Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Lehrpläne für die Handelsakademie und die Handelsschule; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht
Die Schülerinnen und Schüler können
– gesellschaftliche Entwicklungen darstellen, analysieren und deren Bedeutung im historischen Zusammenhang einschätzen,
– idealtypische Modelle und reale Wirtschaftsordnungen anhand ihrer Merkmale beschreiben und vergleichen,
– kausale Zusammenhänge zwischen historischen und wirtschaftlichen Entwicklungen erkennen und deren mögliche Auswirkungen auf gesellschaftliche Veränderungen erklären,
– Motive für Nationalismen und Ausgrenzung identifizieren und diese kritisch hinterfragen,
– Verläufe von Konflikten darlegen und deren Ursachen sowie Folgen herausarbeiten.
Lehrstoff:
Veränderungen der Arbeitswelt und der Sozialstrukturen durch Industrialisierung und Globalisierung
Wirtschaftsordnungen und deren ideologischen Grundlagen: Liberalismus und Kapitalismus, Marxismus, Christliche Soziallehre
Idealtypische Modelle: Zentralverwaltungswirtschaft, Marktwirtschaft
Zusammengehörigkeit und Ausgrenzung: Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus
Nationalitäten- und Kulturkonflikte: das Entstehen der europäischen Staaten, Habsburgermonarchie und Nachfolgestaaten
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– Wechselwirkungen zwischen Staat und Religion beschreiben, kritisch beurteilen und ihren gesellschaftspolitischen Auswirkungen anhand ausgewählter Beispiele analysieren,
– Entstehungsbedingungen für autoritäre Systeme analysieren,
– Phänomene politischer Instrumentalisierung und deren Gefahren einschätzen,
– Ursachen, Motive und Bedeutung von Kriegen analysieren und erörtern,
– friedensstiftende Maßnahmen zur politischen Stabilisierung nennen, die Bedeutung internationaler Organisationen zur Friedenssicherung einschätzen und deren Aktionen in Bezug auf Nachhaltigkeit kritisch beurteilen.
Lehrstoff:
Staat und Religion: Gottesstaat, Feudalstaat, säkularer Staat, Fundamentalismen
Die Aufklärung und deren Bedeutung für den modernen Staat
Totalitäre und autoritäre Systeme, Eskalation politischer Auseinandersetzungen: Krieg, Bürgerkrieg und Genozid, der Mensch im Krieg, Holocaust
Friedensregelungen (Friedensverträge, Friedensprozesse und Konfliktlösungsstrategien)
Verantwortung im Umgang mit Geschichte: Formen des Widerstands, Versöhnung und Restitution
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– unterschiedliche historische und gegenwärtige weltpolitische Einflusssphären benennen, deren Wirkungen kritisch analysieren sowie deren Bedeutung für regionale Konflikte und Entwicklungen einschätzen,
– die Herausbildung einer bipolaren Welt und deren Mechanismen als ideologische und machtpolitische Konfrontation bewerten sowie deren regionale Ausformungen analysieren,
– das Spannungsverhältnis zwischen Neutralität und europäischer Integration aufzeigen,
– unterschiedliche politische Transformationsprozesse im historischen Aufriss darstellen und Faktoren für Erfolg und Scheitern anhand ausgewählter Beispiele identifizieren,
– aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen in modernen, zunehmend vernetzten Informations- und Dienstleistungsgesellschaften identifizieren und diskutieren,
– die Bedeutung von Kunst als Ausdruck des Zeitgeistes kennen, künstlerische Ausdrucksformen in einen historischen Kontext setzen und kritisch beurteilen.
Lehrstoff:
Europäisierung und Amerikanisierung, Kolonialisierung und Entkolonialisierung, Neokolonialisierung
Bipolare Welt: Supermächte, Kalter Krieg, Wettrüsten und Abrüstung
Blockfreie und neutrale Staaten am Beispiel von Österreichs Besatzungszeit, Staatsvertrag, internationale Rolle Österreichs
Politische Transformationen in Europa, Südamerika, China und der arabischen Welt
Lebenswelten entwickelter Staaten: Informations- und Dienstleistungsgesellschaft, Globalisierung, Konsumgesellschaft, dynamische Arbeitswelt, Rolle von Bildung und Erziehung, multikulturelle Gesellschaft, Gender Mainstreaming
4.2 Geografie (Wirtschaftsgeografie)
I. Jahrgang (1. und 2. Semester):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die Erde als sich dynamisch verändernde Umwelt wahrnehmen und erklären,
– Zusammenhänge zwischen räumlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen in ihrer Dynamik verstehen, erklären sowie diese Erkenntnisse in alltags- und berufsrelevanten Situationen anwenden,
– kartografische Darstellungsformen benennen, interpretieren und für unterschiedliche Fragestellungen anwenden,
– sich weltweit topografisch orientieren und topografische Grundkenntnisse für unterschiedliche Themenbereichen anwenden,
– Ursachen und Folgen des anthropogen bedingten Klimawandels als problemhaft einschätzen und in alltagsrelevanten Situationen entsprechend verantwortungsbewusst handeln,
– ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen von endogenen und exogenen Kräften erklären,
– naturräumliche Nutzungspotenziale und Grenzen analysieren,
– demografische Prozesse und ihre Auswirkungen auf unterschiedliche Gesellschaften analysieren,
– Unterschiede in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie ihre Ursachen auf globaler Ebene erklären,
– Probleme von Entwicklungs- und Schwellenländern analysieren.
Lehrstoff:
Räumliche Orientierung
Kartografie und geografische Informationssysteme, topografische Grundlagen und Orientierungswissen
Geoökologische Wirkungsgefüge und wirtschaftliche Auswirkungen
Endogene und exogene Kräfte (Entstehung und Veränderung), Naturkatastrophen und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen, Atmosphäre und Wetter, Wechselspiel zwischen Klima und Vegetation, wirtschaftliche Nutzungen und ihre Auswirkungen (Konfliktfelder und Konfliktbewältigung bezüglich Umwelt, Bodenschätze, Ressourcenverteilung)
Weltbevölkerung
Bevölkerungsentwicklung (Migration, Mortalität, Fertilität) und Bevölkerungsverteilung
Globale Zentrums- und Peripheriestrukturen
Ursachen und Wirkungen wirtschaftlicher und sozialer Disparitäten
Entwicklungs- und Schwellenländer
Merkmale, Probleme, Entwicklungstheorien
II. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 3:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– kartografische Darstellungen interpretieren, anwenden und für Problemdarstellungen nutzen,
– topografische Grundkenntnisse für unterschiedliche Anwendungen nutzen,
– bedeutende außereuropäische Wirtschaftsräume und ihre Steuerungszentralen analysieren sowie deren Bedeutung und ihre wechselseitigen Beziehungen einschätzen,
– Konvergenzen und Divergenzen europäischer Regionen bzw. Staaten beschreiben, kritisch reflektieren sowie Entwicklungs- und Lösungskonzepte diskutieren,
– ausgewählte Politikfelder der EU problemorientiert diskutieren sowie deren sozioökonomische Bedeutung auf ihre eigenen Lebenswelten einschätzen.
Lehrstoff:
Räumliche Orientierung
Topografische Grundlagen
Zentren der Weltwirtschaft
Steuerungszentralen der Weltwirtschaft, Wirtschaftsbündnisse
Außereuropäische Lebens- und Wirtschaftsräume
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen und Prozesse, Zentrum- und Peripherie-Strukturen
Lebens- und Wirtschaftsraum Europa
Divergenzen und Konvergenzen europäischer Regionen und Staaten, europäischer Einigungsprozess und EU-Erweiterung, Strukturen der EU, europäische Regionen bzw. Staaten außerhalb der EU
Semester – Kompetenzmodul 4:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– kartografische Darstellungen interpretieren, anwenden und für Problemdarstellungen nutzen,
– topografische Kenntnisse erweitern und für unterschiedliche Anwendungen nutzen,
– naturräumliche Nutzungspotenziale Österreichs und ihre regionale Differenzierung erklären,
– demografische Strukturen und Prozesse Österreichs und ihre Auswirkungen analysieren,
– die Notwendigkeit von Raumordnung und Raumplanung begründen und ihre Instrumente erklären,
– sozioökonomische Disparitäten Österreichs erkennen und deren Bedeutung für die unterschiedlichen Lebenswelt bewerten,
– die Wechselwirkungen zwischen städtischem und ländlichem Raum darstellen,
– den Wirtschaftsstandort Österreich unter Berücksichtigung der Energie- und Verkehrspolitik sowie der touristischen Entwicklung regional differenziert darstellen,
– die Aspekte der Globalisierung und ihre Auswirkungen auf einzelne Länder beurteilen und deren Bedeutung für die eigene Lebenswelt einschätzen.
Lehrstoff:
Räumliche Orientierung
Topografische Grundlagen
Wirtschafts- und Lebensraum Österreich
Naturräumliche Nutzungspotenziale, demografische Strukturen, Wirtschaftsstandort, Infrastruktur und Raumplanung, Energie- und Verkehrspolitik, Tourismus, sozioökonomische Disparitäten
Internationalisierung und Globalisierung
Prozesse der Internationalisierung und Globalisierung sowie deren Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und Kultur
4.3 Internationale Wirtschafts- und Kulturräume
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die in den Unterrichtsgegenständen „Geografie (Wirtschaftsgeografie)“ und „Politische Bildung und Geschichte (Wirtschafts- und Sozialgeschichte)” erworbenen Kompetenzen in eigenständigen Analysen anwenden,
– unterschiedliche Wirtschafts- und Kulturraumkonzepte vergleichen und ihre politische und soziale Relevanz bewerten,
– die Prozesse der Globalisierung darlegen und ihrer sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen erklären
– die wirtschafts- und sozialräumlichen Strukturen der globalisierten Welt erklären und diese Kenntnisse in regionalen oder sektoralen Fallstudien anwenden,
– wichtige Akteure der Weltwirtschaft und der Weltpolitik charakterisieren, deren historische Entwicklung erklären und mögliche sozio-ökonomische und politische Zukunftsszenarien analysieren.
Lehrstoff:
Wirtschafts- und Kulturräume: historische Entwicklung, Raumkonzepte und ihre politische und soziale Relevanz
Aspekte der Internationalisierung und Globalisierung: wirtschaftliche, gesellschaftliche, ökologische, politische und kulturelle Zusammenhänge
Weltwirtschaft und Weltpolitik: Entwicklung und Akteure und aktuelle Fallbeispiele
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– aktuelle Themen der Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur und Ökologie strukturieren, analysieren und kritisch reflektieren,
– kontroverse Positionen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft analysieren und bewerten,
– Verständnis für fremde Kulturen und Lebensweisen verstehen und auf Basis von Demokratie und Menschenrechten überprüfen,
– ihre individuelle Lebenssituation in Bezug auf Wirtschaft, Gesellschaft und Politik reflektieren.
Lehrstoff:
Konfliktfelder in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und ihre historischen Wurzeln
Aktuelle Herausforderungen in der modernen Gesellschaft: Gender und Diversität, multikulturelle Gesellschaft, interkulturelles Lernen, Integration
Mathematik und Naturwissenschaften
Allgemeines Bildungsziel des Clusters „Mathematik und Naturwissenschaften“
Der Cluster umfasst die Unterrichtsgegenstände „Mathematik und angewandte Mathematik“ und „Naturwissenschaften“. Die Verbindung mit den Unterrichtsgegenständen des Clusters „Wirtschaft und Management“ fördert das interdisziplinäre und vernetzte Denken.
Die Schülerinnen und Schüler
– kennen die für die Berufspraxis und für weiterführende Ausbildungen notwendigen mathematischen und naturwissenschaftlichen Begriffe, Methoden und Denkweisen und können diese anwenden,
– können einfache Sachverhalte, im Besonderen auch aus der Wirtschaft, mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Modellen beschreiben und analysieren,
– können in der jeweiligen Fachsprache kommunizieren, argumentieren, Ergebnisse dokumentieren und interpretieren,
– können den Zusammenhang zwischen Mathematik, Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften durch eine ganzheitliche Sichtweise erkennen,
– sind sich der Bedeutung der Mathematik und der Naturwissenschaften für Wirtschaft, Technik und Umwelt bewusst und können dadurch verantwortungsvoll und nachhaltig handeln.
im Bereich Mathematik und angewandte Mathematik
Die Schülerinnen und Schüler können
– die für die Berufspraxis und für weiterführende Ausbildungen notwendigen mathematischen Begriffe, Methoden und Denkweisen anwenden,
– einfache Sachverhalte, im Besonderen auch aus der Wirtschaft, mit mathematischen Modellen beschreiben, analysieren und interpretieren,
– unter Verwendung einer exakten mathematischen Ausdrucksweise Sachverhalte kommunizieren, argumentieren, kritisieren und beurteilen,
– die Ergebnisse mathematischer Analysen in Bezug auf die Ausgangssituation bewerten,
– allgemeine Rechenverfahren auf unterschiedliche Problemstellungen (Naturwissenschaften, Technik, Wirtschaft usw.) anwenden,
– zeitgemäße technische Hilfsmittel zielorientiert einsetzen.
im Bereich Naturwissenschaften
Die Schülerinnen und Schüler können
– Vorgänge und Erscheinungsformen der Natur und Umwelt beobachten, mit Hilfe von Formeln, Größen und Einheiten systematisch und in der entsprechenden Fachsprache beschreiben, berechnen, darstellen und erläutern,
– die Bedeutung naturwissenschaftlicher Vorgänge für Wirtschaft, Technik und Umwelt erfassen und verstehen,
– aus unterschiedlichen Medien fachspezifische Informationen beschaffen, naturwissenschaftliche Fragestellungen formulieren und analysieren,
– einfache naturwissenschaftliche Untersuchungen planen, Lösungsansätze formulieren, typische naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden anwenden und Untersuchungsergebnisse interpretieren und dokumentieren,
– gewonnene Ergebnisse der Naturwissenschaften mit gültigen wissenschaftlichen sowie aktuellen kulturellen, wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Kriterien bewerten und den Nutzen für die Gesellschaft erkennen und begründen,
– die Verlässlichkeit einer naturwissenschaftlichen Aussage abschätzen, Gültigkeitsgrenzen erkennen und Schlussfolgerungen daraus ziehen,
– die förderliche Anwendung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Prognosen für sich sowie für die Gesellschaft (Wirtschaft, Umwelt und Technik) erkennen und diese beschreiben.
5.1 Mathematik und angewandte Mathematik
Didaktische Grundsätze:
Die Handlungsdimensionen Modellieren/Transferieren, Operieren/Technologieeinsatz, Interpretieren/Dokumentieren, Argumentieren/Kommunizieren sind ausgewogen in den Unterricht zu integrieren.
Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, die mathematische Symbolik und Fachsprache zu verstehen und aktiv zur Argumentation einzusetzen.
Zur Bearbeitung von Aufgabenstellungen sollen zeitgemäße Technologien eingesetzt werden. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler die Technologien sowohl als Rechenwerkzeug als auch als didaktisches Medium für die Erarbeitung von Lerninhalten kennenlernen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen verschiedene Unterrichtsmethoden und Lernformen kennenlernen, die zu selbstständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten sowie zur Teamarbeit führen.
I. Jahrgang (1. und 2. Semester):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Zahlen und Maße
– die Zahlenbereiche der natürlichen, ganzen, rationalen und reellen Zahlen beschreiben und damit rechnen,
– die Zahlenmengen auf der Zahlengeraden veranschaulichen,
– die Zahlenmengen mit Hilfe mathematischer Symbole beschreiben,
– die Beziehungen zwischen den Zahlenmengen herstellen und erklären,
– Zahlen in Fest- und Gleitkommaschreibweise darstellen, die Darstellungsform wechseln und damit rechnen,
– grundlegende Maßeinheiten (Längen-, Flächen-, Raum- und Hohlmaße, Zeit, Masse) beschreiben, diese zueinander in Beziehung setzen und damit rechnen,
– beliebige Maßeinheiten nach vorgegebenen Kriterien umwandeln,
– Ergebnisse von Berechnungen abschätzen,
– Zahlenangaben in Prozent und Promille verstehen, Prozente bzw. Promille berechnen und mit Prozent- bzw. Promilleangaben in unterschiedlichem Kontext rechnen,
– Berechnungen mit sinnvoller Genauigkeit durchführen und Ergebnisse angemessen runden.
im Bereich Algebra und Geometrie
– die Rechengesetze von Potenzen mit ganzzahligen Exponenten anwenden und begründen,
– mit Termen rechnen, Terme umformen und dies durch Rechenregeln begründen,
– die Struktur eines Terms erkennen, um Terme mit der jeweiligen Technologie gezielt verarbeiten zu können,
– lineare Gleichungen aus den Bereichen Prozentrechnung und Bewegung aufstellen,
– lineare Gleichungen in einer Variablen lösen,
– die Lösungsmenge einer linearen Gleichung in einer Variablen interpretieren, dokumentieren und in Bezug auf die Aufgabenstellung argumentieren,
– lineare Gleichungen (Formeln) in mehreren Variablen nach einer variablen Größe explizieren, die gegenseitige Abhängigkeit der Größen interpretieren und erklären.
im Bereich Funktionale Zusammenhänge
– die Definition der Funktion als eindeutige Zuordnung beschreiben,
– Funktionen als Modelle zur Beschreibung der Abhängigkeit zwischen Größen verstehen und erklären,
– Funktionen in einer Variablen in einem kartesischen Koordinatensystem darstellen,
– das Modell der linearen Funktion in unterschiedlichen Kontexten, insbesondere mit Wirtschaftsbezug (Kostenfunktion, Erlös- bzw. Umsatzfunktion, Gewinnfunktion, Fixkosten, variable Kosten und Break Even Point) beschreiben und selbstständig lineare Modellfunktionen bilden,
– lineare Funktionen implizit und explizit darstellen und zwischen diesen wechseln,
– die Darstellungsformen linearer Funktionen interpretieren und erklären, insbesondere die Bedeutung der Parameter „Steigung“ und „Achsenabschnitt“,
– den Begriff der Umkehrfunktion auf lineare Funktionen anwenden.
Lehrstoff:
Zahlen und Maße
Zahlenmengen N, Z, Q, R, Symbole der mathematischen Schreibweise, Rechnen mit Zahlen, Dezimal- und Gleitkommadarstellung, Prozentrechnung, Maßeinheiten
Algebra und Geometrie
Potenzen mit ganzzahligen Exponenten (inkl. Rechenregeln), Rechnen mit Termen, lineare Gleichungen
Funktionale Zusammenhänge
Funktionsbegriff, Umkehrfunktion, lineare Funktionen
Schularbeiten:
Zwei einstündige Schularbeiten
II. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 3:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich „Algebra und Geometrie“
– die Potenzschreibweise mit rationalen Exponenten beschreiben, die damit zusammenhängenden Rechengesetze anwenden und begründen,
– Potenz- und Wurzelschreibweise ineinander überführen,
– in Formeln, die auch Potenzen mit rationalen Exponenten enthalten, die gegenseitige Abhängigkeit der Größen interpretieren, erklären und nach einer variablen Größe explizieren,
– lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen aus den Bereichen Prozentrechnung und Bewegung aufstellen,
– verschiedene Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen anführen,
– lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen lösen,
– die Lösungsmenge linearer Gleichungssysteme interpretieren, dokumentieren (auch grafisch) und in Bezug auf die Aufgabenstellung argumentieren,
– Probleme aus verschiedenen Anwendungsbereichen in lineare Gleichungssysteme mit mehreren Variablen übersetzen, mit Hilfe von Technologieeinsatz lösen und das Ergebnis in Bezug auf die Problemstellung interpretieren und argumentieren,
– die Matrizenschreibweise als Darstellungsform nennen, die Matrixelemente interpretieren und deuten,
– lineare Gleichungssysteme in Matrizenschreibweise darstellen, mit Hilfe der Matrizenrechnung umformen und technologieunterstützt lösen,
– Addition, Subtraktion, Multiplikation sowie die Berechnung der Inversen von Matrizen mit Hilfe der Technologie durchführen,
– die Matrizenrechnung auf wirtschaftliche Aufgabenstellungen anwenden und Gozintographen deuten.
im Bereich Funktionale Zusammenhänge
– den Zusammenhang zwischen linearer Funktion und linearer Gleichung in zwei Variablen beschreiben,
– die Lösungsmenge eines linearen Gleichungssystems in zwei Variablen als Schnittpunkte linearer Funktionen interpretieren.
Lehrstoff:
Algebra und Geometrie
Potenzen mit rationalen Exponenten, lineare Gleichungssysteme in zwei Variablen, Matrizen, lineare Gleichungssysteme in mehr als zwei Variablen
Funktionale Zusammenhänge
Lineare Funktionen
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit
Semester – Kompetenzmodul 4:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Zahlen und Maße
– die verschiedenen Winkelmaße nennen und mit Altgrad und Bogenmaß rechnen.
im Bereich Algebra und Geometrie
– quadratische Gleichungen in einer Variablen lösen,
– die Lösungsmenge einer quadratischen Gleichung in einer Variablen über der Grundmenge R interpretieren, dokumentieren und in Bezug auf die Aufgabenstellung argumentieren,
– Sinus, Cosinus und Tangens eines Winkels als Seitenverhältnisse im rechtwinkeligen Dreieck modellieren, interpretieren und argumentieren,
– zumindest rechtwinkelige Dreiecke mit Hilfe der Winkelfunktionen auflösen.
im Bereich Funktionale Zusammenhänge
– Potenz- und Polynomfunktionen grafisch darstellen und ihre Eigenschaften interpretieren,
– quadratische Funktionen aus drei gegebenen Punkten bzw. aus dem Scheitel und einem weiteren Punkt aufstellen,
– die Auswirkungen der einzelnen Koeffizienten einer Polynomfunktion 2. Grades der Form f(x)=ax^2+bx+c auf deren Verlauf beschreiben und diese interpretieren,
– den Zusammenhang zwischen der Lösungsmenge einer quadratischen Gleichung und den Nullstellen einer quadratischen Funktion interpretieren und damit argumentieren,
– das Modell der quadratischen Funktion in unterschiedlichen Kontexten, insbesondere mit Wirtschaftsbezug, anwenden,
– mit Hilfe des Einheitskreises die Sinus-, Cosinus- und Tangensfunktion eines Winkels modellieren, interpretieren und grafisch darstellen.
Lehrstoff:
Zahlen und Maße
Altgrad und Bogenmaß (rad)
Algebra und Geometrie
Quadratische Gleichungen, Sinus, Cosinus, Tangens im rechtwinkeligen Dreieck
Funktionale Zusammenhänge
Potenzfunktionen, quadratische Funktionen und Polynomfunktionen höheren Grades, Sinus, Cosinus, Tangens im Einheitskreis
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Algebra und Geometrie
– den Begriff des Logarithmus beschreiben,
– logarithmische Rechengesetze anwenden,
– mit Hilfe des Logarithmus Exponentialgleichungen vom Typ a^(k*x)=b nach der Variablen x auflösen,
– komplexere Exponentialgleichungen mit Einsatz von Technologie lösen.
im Bereich Funktionale Zusammenhänge
– den Begriff der Exponentialfunktion und deren Eigenschaften beschreiben,
– den Begriff der Logarithmusfunktion als Umkehrfunktion der Exponentialfunktion und ihre Eigenschaften beschreiben,
– Exponentialfunktionen grafisch darstellen,
– Exponentialfunktionen als Modelle für Zu- und Abnahmeprozesse interpretieren und damit Berechnungen durchführen,
– die Bedeutung der einzelnen Parameter der Exponentialfunktionen der Form f(x)=ab^x bzw. f(x)=ae^(k*x) beschreiben, diese in unterschiedlichen Kontexten deuten und damit argumentieren,
– die stetigen Modelle für lineares, exponentielles und logistisches Wachstum sowie das stetige Modell für beschränktes Wachstum der Form f(x)=S-ae^(-lambdax) bzw. f(x)=S+ae^( lambdax) beschreiben,
– mit diesen Modellen rechnen, diese grafisch darstellen, interpretieren und im allgemeinen und wirtschaftlichen Kontext deuten,
– die verschiedenen Modelle strukturell vergleichen und die Angemessenheit bewerten,
– die einfache dekursive Verzinsung und die dekursive Verzinsung mittels Zinseszins für ganz- und unterjährige Zinsperioden sowie die stetige Verzinsung beschreiben,
– diese Verzinsungsmodelle kontextbezogen anwenden.
Lehrstoff:
Algebra und Geometrie
Logarithmen und zugehörige Rechenregeln, Exponentialgleichungen
Funktionale Zusammenhänge
Wachstums- und Abnahmeprozesse (Exponentialfunktion, Logarithmusfunktion, lineares, exponentielles, beschränktes und logistisches Wachstum im stetigen Modell), Zins- und Zinseszinsrechnung (dekursive Verzinsung – ganzjährige und unterjährige Verzinsung, einfacher Zins, Zinseszins, stetige Verzinsung)
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Funktionale Zusammenhänge – Rentenrechnung und Schuldtilgung
– den Zusammenhang zwischen geometrischen Reihen und der Rentenrechnung beschreiben,
– die charakteristischen Größen der Rentenrechnung berechnen, interpretieren und im Kontext deuten,
– den Begriff des Effektivzinssatzes erklären, mittels Technologie berechnen und das Ergebnis interpretieren,
– Zahlungsströme grafisch darstellen und gegebene grafische Darstellungen des Zahlungsstroms interpretieren,
– die Annuitätenschuld als eine Möglichkeit der Schuldtilgung beschreiben und diese auf wirtschaftliche Aufgabenstellungen anwenden,
– Rentenumwandlungen und Schuldkonvertierungen durchführen und deren Ergebnisse interpretieren.
im Bereich Funktionale Zusammenhänge – Investitionsrechnung
– verschiedene Methoden der dynamischen Investitionsrechnung, zumindest Kapitalwertmethode, Methode des internen Zinssatzes und Methode des modifizierten internen Zinssatzes beschreiben,
– mit diesen Methoden Investitionsanalysen durchführen und Investitionen bewerten.
im Bereich Funktionale Zusammenhänge – Kurs- und Rentabilitätsrechnung
– die Begriffe der Kurs- und Rentabilitätsrechnung erklären und damit argumentieren,
– Rendite, Barwert, Kauf- und Verkaufspreis (am Tag der Kuponzahlung), zumindest bei jährlicher Kuponzahlung, auf Basis festverzinslicher Wertpapiere berechnen, interpretieren und im Kontext deuten.
Lehrstoff:
Funktionale Zusammenhänge
Rentenrechnung, Schuldentilgung, Investitionsrechnung, Kurs- und Rentabilitätsrechnung
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Analysis – Differenzen- und Differentialquotient
– die Begriffe Grenzwert und Stetigkeit von Funktionen intuitiv erfassen und damit argumentieren,
– den Zusammenhang zwischen Differenzen- und Differenzialquotienten beschreiben und diese sowohl als mittlere/lokale Änderungsraten als auch als Sekanten-/Tangentensteigung interpretieren,
– den Differenzenquotienten auf Problemstellungen anwenden, Berechnungen durchführen und die Ergebnisse interpretieren.
im Bereich Analysis – Ableitungsfunktionen und Ableitungsregeln
– den Begriff der Ableitungsfunktion beschreiben, diese grafisch darstellen und deren Verlauf deuten,
– Ableitungsfunktionen zur Beschreibung von Sachverhalten aus unterschiedlichen Themengebieten einsetzen, damit lokale Änderungsraten berechnen und interpretieren,
– mit Hilfe der Summen-, Faktor-, Ketten-, Produkt- und Quotientenregel, Potenz- und Polynomfunktionen sowie Exponentialfunktionen zur Basis e und die natürlichen Logarithmusfunktionen ableiten,
– Eigenschaften von Funktionen, insbesondere Monotonie- und Krümmungsverhalten mit Hilfe der Ableitungsfunktionen erklären und berechnen.
im Bereich Analysis – Optimierung und Regressionsrechnung
– die Idee der Optimierung unter einschränkenden Bedingungen erklären und anhand des Modells: Hauptbedingung ab unter Nebenbedingung a+b=konst. bzw. Hauptbedingung a+b unter Nebenbedingung ab=konst., modellieren und berechnen,
– das Prinzip der Methode der kleinsten Quadrate und die zugrundeliegenden Ideen erläutern und die Güte der Ergebnisse bewerten,
– mit Technologieeinsatz für vorgegebene Modellfunktionen mit Hilfe der Methode der kleinsten Quadrate Funktionsgleichungen bestimmen.
im Bereich Analysis – Kosten- und Preistheorie
– Nachfrage- und Angebotsfunktionen bestimmen, deren Eigenschaften erklären und markante Punkte (Mindestpreis, Höchstpreis, Sättigungsmenge, Marktgleichgewicht) ermitteln, grafisch darstellen und interpretieren,
– die Begriffe der (Punkt-)Elastizität und Bogenelastizität im wirtschaftlichen Kontext erklären,
– Elastizitäten berechnen und die Ergebnisse interpretieren,
– den Begriff und die Eigenschaften der ertragsgesetzlichen Kostenfunktion beschreiben und diese als Polynomfunktion 3. Grades berechnen,
– die typischen Kostenverläufe (degressiv, progressiv) beschreiben und interpretieren,
– typische Begriffe der Kosten- und Preistheorie (insbesondere Kostenkehre, Betriebsoptimum, langfristige Preisuntergrenze, Betriebsminimum, kurzfristige Preisuntergrenze, Break Even Point, Gewinnzone, Cournot’scher Punkt, Deckungsbeitrag, Erlösmaximum) berechnen und interpretieren,
– den Begriff der Grenzfunktion beschreiben, diese im wirtschaftlichen Kontext erklären und anwenden.
Lehrstoff:
Analysis
Intuitiver Grenzwertbegriff, Intuitiver Begriff der Stetigkeit, Differenzen- und Differentialquotient, Ableitungsregeln, Eigenschaften von Funktionen, Regressionsrechnung, Kosten- und Preistheorie
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Analysis – Stammfunktionen
– den Begriff der Stammfunktion sowie den Zusammenhang zwischen Funktion, Stammfunktion und ihrer grafischen Darstellung beschreiben,
– den Begriff des unbestimmten Integrals und den Zusammenhang mit der Stammfunktion beschreiben,
– Stammfunktionen von Potenz- und Polynomfunktionen sowie der Funktion f(x)=1/x und f(x)=ae^(kx) mit Hilfe der notwendigen Integrationsregeln berechnen.
im Bereich Analysis – Integral und Integralrechnung
– den Begriff des bestimmten Integrals auf Grundlage des intuitiven Grenzwertbegriffes erläutern, diesen als Grenzwert einer Summe von Produkten deuten und beschreiben,
– das bestimmte Integral als orientierten Flächeninhalt deuten und damit Berechnungen durchführen,
– die Integralrechnung auf wirtschaftliche Anwendungen, insbesondere auf Stammfunktionen von Grenzfunktionen und kontinuierliche Zahlungsströme anwenden, Berechnungen durchführen sowie die Ergebnisse interpretieren und damit argumentieren.
im Bereich Stochastik – Daten und Darstellung von Daten
– die unterschiedlichen Datentypen (nominalskaliert, ordinalskaliert, metrisch) beschreiben und erhobene Daten entsprechend zuordnen,
– Daten erheben, Häufigkeitsverteilungen (absolute und relative Häufigkeiten) grafisch darstellen und interpretieren,
– die Auswahl einer bestimmten Darstellungsweise problembezogen argumentieren.
im Bereich Stochastik – Zentral- und Streumaße
– verschiedene Zentralmaße (arithmetisches Mittel, Median, Modus, geometrisches Mittel) berechnen, interpretieren und ihre Verwendung unter anderem in Bezug auf die verschiedenen Datentypen argumentieren,
– unterschiedliche Streumaße (Standardabweichung und Varianz, Spannweite, Quartile) berechnen und interpretieren,
– Median, Quartile und Spannweite in einem Boxplot darstellen und interpretieren.
im Bereich Stochastik – Korrelations- und Gini-Koeffizient
– den Korrelationskoeffizienten nach Pearson berechnen und interpretieren,
– die Lorenzkurve und den Gini-Koeffizienten als Konzentrationsmaß nennen, die zugrundeliegende Idee erklären, berechnen und die Ergebnisse im Kontext deuten.
Lehrstoff:
Analysis
Integralrechnung
Stochastik
Beschreibende Statistik
Schularbeiten:
Eine einstündige Schularbeit (bei Bedarf zweistündig)
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Stochastik – Wahrscheinlichkeitsrechnung
– den klassischen und statistischen Wahrscheinlichkeitsbegriff beschreiben, diesen verwenden und deuten,
– die Additions- und Multiplikationsregel auf Ereignisse anwenden, die Ergebnisse interpretieren und damit argumentieren,
– die Begriffe des Binomialkoeffizienten und der „Fakultät“ beschreiben, diese berechnen und deuten.
im Bereich Stochastik – Wahrscheinlichkeitsfunktion, Wahrscheinlichkeitsdichte- undVerteilungsfunktion
– den Unterschied zwischen diskreten und kontinuierlichen Zufallsvariablen, die Begriffe Wahrscheinlichkeits- bzw. Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion, Verteilungsfunktion sowie Erwartungswert, Varianz und Standardabweichung erklären,
– die Modelle der Binomial- und Normalverteilung erklären, anwenden und interpretieren,
– die Normalverteilung als Näherung der Binomialverteilung beschreiben und die Binomialverteilung in die Normalverteilung überführen,
– die Auswirkung von Erwartungswert und Standardabweichung auf die Normalverteilungskurve erklären und damit argumentieren.
Lehrstoff:
Stochastik
Wahrscheinlichkeitsrechnung
Wiederholende Aufgabenstellungen der vorhergehenden Jahrgänge entsprechend der festgelegten Kompetenzen
Schularbeiten:
Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig)
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich – Wiederholung der vorhergehenden Jahrgänge entsprechend der festgelegten Kompetenzen
– einfache Sachverhalte, im Besonderen auch aus der Wirtschaft, mit mathematischen Modellen beschreiben, analysieren und interpretieren,
– unter Verwendung einer exakten mathematischen Ausdrucksweise Sachverhalte kommunizieren, argumentieren, kritisieren und beurteilen,
– die Ergebnisse mathematischer Analysen in Bezug auf die Ausgangssituation bewerten,
– allgemeine Rechenverfahren auf unterschiedliche Problemstellungen anwenden,
– zeitgemäße technische Hilfsmittel zielorientiert einsetzen.
Lehrstoff:
Wiederholende Aufgabenstellungen der vorhergehenden Jahrgänge entsprechend der festgelegten Kompetenzen
Schularbeiten:
Eine zweistündige Schularbeit (bei Bedarf dreistündig)
5.2 Naturwissenschaften
Didaktische Grundsätze:
Die Schülerinnen und Schülern sollen durch den Unterricht ein ganzheitliches naturwissenschaftliches Weltbild erhalten, wofür das Wissen über die Grundlagen der Biologie, Physik und Chemie Voraussetzung ist.
Dabei soll dem Lernen durch methodische Anschaulichkeit über Experimente, Übungen, Projekte und andere praxisorientierte Umsetzungen Rechnung getragen werden.
Aspekte von Biologie, Chemie, Physik und Ökologie sollen jeweils thematisch vernetzt werden, damit die Schülerinnen und Schüler die Zusammenhänge zwischen Struktur, Funktion und Information in der Natur erkennen können.
Die Beziehung zur Mathematik ist innerhalb des Clusters insofern herzustellen, als in der Mathematik erlernte Methoden in den Naturwissenschaften zur Anwendung kommen, und naturwissenschaftliches Wissen aufgebaut wird, das zur Lösung mathematischer Problemstellungen verwendet werden kann.
Das naturwissenschaftliche Arbeiten soll den Schülerinnen und Schülern eine Betrachtung der Welt in analytischer und rationaler Weise ermöglichen. Naturwissenschaftliche Grundbildung soll des Weiteren zu einer Orientierung in naturwissenschaftlichen, technischen Berufsfeldern und Studienrichtungen befähigen und gleichzeitig die Grundlage für lebenslanges Lernen in diesem Bereich legen. Daher ist das selbstständige Recherchieren und das Bewerten von Informationen von großer Bedeutung und ist deshalb den Schülerinnen und Schülern auch im Unterricht immer wieder zu ermöglichen.
I. Jahrgang (1. und 2. Semester):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– naturwissenschaftliche Fragestellungen erkennen und deren Phänomene den einzelnen Teilbereichen (Biologie, Chemie, Physik) zuordnen,
– einfache naturwissenschaftliche Untersuchungen (Beobachtung, Messung, Experiment) planen und durchführen sowie die Ergebnisse dokumentieren und präsentieren,
– die Grundgrößen und die entsprechenden Einheiten des Internationalen Einheitensystems anwenden,
– den Aufbau der Materie aus Teilchen verstehen und dieses Modell zur Beschreibung physikalischer Phänomene verwenden,
– Eigenschaften von Stoffen beschreiben,
– den Aufbau der Atome erklären und dazu das Periodensystem als Informationsquelle nutzen,
– einfache chemische Formeln erklären,
– Vorschriften im Umgang mit gefährlichen Stoffen sowie die dazu passenden Gefahrensymbole benennen und die entsprechenden Informationen aus den Medien selbstständig beschaffen und Produkte des täglichen Gebrauchs mit diesem Wissen bewerten,
– den Aufbau von Lebewesen (Bakterien, Pflanzen, Pilze, Tiere und Menschen) aus Molekülen, Zellen, Organen und Organsystemen beschreiben,
– die Kennzeichen des Lebens beschreiben und Lebewesen von Viren abgrenzen,
– Aufbau und Funktionsweise von Ökosystemen erklären,
– sich zu aktuellen ökologischen Fragen selbstständig Daten mit Hilfe von Freilanduntersuchungen sowie aus Medien Informationen beschaffen, die Ergebnisse dokumentieren und bewerten.
Lehrstoff:
Arbeitsweise und Methoden in den Naturwissenschaften
Teilbereiche (Biologie, Chemie, Physik), Beobachtungen, Experimente, Messungen, Naturgesetze, Größen, Einheiten, Größenordnungen, internationales Einheitensystem
Grundlagen der Physik
Stoffeigenschaften, Aggregatzustände, Dichte, Materie, Energie, Kräfte (Adhäsion, Kohäsion, Auftrieb, Luftdruck usw.), Stromleitung, Stromkreis anhand einfacher Experimente
Grundlagen der Chemie
Atome, Moleküle, Makromoleküle, Atombau und Periodensystem, Isotope, Formelschreibweise, Nomenklatur, chemische Reaktionen als Stoffumwandlungen anhand einfacher Experimente, Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Stoffen
Allgemeine Biologie
Kennzeichen des Lebens, Zellen, Viren, Bakterien, Pilze, Organismen, Untersuchungen biologischer Objekte (Mikroskopieren usw.), Organe und Organsysteme von Pflanzen, Tieren und Menschen
Ökologie
Ökosysteme, Nahrungsketten und Nahrungsnetze, Wasserkreislauf, Wasserwirtschaft, Freilanduntersuchungen
II. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 3:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– den Aufbau der Atome mit Modellen erklären,
– die Entstehung von chemischen Bindungen erklären,
– den Zusammenhang von chemischer Bindung und Stoffeigenschaften erkennen,
– die Veränderungen von Masse und Energie im Verlauf von chemischen Reaktionen beschreiben,
– Redoxreaktionen als Aufnahme und Abgabe von Elektronen beschreiben und in Form von chemischen Gleichungen darstellen,
– Säure-Basen-Reaktionen als Aufnahme und Abgabe von Protonen beschreiben und in Form von chemischen Gleichungen darstellen,
– einfache Experimente zu chemischen Reaktionen planen, durchführen und dokumentieren,
– ihr Wissen über chemische Bindungen und chemische Reaktionen bei der Beschreibung anorganischer Rohstoffe und ihrer Nutzung anwenden,
– Informationen über anorganische Rohstoffe beschaffen, die Ergebnisse bewerten und präsentieren.
Lehrstoff:
Chemische Bindungen und Reaktionen
Atommodelle, chemische Bindungen, Energie bei chemischen Reaktionen, endotherme und exotherme Reaktionen, Redoxreaktionen, Elektrochemie, Säuren und Basen
Anorganische Rohstoffe
Metallgewinnung und Metallindustrie, Salze und Kunstdünger, Mineralien und Gesteine, Glas und Tonwaren usw.
Semester – Kompetenzmodul 4:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– den Aufbau von Kohlenwasserstoffen erklären und die Regeln der Nomenklatur anwenden,
– funktionelle Gruppen erkennen und Formeln sowie Namen den unterschiedlichen Stoffklassen der organischen Chemie zuordnen,
– den Zusammenhang zwischen dem chemischen Aufbau organischer Stoffe und deren Eigenschaften erklären,
– Produkte der Erdölchemie und fossile Rohstoffe (Erdgas und Rohöl) als beschränkte Ressourcen interpretieren,
– Gärungsprozesse als Stoffwechselvorgänge von Mikroorganismen erklären sowie dazu passende Versuche durchführen und dokumentieren,
– die Eigenschaften und Reaktionen unterschiedlicher Alkohole bewerten,
– ihr Wissen über Kohlenwasserstoffe und deren Derivate bei der Beschreibung organischer Rohstoffe und deren Nutzung anwenden,
– Informationen über organische Rohstoffe beschaffen sowie die Ergebnisse interpretieren und präsentieren.
Lehrstoff:
Grundlagen der organischen Chemie
Kohlenwasserstoffe, Nomenklatur, Erdölchemie, Derivate der Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Karbonsäuren und Gärungsprozesse, Reaktionen der Kohlenwasserstoffe, Seifen und Reinigungsmittel
Organische Rohstoffe
Textilien, Holz, Papier, Kunststoffe, Farbstoffe usw.
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die für den Aufbau von biologischen Strukturen und den Stoffwechsel wesentlichen biochemischen Moleküle erklären und vergleichen,
– Stoffwechselprozesse verschiedener Lebewesen hinsichtlich Massen- und Energieumsatz erklären, miteinander vergleichen und verknüpfen,
– die verschiedenen Formen der Landwirtschaft in Bezug auf Bodenbearbeitung, Verwendung von Chemikalien, Kulturformen und Tierhaltung vergleichen,
– einen Überblick zum Marktangebot von Nahrungs- und Genussmitteln geben und anhand ausgewählter Beispiele deren Produktion und Verarbeitung erklären sowie deren physiologischen Wert und Qualität beurteilen,
– verschiedene Ernährungsformen erklären, miteinander vergleichen und deren Auswirkungen reflektieren,
– Bau und Funktionsweise von exemplarisch ausgewählten Organsystemen des Menschen beschreiben, ergänzende medizinische Informationen selbstständig beschaffen und die Ergebnisse dokumentieren,
– funktionelle Zusammenhänge von Organsystemen des Menschen erklären,
– humanökologische Inhalte analysieren, deren Standpunkte darlegen und begründen sowie Schlüsse für die persönliche Lebensweise ziehen.
Lehrstoff:
Biochemie
Fette, Proteine, Kohlenhydrate, Zelle als biochemisches System (Membranen, Diffusion, Osmose), Stoffwechsel (Fotosynthese, Atmung, Verdauung)
Landwirtschaft und Ernährung
Formen der Landwirtschaft, Nahrungs- und Genussmittel (Molkereiprodukte, Fisch, Fleisch und Wurstwaren, Obst und Gemüse, Getreide und Getreideprodukte, Fette und Öle, Tee, Kaffee, Kakao und alkoholische Genussmittel), Ernährungsweisen
Organsysteme des Menschen
Atmungssystem, Verdauungs- und Ausscheidungssystem, Herz- und Kreislaufsystem usw.
Gesamtsicht und funktionelle Zusammenhänge
Humanökologie
Immunsystem, Gesundheit und Krankheit, Abhängigkeit und Suchtmittel, Psychohygiene und Stress, Lernbiologie, Ergonomie und Bewegungsapparat, Ethologie usw.
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die Methoden und Prinzipien der Naturwissenschaften anhand von Beispielen erklären,
– die wichtigsten Größen der Mechanik und die dazu passenden Einheiten erklären sowie deren Zusammenhänge in Form von Tabellen, Diagrammen und Gleichungen herstellen bzw. dazu passende Experimente planen,
– mathematische Verfahren zur Lösung physikalischer Probleme aus der Mechanik anwenden,
– die Relativitätstheorie als Erweiterung der klassischen Mechanik erkennen,
– die wichtigsten Energieformen und Energieumwandlungen beschreiben,
– die Hauptsätze der Thermodynamik als Spezialfälle des Energieerhaltungssatzes verstehen,
– die wichtigsten Energieträger und deren Einsatz in Technik und Wirtschaft begründen,
– Energieträger in Hinblick auf Nachhaltigkeit beurteilen sowie mögliche Schlussfolgerungen für ihr eigenes Handeln und für die Gesellschaft daraus ziehen,
– einige Phänomene des Mikro- und Makrokosmos physikalisch erklären.
Lehrstoff:
Methoden und Prinzipien der Naturwissenschaften:
Gesetze, Hypothesen, Modellbildungen, Theorien, Weltbilder
Mechanik
Geschwindigkeit, Beschleunigung, Kraft, Arbeit, Energie, Leistung, Newton´sche Gesetze, Relativitätstheorie
Energie und Energiewirtschaft
Energieformen, Energieerhaltung (Hauptsätze der Thermodynamik), Energieumwandlung, Wirkungsgrad, Energieträger (fossile und regenerative Energieträger, Kernenergie), Klima, Treibhauseffekt, Nachhaltigkeit
Mikro- und Makrokosmos
Kern- und Teilchenphysik, Radioaktivität, Quantenphysik, Kepler´sche Gesetze, Gravitation, Astrophysik usw.
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die wichtigsten Größen zur Beschreibung elektrischer und magnetischer Phänomene anwenden und dazu passende Experimente durchführen,
– aktuelle technische Entwicklungen aus der Elektrotechnik erklären und dazu passende Informationen aus den Medien beschaffen sowie präsentieren,
– die wichtigsten Größen zur Beschreibung von Schwingungen und Wellen anwenden und dazu passende Experimente durchführen,
– einen Überblick über die Bereiche des elektromagnetischen Spektrums geben sowie die Wirkung und Bedeutung elektromagnetischer Wellen in Technik und Natur erklären,
– mathematische Verfahren zur Lösung physikalischer Problemstellungen aus den Themengebieten Elektrizität, Magnetismus, Schwingungen und Wellen anwenden,
– aktuelle Entwicklungen der Informationstechnologie und deren Bedeutung für ihr persönliches Umfeld sowie für die Gesellschaft reflektieren,
– die Funktionsweise von Nervensystem und Sinnesorganen erklären,
– biophysikalische Phänomene erklären und Zusammenhänge mit medizinischen und technischen Anwendungen herstellen sowie deren Bedeutung für die Gesellschaft reflektieren.
Lehrstoff:
Elektrizität und Magnetismus
Elektrostatik, Feldbegriff, Elektrodynamik, Gleichstrom, Wechselstrom, Ohm´sches Gesetz, Magnetismus, Elektromagnetismus, Arten der Stromleitung, Halbleiter (Dioden und Transistoren), technische Anwendungen
Schwingungen und Wellen
Grundbegriffe der Wellenlehre (Optik, Akustik), elektromagnetisches Spektrum
Biologische Steuerung beim Menschen
Nervensystem, Bau und Funktionsweise von Sinnesorganen, Biophysik
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
– die Bedeutung des Hormonsystems zur Steuerung von Stoffwechselvorgängen im menschlichen Körper erklären,
– Vor- und Nachteile von Verhütungsmethoden einschätzen,
– Methoden der Reproduktionsbiologie nach ethischen sowie persönlichen Gesichtspunkten erklären und beurteilen,
– die wesentlichen Begriffe der Genetik und Gentechnik erklären, weiterführende Informationen beschaffen und deren Bedeutung für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt reflektieren,
– wesentliche Aussagen der Evolutionslehre als eine naturwissenschaftlich begründete Theorie verstehen,
– für das Ökosystem wesentliche Faktoren erklären und diese zueinander in Beziehung setzen,
– den Produktlebenszyklus anhand von Beispielen erklären,
– die wichtigsten Bestimmungen des Konsumentenschutzes nennen facheinschlägig recherchieren und anwenden.
Lehrstoff:
Biologische Steuerung beim Menschen
Hormonsystem, Fortpflanzung und Reproduktionsbiologie
Genetik und Evolution
DNA, molekulargenetisches Prinzip, Zellteilung, Vererbungslehre, Mutationen, Phylogenie und Evolution, Gentechnik
Ökosysteme
Ökosphäre, natürliche und künstliche Systeme, abiotische und biotische Faktoren, Energie- und Stoffkreisläufe, ökologisches Gleichgewicht, Biodiversität
Waren
Produktlebenszyklus, Konsumenteninformation und Konsumentenschutz
A.2 Erweiterungsbereich – Digital Business
Didaktische Grundsätze:
Im Sinne der Entrepreneurship Education ist ein umfassend interdisziplinär vernetztes betriebswirtschaftliches Wissen zu entwickeln. Aufgabenstellungen sind in praktische Kontexte zu stellen. Die betriebswirtschaftlichen Problemstellungen sind fächerübergreifend unter Anwendung der geeigneten Qualitäts- und Projektmanagementinstrumente zu bearbeiten.
Aktuelle Entwicklungen im Fachgebiet sind zu berücksichtigen. Der Einsatz unterschiedlicher Lehr- und Lernmethoden ist anzustreben. Moderne IT-Techniken zur Bewältigung betriebswirtschaftlicher Aufgabenstellungen sind einzusetzen. Sämtliche Lehrplaninhalte bilden die Grundlage für die Übungsfirmenarbeit.
Soweit als möglich und zielführend sind zwischen den verschiedenen Unterrichtsgegenständen Beziehungen herzustellen, die den Erwerb fächerübergreifender Kompetenzen fördern.
2.1 Betriebssysteme und Netzwerkmanagement
Didaktische Grundsätze:
Im Teilbereich Betriebssysteme sollen Kenntnisse in zwei unterschiedlichen Betriebssystemen erworben und vertieft werden. Weiters sollen aktuelle Sicherungs- und Sicherheitskonzepte umgesetzt werden.
Im Teilbereich Netzwerkmanagement sollen Grundlagen der Netzwerktechnik, die Installation von Einzelkomponenten und die Wartung des Gesamtsystems gezeigt und vermittelt werden. Der Schwerpunkt soll die Bereiche File-, Druck-, FTP- und Web-Server umfassen.
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Betriebssysteme
– Unterschiede von Client/Server erklären,
– den Nutzen von Virtualisierungen erklären,
– eine virtuelle Umgebung erzeugen und nutzen,
– ein Betriebssystem installieren,
– und für den Praxiseinsatz konfigurieren,
– und auf diesem Betriebssystem ein Sicherungskonzept umsetzen.
im Bereich Netzwerk – Grundlagen
– Netzwerkhardware und Netzwerktopologien erklären,
– den Aufbau von IP-Adressen erläutern,
– Subnetting erklären,
– Netzwerkadressierung erläutern,
– Netzwerkprotokolle erklären,
– Mac-Adressen erläutern,
– Gateways erklären,
– Namensauflösungen erläutern.
im Bereich Netzwerk – Konfiguration
– Ressourcen im Netzwerk freigeben und diese über Zugriffsrechte konfigurieren,
– überprüfen, ob die Netzwerkeinstellungen richtig konfiguriert sind,
– Änderungen an der Konfiguration von Netzwerkeinstellungen vornehmen,
– einfache Netzwerkprobleme untersuchen und beheben.
Lehrstoff:
Client/Server-Betriebssysteme, Virtualisierung, Netzwerkhardware, Netzwerkgrundlagen, Netzwerkkonfiguration
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Betriebssysteme
– Serverdienste (DNS, DHCP, Dateifreigabe, Druck) einrichten,
– ein weiteres Betriebssystem installieren,
– und für den Praxiseinsatz konfigurieren,
– und auf diesem Betriebssystem ein Sicherungskonzept umsetzen.
im Bereich Netzwerk – Administration
– serverseitig auftretende technische Probleme lösen.
Lehrstoff:
Client/Server-Betriebssysteme, Serverdienste, Sicherungskonzepte, Fehlerbehebung
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Betriebssysteme
– einen Domänencontroller einrichten und einsetzen,
– Domänenbenutzer einrichten,
– Arbeitsstationen in die Domäne aufnehmen,
– Gruppenrichtlinien erarbeiten, zuordnen und verwalten.
im Bereich Netzwerk – Konfiguration
– im Netzwerk freigegebene Ressourcen verbinden und nutzen,
– Verbindungen mit unterschiedlichen Geräten auf Basis unterschiedlicher Technologien herstellen,
– Cloud-Services einrichten und anwenden.
im Bereich Netzwerk – Administration
– client- und/oder serverseitig auftretende technische Probleme lösen.
Lehrstoff:
Verzeichnisdienst, Gruppenrichtlinien, Cloud-Services
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können im
im Bereich Betriebssysteme
– zwei unterschiedliche FTP- und Webserver installieren, konfigurieren und vergleichen.
im Bereich Netzwerk
– Drahtlosnetzwerke planen und einrichten,
– ein Small Office/Home Office technisch und wirtschaftlich planen,
– Konzepte für die zentrale Integration und Verwaltung von mobilen Devices in Computernetzwerken entwickeln und umsetzen.
Lehrstoff:
Serverdienste, Drahtlosnetzwerke, Client/Server-Netzwerke, Mobile Device Management
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Betriebssysteme
– Firewall einrichten und Sicherheitskonzepte (NAT, DMZ, Portfilter) umsetzen,
– praxistaugliches Netzwerk unter Einsatz der erworbenen Kenntnisse planen und umsetzen.
im Bereich Netzwerktechnik
– Techniken und Werkzeuge einsetzen, um Computernetzwerke (auch remote) zu inventarisieren, zu bewerten, zu überwachen und zu betreiben.
Lehrstoff:
Client/Server-Netzwerke, Sicherheitskonzepte, Infrastruktur-Assessement, Monitoring, Remote-Management
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Betriebssysteme
– vertiefende Sicherheitskonzepte planen und umsetzen,
– aktuelle Trends im Bereich Betriebssysteme aufgreifen, analysieren und in authentischen Problemsituationen zur Anwendung bringen.
im Bereich Netzwerk – Infrastruktur
– einfache Infrastrukturen nach der DevOps-Philosophie und unter Anwendung entsprechender Werkzeuge bzw. Techniken aufbauen und anwenden,
– aktuelle Trends im Bereich Netzwerktechnik aufgreifen, analysieren und in authentischen Problemsituationen zur Anwendung bringen.
Lehrstoff:
Client/Server-Netzwerke, Sicherheitskonzepte, aktuelle Entwicklungen und neue Konzepte, DevOps (Containertechnologien, Continuous Integration, Continuous Deployment, Configuration Management, Infrastructure as Code, Virtualisierungsplattformen)
2.2 Internet, Multimedia und Contentmanagement
I. Jahrgang (1. und 2. Semester):
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Layout
– die Grundregeln des Designs anwenden,
– typografische Kenntnisse im Screendesign anwenden,
– Erkenntnisse der Farbpsychologie im Screendesign umsetzen.
im Bereich Webdesign
– HTML-Quelltext interpretieren und manuell erstellen,
– HTML-Dokumente mit Hilfe von CSS formatieren.
im Bereich Webserver und Domain
– die Kommunikation zwischen Browser und Webserver verstehen,
– einen Webspace einrichten und verwalten,
– eine Website unter Berücksichtigung rechtlicher Aspekte veröffentlichen und warten,
– eine Domain verwalten.
Lehrstoff:
Gestaltungsprinzipien, Farbpsychologie, Farbsysteme und Symbolik, Typografie, HTML, CSS, Internet, Domain, Webserver
II. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 3:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Fotografie
– Fotos unter Berücksichtigung der technischen Grundlagen erstellen,
– Prinzipien der Bildgestaltung anwenden,
– einfache Postproduktionen vornehmen.
im Bereich Bildbearbeitung
– Bildmaterial bearbeiten und für verschiedene Anwendungsbereiche aufbereiten.
Lehrstoff:
Fotografie, Bildbearbeitung, Komprimierungstechniken, Dateiformate
Semester – Kompetenzmodul 4:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Bildbearbeitung
– grafische Elemente als Vektorgrafiken erstellen.
im Bereich Grafische Benutzeroberfläche (GUI)
– benutzerfreundliche und barrierefreie Websites (Screendesign) konzipieren
– und in eine statische Website (HTML, CSS) umsetzen.
Lehrstoff:
Bildbearbeitung, Grafische Benutzeroberfläche
III. Jahrgang
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Web-Projekte mit CMS
– einen lokalen Webserver für Testzwecke einrichten,
– einen Überblick über die gängigen webbasierten CMS-Systeme geben,
– ein CMS redaktionell bedienen,
– Anforderungen analysieren und dokumentieren,
– ein Web-Projekt mit CMS planen,
– einen den Anforderungen entsprechenden Provider auswählen,
– das Layout und Design des CMS-Frontends anpassen,
– das Web-Projekt publizieren.
Lehrstoff:
Web-Projekt mit CMS
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Web-Projekte – CMS
– Erweiterungen installieren und konfigurieren,
– individuelle Templates entwickeln und einbinden.
im Bereich Web-Projekte – Webshop
– einen Überblick über die gängige Webshop-Systeme geben,
– Anforderungen analysieren und dokumentieren,
– ein Web-Projekt mit Webshop planen,
– einen Webshop installieren und konfigurieren,
– das Layout und Design des Webshops anpassen,
– einen Webshop administrieren.
Lehrstoff:
Web-Projekte mit CMS und Webshop
IV. Jahrgang
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Websites mit dynamischen Elementen
– bestehenden Scriptcode in eine Website einbinden und anpassen,
– clientseitigen Scriptcode erstellen.
Lehrstoff:
Websites mit dynamischen Elementen
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Audio- und Videobearbeitung
– Videomaterial bearbeiten und mit Tonelementen versehen,
– Videos unter Berücksichtigung der technischen Grundlagen produzieren,
– Ton aufnehmen und bearbeiten,
– Videos mit visuellen Effekten in der Postproduktion versehen,
– Videos für unterschiedliche Plattformen bereitstellen,
– ein Multimediaprojekt planen und umsetzen.
Lehrstoff:
Audio- und Videobearbeitung
V. Jahrgang – Kompetenzmodul 9:
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Webprojekt und Multimediaproduktion
– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen in praxisorientierten Problemstellungen vernetzt einsetzen,
– Entwicklungen und Trends analysieren.
Lehrstoff:
Einbeziehung und Weiterentwicklung der Kompetenzen (zB 3D-Modellierung, 3D-Druck)
Semester:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Webprojekt und Multimediaproduktion
– ihre erworbenen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen in praxisorientierten Problemstellungen vernetzt einsetzen,
– Entwicklungen und Trends analysieren und anwenden.
Lehrstoff:
Einbeziehung und Weiterentwicklung der Kompetenzen, Aktualisierung
2.3 E-Business und E-Business-Center (Übungsfirma), Case Studies
Didaktische Grundsätze:
Entrepreneurship Education sowie der Einsatz moderner IT-Techniken zur Lösung der Aufgabenstellungen sind wesentliche Bestandteile von Lernarrangements. Praxisorientierte Aufgabenstellungen und kompetenzorientierter Unterricht sollen die Schülerinnen und Schüler zu logischem, kreativem und vernetztem Denken, zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbstständig und im Team, sowie zum verantwortungsbewussten Entscheiden und Handeln führen.
So weit wie möglich sind zwischen den verschiedenen Unterrichtsgegenständen, insbesondere zwischen den Unterrichtsgegenständen der Cluster „Entrepreneurship, Wirtschaft und Management“ und „Erweiterungsbereich“, Beziehungen herzustellen, um den Aufbau fächerübergreifender Kompetenzen zu fördern.
Der kompetenzorientierte Unterricht soll in allen Modulen die notwendigen Veränderungen der gesamten Unternehmensorganisation (Struktur und Abläufe) für Digital-Business-Lösungen aufzeigen und Lösungsvorschläge für Organisationsprobleme bringen.
Es werden neue Berufsbilder, neue Arbeits- und Wirtschaftsformen und die Möglichkeiten, Chancen und Risiken im Bereich des Digital-Business dargestellt.
Die gesellschaftliche und individuelle Verantwortung, die mit dem Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien verbunden ist, sowie die Chancen und Risiken einer Unternehmensgründung im Bereich des Digital-Business werden verständlich gemacht.
Maßnahmen zur Qualitätssicherung (QS Zertifizierung) werden gesetzt.
Es ist eine aktuelle, integrierte, betriebswirtschaftliche Standardsoftware (ERP-Software zB SAP) einzusetzen.
Im Rahmen der Übungsfirma sind Vernetzungen zu allen anderen Unterrichtsgegenständen anzustreben.
III. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 5:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Grundlagen E-Business
– grundlegende Begriffe des E-Business erklären,
– das Potential des E-Business für die Marktteilnehmer beschreiben,
– die mit der Digitalisierung verbundenen Veränderungen der ökonomischen Abläufe erklären,
– die mit dem digitalen Wandel verbundenen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und psychologischen Auswirkungen bzw. sozioökonomischen und psychologische Konsequenzen der Arbeitswelt 4.0 beschreiben,
– einen Webauftritt einer Firma analysieren (Erfolgsfaktoren, Funktionen, Usability, Barrierefreiheit, weitere Analysefaktoren),
– eine Marktübersicht von E-Business-Anwendungen erstellen und bewerten,
– Möglichkeiten der Erfassung und Verwertung von Kundendaten erkennen.
im Bereich ERP-Systeme: Finanzbuchhaltung
– Stammdatenpflege, Buchungen und Auswertungen im Hauptbuch durchführen,
– Stammdatenpflege, Buchungen und Auswertungen im Kreditorenbuch durchführen,
– Stammdatenpflege, Buchungen und Auswertungen im Debitorenbuch durchführen,
– Stammdatenpflege, Buchungen und Auswertungen im Anlagenbuch durchführen,
– Kassabuch führen.
im Bereich ERP-Systeme: Materialwirtschaft Grundlagen
– die relevanten Stammdaten des Einkaufs (Lieferantinnen und Lieferanten, Artikel/Produkte, Einkaufspreise und -konditionen) erkennen, einpflegen und ändern,
– die relevanten Stammdaten des Einkaufs filtern und auswerten,
– einen durchgängigen Einkaufsprozess (Bestellanforderung, Anfrage, Angebot, Bestellung, Wareneingang, Rechnungseingang, Zahlungsausgang inkl. Skonto) eines lagerhaltigen Artikels abbilden,
– Artikelbestände analysieren,
– Umbuchungen am Lager abwickeln,
– Stornierungen der Wareneingänge durchführen,
– die notwendigen Papiere des Einkaufs ausdrucken (Anfrage, Bestellung),
– den aktuellen Stand des Einkaufsprozesses feststellen und die nächsten notwendigen Schritte initiieren,
– die Schnittstellen (Belege) zur Finanzbuchhaltung und Controlling im Einkaufsprozess erkennen und interpretieren.
im Bereich ERP-Systeme: Vertrieb Grundlagen
– die relevanten Stammdaten des Vertriebs (Kundinnen und Kunden, Artikel/Produkte, Konditionen, Zu- und Abschläge) erkennen, einpflegen und ändern,
– die relevanten Stammdaten des Vertriebs filtern und auswerten,
– einen durchgängigen Vertriebsprozess (Anfrage, Angebot, Kundenauftrag, Kommissionierung, Lieferung/Warenausgang, Faktura, Zahlungseingang inkl. Skonto) abbilden,
– die notwendigen Papiere (Auftragsbestätigung, Kommissionierliste, Lieferschein, Faktura) des Vertriebs ausdrucken,
– Informationen aus Verkaufsgesprächen (Preis, Lieferdaten usw.) in den Kundenauftrag einpflegen,
– den aktuellen Stand der Vertriebsprozesses feststellen und die nächsten notwendigen Schritte initiieren,
– Vertriebsbelege stornieren,
– offene Posten zum Kunden auswerten,
– die Schnittstellen (Belege) zur Finanzbuchhaltung und Controlling im Vertriebsprozess erkennen und interpretieren.
Lehrstoff:
Grundlagen E-Business
Begriffe (Digitalisierung, Industrie 4.0, Arbeitswelt 4.0, ERP), E-Business Potentiale, Geschäftsprozessbeschreibung, -analyse und -optimierung, Rationalisierungsprozesse, Webauftritt, Marktübersicht, Verwertungsmöglichkeiten
ERP-Systeme: Finanzbuchhaltung
Stammdaten, Buchungen und Auswertungen in den Büchern der Finanzbuchhaltung
ERP-Systeme: Materialwirtschaft Grundlagen
Stammdaten des Einkaufs, Einkaufsprozess, Auswertungen, Umbuchung, Anfrage- und Bestelldruck, Stornierungen, Einkaufsprozessanalyse, Integration ins Finanzwesen
ERP-Systeme: Vertrieb Grundlagen
Stammdaten des Vertriebs, Vertriebsprozess, Auswertungen, Druck der notwendigen Papiere, Vertriebsprozessanalyse, Stornierungen von Vertriebsbelegen, offene Posten, Integration ins Finanzwesen
Semester – Kompetenzmodul 6:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich E-Marketing
– Grundlagen des E-Marketing verstehen,
– Übersicht über die E-Marketing-Werkzeuge erstellen (zB E-Mail, Newsletter, Social Media, Videomarketing, Mobile Marketing, Cross-Media-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, affiliate Marketing, weitere neue Entwicklungen),
– den Erfolg von E-Marketing-Maßnahmen kaufmännisch beurteilen (Web-Analytics, weitere Beurteilungsmaßnahmen).
– gesellschaftliche und psychologische Auswirkungen von E-Marketing (E-Mail, Newsletter, Social Media etc.)
im Bereich E-Recht
– gesetzliche Informationspflichten eines Webauftrittes einhalten (Kaufvertrag, Informationspflichten, AGB, Preisauszeichnung, weitere gesetzliche Regelungen),
– verschiedene Gütesiegel kennen,
– einen Webauftritt anhand von Gütesiegelkriterien analysieren.
im Bereich E-Payment
– eine Übersicht über die verschiedenen E-Payment-Methoden erstellen,
– einzelne E-Payment-Methoden im Ablauf darstellen (Online-Banking, Mobile-Banking, Kreditkarte, weitere Methoden),
– verschiedene E-Payment-Methoden aus Kunden- und Unternehmersicht beurteilen.
im Bereich E-Rechnung
– die gesetzlichen Anforderungen wiedergeben,
– eine E-Rechnung erstellen (via ebInterface, weitere neue Technologien),
– Einsparungspotential erkennen.
im Bereich E-Sicherheit
– einen Überblick über Sicherheitskonzepte im Unternehmen geben,
– einzelne Sicherungskonzepte erklären (Verschlüsselungstechniken, Digitale Signatur, Digitale Zertifikate, Zugriffskontrollen, weitere neue Technologien).
im Bereich Vorbereitung auf die Übungsfirmenarbeit
– fachspezifische Informationen zum Bereich Übungsfirmenarbeit, ACT-Dienstleistungen, beschaffen, bewerten, vernetzt verarbeiten und nachvollziehbar dokumentieren,
– Analysen am Übungsfirmenmarkt durchführen,
– betriebliche Arbeitsabläufe (Aufbau-, Ablauforganisation) einer Übungsfirma nachvollziehen und präsentieren,
– sich in geeigneter Form bei einer Übungsfirma bewerben und im Bewerbungsverfahren zielorientiert agieren (Bewerbungsmappe, Bewerbungsgespräch, Webauftritt, Bewerbungsvideo, weitere Varianten),
– arbeitsrechtliche Inhalte im Arbeitgeberin-Arbeitnehmerin-Verhältnis und Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis anwenden.
Lehrstoff:
E-Marketing
Grundlagen, Werkzeuge, Erfolgskontrolle
E-Recht
Rechtliche Grundlagen, Webauftritt (Impressum, Datenschutz, etc.) und Gütesiegel
E-Payment
Übersicht, Methoden, Ablauf, Beurteilung
E-Rechnung
Gesetzliche Bestandteile, Erstellung, Einsparungspotential
E-Sicherheit
Überblick, Sicherheitskonzepte
Vorbereitung auf die Übungsfirmenarbeit
Vorbereitung auf die Arbeit in der Übungsfirma, Bewerbungstraining und Bewerbung
IV. Jahrgang:
Semester – Kompetenzmodul 7:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich E-Business-Center (Übungsfirma)
– die in anderen Unterrichtsgegenständen erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten auf praxisorientierte Aufgabenstellungen in ihrem Verantwortungsbereich anwenden sowie je nach Verantwortungsbereich:
– strategische Ziele entwickeln und davon operative Ziele ableiten,
– betriebliche Prozesse verstehen, Zusammenhänge erkennen, Prozessabläufe darstellen und Prozessverfolgung durchführen,
– eine Plangewinn- und Verlustrechnung und eine Investitionsplanung erstellen,
– grundlegende betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen, eventuell auch mit internationalem Bezug, inhaltlich und formal richtig, termingerecht, zielorientiert und eigenverantwortlich bearbeiten,
– anhand betrieblicher Unterlagen Auswertungen erstellen, interpretieren und unternehmerische Entscheidungen auf Basis vorliegender Betriebsdaten begründet treffen,
– betriebliche und persönliche Ziele im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses planen, umsetzen, evaluieren und bei Bedarf anpassen,
– mit gegebenen Daten Kosten- und Preiskalkulationen durchführen,
– Personalverrechnung unter Anwendung einer kaufmännischen Standardsoftware durchführen,
– Verbuchung von Lohn- und Gehaltszahlungen vornehmen,
– unternehmensrelevante Steuern und Abgaben berechnen und deren Abfuhr termingerecht abwickeln,
– Buchführungsarbeiten unter Anwendung einer kaufmännischen Standardsoftware durchführen,
– interne und externe betriebliche Kommunikation in mündlicher und schriftlicher Form situationsgerecht anwenden,
– Geschäftsfeldbezogene Strategien und Instrumente des Marketings anwenden und richtig einsetzen,
– aktuelle Informationstechnologien zielorientiert und den Anforderungen des jeweiligen Falles entsprechend einsetzen und anwenden,
– die zentrale Bedeutung der Qualität der betrieblichen Leistung für den Bestand und die Entwicklung eines Unternehmens erkennen und analysieren,
– Unternehmensanalysen durchführen.
im Bereich E-Business
– E-Business-Anwendungen und ERP-Systeme einsetzen,
– ein elektronisches Dokumentenmanagementsystem betreiben,
– einzelne Geschäftsprozesse IT-unterstützt abwickeln (Dokumentenverwaltung, CRM, Intranet, Werbevideo, weitere neue Entwicklungen),
– Angebote des E Government einsetzen.
im Bereich Kommunikation, Präsentation und Konfliktmanagement
– Führungstechniken anwenden,
– Kreativitäts-, Darstellungs-, Moderations-, Präsentationstechniken und Kommunikationstechniken anwenden und deren Auswirkungen beurteilen,
– Techniken zur Arbeitsorganisation entsprechend des Betätigungsfeldes einsetzen,
– Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung erweitern und vertiefen,
– Konflikte nach den Grundsätzen des Konfliktmanagements lösen,
– sich im Team situationsadäquat verhalten, menschlich, tolerant und wertschätzend agieren und ihre Kommunikationsfähigkeit einsetzen,
– Kooperationsfähigkeit entwickeln und erfolgreich im Team zusammenarbeiten,
– kundenorientiertes Verhalten entwickeln und entsprechend handeln.
im Bereich Zeitmanagement und Organisation
– Zeitmanagement-Tools in mein Arbeitsverhalten integrieren,
– zuverlässig handeln und das Arbeitsverhalten dem Gruppenziel unterordnen,
– ihnen aufgetragene Arbeiten sorgfältig, selbstständig und genau erledigen, flexibel auf sich ändernde Arbeitssituationen reagieren und kritisch das eigene Handeln reflektieren.
Lehrstoff:
Arbeiten im Betriebswirtschaftlichen Zentrum in verschiedenen Funktionen (wie Administration, Rechnungswesen mit Steuer- und Abgabewesen, Beschaffung, Investition und Finanzierung, Personalwesen, Absatz, Import und Export, Controlling, Qualitätsmanagement, IT) oder prozessorientiert unter Einsatz der in der Praxis verwendeten aktuellen Büro-, Informations- und Kommunikationstechnologien und Anwendungssoftware unter Einbeziehung der Lerninhalte aller Jahrgänge
Kommunikation in einer Fremdsprache, Qualitätsmanagementsystem, Zielerreichungs- und Steuerungsinstrumente, Grundlagen Management und strategisches Controlling, Instrumente der Unternehmensanalyse (zB Balanced Scorecard)
Implementierung eines Webauftritts, Einsatz von Werkzeugen des E-Marketing, Implementierung eines Webshops, IT Unterstützung von Geschäftsprozessen, EGovernment
Semester – Kompetenzmodul 8:
Bildungs- und Lehraufgabe:
Die Schülerinnen und Schüler können
im Bereich Übungsfirma
– die in anderen Unterrichtsgegenständen und insbesondere die im vorherigen Kompetenzmodul erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten auf praxisorientierte Aufgabenstellungen in ihrem Verantwortungsbereich anwenden sowie je nach Verantwortungsbereich:
– Personalverrechnung unter Anwendung einer kaufmännischen Standardsoftware durchführen,
– Verbuchung von Lohn- und Gehaltszahlungen vornehmen,
– unternehmensrelevante Steuern und Abgaben berechnen und deren Abfuhr termingerecht abwickeln,
– Buchführungsarbeiten unter Anwendung einer kaufmännischen Standardsoftware durchführen,
– Kosten analysieren und deren Auswirkungen auf Preise und Betriebsergebnis beurteilen,
– Unternehmenskonzepte in Business Pläne umsetzen, präsentieren und argumentieren,
– Qualität in der betrieblichen Arbeit als wichtigen unternehmerischen Strategiefaktor erkennen,
– strategisches Controlling wie Customer-Relationship-Management und Key-Account Management anwenden,
– unternehmerische Anpassungs- und Optimierungsprozesse durchführen,
– nationale und internationale Beschaffungs- und Absatzvorgänge anbahnen und abwickeln,
– bei Vertragsverletzungen entsprechende Handlungen setzen,
– ein Leistungsportfolio erstellen,
– Jahresabschlussarbeiten durchführen und Steuererklärungen ausfertigen,
– Steuerungsmodelle und Steuerungsinstrumente wie Kostenrechnung, Budgetierung, Finanzplanung anwenden,
– Analysen von Managemententscheidungen im Unternehmen durchführen,
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RIS
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