:
Einsatz kaufmännischer Standardsoftware. Recherchen im Internet.
Übungsfirmen-Konnex:
Grundlage für Übungsfirmenarbeit.
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Gesetzliche Vorschriften der Rechnungslegung.
Sonderfälle der Bewertung:
Anlage- und Umlaufvermögen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Bildung und Auflösung von Rücklagen.
Abschlusstechnik:
Erstellung von Abschlüssen der Einzelunternehmung und der Personengesellschaften mit vertiefender Behandlung von Bewertungsproblemen.
Betriebliche Abgaben:
Steuerliche Problemfälle in Unternehmungen; steuerliche Optimierung.
Ausfertigung von Steuererklärungen; Abgabenverfahrensrecht; Kommunikation mit den Abgabebehörden.
Erweiterungslehrstoff:
Unterschiede im Handels- und Steuerrecht. Geschäftsberichte inklusive Anhang und Lagebericht.
IT-Bezug:
Einsatz kaufmännischer Standardsoftware. Recherchen im Internet. Finanz online.
Übungsfirmen-Konnex:
Grundlage für Übungsfirmenarbeit.
V. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Berichtswesen:
Kennzahlen und Kennzahlensysteme (Aufbereitung von Führungsinformationen).
Akzeptanz von Informationssystemen.
Controlling-Organisation:
Stellung des Controlling in der Betriebsorganisation. Berufsbilder und Anforderungen an den Controller. Controlling in Klein- und Mittelbetrieben.
Einführung und Durchsetzung des Controlling als Institution.
Entwicklungstendenzen im Controlling.
Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften.
Abschlusstechnik:
Erstellung von Abschlüssen der Kapitalgesellschaften mit vertiefender Behandlung von Bewertungsproblemen.
Bilanzanalyse:
Analyse der Vermögens- und Kapitalstruktur sowie der Ertragslage der Unternehmung; Kapitalflussrechnung.
Vertiefende Wiederholung des Lehrstoffes aller Jahrgänge.
Erweiterungslehrstoff:
Geschäftsberichte inklusive Anhang und Lagebericht. Rechnungswesen in anderen Ländern (Beispiele).
IT-Bezug:
Einsatz kaufmännischer Standardsoftware. Recherchen im Internet.
23.A.2. INTERNATIONALE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
MIT MARKETING
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- die für die internationale Geschäftstätigkeit wesentlichen Informationsquellen kennen und nutzen können,
- den Stellenwert, die Struktur sowie Chancen und Risiken der internationalen Wirtschaft erkennen und beurteilen können,
- Verständnis und Wissen über die Kultur, die soziale und geografische Beschaffenheit ausgewählter Wirtschaftsräume aufweisen,
- den Stellenwert, die Strukturen und die Aufgaben des Marketings im Zusammenhang mit der internationalen Geschäftstätigkeit kennen,
- Marketingphilosophien kennen lernen sowie weltweite Megatrends, Globalisierung und den verstärkten Wettbewerb von Märkten frühzeitig erkennen und Fälle aus der Praxis analysieren und lösen können,
- sich der ethischen Verantwortung in einer globalen Wirtschaft bewusst sein,
- die Stellung Österreichs als Mitglied der EU und die sich daraus ergebenden Konsequenzen erkennen und beurteilen können,
- Projekte planen, organisieren, zielorientiert handeln und umsetzen können,
- die Mitgliedschaft Österreichs in der EU in Überlegungen einbeziehen und berücksichtigen und
- die sich in der internationalen Geschäftstätigkeit ergebenden betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen lösen können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Bedeutung und Rahmenbedingungen der internationalen Geschäftstätigkeit, volkswirtschaftliche Auswirkungen.
Interkulturelles Management (Cross Cultural Management). Internationales Marketing.
Marketingphilosophien.
Strukturen internationaler Märkte.
Rechtsfragen zur Abwicklung internationaler Geschäfte.
Internationale Marktforschung.
Internationaler Marketing-Mix.
Leistungsprogrammpolitik.
Kontrahierungspolitik; Export- und Importkalkulation.
Distributionspolitik.
Kommunikationspolitik.
Ökomarketing.
Erweiterungslehrstoff:
Interpretation von Länderberichten. Vertiefende Behandlung des Marketing-Mix an Hand von Konsumgütermarketing, Dienstleistungs-, Investitionsgüter- und Non-Profit-Marketing. Internationaler Marken- und Musterschutz.
Immaterialgüterrechte.
IT-Bezug:
Informationsbeschaffung für die internationale Geschäftstätigkeit. Marktforschung, Auswertung der Ergebnisse und deren Präsentation.
Übungsfirmen-Konnex:
Umsetzung der Erfahrungen aus Projektmanagement und Präsentationstechniken.
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Europäische Integration und Grundzüge des EU-Rechts. Internationale Wirtschaftsabkommen und Wirtschaftsorganisationen. Internationales Recht in Hinblick auf internationale Geschäfte. Analyse internationaler Märkte.
Strategische und operative Marketingplanung für internationale Märkte (Istanalyse, Marktselektion, Zielsetzung, Markteintrittsstrategien).
Geschäftsanbahnung und -durchführung im Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit.
Verhandlungstechniken und Verhandlungsstrategien. Internationaler Datenverkehr (Rechtsgrundlagen).
Risk Management:
Risiken der internationalen Geschäftstätigkeit und risikopolitisches Instrumentarium zB Debitorenmanagement, Fremdwährungsmanagement, Kursrisikosicherung, Zinssicherung. Bonitätsprüfung; Terminplanung und -überwachung.
Finanzierung und Zahlungsabwicklung.
Exportförderung, Exportgarantien.
Ethische Grundsätze in einer globalen Wirtschaft.
Erweiterungslehrstoff:
Internationale Produkthaftung. Internationaler Konsumentenschutz. E-Business. Fallbeispiele zu den Themen Fremdwährungsmanagement, Finanzierung, Zahlungsabwicklung und -absicherung.
IT-Bezug:
Internetrecherchen. E-Business.
Übungsfirmen-Konnex:
Kontaktaufnahme und Geschäftsabwicklung mit ausländischen Übungsfirmen.
V. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Internationales Logistikmanagement:
Speditionen und andere Spezialbetriebe im Logistikbereich, Transport, Transportverträge und Transportversicherung, Haftungsbestimmungen, Schadensabwicklung, Verzollung.
Internationale Kooperationsformen.
Internationale Projekte.
Wettbewerbsrecht.
Organisationsformen des internationalen Marktes.
Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen.
Trends im internationalen Marketing.
Erweiterungslehrstoff:
Internationale Zusammenhänge in der Besteuerung.
EU-Ausschreibungen am konkreten Beispiel.
IT-Bezug:
Internetrecherchen. E-Business.
23.A.3. ENTREPRENEURSHIP UND MANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- Interesse und Freude an der unternehmerischen Selbstständigkeit entwickeln,
- Kompetenzen für Gründungs- und Übernahmemanagement erwerben,
- Gründungskompetenz durch Entwicklung von Business Plänen erwerben,
- Unternehmenskonzepte in Business Plänen umsetzen können,
- Chancen und Risiken von Unternehmensgründungen und -übernahmen erkennen und beurteilen können,
- über Managementkonzeptionen und Managementtechniken Bescheid wissen und diese in konkreten Situationen anwenden können,
- Qualität in der betrieblichen Arbeit als wichtigen unternehmerischen Strategiefaktor erkennen,
- Personalmanagement als Nutzung der innovations- und umsetzungsbezogenen Fähigkeiten und Kenntnisse aller Mitarbeiter verstehen und einsetzen,
- Informations- und Steuerungsinstrumente der Unternehmensführung anwenden können,
- Veränderung als Managementaufgabe begreifen,
- Projekte in enger Zusammenarbeit mit für die Unternehmensgründung relevanten Institutionen und Organisationen initiieren und im Team oder einzeln durchführen und abschließen, dokumentieren und präsentieren können,
- eine Wertebasis entwickeln, welche die besondere ethische Verantwortung des Unternehmers berücksichtigt,
- die gesellschaftliche, soziale und ökologische Verantwortung erkennen, die mit der beruflichen Selbstständigkeit und mit dem Management von Organisationen verbunden sind,
- die allgemeinen betriebswirtschaftlichen und gründungsbezogenen Zusammenhänge und Marktprozesse verstehen,
- durch Entwicklung innovativer Produkt- und Unternehmenskonzepte in experimenteller Umgebung (Business Plan) zur Realisierung dieser Ideen veranlasst werden,
- Elemente des normativen Unternehmenskonzeptes bei Unternehmensgründungen umsetzen können,
- zur Informationsbeschaffung und -auswertung sowie zur Problemlösung fähig sein und
- erkennen, dass Unternehmensführung im besonderen Maß die Fähigkeit und Bereitschaft zur Kommunikation und Kooperation voraussetzt.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Allgemeine Grundlagen des unternehmerischen Handelns:
Berufsbild, gesellschaftliche Rolle und Image des Unternehmers, persönliche Voraussetzungen, Arten der Selbstständigkeit, Wege in die Selbstständigkeit, wirtschafts- und gesellschaftspolitisches (Gründungs)Umfeld.
Rahmenbedingungen des unternehmerischen Agierens anhand des Gründungsprozesses:
Rechtliche Grundlagen (Gewerberecht, Handelsrecht, EU-Recht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Steuerrecht), Behörden und Institutionen (Gewerbebehörde, Abgabenbehörde, Interessensvertretungen, Serviceeinrichtungen, Finanzierungs- und Förderinstitutionen, Versicherungen).
Gründungsplanung und Gründungsentscheidungen:
Arten der Unternehmensgründung (Neugründung, Übernahme, Franchising), Gründungsstrategien, Gründungsberatung, Erfolgsfaktoren und Risiken, Business Plan.
Unternehmensphilosophie und Leitbild:
Entwicklung und Formulierung von Unternehmensphilosophie, Leitbild und Corporate Identity.
Entwicklung eines Business Plans:
Geschäftsidee, Inhalt, formale Gestaltung, Präsentation und Argumentation.
Erweiterungslehrstoff:
Innerbetriebliche und außerbetriebliche fachbezogene Kommunikation.
Vorbereitung der Übungsfirma:
Entwicklung eines Business Plans für die Übungsfirma (Business Plan), Gründungsprozess (rechtliche Konstituierung und Registrierung).
IT-Bezug:
Informationsbeschaffung, Einsatz der grundlegenden Werkzeuge und Techniken der digitalen Kommunikation.
Web-Publishing: Grundsätze des Designs, Anwendungsbeispiele. Business-to-Business-Administration.
Electronic-Government: Informationsaustausch mit Behörden und Organisationen; Förderungsinstitutionen.
Nutzung von öffentlichen Datenbanken und Rechtsinformationssystemen.
Übungsfirmen-Konnex:
Vorbereitung der Übungsfirma, Business Plan für die Übungsfirma.
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Strategische Unternehmensführung:
Unternehmensphilosophie und Leitbild, Corporate Identity, Unternehmenspositionierung, Unternehmensstrategien, strategische Unternehmensführung im Lebenszyklus des Unternehmens, Instrumente, Stärken- und Schwächenanalyse.
Funktionen und Techniken des Managements:
Managementregelkreis, Kreativitätstechniken, Entscheidungstechniken, Time-Management-Systeme, Stressmanagement, Konfliktmanagement.
Managementkonzeptionen und Führungsverhalten.
Geschäftsfeldbezogene Strategien und Instrumente des Marketings:
Strategisches Marketing, Markterschließung, Marktbearbeitung, Kundenakquisition und -pflege, Key-Account-Management.
Qualitätsmanagement:
Zielsetzungen, Techniken, Modelle.
Angewandtes Qualitätsmanagement.
Erweiterungslehrstoff:
Strategisches Controlling:
Instrumente und Werkzeuge (Szenariotechnik, Balanced Scorecard);
Customer-Relationship.
IT-Bezug:
Virtuelles Unternehmen, E-Procurement.
Übungsfirmen-Konnex:
Unternehmensführung in der Übungsfirma, angewandtes Qualitätsmanagement.
V. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Personalmanagement:
Unternehmenskultur, Personalauswahl, Entlohnungssysteme, Personalentwicklung (Mitarbeitermotivation, Coaching, Mitarbeiterführung, Personalbeurteilung), Intrapreneurship.
Management-, Informations- und Steuerungsinstrumente:
Jahresabschlussanalyse, Kapital- und Vermögensmanagement, Operatives Controlling, Steuerungsmodelle und Steuerungsinstrumente (Kostenrechnung, Budgetierung, Finanzplanung).
Analyse von Managemententscheidungen in Unternehmen bei Unternehmensgründungen und -übernahmen (Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren) unter besonderer Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und ethischer Gesichtspunkte.
Unternehmensentwicklung und Krisenmanagement:
Erstellung, Präsentation und Argumentation eines Business Plans, unternehmerische Anpassungs- und Optimierungsprozesse, Insolvenzfrüherkennung und Insolvenzprophylaxe, Sanierungsmaßnahmen, Verwertung und Auflösung von Unternehmen.
Erweiterungslehrstoff:
Strategisches Controlling, Steuerpolitik und Steueroptimierung.
IT-Bezug:
Interne Unternehmensorganisation und -kommunikation (Telearbeit, Knowledge-Management).
Computer Based Training; Teleteaching; Telelearning; Einsatzmöglichkeiten in der innerbetrieblichen Personalentwicklung. Soziale Auswirkungen der neuen Technologien.
Übungsfirmen-Konnex:
Auswertung der Übungsfirmenarbeit und geordnete Beendigung (Übergabe) der Unternehmenstätigkeit.
23.A.4. MULTIMEDIA UND WEBDESIGN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- die grundlegenden Werkzeuge und Techniken des Internets und der multimedialen Kommunikation einsetzen können,
- die technologische Entwicklung von Werkzeugen und multimedialen Netzen kennen und in ihren zukünftigen Auswirkungen beurteilen können,
- neue Berufsbilder kennen lernen sowie mit neuen Arbeits- und Wirtschaftsformen (Telelearning, E-Commerce) vertraut werden,
- Grundzüge semantischer, grafischer und ergonomischer Gestaltung kennen und diese anwenden können,
- die Aufbereitung von Informationen zielgruppenorientiert durchführen können,
- die Bedeutung kreativer Konzepte und die Notwendigkeit detaillierter Planung für die Realisierung multimedialer Aufgabenstellungen erkennen können,
- mittels der neuen Medien alternative Lerntechniken kennen lernen und nutzen können sowie
- die gesellschaftliche und individuelle Verantwortung erkennen, die mit dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien verbunden ist.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Hardwarekomponenten für Multimedia und Internet:
Grundlagen und Technologien, Funktionsweise, praktischer Einsatz
von Speicher- und Übertragungstechniken.
Web-Publishing:
Grundlagen von Web-Auszeichnungssprachen, Anwendungsbeispiele. Web-Publishing mit Web-Tools, Anwendungsbeispiele.
Informationsbeschaffung im Netz:
Suchmaschinen, Suchstrategien; Meta-Informationen für Katalogisierung in Suchmaschinen. Anmeldung von Websites bei Suchmaschinen.
Bildbearbeitung:
Grundlagen, Werkzeuge, Komprimierungstechniken, Dateiformate. Grundsätze des Designs und der Ergonomie.
Erweiterungslehrstoff:
Datenbankanbindung zum www (Einführung; Anbindung an das Web mittels Tools; Auslesen von Daten).
Internetprogrammierung (Einführung in webbasierte Scriptsprachen, Anwendungsbeispiele).
IT-Bezug:
Betriebssysteme, Netzwerke, Datenmodellierung, Datenbankverwaltungssysteme, Internet, Systemintegration.
Übungsfirmen-Konnex:
Produktkataloge im Web und auf elektronischen und digitalen Datenträgern.
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Multimediadesign und Web-Publishing; Screendesign.
Strukturplanung; Umsetzung; Qualitätssicherung;
Anwendungsbeispiele; Arbeits- und Zielgruppenplanung inklusive Kosten-/Nutzenüberlegungen.
Vertiefung der Bereiche Design, Ergonomie, Farbpsychologie, Typografie und Symbolik.
Onlineshopping und E-Business:
Technische und organisatorische Voraussetzungen; Integration in einem Webauftritt; Anwendungsbeispiele.
Video- und Soundbearbeitung:
Hard- und Softwaretools, Komprimierungstechniken, Dateiformate, Anwendungsbeispiele.
Übertragungstechnologien im Web (streaming media).
Multimediaprogrammierung:
Autorensysteme, Seitenbeschreibungssprachen, Skriptsprachen, Applets; Anwendungsbeispiele.
Datenbankanbindung zum www:
Vertiefung bei Zugriff auf Datenbanken mittels Skriptsprachen oder höheren Programmiersprachen, Anwendungsbeispiele.
Erweiterungslehrstoff:
Anwendungsbeispiele mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Übungsfirmen-Konnex:
Werbefilm für ÜFA. Onlineshop betreiben. Mitarbeiterpräsentation im Web mit Sound und/oder Video. Aktualisierung des Übungsfirmenwebauftrittes. Qualitätssicherung des Webauftritts. Videokonferenzen mit anderen Übungsfirmen (Inland/Ausland). Internettelefonie.
V. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Content-Managementsysteme und Redaktionssysteme (Erfassung, Verwaltung, Archivierung von Informationen aller Art):
Marktübersicht; Auswahlverfahren; Stärken-Schwächen-Analyse; Kosten-Nutzen-Analyse.
Multimediaanwendungen:
Informationssysteme; Produktkataloge; Interaktive Prospekte; Cyberspace; Virtual Reality.
Computer Based Training:
Teleteaching; Telelearning; Einsatzmöglichkeiten in der innerbetrieblichen Personalentwicklung; Auswahl und Bewertung von CBT-Systemen, Autorensysteme, Erstellung einfacher interaktiver Anwendungen (Lernsequenzen).
E-Commerce:
Technische und organisatorische Voraussetzungen.
E-Payment, EGovernment, E-Procurement, E-Commerce-Anwendungen;
Informationsbroker.
Entwicklungstrends und soziale Auswirkungen der Technologien.
Erweiterungslehrstoff:
EDI (Electronic Data Interchange):
Formate, Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten; EDIFACT (Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport), XML (Extensible Markup Language).
Übungsfirmen-Konnex:
Aufbau eines internen Informationssystems für die Übungsfirma, (Stellenbeschreibungen, Dokumentation der betrieblichen Abläufe). Customer-Relationship-Management (CRM) zur Kundenbindung in der Übungsfirma, Newsletter, Listserver, Gästebücher, Foren. Einsatz von fertigen Werkzeugen.
23.A.5. NETZWERKMANAGEMENT
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- ihre im Unterrichtsgegenstand „Wirtschaftsinformatik“ erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten erweitern, vertiefen und aktualisieren,
- Wissen aus technischen Unterlagen (Handbücher, Literatur) erwerben und anwenden können,
- Organisation und Methoden der Netzwerkverwaltung kennen lernen,
- Hard- und Software für die Netzwerkverwaltung installieren sowie Aufgaben im Rahmen der Netzwerkbetreuung eigenständig lösen können,
- Netzwerkfehler erkennen und beheben können,
- Datensicherungskonzepte kennen und einsetzen können,
- Grundlagen für IT-Entscheidungen vorbereiten können,
- ihre Arbeiten dokumentieren und präsentieren können,
- erworbenes Wissen zur Anwenderbetreuung übersichtlich dokumentieren, anwenden und weitergeben können,
- bei der hardwaremäßigen Planung, Realisierung und Erweiterung von Informations- und Kommunikationssystemen mitwirken,
- Internetdienste einrichten und verwalten können,
- Client-Server-Datenbanken einrichten und verwalten können und
- einschlägige Ausschreibungen formulieren, Angebotsvergleiche durchführen, die Ergebnisse übersichtlich zusammenstellen und präsentieren können.
Lehrstoff:
Basislehrstoff:
Grundlagen der Netzwerksysteme:
OSI-Schichtenmodell; Topologien; Übertragungsprotokolle.
Netzwerkkomponenten:
Server, Workstation, Netzwerkkarte, Switch, Hub, Router; Übertragungsmedien.
Installation und Konfiguration:
Netzwerkbetriebssysteme; Software zur Netzwerkverwaltung; Treiber;
Datensicherungssysteme und -konzepte; Virensoftware; Einrichtung und Verwaltung von Internetdiensten (Web-, Proxy-, FTP- und Mailserver);
Client-Server-Datenbanken.
Netzwerkadministration:
Benutzerverwaltung (Anlegen und Löschen von Benutzern und Benutzergruppen, Berechtigungen und Freigaben, Anlegen und Verwalten von Mail-Accounts, ua.); Ressourcenverwaltung (Druckerwarteschlangen, lokale Drucker - Netzwerkdrucker, Strukturierung der Speichermedien in logische Laufwerke, ua.); Verwaltung der Workstations (Installation und Einbindung in bestehende Netzwerke, zentrale Wartung von Workstations, Klonen von Personalcomputern, zentrale Verwaltung der Workstations, Remote-Netzwerkmanagement);
Mitarbeit bei Fehleranalysen und selbstständige Durchführung von Fehleranalysen; Störungsbehebungen.
Dokumentation:
Dokumentations-Software; Dokumentation von Netzwerkkomponenten; Aufzeichnung der laufenden Arbeiten und Aktualisierungen; Aufbau einer Knowledge-Base (FAQ/Frequently Asked Questions) für Netzwerkverwaltung und Benutzerunterstützung.
Benutzerschulung und -betreuung:
Hotline; Help-Desk-Systeme.
Erweiterungslehrstoff:
Planung und Realisierung von Netzwerklösungen:
Erhebung des Ist-Zustandes, Entwicklung von Soll-Konzepten (Netzwerk-Alternativen), Finanzplanung und Auswahl der optimalen Alternative, kaufmännische und technische Realisierung.
Öffentliche Ausschreibungen für Software-Entwicklung und Netzwerkmanagement:
Planung und Formulierung von Ausschreibungen, Durchführung von Angebotsvergleichen, Vorbereitung von Entscheidungen; Beschaffung und Abnahme.
Übungsfirmen-Konnex:
Betreuung der Hard- und Software; Wartung des Übungsfirmennetzwerkes; Hotline.
23.A.6. SOFTWAREENTWICKLUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- ihre im Unterrichtsgegenstand „Wirtschaftsinformatik“ erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten erweitern, vertiefen und aktualisieren,
- Informationen aus vorhandenen Datenbeständen beschaffen können,
- Wissen aus technischen Unterlagen (Handbücher, Literatur) erwerben und anwenden können,
- zur Lösung von Teilaufgaben Programmmodule erstellen und testen können,
- Grundlagen für Entscheidungen im Hinblick auf die Beschaffung und den Einsatz von Softwareprodukten vorbereiten können,
- ihre Kenntnisse über Organisation und Entwicklung von Softwarelösungen erweitern und vertiefen,
- symbolische Darstellungen unter Verwendung von Entwurfsinstrumenten anwenden können,
- die Aufgaben der Datenorganisation unter Berücksichtigung der Datenwartung und der Verarbeitungszeiten durchführen können,
- vertiefte Kenntnisse der objektorientierten Entwicklung, wie sie für die praktische Anwendung erforderlich sind, erwerben,
- komplexe Problemstellungen analysieren, für das Programmieren aufbereiten und mit Hilfe der Methoden des Softwareengineerings unter den Aspekten der Qualitätssicherung bearbeiten können,
- ihre Arbeiten dokumentieren und präsentieren können und
- erworbenes Wissen zur Anwenderbetreuung übersichtlich dokumentieren, anwenden und weitergeben können.
Lehrstoff:
Basislehrstoff:
Objektorientierte Softwareentwicklung:
Methodenübersicht und Vergleich, Einsatz von Werkzeugen in der Softwareentwicklung.
Softwareprojektmanagement.
Phasenmodelle:
Ziele, Phasen, Grundsätze.
Problemerkennung und Problemanalyse:
Zielformulierung, Sollkonzept, Lösungskonzepte, Projektantrag.
Grobplanung:
Festlegung des Projektziels; Methoden der Ist-Aufnahme und Ist-Analyse; Methoden der Kostenschätzung und Kostenerfassung;
Terminplanung; Erstellung eines Lasten- und Pflichtenheftes;
Leistungsbeschreibung.
Feinplanung:
Methoden und Techniken (Unified Modelling, Netzplantechnik, Entscheidungstabellen, Struktogramme, Datenflusspläne; Modularisierung; Schnittstellendefinition; Kapazitäts- und Geschwindigkeitsüberlegungen; Prototyping).
Objektorientierte Entwicklung:
Klassen, Objekte, Instanzen, Vererbung.
Grundlagen der objektorientierten Programmierung:
Einführung in eine objektorientierte Programmiersprache. Syntax und Semantik.
Entwerfen, Kodieren und Testen von Programmen, Fehlersuche; Methoden, Strukturen, Algorithmen, Objekte; Modularisierung und Integration in Standardprogrammpakete; Verwendung aktueller Entwicklungstools.
Entwicklung von Benutzerschnittstellen (Ein- und Ausgabe).
Datenmanagement:
Beschaffung und Bearbeitung externer und interner Datenbestände.
Entwurf von Datenmodellen; Normalisierung; Relationierung; Anwendung in Datenbanksystemen.
Datentransfer zwischen verschiedenen Programmen und Systemen:
Datenimport und Datenexport; Datenkonvertierung; dynamische Datenverknüpfung; XML.
Projektrealisierung:
Programmierung; Implementierung; Test; Mängelfeststellung und -behebung; Kontrolle der Zielerreichung; Abweichungsanalyse;
Methoden der Qualitätssicherung (Reviews, Tests); Übergabe an den Auftraggeber mit Dokumentation und Präsentation; Versionskontrolle;
Abnahme; Schulung.
Erweiterungslehrstoff:
Web-Programmierung. Datenbankanbindung im Web. Einführung in eine oder mehrere weitere Programmiersprachen.
Übungsfirmen-Konnex:
Lösung verschiedener für eine Übungsfirma bzw. für mehrere Übungsfirmen relevante Problemstellungen.
23.A.7. DIGITAL BUSINESS
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- die grundlegenden Werkzeuge und Techniken der digitalen Kommunikation einsetzen können,
- die notwendigen Veränderungen der gesamten Unternehmensorganisation (Struktur und Abläufe) für Digital-Business-Lösungen erkennen, analysieren und initiieren können,
- Organisationsprobleme bei der Einführung und Nutzung eines digitalen Kommunikationssystems analysieren und Lösungsvorschläge entwickeln können,
- die technologische Entwicklung von Werkzeugen und Netzen kennen und in ihren zukünftigen Auswirkungen beurteilen können,
- neue Berufsbilder kennen lernen sowie mit neuen Arbeits- und Wirtschaftsformen vertraut werden,
- einen effektiven und benutzerfreundlichen Webauftritt planen, konzipieren und beurteilen können,
- die Möglichkeiten, Chancen und Risiken des Digital-Business erkennen und beurteilen können,
- die Einsatzmöglichkeiten von Standard- und Individualsoftware im Bereich Digital-Business beurteilen können,
- die Bedeutung kreativer Konzepte und die Notwendigkeit detaillierter Planung für die Realisierung von Digital-Business-Anwendungen erkennen können,
- die gesellschaftliche und individuelle Verantwortung, die mit dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien verbunden ist, erkennen und
- die Chancen und Risiken einer Unternehmensgründung im Bereich des Digital-Business erkennen und beurteilen können.
Lehrstoff:
III. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Technische Grundlagen:
Topologien; Netzwerkkomponenten (Server, Workstation, Netzwerkkarte, Switch, Hub, Router, ua.); Client-Server-Datenbanken; Übertragungsmedien; Übertragungsprotokolle.
Internet, Intranet, Extranet:
Grundbegriffe und praktische Einsatz- und Zugangsmöglichkeiten.
Providerauswahl, Leistungsmerkmale, Domänenzuweisung; IP-Adressierung; Einrichtung und Nutzen von Internetdiensten für Clients.
Telekommunikationstechnologien:
Festnetz und Mobilkommunikation; Telefonieren über Internet (Voice over IP); Grundlagen der multimedialen Konferenztechnik.
Web-Publishing:
Strukturplanung; Umsetzung; Qualitätssicherung;
Anwendungsbeispiele; Arbeits- und Zielgruppenplanung inklusive
Kosten-Nutzen-Überlegungen.
Grundsätze des Designs, der Ergonomie, der Farbpsychologie, der Typografie und der Symbolik.
Bildbearbeitung:
Grundlagen, Werkzeuge, Komprimierungstechniken, Dateiformate.
Erweiterungslehrstoff:
Vertiefung in den Bereichen Web-Publishing und Bildbearbeitung (Webbasierte Skriptsprachen; einfache Datenbankanbindung mit Tools).
IV. Jahrgang:
Basislehrstoff:
Interne Unternehmensorganisation und -kommunikation:
Virtuelles Unternehmen; Telearbeit; Workflow-Systeme (Elektronisches Belegwesen); Dokumentenmanagement (papierloses Büro); Archivierung; Knowledge-Management (internes Informationssystem); Helpdesk- Systeme (Benutzerunterstützung in allen Bereichen).
Sicherheitsaspekte:
Verschlüsselungstechniken; Digitale Signatur; Zugriffskontrollen; Transaktionsprotokolle; Risiken und Lösungen; Sicherungskonzepte.
Onlineshopping:
Marktübersicht und Auswahl von Werkzeugen;
Stärken-Schwächen-Analyse, Kosten-Nutzen-Analyse, Risiken; Einkaufs- und Verkaufsplattformen; Auktionen; Erfassung und Verwertungsmöglichkeiten von Kundendaten.
Customer-Relationship (Pflege und Intensivierung der Beziehungen mit Geschäftspartnern unter Einsatz der neuen Medien):
Auswahl und Bewertung der Instrumente (Newsletter, Gästebücher, Mailinglisten, Diskussionsforen)
Electronic Banking:
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