Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, mit welcher die Lehrpläne der Volksschule und der Sonderschulen erlassen werden; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
– beim Erzählen und Mitteilen anderer aufmerksam zuhören und sich zu Gehörtem äußern können
– in verschiedenartigen Situationen sprachlich angemessen handeln
– einsehen, dass Miteinander-Sprechen geregelt werden muss, Gesprächsregeln vereinbaren und beachten
– Gehörtes differenziert wahrnehmen und verarbeiten
– sich Anderen mitteilen
– Wortschatz auf verschiedenen Ebenen (zB Wortbedeutung, Wortfamilie) erweitern
– Laute richtig bilden sowie Wörter und Texte gut artikulieren können
– ausdrucksvoll sprechen können
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– Vorbereitende und stützende Übungen: räumliche Positionen und Beziehungen, Training der für das Schreiben bedeutsamen Grob- und Feinmotorik, Schulung der Auge-Hand-Koordination, usw.
– Erstlesen und weiterführendes Lesen: Grundleistungen wie Lesemotivation, Sprechmotorik, akustische und visuelle Gliederungs- und Merkfähigkeit, Symbolcharakter der Schrift und anderer Zeichen erarbeiten, Wörter auditiv und visuell durchgliedern sowie prägnante Wortdetails entdecken und einprägen, einfache unbekannte Texte lesen, usw.
– das Zeichenverständnis vorbereiten (zB Verkehrszeichen, Symbole darstellen und ihre Aussage verbalisieren)
– mit Linien und Formen spielerisch umgehen
– Ziffern, Buchstaben, Wörter, Sätze und kurze Texte ab- und aufschreiben
– Schreibabläufe zunehmend automatisieren
– formgerecht und geordnet schreiben lernen durch die Einhaltung formaler Ordnung beim Schreiben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Lesemotivation entwickeln
– Piktogramme und Symbole deuten und verstehen
– Wörter als einmalige Folge von Buchstaben lesen
– Wortbausteine erfassen, speichern und wiedergeben können
– Wörter, Satzteile und Sätze erarbeiten
– Lesen als Deutungsleistung begreifen
– Zeichen als Träger von Informationen erkennen und akzeptieren
– kurze Texte sinnentnehmend lesen können
– die für das Schreiben bedeutsamen Grob- und Feinmotorik trainieren
– grundlegendes Begriffsverständnis für Bewegungsrichtungen und Bewegungsformen entwickeln
– mit unterschiedlichen Materialien schreiben
– erlernte Wörter und Sätze richtig schreiben
– in einer Schriftart frei schreiben können
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– vorbereitende und begleitende Übungen zum Verfassen von Texten wie zB das mündliche Erzählen und Mitteilen; vorgegebene kurze Texte – auch einzelne Sätze und Wortgruppen abschreiben oder allenfalls auch ohne Vorlage aufschreiben
– ungeordnet vorgegebene Wörter zu einem Satz zusammenbauen; passende Überschriften finden; die inhaltlichen Aussagen einer Bildfolge in Sätzen ausdrücken; zu einer Geschichte einen Schluss finden
– Mitteilungen, Wünsche, Fragen und Antworten und Ähnliches formulieren
– einfachste Gedächtnisstützen anwenden
– Texte einfachster Art verfassen
– die Sprache als Mittel zum spielerisch-experimentierenden Schreiben verwenden; wie zB Erfinden von Fantasiewörtern
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Freude am Verfassen von Texten entwickeln
– Erlebnisse, Beobachtungen und Notizen in kurzen Sätzen aufschreiben
– Wichtiges von weniger oder Unwichtigem unterscheiden
– vorgegebene Textteile ergänzen
– gemeinsames Erarbeiten von Texten
– Handlungsanweisungen verstehen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– der Satz als Sinn- und Klangeinheit zur Verständigung innerhalb einer Situation (zB Satzstrukturübungen, Sprechreihen, Formulieren von einfachen Texten zu Bildern und Reizwörtern; ordnen von Sätzen einer Geschichte)
– funktionaler Gebrauch des Substantivs, Adjektivs und Verbs
– Aufschreiben von Wörtern und kurzen Sätzen nach Vorlagen
– allenfalls allmählicher Übergang vom Schreiben mit Vorlage zum freien Schreiben eines ausgewählten, begrenzten individuellen Grundwortschatzes
– Analogien bilden und überprüfen
– bewusstes Rechtschreiben einfacher Wörter
– einige grundlegende Kenntnisse der Großschreibung, Interpunktion und Trennung erwerben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Einsicht in Sprache durch Entdecken, Vergleichen und Betrachten gewinnen
– Einsicht in Sprache durch spielerischen Umgang mit sprachlichen Elementen gewinnen
– richtig abschreiben
– Sätze als Sinneinheiten erkennen
– Wortarten benennen
– sprachbezogene Begriffe verstehen
– Wortschatz erweitern
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– situationsbezogenes Sprechen: Erzählen, Mitteilen, Zuhören
– über Ereignisse, persönliche Erlebnisse und dergleichen in zeitlich richtiger Abfolge erzählen
– kurze gelesene oder gehörte Geschichten anderen erzählen
– Sachverhalte und Handlungsabläufe möglichst genau sprachlich darstellen
– Sprecherziehung (zB ausdrucksvoll und deutlich sprechen)
– Erweiterung der Sprachfähigkeit: Wortschatz erweitern und differenzieren, Wortarten Standard sprachlich verwenden, Satzmuster üben und erweitern
– Texte wiedergeben und sinngestaltend sprechen
– Gespräch, Gesprächsregeln und -techniken üben
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erzählen, Zuhören und Informieren
– Gehörtes differenziert wahrnehmen und wiedergeben
– sich Anderen mitteilen
– Gesprächsregeln formulieren und beachten
– lautrichtig und verständlich sprechen
– Wortschatz und Satzbau altersadäquat anwenden
– verschiedene Gesprächstechniken kennen lernen und anwenden
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– allenfalls Lese- und Schreiblehrgang systematisch nachholen
– Steigerung der Lese- und Schreibfertigkeit und -fähigkeit
– einfache Wortgestalten sicher erfassen
– prägnante Wortteile und -merkmale erfassen, einprägen und unterscheiden
– Wörter, Wortgruppen und Sinneinheiten überblicken
– individuelle Leseinteressen und -bereitschaft weiter bilden und ausbauen
– Lesekultur entwickeln
– verschiedene Texte verstehen: Kerninformationen aus Texten entnehmen, antizipierendes Lesen, kurze Texte sinnerfassend lesen
– sich mit einfachen Texten kritisch auseinandersetzen
– sinn- und klanggestaltendes Lesen und Vorlesen
– Schrift und Schriftzeichen in der engeren Umgebung bewusst wahrnehmen, als Verständigungs-mittel und Bildelemente verstehen, fantasievoll anwenden und gestalten
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– das Lesen an persönlichen Interessen orientieren
– Piktogramme und Symbole deuten und verstehen
– Lesen als Deutungsleistung begreifen
– Zeichen als Träger von Informationen erkennen und akzeptieren
– die österreichische Schreibschrift und die Gemischtantiqua möglichst sicher beherrschen
– die Rechtschreibung als Konvention anerkennen, anwenden und einen allgemein gebrauchten Grundwortschatz möglichst sicher beherrschen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– begleitende Übungen zum Verfassen von Texten: Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden, Gedanken ordnen und möglichst klar, genau, anschaulich und folgerichtig ausdrücken
– unterschiedliche Texte verfassen (zB um zu informieren, sich eigene Notizen machen)
– sachliche Zusammenhänge erkennen und darstellen
– eigene Gedanken und Wünsche schriftlich ausdrücken
– kreatives Schreiben
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Informationen sammeln und ordnen
– Texte in verschiedenen Formen (zB Sachtexte, kindgerechte literarische Texte) lesen und bearbeiten
– Handlungsanweisungen verstehen und umsetzen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– der Satz als Sinn- und Klanggestalt: Aussage-, Frage- und Aufforderungssätze
– Einblick in Wortbildung und Wortbedeutung: Zusammensetzung von Wörtern, Überbegriffe, Wortfamilien, Wortfelder, Vor- und Nachsilben
– erkennen von sinntragenden Satzteilen
– Zeichen für direkte Rede und Satzschluss
– funktionaler Gebrauch von Substantiv, Verb, Adjektiv, Artikel, Pronomen
– Wörter, Sätze und kurze selbstverfasste Texte nach Vorlage und frei schreiben
– den bisher gesicherten und jetzt systematisch zu erweiternden Wortschatz frei schreiben
– vom gesicherten Wortschatz ausgehend auf die Rechtschreibung weiterer Wörter schließen
– Wörter zum Bewusstmachen ihrer Rechtschreibung optisch und akustisch durchgliedern
– Rechtschreibbesonderheiten: Großschreibung, Bezeichnung der Kürze oder Länge von Vokalen, Silbentrennung, Interpunktion
– Hilfen für das Rechtschreiben, insbesondere die Arbeit mit dem Wörterbuch
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Buchstaben, Wörter und Texte kreativ gestalten
– die Bedeutung von Wörtern durch Umbauen verändern
– Wortarten kennen und richtig anwenden
– Personal- und Zeitformen
– Satzzeichen
– Erweiterung und Festigung der Satzbildung
– Wortschatz erweitern
– Kommunikationsfähigkeit steigern
– Besonderheiten der Rechtschreibung
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– Sprecherziehung und Sprechtraining: Sprachgebilde hören und verstehen, Wortschatz erweitern, unterschiedliche Satzbaupläne anwenden üben
– situationsbezogenes Hören und Sprechen: Informationen aufnehmen, verstehen und weiter geben, Mittel der Gesprächsführung kennen lernen und üben, Gesprächsregeln gebrauchen
– situations- und adressatenbezogen sprechen, persönliche Auskünfte geben und einholen
– sprachliche Darstellungsformen: persönliche Erlebnisse formulieren, einfache Sachverhalte und Beobachtungen beschreiben, Sprache kreativ und spielerisch einsetzen, in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen verständlich sprechen, literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– Sprechmotorik trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke koordinieren lernen
– Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen
– vertraute Gesprächsformen anwenden und neue kennen lernen
– situations- und adressatenbezogen sprechen lernen
– eigene Absichten und Absichten anderer wahrnehmen und mit eigenen Worten ausdrücken üben
– unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen üben
– Vorgänge und Erlebnisse erzählen, beschreiben und berichten
– mit Sprache kreativ umgehen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– Lesen als automatisierter Prozess: individuelle Leseförderung, eigene und fremde Texte sinnerfassend lesen, Leseangebot erweitern
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern: sich in Zeitschriften und Zeitungen orientieren, Textgattungen kennen lernen, einfache Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen, Inhalte darstellen
– Rechtschreiben als Erkennen von Ordnung und Regelbildung: persönliche Angaben korrekt schreiben, Notizen und Mitteilungen verfassen und dabei Regeln der Rechtschreibung möglichst einhalten, eigene Lernwege zur Fehlervermeidung und -behebung entdecken und einhalten (zB durch Übernahme der Rechtschreibkontrolle durch die Schülerin bzw. den Schüler, Selbstdiktat), den eigenen Grundwortschatz erweitern; Elemente der Schrift erfassen, gliedern und zusammensetzen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– durch selbstständiges Lesen die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten nutzen
– die sozial-kommunikative Funktion und den persönlichen Nutzen des Lesens kennen lernen
– die Ebene des Sinnverstehens beim Lesen erkennen
– durch Lesen Informationen aus Texten entnehmen
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen allmählich erweitern
– orthografische Korrektheit anstreben
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– einfache Sach- und Gebrauchstexte als Informationsquellen nutzen und auswerten
– mit literarischen Texten umgehen: Gedichte vortragen, Bildgeschichten erzählen, Texte ausgestalten, verschiedene Textformen kennen, Kinder- und Jugendliteratur lesen, Autoren kennen lernen
– Informationen auch aus audio-visuellen Medien entnehmen: Dokumentationen von Handlungsabläufen herstellen, Texte am Computer gestalten
Lernziele der fünften Schulstufe:
– weitere Textformen kennen lernen
– Informationen aus verschiedenen Textsorten gewinnen
– Texte wiedergeben und folgerichtig weiter erzählen
– Gedichte auswendig vortragen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Textaufbau üben, Texte unterscheiden, verwendungsbezogene Texte kennen lernen, Erfahrungen und Gedanken aufschreiben, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken schriftlich mitteilen und weitere kreative Gestaltungsmöglichkeiten kennen lernen
– Grundstruktur von Sätzen und ihre Erweiterung: unterschiedliche Satzarten
– verschiedene Wortarten: Nomen durch Pronomen ersetzen, die vier Fälle üben, Verben in der richtigen Zeit- und Personalform verwenden, zusammengesetzte Verben bilden, zusammengesetzte Adjektive bilden
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den eigenen Wortschatz erweitern, gebräuchliche Fremdwörter verstehen, die Bedeutung von Modewörtern kennen, häufig genutzte Abkürzungen verstehen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– freies Schreiben als eine Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten erkennen
– Schrift als sozial-kommunikative Funktion einsetzen
– sachgerecht schreiben lernen
– Sprache richtig anwenden
– den Satz als klangliche und inhaltliche Einheit entwickeln üben
– Wortarten richtig gebrauchen
– durch Einüben von Satzmustern die Sprechkompetenz erweitern
– den Wortschatz erweitern
– Wörter genau und treffend wählen üben
– Begriffsbildung formal und inhaltlich durchschauen lernen
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– Sprecherziehung und Sprechtraining: komplexe Sprachgebilde hören und verstehen, Wortschatz erweitern, unterschiedliche Satzbaupläne anwenden
– situationsbezogenes Hören und Sprechen: Informationen einholen und weitergeben, die schon bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und erweitern, Gesprächsformen mit zunehmender Sicherheit anwenden, Gesprächsregeln gebrauchen, situations- und adressatenbezogen sprechen, persönliche Auskünfte geben und einholen; Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen; Personen zu verschiedenen Themenbereichen fragen
– Sprachliche Darstellungsformen: persönliche Erlebnisse formulieren, Sachverhalte beschreiben, Beobachtungen sprachlich umsetzen, Sprache kreativ und spielerisch einsetzen, in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen, weitere literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Sprechmotorik trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke koordinieren
– Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen und mündlich wie auch schriftlich mitteilen
– Informationen einholen
– die bereits bekannten Mittel der Gesprächsführung ausbauen und erweitern
– unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen
– situations- und adressatenbezogen sprechen
– Vorgänge und Erlebnisse erzählen, beschreiben und wiedergeben
– weitere sprachliche Mittel kennen lernen und erproben
– mit Sprache kreativ umgehen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– Lesen als automatisierter Prozess: individuelle Leseförderung, eigene und fremde Texte flüssig und sinnentnehmend lesen, Leseangebot erweitern und nutzen; das individuelle Lesetempo verbessern
– Texte lesend aufnehmen und verarbeiten: Gebrauchs- und Handlungsanweisungen umsetzen, Inhalte erfassen
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern: sich in Zeitschriften und Zeitungen orientieren, wichtige bzw. unverständliche Passagen hervorheben, weitere Gestaltungsmittel erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen, auf das Gelesene mit einer Handlung reagieren, Lösungen für Geschichten finden
– Rechtschreiben als Erkennen von Ordnung und Regelbildung: individuelle Rechtschreibförderung ausgehend von selbst gewählten Wörtern und Themen, Notizen und Mitteilungen verfassen und dabei Regeln der Rechtschreibung einhalten, eigene Lernwege zur Fehlervermeidung und -behebung entdecken und einhalten, den eigenen Grundwortschatz erweitern und sichern; Elemente der Schrift erfassen, gliedern, zusammensetzen und unterscheiden; Wörterbuchgebrauch und Nutzung weiterer Hilfsmittel beim Verfassen von Texten
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– durch selbstständiges Lesen die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten erweitern
– die sozial-kommunikative Funktion und den persönlichen Nutzen des Lesens ausbauen
– die Ebene des Sinnverstehens beim Lesen erkennen
– durch Lesen Informationen aus Texten entnehmen und verstehen
– den Erfahrungs- und Vorstellungshorizont durch Lesen erweitern
– orthografische Korrektheit ausbauen
– beim Lesen erlernte Arbeitstechniken zum Schreiben nutzen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– Sach- und Gebrauchstexte als Informationsquellen nutzen und auswerten
– mit literarischen Texten umgehen: Gedichte vortragen, zu einfachen Sachverhalten und Äußerungen Stellung nehmen, persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, Texte ausgestalten, weitere Textformen kennen, geeignete Literatur und deren Autorinnen und Autoren,
– Informationen auch aus audio-visuellen Medien entnehmen: Dokumentationen von Handlungsabläufen erarbeiten, Texte am Computer gestalten
– Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen: Möglichkeiten erkennen, wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet werden
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Informationen aus verschiedenen Medien erkennen, sammeln und ordnen
– themenorientiert Texte auswählen, wiedergeben und folgerichtig weiter erzählen
– Gedichte auswendig vortragen
– verschiedene Textformen kennen und selbst gestalten
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Aufbau eines komplexen Textes kennen; Erfahrungen und Gedanken aufschreiben, Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken schriftlich mitteilen und bereits bekannte Gestaltungsmöglichkeiten dabei anwenden
– Gebrauchstexte sachgerecht gestalten: über Gegenstände, Vorgänge, Sachverhalte informieren; verwendungsbezogene Texte verfassen
– Grundstruktur von Sätzen und ihre Erweiterung: ein- und mehrgliedrige Sätze bilden, unterschiedliche Satzarten kennen und anwenden
– verschiedene Wortarten: logische Zusammenhänge und zeitliche Abfolgen durch die Wahl der passenden Konjunktion erfassen, den Gebrauch der vier Fälle üben, Satzglieder umstellen, um zB eine Aussage zu verändern, beim Überarbeiten von Texten weitere Satzglieder einbauen, um zB die Aussage zu präzisieren, zusammengesetzte Verben bilden, zusammengesetzte Adjektive bilden und vergleichen
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den eigenen Wortschatz weiter ausbauen, weitere Fremdwörter kennen lernen und einige anwenden, weitere häufig genutzte Abkürzungen verstehen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– freies Schreiben als eine Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten üben
– Schrift als sozial-kommunikative Funktion erweitert einsetzen
– sachgerecht schreiben
– Sprache richtig anwenden und darüber reflektieren
– den Satz als klangliche und inhaltliche Einheit entwickeln
– den richtigen Gebrauch der Wortarten weiter ausbauen
– durch Einüben erweiterter Satzmuster die Sprechkompetenz steigern
– den Wortschatz erweitern
– Wörter genau und treffend wählen
– Begriffsbildung formal und inhaltlich durchschauen
– situationsgerecht sprechen
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– Erlebnisse fesselnd erzählen; über belastende Erlebnisse sprechen; Gefühle ausdrücken und abklären; Gedanken sprechend entwickeln
– Gesprächsformen: freies Gespräch, Dialog, unterhaltendes Gespräch, usw.
– sich informieren und mitteilen: Informationen aus verschiedenen Quellen einholen und verarbeiten; Sachverhalte differenziert darstellen, gezielt fragen und nachfragen
– verschiedene Aspekte gegeneinander abwägen
– Neubildungen von Wörtern und Umgangssprache hinterfragen, moderne Kommunikationsmedien nutzen; Sachdarstellungen, -informationen und persönliche Meinungen unterscheiden üben
– sich beim Sprechen an Situationen und Gesprächspartnerinnen und -partnern orientieren: Kontakte aufnehmen, verschiedene Sprechsituationen bewältigen, nachfragen, Stellung beziehen, den Gesprächsverlauf beobachten und beeinflussen lernen, sprachliche Beeinflussungsmittel kennen lernen, Aufgaben- und Problemstellungen artikulieren und allenfalls strukturieren; Konfliktsituationen erörtern, diskutieren, Strategien entwickeln und erproben; Anliegen sprachlich differenziert vorbringen üben
– kreatives Sprechen und Sprachhandeln: pantomimisch und szenisch kommunizieren, Geschichten inszenieren, einfache Spieltexte selbst erarbeiten, spielerisch probehandeln, situationsangemessene Sprachformen und Satzmuster verwenden
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– Sprechmotorik weiter trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke anwenden üben
– Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen und mündlich wie auch schriftlich parntnergerecht mitteilen
– Sprachkompetenz fördern
– Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen üben
– in vielfältigen Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen
– Informationen von Personen gezielt einholen üben und anwenden
– mit unterschiedlichen Informationen umgehen lernen
– alltägliche Sprechsituationen angemessen bewältigen
– Aufgabenstellungen sprachlich strukturieren
– pantomimisch und szenisch kommunizieren lernen
– kreativen Umgang mit Sprache weiter ausbauen
– durch Wortschatzerweiterungen die Kommunikationsfähigkeit steigern
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiter entwickeln und das individuelle Lesetempo steigern
– orientierendes Lesen als Voraussetzung für den Informationsgewinn: verschiedene Lesetechniken beherrschen, audio-visuell vermittelte Texte erfassen und auswerten, Gebrauchstexte lesen, Absichten bei der Gestaltung von Texten erkennen
– Sachtexte in ihren wichtigsten Bestandteilen erfassen, verschiedene Textarten beim Lesen erkennen; Wörterbücher, Sachverzeichnisse und Register verwenden
– Leseförderung als Hilfe zur Weiterentwicklung des Denkens und der Fantasie: unterschiedliche literarische Gattungen kennen lernen, Aufgaben und Angebote der Bücherei kennen und nutzen üben; die Bedeutung des Lesens für die Freizeitgestaltung erfahren
– Texte verfassen: Sachverhalte festhalten; sich mit Sachthemen auseinander setzen; zu Sachverhalten und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu mündlichen Stellungnahmen zusammenfassen
– Rechtschreibung: Regeln anwenden, das laut-fonologische Prinzip kennen und anwenden, Satzzeichen möglichst beherrschen, übliche Abkürzungen für Wörter kennen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– durch unterschiedliche Formen des Lesens Wissensaneignung und Freizeitgestaltung verbessern und bereichern
– pragmatische und literarische Texte kennen lernen
– Denken und Fantasie durch differenzierte Lernangebote weiter entwickeln
– sich mit verschiedenen Textarten auseinandersetzen
– durch Aufschreiben Klarheit über Sachverhalte, eigene Einstellungen und Gefühle gewinnen
– durch Schreiben Kontakte aufnehmen und Verständigung herstellen
– Schreibaufträge sachbezogen ausführen
– die Prinzipien der Rechtschreibung kennen
– durch Interpunktion einen Text verständlich machen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– Sach- und Gebrauchstexte: Printmedien kritisch vorstellen, Merkblätter und Informationsbroschüren auswerten, Nachschlagewerke kennen lernen, Anleitungen, Anweisungen und Pläne lesen; Beratung von Expertinnen und Experten einholen üben; mit Informationen kritisch umgehen, Inserate nutzen
– literarische Texte: mit und an Texten arbeiten, verschiedene Textarten kennen, persönliche Texte aufschreiben
– audio-visuelle Medien nutzen, Möglichkeiten der Manipulation durchschauen lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– Medien zur Informationsgewinnung nutzen lernen
– Inhalt von Texten kritisch betrachten
– eine eigene Meinung bilden und vertreten lernen
– audiovisuelle Eindrücke sprachlich darstellen üben
– medienspezifische Gestaltungs- und Wirkungsweisen erkennen
– Manipulationsmöglichkeiten erkennen
– ästhetische Gestaltungselemente anwenden lernen
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Bilder und Texte zu einer Geschichte zusammenfügen, Texte nacherzählen, persönliche Texte aufschreiben und gestalten
– Gebrauchstexte sachgerecht gestalten: Texte leserlich schreiben, Vorgänge und Sachverhalte festhalten, Sachverhalte und Konflikte erörtern; lebenspraktische Texte, formgebundene und formlose Schreiben verfassen
– Aufbau und Verknüpfungen von Sätzen und Teilsätzen: über Sätze nachdenken, an Sätzen arbeiten
– Wortarten und ihre Veränderungen: die wichtigsten Wortarten kennen, mit Wortarten und ihren Teilveränderungen arbeiten
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den aktiven und passiven Wortschatz erweitern, Begriffe in die Standard-, Fach- und Hochsprache transponieren lernen
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– die Schreibfertigkeit weiter entwickeln
– Freude am kreativen mündlichen und schriftlichen Gestalten haben
– verschiedene Möglichkeiten des Dokumentierens
– Sachverhalte durch treffende Wortwahl wiedergeben üben
– situationsangemessen sprechen und schreiben üben
– Schriftverkehr mit unterschiedlichen Adressaten durchführen lernen
– Sachprobleme erkennen
– durch Einüben von verschiedenen Satzbaumustern den Sprachgebrauch verbessern
– Möglichkeiten der Wortbildung kennen und üben
Lehrstoff:
Schulstufe
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– sich informieren und mitteilen: Informationen aus verschiedenen Quellen einholen, verarbeiten und damit umgehen; Zusammenhänge zu anderen Informationen herstellen, Neubildungen von Wörtern und Umgangssprache hinterfragen und verstehen, moderne Kommunikationsmedien nutzen; Sachdarstellungen, -informationen und persönliche Meinungen unterscheiden
– sich beim Sprechen an Situationen und Gesprächspartnerinnen und -partnern orientieren: Kontakte aufnehmen, verschiedene Sprechsituationen bewältigen, Stellung beziehen, den Gesprächsverlauf beobachten und beeinflussen, sprachliche Beeinflussungsmittel kennen, Aufgaben- und Problemstellungen strukturieren; Konfliktsituationen erörtern, diskutieren, Strategien erproben; Anliegen sprachlich differenziert vorbringen
– kreatives Sprechen und Sprachhandeln: Rede und Gegenrede pflegen; pantomimisch und szenisch kommunizieren, Geschichten und Situationen inszenieren, Spieltexte selbst erarbeiten, probehandeln, situationsangemessene Sprachformen und Satzmuster verwenden
Lernziele der achten Schulstufe:
– Sprechmotorik weiter trainieren sowie Atmung, Stimmgebung und Lautstärke anwenden können
– Beziehungen aufnehmen, weiter ausbauen und gemeinsames Handeln ermöglichen; eigenes Gesprächsverhalten in seiner Wirkung abschätzen können
– eigene Sprachkompetenz weiter fördern
– eigene Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Empfindungen mündlich und schriftlich mitteilen
– sich in verschiedenen Gesprächsformen angemessen verhalten
– Informationen selbstständig einholen, auswerten und weitergeben
– mit unterschiedlichen Informationen umgehen
– Interessen wahrnehmen; verschiedene, auch versteckte, Absichten erkennen und zuordnen
– alltägliche Sprechsituationen angemessen bewältigen können
– Aufgabenstellungen sprachlich strukturieren
– pantomimisch und szenisch kommunizieren
– kreativen Umgang mit Sprache ausbauen
– durch Wortschatzerweiterungen die Kommunikationsfähigkeit steigern
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– die Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen weiter ausbauen und das individuelle Lesetempo steigern
– orientierendes Lesen als Voraussetzung für Informationsgewinn: verschiedene Lesetechniken beherrschen, das Gelesene rekapitulieren, audio-visuell vermittelte Texte erfassen und auswerten, Gebrauchstexte lesen und anwenden, Absichten hinter Texten erkennen und verstehen
– selektives und verstehendes Lesen: Sachtexte in ihren wichtigsten Bestandteilen erfassen und verstehen, verschiedene Textarten beim Lesen erkennen; Wörterbücher, Sachverzeichnisse und Register verwenden; mit Texten aus verschiedenen Epochen Bezüge zur Gegenwart herstellen
– Textstellen zunächst still lesen und dann sinngemäß wiedergeben
– Leseförderung als Hilfe zur Weiterentwicklung des Denkens und der Fantasie: unterschiedliche literarische Gattungen kennen lernen, literarische Texte zu bestimmten Themenschwerpunkten lesen, Aufgaben und Angebote der Bücherei kennen und gezielt nutzen auch in der Freizeit
– Texte aus verschiedenen Epochen Bezüge zur Gegenwart herstellen
– Texte verfassen: Sachverhalte festhalten; sich mit Sachthemen auseinander setzen; zu Sachverhalten und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu mündlichen und eventuell schriftlichen Stellungnahmen zusammenfassen
– Rechtschreibung: Regeln anwenden, Festigung des laut-fonologischen Prinzips; Satzzeichen beherrschen, weitere Abkürzungen für Wörter kennen
Lernziele der achten Schulstufe:
– durch Lesen Wissensaneignung und Freizeitgestaltung bereichern
– pragmatische und literarische Texte erleben und verstehen
– Denken und Fantasie durch differenzierte Leseangebote weiterentwickeln und Einblicke in Wirkungszusammenhänge gewinnen
– durch Aufschreiben Klarheit über Sachverhalte, eigene Einstellungen und Gefühle gewinnen
– durch Schreiben Kontakte aufnehmen, Verständigung herstellen und Wirkungen erreichen
– Schreibaufträge möglichst objektiv und sachbezogen ausführen
– die Prinzipien der Rechtschreibung kennen und anwenden
– durch richtige Interpunktion einen Text verständlich machen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– Sach- und Gebrauchstexte: Printmedien kritisch lesen, Merkblätter und Informationsbroschüren auswerten und darauf reagieren, komplexe Nachschlagewerke kennen lernen und verwenden, Pläne und komplexe Anweisungen lesen; Beratung von Expertinnen und Experten einholen; mit Informationen kritisch umgehen, Inserate nutzen und selbst verfassen
– literarische Texte: mit und an Texten arbeiten, verschiedene Textarten kennen, persönliche Texte aufschreiben
– audio-visuelle Medien: audio-visuelle Medien nutzen und gestalterisch mit ihnen umgehen, Möglichkeiten der Manipulation durchschauen lernen
Lernziele der achten Schulstufe:
– Medien zur Informationsgewinnung nutzen
– Form und Inhalt von Texten kritisch betrachten und bewerten
– die eigene Meinung vertreten
– audiovisuelle Eindrücke sprachlich darstellen
– medienspezifische Gestaltungs- und Wirkungsweisen erkennen, einordnen und diskutieren
– Manipulationsmöglichkeiten erkennen und damit umgehen
– ästhetische Gestaltungselemente anwenden
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– fantasievoll und kreativ gestaltete Mitteilungen verfassen: Bilder und Texte zu einer Geschichte zusammenfügen, Texte nacherzählen, Geschichten mündlich und schriftlich weiter erzählen, persönliche Texte aufschreiben und gestalten
– Gebrauchstexte sachgerecht gestalten: eigene Texte schreiben, Vorgänge und Sachverhalte auch schriftlich festhalten, Schriftstücke gestalten, formgebundene und formlose Schreiben verfassen
– Aufbau und Verknüpfungen von Sätzen und Teilsätzen: Sätze bzw. Texte umformulieren
– Wortarten und ihre Veränderungen: Wortarten kennen, mit Wortarten und ihren Veränderungen arbeiten
– Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung: den aktiven und passiven Wortschatz erweitern, Begriffe in die Standard-, Fach- und Hochsprache transponieren
Lernziele der achten Schulstufe:
– Schreibfertigkeit weiter entwickeln und festigen
– Freude am kreativen verbalen und schriftlichen Gestalten haben
– verschiedene Möglichkeiten des Dokumentierens anwenden
– Sachverhalte durch treffende Wortwahl wiedergeben
– situationsangemessen sprechen und schreiben
– Schriftverkehr mit unterschiedlichen Adressaten durchführen
– Sachprobleme erkennen und erörtern
– durch Einüben von verschiedenen Satzbaumustern den Sprachgebrauch weiter verbessern
– unterschiedliche Wirkungsweisen der Satzarten verstehen
– Möglichkeiten der Wortbildung kennen
Lehrplanzusatz
Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Erwerb einer weiteren Sprache durch Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch ist Teil von vielfältigen interkulturellen Lernvorgängen, die sich als ein Mit- und Voneinanderlernen von Menschen verschiedener Herkunftskulturen auffassen lassen und sich auf jeden Kulturbereich beziehen können. Beim interkulturellen Lernen geht es vor allem darum, die spezifischen Lebensbedingungen dieser Schülerinnen und Schüler erwachsenden Probleme zu berücksichtigen sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zu entwickeln, Aspekte der eigenen Kultur darzustellen, das Anderssein des jeweiligen anderen wahrzunehmen, zu verstehen und sich damit kritisch auseinander zu setzen. In der Schule soll interkulturelles Lernen als Chance für eine inhaltliche und soziale Bereicherung aller Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitung auf ein Leben in einer multikulturellen Weltgemeinschaft erfahren und genützt werden.
Der Deutschunterricht muss Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Lern- und Lebenserfahrungen ihrer sprachlichen und kulturellen Sozialisation so fördern, dass damit eine grundlegende Voraussetzung für deren schulische und gesellschaftliche Integration geschaffen wird.
Die zuerst erworbene Sprache ist in hohem Maß Grundlage für den Erwerb einer Zweitsprache, daher soll die Muttersprache beim Zweitspracherwerb nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Die Einbindung des Zweitsprachenerwerbs in das interkulturelle Lernen soll kooperatives Von- und Miteinanderlernen aller Schülerinnen und Schüler ermöglichen.
Schwerpunkte sind:
– Freude an der Zweitsprache zu gewinnen
– die deutsche Standardsprache nach und nach besser verstehen zu können
– sich differenziert in deutscher Standardsprache verständigen und am Unterricht beteiligen zu können
– Texte als eigenständige und lebensbedeutsame Formen der Verarbeitung von Sprache verstehen, lesen, schreiben und verfassen zu können
– Arbeits- und Lerntechniken kennen zu lernen, die den Erwerb der Zweitsprache unterstützen
Didaktische Grundsätze:
Unterricht ist immer auch als eine Sprachlernsituation aufzufassen. Der Erwerb sprachlicher Kompetenzen erfolgt immer im sozialen Kontext.
Es ist festzustellen, in welcher Muttersprache und in welcher Schriftart die Schülerinnen und Schüler bereits alphabetisiert wurden.
Bei der Einschätzung der individuellen Lernfähigkeit sind Motivation, vorhandene Möglichkeiten und tatsächliche Ausdrucksfähigkeit zu berücksichtigen.
Ungesteuerter Spracherwerb hat im Unterricht große Bedeutung. Ausgehend von kommunikativen Realsituationen ist eine kontinuierliche Reflexion und sensible Korrektur anzustreben. Der Spracherwerb erfolgt möglichst unter Rückgriff auf bereits verfügbare Kenntnisse der Muttersprache und auf eventuell vorhandene Kenntnisse der Zweitsprache.
Der Spracherwerb geschieht im Wechselspiel von Global- und Detailverständnis. Bei der Sinnerschließung helfen vor allem der Handlungs- und der Sprachkontext (vor allem im schriftlichen Bereich unterstützen beigefügte Illustration), bei der Sinnvermittlung unter anderem nonverbalen Elemente der Mimik und Gestik.
Wesentliche Bedeutung für Fortschritte im Prozess des Spracherwerbes kommt der Fähigkeit und Bereitschaft zu, die eigenen Sprachäußerungen im Wechselspiel der Kommunikation zu reflektieren, zu vergleichen und zu korrigieren. Es ist Aufgabe des Unterrichts, diese Bereitschaft und Fähigkeit zu fördern und zu entwickeln.
Wo es sich anbietet, soll der Bezug zur jeweiligen Muttersprache und Herkunftskultur der Schülerin bzw. des Schülers hergestellt werden (Vergleich von Sprachen und Kulturen). Dazu sind Kontakte, Kooperationen und Absprachen, vor allem mit der Lehrerin/dem Lehrer für den muttersprachlichen Zusatzunterricht, aber auch mit den Erziehungsberechtigten sehr hilfreich. Wenigstens gelegentlich sollte die Erarbeitung eines Themas in beiden Sprachen gleichzeitig erfolgen.
Der Unterricht hat an die besondere Motivationslage der Schülerinnen und Schüler anzuknüpfen. Die anfänglich meist vorhandene Leistungsbereitschaft soll erhalten und womöglich noch gesteigert werden. Dadurch kann der Gefahr des Stehenbleibens und Verfestigens auf einem bestimmten Niveau der Zweitsprache begegnet werden.
Schülerinnen und Schüler, die sich kaum auf Deutsch verständigen können, sollten keinesfalls zum Freischreiben angehalten werden. Gerade für sie müssen alle Formen eines lustbetonten Schreibens aufgespürt werden: zB Piktogramme gestalten, Zeichnungen beschriften. Die allgemeine Sprachkompetenz ist in jedem Unterrichtsgegenstand, nicht nur im Sprachunterricht, zu fördern: Jeder Unterricht ist auch als eine Sprachlernsituation aufzufassen.
Es sind besondere Hilfsmittel bereitzustellen bzw. einzusetzen und verschiedene Arbeitstechniken zu vermitteln. Den verschiedenen Lösungshilfen beim Rechtschreiben ist besondere Beachtung zu schenken:
Nachschlagen in verschiedenartigen ein- und zweisprachigen Wörterbüchern und in Lexika, Erstellen und Gebrauchen von Wortlisten, Arbeit mit Muttersprachlichen Paralleltexten uam.
Die Korrekturen in sprachlicher und in sachlicher Hinsicht sind sehr behutsam, verständnis- und taktvoll vorzunehmen.
Das Hörverstehen stellt im Zweitsprachenunterricht eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation dar. Die Schulung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit einschließlich der richtigen Aussprache und Intonation soll einen Schwerpunkt im Unterricht von Deutsch als Zweitsprache bilden.
Hörverstehen ist vor dem Sprechen und Leseverstehen vor dem Schreiben zu vermitteln. Grundsätzlich ist nichts zu schreiben, was nicht durch vorangegangene Sprechübungen abgesichert ist.
Eigenständiger Spracherwerb ist durch selbstständiges Lesen anzustreben.
Die Schulung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit soll einen Schwerpunkt in diesem Unterrichtsgegenstand bilden. Der Sprachunterricht ist dabei als Prozess zu verstehen, in dessen Verlauf die Schülerinnen und Schüler möglichst befähigt werden, sprachliche Mittel selbstständig einzusetzen und bestimmte Sprachnormen einzuhalten.
Lehrstoff:
Unabhängig von den einzelnen Teilbereichen sollen sich sprachliche Lernsituationen auf folgende Lebens- bzw. Handlungsbereiche beziehen, wobei die einzelnen Themen immer die kulturellen und soziokulturellen Aspekte aller in der Klasse vertretenen Kulturen (Herkunftskultur, Migrantenkultur und Kultur des Gastlandes) umfassen.
Beispielsweise:
– die eigene Person und die Familie: eigene Lebensumstände, Erfahrungen, Interesse, Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle, usw.
– die Schule: Mitschülerinnen und Mitschüler, Mitgestalten des Klassen- und Schullebens, usw.
– die Freizeit: Freundinnen und Freunde, Hobbys, Reisen, usw.
– die Öffentlichkeit, Straßenverkehr, Einkaufen, Berufs- und Arbeitswelt, usw.
– Lebensformen und Lebensgewohnheiten: Rollenverhalten, Sitten und Bräuche, Feste, Wertvorstellungen, usw.
Hören und Sprechen
Beispielsweise:
– fonetische Übungen: Laute und Lautgruppen in ihren Eigenschaften wahrnehmen, unterscheiden und bilden
– bedeutungsunterscheidende Lautveränderung in Wörtern beachten
– den Sinn einfacher sprachlicher Äußerungen aus dem Sprechkontext, Gestik und Mimik, Intonation und Sprachrhythmus erfassen
– Texte verstehen und angemessen reagieren
– die richtige Übereinstimmung entsprechender Wörter im Satzzusammenhang beachten, üben und anwenden
– die Bedeutung eines Wortes aus der Sprachhandlungssituation erschließen
– Wortbedeutungen abklären
– in Sprachhandlungssituationen des Alltags und in Rollenspielen einen passiven Verstehens- und einen aktiven Sprechwortschatz erwerben und kontinuierlich erweitern und differenzieren
– den zur Bewältigung der verschiedenen Unterrichtsaufgaben benötigten Fachwortschatz für das Verstehen wie für das Sprechen kontinuierlich aufbauen
Lesen und Schreiben
Beispielsweise:
– die richtige Übereinstimmung entsprechender Wörter im Satzzusammenhang beachten, üben und anwenden
– Wortbedeutungen abklären
– Formen lustbetonten Schreibens anwenden
– durch Schreiben in Sinnzusammenhängen den aktiven Wortschatz erweitern
– Strategien des Abschreibenlernens entwickeln
– gleiche Formen zusammenstellen und Regeln erkennen und anwenden lernen
Umgang mit Texten
Beispielsweise:
– die Bedeutung eines Wortes aus dem Text und dem Satzzusammenhang erschließen
– Texte verstehen und angemessen reagieren
– eine geläufige Nachschlagetechnik erwerben
Gestalten und Durchschauen der Sprache
Beispielsweise:
– grundlegende Einsichten in die deutsche Sprache durch Betrachten, Vergleichen und Entdecken gewinnen
– den Satz als Sinneinheit erfassen
– Stellung des Prädikats
– Umkehrung der Subjekt-Prädikat-Folge
– Mehrzahlbildungen
– Anwenden der Fälle
– Verwendung der Artikel in Verbindung mit dem Substantiv
– attributiver, prädikativer, adverbialer Gebrauch des Eigenschaftswortes
– Verwendung der Personalformen des Verbs in Verbindung mit dem persönlichen Fürwort
– die gebräuchlichsten Strukturwörter in Satzzusammenhängen verstehen und anwenden
– nach Möglichkeit auch Strukturvergleiche mit der Muttersprache erarbeiten
Mathematik
Bildungs- und Lehraufgabe:
In der Grundstufe I und II soll der Mathematikunterricht den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeiten geben,
– schöpferisch tätig zu sein,
– rationale Denkprozesse anzubahnen; Lösungsstrategien entwickeln,
– die praktische Nutzbarkeit der Mathematik zu erfahren sowie
– grundlegende mathematische Techniken zu erwerben.
Der Mathematikunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur geistigen Entwicklung der Kinder, insbesondere zum logischen Denken, zum Symbolverständnis, zur Abstraktions- und Merkfähigkeit und zur Raumorientierung. Weiters sollen Arbeitshaltungen wie Sorgfalt, Genauigkeit, Ordnung und Klarheit entwickelt werden.
Der Unterrichtsgegenstand Mathematik gliedert sich in folgende Teilbereiche:
– Aufbau der natürlichen Zahlen
– Rechenoperationen
– Größen
– Geometrie
Diese Aufgliederung in Teilbereiche verdeutlicht Sachstrukturen und stoffliche Linienführung des Lehrplanes. Das soll aber keinesfalls zu einer isolierten Behandlung der einzelnen Teilbereiche führen, sondern deren sinnvolle Vernetzung ist möglichst durchgehend anzustreben.
In der Sekundarstufe I sollen die Schülerinnen und Schüler:
– mathematisches Können und Wissen aus verschiedenen Bereichen ihrer Erlebnis- und Wissenswelt nutzen sowie durch Verwenden von Informationsquellen weiter entwickeln
– durch das Benutzen entsprechender Arbeitstechniken, Lernstrategien und Methoden Lösungswege und -schritte bei Aufgaben und Problemstellungen planen und in der Durchführung erproben
– Situationen und Problemen mit Hilfe rationalen Denkens untersuchen
– Texte in mathematische Handlungen umsetzen können
– kritisches Denken insbesondere im Hinblick auf die Überprüfung von Vermutungen entwickeln
– planmäßiges, sorgfältiges und konzentriertes Arbeiten erlernen bzw. festigen
– verschiedene Technologien (zB Taschenrechner, PC) einsetzen können
Didaktische Grundsätze:
Die Gestaltung des Unterrichts zielt auf möglichst eigenständiges Lösen von Problemen ab. Wesentliche Schritte sind dabei das Erarbeiten, das Einüben und Anwenden von Lösungsmodellen sowie das selbstständige Suchen von Lösungswegen.
Bei der Auswahl von Aufgaben ist die Relevanz für das tägliche Leben, in der Sekundarstufe I zunehmend die Berufsrelevanz, zu berücksichtigen.
Systematisches, situationsbezogenes und anschauliches Lernen, verständnisvolles Lernen
Unterricht in Mathematik ist insbesondere in der Grundstufe I und II handlungsorientiert. Zum Aufbau des Abstraktionsvermögens spielt der Umgang mit Dingen eine entscheidende Rolle. Für die Bildung von mathematischen Begriffen ist es erforderlich, Handlungs- und Anschauungsmaterial zu variieren, um die Begriffsbildung zu festigen.
Bei der Erarbeitung neuer Inhalte ist darauf zu achten, diese in kleine Lernschritte zu gliedern und aufzuteilen.
Bei der Erkenntnisgewinnung und Denkentwicklung ist ein forschend experimentierendes Vorgehen zu wählen. Es sind Zusammenhänge aufzuzeigen und verwandte Operationen sichtbar zu machen.
Unterschiedliche Lösungswege für Sachverhalte aus dem Alltag sind aufzuzeigen und auch grafisch darzustellen.
Elementare Begriffe, Symbole und Darstellungsformen der mathematischen Fachsprache sind sinnvoll in geeigneter Weise einzuführen.
Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen sowie zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler sind herzustellen.
Variation der Veranschaulichung und der Darstellungsebenen
Ein allgemeines Erfassen mathematischer Operationen und Begriffe ist besser zu erreichen, wenn die Bindung an ein bestimmtes Material oder eine bestimmte Veranschaulichung vermieden wird.
Durch den wiederholten Wechsel von handelnden, bildhaften, grafischen und symbolischen Darstellungsebenen wird das Sichern von Begriffen, die Einsicht in Operationsstrukturen und das Finden von Lösungsstrategien möglich.
Funktionen des Übens
Operatives Üben zielt auf die Vertiefung des Verständnisses ab (zB Erkennen von Zusammenhängen), beim operativen Üben werden Kenntnisse und Fertigkeiten (zB Verwenden überschaubaren Zahlenmaterials, Sichern von Begriffen) automatisiert und gefestigt.
Gedankengänge, die zum Erwerb mathematischen Wissens geführt haben, sind zu wiederholen; dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, erworbenes Wissen zu rekonstruieren, eigenständig darzustellen und zu begründen.
Planmäßige und abwechslungsreich gestaltete Übungen und Wiederholungen sollen zu größtmöglicher Sicherheit, Geläufigkeit und Genauigkeit führen.
Motivierung
Selbstständiges Entdecken und Erproben sowie Erfolgserlebnisse sind wesentliche Beiträge zur Steigerung der Motivation. Durch lebenspraktische Beispiele soll die Nützlichkeit der Mathematik in verschiedenen Lebens- und Wissensbereichen veranschaulicht und bewusst gemacht werden.
Arbeiten mit dem Taschenrechner und anderen elektronischen Medien
Grundsätzlich sind Einsatzmöglichkeiten zur planmäßigen Nutzung von elektronischen Hilfsmitteln vorzusehen. Die Möglichkeiten elektronischer Systeme bei der Unterstützung schülerzentrierter experimenteller Lernformen sind zu nutzen.
Schularbeiten:
In der 5. Schulstufe sind zwei bis drei Schularbeiten im Ausmaß von zwei bis drei Unterrichtseinheiten und ab der 6. Schulstufe je drei bis vier Schularbeiten im Ausmaß von drei bis vier Unterrichtseinheiten vorzusehen.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Aufbau der natürlichen Zahlen
Beispielsweise:
– grundlegende mathematische Fähigkeiten entwickeln, Dinge betrachten und damit hantieren
– Arbeiten mit Mengen, Mengen legen und ordnen, Mengen vergleichen
– Zuordnen von Zahlen zu Mengen und umgekehrt
– mit Mengen (Zahlen) operieren
– Ziffern lesen und schreiben
– entwickeln des Zahlenbegriffs einschließlich der Null, Vor- und Zurückzählen auch im Zweierschritt – allenfalls in größeren Schritten
– Begriffe „das Doppelte“ und „das Paar“ verwenden
– das Verständnis für Zahlen unter Berücksichtigung des Kardinal-, Ordinal-, Rechen- und Maßzahlaspekts sichern
– Zahlenraum bis 20 aufbauen und festigen, allenfalls Erweiterung des Zahlenraums über 20
– Zehnersymbol in Zusammenhang mit Bündelung einführen
Rechenoperationen
Beispielsweise:
– spielerisches Umgehen mit Zahlen und Rechenoperationen in Verbindung mit konkretem Handeln und bildhaftem Darstellen
– Rechenoperationen im additiven Bereich, Zu- und Wegzählen, Zerlegen, Ergänzen
– allenfalls Überschreiten des Zehners
– Operation des Verdoppelns und Vervielfachens einführen und aufbauen
– Teilen und Messen als unterschiedliche Operationen einführen
– den Begriff „Hälfte“ einführen
– Erarbeiten von Malreihen im gesicherten Zahlenraum, allenfalls auch deren Umkehrung
– Lösung von Sachproblemen aus der unmittelbaren Erlebniswelt
Größen
Beispielsweise:
– Begriffsbildung durch vergleichen, schätzen und messen
– verschiedene Maßeinheiten aus der Erfahrungswelt der Kinder kennen lernen (zB Zeitmaße, Längenmaße, Gewichtsmaße, Größenbereich Geld)
Geometrie
Beispielsweise:
– Orientierung im Raum, Raumlagebeziehungen handelnd erfahren; Eigenschaften von Dingen erkennen und benennen
– räumliche Beziehungen und Formen aus der Erlebniswelt der Kinder beobachten, ordnen und strukturieren
– mit Flächen und Körpern hantieren
– an Körpern mit geometrischen Grundformen die Begriffe wie Ecke, Kante, Fläche einführen
– Lineal erproben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– elementares mathematisches Denken entwickeln und anwenden
– in einem gesicherten Zahlenraum Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Operationen und Größen gewinnen
– mathematische Operationen in Zusammenhang mit Realbegegnung, in Spiel- und Sachsituationen anwenden können
– elementare Kenntnisse und Fertigkeiten zur Raumorientierung und Raumanschauung
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Aufbau der natürlichen Zahlen
Beispielsweise:
– Festigen von Zahlenvorstellungen und Zahlenverständnis im bekannten Zahlenraum
– Zahlenraum bis 200 aufbauen, durchdringen und festigen; allenfalls Zahlenraum 1000 (zB im Hunderterschritt) aufbauen
– Erarbeiten des neuen Zahlenraumes über Grob- und Feinstruktur
– Veranschaulichen von Zahlen
– Ordnen und Zerlegen von Mengen
– orientieren im Zahlenraum: Auf- und Abbauen von Zahlenfolgen, Herstellen von Relationen unter Verwendung der bekannten Symbole, Runden von Zahlen
– das Verständnis für den dekadischen Aufbau ausbauen und sichern
– Ziffern und Stellenwert der Ziffer unterscheiden; Stellenwertsystem
– sach- und größenbezogene Vorstellungen zu großen Zahlen schaffen (zB mit Geldwerten, Längen)
– Anbahnen des Ablesens und Interpretierens von Daten aus grafischen Darstellungen (zB Tabellen)
Rechenoperationen
Beispielsweise:
– Festigung mündlicher und schriftlicher Rechenoperationen im gesicherten Zahlenraum
– schriftliches Addieren und Subtrahieren mit Stellenwert Über- bzw. Unterschreitung
– Malreihen festigen und erweitern
– Einführung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens insbesondere im Zahlenraum 200
– das Teilen und Messen in anschaulichen Situationen anwenden
– Operationen des Teilens und Messens festigen
– überschlagendes Rechnen
– einfache Sachaufgaben analysieren und Lösungswege suchen, allenfalls Sachsituationen zu Rechenoperationen finden
– Ergebnisse kontrollieren und verbalisieren
Größen
Beispielsweise:
– Verständnis für die bereits eingeführten Größen vertiefen
– Herstellen von Maßbeziehungen und mit Maßreihen arbeiten
– Schätzen, Messen und Vergleichen unter sachgerechter Verwendung bekannter Maßeinheiten; einfache Maßumwandlungen (zB m-cm, kg-dag)
– Maßeinheiten und ihren Differenzierungen (zB Stunde, Minute, Sekunde; km-m-dm-cm.)
– Maßeinheiten – allenfalls auch Flächenmaße in Sachaufgaben anwenden
– Bruchzahlen bildhaft darstellen, Bruchzahlen lesen und schreiben
– Dezimalzahlen anhand lebenspraktischer Beispiele (zB Preisschilder lesen und schreiben) anwenden
Geometrie
Beispielsweise:
– Festigung der Orientierung im Raum: räumliche Positionen, Lagebeziehungen sowie Richtungen und Richtungsänderungen wahrnehmen und beschreiben
– geometrische Grundformen (Flächen und Körper) entdecken und klassifizieren
– Gestalten mit Körpern und Flächen
– Strecken messen und zeichnen, Zeichengeräte verwenden
– das Rechteck und das Quadrat als besondere Vierecke kennen lernen, beschreiben und zeichnen; den rechten Winkel und gleich lange Seiten als Merkmale erfassen
– Kreise zeichnen
– Entwickeln der Begriffe Umfang und Fläche
– Berechnung des Umfangs von Rechteck und Quadrat
– allenfalls einfache Flächenberechnungen einführen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– mathematisches Denken weiter entwickeln und anwenden
– Erarbeitung des Zahlenraums 200; allenfalls Erweiterung bis 1000
– Sicherheit im Addieren, Subtrahieren, Ergänzen, Vervielfältigen und Teilen insbesondere im Zahlenraum 200 entwickeln
– im gesicherten Zahlenraum Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Maßen und Größen gewinnen
– den dekadischen Aufbau und den Stellenwert verstehen
– Zusammenhänge in Rechenoperationen und einfache Rechengesetze erkennen sowie anwenden
– Größen unter sachgerechter Verwendung der Maßeinheiten schätzen, messen und vergleichen, Maßumwandlung anbahnen
– mathematische Operationen in Spiel- und Sachsituationen verstehen
– Lösungen für einfache Sachaufgaben finden
– Bruchzahlen kennen lernen
– Begegnung mit Dezimalzahlen
– Kenntnisse und Fertigkeiten in der Raumorientierung und Raumanschauung sichern und ausbauen
– Flächen und Körper nach ihren Formen unterscheiden, benennen und erfassen; Umfang und allenfalls die Fläche von Rechteck und Quadrat berechnen
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit natürlichen Zahlen im Zahlenraum 1000 vertiefen
– Vervielfachen, Teilen und Messen, Umkehroperationen, Festigung der Malreihen
– schrittweise Steigerung des Schwierigkeitsgrades beim Kopfrechnen
– schriftliches Addieren und Subtrahieren mit Stellenwertüberschreitung
– Festigung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens, allenfalls Einführung des zweistelligen Multiplizierens und Dividierens
– Wiederholung der Bruch- und Dezimalzahlen sowie Einführung des Rechnens mit Dezimalzahlen
– Sachaufgaben analysieren und lösen, mündlich und als Textaufgaben
– Rechnen mit verschiedenen Maßen (insbesondere Zeit-, Gewichts-, Hohl- und Geldmaße sowie Längen- und Flächenmaße) zur Bearbeitung von Sachaufgaben und geometrischen Berechnungen im Zahlenraum 1000; Umwandlungsaufgaben; Potenzschreibweisen (zB cm²)
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– Festigung und Erweiterung der Kenntnisse über die Eigenschaften geometrischer Figuren und Körper
– mit Linien, Geraden und Strecken arbeiten; die Begriffe „Parallele“ und „Normale“ einführen
– Rechtecke und Quadrate zeichnen, ihre Merkmale kennen und unterscheiden, das Quadrat als besondere Form des Rechtecks erkennen
– Zeichengeräte zum Zeichnen von Rechtecken und Kreisen gebrauchen
– Umfang und Fläche von Rechtecken berechnen
– verschiedene Winkel kennen lernen, im Umfeld finden und allenfalls zeichnen
– verschiedene weitere geometrische Figuren (zB Kreis, Würfel) kennen lernen und herstellen (zeichnen, formen usw.)
Statistik
Beispielsweise:
– einfache Tabellen erstellen (zB Wettertabelle)
– Daten in Tabellen eintragen
– Daten aus grafischen Darstellungen ablesen
Lernziele der fünften Schulstufe:
– Erarbeitung bzw. Festigung des Zahlenraums 1000; gesicherte Vorstellungen von Mengen, Zahlen, Operationen und Größen entwickeln
– Zahlensystem als Stellenwertsystem erfassen
– Sicherheit im Kopfrechnen gewinnen
– Rechenoperationen mit Stellenwertüber- bzw. -unterschreitung beherrschen
– Festigung und Erweiterung des schriftlichen Multiplizierens und Dividierens, allenfalls zweistelliges Multiplizieren und Dividieren
– Sachaufgaben analysieren, in die mathematische Sprache übertragen und lösen können
– Kenntnisse über Bruch- und Dezimalzahlen erweitern und dies in Sachaufgaben anwenden
– Maße in Sachzusammenhängen verstehen und in Rechenoperationen anwenden
– Kenntnisse über geometrische Figuren festigen und erweitern, Umfang- und Flächenberechnungen
– Daten einfach tabellarisch und grafisch darstellen können
– allenfalls Einführung elektronischer Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– schriftliches Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren in großen Zahlenräumen
– Lösungen für komplexe Sachaufgaben in mündlicher und schriftlicher Form finden
– anschauliches Rechnen mit Bruchzahlen
– Sachrechnen mit Dezimalzahlen im erweiterten Zahlenraum
– Maße und Maßbeziehungen im Rahmen komplexerer Sachaufgaben anwenden
– Erarbeitung von Raum- und Hohlmaßen, Potenzschreibweisen
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– Eigenschaften von Dreiecken und Vierecken unterscheiden
– Dreiecke und Vierecke zeichnen, allenfalls konstruieren
– Umfang von Dreiecken und Vierecken berechnen
– Umfang- und Flächenberechnungen von Rechtecken; zusammengesetzte Flächen
– verschiedene Körper kennen lernen (zB Quader, Würfel, Kugel) und beschreiben
– Merkmale des Quaders; den Würfel als einen besonderen Quader erkennen
– Gradeinteilung von Winkeln kennen lernen
– Winkel zeichnen
Statistik
Beispielsweise:
– situations- bzw. anlassbezogen Daten erheben und grafisch darstellen (zB Tages- und Nachttemperaturen im Lauf einer Woche)
– einfache Datenauswertung und Mittelwertberechnungen
Lernziele der sechsten Schulstufe:
– Erweiterung des Zahlenraums über 1000, Zahlenraum Million aufbauen
– die Grundrechnungsarten sicher anwenden können
– Sicherheit im Kopfrechnen festigen
– Maße und Maßbeziehungen sicher beherrschen
– mit Bruch- und Dezimalzahlen rechnen
– komplexere Sachaufgaben analysieren und lösen können; Ergebnisse schätzen
– Kenntnisse über geometrische Figuren und Körper vertiefen und erweitern
– Daten erfassen und darstellen können
– allenfalls elektronische Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen verwenden
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– die Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen sicher anwenden
– Potenzschreibweise kennen, in einfachsten Beispielen anwenden
– Prozente als Teil des Ganzen erkennen, allenfalls einfache Prozentrechnungen
– Festigung des Rechnens mit Dezimalzahlen
– Festigung des Rechnens mit Bruchzahlen
– Kennen lernen von negativen Zahlen (zB anhand von Temperaturmaßen)
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– Festigung und Erweiterung der Kenntnisse über die Eigenschaften von geometrischen Figuren und Körpern (zB Dreieck, Viereck, Kreis, Kreissegmente; Quader, Würfel, Zylinder)
– geometrische Figuren und Körper zeichnen, allenfalls konstruieren
– Festigung von Umfang- und Flächenberechnungen
– Oberfläche von Quader und Würfel, allenfalls Volumen von Quadern und Würfel berechnen
– Formeln für die Berechnung von geometrischen Figuren kennen lernen
– Winkel und Winkelmaße
Statistik
Beispielsweise:
– Erheben, Untersuchen und Darstellen von Datenmengen auch unter Verwendung elektronischer Hilfsmittel
– Daten auswerten und erklären
Lernziele der siebenten Schulstufe:
– Festigung der Durchdringung großer Zahlenräume
– Zahlen und Größen in Beziehung zueinander setzen können
– sichere Anwendung der Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen
– Prozentzahlen kennen lernen
– Lösen von komplexen Sachaufgaben
– geometrische Figuren und Körper berechnen
– Daten erfassen und auch mit elektronischen Hilfsmitteln darstellen können
– elektronische Hilfsmittel (zB Taschenrechner) zur Lösung von Rechenoperationen sicher verwenden
Lehrstoff:
Schulstufe
Zahlen und Maße
Beispielsweise:
– alle Grundrechnungsarten auch mit Dezimalzahlen sicher anwenden
– Zusammenhänge zwischen Bruchzahlen und Dezimalzahlen herstellen
– Festigung und Vertiefung des Prozentrechnens
– Festigung der Lösung von komplexeren Sachaufgaben
Figuren und Körper
Beispielsweise:
– geometrische Figuren und Körper (zB Dreieck, Viereck, Kreis, Kreissegment; Quader, Würfel, Zylinder) konstruieren; allenfalls Maßstabszeichnungen anfertigen
– Umfang- und Flächenberechnungen (zB Kreis), Berechnung der Oberfläche und allenfalls des Volumens (zB Würfel, Quader)
– Formeln für die Berechnung von Figuren und Körpern anwenden (allenfalls mit Taschenrechner)
Statistik
Beispielsweise:
– Daten auch unter Verwendung elektronischer Hilfsmittel sammeln, auswerten und interpretieren
– einfache Berechnungen des Mittelwertes anhand von Alltagsbeispielen
Lernziele der achten Schulstufe:
– Festigung der Durchdringung großer Zahlenräume
– Zahlen und Größen in Beziehung zueinander setzen können
– sichere Anwendung der Grundrechnungsarten auch auf höheren Schwierigkeitsstufen
– mit Dezimal- und Bruchzahlen sowie mit Prozenten rechnen
– Lösen von komplexen Sachaufgaben und Textaufgaben
– Maße und Maßbeziehungen sachgerecht und sicher anwenden können
– geometrische Figuren und Körper konstruieren und berechnen
– Daten auswerten und interpretieren können
– elektronische Hilfsmittel aufgabengerecht und sicher verwenden
Geometrisches Zeichnen
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterricht in Geometrischem Zeichnen verknüpft die Vorstellung von den Erscheinungen der Welt in uns und das Verständnis für Raum und Figur.
Die Sprache als Kommunikationsmittel ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, geometrische Objekte und Vorgänge zu beschreiben und zu erklären.
Der Unterricht in Geometrischem Zeichnen leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf die Berufswelt (zB durch den zweckentsprechenden Einsatz von Werkzeugen und durch das Aufzeigen der Vorteile von Gründlichkeit und Ordnung).
Didaktische Grundsätze:
Der Unterricht soll auf die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sein. Jene Arbeitsaufträge, die die Kreativität und die selbstständige Gestaltungskraft der Schülerinnen und Schüler anregen, sind zu bevorzugen.
Auf Genauigkeit und Sauberkeit ist Wert zu legen. Der grafischen Gestaltung der Arbeiten kommt abgestimmt auf die jeweils verwendete Ausfertigungstechnik besondere Bedeutung zu.
Die Konstruktion auf dem Zeichenblatt soll durch Modelle und andere Hilfsmittel, die der Entwicklung der Raumanschauung dienen bzw. die geometrischen Hintergründe deutlich machen, begleitet werden.
Bei der Behandlung von Raumobjekten sollen Aussagen über geometrische Inhalte und Beziehungen aus der jeweiligen Raumsituation entwickelt werden.
Bei der Abbildung von Raumobjekten soll stets exakt zwischen einer Betrachtung der Raumsituation und einer Beschreibung des Bildes unterschieden werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einer geeigneten Form der Dokumentation der Unterrichtsarbeit hingeführt werden.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Schulstufe
Ebene Geometrie
Beispielsweise:
– Gerade, Strecke, Parallele, Normale (geometrische Muster: zB Ornamente, Fadenmuster)
– Streckensymmetrale, Spiegelung, Schiebung
– Plan lesen und erstellen (Maßstab, Wohnungsgrundriss) – Werkzeichnung
– Winkel als Drehung erfassen
– Konstruktion von Rechteck, Quadrat und Dreieck
– Würfelnetze, Quadernetze
– allenfalls: Ebene geometrischer Flächen richtig skizzieren; Würfel, Quader richtig skizzieren
Hauptrisse
Beispielsweise:
– Kartesisches Koordinatensystem Tabelle, Darstellungsformen: Wetterskala oder Größenvergleich, Wahldiagramm und Raumkoordinaten
– Herstellen und rekonstruierendes Lesen von Grund- und Aufriss
– Maßstab
– räumliches Verstehen: Quader, Würfel, allenfalls Zylinder; Raumvorstellungsübungen
– allenfalls einfacher Schrägriss von Quader und Würfel
– Sichtbarkeit von Körperkanten
Perspektive
Beispielsweise:
– Grundgesetze und Eigenschaften der Perspektive einsehen und auf einfache Darstellungen anwenden (fächerübergreifendes Projekt mit Bildnerischer Erziehung – zB ein Auto fährt aus einem Tunnel)
Lernziele der achten Schulstufe:
– Kenntnisse über das Vorkommen der Geometrie erwerben und die Raumvorstellung schulen
– geometrische Grundfiguren erkennen (Struktur, Eigenschaften)
– richtige Handhabung fachspezifischer Werkzeuge in Abstimmung mit der Aufgabenstellung
– die Zeichengeräte zum Anfertigen einfacher Zeichnungen (Werkzeichnung) gebrauchen und einfache Konstruktionen durchführen
– Informationsgewinn durch geeignete Ausfertigung grafischer Arbeiten
– allenfalls geometrische Objekte und Sachverhalte richtig skizzieren können (Freihandzeichnung)
Musikerziehung
Bildungs- und Lehraufgabe:
Musikerziehung hat die Aufgabe, unter Berücksichtigung der akustisch-musikalischen Umwelt und der besonderen Eigenart der einzelnen Schülerin bzw. des einzelnen Schülers zum Singen, Musizieren, bewussten Hören, Bewegen zur Musik und zum kreativen musikalischen Gestalten zu führen.
Musikerziehung soll sie zu lustbetonter musikalischer Betätigung anleiten und ihnen die Möglichkeit geben, Freude, Bereicherung und Anregung durch die Musik der Gegenwart und der Vergangenheit zu erfahren.
Ausgehend vom aktiven Umgang mit Musik, sind grundlegende Informationen und Kenntnisse über Musik zu vermitteln. Das Verständnis für Musik als künstlerische Ausdrucksform ist anzubahnen.
Musikalische Aktivitäten wirken auf die Persönlichkeitsbildung der Heranwachsenden nachhaltig ein. Ausgehend von den individuellen Anlagen und Fähigkeiten sind daher durch sinnvolle Verknüpfung von Inhalten und Übungen zu fördern.
Musik als nonverbale Sprache wirkt auf Empfinden, Vitalität, Gemüt, Atmosphäre, Zusammengehörigkeitsgefühl und Gemeinschaftserleben.
Musikerziehung hat die Aufgabe, ausgehend von der akustisch-musikalischen Umwelt und der besonderen Eigenart der Schülerinnen und Schüler auf der Basis von Aktualität, kultureller Tradition und Lebensnähe einen selbstständigen, weiterführenden Umgang mit Musik zu vermitteln.
Die Vernetzung von Musik und Lebenswelt und die gesellschaftlicher Bedeutung von Musik, sowie Musik als Faktor individueller Lebensgestaltung sollen erkannt werden.
Dies erfolgt in der aktiven Auseinandersetzung mit exemplarisch ausgewählten Bereichen, Epochen und Ausdrucksformen der Musik.
Schwerpunkte sind:
– ästhetische Wahrnehmung, Vorstellungskraft, Ausdrucksfähigkeit und Freude an lustbetonter musikalischer Betätigung
– Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit durch gezielten Einsatz von Stimme, Instrumenten und Bewegung
– die sprachlichen Fähigkeiten durch Sprachgestaltung, Klangexperimente mit Sprech- und Singstimme und das Beschreiben von Höreindrücken
– Schlüsselqualifikationen wie Konzentrationsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Toleranz aufzubauen
– musikalische Fertigkeiten in den Bereichen des bewussten Hörens, des Bewegens zur Musik und des aktiven Musizierens ausgehend von den Vorkenntnissen der Schülerinnen und Schüler zu vermitteln
– musikalisches Grundwissen aus der Musiklehre und der Musikgeschichte zu erwerben
– Wissen um die psychischen, physischen und sozialen Wirkungen von Musik und deren Nutzung zu gewinnen
– Schulung der Motorik, Bewusstmachung von Raum-Zeit-Dynamik-Verbindungen
– Vernetzung beider Gehirnhälften – musiktherapeutische Ansätze anwenden und dadurch Wohlbefinden, Beruhigung – Stimulation entwickeln
– die musikalische Identität Österreichs im historischen, regionalen und internationalen Kontext zu thematisieren
Didaktische Grundsätze:
Im Mittelpunkt der Musikerziehung steht das musikalische Handeln der Schülerinnen und Schüler und wird angeregt durch:
– eine tägliche Begegnung mit Musik
– bewusstes Aufnehmen von Musik
– eigenständiges musikalisches Nachgestalten und Gestalten
– kritische Auseinandersetzung mit Musik
Die Lehrstoffbereiche Singen und vokales Musizieren, instrumentales Musizieren, Hören, Bewegen, Gestalten und musikalisches Grundwissen sind immer im Zusammenhang zu sehen und sollen dem jeweiligen Lernziel entsprechend vernetzt werden.
Ausgehend von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler soll das Interesse für die vielfältigen Ausdrucksformen in der Musik aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen vor allem praxisorientiert geweckt und weiterentwickelt werden. Dabei sind auch regionale Traditionen zu berücksichtigen.
Instrumente, Materialien, Medien und aktuelle Technologien sind mit einzubeziehen. Durch selbstständiges Lernen in verschiedensten Sozialformen soll das Interesse gefördert, der Lernerfolg gesichert und zu partnerschaftlichen und kommunikativen Verhalten beigetragen werden.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht musikalisch tätig erleben.
Ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtsgestaltung ist die aktive Einbeziehung von Künstlerinnen, Künstlern, Expertinnen und Experten sowie die Verbindung zum regionalen und überregionalen Kulturleben in und außerhalb der Schule.
Durch Projekte sind die Schülerinnen und Schüler zu künstlerischer Tätigkeit anzuregen und das Gemeinschaftserlebnis zu fördern.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– vor- und nachsingen, auch mit optischen und motorischen Vorstellungshilfen zum Melodieverlauf
– situationsbedingte Rufe, kleine Dialoge ausdrucksvoll gestalten
– Melodieerfindungen zu einem vorgegebenen Text
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Lieder aus dem Tages- und Jahreskreis, Kinder-, Spiel- und Tanzlieder sowie regionale Volkslieder allenfalls auch Lieder aus anderen Ländern kennen lernen
– Erfinden eigener Melodien
– einstimmige Lieder gemeinsam rhythmisch und melodisch richtig singen
– Texte verstehen, richtig artikulieren und verständlich wiedergeben
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
– zu einem Text entsprechende Rhythmen und Klänge erfinden, dazupassende Instrumente auswählen
– Metrum, Akzente und einfache rhythmische Ostinati
– grafische Zeichen auf verschiedenen Instrumenten in Klang umsetzen
– nach Notationen einzeln und gemeinsam musizieren
– Klangmöglichkeiten verschiedener Instrumente erforschen und erleben
– einfache Handlungsabläufe klanglich darstellen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– einfache Tonfolgen und Rhythmen erfassen und spielen
– rhythmische Begleitstimmen zu Liedern und gesprochenen Texten
– Klangexperimente durchführen
– mit verschiedenen Instrumenten richtig umgehen können
– selbst erfundene und vorgegebene Notationen
Hören
Beispielsweise:
– Höraufgaben zu unmittelbar erzeugten Geräuschen und Klängen und zu Tonaufnahmen stellen (zB zu Geräuschen im Straßenverkehr)
– Übungen zum Unterscheiden von Tonhöhe, Tondauer, Tempo, Lautstärke und Klangfarbe
– kurze Hörbeispiele von Musik aus der Umwelt des Kindes
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Geräusche und Klänge aus der Umwelt erkennen, benennen, nachahmen und in grafische Zeichen umsetzen
– einige Musikinstrumente an ihrem Klang erkennen und benennen
– Musik aus der Umwelt erfassen und dazu Stellung nehmen
Bewegen
Beispielsweise:
– Grunderfahrungen mit Musik und Bewegung – Übungen zum Erfahren und Bewusstmachen von Tempo, Tondauer und Lautstärke
– Spüren von Spannung und Entspannung
– Freie Bewegungen zur Musik einzeln und in verschiedenen Gruppierungen
– Bewegungsgestaltung und szenische Darstellung
– Kindertänze, Spiel- und Tanzlieder
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– im Zusammenwirken von Musik und Bewegung Körperbewusstsein, Raum- und Zeit Erfahrung sowie Formempfinden gewinnen
– Takt und Metrum nachvollziehen
Grundstufe II
Lehrstoff:
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– verschiedene Arten der Liederarbeitung; Lieder durch Zusatzstimmen mehrstimmig gestalten; Atem- und Stimmbildungsübungen
– Lieder selbst erfinden
– Spiele mit den Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme gestalten (zB traurig, lustig)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Lieder aus dem Tages-, Jahres- und Lebenskreis der Schülerinnen und Schüler, Kinder-, Spiel- und Tanzlieder sowie regionale Volkslieder und Lieder aus anderen Ländern kennen lernen
– mehrstimmige Lieder
– Klangexperimente mit Sprech- und Singstimme
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
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