Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, mit welcher die Lehrpläne der Volksschule und der Sonderschulen erlassen werden; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen
– nach Notationen einzeln und gemeinsam musizieren
– Tonfolgen, Rhythmen und Formverläufe erfassen, spielen, allenfalls notieren
– Klangmöglichkeiten verschiedener Instrumente und der Stimme erforschen und erleben
– Klangergebnisse vergleichen, beurteilen und ordnen
– rhythmische Ostinati, musikalische Akzente an bestimmten Stellen setzen (zB Pausen ausfüllen), Vor-, Zwischen- und Nachspiele
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– rhythmische und melodische Begleitstimmen zu Liedern und gesprochenen Texten kennen lernen
– Tonfolgen, Rhythmen und einfache Formverläufe kennen
– Notationen
– Klangexperimente
Hören
Beispielsweise:
– einzeln, hintereinander und gleichzeitig erklingende Instrumente und Stimmen benennen und unterscheiden
– Übungen zum Unterscheiden von Lautstärke, Tondauer, Tempo, Tonhöhe und Klangfarbe und deren Veränderung
– subjektive Höreindrücke beschreiben und vergleichen, in grafisches und bildnerisches Gestalten oder in Bewegung umsetzen
– Hörbeispiele Funktionsbereichen zuordnen (zB Volks-, Kirchen-, Tanz-, Filmmusik)
– allenfalls einige Informationen über den Komponisten und seine Zeit, die zum besseren Verständnis des Werkes beitragen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Wirkungen von Höreindrücken beschreiben und grafisch umsetzen
– kurze Hörbeispiele verschiedener Arten
– Beispiele von Musik zu verschiedenen Anlässen hören
– Komponisten und ihre Werke in beispielhaften Zusammenhängen kennen lernen
Bewegen
Beispielsweise:
– Übungen zum Erfahren und Bewusstmachen von Tempo, Tondauer und Lautstärke
– Metrum, Takt, Rhythmus, Lautstärke und Melodie in Bewegung übertragen (Körpersprache)
– Bildgeschichten, Bewegungen aus der Umwelt szenisch und musikalisch ausgestalten
– Tanzformen aus vorbereiteten Bewegungen und Schrittarten aufbauen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erfahrungen mit Musik und Bewegung machen
– freie Bewegungsabläufe zur Musik einzeln und in verschiedenen Gruppierungen durchführen
– Bewegungsgestaltung und szenische Darstellung
– verschiedene Tänze kennen lernen
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
und 6. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– Stimmbildung und Sprecherziehung in Gruppen und chorisch (Lockerung, Haltung, Atmung, usw.)
– Erarbeiten und Üben mehrstimmiger Lieder und Sprechstücke im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit
– Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen, Epochen und Kulturkreisen mit und ohne Begleitung
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– mit der eigenen Stimme schonend umgehen und sie künstlerisch gebrauchen
– sich über Musik verständlich äußern können
– Erarbeiten ein- und mehrstimmiger Lieder und Sprechstücke
– die mediale Wirkung von Musik kennen und verstehen lernen
– ein multikulturelles Verständnis entwickeln
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
– Handhabung von Rhythmusinstrumenten und Stabspielen lernen und üben
– Musizieren mit herkömmlichen, selbst gebauten, elektronischen und Körperinstrumenten
– elementare Gruppenimprovisationen und Liedbegleitung üben
– Grundbegriffe der Musiklehre kennen lernen (zB grafische und traditionelle Notation, Metrum, Takt, Rhythmus, Dynamik, Tempo, Intervalle, Akkorde, Dur, Moll)
– Kennen lernen der gebräuchlichsten Instrumente und deren Spielweisen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– elementare Liedbegleitung erarbeiten
– Rhythmusinstrumente und Stabspiele kennen lernen
– Gruppenimprovisationen anbahnen
– Grundbegriffe der Musiklehre kennen lernen
– Aufbau eines musikalischen Fachvokabulars
– Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern vermitteln
Hören und Gestalten
Beispielsweise:
– entwickeln von emotionalen und kognitiven Bezügen zur Musik durch Hören ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Musikrichtungen
– kreatives Spiel mit Rhythmen, Tönen und Klängen
– Nutzung von Medien und neuen Technologien
– textiles, darstellendes und bildnerisches Gestalten zur Musik
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Erfahren, Beschreiben und Bewerten der akustischen Umwelt
– ausgewählte Musikbeispiele aus verschiedenen Epochen hören
– textiles, darstellendes und bildnerisches Gestalten zur Musik
Bewegen
Beispielsweise:
– Erarbeiten und Üben von Körperhaltung und Bewegungsabläufen
– gebundene und freie Bewegungsformen auch unter Einbeziehung von Materialien und Instrumenten erleben
– Erfahren von Metrum, Takt, Rhythmus, Melodie sowie Form, Klang und Stil durch Bewegung
– Gruppentänze, vorgegebene und selbsterarbeitete Tanzformen
– Tanzlieder
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Bewegung in Verbindung mit Stimmbildung erfahren
– Körperhaltung mit Bewegungsabläufen verbinden
– gebundene und freie Bewegungsabläufe üben
– Musik als Möglichkeit nonverbaler Kommunikation erleben
– Gruppentänze, Tanzlieder
Musikalisches Grundwissen
Beispielsweise:
– grafische und traditionelle Notation als Hör-, Musizier- und Singhilfe anwenden; Metrum, Takt, Rhythmus
– Dur und Moll unterscheiden lernen
– exemplarisches Kennenlernen musikalischer Gattungen
– optisches und akustisches Erkennen der gebräuchlichsten Instrumente und deren Spielweisen
– Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern mit ausgewählten Musikstücken
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Grundbegriffe der Musiklehre vor allem im Zusammenhang mit dem Klassenrepertoire kennen lernen
– Notation als Hör-, Musizier- und Singhilfe erkennen
– Intervalle und Akkorde kennen lernen
– Kennen lernen musikalischer Gattungen
– Aufbau eines musikalischen Fachvokabulars
– Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern gewinnen
Lehrstoff:
und 8. Schulstufe
Singen – vokales Musizieren
Beispielsweise:
– stilgerechter Einsatz der Stimme
– Erarbeiten und Üben mehrstimmiger Lieder unter Berücksichtigung der mutierenden Stimmen im Hinblick auf musikalische und sprachliche Genauigkeit
– Üben von Sprechstücken
– Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen, Epochen und Kulturkreisen mit und ohne Begleitung
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Stimmbildung unter Berücksichtigung der körperlichen und entwicklungs-psychologischen Voraussetzung
– Wiederholung, Festigung und Erweiterung des Repertoires
– Erarbeiten und Üben ein- und mehrstimmiger Lieder
– Üben von Sprechstücken
– Exemplarische Lieder zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen
Musizieren: instrumental, kreativ, reproduzierend
Beispielsweise:
– Wiederholung, Festigung und Erweiterung des Repertoires
– Erweiterung der Musizierpraxis mit Körperinstrumenten, Rhythmusinstrumenten, Stabspielen und elektronischen Instrumenten
– Liedbegleitung und improvisatorisches Musizieren
– Einbeziehung aktueller Medien
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Erweiterung der Musizierpraxis
– verstärkter Einsatz vorhandener Klasseninstrumente
– Gruppenimprovisationen
– Notation als Musizierhilfe sehen und anwenden
Hören und Gestalten
Beispielsweise:
– Hören von Musik in Bezug auf Formen, Gattungen und Stilrichtungen aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
– Gestaltung von Musikstücken mit gegebenen oder selbst erfundenen rhythmischen und melodischen Motiven, Texten und Bewegungsabläufen
– kritische Auseinandersetzung mit den Wirkungen von Musik anhand unterschiedlicher Beispiele
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Hören von Musik in Bezug auf Formen, Gattungen und Stile aus verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
– kritische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Wirkungen von Musik
– Gestalten von Musikstücken mit gegebenen oder selbst erfundenen rhythmischen und melodischen Motiven
– Einbeziehung aktueller Medien
Bewegen
Beispielsweise:
– Bewegungsabläufe in Verbindung mit Stimmbildung
– verschiedene Bewegungsformen und Tänze unter Berücksichtigung der aktuellen Musik
– exemplarische Tänze zur Musikgeschichte und aus verschiedenen Kulturkreisen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Bewegung in Verbindung mit Stimmbildung durchführen
– verschiedene Bewegungsformen und Tänze
– Musik als Möglichkeit nonverbaler Kommunikation erleben und pflegen
– emotionale Befindlichkeit durch Musik ausdrücken und nachvollziehen
– Tänze
Musikalisches Grundwissen
Beispielsweise:
– Anwenden, Festigen und Erweitern der Grundbegriffe der 5. und 6. Schulstufe
– Ensembles und Besetzungen in verschiedenen Epochen und Kulturkreisen
– ausgewählte Beispiele vokaler und instrumentaler Gattungen aus verschiedenen Epochen insbesondere der Gegenwart
– aktuelle Strömungen der Popular- und Volksmusik
– Musik und Biografien von Musikerinnen und Musikern im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Umfeld
– Orientierung im regionalen, überregionalen und internationalen Kulturleben
– Erkennen von Musik als Wirtschaftsfaktor
– Kennen lernen von Berufen im Bereich der Musik
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Anwenden, Festigen und Erweitern der Grundbegriffe der 5. und 6. Schulstufe
– Erweiterung des musikalischen Fachvokabulars
– Beispiele vokaler und instrumentaler Gattungen aus verschiedenen Epochen hören und unterscheiden
– weitere Einblicke in das Leben von Musikerinnen und Musikern vermitteln
– Kennen lernen von Berufen im Musikbereich
Bildnerische Erziehung
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Bildnerische Erziehung ist Teil der kulturellen Bildung und soll grundlegende Erfahrungen des Wahrnehmens, der visuellen Kommunikation und des Gestaltens motivierend vermitteln, zu erlebnisbetonter Aktivität führen und Zugänge zu den Bereichen bildende Kunst, visuelle Medien, Umweltgestaltung und Alltagsästhetik erschließen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Vertrauen in ihre individuelle Gestaltungsfähigkeit gewinnen und Lust bekommen, diese über die Schulzeit hinaus eigenständig weiterzuentwickeln. Die selbstständig gestalterische Tätigkeit wird ergänzt und weiter entwickelt durch die Reflexion der eigenen Arbeit sowie durch die Auseinandersetzung mit Beispielen aus Alltagskultur, Medien und Kunst.
Sie soll die Schülerinnen und Schüler mit Werkmitteln, Verfahren und bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten vertraut machen, sodass sie sich auf bildnerische Weise mitteilen, bildnerische Mitteilungen anderer verstehen und dadurch Erfahrungen über sich selbst sowie über ihre engere und weitere Umwelt sammeln können. In der bildnerischen Tätigkeit geht es einerseits um das Kennen lernen, Erproben und Anwenden von Ausdrucksmöglichkeiten in Bereichen wie Grafik, Malerei, Plastik, Raum, Schrift, Fotografie, Film, Video, Neue Medien, Spiel und Aktion sowie Gestaltung der eigenen Umwelt. Andererseits geht es um die Entwicklung des bildhaften Denkens und persönlichkeitsbezogener Eigenschaften wie Offenheit, Flexibilität, Experimentierfreude, Einfallsreichtum, Sensibilität, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Kooperationsbereitschaft und Rücksichtnahme.
Auf dieser Grundlage sollen Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Erlebnisfähigkeit gesteigert und Vorstellungskraft, Fantasie, individueller Ausdruck und Gestaltungsvermögen entwickelt werden.
Bildnerische Erziehung ermöglicht die Verknüpfung sowohl von sinnlichen und emotionalen als auch von kognitiven und psychomotorischen Zugängen.
Die eigene Gestaltungsarbeit soll Einsichten in die Zusammenhänge von Produkt und Prozess ermöglichen, technische und handwerkliche Grundlagen vermitteln und Offenheit, Experimentierfreudigkeit, Flexibilität und Beharrlichkeit als wichtige Voraussetzungen für kreatives Gestalten erlebbar machen.
Die Ergänzung und Relativierung der subjektiven Erfahrungen durch grundlegendes Sachwissen zielt auf Erweiterung der Wahrnehmungs-, Erkenntnis- und Handlungsqualitäten im visuellen und haptischen Bereich.
Neben der Entwicklung persönlicher Erlebnisfähigkeit und Freude an bildender Kunst sollen auch verstandesmäßige Zugänge eröffnet und das reflektorische und kritische Potenzial von Kunstwerken in altersgemäßer Form bewusst gemacht werden.
Die Selbsterfahrung durch eigenständige Gestaltungsarbeit, die Förderung der Kreativität, der Handlungsbereitschaft und der Freude am eigenen Tun sowie die Wertschätzung ästhetischer Vielfalt und die Entwicklung kultureller Toleranz leisten wichtige Beiträge zur Persönlichkeitsbildung und zur Wahrnehmung sozialer Verantwortung.
Schwerpunkte sind:
– frei und spontan zu gestalten
– Ausdrucksformen erfahren und zu erweitern
– Inhalte durch bildnerische Mittel auszudrücken
– Werkmittel und Techniken zu erproben und anzuwenden
– sich mit bildnerischen Aktivitäten und Produkten auseinander zu setzen
– durch Anwendung des Gelernten die Handlungsfähigkeit auszubauen
– die gesellschaftliche Bedeutung visueller Medien kennen und nutzen zu lernen
Didaktische Grundsätze:
Motivation der Schülerinnen und Schüler und deren Freude an eigenständiger bildnerischer Tätigkeit sollen zentrale Aspekte der Bildnerischen Erziehung sein.
Individuelle bildnerische Äußerungen der Schülerinnen und Schüler sind grundsätzlich anzuerkennen. Wertungen sind vor allem im Sinne einer positiven Verstärkung einzusetzen.
Die Einführung in ein Thema ist so zu gestalten, dass die Fantasie und der bildnerische Einfallsreichtum geweckt werden. Der Aufgabenrahmen soll eine Orientierung bieten, aber gleichzeitig so viel Spielraum lassen, dass jede Schülerin und jeder Schüler seine persönlichen Ideen und Vorlieben einbringen und sich mit dem fertigen Werk identifizieren kann. Dieser Gestaltungsspielraum ist auch notwendig, um den unterschiedlichen Entwicklungsphasen und Begabungen innerhalb einer Klasse gerecht zu werden. Im Vergleich mit den anderen kann jede Schülerin bzw. jeder Schüler sich in seiner Eigenart erkennen und gleichzeitig die Eigenart der anderen anerkennen.
Der Aufgabenrahmen kann auch – im Sinne demokratischen Handelns – in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt werden.
In gemeinsamer Arbeit sollen fallweise größere Projekte verwirklicht werden. Dabei geht es nicht nur um die Förderung im Bereich des sozialen Lernens, sondern auch um die Erfahrung, die eigene Umwelt verändern zu können und ein Thema ganzheitlich darzustellen. Dies bietet vielfältige Möglichkeiten für die Verknüpfung mit anderen Unterrichtsgegenständen.
Wesentliche Inhalte der Bildnerischen Erziehung sollen vor allem die reale Lebenssituation und die soziale Umwelt sein, aber auch Irreales, Fantastisches und Utopisches.
Die vertiefende und mehrdimensionale Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen sowie Vernetzungs- und Transferleistungen sind wichtiger als die Behandlung einer möglichst großen Anzahl von Aufgaben.
Im Sinne der Anschaulichkeit ist bei der Präsentation von Kunstwerken auf optimale Qualität der verwendeten Bildmedien zu achten. Die Begegnung mit dem Original ist anzustreben.
Lehrausgänge in Ausstellungen, Ateliers, Galerien und Museen ermöglichen die Begegnung mit Originalen sowie den Dialog mit Fachleuten und sind daher ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Der Ertrag ist durch gezielte Vorbereitung, Begleitung und Dokumentation zu sichern.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten
Beispielsweise:
– Darstellen von Erlebnissen und Fantasien, Situationen aus Geschichten und aus der eigenen Umwelt (zB Tiere, Personen. Tätigkeiten treffend darstellen)
– Gestaltungen mit verschiedenen Techniken (zB Pantomime)
– Arbeiten mit grafischen, malerischen und plastischen Mitteln (zB Kohle, Wachsmalstifte), großformatiges Arbeiten
– spielerischer Umgang mit Farbe, mit Naturmaterialien, mit Licht und Schatten
– Anfertigen von Collagen
– zweckmäßige Verwendung von Werkzeugen und Materialien
– Umgang mit Farbe und Pinsel, Schere und Klebstoff, usw.
– Sensibilisierung für Farben, Formen, Materialoberflächen, plastische Qualitäten, Geruch, usw. durch spielerische Aktivitäten im Bereich aller Sinne
– Raumerfahrungen machen durch das Erkunden und Entdecken von unterschiedlichen Raumsituationen
– Durchführen gemeinsamer Arbeiten (zB in Form von Gruppenarbeit, Partnerarbeit, gemeinsamer Ideensuche)
– eigene Arbeiten und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten, Gemeinsamkeiten entdecken
– persönliche Eindrücke anderen mitteilen
– Interessantes über Werke und deren Gestalterinnen und Gestalter erfahren
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– eigene Einfälle und Ideen entwickeln und einbringen sowie persönliche Vorstellungen darstellen
– sich visuell verständlich machen und Sachverhalte verdeutlichen
– Wesentliches für andere sichtbar machen
– Gefühle sichtbar machen und Stimmungen ausdrücken
– Experimentierfreude entwickeln – Förderung von Offenheit und Risikobereitschaft
– Umgestaltungsfähigkeit und Flexibilität fördern – Formelemente aus ihrem Zusammenhang lösen und zu neuen Bedeutungszusammenhängen fügen
– Bildnerische Techniken kennen lernen – spielerisches Erproben von Materialeigenschaften und Arbeitsverfahren
– sinnliche Wahrnehmungen verfeinern – Sensibilisieren für Farben, Formen und deren Anordnung, Raumerfahrung
– Wahrnehmen von Arbeiten und darüber reflektieren
– auf Informationen über Kunst und Kultur neugierig werden
– Verhältnis zwischen Aufgabenrahmen und persönlichen Gestaltungsspielraum besprechen
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten
Beispielsweise:
– Darstellen von Erlebnissen und Fantasien, Situationen aus Geschichten und aus der eigenen Umwelt – Themen, die zur Darstellung von Bewegung anregen
– Gestaltung von Personen, Tieren, Pflanzen und Gegenständen; Darstellung von räumlichen Beziehungen; grafische, malerische und plastische Mittel
– Verdeutlichung durch Hervorhebung, etwa durch Größe und Farbe oder durch Reduktion auf das Wesentliche
– Erfinden von Bildzeichen
– Bildgeschichten, Plakate, Kombinationen von Text und Bild
– spielerischer Umgang mit Farbe, Naturmaterialien, Licht und Schatten
– Anfertigen von Collagen
– Verdeutlichung von Gefühlen durch Körpersprache
– zweckmäßige Verwendung von Werkzeugen und Materialien
– verschiedene Kombinationsmöglichkeiten ausprobieren, durch neue Anordnungen neue Sinnzusammenhänge herstellen
– Umgang mit Farbe und Pinsel, Schere und Klebstoff, usw.
– Einsatz verschiedener Materialien und Arbeitsweisen; Schriftgestaltung für Einladungen, Plakate, usw.
– Sensibilisierung für Farben, Formen, Materialoberflächen, plastische Qualitäten, Geruch, usw. durch spielerische Aktivitäten im Bereich aller Sinne
– Raumerfahrungen machen durch das Erkunden und Entdecken von unterschiedlichen Raumsituationen
– Durchführen gemeinsamer Arbeiten (zB in Form von Gruppenarbeit, Partnerarbeit, gemeinsamer Ideensuche, demokratische Formen der Entscheidungsfindung)
– Dokumentationen von Unterrichtsprojekten (zB Foto, Text, neue Medien)
– eigene Arbeiten und die Arbeiten der Mitschülerinnen und Mitschüler betrachten, Gemeinsamkeiten entdecken, Details entdecken, inhaltliche Zusammenhänge erfassen
– eigene Gefühle und Assoziationen den anderen mitteilen (zB durch Gestik, Mimik, Musik)
– subjektive Eindrücke anderen verständlich machen
– Vermutungen über dargestellte Inhalte äußern
– ausgewählte Kunstwerke betrachten (zB Bilder, Plastiken, Bauwerke, ausgewählte Künstlerinnen und Künstler, ausgewählte Materialien und Arbeitsweisen)
– bewusstes Wahrnehmen von Schriftgestaltung in der Umgebung (zB Plakate, Logos)
– inhaltliche und gestalterische Ideen zu einem Thema sammeln
– Gestaltungsmöglichkeiten besprechen
– Darstellungsabsichten erklären
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– eigene Einfälle und Ideen entwickeln und einbringen sowie persönliche Vorstellungen darstellen, Repertoire der Zeichen zunehmend differenzieren und erweitern
– sich visuell verständlich machen und Sachverhalte verdeutlichen, Wesentliches für andere sichtbar machen
– Gefühle sichtbar machen und Stimmungen ausdrücken (zB durch Farben, Formen, Bewegung)
– Experimentierfreude entwickeln – Förderung von Offenheit und Risikobereitschaft, Frustrationstoleranz und Entscheidungsfähigkeit
– Umgestaltungsfähigkeit und Flexibilität fördern – Formelemente aus ihrem Zusammenhang lösen und zu neuen Bedeutungszusammenhängen fügen
– Bildnerische Techniken kennen lernen – Erproben von Materialeigenschaften und Arbeitsverfahren
– verschiedene Aspekte der Schriftgestaltung kennen lernen
– sinnliche Wahrnehmungen verfeinern – Sensibilisieren für Farben, Formen und deren Anordnung (zB für visuell oder haptisch erfassbare Eigenschaften und Materialien, Raumerfahrungen)
– wahrnehmen und reflektieren – Werke betrachten, persönliche Eindrücke anderen mitteilen und begründen
– auf Informationen über Kunst und Kultur neugierig werden – erweitern des Erfahrungshorizonts im Bereich der kulturellen Bildung
– Verhältnis zwischen Aufgabenrahmen und persönlichen Gestaltungsspielraum besprechen – eigene bildnerische Ausdrucksformen finden und besprechen
Sekundarstufe I
Die Lehrstoffinhalte sind den folgenden Sachgebieten zuzuordnen:
Bildende Kunst
Malerei, Grafik, Schrift, Plastik/Objekt, Architektur, Foto, Film, Video, Computer, zeitgenössische künstlerische Medien und Ausdrucksformen (zB Aktionskunst, Performance, Montage, Environment, Konzeptkunst)
– Bildfunktionen, Bildauffassungen
– Bildordnung: Bildelemente und Struktur
– Farbe: Licht, Farbwahrnehmung, Funktion und Wirkung der Farbe, Maltechniken, Farbtheorien
– Kunst und Gesellschaft, Kunst und Politik, Kunst und Geschichte
– Kunstvermittlung: Museum, Galerie, Kunstmarkt, Medien
Visuelle Medien
– Zeichnung als Informationsträger
– Schrift, Typografie, Layout, Graphic Design
– Schrift und Bild: Plakat, Zeitung, Illustrierte, Comics, visuelle Aspekte der Werbung
– Sprache und Bild: Vortrag, Präsentation, Präsentationsmedien
– Fotografie, Film, Video, DVD, Computer
– gesellschaftliche Bedeutung der Bildmedien
– Kunstwerke als Massenmedien
Umweltgestaltung und Alltagsästhetik
– visuelle Aspekte der Architektur und des Design
– Stadtbilder, Stadtstrukturen, Idealstädte, Stadtutopien, Denkmalschutz, Kulturtourismus, Identität eines Ortes
– Raumgestaltung, Raumwirkung
– ästhetisch geprägte Situationen und Prozesse: kulturelle, religiöse, politische und sportliche Veranstaltungen, Feste und Feiern, Zeremonien und Rituale, Spiele und Aktionen
– Selbstdarstellung: Körpersprache, Mode, Make-up
Lehrstoff:
und 6. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten und Auseinandersetzung mit Kunstwerken
Beispielsweise:
– im spielerischen Umgang mit den bildnerischen Mitteln unterschiedliche Gestaltungsweisen und Techniken kennen lernen und zur Visualisierung altersgemäßer Themenstellungen anwenden
– experimentelle Verfahren als Impuls nutzen
– die Wahrnehmung von Bildern und Zeichen der alltäglichen Lebenswelt bewusst machen und erörtern
– aktuelle Bildmedien im Rahmen von Gestaltungsaufgaben als Werkzeug kennen lernen
– Werke der bildenden Kunst kennen lernen – nach Möglichkeit im Zusammenhang mit der eigenen bildnerischen Tätigkeit
– Umweltgestaltung als Gemeinschaftsaufgabe erkennen und in der Bearbeitung altersgemäßer Gestaltungsaufgaben eigene Konzepte mit den Entwürfen anderer abstimmen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– durch möglichst eigenständiges Lösen von Gestaltungsaufgaben visuelle Darstellungsformen für Sachverhalte, Ideen und Konzepte finden und eigenen Gedanken, Gefühlen, Fantasien und Utopien mit bildnerischen Mitteln Ausdruck verleihen lernen
– durch die Reflexion der eigenen Gestaltungsleistungen und durch die Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst, mit visuellen Medien, mit Themen der Umweltgestaltung und Alltagsästhetik erste Einblicke in Struktur und Funktion visueller Gestaltung gewinnen
– die Erfahrung, dass visuelle Wahrnehmung in vielen Fällen durch haptische, akustische und andere Sinneseindrücke unterstützt und wesentlich mitbestimmt wird
Lehrstoff:
und 8. Schulstufe
Bildnerisches Gestalten und Auseinandersetzung mit Kunstwerken
Beispielsweise:
– erweitertes Wissen über Zusammenhänge von Form und Wirkung
– Aufgabenstellungen zunehmend durch die eigenständige Wahl der Technik und der Gestaltungsmittel themengerecht bewältigen
– visuelle Phänomene strukturiert beschreiben
– Grundgesetze visueller Kommunikation mit den damit verbundenen Möglichkeiten der Manipulation kennen und kritisch beurteilen
– kreative Möglichkeiten aktueller Bildmedien erfahren und nutzen
– Wissen über kunsthistorische Zusammenhänge und ihre gesellschaftlichen Ursachen erwerben
– die Auseinandersetzung mit Kunstwerken durch Vernetzung unterschiedlicher Betrachtungsaspekte und durch Einbeziehung gesicherter Sachinformation intensivieren
– ästhetisch bestimmte Aspekte des Alltagslebens erkennen und im persönlichen Bereich gestalten
– Projekte der Umweltgestaltung durch Nutzung der ästhetischen Zugänge analysieren und allenfalls in eigenen Gestaltungsversuchen Alternativen entwickeln
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– erworbene Erfahrungen, Fertigkeiten und Kenntnisse vertiefen, erweitern und zunehmend selbstständig anwenden
– in der engen Verbindung eigener Gestaltungserfahrungen mit der Reflexion und dem Erwerb spezifischen Sachwissens allenfalls unkonventionelle Lösungswege kennen lernen
– die Vielgestaltigkeit ästhetischer Ausdrucksmöglichkeiten erfahren
– Vielfalt als Qualität erkennen und mit der Mehrdeutigkeit visueller Aussagen umgehen lernen
– Informationsquellen und Einrichtungen der Kunstvermittlung kennen und selbstständig nutzen lernen
Technisches Werken
Bildungs- und Lehraufgabe:
Technisches Werken soll durch tätige Auseinandersetzung mit Werkstoff und Werkzeug Einsichten in die Bereiche „Gebaute Umwelt, „Technik“ und „Produktgestaltung/Design“ und in die Arbeits- und Berufswelt gewonnen werden, die die Schülerinnen und Schüler befähigen, neue Situationen in diesen Bereichen erfolgreich zu bewältigen und ein verstehendes und kritisches Verhalten zu den Gegenständen ihrer Umwelt zu entwickeln. Das entdeckende und forschende Lernen soll die Ausbildung des kreativ-produktiven Denkens fördern, zur Persönlichkeitsbildung und zur Berufsorientierung beitragen.
In allen Bereichen der Werkerziehung sind Gewissenhaftigkeit, Ausdauer, Arbeitshygiene und Unfallverhütung, Material- und Zeitökonomie und Sinn für Ordnung und Sauberkeit anzustreben. Soziale Erfahrungen sind zu ermöglichen, die Schülerinnen und Schüler sind zu einem verantwortungsvollen Handeln für eine menschengerechte Umweltgestaltung hinzuführen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Sammeln von Erfahrungen aus der praktischen Arbeit Kompetenzen erwerben wie:
– Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit bei Planungs- und Herstellungsprozessen
– Steigerung der Sensibilität durch sinnliches Erleben beim Verarbeiten verschiedener Werkstoffe
– Zielstrebigkeit und Konsequenz beim Lösen gestellter Aufgaben
– kritische Selbsteinschätzung, Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit als Grundlage von Entscheidungsfindungen
– Urteilsvermögen und Qualitätsbewusstsein bei der Bewertung von Produkten
– Fähigkeiten und Begabungen zur Lebens- und Freizeitgestaltung
– Sicherheitsbewusstsein und den werkgerechten Einsatz von Maschinen und Werkzeugen
Die Achtung und Wertschätzung der Produkte anderer – auch anderer Kulturen – müssen ebenso grundgelegt werden, wie das Anbahnen des Bewusstseins der Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsprozess.
Didaktische Grundsätze:
Der Gegenstand Technisches Werken soll zu Erfahrungen, Kenntnissen und Fertigkeiten im gestaltenden Umgang mit Werkstoffen und Werkzeugen führen. Werken soll ein kreativer Prozess sein, in dem die Eigenständigkeit bei der Entwicklung von Lösungsstrategien gefördert wird.
In der verantwortungsbewussten Auswahl von Themeninhalten und Technologien müssen sowohl ökologische als auch ökonomische Überlegungen berücksichtigt werden. Die Auswahl der Aufgaben im Werkunterricht ist dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzupassen.
Bei der Planung des Unterrichts ist zu berücksichtigen, dass die Fachbereiche stufenweise immer komplexer behandelt werden. Wegen des besonderen Motivationscharakters ist es wichtig, dass konkrete Produkte hergestellt werden. Bei der Auswahl der Themen ist die Erlebniswelt zu berücksichtigen. Da der Unterrichtsertrag in diesem Unterrichtsgegenstand meist in der Prozessorientiertheit liegt, sind Planen, Skizzieren, Arbeiten mit Baukästen und Herstellen von Vormodellen bei manchen Werkthemen unerlässlich.
Einsichten in technische Zusammenhänge können auch durch experimentierendes und prozesshaften Erarbeiten gewonnen werden, wobei in diesem Fall keine fertigen Endprodukte erzielt werden müssen. Ergebnisse von solchen Auseinandersetzungen sollen in geeigneter Form dargestellt oder präsentiert werden, um zur Festigung des Gelernten beizutragen.
Erziehung zu Genauigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Sparsamkeit, Hilfsbereitschaft, Koordinations- und Kooperationsvermögen sind bei der praktischen Arbeit zu fördern.
Exkursionen und Lehrausgänge stellen wesentliche Ergänzungen des Unterrichts dar.
Grundsätzlich ist der Unterricht koedukativ zu führen, da die Inhalte des Technischen Werkens sowohl für Mädchen als auch für Knaben gleichermaßen relevant sind. Der handlungsorientierte Unterricht bietet den Schülerinnen und Schülern spezifische Möglichkeiten für das Verständnis technischer und gestalterischer Inhalte. Es ist ein wichtiges Anliegen des Unterrichtsgegenstandes, eine grundsätzliche wertschätzende Haltung gegenüber der eigenen und der fremden Arbeit zu fördern, Kritikfähigkeit zu üben und das Selbstwertgefühl zu stärken. Der Umgang mit Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Werkstoffen erfordert sachgemäße Hinweise und Handhabung, wobei die Vorbildwirkung der Lehrerin bzw. des Lehrers besonders wichtig ist. Werkprozesse sind so zu planen und durchzuführen, dass eine Gefährdung und Beeinträchtigung der Gesundheit ausgeschlossen werden können. Individuelle Voraussetzungen und der Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler sind zu berücksichtigen.
Die allgemeinen Schutzbestimmungen bezüglich der Elektrogeräte und Maschinen sind besonders zu beachten. Schülerinnen und Schüler dürfen nicht an Fräsmaschinen, Hobelmaschinen, Kreissägen und mit Winkelschleifern arbeiten. Die arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen sind zu beachten.
Bei Werkstücken oder Aufgaben, die die Arbeit mit elektrischem Strom vorsehen, darf nur eine maximale Stromspannung von 24 Volt Stromspannung bzw. 20-30 mA zur Anwendung kommen. Auf die Gefahren bei der Arbeit mit elektrischem Strom ist besonders hinzuweisen.“
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
– erste Einsichten in den Zusammenhang von Raumgröße, Raumformen und Benutzbarkeit anbahnen
– persönliche Raumeindrücke beschreiben, Räume errichten und herstellen (zB Wohnraummodelle bauen, Verschieben und Kombinieren von Möbelelementen)
– Bau von Objekten (zB Schneeburg) mit geeigneten Materialien
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– beim Gestalten und Erleben Raumerfahrungen sammeln
– Wohnfantasien entwickeln
– Erfahrungen mit Werkmaterialien erwerben
– durch Spielen, Experimentieren und Konstruieren elementare Bauerfahrungen gewinnen
Technik
Beispielsweise:
– elementares Wissen über die Eigenschaften verschiedener Fahrzeuge erwerben
– zerlegen, untersuchen, experimentieren (zB technisches Spielzeug)
– Material auswählen und auf Eignung prüfen (zB Schwimmkörper)
– Herstellen von Modellen (zB Windrad und die Wirkungsweise von Kräften erfahren)
– Grundfunktionen und Wirkungsweisen technischer Bauelemente kennen lernen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– an die für sie bedeutsame technische Umwelt herangeführt werden
– Einsichten in die Bereiche Fahren, Gleiten und Schwimmen erwerben
– Einsichten in Funktionsweisen anbahnen
– Bau-, Material- und Konstruktionserfahrung sammeln
– Energie sichtbar machen und nutzen
– Kräfte sparen und Kräfte übertragen
Produktgestaltung
Beispielsweise:
– die Bedeutung von Form, Funktion und Farbe erkennen – Einsichten in den Zusammenhang von Größe, Form und Farbe erfahren
– Fertigungsverfahren wie (zB Falten, Schneiden üben)
– beim Herstellen einfacher Spiel- und Gebrauchsgegenstände (zB Kerzenständer) erste Kenntnisse in Bezug auf Funktion, Form und Werktechnologie erwerben
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Betrachten, Erproben und Fertigen einfacher Gebrauchsgegenstände
– verschiedene Fertigungsverfahren zum Umformen, Trennen und Verbinden kennen lernen
– Einsichten in die Herstellung von Gebrauchsgegenständen gewinnen
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
– räumlich-funktionelle Zusammenhänge der gebauten Umwelt (zB Supermarkt) kennen lernen
– Fördern des bewussten Erlebens, Planens und Herstellen von Raummodellen (zB Bauen mit großen Schachteln)
– Konstruktionsmerkmale einsichtig machen (zB Brücke)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erleben, Bauen und Gestalten von Räumen
– Einsichten in Anordnung, Nutzung und Ausgestaltung von Räumen erwerben
– Merkmale von Konstruktionsmethoden erkennen und anwenden
Technik
Beispielsweise:
– Fahr-, Flug- und Schwimmfähigkeit von Fahrzeugen erproben
– einfache Reparaturen (zB beim Fahrrad) durchführen
– Bauteile und deren Funktion (zB Lichtschalter) im Stromkreis kennen lernen
– Erkennen der Grundfunktionen und Wirkungsweisen von einfachen Maschinen und technischen Geräten in der Umwelt der Schülerinnen und Schüler
– Untersuchen und Bauen einfacher Messgeräte (zB Sonnenuhr)
– die Bedeutung des Messens in verschiedenen technischen Zusammenhängen erkennen
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– vertiefte Einsichten in die Bereiche Fahren, Gleiten und Schwimmen erwerben
– Pflege und Wartung technischer Geräte
– elektrische Bauteile und deren Funktion
– Grundfunktionen und Wirkungsweisen technischer Bauelemente kennen lernen und anwenden
– Messen und Vergleichen
Produktgestaltung
Beispielsweise:
– selbst hergestellte, handwerklich oder industriell gefertigte Gegenstände hinsichtlich Funktion, Brauchbarkeit und Zweckmäßigkeit beurteilen lernen und zu einem konsumkritischen Verhalten führen
– Trennung von Werkstoffen und Recycling
– durch Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Produktfertigung Einsichten in technische, wirtschaftliche und soziale Abläufe in der Arbeitswelt gewinnen (zB Arbeit in Beruf und Haushalt, Besuch von Werkstätten)
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erproben und Betrachten von Spiel- und Gebrauchsgegenständen – Produktanalyse
– konsumkritisches Verhalten erwerben
– Möglichkeiten von Entsorgung und Wiederverwerten kennen lernen
– technische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen in der Arbeitswelt kennen lernen
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
und 6. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
– Auseinandersetzung mit der Lage eines Bauwerks, seinem Außenraum, seiner Umgebung
– Kennenlernen von Kategorien zur Unterscheidung nach Nutzung und Raumbedarf, Gestaltung und Form, unterschiedliche Konstruktionen, Baumaterialien
– Anfertigung von Wohnungsmodellen, Lösungen nach eigenen Wohnbedürfnissen und Wohnvorstellungen entwickeln
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensbereichs anbahnen
– Erkennen der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Architektur anbahnen
Technik
Beispielsweise:
– Funktionsmodelle mit einfachen Hebel-, Zug- und Drehmechanismen, Sperr- und Bremsvorrichtungen, Lenk- und Antriebsmöglichkeiten bei Fahrzeugen
– Herstellen und Erproben einfacher elektrischer Schaltungen (nur Schwachstrom)
– Einsichten in die Gesetze des Fliegens und Schwimmens beim Bauen und Erproben von einfachen Modellen gewinnen
– einfache Reparaturen aus dem lebenspraktischen Umfeld der Schülerinnen und Schüler durchführen
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Gewinnen von Einsichten in einfache mechanische Vorgänge an Maschinen
– Gewinnen von Einsichten in Grundprinzipien an Maschinen, die Luft- und Wasserströmungen nutzen
– Gewinnen von Einsichten in einfache elektrische Schaltungen
Produktgestaltung/Design
Beispielsweise:
– Entwickeln und Herstellen einfacher Gebrauchsgegenstände und funktionstüchtigen Produkten für Alltag und Spiel
– konsumkritisches Verhalten ausbauen und die Beurteilung von Produkten entwickeln anhand der Erarbeitung eines Anforderungskataloges am Beginn einer Aufgabe
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– Herstellen einfacher Werkzeuge und Produkte aus leicht zu bearbeitenden Materialien
– konsumkritisches Verhalten weiter ausbauen
Lehrstoff:
und 8. Schulstufe
Gebaute Umwelt
Beispielsweise:
– Erleben und Vergleichen von unterschiedlichen Gebäudetypen
– Entwickeln von Konzepten für das Wohnen von Menschen mit ähnlichen oder unterschiedlichen Bedürfnissen
– Auseinandersetzung mit Ausstattung und Funktionalität von Wohnräumen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensbereichs, eventuell Fantasien und Denkmodelle für die Zukunft entwickeln
– Erkennen der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Architektur und über die daraus resultierenden Probleme sprechen
Technik
Beispielsweise:
– Erweitern und Vertiefen der Einsichten anhand von Funktionsmodellen mit Hebel-, Zug- und Drehmechanismen, Sperr- und Bremsvorrichtungen, Lenk- und Antriebsmöglichkeiten bei Fahrzeugen
– Funktionsweise von Bauteilen erarbeiten und bei einfachen Grundschaltungen anwenden
– Reparaturen und einfache Montagen aus dem lebenspraktischen Umfeld der Schülerinnen und Schüler durchführen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Gewinnen von Einsichten in verschiedene Antriebs-, Lenkungs- und Steuerungssysteme
– Erweitern des Verständnisses für verschiedene Funktionsweisen aus dem Bereich der Hydro- und Aerodynamik
– Lesen und Verstehen von einfachen elektrischen Schaltplänen
Produktgestaltung/Design
Beispielsweise:
– Anfertigen von Werkstücken auch nach selbst angefertigten Werkzeichnungen
– konsumkritisches Verhalten weiter ausbauen – Zusammenhänge zwischen Form, Funktion, Werkstoff, Ökologie und Ökonomie erkennen
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Herstellen anspruchsvollerer Werkzeuge und Produkte aus Materialien mit höheren Anforderungen
– Planen, Gestalten und Herstellen von Gebrauchsgütern
– konsumkritisches Verhalten weiter ausbauen
Textiles Werken
Bildungs- und Lehraufgabe:
Textilien spielen eine wesentliche Rolle in der Lebenswelt der Menschen und bedingt eine bewusste Auseinandersetzung mit entsprechenden Materialien, Prozessen und Produkten. Durch tätige Beschäftigung mit Werkstoff und Werkzeug sollen Einsichten in die Bereiche textile Materialien, Design/Produktgestaltung-Umweltgestaltung, Kleidung, Wohnen sowie in die Arbeits- und Berufswelt gewonnen werden, die die Schülerinnen und Schüler befähigen, neue Situationen in diesen Bereichen erfolgreich zu bewältigen und ein verstehendes und kritisches Verhalten zu ihrer Umwelt zu entwickeln.
Im Textilen Werken sollen fachspezifische Erkenntnisse über Materialien, textile Herstellungsverfahren und Gestaltungsprozesse erworben werden und beim Herstellen beziehungsweise Umgestalten textiler Produkte Anwendung finden.
Im Mittelpunkt steht die tätige Auseinandersetzung mit Textilien und anderen Materialien. Der Wert des praktischen Arbeitens soll erfahren werden und dadurch an Bedeutung gewinnen. Die regelmäßige Werkbetrachtung ermöglicht eine entsprechende Reflexion.
Im Umgang mit Material, Werkzeug und Maschinen sollen Gefahren erkannt und Sicherheitsmaßnahmen sowie Verhaltensregeln eingehalten werden. Auf entsprechende Gestaltung des Arbeitsplatzes ist Rücksicht zu nehmen.
Unterrichtsinhalte sind miteinander zu verknüpfen sowie Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen (zB zum Sachunterricht, zu Deutsch, zum Technischen Werken) herzustellen. Aufbauend auf individuellen Fähigkeiten, Vorkenntnissen, Bedürfnissen und Interessen sollen Fertigkeiten geübt und die Selbstständigkeit gefördert werden. Spezifische Kriterien der Wahrnehmung und Motorik sollen bei allen Tätigkeiten Berücksichtigung finden und auch gezielt trainiert werden.
Kreativität, Experimentierfreude, Spontaneität und Flexibilität sollen einen zentralen Stellenwert im Textilen Werken einnehmen. Soziale Kompetenzen wie zB Teamfähigkeit oder Hilfsbereitschaft sollen beim gemeinsamen Tun gefördert werden und zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen. Im Unterrichtsgegenstand Textiles Werken sollen sowohl der Weg als auch das Ergebnis gleichwertige Bedeutung haben.
Das entdeckende und forschende Lernen soll die Ausbildung des kreativ-produktiven Denkens fördern, zur Persönlichkeitsbildung und zur Berufsorientierung beitragen.
In allen Bereichen der Werkerziehung sind Gewissenhaftigkeit, Konzentration und Ausdauer, Arbeitshygiene und Unfallverhütung, Material- und Zeitökonomie sowie Sinn für Ordnung und Sauberkeit anzustreben. Soziale Erfahrungen sind zu ermöglichen.
Schwerpunkte sind:
– Steigerung der Sensibilität durch sinnliches Erleben beim Verarbeiten verschiedener Werkstoffe
– Fertigkeiten in den textilen Grundtechniken
– Zielstrebigkeit und Konsequenz beim Lösen gestellter Aufgaben
– Fähigkeiten zur Informationsbeschaffung auf dem Textilsektor zur Feststellung eigener Bedürfnisse
– Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit bei Planungs- und Herstellungsprozessen
– kritische Selbsteinschätzung, Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit als Grundlage von Entscheidungsfindungen
– Urteilsvermögen und Qualitätsbewusstsein bei der Bewertung von Produkten
– verantwortungsvolles Handeln für eine menschengerechte Umweltgestaltung
– Begabungen zur Lebensgestaltung
– Sicherheitsbewusstsein und den werkgerechten Einsatz von Maschinen und Werkzeugen
Didaktische Grundsätze:
Der Gegenstand Textiles Werken soll durch Freude am Tun zu grundlegenden Erfahrungen, Kenntnissen und Fertigkeiten im gestaltenden Umgang mit Werkstoffen und Werkzeugen führen.
Im Textilen Werken sollen den Schülerinnen und Schülern an unterschiedlichen Beispielen bewusst gemacht werden, dass Textilien aus dem Alltag nicht wegzudenken sind. Im handelnden Umgang mit Textilien kann eine positive Einstellung zum Material aufgebaut werden. Durch vielfältiges Arbeiten und Gestalten mit und an Materialien werden Interesse und Motivation geweckt. Freude am Tun kann ausschließlich durch anschauliche Aufbereitung der Themen und Aufgabenstellungen geweckt und erlebt werden. Die Wertschätzung der Lehrperson gegenüber den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler kann wesentlich zu deren positiver Einstellung gegenüber dem Unterrichtsgegenstand beitragen.
Im Rahmen einer Werkbetrachtung wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, sich über die Arbeiten gedanklich auszutauschen und darüber miteinander zu reflektieren. Gegenseitiges Akzeptieren wird dabei erlernt, Kritikfähigkeit geübt und die individuelle Persönlichkeit gefördert. Beim Erproben textiler Verfahren und Prozesse und beim Herstellen von Produkten werden vielfältige Erfahrungen gesammelt. Dabei ist eine kritische Auseinandersetzung mit textilen Produkten anzubahnen und zu fördern.
Indem sich die Auswahl der Themen an den Interessen, Bedürfnissen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler orientiert, wird der Zugang zu Arbeitsprozessen erleichtert. Sie erleben dabei das Herstellen von Produkten für den jeweils eigenen, ganz persönlichen Bedarf und das Mitgestalten ihrer Umwelt. Bei der Auswahl der Verfahren soll auf Aktualität, Verwendungszweck, Praxisbezug usw. Rücksicht genommen werden.
Durch Sammeln und Vergleichen von Informationen und praktischen Erfahrungen lernen Kinder ua. Achtung und Verständnis für Textilien aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit. Bei der Auseinandersetzung mit Textilien können Einsichten sowohl in die eigene Kultur als auch in andere Kulturen gewonnen werden.
Ebenso bieten aktuelle Situationen und Aktivitäten Möglichkeiten für fächerübergreifendes Arbeiten. Ganzheitliches Lernen und Lernen in Sinnzusammenhängen sollen den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die Vernetzung einzelner Fachbereiche und Unterrichtsgegenstände bewusst zu erkennen.
Schöpferisches Tun in verschiedensten Sozialformen wie Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und der Arbeit im Team ermöglicht die Zuordnung nach persönlichen Neigungen und Fähigkeiten. Individuelle, auf die Situation des Kindes abgestimmte Aufgabenstellungen fördern Arbeitshaltung, Ausdauer und Konzentration.
Die Rechts- und Linkshändigkeit sind zu berücksichtigen. Bei der Unterrichtsplanung und Gestaltung ist entsprechend den Voraussetzungen der Kinder auf größtmögliche Differenzierung Wert zu legen.
Erziehung zu Genauigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, Sparsamkeit, Hilfsbereitschaft, Koordinations- und Kooperationsvermögen sind bei der praktischen Arbeit zu fördern.
Der bewusste Einsatz von Rohmaterialien und dessen Recycling ist zu vermitteln.
Beim Entwerfen und Planen ist die zeichnerische Darstellung auch mit modernen Technologien als Mittel der Information zu fördern.
Hinsichtlich der Werkstoffe und der Technologien ist der Ökonomie und Ökologie auf allen Schulstufen Rechnung zu tragen.
Die allgemeinen Schutzbestimmungen bezüglich der Elektrogeräte und Maschinen sind zu beachten; die arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen sind einzuhalten.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
– Materialien durch Betrachten und Fühlen kennen lernen
– grundlegendes über Herkunft und Gewinnung textiler Rohstoffe (zB Baumwolle) erfahren
– den spielerischen Umgang mit Materialien erleben (zB durch Fadenspiele)
– unterschiedliche textile Materialien haptisch-taktil und visuell unterscheiden und beschreiben
– Fördern der Sensomotorik beim Durchführen von Tätigkeiten (zB beim Einfädeln, Verknoten)
– Trainieren der Finger- und Handgelenksbeweglichkeit (zB beim Stecken, Fädeln)
– einfache Werkzeuge und Arbeitsgeräte entwickeln und erproben
– zur Unfallverhütung durch sachgerechten Umgang mit Werkzeug und Material beitragen
– Herstellen von Schnüren und Bändern (zB durch Drehen, Flechten)
– Herstellen von einfachen Flächen und Formen (zB durch Weben)
– Gestaltungsübungen und -möglichkeiten mit Papier, Stoff, Faden- und Naturmaterialien
– Planen und Entwickeln einfacher Schnittformen für Flächen und Hüllen
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Sammeln und Erproben elementarer Erfahrungen mit textilen Materialien und anderen Werkstoffen
– Sensibilisierung der Wahrnehmung und Schulung der Motorik
– Handhabung von Werkzeugen und Arbeitsgeräten
– Unfallverhütung
– Herstellungsverfahren kennen lernen
– Gestaltungsprozesse und einfache Schnitte entwickeln
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
– Spiele aus Materialmix erfinden, entwickeln und erproben
– sich selbst für Spiele verändern (zB durch Verkleiden)
– Textiles in Bezug auf Verwendung und Brauchbarkeit in Beruf und Alltag zuordnen und prüfen
– erste Zusammenhänge zwischen Zweck, Form, Farbe und Herstellungsverfahren kennen lernen
– Entdecken und Erforschen der eigenen Kultur und andere Kulturen kennen lernen hinsichtlich Kleidung, Schmuck, Wohnen und Spielen
– Kunstbegegnung durch Kunstbetrachtung
Lernziele bis zum Ende der zweiten Schulstufe:
– Textilien als Impuls zum Spielen und Lernen
– Textilien in Alltags- und Berufswelt kennen lernen
– einfache Produkte herstellen
– verschiedene Kulturen und ihre Textilkunst kennen lernen
– Textilkunst kennen lernen
Grundstufe II
Lehrstoff:
und 4. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
– die vorhandenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit textilem Material und textilen Techniken festigen und anwenden können
– erworbenes Wissen über Herkunft und Gewinnung textiler Rohstoffe (zB Baumwolle, Jute) erweitern
– über Pflegeeigenschaften textiler Materialien erfahren und „erleben“
– Experimentieren und Arbeiten mit Materialien (zB Umgestalten, Reißen, Färben, Drucken)
– Sensibel machen für die Verwendung verschiedener Materialien
– Werkzeuge materialgerecht einsetzen, mit Bedienungsanleitungen vertraut machen und manche davon praktisch anwenden
– Einblick in die historische Entwicklung von Arbeitsgeräten gewinnen
– Maßnahmen zur Unfallverhütung durch sachgerechten Umgang mit Werkzeug und Material erkennen und gezielt einsetzen
– Herstellen von Schnüren und Bändern (zB durch Knüpfen, experimentelles Weben, Maschenbilden)
– handwerkliche und industrielle Verfahren vergleichen (zB Nähen mit der Hand und Nähen mit der Nähmaschine)
– Erweitern der Gestaltungsmöglichkeiten (zB durch Sticken, Bedrucken, Marmorieren)
– individuelle Schnittformen entwickeln und anwenden
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Erweitern von Erfahrungen mit textilen Materialien und anderen Werkstoffen
– Experimentieren und Arbeiten mit Materialien
– Erkennen der Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Motorik und Handeln
– Erlernen sachgerechter Handhabung von Werkzeugen
– Einbeziehen historischer Aspekte
– Unfallverhütung
– Erproben, Einsetzen und Kombinieren textiler Techniken
– Einsichten in industrielle Herstellungsverfahren gewinnen
– Kenntnisse hinsichtlich Gestaltungsprozesse und Schnittentwicklung erweitern
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
– Herstellen von textilen Spielobjekten, mit Kleidungsstücken und Accessoires Signale setzen, Bühnenbilder entwerfen
– Spiele aus verschiedenen Kulturen vergleichen und eventuell herstellen
– textile Produkte unterscheiden und nach verschiedenen Kriterien beurteilen lernen
– mit Textilien und textilen Accessoires Räume gestalten
– die Bedeutung von textilen Materialien, Objekten und Kleidungsstücken aus der Vergangenheit kennen lernen und mit der Gegenwart vergleichen
– Begegnung mit anderen Kulturen aus den Bereichen Kleidung und Wohnen erleben und verstehen
– Kunstobjekte gestalten und präsentieren
Lernziele bis zum Ende der vierten Schulstufe:
– Gestalten von Spielobjekten, Kostümen und Spielumgebung
– Historische und kulturelle Aspekte des Spiels
– Textilien im Alltag und in der Berufswelt
– Verändern und Gestalten textiler Produkte
– Textile Tradition und ihre Ausdrucksform
– Interkulturelle Begegnungen
– Textilkunst erfahren
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
und 6. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
– Kennenlernen und erproben fadenbildender oder fadenverstärkender Verfahren, praktisches Anwenden flächenbildender Verfahren mit Fasern und Fäden
– Eigenschaften der Fasern, Pflege- und Pflegekennzeichen im Hinblick auf die sachgerechte Auswahl von Textilien
– Kennen lernen, Umsetzen und praktisches Anwenden von flächenverbindenden oder flächengestaltenden Verfahren, Schnitte entwickeln, weitere Grundformen und ihre Abwandlungen kennen lernen und anwenden
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– textile Techniken und nähtechnische Grundverfahren für die selbstständige Fertigung anwenden
– Kenntnisse über die Herstellung und Gewinnung textiler Rohstoffe erwerben
– Eigenschaften und Pflege von Fasern
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
– Kenntnisse über Funktionen der Kleidung, Möglichkeiten individueller Gestaltung und Aktualisierung von Kleidungsstücken unter Berücksichtigung funktionaler und ästhetisch-gestalterischer Gesichtspunkte erweitern
– Herstellung oder Veränderung von Kleidung und Accessoires unter Anwendung textiler Techniken
– Raumfunktionen und Darstellung von Räumen (zB Grundriss, Maße)
Lernziele bis zum Ende der sechsten Schulstufe:
– textile Verfahrens-, Fertigungs- und Produktionstechniken kennen lernen
– erste Einsichten in ökonomische und ökologische Zusammenhänge gewinnen
– Gestaltungsgrundlagen des Designs wie Farbe, Form, Struktur, Musterung, Rhythmus, Harmonie, Kontrast und Proportion zur Entwicklung der eigenen Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeit kennen lernen
– eigene Entwürfe unter Berücksichtigung einfacher Gestaltungskriterien für das Design umsetzen
– die unterschiedlichen Funktionen von Kleidung erkennen
– weitere Einsichten in Wohnbedürfnisse gewinnen
Lehrstoff:
und 8. Schulstufe
Materialien/Textiltechnologie
Beispielsweise:
– Anwenden von Fadenbildenden, Fadenverstärkenden oder Flächenbildenden Verfahren, Planen und Erproben der Einzel- und Serienfertigung
– Einsatzmöglichkeiten neuer technologischer Hilfsmittel
– textile Prüfverfahren, Textilveredelung praktisch erfahren
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– textile Techniken und nähtechnische Grundverfahren für die selbstständige Fertigung anwenden
– weitere Kenntnisse über die Herstellung und Gewinnung textiler Rohstoffe erwerben
– textile Verfahrens-, Fertigungs- und Produktionstechniken erkennen
Produkte/Gestaltungstechniken/Kultur-Textilgeschichte/Kleidung
Beispielsweise:
– praktisches Anwenden von Flächengestaltenden oder Flächenverbindenden Verfahren
– Schnitte aus Vorlagen und einfache Abänderungen
– Reflexion der Planungs- und Durchführungsarbeiten sowie der Erscheinungsform und Funktionalität des Produkts
– Unterschiede selbst gefertigter und industriell hergestellter Produkte im Hinblick auf Qualität, Originalität und Kosten erkennen
– Phänomene der Mode, Bewertung von Material, Schnitt und Ausführung hinsichtlich des Verwendungszweckes, der Gesundheit und des Wohlbefindens
– Planung und Herstellung oder Veränderung von Kleidung und Accessoires unter Anwendung textiler Techniken, Reinigung und Pflege
– Vergleichen der unterschiedlichen Bekleidungen in den verschiedenen Kulturkreisen
– Beurteilungskompetenz bezüglich Einrichtungsgegenständen und Textilien des Innenraums durch selbstständiges Lösen von Gestaltungsaufgaben erweitern
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– weitere Einsichten in ökonomische und ökologische Zusammenhänge gewinnen
– Gestaltungsgrundlagen des Designs wie Farbe, Form, Struktur, Musterung, Rhythmus, Harmonie, Kontrast und Proportion zur Entwicklung der eigenen Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeit erweitern
– eigene Entwürfe unter Berücksichtigung von Gestaltungskriterien für das Design umsetzen
– die Funktionen von Kleidung kennen und Kulturvergleiche anstellen
– Analyse und Bewertung von Material, Schnitt und Ausführung
– kritisches Konsumverhalten in den Bereichen Kleidung, Wohnen, Werbung, Mode und Freizeit entwickeln
– Erlernen der Beurteilungskompetenz bezüglich Einrichtungsgegenständen und Textilien des Innenraums
Ernährung und Haushalt
Bildungs- und Lehraufgabe:
Ernährung und Haushalt ist ein themenzentrierter und handlungsorientierter Unterrichtsgegenstand und soll Entscheidungsgrundlagen für die Förderung des psychischen, physischen, sozialen und ökologischen Wohlbefindens anbieten.
Die Zusammenhänge zwischen Alltagsgestaltung und Lebensqualität sollen aufgezeigt werden. Ein zentrales Anliegen in allen Fragen der Lebensgestaltung muss die Gesunderhaltung sein.
Das Bewusstsein, dass dem Leben im Haushalt unterschiedliche Wert- und Normvorstellungen zu Grunde liegen, soll zu aufgeschlossenem, tolerantem Umgang miteinander sowie im multikulturellen Umfeld führen.
Der Unterricht in Ernährung und Haushalt soll zur selbstständigen Bewältigung von Aufgaben im privaten Haushalt befähigen, wobei der Haushalt in seiner Gesamtheit als Versorgungs-, Wirtschafts- und Sozialbereich zu sehen ist.
Der Unterrichtsgegenstand Ernährung und Haushalt gliedert sich in die Teilbereiche:
– Ernährung und Gesundheit
– Haushalt und Gesellschaft
– Verbraucherbildung und Gesundheit
– Lebensgestaltung und Gesundheit
Didaktische Grundsätze:
Die praktische Anwendung von Erkenntnissen ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts in Ernährung und Haushalt. Für die praktische Erprobung empfiehlt sich die Nutzung von fachspezifischen Unterrichtsräumen, die den erforderlichen Ausstattungs-, Sicherheits- und Hygienestandards entsprechen.
Einfache, grundlegende Arbeitstechniken sind zu vermitteln und zu üben. Bei der Auswahl von Lebensmitteln und beim Zusammenstellen von Speisen und Speisefolgen sind ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen.
Moderne Technologien und Kommunikationssysteme sind dem Lernanlass entsprechend sinnvoll zu nutzen.
Selbstständigkeit, Übernahme von Verantwortung und Kooperation sind bei der Bewältigung von Aufgaben wesentliche Kompetenzen und daher im Unterricht ausreichend zu üben.
Für den Unterrichtsertrag unerlässlich ist ständiges Üben und Wiederholen von Arbeitsabläufen; Möglichkeiten von Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen sind wahr zu nehmen.
Der Schwierigkeitsgrad der Lehrstoffinhalte ist nach dem individuellen Leistungs- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich auf den einzelnen Schulstufen aufzubauen.
Sekundarstufe I
Lehrstoff:
Ernährung und Gesundheit
Beispielsweise:
– Bedeutung der gesunden Ernährung und Regeln für eine gesunde Ernährung
– Nährstoffauswahl und Nährstoffzusammensetzung
– die Ernährungspyramide
– lebensnotwendige Inhaltsstoffe unserer Nahrung und deren Aufgabe im menschlichen Körper
– Mahlzeiten des Tages – Tagesleistungskurve
– Garmachungsarten und Konservierungstechniken
– Unfallverhütung, Sicherheitsmaßnahmen – Verhaltensregeln
– Erste Hilfe – Hausapotheke
Haushalt und Gesellschaft
Beispielsweise:
– Einkaufsplanung, Einkauf – Wirtschaften mit Geld
– Bevorratung im Haushalt – Konservierung
– Haushaltsgeräte
– Haushalt und Umwelt – Mülltrennung
– Ordnungs- und Reinigungsarbeiten
– Tisch-, Ess- und Trinkkultur, Regeln des Servierens
– Hygieneverhalten
Verbraucherbildung und Gesundheit
Beispielsweise:
– Preis-, Qualitäts- und Handelsklassen
– Marktinformation, Werbung, Markterkundung
– Lebensmittelgesetz und Konsumentenschutz
– Lebensmittelkennzeichnung
Lebensgestaltung und Gesundheit
Beispielsweise:
– Gerichte planen und zubereiten
– verschiedene Arbeitstechniken für die Zubereitung
– Energiebedarf in Bezug auf Alter und Tätigkeiten
– verschiedene Kostformen (zB Diätkost)
– Feiern und Feste im Jahreskreis
– Interkulturelle Aspekte
Lernziele bis zum Ende der achten Schulstufe:
– Aufgaben der Haushaltsführung selbstständig bewältigen zu können
– Arbeitsabläufe planen zu können
– ökonomisches und kritisches Verbraucherdenken zu entwickeln und verantwortungsbewusstes Kauf- und Konsumverhalten zu lernen
– Marktinformationen kennen und durch sinnvolles und preisbewusstes Einkaufen zu nützen
– einen Überblick über die Grundlagen einer gesunden Ernährung zu gewinnen
– sich für eine der Gesundheit dienliche Ernährungsweise entscheiden zu können
– mit Lebensmitteln sachgerecht und verantwortungsvoll umgehen zu lernen
– nach Rezepten Speisen zubereiten zu lernen
– Formen der Bevorratung von Lebensmitteln kennen und Einsicht in deren Nutzen zu gewinnen
– Kenntnisse von der Verwendung von Fertig- und Halbfertiggerichten zu erwerben
– Ess- und Tischkulturen kennen und situationsgerecht anwenden zu können
– Arbeitstechniken zur Lebensmittelverarbeitung zu erlernen
– verschiedene Arbeitsbereiche, Arbeitsmittel und Geräte der Küche in ihrer Funktionalität zu kennen
– Ordnungs- und Reinigungsarbeiten auszuführen
– Hygieneregeln kennen zu lernen und zu beachten
– Unfallgefahren im Haushalt zu kennen und Erkenntnisse der Unfallverhütung im eigenen Verhalten zu berücksichtigen
Bewegung und Sport
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport soll gleichrangig zur Entwicklung der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz beitragen: durch vielseitiges Bewegungskönnen und vielfältige Bewegungserfahrung; Wahrnehmungsfähigkeit für den eigenen Körper und das eigene Bewegungsverhalten; Selbstvertrauen; Entfaltung von Leistungsbereitschaft, Spielgesinnung, Kreativität, Bewegungsfreude und Gesundheitsbewusstsein; Umgang mit Geschlechterrollen im Sport und Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Interessen und Bedürfnisse; partnerschaftliches Handeln; Übernehmen von Aufgaben; Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft; Durchsetzungsvermögen unter Beachtung fairen Handelns; Regelbewusstsein und interkulturelles Verständnis.
Der Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport gliedert sich in die Teilbereiche:
– Grundlagen zum Bewegungshandeln
– könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
– spielerische Bewegungshandlungen
– gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
– gesundheitsorientiert ausgleichende Bewegungshandlungen
– erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
Die Schülerinnen und Schüler sollen durch exemplarische Auswahl von entsprechenden Inhalten differenziert in den einzelnen Alterstufen, wobei der jeweilige Entwicklungsstand zu berücksichtigen ist, folgende Sinngebungen von Bewegung, Spiel und Sport erfahren:
– Förderung der Freude am spielerischen und sportlichen Tun
Grundlagen zum Bewegungshandeln
– Ausbildung und Weiterentwicklung der konditionellen und koordinativen Grundlagen des Bewegungshandelns, Verbesserung der individuellen Leistungsfähigkeit. Die Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erwerben, erweitern, eigene Stärken erkennen.
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
– Erwerb eines grundlegenden und vielseitigen Bewegungskönnens und das Schaffen von Möglichkeiten zum Entdecken von Vorlieben für bestimmte Bewegungsformen und deren Einbeziehung in den persönlichen Lebensstil. Das Leisten erfahren und reflektieren.
Spielerische Bewegungshandlungen
– Gemeinsames Handeln, Spielen und sich Verständigen. Befähigung zum Bewegungshandeln sowohl in Kooperation als auch in Konkurrenz und Befähigung zum Umgehen mit Konflikten.
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
– Bewegung gestalten und darstellen; sich körperlich ausdrücken.
Gesundheitsorientierte und ausgleichende Bewegungshandlungen
– Gesundheitsbewusstsein entwickeln; die Fitness verbessern.
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
– Vielfältige Körper- und Bewegungserfahrungen in unterschiedlichen Situationen und Räumen, besonders auch in erlebnishaften und naturnahen Bewegungstätigkeiten; Erlebnis und Wagnis in Verantwortung für sich selbst und andere erfahren.
Didaktische Grundsätze:
Die Bildungs- und Lehraufgabe ist in jeder Schulstufe unter Setzen von alters- und entwicklungsgemäßen Schwerpunkten zu erfüllen. Diese Schwerpunkte sind den Teilbereichen des Lehrstoffes (Bewegungshandlungen) gleichmäßig zuzuordnen und auch unter Beachtung geschlechtsspezifischer Anliegen festzulegen.
Bei der Wahl der Lehrwege sowie bei der Festlegung der Anforderungen ist das motorische Entwicklungs- bzw. Leistungsniveau durch Einholen von Informationen und Erhebungen über den Leistungsstand zu berücksichtigen. Leistungskontrollen können einen Lern- und Übungsanreiz für die Schülerinnen und Schüler darstellen und auch als Rückmeldungen für die Unterrichtsplanung und durchführung herangezogen werden. Die Schülerinnen und Schüler weisen oft eine sehr unterschiedliche Leistungsfähigkeit auf und sollen möglichst nach Beobachtung und Bewegungsdiagnose zusätzlich individuell gefördert werden (Gruppen-, Partner-, Einzelarbeit).
Die Vermittlung der motorischen Grundlagen hat in jedem Fall unter Berücksichtigung gesundheitsorientierter und motorisch fördernder Gesichtspunkte zu erfolgen. Dazu gehören vielfältige Bewegungsangebote unter Bedachtnahme auf die individuelle gesundheitliche und physiologische Reizsetzung, wobei auf die unteren und oberen Grenzen der Wirksamkeit Bedacht zu nehmen ist.
Die Lernbereitschaft kann durch Einbeziehung der Bewegungswelt der Schülerinnen und Schüler und entsprechender Trends im freizeitlichen Bewegungshandeln gesteigert werden. Eine weitere mögliche Motivation zum Sporttreiben sind die Vorbereitung und Teilnahme an jugendgemäßen Vorführungen und Wettkämpfen (Schulvorführungen und -wettkämpfe, Vereins- und Verbandswettkämpfe) sowie das Erwerben von Leistungsabzeichen,
Auf eine sinnvolle Verteilung wie Vielfalt, Ergänzung und Kontrast der Lehrinhalte über die Schulstufen hinweg ist zu achten. Dabei sollen die Inhalte des Unterrichts nicht nur von den Rahmenbedingungen am jeweiligen Schulstandort abhängen, sondern sich auch an den Möglichkeiten bei Schulveranstaltungen und Schulwettkämpfen orientieren, wobei Kooperationen mit außerschulischen Partnern anzustreben sind. Für ausgewählte Inhalte ist auch die Abwicklung des Unterrichts in Kurs- oder Blockform an geeigneten Übungsstätten vorzusehen.
Theoriegeleitete Inhalte sind ausgehend vom Bewegungshandeln zu vermitteln und möglichst in fächerübergreifenden Lehr- und Lernverfahren zu vertiefen.
Eine angestrebte Leistungssteigerung hat sich an von Schülerinnen und Schülern eigen- und mitbestimmten, aber auch an fremdbestimmten Leistungsmaßstäben zu orientieren; die individuellen Voraussetzungen sind dabei zu beachten und kognitive Grundlagen zur Leistungsverbesserung zu vermitteln.
Auf Schulveranstaltungen mit bewegungserziehlichen Inhalten sind die Schülerinnen und Schüler im Unterricht ausreichend vorzubereiten.
Im Unterricht ist zu jeder Zeit ein höchstmögliches Maß an Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Schülerinnen und Schüler sollen Risiko und Gefahren bei der Sportausübung erkennen und einschätzen lernen und selbst und für andere Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung beim Sporttreiben (auch über die Schule hinaus) beitragen oder auch treffen können.
Grundstufe I
Lehrstoff:
und 2. Schulstufe
Grundlagen zum Bewegungshandeln
Beispielsweise:
– vielfältige motorische Aktivitäten
– Üben von konditionellen Fähigkeiten: Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer (im aeroben Bereich)
– Beweglichkeit
– psychomotorische Schulung und Stabilisieren der koordinativen Fähigkeiten: Gleichgewicht, Raumwahrnehmung und Orientierung
– Rhythmusfähigkeit, Reaktionsfähigkeit und kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
– Gewinnen von Körper- und Bewegungserfahrung
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Bewegungsabläufe ohne, mit und an geeigneten Geräten erfahren
– über Hindernisse laufen, weit, hoch und über Hindernisse springen
– in die Weite und auf Ziele werfen, schleudern und stoßen anbahnen
– vielfältiges Bewegen und Spielen im Wasser; Schwimmen in einer Schwimmlage anbahnen
– Tauchen mit einfachsten Anforderungen
– Baderegeln kennen lernen
Spielerische Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Entwickeln von Spielfähigkeit mit einfachen Anforderungen in verschiedenen Situationen mit Gegenständen, mit und ohne Geräte wie zB unterschiedliche Übungen mit dem Ball
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Aufbau von Körperwahrnehmung: einfache Bewegungen zum Rhythmus von Sprechversen
– Singspiele und Kindertänze
– einfache Tanzschritte und einfache Tanzfassungen
Gesundheitsorientiert – ausgleichende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– den Zusammenhang zwischen Bewegung und körperlichem Wohlbefinden erfahren und die Freude an der Bewegung fördern
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
– Entdecken und Erschließen von einfachen Bewegungen in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen, vorzugsweise im Freien und Erfahrungen mit einfachen, rollenden und gleitenden Geräten gewinnen
– gemeinsam handeln und dabei an Sicherheit gewinnen
Grundstufe II
Lehrstoff
und 4. Schulstufe
Grundlagen zum Bewegungshandeln
Beispielsweise:
– Erweitern der vielfältigen motorischen Aktivitäten
– grundlegender Erwerb konditioneller Fähigkeiten wie zB Ausdauer, und Beweglichkeit
– Verbessern der koordinativen Fähigkeiten (Psychomotorik)
– Bewusstmachen des eigenen Bewegungsverhaltens hinsichtlich Bewegungsqualität und Bewegungsökonomie
– Gewinnen von Körper- und Bewegungserfahrung
– die Wichtigkeit einer richtigen Atmung bewusst machen
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Bewegungsfertigkeiten ohne, mit und an Geräten anbahnen
– leichte Kunststücke allein und in der Kleingruppe (er)finden, erproben, üben und einander präsentieren
– trainieren von Ausdauer und überwinden von Hindernissen angepasst an die individuellen Möglichkeiten
– in die Weite und auf Ziele werfen, schleudern und stoßen üben
– vielfältiges Bewegen und Spielen im Wasser; Schwimmen in einer Schwimmlage üben; Tauchen mit einfachen Anforderungen; einfache Sprünge
– anspruchsvollere Bewegungsfertigkeiten ohne, mit und an Geräten erlernen und üben; Verbessern und vielfältiges Anwenden von sportartspezifischen (Grund)Formen
– Wettkämpfe (und deren Vorformen) in verschiedenen Sportarten und Sportspielen kennen lernen, wobei Leistungswille, Fairness und Umgang mit Sieg und Niederlage grundlegend thematisiert werden
Spielerische Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Entwicklung der Sportspielfähigkeit (allein, miteinander und gegeneinander) unter technikrelevanten Aspekten und Beachtung von Spielregeln
Gestaltende und darstellende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Eigenständiges und kreatives Variieren, Kombinieren und Erfinden von Bewegungen mit und ohne Materialien
– Umsetzen von Musik und Rhythmus in Bewegung und Tanz
– Akrobatische und gauklerische Fertigkeiten erproben
Gesundheitsorientiert – ausgleichende Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Körpergefühl entwickeln und Körperwahrnehmung verbessern: Reaktionen des Körpers bewusst erfahren – zB Ermüdung, Pulsfrequenz
– Erkennen der Gefahrenvermeidung, des richtigen Verhaltens in Gefahrensituationen und bei Unfällen
Erlebnisorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Entdecken und Erschließen von weiterführenden Bewegungen in unterschiedlichen Situationen und Umgebungen, vorzugsweise im Freien
– Erweiterung der Erfahrungen mit rollenden und gleitenden Geräten
– Maßnahmen zur Sicherheit kennen lernen; selbst und in der Gruppe Gefahren erkennen
– Kenntnisse zu Art, Aufbau und Wartung von Geräten sowie zu Gefahren bei Natursportarten erwerben
Sekundarstufe I
Lehrstoff
und 6. Schulstufe
Grundlagen zum Bewegungshandeln
Beispielsweise:
– vielfältige motorische Aktivitäten anbieten und üben
– Verbessern der konditionellen Fähigkeiten: Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer (vorwiegend im aeroben Bereich), Beweglichkeit
– psychomotorische Schulung
– Stabilisieren der koordinativen Fähigkeiten: Gleichgewicht, Raumwahrnehmung und Orientierung, Rhythmusfähigkeit, Reaktionsfähigkeit und kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
– Gewinnen von Körper- und Bewegungserfahrung und Aufbau von sportartspezifischen Grundstrukturen
Könnens- und leistungsorientierte Bewegungshandlungen
Beispielsweise:
– Bewegungsfertigkeiten ohne, mit und an Geräten erlernen, üben und zu kurzen Bewegungsfolgen verbinden
– Kunststücke allein und in der Kleingruppe (er)finden, erproben, üben und einander präsentieren
– nach individuellen Voraussetzungen schnell, ausdauernd und über Hindernisse laufen; weit, hoch und über Hindernisse springen; in die Weite und auf Ziele werfen, schleudern und stoßen
– vielfältiges Bewegen und Spielen im Wasser; Schwimmen können allenfalls in einer (weiteren) Schwimmlage; Sprünge
– Erlernen, Üben und Anwenden von leichtathletischen Grundformen
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