Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über Lehrpläne für Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern; Bekanntmachung der Lehrpläne für den Religionsunterricht an diesen Schulen

Typ Verordnung
Veröffentlichung 1992-09-01
Letzte Aktualisierung 1900-01-01
Status In Kraft
Ministerium BKA (Bundeskanzleramt)
Quelle RIS
Artikel 13
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1. Semester 2. Semester Summe
Wochen-stunden (Gesamt-ausmaß bei Ein-beziehung des Fern-unter-richtes) Wochen-stunden (Gesamt-ausmaß bei Ein-beziehung des Fern-unter-richtes)
I. Theorie
1. Religion 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)
2. Deutsch 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
3. Lebende Fremdsprache - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)
4. Politische Bildung und Organisationslehre 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
5. Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
6. Geschichte von Bewegung und Sport 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
7. Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung) 1,5 (7,5) 1,0 (5,0) 2,5 (12,5)
8. Erste Hilfe - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
9. Sportpsychologie und Lebenskunde 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)
10. Pädagogik, Didaktik und Methodik 0,5 (2,5) 1,0 (5,0) 1,5 (7,5)
11. Trainings- und Bewegungslehre 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
12. Reittheorie 2,0 (10,0) 2,5 (12,5) 4,5 (22,5)
13. Sattel- und Zaumzeug-kunde 0,5 (2,5) 0,5 (2,5) 1,0 (5,0)
14. Pferdehaltung 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
15. Exterieurlehre und Veterinärkunde 1,5 (7,5) 2,0 (10,0) 3,5 (17,5)
16. Organisation des Reitsports, Turnierwesen 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
17. Audiovisuelle Hilfsmittel und Fachliteratur - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)
18. Seminar für Fachfragen - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
15,0 (65,0) 13,0 (65,5) 26,0 (130,0)
II. Praxis
19. Praktische Übungen/Dressur 2,0 (10,0) 3,0 (15,0) 5,0 (25,0)
20. Praktische Übungen/Springen 2,0 (10,0) 3,0 (15,0) 5,0 (25,0)
21. Longieren 2,0 (10,0) - - 2,0 (10,0)
22. Praktisch-methodische Übungen/Dressur 3,0 (15,0) 4,0 (20,0) 7,0 (35,0)
23. Praktisch-methodische Übungen/Springen 3,0 (15,0) 4,0 (20,0) 7,0 (35,0)
24. Konditionsschulung 0,5 (2,5) 0,5 (2,5) 1,0 (5,0)
25,5 (127,5) 27,5 (137,5) 53,0 (265,0)
Zwischen dem 1. und 2. Semester ist eine viermonatige Praxis an einer behördlich genehmigten Reitschule oder bei einem dem Bundesfachverband für Reiten und Fahren angeschlossenen Reitverein zu erbringen.
25. Exkursionen (in Kursform) in beiden Semestern nach Vereinbarung.
26. Voltigieren (in Kursform) in beiden Semestern nach Vereinbarung.

III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß deren Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nehmen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehung des Fernunterrichtes erreicht werden.

In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen. In allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, ist auf die spätere Berufsausübung des Reitinstruktors Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial, Filmen, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen der einzelnen Gegenstände ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben. Die Teilnehmer sind zur Selbständigkeit anzuregen.

IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)

a)

Katholischer Religionsunterricht

Der Lehrplan für den Religionsunterricht am Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.

b)

Evangelischer Religionsunterricht

Bildungs- und Lehraufgabe:

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Lehrstoff:

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Der in Anlage A angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu raffen.

V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE, AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER

1.

Religion

2.

Deutsch

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbessern des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Abfassen von Berichten und Eingaben an Behörden; Aufbau von Referaten; Schreiben von wichtigen Fremdwörtern und Ausdrücken im Reitsport; Hinweise auf die einschlägige Fachliteratur.

3.

Lebende Fremdsprache

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbesserung der Sprechfertigkeit. Einführung in die Sportsprache.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache grammatikalische Regeln; Erweitern des fachspezifischen Wortschatzes.

4.

Politische Bildung und Organisationslehre

Bildungs- und Lehraufgabe:

Hinführen zum Verständnis für und zum verantwortungsvollen Gebrauch von staatsbürgerlichen und sportpolitischen Institutionen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Stellenwert und Organisation des Sports im Rahmen der bundesstaatlichen demokratischen Staatsform Österreichs; organisatorischer Aufbau und gesetzliche Verankerung des Sports.

5.

Betriebskunde und kaufmännisches Rechnen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Anleitung zur ökonomischen Führung eines Betriebes (Vereins usw.) und zur Anwendung der für die Sportart relevanten Rechenvorgänge.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache Buchhaltung; Berechnungsarten bei Zeitnehmungssystemen; Einsatz elektronischer Hilfsmittel im Sport (Taschenrechner, EDV, PC); formelhafte Darstellung und einfache Testverrechnung in der Biomechanik.

6.

Geschichte von Bewegung und Sport

Bildungs- und Lehraufgabe:

Vermittlung der historischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Sports.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Entwicklung des Sports mit besonderer Berücksichtigung des Reitsports; die Olympischen Spiele in der Antike und Neuzeit.

7.

Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Darstellung sportbiologischer Zusammenhänge als Grundlage eines gezielten Wirkens des Reitinstruktors im Breiten- und Gesundheitssport. Hinweise auf den Leistungssport. Genaue Kenntnis des menschlichen Körpers und seiner Funktionen. Erkennen und Vermeiden von Störungen am Bewegungsapparat. Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit. Wissen um grundsätzliche Fragen der Sporthygiene. Verstehen der Problematik des Dopings.

Lehrstoff:

1.

Semester (1,5 Wochenstunden)

Aufbau des Skeletts und des Stütz- und Bewegungsapparates; Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Muskel und Muskelstoffwechsel; Herz und Kreislauf; Doping: Bestimmungen, Arten, Auswirkungen.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Wiederholen wichtiger Teile; Enstehung (Anm.: richtig: Entstehung) einer Bewegung; Herz und Kreislauf; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; physiologische Besonderheiten der Altersgruppen; Schäden am Bewegungsapparat; Muskelfunktionen; Tests; Leistungsdiagnostik; Hygiene im Sport.

8.

Erste Hilfe

Bildungs- und Lehraufgabe:

Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Verletzungen und lebensbedrohliche Zustände (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag, Sonnenstich usw.); richtige Versorgung unter Berücksichtigung von Herzmassage und Atemspende; Lagerung und Transport eines Verletzten; Verbandslehre.

9.

Sportpsychologie und Lebenskunde

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um eine adäquate Betreuung vor in und nach dem Übungsbetrieb sowie um eine sinnvolle Lebensführung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Stellenwert und Möglichkeiten der Sportpsychologie; Persönlichkeit des Sportlers, des Trainers; Lernen; Motivation; Grundkenntnisse der Gruppenarbeit; Wettkampfbetreuung.

10.

Pädagogik, Didaktik und Methodik

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um richtige Maßnahmen zur Führung und Ausbildung von Erwachsenen und Jugendlichen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Grundbegriffe der Pädagogik, Didaktik und Methodik mit Hinweisen auf den Reitsport.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Erziehungsziele; der Reitinstruktor als Erzieher; Gliederung einer Trainingseinheit; Lehrmethoden, methodische Hilfsmittel.

11.

Trainings- und Bewegungslehre

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Grundlagen für die Vorbereitung und Durchführung eines sachgemäßen Übungsbetriebes und um trainingstheoretische Grundlagen für die Trainingsplanung und -gestaltung sowie um die Grundlagen der Bewegungslehre und der spartenspezifischen Bewegungsabläufe.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Leistungsbestimmende Faktoren; funktionelle Anpassung; Belastungskomponenten.

Trainingsziele, -inhalte, -mittel und -methoden; Training der motorischen Eigenschaften.

Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit; Besonderheiten im Übungsbetrieb mit Jugendlichen.

Trainingsplanung; Regeneration; Testverfahren.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Sportmotorische Prinzipien (Ökonomie, Zweckmäßigkeit, Ästhetik usw.); sportmotorische Grundeigenschaften und sportmotorische Eigenschaften (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.); Bewegungseigenschaften (Grob- und Feinkoordination usw.) und ihre Verbesserung.

9.

(Anm.: richtig: 12.) Reittheorie

Bildungs- und Lehraufgabe:

Grundzüge der Reitlehre. Erstellen von Ausbildungsplänen.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Anfängerunterricht; Reitkommandos und Hufschlagfiguren; Sitz des Reiters, Einwirkung des Reiters, Zusammenwirkung und Anwenden der Hilfen; Dressur Kl. A; Bodentrickarbeit; Springen Kl. A; Gelände und Jagdreiten; reiterliche Ausdrücke; Gangarten; Longieren.

2.

Semester (2,5 Wochenstunden)

Vertiefung des Lehrstoffes des ersten Semesters; Ausbildung des jungen Pferdes; Ausbildungspläne für die Klassen A bis L; Anforderungen für Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen der Klassen A und L.

13.

Sattel- und Zaumzeugkunde

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die wichtigsten Arten der Zaumzeuge und Sättel, deren Anpassung und Pflege. Hilfszügel und deren Verwendung.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Kenntnis und Anpassung von Trensenzaumzeugen; Arten der Sättel und deren Anpassung; Sattelpflege, Zaumzeugpfelge (Anm.: richtig: Zaumzeugpflege).

2.

Semester (0,5 Wochenstunden) Kandarenzaumzeuge, Gebißarten, Hilfszügel und deren Verwendung.

14.

Pferdehaltung

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Ernährung, Unterbringung und Pflege des Pferdes, der Organisation des Stalldienstes, der Tierschutzbestimmungen und des Pferdetransportes.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Futtermittel, deren Lagerung und Anwendung, Füttern und Tränken; Pferdepflege, Stallarbeit, Organisation des Stalldienstes.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Bandagieren, Pflege des Langhaares, Hufpflege, Hufbeschlag; Tierschutzbestimmungen; Pferdetransport; Wartung von Stallanlagen und Reitflächen, Sportstättenbau.

15.

Exterieurlehre und Veterinärkunde

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Exterieurlehre. Grundkenntnisse über die Anatomie und Physiologie des Pferdes, der wichtigsten Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1,5 Wochenstunden)

Exterieur des Pferdes; Farben, Abzeichen, Pferderassen; Anatomie und Physiologie des Pferdes; Bewegungsapparat und Hufbeschlag; Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung; Erste Hilfe bei Pferden; Verbände.

2.

Semester (2 Wochenstunden)

Beurteilung eines Pferdes, Beurteilung des Ganges; Gewährsmängel, Bestimmung des Alters; Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des Pferdes.

16.

Organisation des Reitsports, Turnierwesen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die internationalen und nationalen Organisationen des Reitsports, der Österreichischen Turnierordnung, des Parcours- und Geländebaues sowie der Straßenverkehrsordnung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Organisation und Aufgaben der Federation Equestre Internationale, des Bundesfachverbandes, der Landesfachverbände und Vereine im Reitsport; Bestimmungen der Österreichischen Turnierordnung, Straßenverkehrsordnung.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Oganisation (Anm.: richtig: Organisation) und Durchführung eines Turniers; Einführung in den Parcours- und Geländebau; Errichtung von Reitanlagen.

17.

Audiovisuelle Hilfsmittel und Fachliteratur

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um den Gebrauch der audiovisuellen Hilfsmittel und der einschlägigen Fachliteratur.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Audiovisuelle Hilfsmittel und ihre Verwendung in der Praxis; spezielle Fachliteratur.

Lehrstoff:

18.

Seminar für Fachfragen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Aufbereitung von spartenspezifischen Themen mit Schwerpunkt Behindertenreitsport.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Information über den Behindertenreitsport; Ausbildungsmöglichkeiten im Behindertenreitsport und heilpädagogischen Voltigieren; Auswahl und Ausbildungskriterien eines Therapiepferdes; Kontraindikationen sowie andere spartenspezifische Themen.

19.

Praktische Übungen/Dressur

Bildungs- und Lehraufgabe:

Ausbildung und Vorstellung von Pferden gemäß den Klassen A und L.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Grundausbildung eines Pferdes; Reiten von Dressuraufgaben der Klasse A.

2.

Semester (3 Wochenstunden)

Ausbildung des Pferdes bis zu den Anforderungen der Klasse L; Reiten von Dressuraufgaben der Klasse L.

20.

Praktische Übungen/Springen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Ausbildung und Vorstellung von Pferden gemäß den Klassen A und L sowie Grundausbildung im Geländereiten.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Grundausbildung des Pferdes im Spring- und Geländereiten; Reiten von Aufgaben der Klasse A im Springreiten.

2.

Semester (3 Wochenstunden)

Ausbildung des Pferdes bis zur Klasse L und Vorstellen von Pferden gemäß Klasse L im Springreiten.

21.

Longieren

Bildungs- und Lehraufgabe:

Arbeit an der Longe.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Longieren von jungen Pferden; Longeunterricht mit ausgebildeten Pferden, um die Grundkenntnisse des Reitens zu vermitteln, Korrektur.

22.

Praktisch-methodische Übungen/Dressur

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um den praktischen Unterricht in der Dressur bis Klasse L. Unterricht an der Longe.

Lehrstoff:

1.

Semester (3 Wochenstunden)

Erteilen des Unterrichts bis zur Klasse A; Einzel- und Abteilungsunterricht; Korrektur und Beurteilung; Unterrichtsmethoden an der Longe.

2.

Semester (4 Wochenstunden)

Unterrichtserteilung bis zur Klasse L; Korrekturmöglichkeiten an der Longe.

23.

Praktisch-methodische Übungen/Springen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um den praktischen Unterricht im Springen bis zur Klasse L.

Lehrstoff:

1.

Semester (3 Wochenstunden)

Erteilen von Unterricht bis zur Klasse A; Einzel- und Abteilungsunterricht; Korrektur und Beurteilung.

2.

Semester (4 Wochenstunden)

24.

Konditionsschulung

Bildungs- und Lehraufgabe:

Einführen in die diversen Formen der Zweckgymnastik des Konditionstrainings.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Schaffen der konditionellen Voraussetzungen zum Ausüben des Reitsports.

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Verbessern der Kondition durch Betriebs- und Organisationsformen; Anlegen eines Übungsschatzes.

25.

Exkursionen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Erweitern des Fachwissens.

Lehrstoff:

1.

und 2. Semester (nach Vereinbarung)

Lehrausgänge in einschlägige Industriebetriebe, Zuchtinstitutionen, Reitschulen usw.

26.

Voltigieren

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen über die Grundlagen der Voltigiertheorie. Wissen um die Praxis des Übungsbetriebes.

1.

und 2. Semester (nach Vereinbarung)

Grund und Pflichtübungen; Planung des Voltigierunterrichtes; Unterricht in den Grundübungen und Pflichtübungen; Ausbildung des Voltigierpferdes; Voltigiergymnastik, Kürübungen, Turnierregeln des Voltigiersports.

Anlage C.14

```

```

VOLTIGIERINSTRUKTORENAUSBILDUNG

I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Der Lehrgang zur Ausbildung von Voltigierinstruktoren hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den fachlichen und erzieherischen Aufgaben eines Voltigierinstruktors vertraut zu machen. Voltigierinstruktor im Sinne dieser Verordnung ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, den Übungsbetrieb im Breitensport zu leiten und auf den Leistungssport vorzubereiten.

II. STUNDENTAFEL

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen

Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand

zuerst das Wochenstundenausmaß und daneben in Klammern das gesamte

Stundenausmaß im Falle der Einbeziehung des Fernunterrichtes

angegeben.)

```

```

```

1.

Semester 2. Semester

```

(Gesamt- (Gesamt-

Wochen- ausmaß Wochen- ausmaß bei

stunden bei stunden bei

Einbe- Einbe- Summe

ziehung ziehung

des des

Fernunter- Fernunter-

richtes) richtes)

```

```

A. Pflichtgegenstände

I. Theorie

```

1.

Religion ........ 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)

```

```

2.

Deutsch ......... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

```

3.

Lebende

```

Fremdsprache .... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

4.

Politische Bildung

```

und

Organisationslehre 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

5.

Betriebskunde und

```

Kaufmännisches

Rechnen ......... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

6.

Geschichte der

```

Leibesübungen

(des Sports) .... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

7.

Sportbiologie

```

(Funktionelle

Anatomie,

Physiologie und

Gesundheits-

erziehung) ...... 2,0 (10,0) 1,0 (5,0) 3,0 (15,0)

```

8.

Erste Hilfe ..... - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)

```

```

9.

Sportpsychologie

```

und Lebenskunde 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)

```

10.

Pädagogik, Didaktik

```

und Methodik .... 0,5 (2,5) 1,0 (5,0) 1,5 (7,5)

```

11.

Trainings- und

```

Bewegungslehre .. 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)

```

12.

Voltigiertheorie 2,0 (10,0) 4,0 (20,0) 6,0 (30,0)

```

```

13.

Sattel- und

```

Zaumzeugkunde ... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

14.

Pferdehaltung ... 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)

```

```

15.

Exterieurlehre und

```

Veterinärkunde .. 1,5 (7,5) 2,0 (10,0) 3,5 (17,5)

```

16.

Organisation des

```

Reit- und

Voltigiersports,

Turnierwesen und

Sportstättenbau 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)

```

17.

Audiovisuelle

```

Hilfsmittel und

Fachliteratur ... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

18.

Seminar für

```

Fachfragen ...... - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)

II. Praxis

```

19.

Praktische

```

Übungen ......... 2,0 (10,0) 2,0 (10,0) 4,0 (20,0)

```

20.

Praktisch-

```

methodische

Übungen ......... 6,5 (32,5) 7,0 (35,0) 13,5 (67,5)

```

21.

Konditionsschulung - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

```

```

22,0 (110,0) 22,5 (112,5) 44,5 (222,5)

```

```

B. Unterrichtspraxis

Zwischen dem 1. und 2. Semester ist eine Praxis von

30 Übungseinheiten an einer beim Bundesfachverband für Reiten und

Fahren gemeldeten Voltigiergruppe zu erbringen.

C. Freigegenstand

22.

Exkursionen (in Kursform) während der Semester nach Vereinbarung.

III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß deren Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nehmen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehung des Fernunterrichtes erreicht werden.

In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen. In allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, ist auf die spätere Berufsausübung des Voltigierinstruktors Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial, Filmen, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen der einzelnen Gegenstände ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben, und die Schüler sind zur Selbständigkeit anzuregen.

IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)

a)

Katholischer Religionsunterricht

Der Lehrplan für den Religionsunterricht am Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.

b)

Evangelischer Religionsunterricht

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Lehrstoff:

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Der in Anlage A.1 angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu

raffen.

V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER

1.

Religion

2.

Deutsch

Verbessern des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Abfassen von Berichten und Eingaben an Behörden, Aufbau von Referaten, Schreiben von wichtigen Fremdwörtern und Ausdrücken im Reitsport. Hinweise auf die einschlägige Fachliteratur.

3.

Lebende Fremdsprache

Verbesserung der Sprachfertigkeit, Einführung in die Sportsprache.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache grammatikalische Regeln, Erweiterung des fachspezifischen Wortschatzes.

4.

Politische Bildung und Organisationslehre

Hinführen zum Verständnis für und zum verantwortungsvollen Gebrauch von staatsbürgerlichen und sportpolitischen Institutionen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Stellenwert und Organisation des Sports im Rahmen der bundesstaatlichen demokratischen Staatsform Österreichs; organisatorischer Aufbau und gesetzliche Verankerung des Sports.

5.

Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen

Anleitung zur ökonomischen Führung eines Betriebes (Vereins usw.) und zur Anwendung der für die Sportart relevanten Rechenvorgänge.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache Buchhaltung; Berechnungsarten bei Zeitnehmungssystemen; Einsatz elektronischer Hilfsmittel im Sport (Taschenrechner, EDV, PC); formelhafte Darstellung und einfache Testverrechnung in der Biomechanik.

6.

Geschichte der Leibesübungen (des Sports)

Vermittlung der historischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Sports.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Entwicklung des Sports mit besonderer Berücksichtigung des Reit- und Voltigiersports; die Olympischen Spiele in der Antike und Neuzeit.

7.

Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung)

Darstellung sportbiologischer Zusammenhänge als Grundlage eines gezielten Wirkens des Lehrwartes im Breiten- und Gesundheitssport; Hinweise auf den Leistungssport; genaue Kenntnis des menschlichen Körpers und seiner Funktionen; Erkennen und Vermeiden von Störungen am Bewegungsapparat; Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit; Wissen um grundsätzliche Fragen der Sporthygiene; Verstehen der Problematik des Dopings.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Aufbau des Skeletts und des Stütz- und Bewegungsapparates; Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Muskel und Muskelstoffwechsel; Herz und Kreislauf; Doping: Bestimmungen, Arten, Auswirkungen.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Wiederholung wichtiger Teile; Entstehung einer Bewegung; Herz und Kreislauf; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; physiologische Besonderheiten der Altersgruppen; Schäden am Bewegungsapparat; Muskelfunktionen; Tests; Leistungsdiagnostik; Hygiene im Sport.

8.

Erste Hilfe

Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall

Hilfe leisten zu können.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Verletzungen und lebensbedrohliche Zustände (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag, Sonnenstich usw.); richtige Versorgung unter Berücksichtigung von Herzmassage und Atemspende; Lagerung und Transport eines Verletzten; Verbandslehre.

9.

Sportpsychologie und Lebenskunde

Wissen um eine adäquate Betreuung vor, in und nach dem Übungsbetrieb sowie um eine sinnvolle Lebensführung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Stellenwert und Möglichkeiten der Sportpsychologie; Persönlichkeit des Sportlers, des Trainers; Lernen; Motivation; Grundkenntnisse der Gruppenarbeit; Wettkampfbetreuung.

10.

Pädagogik, Didaktik und Methodik

Wissen um richtige Maßnahmen zur Führung und Ausbildung von

Erwachsenen und Jugendlichen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Grundbegriffe der Pädagogik, Didaktik und Methodik mit Hinweisen auf den Reitsport.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Erziehungsziele; der Voltigierinstruktor als Erzieher; Gliederung einer Trainingseinheit; Lehrmethoden, methodische Hilfsmittel.

11.

Trainings- und Bewegungslehre

Wissen um die Grundlagen für die Vorbereitung und Durchführung eines sachgemäßen Übungsbetriebes und um trainingstheoretische Grundlagen für die Trainingsplanung und -gestaltung sowie um die Grundlagen der Bewegungslehre und der spartenspezifischen Bewegungsabläufe.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Leistungsbestimmende Faktoren; funktionelle Anpassung; Belastungskomponenten.

Trainingsziele, -inhalte, -mittel und -methoden; Training der motorischen Eigenschaften.

Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit; Besonderheiten um

Übungsbetrieb mit Jugendlichen.

Trainingsplanung; Regeneration; Testverfahren.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Sportmotorische Prinzipien (Ökonomie, Zweckmäßigkeit, Ästhetik usw.); sportmotorische Grundeigenschaften und sportmotorische Eigenschaften (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.); Bewegungseigenschaften (Grob- und Feinkoordination usw.) und ihre Verbesserung.

12.

Voltigiertheorie

Wissen über die Bewegungslehre und Mechanik des Pferdes, Grundzüge der Voltigierlehre, Erstellen von Ausbildungsplänen für Einzelvoltigierer und Voltigiergruppen.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Gangarten des Pferdes, Longieren, Aufbau einer Voltigierstunde, gymnastische Vorbereitungen, Verhalten der Voltigierer in der Gruppe und gegenüber dem Pferd, Grundübungen am Holzpferd, Pflichtübungen am Pferd, Korrektursprache, leichte Kürübungen für D- und C-Gruppen, Zusammenstellen einer Kür für D- und C-Gruppen.

2.

Semester (4 Wochenstunden)

Vertiefung des Lehrstoffes des ersten Semesters, Voltigiergymnastik, Erstellen eines Ausbildungsplanes, Anprobieren von Pferden für die Eignung als Voltigierpferd, Korrektur von Voltigierpferden, mittlere Kürfiguren für B-Gruppen, Zusammenstellung einer Kür für B-Gruppen, Zusammenstellung von Einzelküren.

13.

Sattel- und Zaumzeugkunde, Voltigiergeräte

Wissen um die wichtigsten Arten der Zaumzeuge und Sättel sowie der Voltigierausrüstung, deren Anpassung und Pflege.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Kenntnis und Anpassung von Trensenzaumzeugen, Arten der Sättel und Voltigiergurte und deren Anpassung, Sattelpflege, Zaumzeugpflege.

14.

Pferdehaltung

Wissen um die Ernährung, Unterbringung und Pflege des Pferdes, der Organisation des Stalldienstes, der Tierschutzbestimmungen und des Pferdetransportes.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Futtermittel, deren Lagerung und Anwendung, Füttern und Tränken, Pferdepflege, Stallarbeit, Organisation des Stalldienstes.

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Bandagieren, Pflege des Langhaares, Hufpflege, Hufbeschlag, Tierschutzbestimmungen, Pferdetransport, Wartung von Stallanlagen und Reitflächen.

15.

Exterieurlehre und Veterinärkunde

Wissen um die Exterieurlehre; Grundkenntnisse über die Anatomie und Physiologie des Pferdes, die wichtigsten Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1,5 Wochenstunden)

Exterieur des Pferdes, Farben, Abzeichen, Pferderassen; Anatomie und Physiologie des Pferdes, Bewegungsapparat und Hufbeschlag, Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung, Erste Hilfe bei Pferden, Verbände.

2.

Semester (2 Wochenstunden)

Beurteilung eines Pferdes, Beurteilung des Ganges; Gewährsmängel, Bestimmung des Alters, Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des Pferdes.

16.

Organisation des Reit- und Voltigiersports, Turnierwesen und Sportstättenbau

Wissen um die internationalen und nationalen Organisationen des Reitsports, der Österreichischen Turnierordnung sowie die Errichtung von Reitanlagen und Reithallen, mit besonderem Augenmerk auf das Voltigieren.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Organisation und Aufgaben der Federation Equestre Internationale, des Bundesfachverbandes, der Landesfachverbände und Vereine im Reitsport; Bestimmungen der Österreichischen Turnierordnung.

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Organisation und Durchführung eines Voltigierturnieres, Errichtung von Reitanlagen mit besonderem Augenmerk auf das Voltigieren.

17.

Audiovisuelle Hilfsmittel und Fachliteratur

Wissen um den Gebrauch der audiovisuellen Hilfsmittel und der

einschlägigen Fachliteratur.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Audiovisuelle Hilfsmittel und ihre Verwendung in der Praxis. Spezielle Fachliteratur.

18.

Seminar für Fachfragen

Aufbereitung von spartenspezifischen Themen mit Schwerpunkt

heilpädagogisches Voltigieren.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Information über den Behindertenreit- und Voltigiersport; Ausbildungsmöglichkeiten im heilpädagogischen Voltigieren, Auswahl- und Ausbildungskriterien eines Therapiepferdes; Kontraindikationen.

19.

Praktische Übungen

Arbeit an der Longe, Gymnastik und Turnen am Boden und am

Holzpferd.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Arbeit an der Longe mit einem ausgebildeten Pferd; Lockerungsübungen, Konditionsübungen, Pflichtfiguren auf dem Holzpferd.

2.

Semester (2 Wochenstunden)

Anprobieren von Pferden für das Voltigieren, Korrektur von Voltigierpferden; Kürfiguren auf dem Holzpferd; Turnen am Boden.

20.

Praktisch-methodische Übungen

Wissen um die Praxis eines Übungsbetriebes.

Lehrstoff:

1.

Semester (6,5 Wochenstunden)

Gymnastische Vorbereitung, Entspannungsübungen, methodische Übungsreihen, Unterrichtserteilung am Holzpferd und am Pferd nach den Anforderungen für D- und C-Gruppen, Beurteilung und Korrektur der einzelnen Leistungen.

2.

Semester (7 Wochenstunden)

Unterrichtserteilung am Holzpferd und am Pferd nach den Anforderungen für B-Gruppen und dem Einzelvoltigieren.

21.

Konditionsschulung

Einführen in die diversen Formen der Zweckgymnastik des Konditionstrainings.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Schaffen der konditionellen Voraussetzungen zum Ausüben des Voltigiersports. Verbessern der Kondition durch Betriebs- und Organisationsformen, Anlegen eines Übungsschatzes.

22.

Exkursionen

Erweitern des Fachwissens.

Lehrstoff:

1.

und 2. Semester (nach Vereinbarung)

Lehrausgänge in einschlägige Industriebetriebe, Zuchtinstitutionen, Reitschulen mit Voltigiergruppen usw.

Anlage C.14

```

```

VOLTIGIERINSTRUKTORENAUSBILDUNG

I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Der Lehrgang zur Ausbildung von Voltigierinstruktoren hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den fachlichen und erzieherischen Aufgaben eines Voltigierinstruktors vertraut zu machen. Voltigierinstruktor im Sinne dieser Verordnung ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, den Übungsbetrieb im Breitensport zu leiten und auf den Leistungssport vorzubereiten.

II. STUNDENTAFEL

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen

Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand

zuerst das Wochenstundenausmaß und daneben in Klammern das gesamte

Stundenausmaß im Falle der Einbeziehung des Fernunterrichtes

angegeben.)

```

```

```

1.

Semester 2. Semester

```

(Gesamt- (Gesamt-

Wochen- ausmaß Wochen- ausmaß bei

stunden bei stunden bei

Einbe- Einbe- Summe

ziehung ziehung

des des

Fernunter- Fernunter-

richtes) richtes)

```

```

A. Pflichtgegenstände

I. Theorie

```

1.

Religion ........ 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)

```

```

2.

Deutsch ......... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

```

3.

Lebende

```

Fremdsprache .... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

4.

Politische Bildung

```

und

Organisationslehre 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

5.

Betriebskunde und

```

Kaufmännisches

Rechnen ......... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

6.

Geschichte von

```

Bewegung und Sport 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

7.

Sportbiologie

```

(Funktionelle

Anatomie,

Physiologie und

Gesundheits-

erziehung) ...... 2,0 (10,0) 1,0 (5,0) 3,0 (15,0)

```

8.

Erste Hilfe ..... - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)

```

```

9.

Sportpsychologie

```

und Lebenskunde 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)

```

10.

Pädagogik, Didaktik

```

und Methodik .... 0,5 (2,5) 1,0 (5,0) 1,5 (7,5)

```

11.

Trainings- und

```

Bewegungslehre .. 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)

```

12.

Voltigiertheorie 2,0 (10,0) 4,0 (20,0) 6,0 (30,0)

```

```

13.

Sattel- und

```

Zaumzeugkunde ... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

14.

Pferdehaltung ... 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)

```

```

15.

Exterieurlehre und

```

Veterinärkunde .. 1,5 (7,5) 2,0 (10,0) 3,5 (17,5)

```

16.

Organisation des

```

Reit- und

Voltigiersports,

Turnierwesen und

Sportstättenbau 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)

```

17.

Audiovisuelle

```

Hilfsmittel und

Fachliteratur ... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

18.

Seminar für

```

Fachfragen ...... - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)

II. Praxis

```

19.

Praktische

```

Übungen ......... 2,0 (10,0) 2,0 (10,0) 4,0 (20,0)

```

20.

Praktisch-

```

methodische

Übungen ......... 6,5 (32,5) 7,0 (35,0) 13,5 (67,5)

```

21.

Konditionsschulung - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

```

```

22,0 (110,0) 22,5 (112,5) 44,5 (222,5)

```

```

B. Unterrichtspraxis

Zwischen dem 1. und 2. Semester ist eine Praxis von

30 Übungseinheiten an einer beim Bundesfachverband für Reiten und

Fahren gemeldeten Voltigiergruppe zu erbringen.

C. Freigegenstand

22.

Exkursionen (in Kursform) während der Semester nach Vereinbarung.

III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß deren Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nehmen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehung des Fernunterrichtes erreicht werden.

In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen. In allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, ist auf die spätere Berufsausübung des Voltigierinstruktors Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial, Filmen, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen der einzelnen Gegenstände ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben, und die Schüler sind zur Selbständigkeit anzuregen.

IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)

a)

Katholischer Religionsunterricht

Der Lehrplan für den Religionsunterricht am Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.

b)

Evangelischer Religionsunterricht

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Lehrstoff:

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Der in Anlage A.1 angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu

raffen.

V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER

1.

Religion

2.

Deutsch

Verbessern des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Abfassen von Berichten und Eingaben an Behörden, Aufbau von Referaten, Schreiben von wichtigen Fremdwörtern und Ausdrücken im Reitsport. Hinweise auf die einschlägige Fachliteratur.

3.

Lebende Fremdsprache

Verbesserung der Sprachfertigkeit, Einführung in die Sportsprache.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache grammatikalische Regeln, Erweiterung des fachspezifischen Wortschatzes.

4.

Politische Bildung und Organisationslehre

Hinführen zum Verständnis für und zum verantwortungsvollen Gebrauch von staatsbürgerlichen und sportpolitischen Institutionen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Stellenwert und Organisation des Sports im Rahmen der bundesstaatlichen demokratischen Staatsform Österreichs; organisatorischer Aufbau und gesetzliche Verankerung des Sports.

5.

Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen

Anleitung zur ökonomischen Führung eines Betriebes (Vereins usw.) und zur Anwendung der für die Sportart relevanten Rechenvorgänge.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache Buchhaltung; Berechnungsarten bei Zeitnehmungssystemen; Einsatz elektronischer Hilfsmittel im Sport (Taschenrechner, EDV, PC); formelhafte Darstellung und einfache Testverrechnung in der Biomechanik.

6.

Geschichte von Bewegung und Sport

Vermittlung der historischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Sports.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Entwicklung des Sports mit besonderer Berücksichtigung des Reit- und Voltigiersports; die Olympischen Spiele in der Antike und Neuzeit.

7.

Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung)

Darstellung sportbiologischer Zusammenhänge als Grundlage eines gezielten Wirkens des Lehrwartes im Breiten- und Gesundheitssport; Hinweise auf den Leistungssport; genaue Kenntnis des menschlichen Körpers und seiner Funktionen; Erkennen und Vermeiden von Störungen am Bewegungsapparat; Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit; Wissen um grundsätzliche Fragen der Sporthygiene; Verstehen der Problematik des Dopings.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Aufbau des Skeletts und des Stütz- und Bewegungsapparates; Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Muskel und Muskelstoffwechsel; Herz und Kreislauf; Doping: Bestimmungen, Arten, Auswirkungen.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Wiederholung wichtiger Teile; Entstehung einer Bewegung; Herz und Kreislauf; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; physiologische Besonderheiten der Altersgruppen; Schäden am Bewegungsapparat; Muskelfunktionen; Tests; Leistungsdiagnostik; Hygiene im Sport.

8.

Erste Hilfe

Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall

Hilfe leisten zu können.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Verletzungen und lebensbedrohliche Zustände (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag, Sonnenstich usw.); richtige Versorgung unter Berücksichtigung von Herzmassage und Atemspende; Lagerung und Transport eines Verletzten; Verbandslehre.

9.

Sportpsychologie und Lebenskunde

Wissen um eine adäquate Betreuung vor, in und nach dem Übungsbetrieb sowie um eine sinnvolle Lebensführung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Stellenwert und Möglichkeiten der Sportpsychologie; Persönlichkeit des Sportlers, des Trainers; Lernen; Motivation; Grundkenntnisse der Gruppenarbeit; Wettkampfbetreuung.

10.

Pädagogik, Didaktik und Methodik

Wissen um richtige Maßnahmen zur Führung und Ausbildung von

Erwachsenen und Jugendlichen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Grundbegriffe der Pädagogik, Didaktik und Methodik mit Hinweisen auf den Reitsport.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Erziehungsziele; der Voltigierinstruktor als Erzieher; Gliederung einer Trainingseinheit; Lehrmethoden, methodische Hilfsmittel.

11.

Trainings- und Bewegungslehre

Wissen um die Grundlagen für die Vorbereitung und Durchführung eines sachgemäßen Übungsbetriebes und um trainingstheoretische Grundlagen für die Trainingsplanung und -gestaltung sowie um die Grundlagen der Bewegungslehre und der spartenspezifischen Bewegungsabläufe.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Leistungsbestimmende Faktoren; funktionelle Anpassung; Belastungskomponenten.

Trainingsziele, -inhalte, -mittel und -methoden; Training der motorischen Eigenschaften.

Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit; Besonderheiten um

Übungsbetrieb mit Jugendlichen.

Trainingsplanung; Regeneration; Testverfahren.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Sportmotorische Prinzipien (Ökonomie, Zweckmäßigkeit, Ästhetik usw.); sportmotorische Grundeigenschaften und sportmotorische Eigenschaften (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.); Bewegungseigenschaften (Grob- und Feinkoordination usw.) und ihre Verbesserung.

12.

Voltigiertheorie

Wissen über die Bewegungslehre und Mechanik des Pferdes, Grundzüge der Voltigierlehre, Erstellen von Ausbildungsplänen für Einzelvoltigierer und Voltigiergruppen.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Gangarten des Pferdes, Longieren, Aufbau einer Voltigierstunde, gymnastische Vorbereitungen, Verhalten der Voltigierer in der Gruppe und gegenüber dem Pferd, Grundübungen am Holzpferd, Pflichtübungen am Pferd, Korrektursprache, leichte Kürübungen für D- und C-Gruppen, Zusammenstellen einer Kür für D- und C-Gruppen.

2.

Semester (4 Wochenstunden)

Vertiefung des Lehrstoffes des ersten Semesters, Voltigiergymnastik, Erstellen eines Ausbildungsplanes, Anprobieren von Pferden für die Eignung als Voltigierpferd, Korrektur von Voltigierpferden, mittlere Kürfiguren für B-Gruppen, Zusammenstellung einer Kür für B-Gruppen, Zusammenstellung von Einzelküren.

13.

Sattel- und Zaumzeugkunde, Voltigiergeräte

Wissen um die wichtigsten Arten der Zaumzeuge und Sättel sowie der Voltigierausrüstung, deren Anpassung und Pflege.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Kenntnis und Anpassung von Trensenzaumzeugen, Arten der Sättel und Voltigiergurte und deren Anpassung, Sattelpflege, Zaumzeugpflege.

14.

Pferdehaltung

Wissen um die Ernährung, Unterbringung und Pflege des Pferdes, der Organisation des Stalldienstes, der Tierschutzbestimmungen und des Pferdetransportes.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Futtermittel, deren Lagerung und Anwendung, Füttern und Tränken, Pferdepflege, Stallarbeit, Organisation des Stalldienstes.

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Bandagieren, Pflege des Langhaares, Hufpflege, Hufbeschlag, Tierschutzbestimmungen, Pferdetransport, Wartung von Stallanlagen und Reitflächen.

15.

Exterieurlehre und Veterinärkunde

Wissen um die Exterieurlehre; Grundkenntnisse über die Anatomie und Physiologie des Pferdes, die wichtigsten Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1,5 Wochenstunden)

Exterieur des Pferdes, Farben, Abzeichen, Pferderassen; Anatomie und Physiologie des Pferdes, Bewegungsapparat und Hufbeschlag, Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung, Erste Hilfe bei Pferden, Verbände.

2.

Semester (2 Wochenstunden)

Beurteilung eines Pferdes, Beurteilung des Ganges; Gewährsmängel, Bestimmung des Alters, Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des Pferdes.

16.

Organisation des Reit- und Voltigiersports, Turnierwesen und Sportstättenbau

Wissen um die internationalen und nationalen Organisationen des Reitsports, der Österreichischen Turnierordnung sowie die Errichtung von Reitanlagen und Reithallen, mit besonderem Augenmerk auf das Voltigieren.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Organisation und Aufgaben der Federation Equestre Internationale, des Bundesfachverbandes, der Landesfachverbände und Vereine im Reitsport; Bestimmungen der Österreichischen Turnierordnung.

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Organisation und Durchführung eines Voltigierturnieres, Errichtung von Reitanlagen mit besonderem Augenmerk auf das Voltigieren.

17.

Audiovisuelle Hilfsmittel und Fachliteratur

Wissen um den Gebrauch der audiovisuellen Hilfsmittel und der

einschlägigen Fachliteratur.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Audiovisuelle Hilfsmittel und ihre Verwendung in der Praxis. Spezielle Fachliteratur.

18.

Seminar für Fachfragen

Aufbereitung von spartenspezifischen Themen mit Schwerpunkt

heilpädagogisches Voltigieren.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Information über den Behindertenreit- und Voltigiersport; Ausbildungsmöglichkeiten im heilpädagogischen Voltigieren, Auswahl- und Ausbildungskriterien eines Therapiepferdes; Kontraindikationen.

19.

Praktische Übungen

Arbeit an der Longe, Gymnastik und Turnen am Boden und am

Holzpferd.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Arbeit an der Longe mit einem ausgebildeten Pferd; Lockerungsübungen, Konditionsübungen, Pflichtfiguren auf dem Holzpferd.

2.

Semester (2 Wochenstunden)

Anprobieren von Pferden für das Voltigieren, Korrektur von Voltigierpferden; Kürfiguren auf dem Holzpferd; Turnen am Boden.

20.

Praktisch-methodische Übungen

Wissen um die Praxis eines Übungsbetriebes.

Lehrstoff:

1.

Semester (6,5 Wochenstunden)

Gymnastische Vorbereitung, Entspannungsübungen, methodische Übungsreihen, Unterrichtserteilung am Holzpferd und am Pferd nach den Anforderungen für D- und C-Gruppen, Beurteilung und Korrektur der einzelnen Leistungen.

2.

Semester (7 Wochenstunden)

Unterrichtserteilung am Holzpferd und am Pferd nach den Anforderungen für B-Gruppen und dem Einzelvoltigieren.

21.

Konditionsschulung

Einführen in die diversen Formen der Zweckgymnastik des Konditionstrainings.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Schaffen der konditionellen Voraussetzungen zum Ausüben des Voltigiersports. Verbessern der Kondition durch Betriebs- und Organisationsformen, Anlegen eines Übungsschatzes.

22.

Exkursionen

Erweitern des Fachwissens.

Lehrstoff:

1.

und 2. Semester (nach Vereinbarung)

Lehrausgänge in einschlägige Industriebetriebe, Zuchtinstitutionen, Reitschulen mit Voltigiergruppen usw.

Tritt hinsichtlich des 1. Semesters mit 1. Oktober 2011, hinsichtlich des 2. Semesters mit 1. Februar 2012 und hinsichtlich der weiteren Semester jeweils semesterweise aufsteigend in Kraft (vgl. Art. I § 2 Abs. 8).

Anlage C.14

LEHRGANG ZUR AUSBILDUNG VON VOLTIGIERINSTRUKTORINNEN UND VOLTIGIERINSTRUKTOREN

I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Der Lehrgang zur Ausbildung von Voltigierinstruktoren hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den fachlichen und erzieherischen Aufgaben eines Voltigierinstruktors vertraut zu machen. Voltigierinstruktor im Sinne dieser Verordnung ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, den Übungsbetrieb im Breitensport zu leiten und auf den Leistungssport vorzubereiten.

II. STUNDENTAFEL

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand zuerst das Wochenstundenausmaß und daneben in Klammern das gesamte Stundenausmaß im Falle der Einbeziehung des Fernunterrichtes angegeben.)

1. Semester 2. Semester Summe
Wochen-stunden (Gesamt-ausmaß bei Ein-beziehung des Fern-unter-richtes) Wochen-stunden (Gesamt-ausmaß bei Ein-beziehung des Fern-unter-richtes)
I. Theorie
1. Religion 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)
2. Deutsch 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
3. Lebende Fremdsprache - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)
4. Politische Bildung und Organisationslehre 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
5. Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
6. Geschichte von Bewegung und Sport 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
7. Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung) 2,0 (10,0) 1,0 (5,0) 3,0 (15,0)
8. Erste Hilfe - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
9. Sportpsychologie und Lebenskunde 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)
10. Pädagogik, Didaktik und Methodik 0,5 (2,5) 1,0 (5,0) 1,5 (7,5)
11. Trainings- und Bewegungslehre 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)
12. Voltigiertheorie 2,0 (10,0) 4,0 (20,0) 6,0 (30,0)
13. Sattel- und Zaumzeug-kunde 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)
14. Pferdehaltung 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)
15. Exterieurlehre und Veterinärkunde 1,5 (7,5) 2,0 (10,0) 3,5 (17,5)
16. Organisation des Reit- und Voltigiersports, Turnierwesen und Sportstättenbau 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)
17. Audiovisuelle Hilfsmittel und Fachliteratur - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)
18. Seminar für Fachfragen - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)
II. Praxis
19. Praktische Übungen 2,0 (10,0) 2,0 (10,0) 4,0 (20,0)
20. Praktisch-methodische Übungen 6,5 (32,5) 7,0 (35,0) 13,5 (67,5)
21. Konditionsschulung - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)
22,0 (110,0) 22,5 (112,5) 44,5 (222,5)
. Zwischen dem 1. und 2. Semester ist eine Praxis von 30 Übungseinheiten an einer beim Bundesfachverband für Reiten und Fahren gemeldeten Voltigiergruppe zu erbringen

III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß deren Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nehmen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehung des Fernunterrichtes erreicht werden.

In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen. In allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, ist auf die spätere Berufsausübung des Voltigierinstruktors Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial, Filmen, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen der einzelnen Gegenstände ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben, und die Schüler sind zur Selbständigkeit anzuregen.

IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)

a)

Katholischer Religionsunterricht

Der Lehrplan für den Religionsunterricht am Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.

b)

Evangelischer Religionsunterricht

Bildungs- und Lehraufgabe:

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Lehrstoff:

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Der in Anlage A.1 angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu raffen.

V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE, AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER

2.

Deutsch

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbessern des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Abfassen von Berichten und Eingaben an Behörden, Aufbau von Referaten, Schreiben von wichtigen Fremdwörtern und Ausdrücken im Reitsport. Hinweise auf die einschlägige Fachliteratur.

3.

Lebende Fremdsprache

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbesserung der Sprachfertigkeit, Einführung in die Sportsprache.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache grammatikalische Regeln, Erweiterung des fachspezifischen Wortschatzes.

4.

Politische Bildung und Organisationslehre

Bildungs- und Lehraufgabe:

Hinführen zum Verständnis für und zum verantwortungsvollen Gebrauch von staatsbürgerlichen und sportpolitischen Institutionen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Stellenwert und Organisation des Sports im Rahmen der bundesstaatlichen demokratischen Staatsform Österreichs; organisatorischer Aufbau und gesetzliche Verankerung des Sports.

5.

Betriebskunde und Kaufmännisches Rechnen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Anleitung zur ökonomischen Führung eines Betriebes (Vereins usw.) und zur Anwendung der für die Sportart relevanten Rechenvorgänge.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Einfache Buchhaltung; Berechnungsarten bei Zeitnehmungssystemen; Einsatz elektronischer Hilfsmittel im Sport (Taschenrechner, EDV, PC); formelhafte Darstellung und einfache Testverrechnung in der Biomechanik.

6.

Geschichte von Bewegung und Sport

Bildungs- und Lehraufgabe:

Vermittlung der historischen und gesellschaftlichen Grundlagen des Sports.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Entwicklung des Sports mit besonderer Berücksichtigung des Reit- und Voltigiersports; die Olympischen Spiele in der Antike und Neuzeit.

7.

Sportbiologie (Funktionelle Anatomie, Physiologie und Gesundheitserziehung)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Darstellung sportbiologischer Zusammenhänge als Grundlage eines gezielten Wirkens des Lehrwartes im Breiten- und Gesundheitssport; Hinweise auf den Leistungssport; genaue Kenntnis des menschlichen Körpers und seiner Funktionen; Erkennen und Vermeiden von Störungen am Bewegungsapparat; Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit; Wissen um grundsätzliche Fragen der Sporthygiene; Verstehen der Problematik des Dopings.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Aufbau des Skeletts und des Stütz- und Bewegungsapparates; Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Muskel und Muskelstoffwechsel; Herz und Kreislauf; Doping: Bestimmungen, Arten, Auswirkungen.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Wiederholung wichtiger Teile; Entstehung einer Bewegung; Herz und Kreislauf; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; physiologische Besonderheiten der Altersgruppen; Schäden am Bewegungsapparat; Muskelfunktionen; Tests; Leistungsdiagnostik; Hygiene im Sport.

8.

Erste Hilfe

Bildungs- und Lehraufgabe:

Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Verletzungen und lebensbedrohliche Zustände (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag, Sonnenstich usw.); richtige Versorgung unter Berücksichtigung von Herzmassage und Atemspende; Lagerung und Transport eines Verletzten; Verbandslehre.

9.

Sportpsychologie und Lebenskunde

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um eine adäquate Betreuung vor, in und nach dem Übungsbetrieb sowie um eine sinnvolle Lebensführung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Stellenwert und Möglichkeiten der Sportpsychologie; Persönlichkeit des Sportlers, des Trainers; Lernen; Motivation; Grundkenntnisse der Gruppenarbeit; Wettkampfbetreuung.

10.

Pädagogik, Didaktik und Methodik

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um richtige Maßnahmen zur Führung und Ausbildung von Erwachsenen und Jugendlichen.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Grundbegriffe der Pädagogik, Didaktik und Methodik mit Hinweisen auf den Reitsport.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Erziehungsziele; der Voltigierinstruktor als Erzieher; Gliederung einer Trainingseinheit; Lehrmethoden, methodische Hilfsmittel.

11.

Trainings- und Bewegungslehre

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Grundlagen für die Vorbereitung und Durchführung eines sachgemäßen Übungsbetriebes und um trainingstheoretische Grundlagen für die Trainingsplanung und -gestaltung sowie um die Grundlagen der Bewegungslehre und der spartenspezifischen Bewegungsabläufe.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Leistungsbestimmende Faktoren; funktionelle Anpassung; Belastungskomponenten.

Trainingsziele, -inhalte, -mittel und -methoden; Training der motorischen Eigenschaften.

Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit; Besonderheiten um Übungsbetrieb mit Jugendlichen.

Trainingsplanung; Regeneration; Testverfahren.

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Sportmotorische Prinzipien (Ökonomie, Zweckmäßigkeit, Ästhetik usw.); sportmotorische Grundeigenschaften und sportmotorische Eigenschaften (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.); Bewegungseigenschaften (Grob- und Feinkoordination usw.) und ihre Verbesserung.

12.

Voltigiertheorie

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen über die Bewegungslehre und Mechanik des Pferdes, Grundzüge der Voltigierlehre, Erstellen von Ausbildungsplänen für Einzelvoltigierer und Voltigiergruppen.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Gangarten des Pferdes, Longieren, Aufbau einer Voltigierstunde, gymnastische Vorbereitungen, Verhalten der Voltigierer in der Gruppe und gegenüber dem Pferd, Grundübungen am Holzpferd, Pflichtübungen am Pferd, Korrektursprache, leichte Kürübungen für D- und C-Gruppen, Zusammenstellen einer Kür für D- und C-Gruppen.

2.

Semester (4 Wochenstunden)

Vertiefung des Lehrstoffes des ersten Semesters, Voltigiergymnastik, Erstellen eines Ausbildungsplanes, Anprobieren von Pferden für die Eignung als Voltigierpferd, Korrektur von Voltigierpferden, mittlere Kürfiguren für B-Gruppen, Zusammenstellung einer Kür für B-Gruppen, Zusammenstellung von Einzelküren.

13.

Sattel- und Zaumzeugkunde, Voltigiergeräte

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die wichtigsten Arten der Zaumzeuge und Sättel sowie der Voltigierausrüstung, deren Anpassung und Pflege.

Lehrstoff:

1.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Kenntnis und Anpassung von Trensenzaumzeugen, Arten der Sättel und Voltigiergurte und deren Anpassung, Sattelpflege, Zaumzeugpflege.

14.

Pferdehaltung

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Ernährung, Unterbringung und Pflege des Pferdes, der Organisation des Stalldienstes, der Tierschutzbestimmungen und des Pferdetransportes.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Futtermittel, deren Lagerung und Anwendung, Füttern und Tränken, Pferdepflege, Stallarbeit, Organisation des Stalldienstes.

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Bandagieren, Pflege des Langhaares, Hufpflege, Hufbeschlag, Tierschutzbestimmungen, Pferdetransport, Wartung von Stallanlagen und Reitflächen.

15.

Exterieurlehre und Veterinärkunde

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Exterieurlehre; Grundkenntnisse über die Anatomie und Physiologie des Pferdes, die wichtigsten Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung.

Lehrstoff:

1.

Semester (1,5 Wochenstunden)

Exterieur des Pferdes, Farben, Abzeichen, Pferderassen; Anatomie und Physiologie des Pferdes, Bewegungsapparat und Hufbeschlag, Pferdekrankheiten und ihre vorsorgliche Behandlung, Erste Hilfe bei Pferden, Verbände.

2.

Semester (2 Wochenstunden)

Beurteilung eines Pferdes, Beurteilung des Ganges; Gewährsmängel, Bestimmung des Alters, Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des Pferdes.

16.

Organisation des Reit- und Voltigiersports, Turnierwesen und Sportstättenbau

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die internationalen und nationalen Organisationen des Reitsports, der Österreichischen Turnierordnung sowie die Errichtung von Reitanlagen und Reithallen, mit besonderem Augenmerk auf das Voltigieren.

Lehrstoff:

1.

Semester (1 Wochenstunde)

Organisation und Aufgaben der Federation Equestre Internationale, des Bundesfachverbandes, der Landesfachverbände und Vereine im Reitsport; Bestimmungen der Österreichischen Turnierordnung.

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Organisation und Durchführung eines Voltigierturnieres, Errichtung von Reitanlagen mit besonderem Augenmerk auf das Voltigieren.

17.

Audiovisuelle Hilfsmittel und Fachliteratur

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um den Gebrauch der audiovisuellen Hilfsmittel und der einschlägigen Fachliteratur.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Audiovisuelle Hilfsmittel und ihre Verwendung in der Praxis. Spezielle Fachliteratur.

18.

Seminar für Fachfragen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Aufbereitung von spartenspezifischen Themen mit Schwerpunkt heilpädagogisches Voltigieren.

Lehrstoff:

2.

Semester (1 Wochenstunde)

Information über den Behindertenreit- und Voltigiersport; Ausbildungsmöglichkeiten im heilpädagogischen Voltigieren, Auswahl- und Ausbildungskriterien eines Therapiepferdes; Kontraindikationen.

19.

Praktische Übungen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Arbeit an der Longe, Gymnastik und Turnen am Boden und am Holzpferd.

Lehrstoff:

1.

Semester (2 Wochenstunden)

Arbeit an der Longe mit einem ausgebildeten Pferd; Lockerungsübungen, Konditionsübungen, Pflichtfiguren auf dem Holzpferd.

2.

Semester (2 Wochenstunden)

Anprobieren von Pferden für das Voltigieren, Korrektur von Voltigierpferden; Kürfiguren auf dem Holzpferd; Turnen am Boden.

20.

Praktisch-methodische Übungen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Praxis eines Übungsbetriebes.

Lehrstoff:

1.

Semester (6,5 Wochenstunden)

Gymnastische Vorbereitung, Entspannungsübungen, methodische Übungsreihen, Unterrichtserteilung am Holzpferd und am Pferd nach den Anforderungen für D- und C-Gruppen, Beurteilung und Korrektur der einzelnen Leistungen.

2.

Semester (7 Wochenstunden)

Unterrichtserteilung am Holzpferd und am Pferd nach den Anforderungen für B-Gruppen und dem Einzelvoltigieren.

21.

Konditionsschulung

Bildungs- und Lehraufgabe:

Einführen in die diversen Formen der Zweckgymnastik des Konditionstrainings.

Lehrstoff:

2.

Semester (0,5 Wochenstunden)

Schaffen der konditionellen Voraussetzungen zum Ausüben des Voltigiersports. Verbessern der Kondition durch Betriebs- und Organisationsformen, Anlegen eines Übungsschatzes.

22.

Exkursionen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Erweitern des Fachwissens.

Lehrstoff:

1.

und 2. Semester (nach Vereinbarung)

Lehrausgänge in einschlägige Industriebetriebe, Zuchtinstitutionen, Reitschulen mit Voltigiergruppen usw.

Semesterweise gestaffeltes Außerkrafttreten

(vgl. Art. I § 2 Abs. 6).

Anlage C.15

```

```

AUSBILDUNG VON INSTRUKTOREN FÜR GESPANNFAHREN

I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Der Lehrgang zur Ausbildung von Instruktoren für Gespannfahren hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer eingehend mit den fachlichen und erzieherischen Aufgaben eines Fahrinstruktors vertraut zu machen. Instruktor für Gespannfahren im Sinne dieser Verordnung ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, Fahrunterricht in allen Alterstufen (Anm.: richtig: Altersstufen) zu erteilen.

II. STUNDENTAFEL

(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen

Unterrichtsgegenstände. Hiebei ist bei jedem Unterrichtsgegenstand

zuerst das Wochenstundenausmaß und daneben in Klammern das gesamte

Stundenausmaß im Falle der Einbeziehung des Fernunterrichtes

angegeben.)

```

```

```

1.

Semester 2. Semester

```

(Gesamt- (Gesamt-

Wochen- ausmaß Wochen- ausmaß bei

stunden bei stunden bei

Einbe- Einbe- Summe

ziehung ziehung

des des

Fernunter- Fernunter-

richtes) richtes)

```

```

A. Pflichtgegenstände

I. Theorie

```

1.

Religion ........ 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)

```

```

2.

Deutsch ......... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

```

3.

Lebende

```

Fremdsprache .... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

4.

Politische Bildung

```

und

Organisationslehre 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

5.

Betriebskunde und

```

Kaufmännisches

Rechnen ......... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

6.

Geschichte der

```

Leibesübungen

(des Sports) .... 0,5 (2,5) - - 0,5 (2,5)

```

7.

Sportbiologie

```

(Funktionelle

Anatomie,

Physiologie und

Gesundheits-

erziehung) ...... 2,0 (10,0) 1,0 (5,0) 3,0 (15,0)

```

8.

Erste Hilfe ..... - - 1,0 (5,0) 1,0 (5,0)

```

```

9.

Sportpsychologie

```

und Lebenskunde 1,0 (5,0) - - 1,0 (5,0)

```

10.

Pädagogik, Didaktik

```

und Methodik .... 0,5 (2,5) 1,0 (5,0) 1,5 (7,5)

```

11.

Trainings- und

```

Bewegungslehre .. 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)

```

12.

Fahrtheorie ..... 2,0 (10,0) 2,0 (10,0) 4,0 (20,0)

```

```

13.

Beschirrungs- und

```

Wagenkunde ...... 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)

```

14.

Pferdehaltung ... 1,0 (5,0) 0,5 (2,5) 1,5 (7,5)

```

```

15.

Exterieurlehre und

```

Veterinärkunde .. 1,5 (7,5) 2,0 (10,0) 3,5 (17,5)

```

16.

Organisation des

```

Reit- und

Fahrsports,

Turnierwesen und

Sportstättenbau 1,0 (5,0) 1,0 (5,0) 2,0 (10,0)

```

17.

Audiovisuelle

```

Hilfsmittel und

Fachliteratur ... - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

18.

Seminar für

```

Fachfragen ...... 0,5 (2,5) 1,0 (5,0) 1,5 (7,5)

II. Praxis

```

19.

Praktische

```

Übungen ......... 2,0 (10,0) 9,0 (45,0) 11,0 (55,0)

```

20.

Praktisch-

```

methodische

Übungen ......... 6,0 (30,0) 6,0 (30,0) 12,0 (60,0)

```

21.

Konditionsschulung - - 0,5 (2,5) 0,5 (2,5)

```

```

```

22,5 (112,5) 27,5 (137,5) 50,0 (250,0)

```

```

B. Unterrichtspraxis

Zwischen dem 1. und 2. Semester ist eine viermonatige Praxis an

einer behördlich genehmigten Reitschule und/oder Schule für

Gespannfahren oder bei einem dem Bundesfachverband für Reiten und

Fahren angeschlossenen Reit- und Fahrverein zu erbringen.

C. Freigegenstand

22.

Exkursionen (in Kursform) während der Semester nach Vereinbarung.

III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Sollte der Lehrgang unter Einbeziehung des Fernunterrichtes durchgeführt werden, so ist zu Beginn des Bildungsganges bei Ausgabe des Lehrmaterials eine entsprechende und ausreichende Einführung zu geben. Die Unterlagen des Fernunterrichtes sind so zu gestalten, daß deren Inhalt und Umfang auf einen normal laufenden Ausbildungslehrgang Bedacht nehmen. Das festgelegte Lehrziel muß auch bei Einbeziehung des Fernunterrichtes erreicht werden.

In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen. In allen Gegenständen, besonders in den theoretischen Fächern, ist auf die spätere Berufsausübung des Reitinstruktors Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist in Beziehung auf den Sport darzubieten, wobei das Verwenden von Anschauungsmaterial, Filmen, Demonstrationen usw. zum besseren Verständnis des Gebotenen und zum leichteren Anwenden in der Praxis beitragen soll. Auf die Querverbindungen der einzelnen Gegenstände ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben, und die Schüler sind zur Selbständigkeit anzuregen.

IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)

a)

Katholischer Religionsunterricht

Der Lehrplan für den Religionsunterricht am Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.

b)

Evangelischer Religionsunterricht

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Lehrstoff:

Siehe Sportlehrerausbildung (Anlage A.1)

Der in Anlage A.1 angegebene Lehrstoff ist zu kürzen und zu

raffen.

V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE;

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES AUF DIE EINZELNEN SEMESTER

1.

Religion

2.

Deutsch

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