Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Lehrpläne für die Handelsakademie und die Handelsschule; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1994-09-01
Letzte Aktualisierung 2022-01-04
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 29
Änderungshistorie JSON API

– in verschiedenen Rollen (Unternehmerin und Unternehmer, Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer und Konsumentin und Konsument) und gegebenen Strukturen nachhaltige Entscheidungen treffen und nachhaltig handeln.

im Bereich Management

– die normative Management-Ebene hinsichtlich Bedeutung sowie Grenzen und Reichweiten der Umsetzung reflektieren:

– Inhalte des normativen Managements charakterisieren,

– die Bedeutung von Unternehmenskultur diskutieren,

– den Zusammenhang zwischen normativem, strategischem und operativem Management darstellen.

im Bereich Planung

– den Planungsprozess eines Unternehmens modellhaft abbilden:

– die strategische Ausgangslage eines Unternehmens mit Hilfe verschiedener Instrumente des strategischen Managements bestimmen,

– Prognosen mit verschiedenen Instrumenten erstellen,

– strategische und operative Ziele für ein Unternehmen formulieren,

– die Strategieentwicklung eines Unternehmens mit Hilfe verschiedener Instrumente des strategischen Managements durchführen,

– die Bedeutung eines Budgets für ein Unternehmen anhand eines konkreten Beispiels erkennen.

im Bereich Personalmanagement

– verschiedene Motivationstheorien reflektieren,

– die Humanisierung der Arbeit kritisch hinterfragen,

– Personalbeurteilung und Personalentwicklung als wichtige Steuerungsinstrumente des Personalmanagements reflektieren,

– Aufgaben aus dem Personalmanagement eines Unternehmens ausführen:

– die Aufgaben des Personalmanagements erläutern,

– verschiedene rechtliche Aspekte im Arbeitgeberinnen-Arbeitnehmerinnen-Verhältnis und Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis erläutern,

– verschiedene Entlohnungsmodelle voneinander abgrenzen,

– Methoden der Personalplanung und -freisetzung erläutern,

– Methoden der Personalanwerbung und -auswahl einsetzen,

– Kenntnisse über Methoden der Personalanwerbung und -auswahl für erfolgversprechende Bewerbungen nutzen.

im Bereich Führung

– verschiedene Führungstheorien identifizieren,

– verschiedene Führungskonzepte darstellen und reflektieren.

im Bereich Organisation

– Maßnahmen für die Organisation eines Unternehmens anhand verschiedener Kriterien reflektiert entwickeln:

– Elemente der Aufbauorganisation analysieren,

– Organisationsgrundsätze und Prinzipien beurteilen,

– Aspekte informeller Organisation und Kommunikation reflektieren,

– verschiedene Leitungssysteme für Unternehmen gestalten,

– den Zusammenhang zwischen Ablauforganisation und Aufbauorganisation erläutern,

– die Prozesse eines Unternehmens beschreiben.

im Bereich Kontrolle

– Kontrollinstrumente situationsadäquat einsetzen und ihre Bedeutung im Rahmen des PDCA-Prozesses beschreiben.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wirtschaft und Gesellschaft

Ethik in der Unternehmensführung

Management

Managementlehre, Normatives Management wie das St. Galler Management-Modell

Planung

Instrumente des strategischen Managements, Instrumente des operativen Managements

Personalmanagement

Personalplanung, Personalanwerbung und -auswahl, Arbeitsrecht, Motivation, Personalbeurteilung, Personalentwicklung, Humanisierung der Arbeit, Entlohnung

Führung

Führungstheorien, Führungskonzepte

Organisation

Zusammenhang zwischen Ablauf- und Aufbauorganisation, Elemente, Organisationsgrundsätze und Prinzipien der Aufbauorganisation, Leitungssysteme, Prozessmanagement

Kontrolle

Bereiche und Instrumente der Kontrolle

Fallstudien

Betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft

– Produktionsbedingungen in einem Unternehmen unter den Gesichtspunkten der Ethik und der Nachhaltigkeit kritisch bewerten,

– Überlegungen zur Standortwahl von Fertigungsbetrieben kritisch reflektieren,

– in verschiedenen Rollen (Konsumentin/Konsumenten, Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer und Unternehmerin/Unternehmer) und gegebenen Strukturen nachhaltige Entscheidungen treffen und nachhaltig handeln.

im Bereich Fertigungsbetriebe

– das Management und die Funktionsbereiche reflektieren:

– Fertigungsverfahren begründet empfehlen,

– die Bedeutung von Forschung und Entwicklung für Fertigungsbetriebe erläutern,

– die Bedeutung der Materialwirtschaft im Fertigungsbetrieb darstellen,

– die Leistungserstellung im Fertigungsbetrieb charakterisieren,

– das Marketing im Fertigungsbetrieb darstellen,

– die Bedeutung von Qualitätsmanagement im Fertigungsbetrieb erläutern,

– die Bedeutung des Fertigungssektors für die Wirtschaft einschätzen,

– Fertigungsbetriebe nach verschiedenen Kriterien systematisieren.

im Bereich Finanzmanagement

– finanzwirtschaftliche Maßnahmen für ein Unternehmen reflektiert entwickeln:

– die Einhaltung von Finanzierungsregeln eines Unternehmens beurteilen,

– Finanzierungskennzahlen eines Unternehmens interpretieren,

– Bedeutung und Möglichkeiten der Innenfinanzierung und Außenfinanzierung eines Unternehmens beurteilen,

– die Kreditprüfung durch Kreditgeber (Lieferantinnen und Lieferanten und Banken) nach verschiedenen Kriterien analysieren und reflektieren sowie Kreditsicherheiten nach unterschiedlichen Überlegungen klassifizieren,

– einen einfachen Finanzplan für ein Unternehmen erstellen.

– Kenntnisse aus der Unternehmensfinanzierung im Privatbereich anwenden:

– eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung für den privaten Bereich erstellen,

– Finanzierungsmöglichkeiten von Privathaushalten darstellen,

– Kreditgespräche mit einer Bank vorbereiten und durchführen.

im Bereich Investitionsmanagement

– Grundlagen für Investitionsentscheidungen im Unternehmens- und Privatbereich aufbereiten,

– Entscheidungen aufgrund qualitativer Methoden (Scoringmethode usw.) begründet treffen,

– Grenzen und Reichweiten der Ergebnisse statischer Investitionsrechenverfahren reflektieren:

– Investitionsentscheidungen mit statischen Investitionsrechenverfahren durchführen und argumentieren,

– den Zusammenhang zwischen Unternehmensführung und Investition erläutern,

– Arten der Investitionen unterscheiden,

– Investitionen steuern und kontrollieren.

im Bereich Businessplan

– die Umsetzbarkeit eines Businessplans auf Basis seiner Finanz- und Investitionsplanung beurteilen,

– die Finanz- und Investitionsplanung für einen Businessplan vornehmen und nachvollziehbare Planungen im Hinblick auf die Kosten- und Leistungsrechnung anstellen,

– als Entrepreneur nachhaltig wirksame Strukturen schaffen und Prozesse reflektiert gestalten.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wirtschaft und Gesellschaft

Ethik und Nachhaltigkeit in der Fertigung sowie im Investitions- und Finanzmanagement

Fertigungsbetriebe

Fertigungsbetriebe, Leistungsbereiche der Fertigungsbetriebe, Qualitätsmanagement in den Fertigungsbetrieben

Finanzmanagement

Anlässe der Finanzierung, Arten der Finanzierung, einfacher Finanzplan, Finanzkennzahlen, Kreditprüfung

Investitionsmanagement

Arten der Investitionen, qualitative und quantitative Entscheidungsmethoden

Businessplan

Finanz- und Investitionsplanung

Fallstudien

Betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Gegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

IV. Jahrgang:

7.

Semester – Kompetenzmodul 7:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft

– Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Wirtschaft und einzelnen Unternehmen erkennen, kritisch reflektieren und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die aktive Gestaltung dieser Beziehungen im unmittelbaren Umfeld entwickeln,

– die Wechselwirkung von Ökonomie und Ökologie und die ökonomischen Effekte von umweltspezifischen Maßnahmen beurteilen,

– Chancen und Risiken der Globalisierung und deren Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Konsumentinnen und Konsumenten beurteilen.

im Bereich Internationale Geschäftstätigkeit

– Chancen und Risiken sowie hemmende und fördernde Faktoren der internationalen Geschäftstätigkeit einschätzen,

– Auswirkungen der Globalisierung auf das Unternehmen sowie die Gestaltung der Funktionsbereiche eines Unternehmens in der Folge unterschiedlicher Internationalisierungsstrategien ableiten,

– Besonderheiten des Managements internationaler Geschäftstätigkeit unter Berücksichtigung kultureller Unterschiede reflektieren,

– finanz- und risikopolitische Maßnahmen für die internationale Geschäftstätigkeit eines Unternehmens empfehlen,

– die für die internationale Geschäftstätigkeit notwendigen Dokumente analysieren,

– die volkswirtschaftliche Bedeutung der internationalen Geschäftstätigkeit für Österreich interpretieren.

im Bereich Dienstleistungsbetriebe

– die Bedeutung des Dienstleistungssektors für die Wirtschaft einschätzen.

im Bereich Bank- und Versicherungsbetriebe

– die betrieblichen Funktionsbereiche von Banken- und Versicherungsbetrieben unterscheiden:

– das Leistungsangebot von Bank- und Versicherungsbetrieben darstellen und aus der Sicht von Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten bewerten,

– die Bedeutung des Ratings erläutern,

– den Jahresabschluss von Bank- und Versicherungsbetrieben von anderen Branchen abgrenzen,

– die Besonderheiten von Kredit- und Versicherungsverträgen erklären,

– die Abwicklung von Schadensfällen sowie die damit verbundene Kommunikation erledigen,

– die Funktion und Rolle von Bank- bzw. Versicherungsbetrieben in der Volkswirtschaft überblicksmäßig skizzieren,

– die Rolle der OeNB und der europäischen Zentralbank im Bankensektor darstellen.

im Bereich Risikomanagement

– risikopolitische Maßnahmen für ein Unternehmen empfehlen,

– das Instrumentarium des Risikomanagements für ein Unternehmen umsetzen,

– die Grundlagen des Risikomanagements beschreiben.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wirtschaft und Gesellschaft

Bedeutung des Außenhandels für die Wirtschaft, Globalisierung, ethische Geldanlage

Internationale Geschäftstätigkeit

Kaufvertrag im Außenhandel, Risiken im Außenhandel, Absatzwege, Aufbauorganisation, Hemmende und fördernde Faktoren der internationalen Geschäftstätigkeit (Exportförderung, Verzollung), Cross-cultural Management, Transportdokumente, ökologische Aspekte der Transportwirtschaft

Dienstleistungsbetriebe

Dienstleistung, Beschaffung, Leistungserstellung und Marketing im Rahmen von Dienstleistungsbetrieben, CRM

Bank- und Versicherungsbetriebe

Funktionen und wirtschaftliche Bedeutung, Beschaffung, Leistungserstellung und Marketing von Bank- und Versicherungsbetrieben, Kredit- und Versicherungsvertrag, Produktportfolio von Banken und Versicherungen, Abwicklung von Schadensfälle, Trends im Bank- und Versicherungswesen, Funktionen der österreichischen Nationalbank und der Europäischen Zentralbank, Ratingagenturen

Risikomanagement

Risiko und Risikomanagement, Instrumente des Risikomanagements

Fallstudien

Betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

8.

Semester – Kompetenzmodul 8:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft

– sich der Rolle als aktive Bürgerin/aktiver Bürger in der Gestaltung von gesellschaftlichen Prozessen bewusst sein und diese reflektieren,

– die aktive Beteiligung von Non-Profit-Organisationen an der Erfüllung gesellschaftlicher Aufgaben erkennen und reflektieren,

– die Bedeutung von ökologischen Maßnahmen in einzelnen Betrieben und ihre langfristig positiven Effekte auf die Gesamtwirtschaft reflektieren.

im Bereich Wertpapiere, Derivate und Börse

– eine Veranlagungsstrategie in Abhängigkeit vom Veranlagungsprofil eines Anlegers entwickeln: das Veranlagungsprofil eines Anlegers nach verschiedenen Kriterien bestimmen,

– Wertpapiere und Derivate nach Kriterien analysieren:

– verschiedene Formen der Veranlagung nach Kriterien klassifizieren,

– verschiedene Wertpapierarten erläutern,

– Derivate charakterisieren,

– das Börsengeschäft erläutern,

– Arten der Börse unterscheiden.

im Bereich Non-Profit-Organisationen

– die Funktionsbereiche von Non-Profit-Organisationen im Zusammenhang mit den Besonderheiten der Leistungserstellung von Non-Profit-Organisationen reflektieren,

– die Bedeutung und Ziele von Non-Profit-Organisationen bzw. der Öffentlichen Verwaltung erläutern.

im Bereich Ökomanagement und Qualitätsmanagement

– Maßnahmen in den Bereichen Öko- und Qualitätsmanagement unter einzelwirtschaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Perspektive reflektieren,

– Maßnahmen eines Unternehmens in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit beurteilen,

– Maßnahmen eines Unternehmens in Bezug auf einen umfassenden Qualitätsbegriff beurteilen:

– die Grundsätze und Methoden des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses umsetzen,

– Möglichkeiten zur Gestaltung des Öko- und Qualitätsmanagements in einem Unternehmen beschreiben,

– Grenzen von unternehmerischen Entscheidungen auf Basis von ökonomisch orientierten und rechnerisch ermittelten Ergebnissen aufzeigen.

im Bereich Businessplan

– die für die Internationalisierung nötige Markt- und Risikoanalyse durchführen und deren Ergebnisse kritisch reflektieren,

– einen Businessplan im Rahmen der Internationalisierungsstrategie eines Unternehmens ergänzen.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wirtschaft und Gesellschaft

Ethik und Nachhaltigkeit bei unternehmerischen und privaten Entscheidungen

Wertpapiere, Derivate und Börse

Wertpapiere, Derivate und sonstige Instrumente der Vermögensveranlagung, Rendite, Kapitalmarkt, Arten der Börse

Non-Profit-Organisationen

Bedeutung und Funktion von NPOs und der öffentlichen Verwaltung, Arten von NPOs, Funktion und Bedeutung.

Ökomanagement und Qualitätsmanagement

Begriff der Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Instrumente des Ökomanagement

PDCA-Zyklus, Qualitätsmanagementinstrumente

Businessplan

Vertiefter Businessplan unter Berücksichtigung besonderer Situationen im Unternehmen (Markteintrittsstrategien, Absatzwege im Außenhandel), Risiken im Außenhandel, Strategische Planungsinstrumente (Marktselektion)

Fallstudien

Betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:

9.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Wirtschaft und Gesellschaft

– Steuerungsvorgänge in Unternehmen (Gründung, Zusammenschlüsse, Krisenmanagement, Auflösung) aus unterschiedlichen Perspektiven (Unternehmerin/Unternehmer, Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer, Konsumentin/Konsument) bewerten und die Konsequenzen daraus für Wirtschaft und Gesellschaft beschreiben,

– die Bedeutung von Corporate Governance-Konzepten darstellen.

im Bereich Businessplan

– einen komplexen Businessplan für eine Geschäftsidee erstellen und bewerten.

im Bereich Unternehmensgründung

– die für die Gründung eines Unternehmens notwendigen rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Schritte beschreiben,

– Möglichkeiten des Starts einer unternehmerischen Tätigkeit (Neugründung, Franchising, Unternehmensübernahme) miteinander vergleichen und für einen konkreten Unternehmenszweck bewerten,

– situativ Rechtsform- und Standortentscheidungen begründet treffen.

im Bereich Unternehmenssteuerung

– Controllinginstrumente der jeweiligen unternehmerischen Entscheidungssituation angepasst auswählen und anwenden,

– Krisen in Unternehmen erkennen und passende Krisenmanagementtools beschreiben,

– Arten der Unternehmenskooperation und -zusammenschlüsse beschreiben und vergleichen,

– die Prozesse der freiwilligen und zwangsweisen Auflösung von Unternehmen beschreiben.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wirtschaft und Gesellschaft

Stakeholder-Management, Corporate Governance-Konzepte

Businessplan

Komplexer Businessplan (Unternehmensübernahme, Unternehmenszusammenschlüsse usw.)

Unternehmensgründung

Neugründung, Unternehmensübernahme

Unternehmenssteuerung

Controlling, Controllinginstrumente, Krisenmanagement, Unternehmenskooperationen und zusammenschlüsse, Unternehmensauflösung

Fallstudien

Komplexe betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Gegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig)

10.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wiederholende Aufgabenstellungen unter Einbeziehung des Lehrstoffes aller Jahrgänge sowie Einbeziehung aller Perspektiven (Unternehmerin/Unternehmen, Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer, Konsumentin/Konsumenten), Aktualisierung.

Komplexe betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig)

3.2 Unternehmensrechnung

Didaktische Grundsätze:

Entrepreneurship Education sowie der Einsatz moderner IT-Techniken zur Lösung der Aufgabenstellungen sind wesentliche Bestandteile von Lernarrangements. Praxisorientierte Aufgabenstellungen und kompetenzorientierter Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler zu logischem, kreativem und vernetztem Denken, zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbstständig und im Team sowie zum verantwortungsbewussten Entscheiden und Handeln führen.

So weit wie möglich sind zwischen den verschiedenen Unterrichtsgegenständen, insbesondere zwischen den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“ Beziehungen herzustellen, um den Aufbau fächerübergreifender Kompetenzen zu fördern.

Sämtliche Lehrplaninhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.

I. Jahrgang (1. und 2. Semester):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Wirtschaftliches Rechnen

– Grundrechnungsarten sicher anwenden,

– Ergebnisse schätzen und deren Plausibilität beurteilen,

– einfache Schlussrechnungen, Kettensatz, Prozentrechnungen und Zinsenrechnungen von Hundert sowie Währungsumrechnungen durchführen.

im Bereich Grundlagen des Rechnungswesen

– die Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens erläutern sowie die rechtlichen Grundlagen der Buchführung nennen,

– Buchführungs- und Aufzeichnungsvorschriften nennen sowie deren Folgen für einzelne Unternehmen abschätzen.

im Bereich Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

– grundlegende gesetzlichen Bestimmungen des Umsatzsteuerrechts anwenden,

– Belege erkennen, prüfen, bearbeiten und in einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erfassen und ablegen,

– eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung für den privaten Bereich führen, die Belege prüfen und aufbewahren,

– Geschäftsfälle anhand von Belegen unter Berücksichtigung von Vorsteuer und Umsatzsteuer erfassen,

– die Zahllast ermitteln und die Umsatzsteuervoranmeldung erstellen,

– die vorgeschriebenen Aufzeichnungen der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung führen,

– die mit der Erfolgsermittlung zusammenhängenden Abschreibungen berechnen,

– den Erfolg ermitteln.

im Bereich Doppelte Buchführung in der Praxis

– die Systematik der Doppelten Buchführung anwenden,

– den Kontenrahmen und Kontenplan anwenden,

– Wareneinkäufe, Warenverkäufe und Warenrücksendungen sowie den Rechnungsausgleich durch Barzahlung und Banküberweisung in der Buchführung erfassen.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wirtschaftliches Rechnen

Grundlagen des wirtschaftlichen Rechnens, Rechenfertigkeiten und Zahlenverständnis (Schätzen), Schlussrechnung, Kettensatz, Prozentrechnungen, Zinsenrechnung von Hundert, Währungsumrechnungen

Grundlagen des Rechnungswesens

Begriff, Gliederung und Aufgaben des Rechnungswesens, Buchführungssysteme, rechtliche Grundlagen der Buchführung, Buchführungs- und Aufzeichnungsvorschriften

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Rechtliche Bestimmungen, Funktionsweise der Umsatzsteuer, Belegwesen, Belegorganisation in Verschränkung zum Kaufvertrag in Betriebswirtschaft

Vorgeschriebene Aufzeichnungen anhand von Belegen inkl. Umsatzsteuer, Umsatzsteuervoranmeldung, Erfolgsermittlung, Einkommensteuererklärung

Erfassung von laufenden Geschäftsfällen in der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung anhand einer Belegsammlung einschließlich Erstellung der erforderlichen Auswertungen

Doppelte Buchführung in der Praxis

Systematik der doppelten Buchführung

Kontenrahmen (ÖPWZ) und Kontenplan

Verbuchung von Einkäufen, Verkäufen und dem Rechnungsausgleich anhand von Belegen unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer

Fallstudien

Einfache betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten

II. Jahrgang:

3.

Semester – Kompetenzmodul 3:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Doppelte Buchführung in der Praxis

– den Kauf von Anlagegütern inkl. geringwertiger Wirtschaftsgüter in der Buchführung erfassen,

– Bezugs- und Versandkosten verbuchen,

– Preisnachlässe in der Buchführung erfassen,

– den Rechnungsausgleich unter Berücksichtigung von Mahnspesen, Verzugszinsen sowie Skonto verbuchen,

– die Verbuchung von Kraftfahrzeug-Betriebskosten vornehmen,

– Steuern und Umlagen in der Buchführung erfassen,

– die Summen- und Saldenbilanz ermitteln.

im Bereich Sonstige Geschäftsfälle

– die Verbuchung von Anzahlungen, Emballagen sowie von Ein- und Verkäufen von Aktien und Anleihen auf Basis der Bankabrechnungen vornehmen.

Lehrstoff:

Doppelte Buchführung in der Praxis

Verbuchung weiterer laufender Geschäftsfälle anhand von Belegen unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer, Summen- und Saldenbilanz

Zusammenhängende Geschäftsfälle anhand von Belegen inkl. Summen- und Saldenbilanz

Sonstige Geschäftsfälle

Anzahlungen, Emballagen, Aktien und Anleihen

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Waren- und Zahlungsverkehr mit dem Ausland

– die Verbuchung von laufenden Geschäftsfällen, die den Warenverkehr mit dem Ausland betreffen, durchführen.

im Bereich Personalverrechnung

– laufende Bezüge (Gehälter, Löhne, Lehrlingsentschädigungen, geringfügig Beschäftigte, Zulagen und Zuschläge, Sachbezüge, Aufwandsentschädigungen) und sonstige Bezüge abrechnen,

– Abrechnungen bei Beendigung von Dienstverhältnissen vornehmen,

– außerbetriebliche Abrechnungen durchführen,

– die erforderlichen Aufzeichnungen führen,

– die Verbuchung von Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Aufwandsentschädigungen vornehmen,

– die Arbeitnehmerveranlagung mittels FinanzOnline durchführen,

– den Schriftverkehr mit Sozialversicherung und Finanzamt abwickeln.

im Bereich Computerunterstütztes Rechnungswesen

– die Stammdatenpflege durchführen,

– laufende Geschäftsfälle anhand einer Belegsammlung mit einer kaufmännischen Standardsoftware verbuchen, die USt-Zahllast ermitteln, die Lagerbuchhaltung führen, fakturieren, offene Posten verwalten, ein Anlagenverzeichnis führen,

– einfache Lohn- und Gehaltsabrechnungen mit einer kaufmännischen Standardsoftware durchführen, die lohn- und gehaltsabhängigen Abgaben ermitteln und die erforderlichen Buchungen vornehmen,

– die Auswirkung der Buchungen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung erkennen,

– die erforderlichen Auswertungen erstellen und interpretieren,

– Datensicherung vornehmen.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Waren- und Zahlungsverkehr mit dem Ausland

Verbuchung von Auslandsgeschäften mit Verschränkung zur internationalen Geschäftstätigkeit in Betriebswirtschaft

Personalverrechnung

Abrechnung von laufenden und sonstigen Bezügen, Verrechnung mit der Krankenkasse, dem Finanzamt und der Gemeinde, Lohnkonto und sonstige gesetzlich erforderliche Aufzeichnungen, Arbeitnehmerveranlagung mit FinanzOnline, Schriftverkehr, Verbuchung

Computerunterstütztes Rechnungswesen

Verbuchung von laufenden Geschäftsfällen einschließlich Lager- und Anlagenbuchführung anhand einer Belegsammlung

Abrechnung laufender und sonstiger Bezüge

Auswertungen

Stammdatenpflege, Datensicherung

Fallstudien

Betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Gegenständen des Clusters „Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten (davon eine aus dem Bereich „Computerunterstütztes Rechnungswesen“)

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Grundlagen der Kostenrechnung

– Aufgabenbereiche der Kostenrechnung erläutern und Teilbereiche der Kostenrechnung nennen,

– die Stellung der Kostenrechnung im Rechnungswesen erkennen,

– Kostenrechnungssysteme unterscheiden.

im Bereich Kostenrechnung als Grundlage der Preisbildung

– die Schritte von der Ermittlung des Einstandspreises über die Leistungserstellung zur Errechnung des Verkaufspreises erläutern,

– mit der Bezugskalkulation den Einstandspreis ermitteln und die entsprechenden Buchungen vornehmen,

– Aufwendungen zu Kosten und Erträge zu Leistungen überleiten,

– Kosten auf Kostenstellen zurechnen und die Selbstkosten ermitteln,

– Kostenträgerstück- und Kostenträgerzeitrechnungen durchführen,

– den Verkaufspreis berechnen und die entsprechenden Buchungen vornehmen,

– mit Differenzkalkulationen Entscheidungsgrundlagen vorbereiten,

– mit Hilfe der Kostenträgererfolgsrechnung den Erfolg ermitteln.

im Bereich Kostenrechnung als Entscheidungsinstrument

– Kosten nach ihrem Verhältnis zum Beschäftigungsgrad unterscheiden,

– Deckungsbeiträge ermitteln,

– unternehmerische Entscheidungen treffen.

im Bereich Kostenrechnung als Ergebnisrechnung

– den Betriebserfolg ermitteln.

Lehrstoff:

Grundlagen der Kostenrechnung

Grundbegriffe, Kostenrechnungssysteme im Überblick, Aufgaben und Stellung im Rechnungswesen

Kostenrechnung als Grundlage der Preisbildung

Kostenerfassung unter Berücksichtigung der Bezugskalkulation, Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung, Kostenträgererfolgsrechnung, Absatz- und Differenzkalkulation, Verbuchung

Kostenrechnung als Entscheidungsinstrument

Istkostenrechnung zu Teilkosten, Anwendungsbereiche des Direct Costing

Kostenrechnung als Ergebnisrechnung

Betriebserfolgsermittlung

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Grundlagen der Jahresabschlussarbeiten

– die Abschlussarbeiten nach dem Anfall reihen,

– Inventur und Inventar unterscheiden,

– die grundlegenden Bewertungsvorschriften, Bewertungsgrundsätze, Wertmaßstäbe nennen,

– die Bewertungsregeln für das Anlage- und Umlaufvermögen sowie das Fremdkapital aufzählen.

im Bereich Anlagenbewertung

– die Aufgabe der Anlagenbewertung nennen,

– weitere Zugänge des Anlagevermögens in der Buchführung erfassen,

– die Verbuchung von Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung sowie für den Umbau und die Erweiterung von Anlagen vornehmen,

– das Ausscheiden von Anlagegütern verbuchen,

– den Bilanzansatz von Anlagegütern ermitteln,

– die Auswirkung der Anlagenbewertung auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln.

im Bereich Waren- und Materialbewertung

– Methoden der Verbrauchsermittlung einsetzen,

– Bewertungsverfahren anwenden,

– daraus resultierende Verbuchungen vornehmen,

– die Auswirkung der Waren- und Materialbewertung auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erkennen.

im Bereich Bewertung von unfertigen und fertigen Erzeugnissen

– die Herstellungskosten ermitteln und die Bewertung vornehmen,

– die Auswirkung der Bewertung von unfertigen und fertigen Erzeugnissen auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Grundlagen der Jahresabschlussarbeiten

Abschlussarbeiten – Reihenfolge, Inventur und Inventar, Bewertungsvorschriften, Bewertungsgrundsätze, Bewertungsmaßstäbe, Bewertungsregeln

Anlagenbewertung

Weitere Zugänge im Anlagevermögen, Instandhaltung, Instandsetzung, Umbau und Erweiterung, Ausscheiden von Anlagegegenständen

Waren- und Materialbewertung

Bewertung von unfertigen und fertigen Erzeugnissen

Buchungsübungen

Fallstudien

Betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Gegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

IV. Jahrgang

7.

Semester – Kompetenzmodul 7:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten

– die Aufgabe der Forderungsbewertung nennen,

– die Forderungen nach der Einbringlichkeit einteilen,

– die umsatzsteuerlichen Besonderheiten im Rahmen der Forderungsbewertung berücksichtigen,

– Einzelbewertungen von Forderungen vornehmen und die erforderlichen Buchungen erstellen,

– Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten bewerten und die erforderliche Verbuchung durchführen,

– die Auswirkung der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln.

im Bereich Rechnungsabgrenzung

– die Aufgabe der Rechnungsabgrenzung nennen,

– beurteilen, wann Rechnungsabgrenzungen erforderlich sind,

– die abzugrenzenden Beträge ermitteln und die Verbuchung der Rechnungsabgrenzungen durchführen,

– die Auswirkung von Rechnungsabgrenzungen auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung ermitteln.

im Bereich Rückstellungen

– die Aufgabe von Rückstellungen nennen,

– den Rückstellungsbetrag ermitteln und die erforderlichen Buchungen (einschließlich der KSt Rückstellung) vornehmen.

im Bereich Aufstellung des Jahresabschlusses

– die Bestandteile von Jahresabschlüssen nennen,

– Jahresabschlussarbeiten in der richtigen Reihenfolge durchführen,

– Bilanzierungsgrundsätze anwenden,

– die unternehmens- und steuerrechtlichen Bestimmungen (Erstellungspflicht, Erstellungszeitpunkt) nennen,

– die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung nach den Bestimmungen des Unternehmensrechts gliedern,

– den Erfolg von Einzelunternehmen ermitteln, die erforderlichen Buchungen vornehmen, den Jahresabschluss erstellen,

– die Gewinnanteile der Gesellschafterinnen und Gesellschafter einer Personengesellschaft ermitteln und verbuchen, den Jahresabschluss erstellen,

– die Gewinnanteile der Gesellschafterinnen und Gesellschafter einer kleinen GmbH unter Berücksichtigung der unternehmensrechtlichen Bestimmungen zu den Rücklagen ermitteln und verbuchen, den Jahresabschluss mit Anhang unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften erstellen, die Prüfungs- und Offenlegungsbestimmungen beschreiben.

Lehrstoff:

Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten

Einzelbewertung von inländischen Forderungen, Fremdwährungsforderungen, Fremdwährungsverbindlichkeiten

Rechnungsabgrenzung

Bildung und Verbuchung

Rückstellungen

Bildung und Verbuchung

Aufstellung des Jahresabschlusses

Bestandteile, Reihenfolge der Abschlussarbeiten, Bilanzierungsgrundsätze, unternehmens- und steuerrechtliche Bestimmungen zur Erstellung des Jahresabschlusses, Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, Errechnung des unternehmensrechtlichen Erfolges

Abschluss von Einzelunternehmen und Personengesellschaften (Erfolgsermittlung, Verbuchung, Bilanz einschließlich staffelförmiger Gewinn- und Verlustrechnung)

Abschluss der kleinen GmbH, Rücklagen nach UGB, Rechnungslegungsvorschriften, Prüfungs- und Offenlegungsbestimmungen, Gliederung der Bilanz und der staffelförmigen Gewinn- und Verlustrechnung (samt Anhang)

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

8.

Semester – Kompetenzmodul 8:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Steuerlehre

– die Bedeutung von Steuerehrlichkeit (Tax Compliance) für die Gesellschaft reflektieren,

– die Einkünfte und das Einkommen ermitteln, die Einkommensteuer berechnen, die Einkommensteuererklärung sowie die Arbeitnehmerveranlagung erstellen,

– die Körperschaftsteuer in einfacher Form ermitteln und die Erklärung ausfertigen,

– vertiefende Bestimmungen zum Umsatzsteuerrecht anwenden und die Umsatzsteuererklärung ausfüllen,

– weitere Verkehrsteuern und sonstige Steuern erläutern,

– den Anspruch auf Beihilfen zur Familienförderung feststellen,

– den Ablauf des Verfahrens von der Abgabe einer Steuererklärung bis zur Festsetzung der Steuer durch einen Bescheid erläutern und ihre Pflichten und Rechte als Steuerpflichtige identifizieren sowie entsprechend den Bestimmungen des Abgabenverfahrensrechts tätig werden.

im Bereich Aufstellung des Jahresabschlusses

– das steuerliche Ergebnis mit Hilfe der steuerlichen Mehr-Weniger-Rechnung aus dem Ergebnis nach Unternehmensrecht ermitteln,

– die notwendigen Steuererklärungen für Einzelunternehmen, Gesellschafterinnen und Gesellschafter von Personengesellschaften und der GmbH ausstellen.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Steuerlehre

Gliederung der Steuern, Ertragsteuern, Verkehrsteuern, sonstige Steuern und Abgaben, Grundzüge des Beihilfenrechtes, Kommunikation mit dem Finanzamt, Abgabenverfahrensrecht

Aufstellung des Jahresabschlusses

Errechnung des steuerrechtlichen Erfolges (steuerliche Mehr-Weniger-Rechnung), Steuererklärungen

Fallstudien

Betriebswirtschaftliche Fallstudien mit Verknüpfung zu anderen Unterrichtsgegenständen insbesondere den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“

Schularbeiten:

Eine zweistündige Schularbeit

V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:

9.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Jahresabschlussanalyse und Jahresabschlusskritik

– das Zahlenmaterial in einer Prozentbilanz, prozentuellen Gewinn- und Verlustrechnung, Bewegungsbilanz und Erfolgsveränderungsrechnung aufbereiten,

– finanzwirtschaftliche und erfolgswirtschaftliche Kennzahlen berechnen und interpretieren,

– Kapitalflussrechnungen (zB Cashflow-Rechnung) erstellen,

– die Ergebnisse der Jahresabschlussanalyse mit Instrumenten der Gefahrenfrüherkennung (zB Quicktest, Multiple Diskriminanzanalyse) auswerten,

– eine Jahresabschlusskritik erstellen.

im Bereich Controlling

– Instrumente der integrierten Unternehmensplanung (Leistungsbudget, Finanzplan und Planbilanz) einsetzen und die Ergebnisse interpretieren,

– die Liquidität berechnen und deren Bedeutung für die wirtschaftliche Situation des Unternehmens darstellen und beurteilen,

– Abweichungsanalysen interpretieren und Korrekturmaßnahmen vorschlagen.

durch den Einsatz von Fallstudien

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Jahresabschlussanalyse und Jahresabschlusskritik

Aufbereitung und Darstellung des Zahlenmaterials, Errechnung und Interpretation von Kennzahlen

Controlling

Strategisches und operatives Controlling, Planungsrechnung, Liquiditätsanalyse, Abweichungsanalyse

Wiederholende Aufgabenstellungen unter Einbeziehung des Lehrstoffes aller Jahrgänge, Aktualisierung

Schularbeiten:

Eine zweistündige Schularbeit

10.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen vernetzt anwenden.

Lehrstoff:

Wiederholende Aufgabenstellungen unter Einbeziehung des Lehrstoffes aller Jahrgänge, Aktualisierung

Schularbeiten:

Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig)

3.3 Wirtschaftsinformatik und Datenbanksysteme

Didaktische Grundsätze:

Entrepreneurship Education sowie der Einsatz moderner IT-Techniken zur Lösung der Aufgabenstellungen sind wesentliche Bestandteile von Lernarrangements. Praxisorientierte Aufgabenstellungen und kompetenzorientierter Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler zu logischem, kreativem und vernetztem Denken, zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbstständig und im Team sowie zum verantwortungsbewussten Entscheiden und Handeln führen.

So weit wie möglich sind zwischen den verschiedenen Unterrichtsgegenständen, insbesondere zwischen den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“ Beziehungen herzustellen, um den Aufbau fächerübergreifender Kompetenzen zu fördern.

Sämtliche Lehrplaninhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit und sind anhand betriebswirtschaftlicher Anwendungssituationen zu üben.

I. Jahrgang (1. und 2. Semester):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Informatiksysteme

– Einsatzgebiete von verschiedenen Zahlensystemen erläutern,

– zwischen den Zahlensystemen (Binär-, Dezimal- und Hexadezimal) umrechnen.

im Bereich Tabellenkalkulation – Dateneingabe

– Daten vorteilhaft eingeben (Autoausfüllfunktionen), fehlerhafte Eingaben erkennen und korrigieren, Daten verschieben und kopieren, sortieren, filtern, suchen und ersetzen, trennen und zusammenfügen,

– Daten in Registerblättern organisieren.

im Bereich Tabellenkalkulation – Formatierung

– Formatierungen am Arbeitsblatt (Zeilenhöhe, Spaltenbreite, ein- und ausblenden), an Zahlen (Währungen, Datum), an Text und Zellen durchführen,

– benutzerdefinierte Formate erstellen, Formate übertragen und bedingte Formatierungen auf Zellen anwenden.

im Bereich Tabellenkalkulation – Drucken

– Arbeitsblätter (Registerblätter) drucken und dabei sinnvolle Einstellungen vornehmen (Papierformate, bestimmte Seiten, Druckbereiche oder markierte Bereiche drucken),

– beim Drucken eine optimierte Verteilung der Daten auf die Seiten (Skalierung, Seitenreihenfolge, Spalten- und Zeilenwiederholung, Seitenumbrüche usw.) vornehmen und Kopf- und Fußzeilen erstellen.

im Bereich Tabellenkalkulation – Berechnungen und Entscheidungsfunktionen

– einfache Berechnungen durchführen und dabei den Vorteil der Verwendung von Zellenbezügen nutzen (Formeln kopierbar gestalten), Prozentberechnungen durchführen,

– einfache Funktionen effizient einsetzen (SUMME, MITTELWERT, MINIMUM, MAXIMUM, ANZAHL, RUNDEN), einfache Entscheidungen durchführen (WENN-Funktion),

– Auswertungen mit Funktionen durchführen,

– passende Funktionen bestimmen, anwenden und kombinieren (SUMMEWENN, MITTELWERTWENN, ZÄHLENWENN, Mehrfachentscheidung zB WENN-Funktion, SVERWEIS, UND, ODER), Text- und Datumsfunktionen einsetzen.

im Bereich Tabellenkalkulation – Diagramme

– aussagekräftige Diagramme erstellen und beschriften, Diagrammtypenentscheidung situationsentsprechend treffen.

im Bereich Tabellenkalkulation – Datenaustausch

– Daten importieren und exportieren.

im Bereich Tabellenkalkulation – Datenauswertung

– Daten gruppieren, filtern und (Teil-)Ergebnisse berechnen,

– Daten mit Pivot-Tabellen auswerten.

im Bereich Tabellenkalkulation – Tabellenentwurf

– Berechnungsmodelle mit Ein- und Ausgabebereich erstellen (Kalkulationen usw.) und dabei Absicherung von Ein- und Ausgaben vornehmen (Gültigkeit, Zellenschutz usw.).

Lehrstoff:

Ergänzende Zahlensysteme (Binär- und Hexadezimalsystem)

Dateneingabe und -bearbeitung, Daten sortieren und filtern, Formatierungen, Druck, Berechnungen, Diagramme

Einfache betriebswirtschaftliche Anwendungen

Berechnungen, Entscheidungsfunktionen, Datenimport, Datenexport, Auswertung umfangreicher Datenbestände, Absicherung von Eingaben

Betriebswirtschaftliche Anwendungen

Schularbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig)

II. Jahrgang:

3.Semester – Kompetenzmodul 3:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Datenbanken – Tabellen

– Einsatzbereiche einer Datenbank beschreiben,

– Datensätze in bestehenden Tabellen ändern, löschen, hinzufügen, sortieren und filtern,

– nach detaillierten Vorgaben Tabellen erstellen und Primärschlüssel setzen,

– optimal aufbereitete Daten importieren und exportieren.

im Bereich Datenbanken – Abfragen

– einfache Abfragen aus einer Tabelle erstellen.

im Bereich Datenbanken – Formulare und Berichte

– einfache Formulare erstellen,

– Daten in ein Formular eingeben und sortieren,

– einfache Berichte erstellen und ändern.

im Bereich Datenmodellierung

– Fremd- und Primärschlüssel verstehen und im Rahmen der Datenmodellierung aufgabengerecht anwenden, um Beziehungen unterschiedlicher Art (1:1, 1:n, n:m, is-a) zwischen den Tabellen herzustellen,

– referentielle Integrität verstehen und im Rahmen der Modellierung anwenden,

– Normalformen (bis zur 3. Normalform) im Rahmen der Modellierung anwenden, um Redundanzen und Datenanomalien im Datenmodell zu vermeiden,

– ein gegebenes Datenmodell (zB fertiges ER-Diagramm oder Relationenschema) in einer Datenbank abbilden,

– aufgrund einer Aufgabenstellung über die Verwendung von ER-Diagrammen und deren Ableitung in Form von Relationenschemata selbstständig die für die Realisierung notwendigen Tabellen definieren und diese entsprechend in Beziehung setzen, sowie die entsprechenden Felddatentypen festlegen.

Lehrstoff:

Einsatz und Aufbau von Datenbanken (einfache Datenbankabfragen und -berichte),

Datenmodellierung und Datenbankerstellung,

Betriebswirtschaftliche Anwendungen

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Datenbanken – Datenauswertung durch Abfragen

– Abfragen mit komplexen Kriterien erstellen,

– Daten mittels Gruppierungen zusammenfassen,

– Abfragen erstellen, die Daten ändern, einfügen oder löschen,

– Daten mittels Datums-/Zeitfunktionen zum Filtern einsetzen,

– Parameterabfragen erstellen,

– Berechnungen in Abfragen vornehmen.

im Bereich Datenbanken – Formulare und Berichte

– Berichte erstellen und dabei Daten gruppieren und Berechnungen durchführen,

– Daten in Formularen darstellen, filtern, Berechnungen durchführen.

im Bereich Datenbanken – Import und Export

– Daten aufbereiten und importieren (unterschiedliche Datenformate),

– Daten für andere Anwendungen bereitstellen (exportieren).

Lehrstoff:

Daten aufbereiten, auswerten, analysieren und darstellen, komplexe Abfragen,

Betriebswirtschaftliche Anwendungen.

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Datenbanken – DQL

– mit einer standardisierten Datenbanksprache (wie SQL) Datenauswertungen und Datenabfragen in umfangreichen Datenständen durchführen, im Speziellen:

– Abfragen mit komplexen Kriterien

– Abfragen über mehrere Tabellen

– Funktionen

– Gruppierungen

– Sortierungen

– Limitierungen

im Bereich Datenbanken – DML, DDL, DCL

– mit einer standardisierten Datenbanksprache Datensätze einfügen, ändern, löschen,

– Befehle einer standardisierten Datenbanksprache zur Erstellung, Änderung und zum Löschen von Tabellen bzw. Datenbanken erklären,

– Befehle einer standardisierten Datenbanksprache zum Setzen von Berechtigungen erklären,

Lehrstoff:

Standardisierte Datenbanksprache

Auswertung von umfangreichen Datenständen

Betriebswirtschaftliche Anwendungen

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Datenbanken – Datenaustauschformate

– gängige Datenaustauschformate für Datenbanken (u.a. XML, CSV) verstehen und erläutern.

im Bereich Tabellenkalkulation und Datenbanken

– komplexe Berechnungsmodelle erstellen und damit betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen lösen,

– komplexe betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen mit Hilfe eines geeigneten Datenbankmanagementsystems lösen (Modellierung, Implementierung, Datenerfassung und Auswertung),

– komplexe betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen lösen, die den integrativen Einsatz der erlernten Werkzeuge (Tabellenkalkulation und Datenbankmanagementsystem) erfordern.

– Makros zur Rationalisierung von Arbeitsschritten einsetzen.

Lehrstoff:

Datenaustauschformate, Betriebswirtschaftliche Anwendungen (Tabellenkalkulation, Datenbanken)

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

3.4 Officemanagement und angewandte Informatik

Didaktische Grundsätze:

Entrepreneurship Education sowie der Einsatz moderner IT-Techniken zur Lösung der Aufgabenstellungen sind wesentliche Bestandteile von Lernarrangements. Praxisorientierte Aufgabenstellungen und kompetenzorientierter Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler zu logischem, kreativem und vernetztem Denken, zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbstständig und im Team, sowie zum verantwortungsbewussten Entscheiden und Handeln führen.

So weit wie möglich sind zwischen den verschiedenen Unterrichtsgegenständen, insbesondere zwischen den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Entrepreneurship – Wirtschaft und Management“ Beziehungen herzustellen, um den Aufbau fächerübergreifender Kompetenzen zu fördern.

Sämtliche Lehrplaninhalte bilden auch die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.

I. Jahrgang (1. und 2. Semester):

Bildungs- und Lehraufgaben:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Informatiksysteme – Hardware und Netzwerk

– Peripheriegeräte unterscheiden, anschließen und einfache technische Probleme lösen (Geräteverbindungen überprüfen, Papierstau und Tonermangel beheben),

– Hardware-Komponenten und Schnittstellen unterscheiden und deren Funktionen erklären.

– gängige Hardwarekomponenten und Peripheriegeräte auswählen, einbauen bzw. anschließen,

– Hardwareangebote analysieren, vergleichen und bewerten,

– auftretende Fehler in Computersystemen erkennen und eine konkrete Beschreibung des Fehlers an den richtigen Adressaten melden,

im Bereich Informatiksysteme – Betriebssystem

– Software benutzerdefiniert installieren, deinstallieren sowie Softwareupdates vornehmen bzw. automatische Updates einstellen und kontrollieren,

– Hilfssysteme nutzen,

– Daten aufgrund von gestellten Anforderungen lokal, auf vorhandenen Netzlaufwerken und in der Cloud sinnvoll organisieren,

– Dateien verwalten, suchen, löschen, wiederherstellen, komprimieren, die wichtigsten Dateitypen unterscheiden und mit Dateigrößen rechnen,

– Dateieigenschaften verändern (Schreibschutz usw.) und Dateitypen mit Anwendungen verknüpfen,

– Drucker installieren und einrichten,

– einfache Einstellungen in der Betriebssystemumgebung vornehmen (Lautstärke, Kennwort, Drucker, Datum/Zeit usw.),

– einfache Anwendungsprobleme im Betriebssystem lösen und bei einfachen Problemen Hilfe im Web nutzen,

– sich über Neuerungen in einem Betriebssystem bzw. in einer Anwendersoftware informieren,

– Lernplattformen bzw. Lernprogramme nutzen.

im Bereich Informationstechnologie, Mensch und Gesellschaft

– unterschiedliche Medien zur Datensicherung einsetzen und diese sicher verwahren,

– automatisierte Sicherungen durchführen, Daten wiederherstellen,

– Sicherungen selektiv wiederherstellen, Systeme wiederherstellen (System Recovery),

– die Sicherheit von Daten gewährleisten,

– Antivirenprogramme und Firewalls einsetzen.

– sichere Passwörter wählen,

– Daten kopieren, sichern, schützen und aktualisieren,

– lizenzrechtliche Bestimmungen von Software unterscheiden,

– sich in sozialen Netzwerken sicher bewegen.

im Bereich Publikation und Kommunikation – Textverarbeitung

– mit dem 10-Finger-System blind schreiben (150 Anschläge pro Minute),

– Texte schreiben, korrigieren, formatieren und speichern (Zeichen- und Absatzformatierungen, Nummerierung und Aufzählung, Spalten- und Seitenumbrüche),

– Druckoptionen festlegen,

– Tabellen erstellen, die Summenfunktion in Tabellen einsetzen,

– Bilder und grafische Elemente einfügen und platzieren (web- und drucktaugliche Formate),

– einfache Präsentationen erstellen,

– kaufmännische Schriftstücke nach ÖNORM A 1080 erstellen.

Lehrstoff:

Informatiksysteme (Hardware, Betriebssysteme, Netzwerk)

Betriebssysteme, Benutzeroberfläche, Computer und Peripheriegeräte, Datenverwaltung, Lernplattformen

IT-Arbeitsumgebung funktionell einrichten (Hard- und Software, Fehlerbehebung, Hilfesysteme), Anschaffungsentscheidungen

Datensicherheit

Informationstechnologie, Mensch und Gesellschaft

Grundlegende Sicherheitsmaßnahme (Passwörter), sichere Internetnutzung

Publikation und Kommunikation (Textverarbeitung, Webpublishing, Präsentation, Internet)

10-Finger-System, Standardfunktionen eines Textverarbeitungsprogramms, Informationsbeschaffung im Internet, Programm- und Onlinehilfen, Briefgestaltung, formale Gestaltung nach ÖNORM A 1080, Präsentationssoftware, webtaugliche Formate

Einfache betriebswirtschaftliche Anwendungen

Schularbeiten:

Zwei einstündige Schularbeiten (bei Bedarf zweistündig)

II. Jahrgang:

3.

Semester – Kompetenzmodul 3:

Bildungs- und Lehraufgaben:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Publikation und Kommunikation – Textverarbeitung

– mit dem 10-Finger-System Schriftstücke erstellen, blind schreiben und die Geschwindigkeit erhöhen auf annähernd 180 Anschläge pro Minute,

– mit Format- und Dokumentvorlagen arbeiten, diese anpassen und neue Vorlagen anlegen,

– kaufmännische Schriftstücke (Brief mit Fortsetzungsblatt, Lieferschein, Rechnung usw.) nach Vorgabe normgerecht schreiben,

– Schriftstücke nach den modernen Grundsätzen der Typografie kreativ layouten.

im Bereich Publikation und Kommunikation – Präsentation

– anspruchsvolle Präsentationen erstellen (Animationen, Multimedia-Effekte, Folienmaster, Exportformate).

im Bereich Publikation und Kommunikation – Internet

– im Internet recherchieren, Browserfavoriten verwalten, Dateien komprimieren und uploaden, Dateien in der Cloud speichern, Gefahren des Internets erkennen,

– mittels E-Mail kommunizieren und diese verwalten (Mailclients einrichten, Standardfunktionen eines Mailclients, Attachments, Netiquette, suchen, sortieren, archivieren, Kontakte importieren und verwalten),

– Termine und Aufgaben verwalten (Termine koordinieren, mehrere Terminkalender verwalten und synchronisieren).

Lehrstoff:

Steigerung der Schreibgeschwindigkeit, erweiterte Funktionen eines Textverarbeitungsprogramms, rationelle Gestaltung von Schriftstücken, sicheres Bewegen im Internet, elektronische Kommunikation und Kommunikationsverwaltung, multimediale Präsentation, Termin- und Aufgabenverwaltung

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Publikation und Kommunikation – Textverarbeitung

– mit dem 10-Finger-System Schriftstücke erstellen, blind schreiben und die Geschwindigkeit erhöhen auf annähernd 200 Anschläge pro Minute,

– einfache Phonogramme (Fließtexte) schreiben.

im Bereich Publikation und Kommunikation – Umfangreiche Dokumente

– umfangreiche Dokumente bearbeiten (Abschnittwechsel, unterschiedliche Kopf- und Fußzeilen),

– Verzeichnisse (Inhaltsverzeichnisse, Abbildungsverzeichnisse usw.) erstellen.

im Bereich Publikation und Kommunikation – Seriendokumente

– Seriendokumente erstellen (einfache und verschachtelte Bedingungen, Etiketten).

Lehrstoff:

Schreibgeschwindigkeit 200 Anschläge pro Minute, Seriendokumente, umfassende Dokumente, erweiterte Funktionen eines Textverarbeitungsprogramms, Korrespondenz nach Tonträgern und diversen Vorlagen

Einfache betriebswirtschaftliche Anwendungen

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Publikation und Kommunikation – Textverarbeitung

– mit dem 10-Finger-System Schriftstücke erstellen, blind schreiben und die Geschwindigkeit erhöhen auf annähernd 210 Anschläge pro Minute,

– komplexe Tabellen erstellen,

– eigenständig Textbausteine und Dokumentvorlagen erstellen,

– Bilder bearbeiten.

im Bereich Publikation und Kommunikation – Datenverknüpfungen und Seriendokumente

– ein Kalkulationsprogramm mit einem Textverarbeitungsprogramm verknüpfen,

– Seriendruckfunktionen anwenden.

im Bereich Publikation und Kommunikation – Präsentation

– zielgruppengerechte Präsentationsunterlagen erstellen,

– eine Bewerbungsmappe versandbereit erstellen sowie Onlinebewerbungen durchführen,

– ein Leistungs-Portfolio schriftlich und elektronisch erstellen.

Lehrstoff:

Steigerung der Schreibgeschwindigkeit, Datenaustausch, erweiterte Seriendruckfunktionen, zielgruppengerechte Präsentationen, rationelles Gestalten von Schriftstücken auf Basis der ÖNORM A 1080, Bewerbungsunterlagen und Portfolien

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Publikation und Kommunikation – Textverarbeitung

– mit dem 10-Finger-System Schriftstücke erstellen, blind schreiben und die Geschwindigkeit auf annähernd 220 Anschläge pro Minute erhöhen,

– Protokolle sowohl nach Angabe als auch nach Sachverhalt schreiben,

– Formulare erstellen (Steuerelemente, geschützte Bereiche),

– im Internet gefundene Informationen aufgaben- und adressatengerecht aufbereiten,

– bei einem umfangreichen Dokument Indexeinträge, Literaturverzeichnis und andere Verzeichnisse erstellen,

– fallabhängige Schriftstücke des betrieblichen Warenkreislaufes inhaltlich und formal richtig erstellen,

– Schriftstücke nach Phonogramm schreiben.

im Bereich Informationstechnologie, Mensch und Gesellschaft – Datensicherheit, Datenschutz und Recht

– mögliche Bedrohungsszenarien für digital gespeicherte Daten aufzeigen,

– Sicherheits- und Sicherungssysteme in Unternehmen bewerten und konfigurieren,

– grundlegende datenschutzrechtliche Bestimmungen unterscheiden,

– grobe Verstöße gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen aufzeigen,

– beurteilen, ob Handlungen im Rahmen von IT-Anwendungen gegen entsprechende gesetzliche Bestimmungen verstoßen,

– die Bedeutung der Datenverschlüsselung beschreiben und Daten sicher übertragen,

– E-Business-Anwendungen nutzen.

Lehrstoff:

Schreibgeschwindigkeit 220 Anschläge pro Minute, umfangreiche Dokumente, Formulare, Protokolle, Fallbeispiele, Formulieren, Grundlagen eines Desktop-Publishing-Programms, Corporate Design, Webpublishing

Umfangreiche betriebswirtschaftliche Anwendungen

IT und Recht (E-Commerce, EGovernment, Urheberrecht, Datenschutz)

Schularbeiten:

Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)

3.5 Recht

Didaktische Grundsätze:

Das Schwergewicht des Unterrichts soll – ausgehend von aktuellen Fallbeispielen – in der selbsttätigen Erschließung von einschlägigen Rechtsquellen liegen. Dabei soll sowohl das österreichische als auch das europäische Normensystem behandelt werden. Die Schulung in der Kommunikation mit Behörden, Interessensvereinigungen und Rechtsabteilungen von Unternehmen – vor allem mit Hilfe elektronischer Medien – hat dabei Vorrang vor der bloßen Anhäufung von theoretischem Basiswissen in rechtlichen Belangen. Gefördert werden soll insbesondere die Methodenkompetenz im Umgang mit digitalisierter Rechtsinformation.

IV. Jahrgang:

7.

Semester – Kompetenzmodul 7:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– die einzelnen Ebenen des Stufenbaues der Rechtsordnung nennen und die strukturellen Zusammenhänge zwischen Rechtsnormen erklären,

– die einzelnen Arten von Rechtsakten (beispielsweise Bescheid, Urteil, Beschluss) benennen, vergleichen und den verschiedenen staatlichen Institutionen zuordnen,

– die wichtigsten Schritte der Rechtsdurchsetzung in behördlichen und gerichtlichen Verfahren erklären,

– unter Anwendung elektronischer Hilfsmittel selbsttätig neue Rechtsbereiche erschließen (beispielsweise RIS, EUR-LEX),

– mit den zuständigen Beratungsstellen, Körperschaften öffentlichen Rechts (Bund, Länder, Gemeinden) und Behörden erfolgreich – vor allem auf elektronischem Weg – kommunizieren,

– Serviceangebote für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer (beispielsweise aus den Bereichen Gewerberecht, Betriebsanlagengenehmigung, Unternehmensgründung) nutzen,

– Firmenbuch-, Gewerberegister-, Grundstücksdaten und Daten aus der gerichtlichen Ediktsdatei beschaffen und interpretieren,

– erklären, welche rechtlichen Bestimmungen bei Erstellung einer Website beachtet werden müssen und welche Bedeutung das E-Commerce-Gütezeichen hat,

– in Grundzügen darlegen, welche rechtlichen Bestimmungen im rechtsgeschäftlichen Online-Verkehr eingehalten werden müssen (beispielsweise Fernabsatz, Online-Auktionen), und ihre Rechte in konkreten Fällen durchsetzen,

– sich eine digitale Signatur beschaffen und diese in der beruflichen Praxis einsetzen,

– die Grundregeln des Domainrechts erklären und demonstrieren, wie man sich eine Domain beschafft,

– die wichtigsten Bestimmungen des Datenschutzgesetzes charakterisieren und darstellen, wie man sich gegen Datenschutzverletzungen zur Wehr setzt,

– den Begriff „Inline-link“ definieren und zu dessen rechtlicher Problematik Stellung nehmen,

– erklären, welche rechtlichen Nachteile mit Online-Tauschbörsen und Online-Auktionen verbunden sind.

Lehrstoff:

Stufenbau der Rechtsordnung, Arten von Rechtsakten (beispielsweise Bescheid und Urteil), Rechtsdurchsetzung in Grundzügen (Beteiligte, Abläufe, Fristen, Kosten)

Gesetzgebung und Rechtsinformationssystem, EGovernment, gesetzliche Interessensvertretungen, Zugang zu Unternehmensinformationen für Start-ups

E-Commerce-Richtlinie, E-Commerce-Gesetz, E-Commerce-Gütesiegel, Funktion des Internet-Ombudsmannes in Österreich, gesetzliche Bestimmungen über den Fernabsatz

Gesetzliche Bestimmungen über die digitale Signatur, Zertifizierungsdienste und Zertifikatstypen, Telekommunikationsgesetz

Konsumenten- und Datenschutzrecht, Rechtsschutzinstrumente im Konsumenten Datenschutz, Domainrecht (Vergabestellen, Vergabevorgang, Verfahren bei Domainstreitigkeiten)

Links (Inline-Links, Links auf rechtswidrige Seiten, Kopie von Linksammlungen)

Tauschbörsen und Online-Auktionen und ihre rechtliche Problematik (Erfüllung, Leistungsstörungen, Schadenersatz)

8.

Semester – Kompetenzmodul 8:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– Besitz und Eigentum an beweglichen und unbeweglichen Sachen sowie Struktur und Bedeutung des Grundbuchs erklären,

– einen Besitzstörungsfall erläutern sowie nachbarrechtliche Streitfälle beurteilen,

– die wichtigsten Voraussetzungen des Vertragsabschlusses, die Bedeutung der Vertragsfreiheit und deren Ausnahmen sowie einige wichtige Vertragsarten erläutern,

– Vertragsstörungen (insbesondere Verzug, Gewährleistung und Garantie) charakterisieren,

– Wesen und Bedeutung der Erfüllungssicherung von Verträgen untersuchen,

– Voraussetzungen für Schadenersatzansprüche benennen und die Haftungsformen für eigenes, fremdes sowie ohne Verschulden vergleichen,

– die Anwendungsvoraussetzungen des Konsumentenschutzgesetzes und die wichtigsten Konsumentenschutzbestimmungen (insbesondere Rücktrittsrecht, Kostenvoranschläge, unzulässige Vertragsbestandteile sowie Verbandsklage) anhand von Beispielen erklären,

– die Ansprüche aus der Produkthaftung erklären und sie von den Gewährleistungsansprüchen abgrenzen,

– die wichtigsten Inhalte des Insolvenzverfahrens analysieren sowie Konkurs und Sanierungsplan vergleichen,

– die Merkmale einer gewerbsmäßigen Tätigkeit, die Arten von Gewerbebetrieben und die Voraussetzungen für den Antritt eines Gewerbes erläutern,

– Handlungen, die gegen den fairen Wettbewerb gerichtet sind sowie gegen den Marken- und Musterschutz verstoßen, nennen,

– erklären, was unter einem Patent zu verstehen ist und wie dieses geschützt wird,

– untersuchen, was im Urheberrecht unter einer „geistigen Schöpfung“ zu verstehen ist und wie diese geschützt wird,

– den Begriff „Geistiges Eigentum/Intellectual Property“ erklären sowie dessen Historie und aktuelle Bedeutung erkennen und reflektieren,

– Begriffe (Urheberrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Namensrecht, …) im Zusammenhang mit geistigem Eigentum verstehen und erläutern,

– legale sowie illegalen Handlungen in Bezug auf geistiges Eigentum erkennen und beurteilen,

– Voraussetzungen der gerichtlichen Strafbarkeit nennen und häufig vorkommende Delikte (insbesondere Wirtschaftsdelikte) charakterisieren,

– die wichtigsten Pflichten des Medieninhabers aus dem Mediengesetz nennen.

Lehrstoff:

Grundzüge des Privatrechts (Sachenrecht, Vertragsrecht, Schadenersatzrecht, Produkthaftung, Konsumentenschutzrecht)

Grundzüge des Gewerberechts und des gewerblichen Rechtsschutzes (Urheberrecht, Marken-, Namens- und Patentrecht), des Wettbewerbsrechts, des Insolvenzrechts

Grundlagen des Strafrechts, Wirtschaftskriminalität (Verbreitung von Computerviren, Hackerangriffe, Software- und Musikpiraterie, Spamming), Medienrecht (Impressum, Offenlegung, Kennzeichnung)

Grundlagen des geistigen Eigentums (Intellectual Property)

3.6 Volkswirtschaft

Didaktische Grundsätze:

Eine zentrale Stellung nimmt die Stärkung der Rolle als mündiger Staatsbürger mit Europakompetenz ein. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Beschaffung und kritische Analyse von Informationen zu legen.

Die Entwicklung einer eigenen Position zu unterschiedlichen ökonomischen Fragestellungen mit entsprechenden Begründungen im Rahmen von Debatten ist zu fördern.

Mit Hilfe komplexer Methoden (zB Szenario-Methode, Rollenspiel) sind Nachhaltigkeit, Entrepreneurship und eine positive Einstellung zur Mitgestaltung der Zivilgesellschaft und Wirtschaft bei den Schülerinnen und Schülern aufzubauen.

V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:

9.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Grundlegende Fragestellungen der Volkswirtschaft

– die zentralen Aufgaben und die Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre beschreiben,

– die Bedeutung von Modellen für die Erklärung komplexer wirtschaftlicher Zusammenhänge – erläutern,

– volkswirtschaftliche Größen erklären.

im Bereich Wirtschaftstheorien und Wirtschaftssysteme

– die unterschiedlichen marktwirtschaftlichen Systeme im Spektrum zwischen freier und ökosozialer Marktwirtschaft vergleichen,

– die spezifischen Merkmale der österreichischen Wirtschaftsordnung erläutern,

– die Träger, Ziele und Aufgabenfelder der Wirtschaftspolitik erklären.

im Bereich Markt und Preisbildung

– das Angebot-Nachfrage-Modell erläutern und seine Grenzen aufzeigen.

im Bereich Wohlstand und Lebensqualität

– Möglichkeiten der unterschiedlichen Berechnungen des Wohlstandes aufzeigen,

– den Stellenwert der Bruttoinlandsprodukt-Berechnung für Wohlstand und Nachhaltigkeit einer Volkswirtschaft reflektieren und mögliche Alternativen erläutern sowie die Grenzen dieses Indikators für die Messung des Wohlstands eines Landes (soziale und ökologische Perspektive) kritisch reflektieren.

im Bereich Arbeit und Soziales

– häufig verwendete Methoden der Erhebung und Berechnung der Arbeitslosenzahlen erklären,

– wichtige Ursachen für Arbeitslosigkeit unterscheiden und bedeutsame individuelle und gesellschaftliche Folgen der Arbeitslosigkeit darlegen,

– den Zusammenhang zwischen Ursachen der Arbeitslosigkeit und darauf abgestimmten Instrumenten der Bekämpfung analysieren und argumentieren.

im Bereich Geld und Finanzwirtschaft

– die Erscheinungsformen, die Funktionen, den Geldschöpfungsprozess sowie die Ursachen und Auswirkungen von Preissteigerungen beschreiben,

– die Zusammenhänge zwischen Geldpolitik und Inflation erläutern und wichtige Instrumente der Geldpolitik kritisch bewerten,

– die zentralen Anliegen, die Aufgaben und Organe der Europäischen Währungsunion und deren geldpolitische Strategien bzw. Instrumente erläutern,

– die Zusammenhänge zwischen Finanzmarkt und Realwirtschaft erklären.

Lehrstoff:

Grundlegende Fragestellungen der Volkswirtschaft

Aufgaben, Teilgebiete und Untersuchungsmethoden, Wirtschaftskreislauf, Produktionsfaktoren, Exportquote, Handelsbilanz, Leistungsbilanz, Zahlungsbilanz

Wirtschaftstheorien und Wirtschaftssysteme

Volkswirtschaftliche Lehrmeinungen, Marktwirtschaft und ihre Ausprägungen, Wirtschaftspolitik (Begriff, Träger, Ziele und Aufgabenfelder)

Markt und Preisbildung

Angebot und Nachfrage, Preismechanismus und Preispolitik

Wohlstand und Lebensqualität

Messung, Verteilung und Verwendung des Wohlstands, Wachstum und nachhaltiges Wirtschaften

Arbeit und Soziales

Arbeit, Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik, Einkommensverteilung und Einkommenspolitik, Sozialpolitik und sozialer Wandel

Geld und Finanzwirtschaft

Entstehung, Arten und Funktionen des Geldes, Geldmengenbegriffe, Geldwert und Geldwertstörungen, Währung (Wechselkurs, Wechselkursbildung, Geldversorgung, Geldpolitik), Finanzmarkt und Realwirtschaft

10.

Semester:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

im Bereich Konjunktur und Budget

– die Messgrößen zur Bestimmung der jeweiligen Konjunkturlage benennen, wichtige Ursachen für konjunkturelle Schwankungen erläutern und konjunkturpolitische Instrumente beschreiben,

– angebots- und nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik unterscheiden und einzelne Maßnahmen diesen beiden Konzepten zuordnen,

– die Erstellung des Budgets sowie die Auswirkungen der Budgetpolitik für die längerfristige Entwicklung einer Volkswirtschaft erläutern.

im Bereich Europäische Wirtschaft

– wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Europäischen Union, ihre wichtigsten Institutionen und ihre Aufgaben nennen und erklären,

– die Bedeutung der Europäischen Union für Österreich beschreiben und reflektieren sowie erkennen, wo die zukünftigen Herausforderungen für die Europäische Union liegen.

im Bereich Internationale Wirtschaft

– den Begriff, die Ursachen der Globalisierung erläutern und die zentralen Vor- und Nachteile der Globalisierung argumentieren und bewerten,

– die Aufgaben der wichtigsten internationalen Wirtschaftsorganisationen darstellen und bewerten.

Lehrstoff:

Konjunktur und Budget:

Konjunktur und Konjunkturpolitik sowie Budget und Budgetpolitik, Staatsverschuldung, Fiskalpolitik

Europäische Wirtschaft

Europäische Union (Schritte der europäischen Integration, Aufgaben und Organe), Binnenmarkt (Chancen und Risiken), EU-Haushalt, Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, Wettbewerbspolitik, Agrarpolitik, Regionalentwicklung, Verkehrspolitik, Energiepolitik

Internationale Wirtschaft

Außenhandel und Zahlungsbilanz, Globalisierung (Begriff, Ursachen und Auswirkungen), internationale Wirtschaftsorganisationen, Entwicklungsländer und Entwicklungszusammenarbeit

4.

Gesellschaft und Kultur

Allgemeines Bildungsziel des Clusters „Gesellschaft und Kultur“:

Der Cluster „Gesellschaft und Kultur“ umfasst die Unterrichtsgegenstände „Politische Bildung und Geschichte (Wirtschafts- und Sozialgeschichte)“ sowie „Geografie (Wirtschaftsgeografie)“ und „Internationale Wirtschafts- und Kulturräume“. Der Unterricht im Cluster ist im Sinne einer ganzheitlichen Ausbildung so zu gestalten, sodass das Reflektieren von Zusammenhängen politischer, wirtschaftlicher und kultureller Veränderungsprozesse gefördert wird. Einen besonderen Stellenwert hat dabei der Aufbau eines umfassenden Demokratieverständnisses einzunehmen.

4.1 Politische Bildung und Geschichte (Wirtschafts- und Sozialgeschichte)

II. Jahrgang:

3.

Semester – Kompetenzmodul 3:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– sich kritisch mit politischen Programmen auseinandersetzen und deren Auswirkungen auf Individuen und die Gesellschaft einschätzen,

– unterschiedliche Wertvorstellungen kritisch beurteilen,

– politische Herausforderungen analysieren,

– die historische Bedeutung der Demokratie reflektieren.

Lehrstoff:

Politischen Parteien und ihre ideologischen Grundsätze, politische Willensbildung, Grund- und Freiheitsrechte, Bürgerrechte, Wertevorstellungen und Wertekonflikte, politische Differenzierung und Meinungsbildung, aktuelle politische Herausforderungen

4.

Semester – Kompetenzmodul 4:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– die Funktionsweise der österreichischen Demokratie erklären und diese mit anderen Modellen vergleichen,

– bei Entscheidungen ihre Meinung begründen,

– sich kritisch mit der Bedeutung der Medien für die Meinungsbildung auseinandersetzen,

– Unterschiede zwischen Information und Manipulation wahrnehmen,

– österreichische und europäische Problemstellungen benennen, diese einschätzen und dazu Stellung nehmen,

– eigene politische Meinungen entwickeln, begründen und verteidigen.

Lehrstoff:

Das politische System Österreichs, Parlamentarismus und politische Debatte, Wahlen, Möglichkeiten der Interessensvertretung und Lobbyismus, Populismus und Politik, Medien, Österreich als Mitglied der europäischen Gemeinschaft

III. Jahrgang:

5.

Semester – Kompetenzmodul 5:

Bildungs- und Lehraufgabe:

Die Schülerinnen und Schüler können

– historische Quellen zur kritischen Rekonstruktion und Dekonstruktion von Geschichte einsetzen,

– den Einfluss historischer Entwicklungen auf Individuum, Gesellschaft und den Staat beschreiben,

– unterschiedliche historische Epochen nennen und ihre wesentlichen Merkmale identifizieren,

– wesentliche historische Veränderungsprozesse beschreiben, deren Ursachen analysieren und erklären,

– grundlegende Formen der Staatenbildung nennen, diese vergleichen und diskutieren,

– unterschiedliche Herrschaftsformen und Führungsstrukturen beschreiben und ihre Auswirkungen auf Staat und Gesellschaft erörtern,

– zivilisatorische Leistungen den Epochen zuordnen.

Lehrstoff:

Geschichte als Entwicklungsprozess: historische Prozesse und deren Einfluss auf individuelle Lebenssituationen und Identitäten innerhalb der Gesellschaft

Meilensteine in der Entwicklungsgeschichte: Neolithische Revolution, Hochkulturen, Industrielle sowie mikroelektronische Revolution, kulturelle und zivilisatorische Leistungen, Innovationen

Grundlagen des modernen Staates und Umsetzungsversuche bzw. Gegenströmungen (antike Vorbilder, bürgerliche Revolution und Restauration, Herrschaftsformen und Führungsstrukturen), Staatenbildung

6.

Semester – Kompetenzmodul 6:

Bildungs- und Lehraufgabe:

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